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Die Stasi und jugendliche Systemkritiker

Kopiervorlage

Durch die Bearbeitung des Arbeitsmaterials erkennen die Lernenden, in welchem Ausmaß das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Verbreitung von regimekritischen Aussagen erfasste und auch Jugendliche strafrechtlich verfolgte. Im September 1985 werden in der Rostocker Innenstadt an sieben Hauswänden regimekritische Parolen entdeckt. Im Zuge der Ermittlungen durch das Ministerium für Staatsicherheit fällt der Verdacht auf das Ehepaar Ute und Gunnar und dessen Freundin Dörte. Nach aufwendiger Observation und den Informationen eines inoffiziellen Mitarbeiters (IMs) werden die Drei verhaftet, verhört und wegen "staatsfeindlicher Hetze" zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Neben den detaillierten Ermittlungsschritten thematisieren die Arbeitsmaterialien, welche politischen Überzeugungen die Verdächtigen vertraten, die sie zu ihren Handlungen veranlassten und welche Zugeständnisse sie machten, um einer mehrjährigen Haftstrafe zu entgehen. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Arbeitsweisen des MfS. erfahren, wie die Menschen ihren politischen Widerstand gegen das DDR-Regime ausdrückten. zeigen Motive auf, die zu regimekritischen Äußerungen führten. nennen die Folgen regimekritischer Äußerungen. beschreiben die Methoden des MfS, Personen als inoffizielle Mitarbeiterin und Mitarbeiter (IM) zu gewinnen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich das Vorgehen des MfS durch die Analyse von Berichten des MfS. charakterisieren die Opfer des MfS mithilfe von Quellentexten. arbeiten die Motive des MfS für das aufwändige Vorgehen gegen die Regimekritiker heraus. arbeiten die Motive der Regimekritiker für das Malen der regimekritischen Parolen heraus. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beziehen Stellung zur Verurteilung und dem Strafmaß der Regimekritiker. argumentieren unter Bezugnahme auf die Quellen, warum den Opfern nach der Wende eine juristische Rehabilitation so wichtig war.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Der Fluchtversuch zweier Schüler aus der DDR

Kopiervorlage

Im Arbeitsmaterial werden die Hintergründe und Folgen eines gescheiterten Fluchtversuches am Beispiel zweier Schüler behandelt. Im Dezember 1979 beschließen die beiden 15-jährigen Schüler Tom Meier und Olli Rüber aus der DDR in die Bundesrepublik zu fliehen. Der Fluchtversuch misslingt. Tom wird erschossen, sein Freund Olli verhaftet und zu einer mehrmonatigen Jugendstrafe verurteilt. Anhand von Originalakten thematisieren die Arbeitsmaterialien den Fluchtversuch der beiden Schüler und wie das Ministerium für Staatssicherheit versuchte, den Vorfall - insbesondere die Tötung des 15-jährigen Tom Meier - zu verheimlichen. Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits über Grundwissen zu den Themen Grenzpolitik der DDR sowie über das Ministerium für Staatssicherheit verfügen und mit Methoden zur Analyse von Textquellen vertraut sein. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nennen Merkmale der Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit. beschreiben das Verhältnis zwischen dem Ministerium für Staatssicherheit und den Grenztruppen. beschreiben die Folgen, die ein Fluchtversuch für einen DDR-Bürger haben konnte. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen den Dokumenten des MfS gezielt Informationen. nutzen die Informationen aus verschiedenen Quellen zur Rekonstruktion der Ereignisse. geben den Inhalt von Quellentexten in eigenen Worten wieder. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Motive des MfS für den Umgang mit den beiden Jugendlichen. beurteilen den Schusswaffeneinsatz des Grenzsoldaten und diskutieren über mögliche Alternativen unter Berücksichtigung des historischen Kontextes.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Jugendliche inoffizielle Mitarbeiter (IM) bei der Stasi

Kopiervorlage

Mit Hilfe dieser Arbeitsmaterialien erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Rolle von jugendlichen inoffiziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiern des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) bei der Überwachung und Kontrolle der Menschen in der DDR. Um von regimefeindlichen Äußerungen, Aktionen oder Gruppierungen frühzeitig Kenntnis zu haben, setzte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) inoffizielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Nicht selten wurden hierfür auch Jugendliche und Studierende angeworben. Die Lernenden erfahren durch die Bearbeitung von Originalakten, wie die Stasi arbeitete, um die Menschen in der DDR zu überwachen. Anhand des Beispiels der jugendlichen inoffiziellen Mitarbeiterin Ute Beden wird ein starker lebensweltlicher Bezug zu den Lernenden hergestellt. Die Materialien sind so konzipiert, dass sie modular oder auszugsweise im Unterricht in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Thema Staatssicherheit sowie der Umgang mit Quellen bereits im Unterricht behandelt worden ist. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit sowie der inoffiziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. nennen Gründe, warum das Ministerium für Staatssicherheit inoffizielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzte. setzen sich mit den persönlichen Folgen der Mitarbeit für das Ministerium für Staatssicherheit in Bezug auf die inoffiziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auseinander. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt und eigenständig Informationen aus Quellen des MfS und erschließen sich so die Arbeitsweise der Stasi. analysieren Quellentexte nach sprachlichen Kriterien. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren und beurteilen die Gründe, die Ute Beden dazu bewogen, mit dem MfS zusammenzuarbeiten und die Zusammenarbeit wieder zu beenden. beziehen auf Basis von Wertekriterien Stellung zu der Frage, ob Ute Beden für sie eine Täterin oder ein Opfer ist.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Zeitzeugeninterview: Evelyn Zupke über die DDR-Bürgerrechtsbewegung

Video

Durch dieses Zeitzeugeninterview erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Kritik einige Jugendliche in der DDR an dem System hatten und wie sie diese zum Ausdruck brachten. Das öffentliche Aufbegehren gegen den DDR-Staat war mutig und hatte für die Betroffenen oftmals gravierende negative Konsequenzen. Evelyn Zupke berichtet wogegen sich ihre kritische Haltung richtete und wie sie sich dann in der Oppositionsbewegung "Weißenseer Friedenskreis" beteiligte. Mit dem Nachweis der Wahlfälschung in der DDR gerieten Evelyn Zupke und ihre Unterstützer ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Das Video-Interview eignet sich gut als Ausgangsmaterial für eigene Unterrichtsentwürfe und kann in verschiedenen methodisch-didaktischen Kontexten verwendet werden. Dabei sollte vorbereitend auf die Quellengattung "Zeitzeugen" eingegangen und geklärt werden welche Vor- und Nachteile mit dieser speziellen Quellenart verbunden sein können. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler skizzieren die DDR-Bürgerrechtsbewegung. nennen Evelyn Zupkes Motive, sich in der Oppositionsbewegung "Weißenseer Friedenskreis" zu beteiligen und welche Risiken dies beinhalte. erlangen einen Einblick in die Methoden des MfS, regimekritische Äußerungen zu unterbinden. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen über die DDR-Bürgerrechtsbewegung aus einem Zeitzeugeninterview. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit den Aussagen des Zeitzeugen auseinander und berücksichtigen die Subjektivität der Aussagen.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Zeitzeugeninterview: Peter Keup über die Arbeit als Zeitzeuge

Video

Das Zeitzeugeninterview mit Peter Keup nimmt eine andere Perspektive ein und beschäftigt sich mit der Bedeutung seiner Arbeit als Zeitzeuge in der Gegenwart. Peter Keup lebte gemeinsam mit seiner Familie in der DDR. 1981 wurde er bei einem Fluchtversuch verhaftet und kam ins Gefängnis. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, weshalb sich Peter Keup in der Zeitzeugenarbeit engagiert, worin er seine Aufgabe sieht und wie diese genau im Alltag aussieht. Dadurch wird eine Auseinandersetzung mit dem Thema Aufarbeitung ermöglicht. Das Video-Interview eignet sich gut als Ausgangsmaterial, um die Bedeutung von Zeitzeugen in der Erinnerungskultur der deutsch-deutschen Teilung darzustellen. Daran anlehnend bietet sich eine Auseinandersetzung mit den Schülerinnen und Schülern über die Vor- und Nachteile dieser speziellen Quellenart. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben, was ein politischer Häftling ist. nennen Vor- und Nachteile der Zeitzeugenarbeit. erlangen einen Einblick in die Beweggründe, weshalb Peter Keup sich als Zeitzeuge engagiert. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen aus einem Zeitzeugenbericht über die Zeitzeugenarbeit am Beispiel von Peter Keup. recherchieren nach Zeitzeugen in ihrer Nähe. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit den Aussagen des Zeitzeugen auseinander und berücksichtigen die Subjektivität der Aussagen. beurteilen, vor welchen Herausforderungen die Zeitzeugenarbeit in den kommenden Jahrzehnten stehen wird.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Ostalgie – Verklärung und Wirklichkeit

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt thematisiert die "Mythenbildung" über die DDR nach der Wiedervereinigung und lässt die Schülerinnen und Schüler nach solchen Mythen suchen und Erklärungen für ihr Entstehen und Fortbestehen finden. Bis heute begegnet man einer Vielzahl verschiedener Ansichten und Meinungen über das Leben in der DDR. Neben biografischen Geschichten und der Perspektive auf das eigene Leben in der DDR treten immer wieder auch Verklärungen und Mythen auf, die zu einer Aufarbeitung der SED-Diktatur im Widerstand stehen. War die DDR wirklich ein soziales Paradies, in dem die Bürger rundum versorgt wurden? Gab es keine Drogen- und Suizidprobleme? Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit diesen Verklärungen auseinander, machen weitere Mythen ausfindig und versuchen Wege zu finden sie zu widerlegen. Darauf aufbauend spüren sie den Ursachen für Geschichtsverklärungen nach. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die gängigsten Mythen über das Leben in der DDR und können Gründe vorbringen, die diese entkräften. können Gründe wiedergeben, die zu Verklärung von Geschichte führen können. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Mythen über die DDR auseinander und recherchieren nach Fakten, mit denen sie diese widerlegen können. machen Parallelen zu weiteren Verklärungen in der deutschen Geschichte ausfindig. erarbeiten Gründe, für das Entstehen von Geschichtsmythen. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Mythen über das Leben in der DDR kritisch.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Die Aufarbeitung einer Diktatur

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt thematisiert den Umgang mit der SED-Diktatur nach der Wiedervereinigung. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der Aufarbeitung von Vergangenheit und der Rolle kollektiven Erinnerns auseinandersetzen. Im Jahr 1992 bildete der Bundestag eine Enquete-Kommission zur "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur", die das Ziel hatte die Zeit der SED-Diktatur aufzuarbeiten. Inzwischen gibt es zahlreiche weitere gesellschaftliche Einrichtungen, die sich dieser Aufarbeitungsarbeit annehmen. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren, ob eine Aufarbeitung auch gegenwärtig noch notwendig ist und welche öffentlichen gesellschaftlichen Institutionen sich dieser Aufgabe widmen. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Begriffsdefinition zu "Enquete-Kommission". können Gründe anführen, warum eine Aufarbeitung der Vergangenheit sinnvoll und für die Gesellschaft nützlich ist. kennen Maßnahmen und Institutionen, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen gezielt Informationen aus Sachtexten, Äußerungen und einem Interviewauszug. erstellen einen eigenen Artikel für ein Online-Lexikon. recherchieren, welche Institutionen sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur widmen. analysieren ein Interview im Hinblick auf die Aussagen zur Aufarbeitung. entwerfen ein Plakat zum Thema Deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren über die Notwendigkeit einer Aufarbeitung der Vergangenheit. erörtern warum eine gemeinsame Erinnerungskultur wichtig sein kann. diskutieren über mögliche Lehren aus der Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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