Unterrichtsmaterialien → Fächerübergreifender Unterricht an berufsbildenden Schulen

Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten die Lernenden die Bedeutung von Weihnachten für den  Einzelhandel sowie die Kommerzialisierung des Festes.

Tipp der Redaktion

Verkehrserziehung

Diese Material-Sammlung bietet fächerübergreifend nutzbare Unterrichtsmaterialien zu wichtigen Teilaspekten der Verkehrserziehung.

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Gut schlafen

Unterrichtseinheit

Tagsüber müde und abends fit: Jugendliche und junge Erwachsene leiden häufig unter einem gestörten Schlaf-wach-Rhythmus. Das kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit, die Motivation und auf das eigene Unfallrisiko haben. Junge Beschäftigte sollten länger anhaltende Schlafprobleme nicht ignorieren und eine passende persönliche Schlafstrategie entwickeln. Was stört unseren Schlaf? Warum ist guter Schlaf so wichtig? Tipps für eine gute Schlafhygiene Junge Menschen leiden häufig unter Schlafmangel. Am Arbeitsplatz können die Folgen von Schlafmangel zu Fehlentscheidungen und zu Unfällen führen. Diese Unterrichtsmaterialien schärfen die Selbstwahrnehmung der Auszubildenden. Sie sollen sich der gesundheitsförderlichen Bedeutung ihres Schlafs, aber auch ihrer möglicherweise vorhandenen Schlafprobleme und deren möglichen Folgen bewusst werden. Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass die Inhalte sowohl im Präsenzunterricht als auch zu Hause über Fernunterricht erarbeitet und erlernt werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren, warum guter Schlaf für Wohlbefinden, körperliche und mentale Fitness unverzichtbar ist erarbeiten sich selbstständig Wissen über grundlegende Abläufe des nächtlichen Regenerationsprozesses benennen Schlafstörer und Faktoren, die den Schlaf-wach-Rhythmus ungünstig beeinflussen entwickeln selbstständig Kriterien für eine gute Schlafhygiene Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler filtern Hintergrundinformationen aus einem themenbezogenen Video und aktivieren ihr Vorwissen recherchieren im Internet und analysieren eine Grafik Selbstkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Schlafverhalten, verbessern und schärfen die Selbstwahrnehmung für ihren Schlaf bearbeiten verschiedene Aufgaben gemeinsam im Präsenzunterricht oder alleine zu Hause und trainieren damit ihre Flexibilität und Selbstständigkeit erkennen, dass sie für ihre Schlafgesundheit Verantwortung übernehmen müssen arbeiten kooperativ und produktiv zusammen

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Betriebspraktikum: Richtig bewerben

Unterrichtseinheit

Viele Schülerinnen und Schüler in Berufsfachschulen bewerben sich zu spät und zu nachlässig für ihre verpflichtenden Betriebspraktika. Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien vermitteln das nötige Wissen und Handwerkzeug, damit die Bewerbung für das Praktikum nicht nur pünktlich im Betrieb eintrifft, sondern auch zum Erfolg wird. Stellenwert einer sorgfältigen und kreativen Bewerbung Wie und wo findet man freie Praktikumsstellen? Sicherheit und Gesundheit: Verantwortlichkeiten Aufgaben der Praktikumsleitung In so gut wie allen Wahlschulen der berufsbildenden Schulen sind Pflichtpraktika vorgesehen. Sie finden bereits in einem beruflichen Kontext statt, zum Beispiel mit einem kaufmännischen, technischen, gewerblichen oder hauswirtschaftlichen Schwerpunkt. Diese Lerneinheit unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Planung und Durchführung einer erfolgreichen Bewerbung, zum Beispiel das Drehen eines Bewerbungsvideos. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in Frage kommende Praktikumsbetriebe entwickeln die Fähigkeit, sich passend zu bewerben schulen ihr berufliches Selbstverständnis durch die Auseinandersetzung mit betrieblichen Anforderungen Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren gezielte Internet-Recherche erstellen eine Zeitleiste (Timeline) planen und drehen ein Bewerbungsvideo wenden die Kopfstandmethode an Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schärfen ihr Profil durch Selbstpräsentation reflektieren ihre Stärken und Schwächen entwickeln Resilienz, indem sie Vorstellungsgespräche vor- und nachbereiten setzen sich Ziele, indem sie eigene Erwartungen formulieren

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Ladungssicherung – Unterschätzte Kräfte +++aktualisiert+++

Unterrichtseinheit

Unfallgefahren und Verletzungsrisiken, die von ungesicherter Ladung ausgehen, werden häufig unterschätzt: Jeder ungesicherte Gegenstand kann während der Fahrt in Bewegung geraten und Schaden anrichten. Das gilt nicht nur für schweres Gerät auf der Ladefläche, sondern auch für im Wageninneren herumliegenden Kleinkram. Gefährdungen durch Ladungsfehler Ein Blick in die Straßenverkehrsordnung (StVO) Ladung, Massenkräfte und fahrphysikalische Bedingungen Hilfsmittel zur Ladungssicherung Die wichtigsten Regeln für die Ladungssicherung Die Unterrichtseinheit richtet sich an Auszubildende, die mit kleineren Fahrzeugen, zum Beispiel Pkw, Kombi oder Kleintransporter, beruflich oder privat unterwegs sind. Ziel der Unterrichtsmaterialien ist es, die jungen Leute für mögliche Unfallgefahren durch ungesicherte Ladung zu sensibilisieren. Sie werden motiviert, sich Grundregeln der Ladungssicherung anzueignen und für die verkehrssichere Beladung ihres Fahrzeugs Verantwortung zu übernehmen. Das erworbene Know-how können sie sowohl im Beruf als auch privat sinnvoll einsetzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Vorschriften der StVO verstehen, welche Kräfte sich während der Fahrt auf die Ladung auswirken beurteilen in der Praxis Ladungssicherung arbeiten Regeln für die Ladungssicherung heraus Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren die Kernbotschaften eines Crashtest-Videos nutzen das Internet als Recherchemedium üben praxisnah die Beladung eines Fahrzeugs Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten verschiedene Aufgaben gemeinsam und stärken damit ihre Teamfähigkeit erweitern ihre Kommunikations- und Vortragsfähigkeit

  • Fächerübergreifend

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Unterrichtseinheit

Sexualisierte Übergriffe finden an vielen Arbeitsplätzen statt – in allen Branchen, in allen beruflichen Positionen. Besonders oft sind Frauen das Ziel von Anzüglichkeiten und Übergriffen. Nur wer möglichst früh seine eigenen Rechte und die Pflichten der Arbeitgebenden kennt, kann aus der Opferrolle heraustreten und selbstbewusst agieren. Rechtliche Grundlagen Pflichten der Arbeitgebenden Ursachen und Folgen von sexualisierten Übergriffen Rechte von Betroffenen Sexuelle Übergriffe gibt es in allen Branchen und beruflichen Positionen und betreffen mehrheitlich Frauen. Sie können bei den Betroffenen gesundheitliche und psychische Probleme verursachen. Der Täter oder die Täterin wird selten zur Rechenschaft gezogen. Die Schule ist ein geschützter Ort, an dem die jungen Leute frühzeitig für das Thema und besonders ihre Rechte sensibilisiert werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kompetenz in Bezug auf die Wahrung von Menschenrechten, indem sie den Tatbestand einer sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz recherchieren und definieren das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz als Rechtsgrundlage für ein Verbot erkennen Formen sexueller Belästigungen und mögliche Folgen für Betroffene erarbeiten die Verpflichtungen der Arbeitgebenden und mögliche Hilfen für Betroffene im Ausbildungsbetrieb recherchieren Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler festigen und erweitern ihre Methodenkompetenz, indem sie Diagramme interpretieren sinnerfassendes Lesen und Exzerpieren anwenden ihre Kreativität in ein Podcastdrehbuch einbringen einen Podcast erstellen Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Teamfähigkeit, indem sie gemeinsam ein Drehbuch für einen Podcast erstellen und diesen zusammen produzieren Selbstkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Selbstkompetenz, indem sie ihr Bewusstsein für Grenzüberschreitungen im Bereich der sexuellen Belästigung erweitern die eigenen Handlungsoptionen im Falle sexueller Belästigungen am Arbeitsplatz erweitern

  • Fächerübergreifend

Podcast "Homeschooling hautnah" Folge 5: Student für das Berufsschullehramt aus Mainz

Blog

In der fünften Ausgabe des Podcasts "Homeschooling hautnah" berichtet ein Student für das Berufsschullehramt an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, wie die Umstellung zu digitalem Lernen im Studium ablief und wie an seiner Praktikumsschule mit dem Lockdown umgegangen wurde.Am Ende eines außergewöhnlichen Sommersemesters blickt Tobias Lorentz, Student für das Berufsschullehramt, auf die letzten Monate zurück. Wie wurde die Lehre so kurzfristig digitalisiert? Wie sollten die universitäre Lehre und Schulbildung in Zukunft aussehen? Diese und weitere Fragen hat Tobias uns beantwortet. Corona-Erfahrungen Die Schließung der Universitäten kam für Lehrende und Studierende sehr plötzlich, sodass die Umstellung in wenigen Wochen erfolgen musste. Dies führte dazu, dass es keine einheitliche Durchführung der Veranstaltungen gab. In fast jedem Kurs wurde eine andere Plattform genutzt und die Studierenden mussten selbstständig organisatorische und mediale Kompetenzen entwickeln, um bei den Veranstaltungen die Übersicht nicht zu verlieren. Das universitäre Leben reduzierte sich auf das Lernen aus den eigenen vier Wänden. Präsenzveranstaltungen oder gar Partys? Fehlanzeige! Somit konnten auch Praktika in den vergangen Wochen und Monaten nur erschwert oder gar nicht stattfinden. Die Uni von morgen Das "Uni-Leben" wird auf Dauer nicht so bleiben, da ist sich Tobias sicher. Dennoch kann vielleicht nicht nur Schule, sondern auch die Hochschule von der derzeitigen Situation lernen und sich weiterentwickeln. Dafür braucht es eine einheitliche Linie in der Lehre, sodass die Hochschule mit einheitlichen Programmen arbeitet, mit denen auch digitale Seminare angeboten werden. Das hätte den Vorteil, dass die Studierenden nicht für jede Veranstaltung vor Ort sein müssen. Die daraus resultierende Flexibilität würde vor allem den Studierenden zugutekommen, die neben dem Studium arbeiten müssen oder sich um die Familie kümmern. Praktika können auf diese Weise allerdings nur schwer durchgeführt werden, da hier die Praxis an der Schule eine grundlegende Erfahrung ist, für die sich Studierende im Lehramtsstudium ohnehin schon einen größeren Schwerpunkt wünschen. Die Schule von morgen Auch an den Schulen hat die Umstellung zu digitalen Lehr- und Lern-Formen eher schwerlich stattgefunden. In den ersten Wochen der Schließungen mussten deshalb Lehrkräfte aller Schulformen einen hohen Arbeitsaufwand auf sich nehmen, um nun einigermaßen eingespielt unterrichten zu können. Allerdings kristallisiert sich dabei immer mehr heraus, dass die Digitalisierung der Schule, wie es zuvor auch schon von einigen befürchtet wurde, dazu führt, dass sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler derzeit kaum aufgefangen werden können. Dies ist eine Problematik, die dringend aufgegriffen werden muss, wenn die Digitalisierung an der Schule fortschreiten soll.

  • Fächerübergreifend

Podcast "Homeschooling hautnah" Folge 1: Berufsschullehrer in Hessen

Blog

Christian E. ist Oberstudienrat in der Oberstufe der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule (Berufsschule) in Darmstadt. Für unseren Blog "Digitale Schule" berichtet er in der ersten Ausgabe der neuen Podcast-Reihe "Homeschooling hautnah" von seinen bisherigen Erfahrungen, Wünschen und Hoffnungen während der derzeitigen Schulschließung aufgrund des Corona-Virus.Durch die bundesweiten Schulschließungen wird der Unterricht zwangsläufig in die Häuser und Wohnungen der Schülerinnen und Schüler verlagert. Dies geschieht in den meisten Fällen über den digitalen Weg. Christian E. ist Lehrer in Darmstadt an einer Modellschule für digitales Lernen . Ob das ein Vorteil in der aktuellen Situation ist, verrät er uns in dem unten verlinkten Podcast. Probe aufs Exempel Präsenz-Unterricht, wie die meisten ihn kennen, findet aktuell deutschlandweit nicht mehr statt. Stattdessen schicken Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern die Aufgaben nach Hause, wo sie nach der Bearbeitung an die Lehrerinnen und Lehrer zurückgeschickt werden. An der Heinreich-Emanuel-Merck-Schule in Darmstadt ist das allerdings keine Besonderheit: Die Modellschule für digitales Lernen hat bereits Erfahrungen mit diesem Format des Lehrens und Lernens durch verschiedene digitale Anwendungen und Möglichkeiten. Dennoch ist die Situation auch für digital erfahrene Lehrkräfte ungewohnt und bringt Probleme mit sich. Daily Business mit Hindernissen Während der Alltag für Lehrkräfte weiterhin sehr geregelt abläuft, gibt es dennoch einige Probleme, die die aktuelle Situation mit sich bringt: Das Abitur findet nämlich trotz Schulschließungen und verschärften Sicherheitsbestimmungen statt und muss beaufsichtigt werden. Nicht wenige Lehrkräfte sehen die Durchführung des Abiturs deshalb kritisch . Außerdem haben nicht alle Schülerinnen und Schüler einen Computer und Drucker zu Hause. Die Chance nutzen Trotz einiger Sorgen auch bei den Eltern der Lernenden, ist die Stimmung im Kollegium dennoch nicht schlecht - sogar eine Sport-Challenge wurde ins Leben gerufen! Es besteht trotz aller Hindernisse die Zuversicht, dass diese Zeit auch als Chance zur Erprobung der Tauglichkeit digitalen Lernens genutzt werden. Dennoch sollte klar sein, dass die didaktische und methodische Expertise der Lehrkräfte bei dieser Form des Unterrichts nicht einfach durch Lern-Apps und Selbstlern-Plattformen ersetzt werden kann. Es bedarf einer pädagogischen Beratung und Betreuung durch die Lehrkräfte und einer Unterstützung durch die Eltern.

  • Fächerübergreifend

Papierloses Klassenzimmer

Fachartikel

Dieser Fachartikel zur Organisationsentwicklung zeigt auf, wie bisher papiergebundene Prozesse des Unterrichtsalltags durch digitale Abläufe ersetzt werden können. Beispielhaft dargestellt wird dies am Projekt "Papierloses Klassenzimmer" der Bremer Europaschule SZ SII Utbremen (SZUT). Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Hintergründe zum Projekt "Papierloses Klassenzimmer" Gegenstand des Projektes "Papierloses Klassenzimmer" war die Ausstattung einer Pilotklasse aus dem Bildungsgang "Doppelqualifikation Informationstechnischer Assistent/in" der Europaschule SZ SII Utbremen mit Tabletcomputern und damit einhergehend die Ablösung papiergebundener Prozesse durch digitale. Die Schülerinnen und Schüler sollten als zukünftige IT-Fachkräfte professionelle Werkzeuge kennenlernen, welche es ihnen ermöglichen, kooperativ in beruflichen Handlungssituationen zu arbeiten, Inhalte zusammenzuführen sowie Daten und Ressourcen zu verwalten (zum Beispiel GIT, Scrum). Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Endgeräte beispielsweise, um Algorithmen nachzuvollziehen, eigene Algorithmen zu entwerfen (Entwicklungsumgebungen, Testverfahren etc.) und diese professionell darzustellen (UML-Diagramme, PAP, Struktogramme etc.). Sowohl die Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler arbeiteten in dieser Zeit ausschließlich mit digitalen Tools zur Kommunikation, Kollaboration und Organisation ihrer Unterrichtsprozesse. Den ausführlichen Erfahrungsbericht finden Sie im Download-Bereich. Grundlegende Erkenntnisse aus dem Projekt sowie konkrete Vorschläge für den Fachunterricht werden im Folgenden dargestellt. Der pädagogische Mehrwert papierloser Klassenzimmer Papierlose Klassenzimmer bieten einige Vorteile im Hinblick auf die Erleichterung von Unterrichtsprozessen. Nicht nur haben die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsmaterialien in Form ihrer persönlichen Endgeräte immer dabei, die digitale Unterrichtsgestaltung ist auch unabhängig von schulischen Rechner-Räumen möglich. Kollaboratives Arbeiten kann mithilfe digitaler Tools wesentlich einfacher und motivierender gestaltet werden und wichtige Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden gefördert. Im Rahmen des Unterrichts lernen sie verschiedene digitale Werkzeuge kennen und nutzen diese auch, um eigene Produkte wie zum Beispiel Erklärvideos oder digitale Flyer herzustellen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 3). Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, Bedarfe zu formulieren und geeignete Lösungen zu identifizieren beziehungsweise diese an ihre Bedürfnisse anzupassen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 5). Zudem lernen sie Gestaltungsmittel kennen und analysieren vorhandene Medien bezüglich dieser. Den Schülerinnen und Schülern wird ein kritischer Umgang mit Medien sowie Wissen hinsichtlich der rechtlichen Vorgaben bei der Erstellung und Nutzung von digitalen Medien vermittelt (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 6). Die beleuchteten Chancen und Risiken fließen wiederum in die eigene Produktion von Medien ein. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler Tools im Sinne des Datenschutzes und der Datensicherheit bezüglich ihrer Eignung zu hinterfragen. Der Speicherort der Daten und die Bewertung der Sicherheit werden besonders beleuchtet. In Bezug auf personenbezogene Daten soll hier eine Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler erfolgen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 4). Konkrete Beispiele für papierlosen Fachunterricht in der Berufsschule Mathematik-Unterricht Verfügt die Klasse zum Beispiel über entsprechende Notebooks können Programmiertechniken erlernt werden. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Programme, mit denen Polynome abgeleitet, Werte mithilfe des Newton-Verfahrens angenähert und lineare Gleichungssysteme mithilfe des Gauß-Verfahrens gelöst werden können. Eine besonders enge Vermaschung von Unterrichtsinhalten kann erzielt werden, wenn beispielsweise Inhalte des Physik-Unterrichts einbezogen werden: Die Lernenden entwickeln ein Programm, bei dem Vektoren zur Steuerung eines simulierten Raumschiffs genutzt werden. Informatik-Unterricht Im Informatik-Unterricht erweisen sich schülereigene Notebooks insofern als besonders nützlich, als dass die Schülerinnen und Schüler ihre gesamten Arbeitsmaterialien immer zur Verfügung haben. Werden Projekte in einem Framework wie zum Beispiel "Eclipse" angelegt, so werden auf dem lokalen PC Projektordner erstellt, welche die bearbeiteten Dateien enthalten. Schülerinnen und Schüler versäumen so nicht mehr, ihre Projekte auf die persönlichen Laufwerke zu speichern. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit am eigenen Gerät die Möglichkeit, ihre Arbeitsumgebung nach ihren persönlichen Wünschen einzurichten. Besonders in Bezug auf die Arbeit mit Quellcode sind hier die Verwendung von Farben zum Hervorheben von Code-Elementen oder bestimmte Erweiterungen der Software (sogenannte Extensions) zu nennen, mit welchen die Schülerinnen und Schüler ihren Code zum Beispiel auf Qualität hin überprüfen lassen können. Weiterhin ist ein "nahtloseres" Arbeiten an Aufgaben möglich. Viele Praxis-Projekte erfordern auch eine Weiterarbeit nach Unterrichtsschluss . Hier gibt es im schulischen Alltag bisher oft Probleme, da die Schulrechner anders konfiguriert sind als die Heimrechner (zum Beispiel Verwendung unterschiedlicher Softwareversionen), was zu Problemen bei der Ausführung einzelner Programme und demnach zu Demotivation seitens der Schülerinnen und Schüler führen kann. Die Arbeit mit schülereigenen Geräten kann hier Abhilfe schaffen und zum Beispiel auch bei Unterrichtsausfall genutzt werden. Englisch-Unterricht Im Rahmen des Englisch-Unterrichts eignen sich digitale Geräte und Tools besonders für den kreativen Bereich . Hier einige Beispiele: Radioshow: Die Schülerinnen und Schüler stellen im Rahmen des Abiturthemas "Canada” als gemeinsames Produkt eine Radio-Show her, welche sich unterschiedlichen berühmten Persönlichkeiten aus Kanada widmet. In diesem Zusammenhang werden Kleingruppen gebildet, die verschiedene Inhalte produzieren sowie eine Moderationsgruppe gegründet, die für die Zusammenführung der Inhalte verantwortlich ist. Die Lernenden setzen in dem Kontext Audioaufnahme- und Bearbeitungsprogramme ein und informieren sich über die Verwendung von lizenzfreien Jingles und Musikstücken. Kommunikation mit Partnerklassen: Über Plattformen wie Skype können Klassen mit anderen Schülerinnen und Schülern aus Europa digital kommunizieren. So verabreden sie sich zum Beispiel zu einem Call mit einer Klasse aus Athen und tauschen sich über die unterschiedlichen Lebensweisen und Kulturen aus. Grammatik-Prüfung mithilfe digitaler Tools: Mit Plattformen wie "Grammarly" können die Lernenden ihre Texte auf grammatikalische Richtigkeit überprüfen lassen. Fehler werden nicht nur angezeigt, sondern auch die jeweiligen Grammatikregeln werden aufgezeigt. Zudem bietet sich die Peer-Review Funktion von Plattformen wie "itslearning" an. Die Schülerinnen und Schüler laden ein Dokument mit einem Fließtext hoch und nach Ablauf der Einreichungsfrist weist das System automatisch jedem eine festgelegte Anzahl von Dokumenten zu, welche direkt im Browser bearbeitet werden können. So können die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig Feedback geben und durch die Textkorrektur anderer lernen, sich ihrer eigenen Fehler bewusst zu werden.

  • Fächerübergreifend

Lern-Management-Systeme (LMS): Kompetenzraster online erstellen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zu den Themen Lern-Management-Systeme (LMS) und kompetenzorientiertes Lernen an berufsbildenden Schulen erläutert, wie Kompetenzraster zur Vorbereitung auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt genutzt und mithilfe der Tools KOMET und DAKORA als Erweiterung von Moodle erstellt werden können. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Kompetenzen zur Selbstorganisation fördern Im Zuge der Kompetenzorientierung durch die KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt wird auch in den Berufsschulen der Fokus vermehrt auf die Förderung von grundlegenden Fähigkeiten durch autonomes Lernen gelegt. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, den Unterricht so anzulegen, dass die Schülerinnen und Schüler optimal auf die zunehmende digitalisierte Arbeitswelt vorbereitet werden. Die Lernenden sollen Handlungskompetenzen erwerben, die sie im späteren Berufsleben selbstständig auf andere Arbeitsprozesse übertragen können. Das bedeutet, dass die Aspekte Lernerorientierung , Inhaltsorientierung , Prozessorientierung sowie Handlungs- und Produktorientierung auch in den berufsbildenden Schulen verstärkt in den Vordergrund rücken. Kompetenzraster nutzen und erstellen Eine Möglichkeit, im Unterricht Fähigkeiten zur Selbstorganisation zu fördern, bieten digitale Kompetenzraster , die die im Rahmen eines Lernprozesses zu erlangenden Kompetenzen einerseits sowie die verschiedenen Niveau-Stufen andererseits abbilden. Die Schülerinnen und Schüler können mit einem derartigen Modell ihren Lernprozess selbst steuern und evaluieren. Mithilfe der Systeme Moodle , DAKORA und KOMET können unterschiedliche kompetenzorientierte Lernaufgaben im Wochenplan bearbeitet werden, die mit Materialien zum Selbstlernen eigenverantwortliches und durch Rückmeldung begleitetes Lernen ermöglichen. Das Tool "KOMET" Das KOM petenz- E rfassungs- T ool KOMET ist entwickelt worden, um Kompetenzraster digital aufzubereiten. Ziel ist es dabei, eine transparente Darstellung der zu erwerbenden Kompetenzfelder abzubilden. Raster können dabei klassisch oder zum Beispiel gemäß dem Prinzip der vollständigen Handlung in sechs Stufen (Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten) aufgebaut sowie einzeln oder kollaborativ erstellt werden. Auf diese Weise lassen sich Förderpläne entwickeln oder auch einzelne Fächer kompetenzbasiert darstellen. Die Ergebnisse können als PDF genutzt oder – und das macht das System besonders interessant – weiter digital genutzt werden, um auf dieser Basis gleich die Ausgangslage für den Unterricht zu schaffen. Sind die Raster entsprechend gestaltet und mit Inhalt gefüllt (zum Beispiel mit Lösungen und Aufträgen oder Informationsmaterial versehen), kann Lehrenden und Lernenden der Kontext für den Lernprozess bereitgestellt werden. Das zusätzliche Plug-In Exabis Competencies ermöglicht den einfachen Import des Kompetenzrasters sowie weitere Individualisierungen wie zum Beispiel das Anpassen sowie das Bereichern des Rasters oder auch das Herstellen von Verknüpfungen zu Aktivitäten in Moodle. Auch ergänzende Möglichkeiten wie die Auswertung und das Erstellen von Lernportfolios oder Zeugnissen sind umzusetzen. Ob man sich nun dazu entscheidet, Moodle lediglich als verknüpfende Komponente zu nutzen (Klasse, Kurs und zu erwerbende Kompetenzen zuordnen) oder die Grundlage entsprechend mit allen Möglichkeiten von Moodle bereichert, steht hier vollkommen offen. Moodle dient im einfachsten Fall als Basis, um ein intuitiveres und im Umfang reduziertes Management des Lernprozesses umzusetzen. Die App "DAKORA" Die App DAKORA ( D igitales A rbeiten mit KO mpetenz rA stern), die als Angebot für die Schulen Baden-Württembergs entwickelt wurde, soll als Oberfläche für Lehrende und Lernende Lern-Management-Prozesse vereinfachen und ebenso das Angebot des klassischen Moodle ergänzen. Sie kann eigene Inhalte in einer digitalen Lernumgebung mit allen notwendigen Funktionen der Vorbereitung, Planung, Begleitung und Dokumentation zugänglich machen. Als Basis dafür dient ein Kurs in Moodle und ein dort zugewiesenes wie oben beschriebenes Kompetenzraster aus KOMET. Die Elemente aus dem Raster können zum Beispiel im Rahmen eines Wochenplans durch die Lehrenden oder auch die Lernenden selbst zugewiesen werden. Die Schülerinnen und Schüler rufen dann das Material dort ab, bearbeiten es außerhalb und geben es auch über die Plattform wieder ab. Im folgenden zum Download angebotenen Dokument wird zur Veranschaulichung an einem Beispiel aufgezeigt, wie ein digitales Kompetenzraster mithilfe der entsprechenden Tools online erstellt werden kann.

  • Fächerübergreifend

Lern-Management-Systeme (LMS) in der Berufsschule am Beispiel von Moodle

Fachartikel

Dieser Fachartikel zum Thema Lern-Management-Systeme (LMS) in der Berufsschule zeigt Vorteile eines digitalen Tools zur Organisation von Wissen sowie zur Unterstützung kooperativer Lehr- und Lernmethoden auf. Exemplarisch wird dabei in die Arbeit mit Moodle eingeführt. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Digitaler Wandel und Kompetenzorientierung Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die Herausforderungen des Wandels in der Bildung angenommen und mit der Strategie "Bildung in der digitalen Welt" ein Handlungskonzept für die zukünftige Entwicklung der Bildung in Deutschland vorgelegt. Damit müssen auch in den berufsbildenden Schulen die Lehr- und Lernprozesse künftig digital gestützt gestaltet werden. "Die Zielsetzung beruflicher Bildung – der Erwerb einer umfassenden Handlungskompetenz – bedingt, dass der Kompetenzerwerb im Kontext von digitalen Arbeits-und Geschäftsprozessen als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe angelegt sein muss." ( KMK 2016 , S. 20f.) Fähigkeiten wie Selbstmanagement, internationales Denken und Handeln sowie die projektorientierte Kooperation werden in diesem Zusammenhang bedeutsam. Gemäß dem Modell der vollständigen Handlung soll das Lernen in der Berufsschule der Praxis im Berufsleben entsprechen und handlungsorientiertes Lernen ermöglichen. Ziel ist es dabei, dass die Auszubildenden die erworbenen Handlungskompetenzen im späteren Berufsleben selbständig auf andere Arbeitsprozesse übertragen können. Im Zentrum steht die Gestaltung eines Lernprozesses , der den Lernenden dabei hilft, sich nach der Ausbildung selbst zu organisieren. Konkret für den Unterricht bedeutet das, dass insbesondere die Evaluation und Reflexion vermehrt Beachtung finden müssen. Darüber hinaus kommt neben der inhaltlichen und institutionellen auch der curricularen und methodischen Öffnung des Unterrichts vermehrt Bedeutung zu. Um Aspekte der Lernerorientierung , Inhaltsorientierung , Prozessorientierung sowie der Handlungs- und Produktorientierung zu integrieren, können digitale Werkzeuge einen großen Vorteil für die Lernenden aber auch die Lehrenden bringen, indem sie Selbstwirksamkeit zum Beispiel im Projektunterricht, der Freiarbeit oder dem Lernen durch Lehren ermöglichen. Lern-Management-Systeme in der Schule In diesem Zusammenhang ist ein LMS daher nun eine Möglichkeit, die von der KMK angestrebte Kompetenzorientierung in der Berufsschule zielorientiert umzusetzen. Generell ist es nur sinnvoll, ein LMS in der Schule einzuführen, wenn gewisse Voraussetzungen zum digitalen Arbeiten gegeben sind. Idealerweise ist mindestens eine gute Breitbandanbindung vorhanden und stabiles WLAN am Standort ausgebaut. Je nach Ausstattung der Schule kann der Ansatz Bring Your Own Device dabei helfen, dass den Lernenden die entsprechen Geräte zur Verfügung stehen. Die Nutzung von einfachen Programmen und Apps sollte bekannt sein oder entsprechend vorab thematisiert werden. Grundsätzlich muss bei der Arbeit mit digitalen Werkzeugen der Lernprozess im Vordergrund stehen. Die Tools können den Unterricht nur dann bereichern, wenn sie sinnvoll und zielführend eingesetzt werden. Lernplattformen beziehungsweise Lern-Management-Systeme (LMS) sind komplexe Content-Management-Systeme, die der Bereitstellung von Lerninhalten sowie der Organisation von Lernvorgängen dienen. fungieren als Katalysator der Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden und ermöglichen den Austausch von Daten (ohne übliche Grenzen) und der Kollaboration in der Arbeit als auch im Vorbereiten und Nacharbeiten von Unterricht. bilden die Schnittstelle zwischen Bildungsanbieter und lernender Person. Arbeiten mit Moodle im Unterricht Funktionen von Moodle Exemplarisch wird nun das Arbeiten mit Moodle als bekanntes LMS, das auch international eine weitrechende Anwendung in Schulen und Universitäten findet, erläutert. Als LMS bietet Moodle unter anderem folgende Funktionen: Benutzerverwaltung (Anmeldung mit Verschlüsselung) Kursverwaltung (Kurse, Verwaltung der Inhalte und Dateien) Rollen- und Rechtevergabe mit differenzierten Rechten Kommunikationsmethoden (Chat, Foren) Integration des interaktiven Whiteboards Notizbuch und Kalender Darstellung der Kursinhalte, Lernobjekte und Medien in einem netzwerkfähigen Browser Erweiterbarkeit durch Plug-Ins Fazit zu Moodle Es lässt sich zusammenfassen, dass man mit Moodle alle Akteurinnen und Akteure (Lehrende und Lernende / Teilnehmerinnen und Teilnehmer) sowie deren Tätigkeiten "managen" kann. Moodle ist ein komplexes Content-Management-System, das speziell auf Bildung ausgerichtet ist. Es ermöglicht die Bereitstellung von Lerninhalten und der Organisation von Lernvorgängen, schafft eine Schnittstelle zwischen Bildungsanbieter und lernender Person sowie die Möglichkeit zur Kommunikation der Akteurinnen und Akteure. Auf der anderen Seite liefert es aber keine Bildungsinhalte wie übliche Webpräsenzen oder -portale im Internet. Diese Inhalte müssen selbst erstellt oder entsprechend eingekauft werden. Der Vorteil eines LMS oder konkret von Moodle ist eine Entlastung im Lehrbetrieb , die Regelung des Informationsflusses zwischen den Akteuren und die Vereinfachung des kompetenzorientierten Lernens – vor allem wenn Individualisierung, Selbststeuerung, Selbstorganisation eine wichtige Rolle spielen. Moodle übernimmt zum Teil Verwaltungsaufgaben wie zum Beispiel die Abgabe von Aufgaben, Benotung oder Weiterleitung von Informationen. Als freies objektorientiertes Kursmanagementsystem bietet Moodle zudem Unterstützung von kooperativen Lehr- und Lernmethoden für den Unterricht durch eine große Menge an Erweiterungen, die bereits existieren oder durch den quelloffenen Ansatz auch selbst entwickelt werden können. Wie Moodle aufgebaut ist und welche Funktionen die Software für den Einsatz im Unterricht im Einzelnen bietet, wird im folgenden zum Download angebotenen Dokument ausführlich beschrieben.

  • Fächerübergreifend

Der Klassenraum der Zukunft

Fachartikel

Dieser Fachartikel zur Organisationsentwicklung beschäftigt sich mit der Frage, wie Klassenzimmer und Lernräume zukünftig gestaltet werden müssen. Exemplarisch berichtet dabei die Staatliche Berufsschule II in Bamberg von der Einrichtung ihres "Future Classroom". Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Hintergründe zum Projekt "Der Klassenraum der Zukunft" Die Diskussion über den Einsatz digitaler Endgeräte und moderner Kommunikationsmedien im Unterricht ist in den vergangenen Jahren vielerorts auch von der Frage begleitet worden, wie im schulischen Kontext die Zukunft der Lernräume gestaltet werden sollte. Dies meint nicht nur die physisch-räumlichen Bedingungen von Klassenzimmern, Möbeln und Ausstattungsformen, sondern insbesondere auch die digitalen Lehr-Lernbedingungen sowie Kommunikationsräume. Im Falle der Staatlichen Berufsschule II in Bamberg ist der heute eingerichtete "Future Classroom 311" das Endergebnis jahrelanger Erfahrungen, Tagungen und Kooperationen in Netzwerken und Forschungsprojekten. Exemplarisch berichtet Dr. Udo Kegelmann, Lehrer an der Schule, vom Weg der Schule zum digitalen Klassenzimmer und beschreibt deren Konzept auf technischer, mediendidaktischer und räumlicher Ebene (siehe Download-Bereich). Weiterhin stellt er konkrete Unterrichtsbeispiele für die Nutzung des Raums vor. In diesem Artikel geht es zunächst um theoretische mediendidaktische Grundlagen, die der Konzeption eines digitalen Klassenzimmers zugrunde gelegt werden können. Das mediendidaktische Konzept Die Konzeption eines digitalen Klassenzimmers kann beispielsweise auf dem Konzept der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan basieren. Die "Self-Determination-Theory" beruht auf der Annahme, dass Menschen eher nach Autonomie streben, als dass sie von anderen geleitet werden möchten. Dabei wollen sie verschiedenste Kompetenzen erwerben. Diese Lernprozesse sollen verstärkt in soziale Situationen eingebunden werden – nicht nur, um die erworbenen Kompetenzen anzuwenden, sondern um sie zu evaluieren und weiterzuentwickeln. In der Quintessenz ergeben sich basierend auf dieser Theorie folgende zentrale Leitgedanken : Bildung und Didaktik Lernende sollen sich aktiv mit einem Lerngegenstand auseinandersetzen können, also die Abfolge, die Auswahl und die Gewichtung der Inhalte möglichst selbst regulieren und organisieren. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, ob sie gemeinsam oder alleine lernen möchten . Dadurch kann sowohl der sozialen Eingebundenheit als auch der Individualisierung des Lernens entsprochen werden. Unterschiedliche Lerntempi sind in diesem Konzept keine Störung, sondern der Normalfall. Unterricht soll aktivierende Arbeitsformen ermöglichen, damit Schülerinnen und Schüler sich kreativ und vertieft mit Wissen auseinandersetzen und sich dabei gegenseitig unterstützen können. Er muss aber auch Rückzugsmöglichkeiten für jeden anbieten. Anfangs können Lernprozesse noch durch starke Steuerung und klare Vorgaben bestimmt sein. Erst durch stetige Anwendung entwickelt sich ein Regelsystem mit zunehmender Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Lernen in Eigenverantwortung ist keine einmalige methodische Abwechslung, sondern zielt in ihrer dauerhaften Umsetzung auf eine Umgestaltung von Unterricht, Rollenverständnis und Lernkultur ab. In modernen Lern- und Bildungsprozessen sollen vor allem Aspekte der Kommunikation und der Kollaboration unterstützt und dadurch Kreativität und kritisches Denken gefördert werden. Medien Lernumgebungen sollen idealerweise einen reichhaltigen Angebotscharakter besitzen. Der Zugriff auf verschiedene analoge und digitale Lernmaterialien muss harmonisch in den Fortschritt des individuellen Lernens integriert und intuitiv erreichbar sein. Cloudbasierte Lernmanagementsysteme ermöglichen den Zugriff auf und den Upload von Lernmaterialien im Unterricht, in außerschulischen Lern- und Erfahrungsräumen sowie von zuhause aus. Solche offenen Lernumgebungen bedürfen digitaler Endgeräte als persönliche Devices , die individuelle Anpassungen erlauben, am Ort des Lernens und im lebendigen Lernprozess eingesetzt werden und als Werkzeuge in der Hand der Schülerinnen und Schüler stets verfügbar sind. Koordination : Das Lernvorhaben muss auch mit anderen konkurrierenden Aufgaben und Verpflichtungen in Einklang gebracht werden und vor allem gegen technische Störungen und Ablenkungstendenzen der digitalen Medien abgeschirmt werden. Raum Geht man davon aus, dass mit den Bedingungen eines ganz normalen Klassenzimmers gearbeitet wird und keine größeren baulichen Veränderungen vorgenommen werden, empfiehlt sich das Entwickeln eines Raum-in-Raum-Konzeptes unter Berücksichtigung folgender Aspekte: Empfohlen werden kann eine Dezentralisierung der Lehrerposition , um die Lernenden ins Zentrum des Unterrichtsgeschehens zu rücken und sie kontinuierlich zu eigenen Lernprozessen und aktivem Arbeiten angzuregen. Für die räumliche Gestaltung ist es zentral, dass es Orte gibt, an denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam oder alleine arbeiten können. Es muss stets verschiedene Zonen für das individuelle sowie für das gemeinschaftliche Lernen geben, analog wie digital und sowohl im Klassenzimmer als auch im gesamten Schulgebäude. Die Räume müssen durch ihre Ausstattung verschiedene Arbeitsformen sowie Kreativität fördern. Weiterführende Informationen, Erfahrungswerte und Handlungsempfehlungen entnehmen Sie dem Dokument im Download-Bereich.

  • Fächerübergreifend

Organisationsentwicklung: Wissensmanagement-Systeme an Schulen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zur Organisationsentwicklung zeigt, inwiefern Wissensmanagement-Systeme die Verteilung und Archivierung von Wissen an Schulen erleichtern können. Exemplarisch berichtet dabei eine Schule von der Einführung eines digitalen Tools inklusive einer Kosten-Nutzen-Analyse im Hinblick auf Kriterien wie Support, Funktionsumfang und Usability. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Hintergründe zum Projekt An der Beruflichen Schule City Nord aus Hamburg wird seit ungefähr zwanzig Jahren mit einem Wissensmanagement-System gearbeitet, das kollaboratives Arbeiten ermöglicht und digitale Dateien der Lehrerinnen und Lehrer sowie auch der Schülerinnen und Schüler sichert. Weil aber der Hersteller keine Weiterentwicklung im Sinne der Schule mehr betreibt und ein mit einer Plattform für digitales Wissensmanagement gekoppeltes Lern-Management-System (LMS) nur bedingt möglich ist, scheint ein Systemwechsel unabdingbar: An der Schule soll ein neues Wissensmanagement-System eingeführt werden. In einem Projektbericht beschreibt ein Autorenteam der Beruflichen Schule City Nord den Auswahlprozess vor der Einführung eines neuen Wissensmanagement-Systems und zeigt mithilfe einer Kosten-Nutzen-Analyse an fiktiven Beispielen, welche Kriterien für Schulen eine Rolle spielen, um die Entscheidung für ein Softwareprodukt künftig fundiert treffen zu können (siehe Download-Bereich). In diesem Artikel geht es nun vorab aber allgemein darum, inwiefern Wissensmanagement-Systeme die Verteilung und Archivierung von Wissen an Schulen ermöglichen und den Alltag der Lehrkräfte sowie der Lernenden erleichtern können. Vorteile von Wissensmanagement in der Schule Nicht erst durch den DigitalPakt wird die Ausstattung von Schulen mit digitalen Medien zur Herausforderung für die Organisationsentwicklun g. Schließlich nimmt die Anzahl digitaler Materialien für den Unterricht in Form von Videos, Podcasts oder anderen Dateien täglich zu. Zur Archivierung und Verteilung dieses Wissens greifen Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen bereits dankbar auf E-Learning durch diverse Lernplattformen zurück. Die zentrale Aufgabe eines Wissensmanagement-Systems in der Schule ist es, Wissen zum Beispiel in Form von Unterrichtsmaterial oder auch Arbeitsergebnissen sowohl an Kolleginnen und Kollegen als auch an Schülerinnen und Schüler sowie gegebenenfalls an die Elternvertretung oder den Ausbildungsbetrieb bedarfsgerecht zu verteilen. Ein Wissensmanagement-System sorgt dafür, dass das akkumulierte Wissen sinnvoll und simpel in einer Cloud gemanagt wird, um dann schnell und einfach auffindbar und einsatzbereit zu sein. Da die Komplexität der Schulen selbst und die an sie gestellten Anforderungen zum Beispiel durch die Einführung eines schulinternen Qualitätsmanagements stetig zunehmen, scheint die Unterstützung bei der Selbstverwaltung der Schule durch digitale Tools zudem sinnvoll und notwendig. Wissensmanagement-Systeme können an dieser Stelle helfen. Darüber hinaus bereiten Schulen im Allgemeinen und Berufsschulen im Speziellen die Lernenden auf das Berufsleben vor, in dem sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Wissensmanagement-Systeme stoßen. Zur optimalen Vorbereitung ist es daher von Vorteil, dass die jungen Menschen bereits in der Schule ein System für Wissensmanagement kennengelernt haben. Wissensmanagement-Systeme als Maßnahme der Schulentwicklung Die Einführung eines Wissensmanagement-Systems stellt eine umfassende und weitreichende Schulentwicklungsmaßnahme dar. Diese hat Berührungspunkte zu allen Teilbereichen der Schulentwicklung, wie zum Beispiel der Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung, die letztendlich immer nach dem gleichen Regelkreis ablaufen: Welches Ziel wird verfolgt? Ist-Zustand : Wie ist der derzeitige Status Quo und welche Rahmenbedingungen liegen vor? Soll-Zustand : Was soll nach erfolgreicher Umsetzung erreicht worden sein? Welche Maßnahmen , Aktivitäten, Schritte, Rahmenbedingungen und ähnliches müssen dazu angegangen, in die Wege geleitet und/oder geschaffen werden? Welche Stolpersteine existieren bereits oder sind zu erwarten und wie ge­ht die Schule damit um? Woran wird festgemacht, dass das Ziel erreicht wurde? Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung werden ergriffen, damit der neu erreichte Zustand auch Bestand haben kann? Wie wird das Schulentwicklungsvorhaben evaluiert und was wird für die Zukunft daraus abgeleitet? Nutzen und Auswahl digitaler Technologien Digitale Technologien können ohne Zweifel das Wissensmanagement an Schulen erleichtern und sind gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass Wissen anderen zur Verfügung gestellt werden kann. Ein sol­ches System sollte Antworten auf folgende Fragen geben: Wie gelangen Nutzerinnen und Nutzer schnell an das benötigte Wissen? Wie dokumentieren Nutzerinnen und Nutzer ihr Wissen? Wie werden Redundanzen vermieden und wie wird Wissen genau den richtigen Personengruppen zur Verfügung gestellt? Wie wird Wissen gesichert und wie wird der Datenschutz eingehalten? Wie kann Wissen in Teams gemeinsam genutzt werden? Um schließlich das geeignete Wissensmanagement-System auswählen zu können, muss der Entscheidungsprozess wie bereits oben erwähnt durch eine ausführliche Kosten-Nutzen-Analyse ergänzt werden. Welche Anforderungen dabei im Einzelnen an ein erfolgreiches System zum Beispiel im Bereich Hardware, Usability oder Anpassbarkeit gestellt werden, zeigt die Software-Auswahl an fiktiven Beispielen, die Sie im folgenden zum Download angebotenen Dokument nachlesen können.

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Digitale Werkzeuge im Unterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel listet die Vorteile von digitalen Werkzeugsammlungen für den Unterricht auf. Er liefert konkrete Beispiele für praxiserprobte Apps und Tools, die sich für den Einsatz im "digitalen" Unterricht eignen. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Bedeutung von digitalen Werkzeugen im Unterricht Der Einsatz digitaler Medien ist für einen guten, lebensweltnahen und zeitgemäßen Unterricht perspektivisch unabdingbar – darin sind sich Expertinnen und Experten nicht erst seit der Verabschiedung des DigitalPakts Schule einig. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lehren und Lernen in der heutigen Zeit gestaltet werden müssen und welchen Beitrag digitale Medien leisten können. Fest steht: Digitale Werkzeuge wie zum Beispiel Lern-Apps können Lernprozesse vereinfachen und zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern beitragen. Weiterhin fördert ihr unterrichtlicher Einsatz sowohl Fach- als auch Medienkompetenzen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass digitale Lernhilfen häufig sowohl in der Schule als auch zu Hause einsetzbar sind. Je nach Software eignen sich die digitalen Anwendungen für PCs und Notebooks, Tablets, Smartphones, interaktive Whiteboards, aber auch webbasiertes Lernen. Individuelles und kooperatives Lernen kann so zeit- und ortsunabhängig stattfinden. Sinn und Zweck von digitalen Werkzeugsammlungen Die Bandbreite an digitalen und häufig kostenfrei nutzbaren Werkzeugen ist riesig. Entsprechende Angebote gibt es für nahezu alle Schulformen und Fächer. Die Palette reicht von kleinen "Helferlein", etwa Noten- und Schülerverwaltungsprogrammen für die Lehrkraft, über Übungsprogramme für die Schülerinnen und Schüler, bis hin zu Programmen für die kreative Medienarbeit im Unterricht. Den Überblick über alle auf dem Markt angebotenen Werkzeuge zu behalten ist dabei kaum möglich. Deshalb bietet sich das Anlegen einer Sammlung digitaler Werkzeuge an. In dieser werden kontinuierlich Apps und Tools, die sich in der Schule bewährt haben, eingepflegt und allen Lehrkräften auf einem gemeinsamen Netzwerk / in einer Cloud zur Verfügung gestellt . Werkzeugsammlungen enthalten neben einer inhaltlichen Beschreibung des Werkzeugs die Darstellung des Nutzens für den Unterricht sowie die Nutzungsvoraussetzungen für das jeweilige Tool. Weiterhin bietet es sich an, konkrete Anwendungsgebiete und Unterrichtsszenarien sowie die zu erwerbenden Medienkompetenzen aufzuführen. Zwei Beispiele für die Darstellung einer solchen Werkzeugsammlung finden Sie unten im Download-Bereich. Medienkompetenz-Einordnung nach KMK-Strategie Um digitale Werkzeugsammlungen eventuell auch bundeslandübergreifend zu teilen und zugänglich zu machen, bietet sich die die Einordnung der zu erreichenden Medienkompetenzen nach der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt an. Diese legt ein länderübergreifendes Handlungskonzept für die Entwicklung der Bildung in Deutschland vor. Schülerinnen und Schüler sollen sich bis zum Ende ihrer Pflichtschulzeit einen umfangreichen Katalog digitaler Kompetenzen erarbeiten können. Dazu sollen Lehr- und Lern-Szenarien des Fachunterrichts systematisch und fächerübergreifend in digitale Lernumgebungen eingebettet werden. Rahmengebend ist dabei ein Kompetenzrahmen mit sechs Kompetenzbereichen , der in die Gestaltung und Strukturierung digitaler Werkzeugsammlungen einfließen kann.

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Unterrichtsmaterial und Arbeitsblätter für den fächerübergreifenden Unterricht an Berufsschulen

Hier finden Sie Unterrichtmaterialien für den fächerübergreifenden Unterricht in der Berufsbildung (an Berufsschulen, Berufskollegs et cetera): sei es für die fächerverbindende Kompetenzförderung, für fächerübergreifende Themenfelder oder Materialien für die Schulorganisation und Klassenleitung oder für die Projektarbeit.

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