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Fächerübergreifend

Schule der Zukunft
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In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
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Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

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Der Kaufvertrag am Beispiel eBay

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Kaufvertrag am Beispiel eBay. Viele bunte Websites locken die Besucherinnen und Besucher mit attraktiven Angeboten, die rund um die Uhr bezogen werden können. Kein Ladenschluss stört mehr die Einkaufslust und schwere Taschen müssen auch nicht mehr durch die Fußgängerzone geschleppt werden. Die bequeme Lieferung ins Haus ist nur einen Mausklick weit entfernt.Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerwele der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Nachdem vor einigen Wochen eine Unterrichtseinheit zum Thema Preisbildung am Beispiel eBay bei Lehrer-Online erschienen ist, soll jetzt der Kaufvertrag am Beispiel eBay Thema sein.In dieser Unterrichtseinheit lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen des Vertragsrechtes, insbesondere des Kaufvertrages, am Beispiel des Online-Auktionshauses eBay kennen. Es werden drei Themenkomplexe aufgearbeitet.Die Schülerinnen und Schüler sollen die einzelnen Schritte bis zum Zustandekommen eines Kaufvertrages laut BGB benennen können. diese Schritte am Beispiel einer Online-Auktion bei eBay nachvollziehen. die Pflichten des Verkäufers und des Käufers aus dem Kaufvertrag kennen lernen. verstehen, dass Sachmangel, Lieferverzug, Zahlungsverzug und Annahmeverzug Formen der Pflichtverletzung darstellen. eine Leistungsstörung am Beispiel des Sachmangels analysieren. E-Commerce boomt Ein wahrer Senkrechtstarter unter den elektronischen Marktplätzen ist das Online-Auktionshaus eBay. Von Oktober bis Dezember 2002 wurden allein bei eBay Deutschland Waren im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. Weltweit ist eBay mittlerweile der größte und erfolgreichste Marktplatz im Internet. Dabei verkauft eBay die Waren nicht selbst, sondern funktioniert eher wie ein virtueller Flohmarkt. Die Aufgaben a und b lassen sich anhand der AGBs von eBay beantworten. Der Sachverhalt für Aufgabe a ist unter § 2 der AGBs geregelt. Die verbotenen Artikel sind in den AGBs unter § 5 geregelt. Alles, was Recht ist Wer im Internet Geschäfte machen will, muss aufpassen wie ein Luchs. Denn das explosionsartige Wachstum des Online-Shoppings hat für Käufer und Verkäufer gleichermaßen viele Risiken geschaffen. Ein Mausklick an der falschen Stelle kann verheerende Folgen habe, wenn dadurch tatsächlich ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande kommt, obwohl der Internet-Nutzer das gar nicht wollte. Zur Lösung der Aufgabe 2 benötigen die Schülerinnen und Schüler das BGB. Die Grafik "Verlauf einer Auktion bei eBay" skizziert die wesentlichen Schritte einer Auktion. Im Rahmen der Aufgabe 2 wird lediglich der obere Teil der Grafik (oberhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Bei den eBay-Auktionen handelt es sich im juristischen Sinn nicht um eine Auktion. Dennoch findet der Begriff bei eBay sowie im allgemeinen Sprachgebrauch Anwendung. In der Unterrichtseinheit wird der Begriff "eBay-Auktion" so verwendet wie er auf den Seiten von eBay definiert ist. Probleme bei der Willenserklärung Susanne M. durchstöbert mal wieder die Seiten von eBay auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Sie hat hier schon jede Menge Sachen günstig ersteigert. Auch heute hat sie wieder Glück: Sie findet für ihren geplanten Campingurlaub eine Taschenlampe vom Markenhersteller zu sehr günstigen Konditionen. Die Gebote liegen erst bei 25 Euro. Da die Auktion in vier Stunden ausläuft, bietet Susanne gleich mit und gibt als nächstes Gebot 26 Euro ein. Doch kaum hat sie das Gebot abgegeben, geht das Telefon, so dass sie erst ein-mal unterbrechen muss. Als Susanne M. zwei Stunden später wieder bei eBay hereinschaut, traut sie ihren Augen nicht: Ihr Gebot wird im Internet nicht mit 26 Euro, sondern mit 260 Euro angezeigt. Ihr muss ein Tippfehler unterlaufen sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer eingegrenzten Recherche auf den Seiten von eBay gezielt nach der Information suchen, ob es ein Recht auf Rückzug des Gebotes gibt. Im Gegensatz zu der Aufgabe 1, bei der die Antworten bereits relativ leicht über die AGBs zu beantworten waren, müssen die Schülerinnen und Schüler hier etwas intensiver suchen und sich daher auch näher mit den eBay-Regeln auseinander setzen. Grundsätzlich ist die Information über die Rücknahme eines Gebotes über die eBay-Hilfe zu erreichen. Die konkrete Linkfolge ist wie folgt: Themen > Kaufen > Artikel kaufen > Rücknahme eines Gebotes oder direkt über http://pages.ebay.de/help/buy/bid-retract.html Diese Aufgabe dient auch dazu, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler über Rechtsgeschäfte im Internet zu stärken. Denn das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass die schöne bunte Netzwelt kein Spielplatz ist. Über einen Mausklick oder durch Unaufmerksamkeit können sehr schnell verbindliche Kaufverträge entstehen. Daher lohnt es sich, immer die nötige Sorgfalt walten zu lassen und die Regeln eines Internetangebots zu studieren, bevor man dort tätig wird. Die Pflichten des Verkäufers Die Pflicht des Verkäufers aus dem Kaufvertrag ist es, die gekaufte Sache zu übergeben und dem Käufer das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Doch wie wird im Rechtsleben Eigentum übertragen? Bei der Übertragung des Eigentums handelt es sich um einen neuen Vertrag, einen so genannten Übereignungsvertrag (§929 BGB). Auch der Übereignungsvertrag kommt durch Antrag und Annahme, also durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zwischen dem bisherigen Eigentümer und dem neuen Eigentümer zustande. Nach der Einigung über die Übereignung muss der Verkäufer die Sache noch übergeben. Die Übergabe ist kein Vertrag, sondern tatsächliches Handeln. Bei der Übergabe hat der Käufer eine Mitwirkungspflicht. Bei dem Übereignungsvertrag handelt es sich um ein Verfügungsgeschäft. Die Pflichten des Käufers Auch die Bezahlung des Gegenstandes ist ein Verfügungsgeschäft. Die Beteiligten schließen einen Übereignungsvertrag über die Übereignung des Geldes gemäß § 929 BGB. Hier werden wieder Grafik und Lösungsgrafik benötigt. Im Rahmen der Aufgabe 4 wird der untere Teil der Grafik (unterhalb der gestrichelten Linie) bearbeitet. Leistungsstörungen als Pflichtverletzungen Immer wieder kommt es vor, dass Käufer oder Verkäufer ihren Pflichten aus dem Kaufvertrag nicht oder nicht vollständig nachkommen. Die Pflichtverletzungen können darin bestehen, dass die gekaufte Sache fehlerhaft ist (Sachmangel). die Sache nicht geliefert wird oder nicht rechtzeitig geliefert wird (Lieferverzug). der Käufer nicht zahlt oder die vereinbarte Zahlungsfrist überschritten wird (Zahlungsverzug). der Käufer seiner Mitwirkungspflicht bei der Annahme der Sache nicht nachkommt, also die Sache nicht annimmt oder nicht rechtzeitig annimmt (Annahmeverzug). Die eBay-Diskussionsforen sind voll mit Beispielen für Leistungsstörungen beim Kaufvertrag. Es wird für die Schülerinnen und Schüler kein Problem sein, für jede der vier Leistungsstörungen in den Diskussionsforen ein Beispiel ausfindig zu machen. Sollten sich wider Erwarten nicht zu allen Leistungsstörungen Beispiele finden lassen, können die unten angeführten fiktiven Beiträge verwendet werden: Beispiel für Lieferverzug ... ich habe den geforderten Betrag bereits überwiesen. Der Verkäufer liefert nicht und reagiert auch nicht auf meine E-Mails. Was kann ich jetzt tun? Ist mein Geld weg? ... Beispiel für Zahlungsverzug ... habe teures Spielzeug versteigert, aber der Höchstbietende überweist den Kaufpreis nicht ... Beispiel für Annahmeverzug ... habe den Artikel als versichertes Paket versendet und es gestern zurück erhalten mit der Angabe, dass es nicht zugestellt werden konnte. Was soll ich jetzt tun? ... Beispiel für Sachmangel ... habe einen Auspuff ersteigert, der in der Auktion als "neu" und "originalverpackt" beschrieben wurde. Als ich ihn jetzt erhielt, stellt sich heraus, dass schon jemand daran herumgebastelt hatte ... Leistungsstörungen am Beispiel des Sachmangels Der Sachmangel ist im § 434 BGB eindeutig definiert. Hat die Sache einen erheblichen Mangel, hat der Käufer das Recht, Nacherfüllung zu verlangen. Der Käufer kann also fordern, dass entweder der Mangel behoben wird oder eine mangelfreie Sache geschickt wird. Sollten dadurch zusätzliche Kosten, zum Beispiel Porto, entstehen, so sind diese vom Verkäufer zu tragen. Doch was ist, wenn der Verkäufer der die Forderung des Käufers zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist ignoriert oder gar ablehnt? In dem Fall kann der Käufer vom Vertrag zurück treten oder Preisminderung verlangen. Der Käufer kann auch Schadensersatz verlangen sowie den Ersatz vergeblicher Aufwendungen. In der Regel erhalten die Hilfe suchenden Personen in den eBay-Diskussionforen auch qualifizierte (und juristisch einwandfreie) Tipps von erfahrenen Usern. Allerdings finden sich auch immer wieder unqualifizierte Beiträge in den Foren. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese unqualifizierten Beiträge herausfiltern, indem sie die Tipps der User mit der Gesetzeslage abgleichen. In zweifelhaften Fällen können die Schüler auf der folgenden Seite nachschauen. http://www.auktionen-faq.de Hier sind für alle regelmäßig auftretenden Probleme bei Online-Auktionen die rechtlich einwandfreien Schritte in verständlicher Sprache aufgeführt. Grafik bei ebay-Kaufvertrag Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst einmal vielen Dank für Ihre umfangreichen und meist gut verwendbaren Materialien. Bezüglich der Grafik beim ebay-Kaufvertrag glaube ich aber, dass die Darstellung rechtlich falsch ist. Laut § 10 AGB von ebay macht der Verkäufer den Antrag und die Gebote der Käufer sind Annahmeerklärungen. Ebenso urteilen die Gerichte. MfG Margit Hausmanninger Materialien Super Unterrichtsmaterial, bestens aufbereitet. Ing. Mag. Walter Eberl, M.S.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Rechtsform, Aufbauorganisation und Unternehmensführung

Unterrichtseinheit

Einigen Firmen, die einmal am Neuen Markt präsent waren, fehlte offenbar das unternehmerische Basis-Know-how. Mit dieser Unterrichtseinheit können Sie solche Grundlagenkenntnisse den kommenden Manager-Generationen vermitteln, denn auch im Fachlehrplan für Wirtschafts- und Rechtslehre nehmen "Betriebliche Grundentscheidungen" zentralen Raum ein. In dieser Unterrichtseinheit sollen sich Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Möglichkeiten einer Unternehmung in Bezug auf ihre Rechtsform, ihre Aufbauorganisation und die Unternehmensführung via Internet erarbeiten. Dabei trainieren sie eine kritische Haltung gegenüber im Netz zu findenden Informationen, stärken ihre Teamarbeitskompetenz und präsentieren Gruppenergebnisse in verschiedenen Medien. Die sehr gute Aufbereitung der Inhalte in den Lehrbüchern und den Internetquellen ermöglicht eine schnelle und problemlose Aneignung durch die Klasse, Verständnisprobleme können im Zuge einer Diskussion beseitigt werden. Während der gesamten Lernsequenz tritt die Lehrkraft in den Hintergrund. Aufbau und Organisation der Unterrichtseinheit Überlegungen zu Sozialformen und Durchführung reflektieren die Unterrichtseinheit in einer Jahrgangsstufe 12. Die Schülerinnen und Schüler sollen Inhalte selbstständig erarbeiten und dabei alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen nutzen. kritisch die Nutzungsmöglichkeiten des Internets, seine Stärken und Schwächen reflektieren. die Anwendung einer Entscheidungsmatrix üben. selbstständig erarbeitete Inhalte in der Klasse verständlich präsentieren. In dieser Unterrichtseinheit sollen sich Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Möglichkeiten einer Unternehmung in Bezug auf ihre Rechtsform, ihre Aufbauorganisation und die Unternehmensführung via Internet erarbeiten. Dabei trainieren sie eine kritische Haltung gegenüber im Netz zu findenden Informationen, stärken ihre Teamarbeitskompetenz und präsentieren Gruppenergebnisse in verschiedenen Medien. Diese Unterrichtseinheit ist im Rahmen des InfoSCHUL II -Projekts entstanden und durchgeführt worden. Gruppenarbeit Je nach Kursgröße werden zwei oder vier (dann je zwei konkurrierende) Gruppen gebildet. Durchgeführt wurde die Lerneinheit in einem Leistungskurs mit 19 SchülerInnen, deshalb wurden vier Gruppen gebildet. Die Form der konkurrierenden Gruppenarbeit wurde gewählt, um die zu Beginn der 12. Jahrgangsstufe relativ hohe Motivation aufrecht zu erhalten und von Anfang an Teamfähigkeit als wesentliche Schlüsselqualifikation einzuüben. Zeitrahmen und Benotung Der Zeitrahmen wurde bewusst knapp gehalten, da dies die SchülerInnen dazu zwingt, einzelne Teilaspekte des Themas alleine eigenverantwortlich zu erarbeiten und unter Zeitdruck ein gemeinsames Konzept zu erstellen. Als angenehmer Nebeneffekt stellte sich heraus, dass dadurch die Benotung, die ja eine Einzelbenotung sein muss, wesentlich einfacher und für die SchülerInnen transparenter wurde. Zeitbedarf eine Stunde Einführung, eine bis zwei Stunden Internetrecherche, zwei Stunden für die Koordination der Teilaspekte und eine (bei zwei Gruppen) oder zwei Stunden (bei vier Gruppen) zur Präsentation und Diskussion Ablauforganisation Da die Gruppenergebnisse präsentiert werden müssen, ist der Zeitaufwand für die Lehrkraft (keine Arbeitsblätter, kein Tafelbild) sehr gering. Die sehr gute Aufbereitung der Inhalte in den Lehrbüchern und den Internetquellen ermöglicht eine schnelle und problemlose Aneignung durch die SchülerInnen, Verständnisprobleme können im Zuge der anschließenden Diskussion beseitigt werden. Während der gesamten Lernsequenz tritt die Lehrkraft in den Hintergrund und gibt bei Bedarf Hilfestellung, unterstützt die Aufstellung eines verbindlichen Arbeitsplans, gibt gegebenenfalls Link-Tipps und regt zum Nachdenken über die Verbindlichkeit gefundener Websites an. Übertragung technischer Aufgaben an SchülerInnen Geringe Kenntnisse der Lehrkraft im Hinblick auf Excel oder Internet stehen der Durchführung der Lerneinheit nicht im Wege, da in der Regel ein(e) oder mehrere SchülerInnen über ausreichende Fähigkeiten verfügen. Bei Bedarf sind diese Fachkräfte von der Gruppenarbeit freizustellen und übernehmen die Aufgabe einer "Stabsstelle". Rückblick Selbstverständlich können alle mit dem Einsatz von Technik verbundenen Probleme auftreten. Die Ergebnispräsentation verlief durchweg zufriedenstellend, teilweise sehr gut. Bei einer kürzlich durchgeführten Evaluation bezeichneten auch die SchülerInnen von sich aus diese Unterrichtseinheit als gelungen, beklagten jedoch den (gewollten) Zeitdruck.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen

Fachartikel

Der Europarat hat mit dem "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen" (GER) ein Instrument geschaffen, das Transparenz und Kohärenz in die Sprachlernprozesse bringen soll. Diese Empfehlung liefert klare Standards, mit denen das sprachliche Niveau der Lernenden und die Ergebnisse ihrer sprachlichen Produkte sprachübergreifend bewertet werden können. Der "Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, lehren, beurteilen" beschreibt auf verständliche Weise: die für die Kommunikation nötigen Kompetenzen. die dazu gehörigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Kommunikationssituationen und -bereiche. Diese Orientierungshilfen sollen Lehrerinnen und Lehrern, sowie an der Kurs- und Lehrbuch-Entwicklung Beteiligten die Einschätzung des sprachlichen Niveaus der Lernenden erleichtern. Der Referenzrahmen bei Lehrer-Online Zielgruppe der Unterrichtseinheiten Vor dem Hintergrund dieser Ziele ordnet auch Lehrer-Online den veröffentlichten Unterrichtseinheiten für den Fremdsprachenunterricht die Stufen des Referenzrahmens zu. Schnellere Einschätzung des Sprachniveaus Wenn Sie sich als Lehrkraft mit dem Referenzrahmen befassen, werden Sie schnell erkennen, nach welchen Kriterien und Abstufungen die Skala eingeteilt ist. Ebenso schnell werden Sie sehen, welche Niveau-Stufen in Ihren Lerngruppen existieren. So können Sie sich schnell einen Überblick darüber verschaffen, welche Unterrichtsmaterialien von Lehrer-Online sich für den Einsatz bei Ihren Lernenden eignen. Referenzniveaus Um die Referenzniveaus Ihrer SchülerInnen zu bestimmen, genügt es meist schon, einige schlagwortartige Kriterien zu überprüfen. A – Elementare Sprachverwendung A1 (Breakthrough) Der/die Lernende kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden. Fragen zur Person stellen und beantworten. sich auf einfache Art verständigen, wenn die GesprächspartnerInnen langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen. A2 (Waystage) Der/die Lernende kann häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen (etwa Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). sich in routinemäßigen Situationen mit dem Ziel des Informationsaustausches verständigen. die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben. B – Selbstständige Sprachverwendung B1 (Threshold) Der/die Lernende kann die Hauptpunkte aus Texten in Standardsprache zu Arbeit, Schule oder Freizeitthemen verstehen. die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und kurze Begründungen oder Erklärungen geben. B2 (Vantage) Der/die Lernende kann Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen. im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen verstehen. sich so fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit MuttersprachlerInnen ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben. C – Kompetente Sprachverwendung C1 (Effective Operational Proficiency - EOP) Der/die Lernende kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. die Sprache im gesellschaftlichen, beruflichen und ausbildungsbezogenen Leben wirksam und flexibel gebrauchen. sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden. C2 (Mastery) Der/die Lernende kann praktisch alles, was er oder sie liest oder hört, mühelos verstehen. Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.

  • Englisch / Französisch / Polnisch / Spanisch / DaF / DaZ

Der Irak-Konflikt – Showdown am Persischen Golf?

Unterrichtseinheit

Die Vorbereitungen der USA und ihrer Verbündeten für einen Krieg gegen den Irak bestimmen derzeit wie kein anderes Thema die Nachrichten. Die deutsche Haltung, einen Krieg grundsätzlich abzulehnen, lässt dabei sowohl im Inland als auch in den USA die Emotionen hoch kochen.Dieser Beitrag soll Ihre Schülerinnen und Schüler dazu anregen, das Thema Irak-Konflikt von allen Seiten zu beleuchten. Die Informationen, die sie für eine kritische Auseinandersetzung brauchen, liefert zum einen der Basisartikel. Zum anderen bietet eine Linksammlung den Ausgangspunkt für weiter gehende Internetrecherchen. Exemplarische Aufgabenstellungen helfen, das Thema in der Klasse zu diskutieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der hier gelieferten Informationen die Positionen der US-amerikanischen Regierung, des Irak und der deutschen Bundesregierung analysieren. Sie können aus den Netzressourcen Hintergrundinformationen zur Geschichte des Irak-Konflikts recherchieren. Der Irak in den Medien Die SchülerInnen sollen anhand der hier gelieferten Informationen die Positionen der US-amerikanischen Regierung, des Irak und der deutschen Bundesregierung analysieren. Sie können aus den Netzressourcen Hintergrundinformationen zur Geschichte des Irak-Konflikts recherchieren. Das Internet als Recherchemedium Mit dem Internet lassen sich die Aussagen des Basisartikels überprüfen und erweitern. In Pressearchiven, auf den Seiten von Interessengruppen und in Redebeiträgen von Politikern lassen sich die Debatten und ihre Entstehung nachvollziehen. Vorbereitende Recherchen für eine Diskussion Ausgewählte Links zu Presseberichten und Hintergrundartikeln dienen einer zusätzlichen Vertiefung und Bearbeitung von Argumenten und Positionen. So können fundierte Diskussionen geführt werden, bei denen es möglich ist, in Gruppenarbeit verschiedene Positionen zu erarbeiten und in einer Abschlussdiskussion zu vertreten. Basisartikel Irak-Konflikt Eine genaue Darstellung der aktuellen Problematik. Irak-Konflikt - Anregungen für den Unterricht Konkrete Vorschläge für den Unterricht von der Argumentrecherche im Internet bis zur Diskussion. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Basis des Konflikts verstehen. die Bedeutung der Arbeit der Waffeninspekteure im Internet recherchieren und diskutieren. die von den Staaten der UNO vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten gegen die Diktatur Saddam Husseins im Internet recherchieren. die geforderte Entscheidung "Krieg oder nicht Krieg" abwägen und diskutieren. Die Arbeit der UNO-Inspekteure Seit einigen Wochen befinden sich Inspekteure der Vereinten Nationen (UNO) im Irak und prüfen, ob dort gefährliche Massenvernichtungswaffen hergestellt oder gelagert werden. Die Vereinten Nationen haben das dem Irak verboten, doch sie vermuten, dass sich das Land nicht an das Verbot hält. Sie befürchten, dass der Staat seine Nachbarländer angreifen könnte wie 1990. Damals besetzte der Irak Kuweit; im anschließenden Golfkrieg griff er Israel mit Raketen an. Die Lage aus US-Sicht Die USA zeigten sich von Anfang an skeptisch gegenüber dem Einsatz der UN-Inspekteure. Die Amerikaner glauben, der Irak verberge seine Waffen trotz der Kontrollen der Inspektoren; deren Visiten seien wie eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die USA sind besorgt, weil der Irak eine Bedrohung für den gesamten Nahen Osten sei. Das kann zu einem Problem werden, da die Instabilität der Nahost-Region die Erdölpreise auf der ganzen Welt beeinflusst: Fast drei Viertel aller Erdölvorräte lagern in dieser Gegend. Zudem beschuldigen die USA die irakische Regierung, islamistische Terroristen zu unterstützen. Saddam Husseins Regierung Der Irak bestreitet alle Vorwürfe: Es gebe seit den neunziger Jahren keinerlei verbotene Waffen mehr; auch die unterstellte Unterstützung von Terroristen sei eine Lüge. Misstrauen ist allerdings angebracht, denn der Irak verstieß in den letzten Jahren regelmäßig gegen die Auflagen der Vereinten Nationen. Der Diktator Saddam Hussein strebte eine Vormachtstellung in der arabischen Welt an. In der Vergangenheit hat sich das Land unter seiner Führung oft als unberechenbar und aggressiv erwiesen. Auch der Umgang mit der Opposition im Land zeigt die Skrupellosigkeit des Herrschers. 1988 setzte er Giftgas gegen die eigene Bevölkerung ein; unliebsame Familienmitglieder soll er kaltblütig hinrichten lassen. Die Diktatur im Irak beenden Darüber, dass die Herrschaft Husseins beendet werden sollte, besteht eigentlich Einigkeit in der internationalen Gemeinschaft. Doch die Art und Weise, wie er entmachtet werden soll, ist umstritten. Die USA plädieren für einen Krieg. Andere Staaten befürchten aber, dass ein Krieg unabsehbare Konsequenzen mit sich bringen könnte. Falls der Irak wirklich Waffen besitzt, könnte er diese gegen seine Nachbarn einsetzen. Auch ist nicht geklärt, wie es im Irak nach dem Sturz Husseins politisch weiter gehen soll. Die Lage in der Nahost-Region könnte mit einem Krieg noch instabiler und unübersichtlicher werden. Konträre Meinungen Es herrschen Verstimmungen zwischen den Vereinigten Staaten und einigen ihrer Verbündeten. Schon im vergangenen Jahr hatte die deutsche Regierung ihre Beteiligung an einem Irakkrieg strikt abgelehnt. Zunächst schienen das nur Wahlkampfgefechte zu sein, doch auch nach der Wahl stehen Gerhard Schröder und Joschka Fischer zu ihrer Haltung. Auch Frankreich unterstützt die amerikanischen Pläne nicht unbedingt, während andere europäische Staaten wie Großbritannien, Polen oder Spanien fest an der Seite der US-Regierung stehen. Ansichten Amerikas Die USA scheinen fest entschlossen, einen Krieg zu führen. Bis Mitte Februar wollen die Amerikaner noch abwarten, was die Inspektoren aus dem Irak berichten. Schon seit Wochen verlegen die USA Zehntausende von Soldaten in den Nahen Osten, einen Krieg könnten sie innerhalb kürzester Zeit beginnen. Allerdings ist für ein militärisches Eingreifen eine weiterer Beschluss der UNO nötig. Noch ist die UNO nicht davon überzeugt, dass ein Krieg nötig ist. Die Beweise für die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen, die der amerikanische Außenminister Colin Powell Anfang Februar vor der UNO-Vollversammlung präsentiert hat, konnten die anderen Staaten nicht überzeugen. Zukunftsaussichten Den Vereinigten Staaten scheint das egal zu sein, doch andere Länder hoffen noch auf eine friedliche Lösung. Der irakische Diktator könnte ins Exil gehen und so seinem Land einen Neuanfang ermöglichen. Außerdem haben Deutschland und Frankreich jüngst vorgeschlagen, die Zahl der Inspekteure weiter zu erhöhen. Verhärtete Fronten Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser neue Vorschlag umsetzen lässt. Denn die Zeichen stehen auf Krieg: Die Regierung der USA scheint nicht bereit zu sein, Saddam Hussein ungeschoren zu lassen, und der Diktator macht bislang keine Anstalten nachzugeben oder den Vereinten Nationen ihre Arbeit zu erleichtern. Textverständnis Arbeiten Sie zunächst die wichtigsten Aussagen aus dem Basistext und recherchieren Sie gegebenenfalls die Informationen, die Sie für sein Verständnis benötigen. Diskutieren Sie die Argumente der USA und ihrer Verbündeten, den Irak anzugreifen. Bewerten Sie auch die Haltung der UNO. Diskutieren Sie die Argumente der Bundesregierung, sich nicht an einem Krieg gegen den Irak zu beteiligen. Bewerten Sie die Gegenargumente der Opposition. Wie bewerten Sie die Argumente von Kriegsgegnern? Diskutieren Sie die Aufrufe der Friedensinitiativen. Die amerikanische Regierung hat sich abfällig über die Haltung Deutschlands und Frankreichs geäußert, einem Krieg nicht oder nur im Notfall zuzustimmen. Diskutieren Sie: Warum ist die Unterstützung Deutschlands und Frankreichs so wichtig für die Vereinigten Staaten? Informieren Sie sich über die Rolle der Vereinten Nationen. Was bedeuten die UNO-Resolutionen? Informieren Sie sich über die Argumentation der Bundesregierung über den Irakkrieg und vergleichen Sie mit der amerikanischen Haltung. Warum ist das Verhältnis zu den USA von so großer Bedeutung für die Bundesrepublik? Suchen Sie im Internet nach Informationen über die deutsch-amerikanische Geschichte. Zahlreiche Berichte im Internet befassen sich mit der Rolle der Medien im Irak-Konflikt. Bereits im Vorfeld versuchen Regierungen die Medien zu instrumentalisieren; im Kriegsfall gelangen oft nur zensierte Informationen von den Kampfplätzen an die Öffentlichkeit. Informieren Sie sich!

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Tomi Ungerer - nomade entre les langues et cultures

Unterrichtseinheit

Tomi Ungerer, der Wanderer zwischen den Kulturen, dem das Multikulturelle bereits in die Wiege gelegt wurde (deutsch-französische Kindheit im Elsass, USA, Neu-Schottland, Irland, Frankreich), ist Protagonist und Thema dieser Unterrichtseinheit. Seine umstrittenen Karikaturen bieten Redeanlässe. Ungerer ist ein Wanderer zwischen den Genres (Autor, Zeichner, Kritiker) und eine widersprüchliche Persönlichkeit: Skandale begleiten sein berufliches Leben ebenso wie Ehrungen. Wie die Faszination durch das so gar nicht geradlinige Leben und vielseitige Werk Tomi Ungerers unterrichtlich genutzt und mit kreativer (Text)produktion und diversen Formen der Präsentation bearbeitet werden kann - dazu gibt der Beitrag Anregungen. Das Internet bietet dabei durch die Möglichkeiten der Visualisierung große Vorteile. Ein ergänzender Aspekt zeigt, wie die Unterrichtseinheit in einer werbewirksamen Aktion für das Fach Französisch münden kann. Die hier in großer Menge zu findenden Grafiken können genutzt werden, um Sprech- und Schreibanlässe zu schaffen, oder als Grundlage für kreative Textproduktion dienen. Didaktisch-methodische Anmerkungen Hinweise zum unterrichtlichen Einsatz sowie die Sachanalyse und eine Linkliste finden Sie hier. Ablauf der Unterrichtsreihe Der geplante Verlauf und und die zu den Unterichtsphasen gehörenden Arbeitsaufträge reichen von der Online-Recherche bis zur Ausstellungsplanung. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen Biografie und Werk Tomi Ungerers kennen lernen und sich kritisch damit auseinander setzen. Tomi Ungerer mit dem Ziel des interkulturellen Lernens als einen "promeneur entre les cultures" verstehen. den Wert und die Rolle einer solchen kosmopolitischen Künstlerfigur in einer globalisierten Welt einschätzen und diskutieren. einige grafische Werke und Texte interpretieren. (wie immer im Französischunterricht) neues sprachliches Material aufnehmen und zur eigenen Textproduktion verwenden. kreativ (mündlich und schriftlich) mit den Grafiken und Texten umgehen. Ergebnisse der Recherchen in der Zielsprache präsentieren. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Recherchemedium nutzen. in der Zielsprache an einem Forum teilnehmen und E-Mails in der Zielsprache schreiben. Ungerer ist ein Wanderer zwischen den Genres (Autor, Zeichner, Kritiker) und eine widersprüchliche Persönlichkeit: Skandale begleiten sein berufliches Leben ebenso wie Ehrungen. Wie die Faszination durch das so gar nicht geradlinige Leben und vielseitige Werk Tomi Ungerers unterrichtlich genutzt und mit kreativer (Text)produktion und diversen Formen der Präsentation bearbeitet werden kann - dazu gibt der Beitrag Anregungen. Das Internet bietet dabei durch die Möglichkeiten der Visualisierung große Vorteile. Ein ergänzender Aspekt zeigt, wie die Unterrichtseinheit in einer werbewirksamen Aktion für das Fach Französisch münden kann. Tomi Ungerer im Unterricht Der Französischunterricht soll helfen, so fordern die Curricula, Brücken zwischen den Kulturen, besonders der französischen und deutschen, zu bauen. Er soll Grundsteine für ein weiteres, lebenslanges interkulturelles Lernen legen. Daher leuchtet es ein, dass die Beschäftigung mit der schillernden Persönlichkeit und dem vielseitigen Werk Tomi Ungerers, der sich als "réconciliateur des peuples" versteht, in dieser Hinsicht Gewinn für die SchülerInnen bringen kann. Zudem legt die Vielseitigkeit der Aspekte arbeitsteilige Verfahren nahe. Auch interdisziplinäre Arbeit wird gefördert, die SchülerInnen können je nach Neigung oder Wissen und Kenntnissen aus anderen Fächern mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten. Gerade in Hinblick auf die grafische Seite des Werkes bieten die neuen Medien, besonders das Internet, einen methodisch-didaktischen Vorteil: Die hier in großer Menge zu findenden Grafiken können genutzt werden, um Sprech- und Schreibanlässe zu schaffen, oder als Grundlage für kreative Textproduktion dienen. Ergebnispräsentation: Expo Dieses Unterrichtsmodul eignet sich besonders gut für ein kleines Expo-Projekt, weil sowohl der inhaltliche Aspekt (multikultureller Nomade) als auch die visuellen Elemente ein schulinternes oder sogar externes Publikum interessieren könnten. Da das Fach Französisch schon wegen der Sprachbarriere nur selten solche Möglichkeiten der Präsentation bietet, könnte diese Gelegenheit nicht zuletzt auch für das Fach werbewirksam genutzt werden. Zwischen zwei Sprachen Tomi Ungerer hat seine Wurzeln im Elsass. In Straßburg geboren, ist schon seine Kindheit von dem täglichen Hin und Her zwischen den Kulturen und Sprachen geprägt. Auch die in dieser Situation typischen Schwierigkeiten im Schicksal eines Elsässers lernt er früh kennen. In der Kriegs- und Besatzungszeit ist die französische Sprache verboten, nach dem Krieg werden die Elsässer als "sales boches" von den Franzosen diskriminiert. Ihm dient der Zeichenstift als bevorzugtes Ausdrucksmittel seiner Unzufriedenheit. Gelobt und kritisiert Tomi Ungerer fällt durchs Abitur, zieht durch Europa, beginnt eine Ausbildung an der Ecole des Arts décoratifs, bricht diese ab und macht sich schließlich 1956 nach New York auf, wo er schnell zum erfolgreichen und beliebten Zeichner renommierter Magazine avanciert. Besonders der Erfolg seines ersten Kinderbuches öffnet ihm alle wichtigen Türen. Bald jedoch setzt das puritanische Amerika seinen beliebten Künstler-Promi, der mit Anti-Vietnam-Plakaten und anderen "Schamlosigkeiten" provoziert, auf die schwarze Liste. Bis in die 90er Jahre sind seine Kinderbücher aus amerikanischen Bibliotheken verbannt. Dennoch erhielt Tomi Ungerer zahlreiche internationale Preise und Ehrungen für sein Werk: 1998 etwa den Hans Christian Andersen Preis, eine Art Nobelpreis der Kinderliteratur. Inhalte und Aussagen Seine Arbeiten (Bilderbücher für Kinder und Erwachsene, Satiren und Karikaturen, erotische Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Plakate, Werbung) sind geprägt von Humor, der oft sehr schwarz sein kann. Seine überbordende Fantasie oszilliert zwischen der kleinen ländlichen elsässischen Fachwerkidylle und den schrecklich monströsen Bildern eines Albtraums. Sein Schaffen und oft politisch unkorrektes öffentliches Verhalten sind von Skandalen begleitet. Andererseits nutz Tomi Ungerer seine Popularität für soziale Zwecke, den Kampf gegen Aids, AI-Forschung (Artificial Intelligence) und vor allem für Bildung und Ausbildung in Europa, und das mit ganz konkreten Zielen, etwa die Zweisprachigkeit in elsässischen Schulen und Kindergärten. Textproduktion In der Phase zur Analyse (Sek II) und kreativen Textproduktion können die SchülerInnen spielerisch mit dem Text- und Bildmaterial umgehen. An dieser Stelle wäre auch interdisziplinäres Arbeiten mit dem Fach Kunst möglich. Präsentation Bei einer Präsentation im Plenum sollten die SchülerInnen mündliche Darstellungsformen einüben, gegebenenfalls gestützt durch schriftliche Unterlagen (oder auch in fortgeschrittenen Kursen durch eine PowerPoint-Präsentation). Evaluation Eine Evaluation in Form einer Plenumsdiskussion kann hilfreich für ein Feedback sein oder weiterführende Fragen aufbringen. Anschlussdiskussion Eine Möglichkeit der Ausweitung könnte die Diskussion über die Rolle der Regionalsprachen (hier Elsässisch) sein, die sich gut in andere Themen des Französischunterrichts einpassen ließe.Eine andere Variante für einen gewinnbringenden Ausklang der Unterrichtseinheit kann eine französischsprachige Diskussion in einem Forum zu verschiedenen Fragestellungen sein. Ebenso könnten die SchülerInnen E-Mails zu verschiedenen Argumentationssträngen verfassen und sich gegenseitig in Gruppen schicken. Eine solche Aktion kann die Motivation erhöhen, wenn die Arbeit auf ein solches Vorhaben mit Außenwirkung abzielt. Zudem werden dabei wichtige andere, organisatorisch-logistische Fähigkeiten eingeübt.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Heinrich Heine: "Nachtgedanken"

Unterrichtseinheit

Gedichtanalyse mit dem Internet? Beispiele aus der Unterrichtspraxis haben gezeigt, dass die neuen Medien die Vermittlung von Literatur unterstützen. Gerade der Lyrikunterricht stellt bis in die Oberstufe eine Herausforderung für Lernende und Lehrende dar, geht es doch vielfach um die bekannte Frage: Wozu Lyrik? Nach hermeneutischem Verständnis sollen die Schülerinnen und Schüler über die Analyse von Einzelmerkmalen zu einem differenzierten Gesamtverständnis des Textes gelangen. Die rezeptionsorientierte Literaturdidaktik hat durch die Betonung der handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsformen dazu beigetragen, dass der kognitive Analyseprozess um ganzheitliche Elemente erweitert und so eine aktive, individuell geprägte Beschäftigung möglich wurde. Hier soll am Beispiel des Gedichts von Heinrich Heine aufgezeigt werden, welche Zugänge das Medium Internet zu diesem Text bietet und wie eine Zusammenführung der Informationen, Erkenntnisse und Analyseergebnisse erfolgt. Diese Unterrichtseinheit setzt auf entdeckendes Lernen. Gleichzeitig fördert sie die Medienkompetenz im Hinblick auf die Recherche im Internet und den Umgang mit Präsentationssoftware. Didaktisch-methodische Anmerkungen Verbindung von persönlicher Ebene ... Das 1843 entstandene Gedicht "Nachtgedanken" schließt den Zyklus "Zeitgedichte" aus Heines Band "Neue Gedichte". Der bis heute vielfach sprichwörtlich zitierte (und missbrauchte) Auftakt des Gedichts ("Denk ich an Deutschland in der Nacht...") leitet die Artikulation betont subjektiver Erfahrungen des lyrischen Ichs ein. Die wie ein Liebesgedicht an die Mutter formulierten Verse implizieren eine weitgehend private Atmosphäre. ... und politischem Hintergrund Der Rückzug ins scheinbar Private wird genutzt, um auf die zweite, allgemeinere Ebene anzuspielen: die deutschen Sorgen. Insofern bestätigt dieser Text ein weiteres Mal Heines Leiden an seinem Vaterland, dem Deutschland der Restauration. In deutlichem Gegensatz zu diesem melancholischen Beginn und den folgenden Reflexionen stehen die hoffnungsvollen Schlussworte des Gedichts, mit denen "das französisch heitre Tageslicht" begrüßt wird. Insofern verweisen die in dem Gedicht enthaltenen Gegensätze "Nacht-Tag", "Schlaf-Aufwachen" über die deutsche Klage hinaus auf die politisch-gesellschaftliche Vorbildfunktion Frankreichs. Methodik Virtuelles "Anfassen" Dieser Text setzt die Kenntnis werkbiografischer Zusammenhänge voraus. Um diese zu schaffen, bietet sich der virtuelle Besuch des Heine-Museums an. Dieser eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, durch die multimediale Anschaulichkeit des Lernprozesses Vorstellungen auszubilden. Sie gestatten einen persönlichen Zugang zum literarischen Text. Der Aufbau des Museums fördert durch die unmittelbare Wahrnehmung von literarhistorischen Zusammenhängen ferner das entdeckende Lernen der Schülerinnen und Schüler. Ergebnissicherung und Sozialkompetenz Der weiterführende Arbeitsauftrag, eine PowerPoint-Präsentation der Ergebnisse anzufertigen, schafft darüber hinaus günstige Voraussetzungen für eine produktive und handlungsorientierte Aneignung von Literatur. Da in den meisten Klassen einzelne Schülerinnen und Schüler bereits über Kenntnisse im Gebrauch des Präsentationsprogramms verfügen, bietet sich die Arbeit in Kleingruppen an, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen untereinander austauschen. Sollten dennoch Probleme bei der Handhabung des Programms auftreten, kann auf eine Anleitung im Internet zugegriffen werden. Vorteile der Präsentation Multimediale Präsentationen steigern das Interesse der Schülerinnen und Schüler und bieten Inhalte anschaulich dar. Indem neue Sinnaspekte eröffnet werden, geht der Einsatz von selbsterstellten Präsentationen über die im Unterrichtsgespräch zu erlangenden kognitiven Einsichten hinaus. Durch unterschiedliche Präsentationen können mehrere Zugangsmöglichkeiten zum Text eröffnet werden, welche wiederum Diskussionsgrundlage für eine argumentativ abgesicherte Interpretation des Textes sind. Aufgabenstellung Alle Recherche-Aufgaben im Überblick Fachspezifische Lernziele Die Schülerinnen und Schüler sollen ein virtuelles Heine-Museum besuchen und Einblick in das Leben des Dichters bekommen. sich mithilfe des Internets über die politische Situation zur Zeit Heines in Deutschland und Frankreich informieren. Bezüge von dem biografischen und politisch-gesellschaftlichen Hintergrund zu einem lyrischen Text herstellen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als multimediales Anschauungsmedium und als Informationsquelle nutzen lernen. ihre Ergebnisse in einer multimedialen PowerPoint-Präsentation darstellen. Geben Sie den Inhalt und Aufbau des Gedichts "Nachtgedanken" wieder. Wie wirkt der Text auf Sie? Hören Sie eine Audio-Version des Gedichts "Nachtgedanken" an. Beurteilen Sie die Art des Vortrags (d.h. Betonung, Rhythmus, Sprechgeschwindigkeit, Pausen etc.). Was würden Sie an der Vortragsweise ändern/verbessern wollen? Zu finden ist der Text Heines samt Vertonung online in dem Internet-Projekt "Gesprochene Deutsche Lyrik" von Fritz Stavenhagen: Heinrich Heine - Nachgedanken (1846) Führen Sie einen virtuellen Rundgang durch das Heine-Museum durch. Zu finden ist der virtuelle Rundgang durch das Heine-Museum unter nachfolgendem Link: virtueller Rundgang durch das Heine-Museum Bearbeiten Sie im Anschluss folgende Arbeitsaufträge: Verfassen Sie in höchstens 10 Sätzen ein "in memoriam" auf den Dichter und sein Leben. Gibt es in den Räumen des Museums Hinweise auf das Gedicht "Nachtgedanken"? Welche Gedichte werden explizit in einem Raum dargestellt? Versuchen Sie, die museumsdidaktische Intention der Platzierung der Gedichte zu erläutern. Heines Kritik an Deutschland richtet sich gegen das damals vorherrschende restaurative System. Als Schriftsteller ist er von den zu dieser Zeit dominierenden Maßnahmen der Zensur besonders betroffen. Informieren Sie sich über die Preußische Zensurverordnung von 1819. Welche Intentionen verbanden sich mit der Zensur? Ziehen Sie den Bundestagsbeschluss von 1835 heran, welcher das Verbot der Schriften des "Jungen Deutschlands" dokumentiert. Welche Kritikpunkte liegen diesem Verbot zugrunde? Suchen Sie Heines Antwort auf die Zensur im Museum und diskutieren Sie sie in der Gruppe. Heine sieht im nachrevolutionären Frankreich ein politisch-gesellschaftliches Vorbild für das rückständige Deutschland. Das Gemälde Die Freiheit führt das Volk an von Eugène Delacroix verweist allegorisch auf die Ereignisse der Pariser Julirevolution. Betrachten Sie das Gemälde und beschreiben Sie die Bildelemente. Lesen Sie danach Heines Kunstkritik zu diesem Bild. Welche Elemente des Gemäldes stellt Heine besonders heraus? Welche Bedeutung unterlegt er diesen Elementen? Stellen Sie einen Bezug zu dem Gedicht "Nachtgedanken" her. "Nachtgedanken" ist ein politisches Zeitgedicht mit einem authentischen privaten Entstehungsanlass. Lesen Sie den Beitrag "Heinrich Heine. Extrakte aus einem Vortragstext der Reihe: Mutter und Sohn" von Margita Schweingel auf www.heinrich-heine.net . Sie finden diesen in der Rubrik "Beiträge". Fassen Sie die wichtigsten Aspekte der Beziehung Heines zu seiner Mutter zusammen. Versuchen Sie zu erklären, warum Heine den privaten Hintergrund für sein Gedicht wählt. Kreativ-produktive Ergebnispräsentation Entwerfen Sie in Gruppenarbeit eine Interpretation des Gedichts in Form einer kleinen Power-Point-Präsentation (3-4 Folien), die textuelle, visuelle und eventuell auch Audio-Elemente integriert.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

WebQuest "La crisis en Argentina"

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Wirtschaftskrise in Argentinien wird das Land beispielhaft für die Situation Lateinamerikas in Form eines WebQuests behandelt. Die Krise in Argentinien ist eines der zentralen aktuellen Ereignisse in der spanischsprachigen Welt. Die wirtschaftlichen und politischen Probleme sind symptomatisch für viele südamerikanische Länder. Einordnung Das WebQuest "La crisis en Argentina" wurde konzipiert für einen Grundkurs 13 (Spanisch als neueinsetzende Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 11), der über ein solides Sprachniveau (Leseverstehen auf der Stufe B1/B2 gemäß des allgemeinen europäischen Referenzrahmens) verfügt und Erfahrung mit der selbstständigen Erarbeitung von authentischen Texten hat. Das WebQuest kann im Rahmen einer Teilsequenz zu Lateinamerika eingesetzt werden. Ausgehend von einer zentralen Website ersurfen sich die Schülerinnen und Schüler Informationen und bereiten diese internetgemäß auf. Die Erarbeitung in Kleingruppen erfolgt zu den Aspekten Cronología (causas de la crisis) La situación en Argentina Emigración (el movimiento de la emigración) Apoyo (por parte del gobierno español) Zeitrahmen Damit die Schülerinnen und Schüler möglichst selbstständig arbeiten können, wird zu Beginn des Projektes der zeitliche Rahmen abgesteckt. Mit Blick auf die unterschiedliche Zusammensetzung von Kursen wurde dieser in der vorliegenden Einheit bewusst offen gelassen. Insbesondere die Fristen, bis zu denen Teilergebnisse und auch das Endergebnis vorliegen müssen, sollten von Anfang an bekannt sein, damit die Schülerinnen und Schüler lernen, sich bei einem längeren Projekt die Zeit selbst einzuteilen.Wie bei allen WebQuests steht die selbstständige Erarbeitung des Themenbereichs im Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Gruppen auf Basis von Arbeitsanweisungen und Informationen aus dem Internet selbstständig ihre Themenbereiche. Der oder die Lehrende ist in beratender und organisierender Funktion tätig. Einführung, Bearbeitung, Evaluation Auf der Eingangsseite des WebQuest wird den Lernenden eine kurze Einführung in die Ausgangssituation gegeben. Auf den beiden folgenden Seiten werden die Arbeitsaufträge näher erläutert. Mittels kurzer Einleitungstexte oder Leitfragen wird den Schülerinnen und Schülern ein Einblick in die Thematik gegeben. Gleichzeitig soll die Informationsentnahme, die über Links erfolgt, gelenkt werden. Die Lernenden entscheiden selbstständig, wie sie mit dem Textmaterial verfahren. Zur Überarbeitung der eigenen Textproduktion sowie zur Organisation und Steuerung der Arbeit in der Gruppe dient die Evaluationsseite. Abschlusspräsentation Als Ergebnissicherung wird von jeder Kleingruppe eine Präsentation in PowerPoint erstellt. Diese Präsentation vermittelt der gesamten Lerngruppe die Arbeitsergebnisse. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich den themenspezifischen Wortschatz. erweitern ihre landeskundlichen Kenntnisse über Argentinien um soziopolitische Aspekte. erweitern ihre Kompetenz in der selbstständigen Erarbeitung eines Themenbereichs. erweitern ihre Kompetenz in den Texterschließungsstrategien. erweitern ihre Kompetenz im Herausfiltern von Detail- und Globalinformationen. erweitern ihre Kompetenz in der Textproduktion. erweitern ihre Kompetenz in der Organisation und Arbeit in der Gruppe (auch im Zeitmanagement). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kompetenz in der Präsentation (durch Einsatz moderner Software). erweitern ihre Kompetenz im Umgang mit neuen Medien.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das Rollenbild der Schöpfungsgeschichte

Unterrichtseinheit

Die Verse Gen 2,7.18-24 der zweiten Schöpfungserzählung thematisieren die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau. Viele Menschen kennen diese Geschichte – zumindest oberflächlich. Kaum einer ist sich jedoch über die theologischen Aussagen dieses christlichen Kulturgutes bewusst. Die durch den Text aufgeworfene Problematik der Geschlechterhierarchie ist bedeutend für die aktuelle Lebenssituation von Schülerinnen und Schülern. Die Probleme weiblicher und männlicher Rollentypisierungen und Geschlechterhierarchien sind unbestritten. Die Verse, die auch als "Perle der Genesis" bezeichnet werden, werfen eine Reihe von Fragen auf und sind im Laufe der Geschichte häufig fehlgedeutet worden. So wurde aus ihnen über Jahrhunderte eine biblisch legitimierte Inferiorität der Frau gegenüber dem Mann abgeleitet, was dem Text keinesfalls gerecht wird. Didaktisch-methodischer Kommentar Hinweise rund um den konkreten Einsatz der Unterrichtseinheit. Warum Exegese und neue Medien? Weitere Überlegungen zu Rezeption und Präsentation. Projektablauf Die detaillierte Darstellung des Projektablaufs. Gender-Blick Ressourcen Aufgaben und Übungen zu den Gender-Aspekten der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass sich aus Gen 2,7.18-24 keine Geschlechterhierarchie ableiten lässt. Dieses Ziel ist sowohl in kognitiver als auch in affektiver Dimension relevant. verschiedene Methoden der Schriftauslegungen kennen lernen und so in wissenschaftliches Arbeiten eingeführt werden. selbstständig mit Primär- und Sekundärtexten arbeiten und ihre Arbeitsergebnisse in verständlicher Form strukturieren und präsentieren. bei der selbstständigen Sichtung und Beschaffung entsprechender wissenschaftlicher Sekundärliteratur Erfahrungen sammeln. das Internet als Medium zur Recherche und zur Publikation einsetzen. durch längerfristiges selbstständiges Arbeiten in Kleingruppen Sozial- und Planungskompetenzen ausbauen. Geschlechterverhältnisse im Hinblick auf Gender-Aspekte quantifizieren und anhand der vorgegebenen Texte das Um- bzw. Gleichstellen der Geschlechterverhältnisseüben einüben. Methoden der Schriftauslegung Exemplarisch sollten anhand des Textes Aussagen zum christlichen Menschenbild, insbesondere zur Rolle der Frau, in ihrer theologischen Relevanz erarbeitet werden. Hierzu ist eine genaue Exegese notwendig, welche für die SchülerInnen greifbare und erhellende Erkenntnisse liefern kann. Anhand der eingehenden Exegese dieser Verse können dabei Methoden der Schriftauslegung erlernt oder vertieft werden. Analyse der Schöpfungsgeschichte Das Thema bietet sich im Rahmen einer Reihe zu Glauben und Wissen an. Innerhalb einer solchen setzen sich die SchülerInnen meist mit der biblischen Schöpfungsgeschichte auseinander. Gerade die zweite Schöpfungsgeschichte bedarf dabei einer sehr genauen Textanalyse. Das Internetprojekt Die Analyse soll im Rahmen eines Projektes geschehen, in welchem die neuen Medien eine zentrale Rolle spielen sollen. Daher sind diesbezügliche Vorkenntnisse sehr von Vorteil. Gleichzeitig soll die themenbezogenen Recherche via Internet als Möglichkeit selbstständiger Informationsbeschaffung seitens der SchülerInnen genutzt werden. Text-Rezeption Der Gedanke, einen etwa 3.000 Jahre alten Text mit einer modernen Technologie zu konfrontieren, fasziniert. Dabei sind die neuen Medien im Zusammenhang mit einer exegetischen Arbeit besonders geeignet. Es bietet sich das Anfügen eines Kommentars an, da das charakteristische Merkmal des Hypertextes die nichtlineare Textstruktur ist. Ergebnis-Präsentation Ein biblischer Text kann durch die Gestaltung mit html so präsentiert werden, dass durch Mausklick Worterklärungen, Verskommentare und weitergehende Informationen abrufbar sind. Daher liegt der methodische Schwerpunkt des Projekts auf den Möglichkeiten der Online-Präsentation von selbstständig erarbeiteten Ergebnissen seitens der SchülerInnen. Diese müssen die erarbeiteten Ergebnisse so aufbereiten, dass sie auf einer Webseite öffentlich präsentiert werden können. Ähnlich der Erstellung eines Referats oder einer Facharbeit wird von den SchülerInnen daher gefordert, komplexe fachliche Zusammenhänge einer nicht informierten Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Um diese Präsentation kompetent, aber auch verständlich durchzuführen, müssen die SchülerInnen ihre Arbeit besonders gründlich erledigen. Motivation und Sozialkompetenz Bei diesem Projekt ist bei den SchülerInnen eine große Motivation zu erwarten. Das Interesse an den neuen Medien scheint bei SchülerInnen der gymnasialen Oberstufe, für die diese Aufgabenstellung geeignet ist, durchweg vorhanden zu sein. Diese Motivation kann teilweise sogar als intrinsisch bezeichnet werden, weil die SchülerInnen ihre Erarbeitungen als sinnvoll und befriedigend empfinden. Die computertechnisch weniger versierten SchülerInnen haben zudem die Möglichkeit, von den erfahrenen zu lernen. Gemeinschaftsprodukt für die Online-Gemeinschaft Weiterhin wirkt sich der Gedanke, ein erarbeitetes Produkt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ebenfalls motivationsfördernd auf die SchülerInnen aus. Dieses ist zwar ein Grundprinzip eines jeden Projektes, gewöhnlich findet die Präsentation allerdings auf Plakaten in der Klasse oder vielleicht in der Schulaula statt. Das wissenschaftliche Anliegen wird somit für die SchülerInnen sehr greifbar und trägt ebenfalls zur Motivation bei. Einstieg Aufgrund des Projektcharakters und der damit verbundenen Selbstständigkeit der SchülerInnen ist die Einführungsstunde als einzige detailliert planbar. Da sie eine zentrale Rolle bei der Weichenstellung des Projektes einnimmt, soll sie hier etwas detaillierter beschrieben werden. Für die Einführungsphase sollte eine Doppelstunde verwendet werden. Die SchülerInnen sollen durch die Lektüre von Primär- und Sekundärtext die traditionelle Deutung von Gen 2,7.18-24 kennen lernen. die theologische und gesellschaftliche Relevanz einer derartigen Auslegung erkennen. durch Provokation und Emotionalisierung motiviert werden, sich mit dieser Auslegung und dem Primärtext kritisch auseinander zu setzen. erkennen, dass eine solche Auseinandersetzung einer eingehenden Exegese bedarf. eigenständig ein exegetisches Projekt in Kleingruppen nebst Präsentation auf einer Website planen. Die Planungsgruppe für die Webseite hat die Aufgabe, sich vorab Gedanken zur technischen Umsetzung bei der Gestaltung der Webseite zu machen. Hierbei kommt ihr eine wesentliche Koordinierungsaufgabe zu, da sie die Vernetzung einzelner Aspekte zu berücksichtigen hat. Die Gruppe ist daher angehalten, sich stets bei den anderen Gruppen über deren Ergebnisse zu informieren. Gleichzeitig kann sie diesen fortlaufend erklären, wie die technische Seite des Projektes geplant ist. Optimal wäre es, wenn sich diese Gruppe aus SchülerInnen mit einem fundierten Vorwissen bei der Erstellung von Webseiten konstituieren würde. Beispiel-Website Diese Beispiel-Website zeigt ein eigenständig erarbeitetes Grundprinzip einer Webseite, die die Möglichkeiten von html voll ausnutzt. Zu erkennen ist ein Menü als obere Leiste. Der biblische Text ist mit den dazugehörigen Versnummer und diversen auswählbaren Schlüsselbegriffen versehen. Durch Mausklick erhält man im unteren Bildschirmbereich eine kurze Information zu den ausgewählten Begriffen. Durch Mausklick auf die Versnummer erhält man indessen die Kommentare. Keine Vorkenntnisse Die einfache - natürlich nicht so attraktive - Variante ist die Arbeit mit dem Website-Generator von lo-net . Hier kann man sogar ohne Vorkenntnisse publizieren. Im Folgenden finden Sie die detaillierte Beschreibung der Phasen dieser Unterrichtseinheit. Einstieg in die Gruppenarbeit Als Einstieg sollte das anstehende Projekt zunächst vorgestellt werden. Hierzu gehört neben der Nennung des Themas ebenso der Hinweis, dass sich die Arbeitsformen durch selbstständiges Arbeiten, Kennenlernen von Methoden der Exegese und dem Einsatz des Internet kennzeichnen sollen. Die Förderung des selbstständigen Arbeitens soll bereits in der Einführungsstunde des Projektes stark berücksichtigt werden. Die SchülerInnen sollen daher in die Planung der Gruppenaufgaben sowie in die Bildung der Gruppen involviert sein. Erarbeitungsphase Die folgende Erarbeitungsphase dient primär dem Zweck, die Problematik der Verse darzulegen und mit den SchülerInnen die zu bearbeitenden Aspekte zu fixieren. Ein problemorientierter Ansatz bietet sich an. Neben der Primärtextlektüre und der Erstellung eines Fragenkataloges soll das Problembewusstsein durch Provokation mittels eines Sekundärtextes von Uwe Gerber erfolgen, der die traditionelle Auslegung der Inferiorität der Frau darbietet. Problemstellung Die Planung der zu analysierenden Aspekte soll sich daher auch in dem Bestreben der SchülerInnen ergeben, dem Sekundärtext wissenschaftliche Argumente entgegensetzen zu können. Obschon den SchülerInnen die Freiheit gelassen werden soll, diese Bereiche selbst zu benennen, müssen fundamentale Exegesemethoden berücksichtigt werden, allen voran die historisch-kritische Schriftauslegung. Dabei sollen die geplanten Exegeseverfahren nicht explizit benannt werden. Dies kann am Ende des Projektes und somit induktiv geschehen. Die abschließende Ergebnissicherung besteht in der konkreten Zuweisung von Forschungsgaufträgen an die einzelnen Gruppen. Die SchülerInnen müssen daher ihre Fragestellungen kategorisieren und überlegen, wie viele Gruppen zur Bearbeitung nötig sind. Somit wird von ihnen ein Arbeitsplan erstellt. Zuletzt können sich die SchülerInnen einzelnen Gruppen zuordnen. Literaturrecherche In der ersten Phase des Projektes müssen die Schülerinnen und Schüler Material und Literatur zu ihren Themengebieten finden. Dies sollte fortlaufende Hausaufgabe außerhalb des Unterrichtes sein. Zudem muss aber auch Gelegenheit gegeben werden, im Internet nach relevanten Texten und Informationen zu suchen. Dies kann in einer Doppelstunde zu Beginn der Erarbeitungsphase stattfinden. Arbeitsorganisation Zunächst sollen die Schülerinnnen und Schüler eine Webpage besuchen, auf der der von ihnen erstellte Arbeitsplan der Gruppen einschließlich der Schülernamen zu betrachten ist. Sie haben nun die Möglichkeit, sich diesen Plan auszudrucken, und bekommen vor Augen geführt, dass an dieser Stelle demnächst ihre eigenen Arbeitsergebnisse stehen werden. Dies kann sehr motivierend sein. Medienkritik Die Informationen des WWW sind allerdings nicht mit denen eines Schulbuches oder Lexikons vergleichbar, da keinerlei Kontrollmechanismen existieren. Diese Tatsache muss den Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht werden. Dass die Klasse den Wert einer fachlichen Information nicht ausreichend beurteilen kann, ist dabei selbstverständlich. So muss der oder die Lehrende die Informationen, die die Schülerinnen und Schüler letztlich ausgedruckt haben, um sie in den Folgestunden zu verwenden, kritisch durchsehen und gegebenenfalls auf Gefahren hinweisen. Es ist möglich, dass einige Gruppen nicht viele brauchbare Texte finden werden, vor allem wenn ihre Arbeitsgebiete sehr speziell sind. Mit dieser Gefahr muss stets gerechnet werden, wenn das Internet als fachspezifische Informationsquelle genutzt wird. Erarbeitungsphase Die Erarbeitungsphase, die ausschließlich in Gruppenarbeit stattfindet, sollte mindestens drei Doppelstunden umfassen, daneben wird von den SchülerInnen auch außerschulische Bereitschaft zur Arbeit erwartet. Nachdem die SchülerInnen in Bibliotheken, dem Internet und anderen Quellen Literatur und Material zur Bearbeitung ihrer Aufgaben gesammelt haben, sollen sie ihre Analysen mit dem gefunden Material beginnen. Es darf angenommen werden, dass weitere Literatur und anderes Material zur Verfügung gestellt werden müssen. Ergebnissammlung Die Ergebnisse sollen verschriftlicht und mit der Website-Planungsgruppe abgesprochen werden. Diese sollte die Konzeption ihrer Webseite den anderen Gruppen frühzeitig erklären, damit diesen klar wird, mit welche strukturellen Rahmenbedingungen ihre Ergebnisse abgestimmt sein müssen. Dateiaustausch Wenn für das Projekt bei lo-net ein Klassenraum eingerichtet wurde, können die Rechercheergebnisse im Dateiaustausch dieses geschlossenen Bereichs gesammelt werden. Binnendifferenzierung Falls möglich, können die SchülerInnen ihre Ergebnisse bereits in html verfassen und der Planungsgruppe per Diskette oder E-Mail zukommen lassen. Diese optionale Erweiterung ist ein gutes Verfahren zur Binnendifferenzierung. Es ist zu erwarten, dass einige SchülerInnen oder Gruppen ihre Analysen deutlich früher beenden als andere. Um sie weiterhin sinnvoll zu beschäftigen, bietet sich die Transformation ihrer Ergebnisse in html an. Präsentation Die Präsentation soll zunächst durch Vorträge der einzelnen Gruppen erfolgen, in denen sie ihr Vorgehen und ihre Erträge beschreiben. Anschließend muss Gelegenheit zu einer weiterführenden Diskussion sein. Hier wird erneut auf den Text Gerbers Bezug genommen und geklärt, wie seine Thesen anhand der neu gewonnenen Gesichtspunkte zu beurteilen sind. Dies kann beispielsweise durch das Aufstellen von Antithesen geschehen, die sich aus den Ergebnissen der einzelnen Gruppen aufstellen lassen. Reflexion Abschließend muss eine Methodenreflexion stattfinden. Den SchülerInnen soll verdeutlicht werden, welcher Exegesemethoden sie sich bedient haben und was diese kennzeichnet. Nachbereitung Nach der Diskussion können die SchülerInnen die erstellte Webseite im Internet abrufen und sich die einzelnen Beiträge erneut ansehen. Auch an diese Phase muss sich eine Diskussionsmöglichkeit anschließen. Gemeint ist die quantitative Analyse der folgenden beiden Ressourcen: Wem gebührt der "erste Platz"? Wer wird an erster Stelle genannt? Welchen Raum, Platz, Umfang nimmt die Darstellung des einen oder anderen Geschlechts ein? Wir kennen eine Vielzahl an stereotypen Paarbegriffen wie "Hänsel und Gretel", "Romeo und Julia", "Tarzan und Jane" sowie aus der Bibel etwa "Adam und Eva" oder "Abraham und Sara". Der "erste Platz" gebührt nicht pro forma dem Manne, sondern streicht vielmehr die Hierarchie, Bedeutung und Macht der erstgenannten Person heraus. Dies wird schnell deutlich, wenn man sich die Ausnahmen wie "Maria und Josef" oder "Kain und Abel" vor Augen führt. Die Schülerinnen und Schüler quantifizieren Geschlechterverhältnisse im Hinblick auf die beiden, oben genannten Gender-Aspekte und üben sich anhand der vorgegebenen Texte im Um- bzw. Gleichstellen der Geschlechterverhältnisse. Kenntnis gechlechtsrelevanter Aspekte der Textanalyse Sensibilisierung für die Bedeutung von stereotypen Paarbegriffen und Textmengen Sensibilisierung für Gender-Aspekte im Bereich von Wort und Schrift

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Gerätturnen und Computer

Unterrichtseinheit

Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien zeigen, wie sich Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 7 mithilfe neuer Medien in sechs bis acht Wochen gezielt auf die "Bundesjugendspiele Gerätturnen" vorbereiten und dabei sowohl ihre sportlichen Fähigkeiten als auch ihre Medienkompetenz verbessern können.Schülerinnen und Schüler können sich mit dem Notebook in der Turnhalle – via Internet oder über bereitgestellte CD-ROMs – Informationen zu vielen Turnübungen und Übungsmöglichkeiten verschaffen. Bildreihen, Animationen und interaktive Aufgabenstellungen unterstützen dabei einen anschaulichen, motivierenden und modernen Turn-Unterricht.Turnen hat in den letzten Jahren einen erheblichen Bedeutungsverlust in der Schule zu verzeichnen. Dies ist einerseits auf die Einführung neuer und freizeitrelevanter Sportarten in der Schule zurückzuführen, andererseits kommt es aufgrund mangelnder Vorerfahrungen schnell zu einer Überforderung und damit zu einer pauschalen Unlust gegenüber dem Turnen. Viele Schülerinnen und Schüler haben zudem koordinative und konditionelle Defizite, die zum Problem werden, wenn die Ziele zu hoch gesteckt sind. Die Turn-Unlust überwinden Nutzen Sie die einzigartigen Erfahrungsmöglichkeiten, die das Turnen bietet! Angewandte Methoden Zu den Bestandteilen dieser Unterrichtsreihe zählen: Bildreihen und Animationen Bewegungspuzzles interaktive Wissenstest ein digitaler Geräteaufbauplaner ein Lerntagebuch Stationskarten Verlaufsplan Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Inhalte der einzelnen Unterrichtsphasen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Bewegungs- und Körpererfahrungen: Sie lernen und üben grundlegende turnerische Fertigkeiten und verbessern ihre koordinativen und konditionellen Voraussetzungen. erweitern ihr Wissen über das Turnen sowie über die Gestaltung von Lern-, Übungs- und Trainingsprozessen Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren die Erlebnismöglichkeiten des Turnens in der Gruppe: Sie bauen Vertrauen auf sowie Ängste ab, helfen sich gegenseitig, planen und turnen gemeinsam. gehen Wagnisse ein: Sie bauen Vertrauen auf und machen Könnens-Erfahrungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen praxisbezogen mit den Neuen Medien: Sie verstehen den Computer als Lernbegleiter und Informationsmedium für den Sport-Unterricht. Das Problem der Turn-Unlust wird am leichtesten vertrieben, wenn interessante Körpererfahrungen mit einer Mischung von Anleitung und Selbstständigkeit verbunden werden, wobei kleine kontinuierliche Lernfortschritte besonders wichtig sind. Gerade das Turnen bietet Erfahrungsmöglichkeiten, die in anderen Sportarten gar nicht oder nur bedingt zu erreichen sind: Einsatz von Körperspannung Beschleunigung des Körpers Drehungen um die Körperachsen Kopfübersein Fliegen, Hin- und Herschwingen Verlieren und Gewinnen des Gleichgewichts Vertrauen auf Übungspartner Eingehen und Verantworten von Wagnissen Die gekonnte Bewegung ist das Ziel des Lernprozesses. Die Wege dorthin müssen aber oft von den traditionellen Übungsreihen abweichen, um den Schülerinnen und Schülern zunächst grundlegende Körper-, Bewegungs- und Lernerfahrungen zu ermöglichen. In jeder Klasse gibt es Lernende, die deutliche koordinative und konditionelle Schwächen aufweisen. Einige davon sind mit den für ihre Jahrgangsstufe vorgegebenen Übungen überfordert. Es bietet sich in diesem Fall an, verstärkt auf die Übungen des "Wettbewerbs" einzugehen und entsprechende Stationen im Unterricht anzubieten. Auch einfache Übungen der Partner- und Gruppenakrobatik können in diesem Zusammenhang sehr motivierend sein. Kleingruppenarbeit ist Trumpf Will man das Turnen so organisieren, dass im Unterricht eine hohe Übungsintensität entsteht, ist Kleingruppenarbeit die geeignete Methode. Das verlangt, dass die Schülerinnen und Schüler neben den erforderlichen Geräten und Materialien auch Informationen über Bewegungsabläufe und die Möglichkeiten des systematischen Lernens erhalten, um gezielt und erfolgreich selbstständig üben zu können. Theoretische Heimarbeit: ungewohnt, aber wichtig! Ungewohnt dürfte für viele Schülerinnen und Schüler zunächst sein, dass sie sich auch "theoretisch" und zu Hause mit Materialien und Aufgaben aus dem Bereich des Sports auseinandersetzen müssen. Das kommt aber dem späteren Üben in der Sporthalle zugute. Wichtig ist, dass zunächst Grundlagen für das selbstständige Üben an den Geräten und später auch mit dem Computer gelegt werden. Die "Einführungsphase" und die "Phase des exemplarischen Arbeitens" sind deshalb für das Gelingen des selbstständigen Übens und auch für die Motivation sehr entscheidend. Übungen zur Körperspannung Hindernisturnen und einfache Turnspiele Einführung in die Geräte (Aufbau, Sicherheit, einfache Übungen) Einführung in die Hilfe- und Sicherheitsstellung Prinzipien der Gruppen- und Stationsarbeit beim Turnen Konditionelle Verbesserung (insbesondere Stütz- und Haltekraft) Stützsprünge Rollen / Sprungrollen Aufschwingen in den Handstand Stützschwingen Balancieren Hüftaufschwung Die neuen Medien einbinden In der Phase des selbstständigen Übens wird an den verschiedenen Geräten der Computer ins Spiel gebracht. Die Einbindung der neuen Medien (Internet, Materialien auf USB-Stick) ist hier sehr sinnvoll, da Bewegungsabläufe dynamisch dargestellt und die einzelnen Bewegungsschritte sehr schön visualisiert werden können. Allerdings wird nicht immer ein Notebook (oder gar mehrere Notebooks) in der Sporthalle zur Verfügung stehen. In diesem Fall können sich die Schülerinnen und Schüler über die Internetadresse zu Hause mit den Übungen beschäftigen. Gegebenenfalls kann auch in einer Vertretungsstunde im Computerraum der Schule mit den Materialien gearbeitet werden. Nutzung eines (oder mehrerer) Notebooks in der Halle Vorbereitung auf die Übungen zu Hause mit Computer und Lerntagebuch Einsatz von Bewegungspuzzles und interaktiven Wissenstest Geräteeinsatz mit dem "Aufbauplaner" vorbereiten Gezieltes Üben an allen Geräten und Gestaltung von Übungsverbindungen Turnferne Schülerinnen und Schüler über den PC gewinnen Auch wenn nicht alle Lernenden begeistert die neuen Formen des Lernens aufnehmen werden: die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die in der nächsten Turnstunde über ein vertieftes Wissen verfügen, steigt deutlich und das ist beim Lernen in Gruppen an Übungsstationen sehr bedeutsam. Zudem kann sich über diese Arbeitsform bei computerinteressierten, aber zunächst turnfernen Lernenden ein neuer Zugang zum Gerätturnen entwickeln. Ein entscheidender Vorteil des Computers liegt darin, dass Bewegungsabläufe in ihrer zeitlichen, dynamischen und räumlichen Struktur anschaulich dargestellt werden können. Die animierten gif-Dateien (animierte Lehrbildreihen) dieser Unterrichtseinheit zeigen die entscheidenden Phasen von Bewegungsabläufen, verbunden mit schülergerechten Kurzbeschreibungen. Viele Bewegungen können zudem in unterschiedlichen Größen und Ablaufgeschwindigkeiten abgerufen werden. Zusätzlich wird jeweils eine statische Bildreihe gezeigt. Übungsschritte, Übungstipps sowie Hilfe- und Sicherheitsstellungen werden ebenfalls animiert oder mit Bildern beziehungsweise Bildfolgen dargestellt und können von den SchülerInnen selbstständig abgerufen werden. Um die SchülerInnen auch spielerisch in der (kognitiven) Auseinandersetzung mit Turnbeewegungen anzusprechen, wurden sogenannte "Bewegungspuzzles" (Java-Script) entwickelt. Dabei müssen durcheinandergemischte Einzelbilder einer Bildfolge entweder in die richtige Reihenfolge gebracht oder zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Ziel des Puzzelns ist die Auseinandersetzung mit dem Bewegungsablauf und der Bewegungsstruktur. Eher spielerisch läuft auch der interaktive "Wissenstest Turnen" ab. Von je zehn Aufgaben müssen sieben richtig beantwortet werden, um das Passwort für das nächste Level des Tests zu bekommen. Am Ende werden die SchülerInnen mit einer Urkunde belohnt. Jede Aufgabe hat vier Antwortmöglichkeiten - die SchülerInnen haben nur einen Versuch. Sie erhalten dabei eine direkte Rückmeldung, ob die richtige Lösung gefunden wurde oder nicht. Über ein paar Mausklicks ist mit dem "Geräteaufbauplaner" der Geräteaufbau in der Halle geplant. Über einhundert Einzelteile (Turngeräte und Hilfsmaterialien) können auf dem Bildschirm beliebig verschoben und die Szenarien bei Bedarf ausgedruckt werden. Dabei können die Besonderheiten jeder Halle berücksichtigt werden. In einem Lerntagebuch (Word-Datei) können die SchülerInnen ihre Übungsaktivitäten, Lernfortschritte und Lernprobleme protokollieren und gegebenenfalls mit der Lehrkraft besprechen. Mit den ausdruckbaren Stationskarten für alle Geräte werden weitere Informationen für die Übungsstationen bereitgestellt. Die Karten beschreiben die Grundübungen der Bundesjugendspiele (Klasse 5 bis 7) sowie die der niedrigeren Klassenstufen, die ebenfalls geturnt werden können. Grundlegende Hinweise zur Hilfe- und Sicherheitsstellung ergänzen diese Informationen. Sie sind vor allem dann wichtig, wenn in der Halle selbst kein Computer zur Verfügung steht. Editierbare Word-Dateien auf der Webseite des Autors Die auf Lehrer-Online zum Download angebotenen Stationskarten liegen als pdf-Dateien vor. Entsprechende editierbare Word-Dokumente, die Sie an Ihre unterrichtlichen Gegebenheiten anpassen können, stehen auf der Website des Autors zum Download bereit:

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe I

Rilke: Der Panther – Text und Kontext

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Gedicht "Panther" von Rainer Maria Rilke wird die Lust an und auf Lyrik geweckt und die Leselust der Schülerinnen und Schüler gefördert.Wozu Lyrik heute? Diese Frage, berühmt geworden als Titel einer Arbeit von Hilde Domin ("Wozu Lyrik heute? Dichtung und Leser in der gesteuerten Gesellschaft". Fischer TB 1968), wird von Schülerinnen und Schülern vermutlich mit einem Achselzucken abgetan. Doch die Begeisterung für Songtexte zeigt, dass ein Bedürfnis nach lyrischen Texten da ist, dass sie im Alltag der Jugendlichen eine Rolle spielen. Die Unterrichtseinheit zu Rilkes "Panther" will einem Klassiker der deutschen Lyrik eine Art "Sitz im Leben zuweisen", die Lust an und auf Lyrik wecken und die Leselust fördern. Der Computer wird als praktisches Arbeitsmittel eingesetzt, die Auflösung des traditionellen linearen Lesens als Chance aufgegriffen, um Texte in vielfältige Beziehungen zu setzen und für die Interpretation zu nutzen.Die Konzeption des Unterrichts zu Rilkes "Der Panther" ist einerseits sehr ergebnisorientiert, denn sie zielt auf ein echtes (digitales) Produkt, ermöglicht andererseits ein ergebnisoffenes Arbeiten, das im Sinne konstruktivistischer Lerntheorien vielfältige individuelle Lösungen erlaubt. Herangehensweise Gedichte sind Texte, die sich vielen Leserinnen und Leser nur schwer erschließen. Sie fordern uns auf, genau hinzusehen. Während die Methoden des verzögerten Lesens (das Weglassen der Überschrift, das Zerschnippeln in Zeilen) in der Mittelstufe meist noch "funktionieren", fühlen sich die jungen Erwachsenen in der Kursstufe oft zu sehr gegängelt oder gar unterfordert, wenn ihnen - so ihr Eindruck - ein Text als Rätsel vorgelegt wird. Textrezeption als Basis für Hypertextproduktion Die Produktion von Hypertexten zwingt dazu, die verschiedenen Texte und Bilder, die ursprünglich nicht zusammengehören, miteinander in Beziehungen zu setzen und dabei logische Hierarchien aufzubauen. Man muss also die Sache genau durchdenken, gleichzeitig aber auch die angesprochenen Personen, also die potentiellen LeserInnen und deren Bedürfnisse nach Information, Anregung und Orientierung vorausschauend berücksichtigen. Präsentation als Zielsetzung Rilkes "Panther" wird als ganzer Text präsentiert, jedoch nicht allein, sondern im Verbund mit ganz unterschiedlichen Texten - fiktional erzählenden, autobiografischen, interpretierenden - und mit Bildern: "Der Panther" wird zum Ausgangstext eines Hypertextes, den die Schülerinnen und Schüler selbst erstellen und der im öffentlichen Raum Bestand haben muss - sei es kurs- oder schulintern, sei es im Netz. Motivationssteigerung Dass die Aussicht auf eine Veröffentlichung im Netz nicht nur die Motivation steigert, sondern auch zu sorgfältigem Arbeiten im Team zwingt, liegt auf der Hand. Medienkompetenz wird hier im doppelten Sinn erworben - als praktische Nutzungs- und Gestaltungskompetenz, aber auch als Beurteilungskompetenz gegenüber einem Medium, das auf Jugendliche eine große Faszination ausübt, die kritisches Denken oft verdrängt. Unterrichtsmaterial Diese Texte und Bilder, die sich auf je unterschiedliche Weise mit dem Gedicht "Der Panther" beschäftigen, bilden die Grundlage für die Unterrichtseinheit. Unterrichtsablauf Die einzelnen Unterrichtsschritte werden hier erläutert. Die Schülerinnen und Schüler finden einen Zugang zur Lyrik. setzen ein Gedicht mit anderen Texten und Bildern in Kontext. lernen hypertextlich denken und arbeiten. erstellen einen eigenen Hypertext und präsentieren ihn. Herangehensweise Gedichte sind Texte, die sich vielen LeserInnen nur schwer erschließen. Sie fordern uns auf, genau hinzusehen. Während die Methoden des verzögerten Lesens (das Weglassen der Überschrift, das Zerschnippeln in Zeilen) in der Mittelstufe meist noch "funktionieren", fühlen sich die jungen Erwachsenen in der Kursstufe oft zu sehr gegängelt oder gar unterfordert, wenn ihnen - so ihr Eindruck - ein Text als Rätsel vorgelegt wird. Textrezeption als Basis für Hypertextproduktion Die Produktion von Hypertexten zwingt dazu, die verschiedenen Texte und Bilder, die ursprünglich nicht zusammengehören, miteinander in Beziehungen zu setzen und dabei logische Hierarchien aufzubauen. Man muss also die Sache genau durchdenken, gleichzeitig aber auch die angesprochenen Personen, also die potentiellen LeserInnen und deren Bedürfnisse nach Information, Anregung und Orientierung vorausschauend berücksichtigen. Präsentation als Zielsetzung Rilkes "Panther" wird als ganzer Text präsentiert, jedoch nicht allein, sondern im Verbund mit ganz unterschiedlichen Texten - fiktional erzählenden, autobiografischen, interpretierenden - und mit Bildern: Der Panther wird zum Ausgangstext eines Hypertextes, den die SchülerInnen selbst erstellen und der im öffentlichen Raum Bestand haben muss - sei es kurs- oder schulintern, sei es im Netz. Motivationssteigerung Dass die Aussicht auf eine Veröffentlichung im Netz nicht nur die Motivation steigert, sondern auch zu sorgfältigem Arbeiten im Team zwingt, liegt auf der Hand. Medienkompetenz wird hier im doppelten Sinn erworben - als praktische Nutzungs- und Gestaltungskompetenz, aber auch als Beurteilungskompetenz gegenüber einem Medium, das auf Jugendliche eine große Faszination ausübt, die kritisches Denken oft verdrängt. Präsentation als Zielsetzung Rilkes "Panther" wird als ganzer Text präsentiert, jedoch nicht allein, sondern im Verbund mit ganz unterschiedlichen Texten - fiktional erzählenden, autobiografischen, interpretierenden - und mit Bildern: Der Panther wird zum Ausgangstext eines Hypertextes, den die SchülerInnen selbst erstellen und der im öffentlichen Raum Bestand haben muss - sei es kurs- oder schulintern, sei es im Netz. Motivationssteigerung Dass die Aussicht auf eine Veröffentlichung im Netz nicht nur die Motivation steigert, sondern auch zu sorgfältigem Arbeiten im Team zwingt, liegt auf der Hand. Medienkompetenz wird hier im doppelten Sinn erworben - als praktische Nutzungs- und Gestaltungskompetenz, aber auch als Beurteilungskompetenz gegenüber einem Medium, das auf Jugendliche eine große Faszination ausübt, die kritisches Denken oft verdrängt. Zunächst müssen Materialien gesammelt und/oder bereit gestellt werden. Alle Texte sind über den Buchhandel und über öffentliche Bibliotheken leicht zugänglich oder gehören sogar zum Bestand der schulinternen Lehrerbibliothek. Einige Gedichte und Bilder können Sie gleich hier für den Einsatz im Unterricht downloaden. Hersberger Malertreff - Bilder zu Rilkes "Panther" Diese Bilder verschiedener Malerinnen und Maler sind im Bildungswerk Schloss Hersberg, Immenstaad am Bodensee, entstanden. Die Aufgabe war: Setzen Sie das Gedicht malerisch um. Beim Vergleich der Bilder mit fotografischen Abbildungen aus Biologiebüchern wird klar, dass Malen und Zeichnen hier eine Form der Interpretation sind. Die Bilder können auch als Anregung aufgenommen werden, den Text durch ein Layout zu gestalten und damit zu deuten. Hartmut von Hentig. Meine deutschen Gedichte Eine Sammlung: Erhard Friedrich gewidmet. Seelze: Kallmeyer bei Friedrich in Velber 1999. S.578 Der Pädagoge und Philologe Hartmut von Hentig ordnet den Panther in das Kapitel "Bilder malen" ein. Der kurze Einleitungstext des Kapitels erklärt diese Einordnung und weist auf Parallelen zwischen der modernen bildenden Kunst und den Gedichten des Kapitels hin. Text- und Bildrezeption Methodisch beginnt die Unterrichtseinheit mit einer Stationenarbeit im Klassenzimmer - nicht im PC-Raum. Die Texte werden vergrößert fotokopiert und am besten in zwei bis drei Exemplaren im Raum ausgehängt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, alle Texte zu lesen (und die Bilder anzuschauen) und sich auf einer Art Laufzettel Notizen dazu zu machen. Um Staus zu vermeiden, bereitet die Lehrkraft dazu am besten Zettel mit den Nummern der Stationen vor und lost die jeweilige Anfangsstation aus. Weiter geht es dann im Uhrzeigersinn. Diskussion Schon hier werden sich ganz von selbst erste Gespräche über die Texte entwickeln. Der Ausgangstext - Rilkes "Panther" - wird immer wieder neu gelesen, das Textverständnis erweitert und vertieft sich im hermeneutischen Sinn. Verknüpfungen Die Schülerinnen und Schüler bilden Kleingruppen und versuchen, die Texte und Bilder (sowie gegebenenfalls andere Materialien aus dem Unterricht oder Websites) mit dem "Panther" in Beziehung zu setzen. Auf einem Papierbogen (DIN A 3) entwerfen sie die Struktur eines Hypertexts, sie verlinken die Texte, indem sie mit Hilfe ihrer Notizen "Platzhalter", Post-it-Zettel mit den wichtigsten Stichworten, aufkleben. Interpretation Auch formale Entscheidungen über die Hyperlinks, etwa ob sie von einzelnen Wörtern des Gedichts ausgehen oder von Begriffen einer Schaltfläche neben dem Text (Frame), müssen diskutiert werden und führen dabei in Interpretationsfragen. Dabei wird schnell klar, dass die Verlinkung der Texte allein nicht ausreicht. Textproduktion Erläuternde Einleitungen oder Kommentare müssen geschrieben werden. Da dies bei den Romanen, die übrigens allesamt ein ausgesprochenes Lesevergnügen sind, nur möglich ist, wenn diese im Ganzen zumindest kursorisch gelesen werden, bieten sich Buchvorstellungen oder Referate dazu an. Leseförderung entsteht so als Nebeneffekt. Kurzpräsentation Die verschiedenen Gruppenergebnisse werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Offline-Konzeption Die Fassung, die ins Netz gestellt werden soll, wird auf Packpapier mit den fotokopierten Texten (Bildern) vorbereitet. Die Verlinkung erfolgt mit Wollfäden. Die verschiedenen Hierarchieebenen werden dabei deutlich - und Spaß macht die Arbeit auch. Online-Realisation Erst jetzt geht es an den PC. Die technische Umsetzung des Hypertexts - das Einscannen oder Eintippen der Texte und der Umgang mit einem html-Editor - schreckt die Lehrkraft wahrscheinlich mehr als die SchülerInnen. Das Produkt der Arbeit kann den Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Arten zur Verfügung gestellt werden: auf Diskette oder CD-ROM, am besten natürlich als "echte" Website. Auch hier kann die Lehrkraft fest auf die Ideen und das Engagement einiger Computer-Freaks bauen, die sich ohne Rücksicht auf den Schulgong darum kümmern, dass alles bestens läuft. Allen Anfängerinnen und Anfängern sei gesagt: Es ist nicht so schwer, wie man meint. Zur Not kauft man sich ein Computer-Handbuch und übt zu Hause. Natürlich bietet sich hier auch die Chance, die Lehrerrolle wirklich einmal an Schülerinnen und Schüler abzugeben, die sich auf diese Aufgabe allerdings vorbereiten müssen - auch methodisch. Im Portal Lehrer-Online ist eine Unterrichtseinheit von Claudia Mutter zu Rilkes Dinggedicht "Der Panther" veröffentlicht. Unter der Überschrift Text und Kontext weist eine kurze Einführung in das Thema ein und stellt tabellarisch die wichtigsten Fakten zur Unterrichtseinheit dar, wie sie hier wiedergegeben werden: Diese Angaben sind richtig und sinnvoll. Der benötigte Zeitraum wurde großzügig bemessen. Die Medien können bei Bedarf durch andere, gleichwertige Medien ersetzt werden. Auf Grund dieser Angaben kann sich der Besucher der Einstiegsseite entschließen, die angebotenen Materialien zur Unterrichtseinheit herunterzuladen. Zu diesem Zweck werden drei Dateien angeboten: beschreibung.pdf (124242 Byte) - Ein PDF-Dokument mit ausführlicher Beschreibung der Unterrichtseinheit panther_bilder.zip (116667 Byte)- Ein Zip-Archiv mit drei künstlerischen Darstellungen von Pantern als jpg-Grafiken panther_rilkes_tiergedichte.rtf (24337 Byte) - Das Gedicht Der Panther und weitere Tiergedichte Rilkes als rtf-Datei Das PDF-Dokument enthält auf fünf Seiten einen didaktisch-methodischen Kommentar mit Aussagen zur Herangehensweise, zu Textrezeption als Basis für Hypertextproduktion, Präsentation als Zielsetzung und Motivationssteigerung. Es folgt eine Vorstellung von Texten und Bildern für den Unterricht, wobei namentlich Auszüge aus Ulla Hahns Das verborgene Wort, Henning Boetius, Phönix aus der Asche, Ruth Klüger, weiter leben: Eine Jugend, Wolfgang Leppmann, Des Schrecklichen Ende und nochmals Ulla Hahn, Gedichte fürs Gedächtnis genannt werden. Mit diesen und weiteren, selbst recherchierten Materialien lässt sich der daran anschließende Aufbau der Unterrichtseinheit bestreiten. Dabei kommen verschiedene Arbeitsformen zum Einsatz: Stationenarbeit und Diskussion dienen der Text- und Bildrezeption, in Gruppenarbeit werden Verknüpfungen, Interpretation, Textproduktion und Kurzpräsentation vorbereitet, die Ergebnissicherung wird offline konzipiert und online realisiert. Den Abschluss bildet eine allgemeine Präsentation der Schülerarbeiten auf elektronischem Weg (Diskette, CD-ROM oder Internet). Claudia Mutters Unterrichtsmodell ist gut durchdacht, enthält alle für die unterrichtliche Umsetzung notwendigen Hinweise und viele Materialien und spricht die Schüler durch die Einbeziehung der neuen Medien in besonderer Weise an. Die skizzierte Vorgehensweise ist dazu geeignet, die Schülerinnen und Schüler zu weiterer Beschäftigung mit Lyrik und der Lektüre motivverwandter Texte zu motivieren. Die Unterrichtseinheit "Der Panther" ist ein Beispiel für eine Vielzahl ausgesucht gelungener, von FachkollegInnen entwickelten und erprobten und im Portal Lehrer-Online kostenlos herunter zu ladenden Materialien. Günther Neumann ist bayerischer Landesbeauftragter für Computereinsatz im Fachunterricht Deutsch.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

Regeln der Preisbildung am Beispiel eBay

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lernen Schülerinnen und Schüler die grundlegende Funktionsweise von Märkten und ihre Regeln der Preisbildung kennen. Der elektronische Marktplatz eBay, an dem die dynamische Preisbildung sehr gut veranschaulicht werden kann, wird den meisten Schülerinnen und Schülern bekannt sein. Sie werden sicher sehr interessiert das Finale einer Auktion am Bildschirm verfolgen.Nicht nur angehende Kaufleute können die Gesetzmäßigkeiten der Preisbildung beim Handeln durchschauen. Auf dem Flohmarkt hat vermutlich schon jeder mal gefeilscht. Komplexere Mechanismen der Preisbildung lassen sich anhand von elektronischen Marktplätzen im Internet analysieren.Bevor der Mechanismus der Preisbildung erarbeitet werden kann, muss klar sein, dass jeder Marktplatz nur dann wirklich funktionieren kann, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich an bestimmte Spielregeln, so genannte Marktordnungen halten. In einem dritten Schritt wird eine konkrete Form der Preisbildung, die Auktion, näher analysiert. Dies erfolgt am Beispiel einer Auktion des Internetauktionshauses eBay.Die Schülerinnen und Schüler sollen Notwendigkeit und Inhalt von Marktordnungen erfassen. die Mechanismen der Preisbildung kennen lernen. ein einfaches Marktgleichgewicht erarbeiten. den Anpassungsmechanismus zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage über den Preis kennen lernen. anhand einer Internetauktion bei eBay eine konkrete Form der Preisbildung analysieren. Der Markt ist der ökonomische Ort, wo Angebot und Nachfrage zusammentreffen, sich die Preise bilden sowie Güter und Dienstleistungen getauscht werden. Neben dem traditionellen Wochenmarkt gibt es eine Vielzahl von Märkten und Marktplätzen, auf denen die unterschiedlichsten Güter und Dienstleistungen gehandelt werden, zum Beispiel Wertpapiere, Kunstgegenstände, Gebrauchtwagen. Die Orte und Funktionsweisen dieser Märkte können sehr unterschiedlich sein. Suchen Sie folgende Internetseiten auf und analysieren Sie, welchen Einfluss Regelsysteme auf die Funktionsweise eines Marktplatzes haben. Punkt 1 Welche Themenkomplexe werden von beiden Marktordnungen geregelt? Punkt 2 Welches Ziel verfolgen die Betreiber beider Marktplätze mit der Aufstellung von Regeln? Punkt 3 Welche Aspekte des Marktgeschehens werden konkret im § 2 Abs. 1 bei eBay und § 7 Abs. 2 und 5 der Radeberger Marktordnung geregelt? Welche Wirkung hätte es auf das Marktgeschehen, wenn diese Regelungen fehlen würden? Bei welchem der beiden Marktplätze hätte das größere Auswirkungen? Punkt 1 Folgende Fragen werden durch die beiden Marktordnungen geregelt: Welcher Art ist der Marktplatz/Markt? Wer darf an diesem Markt teilnehmen und welche Voraussetzungen muss er erfüllen? Was kostet die Inanspruchnahme dieses Marktplatzes? Wer hat die Aufsicht/Leitung des Marktes? Welche Rechte und Pflichten haben Anbieter und Nachfrager? Wie kommt es zum Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage? Punkt 2 Die Betreiber der beiden Marktplätze stellen die Marktordnungen auf, um einen möglichst reibungslosen Marktbetrieb zu gewährleisten. Das beinhaltet insbesondere die Schaffung von Rechtssicherheit und Transparenz. Punkt 3 Würden die beiden Paragraphen fehlen, so bestünde für die Marktteilnehmer die Möglichkeit, ihre Identität zu verschleiern und kurzfristig durch Regelübertretungen oder Betrug Vorteile zu erlangen. Allein die Existenz dieser "Schlupflöcher" könnte das Vertrauen der anderen Marktteilnehmer in das reibungslose Funktionieren des Marktes erschüttern. Insbesondere beim elektronischen Marktplatz eBay hätte das gravierende Folgen. Wenn die Marktteilnehmer auch nur den geringsten Zweifel an der Identität der anderen Marktteilnehmer hätten, würde dieser Marktplatz in sich zusammenbrechen. Anders ist es auf dem Wochenmarkt einer Kleinstadt. Dort würde nicht der komplette Markt in sich zusammenbrechen, da der Kreis der Teilnehmer kleiner ist und regelmäßige Einkaufsbeziehungen entstehen, die es den Marktbesuchern ermöglichen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dies ist bei dem anonymen Medium Internet und einer sehr großen Teilnehmerzahl nicht möglich. Über das Bewertungssystem bei eBay wird jedoch versucht, so etwas ähnliches wie auf dem Wochenmarkt zu etablieren. Über das Bewertungssystem bei eBay sollen Nutzer Einblick in die Kauferfahrungen anderer erhalten und somit Vertrauen wachsen lassen. Auf dem Radeberger Marktplatz bietet der Apfelbauer Schulz seine Äpfel feil. Die Menge, die er anbietet, richtet sich danach, welche Preise er dafür erzielen kann. Wenn er keine vernünftigen Preise erzielen kann, bietet er grundsätzlich weniger an. Zur Zeit würde er je nach Preis folgende Mengen Äpfel anbieten. Doch die Radeberger Bürger schauen auf den Preis. Nicht jeder ist bereit, hohe Preise für Äpfel zu zahlen. Die Zahlungsbereitschaft der Bürger ist unterschiedlich groß: Organisierte Märkte funktionieren nach bestimmten Regeln, die festlegen, wer an dem Marktplatz teilnehmen kann, wie die Beteiligten miteinander kommunizieren und konkurrieren und wie sich der Preis bildet. Es gibt unterschiedliche Regeln, nach denen die Preisfindung auf einem Marktplatz stattfinden kann. Zwei Faktoren sind dabei von Bedeutung: Erstens kann der Marktpreis einseitig durch eine Marktseite (Nachfrageseite oder Angebotsseite) festgelegt werden oder zweiseitig, also von Nachfrageseite und Angebotsseite gleichzeitig. Zweitens können die Preise statisch durch punktuelle individuelle Entscheidungen des Anbieters oder des Nachfragers festgelegt werden oder in einem dynamischen Prozess gebildet werden. Daraus ergeben sich drei mögliche Formen der Marktpreisbildung Statische Preisbildung Einseitig dynamische Preisbildung Zweiseitig dynamische Preisbildung (Die Tabelle finden Sie auf den Arbeitsblättern) Bei der Aufgabe 6 sollten Sie zur Vorbereitung der Stunde auf jeden Fall vorher eine oder zwei Auktionen auswählen. Um die dynamische Preisbildung überhaupt zeigen zu können, muss die Auktion folgende Voraussetzungen erfüllen: Wählen Sie eine Auktion aus, die ihr Ende genau in der Unterrichtsstunde findet, in der Sie die Aufgabe mit den Schülern bearbeiten möchten. Denn erst nach Beendigung der Auktion wird die vollständige Gebotsübersicht veröffentlicht. Wählen Sie eine Auktion aus, bei der im Minimum 15 Gebote von möglichst vielen verschiedenen Bietern abgegeben worden sind. Dies ist notwendig, damit überhaupt eine ausreichende Zahl an Bietvorgängen ausgewertet werden kann. Es darf sich nicht um eine Privatauktion handeln, da diese die Identität der Bieter verschleiert. Der Anbieter darf nur ein Stück anbieten. Es gibt eBay-Auktionen, bei denen schon ein bis zwei Tage vor Auktionsende 10 Gebote, manchmal sogar über 20 Gebote, vorliegen. Es handelt sich in der Regel um Kult- und Sammlerobjekte. Zu finden sind diese Auktionen beispielsweise unter den Rubriken Fanartikel, Video (es sollte nach Videos mit Kultcharakter gesucht werden), Poster oder CDs. (Beispiel: Matrix-3D-Poster, Artikelnummer: 3329477165). Sollte dann doch keine der Auktionen genau in der Unterrichtsstunde enden, sondern zum Beispiel schon früher beendet sein, so kann man auch bereits abgelaufene Auktionen in der Unterrichtsstunde wieder aufrufen, indem man die Artikelnummer der Auktion in die Suchfunktion bei eBay eingibt. (Eine Grafik plus Mustergrafik mit Tabelle für eine Beispielauktion finden Sie im Download.)

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Ein Schulwald für die Grundschule

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsmaterial befasst sich mit dem Thema "Ein Schulwald für die Grundschule". Das Thema "Bäume" mit all seinen Details, angefangen bei den Arten, über die Veränderungen in den einzelnen Jahreszeiten, bis hin zu den Waldarten und der Nutzung zieht sich systematisch durch alle (Grund-)Schuljahre hindurch und kann in verschiedene Fächer integriert werden. Umweltschutz und Klimawandel sind spätestens seit den Fridays for Future-Demonstrationen ein allgegenwärtiges Thema – auch für Grundschulkinder. Stetig erweitert sich das Wissen der Schülerinnen und Schüler. Um einen optimalen Zuwachs an Kenntnissen, Erkenntnissen und Einstellungen bei den Kindern zu erreichen, ist die altbekannte Einheit von Herz, Hand und Verstand mehr denn je gefragt. Neue Kapazitäten schaffen und nutzen Das Schulgelände erschließen Viele Schulen und Einrichtungen besitzen ein umfangreiches Außengelände mit einem artenreichen Baum- und Sträucherbestand. Diesen gilt es zu nutzen und ihn auch hinsichtlich der Frage nach einheimischen Gewächsen hin zu überprüfen. Es lohnt sich gemeinsam mit den Kindern die Bäume und Sträucher zu katalogisieren und sie anschließend in einem Lageplan einzutragen. Weiterhin sollten wetterfeste Schilder angefertigt werden, worauf der Name des jeweiligen Gewächses steht. Bei beiden Aufgaben kann der Computer mit Tabellenprogramm und Wordart hilfreich eingesetzt werden. Eine Schule – ein Arboretum Befinden sich auf dem Gelände keine, wenige oder schon sehr alte Bäume und Sträucher, bietet es sich an, einen Schulwald neu anzulegen oder zu ergänzen. Natürlich ist das alles mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Daher empfiehlt es sich, sich für die Errichtung des eigenen Schulwaldes nach geeigneten Förderprogrammen umzusehen. Nutzen des Schulwaldes – ein Beispiel "Bäume und Sträucher des Waldes" Wenn der Schulwald sich auf dem Schulgelände befindet, entfallen lange Wege für Exkursionen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da nun die Möglichkeit besteht, auch längere Beobachtungen und Betrachtungen ohne größeren Aufwand durchzuführen. Theorie mit der Praxis verbinden Im Anschluss an die praktischen Arbeiten im Schulwald informieren sich die Schülerinnen und Schüler auf geeigneten Internetseite unter Zuhilfenahme passender Stichwörter genauer über die einzelnen Gewächse. Das Erlebte wird nun mit dem Gelesenen verglichen. Natürlich kann dieser Prozess auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen: zuerst informieren und sich dann in der Natur umsehen. Schwierig wird es für die Kinder, wenn die zu den jeweiligen Bäumen zugehörigen Schilder abgedeckt werden. Diese Variante ist für eine Lernzielkontrolle bestens geeignet. Weiterführende Arbeit Einbindung der neuen Medien Abschließend bietet es sich an, dass die Kinder in Gruppenarbeit einen Baum oder einen Strauch auf vielfältige Art und Weise beschreiben bzw. dokumentieren. Es können beispielsweise Baumsteckbriefe verfasst oder Lieblingsbäume gekührt werden. Je nach Kenntnisstand bietet sich die Möglichkeit dies hithilfe eines Word-Dokuments oder einer PowerPoint-Präsentation umzusetzen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder besonders gern Präsentationen erstellen, was ab der dritten Klasse sehr gut möglich ist. Diese Arbeit kann eine Früchtesammlung, ein Blattherbarium oder eine Bastelei sinnvoll abrunden. Auch ein Rätsel wäre denkbar. Den krönenden Abschluss stellt die gruppenweise Präsentation der Ergebnisse dar.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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Aktuelle News für die Sekundarstufen