Hinweise zur Arbeit mit dem Portal

GLOKAL Change stellt globale Bezüge zur lokalen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler her. Der abwechslungsreiche didaktisch-methodische Ansatz der Plattform motiviert und unterstützt beim Kompetenzausbau.

Konzeption der Plattform

Dem strukturellen Aufbau der Lernplattform GLOKAL Change liegt ein konstruktivistischer Lernbegriff zugrunde, dieser versteht Lernen als einen aktiven, selbstgesteuerten Prozess. Dem konstruktivistischen Ansatz folgend hat jeder Jugendliche eine eigens gestaltete Lebenswirklichkeit und individuelle Begriffsnetze, die es in der Bildung für nachhaltige Entwicklung aufzufangen und zu erweitern gilt. Eben an diesem Lernprozess orientiert sich die Struktur der Lernplattform.

Didaktisch-methodische Konzeption

Differenzierung innerhalb der Themenmodule

Die zu bearbeitenden Themen können vom aktuellen Wissensstand der Jugendlichen ausgehend bearbeitet werden. Es werden darüber hinaus abgestufte Lernhilfen für den Wissensaufbau angeboten, so dass die Jugendlichen im Sinne der Binnendifferenzierung selbst entscheiden, wie viel Unterstützung sie benötigen. Zudem können Lerninhalte beliebig oft wiederholt werden; den Schülerinnen und Schülern unbekannte Begriffe können anhand von Glossaren nachgeschlagen werden.

Vielfalt der Methoden und Sozialformen

Die vielfältigen Methoden und Wechsel bei den Sozialformen sprechen unterschiedliche Lerntypen an und beleuchten den Lerngegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven. Diese werden durch Frage- und Aufgabenstellungen provoziert, welche den kommunikativen Austausch zwischen den Jugendlichen (durch Gruppen- und Partnerarbeit) besonders fördern.

Kompetenzaufbau

Durch das Bearbeiten der Module entwickeln die Jugendlichen Verständnis für die ökologischen, ökonomischen und sozialen Zusammenhänge im Kontext von Umweltveränderungen auf der globalen wie lokalen Maßstabsebene. Sie lernen ferner inhaltliche, kausale und prozessuale Zusammenhänge zwischen geografischen und geowissenschaftlichen Entwicklungen in unterschiedlichen Regionen der Erde mit lokalen Aspekten zu verbinden.

Umsetzung im Unterricht

Theorie und eigene Erfahrungen

Das didaktische Konzept von GLOKAL Change baut auf einem dualistischen System auf, welches zusätzlich zur digitalen Interaktion am Computer auf natürliche Begegnungen im unmittelbaren Umfeld der Jugendlichen setzt. Während die Jugendlichen die theoretischen Kenntnisse am Computer erlangen, kommen sie im Zuge der Konfrontation mit der Wirklichkeit zu konkreten Erfahrungen, die auf dem theoretischen Wissen aufbauen und sich mit diesem inhaltlichen eng vernetzen. Sot erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Theorie über globale Erscheinungen mit den eigenen Erfahrungen vor Ort in eine inhaltliche Beziehung zu setzen.

Globale und regionale Ebene

Die Jugendlichen arbeiten zunächst in Einzel- oder Partnerarbeit am Rechner und setzen sich mit dem Thema, etwa Biokraftstoffe aus der Landwirtschaft, auf der globalen Ebene (beispielsweise Brasilien) und anschließend auf der lokalen Ebene (zum Beispiel Brandenburg) auseinander. Daran knüpft die originale bzw. natürliche Begegnung an, bei der die Schülerinnen und Schüler anhand einer wissenschaftlichen Fragestellung und mittels geowissenschaftlicher Feldmethoden (etwa die Bestimmung der Bodenart durch die Fingerprobe) ihren Heimatraum untersuchen. Dazu können Satellitenbildausschnitte für die Arbeit im Feld (zum Beispiel für Kartierungen) kostenlos von einem Map-Server (Link auf der Lernplattform "Satellitenbilder Deutschland") heruntergeladen und weiterverarbeitet werden. Kartieranleitungen, Bestimmungshilfen und Materialien zur Dokumentation der Feldarbeit werden ebenfalls auf der Lernplattform bereitgestellt.

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Michelle Haspel, Markus Jahn & Alexander Siegmund

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Frei nutzbares Material
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Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Diese Inhalte entstanden im Rahmen der Förderung durch die DBU.

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