Hitze, Stürme, Hochwasser: extreme Wetterereignisse und die Klimakrise

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
  • 4 bis 5 Unterrichtsstunden
  • Präsentation, kooperatives Lernen, Schülerheft
  • 1 Arbeitsmaterial

Mit der vorliegenden Unterrichtseinheit befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Folgen der Erderhitzung und setzen sich insbesondere mit Extremwetterereignissen auseinander. Sie verstehen und bewerten die Ursachen von Wetterextremen wie Hitze, Dürre und Hochwasser, erkennen Lösungsmöglichkeiten und konkrete Optionen für das eigene Handeln.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

In dieser Einheit werden die Ursachen und Folgen natürlicher und anthropogen bedingter Klimaveränderungen und Maßnahmen zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zum Gegenstand gemacht. Die Kenntnis der Klimawirksamkeit bestimmter Verhaltensweisen und Maßnahmen stellt eine wichtige Grundlage dar, um am gesellschaftlichen Diskurs über eine der entscheidenden Zukunftsfragen teilhaben zu können.

Das Bildungsmaterial "Extremwetter und Klimakrise" ist unterteilt in sieben Themenblöcke zu den folgenden Themen:

  • Die Ursachen der Klimakrise
  • Gletscherschmelze und Meeresspiegelanstieg – Auswirkungen der globalen Erhitzung
  • Der menschliche Einfluss auf das Klima
  • Hochwasser in Europa: Natürliche Ereignisse oder Folgen der Klimakrise?
  • Hitzewellen und Dürren: Die Klimakrise verursacht Hunger
  • Starke Stürme: Welchen Einfluss hat die Klimakrise?
  • Wie können wir die Klimakrise aufhalten?

Das Bildungsmaterial ist schulartübergreifend an die Bildungspläne der Länder für die Klassen 8 bis 13 angelehnt und eignet sich insbesondere zur Kompetenzentwicklung in den Fächern Geographie, Politik und Gesellschaftswissenschaften. Dabei fördert es den fächerübergreifenden Unterricht. 

Didaktisch-methodischer Kommentar

Thematischer Hintergrund

Die Lebensräume von Menschen weltweit werden durch die Klimakrise massiv verändert und teilweise stark bedroht. Extremwetter-Ereignisse wie Hitzeperioden, Starkregen und Hochwasser, die im Mittelpunkt dieser Einheit stehen, häufen sich und werden erwartbar auch in Zukunft weiter zunehmen. Nicht jedes einzelne Extremwetter-Ereignis ist auf die Klimakrise zurückzuführen. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass sich das Klima wandelt, extreme Wettereignisse zunehmen – und dass dies auf menschlichen Einflüssen beruht. Hauptursache der Erderhitzung ist die Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere Kohlendioxid (CO). Dessen Konzentration in der Atmosphäre steigt stetig weiter an.

Ein Zusammenhang zwischen der globalen Erhitzung und der Zunahme von Extremereignissen lässt sich herleiten. Der Sonderbericht des Weltklimarates zu Extremereignissen (IPCC SREX) von 2011 unterscheidet zwischen drei Arten von Extremereignissen: der Zunahme von Wetterextremen, der Zunahme von Schäden durch Wetterextreme und neuartigen Extremereignissen (zum Beispiel extreme Starkniederschläge) in Folge der Klimaerhitzung.

Befürchtet wird, dass extreme Wetterlagen in Teilen der Welt so schnell aufeinander folgen, dass sich die betroffenen Regionen nicht mehr davon erholen können. Vor allem Länder des globalen Südens leiden zunehmend unter den Folgen der Klimakrise. Allerdings muss sich auch Europa auf noch weiter zunehmende Hitzewellen, Starkniederschläge beziehungsweise heftige Gewitter einstellen. Auch in Deutschland müssen wir unter anderem infolge der Erderhitzung nicht nur mit intensiveren, sondern auch mit längeren Hitzeperioden rechnen.

Mehr Informationen zum thematischen Hintergrund dieser Unterrichtseinheit finden Sie auf den Seiten 21 und 22 des Bildungsmaterials "Extremwetter und Klimakrise".

Didaktisch-methodische Überlegungen

Das Bildungsmaterial bietet sieben, in sich geschlossene Themenblöcke, die sich auch einzeln unterrichten lassen beziehungsweise in bestehende Unterrichtskonzepte integriert werden können. Die sieben Arbeitsblätter enthalten zum Einstieg jeweils inhaltliche Grundlagen-Informationen. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Unterthemen erfolgt anhand verschiedener Darstellungs-, Analyse-, Erörterungs- und Handlungsaufgaben. Viele Aufgaben eignen sich außerdem als Hausaufgaben, Klausuren, Wochenarbeiten, Referate und für Vertretungsstunden. Zusätzlich beinhaltet dieses Material eine ausführliche Hintergrundinformation für Lehrkräfte (siehe ab Seite 17).

Das Bildungsmaterial knüpft dabei an den Nationalen Aktionsplan "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" an und trägt zur Umsetzung der Agenda 2030 (17 Ziele für nachhaltige Entwicklung) bei. Mit der spezifischen Verknüpfung von Informationen und der Aufforderung zur Bewertung und Handlung ist das Bildungsmaterial an das Konzept "Erkennen, Bewerten, Handeln" des Orientierungsrahmens für den Lernbereich globale Entwicklung angelehnt. Es leistet damit einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung hin zur verantwortungsbewussten Weltbürgerin beziehungsweise zum verantwortungsbewussten Weltbürger.

Unterrichtsmaterial "Extremwetter und Klimakrise" zum Download

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern anthropogene Einflüsse auf gegenwärtige Klimaveränderungen und deren mögliche Auswirkungen (unter anderem Zunahme von Hitzeperioden, Starkregen und Sturmereignissen).
  • erläutern am Beispiel von Dürren Kopplungen von ökologischer, sozialer und technischer Vulnerabilität.
  • erläutern am Beispiel der Desertifikation Ursachen und Folgen der anthropogen bedingten Bedrohung von Lebensräumen.
  • stellen Hochwasserereignisse als einen natürlichen Prozess im Rahmen des Wasserkreislaufes dar, der durch unterschiedliche menschliche Eingriffe in seinen Auswirkungen verstärkt wird.
  • analysieren regionale Auswirkungen von Klimaveränderungen.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren geographische Sachverhalte auch mittels komplexer Informationen und Daten aus Medienangeboten und entwickeln entsprechende Fragestellungen.
  • recherchieren mittels vorgegebener Suchstrategien im Internet fachlich relevante Informationen und Daten und werten diese fragebezogen aus.
  • stellen strukturiert geographische Sachverhalte auch mittels digitaler Werkzeuge mündlich und schriftlich unter Verwendung von Fachbegriffen aufgaben- und materialbezogen dar.
  • belegen schriftliche und mündliche Aussagen durch angemessene und korrekte Materialverweise und Quellenangaben.

Handlungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • vertreten probehandelnd in Raumnutzungskonflikten eigene beziehungsweise fremde Positionen unter Nutzung von Sachargumenten.
  • entwickeln eigene Lösungsansätze für einfache raumbezogene Probleme.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler 

  • beurteilen das Gefährdungspotential von tropischen Wirbelstürmen, Starkregen und Hitzewellen für die Wirtschafts- und Siedlungsbedingungen der betroffenen Räume unter Berücksichtigung der Besiedlungsdichte.
  • erörtern Möglichkeiten und Grenzen der Anpassung an Dürren in besonders gefährdeten Gebieten.
  • beurteilen Maßnahmen der Hochwasservorsorge aus der Perspektive unterschiedlich Betroffener.
  • erörtern auf lokaler Ebene Maßnahmen der Anpassung an Extremwetterereignisse.
  • beurteilen Möglichkeiten zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs vor dem Hintergrund der demographischen und ökonomischen Entwicklung.
  • erörtern Lösungsansätze zur Vermeidung klimaschädlichen Verhaltens im Alltag.

In Kooperation mit

Dieser Beitrag ist ein Angebot von Greenpeace e. V.

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