Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Bild vom Eifelturm in Paris
Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Une carte postale de Paris: Diese Unterrichtseinheit reaktiviert und vertieft den Wortschatz zum Thema Urlaub und bereitet die Lernenden gezielt auf das Verfassen und Überarbeiten von Texten vor.

Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

Black lives matter Demonstration
Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

In dieser Oberstundeneinheit erkunden Lernende den strukturellen Rassismus in den USA durch eine Folge der Netflix-Serie "Explained". Ideal für verschiedene Lernniveaus!

Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Frau am Handy
Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Die Unterrichtseinheit fördert die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Social-Media-Verhalten und sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
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Unterrichtsprojekt und interaktive Lerneinheit "Märchen"

Unterrichtseinheit

Auch im 21. Jahrhundert sind Kinder immer noch fasziniert von der Welt des Märchens mit den geheimnisvollen Gestalten und der Mischung aus Realität und Zauber. Dieses Projekt macht sich diese Wirkung des Märchens zu Nutze, um grammatische und mathematische Inhalte zu üben. Es enthält eine interaktive Lernumgebung, die sich mit der literarischen Seite des Themas befasst. Mit Arbeitsblättern werden Übungen zur Grammatik, zum Rechtschreiben, für Kunst und Mathematik einbezogen. Auch rund 150 Jahre nach dem Tod der Brüder Grimm lassen sich alle Kinder gerne in die seltsame Welt ihrer Geschichten entführen. Zauberer, Feen und Hexen, aber auch ganz normale Menschen, mit denen sie sich identifizieren können, bestimmen die Handlung. Es geschehen manchmal schreckliche Dinge, aber meist nehmen sie ein gutes Ende. Das Gute siegt über das Böse. In diesem Unterrichtsprojekt soll aber weniger der Inhalt der Märchen im Mittelpunkt stehen, es wird nicht von der Symbolik und ihrer Bedeutung die Rede sein. Die Kinder werden zwar einiges über Märchen und die Brüder Grimm erfahren, aber hauptsächlich soll die Faszination, die der Stoff ausübt, genutzt werden, um trockene Grammatik- und Rechtschreibübungen zu verpacken. Zeitlicher Ablauf und Verlaufsplanung Hier finden Sie Informationen und Tipps zur Organisation und Durchführung des Märchen-Projekts im Unterricht. Kurzbeschreibung der Lernumgebung Die Zusammenstellung ausgesuchter Inhalte zum Thema "Märchen" leitet die Kinder gezielt ins Internet. Arbeitsmaterial und interaktive Lernumgebung Elf Arbeitsblätter plus Deckblatt einzeln im PDF-Format. Die interaktive Lerneinheit können Sie hier herunterladen und auch ohne Internetzugang nutzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen zwei Märchen in Kurzfassung kennen lernen (Hase und Igel / Hänsel und Gretel), sich für die Bearbeitung eines der beiden Märchen entscheiden, anhand der Bearbeitung Unterrichtsprojekt "Märchen" - Lernziele - aus verschiedenen Fachbereichen erreichen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Informationsquelle nutzen und gezielt damit recherchieren, eine interaktive Lernumgebung am Computer bearbeiten und dabei Erfahrungen mit Hypertextstrukturen sammeln, einen Lückentext am Computer ausfüllen (Hot Potatoes - JCloze), Satzteile am Computer in die richtige Reihenfolge bringen (Hot Potatoes - JMix). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Absprachen für die Benutzung der Rechner treffen und einhalten, einander als Partner bei der Arbeit helfen. Die Organisation des Unterrichts und der Arbeitszeitraum hängen unmittelbar von der Anzahl der Computerarbeitsplätze ab. Auch die Frage, ob sie durch ein Netzwerk einen gemeinsamen Internetzugang haben, spielt eine Rolle. Als Sozialform ist hier auf jeden Fall die Partnerarbeit sinnvoll. Zwei Kinder können sehr gut an einem PC arbeiten, wenn sie sich gegenseitig ablösen. Die Zahl der auf den Computer wartenden Kinder wird dadurch halbiert, außerdem ist gegenseitige Hilfe während des gesamten Projekts dadurch gewährleistet. Projektbesprechung im Plenum Da es sich um ein Projekt über einen größeren Zeitraum (circa zwei Wochen) handelt, ist eine herkömmliche Verlaufsplanung nicht möglich. Der Einstieg kann zum Beispiel über ein Rätselblatt erfolgen, das bei richtiger Lösung das Thema bekannt gibt. Auch ein Gespräch über den Satz "Und wenn sie nicht gestorben sind…" (Tafelanschrieb) könnte zum Thema hinführen. Auf jeden Fall muss eine eingehende Projektbesprechung im Plenum erfolgen. Dabei sollten die einzelnen Aufgaben umrissen und der Umgang mit der Lerneinheit erklärt werden. Falls den Kindern ein Leporello nicht bekannt sein sollte, muss auch darauf eingegangen und die Technik gezeigt werden. Organisation des Ablaufs Die einzelnen Arbeitsaufträge sind bewusst nicht aufeinander aufgebaut, müssen also nicht in chronologischer Reihenfolge erledigt werden. Sie können von den Kindern frei gewählt werden. Eine Ausnahme bildet die Lernumgebung am Computer Hier sind entsprechende Absprachen nötig (Reihenfolge und Dauer der Computernutzung), damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist - es sei denn, Sie verfügen über eine entsprechend große Anzahl von Computern. Partnerwahl Die Kinder wählen am Anfang ihre Partner (entweder freie Wahl oder durch Zufallsprinzip) und bekommen dann ihr Deckblatt mit den Arbeitsaufträgen ausgehändigt. Dort werden fertige Arbeiten abgehakt, das erledigte Arbeitsblatt wird dem Deckblatt angeheftet. Computerexperten Es empfiehlt sich außerdem, "Computerexperten" zu benennen, die bei Problemen am Rechner von den Mitschülern angesprochen werden können. Erfahrungsgemäß gibt es in jeder Klasse zwei oder drei Kinder, die zu Hause regelmäßig am Computer arbeiten und sich gerne als Helfer zur Verfügung stellen. Offener, binnendifferenzierter Unterricht Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein und Übung darin haben, miteinander zu reden, ohne dass die Nachbarn gestört werden. Partnerarbeit ist ja nur dann sinnvoll, wenn man Erfahrungen und Meinungen verbal austauschen kann. Tiefgehende Computerkenntnisse sind nicht erforderlich Erfahrungen im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig. Wenn der Rechner online ist, werden die entsprechenden Seiten durch die gesetzten Links automatisch aufgerufen. Man sollte jedoch darauf hinweisen, dass die Rückkehr in die Lernumgebung über die Schaltfläche Zurück im Browser erfolgt. Die abgehefteten Arbeitsblätter werden nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrperson überprüft. Da die Kinder während des Unterrichts möglichst selbstständig arbeiten sollen, ist es hier sogar möglich, bereits erledigte Aufgaben zwischendurch zu kontrollieren. Auf der Eingangsseite erhalten die Schülerinnen und Schüler die Anweisung, sich beide Märchen (Kurzfassungen) in Ruhe durchzulesen und sich für eines zu entscheiden. Danach sollen sie wieder "ins Märchenland" (Eingangsseite) zurückkommen, um sich die entsprechenden Arbeitsaufträge zu holen. Eine von mehreren Lernstationen Die Arbeitsaufträge für beide Märchen sind ähnlich und bestehen zum Teil aus Internetrecherchen. Die handelnden Personen sind aufzuschreiben, eine eigene Überschrift ist zu finden, Informationen über die beiden Dichter, beziehungsweise über den Ort der Handlung sind einzuholen und Bilder aus den Internetseiten abzumalen. Für beide Märchen gibt es entsprechende mit Hot Potatoes erstellte Übungen (Lückentext und Satzteile richtig stellen). Beim Märchen vom Hasen und vom Igel können noch passende Anregungen für den Sportunterricht oder die Pause abgerufen werden (www.zzzebra.de). Zum Schluss haben gute Leserinnen und Leser die Möglichkeit, ihr Märchen auch im Original (Internet) zu lesen. Diese Aufgabe ist freiwillig. Die Arbeit an der Lernumgebung ist nur ein Punkt unter zwölf anderen Arbeitsaufträgen, die auf dem Deckblatt des Projekts (siehe Arbeitsmaterial und interaktive Lernumgebung ) aufgelistet sind. Sie ist durch einen COMPUTER und ein Internetsymbol gekennzeichnet. Die Schülerinnen und Schüler können den Kurztext vom Hasen und vom Igel als Übungsdiktat schreiben, die beiden Märchen als Rollenspiel vortragen, ein eigenes Märchen als Bildergeschichte malen, einen Igel aus Salzteig oder Ton gestalten, ein Knusperhäuschen aus Butterkeksen oder Lebkuchen, Zuckerguss, Gummibärchen, Smarties und Puderzucker herstellen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Vier Lieder - ein Thema: Straßenkinder in Lateinamerika

Unterrichtseinheit

Warum sich Lieder - gerade im Fremdsprachenunterricht - besonders dazu eignen, den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu einem bestimmten Thema zu erleichtern oder schmackhaft zu machen, liegt auf der Hand: Musik überschreitet als völkerverbindende Kraft sprachliche und kulturelle Grenzen.Spanischlehrende auf der Suche nach geeigneten Materialien für eine Unterrichtseinheit zum Thema "Straßenkinder in Lateinamerika" stoßen früher oder später auch auf einige bemerkenswerte Beiträge aus der spanischsprachigen Musikszene. Gerade Länder, in denen bettelnde, herumstreunende und obdachlose Kinder zum alltäglichen Straßenbild gehören, haben Künstler hervorgebracht, die sich dieses Themas in besonders eindringlicher Manier angenommen haben - nicht zuletzt aufgrund ganz persönlicher Lebenserfahrungen.Ein guter Musiktext transportiert Inhalte in pointierter und prägnanter Weise, die lyrische Form und die musikalische Umsetzung eines Liedes emotionalisieren die Hörerschaft. Dort, wo ein trockener Sachtext unter Umständen eher langweilt, kann ein eingängiger und bewegender Song eine erstaunliche motivatorische Wirkung entfalten. Somit wird der didaktisch-pädagogische Wert von Liedern im Spanischunterricht heute nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Möglicher Ablauf der Unterrichtseinheit Anhand von vier (musikalisch recht unterschiedlichen, thematisch aber sehr ähnlichen) Liedern soll der Umgang mit der Textsorte "Canción" im Spanischunterricht exemplarisch dargestellt werden. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dem Thema "Gamines" über musikalische Werke annähern und den thematischen Wortschatz erweitern und festigen. fremdsprachige Texte hören und verstehen. Lieder als Ausdruck gesellschaftlicher und persönlicher Emotionen erleben. Liedtexte als Basis für eigene Textproduktionen in der Fremdsprache nutzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den PC als Medium zur Arbeit mit Audio-Quellen nutzen lernen. das Internet als Recherchemedium nutzen und selbstständig Informationen im fremdsprachigen Netz finden. Titel der CD Juanes - Un Dia Normal Label Universal (Universal) ASIN B000066EZY Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Preis 14,99 € Text Der Juanes ? La historia de Juan erscheint auf einen Klick. Das Lied Dieses sprachlich recht einfache Lied des kolumbianischen Sängers Juanes eignet sich besonders für leistungsschwächere Lerngruppen oder für einen ersten Zugang zu dem Thema "Straßenkinder in Lateinamerika". Arbeitsaufträge Die Schülerinnen und Schüler sollen nach dem Vorbild des von Juanes ausgefüllten Steckbriefs ein entsprechendes Profil für das Straßenkind Juan erstellen, von dem in dem Lied die Rede ist. Der Liedtext dient somit als Grundlage für eine konkrete Auseinandersetzung mit den Lebensverhältnissen eines Straßenkindes und soll die Lernenden vor allem dafür sensibilisieren, mit welchen Ängsten und in welcher Anonymität und Perspektivlosigkeit diese Kinder leben. Titel der CD Mana - Falta Amor Label Wea Int. (Warner Music) ASIN B000005TP3 Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Preis 17,99 € Text Der Maná - Falta amor erscheint auf einen Klick. Die Band Die auch hierzulande immer bekannter und populärer werdende Band Maná kommt aus Mexiko und engagiert sich in besonderer Weise für soziale und ökologische Projekte. Das Lied "Falta amor" zielt in seinem Refrain auf die Verantwortung all derjenigen ab, die etwas für die seelische Verwahrlosung der Straßenkinder tun könnten, stattdessen jedoch den Blick von ihnen abwenden. Arbeitsaufträge Hier sollen sich die Lernenden zunächst dem Aussagegehalt des Textes nähern, indem sie die 14 Lücken mit den angegebenen Schlüsselwörtern vervollständigen. In einem zweiten Schritt sollen sie ihre Lösungen beim Vorspielen des Liedes überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Der Song kann hervorragend für die Erarbeitung oder Festigung des thematischen Vokabulars genutzt werden. Titel der CD Walter Olmos - A pura sangre Label Leader music Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Text Der Walter Olmos - Chico de la calle erscheint auf einen Klick. Der Sänger und das Lied Walter Olmos, ein junger Sänger aus Argentinien, war selbst ein Straßenkind und hat in diesem Lied seine eigene Biografie verarbeitet. Dieser Umstand birgt in Bezug auf die Analyse des Textes seinen besonderen Reiz. Arbeitsaufträge "Chico de la calle" eignet sich insofern für eine schriftliche Klausur in der Oberstufe, als die drei Anforderungsbereiche "Comprensión", "Análisis" und "Comentario/creatividad" sehr gut miteinander verknüpft werden können. Als Zusatzaufgabe bietet sich eine Internetrecherche zum tragischen Tod dieses Sängers an, bei der es vor allem darum geht, dass die Schülerinnen und Schüler in wenigen Sätzen zusammenfassen, was sie in einem umfangreichen Text zu diesem Thema erfahren. Titel der CD Victor Jara - Complete Label Pläne Pop (BMG) ASIN B000024CDH Format Audio CD (CD-Anzahl: 4) Preis 21,99 € Text Der Víctor Jara - Luchín erscheint auf einen Klick. Der Inhalt des Liedes Dass das Thema "Straßenkinder" zeitlos ist und schon immer im Fokus engagierter Künstler stand, zeigt die Tatsache, dass der berühmte chilenische Sänger Víctor Jara bereits vor über 30 Jahren ein Lied mit dem Titel "Luchín" geschrieben hat. Dieser Song ist in seiner Grundaussage zwar eindeutig, fordert den Schülerinnen und Schülern allerdings ein etwas höheres Maß an interpretatorischen Fähigkeiten ab als die anderen drei. Arbeitsaufträge Die Bilder, die Jara in diesem Lied verwendet, bedürfen eventuell einer genaueren Betrachtung und werden unter Umständen nur von leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern entschlüsselt. Die Bearbeitungsvorschläge sind zum Teil an die Aufgaben von Doris Lessig [siehe Internetressourcen und Literaturhinweise ] angelehnt und um Arbeitsaufträge aus dem kreativen Bereich ergänzt. Ziel: Inhaltlicher Vergleich Sollte es Ihnen nicht möglich sein, die vorgestellten Lieder als Hörtexte zu behandeln, bietet sich eine Variante an, bei der es darum geht, die Songtexte (in Ergänzung oder als Alternative zu anderen Texten) für eine "Vergleichsstudie" zu nutzen, durch die die wesentlichen Informationen und Aspekte zu diesem Thema tabellarisch zusammengetragen werden können. Ziel ist es, aus den Texten so viele Informationen wie möglich zur familiären Situation, zum Alltags- und zum Arbeitsleben, zu Versorgungslage und Ernährung und zu den Perspektiven der Straßenkinder herauszuziehen und in übersichtlicher Form nebeneinander zu stellen. Gruppenarbeit Die Lerngruppe wird in vier Gruppen eingeteilt, die sich (quasi als Experten) jeweils intensiv mit einem der Lieder auseinandersetzen. Aufgrund des unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades der Texte empfiehlt es sich, die Gruppeneinteilung im Sinne einer Binnendifferenzierung vorzunehmen. Es bleibt dem oder der Lehrenden überlassen, ob dem Arbeitsblatt Vokabelerklärungen hinzugefügt werden, ob die Lernenden mit dem Wörterbuch arbeiten oder ob sie explizit auffordert werden, über etwaige Verständnislücken hinwegzulesen und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die sie verstehen. Ergebnisraster als Arbeitsgrundlage Nachdem jede Gruppe ihre Spalte ausgefüllt hat, werden die Ergebnisse zusammengetragen und (nach einer gemeinsamen Lektüre) durch andere Kursteilnehmer ergänzt. Das auf diese Weise entstandene Raster sollte einen inhaltlich wie sprachlich sehr differenzierten und umfassenden Blick auf die Lebenslage der Straßenkinder in Lateinamerika ermöglichen und eine gute Grundlage für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit diesem Thema bilden. Internetrecherche zu den Künstlern Dieses Arbeitsblatt kann als Zusatzaufgabe zum Vergleich der Lieder eingesetzt werden, wenn in der Lerngruppe das Interesse besteht, mehr über das Leben der verschiedenen Künstler zu erfahren. Die Aufgabenstellung birgt insofern einen recht hohen Anspruch an die Schülerinnen und Schüler, als sie die Internetrecherche ohne Angabe geeigneter Homepages durchführen sollen und somit oftmals nicht auf Anhieb auf die gewünschte Information stoßen werden. Da diese freie Form der Internetrecherche jedoch der authentischen Alltagssituation bei der Suche im Netz am nächsten kommt, sollten alle Beteiligten den Mut aufbringen, sich dieser (fremdsprachlichen) Herausforderung zu stellen. Diese Internetadressen sollen Ihre Lernenden zu einigen einschlägigen Websites rund um die Sänger und ihre Lieder führen, Ihnen aber auch Anlass zu weitergehenden eigenen Recherchen geben. Juanes Die offizielle Website des Künstlers informiert über Biografie, Lieder und vieles mehr und liefert Videos zum Download (aktuell: Video "A Dios Le Pido"). El álbum de Maná: Revolución de amor Alles über das aktuelle Album (inklusive der Texte) und die Band liefert diese Website. Walter Olmos Die Website stellt den 18-jährig verstorbenen Künstler und sein Werk vor. amerika21.de: Mutmaßliche Mörder von Victor Jara in Haft Ein Artikel mit Informationen zu Leben und Tod des Liedermachers Víctor Jara. Dass die Idee, im Rahmen des Themas "Straßenkinder in Lateinamerika" auch Lieder einzusetzen, keineswegs neu ist, zeigt die Tatsache, dass bereits auf (mindestens) zwei Publikationen hingewiesen werden kann, die für den Spanischlehrenden geeignetes Material bereithalten: Doris Lessig : Algunos aspectos de la realidad hispanoamericana, (Reihe "Panoramas del Mundo Hispánico"), Cornelsen 1995. S. 132 ff. Raquel Otal Vizcarra : Mejor con música. Lieder aus Spanien und Lateinamerika für Spanischlernende, Hueber 2000, S. 7-10.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy

Unterrichtseinheit

Manisch depressive Roboter, galaktische Umgehungsstraßen, pangalaktische Donnergurgler, Computer mit eigenen Persönlichkeiten und: die Galaxie in einem Buch – ein Stoff, der Jugendliche seit Jahren fasziniert. Wie Sie mit dem Buch und den digitalen Medien ergebnisorientiert arbeiten, zeigt dieser Beitrag. "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" ist der erste Band der fünfbändigen (!) Trilogie von Douglas Adams, dessen große Popularität seit den Achtzigern (fast) ungebrochen ist. Dieser Roman wird aufgrund seines wenig ernsten Inhalts und der zahllosen skurrilen Handlungselemente und Charaktere nur selten im Unterricht behandelt. Genau deshalb aber kann dieses Werk für eine erste Behandlung einer Ganzschrift im Englischunterricht einer 11. Klasse attraktiv sein. Übrigens: So skurril wie sein Werk ist die Ehrung seiner Fans, die jährlich am 25. Mai den "Handtuchtag" begehen - weil Adams am 11. Mai 2001 in einem Fitnesstudio starb ... Die sehr unterschiedlichen Vorkenntnisse und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Literatur und insbesondere englischsprachige Werke erfordert ein differenziertes Vorgehen. Das Lesen des Romans selbst wie auch das Lesen in der Fremdsprache stellt eher wenig an Literatur interessierte Lernende vor große Probleme, die Arbeit mit den neuen Medien kann hier motivierend und helfend eingesetzt werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Der Autor schildert in der Rückschau den Ablauf der Unterrichtseinheit. Die Zeitangaben beziehen sich auf Doppel- wie auf Einzelstunden, die in diesem Fall einfach summiert wurden. Arbeitsaufträge/Themenauswahl/Arbeitsmaterialien Die Arbeitsaufträge lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Es gibt Aufgaben, die während der gesamten Lektüre zu bearbeiten sind, sowie punktuelle Schreibaufträge. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Aspekte der literarischen Gattung Roman kennen lernen. verschiedene literarische Gattungen und Genres näher untersuchen (Science Fiction, Lyrik). die Interpretation literarischer Texte verbessern. kreative Zugänge zu Literatur kennen lernen und anwenden können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet zur Informationsrecherche nutzen. eine Website konzipieren und erstellen. Thema Douglas Adams: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy Autor Jan Tobiassen Fach Englisch Zielgruppe ab Jahrgangsstufe 11 Referenzniveau Referenzniveau C - Kompetente Sprachverwendung Zeitraum etwa 20 Stunden Medien Buch, Hörspiel, Computer Technische Voraussetzungen internetfähige Rechner: Ausstattung mit Browser, Website-Editor oder Website-Generator Umfrage zu Leseerfahrungen Hier standen die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit Literatur im Vordergrund. Nach einer Wiederholung der verschiedenen Literaturgattungen führte die Klasse selbstorganisiert eine interne Umfrage zu Leseerfahrungen (Umfang, Art) durch. In der zweiten Stunde suchten die Lernenden Informationen zu Douglas Adams und präsentierten ihre Ergebnisse in der Klasse. Poster mit Erwartungshaltung Abschließend erstellten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit Poster mit ihren Erwartungen an einen "hitchhiker's guide", einen "hitchhiker's guide to the galaxy" und einen "hitchhiker's guide to East Friesland". Dauer: 4 Stunden Besuch der Galaxie Ein Roman, der im All spielt, verlangt danach, sich das All (zumindest den mit dem bloßen Auge sichtbaren Teil) einmal anzusehen, also gingen wir auf den Sportplatz und erörterten einige Grundlagen der Astronomie (wie weit sind die Planeten entfernt, was ist ein Lichtjahr, was sind eigentlich Sterne?). Definition der Science Fiction Die Klasse ordnete den Roman dem Titel entsprechend in das Genre Science Fiction ein, so dass eine nähere Untersuchung des Genres und die Herausarbeitung von typischen Merkmalen den Beginn der eigentlichen Arbeit mit dem Buch darstellte. Dies konnte recht einfach in einer Doppelstunde anhand des vierten Kapitels untersucht werden. Einstieg in die Lektüre Die heterogene Struktur der Klasse führte in dieser Phase zu einigen nicht vorausgesehenen Problemen. Manche Schülerinnen und Schüler "lasen" zwar das Buch, waren jedoch nicht ohne Hilfe des Lehrers oder leistungsstarker Mitschüler in der Lage, mit dem Roman zu arbeiten, da ihnen die entsprechenden Arbeitstechniken noch nicht ausreichend vertraut waren. Einige Elemente nahmen daher größeren Raum als ursprünglich geplant ein, um allen Lernenden so weit wie möglich einen Einstieg in die Lektüre zu ermöglichen. Dauer: 3 Stunden Vorbereitend lesen Wie in den meisten Fällen wurde der Roman lektürebegleitend erarbeitet, die Schülerinnen und Schüler mussten also jeweils als Hausaufgabe einige Kapitel lesen; einzelne Elemente dieser Kapitel oder ein grundsätzliches Problem wurden dann in den Stunden behandelt. Eine Stunde galt dem Vortrag von Gedichten (eigenen und fremden, siehe die folgenden Arbeitsaufträge) und dem Vergleich von Lewis Carrolls Jabberwocky mit dem Vogonengedicht. Eine Stunde war der Recherche zum Song "You'll never walk alone" gewidmet, den der Bordcomputer Eddie singt (hervorragend zur effektiven Nutzung von Suchmaschinen geeignet, denn es gibt so viele Seiten, dass eine geschickte Kombination von Suchbegriffen notwendig ist). Eine weitere Stunde gehörte der Philosophie (denn der Supercomputer Deep Thought beginnt seinen Entwicklungsprozess ja mit "I think, therefore I am"). Die Struktur des Romans und eine entsprechende Spannungskurve waren Thema. Die Unterschiede zwischen der Radiohörspielfassung der BBC und einer korrespondierenden Buchpassage wurden besprochen. Die BBC-Fernsehfassung, die bei den Schülerinnen und Schülern Erstaunen und mittleres Entsetzen hervorrief, wurde gezeigt. Dauer: 10 Stunden Vorbereitung der Website Nach Abschluss der eigentlichen Lektüre stand die Produktion einer Website im Mittelpunkt. Diese sollte von den Schülerinnen und Schülern ohne größere Eingriffe des Lehrers konzipiert und gestaltet werden. Eine Woche vor Erstellung der Seite entwarfen einige Lernende ein Design und eine passende Struktur. Diese waren dann auch für die Gestaltung der Seite verantwortlich, der Lehrer half in dieser Phase nur noch. Sprachlich stärkere Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrer verbesserten die Texte so weit nötig. Websiteerstellung In der ersten Doppelstunde kopierten die Schülerinnen und Schüler ihre am Computer verfassten Texte in die Beispielseite und legten Links zu den anderen Seiten (dies war die Grundanforderung, einige versierte Schülerinnen und Schülern engagioerten sich mehr beim Bau der Seiten). Dies war für fast alle Neuland und dauerte entsprechend lange. In der zweiten Doppelstunde wurde die Seite fertig gestellt. Dauer: 4 Stunden Arthur Ford Prefect Zaphod Trillian oder Marvin Snowball Chart Ein Snowball Chart enthält in knapper tabellarischer Form eine Inhaltsangabe des Romans, unterteilt in verschiedene Bereiche wie chapter, pages, characters, main action, developments. Er kann aber auch andere Bereiche einschließen. Reading Log Ein Reading Log ist sehr verwandt mit dem snowball chart, umfasst häufig aber noch einen Bereich für persönliche Reaktionen. Vokabelsammlung anlegen drei neue Wörter pro Kapitel, unterteilt in allgemein lernenswerte Wörter und solche, die eher nur für das Verständnis des Romans wichtig sind Definitionen erstellen Einträge für eine Enzyklopädie zum Hitchhiker's Guide Diese Aufträge sind entweder alleine oder zu zweit zu bearbeiten. Text zur Frage "What is Science Fiction?" Analyse der Romanstruktur und der Spannungskurve Summary des gesamten Buches Opinions zum Buch mit klarer Inhaltsvorgabe - Erwartungen vor dem Lesen, Entwicklung Favourite Quotes mit Erklärungen eine eher einfache Aufgabe Vergleich des Vogonengedichts mit Lewis Carrolls "Jabberwocky" Schreiben eines eigenen "schlechten" Gedichts in Anlehnung an das Vogonengedicht Vergleich des Hitchhiker's Guide mit der TV-Serie "Futurama" Um den Schülerinnen und Schülern die Selbstverständlichkeit der Online-Arbeit zu vermitteln, können Sie ihnen die Arbeitsaufträge auch über die folgende Website zugänglich machen. Beitrag Hitchhiker's Guide to the Galaxy Vielen Dank für diesen Beitrag, der mir bei meiner Planung sehr geholfen hat! Ich möchte Herrn Tobiassen gerne wissen lassen, dass meine Schüler die Lektürearbeit dank seiner Impulse sogar genießen! Janna Lehmann

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Bärengeschichten: ein interaktives Geschichtenbuch

Unterrichtseinheit

Bei diesem Unterrichtsprojekt zum Thema "Bärengeschichten" übernimmt das Spielzeug der Kinder die Hauptrolle. Nirgends lernt es sich leichter und nachhaltiger als im Spiel. Oft wird jedoch schulischer Unterricht und kindlicher Spieltrieb als nicht miteinander vereinbar gesehen. Dabei hatte Friedrich von Schiller bereits erkannt: "Nur dort ist der Mensch ganz Mensch, wo er spielt". Immer wieder mal möchten Kinder ihre Spielsachen mit in die Schule bringen. Dadurch kommt es gelegentlich zu Streitereien in der Klasse. Die Ablenkungsbereitschaft im Unterricht nimmt zu. Meist werden dann mit der Klasse Regeln vereinbart, beispielsweise ein gemeinsamer "Spielzeugtag", um das Problem zu lösen. In einer zweiten Klasse der Berliner Klecks-Grundschule war das Thema Anlass für ein Unterrichtsprojekt, bei dem die Lieblingskuscheltiere der Schülerinnen und Schüler die Hauptrolle besetzen. An neun Lernstationen arbeiteten die Kinder handlungsorientiert zu der Thematik. Entstanden ist dabei unter anderem ein interaktives Bilderbuch, das mit dem Programm Mediator erstellt wurde. Zum Abschluss des Projektes fand eine "Bärenparty" statt. Es kommt gelegentlich zu Streitereien, aber auch zu Unaufmerksamkeiten im Unterricht, wenn Grundschulkinder Spielsachen mit in die Schule bringen. Durch dieses Unterrichtsprojekt, in der das Spielzeug einen ganz anderen Stellenwert erhält, kann den Schülerinnen und Schülern verdeutlicht werden, dass ihr eigenes Spielzeug ein wichtiger Bestandteil ihres Umfeldes ist, in der Schule aber nur zu besonderen Anlässen eine Bedeutung hat. Die Idee des Unterrichtsprojektes ist, dass alle Kinder ihr Lieblingskuscheltier zu einem umfassenden Festprogramm in die Schule einladen. Dieser Tag soll ganz unter dem Motto "Teddybären" stehen. Die Stationen An neun Stationen setzen sich die Kinder mit der Thematik handlungsorientiert auseinander. Nutzung von Computer und Internet Hinweise zu den organisatorischen Voraussetzungen, den notwendigen Vorkenntnissen, zu Arbeitsformen und zum Verlauf. Literatur Hier finden Sie Hinweise zur Literatur, die in diesem Unterrichtsprojekt verwendet wurde. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schreiben und illustrieren Geschichten. bestimmen und beschreiben Bären aus der Tierwelt. gestalten ein Lesezeichen. erstellen ein "Fühlbuch". erstellen einen Bären-Kalender. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre bisherigen Erfahrungen im Umgang mit dem Programmen Word und Mediator an und vertiefen diese. recherchieren zur Historie des Teddys und lernen dabei verschiedene Recherchemöglichkeiten kennen. schätzen ihre Ergebnisse ein und bewerten diese. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zusammen an einem Gemeinschaftsprodukt. erkennen das Bedürfnis nach Zuneigung und Freundschaft und akzeptieren sich damit gegenseitig. erhalten Gelegenheit, geschlechtsspezifische Hemmnisse in der Klassengemeinschaft zu überwinden. Station 1: Rechercheaufgaben im Internet Exemplarische Rechercheaufgabe in der Schulbibliothek: Woher stammt der Begriff "Teddy" (Theodore Roosevelt, genannt Teddy, war ausschlaggebend für den Namen des Plüschtiers.) Station 2: Geschichten schreiben Diese Station kann als reine Computerstation eingerichtet werden, dann empfiehlt es sich, den Computerraum oder eine Medienecke mit mehreren Rechnern dafür freizuhalten. Schreiben und illustrieren können die Kinder alternativ auch auf klassische Weise auf Papier. Dann müssen die fertigen Bilder eingescannt und die Geschichten nachträglich abgetippt werden. Station 3: Gestalten von Bären Dazu benötigen die Kinder jeweils eine Schablone und geeignete Materialien. Entstehen können Lesezeichen in Bärenform, Girlanden für das Bärenfest... Station 4: Forschungsstation Forschungsauftrag "Bären aus der Tierwelt" - zu Braunbär, Eisbär, Grizzlibär, Koalabär, Pandabär, Waschbär - sollen Steckbriefe erstellt werden. Dazu werden Recherchemöglichkeiten in Sachbüchern, Zeitschriften und im Internet bereitgestellt. Verwendete Adressen: wissen.de wasistwas.de fragfinn.de Der Steckbrief war als Arbeitsblatt vorgegeben. Die Kinder suchten Informationen zum Name, Lebensraum, Aussehen, Größe, Gewicht, Aufzucht der Jungen, Verhalten im Winter, Aufzucht der Jungen und so weiter. Außerdem sollten Besonderheiten und eine Abbildung gesucht werden. Station 5: Malstation - einen Bären-Kalender erstellen Ein Fotokalender (Vorlage mit Kalendarium) zum selber Basteln wurde zu den Jahreszeiten passend mit Bildergeschichten gestaltet. Die Gestaltungstechniken (Klebearbeiten, Malen mit Tusche, Filzstift oder Buntstift, Ausmalen von Kopiervorlagen und so weiter können vorgegeben werden, die Kinder wählen eine aus. Station 6: Taststatioen - ein "Fühlbuch" erstellen Für das "Bärenfühlbuch" sollte jedes Kind Materialien mitbringen (zum Beispiel: Schleifpapier, Metallfolie, Velourspapier, Frottee, Plastikfolie, Samt, Holzfurnier, Toilettenpapier ...) Station 7: Backen von "Bärentatzen" Hier kann es hilfreich sein, Eltern zur Unterstützung in die Schule zu bitten. Das Rezept "Bärentatzen" Für den Teig braucht man: 250g Butter 175 g Zucker 2 Tüten Vanillezucker 1 Ei 350g Mehl 75g gemahlene Mandeln für die Füllung Marmelade, Pflaumenmus oder Nutella. Zubereitung: Man rührt Butter, Zucker, Vanillezucker und das Ei zu einer schaumigen Masse. Dazu gibt man vorsichtig das Mehl und die gemahlenen Mandeln. Der Teig wird in eine Spritztüte gefüllt und damit spritzt man Tatzen auf ein mit backpapier ausgelegtes Backblech. Backzeit: 15 Minuten bei 170°C Wenn die Tatzen abgekühlt sind, bestreicht man sie mit Marmelade, Nutella oder Pflaumenmus und "klebt" damit zwei Tatzen zusammen. Zum Schluss kann man sie noch mit Schokoguss braun färben. Station 8: Nähen eines eigenen Plüschbären Dazu benötigen die Kinder Material: Schablone, braunen und weißen Plüschstoff, Nähnadel, passendes Nähgarn, Schere, Filzstift, Füllwatte zum Ausstopfen, zwei Knöpfe für die Augen. Station 9: Spielstation Einüben eines Springspiels, Rollenspiel: ein gespielter Streit zwischen einem schwarzen und einem weißen Teddybären, Teddy-Würfelspiel Spielanleitung zum Hüpfspiel Suche dir einen Mitschüler oder eine Mitschülerin zum Seilspringen. Nehmt ein langes Seil, das von zwei Kindern an beiden Enden geschlagen wird. Dazu sprecht im Reim: Teddybear, teddybear, turn around, (Teddybär, Teddybär, dreh dich um) Teddybear, teddybear, touch the ground, (Teddybär, Teddybär, berühre den Boden) Teddybear, teddybear, show your shoe, (Teddybär, Teddybär, zeige deinen Schuh) Teddybear, teddybear, I love you! (Teddybär, Teddybär, ich liebe dich!) Seit Beginn der ersten Klasse lernten die Kinder wöchentlich eine Stunde am Computer und erwarben erste Grundfertigkeiten im Umgang mit Windows und Office. Für das Programm Mediator bedarf es einer Einweisung mit ersten Übungen. Dann können die Kenntnisse im Unterrichtsprojekt angewendet werden. Die Einzelarbeiten der Kinder sollen hinterher zu einem geschlossenen Ganzen (Produkt) zusammengefügt werden. Dafür ist es wichtig, sich untereinander abzusprechen und gegebenenfalls genauen Anweisungen zu folgen, damit zum Beispiel nicht gleiche Dateinamen überschrieben werden und Fehler entstehen. Organisatorische Voraussetzungen Selbstbestimmt arbeiten Die Kinder sollten möglichst selbstbestimmt ihre Arbeit an den Stationen einteilen. Dies kann zur Folge haben, dass sehr viele Kinder zur gleichen Zeit in den Computerraum möchten. In meiner Klasse hatte ich deshalb die Teilnehmerzahl für diese Station auf jeweils sechs Schülerinnnen und Schüler begrenzt. Damit hatte jedes Kind einen eigenen Computer zur Verfügung. Zusammenarbeit in Teams Die Arbeit am eigenen Computer war nicht zwingend, es konnte auch gemeinsam gearbeitet werden. Die Arbeit im Team war sehr wichtig. Hilfreich ist es, wenn die Zusammensetzung der Teams den Kenntnisstand der Kinder hinsichtlich des Umgangs mit dem Computer berücksichtigt. Auch weitere Aspekte, beispielsweise geschlechtsspezifische oder differenzierungsrelevante seien an dieser Stelle erwähnt. Von einer CD-ROM mit Cliparts wählte ich eine Reihe von Teddybärenbildern zu den unterschiedlichsten Situationen aus. Die Bilder habe ich vergrößert ausgedruckt und an die Tafel geheftet. Im Kreisgespräch ergaben sich spannende Geschichten. Die Kinder sollten nun je eine Geschichte schreiben. Da die Programme Word und Paint schon bekannt waren, waren hier nicht viele zusätzliche Hilfen und Hinweise nötig. Die Geschichten wurden am Computer den Kindern selbst geschrieben und fehlerkorrigiert. Aufgrund der bereits erworbenen Kenntnisse in der Bedienung von MS Word war hier wenig Unterstützung für die Kinder nötig. Sie konnten ihre Texte weitgehend selbstständig tippen und abspeichern. Für die Arbeit mit der Textverarbeitung und dem Malprogramm (in unserem Fall Windows-Paint) stellte ich eine kurze Arbeitsanleitung zur Verfügung. Bei der Einführung des Programms Mediator kam der Beamer zum Einsatz. Die notwendigen Teilschritte erläuterte ich vor gesamten Klasse, bevor die Kinder anhand eines Übungspfades mit dem Programm arbeiten konnten. Literatur-Werkstatt In der Literatur-Werkstatt sprechen die Kinder über Freundschaft, spielen Eifersuchtsszenen nach und überlegen, wie man am besten eine Versöhnung anfängt. Aufgaben zur Texterschließung und zahlreiche Schreibanlässe unterstützen dabei das sinnerfassende Lesen der Geschichte. Und die Kinder erfahren etwas über Koalabären, Eisbären, Gummibärchen ... Sie schreiben ein Bären-ABC, basteln Bären-Anstecker, nähen einen eigenen Wuschelbär und backen Bären-Gesichter. Kurzinformationen Titel Kreative Ideenbörse (Grundschule) Autorinnen Monika Zeidler, Marion Klinger Verlag mvg-Verlag ISBN 3-478-72070-2 Preis 98,00 EUR* (jährlich 4 Nachlieferungen mit je ca. 100 Seiten, Seitenpreis: EUR 0,23) Kreative Ideenbörse Grundschule Unterrichtseinheiten mit kopierfertigen Arbeitsmaterialien zu den Themenbereichen: Zusammenleben, Gesundheit, Heimat, Natur/Pflanzen, Natur/Tiere, Natur/Wissenschaft, Raum und Zeit, Medien und Konsum. Kam zum Einsatz beim Backen der Bärentatzen, Basteln der Girlanden und der Erstellung der Steckbriefe. Kurzinformationen Titel Literatur-Werkstatt Wuschelbär Autorin Ursula Arndt Verlag Verlag an der Ruhr ISBN 3-86072-641-2 Preis 17,90 €

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

The Great Gatsby for the Web

Unterrichtseinheit

Der Roman ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, der in den letzten Jahren leider nicht mehr sehr häufig gelesen wurde. Ein Grund dafür ist wohl der relativ hohe Schwierigkeitsgrad der Sprache F. Scott Fitzgeralds. Nichts desto weniger ist der Roman für einen Leistungskurs oder andere starke Lerngruppen eine lohnende Lektüre. Das Unterrichtsbeispiel zeigt, wie man trotz dieser Schwierigkeiten diesen Roman im Englischunterricht behandeln kann, und wie sich die Schülerinnen und Schüler dabei mithilfe des Internets dem Roman und den vielfältigen Interpretationsansätzen nähern können. Es verbindet traditionelle Lektürearbeit (Lesen und Interpretationsgespräch) mit der Auswahl und Behandlung wichtiger Aspekte zum Zweck der Veröffentlichung im Internet. So entsteht eine weitere Motivation zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Roman. Die Unterrichtseinheit gliedert sich in zwei Phasen: Auf die Texterschließung folgt die Verarbeitung der Ergebnisse, die so gesichert werden. Während der Arbeit an der Website ergeben sich natürlich besondere Tätigkeiten für einzelne Schülerinnen und Schüler. Ablauf der Unterrichtseinheit Traditionelle Behandlung der ersten Kapitel im Unterricht Ob der gesamte Roman im Vorfeld gelesen wird oder kapitelweise während der Besprechung, hat jeweils Vor- und Nachteile. Wenn es auch wünschenswert wäre, dass alle Schülerinnen und Schüler den Roman vollständig kennen, bevor die Besprechung beginnt, so ist es gerade bei dem hohen Schwierigkeitsgrad dieses Buchs von Vorteil, wenn jeweils ein Kapitel in häuslicher Lektüre vorbereitet und dann unmittelbar darauf im Unterricht besprochen wird. So können Verständnisprobleme frühzeitig erkannt und behoben werden. Gerade das erste Kapitel des Romans ist besonders anspruchsvoll und sollte deshalb unbedingt im Unterricht detailliert besprochen werden, um den Schülerinnen und Schülern die Angst vor der Lektüre zu nehmen. Transparente Zeitplanung Gleichzeitig sollte aber bereits am Anfang eine detaillierte Zeitplanung vorgelegt werden, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre häusliche Lektüre planen können. Für die Arbeit am Roman im Unterrichtsgespräch sind etwa acht Unterrichtsstunden anzusetzen. Themen für die unterrichtliche Diskussion Neben der Verständnissicherung können folgende Aspekte Themen des Unterrichts sein: Nick's qualification as a narrator the narrator's background houses in Gatsby Fitzgerald's use of symbols Textproduktion in der Lektürephase Protokolle zur Ergebnissicherung Alle Stunden werden von Schülergruppen protokolliert, mit dem Ziel, diese Protokolle später auf der zu erstellenden Website zu veröffentlichen. Strukturierte Summaries Zu jedem Kapitel sollte eine Inhaltsangabe erstellt werden, die für die Veröffentlichung gedacht ist. Vorgegeben ist eine klare Struktur, nach der die Summaries aufgebaut sein müssen ("list of characters, settings, action"). Reading Logs Bei der Lektüre müssen sich die Lernenden auch auf einzelne thematische Aspekte spezialisieren. Die Erstellung eines (analogen oder digitalen) Reading Logs begleitet die Lektüre. In diesem Lesetagebuch sollte besonders auf diese Aspekte Wert gelegt werden. Zu wählende Themen können sein: Characters: Gatsby, Nick, Daisy, Tom, Jordan, Myrtle, Wilson, Wolfsheim Themes: prohibition, women in the twenties, automobiles, east vs. west, the Jazz age, the American Dream Alle Schülerinnen und Schüler müssen jeweils eine Figur und einen thematischen Aspekt wählen. Es versteht sich von selbst, dass trotz "traditioneller" Behandlung des Romans im Unterricht, die Lernenden das Web als Quelle für Interpretationsaufgaben und zur Hintergrundrecherche benutzen. reading log als Weblog: Interaktive Textproduktion Man könnte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit nahe legen, ihr Reading Log als Weblog anzulegen, dort Fragen und Interpretationen zu veröffentlichen und mit anderen zu diskutieren. Denn in einem Weblog können Texte veröffentlicht und direkt kommentiert werden, eine interaktive Textproduktion ist möglich. Ein mögliches Tool für Online Journals ist Penzu . Arbeit an der Webseite Wenn ein erster Überblick über den gesamten Roman hergestellt wurde, beginnt die eigentliche Projektarbeitsphase, nämlich die Erstellung der Website. Diese Phase dauert ebenfalls etwa acht bis zehn Unterrichtsstunden. Die Website: Struktur und Inhalt Die Struktur der Site ergibt sich logisch aus den gewählten Themen und den Schwerpunkten der traditionellen Behandlung. Zusätzlich sollte die Site Vokabelhilfen und einige Links zur Arbeit mit Fitzgeralds Roman enthalten. Texte und Illustrationen sollten unbedingt von den Schülerinnen und Schülern selbst erstellt sein: Einerseits vermeidet man so Schwierigkeiten bezüglich des Copyrights verwendeter Materialien. Zum anderen ist die Forderung der "druckreifen" Vorbereitung eines eigenen Manuskripts in der Fremdsprache ein wichtiges Lernziel. Aufgabenverteilung Die Arbeit an der Website wird in Teams erledigt, die neben den inhaltlichen Aufgaben spezifische Aspekte der Veröffentlichung betreuen. Dies könnten beispielsweise sein: das Design der Website, Erstellen, Scannen, Vorbereiten von Illustrationen, Korrekturlesen von Texten, Abnahme fertiger Seiten, Erstellung eines Begrüßungstexts und so weiter. Arbeitserleichterung: Designvorlage Am sinnvollsten ist es, den Lernenden, die höchstwahrscheinlich keine oder nur wenig Erfahrung mit der Erstellung einer Website haben, eine Vorlage zur Verfügung zu stellen, in die sie ihre Texte und Illustrationen einsetzen konnten. Sie werden so von der mühevollen und zeitraubenden Designarbeit entlastet. Differenzierung Im Zuge einer inneren Differenzierung können einzelnen Schülerinnen und Schülern je nach ihren medialen Kompetenzen verschiedene technische Aufgaben zugewiesen werden. Illustrationen beziehungsweise fotografische Darstellung Die Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, die Figuren des Romans in Gruppen zu untersuchen und als Ergebnis eine Charakterisierung für die Website vorzulegen. Darüber hinaus sollen sie die Figuren in eigenen Fotos darstellen. Mit der Digitalkamera oder dem Smartphone und einigen wenigen Requisiten ausgestattet, entstehen so nachgestellte Fotos von Gatsby, Nick, Daisy, Tom, Jordan, Myrtle und Wilson. Diese Darstellung erfordert eine genaue Auseinandersetzung mit den Figuren und regt zu Diskussionen an, ob jemand genau so oder anders gespielt werden sollte. Mit dem Smartphone ist es möglich, alle Ergebnisse gleich zu betrachten und zu beurteilen. In der Gruppe wird somit diskutiert, verworfen, ausgesucht und beschlossen, einzelne Bilder neu zu schießen. Bildbearbeitung Es gibt in jedem Kurs Lernende, die künstlerisch oder technisch besonders begabt und interessiert sind und für spezielle Aufgaben herangezogen werden können. So können Illustrationen gezeichnet oder gemalt werden, die dann gescannt und am Computer für die Verwendung auf der Website bearbeitet werden. Layout der Website Farbsymbolik Bei der zu erstellenden Website sollte die besondere Farbsymbolik in Gatsby eine große Rolle spielen. Diese beginnt schon im Epigraph ("Then wear the gold hat, if that will move her ..."), geht im ersten Kapitel weiter ("green light [at] the end of a dock") und wird im ganzen Buch durchgehalten. Farbzuweisungen Figuren des Romans werden in für Fitzgerald typischer Art deutlich durch bestimmte Farben charakterisiert: Gatsby's pink suit his yellow car his blue gardens Daisy = white Wilson = grey Auch diese Verwendung von Farbsymbolik sollte für Illustrationsaufgaben eine Rolle spielen und regt zu genauer Auseinandersetzung mit dem Text an. Man sollte auf jeden Fall schon bei der Verteilung der Aufgaben vor der Lektüre und für die Erstellung des Reading logs diese Aspekte ansprechen und als Beobachtungsauftrag geben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lesen eine anspruchsvolle literarische Ganzschrift des 20. Jahrhunderts. lernen darin verwendete Erzähltechniken und literarische Mittel kennen. erschließen sich die Figuren des Romans und ihre Beziehungen untereinander selbstständig. gewinnen einen Einblick in den historischen Hintergrund des Romans. fassen diese Ergebnisse entsprechend zusammen. planen und organisieren ihre Arbeit längerfristig selbstständig. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Informationsquelle für die Arbeit mit Gatsby. bereiten ihre Arbeitsergebnisse für die Veröffentlichung im Internet vor und illustrieren sie. lernen dabei einige wichtige Techniken der Bildbearbeitung und Textvorbereitung kennen. veröffentlichen ihre Ergebnisse als Website.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Sagen aus aller Welt

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsprojekt zum Thema "Sagen aus aller Welt" fördert die interkulturelle Zusammenarbeit. Im Frühjahr rief die Goethe-Schule Buenos Aires zur Beteiligung an dem Projekt "Sagen aus aller Welt" auf. Das klang so spannend, dass meine Klasse interessiert war, teilzunehmen. Nach einem ersten kurzen "Besuch" auf der Homepage der Goethe-Schule war klar: "Wir sind dabei". Bei dem Projekt geht es um das interaktive Lernen mit Schülergruppen aus anderen Ländern zur Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit. Interesse und Respekt gegenüber fremden Kulturen werden durch die Kommunikation unterstützt. Eine möglichst nicht sehr bekannte Sage soll von Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden. Die Sage wird per Mail an die teilnehmenden Schulen weitergeleitet. Man kann mit der Klasse an der Gestaltung, Illustration, Umarbeitung und an der Erarbeitung von Übungen mitarbeiten. Die Suche nach einer ähnlichen Sage im eigenen Sagenschatz ist eine weitere Aufgabe. Im Internet Die Schülerinnen und Schüler sollten nach eigenem Interesse Sagen auswählen und lesen. Besonders fasziniert waren viele Kinder von der Möglichkeit, unkompliziert (per Hyperlink) zur nächsten Geschichte zu gelangen. Auf den Projektseiten der Goethe-Schule stehen dafür eine Reihe von Sagen zur Verfügung: Ikaros und Daidolos (aus Griechenland) Wieland der Schmied (Deutschland) Der Töpfervogel (Argentinien) Der Basilisk in Wien (Österreich) Vier Inuits reisen um die Welt (Eskimo Sage) Feuerland (Argentinien) Gemeinsame Themenabsprache Zwischenzeitlich nahm ich Kontakt zur betreuenden Lehrkraft in Buenos Aires auf, um unsere Mitmachaufgabe zu konkretisieren. Wir verständigten uns darauf, im Rahmen der Eskimo-Sage "Vier Inuits reisen um die Welt" weitere Beiträge zu erstellen. Nutzung digitaler Medien Zur Umsetzung der Aufgaben sollten die Kinder ein Textverarbeitungsprogramm nutzen können. Die Funktionen des Kopierens und Einfügens sollte ihnen geläufig sein oder erklärt werden. Vorteilhaft ist es, wenn die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, einfache Bilder mit einem Malprogramm zu erstellen oder gescannte eigene Bilder nachträglich zu bearbeiten. Eigene Gestaltung In Teamarbeit (zwei bis drei Kinder) konnten die Schülerinnen und Schüler bei der Texterstellung ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Viele bauten eigene Erlebnisse (zum Beispiel: "Der reinste Horror"), Erfahrungen, Vorstellungen und Wünsche ein. Anschließend lasen wir gemeinsam jede fertig gestellte Sage. Dabei konnten Rechtschreibfehler, inhaltliche Mängel oder Ausdrucksfehler gemeinsam entdeckt und korrigiert werden. Einige Gruppen gestalteten anschließend Illustrationen mit Paint oder zeichneten Bilder mit Buntstiften. Diese wurde gescannt und teilweise mit dem recht einfach zu bedienenden Programm Microsoft Photo Editor nachbearbeitet. Anschließend fügten die Schülerinnen und Schüler mit wenigen Mausklicks ihre Illustration in das Word-Dokument ein. Zuletzt verschickten wir das Endergebnis als Mailanhang zur Internet AG der Goethe-Schule in Buenos Aires. Fachübergreifende Aspekte Neben dem im Vordergrund stehenden Fach Deutsch ist durch das Bearbeiten der heimatlichen Sagen ein großer Bezug zur unmittelbaren Ortsgeschichte gegeben, der im Bereich Heimat- und Sachunterricht aufgegriffen werden kann. Im Fach Mathematik haben wir recht interessante Rechnungen angesichts der Zeitverschiebung zu Buenos Aires angestellt. Wie spät ist es dort, wenn wir unsere erste Unterrichtstunde beginnen? ... Wenn ich abends ins Bett gehe? ... In der vierten Klasse sind zudem auch Entfernungsberechnungen möglich. In diesem Schuljahr wollen wir die entstandene Zusammenarbeit vertiefen. So starten wir momentan zwei Projekte: Das Sammeln von beeindruckenden aber auch mysteriösen oder fantastischen Schnappschüssen aus dem Urlaub und aus dem Heimatort. Aus den Bildern wird eine Auswahl getroffen, welche die Grundlage für viele kreative eigenen Sagen bilden soll. Das Aufbereiten der heimatlichen Sage: "Harras, der kühne Springer" in Text und Bild, sodass viele Leser zum Nachmachen und Selbstschreiben angeregt werden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Ich und meine Welt
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Le Petit Prince

Unterrichtseinheit

Es gibt wenig Literatur, die über einen so langen Zeitraum und mit gleicher Intensität in den Unterricht einbezogen wurde wie Saint-Exupérys "Le Petit Prince".Das moderne Märchen wird in Auszügen in der Sekundarstufe I ebenso gelesen wie die Ganzschrift in der Oberstufe. Wer sich über diese Vielfalt einen ersten Überblick verschaffen möchte, ist gut beraten, ins Internet zu schauen. Der Beitrag hat das Ziel, eine Übersicht über die Online-Materialien zum Kleinen Prinzen zu geben, das Werk in anderer medialer Präsentation vorzustellen (CD-ROM und Film) und Internetaktivitäten zu Antoine de Saint-Exupéry vorzustellen. Die Materialien sollen also vor allem neue Wege im Umgang mit diesem Klassiker aufzeigen.Die traditionelle Herangehensweise an die Lektüre des Kleinen Prinzen dürfte hinlänglich bekannt sein. Daher stellen wir Ihnen hier Ergänzungen vor, die sich durch den Einsatz des Internets anbieten und den Literaturunterricht bereichern. Es gibt unzählige Webseiten zum Kleinen Prinzen und dessen Autor. In den Zusatzinformationen finden Sie eine kommentierte Auswahl, aus der Sie die passende(n) für Ihre Lerngruppe wählen können. Zudem bietet sich an vielen Stellen der Einsatz von Arbeitsblättern an. Umsetzung im Unterricht Der Ablauf der Einheit wird geschildert, Aufgabenblätter erleichtern die Vorbereitung. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Lektüre in Auszügen oder als Ganzschrift lesen, verstehen und interpretieren. den Autor Antoine de Saint-Exupéry mithilfe einer Internetrecherche kennen lernen. die Figuren der Erzählung charakterisieren. Ergebnisse über Online-Übungen sichern. verschiedene mediale Realisierungen der Geschichte des Kleinen Prinzen kennen lernen. Thema Saint-Exupéry, Le Petit Prince Autor Andreas Grünewald Fach Französisch Schultyp Gymnasium, Gesamtschule Zielgruppe Grundkurs oder Leistungskurs Sek. II; Sek. I ab 4. Lernjahr Referenzniveau Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung oder Referenzniveau C - Kompetente Sprachverwendung Zeitraum mit Lektüre 12-14 Stunden Medien Multimedia-PC, ergänzend: CD-ROM, Film Verwendete Ausgabe Le Petit Prince, Gallimard Folio Junior, Edition Spéciale, 1999 Film Eine Filmversion, die sich fast wörtlich an die Originalsausgabe hält, finden Sie bei Lingua-Video.com als VHS-Video für 52,- Euro. Vorbereitend können die Biografie des Autors und der Aufbau des Werks angesprochen werden. In der Lesephase geht es natürlich darum, dass die Lernenden den Text und seine Aussagen verstehen. Ein erster Zugang zur Analyse kann über eine Charakterisierung der Figuren geschehen. Diese Phase hat eine intensive Beschäftigung mit der grammatischen und inhaltlichen Struktur des Textes zum Ziel. Der Kleine Prinz als Online-Quiz Nun nutzen die Lernenden die Fragestellungen eines Online-Quiz zur Verständnissicherung. Sie bearbeiten das Quiz, kreuzen online die richtige Antwort an, müssen dann aber auf Papier oder in einer Datei im ganzen Satz antworten. Alle Online-Seiten sind mit Bildern des Kleinen Prinzen illustriert und eigenen sich für den Einsatz in der Mittel- oder Oberstufe, als Hausaufgabe (die allerdings nicht überprüft werden kann) oder für die Überbrückungsphase im binnendifferenzierten Unterricht. Die letzte Aufgabe, ein Auftrag zur Textproduktion und zum Erstellen einer Zeichnung, kann mündlich erteilt werden: "Le petit prince arrive sur une planète habitée par un homme politique, un professeur ou un autre personnage. C'est à toi d'imaginer ce personnage et d'inventer le dialogue. Essaie aussi de peindre ce personnage." Das Medium Film bietet sich an, wenn neben den schriftlichen Texterschließungsstrategien auch Hörverstehen und audiovisuelles Kontextverstehen geschult werden sollen. Der Film hält sich in Animation und Dialog eng an die Erzählung des Autors Antoine de Saint-Exupéry. In der Verfilmung ist die Poesie des philosophisch angehauchten Textes adäquat übertragen. teachSam Hier finden Sie Unterrichtsvorschläge zum Umgang mit dem Film «Der Kleine Prinz» - gedacht für die deutsche Version in der Grundschule, aber für den Fremdsprachenunterricht älterer Lernender adaptierbar. Amazon.fr Bei Amazon.fr können Sie den Film (ab dem 1811.2003) auf DVD für 24,99 € bestellen.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

De re publica - PowerPoint im Lateinunterricht

Unterrichtseinheit

Bei der Einführung in eine neue Lektüre stellt sich die Frage, wie man Schülerinnen und Schülern effektiv die nötigen Hintergrundinformationen und Verstehensvoraussetzungen vermittelt und zugleich Interesse für Autor und Werk weckt. Die Idee, eine PowerPoint-Präsentation einzusetzen, wird hier geschildert.Es erweist sich als schwierig, die Einführung so zu gestalten, dass die Informationen nicht nur einen Motivationsschub bewirken und einer Orientierung dienen. Vielmehr sollen diese Informationen so abgespeichert werden, dass sie während der Textarbeit abrufbar sind und das Textverständnis erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Eine Möglichkeit stellt der durch eine PowerPoint-Präsentation unterstützte Lehrervortrag dar, die hier am Beispiel einer Einführung in Ciceros De re publica vorgestellt wird. Auch für die weitere Arbeit mit der Präsentation im Unterricht gibt der Beitrag Anregungen.Eine durch neue Medien unterstützte Präsentation zu antiken Themen ist eine wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen das dem Lateinunterricht anhaftende Stigma der hoffnungslosen Rückständigkeit und Weltfremdheit. Wird eine solche Präsentation zur weiteren Bearbeitung den Lernenden angeboten, rückt das Ziel des handlungsorientierten Lernens in den Fokus. Didaktisch-methodische Entscheidungen Wann bietet sich der Einsatz einer solchen Präsentation im Lateinunterricht an? Mehrwert einer PowerPoint-Präsentation Vor allem die positive Wirkung auf Interesse und Motivation lohnt die Mühe der Erstellung. Erfahrungen aus dem Unterricht Die Effektivität der Methode und die positiven Reaktionen der Schülerinnen und Schüler sollten zum Einsatz von PowerPoint-Präsentationen ermutigen. Fachliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen erste Informationen zu Ciceros De re publica erhalten. sich je nach unterrichtlicher Konzeption weitere Informationen zum Thema aneignen und dazu das Internet konsultieren. weitergehende Informationen gegebenenfalls eigenständig in die Präsentation einarbeiten. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass der Einsatz der neuen Medien die Aufmerksamkeit fördern kann. mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint umgehen. Thema PowerPoint im Lateinunterricht - Unterstützung für den Lehrervortrag und mehr Autorin Ines Thüring Fach Latein Dauer je nach Einsatzart ab wenigen Minuten bis zu mehreren Unterrichtsstunden Zeitaufwand im Vorfeld richtet sich nach dem Umfang der Ausgangspräsentation Inhaltliche Komplexität Ciceros Staatsschrift gilt wegen ihrer Komplexität als sehr schwierig. Dementsprechend steht man vor dem Problem, wie man den Schülerinnen und Schülern die nötigen textpragmatischen Kenntnisse auf dem Gebiet der Philosophie, des historischen Hintergrundes, der Biographie Ciceros und der griechischen Staatstheorie vermittelt, ohne sie gleich in der einführenden Stunde mit einer Fülle von Informationen zu erschlagen, die sie nicht zu einem stimmigen Bild zusammenfügen können und die ihnen den Eindruck vermittelt, das Dickicht der fremden Welt niemals durchblicken zu können. Umsetzung des Inhalts Die Präsentation enthält eine als Mindestmaß für das Verständnis der Schrift angesehene Auswahl an Informationen zu Ciceros Leben, Werk und Wirkung, zum Zeitalter der Bürgerkriege, zum Aufbau der Staatsschrift und zur hellenistischen Philosophie. Aufbau Eine überaus wichtige Funktion hat die letzte Folie, da sie in Form einer animierten MindMap jeden Aspekt abschließend einzeln einfliegen lässt und so die Komplexität des Werkes sukzessive entfaltet und nochmals alle Aspekte des Werkes einprägsam ins Bild rückt: Es ist der Versuch, den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, wie lohnenswert und spannend die Lektüre der Ciceronischen Staatsschrift ist. Denn eine Vielzahl von Aspekten der römischen Lebenswelt wird angesprochen und zeigt, wie interessant es ist, die inneren Bezüge sowohl zwischen diesen Aspekten als auch im Aufbau der Schrift selbst zu entdecken. Dabei wird auch ein Ausblick auf das quid ad nos gegeben, indem deutlich wird, dass diese Aspekte existenzielle Fragen der Menschheit sind, dass sie gleichsam zeitlos sind und ihre Diskussion für uns von größter Bedeutung ist. Reaktionen der Lernenden Eingesetzt habe ich die PowerPoint-Präsentation in der Einführungsstunde zu Ciceros De re publica in einem Grundkurs der 13. Jahrgangsstufe. Sie wurde von den Schülerinnen und Schülern begeistert aufgenommen und war Ausgangspunkt eines Gespräches über Entstehungszeit und Bedeutung des Werkes. Dass der Versuch, eine Erwartungshaltung aufzubauen und zu einer Auseinandersetzung mit dem Werk zu motivieren, gelungen war, zeigte vor allem der geäußerte Wunsch, zusätzlich zu den ausgewählten lateinischen Textpassagen ausgelassene Partien in deutscher Übersetzung zu lesen, um die angedeuteten Bezüge innerhalb des Werkes erkennen zu können. Auch die textpragmatischen Kenntnisse konnten von den Schülerinnen und Schülern bei der Textarbeit reorganisiert werden. Arbeitsaufwand Dem möglichen Einwand, dass die Erstellung von PowerPoint-Präsentationen einen zu großen Arbeitsaufwand erfordert, kann entgegnet werden, dass die Präsentationen mehrfach einsetzbar sind und dass einzelne Folien für andere Präsentationen verwendet werden können (in diesem Fall etwa die Folie zu Ciceros Biographie bei einer Einführung zu den Reden gegen Verres, diejenigen zum Zeitalter des Bürgerkrieges bei einer Einführung zu Sallusts Schriften). Die PowerPoint-Präsentation kann über die Funktion der effektiven Einführung in ein neues Thema hinaus auch Einstieg in ein die Lektüre begleitendes Projekt sein. Bearbeiten und Ergänzen der Folien Beispielsweise könnten die Schülerinnen und Schüler durch die Erstellung weiterer Folien zu den verschiedenen Etappen innerhalb Ciceros Biographie auf Basis einer Internetrecherche an die Arbeit mit neuen Medien herangeführt werden und zugleich die Inhalte der einführenden Präsentation vertiefend bearbeiten. Motivation: Kurioses aufstöbern Diese Arbeit regt durch das Aufstöbern von historisch bedeutsamen Fakten oder gar witzigen Begebenheiten zu einer weitergehenden Beschäftigung mit dem Thema der Lektüre und damit auch zu weiteren Recherchen an. Übung für Referate Auf diese Weise könnten Lehrervortrag und Schüleraktivität sinnvoll und effektiv miteinander verknüpft und zugleich der Umgang mit PowerPoint geübt werden, so dass die methodischen Voraussetzungen für weitere, selbstständig erstellte Präsentationen etwa im Rahmen von Referaten geschaffen werden. Handlungsorientierung sichergestellt Da die Schülerinnen und Schüler am Ende des Projekts ein vorzeigbares Produkt, ein sichtbares Ergebnis, in der Hand haben, werden Motivation und Freude am Lateinunterricht gefördert. Dazu trägt auch bei, dass die Lernenden durch ein solches Projekt Wissen nicht nur rezipieren, sondern neues Wissen selbstständig und individuell erarbeiten und so zu einem verstärkten Könnensbewusstsein gelangen. Medieneinsatz steigert Motivation Ein durch eine PowerPoint-Präsentation unterstützter Lehrervortrag bietet gegenüber dem traditionellen, rein auf das Wort beschränkten, eine Reihe von Vorteilen: Aufmerksamkeit, Interesse und Motivation der Schülerinnen und Schüler sind wegen der positiven Grundhaltung gegenüber multimedialen Präsentationsformen ausgesprochen hoch. Visualisierungen erleichtern Zugang Bilder, graphische Elemente, Symbole und die dynamische Darstellung von Prozessen erleichtern das Verständnis und bieten visuelle Ankerpunkte sowie ein hohes Maß an Assoziationsmöglichkeiten. Außerdem werden durch den Lehrervortrag der auditive und durch die Projektion der visuelle Eingangskanal angesprochen, so dass insgesamt das gesteigerte Schülerinteresse und die Berücksichtigung mehrerer Eingangskanäle zu einer Intensivierung des Lernens und damit zu einer höheren Behaltensleistung führen. Auswahl und Ordnung der Informationen Auch für die Lehrperson bietet der Einsatz einer PowerPoint-Präsentation Vorteile, da sie zunächst für die Präsentation eine Auswahl aus der Stofffülle treffen, die ausgewählten Inhalte strukturieren und wegen der begrenzten räumlichen Kapazität einer Folie präzise, prägnant und damit einprägsam formulieren muss. Roter Faden Während des Vortrages dienen der Lehrperson selbst und den Schülerinnen und Schülern diese Thesen dann als Leitseil. Dabei muss der oder die Lehrende die sehr dichten Informationen durch weitere Erläuterungen, durch Verknüpfungen sowohl der einzelnen Aspekte untereinander als auch mit dem Vorwissen der Lernenden wieder verbinden. Mediale Unterstützung Hier wird also die Funktionalität einer PowerPoint-Präsentation ganz deutlich: Sie dient nicht als Ersatz, sondern der effektiven Unterstützung eines Lehrervortrages. Transparenz Das Gelingen einer durch PowerPoint gestützten Einführung hängt also entscheidend von der methodischen Gestaltung des Lehrervortrages ab: Er muss übersichtlich gegliedert sein, mit Mimik und Gestik unterstützt sowie durch regelmäßigen Blickkontakt begleitet werden. Zudem sollte den Schülern seine Funktion für den nächsten Unterrichtsschritt klar sein. Beachtet man diese methodischen Prinzipien eines guten Lehrervortrages, wird den Schülerinnen und Schülern die Informationsaufnahme erheblich erleichtert.

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Lernen mit elektronischen Rechtschreibhilfen

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsprojekt zum Thema "Lernen mit elektronischen Rechtschreibhilfen" fördert die Rechtschreibkompetenz in der Primarstufe. Gearbeitet wird mit der Rechtschreibprüfung im Textverarbeitungsprogramm und dem digitalen Wörterbuch des Duden. Dabei verbessern sich die Korrektur-Kompetenz und die allgemeinen Rechtschreibleistungen. Die Rechtschreibprüfung ist eine Funktion in Textverarbeitungsprogrammen wie MS Word. Als motivierender Schreibanlass für die Kinder dient Harry Potters Zauberwelt. Denkbar sind natürlich auch andere Themen. Die Kinder schreiben während des Projekts kreativ eigene Texte, korrigieren sie und drucken sie zur Motivationssteigerung zusätzlich farbig aus. Statt des bewussten Erlernens grammatikalischer Regeln gibt es Rechtschreibunterricht mit viel Spaß und Motivation. Das Unterrichtsprojekt vermittelt den Kindern, wie sie die Vorteile des Computers bei der Textproduktion und der Rechtschreibkontrolle nutzen können. Die rote Unterlegung von Wörtern durch die elektronische Rechtschreibprüfung gibt Anhaltspunkte für eventuelle Schreibfehler. Die Vorschläge zur Fehlerkorrektur sind eine Hilfe und regen zum Ausprobieren verschiedener Schreibungen an. Durch das Projekt gewinnen die Schülerinnen und Schüler mehr Sicherheit in der Rechtschreibung. Ganz nebenbei verbessern sie auch ihre Kenntnisse im Bereich der Textverarbeitung. Dazu zählt das Aufrufen von Dateien, die Bedienung der Tastatur und vieles mehr - Fertigkeiten, die im heutigen Medienzeitalter von großer Bedeutung sind. Empfehlenswert ist, dass mehrere Lehrpersonen an dem Projekt teilnehmen, weil individuelle Probleme am Computer dann schneller behoben werden können. Die Projektidee Die Projektidee entstand im Rahmen einer Examensarbeit für das erste Staatsexamen. Die Einführung in die Rechtschreibprüfung Mithilfe einer vorbereiteten Textdatei wird den Kindern die Arbeit mit der Rechtschreibprüfung und dem digitalen Wörterbuch erklärt. Die Arbeit mit der elektronischen Rechtschreibprüfung Die Kinder lernen die Möglichkeiten und die Grenzen der elektronischen Rechtschreibprüfung kennen. Die Arbeit mit dem digitalen Wörterbuch Im digitalen Duden können die Kinder gezielt orthografische Erkundungen unternehmen. Erfahrungen aus dem Unterrichtsprojekt Auch wenn die elektronischen Hilfen einmal unsinnige Korrekturvorschläge machen, können die Kinder im Umgang mit der Software viel lernen. Die Evaluation des Projekts Die Autorinnen erläutern hier detailliert die Evaluation des Unterrichtsprojekts. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Texte zu überarbeiten. erwerben Selbständigkeit in der Rechtschreibung. erlangen rechtschriftliches Normbewusstsein. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Rechtschreibhilfen zu nutzen. lernen, mit einem Textverarbeitungsprogramm zu arbeiten. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlangen mehr Selbstständigkeit im Umgang mit selbst geschriebenen Texten. Fehlerquelle Orthografie Orthografie ist seit jeher ein sensibler Fehlerbereich im Rahmen des Spracherwerbs. Die Idee des Unterrichtsprojekts "Rechtschreiben lernen mit elektronischen Rechtschreibhilfen" ist es, Rechtschreibung ohne teure Lernsoftware zu vermitteln und stattdessen die Möglichkeiten eines Textverarbeitungsprogramms wie Microsoft Word auf den Schulcomputern zu nutzen. Die Möglichkeiten der modernen Textverarbeitung sollen sinnvoll in den Unterricht integriert werden. Binnendifferenzierung möglich Im Rahmen einer Examensarbeit für das erste Staatsexamen an der Universität zu Köln wurde das Projekt im September und Oktober 2002 in einer Grundschule mit acht Schülerinnen und Schülern aus einer vierten Jahrgangsstufe durchgeführt. Das Projekt lief sechs Wochen lang parallel zum normalen Unterricht. Die acht Kinder wurden in eine rechtschreibstärkere und eine rechtschreibschwächere Gruppe eingeteilt. Jede Gruppe von vier Personen arbeitete an zwei Tagen pro Woche je eine Stunde am Computer. Die Aufteilung der Klasse in Kleingruppen erleichterte das Projekt insbesondere dann, wenn es Fragen zur Anwendung der Rechtschreibprogramme gab. Die Binnendifferenzierung ist jedoch keine zwingende Vorgabe, um das Projekt im eigenen Unterricht durchzuführen. Projektmappe mit farbigen Schreibbogen Abgesehen von der Anknüpfung an Harry Potter und die Schaffung der Schreibanlässe entstand die Motivation der Kinder auch dadurch, die selbst verfassten Texte später druckreif in einer eigenen Projektmappe zusammenzufassen. Die Kinder erhielten daher Word-Dateien mit vorgegeben farbigen Schreibbogen, in die sie ihre Texte am Computer schrieben und die sie anschließend farbig ausdrucken konnten. Alle drei Schreibbögen stehen als ZIP-Datei auch in der Rubrik Download auf der Startseite der Unterrichtseinheit zur Verfügung. Der Projekttext "Harry und Ron auf Drachenjagd" erzählt eine kurze Episode aus den Ferien von Harry und Ron bei Rons ältestem Bruder Charlie in Rumänien. Der Text, der Fehler enthält, wird den Schülerinnen und Schülern am Computer präsentiert. Er dient als Grundlage für die Erläuterungen, wie die Rechtschreibprüfung und das digitale Wörterbuch funktionieren und wie die Kinder die richtige Schreibweise eines Wortes herausfinden können. Ein Kind liest den Text zuerst laut vor, damit der Inhalt klar ist. Danach wird genauer auf den Text eingegangen. Die Fehlerkorrektur erscheint nun in einem Sinnzusammenhang. Unterschiedliche Fehlertypen, unterschiedliche Korrekturstrategien Den Kindern werden die verschieden farblich markierten Wortkategorien gezeigt, die jeweils verschiedene Korrekturstrategien erfordern. Zu den Wortkategorien zählen falsch geschriebene Wörter, bei denen die Rechtschreibprüfung Vorschläge macht und das gesuchte Wort darunter ist. Diese Wörter ("Bruhder", "stopen") sind hellblau unterlegt. falsch geschriebene Wörter, bei denen es zunächst keinen Vorschlag der Rechtschreibprüfung gibt. Ersetzt man jedoch einen falschen Buchstaben durch einen richtigen oder fügt man einen fehlenden Buchstaben ein, erscheint das gemeinte Wort in den Vorschlägen. Die hier zugehörigen Wörter ("Plöttzlisch", "fäßelt") sind rot unterlegt. Wörter, die so viele Fehler enthalten, dass auch das Ersetzen zweier Buchstaben nicht reicht, um Vorschläge zu erhalten. Beim Einsatz des digitalen Wörterbuchs wird allerdings die richtige Schreibweise geliefert. Die Wörter "Vlühgel" und "gevärlig" sind in diese Kategorie einzuordnen und gelb unterlegt. Wörter, die in dieser Schreibweise zwar im Deutschen existieren, in dem bestimmten inhaltlichen Zusammenhang jedoch nicht passend sind und somit vom Computer nicht als fragwürdig erkannt werden. Die Wörter "lasen" und "Tank" sind daher in dunkelblauer Schrift gehalten. Allerdings sind nicht beide Wörter einer Kategorie farblich im Text gekennzeichnet, sondern immer nur das erste Beispiel. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler nicht schon von vornherein wissen, welche Strategie sie anwenden müssen. Stattdessen sollen sie ausprobieren und herausfinden, welche Strategie die geeigneteste ist. Ziel des Unterrichtsprojektes ist, dass die Kinder zunehmend selbstständiger im Umgang mit ihren Texten am Computer werden und ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Computer denken nicht Neben den Erklärungen zum Umgang mit den beiden Medien weist die Lehrkraft immer wieder darauf hin, dass eine Markierung unter einem Wort nur bedeutet, dass man die Schreibweise noch einmal überdenken sollte. Sie ist demnach fragwürdig, aber nicht automatisch falsch. Die Lehrkraft betont, dass der Computer zwar die Zeichenkette und damit das ‚Wort' nicht kennt, es aber trotzdem richtig geschrieben sein kann. Zudem wird den Kindern mit den dunkelblau geschriebenen Wörtern "lasen" und "Tank" gezeigt, dass der Computer manchmal nicht merkt, wenn etwas in einem falschen Zusammenhang eingesetzt wurde, weil die Zeichenkette einem anderen richtig geschriebenen Wort entspricht. Man kann den Computer also nur als Hilfsmittel benutzen, der deutlich macht, was er nicht kennt und welche Schreibweisen fragwürdig sind. Den Kindern werden die Grenzen des Computers aufgezeigt. Nach dem Abschluss der Erklärungen haben die Schülerinnen und Schüler noch Zeit, selbst Fehler in den Text einzubauen und anschließend selbstständig zu korrigieren. Die Rechtschreibprüfung wird in diesem Projekt erst angeschaltet, wenn die Kinder ihre Texte am Computer fertig geschrieben haben. Beim Verfassen der Texte ist sie ausgeschaltet, damit der kreative Schreibprozess nicht unterbrochen beziehungsweise gestört wird. (Sie lässt sich ausschalten über Extras > Optionen > Rechtschreibung und Grammatik > Haken im ersten Kasten "Rechtschreibung während Eingabe überprüfen" entfernen.) Umgang mit unterschlängelten Wörtern Während des Projektes wird die Rechtschreibprüfung auf zwei Arten benutzt. Eine Möglichkeit ist es, sie über einen Rechtsklick auf das unterschlängelte Wort zu öffnen. Daraufhin erscheint ein Kontextmenü mit Vorschlägen. Will man einen der aufgezeigten Begriffe übernehmen, so kann man diesen anklicken und das unterlegte Wort automatisch ersetzen. Diese Ersetzungsfunktion wird den Schülerinnen und Schülern nicht erklärt. Sie sollen das Wort selbst richtig in den Text eintragen, um sich die Schreibweise besser einzuprägen. Wird die Funktion allerdings von ihnen erkannt, können sie diese selbstverständlich benutzen. Findet man unter den Begriffen, welche die Rechtschreibprüfung anbietet, nicht das richtige Wort, so kann man einfach zurück in den Text klicken und die Vorschläge ignorieren. Arbeit mit der Dialogbox Die zweite Möglichkeit, die Prüfung aufzurufen ist, das unterschlängelte Wort zu markieren und dann den ABC-Button der Menüleiste anzuklicken. Es erscheint eine Dialogbox, die Vorschläge anbietet, die man dann durch Anklicken in den Text einfügen kann. Aber auch hier wird diese Ersetzungsfunktion aus den oben genannten Gründen den Kindern nicht erläutert. Diese zweite Möglichkeit ist vorteilhafter, da man in der größeren Dialogbox alle Vorschläge finden kann, die die Prüfung angibt, während die erstgenannte nur eine Auswahl trifft. Sie hat allerdings den Nachteil, dass das unterlegte Wort im Text markiert werden muss und ein weiteres Fenster auf dem Bildschirm geöffnet wird. Dieser Vorgang ist für die Kinder zeitaufwändiger und wahrscheinlich komplizierter. Korrekturmuster Unterschlängelt die Rechtschreibprüfung ein Wort unabhängig davon, ob es orthografisch richtig geschrieben ist oder nicht, hat das Programm grundsätzlich drei Alternativen. Entweder wird kein Korrekturvorschlag präsentiert, oder einer oder mehrere Korrekturvorschläge werden angeboten, von denen einer richtig ist. Die dritte Variante ist, dass einer oder mehrere Vorschläge empfohlen werden, aber keiner davon der passende ist. Homophone und Eigennamen Probleme hat die Rechtschreibprüfung mit Homophonen wie "Stadt" und "statt". Falsch verwendete Homophone erkennt es nicht, da es lediglich die Orthografie und nicht den Sinn des Textes erfasst. Es kommt daher auch vor, dass richtig geschriebene Wörter unterlegt werden, falsch geschriebene aber nicht erkannt werden. Eigennamen und Fremdwörter sind dem Programm nur selten bekannt und werden demnach auch häufig unterschlängelt. Es wird also deutlich, dass die Rechtschreibprüfung klare Grenzen hat. Alle Hilfen, die dem Nutzer bereit gestellt werden, hängen von der Programmierung der Software und der Funktionsweise eines Computers ab. Die Rechtschreibprüfung im Test Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viele Wörter als richtig und als falsch erkannt werden, wurde die Rechtschreibprüfung mit einem Diagnostikdiktat einem Test unterzogen. Zu dem Diagnostikdiktat wurde eine Fehlertabelle mit möglichen abweichenden Schreibungen der benutzten Wörter angefertigt. Dabei war es vor allem wichtig, die computertechnischen Einstellungen der Prüfung festzulegen, da schon geringfügige Unterschiede zu anderen Unterschlängelungen führen. Die Schülerinnen und Schüler sollten so erkennen, dass ein am Computer korrigierter Text nicht automatisch fehlerfrei ist. Sie lernen damit, dass seine orthografische Richtigkeit immer von den Entscheidungen und Beurteilungen der Person abhängt, die den Text schreibt. Zusätzliche Hilfestellung Als weitere Hilfe wird während des Projektes ein digitales Wörterbuch eingesetzt. Es kann bei der Korrektur eine zusätzliche Hilfestellung sein, da es orthografische Erkundungen ermöglicht. Die während des Projekts verwendete Software aus dem Dudenverlag "Duden - Die Deutsche Rechtschreibung" beinhaltet die schreibungstolerante Suche im Wörterbuch. Handhabung des digitalen Dudens Die Benutzer geben selbstständig Wörter in das Suchfeld des Dudens ein. Es ist somit möglich, trotz abweichender Schreibweise des gesuchten Wortes die orthografisch korrekte Form zu finden. Erkennt der Duden die eingegebene Zeichenkette, bietet er Vorschläge an. Durch Anklicken des richtigen Vorschlages erhält man dann die Wörterbuchinformationen zu diesem Wort. Grenzen des Programms Ebenso wie die Rechtschreibprüfung hat der Duden Grenzen und findet nur unter bestimmten Bedingungen das gesuchte Wort. Allerdings hat man durch das Wörterbuch die Möglichkeit auch bei Wörtern mit mehr als einer Abweichung in der Schreibweise richtige Vorschläge vorzufinden, was einen klaren Vorteil zur Rechtschreibprüfung von Word erkennen lässt. Weitere Einsatzmöglichkeiten Die elektronischen Wörterbücher haben noch viele weitere Funktionen, wie die Suche mit Platzhaltern und Jokern oder die komplette Aufstellung von Wörtern mit einer bestimmten Buchstabenfolge im Deutschen. Damit können Schülerinnen und Schüler Regeln überprüfen und mit Schreibweisen experimentieren. Im Rahmen dieses Projektes für die Grundschule würde aber eine derart genaue Einführung in die Benutzung des Dudens zu weit gehen, da die Kinder die zu überprüfenden Regeln meist noch nicht verinnerlicht haben. Duden - Die deutsche Rechtschreibung (Version 3.0) 1 CD-ROM für Windows und Apple Macintosh ISBN: 3-411-06704-7 Duden - Die deutsche Rechtschreibung (Version 3.0) Informationen zur Software gibt es online im Verlagskatalog der Verlage Brockhaus, Duden und Meyer. Alternativ kann natürlich auch auf Duden Online zurückgegriffen werden: duden.de: Duden Online Im Zusammenhang mit dem methodischen Vorgehen während des Projekts ist zu beachten, dass die Rechtschreibprüfung beim Verfassen der Texte immer ausgeschaltet blieb. Sie wurde erst in der Phase der Textbearbeitung aktiviert, damit die Kinder in ihrem Schreibprozess nicht unterbrochen beziehungsweise gestört wurden. Erfolgreiche Überarbeitung der Texte Nach der Durchführung war in den Texten, die die Kinder geschrieben hatten, eine durchschnittliche Korrekturrate von 68 Prozent feststellbar. Daraus wird deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler die Texte mit den elektronischen Hilfsmitteln erfolgreich überarbeiten konnten. Sie haben ein Hilfsmittel kennen gelernt, das die Selbstständigkeit im Umgang mit der Rechtschreibung fördert, was für jedes Kind grundlegend ist. Allerdings muss ihnen auch bewusst gemacht werden, dass sie ihre Texte intensiver durchlesen, bevor die Rechtschreibprüfung eingeschaltet wird. Sie müssen beachten, dass sie einige Fehlschreibungen auch ohne Hilfe korrigieren können. Umgang mit falschen Lösungsvorschlägen Natürlich schlägt die Rechtschreibprüfung schon mal nicht geeignete Lösungen vor oder gibt mehrere Vorschläge zur Auswahl vor. Bei der die Nutzung der Rechtschreibprüfung während des Unterrichtsprojekts ließ sich allerdings erkennen, dass nur in sechs Prozent der Fälle falsche Vorschläge von den Kindern übernommen wurden. Umgang mit Mängeln der Rechtschreibprüfung Auch die Mängel der Rechtschreibprüfung in Word seien hier erwähnt. Es wird beispielsweise nicht immer alles Falsche markiert oder sogar richtig Geschriebenes fälschlicherweise unterschlängelt. Wird den Kindern die Funktionsweise der elektronischen Rechtschreibprüfung jedoch bei der Einführung erklärt, können sie diese Fehler einordnen. Ebenso bietet der digitale Duden nicht immer die richtigen Vorschläge. Aber gerade diese Mängel führen dazu, dass die Benutzer die Morphologie des Deutschen betrachten, was zu einem didaktischen Vorteil wird. Schließlich werden die Schülerinnen und Schüler so angeregt, ihre eigenen Schreibweisen und die Lösungsvorschläge der elektronischen Hilfen kritisch zu hinterfragen. Offenes und selbstständiges Lernen Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schülerinnen und Schüler nicht wie bei der Arbeit mit Papier und Stift auf die Korrektur der Lehrerkraft warten müssen, sondern sofort eine Rückmeldung erhalten. Textverarbeitungssysteme mit Rechtschreibprüfung zeichnen sich besonders durch ihre Offenheit aus. Lernprogramme hingegen sind hinsichtlich der Lernfortschritte und Arbeitsergebnisse der Kinder meist nicht offen. Textverarbeitungssysteme mit Rechtschreibhilfe arbeiten produktionsorientiert und die Kinder sind nicht auf ein eindeutig zu erreichendes Ziel festgelegt, da es für sie alternative Lösungsmöglichkeiten gibt. So können die Schülerinnen und Schüler eigenständiger und kreativer arbeiten. Lerntempo unterschiedlich: Zusatzaufgaben einplanen Im Verlauf des Projektes wurde deutlich, dass die einzelnen Schülerinnen und Schüler unterschiedlich lang am Computer arbeiteten, obwohl die Gruppen jeweils aus leistungsstärkeren und -schwächeren Kindern gebildet worden waren. Das unterschiedliche Lern- und Schreibtempo muss bei der Planung berücksichtigt werden. Um die Zeit für schneller arbeitende Kinder sinnvoll zu überbrücken, sind Zusatzaufgaben zur Orthografie oder Rechercheaufträge für den digitalen Duden denkbar. Langfristigkeit sichert Lernerfolge Aus der Erfahrung des Projekts lässt sich außerdem sagen, dass der Zeitrahmen für ein derartiges Projekt größer bemessen sein sollte. Man kann beispielsweise über ein ganzes Schuljahr an einem derartigen Projekt arbeiten. Dadurch können der Umgang mit elektronischen Rechtschreibhilfen und das kritische Bewusstsein gegenüber deren Lösungsvorschlägen langfristig trainiert werden. Rechtschreibkompetenz gesteigert Bei allen am Projekt teilnehmenden Kindern konnte trotz sehr unterschiedlicher Voraussetzungen insgesamt eine Verbesserung der Rechtschreibkompetenz festgestellt werden. Zum einen reduzierte sich die Anzahl der Fehleranteile in den Texten, zum anderen war die Interaktion mit dem Computer erfolgreich, so dass sich die Korrekturkompetenz steigerte. Binnendifferenzierung - Kein Ausgleich der Leistungsunterschiede Obwohl alle Kinder von der Arbeit am Computer profitierten, verbesserte sich die rechtschreibstärkere Gruppe im Gegensatz zur rechtschreibschwächeren Gruppe kontinuierlicher. Die bestehenden Leistungsunterschiede zwischen den beiden Gruppen konnten nicht ausgeglichen werden. Größerer Zeitrahmen wünschenswert Im Verlauf des Projektes wurde deutlich, dass die Kinder in den einzelnen Gruppen unterschiedlich lang am Computer arbeiten. Das sollte bei der Planung berücksichtigt werden, indem zum Beispiel zusätzliche kleine Übungs- oder Rechercheaufgaben gestellt werden. Aus der Erfahrung lässt sich außerdem sagen, dass für ein derartiges Projekt mehr Zeit zur Verfügung stehen sollte. Eigenständige Verbesserungen Von 437 Wörtern mit abweichenden Schreibungen konnten im Laufe der Projektzeit im Durchschnitt 68 Prozent korrigiert werden. Meist verbesserten die Kinder ihre Fehlschreibungen, ohne den Vorschlag der Rechtschreibprüfung zu übernehmen. Die rechtschreibstärkeren Kinder korrigierten insgesamt prozentual mehr, was eine stärkere Verbesserung der Korrekturfähigkeit und der Rechtschreibkompetenz zeigte als bei der rechtschreibschwächeren Gruppe. Die Korrekturquote der rechtschreibschwächeren Gruppe lag bei 59 Prozent, was zeigt, dass auch diese Kinder effektiv mit Textverarbeitungsprogrammen arbeiten können. Umgang mit markierten Wörtern Außerdem ließ sich feststellen, dass die Kinder hauptsächlich auf die markierten Wörter eingingen und diese korrigierten. 96 Prozent der korrigierten Wörter waren zuvor markiert. Einerseits sind die Markierungen durch die Rechtschreibprüfung positiv zu sehen, da sie die Kinder auf mögliche Fehler aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen. Andererseits ließen sich die Kinder - trotz Thematisierung - zu der Annahme verleiten, dass nur diese Schreibungen zweifelhaft seien. Sie "sahen" fehlerhafte Wörter ohne Markierungen oder richtige Wörter nicht mehr. Wie gut ist die elektronische Rechtschreibprüfung? Die Rechtschreibprüfung von Word markierte 79 Prozent der abweichenden Schreibungen. Das Programm zeichnet sich demnach durch eine sehr hohe Anzahl an Markierungen aus. Aus weiteren Untersuchungen wurde klar, dass die Rechtschreibprüfung bei 37 Prozent der Wörter mit abweichenden Schreibungen keinen Korrekturvorschlag macht, aber immerhin für etwa die Hälfte der Wörter ein richtiger Vorschlag zu finden ist. Zwischen 12 und 14 Prozent der Vorschläge der Rechtschreibprüfung sind falsch. Unter einem solchen nicht passenden Vorschlag der Rechtschreibprüfung kann man zum Beispiel "Risse" verstehen, wenn man "Riese" schreiben wollte, aber "Rise" geschrieben hat. Digitaler Duden durch Buchform ersetzbar Während die Rechtschreibprüfung von Word nur Vorschläge liefert, sobald ein Wort markiert ist und damit dessen Schreibung als fragwürdig kennzeichnet, kann das digitale Wörterbuch jederzeit eingesetzt werden, wenn ein Zweifel an der Schreibweise besteht. Der Duden macht insgesamt bei 19 Prozent aller Wörter mit abweichenden Schreibungen einen richtigen, bei 66 Prozent einen falschen und bei 15 Prozent gar keinen Vorschlag. Auffällig ist vor allem, dass der Duden viele falsche Vorschläge macht, jedoch fast immer einen Vorschlag anbietet. Im Nachhinein erscheint vor allen Dingen die Rechtschreibprüfung von Word als ein effektiv einsetzbares Programm. Den digitalen Duden könnte man auch durch einen Duden in Buchform ersetzen. Einsatz von Bildschirmaufzeichnungen möglich Um die Korrekturprozesse der Kinder nachvollziehen zu können, ist es bei entsprechender technischer Ausstattung möglich, auf die Bildschirmvideoaufzeichnung zurückzugreifen. Diese Videos lassen interessante Schlüsse auf das Rechtschreibverhalten und die Korrekturprozesse der Lernenden zu und sind besonders für Lehrkräfte interessant. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Arbeit am Computer nicht durch das Mitlaufen des Bildschirmaufzeichnungsprogramms beeinträchtigt wird.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

El panamá es un sombrero

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zur Erzählung "El panamá es un sombrero" zeigt, wie digitale Medien in die Behandlung literarischer Texte einbezogen werden können: Das Internet wird als Informationsquelle genutzt, um die Lernenden auf Autorin und Text einzustimmen. Zudem wird die Lektüre vorbereitet und abgerundet, indem die Lernenden eigene Texte am Computer erstellen. Oft stehen Spanischlehrkräfte vor dem Problem, geeignete literarische Texte für ihre Oberstufe zu finden. Gerade im Bereich der Jugendliteratur ist das Angebot authentischer, inhaltlich ansprechender und sprachlich nicht zu schwieriger Texte dünn. Care Santos ist eine junge katalanische Autorin, die in Spanien durch viel versprechende Jugendromane auf sich aufmerksam gemacht hat. In dieser 35-seitigen Erzählung geht es um die ersten und letztendlich enttäuschenden Erfahrungen, die die 17-jährige Aina mit der Liebe zu ihrem wesentlich älteren Cousin Ferran macht. In dieser Einheit zu einer spanischen Kurzgeschichte wurden PC und Internet in die traditionellen Phasen der Textarbeit eingebaut - und zwar nur an den Stellen, an denen ihr Mehrwert gegenüber anderen Vorgehensweisen offensichtlich ist. Ablauf der Unterrichtseinheit Die Unterrichtseinheit besteht aus drei Phasen, die denen der klassischen Lektürearbeit entsprechen. Die Erzählung "El panamá es un sombrero" Inhalt und Eignung der Erzählung für den Unterricht werden hier dargestellt. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen (in der Zielsprache) die verschiedenen Figuren der Geschichte charakterisieren. das Verhältnis der Figuren zueinander beschreiben und die jeweiligen zwischenmenschlichen Konflikte benennen und analysieren. an verschiedenen Stellen des Textes Hypothesen über offene/ungeklärte Inhalte und über den Fortgang der Geschichte aufstellen. sich in die Gedankenwelt der Protagonistin Aina hineinversetzen und dies in Texten umsetzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen über das Internet Informationen zur Autorin des Textes einholen. mit einem Präsentationsprogramm ein Kurzporträt der Autorin erstellen. mit einem Textverarbeitungsprogramm einen Leserbrief an die Redaktion einer Jugendzeitschrift schreiben. eine E-Mail an die Autorin schreiben und ihr von den eigenen Leseeindrücken und -erfahrungen berichten. Die Geschichte spielt in einem Dorf nahe Barcelona. Wie jedes Jahr verbringt die 17-jährige Aina ihre Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern in dem Landhaus der Familie. Es droht ein langweiliger Urlaub wie üblich zu werden, der zudem von Spannungen zwischen Aina und ihrem Vater begleitet wird. Als jedoch ihr seit langem im Ausland lebender Cousin Ferran seine Rückkehr nach Spanien ankündigt, verwandelt sich die familiäre Monotonie allenthalben in helle Aufregung. Die Eltern überschlagen sich in dem Ehrgeiz, ihrem Neffen, den sie für einen erfolgreichen Geschäftsmann halten, einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bereiten, und auch Aina befindet sich in einem Zustand freudiger Erwartung. Schon bald nach der Ankunft Ferrans verliebt sie sich Hals über Kopf in ihren immerhin doppelt so alten Cousin. Dieser überhäuft sie mit Geschenken, und sie hat zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, als Frau wahrgenommen zu werden. Gegen den Willen der Eltern verbringen die beiden sehr viel Zeit miteinander, und Aina wähnt sich im siebten Himmel. Nur eines bleibt bis kurz vor Schluss unklar: Warum ist Ferran nach all den Jahren zurückgekommen? Die Geschichte nimmt ein überraschendes Ende, das eine Protagonistin zurücklässt, die von ihrer ersten Liebe tief enttäuscht ist. Die Erzählung "El panamá es un sombrero" von Care Santos ist aus mehreren Gründen für den Einsatz im schulischen Spanischunterricht der Sekundarstufe II geeignet: Das Thema des Textes (die erste große Liebe) ist schülernah und bietet für die Jugendlichen einen hohen Identifikationswert. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler nachlässt, relativ gering. Vokabular und Inhalt sind zeitgemäß. Die Lernenden finden in diesem Text ihre alltäglichen Gewohnheiten (Computer, E-Mail, SMS) wieder. Der Text hält zwar auch für den fortgeschrittenen Lerner eine Vielzahl unbekannter Vokabeln bereit, liest sich dank des klaren und einfachen Schreibstils der Autorin jedoch relativ leicht. Der Text bietet eine Fülle von Schreib- und Sprechanlässen . Die Schülerinnen und Schüler können immer wieder Vergleiche zwischen den eigenen Erfahrungen und denen der Hauptfigur(en) ziehen. Die Textlänge von 35 Seiten ist überschaubar. Die Erzählung eignet sich daher als Vorbereitung auf die Lektüre längerer Ganzschriften (Romane). Die Arbeit mit den neuen Medien kann durch die Internet-Präsenz der Autorin optimal in die Lektüre des Textes eingebunden werden. Zunächst wird mit den Schülerinnen und Schülern das bereits vorhandene Vokabular zum Thema "El amor" gesammelt und in einer MindMap, die an die Wand projiziert wird oder an der Tafel entsteht, festgehalten. Im zweiten Schritt der Vorentlastungsphase sollen die Lernenden inhaltlich auf die Handlung des Textes vorbereitet werden. Zu diesem Zweck erhalten sie ein Arbeitsblatt mit Auszügen aus der spanischen Ausgabe der hinlänglich bekannten Jugendzeitschrift "Bravo". Dort werden in den Rubriken "El equipo Dr. Sommer te escucha - Desahógate" und "Tus preguntas de amor" Leserbriefe behandelt, bei denen es ebenso wie in der Erzählung um Liebesprobleme oder um Schwierigkeiten im Verhältnis mit den Eltern geht. Bereits hier gilt es, das erworbene Vokabular aufzugreifen und in selbst verfassten Kurztexten anzuwenden. Vorteile der Arbeit am PC Die Vorteile, die sich durch die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm ergeben, liegen auf der Hand: Die Lernenden können (am besten zu zweit oder zu dritt) über den Inhalt des Textes beraten, Ideen entwickeln, diese, wenn nötig, schnell wieder verwerfen und schließlich den entworfenen Text gemeinsam überarbeiten, ergänzen, korrigieren und nach eigenen Vorstellungen formatieren. Vor Beginn der eigentlichen Lektüre bietet es sich in einem dritten Vorbereitungsschritt an, die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Autorin des zu lesenden Textes einholen zu lassen. Hierfür wiederum ist das Internet das am besten geeignete Medium. Wie viele andere Autorinnen und Autoren hat auch Care Santos eine eigene Homepage: Care Santos Hier finden Ihre Lernenden allerlei Wissenswertes zur Schriftstellerin. Für die Recherchearbeit stehen zwei Arbeitsblätter zur Verfügung, die im Bedarfsfall auch zur Binnendifferenzierung genutzt werden können. Steckbrief von Care Santos Sofern es die technischen Voraussetzungen und der zeitliche Rahmen zulassen, können die Lernenden darüber hinaus den Auftrag erhalten, mit dem Präsentationsprogramm "Powerpoint" ein Kurzporträt von Care Santos zu erstellen. Dabei sollen sie zum einen den zu erstellenden Text in Sinnabschnitte gliedern und zum anderen zusätzliche Komponente wie Bilder, ClipArts oder Fotos verwenden, die den Text visuell unterstützen. Die erstellten Präsentationsfolien sollten allerdings in ihrer Zahl deutlich begrenzt sein, da sonst ein zielgerichtetes und ergebnisorientiertes Arbeiten mit dem Programm leicht aus dem Blick gerät und in eine wenig produktive Spielerei ausarten kann. Nach dem ersten Abschnitt bietet sich eine erste Reflexionsphase an, um die verschiedenen Hauptfiguren der Handlung zu charakterisieren. Diese Personencharakterisierung erfolgt im Unterrichtsgespräch und kann auf dem entsprechenden Arbeitsblatt festgehalten werden. Im Laufe der Geschichte werden einige Vermutungen zu den Gründen für die Rückkehr Ferrans angestellt. Da diese entscheidende Frage erst am Ende der Erzählung aufgelöst wird, liegt es nahe, eine entsprechende Liste mit Textstellenbelegen anzufertigen, diese mit dem Fortgang der Lektüre zu ergänzen und darüber hinaus die Schülerinnen und Schüler selbst Hypothesen aufstellen zu lassen. Hier macht es Sinn, die Lernenden zunächst individuell arbeiten zu lassen (etwa als Hausaufgabe) und dann die Ergebnisse zusammenzutragen. Als eine Form, während des Lesevorgangs das Detailverständnis abzusichern, hat sich die Entscheidungsfrage nach dem Muster "Richtig oder falsch?" bewährt. Die Schülerinnen und Schüler müssen verschiedene Aussagen zum Inhalt des Textes auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen und gegebenenfalls berichtigen. Dabei sind sie angehalten, die betreffenden Passagen nochmals gründlich nachzulesen und sich mit Einzelheiten des Textes genauer auseinander zu setzen. Entscheidung pro oder contra el amor Die jedem literarischen Text immanenten Leerstellen eignen sich besonders, um die Kreativität der Schülerinnen und Schüler herauszufordern. Dabei liegt es in der Hand des oder der Unterrichtenden, zusätzliche Leerstellen durch Kürzungen und Auslassungen zu schaffen. Eine solche Gelegenheit bietet sich beispielsweise auf Seite 31. Die Protagonistin Aina stellt hier eine Pro- und Contra-Liste über ihren Cousin auf, um ihre Gedanken zu ordnen. Diese Textstelle auszuschneiden und von den Schülerinnen und Schülern ausfüllen zu lassen, bringt zwei Vorteile mit sich: Erstens müssen die Lernenden auch hier zeigen, dass sie die wesentlichen Aspekte der Handlung erfasst haben, und zweitens müssen sie einen Perspektivwechsel vollziehen und sich in die Hauptfigur hineinversetzen. Außerdem erweist es sich als reizvoll, abschließend die Lösungen der Lernenden mit dem Originaltext zu vergleichen. Carta al equipo Dr. Sommer Im Sinne einer kreativen Ergebnissicherung sollen die Schülerinnen und Schüler zunächst aus der Sicht der Protagonistin einen Leserbrief an das Dr. Sommer-Team verfassen. Da sie mit dieser Art von Aufgabenstellung bereits vertraut sind, wird es ihnen nicht schwer fallen, einen emotionalen Zugang zu diesem Arbeitsauftrag zu finden. Die Schwierigkeit wird vor allem darin bestehen, die Geschehnisse aus der Geschichte in der gebotenen Kürze zusammenzufassen und einen authentisch wirkenden Hilferuf an die spanische Bravo-Redaktion zu schreiben. Kontakt zur Autorin Den Abschluss dieser Unterrichtseinheit zu "El panamá es un sombrero" bildet eine gemeinsame E-Mail an Care Santos. Auf ihrer Homepage weist die Autorin darauf hin, dass sie in regem E-Mail-Kontakt zu ihren Lesern steht und bemüht ist, jede einzelne Mail zu beantworten. In der Hoffnung, dass sich daran bis zur Durchführung der Unterrichtseinheit nicht geändert hat, sollen die Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit einen Kurzkommentar (bis zu fünf Zeilen) zur gelesenen Geschichte verfassen oder einige Fragen an die Autorin richten. Diese werden von der Lehrperson gesammelt, mit ein paar begleitenden Anmerkungen versehen und dann in einer Mail an die Autorin verschickt. Empfehlenswert wäre unter Umständen eine vorherige Kontaktaufnahme seitens des oder der Unterrichtenden. Sollte - aus welchen Gründen auch immer - eine Korrespondenz nicht zustanden kommen, muss es wohl oder übel bei einem imaginären E-Mail-Kontakt bleiben. Allgemeiner Mehrwert Der Mehrwert, den eine Internetrecherche zu Care Santos für die Unterrichtseinheit bringt, ist offenkundig: Die Schülerinnen und Schüler gelangen sehr schnell an die gewünschten Informationen und können ihren (hoffentlich vorhandenen) Wissensdurst unmittelbar stillen. Der virtuelle Kontakt mit der Autorin verstärkt bei ihnen das Gefühl, dass sie es nicht mit einer abstrakten Figur zu tun haben, sondern mit einer leibhaftigen Person, deren Lebenserfahrungen direkt in das literarische Schaffen einfließen. Die Informationsbeschaffung durch das Internet entspricht den Gewohnheiten der Jugendlichen und hat somit einen unmittelbaren Bezug zu ihrer außerschulischen Lebenswelt . Kommunikation schafft Motivation Die Möglichkeit, direkt mit dem Autor oder der Autorin eines in der Schule gelesenen Werkes "ins Gespräch zu kommen" - und dies zudem in der Fremdsprache -, bietet sich den Schülerinnen und Schülern sicherlich relativ selten. Insofern hat hier der Einsatz der neuen Medien ohne Frage seinen besonderen Reiz und eine besondere Legitimation. Die Lernenden haben (im günstigsten Fall) die Gelegenheit, ihre Leseeindrücke unmittelbar an die Autorin weiterzuleiten und eventuell einige Gedanken auszutauschen. Eine höhere Anforderung kann ein schülernaher und praxisorientierter Fremdsprachenunterricht wohl kaum erfüllen. Motivation Computergestützte Präsentationsformen haben im heutigen Fremdsprachenunterricht insofern ihre Berechtigung, als sie zunächst einmal ein hohes Motivationspotential freisetzen. Die eigenen Produkte in ansprechender Form zu präsentieren, kann auch bei weniger interessierten Schülerinnnen und Schülern einen ungeahnten Arbeitseifer auslösen. Attraktion Zum zweiten ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Präsentation der Arbeitsergebnisse ins Leere läuft, deutlich geringer. Eine hohe Aufmerksamkeit ist nahezu garantiert. Qualifikation Drittens stellt das Erstellen einer Multimedia-Präsentation eine Fertigkeit dar, die den Schülerinnen und Schülern später in zahlreichen Berufen abverlangt wird. Nicht zuletzt deswegen hat eine solche Arbeitsform auch in einer Unterrichtseinheit zu einem literarischen Text ihren Platz.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Prozentrechnen mit der Übungssoftware "Prozent"

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Prozentrechnen" zeigt, wie Sie Übungsphasen mithilfe einer Software gestalten und so zur Variation des Mathematikunterrichts beitragen.Kenntnisse in den Themengebieten Prozent- und Zinsrechnung sind im Mathematikunterricht von grundlegender Bedeutung. Der Computer lässt sich in diesen Themengebieten sehr sinnvoll als Übungsmedium nutzen. Robert Rothhardt hat mit seiner Freeware "Prozent" eine Software entwickelt, die alle Anforderungen an ein Übungsprogramm erfüllt und die für Schülerinnen und Schüler einfach und ansprechend gestaltet ist. Hierbei werden die Schüler mit verschiedenen Aufgabentypen konfrontiert. Anschließend können sie ihre eigenen Leistungen selbstständig überprüfen.Zur Vorbereitung des Einsatzes der Übungssoftware "Prozent" findet zunächst eine arbeitsteiligen Gruppenarbeit statt. Hierbei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Aufgabentypen auseinander, mit denen sie auch im Rahmen der Übungssoftware "Prozent" konfrontiert werden, die jedoch möglicherweise nicht oder eher selten im Unterricht behandelt wurden. Der Transfer mathematischer Inhalte auf unterschiedliche Aufgabentypen soll ihnen hierdurch erleichtert werden. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden anschließend anhand von Plakaten präsentiert und können auch in der späteren Übungsphase jederzeit zur Hilfestellung herangezogen werden. Je nach technischer Voraussetzung kann die Übungsphase am PC schließlich in Einzel- oder Partnerarbeit stattfinden. Mithilfe des Übungsprogramms gelingt an dieser Stelle eine höhere Motivation der Schülerinnen und Schüler. Außerdem werden sie mit einem Programm konfrontiert, das sie auch selber zu Hause nutzen können, um entsprechende Aufgaben zu üben.Die Schülerinnen und Schüler wenden in arbeitsteiliger Gruppenarbeit ihr Wissen in den Gebieten Prozent- und Zinsrechnung auf verschiedene Beispielaufgaben an. stellen ihre Lösungswege und Ergebnisse der Klasse vor. lernen den Computer als Lern- und Übungsmedium kennen. lernen die Übungssoftware "Prozent" kennen und setzen sich selbstständig mit dieser auseinander. transferieren die vorgestellten Lösungsansätze selbstständig auf analoge Aufgaben.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Primarstufe

Racism in Britain

Unterrichtseinheit

Die Einheit soll einen ersten Einblick in die Schwierigkeiten, die Minderheiten noch heute in Großbritannien haben, geben. Ausgehend von einem Lied von Linton Kwesi Johnson sollen die Lernenden sich in die Problematik einarbeiten, indem sie die Verweise im Songtext klären und einen eigenen Hypertext erstellen. Auf diesem Wege entsteht ein eigenes Produkt. Geplant und durchgeführt wurde diese Reihe in der 11. Klasse der gymnasialen Oberstufe. Obwohl sich das Lied auf die Rassenunruhen in den 70er Jahren bezieht, ist das Thema auch heute noch nicht nur in Großbritannien aktuell. Das werden auch Ihre Lernenden bei der Bearbeitung erkennen, denn man stößt immer wieder auf neue Online-Artikel, die sich mit der Thematik auseinandersetzen. Der Arbeit am Thema werden zwar durch die Vorgabe, einen Songtext zu einem Hypertext umzuarbeiten, enge unterrichtliche und zeitliche Grenzen gesetzt. Die Einheit ermöglicht aber durch ihre offene Planung, die selbst zu formulierenden Aufgabenstellungen und die arbeitsteilige Lösung eine Vielzahl von Betätigungsmöglichkeiten. Ablauf der Unterrichtseinheit Die Einheit besteht aus 14 Stunden, die gut organisiert sind. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Liedtext in eine Hypertextstruktur transformieren. lernen, Fragen an einen Text zu stellen und nach Antworten zu suchen. eine Übersetzung oder Transkription des stark dialektal geprägten Textes anfertigen. sich gezielt, kritisch und möglichst eigenständig mit dem Thema "Racism in Britain" auseinander setzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Recherchemedium erkennen und nutzen. sich mit authentischen Materialien auseinander setzen. ihren Umgang mit Suchmaschinen vertiefen. eigenständig eine Internetseite erstellen. Online-Wörterbücher nutzen lernen. Thema Transformation eines Liedtextes zum Thema "Racism" in eine Hypertextstruktur Autor Roland Möllers Fach Englisch Zielgruppe Sek. II Referenzniveau ab Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung Zeitraum 14 Stunden Technische Voraussetzungen ein PC mit Internetzugang für eine Arbeitsgruppe Verlaufsplan Verlaufsplan Racism in Britain Die CD Das Lied findet sich auf der CD "Dread Beat An Blood" von Linton Kwesi Johnson (1975). Roter Faden Die Vorbesprechung kann am Ende der vorhergehenden Einheit stehen. Hier wird das Projekt inhaltlich und organisatorisch kurz umrissen. Den Schülerinnen und Schülern wird die Option vorgestellt daran mitzuarbeiten. Sie wissen, dass es um einen Song von Linton Kwesi Johnson geht, der in 14 Stunden zu einem Hypertext verarbeitet werden soll. Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch einen roten Faden und von Anfang an ein Ziel vor Augen. Die Lernenden erhalten den Songtext als Datei oder als Ausdruck. Vorentlastung Um den Song zu entlasten (Inhalt und Wortschatz) und um ihn an die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler anzubinden, wird eine MindMap zum Thema "Reggae" erstellt. Danach wird der Song zunächst einmal gehört, und erste Höreindrücke werden gesammelt. Je nach Verständnis und Wunsch kann der Song ein zweites Mal mit oder ohne Textvorlage gehört werden. Ein erstes Textverständnis wird sichergestellt. Sprachliche Besonderheiten werden geklärt. Textarbeit Im zweiten Teil der Doppelstunde soll in arbeitsteiliger Gruppenarbeit eine Transkription des Textes in British English erstellt werden. Dazu wird zunächst die Gruppenarbeit methodisch eingeführt, danach werden Arbeitsgruppen gebildet und schließlich die Übersetzung mithilfe von Online-Lexika erstellt. Am Ende der Stunde soll diese zusammengeführt werden. Die Übersetzung wird von der Lehrperson eingesammelt, zur nächsten Stunde zusammengesetzt und an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Als Hausaufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler Fragen an den Text formulieren. Übersetzen im Weblog Wenn Sie und Ihre Lerngruppe geübt im Umgang mit dem Internet in der Klasse sind, bietet sich die Übersetzungs-Debatte in einem Weblog an. Dazu legen Sie einen Weblog für Ihre Gruppe an, stellen Passagen des Songtextes als Einträge ein und lassen die Übersetzung als "Kommentare" einfügen und wiederum kommentieren. Dadurch ergibt sich eine strukturierte Liste von Übersetzungsvorschlägen, die per "copy-paste" schnell in ein neues Dokument als Komplettext kopieren werden kann. Selbst Fragen stellen In der dritten Stunde wird durch die Lernenden ein Fragenkatalog entwickelt. Dadurch ist gewährleistet, dass der Erkenntnisprozess von den Schülerinnen und Schülern selbst strukturiert wird. Wiederum sollen in Gruppenarbeit die Hausaufgabe ausgewertet und der Fragenkatalog als Wandzeitung oder (Online-)Folie entwickelt werden. Erste Fragen werden beantwortet, die Formulierung einer Arbeitsintention initiiert. Dann folgt die Bildung von Arbeitsgruppen zwecks Erarbeitung der Antworten. Die Recherche findet zum größten Teil im Internet statt. Lernende leiten zur Online-Suche an Die vierte Stunde dient der Einführung in die Internet-Recherche. Ein Schüler-Experte übernimmt einen Teil der Stunde und gibt eine erste Einführung in die Online-Suche. Im zweiten Teil können die neuen Vokabeln in Kooperation der Lernenden mit der Lehrperson als MindMap strukturiert werden. Ein Arbeitsblatt oder eine Datei mit ersten Hyperlinks und nützlichen Informationen wird verteilt. Überschaubarer Recherchestart Im zweiten Teil der Doppelstunde sollen die Schülerinnen und Schüler erste Ergebnisse recherchieren. Damit ihre Recherche nicht ins Uferlose ausartet, sollen sie zunächst drei Links verfolgen und reflektieren, was sie so gefunden haben. Recherchen zum Thema In der sechsten und siebten Stunde soll die Recherche fortgesetzt werden. Die Arbeitsgruppen sollen neben der Beantwortung der Fragen einen Themenkomplex festlegen, den sie bearbeiten. Diese Liste wird noch in der ersten Stunde erstellt und allen Schülerinnen und Schülern in der zweiten Stunde zugänglich gemacht. Aktuelle Bezüge finden Aufgrund der plötzlichen Aktualität des Stephen Lawrence Case wurde in meinem Unterricht auf diesen Fall hingewiesen. Um den Schülerinnen und Schülern die Verbindung zum Thema zu zeigen, wird auf einen Leserbrief von Linton Kwesi Johnson zum New Cross Massacre verwiesen, der im Guardian veröffentlicht wurde. Diesen können die Lernenden in ihre Recherchen oder Argumentationen einbinden. Die achte und neunte Stunde wird den Schülerinnen und Schülern nochmals für die Materialbeschaffung zur Verfügung gestellt. Präsentation In der zehnten Stunde sollen die Ergebnisse der Gruppenarbeit präsentiert werden. Dies geschieht über unterschiedliche Präsentationsformen: Beamer-Präsentation, Tafel und Handout können eingesetzt werden. Wenn es die erste Präsentation der Schülerinnen und Schüler ist, sollte sie gezielt vorbereitet werden. Abschließende Analyse In der elften Stunde wird der Song erneut besprochen und mithilfe der recherchierten Erkenntnisse analysiert. Am Ende der Stunde wird das Ergebnis als Tafelbild gesichert und eine Intention des Liedtextes formuliert. Hypertextproduktion In den folgenden zwei Stunden wird der Hypertext produziert. Dazu wird geplant, wie der Hypertext aussehen soll und welche Informationen integriert werden. Danach ergeht an die einzelnen Gruppen der Arbeitsauftrag, ihre Informationen aufzubereiten und zu digitalisieren. Ein Team koordiniert die Arbeit und setzt das zentrale Dokument zusammen. Reflexion In der vierzehnten Stunde musste die Hypertextproduktion abgeschlossen werden. Inhaltlich wurde das Produkt fertig gestellt. Es gab jedoch noch einige Arbeit am Layout und an der Verlinkung einzelner Seiten. In der letzten Stunde wird der Hypertext im Klassenverband präsentiert. Abschließend erfolgt eine Reflexion der Unterrichtseinheit durch Lernende und Lehrende.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Fremdsprachen

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fremdsprachen-Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache (DaF/DaZ) oder Latein: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht. 

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