Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Schülerinnen und Schüler diskutieren in einer Gruppe
Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Hier entdecken Schülerinnen und Schüler, wie Moral und Demokratie zusammenhängen. Sie stärken ihre Argumentationsfähigkeit und erarbeiten wichtige Kompetenzen für eine demokratische Gesellschaft.

Tipp der Redaktion

Orientierungstage gestalten: Was glaubst du eigentlich?

Ein Mädchen betet still für sich
Tipp der Redaktion

Orientierungstage gestalten: Was glaubst du eigentlich?

Innerhalb dieses Projektes beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem persönlichen Glauben und ihrem Gottesbild.

Tipp der Redaktion

Selbstreflexion

Selbstreflexion vor gelbem Hintergrund in einer Sprechblase
Tipp der Redaktion

Selbstreflexion

In dieser Einheit erarbeiten die Lernenden die Grundlagen der Selbstfreundschaft und reflektieren anlässlich der Corona-Krise ihren Umgang mit sich und anderen.

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Blind ist nicht blöd! - Umgang mit Behinderten

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Behinderung werden die Schülerinnen und Schüler für Vorurteile und verletzendes Verhalten sensibilisiert, womit blinde Personen im Alltag häufig konfrontiert werden. Wie erleben blinde und sehbehinderte Menschen ihren Alltag? Mit welchen Vorurteilen werden sie konfrontiert, und wie lässt sich ein respektvolles und selbstverständliches Miteinander gestalten? In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lebensrealitäten blinder und sehbehinderter Menschen auseinander. Anhand von Filmausschnitten, Erfahrungsberichten, praktischen Übungen und digitalen Recherchen hinterfragen sie verbreitete Vorstellungen über Blindheit und reflektieren ihr eigenes Verhalten. Dabei erfahren sie, dass eine Sehbehinderung nichts über die Fähigkeiten, die Intelligenz oder die Selbstständigkeit eines Menschen aussagt. Die Lernenden beschäftigen sich mit unterschiedlichen Formen der Sehbeeinträchtigung, lernen die Brailleschrift kennen und erkunden Möglichkeiten der Orientierung und Kommunikation. Darüber hinaus entwickeln sie Ideen, wie sie Barrieren im Alltag erkennen, Unterstützung respektvoll anbieten und zu einem inklusiven Miteinander beitragen können. Blinde und sehbehinderte Menschen begegnen im Alltag nicht nur räumlichen und technischen Barrieren, sondern auch Vorurteilen, Unsicherheiten und unpassenden Hilfsangeboten. Die Unterrichtseinheit greift diese Herausforderungen auf und bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I die Möglichkeit, eigene Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Im Mittelpunkt steht ein handlungsorientierter und reflektierter Zugang zum Thema Blindheit und Sehbehinderung. Durch die Auseinandersetzung mit Erfahrungsberichten, Filmmaterial und digitalen Informationsangeboten erweitern die Lernenden ihr Wissen über unterschiedliche Lebensrealitäten. Praktische Übungen und Simulationen können ergänzend dazu beitragen, die Bedeutung des Sehens und anderer Sinneswahrnehmungen bewusster wahrzunehmen. Dabei ist eine anschließende Reflexion besonders wichtig: Solche Übungen vermitteln lediglich einzelne Eindrücke und können die tatsächlichen Erfahrungen blinder Menschen nicht vollständig abbilden. Die Schülerinnen und Schüler lernen außerdem die Brailleschrift und ausgewählte Hilfsmittel kennen. Auf dieser Grundlage erarbeiten sie Möglichkeiten, im Alltag respektvoll zu kommunizieren, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen und Unterstützung anzubieten, ohne die Selbstbestimmung anderer einzuschränken. Die Unterrichtseinheit eignet sich insbesondere für den Religions- und Ethikunterricht und bietet Anknüpfungspunkte zu den Themen Menschenwürde, Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion. Die einzelnen Materialien lassen sich flexibel einsetzen und an unterschiedliche Lerngruppen anpassen. Die Arbeitsblätter können sowohl ausgedruckt als auch digital bereitgestellt werden. Bei der digitalen Bearbeitung lassen sich die enthaltenen Links direkt aufrufen. Eine ausführliche Beschreibung des Unterrichtsverlaufs steht im Downloadbereich zur Verfügung. Die Neufassung bleibt eng an den vorhandenen Unterrichtsmaterialien und verändert nicht das ursprüngliche Konzept. Gleichzeitig rückt sie Selbstbestimmung, Barrierefreiheit, Perspektivwechsel und Inklusion stärker in den Mittelpunkt. Insbesondere wurden veraltete oder defizitorientierte Formulierungen ersetzt. Auch der Einsatz von Blindheitssimulationen wird didaktisch differenzierter eingeordnet, ohne die entsprechenden Arbeitsmaterialien auszuschließen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … erläutern die Lebensrealitäten blinder und sehbehinderter Menschen. beschreiben die Bedeutung der Brailleschrift und ausgewählter Hilfsmittel. erkennen Barrieren und entwickeln Ideen für ein inklusives Miteinander. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … entnehmen Filmen und digitalen Angeboten relevante Informationen. hinterfragen mediale Darstellungen und mögliche Vorurteile. nutzen digitale Materialien zur Erschließung des Themas Barrierefreiheit. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler … entwickeln Verständnis für die Perspektiven blinder und sehbehinderter Menschen. reflektieren eigene Vorurteile und fördern einen respektvollen Umgang. bieten angemessene Unterstützung unter Wahrung der Selbstbestimmung an. Am Schluss der thematischen Arbeit sollten die Ergebnisse und Erkenntnisse noch einmal gesammelt und gesichtet werden. Folgende Möglichkeiten der Präsentation bieten sich an: Plakate oder Poster entwerfen zum Thema "Blind ist nicht blöd!" (oder ähnlichen, selbst erdachten Slogans) Homepage zum Thema erstellen mit Infos, Tipps und Geschichten Linkliste Das Angebot an Websites und Linklisten zu dem Thema ist äußerst umfangreich, es sei hier nur eine gut strukturierte Site empfohlen, die auf jeden Fall weiter führt: BFS-NRW e.V. Linkliste vom Bund zur Förderung Sehbehinderter Landesverband NRW e.V. Inhalt Der Film erzählt von der Liebe zweier Blinder, die auf den ersten Blick keine Chance hat. Der erfolgreiche Theaterregisseur Jakob wird in der Folge eines Autounfalls blind und reagiert mit Wut und Verzweiflung. Lilly, von Geburt an blind, soll ihm helfen, sich zurecht zu finden. Jakob vertraut ihr nur zögernd, schließlich starten sie aber gemeinsam einen abenteuerlichen Trip, der ihnen auch die Augen füreinander öffnen wird. Rezeption und Diskussion Um die Rezeption des Films in gewisser Weise zu steuern, bietet sich Arbeitsblatt 1 an. Eine klassisch-schulische Einstiegsalternative, besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler, ist "blind spielen". Es wird sozusagen ein Mobilitätstraining für Blinde simuliert. Dabei können Vertrauen, das Hineinversetzen in andere, akustische und taktile Wahrnehmungen sowie vieles andere mehr konkret erfahren und geübt werden. Insofern wird direkt auf das Thema vorbereitet, hinzu kommt der Motivationseffekt durch das Bewegungsspiel. Die kleinen Verunsicherungsspiele, die die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Linkverweise auf Arbeitsblatt 3 besuchen, führen logischerweise zum nächsten Schritt, dem Sehtest. Der Sehtest, auf den Arbeitsblatt 4 verweist, wird am besten in Partnerarbeit durchgeführt, damit die geforderten zwei Meter Abstand und das gleichzeitige Hantieren mit der Maus möglich sind. Für den Sehtest wird anfangs ein 10-€-Schein gebraucht. Erworbene Blindheit kann schleichend kommen. Oft führen Augenkrankheiten auch nicht zur vollständigen Erblindung, sondern zur partiellen Sehbehinderung. Mit dem Sehbehinderungssimulator, zu dem Arbeitsblatt 5 führt, können die Schülerinnen und Schüler die Gesichtsfeldeinschränkung nachempfinden. Im Anschluss an die Online-Phase sollten die Erfahrungen unbedingt im Klassenplenum besprochen und die Konsequenzen von Sehbehinderungen (Alltagsleben, Straßenverkehr) deutlich gemacht werden. Es müsste anhand von Arbeitsblatt 6 deutlich werden, wie sehr einerseits der Alltag durch die Sehbehinderung geprägt ist, dass aber andererseits in vielerlei Hinsicht auch "normale" Tätigkeiten und Aktivitäten des Lebens möglich sind. In der Internet-Arbeit mithilfe von Arbeitsblatt 7 können die Schülerinnen und Schüler versuchen, ein wenig Braille-Schrift zu lernen. Natürlich können zentrale Tipps einfach ausgedruckt und in der Klasse besprochen werden. Möglich wäre aber auch (vor allem, wenn die Module 1 bis 5 schon durchgeführt wurden) zunächst die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit selbst Tipps entwickeln zu lassen. Ein interessantes Helfer-Angebot könnte noch anschließend diskutiert werden. Nicht nur, aber besonders für Schulen, die gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder anbieten, könnte dieses Modul sinnvoll sein, weil es um die konkrete Schulsituation geht. Mithilfe von Arbeitsblatt 9 bereiten die Schülerinnen und Schüler den Empfang einer blinden Schülerin vor und formulieren Vorabinformationen für Lehrende und Lernende.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Fridays for Future: Schule schwänzen und demonstrieren für das Klima

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit werden die Freitagsdemonstrationen vieler Schülerinnen und Schüler thematisiert. Die Lernenden gehen der Frage nach, ob der Einsatz für den Klimaschutz während der Unterrichtszeit trotz Verstoß gegen die Schulpflicht moralisch zu rechtfertigen ist und definieren den Begriff "Gerechtigkeit". Die Unterrichtseinheit greift die Frage auf, ob Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit für den Klimaschutz demonstrieren sollten. Die Lernenden setzen sich mit dem Verhältnis von Recht und Moral auseinander und entwickeln auf Grundlage von Informationen zum Klimawandel und Texten zum Begriff der Gerechtigkeit ein begründetes Urteil. Fünf Arbeitsblätter führen von der Auseinandersetzung mit den Freitagsdemonstrationen über Schulpflicht und Bildungsauftrag bis zu den naturwissenschaftlichen Hintergründen des Klimawandels. Dazu gehören ein Interview mit einem Geowissenschaftler und Texte zu Gerechtigkeit, Eigentum und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Eine optionale Aufgabe lädt dazu ein, eigene Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft zu entwickeln. Die Unterrichtseinheit ist für die Sekundarstufen I und II sowie die berufliche Bildung ausgewiesen. Sie eignet sich für den Einsatz in Ethik, Deutsch und Politik; das Interview zum Klimawandel lässt sich auch im Geographieunterricht aufgreifen. Die Materialien sind auf zwei bis vier Unterrichtsstunden angelegt und verbinden Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit mit gemeinsamen Diskussionen. Die Freitagsdemonstrationen von Fridays for Future bieten einen konkreten Anlass, über Klimaschutz, Schulpflicht und zivilgesellschaftliches Engagement zu sprechen. Im Zentrum der Unterrichtseinheit steht die Frage, wie sich die rechtliche Zulässigkeit einer Handlung von ihrer moralischen Rechtfertigung unterscheidet. Zur Klärung des Begriffs können Sie ergänzend das Lehrer-Online-Material " Was ist Moral? " heranziehen. Beginnen Sie mit der Frage, welche Informationen für eine Beurteilung der Demonstrationen nötig sind. Anschließend untersuchen die Lernenden anhand der Arbeitsblätter das Verhältnis von Schulpflicht, staatlichem Bildungsauftrag und moralischer Verantwortung. Das Interview zum Klimawandel erweitert die Diskussion um naturwissenschaftliche Informationen. In der abschließenden Erörterung können die Lernenden ihre Argumente abwägen und ein eigenes Urteil nachvollziehbar begründen. Da das Thema unterschiedliche politische und persönliche Positionen berühren kann, empfiehlt sich eine klare Gesprächsstruktur: Die Diskussion sollte sich auf Argumente und Belege beziehen, nicht auf die Bewertung einzelner Lernender. Statt die Klasse lediglich über "Recht oder Unrecht" abstimmen zu lassen, können Sie die Lernenden auffordern, die zugrunde liegenden Maßstäbe offenzulegen und Gegenargumente einzubeziehen. Für die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Argumentationsweisen zum Klimawandel bietet sich ergänzend die Unterrichtseinheit " Wie argumentieren Klimaleugnerinnen und -leugner? " an. Hinweise zur Förderung der Medienkompetenz können die Recherche und kritische Prüfung von Artikeln und Videobeiträgen unterstützen. Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob die verwendeten Informationen zum Klimawandel und die Hinweise zu schulrechtlichen Fragen noch aktuell und für Ihr Bundesland passend sind. Für eine kürzere Unterrichtszeit können Sie die optionale Vertiefungsaufgabe weglassen und die Diskussion auf die Unterscheidung zwischen Recht und Moral konzentrieren. Als Leistungsnachweis eignet sich beispielsweise eine schriftliche Stellungnahme, in der die Lernenden ihre Position mit Informationen aus den Materialien begründen und Gegenargumente berücksichtigen. Bewertet wird dabei die Qualität der Begründung, nicht die vertretene politische Position. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Legitimität und Legalität. erkennen Gesetze als gesellschaftliche Instrumente. informieren sich in Blick auf problematische Urteile mit weit reichenden Konsequenzen gründlich zu informieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihr Textverständnis und wenden Lesestrategien gezielt an. recherchieren im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Kleingruppen. bearbeiten ein emotionales Thema sachlich.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Jesus Christus: Herkunft und Geburt

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit geht es um Fragen der Herkunft Jesu Christi. Ausgehend von biblischen, neutestamentlichen Texten werden die Umstände der Geburt Jesu Christi und sein Wesen in einigen Schwerpunkten erarbeitet. Die Weihnachtserzählungen der Synoptiker Matthäus und Lukas enthalten verschiedene Schwerpunkte der Herkunft und Kindheit des Erlösers Jesus Christus. Der Evangelist Johannes bietet demgegenüber eine theologische Einführung in die Menschwerdung. Das Dogma von der Gottesmutterschaft Mariens zeigt, dass Jesus wahrer Gott ist. Mit dem Begriff Kindheitsevangelium wird konkret eine apokryphe Schrift bezeichnet, die Ende des 2. Jahrhunderts entstand. Während diese Schrift nicht zum Kanon des Neuen Testaments gehört, werden die Geburt und erste Tage Jesu nur in den kanonischen Evangelien nach Matthäus und Lukas erzählt. In diesen sogenannten Weihnachtsevangelien wird die Menschwerdung Gottes in vielerlei Hinsicht veranschaulicht. Die Vorrede des Johannesevangeliums, der sogenannte Johannes-Prolog, ist keine Weihnachtsgeschichte wie in den beiden synoptischen Evangelien nach Matthäus oder Lukas. Es ist vielmehr ein strophisch gegliederter Hymnus, der das Geheimnis der Menschwerdung Jesu Christi theologisch umschreibt. Der sprachlich und inhaltlich sehr anspruchsvolle Text kann im schulischen Zusammenhang nur in wenigen Schwerpunkten erfasst und dargestellt werden. Zum Ablauf der Unterrichtseinheit In der ersten Stunde vergleichen die Lernenden wesentliche Inhalte der beiden Weihnachtsevangelien mit dem Ergebnis, dass beide Erzählungen stark voneinander abweichen. Es sollte als Lernergebnis festgehalten werden, dass es bei den Unterschieden nicht um eine Verdrehung oder Fälschung von Tatsachen geht, sondern um eine verständliche Erklärung der Menschwerdung Gottes. Den Kern der zweiten Stunde bildet der Johannes-Prolog. Beim lauten Vorlesen werden sprachlicher Rhythmus und inhaltliche Wucht des Hymnus spürbar. Im geführten Lehrer-Schüler-Gespräch werden einige Phänomene der Textgestalt erläutert: die hymnische Form, erkennbar an der Gliederung in Versen. die redaktionellen Einschübe, die nicht in Versen formuliert sind (Verse 6-8, 15, 18). die Ähnlichkeit mit dem Schöpfungsbericht des Alten Testaments (Vers 1). die stringente Hinführung auf "Jesus Christus", das letzte Wort in Vers 17, der letzten Zeile des Hymnus. (Vers 18 ist lediglich eine Überleitung zum Folgenden.) den inhaltlichen Höhepunkt in Vers 14: "Und das Wort ist Fleisch geworden". Die formal-inhaltliche Erarbeitung des Hymnus kann bewusst in Einzel- oder Gruppenarbeit und mit den unterschiedlich differenzierten Arbeitsblättern geschehen. In der dritten Stunde widmen sich die Lernenden der Figur Maria. Selbstverständlich spielt Maria bei der Geburt Jesu eine entscheidende Rolle. In dieser Unterrichtseinheit geht es jedoch weniger um die Frau und Mutter, sondern um das Wesen des Kindes, das sie zur Welt gebracht hat: Das Jesuskind ist Gottes Sohn, mithin selbst Gott. Um dies zu bekräftigen, wird Maria seit frühester Zeit als Gottesmutter verehrt. Da diese Thematik nicht leicht begreiflich ist, wird sie auf zwei unterschiedlichen Anspruchsniveaus erarbeitet: Einmal mit einfacheren, haptisch und meditativ orientierten Methoden, und einmal mit anspruchsvolleren kognitiven, textorientierten Methoden. Die einfachere Version ist eher für Sekundarstufe I (5./6. Klasse) geeignet, die anspruchsvollere eher für Sekundarstufe II (9./10. Klasse). Mithilfe der Arbeitsblätter erschließen sich die Lernenden Aussagen über Maria, die einerseits ihre Gottesmutterschaft bekräftigen, andererseits jedoch unchristliche Irrlehren enthalten. Wenn am Ende der Stunde noch Zeit bleibt, kann gemeinsam mit der Klasse die Lauretanische Litanei gebetet werden. Litaneien gehören heute zu den unbekannteren Gebetsformen. Daher ist es nicht verkehrt, im Religionsunterricht dieses meditativ wirkende Gebet im Wechsel aus Vorbeter (Lehrkraft) und gemeinsamer Antwort der Schüler wirken zu lassen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den fachgerechten Umgang mit der Bibel, indem sie bestimmte Textstellen mithilfe der traditionellen Kapitel- und Versangaben auffinden und bearbeiten. erhalten einen Überblick über verschiedene Versionen der neutestamentlichen Weihnachtserzählungen und vertiefen ihr Verständnis dafür ansatzweise. vertiefen ihr Verständnis von Jesus Christus, wie es in den Weihnachtserzählungen seinen Ausdruck findet. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit der Bibel (online und offline). lernen ausgewählte Inhalte als Quellen für theologische Studien kennen. wiederholen und vertiefen verschiedene Arbeitsformen auf Arbeitsblättern (z.B. freie Textproduktion, Lückentext, Zuordnungsübung). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zusammen, in denen sie sich mit Respekt und Verständnis begegnen sollen. erkennen ihre Eigenverantwortlichkeit, mit der sie sorgfältig erarbeitete Gruppenergebnisse teilen müssen. erhalten Einblick in bestimmte Aspekte des Glaubens der eigenen Glaubensgemeinschaft.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gruppenarbeit mit Padlet am Beispiel "Hinduismus"

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum kooperativen Lernen mit Padlet setzen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam und zielgerichtet mit einem Thema auseinander, bearbeiten und strukturieren es in Gruppenarbeit mithilfe der Präsentationssoftware Padlet und können ihre Ergebnisse abschließend mediengestützt präsentieren. Die Arbeit mit Padlet wird exemplarisch am Beispiel eines Religionsprojektes zum Thema "Hinduismus" für die Sekundarstufe I erklärt und dokumentiert. Das beschriebene Vorgehen ist aber natürlich auch auf andere Fächer und Themen übertragbar. "T oll E in A nderer M achts" ist sowohl bei Schülerinnen und Schülern wie auch Lehrkräften ein weitverbreiteter Slogan und die Abkürzung für TEAM . Bei Gruppenarbeiten sieht man häufig einzelne Schülerinnen und Schüler, die mit Engelsgeduld die Überschrift eines Plakates ausmalen oder Bilder ausschneiden. Der Rest der Gruppe schaut häufig mehr oder weniger gelangweilt zu und beschäftigt sich anderweitig. Dies ist auch nicht verwunderlich, da es schwer ist, als Gruppe gemeinsam an einem Plakat zu arbeiten. Gleichzeitig macht es wenig Sinn, 30 Plakate pro Klasse erstellen zu lassen. Die Software "Padlet" eröffnet hier völlig neue Möglichkeiten . So können die einzelnen Gruppenmitglieder zeitgleich mit verschiedenen Computern an einem Projekt arbeiten. Sie sehen alle dieselbe grafische Oberfläche. Jede Veränderung wird simultan an allen Bildschirmen angezeigt, sodass ein wirklich gemeinsames Arbeiten möglich ist. Durch die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten setzen sich die Gruppenmitglieder kontrovers und produktiv mit Inhalt und Form auseinander und arbeiten zielgerichtet auf ein Ergebnis hin. Ein "Padlet" hat keine natürlichen Grenzen und kann beliebig erweitert werden, sodass es sich auch hervorragend für komplexere Themen und für die am Ende stehende Präsentation eignet. Für diese Unterrichtseinheit wurde das Thema "Hinduismus" in der Mittelstufe gewählt. Das Arbeitsprinzip kann jedoch beliebig auf jedes andere Sachthema in unterschiedlichen Jahrgangsstufen übertragen werden. Im Downloadbereich finden Sie ein Beispiel eines Padlets aus der Einheit “Hinduismus”. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam ein Thema und präsentieren dieses. Im Vordergrund stehen die selbständige kooperative Planung und Durchführung des Projekts. Welche Inhalte mit diesem Projekt erkannt werden können, hängt wiederum von der konkreten Themenwahl ab. Methodische Analyse Die Arbeit in der Gruppe ist immer eine Herausforderung für Schülerinnen und Schüler. Nicht alle Gruppen sind homogen und nicht alle Themen gleich einfach zu bearbeiten. Auch die Bereitschaft, sich in die Gruppe einzubringen, kann sehr unterschiedlich sein. Sehr schnell sind gruppendynamische Prozesse sichtbar und es kann zu Spannungen innerhalb der Gruppe kommen, weil jedes einzelne Gruppenmitglied die eigene Rolle finden und gleichzeitig die angenommene Rolle der anderen akzeptieren lernen muss. Die gemeinsame Arbeit am Padlet erfordert zwingend, dass sich die Gruppe über alle Einzelheiten (Layout, Inhalte, Bilder, usw.) austauscht und einigt. Das gleichzeitige Arbeiten am Dokument erfordert Rücksichtnahme und Absprache. Die Lehrkraft kann im Vorfeld die Gruppen frei einteilen oder die Schülerinnen und Schüler selbst über die Gruppenzusammensetzung bestimmen lassen. Während die meisten Schülerinnen und Schüler eine eigene Einteilung bevorzugen, hat die Einteilung im Vorfeld den Vorteil, dass bestimmte Gruppenprozesse bereits in dieser Phase beeinflusst werden können. Eine ausführliche Beschreibung der Vor- und Nachteile des Einsatzes von Padlet im Unterricht finden sich im Download "Padlet als Präsentationssoftware". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Teilbereiche eines größeren Themas und stellen dieses detailliert vor. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Software padlet.com kennen und erstellen eigene Padlets. präsentieren ihre Ergebnisse vor der Klasse mithilfe der zuvor erstellten Padlets. recherchieren eigenständig im Internet, wählen aus, wägen ab und bereiten gewählte Inhalte logisch auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Gruppen, tauschen sich aus und lernen Differenzen gemeinschaftlich zu lösen. präsentieren selbst erarbeitete Ergebnisse vor der Klasse. arbeiten verantwortungsvoll an einem gemeinsamen Projekt.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Selbstfreundschaft in Krisenzeiten

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Selbstfreundschaft in Krisenzeiten" zum Thema Selbstreflexion erarbeiten die Lernenden die evolutionären Grundlagen der Selbstfreundschaft, nähern sich den philosopischen Konzepten und erkennen, dass ein "guter" Umgang mit Mitmenschen einen verlässlichen und wohlwollenden Bezug zu sich selbst voraussetzt. Diese Unterrichtseinheit lädt zur Reflexion über Selbstfreundschaft und einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst ein. Die Arbeitsblätter informieren über die evolutionären Grundlagen der Selbstfreundschaft, geben einen Einblick in philosophische Konzepte und schließen mit Fallbeispielen sowie einem kurzen Übungsteil. Als Thema im Fach Ethik oder Philosophie macht die Auseinandersetzung deutlich, dass ein "guter" Umgang mit Mitmenschen einen verlässlichen und wohlwollenden Bezug zu sich selbst voraussetzt. Die Materialien regen dazu an, über sich selbst nachzudenken und das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu hinterfragen. Dabei üben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Fähigkeiten wie Analysieren und Reflektieren. Das Material eignet sich für den Präsenzunterricht ebenso wie für Phasen des eigenverantwortlichen Lernens. Die Arbeitsblätter können auf einer Lernplattform bereitgestellt und in Einzelarbeit bearbeitet werden. Die Fragen sind so formuliert, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht oder digital darüber austauschen können. Das Thema "Selbstfreundschaft" im Unterricht Selbstfreundschaft als Grundlage der neu entdeckten "Lebenskunst" kann auch schon in jungen Jahren erlernt werden. Sie verleiht auf zuverlässige und zwanglose Weise Stabilität, die sich insbesondere in Krisen, vor denen wahrscheinlich kein Mensch gefeit ist, bewährt. Die positive Einstellung zu sich selbst und anderen kann zudem vor einem auch gesellschaftlich bedenklichen Rückfall in zerstörerische Bewältigungsmechanismen bewahren. Die Lehrkraft sollte mit den Grundzügen antiker Lebenskunst vertraut sein. Für den Ethik-Unterricht besteht die Relevanz des Themas darin, die These, dass Selbstfreundschaft die Grundlage für soziales Handeln ist, mit Beiträgen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, wie Evolutionsforschung, Ethologie und Neurobiologie zu stützen. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten sich mit Aristoteles beschäftigt haben. Didaktische Analyse Erkannt werden kann, dass Selbstfreundschaft ein sehr ergiebiges Thema ist, über Psychologie hinaus geht, und als Thema der Ethik an die Eigenverantwortung des Einzelnen erinnert. Eigenverantwortung führt oft zu Konflikten mit etablierten Strukturen, und den Ausgleich zwischen diesem und dem Eigeninteresse herzustellen, kann ziemlich anstrengend sein. Methodische Analyse Planspiele anhand von Fallbeispielen geben dem "Trockentraining" Raum. Praktische Übungen geben gute und anwendbare Hilfen, die vertieft werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten selbstständig ein komplexes Thema. erkennen, dass Selbstkultur erarbeitet werden muss und kann. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen mit digitalen Plattformen und vernetzen sich digital. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert und zielführend allein. tauschen sich über ihre Ergebnisse aus. Aristoteles, übersetzt von O. Gigon (2001): "Nikomachische Ethik", Düsseldorf. Jahn, Andreas (2012): "Wie das Denken erwachte", Stuttgart. Lorenz, Wuketits (1984): "Die Evolution des Denkens", München. Schmid, Wilhelm (2018): "Selbstfreundschaft", Berlin. Thoele, Sue Patton (2011): "Das Abenteuer du selbst zu sein", Freiburg.

  • Religion / Ethik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

GNTM & Co.: Kritische Reflexion von Casting-Shows

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Casting-Shows im Fernsehen sollen sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe digitaler Medien eine Meinung zu diesem aktuellen und umstrittenen Thema bilden. Die Unterrichtseinheit setzt sich mit der Frage auseinander, wie unterschiedliche Personengruppen im Medienformat Germany’s Next Topmodel dargestellt und welche Botschaften damit über Schönheit, Geschlecht, Leistung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Normalität vermittelt werden. Ausgangspunkt ist die Lebenswelt der Lernenden: Viele kennen das Format direkt aus dem Fernsehen oder über soziale Medien, andere zumindest über Ausschnitte, Memes oder öffentliche Debatten. Der Einstieg greift diese Vorerfahrungen gezielt auf, indem erste Meinungen, Sehgewohnheiten und spontane Vorstellungen zu "Topmodels" erhoben werden. Im Zentrum der Einheit steht eine analytische und zugleich reflexive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Darstellungsweisen. Die Lernenden untersuchen arbeitsteilig, welche Schönheitsideale und Körpernormen in der Sendung sichtbar werden, wie mit emotionalen und psychischen Belastungen umgegangen wird, wie Machtasymmetrien zwischen Kandidatinnen und Kandidaten und Moderation beziehungsweise Jury inszeniert werden, wie männliche Kandidaten im Vergleich zu weiblichen Kandidatinnen erscheinen und wie Diversität in Bezug auf Hautfarbe, Behinderung, Körperform oder sexuelle Identität gezeigt wird. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer sichtbar ist, sondern vor allem darum, wie Menschen dargestellt, bewertet, hervorgehoben oder normiert werden. Durch das Gruppenpuzzle werden die Teilaspekte zunächst in Stammgruppen erarbeitet und anschließend in Expertengruppen zusammengeführt. So entsteht eine multiperspektivische Betrachtung, die unterschiedliche Beobachtungen miteinander in Beziehung setzt und eine eigenständige Urteilsbildung anbahnt. In der Sicherungsphase werden die Ergebnisse im Plenum präsentiert und diskutiert. Die Einheit mündet in einer persönliche Abschlussreflexion, in der die Lernenden auf ihre anfänglichen Einschätzungen zurückblicken und ihre Sicht auf das Format bewusst überprüfen. Insgesamt verfolgt die Einheit das Ziel, Medienbilder nicht nur zu beschreiben, sondern sie im Hinblick auf ihre Wirkung, ihre impliziten Wertungen und ihre gesellschaftliche Relevanz kritisch zu hinterfragen. Die Lernenden werden dazu angeregt, Darstellungen von Menschen in Unterhaltungsformaten nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern als gestaltete, interessengeleitete und diskutierbare Inszenierungen zu erkennen. Damit stärkt die Einheit Analysefähigkeit, Reflexionsvermögen und die Fähigkeit, mediale Angebote differenziert zu beurteilen. Die Wahl des Themas ist didaktisch sinnvoll, da Germany’s Next Topmodel für viele Jugendliche einen hohen Gegenwarts- und Lebensweltbezug besitzt. Formate, die Unterhaltung, Wettbewerb, Körperinszenierung und soziale Anerkennung miteinander verknüpfen, prägen Vorstellungen davon, was als schön, erfolgreich oder "normal" gilt. Die Einheit setzt deshalb an einer für die Lernenden anschlussfähigen Medienerfahrung an und führt von subjektiven Eindrücken zu einer strukturierten Analyse. Der Einstieg aktiviert Vorwissen und ermöglicht es den Lernenden, eigene Bezüge zum Lerngegenstand herzustellen. Gleichzeitig schafft er eine Grundlage dafür, dass persönliche Wahrnehmungen im weiteren Verlauf überprüft, erweitert oder auch hinterfragt werden können. Diese Lebenswelt- und Subjektorientierung ist zentral, weil der Lerngegenstand nicht abstrakt behandelt, sondern an konkrete Erfahrungen und Sehgewohnheiten der Lerngruppe angebunden wird. Die Erarbeitungsphase im Gruppenpuzzle unterstützt eine kompetenzorientierte und methodisch abwechslungsreiche Auseinandersetzung. In den Stammgruppen erschließen sich die Lernenden mithilfe von selbst recherchierten YouTube-Videos oder auch Memes aus dem Format Germany’s Next Topmodel jeweils einen Teilaspekt vertieft, in den Expertengruppen werden die Ergebnisse zusammengeführt und in größere Zusammenhänge eingeordnet. So verbindet das Verfahren selbstständige Erarbeitung, kooperatives Lernen und Perspektivwechsel und ermöglicht zugleich Binnendifferenzierung. Ein besonderer Mehrwert der Einheit liegt in ihrer Mehrperspektivität. Die Lernenden setzen sich nicht mit einer vorgegebenen Bewertung der Sendung auseinander, sondern prüfen unterschiedliche Deutungen: Sichtbarkeit kann Anerkennung bedeuten, aber auch oberflächlich inszeniert sein; Diversität kann Teilhabe fördern, aber auch zur Markierung von Andersartigkeit genutzt werden. Dadurch wird eigenständige Urteilsbildung gefördert und eine vorschnelle Moralisierung vermieden. Zugleich eröffnet die Einheit einen reflektierten Wertediskurs. Fragen nach Schönheit, Geschlecht, Behinderung, Zugehörigkeit und Anerkennung berühren immer auch gesellschaftliche Vorstellungen von Gleichheit, Gerechtigkeit und Teilhabe. Indem die Lernenden analysieren, welche Personen als Ideal erscheinen und welche eher als Abweichung markiert werden, setzen sie sich mit sozialen Normen und möglichen Ausgrenzungsmechanismen auseinander. Methodisch stützt sich die Stunde auf klare Arbeitsaufträge, transparente Leitfragen und einen nachvollziehbaren Aufbau. Das entspricht wesentlichen Qualitätsmerkmalen guter Unterrichtsmaterialien: sachrichtige und mehrperspektivische Aufbereitung, Förderung von Reflexions- und Urteilskompetenz sowie eine Struktur, die Lernende im Arbeitsprozess orientiert. Die Sicherungsphase bietet Raum, Ergebnisse zu bündeln, zu diskutieren und aufeinander zu beziehen. Die Abschlussreflexion greift die Fragen des Einstiegs erneut auf und macht so individuelle Lernprozesse sichtbar. Die Lernenden können ihre anfänglichen Einschätzungen mit ihren späteren Erkenntnissen vergleichen und daraus Schlüsse für ihren eigenen Medienumgang ziehen. Insgesamt verbindet die Einheit lebensweltorientiertes Lernen, kooperative Analyse und persönliche Reflexion auf eine Weise, die Jugendlichen eine differenzierte und kritische Auseinandersetzung mit populären Medienformaten ermöglicht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren wie Medienformate durch Bildsprache, Selektion, Narrative und Kameraführung implizite Botschaften über Normalität, Schönheit und Zugehörigkeit vermitteln und welche gesellschaftliche Wirkung diese normativen Botschaften haben. identifizieren die verschiedenen Strategien, durch die bestimmte Körper, Geschlechter und Identitäten unsichtbar gemacht, stereotypisiert oder exotisiert werden, und erkennen die dahinter stehenden Machtstrukturen. unterscheiden zwischen oberflächlicher, kosmetischer Diversität und echter struktureller Inklusion und reflektieren kritisch, wie Geschlechter-Stereotypen Gender-Rollen verstärken und welche materialen und psychischen Konsequenzen dies hat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler dekodieren die ästhetische und narrative Sprache von TV-Formaten und durchschauen, wie diese technischen Mittel Emotionen auslösen und Bedeutung konstruieren. recherchieren gezielt und systematisch nach konkreten Kandidaten-Beispielen, Statistiken, Interviews und spezifischen Szenen und belegen ihre Analysen faktenbasiert und überprüfbar statt spekulativ. reflektieren ihre eigene Rolle als Zuschauende kritisch, verstehen ihre Vulnerabilität für normative Botschaften und emotionale Manipulation, und entwickeln eine widerständige Rezeptionshaltung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten fokussiert und effizient in Stammgruppen zusammen, dokumentieren ihre Erkenntnisse sorgfältig und bereiten diese so auf, dass andere Expertinnen und Experten davon profitieren können. hören aktiv und ernsthaft anderen Expertinnen und Experten zu, nehmen die Erfahrungen von marginalisierten Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer eigenen Ausgrenzung ernst und integrieren unterschiedliche Sichtweisen zu einer kohärenten Analyse. diskutieren konstruktiv über sensible Themen (Ausgrenzung, Geschlechter-Stereotypen, Rassismus, Körper-Normativität) und formulieren klare Thesen, die sie mit Belegen begründen und gegenüber kritischen Gegenargumenten verteidigen können

  • Religion / Ethik / Pädagogik / Ich und meine Welt
  • Sekundarstufe I

Materialsammlung: christliche Feste und Feiertage

Unterrichtseinheit

In dieser Materialsammlungen sind Unterrichtsanregungen und Arbeitsmaterialien zu den christlichen Hochfesten wie Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Weihnachten für den katholischen und evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule sowie in der Sekundarstufe I und II gebündelt. Außerdem finden sich Materialien zu weiteren Festen und Feiertagen, die den Jahreskreis begleiten, und somit terminpassend eingesetzt werden können. Das Kirchenjahr zählt eine Reihe von evangelischen, katholischen und orthodoxen Feiertagen, die sich allesamt im sogenannten Jahreskreis wiederfinden. Die jährlich wiederkehrenden Fest- und Feiertage halten die christlichen Kirchen zusammen und geben ihnen Struktur. Mit dem Beginn des Kirchenjahres zum ersten Adventssonntag folgt mit Weihnachten , der Geburt Jesu Christi, das erste große Hochfest für Christen weltweit. Nach einer Pause von einigen Wochen folgt der Osterfestkreis, der von Aschermittwoch bis Pfingsten reicht. Neben den beiden Hochfesten Ostern und Weihnachten sollten die Schülerinnen und Schüler auch den Advent, die Taufe des Herrn, Aschermittwoch, die Fastenzeit, den Palmsonntag, den Gründonnerstag, Karfreitag, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam, das Reformationsfest und den letzten Feiertag im Kirchenjahr – den Christkönigssonntag;– als zentrale Hochfeste kennen. Sie zeugen von der Bedeutung des Evangeliums von Jesus Christus im Leben der Gläubigen. Jedes Fest hat bestimmte liturgische Besonderheiten, eine eigene Symbolik und eigene Bräuche, die den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt und erfahrbar gemacht werden sollten. Unsere Unterrichtseinheiten, -anregungen, Videos und Arbeitsmaterialien laden zur Auseinandersetzung mit religiöser Praxis im Rahmen des christlichen Religionsunterrichts ein. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler Merkmale, Besonderheiten und Ausdrucksformen von gelebter Religion beschreiben, geben Sie Hilfestellung zur Deutung der Feste und kommen Sie über Sinn und Gestaltung der Feiertage ins Gespräch. Wann immer es möglich ist, lassen Sie die Kinder und Jugendlichen die verschiedenen Feste mitgestalten und mitfeiern!

  • Religion / Ethik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial und News für das Fach Religion / Ethik

Hier finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im katholischen oder evangelischen Religionsunterricht, im Ethik-Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob Materialien zu Weltreligionen, Glaubenssystemen, Religionskritik, persönlicher Identität oder Lebensfragen: Dieses Fachportal bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierte Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Religions- und Ethik-Unterricht an Gymnasien, Gesamt-, Real-, Haupt- und Mittelschulen. 

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