Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht" erarbeiten die Lernenden den Stellenwert von Moral im Zusammenhang mit Demokratiefähigkeit. Sie üben dabei kognitive Grundlagen wie Urteils- und Diskurs- und Argumentationsfähigkeit.

  • Religion / Ethik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung
  • 4 Unterrichtsstunden
  • Arbeitsblatt, entdeckendes Lernen, Ablaufplan, kooperatives Lernen, Diskussion
  • 7 Arbeitsmaterialien

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Die unmenschlichen Gewaltexzesse der Weltkriege ließen gemeinsam mit der Erklärung der Menschenrechte den Ruf nach Demokratieerziehung laut werden. Nur die Demokratie hat die Kraft, mit anderen Mitteln als Gewalt zu herrschen und so Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand einzurichten. In einer Demokratie müssen Menschen miteinander kooperieren. Das bedeutet: Kooperationsfähigkeit muss und kann in allen Fächern unterrichtet werden. Bildung, die noch strikt zwischen naturwissenschaftlicher und moralischer Bildung unterscheidet, ist noch nicht in der Demokratie angekommen. Schließlich kann heute vor allem die rasante technische Entwicklung bei Missbrauch soziale Gerechtigkeit und Frieden bedrohen.

In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Lernenden anhand unterschiedlicher Beispielsituationen kritisch mit dem Begriff "Dilemma" auseinander. Dabei erarbeiten sie auch die Bedeutung von Gruppenzwang in einer Gesellschaft sowie die Voraussetzungen für moralische Handlungen.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema "Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht"

Mit dieser Unterrichtseinheit wird die Moralerziehung als ein wesentliches Instrument zur Sicherung sozialen Friedens inhaltlich und methodisch ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler gerufen. Die durchführende Lehrkraft sollte mit dem Stufenmodell Kohlbergs, Rawls' Gerechtigkeitstheorie sowie den Forderungen der Diskursethik vertraut sein. 

Didaktisch-methodische Analyse

Mit diesem Material kann erkannt werden, dass Demokratie Moral braucht. Moral als Sache jedes Einzelnen, bedeutet Verantwortung und nicht "Abhängigkeit von oben". Die damit einhergehende "eigene Meinung" kann zu Konflikten mit bestehenden sozialen Kontexten führen. Ein Beispiel dafür sind die aktuellen Freitagsdemonstrationen vieler Schülerinnen und Schüler.

Das Unwohlsein, das "Nichtkonformität" auslöst, kann überwunden werden, indem das Vertrauen in die eigenen Kognitionen und Kompetenzen gestärkt wird. Exemplarisch dient in dieser Unterrichtseinheit dazu die Dilemma-Diskussion nach dem Konstanzer Modell als Grundlage. Die Schülerinnen und Schüler werden dafür sensibilisiert, ihre Position zu vertreten und gleichzeitig miteinander zu kooperieren.

Die Lernenden setzen sich in Gruppen mit verschiedenen Dilemmata auseinander, beziehen Stellung und lernen, diese nachvollziehbar zu begründen. Damit üben sie sich in Argumentations- und Empathiefähigkeit.

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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • formulieren eine eigene Positionen und begründen diese nachvollziehbar.
  • unterscheiden zwischen Konflikt- und Lösungsebene.
  • unterscheiden zwischen Theorie und Praxis.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • üben, einem Lehrervortrag zu folgen und entnehmen längeren Texten die wesentlichen Informationen.
  • fixieren ihre Arbeitsergebnisse selbständig.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • äußern offen ihre eigene Meinung und hören anderen vorurteilslos aktiv zu.
  • lernen die Vorzüge gelungener Kooperation schätzen.

Literatur

Cohen, Martin (2010): "99 moralische Zwickmühlen", München.

Garz, Detlef (2012): "Lawrence Kohlberg zur Einführung", Hamburg.

Garz, Detlef (1998): "Moral, Erziehung und Gesellschaft", Bad Heilbrunn.

Lind, Georg (2003): "Moral ist lehrbar", München.

Lind, Georg (2000): "Ist Moral lehrbar?", Berlin.

Precht, Richard, David (2012): "Die Kunst, kein Egoist zu sein", München.

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