Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Schülerinnen und Schüler diskutieren in einer Gruppe
Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Hier entdecken Schülerinnen und Schüler, wie Moral und Demokratie zusammenhängen. Sie stärken ihre Argumentationsfähigkeit und erarbeiten wichtige Kompetenzen für eine demokratische Gesellschaft.

Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Sophie Scholl
Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

In dieser Einheit wird das Thema "Sophie Scholl und die Weiße Rose" anhand des Social-Media-Projektes @ichbinsophiescholl neu aufbereitet.

Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

Schülerin liest Zeitung
Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

In diesem Fachartikel zum Thema Leseförderung geht es darum, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler unterstützen können, die wenig oder ungern lesen.

Tipp der Redaktion

Instrumente im Zusammenspiel

Bild von Instrumenten
Tipp der Redaktion

Instrumente im Zusammenspiel

In diesem Material wird mithilfe eines Überblickvideos und eines interaktiven Arbeitsblatts das Thema "Instrumente im Zusammenspiel" bearbeitet.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
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  • Materialtyp11
  • Quelle8
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WhatsApp – Fluch oder Segen?

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "WhatsApp – Fluch oder Segen?" lernen Schülerinnen und Schüler durch Internet- und Handyrecherche die beliebte Smartphone-App "WhatsApp" näher kennen, erarbeiten Pro- und Contra-Argumente und setzen sich kritisch mit der Nutzung auseinander. Nahezu jeder junge Mensch besitzt inzwischen ein Smartphone und kommuniziert über "WhatsApp" mit dem Freundeskreis. Die beliebte Smartphone-App ist schnell installiert und ermöglicht Kommunikation und Interaktion, wann und wo immer gewollt. Die Nutzung ist meist kostenfrei im WLAN mittels Internetflatrate möglich. Doch trotz aller Vorteile kommt es auch hier häufiger zu Mobbing und die Ablenkung im Lernalltag ist groß. Daher sollten sich Schülerinnen und Schüler mit der App genauer auseinandersetzen, Vor- und Nachteile erkennen und das eigene Verhalten kritisch reflektieren. Lernrunden Die Schülerinnen und Schüller sollen sich in Lernrunde 1 zunächst mit dem Thema und dem Medium WhatsApp auseinandersetzen, damit alle auf dem gleichen Stand sind. In Lernrunde 2 lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre eigene Nutzung der App und die der anderern zu bewerten. In Lernrunde 3 wird eine Klassendiskussion vorbereitet, in der der eine Teil die Für-, der andere die Gegenargumente der Nutzung von Whatsapp beleuchtet. Auch die Suchtgefahr und ein Vergleich mit der SMS und dem sozialen Netzwerk Facebook sollen vorgenommen werden. Inwiefern die Kommunikation oder gar die deutsche Sprache durch kurze Nachrichten oder Emoticons gefährdet werden kann, wird in Lernrunde 4 besprochen und an Beispielen diskutiert. Abschließend betrachtet die Lernrunde 5 einen anderen Verwendungszweck zu dieser App, die von Polizistinnen und Polizisten in Mumbai genutzt wird. Auf dieser Idee aufbauend sollen die Schülerinnen und Schüler weitere Nutzungsmöglichkeiten erörtern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, unabhängig von der eigenen Meinung zu argumentieren. arbeiten im Team und kommen zu gemeinsamen Ergebnissen. setzen sich kritisch mit dem Thema Mediennutzung auseinander. recherchieren und bewerten Informationen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen kritischen Umgang mit dem Smartphone. lernen, mit einer App umzugehen. nutzen das Internet, um Informationen zu sammeln. visualisieren Ergebnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den vernünftigen Umgang mit Chats. lernen die Kommunikation anderer kennen und verstehen. lernen, einen sorgfältigen Umgang mit der deutschen Sprache in Chats.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Pädagogik / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Wasserwende in Deutschland?

Unterrichtseinheit

Diese fächerübergreifende Unterrichtseinheit verknüpft die höchst aktuellen Probleme Wassermangel und nachhaltiges Wirtschaften mit den klassischen Themen Wirtschaftsordnungen und Unternehmensziele.Die Schülerinnen und Schüler sollen im Verlauf mehrerer Lernrunden - anlog zur aktuellen "Energiewende" - ökonomische Lösungsmöglichkeiten für eine "Wasserwende" ausloten und ein fundiertes Werturteil dazu entwickeln. Die sechs Lernrunden sind variantenreich gestaltet (Internetrecherche, Abstimmung, Vernissage, Kanzlerberater, Online-Kommentar, Excel-Berechnungen). Ziel der Lernrunden sind keine fertigen Problemlösungen, sondern die Reflektion von praktischen Lösungsversuchen und die Entwicklung eigener Werthaltungen. Lösungsoffener Ansatz Die Unterrichtseinheit ist weitgehend lösungsoffen angelegt. Dadurch soll erreicht werden, dass die Schülerinnen und Schüler sich ernst genommen fühlen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sie sich ernsthaft und lösungsorientiert mit dem Thema auseinandersetzen und im Zuge der Lernrunden zunehmend eigene Werthaltungen und Einstellungen entwickeln. Wenn dies gelingt, hätten sie sich damit Urteilskriterien erarbeitet, die ihnen eine bessere Orientierung in einer höchst komplexen, komplizierten und natürlich auch stark interessengeleiteten öffentlichen Diskussion ermöglichen. Bezüge zu anderen Lernkonzepten Die Unterrichtseinheit hat damit ansatzweise auch den Charakter einer Fallstudie mit Bezügen zu Lernansätzen wie Szenariotechnik und Zukunftswerkstatt. Auch ein Bezug zu Dilemmata-Lernkonzepten ist gegeben, da die Schülerinnen und Schüler möglichst oft vor Entscheidungssituationen gestellt werden, die sie zu persönlichen Urteilen zwingen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich anhand einer vorgegebenen Problemsituation ganz praktisch mit volkwirtschaftlichen Steuerungsmodellen (Erwerbswirtschaftliches, Gemeinwirtschaftliches und Genossenschaftliches Prinzip) auseinander und beurteilen deren Eignung für die Lösung gesamtgesellschaftlicher Aufgabenstellungen. untersuchen die Ursachen von Wasserknappheit in Deutschland und bilden sich eine Meinung darüber. entwickeln ökologische Lösungen für das Problem der Wasserknappheit. beurteilen das Ergebnis einer Volksabstimmung zur Wasserwende. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen durch. hinterfragen gefundene Internetquellen und interpretieren sie im jeweiligen Interessenskontext. berechnen mithilfe einer Tabellenkalkulation die Wasserpreise für eine deutsche Familie. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen sie für ihre Ergebnispräsentationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. bereiten eigene Arbeitsergebnisse adressatengerecht auf. reflektieren und beurteilen konsensorientierte gesellschaftliche Steuerungs- und Lösungsmodelle. untersuchen und entwirren komplexe ökonomisch-ökologisch-soziale Verursachungszusammenhänge. entwickeln gesellschaftliche Werthaltungen in einer grundlegenden Frage der Daseinsvorsorge.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der deutsche Widerstand gegen Hitler

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit führen die Schülerinnen und Schüler eine Internetrecherche zu den Facetten des deutschen Widerstands mit anschließender quellenkritischer Analyse durch. Sie befassen sich mit den Möglichkeiten und Formen des Widerstands zwischen 1933 und 1945 sowie den Gründen des Scheiterns der Widerstandsbewegungen.Am 20. Juli 2019 jährte sich der gescheiterte Attentatsversuch Stauffenbergs zum 75. Mal. Allein dies ist Grund genug, sich im Unterricht intensiver mit dem Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" zu befassen. Jahres- und Gedenktage bringen es mit sich, dass historische Umstände und Entwicklungen allzu sehr auf ein Einzelereignis oder eine Einzelperson verkürzt werden. Die Auseinandersetzung mit dem Widerstand 1933 bis 1945 sollte diesen Fehler nicht begehen. Der 20. Juli sollte Anlass sein, sich mit den zahlreichen Facetten des Kampfes gegen das Unrechtsregime unter Hitler zu befassen. Widerstand gegen das NS-Regime als Unterrichtsthema Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in arbeitsteiliger Gruppenarbeit zu unterschiedlichen Aspekten und Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dazu zählen der Widerstand einzelner Personen, die nicht zu einer Widerstandsgruppierung gehörten, Widerstand der Wehrmacht, der "Weißen Rose", der SPD und KPD, des "Kreisauer Kreises" und Widerstand von kirchlicher Seite. Nach dem Sammeln, Sichten und Auswerten der Internetquellen sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse den anderen Arbeitsgruppen in einer eigenen Präsentation vorstellen. Sie müssen überlegen, welche Informationen sie mitteilen, wie und mit welchem Medium sie ihre Ergebnisse vorstellen. Die Internetrecherche Die Recherche im Internet ermöglicht einen raschen und gezielten Zugriff auf eine Vielzahl von Informationen, die sowohl Text- als auch Bild-, Ton- und Filmmaterial umfassen. Die Internetseiten, die von der Klasse für ihre Informationsbeschaffung benutzt werden sollen, sind ausgewählt. Das vermeidet ein zielloses Umherirren im Netz. Den Schülerinnen und Schülern wird so zwar vorgegeben, wo sie zu suchen haben, doch müssen sie die entsprechenden Fakten und Materialien selbstständig auswerten und weiterverarbeiten. Dies sind die zentralen Ziele dieser Sequenz. Bei einer anschließenden Schulung der Medienkompetenz lernen die Schülerinnen und Schüler inhaltliche und formale Kriterien kennen, mit denen sich eine Internetseite bewerten lässt (vergleiche: Online-Check: Glaubwürdigkeit von Quellen ). Didaktisch-methodische Hinweise Die Arbeitsgruppen sollen die Präsentationsform nach ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Vorlieben frei wählen. Denkbar sind zum Beispiel eine Wandzeitung, Ausstellungstafeln/-plakate, eine PowerPoint-Präsentation, Multimedia-Präsentationen oder eine Reportage. Die Lehrkraft sollte bei der Auswertung und Umsetzung der Recherche-Resultate darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler die Inhalte der Internetseiten (und anderen Quellen) nicht einfach kopieren, sondern diese eigenständig verarbeiten. Wichtig ist es auch, der Klasse zu verdeutlichen, dass nicht allein die äußere Form der Präsentation zählt, sondern in erster Linie deren Inhalte. Medienkritik Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler bei der Internetrecherche und Präsentation intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und die unterschiedlichen Aspekte des Widerstands kennen gelernt haben, sollen sie sich medienkritisch mit einer Internetseite beschäftigen. Als Leitfaden dabei dient ein Bewertungsbogen (siehe Download). Gutes Material sowie eine Online-Checkliste zur Glaubwürdigkeit und Qualität von Onlinequellen bietet die Einheit Digitale Lesekompetenz: Glaubwürdigkeit prüfen und Fake News erkennen . In Einzelarbeit füllen alle den Bogen beim Besuch der angegebenen Internetseite aus. Im Anschluss werden die Ergebnisse in der Klasse besprochen; Ziel ist eine abschließende Bewertung der Webseite. Dabei lernt die Klasse Kriterien für die Qualität einer Website kennen und muss sich kritisch mit einem Beispiel auseinandersetzen. Je nach Zeitumfang ist es auch möglich, zentrale Kriterien für die inhaltliche und formale Qualität von Internetseiten im Unterrichtsgespräch gemeinsam zu entwickeln. Gegebenenfalls überlegen die Schülerinnen und Schüler in einer vorentlastenden Hausaufgabe, was gute Informationsangebote im Internet auszeichnet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Möglichkeiten und Formen des Widerstands von 1933 bis 1945 kennen. befassen sich mit den Gründen für das Scheitern der Widerstandsbewegung. diskutieren ethische Aspekte des Widerstands gegen Unrechtsregime (eventuell fächerübergreifend mit Religion, Ethik, Philosophie). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Recherchemedium. lernen Kriterien für die Qualität von Internetseiten kennen. bewerten ihre Informationsquellen kritisch. präsentieren ihre Ergebnisse vorm Plenum, zum Beispiel mit PowerPoint oder multimedial. Geschichte im Film Es besteht auch die Möglichkeit, Einzelaspekte zu vertiefen. Hier bietet sich eine kritische Behandlung der filmischen Umsetzung historischer Sachverhalte an. Empfehlenswert ist zum Beispiel Michael Verhoevens Film "Die weiße Rose" von 1982 (als Video und DVD erhältlich). Themenblätter der Bundeszentrale für politische Bildung Eine Erweiterung kann das Thema durch eine Diskussion zu den ethischen Aspekten des Widerstandsrechts gegen Unrechtsregime erfahren. Hier bietet sich eine fächerübergreifende Arbeit zum Beispiel mit den Fächern Religion, Ethik, Philosophie an. Die Ausgabe zum 20. Juli 1944 der Themenblätter im Unterricht der Bundeszentrale für politische Bildung greift beispielsweise die Frage auf, ob das Widerstandsrecht Grenzen hat oder ob unter bestimmten Umständen selbst der Tyrannenmord als letztes Mittel legitim ist. CD-ROMs Enzyklopädie des Nationalsozialismus. Hrsg. v. W. Benz, H. Graml, H. Weiß, Digitale Bibliothek (Directmedia Publishing) 1999.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Fremd- und Zwangsarbeit: Displaced Persons in Greven

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit "Displaced Persons in Greven" beschäftigt sich mit der Frage, wie Fremd- und Zwangsarbeiter nach Ende des Zweiten Weltkriegs von der einheimischen Bevölkerung wahrgenommen wurden, denn nicht alle von ihnen konnten sofort und aus eigener Kraft in ihre Heimatländer zurückkehren. Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Während des Zweiten Weltkriegs waren zunehmend Kriegsgefangene und zwangsverpflichtete Ausländerinnen und Ausländer zur Arbeitsleistung für die deutsche Kriegswirtschaft herangezogen worden. Da nicht alle von ihnen nach Kriegsende direkt in ihre Herkunftsländer zurückkehren konnten, stellte sich den Alliierten die Aufgabe, sie bis zu ihrer Repatriierung unterzubringen und zu versorgen. Die Alliierten richteten daher Sammellager für die nun als Displaced Persons (DPs) bezeichneten Personen ein. In Greven und Reckenfeld beispielsweise wurden für die Aufnahme der DPs Privathäuser evakuiert und Teile der Orte zu "Ausländerlagern" erklärt. Reaktion der einheimischen Bevölkerung Diese Maßnahmen trafen sicherlich bei den Familien, die ihre Häuser für die DPs räumen mussten, auf wenig Gegenliebe. Noch zwanzig Jahre nach Kriegsende ist der Zeitungsartikel (M2) über diese Zeit geprägt von negativen Zuschreibungen, Unverständnis und einer einseitigen Perspektive. So wird zum Beispiel das Leid der einheimischen Bevölkerung herausgestellt, die Lebensbedingungen der DPs, die sich keineswegs freiwillig in Deutschland aufhielten, jedoch weitgehend ausgeblendet. Unterrichtliche Umsetzung Die vorliegende Unterrichtsidee bietet Material für etwa zwei Unterrichtsstunden. Durch gezielte Internet-Recherche kann das Thema jedoch detaillierter behandelt und erweitert werden. Um auch die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, sollten die Arbeitsergebnisse beispielsweise als PowerPoint-Präsentation oder Webseite dokumentiert werden. Eine Vorstellung der Ergebnisse im Plenum oder vor anderen Schulklassen ist sinnvoll, um Präsentationstechniken zu schulen.Ziel der vorliegenden Unterrichtseinheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kenntnisse über die Situation der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit sowie über die Problematik der Repatriierung erhalten. Arbeitsaufträge für Einstieg und Erarbeitungsphasen Charakterisiert ausgehend von M1 die Situation für die ehemaligen Fremd- und Zwangsarbeiter, die Alliierten und die Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges. Wie mag die Evakuierung auf die deutsche Bevölkerung in Greven gewirkt haben? Untersucht den Zeitungsartikel aus dem Jahr 1965 (M2). Mit welchen Begriffen und mit welchem sprachlichen Stil wird zwanzig Jahre nach dem Kriegsende die Zeit des DP-Lagers aus Grevener Sicht geschildert? Lassen sich Rückschlüsse auf die Reaktion direkt nach Kriegsende ziehen? Nehmt kritisch Stellung zu der Überschrift des Artikels. Würdet ihr dieser Aussage zustimmen? Zieht dabei die Hinweise zur Lebenssituation der DPs in dem Artikel mit ein. Verfasst einen Zeitungsbericht über die Situation nach Kriegsende aus der Perspektive der DPs oder der Alliierten. Weiterführende Aufgaben und Projektideen Die Schülerinnen und Schüler erforschen in ihrer Region die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, fragen nach deren Verbleib in der Nachkriegszeit und der Reaktion der einheimischen Bevölkerung. Sie recherchieren im Internet, suchen dafür in Archiven nach Akten, öffentlichen Bekanntmachungen, befragen Zeitzeuginnen beziehungsweise Zeitzeugen und nehmen Kontakt zu Initiativen auf, die sich im Rahmen der Entschädigungsverfahren vielerorts gebildet haben. Präsentation Abschließend sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse in einer PowerPoint-Präsentation oder auf einer eigenen Webseite dokumentieren. Dafür sollten auch Präsentationstechniken eingeübt werden, indem die Schülerinnen und Schüler ihr Endprodukt in der Klasse vorstellen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren die Situation der ehemaligen Fremd- und Zwangsarbeiter gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. untersuchen, wie 20 Jahre nach Ende des Krieges in der deutschen Presse über die Einrichtung der Ausländerlager berichtet wurde. hinterfragen die Lebenssituation der Displaced Persons und die Reaktionen in der deutschen Bevölkerung kritisch. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler verfassen einen Zeitungsbericht über die Situation nach Kriegsende. recherchieren allgemeine Informationen über Zwangsarbeit in Deutschland. lernen, ihre Ergebnisse medial aufzubereiten und vor der Klasse zu präsentieren.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Webtalk: Zeitleisten mit Prezi im Geschichtsunterricht

Fachartikel / Video-Tutorial

Mit der Software Prezi kann gemeinsam, multimedial und anschaulich eine Zeitleiste im Geschichtsunterricht erstellt werden. Wie das genau funktioniert, wird in diesem Webtalk erklärt. Webtalks werden bei Lehrer-Online vom Learning Lab der Universität Duisburg Essen regelmäßig angeboten; sie stellen Einsatzmöglichkeiten (privater) mobiler Geräte im Unterricht vor. Prezi ist eine webbasierte Software, mit der abwechslungsreiche Präsentationen im Sinne einer Kamerafahrt erstellt werden können. Prezi ist für Einsteiger geeignet und für Bildungseinrichtungen kostenlos. Zeitleisten mit Prezi zu erstellen hat viele Vorteile. So können die Zeitleisten mit multimedialen Elementen ausgestattet werden und sind überall verfügbar, online und offline. Die gemeinsame, zeitgleiche Bearbeitung der Zeitleisten ist mit bis zu zehn Usern möglich. Zudem können für einzelne Präsentationen Nutzerrechte vergeben werden, von privat bis öffentlich. Im folgenden Video erklärt Marc Lachmann, wie die Erstellung von Zeitleisten mit Prezi funktioniert und wie er die Software im Geschichtsunterricht einsetzt.

  • Geschichte / Früher & Heute

Kartoffeldrucke digital bearbeiten

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler sowohl den traditionellen Kartoffeldruck als auch dessen Bearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm kennen.Traditionelle Drucktechniken wie der Kartoffeldruck sind im Kunstunterricht bewährt und bei Kindern gleichsam beliebt. Doch was am Computer in wenigen Minuten mit einem Filter aus so einem Bild gemacht werden kann, fasziniert geradezu. Das Besondere daran: Selbst weniger gut gelungene Bilder können mithilfe des digitalen Filters nachbearbeitet werden.In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst ganz traditionell den Kartoffeldruck kennen und gestalten so das Grundbild mit Wasserfarben. Dieses wird abfotografiert und steht den Kindern anschließend als jpg-Datei am Computer zur Verfügung. In einem Bildbearbeitungsprogramm (zum Beispiel Ultimate Paint) setzen sie verschiedene Filtertechniken ein und verändern ihr Grundbild mehrfach, bis sie drei gute Varianten haben, die sich zum "Viererpack" mit dem Original zusammenstellen und als Fotokarte ausdrucken lassen. Passende Themenwahl Je nach Jahreszeit und Aktualität kommt eine Vielzahl an Themen für den Kartoffeldruck in Frage. Besonders geeignet sind Motive, für die nicht zu viele verschiedene Kartoffelstempel-Formen benötigt werden, zum Beispiel fallende Blätter im Herbst, blühende Bäume im Frühjahr, eine Blumenwiese mit Schmetterlingen, eine Unterwasserwelt, eine Schafherde auf der Wiese oder ein gestempeltes Muster. Klassische Methode und moderne Technik Das Arbeiten mit Stempeln ist eine uralte Kulturtechnik, die die Kinder beim praktischen Einsatz am besten kennenlernen können. Die digitale Weiterbearbeitung des Kartoffeldruckbildes motiviert die Schülerinnen und Schüler stark. Dabei bleibt das klassische Bild unversehrt erhalten, da die Fotografie des Bildes zum Einsatz kommt. Die Kinder lernen aktuelle digitale Möglichkeiten kennen und staunen, was der Computer aus ihrem Bild machen kann. Sie gewinnen die Erkenntnis, dass nicht jedes Foto, das gedruckt oder online vorliegt, dem Original entspricht. Zudem üben die Grundschüler den Umgang mit Dateien: Ordner öffnen, Datei laden, umbenennen, speichern. Gerade hierin haben viele nur wenig Übung. Die Unterrichtseinheit trainiert Medienkompetenz intensiv und praxisnah, und das ganz nebenbei. Zeitliche Planung Die Unterrichtseinheit besteht aus zwei größeren Teilen, die eine Pause verlangen, damit die Kartoffelstempelbilder gut trocknen und geglättet werden können, bevor sie fotografiert werden. Bei Grundschülern ist es empfehlenswert, dass die Lehrkraft die von den Kindern erstellten Fotografien bildgenau ausschneidet, sie auf eine angemessene Größe verkleinert und mit einem sprechenden Namen versieht, damit im Unterricht gleich mit dem Filtereinsatz begonnen werden kann. Beim Filtern kann die Lehrkraft den Kindern eine Mindestzahl an Ergebnisbildern vorgeben. Besonders fitte und schnelle Kinder können auch als Helferin oder Helfer eingesetzt werden. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Kartoffeldruck" Der Ablauf der Unterrichtseinheit "Kartoffeldruck" wird hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler malen einen mehrfarbigen Hintergrund in Aquarelltechnik. probieren Stempel aus verschiedenen Materialien aus und vergleichen sie. schneiden Kartoffelstempel in geeigneten Formen aus und testen diese. mischen passende Farben und tragen diese auf die Stempel auf. gestalten ein Bild in Drucktechnik. lernen, einen Filter in einem Bildbearbeitungsprogramm richtig anzuwenden. unterscheiden gute von weniger guten Filterergebnissen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler fotografieren ihr Bild selbst ab oder assistieren dabei. laden ihr Foto in das Bildbearbeitungsprogramm, bearbeiten es mit einem Filter, benennen es um und speichern es ab. erstellen mithilfe einer Software eine Fotomontage oder assistieren dabei. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler helfen anderen und fordern selbst Hilfe ein, wenn dies nötig ist. tauschen ihre Stempel untereinander aus. Stempelmaterial Im Lehrer-Schüler-Gespräch überlegen die Kinder, welche Möglichkeiten sich für eine Bildgestaltung mit Stempeln ergeben. Dabei stellen sie auch Vermutungen an, mit welchen Materialien man gut stempeln kann. Bei der nachfolgenden Gruppenarbeit erhält jede Gruppe einen Materialkorb (zum Beispiel mit Korken, Moosgummi, Kartoffeln, Schaumgummi, Styropor, Möhren, Lederresten, Holzstücken), Farbe und Zeichenblockpaier. Stempel-Test Die Schülerinnen und Schüler schneiden einfache Fantasieformen aus und probieren die Stempel auf ihren Blättern aus. Ihre Erfahrungen bringen sie anschließend im Klassengespräch ein. Kartoffeln lassen sich gut schneiden und sind für nahezu alle Stempelarbeiten gut geeignet. Es kann jedoch sein, dass sich für das eine oder andere Thema Stempel aus Korken oder Moosgummi besser eignen. Welche Stempelart genutzt wird, entscheidet die Klasse gemeinsam. Zum Schluss erklärt die Lehrkraft das neue Thema, bei dem die Stempel eingesetzt werden sollen. Malen mit Aquarelltechnik In dieser Einzelstunde malen die Schülerinnen und Schüler ihren Hintergrund mit Wasserfarben in Aquarelltechnik. Beispiel Herbst/Blattfall: Im unteren Bereich verwenden die Kinder Grüntöne (Wiese), im mittleren Bereich Brauntöne (Feld) und im oberen Bereich Blautöne (Himmel). Techniken Die Kinder sollten beim Malen darauf achten, nicht zu viel Farbe aufzutragen und viel Wasser zu verwenden. Überschüssige Farbe saugen sie mit Papiertaschentüchern auf. Wer mag, malt noch das Geäst eines Baumes dazu oder eine kleine Hütte. Die Bilder werden zum Trocknen ausgelegt und anschließend gestapelt und beschwert, damit sie wieder glatt werden. Kartoffelstempel ausschneiden Die Klasse arbeitet an Gruppentischen, die mit Zeitungen ausgelegt sind. Jede Gruppe schneidet eine bestimmte Menge Kartoffelstempel passend zum Thema zu (im Beispiel: Blattformen, Grasbüschel, eventuell noch Pilze und Blüten) und testet sie mit Wasserfarben auf einem Probeblatt. Die Stempel stehen danach allen zur Verfügung. Stempeln der Bilder Nun holt sich jedes Kind sein persönliches Blatt an den Platz und beginnt auf dem farbigen Hintergrund die Motive zu stempeln (im Beispiel: unten Grasbüschel, eventuell geschmückt mit wenigen Blüten oder Pilzen, auf dem ganzen Blatt fliegende Blätter, die erkennbar von einer Seite hereingeweht kommen). Alle Bilder werden nach dem Trocknen wieder beschwert und geglättet. Fotografieren mit Stativ Damit die Bilder ohne zu Verwackeln fotografiert werden können, bauen die Schülerinnen und Schüler eine Fotostation mit Stativ auf, an der die Bilder exakt von oben oder von vorne bildfüllend aufgenommen werden können. Sie fotografieren der Reihe nach ihr Bild mit einer Digitalkamera, sicherheitshalber zweimal. Diese Aufgabe könnte auch von einer Schülergruppe oder bei engem Zeitplan von der Lehrkraft für die ganze Klasse übernommen werden. Tipp: Auf gute, gleichmäßige Beleuchtung achten. Fotos am Computer zuschneiden Die Fotos müssen anschließend in der Regel an den Rändern noch zugeschnitten werden, bis nur noch das eigentliche Bild darauf zu sehen ist. Ältere Schülerinnen und Schüler können ihr Foto am Computer selbst ausschneiden, für die jüngeren bereitet die Lehrkraft die Fotos bis zur nächsten Stunde passend vor. Anleitung über den Beamer Am Beispiel eines Bildes zeigt die Lehrkraft über den Beamer, wie man das Originalbild in das Bildbearbeitungsprogramm lädt und unter einem anderen Namen im vorgegebenen Ordner abspeichert. Danach erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Filter geeignet sind und wie man sie anwendet. Gefällt das Ergebnis einer Filterung, bestätigt man sie und speichert die bereits umbenannte Datei, bevor man sie schließt und den Vorgang ausgehend vom Originalbild von vorne beginnt. Achtung: Unbedingt darauf achten, dass das Originalbild zuerst umbenannt wird, bevor die Filter zum Einsatz kommen. So wird vermieden, dass das Original verändert wird und nicht mehr zur Verfügung steht. Zur Sicherheit sollten die Originale zusätzlich in einem anderen Ordner gespeichert sein. Die Vorgehensweise (Original laden, umbenennen, filtern, speichern, Datei schließen, wieder von vorne starten) wird an der Tafel oder auf einem Handout notiert. Eigene Filterbilder erstellen Nach der Präsentation arbeiten die Schülerinnen und Schüler an den Rechnern und erstellen so lange verschiedene Filterbilder, bis mindestens drei gute Ergebnisse dabei sind. Dabei helfen sich die Kinder gegenseitig und werden von der Lehrkraft unterstützt und beraten. Bildmontage-Anleitung Wieder startet der Unterricht mit einer kleinen Präsentation am Beamer. Dabei zeigt die Lehrerin beziehungsweise der Lehrer der Klasse, wie man das Originalbild und drei weitere Filterbilder mit einem geeigneten Programm zu einem Viererpack montiert. Hier kann die bereits bekannte Bildbearbeitungssoftware zum Einsatz kommen oder die Bilder werden mit Word, oder dem Publisher zusammengestellt. Tipp: Sollen sie später ausgedruckt werden, wird eine entsprechend hohe Auflösung benötigt. Filterbilder zusammenstellen An den Arbeitsstationen helfen sich die Kinder im Anschluss an die Präsentation gegenseitig bei der Bewältigung der Aufgabe. Liegen mehr als drei Filterbilder vor, muss zunächst eine Auswahl getroffen werden. Bei sehr jungen Kindern kann dieser Arbeitsschritt auch ganz von der Lehrkraft übernommen werden, nachdem jedes Kind auf einem Plan aufgeschrieben hat, welches Bild bei ihm wohin montiert werden soll. Selbstverständlich können interessante Filterbilder auch einfach einzeln ausgedruckt werden. Wer es dagegen etwas aufwendiger mag, kann ein Plakat mit den schönsten Ergebnissen zusammenstellen und drucken lassen.

  • Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Fußball-WM 2014: Event und Proteste

Unterrichtseinheit

Im Mittelpunkt dieser fächerübergreifenden Unterrichtseinheit zum Thema "Fußball-WM 2014" steht die Auseinandersetzung mit den Protesten der WM-Kritiker. Nicht alle Menschen profitieren von der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Besonders diejenigen, die im Umfeld der neu gebauten Stadien leben, leiden unter den WM-Vorbereitungen.Schülerinnen und Schüler sollen Proteste, die sich gegen Stadionbau im Rahmen der Fußball-WM in Brasilien und die resultierende Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt richten, aufgreifen und hinterfragen. Dabei geht es um Menschenrechte, Partizipation und die Bedeutung von menschenfreundlicher Umwelt. Durch die Beschäftigung mit diesen Themen sollen Schülerinnen und Schüler für gesellschaftliches Engagement sensibilisiert werden. Das Medienereignis Fußball-Weltmeisterschaft wird in dieser Unterrichtseinheit aufgegriffen und im Hinblick auf die Ziele des globalen und weltoffenen Lernens vertieft. Schwerpunkt der Unterrichtseinheit Diese Unterrichtseinheit ist für Lerngruppen ab Klasse 10 geeignet. Im Mittelpunkt stehen nicht das WM-Turnier und dessen sportliche Seiten, sondern die Folgen der Turnierorganisation für direkt betroffene Menschen. Das Medienereignis Fußball-Weltmeisterschaft wird zum Anlass genommen, Entwicklungen in Brasilien mit Blick auf Menschenrechte und bürgerliches Engagement zu betrachten. Konkrete Themen Ausgangspunkt ist das bürgerliche Engagement in Brasilien und Europa. In der zentralen Gruppenarbeitsphase werden Probleme rund um den Bau neuer Stadien (Rolle der eingesessenen Bevölkerung, Vertreibung von Menschen, Partizipation der Betroffenen, Umweltfolgen und so weiter) thematisiert. Auch Korruption in Brasilien oder die Geschäftstüchtigkeit des ausrichtenden Weltfußballverbands FIFA können angesprochen werden. Eine besondere Bedeutung hat die Beschäftigung mit den Kampagnen, die den Protesten in Brasilien und Europa ein Gesicht geben. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "WM 2014" Der Ablauf der Unterrichtseinheit sowie die Arbeitsmaterialien werden hier kurz und verständlich erklärt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren aktuelle Informationen und Diskussionsprozesse im Rahmen der Fußball-WM 2014 in Brasilien und lernen, deren Bedeutung einzuschätzen. lernen, Hintergründe zu Protesten und Kampagnen zu erarbeiten und zu analysieren. entwickeln eine eigene Einschätzung zu aktuellen Entwicklungen. lernen, zu ausgewählten Problemkreisen eine eigene Stellungnahme argumentativ zu vertreten. setzten sich mit gesellschaftlichem Engagement auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Kommunikationsformen des Internets (E-Mail, Chat, Forum, Newsdienste) und deren Nutzen hinsichtlich Informationsbeschaffung und Meinungsbildung kennen. nutzen das Internet als Medium zur aktuellen und authentischen Recherche und lernen, die Inhalte kritisch zu reflektieren. setzen die Möglichkeiten der digitalen Medien zur Präsentation von Arbeitsergebnissen ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sowohl in Gruppen als auch selbstorganisiert. werden dazu angeregt, die gesellschaftliche Handlungsfähigkeit im globalen Wandel durch Offenheit und Innovationsbereitschaft sowie durch eine angemessene Reduktion von Komplexität zu sichern. werden dazu angeregt, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen. Zum Einstieg werden alternativ zwei verschiedene Arbeitsblätter angeboten. Schülerinnen und Schüler bringen Erwartungen und Voreinstellungen zum globalen Event "Fußball-Weltmeisterschaft 2014" in Brasilien ein. Es besteht die Möglichkeit, selbst Fragen zu entwickeln. Diese Fragen können dann auch in den folgenden Phasen aufgegriffen und besprochen werden. In der Hauptarbeitsphase werfen die Schülerinnen und Schüler in arbeitsteiliger Gruppenarbeit einen Blick auf kritische Positionen zu Entwicklungen in Brasilien und Europa. Mithilfe von Gruppenarbeitsblättern (Arbeitsblätter 3 bis 5) und Adressvorgaben im Internet werden die angesprochenen Aspekte (Proteste, Stimmen aus Brasilien, Kampagnen) betrachtet, analysiert und vertieft. Nach Abschluss der Gruppenarbeitsphase stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse im Plenum vor. In einer Schlussrunde betrachten die Schülerinnen und Schüler die Probleme mit Blick auf die Zukunft und entwickeln Handlungsperspektiven. Es bietet sich dabei an, einen Blick auf die Kampagnen zu werfen, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Fußballweltmeisterschaft 2014 ruft Konflikte hervor. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler in verschiedene Rollen schlüpfen, welche unterschiedliche Interessen vertreten. Der Bürgermeister erhofft sich einen Imagegewinn, Favela-Bewohnerinnen und Favela-Bewohner verlieren ihr Zuhause und Straßenhändlerinnen und Straßenhändler befürchten Verluste (Zeitbedarf circa zwei Stunden). kooperation-brasilien.org: Download Rollenspiel Fußball-WM 2014 (pdf) Unter diesem Link können Sie die Spielunterlagen, erstellt von Werner Würtele, herunterladen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Digitale Wirtschaft: Wohin führt die digitale Vernetzung?

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in mehreren Lernrunden aus unterschiedlichsten Perspektiven vielschichtig, differenziert und reflektiert mit den Chancen und Risiken einer vernetzten Konsumwelt auseinander. Hierfür stehen methodisch abwechslungsreiche Lernszenarien zur Verfügung.Geräte mit Internetzugang eröffnen heutzutage den schnellen Zugang zu einer nahezu unbegrenzten Welt des Konsums - mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet reichen schon aus. Doch wie wird diese Welt zukünftig aussehen? Beinhaltet sie individuelle Selbstverwirklichung und unbegrenzte Möglichkeiten oder permanente Totalüberwachung und von mächtigen Konzernen gesteuertes Konsumverhalten? Wohin entwickelt sich eine immer stärker vernetzte Wirtschaft und welche Auswirkungen hat dies? Die Lernenden loten diese Fragen im Verlauf mehrerer Lernrunden aus und entwickeln ein fundiertes Werturteil dazu. Intention Nahezu alle Jugendlichen sind nach neueren Untersuchungen inzwischen rund um die Uhr vernetzt. Digitales und analoges Leben verschwimmen zunehmend. Wie verändert diese digitale Vernetzung unser Leben, unsere Unternehmen, unsere Güter und unsere Arbeitsplätze? In neun Lernrunden setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit diesen Fragen differenziert auseinander. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Die neun Lernrunden reichen von Internetrecherchen über Streitgespräche, Statements, Pro- und Contra-Spiele, Abstimmungen, Videofilme und Fotos bis hin zu Podiumsdiskussionen. Die Lernrunden sind inhaltlich so aufgebaut, dass sie je nach zur Verfügung stehender Zeit auch unabhängig voneinander durchgeführt werden können. Ablauf der Unterrichtseinheit Ablauf der Unterrichtseinheit "Digitale Wirtschaft" Hier wird der Ablauf der Unterrichtseinheit "Digitale Wirtschaft: Wohin führt uns die digitale Vernetzung?" in Schritten erläutert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblicke in die vielschichtigen Prozesse und Auswirkungen digitaler Vernetzung, insbesondere zwischen Unternehmen und Kunden. bilden sich eine Meinung über die Auswirkungen der digitalen Vernetzungen im Bereich der Ökonomie und vertreten diese argumentativ. erhalten Einblicke in einzelne Rechtsfragen im Bereich Internet. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen zum Thema durch. hinterfragen Internetquellen und interpretieren sie im jeweiligen Interessenkontext. entwickeln ein Verständnis für Arten und Formen der digitalen Vernetzung und medialen Automatisierung. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen sie für ihre Ergebnispräsentation. erfahren eine Sensibilisierung für den Datenschutz. entwickeln die Bereitschaft, die Welt des Internets kritisch bezüglich der gesellschaftlichen Auswirkungen und der eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. arbeiten eigene Rechercheergebnisse zielgruppengerecht auf. hinterfragen ihre gesellschaftlichen Vorbilder und eigenen Aufstiegsorientierungen. entwickeln eine Skepsis gegenüber dem Glitzer der medialen Scheinwelten. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblicke in die vielschichtigen Prozesse und Auswirkungen digitaler Vernetzung, insbesondere zwischen Unternehmen und Kunden. bilden sich eine Meinung über die Auswirkungen der digitalen Vernetzungen im Bereich der Ökonomie und vertreten diese argumentativ. erhalten Einblicke in einzelne Rechtsfragen im Bereich Internet. Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen zum Thema durch. hinterfragen Internetquellen und interpretieren sie im jeweiligen Interessenkontext. entwickeln ein Verständnis für Arten und Formen der digitalen Vernetzung und medialen Automatisierung. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen sie für ihre Ergebnispräsentation. erfahren eine Sensibilisierung für den Datenschutz. entwickeln die Bereitschaft, die Welt des Internets kritisch bezüglich der gesellschaftlichen Auswirkungen und der eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. arbeiten eigene Rechercheergebnisse zielgruppengerecht auf. hinterfragen ihre gesellschaftlichen Vorbilder und eigenen Aufstiegsorientierungen. entwickeln eine Skepsis gegenüber dem Glitzer der medialen Scheinwelten. Anhand eines Fragenkatalogs beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Verhalten im Bereich des Online-Shoppings und reflektieren dieses. Anschließend erhalten sie die Aufgabe, gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ein Video mit dem Titel "Happy happy! Wir kaufen online!" zu drehen. Der Fragenkatalog und die Video-Aufgabe sind auf Arbeitsblatt 1 festgehalten. In Lernrunde 2 vollziehen die Schülerinnen und Schüler einen Perspektivwechsel - sie betrachten die Seite der Unternehmen. In Gruppen versetzen sie sich in die Lage eines fiktiven Möbelproduzenten. In dieser Rolle überlegen sie, welche Vor- und Nachteile ein Online-Shop für ein Unternehmen hat und erarbeiten Vorschläge für dessen inhaltliche Gestaltung. Die Lernenden werden anhand von Websites von Luxus-Unternehmen mit den Wünschen heutiger Konsumenten konfrontiert - und damit indirekt auch mit ihrem eigenen Konsumverhalten. Dabei liegt der Fokus auf Marken, die ein bestimmtes Image in der Öffentlichkeit besitzen. Zum Abschluss dieser Lernrunde führen die Schülerinnen und Schüler eine Befragung in den Parallelklassen oder auf der Straße durch und fertigen Videoaufnahmen von einigen Interviews an. Die Jugendlichen setzen sich in Lernrunde 4 mit den Folgewirkungen des Online-Handels und der Just-in-Time-Produktion von Versandgütern für die Umwelt auseinander und reflektieren dabei ihr eigenes Konsumverhalten. Die Lernenden formulieren eine Petition an den Bundestag, führen eine Abstimmung durch und gestalten eine Podiumsdiskussion zu der These "Den Online-Shoppern ist die Umwelt egal. Man muss sie mit härteren Gesetzen zu einem anderen Verhalten zwingen.". In der fünften Lernrunde werden die Schülerinnen und Schüler mit fast philosophischen Fragen konfrontiert: Die heutige Konsumwelt findet ihre Vorbilder in den Superreichen dieser Welt, die ihren Reichtum und ihre Exzentrik ungeniert ausleben. Sind das die richtigen Leitbilder für unser Leben? Oder sollte der Konsument nicht eher an diejenigen denken, die die Güter unter oftmals unmenschlichen Arbeitsbedingungen produziert haben? Die Lernenden beschäftigen sich mit der Frage nach der Verantwortung von Konsumenten und Produzenten und dem scheinbar zügellosen Gewinnstreben in der Wirtschaft. Die Jugendlichen werden in dieser Lernrunde mit einigen Fragen konfrontiert, die jeder Online-Käufer zu bewältigen hat, zum Beispiel "Was bedeutet "OVP"?", "Was beinhalten die AGBs?" oder "Wie sieht es mit den Bildrechten auf Facebook-Seiten aus?". Zusätzlich beantworten die Schülerinnen und Schüler in offenen und geheimen Abstimmungen einige Fragen zu ihrem eigenen Online-Verhalten. In Lernrunde 7 können die Schülerinnen und Schüler ihr Fähigkeiten als Online-Shopper unter Beweis stellen. Sie müssen unter anderem online nach einem bestimmten Produkt suchen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) dreier Versandhändler vergleichen und einen Kreditkauf abwägen. Fragen der Sicherheit sind ein wesentlicher Aspekt des Online-Konsums. Lernrunde 8 regt die Schülerinnen und Schüler zum kritischen Hinterfragen von unterschiedlichen Zahlungsarten beziehungsweise Zahlungssystemen an. Darüber hinaus wird die Beurteilung von manipulierenden Internetangeboten thematisiert. In der abschließenden neunten Lernrunde werfen die Schülerinnen und Schüler einen Blick in die Zukunft des digitalen Konsums. Anhand eines Fragenkatalogs bewerten sie in Gruppenarbeit die digitale Vernetzung für sich und die Gesellschaft. Dabei kommen verschiedene Szenarien wie intelligente Autos und Haushaltsgeräte oder der gläserne User zur Sprache.

  • Religion / Ethik / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial zum Roman "Im Westen nichts Neues"

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsmaterial zu Erich Maria Remarques Anti-Kriegs-Roman "Im Westen nichts Neues" thematisiert Schrecken und Sinnlosigkeit des Kriegs. Rezeption von Buch und Verfilmung (1930) in der Weimarer Republik veranschaulichen darüber hinaus die politische Zerrissenheit Deutschlands und nehmen das Schicksal von Kunst und Literatur in der sich ankündigenden NS-Diktatur vorweg."Es ist übrigens komisch, dass das Unglück der Welt oft von kleinen Leuten herrührt, sie sind viel energischer und unverträglicher als großgewachsene." Dieser Satz in Remarques Roman sollte sich wenige Jahre später auf fatale Weise bestätigen. Und auch wenn der Autor hiermit Recht behalten sollte, so war es sicherlich nicht diese Aussage, die zum vehementen Kampf der Nationalsozialisten gegen Buch, Verfilmung und Verfasser führten. Gründe für die ganz unterschiedliche Rezeption von Buch und Film in der Weimarer Republik und für die extreme Reaktion der Nationalsozialisten auf beide Veröffentlichungen sollen anhand dieses Unterrichtsvorschlags von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Textgrundlage und filmische Umsetzung werden dabei durch das Internet als Informations- und Materialquelle ergänzt.In literarischen Themenkomplexen des Deutschunterrichts steht in der Regel die Arbeit mit der jeweiligen Textgrundlage - einem Roman, Gedicht oder ähnlichem - im Vordergrund. Der hier vorgestellte Unterrichtsvorschlag bietet eine Möglichkeit, diesen "klassischen" Rahmen zu erweitern - zum einen auf der thematischen Ebene, wenn es um die Einbeziehung der Rezeption geht, aber auch im Bereich der im Unterricht verwendeten Medien. Dabei können die Schüler exemplarisch kennenlernen, wie Ressourcen aus dem Internet für den Umgang mit Literatur hilfreich sein können und darüber hinaus eine Einbeziehung des gesellschaflichen und historischen Kontextes in das Literaturverständnis ermöglichen. Im Bereich der Texterarbeitung sollte das Internet allerdings zunächst eine untergeordnete Rolle spielen, um das eigentliche Thema nicht aus den Augen zu verlieren. Um den kritischen Umgang mit dem Medium zu trainieren, ist es zudem sinnvoll, von den Jugendlichen gewonnene Informationen immer auf deren Herkunft zu überprüfen ("Von wann?", "Woher?"), um sie so für die große und nicht immer nur positive Vielfalt zu sensibilisieren und den unterschiedlichen Wert einzelner Webseiten besser einordnen zu können. Aufgrund starker Relevanz von historischem Wissen bietet sich eine interdisziplinäre Verknüpfung mit dem Fach Geschichte an. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erkennen textimmanente Anhaltspunkte für Remarques Einstellung gegenüber dem Krieg. erschließen die Ursachen für die heftigen Kontroversen zur Kriegsthematik. skizzieren die Phasen der nationalsozialistischen Agitation gegen den Autor und seinen Roman. arbeiten anhand dieser Vorgänge einige Grundzüge der NS-Kulturpolitik heraus (Bücherverbrennung, Publikationsverbot, Exil). Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sammeln weiterführende Informationen zu den Verhältnissen an der Front im 1. Weltkrieg im Internet. üben den Umgang mit dem Internet als Recherche-Medium ein und setzen sich kritisch mit den gefundenen Informationen auseinander.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Europawahl 2014: Was wäre wenn?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Europawahl vom 22. bis 25. Mai 2014 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Zukunftsszenario, in dem das Europaparlament alle nationalen Parlamente ersetzt. Zum Einstieg werfen die Lernenden einen kritischen Blick auf das bisher Gewollte und Erreichte des Europäischen Parlaments. Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit entwickeln die Schülerinnen und Schüler - in mehreren Lernrunden und auf der Basis von Internetrecherchen - eine Vorstellung davon, welche praktischen Konsequenzen es hätte, wenn das Europaparlament mit seinen augenblicklichen Mehrheiten die entscheidende Legislative in der EU würde. Inhaltlich differenzierte Auseinandersetzung Wenn man Jugendliche für die Wahl und die Idee der europäischen Einigung gewinnen will, können sich Schule, Erwachsenenwelt und Politik nicht weiterhin auf folkloristische Themen (Musik, Tänze, Hauptstädte, Urlaubsregionen) und inhaltslos beschwörende Wahlapelle beschränken. Es bedarf vielmehr im Hinblick auf das Europa-Parlament einer ernsthaften inhaltlichen Positionsbestimmung und Auseinandersetzung über das bisher Gewollte und Erreichte einerseits, die weiteren Zielsetzungen und pragmatischen Lösungswege andererseits. Ablauf der Unterrichtseinheit Ablauf der Unterrichtseinheit "Europawahl" In sieben Lernrunden nähern sich die Schülerinnen und Schülern dem Thema Europa und Europawahl. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Kenntnisse über die Stellung des Europäischen Parlaments innerhalb der EU und seiner legislativen Entscheidungsbefugnisse an. verschaffen sich einen Einblick in die politische Zusammensetzung und die politischen Mehrheitsverhältnisse des bisherigen EU-Parlaments. bilden sich eine Meinung über die Auswirkungen einer legislativen Aufwertung des EU-Parlaments für Europa, Deutschland und für ihr eigenes Leben und vertreten diese argumentativ. lernen, Beschlüsse und Verlautbarungen des EU-Parlaments inhaltlich zu verstehen und politisch zu interpretieren. eignen sich ein profundes Wissen für eine bewusste und reflektierte Wahlentscheidung hinsichtlich der Parteien und Abgeordneten des Europäischen Parlaments an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen im Informations-Labyrinth der EU durch. interpretieren gefundene Internetquellen im politischen Kontext. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen diese für ihre Ergebnispräsentationen. absolvieren einen Online-Test. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. hinterfragen und interpretieren Äußerungen von Politikern und Lobbyisten im politischen und gesellschaftlichen Kontext. verstehen die Arbeit von Fraktionen in einem Parlament auch als soziale und kommunikative Teilhabe und Auseinandersetzung. brechen fiktive politische Entscheidungen eines politischen Gremiums auf die eigene gesellschaftliche Lebensrealität herunter. bilden sich eine profunde politische Meinung zur Wahl des Europäischen Parlaments, seiner Parteien und Abgeordneten. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Kenntnisse über die Stellung des Europäischen Parlaments innerhalb der EU und seiner legislativen Entscheidungsbefugnisse an. verschaffen sich einen Einblick in die politische Zusammensetzung und die politischen Mehrheitsverhältnisse des bisherigen EU-Parlaments. bilden sich eine Meinung über die Auswirkungen einer legislativen Aufwertung des EU-Parlaments für Europa, Deutschland und für ihr eigenes Leben und vertreten diese argumentativ. lernen, Beschlüsse und Verlautbarungen des EU-Parlaments inhaltlich zu verstehen und politisch zu interpretieren. eignen sich ein profundes Wissen für eine bewusste und reflektierte Wahlentscheidung hinsichtlich der Parteien und Abgeordneten des Europäischen Parlaments an. Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen im Informations-Labyrinth der EU durch. interpretieren gefundene Internetquellen im politischen Kontext. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen diese für ihre Ergebnispräsentationen. absolvieren einen Online-Test. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. hinterfragen und interpretieren Äußerungen von Politikern und Lobbyisten im politischen und gesellschaftlichen Kontext. verstehen die Arbeit von Fraktionen in einem Parlament auch als soziale und kommunikative Teilhabe und Auseinandersetzung. brechen fiktive politische Entscheidungen eines politischen Gremiums auf die eigene gesellschaftliche Lebensrealität herunter. bilden sich eine profunde politische Meinung zur Wahl des Europäischen Parlaments, seiner Parteien und Abgeordneten. Rückblick Welche Ziele hat sich das Europa-Parlament in der Vergangenheit gesetzt und inwiefern wurden sie verwirklicht? Für einen Rückblick bieten sich folgende Fragen an: Ausblick Da es ja das von ihnen selbst artikulierte Ziel der Abgeordneten ist, das Europäische Parlament zur zentralen Entscheidungsinstanz in der Europäischen Union aufzuwerten und damit letztlich alle nationalen Parlamente und den Europäischen Rat zu ersetzen, fragt sich natürlich in einer Vorwärtsbetrachtung auch: Welche Regierung hätten wir in Europa, wenn das Europäische Parlament das zentrale Parlament in der EU wäre? Welche politischen Interessen würden die Regierungs- und Oppositionsfraktionen vertreten und welche Beschlüsse wären von ihnen zu erwarten? Was wäre also, wenn das Europaparlament tatsächlich mehr zu sagen hätte und unser alleiniges Parlament wäre? Und sind wir damit einverstanden? Wollen wir dies? Wäre dies gegenüber heute eine Verbesserung oder Verschlechterung? Sieben Lernrunden zum Thema Diesen Fragestellungen wird in mehreren Lernrunden nachgegangen, die Internetrecherchen, fiktive Parlamentssitzungen, Präsentationen, Online-Tests und eine Podiumsdiskussionen enthalten. Für die Lernrunden 4 bis 7 ist es denkbar, auch einen Europaabgeordneten einzuladen. Recherche In Lernrunde 1 haben die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, die erforderlichen Informationen für einen Vortrag über eines der im Folgenden aufgelisteten Themen zu recherchieren. Als Ausgangspunkt ihrer Recherchen können die Lernenden die Internetseite des Europäischen Parlaments und die offizielle Website der EU verwenden. Die Jugendlichen können sich zur Recherche in Arbeitsgruppen zusammenfinden. Themen Politische Zusammensetzung des Europa-Parlaments und Regierungsbildung Wie setzt sich das Parlament nach Fraktionen zusammen? Wie sind die politischen Mehrheitsverhältnisse? Welche Regierung hätten wir in Europa? Welche Abgeordnete sind die heimlichen "Strippenzieher"? Politische Positionen Welche politischen Positionen werden und wurden im Europa-Parlament vertreten, welche Beschlüsse wurden gefasst, über welche Themen wird überhaupt beraten? (Wofür haben sich Fraktionen und Abgeordnete bisher eingesetzt? Was haben sie verwirklicht? Was nicht und warum nicht?) Deutsche und bayerische Abgeordnete Wer sitzt im Parlament? Was haben die Abgeordneten getan? Wofür stehen sie? Was wollen sie? Die Rolle des Europa-Parlaments in der EU Welche Befugnisse hat das Parlament? Welche Rolle spielt es im Rahmen der gesamten EU-Organisation? Entwicklungsstand der EU Geschichte der EU, aktueller Stand, Erfolge und Misserfolge - eventuell nach Themengebieten: Wirtschaft, Geld, Soziales, Umwelt et cetera Präsentation Im Anschluss an die Recherche präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse. Das Präsentationsmedium hierfür kann frei gewählt werden. Aufgabenstellung Die Schülerinnen und Schüler erhalten folgende Aufgabe, die sie gemeinsam in ihrer Projektgruppe bearbeiten: Ihr Werbebüro wurde von 24 deutschen Großstädten beauftragt, eine Strategie zu entwerfen, um im Europäischen Parlament einen Mehrheitsbeschluss herbeizuführen, der die Privatisierung und den Verkauf von kommunalen Wasser-, Energie- und Verkehrsunternehmen verbietet. Entwickeln Sie ein Konzept (Roadmap/Fahrplan), welche Fraktionen man gewinnen könnte, wie man argumentieren müsste, wen man ansprechen müsste, was man dabei beachten müsste et cetera. Präsentation Nach einer 30-minütigen Vorbereitungszeit präsentieren die Arbeitsgruppen der Klasse ihre Vorschläge. Die unterschiedlichen Lösungsansätze können im Plenum diskutiert und verglichen werden. Auslosung der Fraktionen Die Schülerinnen und Schüler werden durch Auslosung einer Fraktion zugeordnet und müssen sich dann auf eine Abstimmung im Parlament über die Durchführung der Energiewende vorbereiten (welche Interessen und Positionen vertreten wir, wer sind wir, welche Meinungen vertreten wir, wie argumentieren wir, wie stimmen wir ab, wen unterstützen wir). Der Antrag lautet: "Verringerung der Emissionswerte für Autos und Fabrikanlagen binnen zehn Jahren um 50 Prozent". Parlamentssitzung Anschließend findet eine Parlamentssitzung in drei Runden statt: Statements der Fraktionen (1), Aussprache (2), Abstimmung (3). Realitätsentwurf Die Schülerinnen und Schüler überlegen in ihrer Arbeitsgruppe, wie die wirtschaftliche und politische Entwicklung in Deutschland wäre, wenn der Bundestag (und alle nationalen Parlamente) durch das Europäische Parlament und die Bundesregierung (sowie alle nationalen Regierungen) durch eine Europäische Regierung ersetzt würden. Fünf Themenfelder Die Lernenden haben die Aufgabe, ihre Annahmen für die im Folgenden aufgelisteten fünf Themenfelder zu begründen. Des Weiteren soll eine persönliche Einschätzung dazu abgegeben werden, ob sie diese Entwicklung gut oder schlecht finden würden. Wirtschaftliche Lage Arbeit Inflation Umweltschutz Verkehr Vortrag und Diskussion Die Überlegungen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden anschließend vorgetragen und zur Diskussion gestellt. Präsentationsmedien sind dazu nicht erforderlich. Wissen vor Wählen Eigentlich sollte jeder über seinen "Verein", in dem er Mitglied ist, auch einigermaßen Bescheid wissen. Es wäre daher überlegenswert, ob nicht die Wählerinnen und Wähler des Europa-Parlaments vor der Wahl nachweisen sollten, dass sie tatsächlich auch Grundkenntnisse über die Europäische Union besitzen. Erst dann sollten sie in ein Wählerverzeichnis eingetragen werden. Online-Quiz zur Europäischen Union Auch die Schülerinnen und Schüler haben nun die Möglichkeit, ihr Wissen über die Europäische Union nachzuweisen. Über die Website der Bundeszentrale für politische Bildung können vier verschiedene Quiz zu Europa aufgerufen werden. Jeden der vier Tests sollen die Jugendlichen so lange absolvieren, bis sie jeweils mindestens 50 Prozent richtige Ergebnisse erreicht haben. Recherche zu Beschlüssen des Parlaments Welche Entscheidungen hat das Europäische Parlament in der letzten Legislaturperiode getroffen? Mit ihrer Arbeitsgruppe suchen sich die Schülerinnen und Schüler eines der folgenden Themen aus und recherchieren auf der Website des Europäischen Parlaments, welche Mehrheitsbeschlüsse im EU-Parlament verabschiedet wurden. Die Beschlüsse sollten so aufbereitet werden, dass sie in wenigen Worten anhand eines Mediums (PowerPoint-Folie, Word-Seite, Plakat) dargestellt werden können. Themen Korruption und Geldwäsche Frauenquote in Aufsichtsräten Urheberrecht Lärmgrenzen Abtreibung Stammzellenforschung Schleichwerbung/Product Placement Landwirtschaftssubventionen In ihrer Arbeitsgruppe bereiten sich die Lernenden auf eine Podiumsdiskussion vor. Die Diskussionsteilnehmer werden unmittelbar vor der Diskussion ausgelost. Thema der Diskussion ist folgende These: Das EU-Parlament fällt bislang überwiegend nur populistische Beschlüsse. Wenn es wirklich Verantwortung hätte, würden die Entscheidungen ganz anders ausfallen.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

"Das Wunder von Bern" im Deutschunterricht

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler den Film "Das Wunder von Bern", in dem die Fußballweltmeisterschaft 1954 auf der Basis der Geschichte eines 11-jährigen Jungen thematisiert wird. Das Medium Film ist ein zentrales Thema im Deutschunterricht: Filme sind eine moderne Form der Dramatisierung geschriebener Texte. Die rezeptive und kreative Arbeit mit Filmen eröffnet Blickwinkel auf die Medienwelt, die Schülerinnen und Schüler bei der Ausbildung der eigenen Medienkompetenz kennen lernen müssen. Zum Kinofilm von Sönke Wortmann haben sowohl die Bundeszentrale für politische Bildung als auch die Stiftung Lesen und das Goethe-Institut empfehlenswerte Filmhefte mit Didaktisierungsvorschlägen erarbeitet. Neben diesen Materialien werden hier weitere Anregungen für den unterrichtlichen Einsatz des Films vorgestellt. Ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien Bundeszentrale für politische Bildung Im Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung finden Sie viele Materialien, die sich im Deutschunterricht verschiedener Jahrgangsstufen einsetzen lassen. Dazu gehören eine ausführliche Inhaltsbeschreibung, die Vorstellung der Hauptfiguren, die Darstellung der Filmsequenzen sowie Fragen für den Unterricht. Stiftung Lesen Die zum Film passende Materialsammlung der Stiftung Lesen liefert neben den Ideen für den Unterricht auch Fakten, Chroniken und Interviews. Die historischen Pressestimmen zum WM-Sieg lassen sich mit der heutigen Sportberichterstattung vergleichen, und auch der Teil "Fußball literarisch" bietet schöne Ansätze für die unterrichtliche (Lyrik-)Arbeit. Goethe-Institut Die Arbeitsmaterialien wurden in einer Kooperation des Goethe-Instituts Mailand mit dem Servizio Lingue e Mobilità - Scuola Universitaria della Svizzera Italiana (SUPSI) erstellt. Sie eignen sich auch für den Einsatz in leistungsschwächeren Klassen oder für die Arbeit mit jugendlichen Migrantinnen und Migranten. Weitergehende Unterrichtsanregungen rund um den Film Arbeit zum Thema Film und Filmproduktion "Das Wunder von Bern" ist ein Spielfilm. Im Film werden historische Ereignisse in eine fiktive Handlung eingebettet. Die Handlung spielt in den fünfziger Jahren. Anhand des "Wunders von Bern" kann eine eher traditionelle Filmarbeit zu den Themenfeldern der oben vorgestellten Materialien erfolgen. Im Vergleich: Spielfilm versus Trickfilm Kontrastiv zu diesem Film bietet es sich an, einen Trickfilm zum selben Thema anzuschauen und zu besprechen. Schon allein der Trailer dieses Films, der das Endspiel von '54 mit Lego-Figuren nachstellt, liefert Ansätze für spannende Gespräche. Szenen vergleichen Wie ahmen die Lego-Figuren Bewegungen von Menschen nach? Wie werden dramatische Szenen im Trickfilm umgesetzt? Fritz Walters Eckball im Lego-Film beispielsweise eignet sich gut für einen Vergleich mit dem Original. Charakterisierungen Schauspielernde Menschen stellen Charaktere dar. Wie ist das bei den Lego-Figuren? Können hier Charaktereigenschaften herausgestellt werden? Wie werden im Trickfilm allgemein Charaktereigenschaften gezeigt? Technischer Aufwand Unter dem Stichwort "Filmproduktion" können die Making-of-Sequenzen beider Filme angesehen und verglichen werden. Eigene Filmproduktionen Mittlerweile haben viele Schülerinnen und Schüler Digitalkameras oder Handys, mit denen sie kurze Filme drehen können. Das macht es ganz leicht, gemeinsam mit ihnen Variablen wie Kameraführung, Zoom, Schnitt und Einstellungen auszuprobieren. Vielleicht drehen Sie mit Ihrer Klasse schonmal ganz hellseherisch den Weltmeisterjubel 2006 aus verschiedenen Sichtweisen? Gerade bei der Filmproduktion lassen sich verschiedene Interessensfelder von Jungen und Mädchen erkennen und bedienen. Weitere Ansätze für die Arbeit zum "Wunder von Bern" Medienreflexion: Berichterstattung Inwieweit unterscheiden sich die historischen Kommentare von Herbert Zimmermann von denen heutiger Komentatoren wie Marcel Reif und Béla Réthy (TV) oder Manni Breuckmann (Radio)? Mythos-Bildung: Tor, Tor, Tor! Das Zitat von Herbert Zimmermann gibt es im Jahr 2006 sogar als T-Shirt-Aufdruck - Grund genug, einmal mit den Schülerinnen und Schülern über das Phänomen der Mythos-Bildung durch Medien-Zitate zu sprechen. Forumsdiskussion: Bedeutung des Sports Wie wichtig ist Sport - aktiv oder passiv erlebt - heutzutage für Schülerinnen und Schüler? Lassen Sie doch einmal in einem Forum diskutieren, vielleicht schalten sich andere Klassen und Kurse mit ein!

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im geistes- und sozialwissenschaftlichen Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Geschichte, Kunst, Musik, Politik, Sozialwissenschaften (SoWi), Religion, Ethik oder Sport: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht.  

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