Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Schülerinnen und Schüler diskutieren in einer Gruppe
Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Hier entdecken Schülerinnen und Schüler, wie Moral und Demokratie zusammenhängen. Sie stärken ihre Argumentationsfähigkeit und erarbeiten wichtige Kompetenzen für eine demokratische Gesellschaft.

Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Sophie Scholl
Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

In dieser Einheit wird das Thema "Sophie Scholl und die Weiße Rose" anhand des Social-Media-Projektes @ichbinsophiescholl neu aufbereitet.

Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

Schülerin liest Zeitung
Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

In diesem Fachartikel zum Thema Leseförderung geht es darum, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler unterstützen können, die wenig oder ungern lesen.

Tipp der Redaktion

Instrumente im Zusammenspiel

Bild von Instrumenten
Tipp der Redaktion

Instrumente im Zusammenspiel

In diesem Material wird mithilfe eines Überblickvideos und eines interaktiven Arbeitsblatts das Thema "Instrumente im Zusammenspiel" bearbeitet.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
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Anpassung und Widerstand im Dritten Reich

Unterrichtseinheit

In diesem Video-Tutorial wird eine Website vorgestellt, anhand derer sich die Schülerinnen und Schüler mit der Familiengeschichte der Chotzens im Dritten Reich auseinandersetzen können.Die Website zur Familie Chotzen , die in diesem Video-Tutorial vorgestellt wird, thematisiert den Umgang der Familie mit Ausgrenzung und Demütigung während des Naziregimes. Anhand der jüdischen Familie, die während des Dritten Reichs in Berlin lebte, setzen sich die Lernenden mit Anpassungs- und Widerstandsstrategien auseinander. Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, diese Strategien mithilfe der Website in Gruppenarbeit aufzudecken. Schließlich sollen die Lernenden in der Lage sein, die konkreten Beispiele von Anpassungs- und Widerstandsstrategien zu abstrahieren und das gewonnene Wissen auf andere kritische Situationen zu übertragen. Innovativer Unterricht mit digitalen Medien In der Blended Learning-Veranstaltung "Einführung in die schulische Medienpädagogik" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden ergänzend zur Vorlesung Praxisworkshops statt, in denen sich angehende Lehrerinnen und Lehrer mit digitalen Medien im Schulunterricht auseinandersetzen. In Kleingruppen aufgeteilt, erarbeiten die Studierenden eine innovative Unterrichtseinheit mit digitalen Medien, die sie in Form von Videos visualisieren. Video-Tutorials Es entstehen sogenannte "Video-Tutorials", die entweder aus einem "Lehrerinnen/Lehrer-Tutorial", welches medienpädagogische Konzepte für den Fachunterricht beinhaltet, einem "Schülerinnen/Schüler-Tutorial", welches eine mediengestützte Schüleraufgabe für den Fachunterricht stellt, oder einem "Technik-Tutorial", welches technische Hinweise und Tipps für die Nutzung eines bestimmten digitalen Mediums zur Verfügung stellt, bestehen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich geschichtliches Wissen anhand des konkreten Beispiels der Familie Chotzen. verknüpfen geschichtliche mit aktuellen soziokulturellen Aspekten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine Internetrecherche zum Thema durch. lernen die Möglichkeit einer Präsentation mit Prezi kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam in Gruppen. referieren die Gruppenergebnisse vor den Mitschülerinnen und -schülern. bilden sich eine reflektierte Meinung im Rahmen einer Gruppendiskussion. Video-Tutorial

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial: Konsum und Verbraucherschutz

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lösen Ihre Schülerinnen und Schüler interaktive Übungen zu grundlegenden Themen der ökonomischen Grundbildung. Auf der browserbasierenden Blended-Learning-Plattform www.ich-will-lernen.de beschäftigen sie sich im Bereich "Leben und Geld" selbstreflexiv mit ihrem Konsumverhalten, informieren sich über Werbestrategien und Verkaufstricks und erlernen wichtige Grundsätze zum Vertragsrecht und Verbraucherschutz.Dennis Pohl legt viel Wert auf schicke Markenkleidung - aber sein Einkommen als Aushilfskraft bei einer Gebäudereinigungsfirma ist knapp bemessen. Oft kauft er mehr als er braucht. Wie Dennis geht es vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auf der Online-Plattform www.ich-will-lernen.de begleiten die Schülerinnen und Schüler Dennis Pohl in unterschiedlichen Lebenssituationen, die typische Entscheidungen und Erfahrungen aus dem Alltag aufgreifen. Welche Vor- und Nachteile bietet der Einkauf an verschiedenen Einkaufsorten? Welche Wirkung hat Werbung auf meine Kaufentscheidung? Wie kann ich Tricks und Täuschungen erkennen oder mich gegen unerwünschte Telefonwerbung schützen? Hierbei gilt es, mit der virtuellen Figur finanzielle Entscheidungen zu treffen, beispielsweise wenn Dennis überlegt, ob er eine Markenjeans im Fachgeschäft oder im Internet kaufen soll oder wie er beim Einkauf von Lebensmitteln Geld sparen kann. Thematische Problemstellung Insbesondere für Hauptschülerinnen und -schüler oder geringqualifizierte Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen Schulabschluss haben, stellen Alltagsorganisation und der Umgang mit Geld eine schwierige Hürde dar. Oft sind die Wünsche groß und das Budget klein, aber auch das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge, Verbraucherschutz und Konsumfallen ist gering. Ökonomische Grundbildung im Bereich Konsum soll den Lernenden helfen, individuelle Strategien zu entwickeln, mit ihrem Geld geschickter umzugehen, Möglichkeiten zum Sparen aufzudecken und ihre Rechte und Pflichten als Verbraucher wahrzunehmen. Die Unterrichtseinheit behandelt beispielhaft eines der sechs Lernfelder im Bereich "Leben und Geld" auf der Plattform ich-will-lernen.de . Vorbemerkungen und Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Konsum" Der Ablauf der Unterrichtseinheit "Konsum und Verbraucherschutz" wird hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen Vor- und Nachteile verschiedener Einkaufsorte und können somit kriteriengeleitete Konsumentscheidungen treffen. können wichtige Verhaltensregeln, Risiken und Chancen beim Internetkauf abschätzen. erkennen grundlegende Verkaufs- und Werbestrategien sowie Täuschungsversuche und können dieses Wissen auf ihr persönliches Konsumverhalten anwenden. lernen, mithilfe einfacher Tipps und Tricks aus dem Alltag ihre persönliche Einnahmen und Ausgaben besser zu kontrollieren. sind in der Lage, sich selbstständig über Produkte, Dienstleistungen, Qualitätssiegel und Verbraucherschutz zu informieren. nutzen ihr Wissen über grundlegende rechtliche Aspekte zum Vertragsrecht und zu Verbraucherschutzbestimmungen, um die eigenen Rechte als Konsument zu wahren. kennen Hilfen für Kaufentscheidungen wie die Einschätzung des Preis-Leistungs-Verhältnisses oder Berechnungen von Folge- beziehungsweise versteckten Kosten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, die unterschiedlichen Angebote und Lernmethoden einer interaktiven Lernplattform zu nutzen und Online-Medien als Mittel für den eigenen Bildungserfolg einzusetzen. arbeiten selbstständig auf dem Lernportal und sind in der Lage, in einem selbst gewählten Lerntempo die modularen Lernbausteine eigenständig zu lösen. kennen wichtige Ansprechpartner und Internetadressen für Konsumfragen. überprüfen ihre individuellen Lernfortschritte eigenständig und kontrollieren die erreichten Lernziele mithilfe der Feedback-Funktion der Software. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen, indem sie das integrierte E-Mail- und Chat-Programm nutzen, um sich mit anderen Lernenden und Tutoren über Lösungswege und Problemstellungen auszutauschen. gewinnen Selbstvertrauen, indem ihre Selbstorganisation gestärkt wird. besprechen gemeinsam selbstreflexiv Lernfortschritte und beziehen die Lerninhalte auf ihr Alltagsleben sowie ihr Konsumverhalten. gewinnen Alltagskompetenzen im Umgang mit Geld. Informationen zur Lernplattform Die Lernplattform ich-will-lernen.de ist ein Blended-Learning-Angebot des Deutschen Volkshochschul-Verband e. V. Es richtet sich an gering qualifizierte Erwachsene und Jugendliche mit Übungen zu den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung, zur Vorbereitung auf den Schulabschluss beziehungsweise Beschäftigungsfähigkeit sowie im Bereich Ökonomische Grundbildung. Das Portal kann individuell und anonym als E-Learning-Kurs genutzt werden oder im Rahmen von Präsenzkursen als multimediale Lernhilfe dienen. Der Lernbereich "Leben und Geld" Der Lernbereich "Leben und Geld" setzt an typischen Lebenssituationen der Lernenden an und spiegelt deren ökonomische Verhältnisse, Kaufüberlegungen und Entscheidungsprozesse. Diese Unterrichtseinheit behandelt beispielhaft eines der sechs Bereichs-Lernfelder: Konsum Arbeit/Arbeitslosigkeit/Berufswahl (Übergang Schule Beruf) Haushaltsgründung/Haushaltsführung Schulden Vorsorge/Versicherungen Banken Unterrichtliche Arbeit mit dem Lernbereich "Leben und Geld" Im Bereich "Geld und Leben" lösen die Schülerinnen und Schüler zehn Lerneinheiten von etwa fünf bis zehn Minuten Länge aus dem Themenfeld "Konsum". Diese bieten Hintergrundwissen und zahlreiche Minitests zu den einzelnen Themen, wie Drag'n Drop oder Ankreuz-Aufgaben, Lückentexte oder Kreuzworträtsel. Als Lehrkraft übernehmen Sie die Rolle eines Tutors: In einer Kombination aus Präsenzunterricht und selbstständigem E-Learning beginnen Sie mit einer gemeinsamen Einstiegspräsentation, definieren das Aufgabenspektrum, besprechen im Plenum die Übungen oder unterstützen online wie offline einzelne Lernende bei den Übungen. Currciculare Einordnung Das umgesetzte Online-Curriculum der Lernplattform orientiert sich an den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Hauptschule sowie dem Bericht der Kultusministerkonferenz zur Wirtschaftlichen Bildung an allgemeinbildenden Schulen. Die Inhalte orientieren sich in ihrer Komplexität am Lernbereich Abschluss- und Beschäftigungsfähigkeit. Vorbereitungsphase Als Kursleiterin beziehungsweise -leiter müssen Sie zuvor einen Tutoren-Zugang beim Deutschen Volkshochschul-Verband beantragen. Mit den erhaltenen Zugangsdaten können sie dann über folgende Einstiegsseite auf die Tutoren-Ebene des Portals gelangen: www.ich-will-lernen.de/Tutor . Nachdem Sie als Tutorin oder Tutor eingeloggt sind, erhalten Sie unter dem Navigationspunkt Informationen umfangreiche Handbücher, die das Lernangebot und die Funktionen der Plattform vorstellen. Es wird erklärt, wie Sie die Administration von Lernern und Kursen handhaben oder wie Lernende online betreut werden können. In diesem Tutorenbereich können Sie einen Lernkalender anlegen, die Lernfortschritte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einsehen und korrigieren, über integrierte Chat- und E-Mail-Funktionen Kontakt aufnehmen oder die Aufgabenstellung festlegen. 1. Stunde: Einstieg in die Thematik Mit dem Fragebogen "Was für ein Geldtyp bist du?" werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich mit ihrem Verhältnis zu Geld und Konsum auseinanderzusetzen. Die Beschäftigung mit den eigenen Konsumwünschen und den beschränkten finanziellen Möglichkeiten, diese zu erfüllen, stimmt die Lerngruppe auf die Inhalte der Unterrichtseinheit ein und stellt einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit her. Bei der Besprechung der ausgefüllten Fragebögen im Plenum werden erste individuelle Problemlagen, Interessen und Erwartungen der Lernenden erkennbar. Einstieg in die Lernplattform Aufgrund der Komplexität der Lernplattform empfiehlt es sich, den Einstieg in das Lernportal und die Vorstellung der Funktionen und Lernbereiche mittels eines Beamers oder Boards im Plenum zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler erfahren hierbei, in welchem Teilbereich sie arbeiten und welche Features sie für diese Unterrichtseinheit nutzen können. Während der Einführung finden sie außerdem heraus, welche Möglichkeiten das System zur Kommunikation, Lernkontrolle oder Selbstorganisation bietet und werden in die Lage versetzt, zukünftig eigenständig auf der Lernplattform zu agieren. 2. Stunde: Erarbeitungsphase I Die Schülerinnen und Schüler beginnen, eigenständig die Lerneinheiten und Übungen im Bereich "Leben und Geld - Konsum" zu lösen. Die Lernenden können sich gegenseitig unterstützen, indem sie die integrierten Kommunikationsmöglichkeiten des Systems nutzen. Als Tutorin beziehungsweise Tutor können Sie den individuellen Lernfortschritt jedes einzelnen Teilnehmers online einsehen und gegebenenfalls den Lernprozess individuell unterstützen. Ergebnissicherung I Mit Einsatz eines Beamers werden die einzelnen Aufgaben in der Gruppe besprochen. Hierbei findet bereits ein erster Austausch über die Arbeitsergebnisse und den eigenen Erfahrungshorizont statt. 3. Stunde: Erarbeitungsphase II - Hausaufgabe Die Schülerinnen und Schüler sollten nun in der Lage sein, das Kapitel "Konsum" eigenständig als Hausaufgabe fertig zu stellen und alle Übungen zu lösen. Das System bietet ein Feedback zum Lernprozess und korrigiert falsch gelöste Aufgaben. Die Lernenden können sich weiterhin via Chat oder E-Mail austauschen. Es ist auch möglich, dass Sie als Tutorin beziehungsweise Tutor zu einem vorher vereinbarten Zeitpunkt als Unterstützung online zur Verfügung stehen. 4. Stunde: Ergebnissicherung und Feedback II - Besprechung der Hausaufgabe Hierbei werden wie in der vorausgegangenen Stunde die Arbeitsergebnisse besprochen und gegebenenfalls korrigiert. Am Ende dieser Unterrichtsphase sollten alle Mitglieder der Lerngruppe den Lernbereich "Konsum" auf der Plattform vollständig erarbeitet haben. Abschließend füllen die Schülerinnen und Schüler einen Feedbackbogen aus, der ihre Erfahrungen mit der Lernplattform widerspiegelt. Selbstreflexiver Abschluss der Unterrichtseinheit Indem die Schülerinnen und Schüler das Gelernte abschließend noch einmal auf ihr Konsumverhalten beziehen und ihre Stärken, Schwächen, Interessen, Pläne und Ziele schriftlich fixieren, erstellen Sie eine Art persönlichen Fahrplan für ihren Umgang mit Geld. In diesem selbstreflexiven Prozess erkennen und bewerten sie abschließend eigene Handlungsmuster und werden ermutigt, ihre Vorhaben in der Praxis umzusetzen. Weitere Beschäftigung mit dem Bereich "Leben und Geld" Die Konzeption dieser Unterrichtseinheit geht davon aus, dass sowohl die Lehrkraft als auch die Lernenden zum ersten Mal mit der Lernplattform in Berührung kommen. Insofern ist die Einarbeitung der Lehrkraft zunächst aufwändiger. Das vorliegende, für den schulischen Kontext entwickelte Konzept beinhaltet einen hohen Präsenzanteil im Blended-Learning-Prozess. Wer weitere Lernfelder auf der Plattform in einer längeren Unterrichtssequenz zur ökonomischen Bildung mit seiner Lerngruppe erarbeiten möchte, kann sich an Aufbau und Zeitplanung dieser Unterrichtseinheit orientieren. Dabei fällt dann die Vorbereitungszeit für die Tutorin oder den Tutor erheblich kürzer aus. Außerdem ist es möglich, später mit einer plattformerfahrenen Lerngruppe die Präsenzzeiten zu reduzieren und den E-Learning-Charakter der Software stärker zu nutzen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial: Aktuelle Nachrichten verstehen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit begleitet Schülerinnen und Schüler dabei, Strategien zu entwickeln, um kurze Texte zu aktuellen Themen aus dem Internet zu erschließen. Anhand der Lernplattform www.ich-will-lernen.de erhalten sie einen Überblick über grundlegende Verfahren für das Verstehen von Texten, über die Förderung von Leseinteresse sowie Lesefreude und dazu, wie diese zur Ausbildung von Empathie und Fremdverstehen beitragen.Die hier vorgestellten Vorgehensweisen und Materialien sind universal und flexibel einsetzbar, können für verschiedene Klassenstufen angepasst werden und bieten sich auch für den Vertretungsunterricht an. Mithilfe der Tippkarten, die Schritt für Schritt die Herangehensweise der unterschiedlichen Lesestrategien erklären, werden verschiedene Texte nach persönlichem Interesse gelesen und zugleich Lesestrategien eingeübt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Lernzuwachs anhand eines Selbsteinschätzungsbogens reflektieren und das Lesen der "aktuellen Kurzlesetexte" in einer Lesewoche dokumentieren. Ziele Die Unterrichtseinheit verfolgt nicht nur das Ziel, leseschwachen Leserinnen und Lesern deutlich zu machen, dass sie in der Lage sind, sich im Internet über interessante Themen zu informieren. Sie soll auch motivieren, dieses Online-Angebot weiterhin selbstständig zu nutzen und in einem weiteren Schritt auf längere Texte zuzugreifen. Vorbemerkungen und Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Nachrichten verstehen" Der Ablauf der Unterrichtseinheit "Nachrichten verstehen" wird hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden Strategien zum Leseverstehen an. trainieren grundlegende Lesefertigkeiten: flüssig, sinnbezogen, überfliegend, selektiv. können die eigenen Leseziele bestimmen. unterscheiden Vorwissen und neue Informationen. klären Wortbedeutungen mithilfe eines Wörterbuches. nutzen einfache Lesehilfen, zum Beispiel Textsorte, Aufbau, Überschrift, Illustration, Layout. können Fragen an einen Text stellen und beantworten. kennen und nutzen Verfahren zur Textaufnahme, wie zum Beispiel Stichwörter formulieren oder Texte und Textabschnitte zusammenfassen. ziehen aus Sach- und Gebrauchstexten begründete Schlussfolgerungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die Funktionen eines informierenden Textes (Zeitungsartikel). können Informationen aus einem kurzen Zeitungstext zielgerichtet entnehmen, ordnen, prüfen und ergänzen. können Informationen zu einem Thema/Problem in unterschiedlichen Medien suchen, vergleichen, auswählen. erkennen und bewerten Intentionen und Wirkungen ausgewählter Kurztexte der Lernplattform ich-will-lernen.de. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gehen zielgerichtet mit Nachschlagewerken um. markieren Wesentliches in einem kurzen Zeitungstext. formulieren Stichwörter als Randnotiz. gliedern Texte und finden Teilüberschriften. geben Inhalte mit eigenen Worten zusammenfassend wieder. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich mit anderen über eine Ideensammlung aus. tauschen sich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin über eigene Ideen und Informationen aus. kommen mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern an einem Treffpunkt (Bushaltestelle) zusammen. stellen anderen ihren Lesetext vor. kommentieren kriteriengeleitet die Textvorstellung einer Mitschülerin oder eines Mitschülers. Ein grundsätzliches Interesse an aktuellen Nachrichten ist im Schulalltag auch bei eher leseschwachen Schülerinnen und Schülern immer wieder zu beobachten. Wer nicht informiert ist, kann an vielen Gesprächen in den Pausen und auf dem Schulhof nicht aktiv teilnehmen. Laut JIM-Studie 2013 haben 66 Prozent der Gymnasiasten, aber nur 54 Prozent der Realschüler und 45 Prozent der Jugendlichen mit Hauptschulhintergrund zu Hause Zugriff auf eine Tageszeitung. Fast jeder vierte Jugendliche liest täglich eine Tageszeitung. 35 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren informieren sich regelmäßig in einer (gedruckten) Tageszeitung, 14 Prozent greifen hierzu auf die Online-Angebote der Verlage zurück. Zudem beschreibt jeder dritte Jugendliche das Lesen einer Tageszeitung als subjektiv (sehr) wichtig. Dieses grundsätzliche Interesse soll in dieser Unterrichtseinheit durch Zugriff auf Online-Angebote in einem geschützten Lernraum Berücksichtigung finden. Ein besonderes Anliegen ist es, dass eher schwache oder jüngere Leserinnen und Leser, die bisher aus verschiedenen Gründen nur wenig Interesse am Lesen von Tageszeitungen gezeigt haben, an dieses Medium herangeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen ersten Überblick über die News-Angebote der Plattform ich-will-lernen.de. Die kostenlose Lernplattform bietet unter anderem aktuelle Nachrichten in leichter Sprache, eine einseitige Online-Zeitung sowie kurze Lernspiele zur Förderung der Lesetechnik an, die auch für junge Lernende geeignet sind. Die Jugendlichen erarbeiten sich einige aktuelle Zeitungstexte selbstständig und lernen dabei verschiedene Lesestrategien kennen. Dabei wird zunächst durch die Fokussierung auf die Überschriften die Bedeutung des Leseinteresses thematisiert. In einem weiteren Schritt werden Lesestrategien kleinschrittig angeboten und sollen durch häufige Anwendung zur festen Leseroutine werden. Die Unterrichtseinheit wird durch die metakognitive Auseinandersetzung mit dem Thema, durch Selbstreflexionsbögen und Klassengespräche, vertieft. Die Lernspiele aus den Bereichen Lesen, Schreiben und Mathematik können bei Bedarf jeweils im Anschluss an eine Lese-Einheit eingesetzt werden. Um mit der Klasse oder der Lerngruppe auf der Plattform ich-will-lernen.de zu arbeiten, müssen Lehrkräfte eine Registrierung beantragen. Kursleitende benötigen ein Passwort, um online als Tutorin oder Tutor einen Kurs einzurichten und mit dem Lernportal zu arbeiten. Das Passwort kann kostenlos beim Team des DVV-Lernportals angefordert werden unter der Telefonnummer 0228/97 569-83 oder per E-Mail an koether@dvv-vhs.de. Im Anschluss kann die Lehrkraft die benötigten Schülerzugänge anlegen. Die Schülerinnen und Schüler können sich dann ganz einfach mit ihrem Passwort hier anmelden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich auf einer einfachen Website mit kurzen, aktuellen Lesetexten zu orientieren. Zunächst werden unterschiedliche Themen einer Zeitung erarbeitet, um unter anderem an das Leseinteresse der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Danach erhält die Lerngruppe die Gelegenheit, die eigenen Leseinteressen mit Bezug zu den möglichen Sachthemen einer Zeitung selbst einzuschätzen. Anschließend werden auf dem Portal ich-will-lernen.de in der Rubrik Unterhaltung Nachrichten über eine einfache Suchfunktion zu aktuellen Zeitungsthemen recherchiert und zugeordnet. Die einleitenden Übungen finden Sie in den folgenden Arbeitsblättern. Lesestrategien Nachdem die Schülerinnen und Schüler grundlegende Schwierigkeiten beim Lesen reflektiert haben, erhalten sie nun einen Überblick über grundlegende Verfahren für das Verstehen von Texten. Sie entnehmen selbstständig Informationen aus Texten, verknüpfen sie miteinander und verbinden sie mit ihrem Vorwissen. Dafür setzen sie verschiedene Lesestrategien, die sie nach der Methode Think-Pair-Share gemeinsam im Klassenverband erarbeitet haben, gezielt ein. Zur Vorbereitung auf die folgenden Übungen erhalten die Lernenden eine Anleitung zur Nutzung des Portals ich-will-lernen.de (Arbeitsblatt 5). Tippkarten Anschließend erproben die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lesestrategien. Die Lesestrategien, die nun auch auf mehreren Tippkarten präsentiert werden, sollen kopiert und ausgeschnitten und in einer Tipp-Kartenbox im Klassenzimmer angeboten werden (Arbeitsblatt 6). Die Schülerinnen und Schüler wählen nun Lesetexte am PC auf der Seite www.ich-will-lernen.de aus sowie eine Tippkarte. Mit dieser wird still gelesen, den Anweisungen der Tippkarten folgend. Austausch an der "Bushaltestelle" In einem weiteren Schritt sollen die Schülerinnen und Schüler zum Reflektieren über den Zeitungstext und zum Bewerten angeregt werden. Zum Austausch über den Text kann eine Partnerin oder ein Partner beispielsweise über die Bus-Stopp-Methode (vermeidet lange Wartezeiten auf den Wunschpartner und unterschiedliche Schülerinnen und Schüler kommen ins Gespräch) gefunden werden. Schülerinnen oder Schüler, die einen Text gelesen haben, gehen leise zur "Bushaltestelle" und warten dort, bis ein weiterer Mitschüler fertig gelesen und die Tippkarte bearbeitet hat. Dann tauschen sich die beiden aus und verwenden dabei bei Bedarf die Satzanfänge der Sprechblasen (Arbeitsblatt 7). Anschließend setzen sie ihre Stillarbeit mit einem weiteren Lesetext fort. Nachrichtenwand Wenn der Zeitungstext als besonders interessant eingestuft wird, dann kann er an einer Nachrichtenwand im Klassenzimmer ausgehängt werden. Die Schülerinnen und Schüler wählen interessante Lesetexte aus und heften diese an eine vorbereitete Nachrichtenwand im Klassenzimmer. Beispielsweise kann ein etwa zwei Meter breiter Streifen im Klassenzimmer mit Zeitungspapier behängt werden. Daran pinnen die Schülerinnen und Schüler Fotokopien ihrer Lesetexte, eventuell ergänzt mit Kommentaren und Bewertungen. Dadurch werden weitere Gespräche über die Nachricht angeregt. Individueller Lernzuwachs Abschließend wird über den individuellen Lernzuwachs einzelner Schülerinnen und Schüler gesprochen. In Einzelarbeit formulieren die Lernenden die Sätze zunächst selbst, tauschen sich dann mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler aus und berichten im Plenum von ihren Erfahrungen und ihrem Lernzuwachs. Lesemenge Zur Hinführung wird über die "Lesemenge" gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass durch das Viellesen eine Verbesserung der Lesefähigkeit erfolgen kann. Zum "Messen" der Lesemenge werden unterschiedliche Ideen gesammelt und vielleicht eine Dokumentationsidee für die Klasse übernommen. Alternativ kann die Kopiervorlage "Zeitungs-Lesewoche" genutzt werden. Dann erhalten die Schülerinnen und Schüler erneut Lesezeit, um still zu lesen und den anschließenden Austausch über einen Text zu trainieren. Alternative Diese Phase lässt sich auch über mehrere Wochen in den ersten zwanzig Minuten einer Unterrichtsstunde wiederholen. So lernen vor allem schwache Leserinnen und Leser, dass sie in Ruhe und in einem geschützten Raum Texte, die ihr Weltwissen erweitern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, lesen können. Am Ende der Woche kann eine Topliste der interessantesten Artikel erstellt werden. Dazu können mithilfe der gesammelten Artikel an einer "Nachrichtenwand" Punkte zu den interessantesten Artikeln geklebt und eine Top-Ten-Nachrichtenliste erstellt werden. Lesewoche Zu Beginn der Stunde überlegt die Klasse, wie sich die Lesemenge eines Lesers oder einer Leserin dokumentieren lässt. Im Idealfall erstellen die Jugendlichen eine eigene Dokumentation. Alternativ kann auf die Vorlage zurückgegriffen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen abschließend ihre Lesemenge "messen" und dadurch zum bewussten Viellesen animiert werden. In dieser Lesewoche ging es um aktuelle Zeitungstexte. Die Lernenden können auch weiterhin auf das Angebot der ich-will-lernen.de-Website zugreifen, da dort täglich mehrfach die Nachrichten aktualisiert werden. Aber auch auf andere Nachrichtenanbieter aus dem Internet kann zugegriffen werden. Reflexion Die Schülerinnen und Schüler ergänzen in der kommenden Woche ihre Dokumentation und tauschen sich über ihren Lesefortschritt aus. Abschließend reflektieren sie noch einmal ihren Lernzuwachs mit dem Selbsteinschätzungsbogen (Arbeitsblatt 4) aus der ersten Unterrichtsstunde und vergleichen, welche Unterschiede sich in ihren Einstellungen entwickelt haben. Das Vorgehen zum Lesen der Texte mit den Strategie-Tippkarten kann in den nachfolgenden Stunden auch wiederholt eingesetzt werden, um den Umgang mit den Texten zu trainieren und den Schülerinnen und Schülern Sicherheit zu verschaffen. Dies kann auch als Hausaufgabe zur Vorbereitung der folgenden Stunden aufgegeben werden. Wenn die Lernenden mit der Informationsquelle ich-will-lernen.de vertraut sind, dann können sie zu einem späteren Zeitpunkt eigenständig weitere Internetquellen nutzen (siehe Linksammlung auf ich-will-lernen.de).

  • Deutsch / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial zur Berufsvorbereitung mit ich-will-lernen.de

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Berufsvorbereitung begleitet die Lernenden mit Übungen zu Berufsfindung, Bewerbung und Arbeitsorganisation im Umgang mit der Online-Trainingsplattform ich-will-lernen.de.Viele Jugendliche fragen sich zum Ende der Schulzeit: Bin ich reif für den Berufseinstieg? Die Unterrichtseinheit führt in die Benutzung des Lernportals ich-will-lernen.de ein, das vom Deutschen Volkshochschul-Verband angeboten wird. Über die dort zur Verfügung stehenden Übungen hinaus können Arbeitsblätter genutzt werden, die inhaltlich auf einigen dieser Übungen beruhen. Zu den vier Themenbereichen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander Arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" stehen hier Arbeitsblätter für die unterrichtliche Arbeit bereit. Das Lernportal ich-will-lernen.de Das Lernportal ich-will-lernen.de des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V. in Bonn stellt kostenlose Übungen aus den Bereichen der Alphabetisierung und der Grundbildung in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es auch umfangreiche Informationen und Übungen zum Beispiel zum berufsbezogenen Lernen. Ein Online-Lernkurs deckt vor allem die Themen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" ab. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen Die vier Curricula zum berufsbezogenen Lernen mit ich-will-lernen.de enthalten auf bis zu zehn Lernstufen jeweils ein oder zwei Themen, die in mehreren Übungen online bearbeitet werden können. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen sind in vier entsprechenden PDF-Dokumenten gebündelt und stehen zum Download auf der Plattform bereit. Einsatz des Lernportals im Unterricht Einsatz des Lernportals im Unterricht Wie Sie das Online-Lernportal ich-will-lernen.de im Unterricht einführen und nutzen können, erfahren Sie hier. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wiederholen Grundwissen aus den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch. lernen, sich auf einen geeigneten Arbeitsplatz zu bewerben. erhalten Einblick in richtiges Verhalten am Arbeitsplatz in unterschiedlichen realistischen Situationen. erfahren, wie man die eigene Arbeit im Beruf richtig organisiert. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit Computer und Internet. erfahren verschiedene Arbeitsformen in Online-Übungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man sich gegenüber Mitarbeitern und Kollegen, aber auch gegenüber Vorgesetzten und Kunden höflich und geschickt verhält. lernen in realistischen Beispielen, mit Fehlern umzugehen. erfahren, wie man die ungenannten Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Sorgfalt in konkreten Situationen erreichen kann. sehen ein, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen oft andere Wertmaßstäbe setzen oder unerwartete Reaktionen zeigen. üben in ausgewählten Situationen richtiges Verhalten gegenüber Menschen aus anderen Kulturen. lernen, ein Gespräch persönlich oder am Telefon zu führen. erhalten Einblick, wann Gespräch, Telefon oder E-Mail als sinnvolles Kommunikationsmedium zu bevorzugen ist. Vorbereitung Da das Portal ich-will-lernen.de für Förderschüler, Hauptschüler und Berufsanfänger nicht auf Anhieb leicht zu benutzen ist, werden die einzelnen Curricula mithilfe von vorbereitenden Arbeitsblättern im Unterricht eingeführt. Die Aufgaben auf den Arbeitsblättern entsprechen inhaltlich ausgewählten Übungen aus dem Lernbereich des Portals. Sobald die Lehrkraft die Lernenden in die Bedienung des Online-Portals eingewiesen hat, werden die Benutzerinnen und Benutzer einige der Übungen wiedererkennen und werden durch diesen Wiedererkennungseffekt zum selbstständigen Weiterarbeiten motiviert. Vorstellung des Portals und Einführung Zunächst stellt die Lehrkraft das Portal ich-will-lernen.de in der Klasse vor. Die vier verschiedenen Curricula von ich-will-lernen.de stehen auf dem Portal in vier PDF-Dokumenten zur Verfügung. Die Curricula nutzen die Lernenden als Listen zum Abhaken der bearbeiteten Themen. Auf diese Weise kann der individuelle Lernfortschritt einfach im Auge behalten werden. Die PDF-Dateien können Sie unter folgenden Links herunterladen. Gemeinsames Anmelden Zunächst rufen alle Schülerinnen und Schüler die Seite www.ich-will-lernen.de in ihrem Browser auf. Anschließend erfolgt die Anmeldung und Passwortvergabe. Um auf die nachfolgenden Stunden vorzubereiten, erklärt die Lehrkraft die wichtigsten Funktionen des Portals und weist auf die Übungen hin, die später durchgeführt werden. Ablauf einer Bewerbung In einem Lehrervortrag wird der exemplarische Ablauf eines Bewerbungsgesprächs vorgestellt. Alternativ kann auch ein Unterrichtsgespräch stattfinden. Eine Sicherung der Ergebnisse kann auf einem Flipchart oder in Form eines Tafelbildes erfolgen, die den Schülerinnen und Schülern später in digitaler Form oder als Ausdruck zur Verfügung gestellt werden können. Folgende wesentliche Punkte sollten in dieser Reihenfolge erarbeitet werden: Information über freie Stellen Telefonische Kontaktaufnahme oder Anfrage per E-Mail Schriftliche Bewerbung Bewerbungsgespräch Im Bewerbungsgespräch Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, Arbeitsblatt 1 selbstständig auszufüllen. Anschließend können die Ergebnisse im Plenum ausgetauscht und besprochen werden. Übung am Computer Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt ausgefüllt haben, führen sie diese Übung nochmals auf der Plattform ich-will-lernen.de durch. Rückmeldungen im Beruf Zunächst erläutert die Lehrkraft in einem kurzen Vortrag die Bedeutung von Rückmeldungen durch Vorgesetzte. Im Anschluss führen die Schülerinnen und Schüler eine Übung zum Thema "Wie war ich? Rückmeldungen erfragen" durch. Dazu füllen sie Arbeitsblatt 2 aus. Gegebenenfalls kann das Arbeitsblatt nach Fertigstellung im Plenum besprochen werden. Übung am Computer Auf der Plattform ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die vorab mit dem Arbeitsblatt vorbereitete Übung zur Bitte um Rückmeldung auf und bearbeiten diese. Schwierigkeiten im Arbeitsalltag Als Impuls stellt die Lehrerin oder der Lehrer die Frage, welche Schwierigkeiten im alltäglichen Miteinander am Arbeitsplatz auftreten können. In einem Lehrer-Schüler-Gespräch werden mögliche Situationen gesammelt. Anschließend führen die Lernenden eine Übung zum Thema "Eine Frage an den Chef" durch. Dazu arbeiten sie mit Arbeitsblatt 3, das im Anschluss gemeinsam besprochen werden kann. Übung am Computer Auf dem Portal ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die Übung zur Frage an den Chef auf und bearbeiten diese online. Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft In einem Lehrer-Schüler-Gespräch wird das Thema "Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft" in der Klasse eingeführt. Gemeinsam überlegen die Lernenden, welche Besonderheiten möglicherweise zu beachten sind. Es schließt sich eine Übung zum Thema "Andere Länder - andere Sitten" an. Hierzu füllen die Schülerinnen und Schüler Arbeitsblatt 4 aus, indem sie Begriffe zuordnen beziehungsweise ankreuzen. Übung am Computer Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, auf der Plattform ich-will-lernen.de die Übungen "Unterschiedliche Gesten verstehen" und "Feste feiern, aber wie?" aufzurufen und zu bearbeiten. Zum Abschluss bietet es sich an, die Erfahrungen mit den Aufgaben auf ich-will-lernen.de auszutauschen und mögliche offene Fragen im Plenum zu klären. Nachdem die ersten Übungen gemeinsam im Unterricht absolviert wurden, können die Lernenden nun zu Hause weitere Lernstufen und Aufgaben ausprobieren und sich so - je nach individuellem Bedarf - eigenständig weiterbilden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Sekundarstufe I

Demokratie und Menschenrechte in Deutschland

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Demokratie und Menschenrechte" wird die Entwicklung der Demokratie in Deutschland von 1871 bis 1989/90 erarbeitet. Mit NS- und SED-Regime existierten im 20. Jahrhundert auf dem Boden des heutigen Deutschlands zwei Diktaturen, die das Menschenbild und das politische System der Demokratie grundlegend ablehnten, bekämpften und vorübergehend beseitigten. Jugendliche nehmen das politische System, in dem sie aufwachsen, als etwas Selbstverständliches wahr. In der Bundesrepublik Deutschland ist dies die parlamentarische Demokratie, die den deutschen Bürgerinnen und Bürgern durch das Grundgesetz umfassende Freiheitsrechte garantiert. Doch war das schon immer so? Durch den historischen Blick auf die deutsche Geschichte von 1871 bis 1989/90 sollen die Schülerinnen und Schülern erkennen, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu keinem Zeitpunkt stabil waren - und Verstöße gegen die demokratische Grundordnung auch in der Gegenwart passieren können. Freie Computerarbeit Mithilfe eines historischen Längsschnitts wird die Entwicklung der Demokratie in Deutschland von 1871 bis 1989/90 erarbeitet. Die Epochen der deutschen Geschichte sind in fünf Lernbausteine eingeteilt. Zu jedem Lernbaustein gibt es ein Arbeitsblatt, das von den Schülerinnen und Schülern in Zweiergruppen selbstständig am Computer erarbeitet werden soll. Diese freie Computerarbeit beginnt jedes Mal mit einer Geschichtsdokumentation, die sich die Schülerinnen und Schüler im Internet ansehen können. Auf dem Arbeitsblatt sind Fragen zu den Dokumentationen vermerkt. Medien und Quellen Filme und gerade Dokumentationen wirken auf Heranwachsende sehr authentisch. Doch auch bei audio-visuellen Medien handelt es sich um eine Form der Geschichtsdarstellung. Deswegen ist es notwendig, jeden Lernbaustein um Bild- und Textquellen zu ergänzen. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler einschätzen, ob die filmische Darstellung eines bestimmten Themas mit den Quellen übereinstimmt. Darüber hinaus können den Quellen vertiefende Informationen zu einem Ereignis entnommen werden, die in filmischen Umsetzungen oftmals nur unvollständig oder oberflächlich behandelt werden. Ablauf der Unterrichtseinheit "Demokratie und Menschenrechte" Fünf Lernbausteine zur Unterrichtseinheit Anhand von fünf Lernbausteinen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung der Demokratie in Deutschland von 1871 bis 1989/90 in freier Computerarbeit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die Entwicklung der Demokratie in Deutschland von 1871 bis 1989/90 strukturiert zusammenfassen. lernen allgemeine Merkmale einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung kennen: Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit und -vielfalt, Pluralismus der Lebensformen, Reisefreiheit, Pressefreiheit und Selbstbestimmung. erkennen, dass Diktaturen das Wesen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unterdrücken und bekämpfen. erkennen, dass es in allen Epochen der deutschen Geschichte Verstöße gegen die demokratische Grundordnung gegeben hat. leiten daraus ab, dass Demokratie und Menschenrechte aktiv geschützt werden müssen, um diese zu erhalten (historisch-politisches Lernen). Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen aus Text- und Bildquellen sowie Geschichtskarten und Schaubildern aus dem Internet gezielte Informationen. lernen Geschichtsdokumentationen als eine Form der Darstellung von Geschichte kennen. entnehmen den Dokumentationen zielgerichtete Informationen. lernen, Szenen aus Geschichtsdokumentationen mit Quellen zu vergleichen. sind fähig, alle historischen Quellen und Darstellungen durch Fragen mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus (I. Reproduktion, II. Analyse, III. Reflexion) eigenständig oder in Gruppenarbeit zu beantworten. können eigenständig mit Textverarbeitungsprogrammen umgehen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in Arbeitsgruppen eigenständig zu arbeiten. können umfangreiches Arbeitsmaterial zu einem Thema untereinander aufteilen. entwickeln aus der historischen Betrachtung der Verletzung von Demokratie und Menschenrechten Zivilcourage und Nonkonformismus für die Gegenwart. Einführung und kurze historische Einordnung Die Gründung des ersten deutschen Nationalstaates 1871 war nicht das Projekt ihrer Bürger, sondern der politischen und ökonomischen Eliten. Durch einen Vergleich von Text- und Bildquellen mit einigen Filmausschnitten aus der Dokumentation "Bismarck und die Deutschen" kann die antidemokratische Grundstruktur des Kaiserreiches verdeutlicht werden. Eine politische Partizipation der (männlichen) Bevölkerung war gegeben, doch sie war stark eingeschränkt. Politische Parteien, die Bismarcks Ansichten nicht teilten und heute ein Teil der demokratischen Grundordnung sind, wurden damals zu "Reichsfeinden" erklärt. Exemplarisch wird das Schicksal der Sozialistischen Arbeiterpartei im Arbeitsblatt thematisiert. Durch das sogenannte "Sozialistengesetz" von 1878 wurden alle sozialistischen Parteien und Gewerkschaften verboten. Einführung und kurze historische Einordnung Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges endete das Deutsche Kaiserreich. Durch die Weimarer Reichsverfassung entstand in Deutschland eine parlamentarische Demokratie. Alle Deutschen, die über 20 Jahre alt waren, durften wählen, erstmals auch Frauen. Doch während des gesamten Verlaufs der Weimarer Republik bestand kein Grundkonsens über die neue politische Ordnung von Freiheit und Demokratie. Mithilfe der Dokumentation und zahlreicher Quellen sollen die Schülerinnen und Schüler Ursachen erarbeiten, weshalb viele Menschen die erste deutsche Demokratie des 20. Jahrhunderts ablehnten. Einführung und kurze historische Einordnung Dieser Lernbaustein thematisiert die Frühphase des Nationalsozialismus von 1933 bis 1935. In diesem Zeitraum vollzogen sich der Bruch mit der Demokratie von Weimar und die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur. Mithilfe der Dokumentation "Die Gleichschaltung, 1933 bis 1935" und ausgewählter Text- und Bildquellen sollen die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, wie Adolf Hitler die demokratische Ordnung von Weimar zerstörte: Menschenrechte wurden beseitigt, die Gewaltenteilung abgeschafft. Minderheiten und Andersdenkende wurden verhaftet und entrechtet, was in der offenen Diskriminierung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung gipfelte. Im Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 wurden sie zu "Bürgern minderen Rechts", ein fundamentaler Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung aller Menschen. Einführung und kurze historische Einordnung Mit der Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 war die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Der westdeutsche Bundesstaat entwickelte sich zu einer parlamentarischen Demokratie, die bis in die Gegenwart gilt und eine große Strahlkraft besitzt. Die Schülerinnen und Schüler sollen die wichtigsten Artikel des Grundgesetzes erarbeiten und mithilfe der Dokumentation "Die Bonner Republik 1949-1998, Die Ära Adenauer" und ausgewählter Quellen erläutern, warum diese Verfassungsordnung große Akzeptanz fand. Doch im politischen Alltag wurden die im Grundgesetz verankerten Grundrechte verletzt, was exemplarisch an der "Spiegel"-Affäre (1962) aufgezeigt werden soll. Ein Grundrecht der demokratisch-pluralistischen Ordnung, die Presse- und Meinungsfreiheit, wurde während dieser Staatsaffäre verletzt. Einführung und kurze historische Einordnung Nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 übernahm die Sozialistische Einheitspartei Deutschland (SED) in allen Bereichen von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur die Kontrolle. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, wie die Menschen in der DDR in der Ausübung ihrer Freiheitsrechte eingeschränkt wurden. Durch den Bau der Berliner Mauer 1961 wurden die Bürgerinnen und Bürger ihres Rechts auf Freizügigkeit beraubt. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) schuf einen Überwachungsapparat, in dem die eigene Bevölkerung systematisch überwacht und unterdrückt werden konnte. Mithilfe der Dokumentation "Der Fall der Berliner Mauer, Teil 1" finden die Schülerinnen und Schüler heraus, wie es zur friedlichen Revolution von 1989 kam und welche Ereignisse die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands ermöglichten.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Effektive Nutzung von Suchmaschinen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit gibt Aufschluss darüber, wie die Informationssuche mit Suchmaschinen effektiv gestaltet werden kann, denn auf der Suche nach Informationen geht der erste Griff längst nicht mehr zum Lexikon - das sich ständig im Wandel befindliche Internet bietet auf so gut wie jede Frage ein Antwort. Informationen liegen in allen möglichen Formaten wie Texten, Bildern, Videos oder MP3-Dateien vor, wobei uns am häufigsten Informationen in Textform begegnen. Besonders im Internet sind Texte ganz einfach zu finden. Ein einzelner Satz oder ein Schlagwort, eingegeben in eine Suchmaschine, liefert oft ein Ergebnis von mehr als tausend Webseiten. Im Folgenden sollen einige Suchprogramme näher vorgestellt und deren effektive Nutzung erläutert werden. Suchmaschinen im Unterricht Damit Sie Ihren Schülerinnen und Schülern die effektive Nutzung von Suchmaschinen gut vermitteln können, ist es zunächst notwendig, sich näher mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dem eigentlichen Einsatz von Suchmaschinen im Unterricht ist darum eine kurze Einheit mit allgemeinen Informationen zu Suchmaschinen vorangestellt. Ablauf Effektiver Einsatz von Suchmaschinen im Unterricht Auf dieser Seite wird beschrieben, wie Suchmaschinen effektiv für den Unterricht genutzt werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler begreifen die unendliche Fülle an Informationen, die das Internet in Form von Text-, Bild- und Videomaterial zu bieten hat. wissen um die verschiedenen Suchmaschinen, die im Internet zur Verfügung stehen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, wie Suchprogramme oder Suchmaschinen effektiv genutzt werden können (Informationen suchen, bewerten, auswählen und festhalten). kennen den Unterschied zwischen brauchbaren und nicht zu gebrauchenden Internetquellen und Informationen (Wahrheitsgehalt der Information, Nutzen et cetera). können die gefundenen Informationen aus einer kritischen Perspektive heraus betrachten und überprüfen diese gegebenenfalls. Projekt "Learn to teach by social web" Diese Materialien wurden im Projekt "Learn to teach by social web" erarbeitet. Das Projekt gibt Lehrerinnen und Lehrern ein Curriculum an die Hand, mit dem sie sich auf die Lehre für und mit sozialen Medien vorbereiten können. Disclaimer Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. Beschreibung einiger Suchmaschinen Damit Sie Ihren Schülerinnen und Schülern die effektive Nutzung von Suchprogrammen gut vermitteln können, ist es zunächst notwendig, sich näher mit der Thematik auseinanderzusetzen. Aufgrund dessen werden nun einige Suchmaschinen , die Sie im Unterricht verwenden können, dargestellt. Suchmaschine Google Die wohl bekannteste Suchmaschine Google eignet sich hervorragend für die Informationssuche. In fast allen Sprachen werden auch die kleinsten Informationsschnipsel im Internet gefunden. Der größte Kritikpunkt an dem Programm ist jedoch die Art der Finanzierung, die hauptsächlich über Werbung bestritten wird. Suchmaschine Bing Ein anderes Suchprogramm, das jedoch eher in den USA bekannt ist und sich hier nur sehr langsam verbreitet, ist Bing . Bing wird von der Firma Microsoft betrieben. Informationssuche auf der Internetseite Wikipedia Auch Wikipedia kann oft als Informationsquelle dienen, wenn es darum geht, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Es gibt Informationsseiten zu mehr als einer Millionen Themen aus jedem erdenklichen Fachbereich. Viele Ihrer Schülerinnen und Schüler werden Wikipedia bereits kennen und nutzen. Ein Vor-, aber auch Nachteil dieser Website ist, dass Menschen aus der ganzen Welt darauf zugreifen und Artikel verändern können. Somit kann jeder aktiv an Wikipedia teilnehmen. Gerade deswegen sollten Informationen jedoch auch immer kritisch betrachtet und gegebenenfalls noch einmal überprüft werden. Informationen finden in sozialen Netzwerken Auch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook können viele Informationen liefern. Firmen, Herstellerinnen und Hersteller, Schauspielerinnen und Schauspieler, Politikerinnen und Politiker und viele mehr erstellen hier eigene Seiten, um auf diese Weise besonders junge Leute zu erreichen. Fundgrube Internet Um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass wirklich fast jede Information im Internet erhältlich ist, können sie völlig belanglose und unsinnige Fragen stellen. Die Lernenden werden Freude an der Beantwortung haben. Solche Aufforderungen können beispielsweise wie folgt aussehen: Wie heißt der Hund, der 2013 zum hässlichsten Hund der Welt gekürt wurde? Finde ein Foto von ihm! Wie heißt Dr. Oetker mit Vornamen? Was findest du unter Bildern, wenn du bei Google "241543903" eingibst? Welchen Beruf übte Heidi Klums Vater aus? Eigenrecherche Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler auch selber nach witzigen und unnützen Fakten suchen. Dadurch lernen sie nebenbei den Umgang mit Suchmaschinen und haben dabei Spaß. Beschreibung der Übung Teilen Sie die Klasse in mehrere Gruppen. Jede Gruppe bekommt nun ein Thema zugewiesen, zu dem sie so viele Quellen wie möglich finden soll. Erlaubt sind Quellen jeder Art wie Texte, Bilder, Videos oder ähnliches. In den Gruppen sollen die Schülerinnen und Schüler nun über die Quellen diskutieren. Welche Quellen eignen sich? Worauf muss ich achten? Besprechen Sie im Anschluss gemeinsam, was die Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Informationsquellen herausgefunden haben. Effekt der Übung Die Lernenden sollen selbständig herausfinden, dass nicht jede Information im Netz wahr ist und nicht jede Quelle sich für Arbeiten, Präsentationen oder Referate eignet. Gerade, weil das Internet einen Überfluss an Informationen bietet, müssen die Schülerinnen und Schüler den richtigen Umgang noch erlernen. Dieses benötigt jedoch Übung, weshalb Sie versuchen sollten, immer wieder kleine Aufgaben in den Unterricht einzubinden. Deren Bedeutsamkeit wird durch die Erfahrung, dass die meisten der Schülerinnen und Schüler das Internet ohnehin als Informationsquelle für Hausaufgaben und Vorträge nutzen, deutlich.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Fächerübergreifend / Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Skype im Unterricht

Unterrichtseinheit

In diesem Unterrichtsvorschlag lernen Sie die kostenlose Telefonie-Software Skype der Firma Microsoft kennen. Nachdem der Umgang sowie die Vor- und Nachteile von Skype erläutert wurden, werden einige praktische Einsatzbeispiele für den Unterricht vorgestellt. Mittels Skype lassen sich sowohl Einzel- als auch Gruppentelefonate über das Internet führen. Dabei ist es auch möglich, sich gegenseitig über ein Live-Video zu sehen. Auch kleine Dateien können über diese Software verschickt werden. Über ein Skype-Konto können Menschen aus aller Welt miteinander kommunizieren. Diese verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten können in den Unterricht integriert werden – Wie das möglich ist, zeigt diese Unterrichtseinheit. Installation von Skype Um Skype innerhalb des Unterrichts nutzen zu können, müssen Sie sich die Software herunterladen. Die Software selbst ist kostenfrei. Alles was benötigt wird, ist ein funktionierender Internetzugang. Nach erfolgreichem Herunterladen der Software kann ein eigener Account angelegt werden. Diesen können Sie später mit der ganzen Klasse nutzen. Es ist somit nicht notwendig, für jede Schülerin und jeden Schüler ein eigenes Konto einzurichten. Es reicht, wenn Sie einen Account haben, auf den alle zugreifen können. Wie Sie Skype installieren, einrichten und anwenden können, zeigt dieses Video . Einsatz von Skype im Unterricht Einsatz von Skype im Unterricht Wie Skype im Unterricht für verschiedene Themenbereiche genutzt werden kann, wird auf dieser Seite beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können einfacher Informationen im Gedächtnis behalten, da der Einsatz von Skype einen alltäglichen Bezug herstellt. können mehr über ein Berufsfeld erfahren (Skype-Interview mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus der Praxis). können ihre fremdsprachlichen Qualitäten verbessern (Skype-Konferenz mit Muttersprachlerinnen und -sprachlern). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf eine medial vermittelte Gesprächssituation vor. erlernen und üben die Anwendung von Skype (Einzel- und Gruppentelefonate mit optionaler Live-Video-Übertragung, Versenden von Dateien über Skype). lernen, über eine Software ortsunabhängig miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Arbeit bestärkt, da sie eine direkte Rückmeldung durch den Skype-Partner erhalten. können bei einem anstehenden Austausch erste Hürden bei der Kontaktaufnahme mit der Gastfamilie oder dem Austauschpartner beziehungsweise der Austauschpartnerin überwinden. Projekt "Learn to teach by social web" Diese Materialien wurden im Projekt "Learn to teach by social web" erarbeitet. Das Projekt gibt Lehrerinnen und Lehrern ein Curriculum an die Hand, mit dem sie sich auf die Lehre für und mit sozialen Medien vorbereiten können. Disclaimer Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. Weltweiter Austausch Neben der Möglichkeit, weltweit mit Menschen kommunizieren zu können, bietet Skype durch die Option von Gruppentelefonaten eine gute Grundlage für gemeinsames Arbeiten, auch wenn sich die Beteiligten nicht am selben Ort befinden. So hat Ihre Schule vielleicht eine Partnerschule, mit der die Schülerinnen und Schüler skypen können, um sich beispielsweise über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Schulsysteme auszutauschen. Einschränkungen der Software Eine Einschränkung zeigt sich jedoch bei der Anzahl möglicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es besteht die Gefahr, dass es bei einer Konferenz mit zu vielen Skype-Partnern zu einer schlechten Telefon-Verbindung kommt und das gegenseitige Verständnis erschwert wird. Da es sich zudem um eine proprietäre Software der Firma Microsoft handelt, ist ein verändernder Zugriff auf Skype nicht möglich. In diesem Zusammenhang spielt auch der Datenschutz eine Rolle. Experten zu verschiedenen Themen Finden Sie einen Experten oder eine Expertin für das jeweils passende Unterrichtsthema. Dies kann zum Beispiel eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Drogen- und Suchtberatung sein, wenn es im Unterricht um die Prävention geht. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, ein Skype-Treffen mit einer Sportlerin oder einem Sportler, einer Autorin oder einem Autor, einer Musikerin beziehungsweise einem Musiker oder auch einer Politikerin oder einem Politiker zu arrangieren. Abwechslungsreiche Informationsvermittlung Persönliche Gespräche mit Praktikerinnen und Praktikern erhöhen die Motivation der Lernenden und sorgen dafür, dass die vermittelten Informationen im Gedächtnis bleiben. Per Videotelefonat können die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen und sehen gleichzeitig, dass sie tatsächlich von einem Profi beantwortet werden. Solch eine Verwendung von Skype im Unterricht bietet der Klasse Abwechslung, da Informationen ausnahmsweise nicht nur von der Lehrkraft vermittelt werden. Skype-Konferenz zur Berufsorientierung Ebenso lassen sich Skype-Treffen in die Berufsvorbereitung einbauen. Häufig fehlt vielbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und -nehmern die Zeit, eine Schule zu besuchen und die Lernenden über den Beruf zu informieren. Eine Skype-Konferenz würde dagegen den Zeitaufwand aufgrund der Ortsunabhängigkeit verringern und die Chancen für ein Gespräch erhöhen. Kann ein Skype-Telefonat vereinbart werden, sollten die Lernenden schon im Voraus überlegen, welche Fragen sie stellen wollen. So erhalten sie berufsrelevante Informationen aus erster Hand, wodurch das Thema Berufsvorbereitung lebens- und alltagsnah behandelt wird. Auswahl der Gesprächspartner Versuchen Sie Unternehmerinnen und Unternehmer aus möglichst vielen verschiedenen Berufssparten für ein Skype-Treffen zu gewinnen. So decken Sie die Interessen vieler Schülerinnen und Schüler ab. Vorab kann auch eine Berufswunsch-Liste herumgegeben werden. Dann können Sie einschätzen, an welchen Berufen das Interesse besonders groß ist. Skype im Fremdsprachenunterricht Auch in den Fremdsprachenunterricht kann Skype gut integriert werden. Telefonate mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern bringen Abwechslung in den Schulalltag, lockern die Lernatmosphäre auf und helfen den Schülerinnen und Schülern dabei, ihre sprachlichen Qualitäten zu verbessern. Skype vor dem Schüleraustausch Der Einsatz von Skype ist auch dann gewinnbringend, wenn ein Schüleraustausch ansteht. Über Skype können die Lernenden bereits vor der Reise Kontakt zu ihren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern aufnehmen und erste Hürden in der Kontaktaufnahme überwinden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Präsentationen mit sozialen Medien interessant gestalten

Unterrichtseinheit

Durch soziale Medien eröffnen sich neue Unterrichtsmethoden, die auf Online-Gruppenarbeit basieren. Soziale Medien sind ein großer Teil des Alltags, auch in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler. In diesem Beitrag wird vorgestellt, wie eine kompetente Vermittlung und Anwendung von sozialen Medien aussehen kann. Das Internet ist ein Kommunikationsmittel, das es uns erlaubt, rund um die Uhr weltweit zu kommunizieren. Lehrkräfte müssen dabei die verschiedenen Präsentationstechniken, die sich daraus eröffnen, im Unterricht anwenden. Beispielgebend werden dafür in dieser Unterrichtseinheit die Plattformen Prezi und Surveymonkey beschrieben. Abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts durch Multimedia Mithilfe der Anwendung verschiedener Präsentationstechniken können Lehrkräfte den Unterricht abwechslungsreich gestalten. So bietet eine PowerPoint-Präsentation mehr multimediale Möglichkeiten als ein Vortrag oder das Vorlesen aus einem Buch. Auch ein Video spricht auf visuelle und auditive Weise gleich mehrere Sinne an und motiviert die Schülerinnen und Schüler. Als Abwechslung reicht aber häufig auch schon eine Tonaufnahme, um die Lernenden auditiv anzusprechen. Veröffentlichung des Materials auf sozialen Plattformen Nachdem das Material mithilfe von PowerPoint oder Prezi in Form von PDF, Texten, Dokumenten oder Videos präsentiert wurde, können die Präsentationen auf eine soziale Plattform hochgeladen werden. Auf diese Weise können alle jederzeit darauf zugreifen. Der Link zum Material auf diesen Plattformen kann dann via Facebook oder X oder anderen Blogs und Websites veröffentlicht werden, damit sie leicht zu finden sind. Prezi und Surveymonkey im Unterricht Einsatz von Prezi und Surveymonkey im Unterricht Wie Präsentationen mithilfe der Software Prezi und Surveymonkey interessant gestaltet werden können, wird hier beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen die abwechslungsreiche und multimediale Gestaltung einer Präsentation. trainieren die Vorstellung von Präsentationen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit einer neuen Software (zum Beispiel Prezi oder Surveymonkey), mit deren Hilfe sie Präsentationen teilen, verändern, ergänzen und berichtigen können. üben den Zugriff und das Herunterladen von Präsentationen auf sozialen Plattformen. können mittels Software (Surveymonkey) Umfragen durchführen und diese in übersichtlicher Form darstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren und agieren aufgrund der vielseitigen Kommunikation durch visuelle, akustische oder audiovisuelle Materialien besser untereinander sowie mit der Lehrkraft. stärken das Gemeinschaftsgefühl durch dasselbe Interesse und gemeinsame Verfolgen eines Ziels (Erstellen einer Präsentation in Zusammenarbeit). Projekt "Learn to teach by social web" Diese Materialien wurden im Projekt "Learn to teach by social web" erarbeitet. Das Projekt gibt Lehrerinnen und Lehrern ein Curriculum an die Hand, mit dem sie sich auf die Lehre für und mit sozialen Medien vorbereiten können. Disclaimer Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. Installation von Prezi Für eine angemessene Präsentationserstellung sowie Anwendung im Unterricht ist es vorab notwendig, dass die Lehrerin beziehungsweise der Lehrer die genaue Arbeitsweise mit der schon angeführten Software Prezi erlernt. Zu diesem Zweck loggt sich die Lehrkraft über die Website ( www.prezi.com ) mit ihrem Vor- und Nachnamen sowie mit einem Passwort ein. Danach kann die Nutzerin oder der Nutzer zwischen der einfachen kostenlosen und der etwas ausführlicheren kostenpflichtigen Version wählen. Bei der Basisversion erscheinen zunächst verschiedene Präsentationsvorlagen, aus denen je nach Thema eine ausgewählt werden kann. Alle wichtigen Informationen stehen auf der Website zur Verfügung. Prezi fördert vermehrte Interaktion und Zusammenarbeit. Zur Erklärung für Schülerinnen und Schüler lassen sich ganz einfach Präsentationen erstellen. Die Software bietet sich für das Lehren und Lernen an, weil sie Kooperation online unterstützt. Das Programm ist sehr ansprechend für Schülerinnen und Schüler. Es können sowohl einfache als auch komplizierte Präsentationen entworfen werden. Die Präsentationen lassen sich einfach über soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook oder Twitter teilen. Beschreibung der Software Surveymonkey Ein weiteres sehr nützliches Programm, das Lehrkräfte im Unterricht verwenden können, ist das Programm Surveymonkey . Dieses Programm ist eine Software, mit der sich Umfragen durchführen lassen und deren Ergebnisse in übersichtlicher Form präsentiert werden können. Auch dieses Programm ist kostenlos und ein guter Weg, um Schülerinnen und Schüler mit sozialen Medien arbeiten zu lassen. Die verschiedenen Einsatzfunktionen von technischen Präsentationen Sie können technische Präsentationen in jeder Unterrichtssituation nutzen: Zur Einführung eines neuen Themas oder Vorgehens, zur Vertiefung oder zur Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse. Verwenden Sie diese zur Einführung und Erklärung, dienen sie vor allem der Motivation der Schülerinnen und Schüler. Der Einsatz von Präsentationen zur Vertiefung dient der Informations- und Wissensansammlung. Zum Ende einer Unterrichtsreihe kann man so Ergebnisse auf audiovisuelle Art und Weise festhalten und sichern. Es gibt viele Programme für die Erstellung verschiedenster Präsentationen, doch gelten für alle dieselben Leitlinien: kurzer Text: deutlich, einfach und aussagekräftig Einfügen von Bildern und Videos: Aufmerksamkeit von Schülerinnen und Schülern aufrechterhalten Folien dürfen nicht zu vollgeschrieben sein (zu volle Folien wirken überladen und weniger ansprechend) Dreierregel: drei Punkte oder drei Aussagen pro Folie/Seite klare Struktur: Weisen Sie immer wieder auf das Hauptthema hin, damit die Lernenden dieses nicht aus den Augen verlieren. Folien nicht wortwörtlich vorlesen (dienen lediglich als Gedankenstütze, helfen Sachverhalte deutlicher zu erklären) Sprechen in verschiedenen Tonlagen (macht den Vortrag interessanter) humorvolle und witzige Vortragsweisen (lockern die Stimmung etwas auf) Einführung des Programms mithilfe einer Präsentation Schülerinnen und Schüler zu eigenen Entdeckungen und ersten Probearbeiten mit der Seite einladen Themen vorschlagen und erklären, wie man diese umsetzen kann Schülerinnen und Schülern ein gutes Gefühl im Umgang mit der Technologie vermitteln Diskussion der Vor- und Nachteile von Prezi Die Schülerinnern und Schüler können mit diesem Programm kostenlos und online ihre eigenen Umfragen zu den verschiedenen Aspekten der sozialen Realität erstellen. Dies geschieht in sechs Schritten: Überblick über die Thematik geben nach Hypothesen suchen Reaktionen filtern sich überschneidende Antworten tabellarisch darstellen Antworten herunterladen Ergebnisse teilen Beispiel: Umfrage zum Online-Verhalten von Kindern Ähnliche Programme Ein anderes Programm mit ähnlicher Arbeits- und Funktionsweise wie Surveymonkey ist zum Beispiel: www.slide.effect.com . Präsentationsprogramme für Bilder und Videos Präsentationsprogramme, die speziell für die Präsentation von Bildern und Videos vorgesehen sind, sind zum Beispiel www.smilebox.com oder www.photofacefun.com .

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Technik und Innovation: Der Krieg als "Vater aller Dinge"?

Unterrichtseinheit

Indem die Schülerinnen und Schüler anhand der Flugzeug- und Raketentechnik eine Chronologie der zivilen und militärischen Nutzung technischer Innovationen erstellen, setzen sie sich mit der ethischen Verantwortung von Wissenschaft und Technik im Spannungsfeld von Fortschritt, Wohlstand und Krieg auseinander.Heraklit von Ephesos formulierte einst, der Krieg sei ?Vater aller Dinge?. Tatsächlich zeigt sich im historischen Rückblick, dass technische Innovationen sehr häufig mit militärischer Rüstung in Verbindung stehen. Ob Internettechnologie, Flugzeug-, Raketen- oder auch Satellitentechnik: Selbst wenn die militärische Nutzung den Anstoß zu einer technologischen Entwicklung gab, haben viele Anwendungen schon bald ihre ursprüngliche Nische verlassen, weil sich ein ziviler Markt hierfür gebildet hat. Ethische Verantwortung von Wissenschaft und Technik In dieser Unterrichtseinheit erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Chronologie der zivilen und militärischen Nutzung der Flugzeug- und Raketentechnik. Hierin halten sie insbesondere fest, welche Innovationen bis heute eine ethische Debatte auslösen und welche Verantwortung den Wissenschaftlern und Erfindern, der (Welt-)Öffentlichkeit und der Politik für eine Nutzung im Sinne des Gemeinwohls zukommen. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bilden die Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen als Kriegswaffen, Überwachungsgeräte oder Katastrophenhelfer. Historische Einordnung Historische Einordnung des Themas Die historische Entwicklung der Flugzeug- und Raketentechnik im militärischen und zivilen Bereich vom Ersten Weltkrieg bis heute wird hier kurz dargestellt. Ablauf Ablauf der Unterrichteinheit "Technik und Innovation" Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Chronologie der zivilen und militärischen Nutzung der Flugzeug- und Raketentechnik und befassen sich mit den Vor- und Nachteilen von Drohnen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ausgewählten (militär)technischen Innovationen der Luftfahrt und Raketentechnik von der Pionierzeit bis zu den aktuellen Einsätzen von Kampfdrohnen auseinander. kennen die Bedeutung des Militärs bzw. des Krieges für technische Innovation. differenzieren zivile und militärische Anwendungen ausgewählter Technologien und sind in der Lage, deren Chancen und Risiken zu benennen. können die Grundzüge eines ethisch-politischen Diskurses im Spannungsfeld von Technik und Militär nachvollziehen und haben sich mit Aspekten einer Verantwortungsethik zur Nutzung moderner (Militär-)Technik beschäftigt. setzen sich mit völkerrechtlichen Aspekten für den Einsatz von Waffentechnologie auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Internetquellen, um Informationen zu recherchieren. nutzen ein Textverarbeitungsprogramm, um Arbeitsergebnisse zu dokumentieren. sind in der Lage, einen Standpunkt in einer Forendiskussion begründet und faktenbezogen zu vertreten sowie sachlich und differenziert zu argumentieren. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erstellen kollaborativ eine Chronologie als historischen Längsschnitt zum Thema. extrahieren in Gruppenarbeit aus umfangreichem Material wesentliche, aussagekräftige Inhalte. erproben faire Umgangsformen in öffentlichen Diskussionsforen. Die Raketentechnik als Weiterentwicklung der Flugzeugtechnik - unleugbar zunächst als Fernwaffe konzipiert - und die unbemannte Flugkörpertechnologie wurden in verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte kontrovers beurteilt. Und dies galt der zivilen wie auch der militärischen Nutzung. Beide Anwendungen eignen sich, die Rezeptionsgeschichte von Innovationen im militärischen und zivilen Bereich in einem historischen Längsschnitt zu beleuchten. Erster Weltkrieg Anders als die Raketentechnologie diente die Flugzeugtechnik von der Pionierzeit an sowohl militärischen als auch zivilen Zwecken. Spielten Flugzeuge im Ersten Weltkrieg im Deutschen Reich noch eine wichtige Rolle, wurde aufgrund des Verbots durch den Versailler Vertrag, eine Luftwaffe zu unterhalten, die zivile deutsche Luftfahrt in den 20er Jahren massiv ausgebaut. Zweiter Weltkrieg Erst im Nationalsozialismus rückte die militärische Nutzung und Forschung für die Luftwaffe und die Raketentechnik in den Mittelpunkt. Das ethische Dilemma der Raketentechnik wird beispielsweise in der Person Wernhers von Braun deutlich, dem führenden Konstrukteur der ersten leistungsstarken, funktionstüchtigen Flüssigkeitsrakete A4 ("Vergeltungswaffe V2") unter nationalsozialistischer Herrschaft. Kalter Krieg Mittelstreckenraketen spielten später bei der Aufrüstungspolitik zur Zeit des Kalten Krieges eine zentrale Rolle. Befürworter sahen in ihnen einen Garant für den Frieden, während die Friedensbewegung vor der wachsenden Kriegsgefahr durch die Raktenstationierungen warnte. Doch auch die zivile Nutzung der Raketentechnik in der Weltraumtechnologie war und ist umstritten: Ebenfalls als Kind des Kalten Krieges entstanden, steht die Raumfahrt einerseits für wissenschaftlichen Fortschritt und ein wachsendes Verständnis des Universums, gleichzeitig aber auch als ressourcenverschlingender Prestigewahn der Ost- und Westmächte. Ohne Raketentechnik wäre jedoch auch die Nutzung von Satelliten in der Umlaufbahn der Erde nicht möglich. Und auch hier steht die zivile Nutzung (Fernsehen, Navigationsgeräte) im Konflikt mit den Ansprüchen des Militärs (Überwachung, Steuerung von unbemannten Flugkörpern). "Intelligente" Kriegsführung In moderner Zeit wird insbesondere die Vorstellung der "intelligenten" oder auch "chirurgischen" Kriegsführung kontrovers beurteilt. Der Öffentlichkeit wurde im zweiten Golfkrieg vor Augen geführt, wie ferngelenkte Marschflugkörper und von Drohnen transportierte Projektile - angeblich zielgenau - feindliche Stellungen angriffen. Ihr Einsatz wurde mit einer Verringerung des Kollateralschadens begründet, was von Gegnern bis heute bestritten wird. Ambivalente Betrachtung In der Gegenwart ist es der Einsatz von unbemannten Flugkörpern, der ambivalent betrachtet wird: Sogenannte Drohnen können in Katastrophengebieten durch Abwurf von Medikamenten oder Aufklärungsarbeit Menschenleben retten, gleichzeitig werden sie unter der Regierung Obama verstärkt eingesetzt, um terrorverdächtige Personen ohne Gerichtsverfahren "auszuschalten". Der US-Militärstützpunkt in Ramstein ist eine zentrale Koordinierungsstelle für den Drohnenkrieg. Offene Fragen In jüngster Zeit wurden Pläne bekannt, dass auch Deutschland sich mit waffenfähigen Drohnen ausstatten will und massiv in die Erforschung neuer Kriegstechnologie an Universitäten - trotz Zivilklausel - investiert. Hier stellt sich die Frage, wie nationale und völkerrechtliche Bestimmungen den Einsatz dieser Technologien regeln können, damit diese dem Gemeinwohl verpflichtet werden. Einstieg Videoclips zur Geschichte der Raketentechnologie und zum Spannungsfeld von militärischer sowie ziviler Nutzung von technischen Innovationen (siehe Arbeitsblatt 1) geben einen Einblick in die Problemlage. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln hieraus Leitfragen für die folgende Gruppenarbeit und erstellen Kriterien für die Sortierung und Auswahl von Ereignissen, Personen und Erfindungen, die sie später in der Chronologie festhalten. Erarbeitung In Gruppenarbeit klären die Schülerinnen und Schüler Daten und Fakten zur Thematik, indem sie eine Zeitlinie der technischen Innovationen in ihrem militärischen und zivilen Bezug erstellen. Wichtig ist hierbei, dass insbesondere solche Aspekte in die Zeitlinie aufgenommen werden, die exemplarisch das Dilemma einer Verantwortungsethik zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und ziviler oder militärischer Nutzung aufzeigen. Gruppe 1: Erster Weltkrieg Stationen der Flugzeug- und Raketentechnologie (Entwicklung des Flugzeugs vom Luftaufklärer zum Bombenträger) bis zum Ende des Ersten Weltkrieges: Erste Überlegungen, Pioniere, Grenzen der Anwendbarkeit Gruppe 2: Zweiter Weltkrieg Forschung zur Raketentechnologie im Zweiten Weltkrieg: Entwicklung der V2 und die Verstrickung des Wernher von Braun Gruppe 3: Kalter Krieg und Wettrüsten Kalter Krieg und Wettrüsten (1945-1991): Streit um die Mittelstreckenraketen, Friedensbewegung in Ost und West, Personen und Argumente Gruppe 4: Kalter Krieg und zivile Raumfahrt Kalter Krieg und zivile Raumfahrt: Wettlauf um den Mond, Weltraummissionen, Pioniere, Kritiker, "Teflonpfannen-Debatte" Gruppe 5: Gegenwart Gegenwart: Präzisionsgelenkte Waffensysteme als Protagonisten einer "intelligenten beziehungsweise chirurgischen Kriegsführung" (Golfkrieg, Operation Desert Storm) und die Rolle der UN Präsentation Die Arbeitsergebnisse der Gruppen werden in einer Datei als Chronologie zusammengeführt und dienen als Wissensgrundlage. Die Datei kann ausgedruckt werden oder auch als großes Wandplakat mittels Wäscheleine und -klammern im Klassenraum ausgestellt werden. Die einzelnen Gruppen tragen für ihr Expertengebiet die wichtigsten Problemfelder vor. Einstieg Im Plenum bilden sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Videos und einer Auswahl von Zeitungsartikeln (siehe Arbeitsblatt 4) einen Überblick über die politische Debatte im Drohnenkrieg, in dem auch Deutschland stark beteiligt ist. Sie erhalten Informationen zum zivilen und militärischen Einsatz unbemannter Flugobjekte und machen sich mit der Diskussion über völkerrechtliche Aspekte des Drohnenkrieges vertraut. Erarbeitung Mithilfe des gewonnenen Hintergrundwissens erstellen die Schülerinnen und Schüler eine SWOT-Tabelle, in der sie Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Technologie der unbemannten Flugkörper auflisten. Anhand der zuvor erarbeiteten Chronologie wird die Problematik des "Drohnenkrieges" im historischen Kontext erörtert. Hiermit wird die darauffolgende Unterrichtsphase vorbereitet, in der die Schülerinnen und Schüler ihren Standpunkt zur Drohnendebatte in einer öffentlichen Forendiskussion im Internet verteidigen. Am Ende dieser Unterrichtseinheit sollten sich die Lernenden zu wichtigen Aspekten der Thematik positionieren können und erste Lösungsansätze für die Problematik erarbeitet haben. Forendebatte In Gruppenarbeit beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler an einer Forendebatte im Internet. Hierfür suchen Sie sich zunächst eine Plattform in Netz aus, in der aktuell aktiv debattiert wird. Hierfür kämen beispielsweise die Onlineauftritte überregionaler journalistischer Medien infrage. Problematischer sind polarisierende Internetseiten und Blogs, in denen die Schülerinnen und Schüler von vorneherein in eine möglicherweise sehr emotionale und undifferenzierte Diskussion stoßen könnten. Um sicherzustellen, dass genügend Zeit bleibt, damit andere Forennutzer auf die Argumente der Schülerinnen und Schüler eingehen können und sie ein Feedback erhalten, bietet es sich an, diese Unterrichtsphase als Hausaufgabe oder mit zeitlichem Abstand durchzuführen. In diesem Zusammenhang sollte auch eine Hinweis auf die Beachtung der Forenregeln und Netiquette erfolgen. Vorstellung der Debatte und Abschluss Die Schülerinnen und Schüler berichten von den Ergebnissen der Forendiskussion und halten fest, wie Sie die öffentliche Meinung und das Problembewusstsein für die Fragestellungen dieser Unterrichtseinheit einschätzen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Technik / Sache & Technik / Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

GNTM & Co.: Kritische Reflexion von Casting-Shows

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Casting-Shows im Fernsehen sollen sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe digitaler Medien eine Meinung zu diesem aktuellen und umstrittenen Thema bilden. Die Unterrichtseinheit setzt sich mit der Frage auseinander, wie unterschiedliche Personengruppen im Medienformat Germany’s Next Topmodel dargestellt werden und welche Botschaften damit über Schönheit, Geschlecht, Leistung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Normalität vermittelt werden. Ausgangspunkt ist die Lebenswelt der Lernenden: Viele kennen das Format direkt aus dem Fernsehen oder über soziale Medien, andere zumindest über Ausschnitte, Memes oder öffentliche Debatten. Der Einstieg greift diese Vorerfahrungen gezielt auf, indem erste Meinungen, Sehgewohnheiten und spontane Vorstellungen zu "Topmodels" erhoben werden. Im Zentrum der Einheit steht eine analytische und zugleich reflexive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Darstellungsweisen. Die Lernenden untersuchen arbeitsteilig, welche Schönheitsideale und Körpernormen in der Sendung sichtbar werden, wie mit emotionalen und psychischen Belastungen umgegangen wird, wie Machtasymmetrien zwischen Kandidatinnen und Kandidaten und Moderation bzw. Jury inszeniert werden, wie männliche Kandidaten im Vergleich zu weiblichen Kandidatinnen erscheinen und wie Diversität in Bezug auf Hautfarbe, Behinderung, Körperform oder sexuelle Identität gezeigt wird. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer sichtbar ist, sondern vor allem darum, wie Menschen dargestellt, bewertet, hervorgehoben oder normiert werden. Durch das Gruppenpuzzle werden die Teilaspekte zunächst in Stammgruppen erarbeitet und anschließend in Expertengruppen zusammengeführt. So entsteht eine multiperspektivische Betrachtung, die unterschiedliche Beobachtungen miteinander in Beziehung setzt und eine eigenständige Urteilsbildung anbahnt. In der Sicherungsphase werden die Ergebnisse im Plenum präsentiert und diskutiert. Die Einheit mündet in eine persönliche Abschlussreflexion, in der die Lernenden auf ihre anfänglichen Einschätzungen zurückblicken und ihre Sicht auf das Format bewusst überprüfen. Insgesamt verfolgt die Einheit das Ziel, Medienbilder nicht nur zu beschreiben, sondern sie im Hinblick auf ihre Wirkung, ihre impliziten Wertungen und ihre gesellschaftliche Relevanz kritisch zu hinterfragen. Die Lernenden werden dazu angeregt, Darstellungen von Menschen in Unterhaltungsformaten nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern als gestaltete, interessengeleitete und diskutierbare Inszenierungen zu erkennen. Damit stärkt die Einheit Analysefähigkeit, Reflexionsvermögen und die Fähigkeit, mediale Angebote differenziert zu beurteilen. Die Wahl des Themas ist didaktisch sinnvoll, da Germany’s Next Topmodel für viele Jugendliche einen hohen Gegenwarts- und Lebensweltbezug besitzt. Formate, die Unterhaltung, Wettbewerb, Körperinszenierung und soziale Anerkennung miteinander verknüpfen, prägen Vorstellungen davon, was als schön, erfolgreich oder "normal" gilt. Die Einheit setzt deshalb an einer für die Lernenden anschlussfähigen Medienerfahrung an und führt von subjektiven Eindrücken zu einer strukturierten Analyse. Der Einstieg aktiviert Vorwissen und ermöglicht es den Lernenden, eigene Bezüge zum Lerngegenstand herzustellen. Gleichzeitig schafft er eine Grundlage dafür, dass persönliche Wahrnehmungen im weiteren Verlauf überprüft, erweitert oder auch hinterfragt werden können. Diese Lebenswelt- und Subjektorientierung ist zentral, weil der Lerngegenstand nicht abstrakt behandelt, sondern an konkrete Erfahrungen und Sehgewohnheiten der Lerngruppe angebunden wird. Die Erarbeitungsphase im Gruppenpuzzle unterstützt eine kompetenzorientierte und methodisch abwechslungsreiche Auseinandersetzung. In den Stammgruppen erschließen sich die Lernenden jeweils einen Teilaspekt vertieft, in den Expertengruppen werden die Ergebnisse zusammengeführt und in größere Zusammenhänge eingeordnet. So verbindet das Verfahren selbstständige Erarbeitung, kooperatives Lernen und Perspektivwechsel und ermöglicht zugleich Binnendifferenzierung. Ein besonderer Mehrwert der Einheit liegt in ihrer Mehrperspektivität. Die Lernenden setzen sich nicht mit einer vorgegebenen Bewertung der Sendung auseinander, sondern prüfen unterschiedliche Deutungen: Sichtbarkeit kann Anerkennung bedeuten, aber auch oberflächlich inszeniert sein; Diversität kann Teilhabe fördern, aber auch zur Markierung von Andersartigkeit genutzt werden. Dadurch wird eigenständige Urteilsbildung gefördert und eine vorschnelle Moralisierung vermieden. Zugleich eröffnet die Einheit einen reflektierten Wertediskurs. Fragen nach Schönheit, Geschlecht, Behinderung, Zugehörigkeit und Anerkennung berühren immer auch gesellschaftliche Vorstellungen von Gleichheit, Gerechtigkeit und Teilhabe. Indem die Lernenden analysieren, welche Personen als Ideal erscheinen und welche eher als Abweichung markiert werden, setzen sie sich mit sozialen Normen und möglichen Ausgrenzungsmechanismen auseinander. Methodisch stützt sich die Stunde auf klare Arbeitsaufträge, transparente Leitfragen und einen nachvollziehbaren Aufbau. Das entspricht wesentlichen Qualitätsmerkmalen guter Unterrichtsmaterialien: sachrichtige und mehrperspektivische Aufbereitung, Förderung von Reflexions- und Urteilskompetenz sowie eine Struktur, die Lernende im Arbeitsprozess orientiert. Die Sicherungsphase bietet Raum, Ergebnisse zu bündeln, zu diskutieren und aufeinander zu beziehen. Die Abschlussreflexion greift die Fragen des Einstiegs erneut auf und macht so individuelle Lernprozesse sichtbar. Die Lernenden können ihre anfänglichen Einschätzungen mit ihren späteren Erkenntnissen vergleichen und daraus Schlüsse für ihren eigenen Medienumgang ziehen. Insgesamt verbindet die Einheit lebensweltorientiertes Lernen, kooperative Analyse und persönliche Reflexion auf eine Weise, die Jugendlichen eine differenzierte und kritische Auseinandersetzung mit populären Medienformaten ermöglicht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren wie Medienformate durch Bildsprache, Selektion, Narrative und Kameraführung implizite Botschaften über Normalität, Schönheit und Zugehörigkeit vermitteln und welche gesellschaftliche Wirkung diese normativen Botschaften haben. identifizieren die verschiedenen Strategien, durch die bestimmte Körper, Geschlechter und Identitäten unsichtbar gemacht, stereotypisiert oder exotisiert werden, und erkennen die dahinter stehenden Machtstrukturen. unterscheiden zwischen oberflächlicher, kosmetischer Diversität und echter struktureller Inklusion und reflektieren kritisch, wie Geschlechter-Stereotypen Gender-Rollen verstärken und welche materialen und psychischen Konsequenzen dies hat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler dekodieren die ästhetische und narrative Sprache von TV-Formaten und durchschauen, wie diese technischen Mittel Emotionen auslösen und Bedeutung konstruieren. recherchieren gezielt und systematisch nach konkreten Kandidaten-Beispielen, Statistiken, Interviews und spezifischen Szenen und belegen ihre Analysen faktenbasiert und überprüfbar statt spekulativ. reflektieren ihre eigene Rolle als Zuschauende kritisch, verstehen ihre Vulnerabilität für normative Botschaften und emotionale Manipulation, und entwickeln eine widerständige Rezeptionshaltung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten fokussiert und effizient in Stammgruppen zusammen, dokumentieren ihre Erkenntnisse sorgfältig und bereiten diese so auf, dass andere Expertinnen und Experten davon profitieren können. hören aktiv und ernsthaft anderen Expertinnen und Experten zu, nehmen die Erfahrungen von marginalisierten Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer eigenen Ausgrenzung ernst und integrieren unterschiedliche Sichtweisen zu einer kohärenten Analyse. diskutieren konstruktiv über sensible Themen (Ausgrenzung, Geschlechter-Stereotypen, Rassismus, Körper-Normativität) und formulieren klare Thesen, die sie mit Belegen begründen und gegenüber kritischen Gegenargumenten verteidigen können

  • Religion / Ethik / Pädagogik / Ich und meine Welt
  • Sekundarstufe I

"Nicht gerne fortgegangen": Exil in der Türkei

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Themenkomplex Migration und Exil fokussiert die Auswanderung deutscher Intelligenz in die neu gegründete türkische Republik während des Zweiten Weltkriegs.In der Nachkriegszeit kamen viele Türken als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland. Was nur wenige wissen: Während des Zweiten Weltkriegs ging die Einwanderung in die andere Richtung. Deutsche, die von den Nazis verfolgt wurden, fanden in der Türkei Zuflucht. Insgesamt flohen zwischen 1933 und 1945 etwa 1000 deutschsprachige Emigrantinnen und Emigranten, die der Diskriminierung und Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland zu entkommen suchten, in die Türkei. Verglichen mit den bevorzugten Exil-Ländern wie England oder den Vereinigten Staaten ist dies zwar eine relativ kleine Zahl - in der Türkei fand sich jedoch eine außergewöhnliche Ansammlung deutschsprachiger Intelligenz auf Einladung des Gründers der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, zusammen. Denn die 1923 gegründete türkische Republik hatte erkannt, welche Chance für den Aufbau und die Modernisierung des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens die Aufnahme der aus Deutschland und später aus Österreich vertriebenen Intelligenz eröffnete. Die vorliegende Unterrichtsidee bietet Material für etwa zwei Unterrichtsstunden. Sie kann darüber hinaus Impulse für die vertiefende Bearbeitung des Themas "Migration und Exil" geben. Eine Ausdehnung auf mehrere Unterrichtsstunden ist unter anderem durch eine gezielte Internet-Recherche, Untersuchungen aktueller Migrationsbewegungen mit Zeitzeugen-Befragungen und durch die mediale Aufbereitung der Arbeitsergebnisse als PowerPoint-Präsentation oder Webseite möglich.Die Lebensschicksale der deutschen Emigrantinnen und Emigranten in der Türkei während des Zweiten Weltkriegs unterscheiden sich von denen in anderen Exil-Ländern. Die Besonderheit der Türkei als Exil-Land während des Zweiten Weltkriegs soll den Schülerinnen und Schülern mithilfe dieses Unterrichtsvorschlags bewusst werden. Exil in der Türkei: Ein Sonderfall Die Türkei bot den Flüchtenden etwas, was kaum ein anderes Exil-Land bot: Sie waren willkommen als Ratgebende, Reformierende und Leitungspersönlichkeiten in den verschiedenen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Universität in Istanbul wurde nach 1933 zur größten Emigranten-Universität. Bis in die 1940er-Jahre hinein waren die Hälfte der Lehrstühle mit Emigrantinnen und Emigranten besetzt. Bis zum Sommer 1944 verhielt sich die türkische Regierung gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland neutral. Erst mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen am 2. August 1944 und dem folgenden Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten änderte sich die Politik: Auch einige der Emigrantinnen und Emigranten wurden, zusammen mit nazitreuen Reichsdeutschen, die sich in der Türkei aufhielten, vorübergehend interniert. Arbeitsaufträge für Einstieg und Erarbeitungsphasen Beschreibt M1 und überlegt, inwiefern die Türkei "Zuflucht" geboten haben könnte. Untersucht M2-M5 und stellt die Lebensbedingungen im Nationalsozialismus, die zur Migration führten, den Erfahrungen der Migrantinnen und Migranten in der Türkei gegenüber. Diskutiert, inwiefern das Wort "Zuflucht" auf der Gedenktafel treffend gewählt wurde. Diskutiert Sinn und Bedeutung solch einer Gedenktafel in der Türkei und überlegt, ob das Verhalten der Türkei zur Zeit des Nationalsozialismus Konsequenzen für das Verhalten der Deutschen in Gegenwart und Zukunft haben sollte. Bezieht dabei M6 mit ein. Weiterführende Aufgaben und Projektideen Die Schülerinnen und Schüler erforschen, ob Menschen aus ihrer Region während der nationalsozialistischen Herrschaft in der Türkei Aufnahme fanden, und fragen nach deren Migrationsgründen, ihren Erfahrungen im Exil und wie ihr weiteres Leben verlief. Die Jugendlichen untersuchen die Lebensgeschichten von Menschen in ihrer Region, die aus politischen Gründen in der Zeit von 1933-1945 Deutschland verließen, und fragen nach deren Arbeits- und Lebensbedingungen im Zufluchtsland. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen aktuelle Migrationsbewegungen. Dazu können sie auch "vor-Ort-Recherchen" betreiben und Interviews mit Migrantinnen und Migranten in ihrem unmittelbaren Umfeld führen. Ein abschließender Vergleich mit Erfahrungen und Motiven der Türkei-Exilantinnen und Exilanten rundet die Einheit ab. Präsentation Als Erweiterung der Unterrichtsidee und zur Schulung der Medienkompetenz können die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse beispielsweise in Form einer PowerPoint-Präsentation oder auf einer Webseite dokumentieren. Anschließend sollten Präsentationstechniken eingeübt werden, indem die Schülerinnen und Schüler ihr Endprodukt in der Klasse vorstellen. Anmerkung Neben der angeworbenen deutschsprachigen Intelligenz gab es in der Türkei - ebenso wie in anderen Exil-Ländern - Flüchtlinge mit unterschiedlichen Berufen, ihre Ehefrauen und Kinder. Für diejenigen Exilantinnen und Exilanten, die nicht zur sogenannten Prominenz gehörten, gestaltete sich das Leben in der Türkei vielfach schwieriger. Den Schülerinnen und Schülern sollte insofern die Subjektivität solcher Einzel-Aussagen klar werden.Die Schülerinnen und Schüler lernen die Türkei als Zufluchtsland für durch das nationalsozialistische Regime verfolgte Deutsche kennen. untersuchen die Erfahrungen der Migrantinnen und Migranten in der Türkei. sammeln Informationen zur allgemeinen Emigration aus Deutschland zwischen 1933 und 1945. stellen Vergleiche mit heutigen Migrationsbewegungen (Motive, Erfahrungen) an.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Wege zum Frieden

Unterrichtseinheit

2014 – in diesem Jahr jähren sich bedeutende „Wendepunkte“ deutscher und europäischer Geschichte: 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkriegs, 75 Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs, 25 Jahre Ende der Teilung Deutschlands. Bei all diesen Ereignissen haben Bündnisse, Verträge und Abkommen zwischen den Staaten – nicht nur Europas – eine maßgebliche Rolle gespielt. Diese Unterrichtseinheit schaut zurück und wirft einen Blick in die Zukunft. Bei den genannten Ereignissen des Gedenkjahres 2014 spielten Bündnisse, Verträge und Abkommen eine wesentliche Rolle. Sie haben Konflikte verschärft und Staaten, die zunächst nicht betroffen zu sein schienen, in kriegerische Konfrontationen mit hineingezogen. Die Friedensverträge sollten neue friedliche Zustände schaffen, dennoch konnten Konfrontationen nicht wirklich abgebaut werden. Bedeutung und Wandel von Bündnissen, Friedensverträgen und Friedenssicherung sollen im Rahmen dieser Unterrichtseinheit längsschnittartig betrachtet und thematisiert werden: Haben die völkerrechtlich geschlossenen Abkommen ?automatisch? zum Krieg geführt? Können vertragliche Regelungen Frieden sichern? Führen Abkommen, Bündnisse und neu geschaffene Institutionen wie Völkerbund, UN und OSZE zu friedlicheren und stabileren Verhältnissen? Welche Chancen und Gefahren historischer Entwicklungen spiegeln sich in jeweils aktuellen Entwicklungen? Gibt es Gemeinsamkeiten und wesentliche Unterschiede? Diese Fragen können im Unterricht sicher nicht endgültig geklärt werden, sollen aber in den Blickpunkt rücken. Neue Perspektiven Die Unterrichtseinheit eignet sich für Lernende der Abschlussklassen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II. Die Jubiläen des Jahres 2014 haben viele Schülerinnen und Schüler eher nebenbei mitbekommen. Diesbezüglich sollen im Rahmen der Unterrichtseinheit neue Perspektiven für die und von den Lerngruppen entwickelt werden. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Wege zum Frieden" Der Ablauf der Unterrichtseinheit sowie die Arbeitsmaterialien werden hier gegliedert nach einzelnen Unterrichtsphasen beschrieben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschaffen ausgehend von Quellen zum Ausbruch des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie zum Ost-Westkonflikt (Schwerpunkte: Vertrag von Versailles, Verträge am Ende des Zweiten Weltkriegs, 2+4 Vertrag) eigenständig die erforderlichen Informationen. formulieren auf der Grundlage von Zeugnissen aus der Vergangenheit und der Gegenwart sachgerechte Vermutungen. stellen zielgerichtet und problemerschließend Fragen und können Zusammenhänge in Ansätzen erklären. wenden Strategien der Erschließung von Textquellen, audiovisuellen Quellen und Sachquellen an. geben den Inhalt von Quellen und Darstellungen strukturiert mit eigenen Worten wieder (Sachaussagen formulieren). identifizieren und charakterisieren historische Zeugnisse und ermitteln die Absichten von Autoren (Augenzeuge/Zeitzeuge/Historiker/Journalist etc.). stellen weitgehend selbstständig Eckpunkte (Ursprünge, Wendepunkte und Schlusspunkte) der Entwicklungen 1919, 1939 und 1989 dar und erklären und beurteilen Motive und Begründungen der Handlungen von Staaten (in Vertragswerken) und weiteren Akteuren im historischen Kontext. nehmen anhand der Beispiele 1914, 1939 und 1989 kriteriengeleitet Vergleiche zwischen den verschiedenen Epochen vor und beurteilen die Ergebnisse begründet. entwickeln ihre eigenen Einstellungen, Urteile, Haltungen, Deutungsmuster und Wertmaßstäbe und hinterfragen diese kritisch. stellen Zusammenhänge zwischen aktuellen Konflikten zu den in der Einheit angesprochenen historischen Ereignissen her und bewerten die Handlungsoptionen der Akteure vergleichend. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Recherchemedium für historische Quellen und Darstellungen historischer Zusammenhänge. nutzten und wenden die Möglichkeiten der digitalen Medien zur Ideenfindung und Strukturierung an (MindMap, Brainstorming). nutzen EDV-gestützte Präsentationstechniken. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen Zusammenhänge von historischen Entwicklungen. sehen sich als Teil der Gesellschaft, die von den historisch bedingten politischen Prozessen betroffen ist. erkennen (auch im Hinblick auf die Vergangenheit) die grundsätzliche (politische) Gestaltbarkeit von friedvoller Zukunftsentwicklung zusammen mit den sich stellenden Problemen. planen Lernprozesse und setzen sie in Einzel- und Gruppenarbeit selbstständig um. setzen sich kreativ mit anderen Auffassungen auseinander. Brainstorming zu den Jubiläumsjahren Als Einstieg wird mittels eines Brainstormings unterschiedliches Bewusstsein und Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zum Jubiläumsjahr 2014 erhoben und für die gemeinsame Entwicklung von weiterführenden Fragestellungen genutzt. Zeitleiste 1914 bis 1990 Mithilfe einer Zeitleiste 1914 bis 1990 (PDF-Dokument) der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb werden die vorhandenen Kenntnisse der Lernenden zu den Jubiläumsjahren vertieft und geordnet. Dadurch kann für die nächste Unterrichtsphase eine möglichst große gemeinsame Grundlage vorausgesetzt werden. 1914, 1939 und 1989: Ereignisse, Hintergründe, Folgen Die arbeitsteilige Gruppenarbeit - es ist natürlich auch möglich, die Aufgabenstellungen in mehreren Stunden arbeitsgleich zu bearbeiten - ist das Zentrum der Unterrichtseinheit. Die Jubiläumsjahre 1914, 1939 und 1989 werden hinsichtlich Ereignissen, Hintergründen und Folgen genauer betrachtet. Friedensinitiativen im Fokus Bei der Bearbeitung der Aufgaben ist es wichtig, dass die im Zusammenhang mit den Ereignissen betrachteten Friedensinitiativen (Völkerbund, UNO, OSZE) auch in ihren Möglichkeiten für die Gestaltung unserer Zukunft präsent werden. Die Friedensinitiativen sollten in der Zusammenführung der Arbeitsergebnisse einen wichtigen Stellenwert erhalten. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden zusammengetragen (dieser Schritt entfällt bei arbeitsgleicher Gruppenarbeit) und im Plenum per Beamer oder Whiteboard präsentiert. Alternativ ist die Präsentation auch als Gruppenpuzzle oder Wandzeitung möglich. Im Zentrum der Abschlussstunde stehen die Zukunftsperspektiven der Friedensinitiativen: Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein Zukunfts-Szenario der Welt im Jahr 2080 und diskutieren Möglichkeiten für die Gestaltung unserer Zukunft.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im geistes- und sozialwissenschaftlichen Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Geschichte, Kunst, Musik, Politik, Sozialwissenschaften (SoWi), Religion, Ethik oder Sport: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht.  

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