Tipp der Redaktion

Sicher unterwegs mit dem richtigen Sonnenschutz

gelber Hintergrund, Sonne mit Sonnencreme gezeichnet
Tipp der Redaktion

Sicher unterwegs mit dem richtigen Sonnenschutz

In dieser Unterrichtseinheit lernen Schülerinnen und Schüler spielerisch, warum Sonnenschutz wichtig ist, wie UV-Strahlung wirkt und wie sie sich im Alltag wirksam davor schützen können.

Tipp der Redaktion

Umweltschutz in der Grundschule: Kreativ und praktisch

Kleiner Globus im Klassenzimmer
Tipp der Redaktion

Umweltschutz in der Grundschule: Kreativ und praktisch

Mit dieser Unterrichtseinheit lernen die Kinder die Bedeutung von Mülltrennung, Recycling und Upcycling kennen – Mit kreativen Aufgaben, Videos und interaktive Übungen ♻️

Tipp der Redaktion

H5P: Interaktive Übungen im Unterricht

Junge und Mädchen nutzen interaktive Übungen auf dem Computer
Tipp der Redaktion

H5P: Interaktive Übungen im Unterricht

Mit H5P erstellen Lehrkräfte kinderleicht interaktive Übungen für den Unterricht – von Quizzen bis Drag-and-Drop-Aufgaben.

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Die virtuelle Erkundung der Welfenburg

Unterrichtseinheit

Burgen und Ritter üben auf Kinder der Klasse 7 eine große Faszination aus. Bei einem Rundgang durch die virtuelle Welfenburg können Schülerinnen und Schüler einzelne Gemächer durchstöbern und das Leben auf einer mittelalterlichen Burg kennen lernen.Die Website "Die Welfenburg" präsentiert einen virtuellen Rundgang durch eine mitteleuropäische Burg des 12./13. Jahrhunderts. Die Darstellung ist für Kinder der Klasse 7 gut geeignet. Die Informationen beim Rundgang sind nicht zu ausführlich, stattdessen zählt der optische und akustische Eindruck beim 360-Grad-Blick in die Innenräume. Per Mausklick werden die Kinder durch die Räume der Burg geleitet und lernen so das Alltagsleben der Burgbewohner kennen.Die Website ist ein guter Ausgangspunkt, um sich einen ersten lebendigen Überblick über das Innenleben einer Burg zu verschaffen. Sie kann als Ergänzung zu den schematischen Zeichnungen und Abbildungen von Burgruinen im Schulbuch dienen. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich mithilfe der Internetseite Informationen zum Burgleben, zum Rittertum und zu höfischer Kultur. Fakultativ ist eine weitere Vertiefung durch Kurzreferate zu Einzelaspekten oder zu einer Burg in der Heimatregion möglich. Informationen zur "Welfenburg" Der virtuelle Rundgang verschafft Einblicke in das Leben auf einer Burg. Kurze Texte und thematische Rubriken liefern ergänzende Informationen. Der Unterrichtsverlauf Mehr Informationen zu den einzelnen Arbeitsschritten von der Einführung bis zur Vertiefung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen das Leben auf einer Burg kennen. lernen den Grundriss einer Burg kennen und benennen wichtige Teile. setzen sich mit einzelnen Aspekten des Ritterlebens beispielhaft auseinander. erarbeiten und notieren Detailinformationen mithilfe der Website und transferieren diese gegebenenfalls in ein Kurzreferat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Möglichkeiten der Rekonstruktion historischer Gebäude per Computertechnik kennen. nutzen das Internet gegebenenfalls zur Recherche nach Informationen über weitere Aspekte der höfischen Kultur und über Burgen in ihrer Heimatregion. Einstieg: Teile einer mittelalterlichen Burg Zunächst sollen die Schülerinnen und Schüler das heutige Aussehen der Burgen beschreiben. Einige kennen vielleicht Burgen in ihrer Region, andere haben eventuell schon einmal im Urlaub eine Burg besichtigt, und wieder andere kennen sie aus Filmen oder TV-Dokumentationen. Bei der Beschreibung soll deutlich werden, dass heute meist nur noch Burgruinen zu besichtigen sind. Die Kinder benennen vielleicht von selbst wichtige Teile der Burg (Burgfried, Burgtor, ... ), die sie kennen, oder die Lehrkraft fragt gezielt danach. Im Anschluss bietet es sich an, auf einem Arbeitsblatt die Abbildung einer Burg beschriften zu lassen. Zur Überleitung auf die Welfenburg im Internet eignet sich der Hinweis, dass sich eine mittelalterliche Burg mithilfe eines Computers rekonstruieren und so virtuell zum Leben erwecken lässt. Arbeitsmaterial Burgbeschriftung Beim Tiroler Bildungsservice finden Sie ein Arbeitsblatt als PDF-Datei kostenlos zum Download, auf dem die Schülerinnen und Schüler die Teile einer mittelalterlichen Burg beschriften können. Erarbeitung: Die virtuelle Erkundung der Welfenburg Am Computer können sich die Schülerinnen und Schüler zunächst auf der Website welfenburg.de mit den Burgbewohnern vertraut machen. So wird der anschließende Rundgang auch mit den Menschen, die auf einer Burg lebten, in Verbindung gebracht. Welfenburg Hier geht es zum virtuellen Rundgang durch die Welfenburg. Den virtuellen Rundgang dokumentieren die Schülerinnen und Schüler anhand einer Grundrissskizze (Arbeitsblatt 1) sowie einiger Leitfragen, die sich direkt auf die sechs Stationen der Website "Welfenburg" beziehen (Arbeitsblatt 2). Die erforderlichen Informationen lassen sich durch die Abbildungen und die Begleittexte gewinnen. In die Skizze tragen die Schülerinnen und Schüler ihren Weg durch die virtuelle Welfenburg ein und fügen verschiedene Details (zum Beispiel die Ausstattung des Gemachs, die Gegenstände im Burghof) hinzu. Vertiefung: Höfische Kultur und Waffen der Ritter Nach dem virtuellen Rundgang können sich die Schülerinnen und Schüler ergänzend mit ausgewählten Gegenständen aus den Rubriken "Wehr & Waffen" oder "Höfische Kultur" auseinander setzen. In Rätselform werden mit dem Arbeitsblatt 3 Informationen zu diesen Themengebieten abgefragt. In einen Lückentext sollen Lösungswörter eingetragen werden, die sich in einem Buchstabenrätsel verbergen (als Hilfestellung und Anreiz). Erweiterung: Kurzreferate Zur weiteren Vertiefung des Themas sind Kurzreferate denkbar, in denen die Schülerinnen und Schüler ein Thema aus den Rubriken "Höfische Kultur" oder "Wehr & Waffen" ausführlicher der gesamten Klasse vorstellen (zum Beispiel das Ritterturnier, die hohe Minne, Ritter und ritterliche Tugenden, die Stellung der Frau oder die Rüstung eines Ritters). Die Themen im Bereich "Höfische Kultur" sind etwas weiter gefasst als die Informationen zu Schwert, Lanze, Dolch, Armbrust oder Bogen in der Rubrik "Waffen & Wehr". Die Schülerinnen und Schüler können gegebenenfalls auch im Schulbuch oder in Büchern der Schulbibliothek ergänzende Informationen recherchieren. Selbstverständlich sollten Thema und Dauer des Kurzreferats im Vorhinein mit der Lehrkraft abgesprochen werden. Ergänzend können sich die Schülerinnen und Schüler im Internet auch über eine Burg in ihrer Nähe informieren. Vielleicht entstehen Ideen für die nächste Klassenfahrt. Der virtuelle Rundgang: Achtung im Kerker! Die Website stellt eine Burg dar, die im mitteleuropäischen Baustil des 12./13. Jahrhunderts errichtet wurde und nicht nur als Festung, sondern auch als Residenz diente. Beispielhaft verdeutlicht sie den Grundriss und das Leben auf einer Burg. Der virtuelle Rundgang bietet anschauliche Einblicke. Die Kinder können sich mithilfe der Navigationselemente durch die Burgräume bewegen und sich um 360 Grad drehen. Wenn ein hochstehender Pfeil erscheint, können sie weitergehen, indem sie auf den Pfeil klicken. Per Mausklick öffnet sich dann auch die Tür. Auf dem gelenkten Rundgang geht es zum Beispiel in den Rittersaal oder in den Kerker. Ein kurzer erläuternder Text in jedem Raum gibt Hinweise zum Leben auf der Burg. Dieser Textteil ist für einige Schüler aufgrund der historisierenden Schrift eventuell nicht immer ganz einfach zu lesen. Eine entsprechende Vorübung, eventuell auch im Deutschunterricht, kann eine Vorentlastung schaffen. Informationen zu höfischer Kultur, Waffen und Rüstungen In weiteren Rubriken werden die Burgbewohner vorgestellt, die auf verschiedenen Abbildungen in historischer Kleidung zu sehen sind. Zur Vertiefung eignen sich die Rubriken "Höfische Kultur" und "Wehr & Waffen", in denen spezielle Informationen abrufbar sind. Kurze Videofilme veranschaulichen beispielsweise die Funktionsweise verschiedener Belagerungswaffen. Die Rubrik "Geschichte" informiert übersichtsartig über die Geschichte des Hochmittelalters, zum Beíspiel über Staufer, Welfen und einzelne Herrscher, über Ritterorden und die Kreuzzüge. Das "Calendarium" listet Mittelalterfeste in ganz Deutschland auf. Technische Hinweise Musikalische Klänge aus dem Mittelalter untermalen die Präsentation. Für den Einsatz der Website empfehlen die Betreiber einen ISDN-Anschluss. Welfenburg Hier geht's zur Welfenburg. Einlass wird nur Besuchern mit friedlicher Absicht gewährt.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Primarstufe, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Spezieller Förderbedarf

Textilproduktion in Entwicklungsländern

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Textilproduktion in Entwicklungsländern" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Produktionsbedingungen und Konsumentenverhalten in einer globalisierten Weltwirtschaft. Jeans sind ein Produkt, an dessen Fertigung sehr viele Länder beteiligt sind. Nimmt man die Rohstofferzeugung und Entsorgung hinzu, beträgt der Reiseweg einer Jeans circa 64000 km - eine beeindruckende Größe. Den ökonomischen Vorteilen, die die Unternehmen vom Verarbeiten der Kleidung in Südostasien haben, stehen miserable Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen gegenüber. Wir als Verbraucher wissen das. Aber beeinflusst das unser Kaufverhalten? Diese Unterrichtseinheit besteht aus 3 Lernrunden, in denen die Schülerinnen und Schüler in ausgewählten Internetseiten recherchieren und sich in verschiedene Rollen hineindenken müssen. Gliederung des Unterrichts in Lernrunden Hier geht es um den Ablauf der Unterrichtseinheit "Textilproduktion in Entwicklungsländern". Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung einer Jeans im Zeitalter einer globalisierten Weltwirtschaft kennen lernen. die ökonomischen Gründe und sozialen Auswirkungen der Produktionsbedingungen analysieren. ihr eigenes Konsumentenverhalten reflektieren. Thema Produktionsbedingungen und Konsumentenverhalten in einer globalisierten Weltwirtschaft am Beispiel einer Jeans Autor Dr. Peter Kührt Fächer Allgemeine Wirtschaftslehre, Sozialkunde, Ethik Zielgruppe 10. bis 12. Klasse allgemein und berufsbildender Schulen Zeitumfang Ca. 3 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Computerraum mit mindestens einem PC für zwei SchülerInnen, Flash-Player Recherche und Wertung Die Schülerinnen und Schüler erhalten und bearbeiten das Aufgabenblatt 1. Als Sozialformen sind somit Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit möglich. Auf den Seiten von www.globalisierung-online.de befindet sich eine sehr anschauliche Flash-Animation als Demo einer CD, die den sehr langen "Reiseweg einer Jeans" zeigt. Ausgehend von dieser Tatsache werden Internetressourcen angeboten, die die Produktionsbedingungen für Textilien in Entwicklungsländern anprangern. Meinungsbildung mit Expertendiskussion Um die gefundenen Ergebnisse aus der ersten Lernrunde in der Klasse zu besprechen, ist neben dem freien Unterrichtsgespräch eine Expertendiskussion geeignet. In der Expertendiskussion nehmen Schülerinnen und Schüler die Rollen unterschiedlicher Beteiligter ein: drei Unternehmer (Textilhersteller aus dem Inland, Textilhersteller aus dem Ausland, Einzelhändler für Jugendbekleidung aus dem Inland), je ein Arbeitnehmer beim Textilhersteller Ausland und Einzelhändler Inland, sowie zwei jugendliche Konsumenten, die einmal für ein verbraucherkritisches Verhalten und einmal gegen ein solches Verhalten plädieren. Es ist wichtig, dass die Lehrkraft als Moderator ausführlich mit den Diskussionsteilnehmern deren Rollen bespricht. Die Expertendiskussion sollte auch für Fragen der Zuhörer offen sein. Dissonanzmethode mit Talkshow Um das eigene Verbraucherverhalten selbstkritisch zu reflektieren, ist insbesondere die Dissonanzmethode kombiniert mit der Fishbowlmethode geeignet. Die Schülerinnen und Schüler führen dabei anhand des Arbeitsblattes 2 vier Spielrunden aus. Textilproduktion Die Arbeitsblätter von Dr. Peter Kürth zum Thema "Textilproduktion in Entwicklungsländern" gefallen mir sehr gut.Meine Schüler finden es interessant, über die Entstehung ihrer Lieblingskleidung mehr zu erfahren. Mit freundlichen Grüßen Cornelia Stietzel

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Wirtschaft
  • Elementarbildung, Primarstufe

Hauptmann: Der Biberpelz

Unterrichtseinheit

In den Lehrplänen für das Fach Deutsch ist etwa ab der Jahrgangsstufe 8 die Einführung in Elemente des Dramatischen vorgesehen. In der Verbindung mit grundsätzlichen Formen dramatischer Sprache bietet es sich an, diese Komödie als Ganzschrift zu lesen. Mehrere Gründe sprechen für Gerhart Hauptmanns Komödie Der Biberpelz als Klassenlektüre: Der Handlungsverlauf ist leicht nachzuvollziehen, weil das Motiv des sympathischen Diebes, der die Lacher der Schadenfreude auf seiner Seite hat, beinahe zeitlos klassisch ist. Diese Komödie eines deutschen Nobelpreisträgers hat einen festen Platz in der Literaturgeschichte und lohnt schon von daher die Lektüre. Anhand dieses Textes können wesentliche Merkmale des Dramas im Unterricht aufgezeigt werden. Der Textumfang ist für die anvisierte Jahrgangsstufe angemessen. Der Dramentext liegt nicht im Internet vor. Daher wird auf die preiswerteste Ausgabe im Hamburger Lesehefte Verlag, Nr. 186, Bezug genommen. Bei der Verwendung anderer Textausgaben sind die Seiten- und Zeilenangaben entsprechend anzupassen. In der ersten Stunde wird in das Thema eingeführt, im Folgenden soll die Komödie jeweils Akt für Akt zu Hause gelesen werden, damit der Unterricht auf der aktuellen Textkenntnis aufbauen kann. Im Unterricht selbst werden nur kurze Kernstellen gelesen. Ablauf der Unterrichtseinheit Die einzelnen Stundenskizzen können auch als Bausteine in einer weiterführenden Unterrichtssequenz verwendet werden. Fachlich-inhaltlich Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen einen dramatischen Text als Ganzschrift lesen. Charakteristika dramatischer Dichtung erkennen. dramatische Figuren charakterisieren. Eigenschaften der Komödie herausarbeiten. sich einen Überblick über Merkmale der naturalistischen Gestaltung verschaffen. eine linguistische Herangehensweise an Dialekte üben. Lernziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Möglichkeit für Recherchen zum Einstieg in ein Thema erkennen. Fakten zu literaturgeschichtlichen Themen gelenkt recherchieren und nutzen. Audioquellen im Internet kennen und nutzen lernen. Mitschriften und Tafelbilder am PC anfertigen oder verfolgen. Diese Unterrichtseinheit hat nicht zum Ziel, eine erschöpfende Behandlung dieser Komödie zu bieten. Ferner soll in der anvisierten Zielgruppe ab Jahrgangsstufe 8 die literaturgeschichtliche Epoche des Naturalismus nicht umfassend aufgearbeitet werden. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der Dramentheorie erkennen sowie einen lebensweltnahen Zugang zur Komödie und zu der verwendeten Sprache finden. Einsatz von Internet und PC Das Internet spielt dabei eine ergänzende Rolle: Die eigentliche Lektürearbeit erfolgt "offline", zusätzlich benötigte Informationen werden im Netz recherchiert und genutzt. Möglich ist der Einsatz des PC im Unterricht als Dokumentationsmedium: Die Schülerinnen und Schüler können Tafelbilder oder an die Wand projizierte Skizzen und Tabellen im Textverarbeitungsprogramm nachempfinden oder als fertige Datei nutzen. Die Arbeitsblätter können ebenso als Dateien genutzt werden, in denen die Schülerinnen und Schüler arbeiten anstatt auf Papier zu schreiben. Bei der Internetrecherche zum Einstieg wird eine bestimmte Erwartungshaltung erzeugt, die durch den konkreten Gegenstand der Komödie, den Biberpelz, teilweise enttäuscht wird. Darin ist bereits im Kern ein komischer Effekt zu sehen, der auf das Wesen der Lektüre hinweist. Methodische Vorbemerkung Die Stunde ist methodisch dreigeteilt. Im ersten Teil werden konkrete Aufgaben recherchiert und die Ergebnisse kurz vorgestellt. Im zweiten Teil wird die neue Klassenlektüre verteilt. Zudem wird, da es sich um die erste Dramenbehandlung im Unterricht handeln sollte, der grundsätzliche Umgang mit dem Text erklärt. Im dritten Teil wird begonnen, den Text mit verteilten Rollen zu lesen. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Geplanter Unterrichtsverlauf Im ersten Teil der Stunde werden die Aufgaben auf dem vorbereiteten Arbeitsblatt behandelt. Hausaufgabe Lies den ersten Akt der Komödie Der Biberpelz (bis S. 20)! Methodische Vorbemerkung Die Skizze kann im Lehrer-Schüler-Gespräch an der Tafel entwickelt werden. Bei entsprechender technischer Voraussetzung (Arbeit im Computerraum) kann die Datei an die Wand projiziert oder als Textdatei zur Verfügung gestellt werden. Die SchülerInnen arbeiten dann in einem Textverarbeitungsprogramm. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Hausaufgabe Als Hausaufgabe sollte der zweite Akt gelesen werden. Methodische Vorbemerkung Die Tabelle mit der Personenzuordnung kann im Lehrer-Schüler-Gespräch an der Tafel entwickelt werden. Bei entsprechender technischer Voraussetzung (Arbeit im Computerraum) kann die Skizze als Leerformular projiziert und von den SchülerInnen in einem Textverarbeitungsprogramm nachgebildet werden. Umgang mit dem Arbeitsblatt Das erste, zweizeilige Feld der Tabelle wird im gemeinsamen Gespräch entwickelt. Dabei wird der Inhalt des zweiten Aktes, der als Hausaufgabe zu lesen war, wiederholt. Verdächtigungen und Fehleinschätzungen werden von den Schülerinnen und Schüler in Stillarbeit erarbeitet. Die verbleibenden drei Felder der Tabelle werden wieder gemeinsam ausgefüllt. Ergänzend dazu kann das zweite Arbeitsblatt zum 2. Akt behandelt werden. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Hausaufgabe Als Hausaufgabe soll bis zur nächsten Stunde der 3. Akt gelesen werden. Im dritten Akt liegt der Höhepunkt des Dramas. Die Spannung treibt auf einen Gipfel zu, der jedoch nicht wie in einer Tragödie von existenziellem Ernst geprägt ist, sondern auf Grund komödientypischer Eigenheiten in der Vorahnung von zum Lachen reizenden Enthüllungen liegt. Methodische Vorbemerkung Zu Beginn der Stunde wird der Handlungsverlauf im gemeinsamen Gespräch skizziert. Die Skizze kann im Lehrer-Schüler-Gespräch an der Tafel entwickelt werden. Bei entsprechender technischer Voraussetzung (Arbeit im Computerraum) kann die Skizze als Leerformular an die Wand projiziert, erarbeitet und von den Schülerinnen und Schüler in einem Textverarbeitungsprogramm nachgebildet werden. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Hausaufgabe Als Hausaufgabe bis zur nächsten Stunde soll der 4. Akt gelesen werden. Der vierte Akt der Komödie endet nicht mit einem fulminanten komischen Showdown, sondern stellt die Staatsmacht in ihrer Unfähigkeit und Ohnmacht bloß. Die Aufgabe, eine begründete Stellungnahme abzugeben, kann sowohl als Einstieg in die literarische Wertung als auch als Übung der Aufsatzart "Begründete Stellungnahme" gesehen werden. Je nach dem mit den Schülerinnen und Schüler zu vereinbarenden Umfang dieser Stellungnahme kann die Anfertigung des Textes auch als Hausarbeit aufgegeben werden. Methodische Vorbemerkung Zu Beginn der Stunde wird der Handlungsverlauf im gemeinsamen Gespräch skizziert. Der Text des 4. Aktes war als Hausaufgabe zu lesen. Die Skizze kann im Lehrer-Schüler-Gespräch an der Tafel entwickelt werden. Bei entsprechender technischer Voraussetzung (Arbeit im Computerraum) kann die Skizze als Leerformular an die Wand projiziert und von den SchülerInnen in einem Textverarbeitungsprogramm nachgebildet werden. Anschließend werden auf dem Arbeitsblatt oder in der zur Verfügung zu stellenden Datei Fragen zum Inhalt des 4. Aktes bearbeitet. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Aufgabe Verfasse eine kurze Kritik zu Hauptmanns "Der Biberpelz", indem du ein Werturteil über den Text abgibst und dieses aus dem Text heraus begründest. Mindestens ein wörtliches Zitat muss deine Stellungnahme belegen! Diese Kritik sollte etwa 10 Zeilen umfassen. Nun wird, ausgehend vom Bau eines klassischen Dramas, die Einteilung dieses Textes in vier Akte untersucht. Methodische Vorbemerkung Zu Beginn der Stunde recherchieren die Schülerinnen und Schüler den Aufbau des klassischen Dramas. Dabei sollen sie die Struktur in fünf Akten entdecken und in einem vorbereiteten Schülervortrag in der Klasse vorstellen. Anschließend wird der "Aufbau eines klassischen Dramas in 5 Akten" anhand einer Folie nochmals erklärt und besprochen. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Aufgabe Schließlich besteht die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler darin, den Inhalt der vier Akte von Hauptmanns Biberpelz mithilfe der neu kennen gelernten Fachbegriffe zu strukturieren. Der Begriff literarischer Epochen muss in der Zielgruppe ab Jahrgangsstufe 8 noch nicht eingeführt werden. Dennoch ist es sinnvoll, den Schülerinnen und Schüler Vorstellung davon zu geben, dass ein Text, der nunmehr rund 100 Jahre alt ist, von anderen Voraussetzungen ausgeht und andere Stilformen verwendet, als es heutige Leserinnen und Leser gewohnt sind. Methodische Vorbemerkung Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein Arbeitsblatt oder, wenn möglich, eine Datei mit den Aufgaben für verschiedene Gruppen. Die verschiedenen Aufgabentypen sollen unterschiedliche Interessen der Schülerinnen und Schüler ansprechen, so dass für alle Lernenden eine geeignete Aufgabe dabei ist. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten (bei Bedarf 90 Minuten) Präsentation Rechtzeitig vor dem Stundenende sollen die Arbeitsergebnisse im Plenum vorgetragen werden. Schön wäre hier die Präsentation der Ergebnisse mithilfe eines Beamers. Bei Bedarf wäre hierfür auch eine zusätzliche Unterrichtsstunde zu verwenden. Bei vielen Schülerinnen und Schüler ruft bereits die Lektüre der ersten Worte die Reaktion hervor, dass die Sprache kaum verständlich sei. Glücklicherweise liest man sich dann doch schnell in die in vielen Gegenden Deutschlands ungewohnte Mundart ein. Sachanalyse Die Verwendung der Alltagssprache steht im Zusammenhang mit dem Bestreben, den milieugebundenen Menschen darzustellen. In der Gesprächsführung zeigt sich die Absicht, diese gesprochene Alltagssprache darzustellen. Nachlässigkeiten im Satzbau und verschiedene Färbungen von Mundart, Jargon und Umgangssprache lassen sich unterscheiden. Obwohl die Dialekte nicht hundertprozentig realisiert wurden, lassen sich doch einige charakteristische Sprachebenen unterscheiden: Frau Wolff äußert sich teils schlesisch, teils berlinisch-märkisch. Wehrhahn spricht Junkerhochdeutsch, das mit Ausdrücken des Militärs und des preußischen Beamtentums durchsetzt ist. Krüger sächselt, indem er die Verschlusslaute auffällig verhärtet. Leontine, Adelheid und Mitteldorf berlinern. Wulkow spricht gelegentlich plattdeutsch, ebenso Julius. Das Ehepaar Motes tritt nur leicht mundartlich gefärbt auf. Und der gebildete Dr. Fleischer redet hochdeutsch. Methodische Vorbemerkung Erster Teil der Stunde Zu Beginn der Stunde werden sprachliche Auffälligkeiten kategorisiert und erklärt. Dazu sollen die Schülerinnen und Schüler jeweils weitere Beispiele finden und die rechte Spalte auf dem Arbeitsblatt oder in einer zur Verfügung gestellten Datei ergänzen. Zweiter Teil der Stunde In einem zweiten Teil wird ein theoretischer Text zur Bedeutung der Mundart bearbeitet. Wenn die technischen Möglichkeiten bestehen (Internetanschluss, Lautsprecher, Kopfhörer), können Hörbeispiele zum verwendeten Dialekt abgerufen und besprochen werden. Beispiele finden Sie auf den angegebenen Seiten. Zeitbedarf: Ca. 45 Minuten Hausaufgabe Die Hausaufgabe besteht darin, die Szene mit Adelheid (S. 6, Z. 36 bis S. 7, Z. 25) in den ortsüblichen Dialekt zu übersetzen. Diese Aufgabe kann auch im Unterricht mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms erledigt werden. Die Aufgaben können je nach Bedarf als Einzel- oder Gruppenarbeit oder als Hausaufgabe erledigt werden. In jedem Fall sollten die Arbeitsergebnisse in Form eines Kurzvortrages im Plenum der Klasse in einem der Aufgabe angemessenen Format vorgestellt werden. Suche im Internet nach einer Inhaltsangabe der Komödie "Der Biberpelz" und überarbeite diese mit einem Textverarbeitungsprogramm so, dass in deiner Version die Einteilung in vier Akte ersichtlich wird! Der Inhalt sollte für jeden Akt in etwa zehn Zeilen wiedergegeben werden. Recherchiere die Biographie Gerhart Hauptmanns und gestalte mithilfe eines Präsentationsprogramms einen Kurzvortrag über den Nobelpreisträger. Auf etwa drei Folien sollten eine Abbildung des Dichters, seine Biographie und eine Liste weiterer Werke vorgestellt werden. Achte darauf, dass auf jeder Präsentationsfolie nicht mehr als etwa sieben Textzeilen erscheinen. Suche im Internet nach Definitionen der Begriffe Komik, Humor, Witz und übertrage diese Bestimmungen auf Beispiele aus der Komödie "Der Biberpelz"!

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Trau-Dich-Geschichten

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Trau-dich-Geschichten" soll Kindern helfen, ihre Ängste und Bedürfnisse zu artikulieren, damit sie für zukünftige Herausforderungen gewappnet sind. Es kann der Sprung vom Dreimeterbrett sein oder ein Vortrag vor der gesamten Klasse: Jedes Kind steht gelegentlich vor der Situation, sich etwas Bestimmtes trauen zu wollen oder zu müssen. Oft sind es versteckte Befürchtungen oder sogar Ängste, die das verhindern. Mit diesem Unterrichtsprojekt soll den Kindern die Gelegenheit gegeben werden, diese Bedürfnisse auszusprechen um sie so in ihrer Persönlichkeit zu stärken. In einem Erzählkreis oder in einer Diskussionsrunde geben die Kinder ungern und selten ihre wahren Gefühle preis. Über die Homepage wird ein Raum geschaffen, in dem die Schülerinnen und Schüler sich ihre Wünsche von der Seele schreiben können. Die Kinder schreiben anonym oder unter einem Pseudonym Situationen auf, vor denen sie sich fürchten oder ängstigen. Das Internet bietet sich zur anonymen Veröffentlichung von Gefühlen und Erlebnissen unter einem Pseudonym an. Der erfundene Name schützt die Schülerinnen und Schüler vor Verspottungen und lässt sie ihre wahren Gefühle beschreiben. Diese Geschichten werden auf einer Homepage veröffentlicht und können dann überall gelesen und beantwortet werden. Die Bereitschaft zur Angst Hintergrundinformationen zum Umgang mit kindlichen Ängsten. Verlaufsplanung "Trau-Dich-Geschichten" Die Einheit besteht aus fünf Unterrichtssequenzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit dem Internet trainieren. eine einfache Internetseite mit Links erstellen. die geschriebenen Seiten gestalten. Webseiten erstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Gefühle in sinnvollen Sätzen aufschreiben. Geschichten lesen, sich darüber Gedanken machen und sich äußern. auf den anderen Rücksicht nehmen, sich in den anderen einfühlen. lernen, dass sie Angst haben können und dürfen. Hintergrundinformationen Die Angstbereitschaft ist von Kind zu Kind unterschiedlich ausgeprägt. Von den wichtigsten Bezugspersonen hat es für gewöhnlich gelernt, mit eigenen Ängsten umzugehen. Ganz entscheidend ist dabei das Vertrauen, das in das Kind gesetzt wurde. Angst ist lebenswichtig und gehört zu den elementaren Gefühlen des Menschen. Sie hilft dem Kind, sich vor Gefahren zu schützen und ein Gefühl für bestimmte Situationen zu erlangen. Angst kann sowohl auf eine Situation oder ein Erlebnis als auch auf Irreales zurückzuführen sein. Jedem sollte bewusst sein, dass man deshalb ein Kind zu nichts zwingen sollte. Die Angst kann dadurch vergrößert werden. Selbstständigkeit ist ein entscheidendes Ziel, das eben auch heißt, mit eigenen Ängsten umgehen zu können. Die Geschichte "Michael" bietet sich als Einführung an, da sich der Junge dem Druck von außen nicht beugt. Auch das kann eine Lösung von "Trau Dich" sein: Man soll in sich hineinhören und nicht alles riskieren. Es können auch besondere Anlässe oder Geschichten zum Einstieg herangezogen werden. Insbesondere die aktuell bei Kindern durch die Medien verstärkt aufkommmende Angst vor Krieg und Terror kann hier sinnvoll aufgegriffen werden. Lesen und erarbeiten der Geschichte "Michael" In der Geschichte "Michael" steigt Michael auf einen Sprungturm. Als er oben angekommen ist, wird ihm ganz mulmig. Er steigt wieder herunter. Eine ältere Frau lobt ihn deswegen. Die Geschichte wird unterbrochen, als Michael auf dem Sprungturm steht und es ihm ganz anders wird. Die Kinder können nun von ihren eigenen Erfahrungen erzählen, sich dazu äußern und Vorschläge bringen. Das Ende der Geschichte wird ebenfalls diskutiert. Es ist auch mutig, wieder herunterzusteigen! Entwurf einer eigenen "Trau-Dich"-Geschichte Jedes Kind überlegt sich ein Pseudonym, einen Phantasienamen. Damit wird vermieden, dass es von anderen ausgelacht oder bloßgestellt wird. In einer entspannten Atmosphäre werden die Kinder angeregt, eine Situation zu beschreiben, in der sie sich etwas nicht getraut haben. Manchen Kindern fällt das sehr schwer und sie schreiben eine Fantasiegeschichte auf. Auch das ist zulässig, da man auch hier das Kind nicht bloßstellen soll. Eintippen der geschriebenen Geschichten Im Rahmen der Wochenplan- oder Freiarbeit tippen die Kinder ihre Geschichten in den Computer. Das kann entweder online mit einem Homepage-Generator oder offline mit einem Textverarbeitungsprogramm erfolgen. Gestalten der geschriebenen Geschichte Farben und Zeichnungen ergänzen und verschönern die Geschichten. Lesen der Geschichten und Kommentare Im Leseunterricht können nun die Antworten diskutiert und erweitert werden. Das ist ein ganz entscheidende Phase. Die Kinder sollen sich Gedanken zu den Geschichten der anderen machen und Antworten eintippen. Schnell merken sie, dass es nicht angebracht ist, etwas Unpassendes zu schreiben. Zu ihren Ängsten sollen ja auch sinnvolle Antworten kommen.Durch die Vernetzung ist es eben nun möglich, Antworten von fremden Kindern zu bekommen, die so etwas auch schon einmal empfunden haben. Das stärkt das Selbstbewusstsein: Auch andere haben solche Ängste. Literaturhinweis Klar, trau ich mich das! - Die schönsten Mutgeschichten zum Selberlesen Mut braucht man ziemlich häufig. Ob nun lästige Bettgespenster verscheucht werden sollen, ein ängstlicher Kater vom Dach gerettet werden muss oder eine Mutprobe für kleine Angsthasen ansteht ­ in diesen Geschichten geht es um Situationen, in denen man sich überwinden muss. Und das ist oft gar nicht so schwer, wie es aussieht... Die fünf Mutgeschichten eignen sich durch die große Schrift, die zahlreichen Bilder und die Kapiteleinteilung besonders gut zum Selberlesen. Ab etwa 7 Jahren. Verlag: Loewe Verlag ISBN: 3-7855-4574-6 Preis: EUR 10,00

  • Ich und meine Welt / Fächerübergreifend
  • Primarstufe

Bildung im Bundestagswahlkampf 2002

Unterrichtseinheit

Weder Arbeitslosigkeit noch Steuerreform oder gar die Umweltpolitik bestimmten das Wahlkampfgeschehen vor der Sommerpause und der Jahrhundertflut. Das PISA-Debakel, das Erfurter Blutbad und die Klagen der Wirtschaft und Universitäten über zu wenig Studenten führten dazu, dass die Bildungspolitik das wichtigste Thema der ersten heißen Wahlkampftage wurde.Ausgehend von der PISA-Studie und deren Ergebnissen lassen sich schulische Aufgaben, Defizite und deren Ursachen heraus arbeiten - eventuell mit Einsatz des Internets. Sicher erkennen die SchülerInnen schnell, warum das Thema im Bundestagswahlkampf derart präsent ist. Einstieg Ausgehend von der PISA-Studie und deren Ergebnissen lassen sich schulische Aufgaben, Defizite und deren Ursachen heraus arbeiten - eventuell mit Einsatz des Internets. Sicher erkennen die SchülerInnen schnell, warum das Thema im Bundestagswahlkampf derart präsent ist. Abgrenzen verschiedener Meinungen Die Einstellungen der politischen Parteien zum augenscheinlichen "Wahlkampfthema Nummer 1" sind in den Wahlprogrammen, die wiederum auf den Websites der Parteien einzusehen sind, zu entdecken. Diese können in Relation zu den grundsätzlichen Einstellungen der Parteien gesetzt werden. Recherche einer Diskussionsgrundlage Die Kulturhoheit der Länder spricht dagegen, dass Bildungspolitik Wahlkampfthema wird. Dennoch werden Stimmen laut, die Bildung zur Bundesaufgabe machen wollen. Eine Diskussion kann auf Basis der im Internet gewonnenen Informationen geführt werden.Die SchülerInnen sollen das Thema Bildung als politische Dimension begreifen. die unterschiedlichen Einstellungen der Parteien erkennen und beurteilen. selbstständig im Internet nach weiter gehenden Informationen suchen. Bildung als kulturhoheitliche Aufgabe der Länder verstehen und zu bundespolitischen Fragestellungen abgrenzen. Gerhard Schröder (SPD) erkannte dies und gab, eine Premiere in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, am 13. Juni 2002 als erster Bundeskanzler eine Regierungserklärung zum Thema "Bildung" ab. In ihr bezeichnete er die Bildungsfrage als "die soziale Frage des 21. Jahrhunderts". Stritten sich in der Vergangenheit die Parteien heftig um den richtigen Weg in der Bildungspolitik, sind sie in diesen Tagen programmatisch wesentlich näher beisammen. Niemand bezweifelt beispielsweise, dass Bildung die Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Weiterentwicklung ist. Doch nach der Erfurter Bluttat finden auch Forderungen nach einer Rückbesinnung auf traditionelle Erziehungswerte ihren Platz in einigen Wahlprogrammen. Diese Unterrichtseinheit wurde in Kooperation mit politik-digital und Wahlthemen erstellt. Weiterführende Beiträge, Informationen sowie interaktive Angebote für den Unterricht finden Sie bei: Als eine erste Reaktion auf PISA beschloss die rot-grüne Bundesregierung, den Bundesländern in den nächsten Jahren rund vier Milliarden Euro zur Einrichtung von 10.000 Ganztagsschulen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus forderte Schröder eine "nationale" Bildungsreform. Kulturhoheit der Länder Damit löste er eine Welle der Empörung bei Länderregierungen und Opposition aus, denn die Bildungspolitik fällt im Wesentlichen in den Kompetenzbereich der Bundesländer. Artikel 30 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland regelt, dass die Zuständigkeiten für das Bildungswesen und die Kultur bei den Ländern liegen (Kulturhoheit der Länder). Kultusministerkonferenz Zur Koordination der einzelnen Länderpolitiken treffen sich die 16 Kultusminister regelmäßig in der so genannten Kultusministerkonferenz (KMK). Die KMK hat laut ihrer Geschäftsordnung die Aufgabe, "Angelegenheiten der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung und der Vertretung gemeinsamer Anliegen" zu behandeln, doch eine bundesweit einheitliche Bildungspolitik existiert damit noch lange nicht. Bildung als Wahlkampfthema In der Vergangenheit wurde das föderale Bildungssystem nicht grundsätzlich in Frage gestellt, doch nach dem miserablen PISA-Abschneiden wagte sich die rot-grüne Bundesregierung an dieses Thema. Doch Widerspruch kam prompt und war zu Wahlkampfzeiten unmissverständlich. Wahlkampf ohne viele Gegensätze Im Wahlkampf thematisieren alle Parteien die Bildungspolitik und setzen dabei ihre Akzente nur geringfügig anders. Sie sind sich in der Diagnose weitgehend einig und auch die Rezepte der Parteien erscheinen, wie die angeführten Beispiele zeigen, recht ähnlich. Die WählerInnen müssen schon ganz genau hinschauen und die Aussagen der Parteien miteinander vergleichen, um die Unterschiede zu erkennen und ihre Wahlentscheidung zu treffen. Ganztagsbetreuung Die SPD setzt mehr Erwartungen in eine verbesserte ganztägige Betreuung. Die bereits erwähnten vier Milliarden Euro waren dabei ein erster Schritt. Bildungsministerin Edelgrad Bulmahn (SPD) verwies in der Bundestagsdebatte nach Schröders Regierungserklärung zur Bildungspolitik darauf, dass die rot-grüne Bundesregierung "die Trendwende eingeleitet und den Etat in nur vier Jahren um 21,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro erhöht" habe. ...früh beginnen In dem SPD-Leitantragsentwurf "Bildung entscheidet über unsere Zukunft" stellt der Parteivorstand seine Vorschläge für die Zukunft vor. Wichtige Kernpunkte sind dabei die möglichst früh einsetzende Förderung von Bildungspotenzialen, eine neue Lehr- und Lernkultur an den Schulen, die gezielte Förderung des lebenslangen Lernens und ein besserer Umgang mit den neuen Medien. Eltern und fremde Kulturen integrieren Auch der Koalitions- und Regierungspartner der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, legt einen Schwerpunkt der politischen Arbeit auf das Bildungsthema. Als Reaktion auf die PISA-Studie forderten Niombo Lomba, Mitglied des Bundesvorstands, und Sybille Volkholz, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung, dass u.a. die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern verbessert werden, "fremde Kulturen" besser integriert und die Schulen insgesamt mehr Autonomie erhalten müssten. Gerechtigkeit Auch Joschka Fischer, grüner Spitzenkandidat und amtierender Außenminister, äußerte sich Ende Juni 2002 zum Thema Bildung. Er sprach sich dagegen aus, Bayern als "Vorbild für die Bildungspolitik" zu nehmen. Er halte es lieber mit Finnland, das bei PISA sehr gut abschnitt. Bildung sei für ihn mehr denn je eine Frage der Gerechtigkeit. Die Grünen setzen sich außerdem noch für kleinere Klassen und eine bessere Lehrerausbildung ein. Föderalismus... Für die CDU/CSU ist der föderale Wettbewerb um das beste Bildungskonzept das "Zukunftsmodell zur Qualitätsverbesserung", so die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan und der Kanzlerkandidat Edmund Stoiber in einer gemeinsamen Erklärung. Trotzdem fordern sie, dass "vergleichbare Bildungsstandards zwischen allen 16 Ländern für alle Schularten" vereinbart werden sollen. Denn nur so könnten die "dramatischen Leistungsunterschiede" innerhalb Deutschlands wirksam bekämpft werden. ...versus Zentralismus Gleichzeitig spricht sich die CDU/CSU aber gegen einen "Zentralismus" bei pädagogischen Konzepten und dem Fächerkanon aus. Statt dessen soll ein neun Punkte umfassender "Qualitätspakt Bildung" Deutschland wieder in die internationale Bildungsspitze führen. Darunter versteht die CDU/CSU u.a. eine bessere Integration ausländischer Jugendlicher, mehr Selbständigkeit für die Schulen sowie mehr Respekt für die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Der Ausbau von Ganztagsschulen, die nach Ansicht der CDU/CSU nicht "generell zu einer Verbesserung der Qualität" beitragen, soll "bedarfsorientiert" erfolgen. Kinderbetreuung Für die FPD und ihren Kanzlerkandidaten Guido Westerwelle steht nicht nur die Zahl "18" im Mittelpunkt des Wahlkampfes, denn die Bildung sei "unser wichtigster Rohstoff", so eine Wahlkampfsite der FDP. In ihrem Positionspapier "Familien stärken - Kinderbetreuungsangebot ausbauen" schreiben sie, dass die "Kinderbetreuung der zentrale Schlüssel für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit" sei. Abschaffung der Kultusministerkonferenz PISA habe "gezeigt, wie entscheidend für die soziale Chancengerechtigkeit die Förderung des Sprachvermögens und der Lernmotivation im Vorschulalter" sei. Daher spricht sich auch die FPD an erster Stelle für den gezielten Ausbau der ganztägigen Betreuung ein und fordert vor allem mehr Wettbewerb zwischen den Einrichtungen. Außerdem tritt sie für die Abschaffung der Kultusministerkonferenz ein und "fordert unabhängige Qualitätssicherungsagenturen, die als Stiftung oder GmbH geführt werden". Chancengleichheit Auch die PDS positioniert das Thema ganz oben auf der politischen Prioritätsliste: "Bildung braucht jeder Mensch für ein reiches selbstbestimmtes Leben", heißt es auf einer Wahlkampfsite der PDS. Für sie steht die "Chancengleichheit" beim Bildungszugang an erster Stelle. PISA habe nach Meinung der PDS nachgewiesen, dass "der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland besonders stark ausgeprägt" sei. Gebührenfreiheit Daher brauche das Bildungswesen Strukturen, die "individuelle Förderung im Rahmen integrierter Bildungsformen" möglich machen. Die PDS will, dass niemand aus finanziellen Gründen auf Bildung verzichten müsse. Daher fordern sie"Gebührenfreiheit beim Bildungszugang und einen "Existenz sichernden Unterhalt von der Kita bis zur Weiterbildung". Problematisch erscheint der Umstand, dass die Bildungs- und Schulpolitik im Bundestagswahlkampf derart offensiv thematisiert wird, denn Bildungspolitik ist primär Sache der Bundesländer. Insofern stehen alle Versprechungen und Vorhaben, die jetzt von den Parteien im Wahlkampf publiziert werden, in Konflikt mit dem föderalen Aufbau des deutschen Bildungswesens. Bildung bleibt Ländersache? Welche Ankündigungen letztlich konkret vor Ort umgesetzt werden, hängt also nicht unbedingt mit dem Abschneiden bei der Bundestagswahl zusammen. Dafür sind die 16 Länderregierungen zuständig, die sich bislang mit Erfolg gegen eine Zentralisierung der Bildungspolitik gewehrt haben.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Handreichungen zum Münchner Fitness-Test

Unterrichtseinheit

Der Münchner-Fitness-Test (MFT) ist von den Sportwissenschaftlern Horst Rusch und Werner Irrgang speziell für den Sportunterricht für Gruppen im Alter von sechs bis 17 Jahren entwickelt worden. Er misst konditionelle und koordinative Fähigkeiten. Die sechs Übungen sind im Unterricht leicht zu organisieren und auszuwerten.Ziele der Testanwendung können sowohl die Grobdiagnose von Muskel-, Organleistungs- und Koordinationsschwächen als auch Veränderungsdiagnosen zur Beurteilung des Unterrichtserfolges sein. Mithilfe des Tests können statistisch gesicherte Informationen über den aktuellen Trainingszustand der Schülerinnen und Schüler gewonnen werden (Querschnittuntersuchung). Aus den Untersuchungsergebnissen können methodisch-didaktische Konsequenzen für die Unterrichtsplanung und -durchführung gezogen werden. Durch die Wiederholung des Tests in angemessenen Abständen, mindestens jedoch einmal in jeder Jahrgangsstufe, kann die individuelle Entwicklung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen beurteilt werden (Längsschnittuntersuchung). Ergebnisse Die Ergebnisse der Testübungen, die von den Schülerinnen und Schüler selbst in die Bewertungsbögen eingetragen und beurteilt werden können, geben ihnen einen Überblick über ihre Fitness beziehungsweise ihre Defizite. Sie sollen auf diese Weise erfahren, dass bestimmte motorische Grundlagen für ein Erleben der Vielfalt und des Reichtums der Bewegungswelt in der Schule und in der Freizeit und damit für die Lebensqualität erforderlich sind. Aktualisierung der Normierungstabellen Um mit dem Münchner Fitnesstest ein aussagekräftiges Instrument zur Beurteilung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit zur Verfügung zu haben, ist eine Aktualisierung der Normierungstabellen notwendig. Für eine wissenschaftliche Weiterentwicklung des Münchner-Fitnesstests wäre es deshalb hilfreich, wenn die erhobenen Testwerte über den Klassentest-Erfassungsbogen den Organisatoren zugeschickt werden würden.

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Primarstufe

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Sachunterricht in der Grundschule

In diesem Fachbereich finden Grundschullehrkräfte kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Sachunterricht oder in Vertretungsstunden. Ob Materialien zu Tieren, Lebewesen und Natur oder zu Umwelterziehung, technischen Entwicklungen, Gesellschaft, Zeit und Raum oder Gesundheit und Ernährung: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Sachunterricht in der Grundschule. 

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Aktuelle News für den Fachbereich Sachunterricht in der Grundschule