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In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Unterrichtseinheit

Der Bundestag hat beschlossen, deutsche Soldaten nach Afghanistan zu entsenden – erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik steht somit die Bundeswehr für einen Kampfeinsatz außerhalb Europas zur Verfügung.Um diese Entscheidung herbeizuführen, hatte Bundeskanzler Schröder zuvor im Parlament die Vertrauensfrage gestellt und sie mit der inhaltlichen Frage über die Entsendung deutscher Truppen nach Afghanistan zur Unterstützung der Amerikaner im ?Kampf gegen den internationalen Terrorismus? verknüpft. Denn obwohl die Macht der Taliban in Afghanistan nach dem wochenlangen Bombardement durch die USA und den Erfolgen der Nordallianz am Boden schwindet, ist ein militärischer Einsatz der Bundeswehr allgemein umstritten. Die Bundesregierung hält es nach wie vor für notwendig, den Amerikanern die ?uneingeschränkte? Solidarität zu gewähren, die Bundeskanzler Schröder nach den Terroranschlägen des 11. Septembers versprochen hatte. (Fortsetzung s. Unterrichtsschritte, Basisartikel)Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mithilfe des Basisartikels Grundlagen zur aktuellen Diskussion und die Argumente der Kriegsgegner und -befürworter erarbeiten. mithilfe von im Internet recherchierten Informationen einzelne Aspekte vertiefen. die Rolle Deutschlands im "Bündnisfall" erörtern können. die Situation der Regierungskoalition und der Grünen beurteilen. die Tragweite der Verknüpfung von Innen- und Außenpolitik in der Vertrauensfrage diskutieren. Um diese Entscheidung herbeizuführen, hatte Bundeskanzler Schröder zuvor im Parlament die Vertrauensfrage gestellt und sie mit der inhaltlichen Frage über die Entsendung deutscher Truppen nach Afghanistan zur Unterstützung der Amerikaner im "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" verknüpft. Denn obwohl die Macht der Taliban in Afghanistan nach dem wochenlangen Bombardement durch die USA und den Erfolgen der Nordallianz am Boden schwindet, ist ein militärischer Einsatz der Bundeswehr allgemein umstritten. Die Bundesregierung hält es nach wie vor für notwendig, den Amerikanern die "uneingeschränkte" Solidarität zu gewähren, die Bundeskanzler Schröder nach den Terroranschlägen des 11. Septembers versprochen hatte. (Fortsetzung s. Unterrichtsschritte, Basisartikel) Katrin Schaumann ist Mitarbeiterin von politik-digital Die Verknüpfung zweier unterschiedlicher Fragen - einer außenpolitischen mit einer innenpolitischen Machtfrage - ist bei fast allen Parteien auf Kritik gestoßen. Entgegen Schröders anfänglichen Behauptungen, eine Mehrheit in der eigenen Koalition sei weniger wichtig als eine breite Mehrheit im Bundestag, hatte er seine Meinung geändert und den Antrag zur Vertrauensfrage gestellt: "Ich habe bewusst die Vertrauensfrage und den Antrag über die Bereitstellung deutscher Streitkräfte für den Kampf gegen den Terrorismus miteinander verknüpft. Denn der Bundeskanzler kann seinem Amt nur dann entsprechen, wenn seine Person und sein Programm die Zustimmung der ihn tragenden Mehrheit des Hohen Hauses finden", sagte er vor der Abstimmung im Bundestag. Bundeswehreinsatz schwer vermittelbar Dem Tag der Abstimmung war eine Woche vorausgegangen, in der noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden musste, vor allem bei den Grünen, aber auch in den Reihen der SPD-Fraktion, wo sich ebenfalls starke Zweifel breitgemacht hatten. Ein Einsatz der Bundeswehr, der humanitäre Hilfsleistungen überschreitet und gezielt militärische Aktionen einbezieht, ist für Deutschland problematisch und der Öffentlichkeit schwer vermittelbar. Wegen der von Deutschland ausgegangenen Überfälle auf seine Nachbarstaaten und der Schrecken des Zweiten Weltkriegs, herrscht seit Bestehen der Bundesrepublik Konsens darüber, dass von deutschem Boden nie wieder kriegerische Handlungen ausgehen dürften. Die Wiederbewaffnung Deutschlands und die Gründung der Bundeswehr unter Konrad Adenauer in den fünfziger Jahren stand unter dem Zeichen des Kalten Krieges zwischen Ost und West. Sie fand daher unter der strengen Aufsicht der westlichen Verbündeten und einer Einbindung in die NATO statt. Ebenso wurde die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR in den Warschauer Pakt, das Verteidigungsbündnis des Ostens, integriert. Beide Armeen wurden ausdrücklich als Verteidigungsinstrumente angelegt. Heute hat sich die Situation geändert: Deutschland ist wiedervereinigt, der Ost-West-Gegensatz beigelegt und der Warschauer Pakt aufgelöst. Die Bedrohungen und Krisenszenarien haben sich aus der Sicht der NATO verändert. Heute steht nicht mehr die Verteidigung der Mitgliedsstaaten gegen einen Angriff im Mittelpunkt der NATO-Strategie, sondern die weltweiten "friedensstiftenden Einsätze" in Krisenregionen, auch wenn kein Bündnisfall oder UN-Mandat vorliegt. Die PDS ist mit einer Klage gegen diese Ausweitung der NATO-Aufgaben, die sie nicht mehr durch den ursprünglichen NATO-Vertrag gedeckt sieht, vor dem Verfassungsgericht gescheitert. Schröder begründet daher die Verpflichtung Deutschlands für einen Bundeswehreinsatz auf Seiten der USA mit dem Bündnisfall der NATO, der nach den Terroranschlägen des 11. September ausgerufen wurde. Befürworter und Gegner Allgemein wird der Entschluss, deutsche Soldaten auch außerhalb Europas zu stationieren, als Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik gewertet. Die Befürworter des Einsatzes betrachten dies als folgerichtiges "Erwachsenwerden" Deutschlands, das in der Außenpolitik selbst Verantwortung übernehmen müsse und militärische Einsätze nicht mehr allein den Verbündeten überlassen könne. Die Kritiker sehen in der Entscheidung eine fatale Fehlentwicklung, die vor allem zu einer Eskalation von Konflikten führt und Humanitären und politischen Zielen schadet. Die Abgeordnete Christa Lörcher etwa trat aus Protest gegen den Druck, der in dieser Gewissensfrage auf die Abgeordneten seitens der Regierung ausgeübt wurde, aus ihrer Fraktion aus. Auch die PDS lehnt den Bundeswehreinsatz kategorisch ab, das Mandat ist der Partei nicht genau genug definiert, sie befürchtet eine Ausweitung des Krieges und damit des Mandats auf andere Staaten wie etwa den Irak. Die Diskussion darüber ist entfacht, seit der Kanzler die bedingungslose Unterstützung der Amerikaner zugesichert hatte: Kritiker sind der Auffassung, Deutschland stünde mehr Zurückhaltung an. Andere sind der Meinung, gerade im Vergleich zu anderen Staaten Europas kann Deutschland sich nicht "raushalten". Die Frage wurde zu einer Feuerprobe für die Regierungskoalition. Die Grünen, viele ihrer Gründungsmitglieder aus der Friedensbewegung kommend, werden zum entscheidungsunfähigen Sündenbock abgestempelt, obwohl sie im Grunde die Meinungsvielfalt zu diesem Thema in der Gesellschaft abbilden. Die Verknüpfung dieser innenpolitischen Probleme mit der Frage nach der Richtung deutscher Außenpolitik ist umstritten - die vom Kanzler herbeigeführte Vertrauensfrage ein selten strapaziertes Instrument der Politik. Der Artikel der AutorInnen von politik-digital schafft einen guten Einstieg in die Thematik. Alle wesentlichen Aspekte des viel diskutierten Themas werden angesprochen, Tendenzen deutlich heruasgestellt. Um einzelne Aspekte zu vertiefen, können die SchülerInnen Dokumente und Zeitungsartikel recherchieren, unbekannte Begrifflichkeiten können nachgeschlagen werden. Internetadressen, die hierfür als Ausgangspunkt dienen können, sind von politik-digital bereits zusammengestellt worden. So können sich die SchülerInnen zum Beispiel zunächst über die beiden Verteidigungsbündnisse des Kalten Krieges informieren und Bezüge zur heutigen, veränderten Situation herstellen, in der die westlichen Staaten die Weltpolitik dominieren und in der Mitte Europas ein wiedervereinigtes Deutschland liegt. Fragen zur Regierungskoalition und der besonderen Lage der Grünen können ebnfalls mit den angfügten Adressen untersucht werden, ggf. können die SchülerInnen noch auf den Seiten der Parteien die dortigen Programme und Stellungnahmen einsehen. Zur Vorbereitung einer abschließenden Diskussion sollte der Artikel "Deswegen bitte ich um Ihr Vertrauen" zu Einsatz kommen, folgende Erarbeitungsfragen sind denkbar: Wie begründet Schröder die Verknüpfung der Vertrauensfrage mit der inhaltlichen Frage? Warum hat die Entscheidung, egal wie sie ausfällt, nach Argumentation der CDU/CSU keinen Bestand? Weshalb verweigert die PDS ihre Zustimmung? Nach der Verfassung ist jeder Abgeordnete ausschließlich seinem Gewissen verpflichtet, es darf kein Druck auf ihn ausgeübt werden. Faktisch jedoch untersteht er der Fraktionsdisziplin, die Regierungsfraktionen auch dem Koalitionszwang. Da Schröder die Vertrauensfrage gestellt hatte, machte er das Fortbestehen der Koalition von dieser inhaltlichen Entscheidung der Entsendung von Bundeswehrsoldaten abhängig. Ohne die Unterstützung der Regierungskoalition in dieser wichtigen Frage wäre ein Weiterregieren nicht möglich, argumentierte Schröder. Selten wurde der Charakter des Zweckbündnisses so deutlich wie in diesen Tagen. Pazifismus versus Regierungsverantwortung Dementsprechend gestaltete sich die Gewissensentscheidung für Bündnis 90/Die Grünen besonders schwierig. Die Partei hatte sich zu großen Teilen aus der Friedensbewegung heraus gebildet. Die Grünen Abgeordneten standen in dieser Frage vor dem Dilemma, entweder ihre pazifistische Grundhaltung aufgeben zu müssen oder aber die Koalition platzen zu lassen und Neuwahlen zu riskieren. Umfragen zufolge wären die Wählersympathien bei Neuwahlen zugunsten einer sozialliberalen Koalition ausgefallen. Somit mussten die Grünen also entweder ihre Grundwerte über Bord werfen oder aber in Kauf nehmen, dass eine neue, wahrscheinlich sozialliberale Regierung eine Politik unterstützte, die ihren Interessen noch ferner läge als der derzeitige Regierungskurs. Um also den Fortbestand der Koalition nicht zu gefährden, rangen sich schließlich die acht Kriegsgegner um Hans-Christian Ströbele die strategische Entscheidung ab, ihre Stimmen aufzuteilen: vier Stimmen für den Kanzler (und damit für den Erhalt der Koalition) und vier Stimmen gegen Schröder (als Ausdruck der Ablehnung des Krieges). Durch das taktische Zahlenspiel der Grünen hatte Schröder am Ende 336 Jastimmen beisammen, genau zwei mehr als für eine Mehrheit erforderlich. Das Ergebnis ist insofern paradox, als es genau die entgegengesetzten Verhältnisse im Parlament widerspiegelt: Denn sowohl FDP als auch die CDU/CSU-Fraktion befürworten einen Einsatz der Bundeswehr, verweigerten dem Kanzler jedoch das Vertrauen, weil sie gegen eine Weiterführung der rot-grünen Koalition sind. So gesehen haben auch sie das getan, was sie dem Kanzler vorwarfen: eine ursprünglich außenpolitische Frage mit innenpolitischen Überlegungen vermischt. Die Vertrauensfrage wurde zum vierten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik gestellt. Die Vertrauensfragen von Willy Brand 1972 und Helmut Kohl 1982 führten (beabsichtigt) zur Auflösung des Bundestages und zu Neuwahlen. Helmut Schmidt überstand 1982 zwar die Vertrauensfrage, verlor seine Mehrheit aber schon sieben Monate später, als ihn die Abgeordneten mithilfe des Misstrauensvotums abwählten. Auch Gerhard Schröder steht nach der Abstimmung nicht wirklich gestärkt da, die Wunden vor allem beim kleinen Koalitionspartner sind tief. Das Instrument der Vertrauensfrage ist ein starkes Mittel, das er nach Artikel 68 des Grundgesetztes erfolgreich zur Disziplinierung seiner Koalition eingesetzt hat, es offenbart jedoch gleichzeitig die Schwäche eines Bundeskanzlers, der sich seiner Mehrheit in dieser Frage offensichtlich nicht anders sichern konnte. Doch die Entscheidung für einen Kriegseinsatz der Bundeswehr, die auch ein Pokerspiel um mehr Macht und Einfluss auf dem internationalen Parkett war, ist endgültig. Die Vorbereitungen für den Einsatz laufen: Das Verteidigungsministerium wird Schnellboote, Minensucher und Aufklärungsflugzeuge der Marine zur Überwachung an die somalische Küste schicken. Auch die Vorbereitungen des Kommando Spezialkräfte (KSK) für einen Einsatz in Afghanistan sind im Gang. Die Elitesoldaten des KSK sind darauf spezialisiert, Geiseln zu befreien und Terroristen zu fangen. Die Mithilfe Deutschlands im internationalen Krisenmanagement schließt Kampfhandlungen zwar schon seit dem Kosovo-Krieg nicht mehr aus. Doch es überschreitet erstmals die Grenzen Europas.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Globalisierungsgegner

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit befasst sich mit sogenannten Globalisierungsgegnern, die in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses geraten, wenn irgendwo auf der Welt ein Gipfeltreffen von Vertretern der mächtigen Industriestaaten stattfindet.Deren lautstarke Protestveranstaltungen spielen sich seit der WTO-Tagung (World Trade Organisation) in Seattle im November 1999 regelmäßig am Rande dieser Treffen ab oder überschatten sie regelrecht aufgrund vereinzelter Gewaltanwendungen - wie zuletzt in Genua. Die Bilder der Straßenschlachten militanter Protestler mit der Polizei und der Tod eines Demonstranten sind in der Erinnerung präsenter geblieben als die offiziellen Ergebnisse des Gipfels. Heute, nach den schrecklichen Terrorangriffen auf das World Trade Center in New York am 11. September, geraten die Globalisierungsgegner erneut in die Kritik. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ging sogar so weit, die Demonstranten von Genua in die Nähe islamistischer Terroristen zu rücken.Die Schülerinnen und Schüler lesen sich mithilfe des Basistextes in die aktuelle Diskussion ein und formulieren erste Fragen. recherchieren, wer James Tobin war, und versuchen mit Hilfe von Wirtschaftslexika, seine Thesen nachzuvollziehen. bilden sich eine eigene Meinung zu den Globalisierungsgegner. nehmen gegebenenfalls Kontakt zu diesen auf und laden einen Experten in den Unterricht oder in einen Chat ein. Doch dies sind zwei grundlegend unterschiedliche Perspektiven, die nicht miteinander zu vergleichen sind. Denn die Kritik der Globalisierungsgegner richtet sich vor allem symbolisch aus der Mitte der westlichen Industriestaaten gegen "unkontrollierte" Kapitalströme, Klimaveränderungen oder die Ausbeutung von Arbeitern und die Schädigung der Umwelt in Drittweltstaaten durch international operierende Konzerne. Die Terroristen jedoch ziehen derartige Ungerechtigkeiten als Begründung für ihre Angriffe auf die Bevölkerung, die Politiker und die Institutionen in eben diesen Staaten heran. Die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Gesellschaft wie mit der Weltgesellschaft ist etwas anderes als ein terroristischer Angriff von außen, auch wenn sich das "Innen" und "Außen" in einer globalisierten Welt zumindest nach nationalstaatlichen Kriterien nicht mehr voneinander unterscheiden lässt. Zustimmung aus der Bevölkerung? Dies gilt insbesondere für den Anschlag auf das World Trade Center, der vor allem als ein Angriff auf ein Symbol des Wohlstandes (einiger weniger), den Kapitalismus und die Arroganz des reichen Westens gesehen werden kann. Ähnlich argumentieren auch die Globalisierungsgegner, die für eine gerechtere Verteilung des Reichtums auf der Welt plädieren. Auch sie haben immer wieder auf handfeste Weise die Symbole des globalisierten Kapitalismus wie Banken, McDonalds- oder GAP-Filialen angegriffen. Im Gegensatz zu den Terroristen können sie sich aber auf Zustimmung aus der Bevölkerung berufen, die auf einem diffusen Gefühl von Verunsicherung und Machtlosigkeit in einer vernetzten Welt mit global agierenden und politisch nicht kontrollierten Akteuren beruht. Darüber hinaus sind die Aktionen der Globalisierungsgegner auf einen Dialog mit eben diesen Akteuren aus Wirtschaft und Politik ausgerichtet, womit eine demokratische Kontrolle von Globalisierungsprozessen gewährleistet werden könnte, die von Parlamente oder durch Gesetze längst nicht mehr hinreichend realisiert wird. Gleichwohl stellt sich nach dem 11. September die Frage der Legitimität der Aktionen der Globalisierungsgegner. Globale Gerechtigkeit Die Gegner des Globalisierungsprozesses sind im Grunde nicht sehr bekannt. Dies liegt vor allem daran, dass sie sich aus einer Vielzahl von Splittergruppen zusammensetzen, die weder über eine klare Organisationsstruktur noch über einheitliche Ziele oder Führungspersönlichkeiten verfügen: Gewerkschaften, Friedensbewegte, ökologisch Engagierte - es ist ein wenig die Fortführung der sozialen Bewegungen der 80er Jahre unter dem Motto: "Globale Gerechtigkeit". Was die verschiedenen Gruppen trotz aller Unterschiedlichkeit eint, ist die Tatsache, dass sie sehr wohl die Globalisierung wollen, wenn auch eine andere, gerechtere und vor allem kontrollierte. Daher ist auch der Begriff "Globalisierungsgegner", der eigenartigerweise von der Bewegung selbst übernommen wurde, im Grunde unzutreffend. Die "Bewegung" ist im Großen und Ganzen jedoch zu vielschichtig und vielgestaltig, als dass sie EIN genaues Ziel formulieren könnte. Man kann es vielleicht auf den Nenner bringen: mehr politische und weniger ökonomische Globalisierung, also das Primat demokratischer Politik über der Gesetzmäßigkeit des Marktes. Association pour une Taxe Tobin d'Aide aux Citoyens Die herausragende Vereinigung mit dem größten Bekanntheitsgrad ist Attac, ein Zusammenschluss von Gewerkschaftern, Bürgerbewegungen und Medien, der 1998 in Frankreich als Reaktion auf die asiatische Finanzkrise gegründet wurde. ATTAC steht für "Association pour une Taxe Tobin d'Aide aux Citoyens", zu deutsch "Vereinigung für die Devisenumsatzsteuer im Interesse der Bürger". Die Idee, die im Namen zum Ausdruck kommt, ist die Einführung einer "internationalen Solidaritätssteuer", die so genannte Tobin Tax (benannt nach dem Nobelpreisträger James Tobin). Diese Steuer auf finanzielle Transaktionen soll der fortschreitenden Liberalisierung der Kapitalmärkte entgegenwirken. Neben diesem wichtigsten Ziel geht es den Mitgliedern von ATTAC außerdem um einen freien Zugang der Entwicklungsländer zu den geschützten Agrarmärkten der Industrieländer, um den Schuldenerlass für die Entwicklungsländer, die Schließung von Steuerparadiesen und die Fortführung des Kioto-Protokolls. Schließlich lehnen sie auch eine Welt des Markenwahns ab, wie sie Naomi Klein in ihrem Buch "No Logo" beschreibt. Berühmte Mitglieder Die anfangs kleine Gruppe wuchs schnell über die Grenzen Frankreichs hinaus. Heute ist sie ein Zusammenschluss verschiedener Vereinigungen unterschiedlicher Länder, die alle miteinander in Kontakt stehen. Vorwiegend wird per E-Mail kommuniziert. In Deutschland, wo es ATTAC erst seit einem Jahr gibt, zählen Oskar Lafontaine, Gregor Gysi, Konstantin Wecker und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu den prominenten Mitgliedern. Auch der französische Staatschef Lionel Jospin bekundete seine Sympathie mit den Zielen der Vereinigung. Insgesamt haben diese Bekundungen aber seit dem 11. September bei sehr vielen Sympathisanten deutlich nachgelassen. Die Verunsicherung angesichts des Terrors ist groß - auch gegenüber den Globalisierungsgegnern, obwohl diese offiziell mit anderen Mitteln gegen die "Macht der Konzerne" kämpfen: Sie sind der Ansicht, dass Entwicklungshilfe und der Kampf gegen internationale Ungleichheit das beste Mittel gegen Terrorismus sind. Globalisierung ist kein Schicksal Gleichwohl wird sie in Zukunft nicht mehr so stark mit anti-amerikanischen Ressentiments mobil machen können. Obwohl die Bewegung schon oft für tot erklärt wurde, arbeitet sie weiter - auch nach dem 11. September. Der ATTAC-Kongress in Berlin am 22.10.01 fand unter dem Motto "Globalisierung ist kein Schicksal ... Eine andere Welt ist möglich!" statt. Die Argumente und Herangehensweisen der Bewegung bleiben dennoch diffus; "Wir sehen uns in der Tradition des zivilen Ungehorsams der sozialen Bewegungen. Wir halten symbolische Gesetzesübertretungen für legitim", so Felix Kolb, Pressesprecher von ATTAC Deutschland. Gewalt lehne die Bewegung aber ab. Was hat sich geändert? Heute wird diese zunehmende Vernetzung - kurz: Globalisierung - nicht mehr durchweg positiv bewertet. Nicht nur Einzelne fürchten, sie könnten Verlierer einer sich anscheinend automatisch vollziehenden Entwicklung sein. Sondern auch ganze Organisationen machen zunehmend gegen die Globalisierung Front. Warum aber fühlen sich mehr und mehr Menschen von einer weitgehend friedlich stattfindenden Entwicklung bedroht? Warum empfinden die einen diese Entwicklung als Chance, während andere sie mit Angst erwarten? Sind die einen naiv und zuversichtlich, die anderen paranoid und nationalistisch? Welche Rolle spielt die Politik noch, und wie argumentieren Organisationen wie Attac? Didaktische Überlegungen Um diese Fragestellungen soll es im Unterricht gehen. Eike Hebecker und Katrin Schaumann von politik-digital haben Links zusammengestellt, die den SchülerInnen bei der Auseinandersetzung mit der Perspektive der GegnerInnen helfen. Zunächst scheint jedoch die Klärung der Frage angebracht, was Globalisierung ist. Dafür eignet sich insbesondere die Website der VENRO-Europakampagne, die Hintergrundinformationen und Materialien für den Unterricht bietet. Am Ende der Unterrichtssequenz sollten die SchülerInnen in der Lage sein, sich eine eigene Meinung zu den GlobalisierungsgegnerInnen bilden zu können: Handelt es sich um eine große Gruppe von Menschen, die kein Verständnis für ökonomische Zusammenhänge haben? Verstehen diese Leute nicht, dass ein Großteil unseres Wohlstandes Ergebnis des weltweiten Handels ist? Oder sind sie gar die letzten Vernünftigen, die die Konsequenzen von ökologischem Raubbau und Leben auf Kosten der Armen zu Recht immer wieder in die Diskussion bringen? Haben vielleicht nur sie erkannt, dass man notfalls zu drastischen Mitteln greifen muss, um zum Wohle aller noch etwas zu ändern?

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

The New York Times Learning Network

Fachartikel

Sie würden gerne häufiger aktuelle politische Themen im Englisch-Unterricht behandeln? Der stressige Schulalltag erlaubt Ihnen aber nicht, Presseartikel didaktisch aufzubereiten? Für die Entwicklung eigener Unterrichtsmaterialien zu den Texten fehlt natürlich auch die Zeit. Dann ist das New York Times Learning Network die richtige Site für Sie!

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Pädagogik / Englisch

Die Romantik in der deutschen Literatur

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit soll die Schülerinnen und Schüler an die Epoche der Romantik in der deutschen Literatur heranführen. Im Besonderen werden die philosophischen und geistigen Grundlagen dieser Epoche an einzelnen Beispielen erläutert. Auch soll die Malerei hier angesprochen werden, die die Epochenbetrachtung abrunden kann. Diese Kenntnisse bilden die Grundlage für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I an Gymnasien. Interpretationen einzelner literarischer Texte können in diesem Zusammenhang nicht vorgenommen werden, da dies in zwei Doppelstunden nicht zu leisten ist. Vielmehr soll an dieser Stelle ein umfassendes Bild über die Geisteshaltung "Romantik" erarbeitet werden. Der Hintergrund Kurzinformationen und Internetadressen zum historischen und philosophischen Hintergrund. Arbeitsaufträge Romantik Eine Übersicht über die Arbeitsaufträge für die Schülerinnen und Schüler finden Sie hier. Die Schülerinnen und Schüler gehen auf die Suche nach Schulthemen/Literaturthemen im Internet. erarbeiten den historischen Hintergrund der Epoche. erstellen in Gruppenarbeit Referate. Die Zeit (1795-1835) war gekennzeichnet durch gewaltige Veränderungen, die mit der französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons zusammenhingen. Die zunächst in Deutschland sehr positiv aufgenommene Französische Revolution stieß nach der Ermordung Ludwig XVI. und der Schreckensherrschaft Robespierres auf Ablehnung. Weitere wichtige Ereignisse waren die Niederlegung der römisch-deutschen Kaiserwürde durch Franz II. und die Selbsternennung Napoleons zum Kaiser. Die nachfolgenden Befreiungskriege und der Wiener Kongress führten zur Wiedereinrichtung der vorrevolutionären Ordnung. Das geistige Zentrum der sich entwickelnden romantischen Geisteshaltung war die Stadt Jena. Dort wirkten die Brüder Schlegel, Friedrich Schelling, Friedrich Schleiermacher, Johann Gottlieb Fichte, Ludwig Tieck und Novalis. Kennzeichnend ist die Überwindung der formalen Strenge des Klassizismus und die Betonung des individuellen Naturerlebens als zentrale künstlerische Aussage. Ähnlich wie in Malerei und Philosophie verstanden die romantischen Dichter die Natur als Offenbarung des Göttlichen. Diese pantheistische Weltauffassung läßt die Romantiker die Allgegenwart Gottes in der Natur darstellen. Die philosophischen Grundlagen dafür schufen August Wilhelm und Friedrich Schlegel, Friedrich Schelling und Friedrich Schleiermacher. Als Sujets stehen Märchen, Mythen, Sagen und das Mittelalter im Vordergrund. Die auf dem Arbeitsblatt befindlichen Links können durch weitere ergänzt werden (s. "Zusatzinformationen" auf der Startseite dieser Einheit, außerdem Links unter "Hintergrund"). Kurzreferate in Gruppenarbeit, Themen: Frz. Revolution Napoleon Befreiungskriege Wiener Kongress Kurzreferate in Gruppenarbeit, Themen: Malerei: Friedrich, Koch, Delacroix Aufklärung: Lessing, Gottsched Informationen z.B. unter: Aufklärung Welche Sujets werden bevorzugt? Welche Gattungsformen werden bevorzugt? Wie wird Freundschaft dargestellt? Was bedeutet Freiheit für die Romantiker? Informationen z.B. unter Die Epoche der Romantik

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I

Der Regenwurm auf dem Nordpol...

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Der Regenwurm auf dem Nordpol..." hat das Ziel, zusammen mit einer Partnerklasse aus der Schule, dem Landkreis, dem Land oder irgendwo auf dem Erdkreis eine kleine oder auch große Geschichte zu entwickeln.Über ein Mailprogramm wird die sich entwickelnde Geschichte hin- und hergeschickt und dabei immer etwas verlängert. Im Anschluss an die Geschichte entwickeln die Klassen jeweils ein Lese-, Sachkunde- und Malquiz. Zu deren Berarbeitung können andere Klassen in einer Art Wettbewerb mit einbezogen werden oder die Ergebnisse zum Mitraten für jedermann im Internet präsentiert werden.Für die erste Geschichte empfiehlt es sich, eine Klasse aus der eigenen Schule zu gewinnen. So können sich auch die Lehrkräfte langsam an die Übung heran tasten und sich täglich direkt absprechen. Der Zeitrahmen kann besser koordiniert werden und die Entwicklung der Geschichte geht schneller voran. Interessanter, spannender und sinnvoller wird es dann, wenn die Partnerklasse möglichst weit weg ist, womöglich sogar im Ausland. Verlauf der Einheit - Die Vorbereitung Gefördert werden soll das möglichst freie Schreiben der Kinder, aber zunächst muss eine Partnerklasse gefunden und Kontakt aufgenommen werden. Die Entwicklung der Geschichte Die Klasse, die beginnt, denkt sich eine Überschrift aus. Mit Spannung erwartet die andere Klasse den ersten Brief. Nun kann es losgehen mit der ersten Fortsetzung. Was sonst noch alles passierte Nach ungefähr einem Monat beendeten wir Lehrkräfte die Geschichte. Neue Geschichten entwickelten sich und wollten fortgesetzt werden. Lernziele Aufsatzerziehung: sinnvolles Fortsetzen einer Geschichte unter einem bestimmten Gesichtspunkt (zum Beispiel Eigenschaftswörter oder wörtliche Rede). Umgang mit dem Internet: Benutzen eines Mailprogramms und Umgang mit Suchmaschinen für Kinder. Leseerziehung: Informationen aus einem Text entnehmen und in sinnvolle Fragen umsetzen. Kunsterziehung: Zeichnerische Ausgestaltung eines Themas. Umgang mit einem Zeichenprogramm. Zunächst müssen sich die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer über den Zeitraum einigen. Dabei sollte der Austausch möglichst mehrmals pro Woche erfolgen, da die Lernenden sonst das Interesse verlieren und das ganze Projekt außerdem vergessen wird, wenn nur einmal pro Woche geschrieben wird. Welche Lernziele die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer jeweiligen Fortsetzung verwirklichen wollen - z.B. Eigenschaftswörter, wörtliche Rede, Satzanfänge, Spannungsbogen, Zeitwörter -, bleibt Ihnen selbst überlassen. Natürlich können sich auch mehr als zwei Klassen beteiligen. Dann wird das ganze noch lustiger und spannender, aber auch langwieriger und man kommt weniger oft mit dem Schreiben dran. Form des Austausches Wichtig ist auch die Form des Austausches, denn entweder wird die Geschichte zum Beispiel mit MS-Word geschrieben und als Anhang verschickt oder direkt in ein Mailprogramm eingegeben und verschickt. Bei einer Übermittlung als email-Anhang können immer wieder Probleme beim Laden des Anhanges entstehen, wenn ein Computer womöglich eine ältere Word-Version hat als der andere. Sichern der Geschichte Es empfiehlt sich, regelmäßig die aktuelle Version der Geschichte zu speichern! Es gibt folgende Möglichkeiten: Sie kann im Mailprogramm selbst gespeichert werden (Nachteil: Der Provider hat Probleme und alle Mails verschwinden). Es hat sich deshalb als besser erwiesen, die Geschichte jeweils selbst zu speichern. Am besten gleich in das Homepage-Programm kopieren und dort als neue Seite abspeichern. Der Text, der in das neue Programm transformiert werden soll, wird mit der linken Maustaste markiert. Nun drücke man die Steuerungs-Taste (Strg) und gleichzeitig die Taste "c" (am besten erst Strg drücken, festhalten und dann "c" drücken). Nun das neue Programm öffnen (wir verwenden z.B. den "Netscape Composer"). Im Menü "Datei" wählt man nun "Neue Seite öffnen". Nun kann man den Text in die neue Seite durch gleichzeitiges Drücken der Strg-Taste und der Taste "v". Leider gehen hierbei Formatierungen verloren. Nicht vergessen, jetzt noch die Seite zu speichern! Wir hatten uns mit der anderen Klasse auf jeweils zwei bis vier Sätze geeinigt. Die ersten Probleme entstanden, denn 20 Kinder stehen um den Computer herum und jeder will die Post öffnen. Die hinteren jammern, dass sie nichts lesen können. Die Lösung ist ein wöchentlich wechselnder Postdienst. Jeweils zwei Kinder fragen in der Früh die Post ab, drucken sie aus und hängen sie an die Seitentafel. Diese Kinder sind ebenso für das Eintippen der Fortsetzung verantwortlich. Die ersten Kinder werden von der Lehrerin oder dem Lehrer in das Programm eingeführt und dienen dann als BetreuerInnen für das nächste Team. So lernen die Schülerinnen und Schüler voneinander. Sobald die neue Version eintrifft (hoffentlich jeden zweiten Tag) entwirft jede Schülerin und jeder Schüler oder jeweils zwei bis drei Schülerinnen und Schüler gemeinsam (auf gleichstarke Gruppe achten) eine Fortsetzung. Diese werden entweder vorgelesen oder ausgelegt (am besten anonym, damit keine unnötigen Konkurrenzkämpfe entstehen). Anschließend entscheidet die Klasse gemeinsam, welche Version genommen wird. Entweder vergeben die Lernenden beim Lesen Punkte oder es erfolgt eine Abstimmung per Finger. Das lässt ein Chaos oder heftige Kämpfe vermuten, lief aber in unserem Fall immer bei allen Klassen problemlos ab. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Gruppen zu bilden, die jeweils eigenverantwortlich die Geschichte weiter entwickeln. Wir haben beide Versionen ausprobiert und die erste als produktiver empfunden. Ist eine Version gewählt worden, kann sie nun noch im Klassenverband sprachlich verbessert werden. Die Lehrerinnen und Lehrer können auch schon vorher eine Vorgabe machen und so ein gerade eingeführtes Ziel bei der Aufsatzarbeit üben, anwenden, und verbessern. So lässt sich gut ein Schwerpunkt auf Eigenschaftswörter, wörtliche Rede, oder Satzanfänge setzen. Spontan wollten meine Schülerinnen und Schüler ein Lesequiz entwickeln, da sie zur Zeit jeweils für die Parallelklasse ein Quiz zur Zeitschrift "Mücke" entwickelten. Bald stellten sie fest, dass ein Lesequiz für die eigene Klasse oder die Parnterklasse natürlich nicht sehr spannend ist, da ja jeder die Geschichte mittlerweile auswendig kannte. Die Kinder lasen nämlich bei jeder neuen Fortsetzung die ganze Geschichte begeistert jeweils wieder vom Anfang an. Also beschlossen wir, ein Quiz für unsere Zweitklässler zu entwickeln und es per E-Mail zu verschicken. Bei uns hat jede Klasse eine eigene E-Mail-Adresse. Das schien uns viel lustiger und spannender als das ganze persönlich abzuliefern. Meine Schülerinnen und Schüler mussten sich dazu in das Leseniveau der 2. Klasse eindenken und entsprechende Fragen formulieren. Es bildete sich sogar eine Gruppe, die besonders einfache Fragen für die 1. Klassen entwickelte. Die "Kleinen" lasen und rätselten begeistert mit. Thema: Polarkreis Jetzt mussten natürlich auch die 4. Klassen miteinbezogen werden. Meine Klasse befand den Text und die Fragen für zu einfach. Hier schien ihnen eher ein "Polarquiz" angebracht. Die Thematik bot sich von selbst an. Woher nun Informationen über Eisbären, Pinguine und das Polarmeer bekommen? Wie konnte man vermeiden, dass die Fragen zu schwer oder nicht beantwortbar wurden? Internetrecherche Wir beschlossen, uns im Internet über die obigen Punkte zu informieren und die Suchmaschinen einzugrenzen, da wir aus Erfahrung mit Internetralleys wussten, dass die Informationsflut für Zehnjährige sonst nicht zu bewältigen ist. Die Kinder informierten sich nun zunächst selbst über das Thema Eismeer, Polarmeer, Pinguine, Eisbären . Dabei stießen sie noch auf andere interessante Themen, wie Robben, Wale und ähnlichem. Quizfragen formulieren Dabei mussten die Kinder sehr viel lesen, Informationen sortieren und verschiedene Fachbegriffe erforschen. Entsprechende Quizfragen zu formulieren entpuppte sich als gar nicht so einfach. Die Fragen wurden an Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse getestet. Können die Fragen beantwortet werden? Sind sie sinnvoll? Können andere Kinder sie verstehen? Sind sie zu leicht? - Bald war das Quiz fertig und die Schülerinnen und Schüler hatten viel über die verschiedenen Tiere gelernt. Nun fehlten nur noch die nicht so guten Leser und Leser der 1. Klassen. Wie könnten man diese mit einbeziehen? Ein Malwettbewerb war die Lösung. Thema war, ein Bild zur Geschichte zu malen. Das rief natürlich den Neid der gesamten Schule hervor, so dass zum Schluss alle teilnahmen, aber die Wertung innerhalb der Jahrgangsstufen statt fand. Leider konnten wir die Bilder nicht auf unser Homepage präsentieren, weil uns ein entsprechender Scanner oder eine Digitalkamera fehlt. Im Laufe des Schuljahres haben sich in unserer Klasse mehrere Fortsetzungsgeschichten entwickelt. Neben "Der Regenwurm auf dem Nordpol" entstanden so noch "Das Altenheim auf dem Mars und "Der Faschingsritter" (ein Fortsetzungsgedicht). Die Ergebnisse unserer Arbeit sollten natürlich auf unserer Homepage erscheinen. Unsere Schüler schreiben ihre Homepage selbtständig mit dem Nescape Composer. Hintergründe wurden mit dem Paintprogramm erstellt und die Seiten entsprechend gestaltet. Fast von selbst entwickelt sich mit der Partnerschule ein reger Briefkontakt. Die Schülerinnen und Schüler lernen die andere Schule kennen, Ideen werden ausgetauscht, private Kontakte geknüpft. Besonders interessant ist dies, wenn die andere Schule im Ausland liegt.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Baseball - Eine attraktive Sportart auch für die Schule

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit stellt eine Möglichkeit vor, Baseballspiele in der Schule einzuführen. Brennball, Tee-Ball und Softball in verschiedenen Variationen und Vereinfachungen erlauben ein "Baseball-Feeling", auch unter schulischen Bedingungen. Die Regeln können dabei immer wieder den aktuellen Bedingungen und Voraussetzungen angepasst werden."Baseball-Unterricht" in der Schule muss das relativ komplizierte Baseballspiel vereinfachen. Auch die Materialien des "richtigen" Baseballspiels sind nicht immer (im ausreichenden Maße) vorhanden. Aber kein Problem: Die Grundidee des Spiel kann erhalten bleiben, wenn einige Veränderungen für die Schule vorgenommen werden. Fangen, Werfen, Schlagen, Laufen und Rutschen sind abwechslungsreiche Anforderungen, die dieses Spiel sehr vielseitig und interessant machen.Taktisches Denken lässt keine Monotonie aufkommen, und das Spielen im Team macht Schülerinnen und Schülern in der Regel viel Spaß. Dabei kann der Lernprozess selbst spielerisch gestaltet und es kann in kleineren und größeren Gruppen selbstständig geübt werden. Unterrichtsphasen Der Unterricht erfolgt in drei aufeinander aufbauenden Abschnitten: 1. Phase Diese Phase verbindet Wurf- und Fangspiele mit der Einführung im Umgang mit dem Baseballschläger. 2. Phase Dieser Abschnitt vermittelt die zentrale Spielidee des Baseballs über Brennball-Spiele und Tee-Ball. 3. Phase Erprobung der zentralen (vereinfachten) Baseballregeln auf dem Baseballfeld. Danach können einzelne Elemente speziell geübt und die Regeln komplexer gestaltet werden. Themenauswahl Die Unterrichtsmaterialien informieren über: Ausrüstung Aufwärmspiele Tee-Ball Werfen und Fangen Übungen für Pitcher und Batter Brenn-Baseball Softball - Baseball

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe I

Theorie im Sportunterricht der Sekundarstufe II

Fachartikel

Es gehört zu den Aufgaben der gymnasialen Oberstufe, das selbständige Denken und Arbeiten in komplexeren fächerübergreifenden Zusammenhängen zu fördern. Dies gilt auch für das Fach Sport.

  • Sport / Bewegung

Say I love you - Liebesgedichte im Englischunterricht

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit tauschen sich die Lernenden über das Thema Liebe aus, sie recherchieren nach Liebesgedichten im Internet und schreiben schließlich ein eigenes Liebesgedicht.Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit soll neben der Recherche nach wirkungsvollen und eingängigen Liebesgedichten eine Reihe von Sprachübungen stehen, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich einmal ausgiebig über das Thema "Liebe" im Unterricht auszutauschen. Die für den Englischunterricht dargestellte Aktivität basiert auf Online-Recherchen und lässt sich sowohl auf den Französisch- als auch auf den Deutschunterricht übertragen. Exemplarische Aufgabenstellungen Mindmap "Liebe" Erstellt eine Mindmap zum Thema Liebe! Farben für die Liebe finden Welche Farben assoziiert ihr mit der Liebe? Sucht auf einer Farbpalette die für euch passenden Farben heraus und malt die Begriffe aus der Mindmap (1. Aufgabe) entsprechend an. Wenn ihr die Vokabel einer Farbe nicht kennt (zum Beispiel Zinnoberrot), sucht sie in einem Wörterbuch heraus und notiert sie euch ebenfalls in der Mindmap. Vielleicht könnt ihr die Farben in euren Gedichten einbauen. Liebesgedichte im Internet Findet im Internet weitere Liebesgedichte von bekannten Autoren. Welches Gedicht gefällt euch besonders gut? Stellt es der Klasse vor! Reimwörter finden Sammelt zunächst Wörter, zu denen ihr Reimwörter sucht, zum Beispiel "heart" rhymes with art, dart, part, smart, start , ... Liebesgedichte schreiben Schreibt ein Liebesgedicht und nutzt dazu die zuvor gefundenen Reimwörter! Das Reim-Schema kann zum Beispiel AA BB, AB AB, oder ABBA sein. Ein Liebesgedicht veröffentlichen Das Gedicht soll anschließend noch illustriert werden. Dabei könnt ihr wählen, ob ihr die Bilder selbst erstellt und dann einscannt, am PC mit einem Mal-Programm erstellt oder sogar Fotos verwendet. Achtet darauf, dass ihr das Bild/die Bilder in mittlerer Größe in einem jpg- oder gif- Format abspeichert. Gemeinsam könnt ihr nun überlegen, wo ihr eure Gedichte veröffentlicht: auf der Schulhomepage, in euren persönlichen Social Media Kanälen, in der nächsten Ausgabe der Schulzeitung oder ... Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen zum Thema "love" im Internet. erstellen eine Mindmap zum Thema "love". verfassen Gedichte zum Thema. illustrieren die Gedichte mit eigenen Bildern.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Skifahren: erste Erfahrungen

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler probieren in dieser Unterrichtseinheit zum Thema Skifahren unterschiedliche Fahrweisen aus und lernen dabei Material, Bewegungsmöglichkeiten sowie die eigene Gleichgewichtsfähigkeit kennen.Die Erfahrung zeigt, dass alle Anfänger innerhalb von einer Woche mittelschwere Pisten bewältigen können. Dabei ist es aber sehr wichtig, die unterschiedlichen Lerntempi und unterschiedliche Verarbeitungsformen von Erfolg und Misserfolg beim Lernen beziehungsweise bei der Gruppenbildung zu berücksichtigen. Tragen, An- und Ausziehen der Ski, Gehen, Aufstehen, Rollerfahren, Schlittschuhschritte, Aufsteigen, Wenden, Gleiten und Schussfahrten, Anhalten und Bremsen, Bodenwellen und Sprünge, Liftfahren. Für die Elementarerfahrungen ist zunächst ebenes Gelände zu wählen, für die ersten Schussfahrten nur sehr leicht geneigtes Gelände mit Gegenhang oder Auslauf. Wenn möglich, kann dabei das Liftfahren frühzeitig in den Lernprozess einbezogen werden. Aufgabenstellungen und Spiele sind besser als genaue Bewegungsanweisungen. Die Schülerinnen und Schüler probieren unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten aus und lernen dabei Material, Bewegungsmöglichkeiten sowie die eigene Gleichgewichtsfähigkeit kennen. (Pflug-) Bogenfahren und erste längere Abfahrten Es soll mit dem Pflugbogenfahren eine gezielte und kontinuierliche Richtungsänderung gelernt werden, die es zunächst erlaubt auf leichten Pisten die Ski jederzeit in die gewünschte Richtung zu lenken. Die Pflugstellung der Ski ist bereits über den Bremspflug bekannt und wahrscheinlich ist es dabei bereits durch eine unbeabsichtigte Gewichtsverlagerung zu ungewollten Richtungsänderungen gekommen. Der traditionelle Weg über den Pflugbogen kann verlassen werden, wenn mit Big Foot und Carving-Ski geübt werden kann. Aufgabenstellungen: Fahrten im Bremspflug, dabei mal stärker den rechten und linken Ski belasten (Skienden nach außen drücken) unterschiedlich starke Belastungen ausprobieren Kombination von Pflugbögen, Bogentreten und Stopschwung Schwung zum Berg (Schwung bergwärts) Belastungswechsel mit Hoch-/Tiefbewegung verbinden beim Pflugfahren kleine Drehungen mit beiden Skiern ausprobieren (in der gewinkelten Pflugstellung) unterschiedlich große Bögen fahren Hindernis- und Slalombahnen durchfahren Als Vorbereitung zur ersten längeren Abfahrt sollten noch folgende Techniken geübt werden: Schrägfahrt, Seitrutschen, Verbindung von Pflugbögen und paralleler Fahrt. Wege zum parallelen Grundschwingen Ausgangspunkt sind Grunderfahrungen des (Pflug-) Bogenfahrens, wobei diese Technik keineswegs perfektioniert werden sollte. Sie ist vielmehr ein methodischer Zwischenschritt, um zunächst eine sichere Beherrschung der Ski zu gewährleisten. Der DSV-Skilehrplan schlägt drei mögliche Wege vor: Pflugdrehen Pflugspringen Winkelspringen Dabei sollte gesehen werden, dass sich mit der Carvingtechnik und durch die Carvingski neue und direktere Lehr- und Lernmöglichkeiten zum parallelen Schwingen entwickeln.

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe I

Die Wetterfrösche

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Wetter" für die Grundschule verfolgt einen fächerübergreifenden Ansatz und lädt die Kinder zum Forschen ein.In der Grundschule am Mirker Bach wurde bereits im dritten Schuljahr das Thema "Wetter" unter Einbeziehung einer eigenen Wetterstation behandelt. Im vierten Schuljahr wurde das Thema erneut aufgegriffen und vertieft. Das Besondere: Zur Unterstützung des Projektes wurden die neuen Medien - Computer und Internet - eingesetzt und erprobt. Durch den Kontakt mit mehreren Partnerschulen in Deutschland, die zeitgleich am Wetterprojekt arbeiteten, wurde den Kindern zusätzlich der Bezug zur Realität, den diese Thematik besitzt, bewusst.Das Thema "Wetter und Jahreszeiten" ist in den Richtlinien für die Grundschule als Lernfeld für die dritte und vierte Klasse ausgewiesen. Durch die Einbeziehung der neuen Medien sollten die Schülerinnen und Schüler auf der einen Seite Kompetenzen im Umgang mit diesen neuen Medien erlangen, auf der anderen Seite die Möglichkeit erhalten, zu erfahren, dass an anderen Orten das Wetter anders als in der eigenen Lebenswelt ist. Eine weitere neue Erfahrung war die Präsentation der Projektergebnisse auf der eigenen Homepage. Projektbeschreibung Hier erfahren Sie mehr über den Aufbau des Projekts "Die Wetterfrosche". Zudem finden Sie Tipps zur Durchführung der einzelnen Projektphasen. Theoretische Grundkenntnisse In dieser Unterrichtsstunde wiederholen die Schülerinnen und Schüler vorhandene Kenntnisse zum Thema Wetter und erwerben neue. Interessantes im Internet Die Kinder recherchieren im Internet zum Thema Wetter. Die gefundenen Informationen werten sie aus und präsentieren ihre Ergebnisse. Kunst und Musik Die Schulkinder basteln Wetterinstrumente, betrachten Wetterbilder von berühmten Malern und illustrieren ein Wettergedicht mit selbst gemalten Bildern. Wettererscheinungen Anhand Sattelitenfotos erstellen die Schülerinnen und Schüler eine eigene Wetterprognose und arbeiten gemeinsam an einem Quiz zum Thema Wettererscheinungen. Messung von Wetterdaten Die Schülerinnen und Schüler messen Wetterdaten und tragen diese sorgfältig in eine Tabelle ein. Wetterexperimente Die Schulkinder führen zahlreiche Wetterexperimente durch und dokumentieren diese mit Bildern und Texten im Internet. Wettergeschichten Die Schulerinnen und Schuler zeigen ihre Kreativität bei der Erstellung von Wetterelfchen, Kreuzworträtseln und Endlosgeschichten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen im Fach Sachunterricht Wetterdaten und Informationen unter Einbezug verschiedener Medien (Internet, Messgeräte, Film und so weiter) sammeln. im Fach Deutsch andere Schulen via Internet (E-Mail), zum Beispiel: beim Zusammenstellen der Materialien und Informationen, der Auslobung eines Wettbewerbs "Wer ist Sonnenkönig?", einbeziehen. im Fach Mathematik mit Maßen und mathematischen Darstellungsformen (zum Beispiel: Tabellen) umgehen und rechnen lernen. in den Fächern Kunst und Musik künstlerische Darstellungen, Wetterinstrumente und so weiter zusammentragen respektive herstellen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Internetseiten aufrufen und sich auf Websites zurecht finden. Suchmaschinen kennen- und nutzen lernen. E-Mails verschicken und empfangen. mit dem Netscape Composer Internetseiten gestalten lernen. Allaby, Michael (1996): Klima und Wetter. Beobachten - experimentieren - entdecken. Christian-Verlag Gmür, Marianne (1994): Wetter. Werkstatt 3. Klasse. Elk Verlag Knoll, Carla (1992): Versuchs doch mal! - Wetter - Versuche und Beobachtung im Sachunterricht. Klett-Verlag. Jennings, Terry (1992): Versuchen und Verstehen: Luft und Wetter. Verlag an der Ruhr. Schroeder-Riecke, Edda (1996): Das Entdeckerbuch zum Thema Luft und Wetter. Klett-Verlag. Bausteine Grundschule (1994): Von Wind und Wetter. Bergmoser und Höller-Verlag. Andere Medien Wettergeräusche: Tonkassette mit 22 Bildkarten, Verlag an der Ruhr. Videofilm: Albert sagt...Natur - aber nur! Ohne Wasser kein Klima. Aktivbox: Wetterstation, ARS-Edition. Das Projekt wurde von einem Dozenten sowie Studenten der Universität Wuppertal, Lehramtsanwärtern, einer Fachleiterin eines Seminars und zwei Lehrern der Projektschule geplant. Vor Beginn der Projektwochen wurden über die Domaine www.schulweb.de sowie im Grundschulforum von Lehrer-Online Partnerschulen gesucht, deren Schülerinnen und Schüler sich per E-Mail mit den Schülerinnen und Schülern der Projektschule austauschen bzw. zusammenarbeiten sollten. Dabei wurde berücksichtigt, dass die teilnehmenden Schulen aus verschiedenen Regionen Deutschlands kamen, damit die Schülerinnen und Schüler so auf regionale Wetterunterschiede, die aus der naturräumlichen Ausstattung der Region resultieren, aufmerksam gemacht wurden. In den zwei Projektwochen konnte aus den unten angegebenen Unterthemen von den Schülerinnen und Schülern gewählt werden. Die Gruppen wechselten nach einer Woche, damit Schülerinnen und Schüler, die in der ersten Woche nur wenig oder gar keinen Zugang zum Computerraum hatten, dies in der zweiten Woche nachholen konnten. Die Gruppen wurden sozial-koedukativ zusammengestellt. Die Kinder bekamen jeweils Namensschilder, auf denen neben des Namens der Themenbereich ausgewiesen wurde, zum Beispiel Tim - Windforscher. Nach der Arbeit mit dem Computer wurden am Ende der Stunde im Plenum die Arbeitsergebnisse besprochen und offene Fragen geklärt. Dies war wichtig, um zu erkennen, wo noch Probleme vorhanden waren. Medieneinsatz Das Projekt ist ein gutes Beispiel für den sinnvollen Einsatz der neuen Medien im Unterricht. Die Behandlung des Themas Wetter, die im ersten Jahr ohne die neuen Medien Computer und Internet stattfand, wurde durch die Unterstützung der neuen Medien sinnvoll ergänzt. Durch das E-Mailing mit den Partnerschulen sowie das Recherchieren im Internet konnte den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung des Themas über die Schulgrenzen hinaus vermittelt werden. Außerdem wurde die Selbstständigkeit der Kinder gefördert, indem sie beispielsweise Informationen im Internet suchten, Kontakt mit "Wetterprofis" aufnahmen und ihre Arbeitsergebnisse professionell publizierten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen konnten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler konnten zwischen vielen Medien kompetent wählen und erfahren, dass Computer und Internet neben den ihnen bekannten herkömmlichen Medien eine sinnvolle Ergänzung sein können. Durch zahlreiche unbefriedigende Recherchen wurde den Kindern aber auch bewusst, dass die Informationen aus dem Internet nicht ganz ohne Skepsis übernommen werden dürfen. Die Kinder äußerten sich sehr positiv zum Abschluss des Projekts und fanden die Arbeit mit dem Computer sehr spannend und motivierend. Die kleinen Probleme Es gab aber auch Probleme bei der Durchführung des Projektes, wie beispielsweise die aufgrund der Vielzahl der Schulen zu beantwortenden Mails. Da die Partnerschulen zum Teil unterschiedliche Word-Versionen hatten, gab es teilweise Probleme beim Öffnen der angehängten Word-Dateien. Das galt ebenfalls für Bilddateien, die nicht geöffnet werden konnten sowie sehr große Dateien die lange Zeit zum Herunterladen benötigten. Zudem war die Aufgabenstellung zur Messung der Wetterdaten zum Teil nicht ausreichend mit den Schulen abgestimmt. Vor dem Beginn der praktischen Arbeit wurden im Projekt die bereits vorhandenen Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler zum Thema Wetter wiederholt und vertieft. Dies fand im Klassenverband statt. Die Wiederholung war von besonderer Bedeutung, um eventuelle fehlende Kenntnisse, die für die Schülerinnen und Schüler bei der selbstständigen Bearbeitung des Themas wichtig wären, zu vervollständigen. Außerdem wurde in dieser Runde der weitere Verlauf des Projekts vorgestellt und gemeinsam geplant. Die Schülerinnen und Schüler sollen theoretische Grundkenntnisse zum Thema Wetter kennen lernen. die vorhandenen Kenntnisse wiederholen und vertiefen. in die Vorbereitung des Projekts mit einbezogen werden. Aufgabe 1 Was verstehst du unter dem Begriff Wetter und Witterung? Aufgabe 2 Welche Wettererscheinungen kennst du? Welche Möglichkeiten kennst du, die Wettererscheinungen zu messen? Aufgabe 3 Überleg dir, an welcher Stelle auf dem Schulgelände die Wettermessstationen am günstigsten eingerichtet werden können? Aufgabe 4 Was verstehst du unter einem Wasserkreislauf? Was verstehst du unter Steigungsregen? Aufgabe 5 Wie entstehen Jahreszeiten? Diese Aufgaben können zum Teil nur mit der Ausgabe von Medien, wie beispielsweise Lexika und Sachbüchern, beantwortet werden. Wurde das Thema "Wetter" noch nicht bearbeitet, können die Fragen die Schülerinnen und Schüler unter Umständen überfordern. Im Plenum sollte abschließend über die Vorstellung der Schülerinnen und Schüler vom Ablauf des Projektes gesprochen werden, um möglicherweise noch zusätzliche Themen aufzugreifen und den Schülerinnen und Schülern zur Bearbeitung anzubieten. Informationssammlung Die Gruppe "Interessantes im Internet" war verantwortlich für das Sammeln von Informationen rund um das Thema Wetter. Teilweise wurden ihnen von den Lehrern genaue Suchaufgaben gestellt, sie durften aber auch selbstständig die in ihren Augen wichtigen Informationen suchen und abspeichern. So wurden zum Beispiel Bilder von Tornados - auch solche die nichts mit dem Thema Wetter zu tun haben - und Hurricanes gefunden, nach Wetterbildern in Museen gesucht - so zum Beispiel auf der Homepage des Musée d'Orsay in Paris -, die Wetterseiten nach interessanten Wetterfragen und Rekorden durchsucht und diese Fragen an die beteiligten Partnerschulen geschickt: "Wo hat es gestern in Deutschland geschneit?" Als Hilfe wurde die Yahoo-Wetterseite angegeben. Ergebnispräsentation Die Ergebnisse der Recherchen wurden in der Klasse vorgestellt und zur Information aller Schülerinnen und Schüler an die Wand geheftet. Außerdem war diese Gruppe für das Verschicken der eigenen Mails sowie das Abrufen, Auswerten und die Weitergabe der Mails der Partnerschulen verantwortlich. den technischen Umgang mit dem Computer und dem Internet kennenlernen. im Internet recherchieren. die im Internet gefundenen Informationen auswerten können. kooperatives Arbeiten lernen. Aufgabe 1 Versuche im Internet Texte und Bilder zum Thema Wetter und Wettererscheinungen (Regen, Hagel, Eis, Gewitter, Tornado, Hurricane etc.) zu finden. Du kannst dazu Suchmaschinen, wie beispielsweise yahoo einbeziehen. Interessante Informationen und Bilder kannst du herunterladen und auswerten (bitte Urheberrechte beachten). Aufgabe 2 Stelle Fragen zusammen, die du an die Partnerschulen zur Lösung schicken kannst. Aufgabe 3 Sieh nach, ob du eine E-Mail einer Partnerschule bekommen hast und gib sie unter Umständen an den Empfänger weiter. Wetterinstrumente Diese Gruppe arbeitete zunächst ohne den Einsatz von Computer und Internet und beschäftigte sich mit dem musikalisch-künstlerischen Bereich zum Thema Wetter. Es wurden Wetterinstrumente gebastelt, mit denen Wettergeräusche nachgeahmt und verklanglicht werden konnten. Beispielsweise wurden ein Regenrohr und eine Hagelrassel von den Kindern hergestellt und vorgeführt. Kunst und Wetter Zum Fach Kunst wurden Bilder nach vorgegebenen Kriterien betrachtet und von den Kindern nachgemalt. Zur Auswahl standen die Bilder "Hell und Dunkel" von Nolde, der "Galgenberg bei Gewitterstimmung" von Blechem sowie "Le chant de l'orage" von Magritte. Illustration eines Gedichtes Außerdem wurde das vorgegebene Gedicht "Wenn die ersten Tropfen fallen" von Vera Fera-Mikura illustriert. Es entstanden Bilder mit grauem Hintergrund für das Novemberwetter, auf die von den Kindern gezeichnete Regenschirme in verschiedenen Größen und Perspektiven ausgeschnitten und aufgeklebt wurden. Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer Kreativität gefördert werden. in ihrer Zeichenmotorik gefördert werden. an Kunst und Musik herangeführt werden. Wetterinstrumente Aufgabe 1 Nimm ein Papprohr, zum Beispiel eines, in dem man ein Bild zusammengerollt verschicken kann. Dann schlag vorsichtig mit dem Hammer Nägel in einem Abstand von 1 cm in das Rohr. Jetzt gib etwas Reis in das Rohr und verschließ es mit den Plastikdeckeln. Schließe nun die Augen und drehe langsam an dem Rohr. Wie klingt das? (Das Regenrohr) Aufgabe 2 Nimm einen Luftballon und blase ihn auf. Gib nun etwas Reis in den Ballon und verknote die Öffnung. Schließe wieder die Augen und bewege langsam den Ballon. Wie klingt das? (Der Hagelballon) Kunst und Wetter Aufgabe 1 Betrachte das Bild von Emil Nolde. Überlege dir, welchen Namen Emil Nolde dem Bild gegeben hat. Dreh das Bild später um. Auf der Rückseite findest du den Namen des Bildes. Aufgabe 2 Geh auf den Schulhof und betrachte den heutigen Himmel genau. Danach male dein Himmelsbild. Wenn das Bild fertig ist, lass es trocknen und überlege dir einen Namen für dein Bild. Aufgabe 3 Betrachte die vorgegebenen Bilder ("Hell und Dunkel" von Nolde, der "Galgenberg bei Gewitterstimmung" von Blechem sowie "Le chant de l'orage" von Magritte) ganz genau und überlege dir, wie sie heißen könnte. Aufgabe 4 Versuche eines der Bilder von Aufgabe 3 nachzumalen. Illustration eines Gedichtes Aufgabe 1 Lies dir das Gedicht - "Wenn die ersten Tropfen fallen" - von Vera Fera-Mikura ganz genau durch und überlege dir, wie du es als Bild darstellen kannst. Wettererscheinungen In dieser Gruppe wurde gemeinsam an Fragen zum Thema Wettererscheinungen gearbeitet. Es wurden außerdem Fragen, die die Schülerinnen und Schüler später zu einem Wetterquiz an die Partnerschulen per E-Mail sendeten, zusammengestellt. Wetterwochenberichte Ebenfalls rief die Gruppe im Internet die aktuellen Satellitenfotos der letzten 24 Stunden vom Schulwetterclub des Deutschen Wetterdienstes ab, um eine eigene Wetterprognose zu erstellen, die mit dem Wetterbericht der Tageszeitung sowie den eigenen Wetterbeobachtungen am nächsten Tag verglichen wurde. Dabei wurden auch Digitalaufnahmen des Wetters gemacht und auf der eigenen Homepage veröffentlicht. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine eigene Wettervorhersage erstellen. Informationen und Daten zum Thema Wetter auswerten. sich Fachwissen zum Thema Wetter aneignen. Aufgabe 1 Überleg dir Fragen zum Zustandekommen von Wettererscheinungen und finde durch den Einsatz des Internets oder anderer Medien eine Antwort. Aufgabe 2 Sende die Fragen an die Partnerschulen und gib ihnen unter Umständen ein paar Tipps, wie und wo sie die Lösung dieser Fragen finden können. Aufgabe 3 Rufe die Satellitenbilder auf der Seite des Deutschen Wetterdiensts ab und versucht damit eine eigene Wetterprognose zu erstellen. Aufgabe 4 Vergleicht eure Wetterprognosen mit denen in der morgigen Zeitung bzw. beobachtet selbst das morgige Wetter. Für die Messung von Wetterdaten wurden den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Messgeräte zur Verfügung gestellt. Es gab ein Arbeitsblatt, in das die gemessenen Werte eingetragen werden konnten. Außerdem befasste sich die Gruppe mit den Wetterdaten aus der Heimat der ausländischen Mitschüler. Dabei wurden auch die Besonderheiten der Heimatländer erkundet, insofern sie Einfluss auf das Wettergeschehen hatten. Dies geschah einmal durch die Befragung der ausländischen Lehrkräfte des muttersprachlichen Unterrichts der Schule sowie über das Internet, indem Homepages von Verlagen, die im Internet Lexika bereitstellen, sowie Seiten von geografischen Instituten und Reiseunternehmen, aufgerufen wurden. Die Gruppe erfand Aufgaben zur Auswertung der Wetterdaten, die sie den anderen Gruppen der Klasse sowie den Partnerschulen zur Verfügung stellte. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit Messgeräten beherrschen. eigene Messungen durchführen und auf der Homepage dokumentieren. unterschiedliche Lebensumstände und Lebensgrundlagen sowie klimatische Unterschiede anderer Länder kennenlernen. Aufgabe 1 Messt mit den Geräten aus der Medienecke die folgenden Wetterdaten und tragt sie in das Arbeitsblatt ein. Folgende Daten sollen gemessen werden: Niederschlagsart, Niederschlagsmenge der letzten 24 Stunden, Windrichtung, Windstärke (differenziert in: Windstille, leichter Wind, starker Wind, Sturm), Temperatur. Aufgabe 2 Gebt die gemessenen Daten in die vorhandene Word-Tabelle ein. (Diese Tabelle kann später vom Lehrer oder unter Umständen von den Schülern ins Netz gestellt werden.) Aufgabe 3 Versucht über das Internet herauszufinden, wie das Wetter in den Ländern eurer ausländischen Schulkameraden beziehungsweise in eurer Heimat ist und tragt die Werte ebenfalls in die Tabelle ein. Was fällt euch auf? Warum unterscheidet sich das Wetter im Ausland von dem in Deutschland? Die Schulkinder führten Experimente zu den Wettererscheinungen und deren Grundlagen durch. Der Versuchsablauf wurde beschrieben und die Ergebnisse des Versuchs mit einer Digitalkamera festgehalten und im Internet dokumentiert. Die Schülerinnen und Schüler sollen Wettererscheinungen und deren Grundlagen durch eigene Versuche selbstständig erarbeiten. die Versuche und ihre Ergebnisse beschreiben sowie auf der Homepage dokumentieren. Rätsel und Fortsetzungsgeschichten In der Gruppe Wettergeschichten wurden Wetterelfchen geschrieben und vorgestellt, Wetterwörter in einem Buchstabenfeld versteckt sowie ein Kreuzworträtsel entwickelt. Außerdem wurde der Anfang einer Endlosgeschichte geschrieben, die per E-Mail an die Partnerschule verschickt und von den Partnerschulen weiter geschrieben wurden. Die Rätsel, die von den Partnerschulen gestellt wurden, löste ebenfalls diese Gruppe. Kooperation mit der Massenmedien In Mails an die lokalen Medien - die Zeitung, den Rundfunk und das Fernsehen - versuchten die Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, woher diese Einrichtungen ihre Wetterinformationen erhalten beziehungsweise wie sie ihre Wetterberichte erstellen. Der Kontakt zu einem lokalen Fernsehsender führte zu einer Dokumentation des Projektes im Fernsehen. Die Idee an die Zeitungen und Fernsehsender zu mailen, wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst initiiert und nicht von den Lehrern als Aufgabe gestellt! Die Schülerinnen und Schüler sollen kreativ mit Sprache umzugehen können. mit anderen Schülerinnen und Schülern per E-Mail kommunizieren und themenrelevante Informationen austauschen. Aufgabe 1 Erfindet gemeinsam ein Rätsel zum Thema Wetter und schickt dies als E-Mail an die Partnerschulen. Aufgabe 2 Erfindet Wetterelfchen und schickt diese an die Partnerschulen. Aufgabe 3 Schreibt eine Umfrage zum Thema "Wetter" und schickt sie an die Partnerschulen. Wertet die Umfrage aus und veröffentlicht sie auf der Homepage.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Revolution in Jugoslawien und Rolle der Medien

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit gibt Hintergrundinformationen zur Revolution in Jugoslawien. Die Kriege im ehemaligen Jugoslawien haben nicht nur über ein Jahrzehnt die Medien beherrscht, sondern auch zu einer Differenzierung ihrer Rolle und Veränderung ihrer Funktion beigetragen.Sei es als Berichterstattungsorgan für die Öffentlichkeit, als "Waffe" der Konfliktparteien, als Sprachrohr für die Opfer oder auch als Organisationsplattform von Oppositionsbewegungen. Mit den Unabhängigkeitserklärungen und der internationalen Anerkennung Sloweniens, Kroatiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas (Mitte 1990 bis Anfang 1992) war der "alte" Staatenbund Jugoslawien mit seinen sechs Teilrepubliken zerfallen. Fünf Nachfolgestaaten sind an seine Stelle getreten. Allerdings beansprucht die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) die alleinige Rechtsnachfolge. Die "neue" Bundesrepublik Jugoslawien stellte von Anfang an nicht mehr als ein Serbien mit dem abhängigen Anhängsel Montenegro dar. Sie diente dem Machterhalt der Belgrader Führung und als Legitimation, überall dort, wo Serben leben, deren nationale Interessen mit Waffengewalt zu vertreten. So wurde die jugoslawische Bundesarmee in vier Kriegen (Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo) eingesetzt. Gemessen an den "groß-serbischen" Fantasien musste sie letztendlich aber vier Niederlagen einstecken und sich aus den umstrittenen Gebieten zurückziehen. Darin und in der zehnjährigen Kriegsbereitschaft werden die Gründe gesehen, warum die Angehörigen der Armee bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen zu großen Teilen nicht mehr für Slobodan Milosevic stimmten und auch nicht mehr bereit waren, als Machtinstrument gegen die eigene Bevölkerung zu dienen. Der dramatische Verlauf der Demonstrationen, die die Anerkennung des Wahlsieges der Opposition und die Vereidigung des neuen Präsidenten der Bundesrepublik Jugoslawien, Vojislav Kostunica, erst herbeiführten und der Sturm auf das staatliche Fernsehen haben nochmals auf eindringliche Weise vorgeführt, welche Bedeutung die Milosevic-treuen Medien für den Machterhalt hatten. Der Umsturz und die Veränderung haben in Belgrad das Tor zur Freiheit und Meinungsvielfalt aufgestoßen und die linientreuen Medien haben sich, wie die staatliche Nachrichtenagentur Jugoslawiens, Tanjug, auf die Seite der Sieger gestellt. Ebenso ist auch eine Veränderung in der Internetlandschaft Jugoslawiens eingetreten. Die Medien haben auf die Siegerseite gewechselt In der Vergangenheit war das WWW oft die einzige Plattform für unzensierte Informationen und die Organisation von Opposition und Protest. So wurde beispielsweise der bekannteste oppositionelle Kraft, der Radiosender B92, unter dem Namen Free B92 über eine holländische Adresse ins Internet verlagert, nachdem er im April 1999 mit regimetreuen Personal besetzt worden war. Der Beobachtung und Bewertung des einsetzenden Wandels in der Medienlandschaft kommt angesichts der Struktur des Milosevic-Regimes und der bedrohlich langsamen Übernahme der jugoslawischen und serbischen Institutionen durch die Opposition eine besondere Bedeutung zu.Um die aktuellen Entwicklungen der Wahlen, des Umsturzes und des demokratischen Wandels in Serbien und der Bundesrepublik Jugoslawien sowie die Rolle der Medien und insbesondere des Internet bewerten und bearbeiten zu können, ist ein historischer Rückblick auf die Entwicklung des Balkankonflikts notwendig. Dieser soll anhand einer Auswahl von Materialien und Diskussionen vorgenommen werden, die die ethnischen Dimensionen des Konflikts erläutern, welche schon den blutigen Bürgerkrieg zwischen Serben, Kroaten und Muslimen in Bosnien-Herzegowina (April 1992 bis Oktober 1995) dominierten und sich im Kosovo zwischen der muslimisch-albanischen Bevölkerungsmehrheit und den Serben fortgesetzt haben. Vor allem der Kosovokonflikt, das umstrittene Eingreifen der NATO und die mediale Darstellung eines "sauber" geführten Hightech-Krieges - der auch begrifflich sauber von "Kolateralschäden" und "ethnischen Säuberungen" anstatt von Bombenopfern, Mord und Vertreibung spricht - hat ein breites Echo und eine ausführliche Darstellung und Diskussion im Internet nach sich gezogen. Der Kosovokrieg und die Neuen Medien Das Internet beweist in diesem Zusammenhang erneut seine Stärke als Kommunikationsmedium: Aus der Bundesrepublik Jugoslawien erreichen uns auch über Websites, Foren oder Mailing-Listen die Mitteilungen und Berichte von einzelnen Menschen aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro oder anderen Regionen, die in den Krieg verwickelt sind. Das lässt manche wieder das Internet feiern, das in der Tat eine wichtige Rolle als öffentliches Medium übernommen hat und nicht nur offizielle Propaganda der Kriegsparteien verbreitet. Es ist nicht nur eine Plattform für den E-Commerce oder für die etablierten Nachrichtenagenturen, sondern auch ein globales, Grenzen und Parteilichkeiten überspringendes Medium der Bürger auf der ganzen Welt. Leider sind viele der Sites, gerade solche aus Sicht der USA, der Serben und Kosovo-Albaner, nur in englischer Sprache. Evtl. bietet sich eine Zusammenarbeit mit dem Englischkurs an. Ansonsten muss dieses Kapitel - abhängig von den Englischkenntnissen der SchülerInnen - etwas knapper ausfallen oder sich auf die visuellen Eindrücke der Sites beschränken. Revolution, Demokratisierung und Medien in Jugoslawien Mit der Vereidigung von Vojislav Kostunica zum neuen Präsidenten ist auch eine Veränderung in der Internetlandschaft Jugoslawiens eingetreten. Die ehemals oppositionellen Kräfte können ihren Sieg feiern und die Milosevic-treuen Medien schlagen sich auf die Seite der Sieger.Die Schülerinnen und Schüler sollen die historische Entwicklung des Balkankonfliktes nachvollziehen. erkennen, welche Bedeutung die ethnische Dimension in dem Konflikt hat und erfahren, dass diese schon den blutigen Bürgerkrieg zwischen Serben, Kroaten und Muslimen in Bosnien-Herzegowina (April 1992 bis Oktober 1995) dominierten. die Rolle der Medien - insbesondere des Internet - beim Wandel von der Diktatur zur Demokratie - erkennen. erkennen, dass die Übernahme der Medien und der öffentlichen Institutionen sehr langsam voranschreitet, da sie der besonderen Struktur des Milosevic-Regimes unterliegen. den einsetzenden Medienwandel in Jugoslawien beobachten und bewerten können. Darin sowie in der zehnjährigen Kriegsbereitschaft werden Gründe dafür gesehen, warum die Angehörigen der Armee bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen zu großen Teilen nicht mehr für Slobodan Milosevic stimmten und auch nicht mehr bereit waren, als Machtinstrument gegen die eigene Bevölkerung zu dienen. Der dramatische Verlauf der Demonstrationen, die die Anerkennung des Wahlsieges der Opposition und die Vereidigung des neuen Präsidenten der Bundesrepublik Jugoslawien, Vojislav Kostunica, erst herbeiführten und der Sturm auf das staatliche Fernsehen haben nochmals auf eindringliche Weise vorgeführt, welche Bedeutung die Milosevic-treuen Medien für den Machterhalt hatten. Der Umsturz und die Veränderung haben in Belgrad das Tor zur Freiheit und Meinungsvielfalt aufgestoßen und die linientreuen Medien haben sich, wie die staatliche Nachrichtenagentur Jugoslawiens, Tanjug, auf die Seite der Sieger gestellt. Ebenso ist auch eine Veränderung in der Internetlandschaft Jugoslawiens eingetreten. Die Medien haben auf die Siegerseite gewechselt In der Vergangenheit war das WWW oft die einzige Plattform für unzensierte Informationen und die Organisation von Opposition und Protest. So wurde beispielsweise der bekannteste oppositionelle Kraft, der Radiosender B92, unter dem Namen Free B92 über eine holländische Adresse ins Internet verlagert, nachdem er im April 1999 mit regimetreuen Personal besetzt worden war. Der Beobachtung und Bewertung des einsetzenden Wandels in der Medienlandschaft kommt angesichts der Struktur des Milosevic-Regimes und der bedrohlich langsamen Übernahme der jugoslawischen und serbischen Institutionen durch die Opposition eine besondere Bedeutung zu. Um die aktuellen Entwicklungen der Wahlen, des Umsturzes und des demokratischen Wandels in Serbien und der Bundesrepublik Jugoslawien sowie die Rolle der Medien und insbesondere des Internet bewerten und bearbeiten zu können, ist ein historischer Rückblick auf die Entwicklung des Balkankonflikts notwendig. Dieser soll anhand einer Auswahl von Materialien und Diskussionen vorgenommen werden, die die ethnischen Dimensionen des Konflikts erläutern, welche schon den blutigen Bürgerkrieg zwischen Serben, Kroaten und Muslimen in Bosnien-Herzegowina (April 1992 bis Oktober 1995) dominierten und sich im Kosovo zwischen der muslimisch-albanischen Bevölkerungsmehrheit und den Serben fortgesetzt haben. Vor allem der Kosovokonflikt, das umstrittene Eingreifen der NATO und die mediale Darstellung eines "sauber" geführten Hightech-Krieges - der auch begrifflich sauber von "Kolateralschäden" und "ethnischen Säuberungen" anstatt von Bombenopfern, Mord und Vertreibung spricht - hat ein breites Echo und eine ausführliche Darstellung und Diskussion im Internet nach sich gezogen. Das Internet beweist in diesem Zusammenhang erneut seine Stärke als Kommunikationsmedium: Aus der Bundesrepublik Jugoslawien erreichen uns auch über Websites, Foren oder Mailing-Listen die Mitteilungen und Berichte von einzelnen Menschen aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro oder anderen Regionen, die in den Krieg verwickelt sind. Das lässt manche wieder das Internet feiern, das in der Tat eine wichtige Rolle als öffentliches Medium übernommen hat und nicht nur offizielle Propaganda der Kriegsparteien verbreitet. Es ist nicht nur eine Plattform für den E-Commerce oder für die etablierten Nachrichtenagenturen, sondern auch ein globales, Grenzen und Parteilichkeiten überspringendes Medium der Bürger auf der ganzen Welt. Die Stärke des Internet Leider sind viele der Sites, gerade solche aus Sicht der USA, der Serben und Kosovo-Albaner, nur in englischer Sprache. Evtl. bietet sich eine Zusammenarbeit mit dem Englischkurs an. Ansonsten muss dieses Kapitel - abhängig von den Englischkenntnissen der SchülerInnen - etwas knapper ausfallen oder sich auf die visuellen Eindrücke der Sites beschränken. aus obigem Basisartikel die Stärken und Schwächen des Internet herausarbeiten. rückblickend die Situation im Kosovo beschreiben und die Rolle der NATO beleuchten. die Sicht der NATO auf die Geschehnisse recherchieren und der Position Florian Rötzers gegenüberstellen. die von der FR veröffentlichte Linkliste ohne den kritischen Kommentar absurfen und in Gruppenarbeit die Sites bewerten, indem sie Herausgeber und Inhalte kritisch hinterfragen. Mit der Vereidigung von Vojislav Kostunica zum neuen Präsidenten ist auch eine Veränderung in der Internetlandschaft Jugoslawiens eingetreten. Die ehemals oppositionellen Kräfte können ihren Sieg feiern und die Milosevic-treuen Medien schlagen sich auf die Seite der Sieger. Die veränderte Websituation in Jugoslawien. Umsturz und Veränderung haben in Belgrad das Tor zur Freiheit und Meinungsvielfalt aufgestoßen. Seit Slobodan Milosevic auf Druck des serbischen Volkes seine Wahlniederlage eingestanden und sich zunächst einmal aus dem politischen Rampenlicht zurückgezogen hat, wandelt sich neben dem politischen Zustand auch dessen Bild in den Medien des Landes. erkennen, das die mediale Berichterstattung von verschiedenen Formen der Zensur betroffen ist. die Rolle und Bedeutung des Internets für die freie Meinungsäußerung analysieren. hinterfragen, ob der Machtwechsel mit einer Umgestaltung oder Liberalisierung der Medienlandschaft einhergeht. Weiterführende Links Die Linkliste ist kommentiert und verweist auf die meist englischsprachigen Sites der verschiedenen jugoslawischen und serbischen Institutionen. Außerdem einige forlaufende Dossiers aus der deutschen Medienlandschaft. doch nach der wochenlang geleugneten Niederlage bei den jugoslawischen Präsidentschaftswahlen brauchte es einen Aufstand der Bevölkerung, um den als Kriegsverbrecher angeklagten serbischen Autokraten aus dem Amt zu jagen. Nun hat der Westen die meisten gegen das Milosevic-Regime verhängten Sanktionen aufgehoben - Jugoslawien ist auf dem Weg zurück nach Europa. Englische Sprache Einige der angeführten Sites sind auf Englisch. Da es darum geht, sich einen Eindruck zu verschaffen, wie sich die verschiedenen Institutionen darstellen, können diese als ergänzendes Material zu den Texten wahlweise eingesetzt oder weggelassen werden. Hier finden Sie fortlaufend und täglich aktualisierte Artikelsammlungen zu den Ereignissen in Jugoslawien.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Unterrichtseinheit

Das in dieser Unterrichtseinheit vorgestellte Thema Rechtsextremismus kann fächerübergreifend oder in den einzelnen Unterrichtsfächern unter fachbezogenen Schwerpunkten behandelt werden. Hierbei kann die Lehrkraft eigene Prioritäten setzen und entscheiden, wie sich eine sinnvolle Verbindung zur Unterrichtskontinuität herstellen lässt. Es besteht die Möglichkeit, ein fächerübergreifendes Projekt zu gestalten, in dem nur phasenweise differenziert wird, oder aber die Einheit nur in einem Fach zu behandeln. Das Internet bietet in diesem Zusammenhang ein großes Angebot an Informationen: Für Schülerinnen und Schüler ist das eine Chance, sich umfassend zu einem speziellen Thema zu informieren, zu recherchieren und zusätzlich wertvolle von unwichtiger Information unterscheiden zu lernen. Für die Lehrerin oder den Lehrer heißt das, Vorurteile aufzugreifen und die Gefahr, die von rechter Präsenz ausgeht, mit den Lernenden zu thematisieren und sie im Umgang mit rechten Ideologien pädagogisch zu begleiten. Während sich die Unterrichtseinheit bis Aufgabe 4 sowohl in Geschichte, Politik als auch in Deutsch einsetzen lässt, findet danach eine fachspezifische Vertiefung statt, deren Schwerpunkte die Lehrkraft setzen muss. Diese ist abhängig von den individuellen Interessen und Vorkenntnissen des Kurses sowie von den Zielen der gesamten Unterrichtsreihe. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Brainstorming zum Thema der Unterrichtseinheit durchführen. einen aktuellen Artikel zu rechtsradikaler Gewalt und politischen Lösungsansätzen analysieren. in Gruppenarbeit eine Recherche zu verschiedenen beteiligten Gruppen und Institutionen im Netz durchführen. ihre Arbeitsergebnisse, die als Informationspool genutzt werden, in Thesenpapieren zusammenfassen und dem Plenum präsentieren. anhand von Zeitungsartikeln Stellung beziehen zu einem Verbot der NPD. in den einzelnen Fächern historische, politische und sprachliche Aspekte vertiefen. Hier sollen verschiedene Wege einer historischen Annäherung aufgezeigt werden, deren Zeitaufwand unterschiedlich hoch sein wird. Der Schwerpunkt liegt auf Aspekten des Antisemitismus. Denkbar wäre aber auch, die Weimarer Zeit mit ihren Jugendgruppen oder die politischen Parteien dieser Zeit und die Wegbereitung für den Nationalsozialismus genauer zu untersuchen und einen Aktualitätsbezug herzustellen. Fachspezifische Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen historische Ursachen und Hintergründe des Phänomens Rechtsextremismus erarbeiten, indem sie ihre Kenntnisse aus der Sek I einbeziehen und erweitern. Unterschiede und Kontinuitäten zwischen Antisemitismus im Nationalsozialismus und rechtsradikalen Gedankenguts heute erkennen. sich mit der Selbstdarstellung rechter Gruppen befassen und so zu einer kritischen Einschätzung rechtsextremer Ideologien gelangen. verschiedene Formen der Aufklärung und des gesellschaftlichen Engagements durch den Staat und antifaschistische und jüdische Interessenvertreter kennen lernen. Nachdem Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern die Arbeitsaufgaben 1 bis 5 durchgeführt haben, ist es sinnvoll, die Arbeitsergebnisse der Internetrecherche auf die eine oder andere Art zu vertiefen. Im Fach Politik bietet es sich an, auf die Frage, ob ein Verbot der NPD sinnvoll ist, bereits vorbereitend einzugehen. Dies kann zunächst durch eine Auffrischung der bereits in der Sek I erworbenen Kenntnisse der Grundprinzipien unseres politischen Systems geschehen. Abhängig von der zur Verfügung stehenden Zeit sollte dabei eine Schwerpunktsetzung auf die Grundrechte und das Wahlrecht vorgenommen werden. Zudem bietet sich ein vergleichender Blick in die Parteiprogamme an. Fachspezifische Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse der Grundprinzipien unseres politischen Systems unter besonderer Berücksichtigung der Grundrechte und des Wahlrechts auffrischen. das Grundgesetz im WWW suchen und dort die Paragraphen recherchieren, die sich mit Parteien beschäftigen. die Homepages der Parteien aufsuchen und ausgewählte Aspekte der Parteiprogramme mit dem der NPD vergleichen. auf der Homepage des Bundestages recherchieren, ob es hier Sondersitzungen zum Thema gibt und Infos über die verfassungsrechtliche Stellung der Parteien suchen. Der Deutschunterricht bietet viele Möglichkeiten, sich dem Thema Rechtsextremismus zu nähern. Die hier angebotenen Schwerpunkte stellen nur eine Auswahl dar, die z.B. eingebettet werden kann in eine Unterrichtsreihe zum Thema Sprache oder aber in thematisch passenden Literaturunterricht. Fachspezifische Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der aktuellen Debatte um ein Vorgehen gegen rechtsextremistische Strömungen befassen, indem sie z.B. Zeitungsartikel im Internet zusammentragen und unter inhaltlichen und formalen Aspekten untersuchen. anhand von rechtsextremistischen Internetseiten und und einer Göbbelsrede rechte Sprache und Rhetorik analysieren. selbst Texte wie Zeitungsartikel verfassen und darin Stellung beziehen. Forum zum Rechtsextremismus Die "Aktion Kinder des Holocaust" mit Sitz in der Schweiz hat die Initiative "Netz-Werk", ein Informations- und Diskussionsforum zum Thema Rechtsextremismus bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Damit reagiert die AKdH auf die unverändert aktuelle Problematik rechtsextremer Ansichten und Delikte bei Jugendlichen sowie die mangelnde professionelle Auseinandersetzung hiermit. Gründe für die fehlende oder oft hilflose Arbeit gegen Rechtsradikalismus sieht Samuel Althof, Sprecher des AKdH, darin, dass sie "aufreibend, manchmal gefährlich und eine enorme Belastung" sei. Das Forum "Netz-Werk" soll eine "gute Informationsbasis" und damit Unterstützung bieten. Wissenschaftliche Auseinandersetzung Dabei ist vor allem eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Problematik angestrebt. Gezielt angesprochen werden SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, PsychologInnen, LehrerInnen, HistorikerInnen, JuristInnen, PolitikerInnen, PolizistInnen etc. Alle TeilnehmerInnen sollen international und interdisziplinär arbeiten. Ziele von Netz-Werk sind: Austausch von Know-How Besprechung und Hilfestellung bei aktuellen Fragen/Fällen Vernetzung beteiligter Personen und ev. Institutionen Koordination von interdisziplinärer Weiterbildung Bislang zählt das erst seit Anfang Juni existierende Forum bereits 18 Mitglieder aus Deutschland und der Schweiz. Netz-Werk

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  • Sekundarstufe II

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