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  • Schulstufe2
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Die Entstehung der Jahreszeiten

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Jahreszeiten erstellen die Schülerinnen und Schüler für einen fiktiven Fernsehbericht einen Kommentar zu einer Animation über die Entstehung der Jahreszeiten.Die Ausprägung der Jahreszeiten beeinflusst täglich die Tages- und Freizeitgestaltung der Schülerinnen und Schüler. In den Medien wird regelmäßig über den anthropogen verursachten Klimawandel berichtet und in diesem Zusammenhang auch über eine Verkürzung einzelner Jahreszeiten, eine Veränderung der Neigung der Erdachse und die Verschiebung von Klima- und Vegetationszonen. Dabei wird der Sachverhalt zum Teil sehr emotional und auf der Ebene des "Halbwissens" diskutiert. Um den Schülerinnen und Schülern eine sachlich korrekte Einschätzung zu ermöglichen, sollen sie in die Lage versetzt werden, die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Phänomene zu verstehen und zu beurteilen.Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Einheit liegt auf der durch die Neigung der Erdachse bedingten Entstehung der Jahreszeiten. In einer weiteren Einheit ließe sich, zum Teil anhand derselben Materialien, dann auch die Entstehung der Klimazonen erklären. Aufgabenstellung und Hinweise zum Einsatz der Materialien Auf dieser Seite finden Sie die Materialien zur Unterrichtseinheit "Die Entstehung der Jahreszeiten" und eine Schilderung des "Szenarios", in dessen Rahmen die Schülerinnen und Schüler einen Animationskommentar erstellen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen den 21. März, den 21. Juni, den 23. September und den 22. Dezember als Beginn der vier Jahreszeiten. erkennen und erklären die Neigung der Erdachse als Ursache der Jahreszeiten. lernen den Einfluss des Mondes als stabilisierende Kraft der Erdachse kennen. üben in der Nachbesprechung der Stunde Modellkritik (fakultativ). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erörtern Mediendarstellungen kritisch. Einstieg in das Thema Die Lehrkraft präsentiert eine reißerische Schlagzeile zum Thema "Erdachse kippt". Alternativ können auch andere aktuelle Schlagzeilen aus der Presse verwendet werden. Arbeitsauftrag Ein Fernsehredakteur hat im Archiv des Senders eine Animation zum Thema "Entstehung der Jahreszeiten" (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken) entdeckt und möchte sie zur Untermalung einer Live-Reportage verwenden. Leider ist der Ton zum Film verloren gegangen, und so muss ein neuer Kommentar verfasst werden. Da die Reportage in 40 Minuten beginnt, hat der Redakteur aber keine Zeit mehr, um sich selber über die Entstehung der Jahreszeiten zu informieren. Dies ist die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Durch die Materialien sowie die Sozial- und Aktionsformen (Partner- oder Kleingruppenarbeit, Schülerpräsentationen) wird die Medien- und Kommunikationskompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert. Zudem lernen sie durch das fiktive Medienszenario auch unter "Termindruck" zu arbeiten. Der Wechsel der Jahreszeiten erfolgt zu folgenden Zeitpunkten: 21. März = Frühlingsanfang, 21. Juni = Sommeranfang, 23. September = Herbstanfang, 22. Dezember = Winteranfang Die Erdachse ist um 23,5 Grad geneigt. Dadurch entsteht eine unterschiedliche Beleuchtung (Tageslänge) der Nord- und der Südhalbkugel. Durch die Neigung der Erdachse und den Umlauf der Erde um die Sonne kommt es zur Ausprägung der Jahreszeiten. Der Mond stabilisiert die Lage der Erdachse. Ohne ihn wären die Jahreszeiten extremer und chaotisch. Die Darstellungen in Zeitungsartikeln sind oft übertrieben. Mit natürlichen Phänomenen wird Angst erzeugt. Das in dem Online-Arbeitsblatt verwendete Animationsmodell ist vereinfacht. Es berücksichtigt nicht den Einfluss der Gravitation des Mondes.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Deutsche Lyrik 1945–1960

Unterrichtseinheit

Diese Übersicht möglicher Schwerpunkte und passender Links zum Thema „Deutsche Lyrik 1945–1960“ hilft bei der Vorbereitung und der Durchführung einer entsprechenden Sequenz.Dass 1945 mit dem Ende des Dritten Reiches etwas Neues begonnen hat, leuchtet den Lernenden sicherlich schnell ein. 1960 ist als Jahr der Abgrenzung nicht von gleicher Evidenz. Für die DDR-Literatur aber kann man die Grenze deutlich ziehen: 1959 wurde der ?Bitterfelder Weg? als Weg zu einer Nationalliteratur der DDR beschlossen, 1961 wurde die Mauer in Berlin gebaut. Der Begriff Nachkriegsliteratur - Gedichte vor und nach dem Krieg Jahreszahlen als Grenzmarken täuschen darüber hinweg, dass Menschen sich nicht gleichzeitig an einem bestimmten Datum oder in einem Jahr verändern. Günter Eich und Elisabeth Langgässer hatten schon vor 1933 Gedichte veröffentlicht. Brechts "Hauspostille" war 1927 erschienen. Gottfried Benn hatte vor 1920 expressionistisch gedichtet. Anderseits haben Autoren wie Enzensberger und Heißenbüttel, Celan und Bachmann auch nach 1960 in ihrer Art weiter geschrieben. Mit dieser ersten Einschränkung kann man die Jahre von 1945 bis 1960 als Zeit der Nachkriegsliteratur bestimmen (der Schülerduden Literatur, 4. Aufl. 2005, sieht diese Epoche 1970 enden). Der inhaltliche Rahmen Mit dem Stichwort "Nachkriegsliteratur" ist auch der engste Rahmen genannt, in dem die Lyrik dieser Jahre gesehen und verstanden werden muss. Größere Rahmen sind die deutsche Geschichte und die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts - für eine Unterrichtsreihe wird man sich eher mit dem engen Rahmen begnügen müssen. Aspekte der Nachkriegslyrik Die Nachkriegslyrik wird nicht systematisch in verschiedene "Richtungen" eingeteilt. Vielmehr überschneiden sich in der Regel drei Aspekte: Politische oder geografische Einteilung Politisch (oder geografisch) wird die Lyrik nach Ost und West, nach DDR und BRD eingeteilt. Diese Einteilung entspricht der Einteilung der Vorkriegslyrik nach "Exilliteratur" und "Literatur der Inneren Emigration", wozu dann noch "die dem Nationalsozialismus angepasste Literatur" hinzukäme (die es in ihrer Art auch nach 1945 gegeben hat). Wichtige Dichter der DDR waren Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Peter Huchel, Stephan Hermlin, Kurt Bartel (Kuba), Erich Arendt, Georg Maurer und Johannes Bobrowski. Traditionelle versus neue Dichtungsweisen Nach der Schreibweise kann man die traditionelle von neuen Dichtungsweisen unterscheiden. Nach dem Ende des Expressionismus waren Versuche der Erneuerung lyrischen Sprechens 1933 abrupt beendet worden. Zuvor hatte es seit 1929 um die Zeitschrift "Die Kolonne" eine Restauration der Naturlyrik gegeben. Für die Versuche eines neuen Dichtens nach 1945 stehen die Begriffe Trümmerliteratur, hermetische Dichtung (Ingeborg Bachmann, Paul Celan, teilweise Gottfried Benn und andere - zu Beginn des 20. Jh. bereits Stefan George und Georg Trakl), Sprachmagie, konkrete Poesie. Für die Bemühungen zum Beispiel von Bobrowski, Brecht, Eich und Enzensberger in den 50er Jahren gibt es dagegen keinen passenden Begriff. Etwa 1960 hat die deutsche Dichtung wieder den Anschluss an die europäische Moderne gefunden. Thematische Unterscheidungen Thematisch kann man poetologische Gedichte von der Naturlyrik, der politischen Lyrik und der Erinnerungslyrik jüdischer Autoren (Paul Celan, Nelly Sachs) unterscheiden. Nachkriegslyrik im Unterricht Wenn man für die Lyrik von 1945 bis 1960 etwa sechs bis acht Wochen Zeit hat, muss man sich bei den intensiven Analysen und Interpretationen stärker einschränken. Man wird also einige Aspekte nur streifen können, darunter die Lyrik unmittelbar vor 1945. In der Auswahl der zu besprechenden Gedichte wird man sich praktisch auch danach richten, welche Texte zur Verfügung stehen und auf welche Analysen man zurückgreifen kann. Dieser Vorschlag berücksichtigt leicht zugängliche und breit rezipierte Gedichte. Überlegungen zur Konzeption der Lyrik-Reihe Fragestellungen für die unterrichtliche Arbeit sowie Überlegungen und Linktipps hinsichtlich der zu behandelnden Gedichte finden Sie hier. Leitfragen Leitfragen bei der Lektüre der Gedichte könnten sein: Wie stellt sich ein Dichter in Thema und Form den Erfahrungen seiner Zeit? Was sind die Erfahrungen seiner Zeit? Welche Erfahrungen werden berücksichtigt, welche nicht? Zusatzfragen Wo sind diese Gedichte erschienen? Von wem wurden sie gelesen? Welches kommt wann in welches Lesebuch (in welche Anthologie)? Zu welchen gibt es Interpretationen? Welche werden häufig im Unterricht besprochen? Als kanonisch und darum unbedingt zu besprechen sehe ich folgende Gedichte an: Konkrete Poesie Es sollten auch Gedichte von Gottfried Benn, Hans Magnus Enzensberger und Helmut Heißenbüttel oder Eugen Gomringer bedacht werden. Wenn man sich im Netz nach Vertretern der Konkreten Poesie umschaut, findet man am meisten unter dem Autornamen oder unter 'Konkrete Poesie', nicht jedoch unter 'Autor +Titel'. In ihrem Buch "Lyrik nach 1945" (Klett, 1987) hat Adelheid Petruschke den poetologischen Gedichten breiten Raum gegeben. Dieses Gedicht passt ebenfalls gut in die Reihe. Weitere poetologische Gedichte: Karl Krolow: Worte; oder: Robinson Marie Luise Kaschnitz: Müllabfuhr Ingeborg Bachmann: Mein Vogel Gottfried Benn: Satzbau; oder: Epilog 1949 Paul Celan: Nacht Wenn man auch die eher traditionelle Art des Dichtens mit einem Gedicht vorstellt, kann man dem eine neue Art von politischer "Naturlyrik" gegenüberstellen. Weitere Autoren, deren Gedichte zu diesem Themenkomplex passen: Johannes Bobrowski Peter Huchel Wilhelm Lehmann Elisabeth Langgässer Ingeborg Bachmann Marie Luise Kaschnitz Wenn man einen Gedichtvergleich durchführen will, könnte man Günter Eichs "Inventur" mit Hans Benders "Heimkehr" oder Hans Erich Nossacks "Vorspruch und Frage" konfrontieren. Auch lassen sich die poetologischen Gedichte oder die beiden Arten der Naturlyrik (traditionell-modern) gut vergleichen. Falls man sich Zeit für die Lyrik-Theorie nimmt, könnte man Auszüge aus Gottfried Benns Vortrag "Probleme der Lyrik" (Gottfried Benn: Essays und Reden in der Fassung der Erstdrucke. Fischer-Tb 5233, S. 505-535) oder Theodor W. Adornos Vortrag "Rede über Lyrik und Gesellschaft" (Noten zur Literatur, Bd. I, 1973, S. 73-104) heranziehen. Auch Ingeborg Bachmann (Frankfurter Vorlesungen 1959/60) und Paul Celan (Bremer Rede, 1958) haben sich mehrfach über Dichtung geäußert. Lesebuch A 11. Lyrik, Klett 1969; erweiterte Neuauflage 1985: Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Conrady , Karl Otto: Das Buch der Gedichte, Hirschgraben 1987. Echtermeyer: Deutsche Gedichte, hrsg. von Elisabeth K. Paefgen und Peter Geist. Cornelsen 2005. Epochen der deutschen Lyrik. Hrsg. von Walther Lilly, Bd. 9: 1900-1960 (bearbeitet von Gisela Lindemann), dtv 4023 (1974). Der Neue Conrady: Das große deutsche Gedichtbuch, Artemis & Winkler 2000. Knörrich , Otto: Die deutsche Lyrik seit 1945. Kröner 1978 (2. Aufl.). Korte , Hermann: Geschichte der deutschsprachigen Lyrik seit 1945. Metzler 2004. Pabisch , Peter: luslustigtig. Phänomene deutschsprachiger Lyrik 1945-1980. Böhlau (Wien) 1992. Die Geschichte der deutschen Literatur seit 1945 ist unter anderem von Volker Bohn (1995), Heinz Forster (1995), Ralf Schnell (2003) und Wilfried Barner (2006) dargestellt worden. Eckermann , Karin: Moderne Lyrik und Realität. Schwann 1976. Hoffmann , Dieter: Arbeitsbuch Deutschsprachige Lyrik seit 1945. Franke 2004 (2. Aufl.). Petruschke , Adelheid: Lyrik nach 1945. Klett 1987. Petruschke , Adelheid: Lyrik der Nachkriegszeit 1945- 1960. Klett 2006. Die beiden Bücher Adelheid Petruschkes können auch zu den Interpretationen gezählt werden. Doppelinterpretationen. Das zeitgenössische deutsche Gedicht zwischen Autor und Leser. Hrsg. von Hilde Domin (1966). Fischer-Tb 1060 (ab 1976). begegnung mit gedichten. 66 interpretationen vom mittelalter bis zur gegenwart, zusammengestellt und hrsg. von walter urbanek. Buchner 1977 (3. Aufl.). Geschichte im Gedicht. Texte und Interpretationen. Hrsg. von Walter Hinck. es 721 (1979). Gedichte und Interpretationen. Hrsg. von Walter Hinck. Gegenwart I. RUB 7895 (1982). van Rinsum , Annemarie und Wolfgang: Interpretationen Lyrik, bsv 1986. Freund , Winfried: Deutsche Lyrik. Interpretationen vom Barock bis zur Gegenwart. Fink 1990. Gedichte für die Schule interpretiert. Hrsg. von Karl Hotz und Gerhard C. Krischker. Buchner 1993. Interpretationen. Gedichte von Gottfried Benn. Hrsg. von Harald Steinhagen. RUB 17501 (1997). Korte , Hermann: Lyrik von 1945 bis zur Gegenwart. Interpretation. Oldenbourg 2000 (2. korr. Aufl.). Hinck , Walter: Stationen der deutschen Lyrik. Von Luther bis in die Gegenwart - 100 Gedichte mit Interpretationen. Vandenhoeck & Ruprecht 2000. 50 Klassiker Lyrik. Bedeutende deutsche Gedichte dargestellt von Barbara Sichtermann und Joachim Scholl unter Mitarbeit von Klaus Binder. Gerstenberg 2004. Wenn man die Interpretationen als Maßstab der Rezeption nimmt, muss man Bachmann, Benn, Bobrowski, Brecht, Celan, Eich, Enzensberger, Gomringer, Huchel und Kaschnitz, vielleicht auch Heißenbüttel, Krolow, Langgässer (?), Lehmann, Nelly Sachs und einige andere zu den Klassikern der deutschen Lyrik zwischen 1945 und 1960 zählen. Das heißt aber nicht, dass nicht auch andere Dichter bedeutende und lesenswerte Gedichte geschrieben hätten.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Kleben mit van der Waals

Unterrichtseinheit

Animierte GIF-Bilder, die Untersuchung der Frage „Warum fällt der Gecko nicht von der Decke?“ und der Bezug zu den spannenden Forschungsgebieten Nanotechnologie und Bionik wecken das Interesse an dem zwar wichtigen, aber eher „unscheinbaren“ Phänomen und fördern das Verständnis der Lernenden.Die Besprechung zwischenmolekularer Kräfte ist essenzieller Bestandteil des Chemieunterrichts. Siedepunkte und Löslichkeiten unpolarer Verbindungen werden auf van-der-Waals-Kräfte und deren Abhängigkeit von den Teilchenoberflächen zurückgeführt. Die zugrundeliegenden Vorgänge in den Elektronenhüllen bleiben jedoch zunächst unanschaulich und abstrakt. Mithilfe des Computers kann durch den Einsatz animierter Bilder (GIF-Dateien) die Anschaulichkeit erhöht werden. Insbesondere eröffnen aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Bionik und Nanotechnologie die Chance eines völlig neuen und sehr motivierenden Einstiegs in das ?dröge? Thema: der Gecko und die van-der-Waals-Kraft! Aufwand und technische Voraussetzungen Die hier vorgestellten Bilder zeigen zwei Eigenversuche, mit animierten Dateien die Existenz temporärer Dipole beziehungsweise das Entstehen von van-der-Waals-Kräften einsichtiger zu machen. Darstellungen dieser Art sind - mit entsprechendem Zeitaufwand - natürlich noch erheblich ausbau- und verbesserungsfähig. Das vorgestellte Ergebnis (Zeitaufwand etwa 30 Minuten) erscheint aber für den "Normalunterricht" bereits als guter Kompromiss zwischen Aufwand und Ertrag. Zur Erstellung der Animationen werden ein Grafikprogramm (Erzeugung der Einzelbilder im GIF-Format) und ein sogenannter "GIF-Animator" (Zusammenfügen der Einzelbilder zum "Film") benötigt. Entsprechende Programme stehen im Internet auch zum kostenlosen Download zur Verfügung (siehe Internetadressen). Praktische Tipps Erzeugen Sie zunächst eine Bilddatei mit den unveränderlichen Teilen der Animation (zum Beispiel der Strukturformel oder der äußeren Form des Teilchens) und kopieren Sie diese Datei - entsprechend der Anzahl der notwendigen Einzelbilder - jeweils mit einem Zahlenindex im Dateinamen (zum Beispiel "vanderw1.gif", "vanderw2.gif", "vanderw3.gif" ... ). Ergänzen Sie dann jede Datei mit den "variablen" Bildteilen (Abb. 1). Die linke Animation besteht aus zehn Einzelbildern, die im Film jeweils zwischen 0,2 Sekunden und einer Sekunde erscheinen. Die beiden roten Punkte stellen das Elektronenpaar der Bindung zwischen den Kohlenstoff-Atomen dar. Unterhalb des Ausschnitts werden die Größen der jeweiligen Teilladungen der beiden Kohlenstoff-Atome des Moleküls visualisiert. Schwarz dargestellte Teilladungen sind stark, grau dargestellte Teilladungen schwach (entsprechend den Aufenthaltsorten der beiden Elektronen). Zwischendurch sind keine Teilladungen vorhanden. Die zweite Animation besteht aus acht Einzelbildern und zeigt die Oberflächen zweier Teilchen. Die Ladungsverteilungen werden durch die Intensität der Farbe dargestellt. Die Schülerinnen und Schüler können hier selbstständig erkennen und erklären, wie die van-der-Waals-Kraft zwischen zwei Teilchen durch temporäre Dipole entsteht. Motivierender Einstieg Geckos - kleine bis mittelgroße Echsen, zwischen vier und vierzig Zentimeter lang - können mühelos "kopfüber" an Zimmerdecken laufen. Einige Schülerinnen und Schüler werden dieses Phänomen aus dem Urlaub in südlichen Ländern aus eigener Beobachtung kennen. Die Tiere scheinen regelrecht selbst an glatten Oberflächen zu "kleben". Ihre Haftkraft ist so stark, dass sie sogar nur mit einem Fuß sicher an der Decke hängen können. Forschungen auf dem Gebiet der Bionik und der Nanotechnologie haben gezeigt, dass das Anhaften des Geckos auf van-der-Waals-Kräften beruht. Die Füße der Tiere sind dicht mit sogenannten Spatulae - feinen, rund 200 Nanometer dünnen Härchen - bedeckt, die trotz der "eigentlich" schwachen van-der-Waals-Kraft in ihrer Summe diese starke Wechselwirkung mit dem "Untergrund" bewirken. (Nach den Aussagen der Forscher müsste ein Mensch allerdings mit nur etwa zehn Nanometer dicken Härchen ausgerüstet sein, um es dem Gecko gleichtun zu können ... ). Dieses Phänomen ermöglicht einen weitaus motivierenderen Einstieg in das Thema als etwa die (zunächst nur für die Lehrkraft interessante) Problematik ansteigender Siedepunkte innerhalb homologer Reihen. Derartige Siedepunktsunterschiede, zum Beispiel auch diejenigen zwischen unterschiedlich verzweigten Isomeren, erscheinen Schülerinnen und Schülern nach dem Einstieg in die Thematik über den Gecko geradezu als Selbstverständlichkeit. Mögliche technische Anwendungen Wenn es gelänge, nach dem Vorbild der Natur solche feinen Hafthärchen nachzubauen, eröffneten sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Bauteile könnten ohne Klebstoff aneinander haften, wiederverwendbare Klebebänder könnten befestigt und ohne Spuren wieder entfernt werden oder kleine Roboter wie die Geckos Wände hochklettern, entlegene Winkel erforschen oder Reparaturen durchführen.

  • Chemie / Natur & Umwelt

Lessing: Nathan der Weise

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit behandelt Gottfried Ephraim Lessings Drama "Nathan der Weise", welches als Schlüsseltext der Aufklärung gilt. Dem Drama liegt die Idee zugrunde, dass Gott die drei monotheistischen Welt-Religionen gleichermaßen liebt. Die klassische Deutschlektüre berührt damit ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Die vorliegende Unterrichtseinheit hat nicht zum Ziel, den unzähligen auch im Internet verfügbaren Materialien zum Drama wesentlich neue Aspekte gegenüber zu stellen. Sie zeigt Möglichkeiten auf, mit den vorhandenen Materialien einen internetgestützten Unterricht zu gestalten. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Schülerinnen und Schüler den Dramentext in häuslicher Lektüre aneignen. Diese netzgestützten Stundenvorschläge sind je nach Bedarf durch weitere Unterrichtsstunden zu ergänzen. Recherchieren, Präsentieren, Plenum Auf eine einführende Stunde, in der das unterrichtliche Verfahren erklärt wird, folgt ein kleiner WebQuest, in dem traditionelle Aspekte der Lektürebehandlung in Freiarbeit durch die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und in Form kurzer Präsentationen im Plenum vorgestellt werden. Daran schließt sich der Unterricht in der Gesamtgruppe an. Aufbau der Unterrichtseinheit "Lessing: Nathan der Weise" Hier erhalten Sie Erläuterungen zum Aufbau der Gruppenarbeitsphase und zur Bewertung der Präsentationen. Zudem finden Sie drei Stundenskizzen für den anschließenden Unterricht im Plenum. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in ein klassisches Drama der Aufklärung. lernen die literarische Form der Parabel kennen. lernen Lessings Dramentheorie kennen. erkennen verschiedene Sprachformen des Dramas. setzen sich mit der Ideengeschichte der Aufklärung auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten mit Computer und Internet Rechercheaufgaben zu Lessings Drama. nutzen das Internet als Recherchemedium. nutzen das Projekt Gutenberg als Informationsquelle. lernen, unterschiedliche Vermittlungsmedien wie Arbeitsblätter, Tafelbilder und Zusatzfragen zu benutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten den Unterrichtsstoff allein oder in Kleingruppen selbstständig. präsentieren ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Themen anschaulich und verständlich. Ergebnisorientierung Die Schülerinnen und Schüler sollen ergebnisorientiert arbeiten. Ihre Kurzvorträge sind wesentlicher Bestandteil des Unterrichts und dienen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern als Grundlage zum Verständnis des Dramas. Es ist nicht vorgesehen, dass die Lehrkraft Inhalte aufbereitet. Ein mögliches Eingreifen der Lehrkraft beschränkt sich darauf, eventuelle Fehler der Schülerinnen und Schüler zu korrigieren oder ungenügende Darstellungen durch entsprechende Impulse aufzuwerten. Verantwortlichkeit im Team Die Schülerinnen und Schüler sollen so in eigener Verantwortung ihre Themen anschaulich und verständlich präsentieren. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch zusätzliche Merkhilfen wie Arbeitsblätter, Zusatzfragen oder Tafelbilder (mit Hefteintrag) in ausreichendem Maß mit Materialien versorgt werden, die als Grundlage für die häusliche Nachbereitung dienen. Bewertung Für eine möglichst objektive Beurteilung der Präsentationen durch die Schülerinnen und Schüler sollte den Lernenden ein Bewertungsbogen an die Hand gegeben werden. Gruppenarbeit Nach der einstündigen inhaltlichen und konzeptuellen Einführung erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit eines von sechs Themen. Zu jedem der Themen finden Sie entsprechende Arbeitsmaterialien als Link auf eine Website oder als Datei für die Arbeit im Textverarbeitungsprogramm beziehungsweise zum Ausdrucken. Einführung in das Thema "Lessing: Nathan der Weise" Die erste Stunde beginnt mit einer Einführung in den historischen Kontext des Dramas. Zudem wählen die Schülerinnen und Schüler eines der sechs Themen für die Gruppenarbeit. Themen für die Gruppenarbeit zur Unterrichtseinheit Hier finden Sie eine Übersicht zu den Themen für die Gruppenarbeit. Diese Themen können weiter untergliedert werden, so dass auch in großen Klassen genügend Themen für Kleingruppen zur Verfügung stehen. Vertiefungsfelder Anschließend werden die unten stehenden Themen wieder im Klassenverband behandelt. Lessings Menschenbild in "Nathan der Weise" Im Zeitalter der Aufklärung entwickelte sich ein differenziertes Menschenbild. Merkmale der gehobenen Sprache Seit Aristoteles sollte sich das Drama durch eine gehobene Sprache auszeichnen. Kreativer Abschluss zur Unterrichtseinheit Eigene Texte in der Tradition Lessings bilden den Abschluss der Unterrichtseinheit. Zum gemeinsamen Einstieg in die Thematik um "Nathan der Weise" lohnt sich die Auseinandersetzung mit einer Kreuzfahrerszene, die die historischen Figuren König Richard Löwenherz (gestorben 1199) und Sultan Saladin (gestorben 1193) zeigt. uni-regensburg.de: Kopiervorlage Kreuzfahrerabbildung Auf der Website des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte finden Sie eine schöne Grafik für den Unterrichtseinstieg. Zwei Persönlichkeiten kennen lernen Als zweiter Teil der Einführung wird den Schülerinnen und Schülern ein Arbeitsblatt (oder eine Arbeitsdatei im Dateiaustausch) mit den Biografien des Autors des Dramas Nathan der Weise, Gottfried Ephraim Lessing, und einer der bedeutendsten Figuren des Dramas, Sultan Saladin, vorgelegt. Nach einer kurzen Recherchephase sollen die Schülerinnen und Schüler die Lücken des Arbeitsblattes mit den wesentlichen Informationen ausfüllen. Die Gruppenarbeit vorbereiten Anschließend wird die Themenliste ausgeben, in die sich die Schülerinnen und Schüler nach ihren eigenen Interessen eintragen. In bis zu zwölf Gruppen werden diese Themen während der folgenden Unterrichtsstunden vorbereitet und als Kurzpräsentation für das Plenum aufgearbeitet. Die Links auf der Themenliste sind als Hilfen für effizientes Arbeiten mit dem Internet gedacht. Damit die dort angegebenen Links direkt verwendet werden können, sollte diese Themenliste den Schülerinnen und Schülern zusätzlich als Datei (mit funktionierenden Links) zur Verfügung gestellt werden. Ziel der Gruppenarbeit ist es, eines der folgenden Themen mithilfe einer Präsentationssoftware sachgerecht und anschaulich zu erarbeiten und den Mitschülerinnen und Mitschülern im Plenum zu vermitteln. Die Arbeitszeit beträgt zwei Unterrichtsstunden (plus häusliche Weiterarbeit). Inhalt und Aufbau Annäherung an Lessings "Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen", das 1779 veröffentlicht und 1783 uraufgeführt wurde. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Aufbau des gesamten Dramas sowie den Inhalt des einzelnen Aktes grafisch aufbereiten und darstellen, so dass das Publikum den Handlungsverlauf und die Entwicklung der dramatischen Spannung nachvollziehen kann. Heranführung an die Protagonisten des Dramas: Die Schülerinnen und Schüler sollen die Personen des Dramas beschreiben. Dabei sind deren Anteil am Drama, ihr Aussehen, ihre Ziele und ihr Charakter zu berücksichtigen. Folgende Personen analysieren die Schülerinnen und Schüler: Sultan Saladin und Sittah Nathan Recha und Daja Tempelherr Derwisch, Patriarch, Klosterbruder und Emir Die Kreuzzüge Der dritte Kreuzzug von 1189 bis 1192 bildet den historischen Rahmen für Lessings Drama. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten einen geschichtlichen Überblick über den dritten Kreuzzug. heiligenlexikon.de: Die Historie der Kreuzzüge Das ökumenische Heiligenlexikon liefert einen guten Überblick zur Historie der Kreuzzüge. Toleranz und Aufklärung Der Begriff der Toleranz hat sich im Zuge eines neuen aufklärerischen Menschenbildes entwickelt. Toleranz ist das Schlüsselthema in Nathan der Weise und macht das Drama damit aktueller denn je. schultreff.de: Die Aufklärung Eine gute Einführung in die Kultur der Aufklärung gibt diese Website. Die Ringparabel (Tradition und Interpretation) Die Ringparabel gilt als ein Schlüsseltext der Aufklärung und als pointierte Formulierung der Toleranzidee. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der literarischen Form der Parabel wie auch mit der Interpretation des Ringgleichnisses in Nathan der Weise. wikipedia.org: Die Ringparabel bei Wikipedia Eine ausführliche und fundierte Zusammenfassung zur Ringparabel liefert Wikipedia. texttexturen.de: Die Geschichte der Ringparabel Über die Geschichte der Ringparabel können die Schülerinnen und Schüler bei texttexturen.de einiges erfahren. Lessings Dramentheorie Im 18. Jahrhundert galt immer noch Aristoteles als der große Vordenker der Dramentheorie. Lessings Leistung auf dem Gebiet der Dramatik muss sich also an den bis dato gültigen theoretischen Grundsätzen messen lassen. Nachfolgend werden drei Themen erläutert, die anschließend im Klassenverband erarbeitet werden können. Lessings Menschenbild im Nathan Im Zeitalter der Aufklärung entwickelte sich ein differenziertes Menschenbild. Merkmale der gehobenen Sprache Seit Aristoteles sollte sich das Drama durch eine gehobene Sprache auszeichnen. Kreativer Abschluss Eigene Texte in der Tradition Lessings bilden den Abschluss der Unterrichtseinheit. Nachfolgend werden drei Themen erläutert, die anschließend im Klassenverband erarbeitet werden können. Lessings Menschenbild in "Nathan der Weise" Im Zeitalter der Aufklärung entwickelte sich ein differenziertes Menschenbild. Merkmale der gehobenen Sprache Seit Aristoteles sollte sich das Drama durch eine gehobene Sprache auszeichnen. Kreativer Abschluss zur Unterrichtseinheit Eigene Texte in der Tradition Lessings bilden den Abschluss der Unterrichtseinheit. Die neue Sicht des Menschen, bestärkt durch philosophische Überlegungen, aber auch pietistische Einflüsse und die Herausbildung einer Seelenkunde, die später in die psychologische Wissenschaft münden wird, schlägt sich in den besonderen Leitmotiven des Lessingschen Dramas nieder: Menschsein und Gleichheit, Hitze und Kälte, Religion als Praxis der Humanität und das Plädoyer für Toleranz. Das erste dieser Motive, Menschsein und Gleichheit, soll in dieser Stunde näher beleuchtet werden. Zeitbedarf: 45 Minuten Motivation: Die Abbildung der olympischen Ringe Als Motivation dient eine Abbildung der olympischen Ringe. Die Ringform kann als Anknüpfungspunkt zur Ringparabel dienen. Zunächst soll jedoch geklärt werden, was durch die Fünfzahl, die Farben und die je gleiche Form dieser Ringe zum Ausdruck kommt (Fünf Kontinente, (Haut-)Farben der Menschen, Gleichheit im Sport). Sammeln: Die aufklärerischen Ideale Mithilfe des Arbeitsblattes werden zunächst Beispiele für das aufgeklärte Menschenbild gesammelt: Vernünftiges, selbstverantwortliches Handeln, Wille zur Wahrheit und erzieherische Tätigkeit. Gerade der letzte Punkt ist Teil des Programms der Aufklärung, deren Ziel es war, die Menschen zu belehren. Die genannten Aspekte des aufgeklärten Menschenbildes manifestieren sich in der Titelfigur Nathan. Recherchieren: Der Mensch im Dramentext Im zweiten Teil der Stunde recherchieren die Schülerinnen und Schüler den Begriff Mensch im Dramentext. Falls die CD-ROM "Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka" der Digitalen Bibliothek zur Verfügung steht, kann die komfortable Suchfunktion dieses Programms benutzt werden, um im Dramentext bestimmte Begriffe zu finden. Ansonsten kann der im Projekt Gutenberg vorhandene Text mithilfe der Browser-Suchfunktion (Strg+F) verwendet werden, um den Begriff des Menschen im Dramentext aufzuspüren. Abschluss: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit Den Abschluss der Stunde bildet der Hinweis auf den Wahlspruch der Französischen Revolution, der als Konsequenz des Menschenbilds der Aufklärung aufgefasst werden kann. In der Diskussion ist allerdings zu klären, dass die gewalttätigen Auswüchse der Revolution nicht mit dem Toleranzgedanken Lessings zu vereinbaren sind. Seit Aristoteles sollte sich das Drama und vor allem die Tragödie durch eine gehobene Sprache auszeichnen. Zwar bezeichnet Lessing seinen Nathan als "dramatisches Gedicht", also nicht als Tragödie, so rechtfertigt der Ernst seiner Kernaussage doch eine besonders anspruchsvolle Sprache. Die passende Form dieser Ausdrucksweise fand Lessing im Blankvers, dem er durch die Verwendung im Nathan in der deutschen Literatur zum Durchbruch verhalf. In dieser Stunde geht es darum, Wesensmerkmale des Blankverses zu erarbeiten. Zeitbedarf: 45 Minuten Motivation: Gemeinsamkeiten entdecken Als Motivation dient die Projektion verschiedener bekannter Sentenzen, verbunden mit der Frage, was diese Sätze gemeinsam haben: Der Blankvers Es - ist - was - faul - im - Staa - te - Dä - ne - mark (Shakespeare, Hamlet) Er - ist - es! - Na - than! - Gott - sei - e - wig - Dank (Lessing, Nathan) Die - Axt - im - Haus - er - spart- den - Zim - mer - mann (Schiller, Wilhelm Tell) Die Schülerinnen und Schüler erkennen so, dass in jedem Vers dieselben Silben betont werden. Verse in diesem Versmaß nennt man Blankverse. Über das Wesen des Blankverses informieren sich die Schülerinnen und Schüler auf den folgenden Webseiten: wikipedia.org: Der Blankvers Einführung in die Form und Funktion des reimlosen Verses teachsam.de: Lehren und Lernen online Zur Geschichte und Funktion des Blankverses Eine rein rezeptive Behandlung des Dramas auf Grundlage des Textes wirkt unbefriedigend. Ideal wäre es, das Stück im Theater zu sehen. Da das nicht immer möglich ist, bietet es sich an, den Text zum Abschluss der Dramenbehandlung kreativ zu verabschieden. Einzelne Szenen können angespielt werden, Szenenbilder als "lebende Bilder" nachgestellt werden, oder es wird, wie hier angeregt, der Originaltext kreativ verändert und erweitert. Dabei sollen der gedankliche Gehalt und die sprachliche Form des Originals so weit als möglich beibehalten werden. Zeitbedarf: 45 Minuten Einstieg Als Motivation suchen die Schülerinnen und Schüler Landkarten über die Kreuzzüge. Mithilfe der Bildersuche von Google und der Stichwörter "Kreuzzug", "Kreuzzüge" oder - englisch - "crusade" sind schnell geeignete Abbildungen gefunden. Das Szenario entwerfen Nach einem kurzen Gespräch über die Entfernungen, die die Kreuzfahrer während ihrer Reisen zurücklegen mussten, wird folgende Situation skizziert: Der Tempelherr bittet seine Schwester Recha alias Blanda von Filnek, ihn in seine Heimat zu begleiten. Recha kann sich jedoch nicht entscheiden und schreibt ihrem Ziehvater Nathan einen Brief, in dem sie ihre widerstreitenden Gedanken darlegt. Durchführung Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem Textverarbeitungsprogramm, um ihre Texte leicht überarbeiten zu können. Es ist nicht notwendig, Rechas Brief in Blankversen abzufassen, aber für sprachgewandte Schülerinnen und Schüler wäre das durchaus eine Herausforderung. Als Beispiel mag folgender Briefanfang gelten: Recha schreibt Nathan Lieber Vater, darf ich dich so nennen? Die letzten Tage brachten viel Verwirrung. Doch allem setzte eins die Krone auf: Mein Bruder bot mir an, mit ihm zu ziehn Ins ferne Land am Rhein. Was soll ich tun? Dein Rat scheint mir so nötig wie noch nie.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

Informationsspeicherung und Medien im Wandel

Unterrichtseinheit

Wissen und Erfahrungen, Religiöses, Normatives und Poetisches als "Information" zu speichern und anderen zu überliefern, gehört zu den Grundpfeilern der menschlichen Kulturgeschichte. Der asynchrone Informationsaustausch durch ein Medium hat sich im Laufe der Geschichte durch den technischen Fortschritt enorm gewandelt. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Technik der Wissensspeicherung große Fortschritte, ja sogar Sprünge gemacht. Die Träger der Information, die Medien, haben sich rasch verändert und was die Speicherkapazität betrifft, immense Entwicklungen erfahren. Bereits vor fünf Jahren stellte Dieter E. Zimmer fest, dass in den "Schriftlandschaften der Kultur gegenwärtig der einschneidenste Umbruch seit Gutenbergs Zeiten" stattfindet, da "alles Geschriebene, ... was dem Papier anvertraut wurde, ..." entmaterialisiert und der Elektrizität überantwortet werde und "das Archiv der Menschenkultur?" seinen Aggregatzustand ändere. Seit dem endenden 16. Jahrhundert bestimmte das auf Papier gedruckte Wort die Archivierung menschlichen Wissens. Papyrus und Pergament stellten die Schriftunterlage in Antike und Mittelalter dar. Noch früher malten die Menschen Bilder auf Stein, ritzten Zeichen in Felsen oder drückten Keilzeichen in weichen Ton. Mit der Veränderung des Mediums einher ging nicht nur die überlieferte Informationsmenge. Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtseinheit in arbeitsteiliger Gruppenarbeit unterschiedliche Arten der Wissensspeicherung und deren Entwicklung kennen lernen. Die Arbeitsergebnisse sollen von den einzelnen Gruppen dem Klassenplenum präsentiert werden, wobei den Gruppen die Wahl der Präsentationsart größtenteils selbst überlassen bleibt. Ablauf des Unterrichts und Einsatz der Materialien Die Schülerinnen und Schüler können ein Handout, eine Wandzeitung, ein Plakat, eine Präsentation oder Ähnliches erarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler lernen Medien den verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte zuzuordnen. erkennen die Unterschiede der Medien -nicht nur im möglichen Speichervolumen- und stellen diese in Beziehung zur kulturellen Entwicklung der Menschheit. können den Begriff "Informationszeitalter" definieren. erkennen Vorteile und Gefahren des Informationszeitalters. erkennen die Probleme der elektronischen Langzeitarchivierung für die zukünftige historische Forschung. Die Arbeitsergebnisse sollen von den einzelnen Gruppen dem Klassenplenum präsentiert werden, wobei den Gruppen die Wahl der Präsentationsart größtenteils selbst überlassen bleibt. Die Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel ein Handout, eine Wandzeitung, ein Plakat oder eine Präsentation erarbeiten. Folgende Gegenstandsbereiche sollen in Gruppenarbeit thematisiert werden: Höhlenmalerei Keilschrift Hieroglyphen und Papyrus Pergament Papier Gutenberg und der Buchdruck Die digitale Revolution Informationsspeicherung und Langzeitarchivierung Vergleich der historischen Trägermedien Beim abschließenden Vergleich der verschiedenen Medien, erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass die zu verarbeitende Informationsmenge, die in immer kürzerer Zeit einen immer größeren Empfängerkreis erreicht, im Laufe der Zeit zunimmt. Um die verschiedenen Speichermedien miteinander zu vergleichen, sollen folgende Kriterien angewandt werden: Vergleicht jeweils den Aufwand, mit dem Textinformation konserviert wurde am Beispiel Hieroglyphen auf Papyrus, traditioneller Buchdruck und Word-Datei. Beachtet hierbei insbesondere die Zeitdauer, die man benötigt, um das jeweilige Medium zu erstellen und die Informationsmenge, die mit dem jeweiligen Medium transportiert werden kann und schließlich die Verfielfältigungsmöglichkeiten. In welchem Maße (lokal, regional, global) können die Informationen -abhängig vom jeweiligen Speichermedium- verbreitet werden? Wie schnell kann Information durch die unterschiedlichen Medien verbreitet werden? Wer gehörte damals und wer gehört heute zu den potenziellen Empfängern schriftlicher Information? Hausarbeit Als zusammenfassende Hausarbeit kann die folgende Aufgabe zu bearbeiten sein: Begründet, warum man unsere Zeit als Informationszeitalter bezeichnet! Stellt die Vor- und Nachteile der heutigen "Informationsflut" dar. Probleme der zukünftigen Historikergeneration Thematisiert werden könnte im Anschluss auch die Auswirkung der elektronischen Informationsspeicherung auf die spätere historische Forschung: Hier wird einerseits die Menge der archivierten Informationen als auch die begrenzte Lebensdauer und Zugänglichkeit (zum Beispiel wegen eines veralteten Datenformats) des Trägermediums zu berücksichtigen sein. Die Voraussetzungen zur Teilnahme an dieser Diskussion sollten die Schülerinnen und Schüler aber in der Gruppenarbeit bereits erworben haben. Kommunikation und Medien in der Frühen Neuzeit Johannes Burkhardt , Christine Werkstetter (Hrsg.),(Historische Zeitschrift. Beihefte. Neue Folge; Bd. 41) München 2005

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe I

Islam im Alltag

Unterrichtseinheit

Viele Schülerinnen und Schüler kennen keine oder nur wenige Aspekte muslimischen Alltagslebens, doch ihr Interesse an diesem Themengebiet ist aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Relevanz hoch. Diese Unterrichtssequenz vermittelt Einblicke anhand ausgewählter Internetseiten. Die Unterrichtssequenz setzt sich aus zwei Doppelstunden zusammen. In der ersten Doppelstunde werden die Themen "Essen und Trinken", "Geschlechter und Sexualität" sowie "Bilder und Symbole" angesprochen. In der zweiten Doppelstunde geht es um die Themen "Feste im Jahr" und "Stationen im Leben". Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Aspekte muslimischen Alltagslebens. Dabei ist zu betonen, dass es gerade im Alltagsleben starke konfessionelle Unterschiede gibt. Ziel soll es sein, Grundgemeinsamkeiten islamischen Alltags aufzuzeigen. Des Weiteren informieren sich die Schülerinnen und Schüler anhand ausgewählter Festtage über muslimische Feste. Die Schülerinnen und Schüler sind über Speisevorschriften und Geschlechterrollen im Islam eher nur oberflächlich informiert. Das islamische Bilderverbot ist über den "Karikaturenstreit" in ihr Bewusstsein gerückt. Die theologische Begründung des Bilderverbots ist ihnen jedoch nicht bekannt. Ebensowenig sind die Schülerinnen und Schüler über die mit den Lebensstationen Geburt, Beschneidung, Hochzeit und Sterben verbundenen islamischen Riten informiert. Auch zu den muslimischen Festen im Jahreskreis ist das Vorwissen gering. In den zwei Doppelstunden dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die genannten Bereiche islamischen Alltags und halten ihre Ergebnisse in einem Lernweg-Heft fest. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden. 3S im Alltag - Speisen, Sexualität und Symbole Alle Inhalte der Unterrichtseinheit werden reduziert betrachtet. Auf ethisch-kulturelle Unterschiede wird in der Regel nicht eingegangen. Feste im Jahr und Stationen im Leben Die muslimischen Feste sind besonders anschaulich und beleuchten eine in der medialen Öffentlichkeit wenig beachtete freundlich-fröhliche Seite des Islam. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zu islamischer Ernährung nennen. ihre Vorstellung von islamischen Geschlechterrollen mit der muslimischen Position vergleichen und die islamische Haltung zur Sexualität darstellen. das islamische Bilderverbot beschreiben und christliches und islamisches Bilderverständnis miteinander vergleichen. wichtige Ereignisse im Lebensverlauf eines Menschen nennen und christliche und islamische Begleitung von Lebenssituationen miteinander vergleichen. ihr Vorwissen zu islamischen Feiertagen nennen sowie Anlass und Begehensweise ausgewählter islamischer Feiertage darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zu Alltagsaspekten des Islam sowie zu islamischen Feiertagen und Lebensstationen aus dem Internet auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg-Heft") festhalten. ein Brainstorming zu islamischen Geschlechtervorstellungen durchführen. zwei bildliche Darstellungen des Propheten Mohammed beschreiben. ihren Lernfortschritt in Kreuzworträtseln überprüfen. Thema Islam im Alltag Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe I und II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist ein junger Mann zu sehen, der seinen muslimischen Freund zu einem Snack einlädt. In einer Gedankenblase wird dieser Snack als Currywurst und Weizenbier dargestellt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zu muslimischen Ernährungsgewohnheiten aktivieren. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen zu islamischen Ernährungsgewohnheiten aus dem Internet aus. Zudem informieren Sie sich über die Möglichkeit der Zertifizierung islamisch korrekter Lebensmittelproduktion. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Alltag" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels (Hot Potatoes). Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Zur zweiten Motivation werden an der Tafel zwei Plakate angebracht. Auf diesen sind Symbole für Männer (Ampelmann) und Frauen (Ampelfrau) dargestellt. In einer zweiten Spontanphase nennen die Schülerinnen und Schüler in einem Brainstorming Begriffe, die sie mit den islamischen Rollenbildern von Mann und Frau verbinden. Diese Begriffe werden durch die Lehrkraft an der Tafel festgehalten. In der anschließenden zweiten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum islamischen Verständnis von Geschlechtern und Sexualität aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest und können sie erneut mittels eines Kreuzworträtsels überprüfen. Nun vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihre neu gewonnenen Erkenntnisse mit den zuvor im Brainstorming gesammelten Begriffen. Die Plakate können dann im Rahmen des Themas "Konflikte mit dem Islam" noch einmal aufgehängt werden. In einer dritten Motivationsphase werden Schlagzeilen zu den durch die Mohammedkarikaturen ausgelösten Reaktionen mittels einer Overheadprojektor-Folie dargeboten. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler noch einmal fokussieren. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nun Gelegenheit, sich spontan zu den Schlagzeilen zu äußern. In einer letzten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit zu Symbolen des Islam (Halbmond, grüne Farbe) und zum islamischen Bilderverbot. Anschließend finden sich in einer Austauschphase je zwei Schülerpaare zusammen, um ihre Arbeitsergebnisse miteinander zu vergleichen. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum das islamische Bilderverbot mit der christlichen Haltung zu Bildern. Zu Beginn der Stunde erhalten die Schülerinnen und Schüler in einer Konzentrationsphase Gelegenheit, auf einem Arbeitsblatt in Einzelarbeit eine "Fieberkurve des Lebens" zu zeichnen. In dieser halten sie fest, wie intensiv das Leben ihrer Meinung nach in unterschiedlichen Altersstufen ist. Zudem markieren sie wichtige Ereignisse des Lebens. Diese Arbeitsergebnisse stellen die Schülerinnen und Schüler einander in der anschließenden Austauschphase zunächst in Paaren und dann in Vierer-Gruppen vor (think - pair - share). In einer Auswertungsphase werden dann die Kurven der einzelnen Gruppen am Overhead-Projektor deckend übereinander gelegt. Im Plenum werden Übereinstimmungen und Unterschiede besprochen. Die wichtigsten Lebensstationen werden an der Tafel festgehalten. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der folgenden Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu wichtigen Lebensstationen (Geburt, Pubertät, Hochzeit, Sterben) und ihrer biographischen Begleitung durch den Islam aus. Ihre Lernfortschritte können die Schülerinnen und Schüler in einem Kreuzworträtsel überprüfen. In einer zweiten Austauschphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum die islamischen Passageriten mit ihren christlichen Äquivalenten (Kindstaufe, Erstkommunion/Konfirmation/Firmung, Hochzeit, Sterbebegleitung/Krankensalbung). Sollten wichtige Lebensphasen nicht erfasst worden sein, kann eine freie Internetrecherche zu diesem Thema vereinbart werden. In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist das E-Mail-Konto eines fiktiven Schülers zu sehen. Er wird von seinem türkischen Freund zum Zuckerfest eingeladen. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zum Zuckerfest (Fest des Fastenbrechens) im Speziellen und zu muslimischen Festen im Allgemeinen aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und eigene Gedanken zu muslimischen Festen und zur eigenen Teilnahme daran äußern. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerabeit Informationen zu islamischen Festen im Jahreskreis (unter anderem Fest des Fastenbrechens, Opferfest, Mevlid) aus dem Internet aus. Sie halten die Informationen zu diesen Festen auf Kalenderblättern nachgebildeten Feldern im "Lernweg-Heft" fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. In einer abschließenden Rekursion nehmen die Schülerinnen und Schüler begründet Stellung zu der Frage, ob sie der Einladung des türkischen Freundes folgen würden. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Echar un vistazo a Cataluña: una investigación por Internet

Unterrichtseinheit

Katalonien ist eine der am häufigsten behandelten Regionen Spaniens. Dies hängt mit kulturellen und historischen Gegebenheiten zusammen: dem Modernismo, vertreten durch Gaudí in Barcelona, der Malerei Dalís oder den aktuellen politischen Veränderungen durch das neue Autonomie-Statut. Katalonien ist somit nicht von ungefähr Teil der Obligatorik des Zentralabiturs 2007 und 2008 in NRW.Die Internetrecherche zu Cataluña ist als thematische Einführung für etwa vier Doppelstunden konzipiert. Erfahrungsgemäß sind die Vorkenntnissen zu Katalonien sehr verschieden. Sie reichen vom Faktenwissen über Ferienerlebnisse bis hin zu einer groben geografischen oder rein fußballerischen Einordnung. Diese Internetrecherche soll vorhandene Kenntnisse integrieren und über erste gemeinsame Einblicke eine Ausgangsbasis für die weitere Kursarbeit schaffen. Neben der inhaltlichen Erarbeitung stehen sprachlich-methodisch der Ausbau der Präsentationstechniken sowie die Förderung der Lesestrategien im Vordergrund: Denn Internetrecherchen - seien sie nun Teil des Unterrichts oder privater Natur - erfordern den gezielten Einsatz von Techniken des schnellen Querlesens und des ausführlicheren Lesens und Verarbeitens von Detailinformationen, um beim Surfen nicht baden zu gehen. Die Vorteile einer Internetrecherche zur Einführung in die Thematik Kataloniens liegen auf der Hand: Ein reichhaltiges Angebot an spanischsprachigen Internetinformationen und schneller Zugriff auf aktuellste Informationen sind gegeben. Der Ausbau sprachlicher und methodischer Kompetenzen sowie Methodenreflexion, Kooperation, Selbsttätigkeit und Selbststeuerung durch die Schülerinnen und Schüler werden erreicht. Lehrplanbezug und Obligatorik des Zentralabiturs in NRW Abgesehen von der allgemeinen Relevanz und Brisanz Kataloniens für den Spanischunterricht fordern Lehrplan und Zentralabitur in NRW die Behandlung als Thema. Besondere didaktisch-methodische Schwerpunkte Neben dem Erwerb und der Anwendung von inhaltlichem und sprachlichem Wissen zu Katalonien werden besondere didaktisch-methodische Schwerpunkte verfolgt. Expertenpuzzle Die Methode des Expertenpuzzles gestaltet den kooperativen und kommunikativen Rahmen dieser Mikroeinheit. Begleitung und Auswertung der Gruppenarbeit Bei der Arbeit in den Gruppen stellt sich die Frage nach der Arbeitssprache und nach dem Maß der Hilfestellungen durch die Lehrperson. Beides wird abschließend evaluiert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen grundlegende Kenntnisse über die Comunidad Autónoma de Cataluña erwerben. ihre erworbenen Kenntnisse sachlich adäquat im Kommentar zu einen Gedicht von Goytisolo anwenden. den thematischen Grund- und Aufbauwortschatz für eine spezifischere Kommunikation über Cataluña erweitern und im Austausch anwenden. ihre Kompetenzen in der Kooperation ausbauen. ihre Kompetenzen in der Präsentation und in der Retroalimentación erweitern, anwenden und festigen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Lesestrategien beim Suchen, Sichten und Lesen der für die Recherche relevanten Internetseiten gezielt anwenden und ausbauen. ihre Suchstrategien mithilfe prägnanter spanischer Suchbegriffe erweitern. Einblicke in Comunidad Autónoma Die Internetrecherche zu Katalonien vermittelt exemplarisch erste Einblicke in eine der wichtigen Comunidades Autónomas in Spanien. Zentral untersucht werden historische und kulturelle Gegebenheiten, die politische Situation, insbesondere die Frage nach dem Selbstverständnis der Katalanen, das sich in der Diskussion um das Autonomie-Statut widerspiegelt. Die historische Vertiefung ist erforderlich, um aktuelle Zusammenhänge nachvollziehen zu können. In diesem Kontext deckt die Internetrecherche fachlich und methodisch die Obligatorik des Lehrplans NRW (1999:17-23) und auch anderer Lehrpläne in folgenden Punkten ab: Ausbau der Sprachkompetenz nach dem Referenzrahmen (A2/B1) mit besonderer Fokussierung der Lesekompetenz sowie des monologischen und dialogischen Sprechens Spanien im 20. und 21. Jahrhundert Auseinandersetzung mit sprachlicher und kultureller Pluralität Explizit analytischer Umgang mit Texten Selbständige Erarbeitung komplexer Themen Erwerb sozialer und kooperativer Lernfähigkeiten Weitere Ziele werden bedient Darüber hinaus entspricht das Projekt den Zielen des Spanischunterrichts insofern, als es die Medienkompetenz entfaltet, den sachgerechten und kritischen Umgang mit Texten und Medien sowie selbstbestimmtes und kooperatives Lernen fördert (1999:7f.). Katalonien ist Teil der Obligatorik des Zentralabiturs 2007 und 2008 für den neubeginnenden Spanischkurs ab 11 in NRW, und zwar unter der Rubrik "La diversidad cultural, política y lingüística en España": La lengua como elemento unificador El bilingüismo castellano-catalán y sus reflejos en la sociedad con miras al pasado Vielschichtiger Kompetenzausbau Die methodisch-sozialen Schwerpunkte sind zum einen der Ausbau der Lesekompetenz und die damit einhergehende Reflexion der Verwendung von Lesestrategien. Zum anderen wird die Förderung von klasseninterner Kooperation unterstützt. Auch der Ausbau der Präsentationstechniken (monologisches und dialogisches Sprechen) wird erreicht. Dies sind demzufolge zugleich die Aspekte des Evaluationsbogens, mit dessen Hilfe der Lernprozess ausgewertet werden soll. Gelenkte Aufgabenstellung Die Recherche selbst ist als relativ offene Aufgabenstellung angelegt, in der die Schülerinnen und Schüler einen thematischen, organisatorischen und zeitlichen Rahmen gesetzt bekommen. Dieser erweist sich erfahrungsgemäß als sinnvoll und hilfreich für die Schülerinnen und Schüler des zweiten Lernjahres, damit sie sich sprachlich-situativ bewegen können und nicht überfordert werden. Hilfestellungen für die freie Arbeit Die enlaces sowie orientierende Stichworte geben Anregungen für die Recherche, die je nach Interesse natürlich darüber hinaus gehen kann. Neben der Lenkung bieten sich den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten, selbständig zu agieren, eigene Entscheidungen zu treffen und den Lernprozess gemeinsam zu gestalten. Die zeitlichen Angaben sind insofern eher als Orientierung zu betrachten. Insgesamt handelt es sich folglich um eine komplexe Aufgabenstellung, die erforderliche Lenkung und Hilfen bietet. Neue Formen des Lesens entdecken Der Lesekompetenz kommt bei der spät einsetzenden Fremdsprache eine zentrale Bedeutung zu. Im Rahmen der spiralcurricularen Gestaltung der Lernjahre bedarf es nach der Einführung einer fortwährenden Begleitung der Lesekompetenzen, insbesondere auch um im Spanischunterricht erworbene Strategien zu festigen und nicht in die alten Muster des Wort-für-Wort-Verstehens zurückzufallen. Scanning und Skimming Hier bietet sich eine Recherche im Internet in besonderer Weise an, denn aufgrund der Fülle an Informationen stellen Schülerinnen und Schüler schnell fest, dass für eine thematische Orientierung Scanning (Suche nach einer bestimmten Information oder einem Begriff) und Skimming (globale Sichtung einer Internetseite, um festzustellen, ob sie brauchbar ist) geeignet sind, nicht aber detailliertes Lesen. Diese Erfahrung ist es wert, reflektiert zu werden, damit sie auf andere Lesekontexte übertragen werden kann. Lesestrategien anwenden und bewusstmachen Die Intention dieser Internetrecherche bezüglich der Lesekompetenz ist, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Sichtung der vorgeschlagenen Links sowie auf weiteren Internetseiten gezielt geeignete Lesestrategien anwenden und ihnen dabei die Unterschiede zwischen den beiden Lesestrategien nochmals vergegenwärtigt und bewusst gemacht werden. Zudem kann das Scanning im Internet durch die jeweilige Suchfunktion des Browsers (etwa mit der Tasten-Kombination Strg+F) unterstützt werden. Ergänzend zu diesen beiden Strategien des globalen Lesens kommt in der Auswertung der als essentiell und besonders informativ erachteten Seiten das detaillierte Lesen zum Tragen. Allerdings bleibt auch hier weiterhin globales Lesen erforderlich, wenn es um die Eingrenzung besonders relevanter Abschnitte geht. Hilfen für das detaillierte Erschließen Für das detaillierte Erschließen einzelner Abschnitte bieten sich als Hilfen sowohl Online-Wörterbücher als auch, falls größere Verständnisschwierigkeiten auftreten sollten, Online-Übersetzungen an, die zur Zeit noch den im Sinne der Mehrsprachigkeit durchaus begrüßenswerten Umweg über das Englische erforderlich machen. Die oben downloadbare Aufgabendatei liefert die Links zu den Hilfe-Werkzeugen. Das Expertenpuzzle ist eine schnelle, effektive Methode, um sich gemeinsam einen informativen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Ein immenser Vorteil für den Sprachunterricht ist im hohen Sprachumsatz zu sehen, der in der Phase des Austauschs in den Stammgruppen gegeben ist. Bildung und Organisation der Stammgruppen Die Stammgruppen setzen sich mit der Recherche auseinander und entsenden Mitglieder in die Expertengruppen für die thematischen Schwerpunkte. Recherche von Spezialwissen in Expertengruppen Experten befassen sich zunächst in der Recherche vertiefend mit ihrem thematischen Schwerpunkt und bereiten eine Präsentation für den Austausch in den Stammgruppen vor. Austausch des Spezialwissens in den Stammgruppen Die von den Experten gewonnenen und anschaulich aufbereiteten Ergebnisse werden in thematisch gemischt zusammengesetzten Kleingruppen ausgetauscht, so dass ein hoher Sprachumsatz erfolgt. Alle Schülerinnen und Schüler sind gefordert, nach dem Prinzip des "Lernens durch Lehren" ihre Ergebnisse vorzustellen und somit ihre Präsentationstechniken in Kleingruppen anzuwenden und auszubauen. Der Schwerpunkt dieser Phase liegt somit auf der Reproduktion und dem Verstehen zur kooperativen Erlangung eines Grundwissens über Cataluña. Anwendung und Transfer Darüber hinaus enthält diese Phase ein Element des problemorientierten Transfers. Die Schülerinnen und Schüler vernetzen ihre Kenntnisse und wenden ihr gemeinsam zusammengetragenes Wissen an, um sich kritisch mit dem in dem Fragment aus der "Novísima oda a Barcelona" von José Agustín Goytisolo geäußerten Standpunkt auseinanderzusetzen. Vier Themen - vier Experten Die Organisation des Expertenpuzzles erfolgt in der Internetrecherche Cataluña ausgehend von den vier Teilthemen, die von den Experten vorbereitet werden und die in allen Stammgruppen vertreten sein sollten. Die Stammgruppen müssten folglich mindestens vier Teilnehmerinnen oder Teilnehmer enthalten, die sie in die Expertenteams entsenden. Flexible Gestaltung bei größeren Gruppen Es hängt von der jeweiligen Kursgröße ab, wie viele Stammgruppen gebildet werden können; in jedem Fall muss es sich um ein Vielfaches von vier handeln. Sollte dies nicht gerade aufgehen, können die Stammgruppen vergrößert werden und in diesem Falle zwei Experten für eines der Teilthemen entsenden. Dies erweist sich oft durchaus als Vorteil, wenn leistungsschwächere und leistungsstärkere Mitglieder der Stammgruppen auf diese Weise ein Expertenteam bilden können. Alternative: Experten aus dem Plenum Bei geringem Zeitkontingent besteht eine Alternative darin, direkt aus dem Plenum heraus die Expertengruppen zu bilden und danach die Stammgruppen zusammenzusetzen - hier muss man allerdings gut rechnen und bedenken, dass alle Expertengruppen die gleiche Anzahl an Mitgliedern haben sollten und dass eventuelle Zweierteams aus leistungsstarken und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern als ein Mitglied zählen können. Informationsselektion Die Expertenteams reduzieren gemeinsam den Informationspool auf relevante Informationen und erstellen eine Präsentation mit einer Vorlage in der von ihnen gewählten Form. An dieser Stelle erhalten die Teams die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, da der Inhalt, also die zusammengestellten Informationen Vorrang, haben. Informationen aufbereiten Verfügen die Lernenden über gute Kenntnisse im Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm, können sie die Vorlage digital erstellen. Von Präsentationen mit PowerPoint oder als Homepage würde ich abraten, da es den zeitlichen Rahmen wahrscheinlich sprengen würde. Eine gute konventionelle Möglichkeiten bieten Folien oder Kopiervorlagen. Bezüglich der Präsentation empfiehlt es sich, je nach Lerngruppe Zeit für eine Probe, ein gegenseitiges Vortragen im Expertenteam oder auch mit einem Feedback durch die Lehrkraft, vorzusehen. Parallel: Vokabellisten erstellen Um die Kommunikation in den Stammgruppen zu erleichtern und um einen Beitrag zur Spracharbeit zu leisten, sollte das neue thematische Vokabular parallel zusammengestellt werden. Nach dem Expertenpuzzle besteht die Möglichkeit, das Vokabular aus allen Teilgruppen zusammenzutragen. Lernen durch Lehren Nach dem Prinzip "Lernen durch Lehren" werden die Informationen ausgetauscht. Die Experten übernehmen bei dem Vortrag ihrer Ergebnisse die Rolle der Lehrenden. Die Zuhörenden nehmen die Informationen als Lernende auf, stellen Rückfragen und geben eine Rückmeldung zum Vortrag. Das gemeinsame Klären von Rückfragen sowie die Retroalimentación sind Teil des Austauschs. Als Hilfestellung können sie den apoyo-Bogen nutzen. Kein Auswendiglernen oder Abschreiben Die Stammgruppenphase klingt unproblematisch; sie ist es jedoch nicht, sondern will gut überlegt sein. Denn ein didaktischer Stolperstein ergibt sich häufig dann, wenn die Anlage der Phase für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zum gegenseitigen, "kooperativen" Diktat bietet. Diesem Problem soll in der vorliegenden Unterrichtseinheit durch die anschließende Kommentierung der oda bilingüe mit dem Titel "Novísima oda a Barcelona" von Goytisolo begegnet werden. Informationen zur Interpretation nutzen Auf diese Weise besteht für die Stammgruppen eine inhärente Motivation, sich intensiv über alle Teilthemen auszutauschen, um zur oda bilingüe Stellung nehmen zu können. Zugleich findet in dieser Weiterverarbeitung des präsentierten und aufgenommenen Wissens, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, eine Vernetzung statt. Es wird allerdings nicht erwartet, dass die Gruppen eine detaillierte Analyse des Fragments aus der "Novísima oda a Barcelona" vornehmen, sondern diese dient vielmehr als Diskussionsanlass über das Erarbeitete. Textalternativen Für die Weiterverarbeitung sind natürlich je nach Interesse und Fokus viele andere Texte denkbar, wie etwa weitere literarische Texte, andere Texte auf katalanisch oder aktuelle Pressemitteilungen. Die Aufgabenstellung der Gruppenarbeit ist so bemessen, dass sie eine komplexe Problemstellung enthält und von den Gruppen zu bewältigen ist. Selbstorganisation und Selbständigkeit Zur Förderung der Kooperationsfähigkeit sollen die Gruppen die Gelegenheit zu einer möglichst hohen Selbstorganisation und Selbständigkeit des Arbeitsprozesses erhalten. Die empirischen Erkenntnisse der Nürnberger Projektgruppe , die ich in meiner Praxis bestätigt gefunden habe, belegen, dass eine größtmögliche Zurückhaltung seitens der Lehrkraft in besonderer Weise förderlich für den Arbeitsprozess der Gruppen ist. Hilfestellung im Hintergrund Jede Interventionen seitens der Lehrkraft hat eine Neuorganisation durch die Gruppe zur Folge: Hinweise müssen aufgegriffen und verarbeitet werden. Da dies für die Gruppen zeitaufwändig ist, sollte stets überlegt werden, ob eine Intervention erforderlich ist, oder ob die Gruppen ihr Problem nicht selbst lösen können. Meist gelingt ihnen dies, und falls sie dennoch Schwierigkeiten haben sollten, besteht für die Gruppen die Möglichkeit, die Lehrkraft anzusprechen. Peer correction geht vor Lehrerkorrektur Im Zusammenhang mit der Spracharbeit kann zunächst auf die peer correction gesetzt und darüber hinaus ein zusätzliches Korrekturangebot je nach Leistungsvermögen der einzelnen Gruppen oder Lerngruppen gemacht werden. Dies erweist sich im Zusammenhang mit den Präsentationen als sinnvoll. Auch können die Präsentationen, sollen sie vorher geübt werden, vor der Lehrerin oder dem Lehrer vorgetragen werden. Spanisch als Arbeitssprache bei der Recherche: kein ausdrückliches Muss Der Fokus der Arbeit in den Expertengruppen liegt zunächst auf der Lesekompetenz. Insofern ist es in dieser ersten Phase verständlich, wenn die Schülerinnen und Schüler das Spanische als Arbeitssprache nicht konsequent einhalten. Meiner Ansicht nach würde die Lernsituation unter Umständen zu komplex geraten, würde man auf Spanisch als Arbeitssprache bestehen. Präsentationsplanung mit Spanisch als Arbeitssprache Anders sieht die Situation in der nachfolgenden Erstellung der Präsentationen aus. Hier ergibt sich aus der inhaltlichen und sprachlichen Vorbereitung heraus ein themenzentrierter Austausch. Das Spanische als Arbeitssprache ergibt sich somit quasi automatisch aus der Vorbereitung. Zudem ist eine Metakommunikation nur gelegentlich erforderlich. Gleichwohl sollten die Gruppen den Gebrauch des Spanischen kontrollieren und die ihnen bekannten Redemittel des español en clase verwenden. Reflexionen über das Spanische als Arbeitssprache Dass die Verwendung des Spanischen als Arbeitssprache in der Partner- oder Gruppenarbeit nicht ohne eine ständige Reflexion gelingt, wissen alle erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Da ich die Rolle eines "watchdog" für sehr unglücklich und nicht sinnvoll halte, erhalten die einzelnen Gruppen in meinem Unterricht für gewöhnlich Zeit für eine kurze Phase, um zu überlegen, wann es ihnen gut gelungen ist, Spanisch zu sprechen, an welchen Punkten es Schwierigkeiten gab und welche Maßnahmen oder Hilfen sie sich für die Verbesserung vorstellen können. Die Auswertung der Gruppenarbeit wird anhand von zwei (maximal drei) unterschiedlichen Positionen durchgeführt. Es ist zu erwarten, dass die Gruppen im Kommentar auf Folgendes Bezug nehmen: Verwendung der zwei Sprachen Kataloniens Historische und politische Veränderungen in der Franco-Diktatur und nach Francos Tod Selbstverständnis der Katalanen: Toleranz und Offenheit gegenüber Immigranten Rechercheergebnisse als Diskussionsansätze Die Aspekte werden die Gruppen wahrscheinlich unterschiedlich werten und gewichten. Sollten die Ergebnisse sich sehr ähneln, kann dies für die Diskussion ebenso fruchtbar sein. Wichtig ist, dass die Stichhaltigkeit der Aussagen auf der Grundlage des erworbenen Wissens diskutiert wird. Fachdiskussion und Ausblick An dieser Stelle können die Kommentare der übrigen Gruppen zur "oda bilingüe" in die Diskussion einbezogen werden. Weiterhin können offene Fragen besprochen und daraus eventuell neue Fragestellungen für den Folgeunterricht entwickelt werden. Abschluss der Einheit: die Evaluation Die Aspekte der Evaluation sind analog zu den Lernzielen der Unterrichtseinheit zu sehen. Der dementsprechend entwickelte Evaluationsbogen soll die Reflexion gezielt lenken und den Ausgangspunkt für das Evaluationsgespräch bilden. Dies bildet das entscheidende Element der Evaluation insofern, als es hier darum geht, Konsequenzen für die weitere Arbeit zu ziehen. Weitergehende Evaluationsergebnisse Neben der Förderung der Methodenbewusstheit, der Reflexion der Kompetenzen in der Internetnutzung, der internetbezogenen Lesestrategien, der Eigentätigkeit und der Kooperationsfähigkeit kann hier weiterer Lernbedarf ermittelt werden. Gleichzeitig erfolgt eine Retroalimentación seitens der Lerngruppe zur Internetrecherche, die Hinweise für die Durchführung weiterer Internetrecherchen ergeben kann. Schließlich bietet sich Raum für die Reflexion der Verwendung des Spanischen als Arbeitssprache in der Gruppenarbeit sowie im Zusammenhang mit der Internetnutzung, um diese mit der Lerngruppe konsequent weiterzuentwickeln.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Angebote vergleichen

Unterrichtseinheit

"Augen auf beim Autokauf ..." In dieser Unterrichtseinheit geht es zwar nur um Modellautos, aber Angebotsvergleiche ähneln sich doch sehr – egal bei welchem Produkt. Vor einem Kauf ist es wichtig, Angebote einzuholen und diese zu vergleichen, um eine adäquate Kaufentscheidung treffen zu können. Dies ist auch für die Schülerinnen und Schüler im privaten Kontext von Bedeutung, zum Beispiel beim Kauf von Handys oder Kleidung. Als Auszubildende in einem kaufmännischen Beruf benötigen sie zudem im Bereich der Beschaffung und im Verkauf Kenntnisse über Angebotsvergleiche, wobei mehrere Faktoren berücksichtigt werden müssen. Der Angebotsvergleich ist dem Themenkreis Geschäftsprozesse im Rahmen der Beschaffung zuzuordnen. Die Unterrichtsstunde beschränkt sich auf den quantitativen Angebotsvergleich mit drei Angeboten. Dieser Vergleich wird am konkreten Beispiel der Beschaffung eines Artikels in der RAND OHG durchgeführt. Eine Binnendifferenzierung erfolgt über den Einsatz der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler als Helfer gegenüber schwächeren Lernenden. Unterrichtsablauf Der Ablauf der Unterrichtsstunde wird detailliert erläutert und die Einbindung der Arbeitsmaterialien beschrieben. Die Schülerinnen und Schüler sollen kriteriengeleitet eine Entscheidung treffen und einen Lieferer auswählen. Grundkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre und der Wirtschaftsinformatik zur Bewältigung eines Beschaffungsprozesses miteinander verbinden. mittels einer Kartenabfrage ihr Vorwissen aktivieren und Arbeitsaufträge gemeinsam und zielgerichtet bearbeiten. sich gegenseitig unterstützen und ihr gemeinsames Vorgehen abstimmen. Thema Angebote vergleichen - rechnergestützte Durchführung Autor Anja Zielitzki Fach Bürowirtschaft, Informationswirtschaft Zielgruppe kaufmännische Berufsschule, Höhere Handelsschule Zeitraum 1 Unterrichtsstunde Technische Voraussetzungen je Schülerpaar ein Computer; Beamer Planung Angebotsvergleich Eckardt et al. 2005: Arbeitsheft Informationswirtschaft, Band 1, 2. durchgesehene Auflage, Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schönigh Winklers GmbH, Darmstadt Nolden, R.-G. et al. (2004): Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen. Band 1, 7. Auflage, Bildungsverlag EINS, Troisdorf In der Mitte des Computerraumes befinden sich Tische, die Computerarbeitsplätze sind außen. Im Eingangsbereich des Computerraumes finden die Schülerinnen und Schüler eine Übersicht mit der Partnereinteilung und welcher der jeweiligen Partner sich am Rechner anmeldet. Zum Einstieg werden Modellautos (Artikel der RAND OHG) von der Lehrkraft hochgehalten oder alternativ auf die mittigen Tische gestellt, um die sich die Schülerinnen und Schüler versammelt haben. Die Lernenden sollen einen Bezug zu den Artikeln der RAND OHG herstellen. Die Lehrkraft informiert über den weiteren Verlauf. Um einen Angebotsvergleich durchführen zu können, ist das Vergleichsschema nötig. Die Schülerinnen und Schüler sollen mittels Kartenabfrage Kriterien notieren, welche für einen quantitativen Vergleich von Angeboten von Interesse sind. Es versammeln sich alle Lernenden vor der Tafel. Die Karten werden von den Schülerinnen und Schülern an die Tafel geklebt und anschließend entsprechend dem Vergleichsschema sortiert. Fehlende Kriterien können von den Schülerinnen und Schülern im mitgebrachten Buch nachgeschlagen und mit entsprechenden Karten ergänzt werden. Das Beispiel zum Angebotsvergleich ist aus dem Buch von "Eckardt et al." (Lehrerhandbuch und Arbeitsheft Band 1) entnommen. Die Lernenden werden aktiv gefordert. Die Sozialform der Partnerarbeit ermöglicht eine selbstständige und kooperative Durchführung des Arbeitsauftrags. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die vorgefertigte Tabelle und tragen dort das gemeinsam erarbeitete Vergleichsschema ein (angebotsvergleich_vorlage.xls). Anschließend führen sie selbstständig den Angebotsvergleich mithilfe des Computers und der Tabellenkalkulation in MS-Excel durch. Die Lehrkraft bereitet inzwischen den Beamer vor. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt über den zentralen Computer der Lehrkraft und über den Beamer. Ein Paar stellt ihren Angebotsvergleich vor. Diese Datei wird auf den zentralen Rechner übertragen. Einer der Partner erklärt die Vorgehensweise, die von dem anderen Partner schrittweise am Computer gezeigt wird (einschließlich der Formeln). Das Paar nennt und begründet ihre Auswahlentscheidung für einen Anbieter. Für die übrigen Paare besteht die Möglichkeit ihre eigene Erarbeitung zu ergänzen. Anschließend ist der Angebotsvergleich zu speichern und für die Unterlagen auszudrucken. Die Kartenabfrage wird mithilfe eines Stimmungsbarometers reflektiert. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich erneut bewegen und können ihre Meinung äußern. Die Schülerinnen und Schüler nennen und erläutern, welche qualitativen Kriterien zur Unterstützung einer Entscheidung für einen Anbieter wichtig sind.

  • Orga / Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II

Geheimdienste

Unterrichtseinheit

Der Bundesnachrichtendienst (BND) übernimmt in Deutschland die Aufgaben des Geheimdienstes. In den letzten Monaten geriet er durch verschiedene Affären in das Blickfeld der Öffentlichkeit.Der Bundesnachrichtendienst hat als einziger Auslandsnachrichtendienst Deutschlands die Aufgabe, Informationen zu sammeln und auszuwerten, die zur Gewinnung von Erkenntnissen über das Ausland, die von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung sind, notwendig sind. Diese Informationen werden der Bundesregierung übermittelt und erstrecken sich auf viele Themenbereiche. Das Blickfeld der Öffentlichkeit wird dabei eigentlich gemieden. Aber Anfang des Jahres 2006 sorgten zunächst die Aktivitäten deutscher Geheimdienst-Agenten im Irak für Aufsehen. Woraufhin die Medien ausführlich diskutierten, welche Rolle der Bundesnachrichtendienst bei der Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri durch die "Central Intelligence Agency" (CIA) gespielt hat.Die Schülerinnen und Schüler sollen die drei deutschen Nachrichtendienste und deren Hauptaufgaben erläutern. die Entstehungsgeschichte sowie Strukturen und Aufgaben des BND beschreiben. die Geheimdienste der USA und Großbritanniens und deren geschichtliche Hintergründe kurz erklären. Informationen über das Internet recherchieren und diese kritisch bewerten. Thema Geheimdienste Autor Michael Bornkessel Fach Politik, Sozialwissenschaften Zielgruppe Sek I und II, ab Klasse 8 Zeitaufwand je nach Intensität und Schwerpunktsetzung 1-3 Stunden Medien je ein Computer mit Internetnutzung für 2 Schülerinnen und Schüler Zuletzt kam heraus, dass der Bundesnachrichtendienst jahrelang Journalisten bespitzelt und gezielt angeworben hat. Der BND wollte herausfinden, wie Journalisten an Informationen herangekommen sind, die eigentlich hätten intern bleiben sollen. Außerdem interessierte den Bundesnachrichtendienst, was mit diesen Informationen geschieht und durch welche Bundesnachrichtendienstquellen die Medien die Informationen erhalten haben. Doch das war rechtswidrig, denn eine Anweisung des damaligen Bundesnachrichtendienst-Präsidenten Hansjörg Geiger von Mai 1998 gibt eindeutig vor: "Grundsätzlich gibt es keine operative Nutzung von deutschen Medienvertretern." Die Presse spekuliert nun darüber, inwieweit die BND-Spitze und das Bundeskanzleramt über diese Praxis informiert waren. Daher soll ein Untersuchungsausschuss des Bundestages Licht ins Dunkel der Affären bringen und die Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst überprüfen. Doch was hat es mit dem Bundesnachrichtendienst überhaupt auf sich? Drei deutsche Nachrichtendienste Der Bundesnachrichtendienst ist nur einer von insgesamt drei deutschen Nachrichtendiensten. Die beiden anderen sind das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Militärische Abschirmdienst (MAD). Daneben gibt es noch einige weitere Behörden, die sich mit Nachrichtenbeschaffung und Aufklärung beschäftigen. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, die Aufgaben der unterschiedlichen Einrichtungen zu trennen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat seinen Sitz in Köln und arbeitet laut Gesetz nur im Inland. Es ist gemeinsam mit den Landesbehörden für Verfassungsschutz (LfV) oder entsprechenden Abteilungen der jeweiligen Innenministerien unter anderem dafür verantwortlich, "Auskünfte, Nachrichten und sonstige Unterlagen" über Aktivitäten zu sammeln und auszuwerten, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder gegen den Bestand und die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gerichtet sind." Das BfV ist darüber hinaus auch dafür zuständig, "geheimdienstliche Tätigkeiten für eine fremde Macht" aufzudecken, das heißt Wirtschafts- und politische Spionage zu bekämpfen und beim Geheim- und Sabotageschutz mitzuwirken. Der Militärische Abschirmdienst Die Arbeit des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) ist, wie der Name bereits vermuten lässt, auf das Militär beschränkt. So wie das Bundesamt für Verfassungsschutz ist er nur im Inland tätig und allgemein für die Aufgaben zuständig, die das BfV außerhalb der Bundeswehr erfüllt. Das heißt, er sammelt Erkenntnisse über verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der Bundeswehr und über Bestrebungen gegen die Bundeswehr von außen, zum Beispiel durch Spionage. Außerdem überprüft er Personen auf ihre Zuverlässigkeit, die dienstlich mit geheimhaltungsbedürftigen Dokumenten zu tun haben. Den BND gibt es seit dem 1. April 1956, er ist der deutsche Auslandsnachrichtendienst. Seine Vorläuferorganisation war die "Organisation Gehlen", benannt nach ihrem Gründer, dem ehemaligen Generalmajor der Wehrmacht Reinhard Gehlen. Er und Reste des Stabes "Abteilung Fremde Heere Ost" hatten bereits 1946 unter der Bezeichnung "Organisation Gehlen" für amerikanische Dienststellen im Bereich der militärischen Ostaufklärung gearbeitet. Der Bundesnachrichtendienst als Behörde Der Bundesnachrichtendienst ist eine Bundesoberbehörde, die dem Bundeskanzleramt unterstellt ist. Dort ist die Abteilung 6 ("Bundesnachrichtendienst; Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes") für den Bundesnachrichtendienst zuständig, deren Leiter bekleidet gleichzeitig das Amt des Geheimdienstkoordinators. Seit dem 1. Dezember 2005 ist dies Klaus-Dieter Fritsche (CSU). Sein unmittelbarer Vorgänger, Ernst Uhrlau, wurde zum selben Datum der neue Bundesnachrichtendienstpräsident. Wer kontrolliert den Bundesnachrichtendienst? Der Bundesnachrichtendienst untersteht politisch also dem Bundeskanzleramt, beziehungsweise dem dortigen Geheimdienstkoordinator, und gehört damit im weiteren Sinne zur Regierung. In einem demokratischen Rechtsstaat kontrolliert die Legislative, das Parlament, die Arbeit der Exekutive. Der Bundesnachrichtendienst ist, so vertraulich seine Arbeit auch sein mag, keine Ausnahme. Bundestags-Gremium Im Bundestag gibt es daher ein spezielles Gremium, das so genannte Parlamentarische Kontrollgremium (PKG). Seine Mitglieder, allesamt Abgeordnete der im Bundestag vertretenen Parteien, kontrollieren die Arbeit der deutschen Geheimdienste, die dem Bund unterstehen: das Bundesamt für Verfassungsschutz, der Militärische Abschirmdienst und natürlich auch der Bundesnachrichtendienst. Dabei sind die Parlamentarischen Kontrollgremiums-Mitglieder zur Verschwiegenheit, auch gegenüber den anderen Mitgliedern des Bundestags, verpflichtet. Gesetzliche Grundlage Die gesetzliche Grundlage bildet das "Gesetz über die parlamentarische Kontrolle nachrichtendienstlicher Tätigkeit des Bundes". Dabei ist das Parlamentarische Kontrollgremium wesentlich jünger als der Bundesnachrichtendienst, es wurde erst 1978, damals als "Parlamentarische Kontrollkommission", eingerichtet. Sein Vorläufer war das so genannte "Parlamentarische Vertrauensmännergremium", das der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer 1956 ins Leben gerufen hatte. Dieses Gremium arbeitete aber lediglich auf Grundlage einer informellen Absprache zwischen der Bundesregierung und den Bundestagsfraktionen. 1999 wurde die Kommission durch das Kontrollgremiumgesetz (PKGrG) grundlegend erneuert, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet und umbenannt. Vorschriften Organisation, Aufgaben und Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes regelt das "Gesetz über den Bundesnachrichtendienst" (BNDG). Demnach ist der Bundesnachrichtendienst dafür zuständig, sicherheits- und außenpolitisch relevante Informationen aus dem beziehungsweise über das Ausland zu beschaffen und diese auszuwerten. Die gewonnenen Erkenntnisse leitet die Behörde der Bundesregierung weiter. Sie gibt dem BND auch die Aufklärungsschwerpunkte vor. Etat und Sitz Der Bundesnachrichtendienst hat einen Jahresetat von rund 430 Millionen Euro und beschäftigt insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter (Stand 2005). Seine beiden Hauptstandorte sind derzeit in Pullach bei München und in Berlin. Allerdings wurde bereits 2003 beschlossen, den Stammsitz in Pullach aufzugeben und die ganze Behörde bis zum Jahr 2011 nach Berlin zu verlegen. Dieses Vorhaben ist allerdings ins Stocken geraten, da sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weigern, nach Berlin umzuziehen. Aufgaben In insgesamt acht Abteilungen erfüllen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedene Aufgaben. Dabei sind die Abteilungen 1 ("Operative Aufklärung") und 5 ("Operative Aufklärung / Auswertung - Organisierte Kriminalität und Internationaler Terrorismus") sowie 2 ("Technische Beschaffung") und 3 ("Auswertung") von besonderer Bedeutung: Abteilung 1 In Abteilung 1 verrichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "klassische nachrichtendienstliche Arbeit", so der Bundesnachrichtendienst auf seiner Internetseite. Darunter wird "die Gewinnung von geheimen Informationen mit menschlichen Quellen" verstanden. Der Bundesnachrichtendienst bezeichnet diese Arbeitsmethodik auch als HUMINT, ein Begriff, der auf das englische "Human Intelligence" zurück zu führen ist. Schwerpunkte der operativen Informationsbeschaffung sind, so der BND in seiner Selbstdarstellung, politische, wirtschaftliche, militärpolitische und technisch-wissenschaftliche Themen. Aufgrund der Komplexität und der stark zugenommenen globalen Vernetzung arbeitet diese Abteilung eng mit den Nachrichtendiensten anderer Länder zusammen. Abteilung 2 In Abteilung 2 spielt die Technik die Hauptrolle, das heißt hier gewinnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Informationen mit technischen Mitteln. Der Bundesnachrichtendienst bezeichnet diese Fernmelde- und elektronische Aufklärung auch als SIGINT ("Signal Intelligence"). Dabei filtern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die internationalen Kommunikationsströme, auch verschlüsselte, und suchen dort nach brauchbaren Informationen. Abteilung 3 Abteilung 3 bildet, laut Bundesnachrichtendienst "den Start- und Endpunkt der gesamten nachrichtendienstlichen Arbeitskette im Bundesnachrichtendienst. Sie dient als Drehscheibe für Auftragseingang und -erfüllung." Hier werden die Aufklärungsaufträge der Bundesregierung in konkrete "Beschaffungsaufträge" für die Abteilungen 1, 2 und 5 umgesetzt. Die Nachrichten, die die drei Abteilungen gewinnen, werden hier mit weiteren Informationen zusammengeführt und anschließend analysiert. Abteilung 5 Abteilung 5 konzentriert sich speziell auf "transnationale Phänomene", wie den internationalen Terrorismus und die organisierte Kriminalität. Entstehung und Aufgaben Die Central Intelligence Agency (CIA) ist der wohl bekannteste und berüchtigste Geheimdienst der Welt. US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnete am 18. September 1947 den "National Security Act" und gründete damit die Nachfolgeorganisation der "Central Intelligence Group" (CIG) aus dem Zweiten Weltkrieg. Die CIA ist, genau wie der Bundesnachrichtendienst, ein Auslandsnachrichtendienst. Ihre Aufgabe besteht also ebenfalls darin, nicht frei zugängliche Informationen aus dem Ausland zu beschaffen und auszuwerten. Dazu setzt die CIA Agenten ein und arbeitet mit den Nachrichtendiensten befreundeter Staaten zusammen. Die so gewonnenen Erkenntnisse stellt die CIA der US-Regierung zur Verfügung. Der "National Security Council" (NCS) gibt der CIA die grundlegenden Ziele der Aufklärungsarbeit vor. Sie hat ihren Sitz in Langley, Virginia. Neustrukturierung nach dem 11. September Seit dem Jahr 2004 untersteht die CIA dem Direktor der Nationalen Aufklärungsdienste ("Director of National Intelligence" - DNI), dem ehemaligen US-Botschafter im Irak, John Negroponte. US-Präsident George W. Bush hat die Strukturen der CIA nach dem 11. September 2001 neu geordnet und das Amt geschaffen. Je ein Geheimdienstausschuss des Senats ("U.S. Senate Select Committee on Intelligence") und des Repräsentantenhauses ("U.S. House Permanent Select Committee on Intelligence") kontrollieren die CIA. Im Gegensatz zu anderen US-Behörden muss die CIA ihren Haushalt nicht veröffentlichen und gibt auch keine genauen Mitarbeiterzahlen an. Geheime Einsätze Die CIA-Agenten können andere Mittel einsetzen, als dies BND-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich ist. So ist es deutschen Agenten beispielsweise untersagt, verdeckte Operationen durchzuführen. CIA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammeln dagegen nicht nur Informationen, sie streuen auch Falschmeldungen und führen selbst Anschläge durch. Als das bekannteste Beispiel gilt die fehlgeschlagene Invasion 1961 in der Schweinebucht von Kuba, mit der Fidel Castro gestürzt werden sollte (Operation Zapata). Bis heute ist allerdings nicht zweifelsfrei geklärt, wie stark die CIA die gescheiterte Landung von rund 1.500 exilkubanischen Soldaten wirklich geplant und finanziert hat. Angeblich soll die CIA auch an der Ermordung des legendären Revolutionärs Che Guevara 1967 in Bolivien beteiligt gewesen sein. Vor dem zweiten Weltkrieg Die Wurzeln des britischen Auslandsnachrichtendienstes reichen weit in die Vergangenheit zurück: Bereits im 16. Jahrhundert baute Sir Francis Walsingham (1532-1590) ein ausgeklügeltes Spionagesystem auf und konnte so mehrere Attentate auf Elisabeth I. (1558-1603) vereiteln. Institutionalisiert wurde der britische Auslandsgeheimdienst allerdings erst 1909. Damit reagierte die britische Regierung auf die wachsende Bedrohung durch Deutschland, das zu Lande und vor allem zur See militärisch stark aufrüstete. Das damals eingerichtete "Secret Service Bureau" hatte den Auftrag, ausländische Spionage in Großbritannien zu bekämpfen ("Home Section") und gleichzeitig im Ausland Informationen zu sammeln ("Foreign Section"). Aus der "Home Section" entstand später der britische Inlandsgeheimdienst ("Security Service" - MI5), aus der "Foreign Section" im Jahr 1922 der "Secret Intelligence Service", der auch unter dem Namen MI6 bekannt ist. Hauptsitz des SIS ist Vauxhall Cross in London. Nach dem zweiten Weltkrieg Nach den beiden Weltkriegen und daraus resultierenden Neuausrichtungen wurde der SIS während des "Kalten Kriegs" vor allem durch James Bond weltweit bekannt. Dabei war der reale SIS nicht immer so erfolgreich wie sein Filmheld. Bis in die 1960er Jahre gelang es der Sowjetunion immer wieder, eigene Spione in den Reihen des SIS zu positionieren und wichtige Informationen zu gewinnen. In der zweiten Hälfte des "Kalten Krieges" konnte der SIS die Sicherheitslücken schließen und ihm gelang es seinerseits, sowjetische Doppelagenten zu rekrutieren. Das wahre Ausmaß der Aktivitäten in dieser Zeit bleibt aber weitgehend unbekannt. Dass der SIS überhaupt existiert, gab die britische Regierung erst 1994 zu. Die Verantwortlichen Der Premierminister ist für alle nachrichtendienstlichen Belange verantwortlich und wird dabei vom Kabinettsminister unterstützt. Jeweils ein Direktor leitet die verschiedenen britischen Geheimdienste, die dem zuständigen Ministerium - für das SIS das Außenministerium - persönlich verantwortlich sind. Die gesetzliche Grundlage des SIS ist der "Intelligence Services Act" von 1994. Damit wurde auch ein parlamentarisches Kontrollgremium, das "Intelligence and Security Committee" (ISC), eingerichtet. Dieses Gremium, dem insgesamt neun Parlamentarier des Unter- und Oberhauses angehören, kontrolliert die drei britischen Geheimdienste und erstattet dem Premierminister mindestens einmal jährlich Bericht.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Präsentationen sinnvoll animieren

Unterrichtseinheit

Die angemessene Gestaltung einer Präsentation ist gar nicht so einfach. Eine heikle Gestaltungsfrage ist stets die Einbindung animierter Schrift- und Grafik-Elemente. Hier kann man nämlich leicht zu viel des Guten tun. Der Entwurf einer Präsentation mit PowerPoint gehört zum Standard-Know-how kaufmännisch orientierter Berufe. Der steigende Legitimierungsbedarf des eigenen Handelns in Unternehmen und auch von außen macht es immer häufiger erforderlich, über Präsentationen eigene Positionen zu verdeutlichen. Der erfolgreiche Umgang mit Präsentationsmedien ist deshalb eine wichtige Befähigung im beruflichen Alltag eines kaufmännischen Mitarbeiters. Die Unterrichtsstunde kann Teil einer Unterrichtsreihe sein, in der Schülerinnen und Schüler arbeitsteilig zu "Grundlagen der EDV" eigene Präsentationen erstellen. Die vorgestellte Unterrichtsstunde kann aber problemlos in anderen Kontexten genutzt werden. Die Stunde dient dazu, Gütekriterien für den Einsatz von Animationen zu entwickeln und umzusetzen. Die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen in der Folgestunde auf von Schülern und Schülerinnen selbst erstellte Präsentationen angewendet werden. Die Stunde ist so konzipiert, dass die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler, Informationen aufzunehmen und zielorientiert zu verarbeiten, gestärkt wird. Ablauf des Unterrichts und Einsatz der Materialien Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung der Stunde ist die grundlegende Kenntnis über die Erstellung von Präsentationen in MS PowerPoint (Erstellung von Präsentationen mit der Folienlayoutfunktion, zwischen Ansichten wechseln, Folien verschieben, kopieren, löschen). Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Gütekriterien für den Einsatz von Animationen und können diese bei der Gestaltung einer Präsentation anwenden. erkennen, wann Animationen angemessen oder unangemessen sind. lernen mit einem MS Office-Tool umzugehen. trainieren ihre Fähigkeit, sich aufgrund schriftlicher Anweisungen eine Anwendungstechnik anzueignen. sammeln erste Erfahrungen, wie man mit einem Beamer angemessen präsentiert. Titel Präsentationen sinnvoll animieren Autorin Dr. Gabriele Rother Fächer Wirtschaftsinformatik, Informationswirtschaft, Organisationslehre Zielgruppe Kaufmännisch orientierte Bildungsgänge Zeitumfang Eine Unterrichtsstunde Technische Voraussetzungen Mindestens ein Computer für drei Lernende, MS PowerPoint 2003, Beamer Planung Verlaufsplan Animation Der Einstieg in den Unterricht erfolgt über eine schlecht gestaltete Präsentation (Präsentation in action.ppt). Die Präsentation soll den Schülern und Schülerinnen verdeutlichen, dass diese Art der Animation nicht geeignet ist, um angemessen Inhalte zu transportieren. Die Schüler und Schülerinnen werden motiviert, ihre Kritik an der vorgestellten Präsentation zu äußern. Sie halten ihre Beiträge an der Tafel fest. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in dieser Phase in Dreiergruppen. Sie erhalten ein Arbeitsblatt mit Informationen zu einer der hier ausgewählten Animationsmöglichkeiten. Ziel ist es, dass die Schüler und Schülerinnen eine Präsentation (Textanimation.ppt, Animationsschema.ppt, Folienübergang.ppt) mithilfe vorgegebener Informationen animieren. Die Klasse bearbeitet die Aufgaben arbeitsteilig und in Parallelgruppen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, Tipps zur erfolgreichen Gestaltung von Animationen auf der Rückseite des Arbeitsblattes zu sammeln. Drei Gruppen stellen ihre jeweiligen Ergebnisse am Beamer vor. Nach der Darstellung ihrer animierten Präsentation benennen diese Gruppen Gütekriterien für die Animation von Präsentationen. Diese Kriterien werden an der Tafel festgehalten. Die Schülerinnen und Schüler tragen die gesammelten Ergebnisse auf der dafür vorgesehenen Rückseite ihres Arbeitszettels ein. Die Stunde kann in einer Hausarbeit münden, wenn die Schülerinnen und Schüler eigene Präsentationen ausarbeiten. Der Arbeitsauftrag lautet, Ideen zu erarbeiten, wie die eigene Präsentation auf der Basis der entwickelten Gütekriterien angemessen gestaltet werden kann. In der Folgestunde sollen die Schüler und Schülerinnen gemäß des Gruppenmixverfahrens (jeweils ein Schüler/eine Schülerin aus Gruppe 1, 2 und 3) ihre Ideen für eine gute Präsentation in einer eigenen Präsentation verarbeiten.

  • Informationstechnik
  • Sekundarstufe II

Unternehmensprojekt: Schülerzeitung

Unterrichtseinheit

Das Zeitungsprojekt verknüpft zwei Themenbereiche miteinander: die Herstellung einer eigenen Zeitung und das kindgerechte Erleben unternehmerischen Handelns. Das eigenverantwortliche Handeln der Schülerinnen und Schüler nimmt hierbei einen großen Raum ein und fördert so in hohem Maße ihre Selbstständigkeit. Die Schulkinder lernen die Berufsgruppen und die Tätigkeitsbereiche eines Zeitungsunternehmens kennen. Sie ordnen sich ihren Fertigkeiten und Kenntnissen entsprechend einer Berufsgruppe zu und arbeiten für die eigene Zeitung in diesem Bereich. So lernen sie am eigenen Beispiel wie ein Unternehmen funktioniert. Durch das Unternehmensprojekt Schülerzeitung werden die Schülerinnen und Schüler zu unternehmerischem Denken angeregt und zu wirtschaftlichem Handeln motiviert. Das gemeinsame Projekt erfordert viel Teamarbeit und eigenverantwortliches Handeln, so dass hier besonders der Klassenzusammenhalt wie auch soziale Kompetenzen und die Selbstständigkeit der Kinder gefördert werden. Unterrichtsverlauf Das Unterrichtsprojekt "Schülerzeitung" ist organisiert als Lernwerkstatt mit Werkstattkarten für die einzelnen Berufsgruppen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen zu unternehmerischem Denken angeregt werden. selbstständig und eigenverantwortlich ein kleines Unternehmen gründen. ökonomische Prozesse kennen lernen. wirtschaftliche Konzepte umsetzen. eine Kostenkalkulation durchführen. selbstständig in Einzel- oder Partnerarbeit Beiträge für die Zeitung verfassen und gemeinsam überarbeiten. eigene und / oder fremde Texte überarbeiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Rechercheinstrument kennen und gebrauchen lernen. mit dem Computer Werbeplakete und Zeitungsseiten gestalten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Fertigkeiten und Kenntnisse erkennen und diese produktiv in die gemeinsame Arbeit einbringen. eigenverantwortlich Teilaufgaben des Projektes übernehmen. Thema Zeitungsprojekt Autorinnen Silke Sobotta, Christiane Biskup Fächer fächerübergreifend, Deutsch, Mathematik, Sachunterricht Zielgruppe ab Klasse 3 Zeitraum circa 4 Wochen Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang Sonstige Voraussetzungen Textprogramm, Grafik- und Bildbearbeitungsprogramm Materialien Auszüge aus "Unternimm was mit Paula", dem Grundschulkoffer zur Selbstständigkeit von Go to school! - ausgezeichnet mit dem Quandt-Preis des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln Zu Beginn des Projekts planen die Schülerinnen und Schüler eine eigene Zeitung zu erstellen. Sie überlegen, wie ein Zeitungsunternehmen aufgebaut ist, welche verschiedenen Berufe in einem solchen Unternehmen vertreten sind und welche Aufgaben jede Berufsgruppe übernimmt. Anhand der Auftragskarte A.7 lernen die Kinder die einzelnen Arbeitsbereiche kennen und besprechen die Aufgabenbeschreibungen. Das Schaubild kann durch die Ideen der Kinder ergänzt werden. Durch den Einsatz von Kindersuchmaschinen recherchieren sie im Internet. Planung In Kleingruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler mithilfe einer Umfrage, welche Rubriken ihre Zeitung enthalten soll. Sie einigen sich darauf, wieviele Seiten die Zeitung umfassen soll. Geschäftsplan Die Klasse entwirft gemeinsam einen Geschäftsplan. Die Arbeitskarte Geschäftsplan zeigt beispielhaft wie ein möglicher Geschäftsplan aussehen könnte. Die Schülerinnen und Schüler stellen beispielsweise die Adressatengruppe zusammen. schätzen die Marktsituation ein. recherchieren Informationen über die Konkurrenten. planen die Finanzierung. entwickeln Ideen für die Eigendarstellung. Titel der Zeitung Der Name für die Zeitung wird entweder durch die Klasse selbst bestimmt oder durch eine Ausschreibung, die mehrere oder auch alle Schulklassen mit einbezieht. Der Favoritenvorschlag jeder Klasse kommt dann in die nähere Auswahl. Die unten stehenden Listenpunkte zeigen Beispiele für Arbeitsgruppen und deren Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler ordnen sich den Arbeitsgruppen zu und bearbeiten die Themengebiete. Zur internen Kommunikation vereinbaren sie, regelmäßig Redaktionssitzungen abzuhalten. Finanzierung Sponsoren finden, Kostenkalkulation, Gewinnverwendung (beispielsweise für Klassenfeier, Freiarbeitsmaterial, Pausenspiele, Klettergerüst oder soziale Projekte) Reporter/Journalisten/Fotografen beispielsweise Interviews durchführen, Beiträge schreiben, fotografieren Redaktion lesen und überarbeiten der Beiträge, eine Auswahl an Beiträgen treffen Grafik/Layout Titelblatt, Seitengestaltung, künstlerische Beiträge Werbung Plakate malen, Werbeanzeigen schalten, organisieren, Werbesprüche überlegen Druck/Verkauf Vorbestellungen einholen, Arbeitsschritte planen, Papier und Druckerpatronen beschaffen Gemeinsam wird über das Projekt und seine Fortführung reflektiert. Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Ideen zusammen. Können sie beispielsweise ihre Zeitung im Internet veröffentlichen? Wie können regelmäßige Ausgaben geplant und finanziell abgesichert werden?

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Ich und meine Welt
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Die Grundlagen des Islam

Unterrichtseinheit

Der Begriff "Islam" ist allen Schülerinnen und Schülern aus den Nachrichten hinreichend bekannt, der persönliche Umgang mit Musliminnen und Muslimen in der Schule ist alltäglich. Dennoch fehlt es häufig an elementaren Kenntnissen über die Religion des Islam. Diese Einheit vermittelt Grundwissen. Obwohl der Islam bereits in der Sekundarstufe I auf dem Lehrplan steht, ist das tatsächliche Wissen über den Islam eher rudimentär. Meinungen, Wissen und Vermutungen mischen sich. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler eingehende Kenntnisse über das Verbreitungsgebiet des Islam oder Mohammeds Biographie besitzen. Mit dem Islam verbinden sie in erster Linie die Türkei und arabische Staaten. Um an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen sind außerdem Kenntnisse über die Moschee, den Koran und die fünf Säulen des Islam wichtig. In zwei Doppelstunden erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die Grundlagen des Islam. In einem Lernweg-Heft notieren sie ihre Ergebnisse. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden, eventuell fächerübergreifend. Ebenso gibt es regionale Fragestellungen, die den Lebensweltbezug herstellen können, wie zum Beispiel der Bau einer Moschee in der Gemeinde oder Stadt. Didaktische Überlegungen Hier werden einige didaktische Überlegungen zu Themenauswahl und Einbindung in den Unterricht erläutert. Unterrichtsablauf: "Islam und Mohammed" In der ersten Doppelstunde werden alle Inhalte des Themas "Grundlagen des Islam" zunächst reduziert betrachtet. Unterrichtsablauf: "Koran, fünf Säulen und Moschee? In der zweiten Doppelstunde wird das Thema "Moschee" zunächst nur in religionskundlicher Hinsicht betrachtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zum Islam auffrischen. das Verbreitungsgebiet des Islam darstellen können. das grundlegende Gottesbild des Islam verstehen. den Offenbarungsweg und das Übersetzungsverbot des Korans kennen lernen. die fünf Säulen des Islam und das Verhalten von Muslimen in der Moschee kennen lernen. Bibel und Koran, Jesus Christus und Mohammed, Kirche und Moschee miteinander vergleichen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Fragen zum Islam formulieren. aus dem Internet allgemeine Informationen zum Islam, zur Biografie Mohammeds, zum Koran, den fünf Säulen des Islam und der Moschee auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg") festhalten und präsentieren. Thema Grundlagen zum Islam Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler Planung Verlaufsplan Islam 1 Verlaufsplan Islam 2 Das Thema "Islam" ist von hoher Gegenwartsrelevanz für die Schülerinnen und Schüler, da eine ständige Medienberichterstattung stattfindet. Diese fokussiert sich meist auf aktuelle Problemfelder wie Terrorismus, "Ehrenmorde", Kopftuch oder diskutiert beispielsweise die Errichtung muslimischer Moscheen. Den Schülerinnen und Schülern können auch die Medienberichte über angebliche "Koran-Schändungen" und die heftigen Reaktionen der muslimischen Welt noch im Gedächtnis sein. Zudem gibt es bei den Lernenden einen hohen Lebensweltbezug, sei es durch die eigene Geschichte (eher im Ethik- als im Religionsunterricht) oder durch Freunde und Bekannte. Bei den Schülerinnen und Schülern ist demnach eine Fragehaltung gegenüber dem Islam zu erwarten. Wie aktuelle Zeitungsmeldungen betonen, ist die derzeitige Haltung vieler Deutscher dem Islam gegenüber eher ablehnend. Aktuelle Schlagzeilen lauten zum Beispiel: "Deutsche fühlen sich durch Islam bedroht" oder "Demo gegen Moschee: Rechte marschierten mit". Um sich in der zukünftigen Gesellschaft zurechtzufinden und an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen auf lokaler Ebene ist es darüber hinaus Voraussetzung, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was in einer Moschee überhaupt geschieht. Zentral dafür sind auch Kenntnisse über den Koran und die fünf Säulen des Islam. Exemplarität Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über wesentliche Grundlagen des Islam, insbesondere über die Themen "fünf Säulen des Islam" und "Moschee". Zugänglichkeit Die Themen "Grundlagen des Islam", "Koran", "fünf Säulen des Islam" und "Moschee" sind für die Schülerinnen und Schüler zunächst abstrakter Natur. Durch die Auswahl gut verständlicher Internetseiten soll die Zugänglichkeit verbessert werden. Diese Quellen tragen unter anderem durch das verwendete Bildmaterial zu einer höheren Anschaulichkeit und verbesserten Motivation bei. Dies gilt insbesondere beim Thema "Moschee". In der ersten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie mit Fotos einer Moschee und betender Muslime aufgelegt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren, ihr Vorwissen und ihre affektive Haltung zum Islam aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und erste Gedanken zum Islam äußern. In der folgenden Konzentrationsphase haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Vorwissen. Sie halten für sich selbst im Lernweg-Heft die Antworten auf die Fragen "Was weiß ich vom Islam?", "Was will ich wissen?", "Was stört mich am Islam?" und "Was finde ich gut?" fest. In der Sammelphase nennen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihr Vorwissen und äußern ihre Fragen zum Islam. Die Lehrkraft notiert diese in Stichpunkten auf drei verschiedenen Plakaten. Diese Plakate zeigen gegebenenfalls den speziellen Informations- oder Diskussionsbedarf der Schülerinnen und Schüler. Die Plakate werden im Verlauf der Unterrichtsreihe als Einstieg in neue Themengebiete verwendet. Die Lehrkraft sollte auf die Vielschichtigkeit und Differenziertheit des Islam hinweisen, zum Beispiel auf das umfassende Verbreitungsgebiet und die Richtungen innerhalb des Islam. Auf die Plakate wird auch am Ende der Unterrichtsreihe noch einmal zurückgegriffen, um den Lernfortschritt zu überprüfen. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit allgemeine Informationen zum Islam aus dem Internet aus. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorstunde bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft aufgeblendet. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islam ist. Zur Sicherung lösen die Schülerinnen und Schüler ein mit HotPotatoes erstelltes Kreuzworträtsel. Hier können die Schülerinnen und Schüler selbstständig überprüfen, welche Informationen sie behalten haben. Bei Unsicherheiten bietet das Programm Tipps an. Offene Fragen werden anschließend im Plenum geklärt. Vor der anschließenden zweiten Informationsphase werden die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Spielkarten in drei Informationsgruppen (Pik, Herz, Karo) eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen werden Paare gebildet, die sich anhand ausgewählter Links über die Bedeutung der Propheten im Islam und über die Biografie Mohammeds informieren. Die Ergebnisse dieser arbeitsteiligen Partnerarbeit halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Paare, die die Informationsauswertung frühzeitig fertiggestellt haben, können ihr Wissen in einem digitalen Kreuzworträtsel überprüfen. Zu der folgenden Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Spielkarten (7, 8, 9, 10, Bube …) in neuen Gruppen zusammen. In diesen Gruppen erklären sie einander die Ergebnisse ihrer Partnerarbeit. Sie ergänzen ihre eigenen Informationen gegebenenfalls um die Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum den Propheten Mohammed mit Jesus Christus. In der Motivationsphase wird den Schülerinnen und Schülern ein Koranexemplar gezeigt. An der Tafel werden die in der Vorwoche erstellten Stichwort-Plakate angebracht. Anhand des Koranexemplars können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase ihr Vorwissen zum Koran äußern. Mitschülerinnen und Mitschüler mit einem eigenen Lebensweltbezug zur Ausübung der Religion sollten in den Unterricht eingebunden werden. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum Koran aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft beziehungsweise auf einer Overheadprojektor-Folie fest. Auf geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Schnelle Schülerpaare überprüfen ihr Wissen mittels eines Kreuzworträtsels. So kann der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen werden. Ein Schülerpaar präsentiert nun seine Ergebnisse im Plenum. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Im Unterrichtsgespräch findet ein kurzer Vergleich zwischen Koran und Bibel statt. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorwoche bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft projiziert. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islams ist. Auch hier sollten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht eingebunden werden. Vor der zweiten Informationsphase werden die Schülerpaare durch farbige Zettel in fünf Gruppen eingeteilt. Die Schülerinnen und Schüler werten nun in arbeitsteiliger Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu je einer Säule des Islam aus. Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest. Geeignete Internetseiten entnehmen sie der Power-Point-Datei "Lernweg Islam Grundwissen". In der Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Nummern auf den farbigen Zetteln in neuen Gruppen zusammen. Sie erklären in der Gruppe ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Ergebnisse zu "ihrer" Säule des Islam. Anschließend hören sie den Erklärungen der anderen Mitglieder zu und ergänzen ihr Lernweg-Heft um die Informationen zu den anderen Säulen. In einer dritten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet über Moscheen. Die aus den in der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" angegebenen Links entnommenen Informationen halten sie im Lernweg-Heft fest. Bei diesem Thema bietet sich eine Recherche der Moscheen in der näheren Umgebung an. Es gibt vielleicht Mitschülerinnen und Mitschüler, die hier eigene Erfahrungen einbringen können. Abschließend sichern die Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen durch die Bearbeitung eines digitalen Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Sollten zeitliche Probleme auftreten, lösen die Schülerinnen und Schüler das Kreuzworträtsel als Hausaufgabe. Dazu wird ihnen die Datei per E-Mail zugesandt. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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