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In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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  • Schulstufe2
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Was ist Moral?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Was ist Moral?" nähern sich die Schülerinnen und Schüler dem Moralbegriff an. Sie erfahren damit erste Schritte in die Methodik des Ethikunterrichts sowie in die fachspezifische Sprache. Um Moral als Gemeinschaft konstituierendes Verhalten und Ethik als reflektierendes Instrument in der Schule zu konstituieren, bedarf es eines Bewusstseinsprozesses, der sich an Inhalt und Methoden der Disziplin "Ethik" entfaltet. Den theoretischen moralphilosophischen Überlegungen wird zur Einführung eine moderne Auseinandersetzung mit ethischen Themen vorangestellt, die auf die klassischen ethischen Problemstellungen verweist. Das Thema "Was ist Moral?" im Unterricht Die durchführende Lehrkraft sollte einen groben Überblick über Leo Hickmans Buch haben. Hickman bearbeitet im Rahmen seines Selbstversuches grundsätzliche ethische Fragestellungen, und zwar in Bezug auf die Probleme der Postmoderne: Konsum, Unternehmensführung, Ökologie, Verflachung sozialer Ordnungen sowie Globalisierung. Die Grundlagen ethischen Urteilens, die dabei erarbeitet werden, finden sich jedoch seit Aristoteles. Diesen Bogen sollte die Lehrkraft im Hinterkopf haben, um entsprechende Schülerbeiträge aufgreifen zu können. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler können erkennen, dass moralische Regeln Gewohnheiten generieren, die einerseits den Anspruch auf sinnvolle Stabilisierung erheben, andererseits immer in sich wandelnden Kontexten hinterfragt werden müssen. Ohne methodische Reflexion entsteht die Gefahr von Vorurteilen mit ihren auch negativen Aspekten. Der Ethikunterricht lehrt die für das Urteilen nötigen Werkzeuge. Die Schwierigkeit besteht einerseits in der Langwierigkeit kognitiver Prozesse und ihrem Transfer in den Alltag. Methodische Analyse Die Lehrkraft stellt zielführende Fragen. Antworten der Schüler sollen respektiert und festgehalten werden. Eine Visualisierung des Prozesses erhöht neben einem hohen Anteil an Eigenarbeit die Vertiefung des Stoffes. Dazu dienen: ein großes Plakat, auf dem die Schülerantworten auf farbigen Merkkärtchen dokumentiert werden, ein Tafelbild, fünf Arbeitsblätter und ein Deckblatt mit einem aussagekräftigen Foto. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen erste Kennzeichen und Maßstäbe von "Moral" und "Ethik" kennen. unterscheiden ethische von nicht-ethischen Fragestellungen. beherrschen den Operator "definieren". Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen gemeinsam ein Plakat. beschaffen sich Informationen aus einem Lexikon. archivieren Unterrichtsmaterial so, dass sie es jederzeit wieder für sich nutzen können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen. bringen sich im Plenum rücksichtsvoll und engagiert ein. folgen aufmerksam einem Lehrervortrag. Die im Buch aufgegriffenen Fragen lassen sich kurz so darstellen: Was ist Moral? Welche Gefühle entstehen, wenn man unmoralisch handelt? Woran lässt sich Moral festmachen? Wer ist überhaupt Zielgruppe moralischer Überlegungen? Welche sozialen Beziehungen fordern heute zu moralischem Handeln heraus? Was können Ziele moralischen Handelns sein? Zur Beantwortung dieser Fragen, die das Thema "Definition von Moral und Ethik" auf seine wesentlichen Inhalte hinführen sollen, dient eine Aufzählung der Hickman'schen Lebensgewohnheiten, die er so auch drei Ethikberatern vorlegte. Leo Hickman beginnt seinen Selbstversuch als er, in Bezug auf seine Verantwortung vermutlich sensibilisiert durch die Geburt seiner Tochter, beginnt, sich über ein Päckchen Zuckererbsen aus Kenia Gedanken zu machen. Die Ethikberater sollen ihm dabei helfen, moralische Maßstäbe praktikabel umzusetzen. Der moderne Lebensstil der Familie Hickman ist zwar sehr komfortabel, die Kehrseiten dieses Komforts sind jedoch Umweltverschmutzung, Ausbeutung sowie Gesundheitsschäden für jetzige und zukünftige Generationen. Die Zahl der vom "Konsumkomfort" Betroffenen ist hoch. Hickmans Schuldgefühle zu Beginn des Buches sind eine Folge seines "moralischen Gewissens". Der für den Unterricht relevante Bezug zur Begriffsdefinition "Moral" ist damit bereits gegeben: Moral als Gewohnheit, zum Zweck sozialer Regulierung, aufgrund der anthropologischen Prämisse, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, das mit Schuldgefühlen reagiert, also reflexions- und urteilsfähig ist und über ein "Gewissen" verfügt. Auf Seite 28 des Buches begegnet uns die bei Aristoteles ähnlich formulierte Forderung, "ethisches Tun solle glücklich machen".

  • Religion / Ethik
  • Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Sekundarstufe II, Hochschule

Genau lesen im Deutsch-Unterricht: Brechts "Entdeckung an einer jungen Frau"

Unterrichtseinheit

Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit zu Brechts Sonett "Entdeckung an einer jungen Frau" (1925) konkretisiert ein literaturdidaktisches Modell (Chirollo/Schröder 2017), das darauf abzielt, literarische Texte "genau" und auf die Reaktionen der Leserinnen und Leser hörend zu lesen. Die Materialien zeigen exemplarisch, wie im Unterricht über das Gedicht "Entdeckung an einer jungen Frau" von Bertolt Brecht von den Irritationen, Fragen und Deutungen der Schülerinnen und Schüler ausgegangen werden kann. Im Zentrum der Behandlung des Gedichts "Entdeckung an einer jungen Frau" steht die Frage, ob es sich bei diesem Gedicht tatsächlich, wie häufig behauptet, um ein Liebesgedicht handelt oder um eines, das "nur" Begehren thematisiert, um etwas anderes auszudrücken. Um diese Frage zu klären, soll der Gedichttext im Kontext eines weiteren Gedichts, Brechts "Erinnerung an Marie A" (1927), sowie bezogen auf andere Interpretationen gelesen werden, um die in einer textimmanenten, "genau lesenden" Analyse erarbeiteten Deutungsergebnisse schließlich mit anderen Deutungen zu kontrastieren und gegebenenfalls zu erweitern. Lesen Sie hier den Fachartikel "Brechts Entdeckung an einer jungen Frau " genau lesen" . Die Methode des "genauen Lesens" Lesen Sie hier den Fachartikel über das literaturdidaktische Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder, 2017). Exemplarisches Arbeiten an einer Kernfrage, über die Uneinigkeit herrscht "Bahnt sich nach der Entdeckung eine Liebesbeziehung zwischen dem lyrischen Ich und der jungen Frau an?" So lautet die auf eine befremdliche Lese-Erfahrung bezogene zentrale Fragestellung, die von Lesenden häufig so oder ähnlich in einem literarischen Gespräch zum Gedicht gestellt wird und über die auch in der fachwissenschaftlichen Rezeption des Gedichts Uneinigkeit herrscht. Das Befremden oder die Irritation, die zu dieser Frage führt, wird dadurch ausgelöst, dass im Text nach einer sexuellen Begegnung eine vorgesehene kühle Verabschiedung nicht vollzogen wird, weil die Entdeckung eines grauen Haares an der nicht mehr ganz so jungen Frau das lyrische Ich so sehr emotional berührt, dass die Entscheidung des Paares, nur für eine Nacht zusammen zu bleiben, aufgegeben wird. Es folgt, so der Sprecher, "nur noch eine Nacht". Entwickelt sich hier nun Liebe oder steht weiterhin "nur" Begierde im Vordergrund? Es ist diese Frage, die in der weiteren Arbeit verfolgt wird. Die Entdeckung der Vergänglichkeit Bei einer auf diese Frage bezogenen textimmanenten Analyse durch genaues Lesen kann zunächst erarbeitet werden, dass von den Figuren im Gedicht zuerst geplant war, einen "nüchterner Abschied" nach gemeinsam verbrachter Nacht zu vollziehen. "Nüchtern" unterstreicht das Fehlen von Gefühlen und bedeutet nicht "ernüchtert". Die beiden, die die Nacht miteinander verbracht haben, betrachten sich kühl. Sie scheinen keinerlei (Liebes-)Gefühle füreinander zu haben. Der Abschied aber wird deshalb nicht wie "gedacht" vollzogen, weil das lyrische Ich sich "nicht entschließen mehr (kann) zu gehn" - und zwar, nachdem es eine graue Strähne im Haar der Frau bemerkt. Begierde als Antwort auf die Entdeckung der Vergänglichkeit Eine genaue Analyse des Textes kann zeigen, dass sich nach dieser Entdeckung keine Liebesbindung entwickelt, dass sich keine Liebesgefühle entwickeln, sondern dass die Begierde eine Reaktion auf die Entdeckung der Vergänglichkeit der Schönheit und des Lebens ist. Diese Erkenntnis kann durch eine kontextbezogene Lektüre des Gedichts abgesichert werden. Erstaunlicherweise herrscht in der Fachwissenschaft große Uneinigkeit über das Gedicht. Der Vergleich der im Unterricht durch ein genaues Lesen des Gedichts erarbeiteten Erkenntnisse mit den Deutungen von drei Literaturwissenschaftlern kann aufzeigen, dass die Bedeutungsoffenheit literarischer Texte Grenzen hat. Es gibt (fachwissenschaftliche) Deutungen, die durch das genaue Lesen eines Textes deutlich nachweisbar als falsch und textfern bezeichnet werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Einsicht in die Vorläufigkeit ihrer Verstehensentwürfe zur kontinuierlichen Überarbeitung ihrer Hypothesen, indem sie im Einstieg die Uneindeutigkeit oder Fragwürdigkeit ihrer Hypothesen erkennen und dabei Verstehensbarrieren identifizieren und sie zum Anlass eines textnahen Lesens nehmen. formulieren eigenständig ein Textverständnis, in das sie persönliche Lese-Erfahrungen und alternative Lesarten des Textes einbeziehen und auf der Basis eigener Analyseergebnisse begründen (TM2, hier und im Folgenden in: HKM 2016), indem sie Schlussfolgerungen aus der Analyse herleiten, darstellen und begründen. beziehen in ihre Erörterung der in literarischen Werken enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen geistes-, kultur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen ein (TM 14). ermitteln Zusammenhänge zwischen literarischen Texten und stellen Bezüge zu weiteren Kontexten her (TM2). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beziehen Kenntnisse wissenschaftlicher Sekundärtexte, philosophischer Schriften und historischer Abhandlungen in die Kontextualisierung literarischer Werke ein (TM13). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen die in literarischen Werken enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen kritisch zu eigenen Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepten in Beziehung (TM9), indem sie in der Auseinandersetzung mit den Ergebnissen die Diskrepanz zwischen fiktionaler Realität und eigener Erwartung und eigenem moralischen Maßstab als Kluft erkennen, die Aufschluss sowohl über eine fremde als auch die eigene Welt gibt - beide Welten können so in ihrem Wahrheitsanspruch relativiert werden. Behrmann, Alfred (1983): "Denn wir vergaßen ganz, daß du vergehst". Zu Brechts Sonett Entdeckung an einer jungen Frau , in: Hartung, Harald (Hg.): Gedichte und Interpretationen: Vom Naturalismus bis zur Jahrhundertmitte, Stuttgart: Reclam, 266-276. Chirollo, Natalie/Schröder, Achim (2017): Literarisches Verstehen durch "genaues Lesen": ein Drei-Phasen-Modell zur Planung von Literaturunterricht, www.lehrer-online.de Härle, Gerhard (2007): Lyrik-Liebe-Leidenschaft. Lyrik-Liebe-Leidenschaft: Streifzug durch die Liebeslyrik von Sappho bis Sarah Kirsch, Göttingen: Vandehoeck & Rupprecht. Knopf, Jan (1994): Brecht-Handbuch. Lyrik, Prosa, Schriften, Stuttgart: Metzler. Mennemeier, Franz Norbert (1982): Bertolt Brechts Lyrik, Düsseldorf: Pädagogischer Verlag. Tepe, Peter/Rauter, Jürgen/Semlow, Tanja (2017): Regeln und Empfehlungen für die kognitive Textarbeit, Zugriff am 13.3.2017 unter http://www.mythos-magazin.de/erklaerendehermeneutik/pt-jr-ts_empfehlungen.pdf . Waldmann, Günter (2003): Neue Einführung in die Literaturwissenschaft. Aktive analytische und produktive Einübung in Literatur und den Umgang mit ihr - Ein systematischer Kurs, Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung, Fort- und Weiterbildung, Hochschule

Brechts "Entdeckung an einer jungen Frau" genau lesen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zu Brechts "Entdeckung an einer jungen Frau" (1925) beruht auf dem literaturdidaktischen Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder, 2017). Er erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zu dem Gedicht zugrunde liegen. Eine ausführlichere Download-Version des Fachartikels vertieft die hier skizzierten fachdidaktischen Darlegungen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Huckleberry Finn: kompetenzorientierter Einstieg in die Lektüre

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird ein kompetenzorientierter Einstieg zur Lektüre "Huckleberry Finn" dargestellt. Schwerpunktmäßig wird ein Umgang mit dem Text fokussiert, der die Lese-, Schreib- und Hörkompetenz schult.Diese Unterrichtseinheit zur Lektüre "Huckleberry Finn" soll im Sinne des modernen Fremdsprachenunterrichts in den ersten zwei Doppelstunden mithilfe von Arbeitsblättern das Leseverstehen, Hörverstehen und die Schreibkompetenz fokussieren. Zu Lese- und Höraufträgen kommen verschiedene Fragetechniken wie beispielsweise "true-false-questions" zum Einsatz, es werden "statements" zum Verbessern oder Satzteile zum Vervollständigen eingesetzt. Außerdem erlernen die Schülerinnen und Schüler eine Mind-Map zum Thema "slavery" und zum Charakter "Pop" anzulegen und üben sich im Tagebucheintrag schreiben. Neben dem themenspezifischen Vokabular zu Huckleberry Finn wird hier auch besonders auf das Wortfeld der Gefühle eingegangen. Vorwissen Es wird mit folgender Ausgabe der Lektüre gearbeitet: Oxford Bookworms Library: Huckleberry Finn, 2007. (Stage 2, 700 headwords, 6180 words). Außerdem ist der Hörtext der beiliegenden CD entnommen, welcher den Buchtext synchronisiert. Die Lehrkraft sollte über Hintergrundwissen zur Thematik "Slavery in the USA" verfügen und mit den Inhalt (Plot) der Lektüre "Huckleberry Finn" kennen. Huckleberry Finn ist ein Literaturklassiker, der neben dem Thema der Sklaverei die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler durch den Protagonisten Huck Finn wiederspiegelt. Beziehungsgefüge zu Eltern oder anderen vertrauten Personen, Freundschaft, Abenteuer und das Erwachsenwerden sind Themen, die die Lektüre in angepasstem Vokabular bietet. Die Schülerinnen und Schüler brauchen keine zwingenden inhaltlichen Vorkenntnisse. Grammatikalisch sind die Voraussetzungen gegen Mitte/Ende der 7. Klasse ausreichend, um die Lektüre zu behandeln. Möglicherweise sind die Lernenden in der 7. Klasse nicht mit dem "past progressive" vertraut, wenden dies jedoch induktiv und intuitiv mittels der Lektüre an. Die Lektüre bietet Spielraum grammatikalische Themen wie "reflexive pronouns" nochmals aufzuarbeiten. Je nachdem wie schnell die Lektüre behandelt werden soll, könnten Kenntnisse zu "Wie schreibe ich einen Tagebucheintrag?", "Wie erstelle ich ein Mind-Map?" oder "Wie schreibe ich eine Summary?" hilfreich sein, sind aber keine Voraussetzung. Didaktisch-methodische Analyse Das Material ist abwechslungsreich und komplex, was dazu verleitet, zu viel in eine Unterrichtsstunde zu packen, beziehungsweise die Schülerinnen und Schüler unter Zeitdruck durch das Eingreifen der Lehrkraft voranzutreiben. Daher ist darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgabenstellungen selbstständig lösen und im Plenum weitere Aspekte zu ihren eigenen hinzufügen können. Es muss nicht jeder Schüler und jede Schülerin die Musterlösung hervorbringen. Im gemeinsamen Unterrichtsgespräch kann eine Vielzahl an Aspekten gesammelt werden, sodass das Material differenziert eingesetzt werden kann. Hierzu dienen außerdem kleine "help snippets", die schwächeren Lernenden Hinweise zu den Aufgabenstellungen geben. Methodisch ist wichtig darauf zu achten, viele Sprachanlässe (zum Einstieg und zu Überleitungsphasen) im "geschützten Raum", das heißt in Partnerarbeit, zu bieten, sodass jeder Schüler und jede Schülerin oft zu Wort kommt und sich auf seinem Sprachniveau ausdrücken kann. Dahingehend werden alle Schülerinnen und Schüler auf ihrem Niveau abgeholt. Bei den multiple-choice- Fragestellungen ist es wichtig, dass die Lernenden die Möglichkeit des Vergleichens untereinander haben, bevor das Plenum zum Einsatz kommt. Im Sinne des differenzierten Arbeitens werden neben diesen Schritten auch "help snippets" angeboten, mit welchen die Lernenden selbstständig an komplexeren Aufgabenstellungen arbeiten können, ohne dass die Lehrkraft eingreift. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Pops Aussehen und Verhalten sowie die Titelbuchseite anhand von Bildimpulsen. entnehmen dem Hörbeispiel beziehungsweise bestimmten Textabschnitten Informationen zu Hucks Leben, Hucks Entführung und Pops Verhalten und sie können diese Informationen wiedergeben. wenden neue Lexeme im Kontext an. verfassen Tagebucheinträge aus der Perspektive Hucks und beurteilen diese sowie die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler anhand von Kriterien. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen Mind-Maps zu Pops Verhalten und Aussehen sowie zum Terminus "slavery". arbeiten selbstständig Inhalte mittels verschiedener Fragetechniken auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler versetzen sich in die Lage und in die Gefühlswelt des Protagonisten Huck hinein. tauschen sich mündlich über Vorwissen oder Arbeitsergebnisse aus.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Wortarten kennenlernen: Nomen, Verben, Adjektive

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache lernen die Schülerinnen und Schüler, ihnen bekannte Wörter in Nomen, Verben und Adjektive zu unterscheiden. Anschließend wenden sie die neuen Kategorien an, um bei der Verneinung "nicht" und "kein/e/n" zu differenzieren.Die Wortarten werden auf Basis von Vokabular eingeführt, das die Schülerinnen und Schüler kennen und teilweise selbst einbringen. So kann zwischen stärkeren und schwächeren Lernenden mit höherer oder niedrigerer Lesekompetenz binnendifferenziert werden. Anschließend wenden die Lernenden die neuen Kategorien an, um die Unterscheidung zwischen "nicht" und "kein/e/n" selbst-entdeckend zu erarbeiten. Am Ende steht eine mündliche Aufgabe zur Verneinung, in der "nicht" und "kein/e/n" ein Stück weit automatisiert werden. Das Thema "Wortarten" und "Verneinung" im Unterricht Das metasprachliche Thema "Wortarten" wird durch Aktivierung des Wortschatzes der Lernenden in deren sprachlicher Realität verankert. Über den haptischen Zugang auf Karteikarten wird das analytische Bewusstsein der Lernenden gefördert, Wörter werden als Bausteine wahrgenommen. Die Fachbegriffe für die Wortarten führt die Lehrkraft erst ein, wenn das Prinzip durch die Leitfragen klar geworden ist. "Wortarten" sollten als unerlässliche Grundlage im Deutsch-Unterricht einer Übergangsklasse möglichst früh behandelt und im Laufe des Unterrichts immer wieder angesprochen werden. Lernende, die dieses metasprachliche Bewusstsein bereits haben, können stärker in die Präsentation eingebunden werden oder zur Suche neuer Wörter mit dem Wörterbuch ermutigt werden. Vorkenntnisse Diese Unterrichtseinheit zum Thema Wortarten richtet sich an Schüler in Übergangsklassen, die im Heimatland höchstens die Grundschule besucht und noch keine grammatikalische Metasprache erlernt haben. Die Schüler sollten alphabetisiert sein, können sich aber noch im Bereich des funktionalen Analphabetismus bewegen. Ein geringer Grundwortschatz (circa A1.1) ist Voraussetzung, um genügend Vokabeln für die drei Wortarten zu finden. Didaktische Analyse Dieses Material bietet die Möglichkeit, einen den Jugendlichen gerechten Zugang zum analytischen Verständnis von Sprache zu entwickeln. Bei der Verneinung werden viele Lernende bei Standardsätzen möglicherweise die richtige Form wählen. Die Anwendung der metasprachlichen Kategorien macht ihnen in diesem Fall deutlich, dass die Regel das bestätigt, was sie möglicherweise intuitiv richtig machen. Anderen Schülerinnen und Schülern dient die Unterscheidung als Methode, um die Verneinung richtig zu bilden. Methodische Analyse Durch das Aufbrechen des Redeflusses in einzelne Wortbausteine und die Umwandlung in haptische Strukturen mittels Karteikarten können auch Schüler, die nicht gut lesen oder schreiben können, bereits an der Entwicklung metasprachlich-analytischer Strukturen teilhaben. Durch den Alltagsbezug der gewählten Wörter wird deren Verneinung ihnen im Alltag immer wieder begegnen, wodurch die Strukturen gefestigt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein metasprachliches Bewusstsein. lernen die Wortarten Nomen, Verb und Adjektiv kennen. lernen Regeln für die Verneinung dieser drei Wortarten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schulen den analytischen Umgang mit gelesenen Sätzen. erfahren durch das Anknüpfen an den eigenen Wortschatz, eine neue Perspektive auf ihre eigene sprachliche Realität zu entwickeln. lernen durch kleinschrittige, praxisorientierte Übungen erste Grammatikbegriffe kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hören einander zu und antworten genau auf Fragen. arbeiten in der Partner- und Gruppenarbeit kooperativ an gemeinsamen Lösungen.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I

Umweltschutz: eine globale Herausforderung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtssequenz zum Thema Umweltschutz setzen sich die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Sozialformen und anhand eines Videos mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund um das Thema Umweltschutz auseinander. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand dieses Materials einige Ursachen der aktuellen Umweltveränderungen und ihre Langzeitfolgen kennen. Sie diskutieren den Zusammenhang zwischen Friedenspolitik und Umweltschutz und erarbeiten in der zweiten Stunde zukünftige Herausforderungen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft (optional). Die nötigen Informationen beziehen die Lernenden aus einem Erklär-Video. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht . Das Thema Umweltschutz im Unterricht Das Thema Umweltschutz kann in verschiedenen Fächern zu unterschiedlichen Themen wie etwa Ökologie, Wirtschaftswachstum oder Umweltpolitik diskutiert werden. Es ist ein sehr alltags- und gesellschaftsrelevantes Thema; es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Schülerinnen und Schüler diesem Thema mit unterschiedlichem Vorwissen begegnen. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten den Begriff des ökologischen Fußabdrucks kennen. Weitere Themen aus Ökologie und Politik wie beispielsweise Populationsökologie, Klimawandel, regenerative Rohstoffe oder Energieversorgung werden nicht vorausgesetzt; eine allgemeine Wissensgrundlage hierzu vertieft allerdings die Diskussionsrunden. Didaktische Analyse Zu Beginn der Unterrichtssequenz wird eine Schüleraktivierung durch die Konfrontation und Auseinandersetzung mit Aussagen zum Themenbereich Umwelt und Umweltschutz erreicht. Durch das anschließende Video wird eine gemeinsame fachliche Grundlage gelegt und somit der Schwierigkeit des unterschiedlichen Vorwissens begegnet. Die Unterrichtssequenz kann nun beendet werden; es wird jedoch empfohlen, in einer zweiten Unterrichtsstunde eine arbeitsteilige Gruppenarbeit durchzuführen. Hierbei finden die Schülerinnen und Schüler Argumente für eine bestimmte Position und kommunizieren diese überzeugend und unter Verwendung von Fachsprache. Methodische Analyse Durch die methodische Aufbereitung der Unterrichtssequenz sind die Schülerinnen und Schüler zu Austausch und Diskussion angehalten. Hierzu werden Partner- und Gruppenarbeiten eingesetzt. Das Video als Medium erhält das zu Beginn geweckte Interesse am Thema aufrecht. Durch den spielerischen Charakter der Vertiefungsaufgabe kann ebenfalls Interesse an einer kritischen Beleuchtung der individuellen Lebensweise geweckt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen verschiedene Aussagen über Ökologie und Umweltschutz anhand ihres Vorwissens. formulieren knappe Definitionen zu wichtigen ökologischen Begriffen und Ereignissen. diskutieren fachliche Aussagen auf der Grundlage von Informationen aus einem Video. nehmen eine Position in einer bestimmten Rolle ein und kommunizieren diese unter Anwendung von Fachsprache. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können das in einem Video dargestellte Wissen nach Relevanz filtern und strukturiert wiedergeben. üben sich darin, Informationen aus gesprochenen Sätzen in einer schematischen Darstellung wiederzugeben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv und kooperativ in Partner- oder Gruppenarbeit. stärken ihr Selbstkonzept durch die geschützte Atmosphäre in den Partnerarbeitsphasen. diskutieren in Partner- oder Gruppenarbeit und äußern dabei ihre Meinung unter Nutzung ihrer fachlichen Kenntnisse. Hier können Sie sich das Video zur Unterrichtseinheit anschauen.

  • Biologie / Geographie
  • Sekundarstufe II

Krebs: Entstehungsursachen und Therapiemöglichkeiten

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtssequenz zum Thema Krebs erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Sozialformen und anhand eines Videos das allgemeine Wesen der Krankheit sowie einige ihrer Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand dieses Materials zunächst die biologischen Hintergründe, die allen Krebsarten gemeinsam sind, und einige krebsauslösende Faktoren kennen. Tumorviren werden unter Einbezug des Vorwissens als einer dieser Faktoren genauer behandelt. Anschließend werden Therapiemöglichkeiten gesammelt. Die nötigen Informationen beziehen die Lernenden in Einzel- und Partnerarbeit aus einem Lehrvideo, das – entsprechend den Arbeitsaufträgen – in drei Teilen angeschaut wird. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht . Das Thema Krebs im Unterricht Krebs ist ein sehr alltags- und gesellschaftsrelevantes Thema, welches im Themengebiet der Genetik verankert und im Anschluss an den Zellzyklus diskutiert werden kann. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Schülerinnen und Schüler diesem Thema mit unterschiedlichen Vorwissen und Emotionen begegnen. Neben einigen grundsätzlichen Fragen wird sich die Lehrkraft vermutlich mit weiterführenden Detailfragen konfrontiert sehen. Grobes Hintergrundwissen der Lehrkraft zu den Fragen über Brustkrebs, Leukämie und Chemotherapie sollte vorhanden sein. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten den Zellzyklus allgemein und damit eingeschlossen auch Mitose und Meiose kennen. Der Aufbau und die Lebensweise von Viren sollten bereits thematisiert worden sein. Mutationen werden im Video erwähnt und in den Vertiefungsaufgaben als Grundwissen vorausgesetzt. Didaktische Analyse Das Arbeitsmaterial ist als erste fachliche Konfrontation der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Krebs konzipiert. Die Lernenden erkennen, dass jeder Krebs auf das unkontrollierte Teilen kranker Zellen zurückzuführen ist, und können krebsauslösende Faktoren benennen. Die Forschungsgeschichte an Tumorviren wird nachvollzogen und aktuelle Leitgedanken zu Therapiemöglichkeiten anhand des erworbenen Wissens diskutiert. Hierbei kann auch der eigene Lebensstil hinterfragt werden. Methodische Analyse Durch die methodische Aufbereitung der Unterrichtssequenz sind die Schülerinnen und Schüler zu Austausch und Diskussion angehalten. Die Lehrkraft sollte sich in der Einstiegs- und den Sicherungsphasen zunächst stark zurückhalten, sodass durch den Austausch unter den Lernenden eine gemeinsame Wissensgrundlage entstehen kann. Schwierige Arbeitsaufträge werden durch Partnerarbeiten aufgefangen. Durch Vertiefungsaufgaben und Zusatz-Informationen kann eine Binnendifferenzierung erfolgen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten das allgemeine Wesen von Krebs und beschreiben die Krankheit in einem knappen Text. benennen krebsauslösende Faktoren und stellen die Wirkungsweise von Tumorviren schematisch dar. nennen Therapiemöglichkeiten und diskutieren anhand des erworbenen Wissens über krebsauslösende Faktoren mögliche präventive Maßnahmen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können das in einem Video dargestellte Wissen nach Relevanz filtern und strukturiert wiedergeben. üben sich darin, Informationen aus gesprochenen Sätzen in einer schematischen Darstellung wiederzugeben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv und kooperativ in Partner- oder Gruppenarbeit. stärken ihr Selbstkonzept durch die geschützte Atmosphäre in den Partnerarbeitsphasen. diskutieren in Partner- oder Gruppenarbeit und äußern dabei ihre Meinung unter Nutzung ihrer fachlichen Kenntnisse. Hier können Sie sich das Video zur Unterrichtseinheit anschauen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wirtschaftswissenschaftliche Spieltheorie: eine schülerorientierte Einführung

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Spieltheorie führt anhand eines Erklär-Videos in die Grundzüge der wirtschaftswissenschaftlichen Spieltheorie ein. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei – methodisch variierend – mit zahlreichen Situationen konfrontiert, die sie aus ihrem Alltag kennen. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich in mehreren Lernrunden die Grundgedanken der Spieltheorie, erklären das Gefangenen-Dilemma als Beispiel des Nash-Gleichgewichts, überlegen sich Gestaltungsmöglichkeiten für staatliche Auktionen und die Verbesserung des Anstellverhaltens von Bäckerei- und Apotheken-Kunden. Abschließend werden sie mit den spieltheoretischen Neuerungen zur Erklärung des Anbieterverhaltens im Angebotsoligopol konfrontiert. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht . Das Thema Spieltheorie im Unterricht Die Spieltheorie ist aus der Wirtschaftswelt nicht mehr wegzudenken, so entscheidend hat sie moderne Vorstellungen von Strategie geprägt. Berater nutzen sie für Projekte, Manager und Politiker büffeln sie, um klüger zu entscheiden. Für spieltheoretische Arbeiten wurde bisher acht Mal der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften (auch „Wirtschaftsnobelpreis“ genannt) vergeben, was die große Bedeutung der Spieltheorie für die moderne Wirtschaftstheorie verdeutlicht. Auch wenn sie nach wie vor wegen vereinfachter und unrealistischer Modellannahmen stark in der Kritik steht, ist es doch höchste Zeit, die Spieltheorie im Wirtschaftslehreunterricht zumindest zu thematisieren. Hilfreich für ihr Verständnis ist die Rückbesinnung auf die Anfänge der Volkswirtschaftslehre und das Rationalverhalten eines Homo oeconomicus. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit setzt keine speziellen Kenntnisse bei den Schülerinnen und Schülern voraus, da sie eine Einführung in die Spieltheorie darstellt. Ein wirtschaftliches Grundwissen ist jedoch hilfreich. Didaktische Analyse Die wirtschaftswissenschaftliche Spieltheorie ist als mathematische Problemlösung zu umfangreich und zu kompliziert für Schülerinnen und Schüler. Es ist daher sinnvoll, den Fokus auf ein grundlegendes Verständnis der Spieltheorie zu legen. Um die Schülerinnen und Schüler in ihrem Erlebnisbereich abzuholen, ist es zwingend erforderlich, die strategischen Überlegungen der Spieltheorie anhand realer Lebenssituation darzustellen und erlebbar und konkret erfahrbar zu machen. Nur bei für sie nachvollziehbaren Konfliktsituationen werden sie bereit sein, sich mit denkbaren und wahrscheinlichen Strategien der Handelnden auseinanderzusetzen. Methodische Analyse Abstrakte Theorien werden für Schülerinnen und Schüler nur dann erfahrbar, wenn sie sie in realen oder zumindest simulierten Dilemmata-Situationen nachspielen, nachdenken und nachempfinden können. Es ist daher zwingend erforderlich, die Spieltheorie auf realitätsnahe Situationen herunterzubrechen und die Schülerinnen und Schüler mit Lernszenarien zu konfrontieren, bei denen sie als verantwortliche Akteure am Unterricht beteiligt sind. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die Grundzüge der wirtschaftswissenschaftlichen Spieltheorie darstellen. stellen das Gefangenendilemma als Kernstück der Spieltheorie dar und erläutern es. wenden die Strategie-Überlegungen der Spieltheorie auf eine Reihe von Alltagsproblemen an (Benzinmarkt, Gestaltung von Auktionen, Schlangenoptimierung in Ladenlokalen und das Schnick-Schnack-Schnuck-Spiel). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können den Informationsgehalt eines Erklär-Videos erfassen, strukturiert und aufgabengenbezogen wiedergeben und anwenden. können Hintergrund-Informationen im Internet recherchieren. können Video-Clips sequentiell abspielen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv in Teams zusammen. setzen sich mit den Arbeitsergebnissen anderer Gruppen konstruktiv und respektvoll auseinander. entwickeln Fachwissen und Werturteile, die sie auch gegenüber anderen vertreten können. Hier können Sie sich das Video zur Unterrichtseinheit anschauen.

  • Wirtschaftslehre
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Online-Kurs: Cyber-Sicherheit

Unterrichtseinheit

Der Online-Kurs "Cyber-Sicherheit (Cybersecurity Essentials)" vermittelt Schülerinnen und Schülern erweitertes Grundlagenwissen und wesentliche Fertigkeiten für alle relevanten Sicherheitsbereiche der Cyber-Welt. Neben den aktuellen Angriffsmethoden werden insbesondere Schutzmaßnahmen für alle physikalischen Zustände von Daten vermittelt und fachliche sowie persönliche Anforderungsprofile und Karrieremöglichkeiten von Cyber-Experten vorgestellt. Mit der fortschreitenden Digitalisierung nimmt auch die Vernetzung aller Lebens- und Arbeitsbereiche stetig zu. Durch das Internet der Dinge werden immer mehr Geräte miteinander vernetzt, Prozesse gesteuert und immer größere Datenmengen generiert. Für Cyber-Kriminelle ergeben sich hierdurch neue, lukrative Betätigungsfelder. Längst geht es nicht mehr nur um den Diebstahl personenbezogener oder unternehmensspezifischer Daten. Immer häufiger werden Infrastrukturen und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung ganzer Länder Ziel von Cyber-Angriffen. Der Online-Kurs "Cyber-Sicherheit (Cybersecurity Essentials)" vertieft die Inhalte des Kurses Einführung in die Internetsicherheit . Die Lernenden beschäftigen sich mit Aspekten der Informations-, System-, Netzwerk- und mobilen Sicherheit. Ebenso werden der physische Schutz von Geräten und Gebäuden sowie der ethische und gesetzliche Rahmen thematisiert. Weiterhin erarbeiten die Schülerinnen und Schüler wichtige Verteidigungs- und Abschwächungstechniken beim Schutz von Unternehmen und gewinnen Einblicke in die Anforderungen und Tätigkeitsfelder von Cyber-Sicherheitsexperten. Im Online-Kurs kommen neben Videos auch viele interaktive Übungen, Simulationen und Praxis-Labore zum Einsatz. Quizze am Ende jeden Kapitels vertiefen das Gelernte. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Die acht Module des Kurses unterstützen insbesondere folgende Kompetenzbereiche des Strategiepapiers "Bildung in der digitalen Welt" der Kultusministerkonferenz vom Dezember 2016 : 4. Schützen und sicher Agieren 6. Analysieren und Reflektieren Je nach Vorkenntnissen und Lerngeschwindigkeit der Schülerinnen und Schüler benötigt der Gesamtkurs eine Bearbeitungszeit von circa 30 Unterrichtsstunden. In einem Blended-Learning-Konzept sollten davon mindestens zwölf Stunden als Präsenzunterricht stattfinden. Videos und Übungen vertiefen das Gelernte und halten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer interessiert. Quizze und ein Abschlusstest überprüfen das Verständnis des Gelernten. Den Kursteilnehmenden kann nach erfolgreichem Abschluss des Kurses von der Lehrkraft ein Teilnahmezertifikat ausgestellt werden. Der Kurs "Cyber-Sicherheit (Cybersecurity Essentials)" steht in Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen zur Verfügung. Im Kurs kann durch einfaches Klicken eines Menüpunktes die Sprache gewechselt werden, sodass der Kurs sich auch für nicht-deutschsprachige Schülerinnen und Schüler oder in der Fremdsprachenausbildung einsetzen lässt. Die Bereitstellung des Kurses erfolgt über die internetbasierte Lernumgebung Cisco NetSpace® ( www.netacad.com ) und setzt dort einen Account voraus. Nach Registrierung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von jedem internetfähigen Computer aus anmelden und den Kurs absolvieren. Eine Verbindung der Lernorte Schule und Zuhause ist dadurch möglich. Zusatzinformationen Lehrkräfte, die Kurse der Cisco Networking Academy im Unterricht einsetzen möchten, erhalten einen Instruktorenzugang auf der Lernplattform. Dieser ermöglicht unter anderem die inhaltliche Konfiguration des Kurses sowie das Einbinden eigener Inhalte. Außerdem kann der Lernfortschritt der Kursteilnehmenden zu jedem Zeitpunkt eingesehen und bewertet werden. Lehrkräfte erhalten Zugang zur Lernplattform über zwei mögliche Wege: Gründung einer eigenen Cisco Networking Academy an Ihrer Schule. Nutzung eines Instruktoren-Accounts über die Deutschland-Akademie des IT-Bildungsnetz e. V.: Für nähere Informationen senden Sie bitte eine E-Mail an netacad-deutschland@cisco.com . Auf Wunsch bietet das Team der Cisco Networking Academy eine ebenfalls kostenlose Einweisung in die vielseitigen Möglichkeiten der Lernplattform an. Nähere Informationen hierzu finden Sie im nachfolgend angefügten PDF-Dokument "Workshop: Nutzung der Kurse im Unterricht". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Merkmale und Motivationen von Cyber-Kriminellen und Cybersecurity-Experten zu beschreiben. lernen, wie man Cyber-Angriffe und Symptome einer Penetration erkennt und Gegenmaßnahmen einleitet. beschreiben die Grundsätze der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit für die unterschiedlichen Zustände von Daten und lernen die verschiedenen Arten zum Schutz von Daten kennen. erwerben wesentliche Kenntnisse in den Bereichen Cyber-Sicherheit, Informationssicherheit, Anwendungssicherheit, Host- und Systemsicherheit, Netzwerksicherheit, mobile Sicherheit, Sicherheitsgesetze, Ethik und Sicherheitsrichtlinien. erläutern, wie Cybersecurity-Profis Technologien, Prozesse und Verfahren zur Verteidigung aller Komponenten des Netzwerks nutzen. legen den Zusammenhang zwischen Cyber-Sicherheit und dem Zweck von Gesetzen dar. lernen die beruflichen Anforderungen und Möglichkeiten von Cyber-Sicherheitsexperten kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Arten von Daten es gibt und in welchen physikalischen Zuständen sich diese befinden können. lernen die Bedeutung von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten kennen. benennen und verstehen die gängigen Methoden von Internetkriminellen. lernen, mit welchen Methoden man Daten erfolgreich sichert und schützt. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Tragweite heutiger Cyber-Angriffe auf Personen, Unternehmen, Länder und Regierungen einzuschätzen. lernen den verantwortungsbewussten Umgang mit sensiblen Daten. hinterfragen Informationsquellen im Internet kritisch.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co.
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung

Arbeitsblatt "Arbeits-Welt im Wandel" in Leichter Sprache

Arbeitsblatt der Woche

Das Internet sorgt für eine zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Berufsbilder wandeln sich und mit ihnen die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das Arbeitsblatt "Arbeits-Welt im Wandel" veranschaulicht die Auswirkungen der digitalen Revolution in kurzen, einfachen Sätzen und macht das komplexe Thema für Schüler und Berufseinsteiger mit Lernbehinderung oder Sprachschwierigkeiten verständlich. Die Stiftung Jugend und Bildung bietet Materialien an, mit denen die Lücken in der Unterrichtsversorgung geschlossen werden. Ergänzende Unterrichtsmaterialien der Stiftung zur politischen, sozialen und ökonomischen Bildung erscheinen regelmäßig neu und sind immer aktuell und kostenfrei. Die Materialien können unter www.jugend-und-bildung.de kostenfrei heruntergeladen werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Zirkeltraining

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit stellt ein Zirkeltraining zum Thema "Allgemeine Fitness" dar und stärkt besonders die konditionellen Fähigkeiten der Kraft, Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und wenn im Anschluss als Cool-Down auch ausgedehnt wird, die Flexibilität. Damit werden alle fünf motorischen Grundfähigkeiten angesprochen und ausgebaut.In der Unterrichtseinheit wird das Zirkeltraining zunächst vorgestellt. In der ersten Stunde bauen die Schülerinnen und Schüler in neun Gruppen die neun Stationen nach den gegebenen Materialien auf, erkunden diese und stellen ihre Bewegungsvorstellung und Tipps zu den Übungen dem Plenum vor. Die Mitschülerinnen und Mitschüler und die Lehrkraft können hier ergänzen. Im Folgenden wird das Zirkeltraining durchgeführt, in den Stunden darauf kann die Belastung sukzessive erhöht werden. Um die Lernenden auch über die Unterrichtszeit hinaus für das Zirkeltraining zu begeistern, kann eine Fitness Challenge, ein Zirkeltraining für zu Hause , getestet werden. Das Thema Zirkeltraining im Unterricht Die Relevanz des Themas angesichts der Entwicklung des Arbeitsmarktes zu mehrheitlich sitzenden Tätigkeiten im Berufsleben sowie dem auch daraus resultierenden Fitnessboom, was sich auch schon in den Lehrplänen in der Form niedergeschlagen hat, dass Fitnessthemen allgegenwärtig gefordert werden, ist offenbar. Ein Zirkeltraining ist ein strukturiertes und wohlgeordnetes Instrument, um das Grundwissen der Schüler zu fundamentalen Leibesübungen zu entwickeln, mit denen sie sich im weiteren Verlauf ihres Lebens Besuche bei Arzt, Krankengymnastik und Physiotherapeuten sparen können. Die Lehrkraft benötigt Kenntnisse über die genaue Ausführung der Übungen und für welche Muskelgruppen die Übungen gedacht sind. Die verschiedenen Aufgaben sind absichtsvoll so angeordnet, dass nicht zweimal dieselben Muskelgruppen hintereinander beansprucht werden und nach Übungen, die besonders für das Herz-Kreislauf-System gedacht sind, eine weniger ausdauerorientierte Übung folgt. Insgesamt muss die Lehrkraft auf die Koordination achten, besonders beim Banksteigen und den Skippings auf der Weichbodenmatte auf den Kniehub sowie das Mitnehmen der Arme gegengleich zu den Beinen. Die wichtigsten Punkte sind immer auf den Stationskarten vermerkt, zudem ist jede Übung mit eigenen Fotos bebildert. Hier steht der Lehrperson frei, ein selbst geknipstes Foto zur besonderen Motivation ihrer Schützlinge einzufügen. Insgesamt ist es immer wichtig, bei den Übungen für die Bauchmuskulatur den unteren Rücken auf der Matte aufliegen zu haben. Vorkenntnisse Vorkenntnisse der Lernenden sind bei diesen Übungen immer hilfreich und oft auch durch Schule und Verein bereits gegeben. Die Schülerinnen und Schüler mit Vorkenntnissen können sich bei der Vorstellung und Erkundung des Zirkeltrainings besonders hervortun und sich auch im Laufe der Unterrichtseinheit durch Unterstützung der weniger sporterfahrenen Mitschüler einbringen. Ein Korrigieren und gegenseitiges Helfen sollte unabhängig vom Thema explizit im Sportunterricht gefordert werden. Durch die Bebilderung und die Beschriftung der Stationskarten sowie das Zeigen und Erläutern vor den Klassenkameraden und -kameradinnen und nicht zuletzt die eigene Durchführung der Übungen unter Kontrolle der Mitlernenden und der Lehrkraft werden auch die motorisch unerfahrenen Schüler in die Lage versetzt, die Sinnhaftigkeit der Bewegungsabläufe und die Wirkungen auf den eigenen Körper nachzuvollziehen. Die Selbstkontrolle dient als wichtiges Element der Selbsteinschätzung und Körpererfahrung sowie der Heranführung an Eigenverantwortlichkeit und dem Aha-Effekt bei der Beobachtung von Trainingseffekten. Didaktische Analyse Didaktisch ist die Lehrperson in ihrer Schwerpunktsetzung relativ frei und sollte sich darüber klar werden, ob bei der jeweiligen Lerngruppe soziale Aspekte wie Auf- und Abbau sowie gegenseitiges Erklären und Helfen im Vordergrund stehen, das Dehnen am Ende jeweils zu einem Mehr an Übungszeit im Zirkel selbst reduziert oder gar weggelassen wird oder gerade auch das Dehnen selbst mit seiner Fokussierung auf einzelne Muskeln und Muskelgruppen zu einer Vertiefung genutzt wird. Diese genau zu benennen, alternative Dehnübungen aufzuzeigen, häufige Verletzungen und Methoden, diesen entgegenzuwirken zu thematisieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Verletzungsprävention und Regeneration zu leisten, sollte ebenso Aufgabe der Lehrkraft sein. Bei der Regelung von Belastungs- und Pausenzeit ist die Lehrkraft dazu aufgefordert, die Leistungsfähigkeit der Gruppe sinnvoll einzuschätzen. Das Zirkeltraining in dieser Konzeption ist logischerweise kein Inhalt für eine Vertretungsstunde, sondern sollte über mindestens drei, besser vier bis fünf Doppelstunden kontinuierlich und sinnhaft entwickelt werden. Dafür sind in der ersten Doppelstunde nur zwei Durchgänge zu wählen, bei der eine Belastungszeit von 30 Sekunden im schulischen Bereich nicht überschritten werden sollte, die Pause kann zwischen 30-90 Sekunden liegen, sollte aber nicht länger werden. In den folgenden Stunden sollten an jeder Station drei Durchgänge erfolgen und die Belastungszeit kann, muss aber nicht erhöht werden, eine Erholungspause von höchstens 60 Sekunden sollte angestrebt werden. Die Lehrperson muss sich entscheiden, ob der Fokus mehr auf einem Krafttraining liegen soll, dann wäre es nach trainingswissenschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoller, an jeder Station drei Serien der jeweiligen Übung mit einer Pause von bis zu 60 Sekunden zu absolvieren. Für ein allgemeines Fitness- und Ausdauertraining aber, bei dem der Fokus gleichermaßen auf Ausdauer, Kraft und Koordination liegt, sollte nach jeder Serie die Station gewechselt werden und nach je einem Durchgang eine kleine Pause erfolgen. Methodische Analyse Schwierigkeiten liegen oft in der Bewegungsausführung, welche durch das oben angegebene Vorgehen aufgefangen werden kann. Wichtig ist die Motivation der Schülerinnen und Schüler, welche durch schnelle, motivierende Musik unterstützt werden kann. Schülerinnen und Schüler, die aus irgendwelchen Gründen – Erkältungen, Verletzungen, vergessene Sportbekleidung – inaktiv wären, sollen unbedingt soweit körperlich möglich in die Stunde mit eingebunden werden, entweder als Wächter für die Musik, für den Auf- und Abbau sowieso als Zeitnehmer, um Übungen zu erklären und Mitschüler und Mitschülerinnen zu korrigieren. Der Selbsteinschätzungsbogen auf Arbeitsblatt 2, welcher Lernenden und der Lehrkraft zur Beurteilung der Leistung dient, sollte aus Zeit- und Intensitätsgründen erst in der zweiten Doppelstunde verteilt werden. Hierauf tragen die Schülerinnen und Schüler die Anzahl der Wiederholungen pro Durchgang je Station ein, wobei sie darauf achten müssen, dass sie die feste Nummer der Station und nicht die Zahl ihrer gerade in dieser Stunde durchgeführten Station eintragen. Um eine Kommensurabilität zu erhalten, sollten die Durchschnittswerte dieser Klasse pro Übung errechnet werden, sodass jeder Schüler und jede Schülerin für jede Übung eine Einschätzung erhält, welche dann über die neun Stationen zu einer Note gemittelt wird. Es ist darauf zu achten, dass Schülerinnen im Vergleich zu Schülern um circa 10 Prozent schwächere Leistungen erzielen, was in der Notengebung berücksichtigt werden muss. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bauen die auf den Stationskarten aufgeführten Übungen gemäß der Beschreibung auf und ab. erklären sich gegenseitig den Bewegungsablauf der Übungen und den Sinn, der dahinter steht und erkennen, dass regelmäßiges Üben zur Verbesserung ihrer Leistungen führt. führen die auf den Stationskarten aufgeführten Übungen gemäß der Beschreibung aus und dokumentieren ihre Ergebnisse. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die auf den Stationskarten abgebildeten Hinweise und wissen diese für sich zu nutzen, was sich aus ihren Bewegungsausführungen ergibt. organisieren sich in ihrer Gruppe und sparen dadurch Arbeit und Zeit. sind auf der Grundlage der gegebenen Informationen dazu befähigt eigene Zirkel zu erstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten bei Auf- und Abbau konstruktiv zusammen. helfen und korrigieren sich gegenseitig bei den Ausführungen und Dokumentationen ihrer Übungsergebnisse sowie dem chronologischen Ablauf im Zirkel. motivieren sich untereinander.

  • Sport / Bewegung
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Poppy Day: Remembrance of the First World War

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Poppy Day/Remembrance Day" befasst sich mit dem Gedenken an den Ersten Weltkrieg in Großbritannien. Dazu informieren sich die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Aspekte des Krieges und der Gedenksymbolik und produzieren eigene Kommentare und Essays sowie eine fächerübergreifende Ausstellung.Der elfte November hat für die Briten eine besondere Bedeutung. Am Remembrance Day wird an das Ende des Ersten Weltkrieges erinnert, der in Großbritannien auch 'The Great War' genannt wird. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Sachtexten zum Thema und erstellen eine Poster-Ausstellung. Des Weiteren dienen ein Film-Trailer sowie weitere Texte als Anregung zur eigenen Textproduktion in der Auseinandersetzung mit der Thematik. Didaktische Analyse Das Thema des Ersten Weltkriegs eignet sich gut für die Oberstufe und kann im fächerübergreifenden Unterricht mit dem Fach Geschichte verknüpft werden, in dem der Fokus der Betrachtung auf der deutschen Perspektive liegt. Denkbar ist auch eine Verknüpfung mit dem Deutsch-Unterricht in Hinblick auf die Behandlung unterschiedlicher Textsorten oder der schriftlichen Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland (zum Beispiel Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues"). Textsortenkenntnis sollte bei den Schülerinnen und Schülern vorhanden sein, kann aber auch während der Unterrichtsreihe zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden zusätzlich erarbeitet und/oder vertieft werden. In der ersten Unterrichtsstunde werden die Schülerinnen und Schüler zum Thema herangeführt. Für schwächere Lernende kann die Transkription des Trailers (Arbeitsblatt 1) mitgereicht werden. Zu Beginn der Unterrichtseinheit soll die Hemmschwelle für die Erstellung schriftlicher Texte in der Fremdsprache gesenkt werden. Daher dürfen die Schülerinnen und Schüler einen fiktiven Tagebucheintrag oder Brief erstellen, der als Textsorte persönlich und relativ frei von formalen Vorgaben ist. Die Korrektur darf nur formal, aber nicht inhaltlich erfolgen, um den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Freiraum für Kreativität zu geben. Inhaltlicher Einstieg ist ein Überblickstext, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler den Hintergrund zum Krieg aus der Perspektive Großbritanniens erschließen. Anschließend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler anhand kurzer Texte zu unterschiedlichen Aspekten des Ersten Weltkriegs, die besonders relevant für Großbritannien sind, einzelne Vorträge und Poster. Als Quellen können hier zahlreiche Textbeispiele aus Büchern oder aus dem Internet verwendet werden. Angaben hierzu finden Sie auch bei den Literaturtipps. Da die Sachtexte der Unterrichtseinheit viel unbekanntes Vokabular enthalten, sollten diese Texte im Beisein der Lehrkraft erarbeitet werden, um Verständnisprobleme zu klären. Präsentation der Ergebnisse Poster, Vorträge und Texte können für eine Pinnwand-Ausstellung (Markt der Möglichkeiten) sowohl für Schülerinnen und Schüler anderer Klassen als auch für Eltern und sonstige Interessierte, zum Beispiel am Tag der offenen Tür, verwendet werden. Für eine Ausstellung kann man auch Ergebnisse aus dem Geschichtsunterricht verwenden und gegenüberstellen. Eine Ausstellung kann natürlich auch an das Ende der Unterrichtsreihe verlegt werden. Alternativ können die Texte auch in einer Online-Plattform auf der Schul-Homepage veröffentlicht werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können aus unterschiedlichen Texten Informationen gewinnen und Argumente für die eigene Textproduktion erarbeiten. können ihre Argumente in unterschiedlichen Texten zum Ausdruck bringen. verfassen unterschiedliche englische Texte und kennen die formalen Unterschiede zum deutschen Aufsatz. vertiefen ihre Kenntnisse zu einem wichtigen Thema der britischen Geschichte und Kultur. erweitern ihr Vokabular, insbesondere im historischen Bereich. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in Teamarbeit Aufgaben erarbeiten und gemeinsam ihre Lösungen präsentieren. McNab, Chris (2012): "Tommy - First World War Soldier". Pitkin Publishing. Diese Publikation mit kurzen einfachen Texten befasst sich mit dem Leben britischer Soldaten an der Front. Williams, Brian (2014): "The First World War". Pitkin Publishing. Diese Publikation mit kurzen einfachen Texten ist eine gute Quelle für die Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten des Ersten Weltkriegs. Wylie, Michael (2010): "The War Poets - an Anthology". Pitkin Publishing. In dieser Anthologie finden Sie 80 Gedichte berühmter Autoren, die sich mit dem Ersten Weltkrieg befassen. Die hier aufgeführten Pitkin Guides findet man in jedem Museums-Shop in Großbritannien.

  • Englisch / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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