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Wochenplan-Arbeit: Vorbereitung und Durchführung der Methode im Unterricht

Fachartikel
5,99 €

In diesem Artikel zum Wochenplan in der Grundschule sowie den Sekundarstufen wird erläutert, wie Sie die Klasse mit der Wochenplan-Arbeit vertraut machen und das Material für Wochenpläne so vorbereiten können, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten können. Dieser Artikel baut auf den Grundlagen der Wochenplanarbeit auf und führt die Ideen mit konkreten Tipps für den Schulalltag fort. Wochenpläne in der Klasse einführen Eine unzureichende Vorbereitung der Wochenplanarbeit kann dazu führen, dass die Schülerinnen und Schüler organisatorisch über- und fachlich unterfordert sind, weil sie sich die Inhalte nicht in dem Maße erschließen, wie es im Idealfall möglich wäre. Trödeln, Ablenkungen und Nebenbeschäftigungen sind die Folge, außerdem sinkendes Interesse an den Inhalten. Eine planvolle Vorbereitung der Klasse sollte nach Möglichkeit kleinschrittig erfolgen. Dazu empfiehlt es sich, zunächst Lerninhalte zu wählen, für die in der jeweiligen Altersgruppe ein hohes Grundinteresse anzunehmen ist. Die Lehrkraft kann den Schülerinnen und Schülern außerdem altersgerecht erklären, welche Vorteile das selbstbestimmte Lernen für sie haben kann. Als Vorübung kann die Lehrkraft den geschlossenen Tagesplan einführen: Zu Beginn des Schultages erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Tagesplan mit Aufgaben. In jeder für diese Lernform vorgesehenen Unterrichtsstunde erhalten sie Zeit, an ihren Tagesplänen zu arbeiten. Reihenfolge und Tempo bestimmen sie dabei selbst. Am Ende des Tages werden Inhalte verglichen und Lernerfahrungen ausgetauscht. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in einem Stuhlkreis die Möglichkeit, zu erzählen, was ihnen gefallen hat und was nicht, und die Tagesplanarbeit mit dem konventionellen Unterricht zu vergleichen. Als nächster Schritt kann ein geschlossener, fachinterner Wochenplan in Angriff genommen werden. Darauf aufbauend kann ein geschlossener, fachübergreifender Wochenplan stehen. So erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Vorbereitung des Lernstoffs und der Materialien Zur inhaltlichen Vorbereitung eines geschlossenen Wochenplans stimmt die Lehrkraft zunächst die individuellen Lernziele der Schülerinnen und Schüler mit dem Lehrplan ab. Anschließend sammelt oder entwirft sie entsprechende Lehrmaterialien, wobei visuelle, auditive und haptische Materialien berücksichtigt werden sollten. Folgende Materialien können beispielsweise genutzt werden: Lernvideos : Öffentlich zugängliche oder selbstproduzierte Lernvideos ersetzen den Frontalunterricht insofern, als sie Input geben. Die Schülerinnen und Schüler können Erklärvideos oder Teile davon beispielsweise aus der Sammlung zum Thema E-Learning zu Hause zum so oft sehen, wie sie möchten. Bei selbstproduzierten Videos kann die Lehrkraft interaktive Elemente einbauen und die Schülerinnen und Schüler auffordern, bestimmte Aufgaben zu lösen oder kleine Experimente zu machen. Präsentationen (zum Beispiel PowerPoint) können ähnlich eingesetzt werden wie Lernvideos. Audios : Wie bei Videos kann die Lehrkraft auch bei Audios auf existierendes Material zurückgreifen oder eigenes Material einsprechen. Lesetexte : Abhängig vom jeweiligen Fach können sowohl literarische Texte als auch Sachtexte eingesetzt werden. Arbeitsblätter und Lösungen : Sie stellen häufig das Herzstück der Erarbeitung dar. Die Lehrkraft achtet darauf, dass Lösungsbögen zur Selbstkontrolle nicht zu leicht zugänglich sind. Sie kann sie zum Beispiel am Ende der Woche ausgeben, damit die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse kontrollieren können. Protokolle für Experimente : Sollen die Schülerinnen und Schüler Experimente machen, können sie diese mithilfe von Protokollen dokumentieren. Interaktive Übungen : Gerade Jugendliche sind häufig für digitale Lernformen zu begeistern. Auf https://h5p.org/ können Lehrkräfte kostenlos interaktive digitale Formate wie "Drag the words", Tests oder Quiz oder Vokabelkarten erstellen. Hilfsmittel : Wörterbücher, Taschenrechner, Formelsammlungen, Grammatiken, Bücher aus der Schulbibliothek, das Lehrbuch des betreffenden Faches, Material für Experimente oder Ähnliches sollten in die Wochenpläne aufgenommen werden. Besonders in der Anfangszeit benötigen die Schülerinnen und Schüler möglicherweise noch Unterstützung in diesem Bereich. Der Wochenplan selbst ist eine Art Aufgabensammlung mit Anleitungen. Dabei muss für die Schülerinnen und Schüler klar ersichtlich sein, welche Aufgaben zum Pflichtbereich gehören und welche zum Wahlbereich . Auch der ungefähre zeitliche Rahmen, der für eine Aufgabe angenommen wird, kann vermerkt werden. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren, wie lange sie selbst gebraucht haben. So können sie einschätzen, ob sie eher schnell oder langsam arbeiten. Unterrichtsablauf Zu Beginn der Wochenplanarbeit ist es wichtig, dass die Lehrkraft den Ablauf für alle Schülerinnen und Schüler transparent macht: Wie läuft der Unterricht ab? Wann ist welche Arbeitsform erlaubt? Welche Hilfsmittel können genutzt werden? In welchen Situationen kann die Lehrkraft um Hilfe gebeten werden? Sind die Inhalte prüfungsrelevant? Die Schülerinnen und Schüler sollten Zeit haben, alle wichtigen Fragen zu klären. Anschließend wird der zeitliche Rahmen vereinbart, den die Schülerinnen und Schüler für die Bearbeitung des Stoffes haben, ebenso die Organisationsform als Hausaufgabe oder Präsenzunterricht . Videos, Audios und Präsentationen können beispielsweise als Hausaufgabe aufgegeben werden. Im Unterricht machen die Schülerinnen und Schüler dazu in Partner- oder Gruppenarbeit Aufgaben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Materialien im Unterricht zu bearbeiten. Die Voraussetzung dafür sind allerdings ausreichende Computerarbeitsplätze. Der Raum kann während des Wochenplanunterrichts den Bedürfnissen entsprechend umgestaltet werden. Schülerinnen und Schüler höherer Klassenstufen können sich –natürlich unter Berücksichtigung der Aufsichtspflicht – auf verschiedene Räume verteilen. Häufig werden Wochenpläne pro Tag eine Stunde lang bearbeitet. Bei weniger erfahrenen Schülerinnen und Schülern kann dies schon recht lang sein. Hier ist für den Anfang auch eine kürzere Zeit denkbar. Erfahrenere Schülerinnen und Schüler können durchaus mehr Zeit am Tag mit dem Wochenplan verbringen. Zum Ende der Woche schließt die Klasse die Arbeit an den Wochenplänen gemeinsam ab. Hier kann die Lehrkraft beispielsweise die Lösungen verteilen, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsblätter kontrollieren. Und die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse aus Wahlaufgaben vor der Klasse. Ganz am Schluss steht das Feedback als wichtige Möglichkeit, sich über das Lernen mit dem Wochenplan auszutauschen. Das kann entweder mündlich (vor allem mit kleineren Kindern) oder schriftlich mithilfe von Feedbackbögen geschehen.

  • Fächerübergreifend

Remixing Kafkas "Die Verwandlung": Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" setzen sich die Schülerinnen und Schüler performativ mit der Verwandlung als einem Motiv der Kulturgeschichte auseinander. Sie gehen mehreren Fragen nach: Wer verwandelt wen zu was aus welchen Motiven? Mit welchen Mitteln wird verwandelt? Welche Wirkungen ergeben sich für die Verwandelten, die Umwelt oder die Gesellschaft? Anhand von ihnen bekannten Beispielen aus Literatur, Film und Fernsehen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler das Thema Verwandlung kreativ und setzen es mit Mitteln der Foto- und Videobearbeitung um. In dieser Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass sich in Verwandlungsmotiven Ängste und Wünsche von Gesellschaften spiegeln. Nach einem kurzen motivgeschichtlichen Rückgriff in Form eines performativen Vortrags sollen die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Verwandlungsmotiv gestalten und darin ihre Zukunftswünsche oder -ängste kreativ mithilfe von Video- und Fotobearbeitung zum Ausdruck bringen. Voraussetzungen Die Unterrichtseinheit "Remixing Kafkas 'Die Verwandlung': Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte" ist im Rahmen des Programms Generation K entstanden und wurde mit der Methode Learning Through The Arts (LTTA) in Kooperation der Künstlerin Sabine Felker und des Künstlers Jürgen Waldmann mit dem Gymnasiallehrer Gerd Kremer gestaltet. Die Unterrichtseinheit ist dementsprechend als Tandem-Unterricht zwischen einer Lehrkraft und mit der Schule kooperierenden Künstlerinnen und Künstlern konzipiert. Falls an Ihrer Schule keine Kooperationen mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern bestehen, kann die Unterrichtseinheit auch von mehreren Lehrkräften im Team durchgeführt werden (idealerweise sollte eine der Lehrkräfte eine Affinität zu der hier angewendeten Kunstform Performance aufweisen). Es ist auch denkbar, ein oder zwei Schülerinnen und Schüler für die Performance einzubinden. Benötigtes Material Videoprojektor Laptop (für die Zuspielung der Fotos in den Videomischer) Videokamera und Stativ Videomischer mit Chroma-Key-Funktion oder vorinstallierte Software für Chroma-Key-Effekte Greenscreen-Hintergrund (Stoff oder Pappe), wenn eine Bildfreistellung mittels Live-Greensreen umgesetzt wird einführender Text zum Thema Verwandlung ein Aufgabenblatt pro Gruppentisch Bildmaterial zum Thema Verwandlung (beispielsweise Wolverine, Gollum, Vampir, Arachne, Käfer aus "Die Verwandlung", Werwolf, Spiderman, Die Schöne und das Biest et cetera) Die Kostüme für die Performerinnen beziehungsweise Performer sind frei wählbar. Es bietet sich an, eins der im einführenden Text genannten Wesen darzustellen. Hier: zwei Personen in weißen (Arzt-)Kitteln, eine trägt nach der Verwandlung zusätzlich eine Eselsmaske. Raumvorbereitung Vor der Tafel wird ein "Rednerpult" inszeniert. Die Tische sind zu Vierer-Gruppentischen zusammengestellt. Didaktisch-methodische Überlegungen Mithilfe der Unterrichtseinheit "Remixing Kafkas 'Die Verwandlung': Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte" werden die kontextuelle Abhängigkeit und die kulturgeschichtliche Bedeutung des Verwandlungmotivs erkennbar. Durch die künstlerische Auseinandersetzung in Gruppenarbeiten wird die eigene Haltung zur Disposition gestellt und geschärft. Das kreative Spiel mit der Verwandlung und Veränderung auf der visuellen Ebene sind wesentliche Aspekte von Videobearbeitung im Medienkunstkontext. Video- und Fotobearbeitung sind zudem Bestandteil der alltäglichen Kulturpraxis von Kindern und Jugendlichen. Diese Form eignet sich daher besonders, das Thema "Verwandlung" ästhetisch aufzugreifen. Die zusätzliche Integration von Performance in die Bearbeitung des Themas ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, sich mittels darstellender Kunst zum Inhalt in Beziehung zu setzen. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit ist eingebettet in eine Unterrichtsreihe zu Franz Kafka. Dabei ist es von Vorteil, wenn Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" den Schülerinnen und Schülern vor der Durchführung dieser Doppelstunde bereits bekannt ist. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden einen kreativ-künstlerischen Umgang mit Themen der Lektüre beziehungsweise Gesellschaftsthemen an. erkennen, welche kulturgeschichtliche Bedeutung das Motiv der Verwandlung hat. lernen künstlerische Formen und Präsentationsmöglichkeiten kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Inszenierungskonzept / einen performativen Vortrag unter Einbeziehung von Medien. erarbeiten sich die Möglichkeiten, Funktionsweise und Anwendung digitaler Foto- und Videosoftware. lernen den künstlerischen Prozess des "Remixes" kennen: Vorhandenes künstlerisches Material (wie hier bekannte verwandelte Figuren aus Film, Fernsehen und Literatur) wird neu angeordnet und kontextualisiert. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, kreative Prozesse mit anderen abzustimmen und zu gestalten. entwickeln eigene Ideen, formulieren und präsentieren diese. entwickeln eigene Haltungen zu Themen und stellen diese zur Diskussion.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

Lernen mit dem Wochenplan: Grundlagen und Vorteile des Offenen Unterrichts

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zum Thema Wochenplan-Arbeit gibt einen Überblick über Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten der Methode im fachbezogenen oder fächerübergreifenden Unterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufen. Vorteile der Wochenpläne wie eigenverantwortliches Lernen und Zeitmanagement werden dabei ebenso diskutiert wie nötige Voraussetzungen und mögliche Schwierigkeiten. Grundlagen der Arbeit mit dem Wochenplan Die Wochenplanarbeit ist ein Unterrichtsmodell, bei dem Schülerinnen und Schüler innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens – meistens einer Woche – selbstständig und selbstgesteuert Inhalte erarbeiten. Als Grundlage dient der Wochenplan, in dem Lernziele und Arbeitsschritte konzipiert sind. Hier ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig: Das Lernziel muss formuliert und in Teilschritte heruntergebrochen werden. Die Arbeitsmaterialien müssen zielgruppengerecht ausgewählt, beschafft und bereitgestellt werden. Und schließlich muss auch die Klasse die Arbeitsweise mit Wochenplänen erst lernen. Bevor aber die Vorbereitung und Einführung des Wochenplans erfolgen kann, geht es wie hier um eine Annäherung an die Methode. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptprinzipien, nach denen Wochenplanarbeit organisiert werden kann: Bei offenen Wochenplänen definieren die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Lernziele, Lerninhalte und Arbeitsformen selbst. Diese Organisationsform setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenmotivation voraus, sodass sie sich vor allem für Schülerinnen und Schüler eignet, die bereits Erfahrungen mit geschlossenen oder halboffenen Wochenplänen haben. Daher sollen sie in diesem Artikel nicht im Mittelpunkt stehen. Geschlossene Wochenpläne werden von der Lehrkraft vorgegeben. Die Lehrkraft definiert dabei Lernziele und -inhalte, konzipiert entsprechende Aufgaben und stellt die benötigten Materialien und Hilfsmittel zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können auf Grundlage dieser Vorbereitung im eigenen Rhythmus arbeiten. Durch die Gliederung in Pflicht- und Wahlbereiche kann die Lehrkraft den Lernenden außerdem die Möglichkeit eröffnen, inhaltlich eigene Schwerpunkte zu setzen. Zusätzlich können später ganz freie Zusatzaufgaben hinzukommen, die die Schülerinnen und Schüler noch einen Schritt weiter in Richtung selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen anleiten. Wochenpläne können entweder an ein Fach gebunden sein, das mehrfach in der Woche auf dem Stundenplan steht, oder an eine Lehrkraft, die in der Klasse mehrere Fächer unterrichtet. Auch in Zusammenarbeit mit einer oder mehreren anderen Lehrkräften lassen sich fächerübergreifende Wochenpläne organisieren. Wichtig ist dabei die Sicherung der Ergebnisse und der gemeinsame Abschluss der Arbeit am Ende der Woche. Vorteile der Wochenplanarbeit Wochenpläne arbeiten stärker als konventioneller Frontalunterricht mit der intrinsischen Motivation der Schülerinnen und Schüler. Als reformpädagogisches Konzept setzen sie darauf, dass sich Kinder und Jugendliche aus eigenem Interesse mit der Welt auseinandersetzen, sich Wissen erarbeiten und lernen möchten. Diese natürliche Neugier kommt im Frontalunterricht nur selten zum Tragen: Durch die passive Haltung, die Schülerinnen und Schüler hier einnehmen, verlernen sie, das eigene Interesse und die eigene Neugier als Antrieb zum Lernen zu nutzen. Mithilfe der Wochenplanarbeit lernen Schülerinnen und Schüler, ihren Wunsch nach Verständnis in aktive Lernprozesse umzusetzen. Dabei verändert sich das Rollenverhältnis zwischen ihnen und der Lehrkraft: Die Lernenden sind aktiv , die Lehrkraft spielt eine unterstützende Rolle . Ein weiterer Vorteil der Wochenplanarbeit liegt in ihrem Potenzial zur Binnendifferenzierung im Sinne einer individuellen Förderung : Nicht nur Arbeitstempo, Reihenfolge und Lernmethoden können individuell bestimmt werden. Auch die Lernziele und -inhalte können variieren. In der geschlossenen Wochenplanarbeit kann die Lehrkraft auch individuelle Pläne erstellen, die auch Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, geringen Deutsch-Kenntnissen oder überdurchschnittlicher Begabung berücksichtigen. Nicht zuletzt fördert die Wochenplanarbeit die methodischen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler: Sie lernen ihren persönlichen Lerntyp , ihr Lernverhalten sowie ihre Vorlieben besser kennen und können bezogen auf ihr Zeitmanagement die Dauer ihres Lernprozesses besser einschätzen. Außerdem können sie bei entsprechender Aufgabenstellung Inhalte gemeinsam mit anderen erarbeiten, anstatt sie von der Lehrkraft zu übernehmen. Die erfolgreiche Arbeit mit diesem Konzept setzt allerdings wie eingangs erwähnt eine gute Vorbereitung voraus. Einerseits sollte die Lehrkraft vorhandene Lernstände und Lernfähigkeiten in der Klasse kennen. Andererseits benötigt sie einen relativ großen, gut organisierten Materialpool, aus dem sich die Schülerinnen und Schüler bedienen können. Dabei sollten visuelle, auditive und haptische Materialien so gemischt sein, dass verschiedene Lerntypen berücksichtigt werden. Eine weitere Herausforderung besteht in der Motivation der Schülerinnen und Schüler, sofern sie in der geschlossenen Wochenplanarbeit Inhalte lernen sollen, die nicht ihrem intrinsischen Interesse entsprechen. Grundsätzlich kann es einfacher sein, kleinere Kinder an die Wochenplanarbeit heranzuführen, und später auf diesen Grundlagen aufzubauen. Auch eine bewusste Entscheidung, welche Themen sich in einer bestimmten Klasse für diese Arbeitsform eignen, kann helfen. Nicht jeder Inhalt, der auf dem Lehrplan steht, eignet sich in demselben Maße für den Einsatz in der Wochenplanarbeit mit einer möglicherweise ungeübten Klasse. Des Weiteren bieten Materialien und Hilfsmittel die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren. Bei kleineren Kindern können das spielerische Elemente sein, bei Jugendlichen möglicherweise digitale interaktive Formate . Fazit Wochenpläne sind eine wertvolle, reformpädagogisch orientierte Ressource für den Schulalltag . Sie schulen Kompetenzen und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler und ermöglichen der Lehrkraft, auch in heterogenen Klassen mit unterschiedlichem Lernstand erfolgreiche Binnendifferenzierung. Den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sie, ihren eigenen Bedürfnissen und Neigungen entsprechend zu lernen. Wichtig sind eine gute Vorbereitung des Wochenplans und eine schrittweise Heranführung der Klasse an diese Arbeitsweise. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in dem Artikel

  • Fächerübergreifend

Ausbreitung von Infektionskrankheiten

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit diesem Arbeitsmaterial werden die Grundlagen zur exponentiellen Ausbreitung von Krankheiten erarbeitet. Basis dafür ist die Durchführung eines Modellversuchs.In dieser Unterrichtsstunde geht es darum, wie schnell sich Infektionskrankheiten verbreiten können. Die Grundlage für diese Stunde ist das Wissen über die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten und wie sich eine Infektion vermeiden lässt. Ausgehend von diesem Wissen wird ein Experiment durchgeführt, das den Lernenden modellhaft die exponentielle Ausbreitung von Krankheiten verdeutlicht. Dabei besitzen die Lernenden jeweils einen Becher mit destilliertem Wasser, wobei sich bei zwei Personen eine zehnprozentige Natriumcarbonat-Lösung im Becher befindet. Gegenseitig pipettieren sich die Lernenden Flüssigkeit in die Becher. Abschließend wird ein Indikator in alle Becher gegeben. Schon bei einer geringen Menge an Natriumcarbonat verfärbt sich die Flüssigkeit. Dieses Experiment wird im Anschluss auf seine Aussagekraft hin untersucht und beurteilt. Das Thema Ausbreitung von Krankheiten im Unterricht In jedem Jahr gibt es eine Grippe-Welle. Das Thema Infektionskrankheiten bietet also einen hohen Lebensweltbezug der Lernenden. Ausgehend vom Wissen über die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten kann mit einem Modellversuch beispielhaft die Geschwindigkeit der Ausbreitung von Krankheiten und Infektionen verdeutlicht werden. Vorkenntnisse Die Lernenden kennen bereits die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten und wie sie sich davor schützen können (zum Beispiel durch Impfung). Didaktische Analyse Das Thema Gesundheit und damit verbunden auch die Immunbiologie ist nicht zuletzt durch die Jakarta Erklärung zur Gesundheitsförderung für das 21. Jahrhundert ein wesentlicher Bestandteil des Biologieunterrichts. Ein Verständnis für und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen sollen gestärkt werden. Das schließt das Wissen über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sowie vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung mit ein. Methodische Analyse Durch einen stillen Bildimpuls werden die Lernenden angeregt, sich mit dem Schutz vor und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten auseinanderzusetzen. Anhand des Simulationsexperiments erkennen die Lernenden, wie schnell sich Infektionskrankheiten ausbreiten können. Zusätzlich verstehen die Lernenden das Experiment als Modell und begreifen Modelle als Abbild der Realität. Dabei ist stets auf die Modellkritik zu achten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fördern durch das Arbeiten mit Modellen die fachliche Kompetenz Erkenntnisgewinnung . erkennen anhand des Simulationsexperiments, wie schnell sich Krankheiten verbreiten können. erkennen Modelle als Abbild der Realität. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bei der Ausbreitung von Krankheiten bewusst. fördern durch die Auseinandersetzung mit dem Modell ihre Selbstwahrnehmung und soziale Wahrnehmungsfähigkeit als Teilkompetenzen der Personalen Kompetenz .

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Eine quantenmechanische Beschreibung des Wasserstoffatoms

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit der Unterrichtseinheit zur quantenmechanischen Beschreibung des Wasserstoffatoms findet der Zyklus zur modellhaften Erklärung der Vorgänge in einem Atom seinen Abschluss. Ausgehend vom Bohrschen Atommodell mit den ersten quantenmechanischen Ansätzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Potentialtopfmodell zum Wegbereiter für ein Wellenmodell mit stationären stehenden Wahrscheinlichkeitswellen, mit dem die Abläufe im einfachsten Atom – dem Wasserstoffatom – näherungsweise und halbwegs anschaulich beschrieben und berechnet werden können. Es wird benötigt für Schülerinnen und Schüler, die Physik als Leistungsfach und gegebenenfalls als Abiturfach gewählt haben. Alle weiteren Atome mit mehr als einem Elektron sind mit den Mitteln der Schulphysik nicht zu beschreiben. Anhand der beim Potentialtopfmodell gewonnenen Erkenntnisse wird den Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass man das in einem Potentialtopf eingesperrte Elektron gut auf die Gegebenheiten im Wasserstoffatom übertragen kann. Hinzu kommen jetzt aber die Einflüsse des positiv geladenen Protons, das sich im Kern befindet und auf das Elektron eine anziehende Kraft (Coulombkraft) ausübt. Die nun folgende Herleitung zur Bestimmung der Größe des Kernradius für das Wasserstoffatom im Grundzustand setzt gute mathematische Kenntnisse voraus und kann somit nur im Rahmen eines Leistungskurses oder dergleichen angeboten werden. Erläuternde Übungsaufgaben mit ausführlichen Lösungen ergänzen diese Unterrichtseinheit. Eine quantenmechanische Beschreibung des Wasserstoffatoms Mithilfe von Wahrscheinlichkeitsberechnungen sowie unter Einbeziehung des Coulombpotentials des im Kern befindlichen Protons können die möglichen Aufenthaltsorte von Elektronen für das einfachste Atom – das Wasserstoffatom – ebenso ermittelt werden wie die zugehörigen Energien. Vorkenntnisse Die aus der Erarbeitung von Potentialtopf und Wahrscheinlichkeit erworbenen Erkenntnisse finden nun ihre spezifische Anwendung für die Beschreibung des Wasserstoffatoms. Didaktische Analyse Für die Lernenden ist erneut ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen nötig. Deshalb müssen Lehrkräfte sehr darauf achten, durch Abbildungen und Animationen den Sachverhalt anschaulich zu gestalten. Zudem muss der anspruchsvolle Stoff den Schülerinnen und Schüler vorbehalten bleiben, die Physik als Leistungsfach beziehungsweise Abiturfach gewählt haben. Methodische Analyse Schritt für Schritt werden die Gleichungen zur quantenmechanischen Beschreibung des Wasserstoffatoms hergeleitet. Mit begleitenden Übungsaufgaben einschließlich sehr ausführlicher Lösungen werden die Lernenden mit den notwendigen Berechnungen vertraut gemacht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen um die komplexen Vorgänge in einem realen H-Atom. können Begriffe wie Wahrscheinlichkeitsdichte und Wellenfunktion beschreiben. lernen die auf das Elektron wirkende Gesamtenergie herzuleiten und daraus die Energieniveaus des H-Atoms zu berechnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbständig Fakten, Hintergründe und Kommentare im Internet. können die Inhalte von Videos, Clips und Animationen auf ihre sachliche Richtigkeit hin überprüfen und einordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Partner- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team. setzen sich mit den Ergebnissen der Mitschülerinnen und Mitschüler auseinander und lernen so, deren Ergebnisse mit den eigenen Ergebnissen konstruktiv zu vergleichen. erwerben genügend fachliches Wissen, um mit anderen Lernenden, Eltern und Freunden wertfrei diskutieren zu können.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Nachhaltigkeit ästhetisch vermitteln: BNE durch Kulturelle Bildung im Unterricht

Fachartikel

Dieser Artikel zum Thema Kulturelle Bildung und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) zeigt, inwiefern sich beide Themenfelder sinnvoll in der Schul- und Unterrichtsentwicklung ergänzen. Durch die Verbindung eröffnen sich neue Lernchancen für beide Bereiche.

  • Fächerübergreifend / Kunst / Kultur / Religion / Ethik / Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Globales Lernen als pädagogische Herausforderung

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Globalen Lernen wird seine Bedeutung als Alternative zum gegenwärtigen Bildungsauftrag der Pädagogik und Erziehungswissenschaft beleuchtet und dazu ermutigt, es im Unterricht anzuwenden. Globales Lernen ist die pädagogische Antwort auf den Prozess der Globalisierung. Es zielt darauf ab, globale Zusammenhänge verständlich zu machen und globale Themen in den Unterricht zu holen. Es entspringt der Einsicht, dass die herkömmliche Erziehung und Bildung nicht in der Lage sind, nachfolgende Generationen mit den notwendigen Kenntnissen, Fähigkeiten und Einsichten auszustatten, die sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben in einer vernetzten und komplexen Weltgesellschaft benötigen. Der Lernansatz ist interdisziplinär und methodisch vielfältig. Kompetenzerwerb und Schlüsselqualifikationen Globales Lernen steht für kritisches, selbstreflexives, verantwortungsbewusstes und handlungsorientiertes Lernen und möchte Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Menschen vermitteln. Dabei werden menschenfeindliche Ideologien entkräftet und die Gleichwertigkeit aller Menschen vorausgesetzt. Historische Dimensionen von globaler Ungleichheit werden thematisiert, um bestehende internationale Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse verstehen und verändern zu können: Wer profitiert von den ungleichen Machtverhältnissen, wer nicht? Der Lernansatz und der damit einhergehende Kompetenzerwerb gehen über die kognitive Lernziele vermittelnde Unterrichtspraxis hinaus und können als pädagogisches Programm der Persönlichkeitsbildung im Kontext der Weltgesellschaft bezeichnet werden. Das Programm ist untrennbar mit dem Erwerb von neuen und zukunftsfähigen Kompetenzen verbunden, die für das Globale Lernen konstitutiv sind. Im Zentrum stehen dabei drei übergeordnete Kategorien: Erkennen Bewerten Handeln Diesen Kategorien werden insgesamt elf Kern- oder Schlüsselkompetenzen zugeordnet, die im Unterricht erlernt werden sollen. Zur Kategorie "Erkennen" gehört zum Beispiel die Kernkompetenz Informationsbeschaffung und -verarbeitung als eine Voraussetzung zum Erkennen von Vielfalt. Die Kernkompetenzen Perspektivwechsel, Empathie, kritische Reflexion und Stellungnahme stehen beispielhaft für die Kategorie "Bewerten" . Die dritte Kategorie "Handeln" beinhaltet unter anderem die Kompetenzen Solidarität, Mitverantwortung, Konfliktlösung und Mitgestaltung. Das Einüben der Kompetenzen soll die Schülerinnen und Schüler ermächtigen, globale Lebenswelten, Entwicklungen und ihre Dynamiken besser zu verstehen. Zum Kompetenzerwerb gibt es klare Vorgaben und Richtlinien, die man zum Beispiel im kostenlosen Orientierungsrahmen für den Lernbereich "Globale Entwicklung" der Kulturministerkonferenz und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Jahr 2016 nachlesen kann. Als Referenzrahmen soll er Schulen darin unterstützen, weltweite ökonomische, politische, soziale und ökologische Zusammenhänge fächerübergreifend zu vermitteln. Zugleich bietet das BMZ darin den Schulen Anregungen zur Umsetzung und gibt Themenbereiche zum Globalen Lernen vor. Empowerment zur Mitsprache und Zukunftsgestaltung Globales Lernen versteht sich als ein Bildungsauftrag zur Förderung mündiger, verantwortungsbewusster und mitgestaltungsfähiger Weltbürgerinnen und Weltbürger. Die im Unterricht erlernten Kernkompetenzen sollen die Lernenden für einen nachhaltigen, effektiven Umgang mit den Bedingungen des globalen Zeitalters rüsten und ihnen dabei helfen, ihren eigenen Lebensweg in die globalisierte Gesellschaft und Zukunft zu finden. Sie erfahren mehr über Globalisierungsprozesse und weltweite Herausforderungen wie zum Beispiel Flucht und Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Klimawandel, Armut und Menschenrechtsverletzungen. Sie lernen diese heiklen Themen einzuordnen, zu verstehen und dabei Bereiche persönlicher Mitverantwortung zu erkennen. In diesem anspruchsvollen und komplexen Lernprozess ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler zu begleiten und ihnen altersspezifische Lösungsansätze, Vorbilder und Möglichkeiten zum individuellen oder kollektiven Engagement zu vermitteln. Dabei ist es unerlässlich, den Kindern und Jugendlichen Raum für die Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen zu lassen. Auf dieser Basis können die Kinder und Jugendlichen eigene Lösungsmöglichkeiten entwickeln und im Idealfall, ihr eigenes Engagement planen und umsetzen. So fördert Globales Lernen das große Potenzial, das schon Kinder und Jugendliche in sich tragen und ermutigt sie, sich aktiv in den Entwicklungsprozess einer zukunftsfähigen und besseren Welt einzubringen. Globales Lernen als politische Bewusstseinsbildung Globales Lernen setzt bei der Bereitschaft an, sich auf einen lebenslangen Lernprozess einzulassen und sich mit Globalisierungsprozessen als Teil aktuellen Zeitgeschehens kritisch und konstruktiv auseinanderzusetzen. In diesen Lernprozess sind sowohl Lehrende als auch Lernende gleichermaßen eingebunden. Globales Lernen bietet Pädagoginnen und Pädagogen alternative Ansätze zum vorherrschenden Erziehungsmodell und gibt ihnen die Chance zum Lehren neuer Weltsichten und Menschenbilder. Es bietet Raum und Anleitung zur kritischen Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien wie Rassismus und Sexismus und trägt zum Verständnis heutiger Globalisierungsprozesse bei. Dabei müssen Fragen über unsere Verantwortung und Entscheidungen im Leben gestellt und beantwortet werden. Eine Prämisse könnte dabei sein: Check your privileges! Globales Lernen nimmt Lehrkräfte in die Pflicht, sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern den grundlegenden Problemen der heutigen Zeit zu stellen und ihnen als Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern altersspezifische Handlungsmöglichkeiten als Lösungsansätze zur Bewältigung globaler Herausforderungen vorzustellen. In Zeiten von Pandemien und realem Klimawandel kann das ein Beitrag sein, ihnen ihre Lebens- und Zukunftsängste zu nehmen. Dass schon Kinder und Jugendliche entscheidend zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Weltgemeinschaft beitragen können, wird in der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" mehr als deutlich. Hier zeigt sich die Jugend als Vorreiter einer friedlichen zivilgesellschaftlichen Anstrengung , um Mitsprache und Mitbestimmung in politischen Entscheidungsprozessen einzufordern. Fazit Zusammenfassend lässt sich sagen: Globales Lernen ist kein pädagogisches Wundermittel gegen globale Herausforderungen. Aber in der pädagogischen Praxis kann es dazu beitragen, alternative und begehbare Wege in eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen anzulegen. Die zentrale Voraussetzung dazu beschreibt der französische, auf Martinique geborene Arzt und Schriftsteller Frantz Fanon so: "Nur durch eine Anstrengung des Neubeginns und der Selbstprüfung, durch eine ständige Anspannung ihrer Freiheit kann es den Menschen gelingen, die idealen Lebensbedingungen für eine menschliche Welt zu erschaffen. Überlegenheit? Unterlegenheit? Warum nicht einfach versuchen, den anderen zu berühren, den anderen zu spüren, mir den anderen zu offenbaren. Ist mir meine Freiheit denn nicht gegeben, um eine Welt des Du zu errichten" (Fanon 1980: 166)? Literaturverzeichnis Fanon, Frantz (1980). Schwarze Haut, weiße Masken. Frankfurt: Suhrkamp. Weiterführende Literatur Mabanza, Boniface (2009). Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Eine Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive. Münster: Institut für Theologie und Politik (ITP). Samson, Marita (Autorin), Checkpoint Afrika e. V. (Herausgeber). Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika. Vorbilder aus Afrika machen Schule. München. GRIN Verlag . Schreiber, Jörg-Robert und Hannes Siege (2016). Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Berlin: Cornelsen.

  • Fächerübergreifend / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik

Corona-Krise während des Referendariats: Wie geht es nun weiter?

Blog

Hallo ihr Lieben, die Welt steht Kopf – und dieses Mal nicht nur für uns Refis, sondern für die ganze Schule. Auslöser: Corona! Unsere Schule bleibt ab Montag bis zu den Osterferien geschlossen – Wie es nun weitergeht, keine Ahnung …

  • Fächerübergreifend

Es wird ernst: Der Endspurt im Referendariat

Blog

Hallo ihr Lieben, endlich komme ich wieder dazu, euch etwas aus meinem Refi-Leben zu berichten. Im Moment ist meine To Do-Liste ziemlich voll, da ich mein Examen schon in vier Wochen habe – ein Tag, auf den ich jetzt knapp 1,5 Jahre (plus 6 Jahre Studium) hingearbeitet habe.

  • Fächerübergreifend

Herausforderung Schulschließungen – Ist Homeschooling die Antwort?

Fachartikel

Die aktuellen Ausnahmeregelungen mit geschlossenen Schulen stellen besonders die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern vor akute Herausforderungen. Vielerorts denkt man über Homeschooling nach oder setzt einzelne Maßnahmen um. Frau Dr. Henkelmann von Federal Advocate bei SMART Technologies erklärt im Interview, wie sich Online-Unterricht und das virtuelle Klassenzimmer einfach und schnell umsetzen lassen. Frau Dr. Henkelmann, was verstehen Sie unter Homeschooling? In Deutschland spricht die Rechtslage ja dagegen. Wir beobachten, dass diese Begrifflichkeit inzwischen neu gedacht wird. Es geht nicht darum, dass Eltern jetzt in Zeiten von Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie ihre Kinder selbst daheim unterrichten – so wie Homeschooling ja in anderen Ländern verstanden wird. Wir denken bei Homeschooling an Unterricht in digitaler Form, in virtuellen Klassenzimmern und mit Unterstützung moderner Technik. Die Lehrkraft bleibt dabei den Schülerinnen und Schülern im Lehr-Lernprozess erhalten. Ist Homeschooling in der Form, wie Sie es beschreiben, in Deutschland aktuell möglich? Es ist in der Regel eine gute Internetabdeckung zu Hause vorhanden, anders als in den Schulen. Es gibt Webseiten, wo Lernende und Lehrende Inhalte abfragen können – warum sollte man in besonderen Zeiten wie diesen solche Werkzeuge nicht nutzen, um die Bildungsvermittlung aufrecht zu erhalten? Es entsteht ein virtuelles Klassenzimmer, in dem Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler zeit-und ortsunabhängig unterrichten. Mit der entsprechenden Technik ist das möglich. Aber, nur weil etwas technisch möglich ist, heißt es nicht, dass es heute schon organisatorisch flächendeckend möglich ist, Schülerinnen und Schüler im virtuellen Klassenzimmer ortsunabhängig zu unterrichten. Denn man muss sicherstellen, dass die jungen Leute erstens an selbsttätiges Lernen gewöhnt sind und die Disziplin mitbringen, virtuell zu lernen. Zweitens haben wir das große Thema Teilhabe: Man muss sicherstellen, dass der technische Zugang für alle, auch für Kinder, deren Eltern finanziell nicht so gut ausgestattet sind, funktioniert, um nur ein Beispiel zu nennen. Deutschland hat noch Nachholbedarf in Sachen digitaler Unterricht, aber die Aktualität spricht für sich. Können Lehrkräfte trotzdem jetzt schon etwas tun, gerade auch im Hinblick auf Methoden und Umsetzung – Wie verändert sich Unterricht durch digitale Möglichkeiten? Lehrkräfte können sich mit den neuen Möglichkeiten proaktiv beschäftigen, schauen, was für sie sinnvoll ist und wie neue Entwicklungen vielleicht sogar kreative neue Wege ermöglichen und ungeahnte pädagogische Möglichkeiten bieten. Und dafür muss man keine IT-Fachkraft sein. Zum Beispiel gibt es virtuelle Lehrerfortbildungen, die tolle Wege aufzeigen – und man bewegt sich während der Schulung gleich in der neuen Online-Welt. Wir alle sollten über die digitalen Möglichkeiten in der Bildungsvermittlung in Diskussion treten und in Verbindung bleiben – in Corona-Zeiten eben virtuell. Die technischen Möglichkeiten unterstützen Lehrkräfte ganz pragmatisch, aber ersetzen keine gute Pädagogik. Es ist eine Ergänzung – die Lehrpersönlichkeit bleibt das Zentrum, auch virtuell. Was können Kommunen, Bildungsträger und Beschaffungsverantwortliche konkret tun, und wie sollten sie sich für die Zukunft wappnen? Man sollte den DigitalPakt Schule schneller vorantreiben als bisher. Die jetzige Lage in ganz Europa zeigt die Dringlichkeit von Umsetzungen digitaler Bildung und sie zeigt, wie wichtig ein pädagogisches Konzept, aber vor allem auch die pädagogische Software ist. Es ist jetzt an der Zeit, konsequent auf Interaktivität und Online im Bereich Digitalisierung der Bildung zu setzen. Und das ginge bereits mit den vorhandenen Mitteln. Viele Schulbuchverlage stellen Inhalte beispielsweise als PDF über die Cloud zur Verfügung. Das ist eine praktikable und schnelle Möglichkeit zur Digitalisierung, ein erster Schritt. Mithilfe einer guten pädagogischen Software lassen sich zum Beispiel analoge und digitale Angebote wunderbar zum Wohle der Lernenden verschränken. Ein Beispiel dafür ist die SMART Learning Suite Online, mit der ein spielerischer und interaktiver Bildungsdialog möglich ist. Gerade für das Lernen daheim in Zeiten von Schulschließungen ist das eine echte Hilfe, da man damit online Schulstoff aufbereiten, zur Verfügung stellen und kollaborativ bearbeiten kann. Bietet SMART in dieser Richtung auch Informationen oder Beratung an? Wir bieten auf unserer Homepage aktuelle Infos, welche Bundesländer im Zuge des DigitalPakts Schule derzeit wie gefördert werden. Dort kann man sich auch über entsprechende pädagogische Rahmenkonzepte und die Möglichkeiten der Virtualisierung informieren. Viele Schulen müssen aber auch erst einmal in die technische Ausstattung investieren, bevor ein rein virtuelles Klassenzimmer möglich wird. Da sollten Beschaffungsverantwortliche heute schon in die Zukunft gerichtet, vernünftige Entscheidungen treffen. Also nicht nur auf die zunächst günstigste Lösung setzen, sondern Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten für die nächsten Jahre mit bedenken. Dennoch darf die Technik nicht zum Selbstzweck werden, denn die Pädagogik und die sinnvolle Einbettung in Didaktik stehen im Vordergrund.

  • Fächerübergreifend

Typischer Lehrerspruch: Was ergibt drei Packen minus zwei Packen? Einpacken!

Cartoon

Wenn die Lehrerin oder der Lehrer eine produktive Mathestunde beenden möchte, kann die Lehrkraft ihre Schülerinnen und Schüler mit einem lustigen Spruch in die Pause oder nach Hause entlassen. Auf die Frage "Was ergibt drei Packen minus zwei Packen?" antworten die Schülerinnen und Schüler dann "Einpacken!" und verlassen den Klassenraum.

  • Fächerübergreifend

Aufenthaltswahrscheinlichkeiten beim linearen Potentialtopf

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Aufenthaltswahrscheinlichkeiten beim linearen Potentialtopf" werden die Schülerinnen und Schüler mithilfe des Potentialtopfmodelles an die tatsächlichen Vorgänge in einem Atom herangeführt. Dabei werden die Lernenden mit quantenmechanischen Beschreibungen konfrontiert, die ein nicht unerhebliches Abstraktionsvermögen verlangen. Allerdings können die notwendigen Gleichungen in Analogie zu bereits bekannten Herleitungen aus der Mechanik beziehungsweise Elektrodynamik abgeleitet werden. Es wird für Schülerinnen und Schüler benötigt, die Physik als Leistungsfach und gegebenenfalls als Abiturfach gewählt haben. In Anlehnung an die mechanische Wellenfunktion zur Beschreibung von Seilschwingungen oder Wasserwellen werden die Schülerinnen und Schüler zur Beschreibung der quantenmechanischen Wellenfunktion mit Begriffen wie Wahrscheinlichkeitsamplitude und Aufenthaltswahrscheinlichkeitsdichte vertraut gemacht. Den Lernenden wird an konkreten Beispielen erläutert, dass man solche als Wahrscheinlichkeitswellen bezeichnete Funktionen nicht wie Wasserwellen beobachten kann, sondern nur zur mathematischen Beschreibung eines quantenmechanischen Zustandes benutzen kann. Anhand konkreter Beispiele können dann entsprechende Wahrscheinlichkeiten berechnet werden, ein in einem Potentialtopf befindliches Elektron an einer bestimmten Stelle zu finden. Aufenthaltswahrscheinlichkeit beim linearen Potentialtopf Zum Verständnis der noch folgenden Unterrichtseinheit zur quantenmechanischen Beschreibung des Wasserstoffatoms sind Kenntnisse über quantenmechanische Grundprinzipien wie Welle-Teilchen-Dualismus und Wahrscheinlichkeitsberechnungen zu Aufenthaltsorten von Elektronen notwendig. Dies kann mithilfe des linearen und dreidimensionalen Potentialtopfes den Schülerinnen und Schülern sehr gut nahegebracht werden. Vorkenntnisse Vorkenntnisse von Lernenden können kaum vorausgesetzt werden. Allerdings helfen die aus der Mechanik und Elektrodynamik bekannten Beschreibungen von mechanischen und elektromagnetischen Wellen sehr bei der Einführung der abstrakten Wahrscheinlichkeitswellen. Didaktische Analyse Bei der für die Lernenden nicht ganz einfachen Herleitung von Wahrscheinlichkeitswellen ist Abstraktionsvermögen gefragt. Deshalb müssen Lehrkräfte sehr darauf achten, durch Abbildungen und Animationen den Sachverhalt möglichst anschaulich zu gestalten. Im Übrigen sollte der anspruchsvolle Stoff den Schülerinnen und Schülern vorbehalten bleiben, die Physik als Leistungsfach beziehungsweise Abiturfach gewählt haben. Methodische Analyse In einer schrittweisen Hinführung werden die Lernenden in die Berechnungen von Aufenthaltswahrscheinlichkeiten eingeführt. Ergänzende Übungsaufgaben erläutern und verfestigen das Gelernte mit dem Ziel, damit auch die realen Vorgänge in einem Wasserstoffatom verstehen zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die quantenmechanischen Vorgänge im atomaren Bereich mit den Methoden der klassischen Physik nicht beschrieben werden können. können Begriffe wie Wahrscheinlichkeitswelle und Aufenthaltswahrscheinlichkeit beschreiben. wissen, wie man Wahrscheinlichkeiten in der Quantenphysik herleitet und berechnet. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler überprüfen selbständig Fakten, Hintergründe und Kommentare im Internet. lernen die Inhalte von Videos, Clips und Animationen auf ihre sachliche Richtigkeit hin zu überprüfen und einzuordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Partner- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team. setzen sich mit den Ergebnissen der Mitschülerinnen und Mitschüler auseinander und lernen so, deren Ergebnisse mit den eigenen Ergebnissen konstruktiv zu vergleichen. erwerben genügend fachliches Wissen, um mit anderen Lernenden, Eltern und Freunden wertfrei diskutieren zu können.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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