Tipp der Redaktion

Controlling

Einführung in das Controlling
Tipp der Redaktion

Controlling

In dieser Unterrichtseinheit erfassen die Lernenden die Aufgaben des Controllings sowie des Produktionscontrollings in einem Betrieb.

Tipp der Redaktion

Entlohnungsformen

Entlohnungsformen: Akkordlohnberechnung
Tipp der Redaktion

Entlohnungsformen

In dieser Unterrichtseinheit berechnen die Lernenden Akkordlöhne und erarbeiten den Unterschied zwischen Stückgeld- und Stückzeitakkord.

  • Lehrplanthema
  • Schulstufe1
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Materialtyp11
  • Quelle9
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DBU-Projekt: Das Planspiel UNEP

Fachartikel

Das Ergebnis einer politischen Debatte in der Zeitung nachlesen? Informativ! Eine politische Entscheidungsfindung live im Fernsehen oder im Plenarsaal verfolgen? Spannend! Einmal selbst in die Rolle von politischen Entscheidungsträgern schlüpfen und im Sitzungssaal mögliche Lösungen für die aktuell größten Probleme unserer Zeit diskutieren? Aufregend! Das bundesweite Planspiel "UNEP - Internationale Umweltpolitik hautnah erleben" rückt die Jugendlichen spielerisch ins Zentrum der politischen Entscheidung: Einen Schultag lang schlüpfen 15- bis 20-Jährige in die Rolle internationaler Delegierter, um nachzuvollziehen, wie internationale politische Entscheidungsprozesse zu umweltpolitischen Fragen ablaufen und wie Ergebnisse zustande kommen. Damit die Jugendlichen einen konkreten Bezug zu den globalen Themen entwickeln können, findet nachfolgend eine Übertragung auf ihre Stadt und ihren Alltag statt, immer mit dem Erkenntnisziel: Man kann auch als Einzelner vor Ort etwas für die Umwelt und für eine nachhaltige Entwicklung tun.

  • Pädagogik / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Projekt "Zukunft einkaufen"

Fachartikel

Jeder Euro, den wir inverstieren, entscheidet darüber, ob Wälder abgeholzt oder erhalten werden, oder ob ein fairer Preis für Tee gezahlt wird - oder eben nicht. Dieses Bewusstsein möchten Katholische und Evangelische Kirche mit einem gemeinsamen Projekt in Kirchengemeinden, Schule und Gesellschaft tragen. Die Katholische und Evangelische Kirche in Deutschland haben als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands mit ihren Kirchengemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungsstellen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen eine große, vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Dies gilt besonders für die Bereiche Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Fächerübergreifend

OroVerde - Die Tropenwaldstiftung und ihre Projekte

Fachartikel

OroVerde (= grünes Gold) wurde im Jahr 1989 von renommierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Naturwissenschaften gegründet. Die als gemeinnützig anerkannte Stiftung konzentriert sich auf konkrete, dauerhaft wirksame Beiträge zur Erhaltung der Tropenwälder. Initiator der Tropenwaldstiftung ist Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt, Ehren-Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), des Dachverbandes der Natur- und Umweltschutzverbände. Seit Gründung initiiert OroVerde Schutzprojekte, konzipiert sie und fördert sie finanziell. Ein kleines, interdisziplinäres Managementteam in der Bonner Zentrale koordiniert und organisiert die Arbeiten. Die Durchführung erfolgt durch sorgfältig ausgewählte, zuverlässige Partner vor Ort. OroVerde-Fachleute begleiten die Projekte permanent und überwachen auch die Verwendung der Finanzmittel.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

DBU-Projekt: GLOKAL Change

Fachartikel

Viele noch so kleine Natur- und Kulturräume verändern sich im Laufe der Zeit in großem Maße. Doch nicht immer verändern sie sich im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Lernplattform GLOKAL Change bringt jungen Menschen diese auf den ersten Blick nicht erkennbaren Zusammenhänge im Rahmen der schulischen und außerschulischen Umweltbildung nahe. Globale Umweltveränderungen stehen in einem engen Verhältnis mit von Menschen verursachten Veränderungen von Natur- und Kulturräumen. Ob und in welchem Maße eine anthropogene Entwicklung in einem bestimmten Raum den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht - also ob diese Entwicklung im Einklang mit der Natur, mit den Menschen und mit Rücksicht auf die lokale Wirtschaft steht -, untersuchen Schülerinnen und Schüler mithilfe der Lernplattform GLOKAL Change.

  • Geographie / Jahreszeiten / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Aufbauorganisation

Unterrichtseinheit

Die Lernenden versetzen sich in dieser Unterrichtseinheit in die Lage von gleichaltrigen Jungunternehmern und lösen die vielfältigen organisatorischen Aufgaben eines IT-Startups. Da das Unternehmen im Verlauf der Unterrichtsreihe expandiert, werden sie immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, die ihr organisatorisches Geschick erfordern.Diese Einheit eignet sich vor allem für den Unterricht in den Fächern Informationswirtschaft, Informatik, Wirtschafts- und Rechtslehre sowie Verwaltungsorganisation in der Höheren Handelsschule, dem Wirtschaftsgymnasium oder in kaufmännischen Berufsschulklassen. Die Lernenden werden damit konfrontiert, dass guter Wille, Engagement und ein unerschütterliches Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen, um erfolgreich ein Unternehmen zu gründen. Ein solches Unterfangen muss auch gut durchdacht und organisiert sein. Deshalb machen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den fiktiven Akteuren dieser Unterrichtsreihe auf den Weg, die vielfältigen organisatorischen Hürden eines Startups zu nehmen. Dabei beschäftigen sie sich zunächst damit, was Organisation überhaupt ist, und ob betriebliche Regelungen immer starr sein müssen. Anschließend ermitteln sie im Rahmen der Aufgabenanalyse das Sachziel ihrer Unternehmung. Dieses Sachziel zerlegen sie dann in Haupt-, Teil- und Einzelaufgaben. In der darauf folgenden Aufgabensynthese bilden sie dann Stellen, denen sie die Einzelaufgaben zuordnen. Ergänzend beschäftigen sie sich mit dem Phänomen der informellen Organisation. Nach einem fünfjährigen Zeitsprung zeigt sich, dass die anfänglichen organisatorischen Bemühungen gefruchtet haben. Das Unternehmen ist gewachsen. Und damit ergeben sich neue organisatorische Probleme, die die Lernenden lösen müssen.Die Grundlagen der klassischen Organisationslehre erscheinen Lernenden häufig als zu komplex und lebensfremd. Deshalb wird ihnen in dieser Unterrichtsreihe die Möglichkeit geboten, sich in die Lage von gleichaltrigen Jungunternehmern zu versetzen und an deren Problemen schrittweise die Notwendigkeit und den Nutzen von Organisation zu erkennen sowie das neu erworbene Wissen situationsgerecht anzuwenden. Dies erleichtert den Schülerinnen und Schülern die Akzeptanz dieses Inhalts und motiviert sie, sich diesen eher trockenen Stoff anzueignen. Die Unterrichtseinheit enthält eine klare strukturelle Gliederung des Themas und folgt einer inhaltlichen Progression. Ein konkreter Zeitplan wird nicht vorgegeben. Aus unterrichtsökonomischen Gründen ist es sinnvoll, die Reihe so zu strukturieren, dass die Lernenden die teilweise umfangreichen Leseaufträge zu Hause erledigen können. Weiterhin ist es unumgänglich, dass sich die Schülerinnen und Schüler die Fachtermini aneignen. Dabei macht es – wie auch in anderen Bereichen der Wirtschaftswissenschaft – keinen Sinn, die teilweise recht umfangreichen Definitionen stoisch auswendig zu lernen. Sinnvoller ist es, die Lernenden anzuhalten, die erarbeiteten Inhalte mit eigenen Worten zusammenzufassen und in Form eines Wissensspeichers oder einer Definitionssammlung zu sichern. Diese Arbeit sollte die Hausaufgabe ergänzen und muss erfahrungsgemäß regelmäßig überprüft werden.Die Schülerinnen und Schüler schulen ihr analytisches Denken. erarbeiten sich anspruchsvolle Inhalte selbstständig. erarbeiten sich Aufgaben, Elemente und Prinzipien der Aufbauorganisation. kennen Organisationstypen. entscheiden sich begründet für geeignete Alternativen zum betrachteten Unternehmen.

  • Orga / Bürowirtschaft
  • Berufliche Bildung

Steuern - nein danke?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Steuern machen sich die Schülerinnen und Schüler basierend auf einem Beispiel ihrer Lebenswelt Gedanken über Abgaben an das Finanzamt. Dabei wägen sie zwischen dem Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - und dem Verfolgen persönlicher Interessen ab. Sie betten ihre Argumente in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext ein und gelangen so zu einem moralisch gereifteren Urteil.Die Unterrichtseinheit zum Thema Steuern startet mit dieser Fragestellung, wie viele Spirituosen oder Zigaretten man aus dem Ausland mit nach Hause bringen darf und ob man diese versteuern muss. Die Schülerinnen und Schülern erhalten im Fishbowl die Gelegenheit, sich diesbezüglich moralisch zu erklären oder sich gegebenenfalls zu revidieren. Kaffee, Zigaretten, Alkohol und mittlerweile auch Benzin sind wahrscheinlich die liebsten "Mitbringsel" von Urlaubern. Und es ist üblich, dass Mitglieder einer Reisegruppe, die diese Waren nicht eingekauft haben, diese dann für diejenigen, die davon zu viel gekauft haben, mit über die Grenze nehmen. Dass auch dies verboten ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Darauf aufbauend erhalten sie dann die Gelegenheit, sich grundsätzliche Gedanken zur Notwendigkeit von Steuern zu machen und ihre diesbezügliche Perspektive zu erweitern.Die Unterrichtseinheit "Steuern - nein danke?" soll Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, moralische Überlegungen zur Notwendigkeit von Steuern anzustellen. Die Untersuchungen von Kohlberg und Turiel belegen, dass moralische Qualitäten nur unzureichend durch direkte Belehrung stimulierbar sind. Veränderungen im moralischen Denken und Handeln können in der Regel erst dadurch erreicht werden, dass Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aktiv reorganisieren. Dazu sollen sie durch einen echten Moralkonflikt stimuliert werden. Ablauf der Unterrichtseinheit "Steuern - nein danke?" Einstiegsfall Als Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler gefragt, ob sie bei einem bevorstehenden Urlaub - alternativ einer geplanten Klassenfahrt - als Nichtraucher für einen Raucher Zigaretten mit über die Grenze nehmen würden. Die Raucher werden gefragt, ob sie einen Nichtraucher um diese Gefälligkeit bitten würden. Das Ergebnis wird mittels einer Punktabfrage ermittelt. In der Regel entscheidet sich die überwiegende Mehrheit einer Klasse dafür, die Zigaretten mitzunehmen. Internetrecherche zu den rechtlichen Grundlagen Das Tabaksteuergesetz Im Anschluss an die Punktabfrage werden die Lernenden gebeten, im Internet zu recherchieren, wie dieses Thema juristisch geregelt ist. Der § 20 des Tabaksteuergesetzes hilft hier weiter. Die Schülerinnen und Schüler stellen bereits beim Studium des § 20 Abs. 1 TabStG fest, dass man für den Eigenbedarf erworbene Tabakwaren nur selbst in das Steuergebiet verbringen darf. Das Mitnehmen von Tabakwaren für Mitschüler ist somit nicht in Ordnung. Damit ist der Einstiegsfall rechtlich geklärt. Alltagsrelevanz Lesen die Lernenden allerdings im § 20 TabStG weiter, werden sie sich spätestens bei Absatz 4 fragen, wie viele Zigaretten sie denn heute aus der Tschechischen Republik mit nach Deutschland nehmen dürfen. Schließlich gilt die Regelung, dass man nur 200 Zigaretten pro Person einführen darf, seit dem 31. Dezember 2007 nicht mehr. Nun ist guter Rat teuer. Es stellt sich die Frage, wo der § 20 TabStG erläutert wird. Dazu kann man sich zum einen auf die Homepage des Zolls begeben. Hier wird auf die Mengenregelung zum privaten Verbringen erläutert. Alternativ kann man aber auch in der Tabaksteuerverordnung nachschauen. Der § 22 b TabStV (Tabaksteuerverordnung) hilft jetzt weiter. Recherche-Ergebnis Im Ergebnis stellt man fest, dass man seit dem 31.12.2007 bis zu 800 Zigaretten, 200 Zigarren, 400 Zigarillos oder ein Kilogramm Rauchtabak aus dem freien Verkehr eines anderen Mitgliedstaates für den Eigenbedarf selbst in das Steuergebiet, also nach Deutschland, mitbringen darf. Parallelfall: Alkohol-Transport Falls die Schülerinnen und Schüler ergänzend auch noch die Regelungen zu Alkoholika interessieren, kann auf das entsprechende Urteil des EuGH vom 23.11.2006 verwiesen werden. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass die für den eigenen Bedarf erworbenen Waren persönlich befördert werden müssen. Somit darf also auch der Transport von Alkoholika nicht an Mitschüler delegiert werden. Erarbeitung steuerethischer Grundlagen Moralischer Konflikt Beim Studium der gesetzlichen Regelungen stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass sie sich bei der Punktabfrage nicht gesetzeskonform entschieden haben. Damit entsteht ein moralischer Konflikt, der sie für den Inhalt sensibilisiert. Sie haben nun in der Regel das Bedürfnis, ihre Einstellung und ihr Wissen um die Gesetzeslage in Einklang zu bringen. Gefahren des Rauchens erwähnen An dieser Stelle bietet es sich zudem an, auch auf die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens hinzuweisen und diese Überlegungen als weiteren Aspekt einzubringen. Internetrecherche Da sie für diese Reorganisation weitere Information benötigen, kann man ihnen nun anbieten, sich in Gruppen mit verschiedenen Perspektiven zum Thema Steuern zu beschäftigen und entsprechendes Material im Internet zu recherchieren. Die Recherche bildet die Basis der späteren Diskussion im Fishbowl . Auswahl der Perspektiven in der Vorbereitung des Fishbowls Bevor man der Klasse die alternativen Perspektiven zur Auswahl stellt, sollte man sich überlegen, wie viele und welche Perspektiven man anbietet. Dabei sind die Anzahl der Lernenden und die Ausgewogenheit zu beachten. Weiterhin sollten die Gruppen "Schüler" und "Adam Smith" im Fishbowl nicht fehlen. Nachdem den Schülerinnen und Schülern einige oder alle der folgenden Perspektiven kurz vorgestellt worden sind, wählen diese eine aus, die sie erarbeiten wollen. Die Gruppengröße sollte auf maximal vier Schülerinnen und Schüler begrenzt sein. Fishbowl Methodische Hinweise Nach der Erarbeitungs- und Recherchephase werden die Perspektiven in einem Fishbowl ausgetauscht. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, diese Methode noch ein wenig zu ergänzen: Eine Moderatorin oder ein Moderator im inneren Kreis sollte darauf achten, dass die Diskussion nicht abschweift. Falls dies möglich ist, übernimmt eine Schülerin oder ein Schüler diese Rolle. Alternativ springt die Lehrerin oder der Lehrer ein. Weiterhin ist es günstig, eine Zeitwächterin oder einen Zeitwächter zu bestimmen. Eine Redezeitbegrenzung von einer Minute gibt jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die Gelegenheit, seine Kernargumente vorzutragen. Inhaltliche Hinweise Die Moderation sollte unter anderem dafür Sorge tragen, dass im Fishbowl auch das Free-Rider-Verhalten thematisiert wird. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich mit einem Dilemma konfrontiert, bei dem das Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - dem individuellen, rationalen Handeln gegenübersteht. Denken die Lernenden ihre in der Punktabfrage getroffene Entscheidung zu Ende, können sie merken, dass sie damit nur ein Suboptimum erreichen. Schlimmstenfalls wird eine dem market of lemons ähnliche Situation entstehen. Überträgt man diese Theorie auf die Steuerehrlichkeit, so wird am Ende jeder von jedem glauben, dass er bei der Steuer betrügt. In der Folge wird dann jeder die Steuer betrügen, um sich nicht schlechter zu stellen. Im Fishbowl haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich zu erschließen, dass ein geregeltes, gesellschaftliches Miteinander Vorteile für alle Mitglieder dieser Gemeinschaft bietet. Sicherung der Ergebnisse und erneute Punktabfrage Die Ergebnisse des Fishbowls werden abschließend durch die Lehrerin oder den Lehrer an der Tafel oder am Flipchart gesichert. Abschließend wird die Punktabfrage noch einmal wiederholt und mit dem Ergebnis der ersten Abfrage verglichen. Eine Wertung der Abweichungen wird nicht vorgenommen! Literatur Moralische Entwicklung und Moralerziehung von Lawrence Kohlberg und Elliot Turiel in Sozialisation und Moral - Neuere Ansätze zur moralischen Entwicklung und Erziehung von Gerhard Portele, Weinheim 1978 Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Vielschichtigkeit steuerrechtlicher Fragestellungen besser, indem sie sich aus verschiedenen Perspektiven darüber austauschen. lernen über die Kenntnis der verschiedenen Perspektiven ihren persönlichen Standpunkt in gesamtgesellschaftliche Interessenlagen zu integrieren. Aufgabenstellung Als Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler gefragt, ob sie bei dem bevorstehenden Urlaub - alternativ einer geplanten Klassenfahrt - als Nichtraucher für einen Raucher Zigaretten mit über die Grenze nehmen würden. Die Raucher werden gefragt, ob sie einen Nichtraucher um diese Gefälligkeit bitten würden. Das Ergebnis wird mittels einer Punktabfrage ermittelt. In der Regel entscheidet sich die überwiegende Mehrheit einer Klasse dafür, die Zigaretten mitzunehmen. Das Tabaksteuergesetz Im Anschluss an die Punktabfrage werden die Lernenden gebeten, im Internet zu recherchieren, wie dieses Thema juristisch geregelt ist. Der § 20 des Tabaksteuergesetzes hilft hier weiter. Die Schülerinnen und Schüler stellen bereits beim Studium des § 20 Abs. 1 TabStG fest, dass man für den Eigenbedarf erworbene Tabakwaren nur selbst in das Steuergebiet verbringen darf. Das Mitnehmen von Tabakwaren für Mitschüler ist somit nicht in Ordnung. Damit ist der Einstiegsfall rechtlich geklärt. Alltagsrelevanz Lesen die Lernenden allerdings im § 20 TabStG weiter, werden sie sich spätestens bei Absatz 4 fragen, wie viele Zigaretten sie denn heute aus der Tschechischen Republik mit nach Deutschland nehmen dürfen. Schließlich gilt die Regelung, dass man nur 200 Zigaretten pro Person einführen darf, seit dem 31. Dezember 2007 nicht mehr. Nun ist guter Rat teuer. Es stellt sich die Frage, wo der § 20 TabStG erläutert wird. Dazu kann man sich zum einen auf die Homepage des Zolls begeben. Hier wird auf die Mengenregelung zum privaten Verbringen erläutert. Alternativ kann man aber auch in der Tabaksteuerverordnung nachschauen. Der § 22 b TabStV (Tabaksteuerverordnung) hilft jetzt weiter. Recherche-Ergebnis Im Ergebnis stellt man fest, dass man seit dem 31.12.2007 bis zu 800 Zigaretten, 200 Zigarren, 400 Zigarillos oder ein Kilogramm Rauchtabak aus dem freien Verkehr eines anderen Mitgliedstaates für den Eigenbedarf selbst in das Steuergebiet, also nach Deutschland, mitbringen darf. Parallelfall: Alkohol-Transport Falls die Schülerinnen und Schüler ergänzend auch noch die Regelungen zu Alkoholika interessieren, kann auf das entsprechende Urteil des EuGH vom 23.11.2006 verwiesen werden. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass die für den eigenen Bedarf erworbenen Waren persönlich befördert werden müssen. Somit darf also auch der Transport von Alkoholika nicht an Mitschüler delegiert werden. Moralischer Konflikt Beim Studium der gesetzlichen Regelungen stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass sie sich bei der Punktabfrage nicht gesetzeskonform entschieden haben. Damit entsteht ein moralischer Konflikt, der sie für den Inhalt sensibilisiert. Sie haben nun in der Regel das Bedürfnis, ihre Einstellung und ihr Wissen um die Gesetzeslage in Einklang zu bringen. Gefahren des Rauchens erwähnen An dieser Stelle bietet es sich zudem an, auch auf die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens hinzuweisen und diese Überlegungen als weiteren Aspekt einzubringen. Internetrecherche Da sie für diese Reorganisation weitere Information benötigen, kann man ihnen nun anbieten, sich in Gruppen mit verschiedenen Perspektiven zum Thema Steuern zu beschäftigen und entsprechendes Material im Internet zu recherchieren. Die Recherche bildet die Basis der späteren Diskussion im Fishbowl . Bevor man der Klasse die alternativen Perspektiven zur Auswahl stellt, sollte man sich überlegen, wie viele und welche Perspektiven man anbietet. Dabei sind die Anzahl der Lernenden und die Ausgewogenheit zu beachten. Weiterhin sollten die Gruppen "Schüler" und "Adam Smith" im Fishbowl nicht fehlen. Nachdem den Schülerinnen und Schülern einige oder alle der folgenden Perspektiven kurz vorgestellt worden sind, wählen diese eine aus, die sie erarbeiten wollen. Die Gruppengröße sollte auf maximal vier Schülerinnen und Schüler begrenzt sein. Methodische Hinweise Nach der Erarbeitungs- und Recherchephase werden die Perspektiven in einem Fishbowl ausgetauscht. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, diese Methode noch ein wenig zu ergänzen: Eine Moderatorin oder ein Moderator im inneren Kreis sollte darauf achten, dass die Diskussion nicht abschweift. Falls dies möglich ist, übernimmt eine Schülerin oder ein Schüler diese Rolle. Alternativ springt die Lehrerin oder der Lehrer ein. Weiterhin ist es günstig, einen Zeitwächter zu bestimmen. Eine Redezeitbegrenzung von einer Minute gibt jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die Gelegenheit, seine Kernargumente vorzutragen. Inhaltliche Hinweise Die Moderation sollte unter anderem dafür Sorge tragen, dass im Fishbowl auch das Free-Rider-Verhalten thematisiert wird. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich mit einem Dilemma konfrontiert, bei dem das Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - dem individuellen, rationalen Handeln gegenübersteht. Denken die Lernenden ihre in der Punktabfrage getroffene Entscheidung zu Ende, können sie merken, dass sie damit nur ein Suboptimum erreichen. Schlimmstenfalls wird eine dem market of lemons ähnliche Situation entstehen. Überträgt man diese Theorie auf die Steuerehrlichkeit, so wird am Ende jeder von jedem glauben, dass er bei der Steuer betrügt. In der Folge wird dann jeder die Steuer betrügen, um sich nicht schlechter zu stellen. Im Fishbowl haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich zu erschließen, dass ein geregeltes, gesellschaftliches Miteinander Vorteile für alle Mitglieder dieser Gemeinschaft bietet. Die Ergebnisse des Fishbowls werden abschließend durch die Lehrerin oder den Lehrer an der Tafel oder am Flipchart gesichert. Abschließend wird die Punktabfrage noch einmal wiederholt und mit dem Ergebnis der ersten Abfrage verglichen. Eine Wertung der Abweichungen wird nicht vorgenommen! Moralische Entwicklung und Moralerziehung von Lawrence Kohlberg und Elliot Turiel in Sozialisation und Moral - Neuere Ansätze zur moralischen Entwicklung und Erziehung von Gerhard Portele, Weinheim 1978

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Erstellung eines Geschäftsbriefes

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsstunde zum Thema "Erstellung eines Geschäftsbriefes" erlernen die Schülerinnen und Schüler das Verfassen eines Geschäftsbriefes am Computer. Diese Tätigkeit zählt zu den alltäglichen Arbeiten von Büroangestellten und vielen anderen Berufsgruppen.Für Auszubildende in kaufmännischen Berufen stellt das Verfassen eines Geschäftsbriefes die Grundlage der täglichen Arbeit dar. Die folgende Einheit ist somit ein Klassiker für den Unterricht an beruflichen Schulen. Die Erstellung eines solchen Dokuments im Unterricht geht einher mit der Vermittlung und Vertiefung von Kenntnissen zur Textverarbeitung. Die Unterrichtseinheit knüpft an die Unterschiede zum Privatbrief an und behandelt die Normierung und Standardisierung von geschäftlichem Briefverkehr.Die Erstellung von Geschäftsbriefen mit einem Textverarbeitungsprogramm stellt eine Anforderung in allen kaufmännischen Berufen dar. Es gibt hier Berührungspunkte zum Fach Bürowirtschaft. Die Stunde bezieht sich auf ein Beispiel der fiktiven Bürodesign GmbH. Unterrichtsablauf zur Erstellung eines Geschäftsbriefes Der Ablauf der Unterrichtsstunde mit dem Einsatz der Materialien wird hier detailliert erläutert. Die Schülerinnen und Schüler können die Unterschiede zwischen einem Privatbrief und einem Geschäftsbrief benennen. können ein Muster für einen Geschäftsbrief nach DIN 676 Form A in MS Word erstellen. können Informationen auf dem Arbeitsblatt selbstständig anwenden und die Ergebnisse vor der Klasse präsentieren und erklären. unterstützen sich gegenseitig und erarbeiten gemeinsam die Unterschiede eines Geschäftsbriefes und Privatbriefes. Die Stunde beginnt mit einer Power-Point-Folie zum Einstieg. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit der Lernenden auf den Unterrichtsgegenstand fokussiert werden. Mithilfe der Situationsbeschreibung werden die Schülerinnen und Schüler auf anschauliche Weise an das Thema herangeführt. In der nächsten Unterrichtsphase der Problematisierung sollen die Lernenden überlegen, welche zusätzlichen Angaben ein Geschäftsbrief enthalten muss. Die Ergebnisse sollen von ihnen auf einem Flip-Chart Bogen festgehalten werden. Auf diese Weise sind sie gefordert, aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen und sich mit dem Thema der Stunde vertraut zu machen. Angaben zur DIN 676 werden von der Lehrkraft ergänzt. Ablauf Jede(r) Lernende erhält das gleiche Informationsblatt, indem alle notwendigen Arbeitschritte zur Erstellung eines Musterbriefes aufgeführt werden. Da die Bearbeitung des kompletten Arbeitsblattes zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, erhält eine Hälfte der Lerngruppe die Aufgabe, einen Briefkopf mit Kommunikationszeile zu erstellen, während die andere Hälfte den Aufbau der Fußzeile bearbeitet. Die Erarbeitung findet jeweils in Einzelarbeit statt. Da das Informationsblatt die notwendigen Arbeitschritte in leicht verständlicher Sprache wiedergibt, ist die Sozialform der Einzelarbeit angemessen, um zu gewährleisten, dass jede(r) Lernende in der Lage ist, die Erstellung in MS-Word vorzunehmen. Sachanalyse Die DIN 676 gibt Maßangaben für die formal korrekte Aufteilung von Geschäftsbriefen. Der Geschäftsbrief nach DIN 676 wird in Form A und B unterschieden. Die Formen unterscheiden sich darin, dass das Firmenlogo in Form A eine Größe von 27 mm hat, während in Form B 45 mm für das Firmenlogo vorgesehen sind. Geschäftsbriefe unterscheiden sich darüber hinaus in ihrer Form hinsichtlich einer Kommunikationszeile beziehungsweise eines Informationsblocks. Angewendet werden muss hier zusätzlich die DIN 5008, die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung vorgibt (Satzzeichen, Zahlengliederungen, Rechenzeichen etc.). Je ein Schüler oder Schülerin aus der jeweiligen Gruppe präsentiert die Arbeitsergebnisse. Danach erhalten die Lernenden einen vollständigen Muster-Geschäftsbrief. Hier soll handschriftlich festgehalten werden, auf welche Weise die einzelnen Komponenten des Geschäftsbriefes in MS-Word erstellt werden, und in welcher Brief-Zeile sie zu stehen haben. Zusätzlich wird eine OHP Folie projiziert, um die Arbeitsschritte im Plenum festzuhalten und einzutragen. Auch wenn die Lernenden nur einen Teil des Geschäftsbriefes selbst in MS-Word erstellt haben, so sind sie doch durch die Anlage der Tabelle zur Transferleistung fähig, was den jeweils anderen Teil angeht. Als Hausaufgabe könnte der Brief von den Schülerinnen und Schülern vervollständigt werden.

  • Orga / Bürowirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Kreativitätstechniken

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Kreativitätstechniken werden die beiden Methoden "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" erarbeitet. Mithilfe dieser Techniken suchen die Schülerinnen und Schüler Lösungen zu beispielhaften Problemstellungen. In vielen Unternehmen müssen neue Produktmodelle in immer schnelleren Zyklen entstehen, ob dies Handys, Automobile oder andere Markenprodukte sind. Wie aber kann man immer wieder kreative Prozesse in Gang bringen und die Ideenfindung bei Mitarbeitenden bündeln? Kreativ sein kann jeder Mensch. Das Erbringen kreativer Leistungen kann jedoch durch bestimmte Methoden, sogenannte Kreativitätstechniken, wesentlich erleichtert werden. Zwei dieser Techniken, die "6-3-5-Methode" und der "Morphologische Kasten", werden in der Unterrichtseinheit mit Beispielen vorgestellt. Übungsaufgaben und Vordrucke ermöglichen den Schülerinnen und Schülern den sofortigen Einsatz der Methoden. Zunächst wird die zunehmende Bedeutung der Kreativität an aktuellen Beispielen verdeutlicht werden. Beispiele: Handyhersteller müssen jedes Jahr neue Modelle mit neuen Funktionen auf den Markt bringen, um weiter bestehen zu können, während vor wenigen Jahrzehnten Telefonmodelle noch viele Jahre lang verkauft werden konnten. Ebenso verhält es sich mit PKW: Heute muss ein neues Modell nach spätestens 4 Jahren auf den Markt kommen, früher konnte ein Fahrzeugmodell ein Jahrzehnt lang verkauft werden. Diese stark verkürzten Produktlebenszeiten erfordern die ständige kreative Neuentwicklung von Produkten. Dann werden die Kreativitätstechniken "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" anhand einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Zu jeder Methode werden Informationsblätter und Beispiele auf Arbeitsblättern ausgegeben. Je nach Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler kann man entweder: nur eine Methode erklären, im Anschluss die Übungen durchführen und dann die zweite Methode erläutern und mit Übungen vertiefen. beide Methoden erläutern und die Übungen parallel (je eine Hälfte der Klasse testet eine Methode) oder nacheinander (alle testen zunächst die eine, dann die andere Methode) durchführen. Wenn eine Gruppe beide Methoden testet, sollte sie verschiedene Themen bearbeiten, da sonst ja bereits ein Ideenpool aus der Anwendung der ersten Methode besteht. Die Präsentation enthält jeweils eine Kurzfassung der Methode, eine Beschreibung des Ablaufs, ein Beispiel und eine Bewertung der Methode. Der Ablauf der 6-3-5-Methode wird durch eine schrittweise Simulation der Vorgänge beim Ausfüllen der Bögen visuell verdeutlicht. Die Pfeile im Beispiel zeigen Ideen, die aufeinander aufbauen. Dieses Entwickeln von Ideen auf der Basis von Impulsen anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ein zentraler Erfolgsfaktor der 6-3-5-Methode. Nach einer Fragerunde zu den Methoden probieren die Lernenden die Methoden selbst aus, um deren Stärken und Schwächen auch selbst kennenzulernen. Mithilfe eines ausgegebenen Vordrucks wird in Gruppen eine der zur Wahl stehenden Übungsaufgaben bearbeitet. Je nach zur Verfügung stehender Zeit können die Schülerinnen und Schüler nach Einteilung in Gruppen beide Methoden anwenden oder jeweils die Hälfte der Lernenden eine der Methoden. Die bearbeiteten Vordrucke werden an einer Pinnwand (oder der Tafel) als "Galerie" aufgehängt und können von allen nach Fertigstellung ihrer eigenen Aufgaben betrachtet werden. Dann berichten nacheinander alle Gruppen kurz von ihren Ergebnissen und ihren Erfahrungen mit der Methode. Die Diskussion der Erfahrungen ist hier besonders wichtig. Hier wird bei älteren Lernenden in der Regel deutlich, dass mit den Kreativitätstechniken im Vergleich zum "Nachdenken" ohne Methode deutlich mehr Ideen in gleicher Zeit gefunden werden können. Mehr Ideen bedeuten hier meist aber auch "bessere" Ideen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Lösungen auf den Vordrucken zu bewerten, indem jedes Gruppenmitglied zum Beispiel drei Klebepunkte erhält, die es an den drei besten Lösungen befestigt. Die Lösung mit den meisten Punkten gilt dann als "beste Lösung". Die Schülerinnen und Schüler erklären die Kreativitätstechnik "6-3-5-Methode" und wenden sie an. erklären die Kreativitätstechnik "Morphologischer Kasten" und wenden sie an. nennen Vor- und Nachteile der Kreativitätstechniken. haben Spaß und Freude bei der Anwendung der Kreativitätstechniken.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Prozessmodellierung im Wirtschaftsunterricht

Fachartikel

Prozessorientiertes Denken und Handeln zu fördern, ist ein zentrales Ziel des Lernfeldkonzepts. Aufbau- und Ablauforganisation eines Unternehmens zu dokumentieren und zu analysieren, ist in mehrfacher Hinsicht im Unterricht von Bedeutung. Mit den Qualitätszertifizierungsmaßnahmen (DIN/ISO 9000ff.), die sich in den 90er Jahren stark in Unternehmen verbreiteten, gingen vielfältige Dokumentationspflichten einher. Zwar lassen sich sowohl Aufbau- als auch Ablauforganisation eines Betriebs verbal beschreiben, dies hat jedoch gravierende Nachteile. Textdokumentationen sind oft lang, unübersichtlich und missverständlich. Insofern sind grafische Darstellungen wie Organigramme, Wertschöpfungskettendiagramme und ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) überlegen und haben sich auch durchgesetzt.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Regeln der statischen Prozessmodellierung

Fachartikel

Eine grafische Darstellung der Organisationsstrukturen eines Unternehmens ermöglicht eine große Anschaulichkeit. Die Notation ereignisgesteuerter Prozessketten besteht nur aus wenigen Elementen. Zur Visualisierung der betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation existieren eine Vielzahl grafischer Modelltypen. Am bekanntesten dürfte das Organigramm sein, mit dessen Hilfe sich die Struktur eines Unternehmens verdeutlichen lässt. Mit Entity-Relationship-Modellen wird das Verhältnis der unternehmensrelevanten Daten dargestellt, während Fachbegriffsmodelle helfen, die zwischenmenschliche Kommunikation zu präzisieren, indem sie Fachbegriffe genau definieren und systematisch miteinander in Verbindung bringen. Besonders wichtig sind Modelltypen, die eine Darstellung unternehmerischer Prozesse erlauben, deren beiden bekannteste Vertreter im Folgenden erläutert werden: Wertschöpfungskettendiagramm und ereignisgesteuerte Prozessketten.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Dynamische Modellierungssoftware

Fachartikel

Begriffe wie Selbstorganisation oder Nicht-Linearität hinterlassen in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler meist nur Verwirrung. Abhilfe schaffen kostenfreie Programme wie NetLogo oder Powersim, die in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Natur- und Sozialwissenschaften eingesetzt werden können um dynamische Veränderungen vernetzter Systeme zu untersuchen und mit Komplexität "handgreiflich" zu experimentieren. Viele aus dem Alltag vertraute Prozesse - von der Bildung einer Ameisenstraße auf der Gartenterrasse bis hin zur Preisbildung auf Märkten erfordern für eine entsprechende mathematische Modellierung die Anwendung von Differenzialgleichungssystemen. Deren exakte Lösung ist (zu Recht) kein inhaltlicher Schwerpunkt des Unterrichts. Mit geeigneten Simulationswerkzeugen können jedoch Näherungslösungen erzielt werden, die eine Interpretation von Modellen und deren Einflussparametern zulassen. Letztere können zum Beispiel bequem per Schieberegler variiert werden, während die Effekte der Manipulationen in Diagrammen oder "zweidimensionalen Welten" dynamisch visualisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, dass die meisten natürlichen und gesellschaftlichen Systeme nicht durch lineare Kausalketten, sondern durch Rückkopplungen charakterisiert sind. Diese können dazu führen, dass kleine Veränderungen einzelner Parameter einen großen Einfluss auf das Verhalten des gesamten Systems haben. Die Abstraktionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird durch die Arbeit mit solchen Modellen entwickelt und nachhaltig gefördert.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Mathematik / Rechnen & Logik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Erfüllungsort und Gefahrenübergang

Unterrichtseinheit

Viele Jugendliche kaufen über eBay und können ihre Erfahrungen in einer Unterrichtsreihe zum Kaufvertragsrecht einbringen. Sie profitieren vom neu erworbenen Wissen - insbesondere, wenn der Handel mal nicht so glatt läuft ...Die fachliche Bedeutung des Leistungsortes in Verträgen ist hoch, besonders im Zusammenhang mit der Beurteilung des Übergangs der Transportgefahr und des Gerichtsstandes. Ob im privaten oder beruflichen Bereich, die Kenntnis über den Erfüllungsort ist mit als Entscheidungskriterium bei Kaufverträgen zu berücksichtigen. Im Ergebnis verlangt die Kenntnis über die Transportgefahr eine Entscheidung darüber, ob der Warenwert eine Transportversicherung nahe legt oder nicht.Die grundsätzlich positive Einstellung gegenüber dem Internetangebot von eBay war durchgängig aus Gesprächen vorheriger Unterrichtstunden zu spüren. Jedoch wurden von einzelnen Schülern auch negative Erlebnisse aus dem eBay-Handel diskutiert. Einsatz der Materialien Bei Unterrichtsgesprächen zeigt sich immer wieder eine positive Einstellung gegenüber dem Internetangebot von eBay. Jedoch berichten einzelne Schüler auch von negativen Erfahrungen mit dem eBay-Handel. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Wohn- oder Geschäftssitz des Warenschuldners als den Leistungsort definieren, an dem die Warenübergabe erfolgt und damit die Gefahr des zufälligen Untergangs beim Versendungskauf unter Privatleuten verbinden. den Wohn- oder Geschäftssitz des Geldschuldners von dem Ort des Gefahrenübergangs trennen. wissen, dass es für die Leistungen (Geld- bzw. Warenschuld) aus dem Kaufvertrag gesetzliche (zum Privat-Privat-Kauf und Verbrauchsgüterkauf) und/oder vertragliche Regelungen bezüglich des Ortes der Erfüllung der Vertragsleistungen geben kann. potentielle Gefahren des E-Commerce am Beispiel des Transportrisikos beim Versendungskauf realisieren. den Verbraucherschutzgedanken des Gesetzgebers im Hinblick auf Verbrauchsgüterkäufe zwischen Verbrauchern und Unternehmen deuten. Informationsquellen aus dem Internet im Hinblick auf den Gehalt und die Glaubwürdigkeit beurteilen. wahrnehmen, dass es für spezielle Problemstellungen der Berücksichtigung mehrerer Informationsquellen bedarf, um zu einem gesicherten Urteil zu gelangen. Auch wenn die eBay-Diskussionsforen qualifizierte (und juristisch einwandfreie) Tipps von erfahrenen Usern enthalten, finden sich auch immer wieder unqualifizierte Beiträge in den Foren. Die Schülerinnen und Schüler können im Anschluss an diese Unterrichtsstunden die Qualität der einzelnen Beiträge selbstständig beurteilen. Autor Michael Horstmann Thema Die Bedeutung des Erfüllungsortes beim Gefahrenübergang am Beispiel des Versendungskaufs Fach BWL/Rechnungswesen Zielgruppe kaufmännisch orientierte Bildungsgänge Zeitumfang zwei Unterrichtsstunden Technische Voraussetzung Mindestens ein Computer mit Internetzugang pro Arbeitsgruppe Planung Velaufsplan Bedeutung des Erfüllungsortes Einstieg Ein authentisches Fallbeispiel, das mir ein Schüler schilderte, dient in dieser Stunde als Einstieg, um über die Betroffenheit eine möglichst hohe Motivation für das Thema zu erzielen. Problemdefinition Aus dem Fallbeispiel wird das Problem definiert: Hat der Warenschuldner bereits bei Übergabe des Notebooks an den Transporteur seine Vertragsschuld erfüllt? Erarbeitung in der Gruppe Nun recherchieren die Schülerinnen und Schüler anhand unterschiedlicher Informationsquellen (Schulbuch und Internetseiten) eine Lösung für das Problem. Die Bearbeitung der Problemstellung erfolgt in Gruppenarbeit. Die Gruppen bearbeiten alle die gleiche Problemstellung, jedoch mit verschiedenen Hilfsmitteln. Ergebnissicherung In der Phase der Ergebnissicherung stellt ein Gruppensprecher ein Gruppenergebnis dar. In einem anschließenden Unterrichtsgespräch erhalten die anderen Gruppen die Gelegenheit, sich zu dem Sachverhalt zu äußern, um zum Beispiel das Ergebnis zu ergänzen. Die Lehrkraft gliedert die Informationen im Tafelbild 2. Zur Förderung der Schlüsselqualifikation »Kritisches Denken im Umgang mit Informationen« sind zum Abschluss die verschiedenen Informationsquellen hinsichtlich ihrer Ergiebigkeit und Glaubwürdigkeit zu reflektieren. Dabei ist explizit die Gefahr, dass Schulbuchangaben im Laufe der Zeit ihre Gültigkeit verlieren, hervorzuheben. Erkenntnis: Eine Quelle reicht oft nicht! Die unterschiedlichen Ergebnisse der Gruppenarbeitsphase fördern die Erkenntnis, dass eine Informationsquelle aufgrund der schnellen Änderung und der Komplexität von Sachverhalten oft nicht ausreicht. Prüfung der recherchierten Quelle Die Glaubwürdigkeitsprüfung der recherchierten Quellen dient den Schülerinnen und Schülern einerseits für ihre zukünftige schulische aber auch akademische Laufbahn, beim Schreiben von Facharbeiten oder Referaten, und stärkt andererseits ihre Urteilsfähigkeit im privaten und beruflichen Bereich. Dabei gilt es, Sensibilität für den Gehalt frei zugänglicher Informationen zu entwickeln. Mit der Methode der Schnell-Check-Liste wird ein mögliches Instrument für einen routinemäßigen Einsatz zur Glaubwürdigkeitsbeurteilung von Internetseiten angeboten. Erfuellungsort - Material von Michael Horstmann In Ergänzung zu dem sehr guten Material möchte ich auf folgende Internetseite aufmerksam machen: http://www.vis.bayern.de/recht/handel/kaufvertrag/faq.htm (Internetauktionen - häufig gestellte Fragen) Dort wird explizit zwischen Erfüllungsort und Gefahrenübergang beim a) Bürgerlichen Kauf und b) Einseitigen Handelskauf unterschieden. Mit freundlichen Grüßen Gundula Gärtner

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial und News für das Fach Orga und Bürowirtschaft an beruflichen Schulen

Hier finden Berufsschullehrkräfte kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach "Orga und Bürowirtschaft" oder in Vertretungsstunden. Dieses Fachportal bietet Lehrerinnen und Lehrern lehrplanorientierte Ideen, Bildungsnachrichten, Tipps und Inspirationen für ihren Bürowirtschaftsunterricht in der Berufsbildung. 

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