• Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle3
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Geschäftsprozesse der Warenlagerung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit sollen sich die Schülerinnen und Schüler die zentralen Inhalte zum Thema Geschäftsprozesse selbstständig erarbeiten, um ihre Kenntnisse dann in einer konkreten Handlungssituation anzuwenden. Nachdem die betriebliche Organisationslehre lange von Betrachtungen der Aufbauorganisation geprägt war, hat sich mit dem Einzug von Wertkette und Prozesskostenrechnung der Fokus auf die Ablauforganisation verlagert. Betriebswirtschaftliche Zusammenhänge werden an Prozessen festgemacht und so ein vernetztes Verständnis betrieblicher Abläufe als Basis von Optimierungen gefördert. Nach Internet-Recherchen werden die Lernenden in dieser Einheit mit einer betrieblichen Handlungssituation aus dem Funktionsbereich Beschaffung und Lagerung konfrontiert. Sie sind aufgefordert, für einen Jeansproduzenten eine Ablaufstudie durchzuführen, um die Teilprozesse der Lagerhaltung zu erfassen und zu optimieren. Die Kenntnisse werden verfeinert, geübt und vertieft. Im Rahmen betrieblicher Problemstellungen verwenden die Lernenden ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) zur Modellierung. So bietet es sich an, die Geschäftsprozesse EDV-basiert abzubilden. Die Bestimmung von Prozesskosten bietet Ansatzpunkte, um von der Ist-Beschreibung zum optimierten Soll-Prozess zu gelangen. Das didaktische Verlaufsmodell des Lernarrangements ist eine handlungsorientierte Lernschleife, in die eine Lernspirale eingebettet ist. Die Lernspirale gliedert das Thema in Arbeitsinseln, welche einzeln in mehrstufigen EVA-Aktivitäten bearbeitet werden. Die Verwendung der Lernspirale erlaubt die wiederholte Beschäftigung mit dem Lerngegenstand unter Nutzung verschiedener Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Plenum) und Sinneskanäle. Das selbstständige Erarbeiten der Inhalte steigert die Akzeptanz und verbessert die Nachhaltigkeit des Lernens. Die Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen des vorgegebenen Lernkorridors selbst für ihren Lernprozess verantwortlich und bestimmen in der Einzel- wie Teamarbeitsphase individuell ihr Lerntempo. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Hier erfahren Sie mehr über den Aufbau und den Ablauf der Unterrichtsstunden sowie den Einsatz der Arbeitsmaterialien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre kognitive Kompetenz erweitern, indem sie auf Basis von Sachinformationen erarbeiten, welche Merkmale einen Geschäftsprozess ausmachen. ihre Analysekompetenz schulen, indem sie eine Textanalyse durchführen, notwendige Informationen auswählen und zur Modellierung des Lagerhaltungsprozesses anwenden. ihre Abstraktionskompetenz fördern, indem sie eine komplexe betriebliche Realität im Modell abbilden. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Fähigkeit entwickeln, Informationen zu recherchieren, eine gezielte Auswahl von Quellen vorzunehmen und die wesentlichen Aspekte aufzubereiten. ihre Präsentations- und Visualisierungskompetenz erweitern, indem sie ein Plakat gestalten und dieses unter Zuhilfenahme von Moderationstechniken darlegen. ihre Selbsterschließungskompetenz schulen, indem sie im Rahmen des Lernarragements eine Problemlösung erarbeiten. Thema Der Geschäftsprozess der Warenlagerung in der Public Jeans GmbH Autor Dr. Christoph Dolzanski Fach Wirtschaftslehre, Lernbereiche: Marktorientierte Geschäftsprozesse, Lagerhaltung Zielgruppe Berufsschule (Industriekaufleute), Höhere Berufsfachschule Zeitrahmen 3 Unterrichtsstunden; plus weitere Lerneinheiten je nach Lerngruppe und Integration in die didaktische Planung Technische Voraussetzungen Computer, Internet, Plakate, Metaplankarten, Moderationswände Planung Verlaufsplan Geschäftsprozesse Der Themeneinstieg konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit aktuellen Problemen der Lagerorganisation. Die Beschreibung der Lageraufgaben in der Public Jeans GmbH lässt dabei erahnen, dass die Geschäftsleitung zu Recht Handlungsbedarf in der Organisation der Lagerwirtschaft sieht. Die Klasse erhält den Arbeitsauftrag, der drei Arbeitsphasen enthält, die sukzessive durchlaufen werden. Es empfiehlt sich, die Arbeitsphasen einzeln an die Lerngruppe zu geben. Lernspirale Stufe 1 Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zunächst alleine und recherchieren im Internet zum Thema Geschäftsprozesse. Alternativ kann an dieser Stelle mit einem Lehrbuch gearbeitet werden. Die Lernenden sichten die Informationen und halten wichtige Details in Stichpunkten fest. Lernspirale Stufe 2 In dieser Phase wird in Tandems gearbeitet. Die Lernenden tauschen sich über ihre bisherigen Ergebnisse aus und klären Begriffe oder offene Fragen. Im Anschluss diskutieren sie über die gefundenen Merkmale und einigen sich auf jene, die sie im nächsten Schritt auf einem Plakat darstellen wollen. In jedem Team wird ein Plakat erstellt, das wesentliche Aspekte der Geschäftsprozesse beinhaltet. Die Plakate bieten den Vorteil, dass die Inhalte für die weiteren Arbeiten visualisiert und im Raum präsent sind. Zwischenergebnisse und erste Reflexionen Einzelne Plakate werden von ausgewählten Teams präsentiert. Die Lernenden können sich im Plenum nochmals mit den Merkmalen von Geschäftsprozessen befassen. In dieser Phase können die Ergebnisse miteinander verglichen und der Prozess bis zur Auswahl bestimmter Merkmale thematisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, die Ergebnisse zu kommentieren und eventuell zu ergänzen. Alle Plakate werden im Klassenraum aufgehängt, um für die weiteren Arbeitsphasen verfügbar zu sein. Methodische Aspekte der Präsentation und Visualisierung können bei Bedarf an dieser Stelle reflektiert werden. Lernspirale Stufe 3 Nun werden zwei Teams zu einer Arbeitsgruppe zusammengeführt und jede Gruppe überlegt, welche Tätigkeiten zu organisieren sind. In diesem Arbeitsschritt kann auch auf ein Lehrbuch zurückgegriffen oder an Auszügen von Lagerhaltungsprozessen systemanalytisch gearbeitet werden. Die Lernenden halten die Teilprozesse und Tätigkeiten schriftlich fest und erstellen Metaplankarten. Diese dienen im Anschluss dazu, den Geschäftsprozess der Lagerhaltung zu modellieren. Mithilfe einer Moderationswand wird der erarbeitete Geschäftsprozess visualisiert. Präsentieren und hinterfragen Im Anschluss stellen alle Gruppen ihr Geschäftsprozessmodell vor. Die Ergebnisse werden verglichen und die fachwissenschaftlichen Inhalte der Handlungsprodukte mittels Reflexionsfragen thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler haben in diesem Prozess erneut die Möglichkeit, ihre Geschäftsprozesse zu ergänzen. Sie arbeiten an der logischen Abfolge der Teilprozesse und erstellen die Vernetzung der Prozessbestandteile, soweit dies noch nicht vorgenommen wurde. Reflektieren und überarbeiten Die Lernenden reflektieren ihre Handlungsprodukte und setzen sich mit der Frage auseinander, was der Einzelne im Hinblick auf die Modellierung von Geschäftsprozessen gelernt hat. In einer weiteren Arbeitsphase verfeinern und ergänzen die Schülerinnen und Schüler den modellierten Geschäftsprozess um weitere Aspekte wie Organisationseinheiten oder notwendige Daten. Abhängig vom Kompetenz- und Entwicklungsstand kann das Lernarrangement verändert werden. So besteht die Möglichkeit, mit der Modellierung des Geschäftsprozesses zu beginnen und danach die Fachbegriffe und Merkmale zu erarbeiten. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, den didaktischen Ansatz des systemanalytischen Vorgehens aus der Informatik aufzugreifen und die Lerngruppe mit einem modellierten Geschäftsprozess zu konfrontieren. Dieser wird von den Schülerinnen und Schülern analysiert und in seine Bestandteile zerlegt. Im Anschluss werden die Fachinhalte erarbeitet, um die Ergebnisse auf andere Kontexte anwenden zu können. Eine dritte Variante besteht darin, die Teilprozesse, Aktivitäten und Symbole des Prozesses vorgefertigt auszuteilen, um die Lernenden mit diesen Vorgaben den Geschäftsprozess modellieren zu lassen. In einem weiteren Schritt werden dann die fachinhaltlichen Aspekte erarbeitet. Blank, A., Hagel, H. (et. al): Ausbildung im Industriebetrieb, 1. Ausbildungsjahr, Troisdorf: Bildungsverlag EINS, 2007. Bayer, U., Feist, T. (et. al): Handeln im Industriebetrieb, Grundstufe, Haan-Gruiten: Europa-Lehrmittel, 2003. Mattes, W.: Methoden für den Unterricht, 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende, Schöningh: Braunschweig, Paderborn und Darmstadt, 2002.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Digitale Medikationsprozesse und Kommunikation im Gesundheitswesen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit lernen angehende Fachkräfte im Gesundheitswesen, wie digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte für alle (ePA), der elektronische Medikationsplan (eMP), die elektronische Medikamentenliste (eML) sowie der TI-Messenger den Berufsalltag erleichtern. Anhand praxisnaher Fallbeispiele, Gruppenarbeiten und Rollenspiele erfahren die Lernenden, wie digital gestützte Medikationsprozesse (dgMP) die Zusammenarbeit im Behandlungsteam verbessern, die Dokumentation vereinfachen und die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erhöhen. Die Unterrichtseinheit vermittelt Berufsschülerinnen und Berufsschülern im Gesundheitswesen zentrale Kompetenzen im Umgang mit digitalen Anwendungen zur sicheren Kommunikation und Dokumentation. Im Fokus steht die ePA für alle als zentrales Instrument der Telematikinfrastruktur (TI) sowie die mit ihr verknüpften Anwendungen – die elektronische Medikationsliste (eML), der elektronische Medikationsplan (eMP) und der TI-Messenger. Die ePA für alle sowie die eML und der eMP werden dabei fachlich in die AMTS eingebettet und auf praxisnahe Kontexte übertragen. Die Vorteile und der Nutzen des TI-Messengers werden den Lernenden mittels Praxisbezügen verdeutlicht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Anwendungen der ePA für alle zur Verbesserung der AMTS zur sektorübergreifenden Vernetzung von Gesundheitsfachkräften sowie zur umfassenden Digitalisierung des Gesundheitswesens beitragen. In acht aufeinander aufbauenden Unterrichtsstunden (jeweils 45 Minuten) erarbeiten die Lernenden praxisnah die Abläufe des dgMP und die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen für den Berufsalltag. Dabei erfolgt die Erarbeitung durch Fallbeispiele, gezielte Internetrecherchen, kooperative Gruppenarbeit und ein Rollenspiel, um einen realitätsnahen Bezug herzustellen. Die Lernenden erwerben dabei sowohl fachliche Kompetenzen in Bezug auf digitale Anwendungen wie der eML, dem eMP, der ePA für alle und TI-Messenger als auch kommunikative Fähigkeiten durch Simulationen von Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Abschließend reflektieren die Lernenden die Neuerungen und ihre Bedeutung für den Arbeitsalltag als Gesundheitsfachkräfte, erkennen Chancen und Herausforderungen und benennen ihren individuellen Weiterbildungsbedarf für die digitale Praxis. Diese Unterrichtseinheit baut auf den bereits verfügbaren Unterrichtseinheiten " Die elektronische Patientenakte im Unterricht: Digitalisierung im Gesundheitswesen – Grundlagenwissen zur ePA für alle " und " Die elektronische Patientenakte in der Praxis: Veränderungen im Arbeitsalltag " auf. Sie vertieft die digitalen Medikationsprozesse und deren Anwendung im Gesundheitswesen, ergänzt das Grundlagenwissen zur ePA für alle um konkrete Fallbeispiele und fördert die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Kommunikationstools wie dem TI-Messenger. Die digitale Transformation verändert zunehmend die Arbeit im Gesundheitswesen und fordert neue Standards für Kommunikation und Dokumentation. Aufbauend auf den Unterrichtseinheiten " Die elektronische Patientenakte im Unterricht: Digitalisierung im Gesundheitswesen – Grundlagenwissen zur ePA für alle " sowie " Die elektronische Patientenakte in der Praxis: Veränderungen im Arbeitsalltag " vertieft diese Einheit das Verständnis der Lernenden für die ePA für alle und deren Integration in die Telematikinfrastruktur (TI). Im Fokus stehen dabei zentrale Anwendungen wie die elektronische Medikationsliste (eML), der elektronische Medikationsplan (eMP) und der TI-Messenger. Ziel ist es, die Bedeutung dieser digitalen Werkzeuge für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie eine sichere digitale Kommunikation zu verdeutlichen. Die Lernenden erwerben fachliche und digitale Kompetenzen, um digitale Arbeitsprozesse reflektiert und verantwortungsvoll in ihrem Berufsalltag anzuwenden. So soll ein durchgängiger Lernpfad geschaffen werden, der von den Grundlagen der ePA für alle über die Veränderungen im Berufsalltag bis hin zu spezifischen digitalen Medikationsprozessen und Kommunikationswegen führt. Die Unterrichtseinheit kann auch isoliert eingesetzt werden, wenn bereits Vorwissen zur ePA für alle besteht. Vorkenntnisse und Lehrplanbezug Die Unterrichtseinheit knüpft an bestehende Lehrplanthemen zur Dokumentation und Kommunikation im Gesundheitswesen, zur Digitalisierung in der Pflege sowie zu Datenschutz und rechtlichen Grundlagen an. Grundkenntnisse zur ePA für alle, zu Datenschutz und Datensicherheit sowie zu digitalen Arbeitsabläufen werden vorausgesetzt. Diese Vorkenntnisse ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die Funktionsweise von eML, eMP und TI-Messenger im Kontext der ePA für alle nachzuvollziehen und ihre Relevanz für die Versichertensicherheit und den eigenen Arbeitsalltag zu bewerten. Didaktisch-methodische Vorgehensweise Die Unterrichtseinheit setzt auf handlungsorientierte und problembezogene Methoden, da sie den direkten Bezug zur Praxis herstellen. Fallbeispiele sollen komplexe Inhalte veranschaulichen, indem sie reale (zukünftige) Situationen aus dem Berufsalltag der Lernenden abbilden. So erkennen sie, wie digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA), die elektronische Medikationsliste (eML), der elektronische Medikationsplan (eMP) und der TI-Messenger die Kommunikation verbessern und damit die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erhöhen. Gruppenarbeiten fördern den Austausch und die Zusammenarbeit unter den Lernenden. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven sichtbar, die zum Verständnis im Gesamtkontext Digitalisierung wichtig sind. Durch den Austausch über Anwendungen wie den TI-Messenger erleben die Lernenden, wie Informationsflüsse sicherer und effizienter gestalten werden können. Diese Methoden sorgen dafür, dass Lernende Inhalte aktiv erfassen und in unterschiedlichen Übungen anwenden. So entsteht nachhaltiges Lernen, das fachliche Kenntnisse und kommunikative Kompetenzen gleichermaßen stärkt. Vorbereitung der Lernumgebung Vor Durchführung der Unterrichtseinheit sollte die Internetverbindung auf Stabilität überprüft werden, da die Wissensvermittlung maßgeblich auf externe Quellen baut. Die Lernenden sollten also die Möglichkeit zur Internetrecherche haben durch eigene Geräte oder zur Verfügung gestellte Geräte. Vor Beginn der Erarbeitungsphase 2 sollte geprüft werden, ob alle Lernenden Zugriff auf die interaktive Klickstrecke der gematik haben (Internetverbindung und geeignete Endgeräte). Da die Anwendung exemplarisch funktioniert, empfiehlt es sich, die zentralen Schritte einmal gemeinsam zu demonstrieren (z. B. über Beamer oder Smartboard), bevor die Gruppen eigenständig arbeiten. Für das Rollenspiel auf Arbeitsblatt 3 sollte die Lehrkraft Rollenkarten vorbereiten, sodass die Durchführung des Rollenspiels ohne Komplikationen und zeitintensiven Vorbereitungsaufwand in der Stunde durchgeführt werden kann. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Bedeutung der ePA für alle und ihrer Anwendungen (eML, eMP, TI-Messenger) für Kommunikation und Arzneimitteltherapiesicherheit, beschreiben den Ablauf digital gestützter Medikationsprozesse und bewerten deren Nutzen im Berufsalltag, benennen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen im Umgang mit digitalen Gesundheitsanwendungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Fachquellen (z. B. gematik, gesund.bund) zur Informationsbeschaffung und -bewertung, reflektieren Chancen und Grenzen digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen, setzen digitale Medien zielgerichtet zur Bearbeitung von Aufgaben, zur Präsentation und zur Kommunikation ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeiten zusammen und übernehmen Verantwortung für gemeinsame Ergebnisse, kommunizieren adressatengerecht über digitale Themen und erklären Versicherten den Nutzen sicherer Kommunikationswege, reflektieren die eigene Haltung zu Digitalisierung, Datenschutz und professioneller Kommunikation im Gesundheitswesen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Vitalzeichen – Temperatur

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Ausgehend von den Temperaturnormwerten und -messorten thematisiert die vorliegende Unterrichtseinheit die Themenkomplexe Hypothermie, Schüttelfrost und Fieber. Die Überprüfung der Vitalzeichen wie Puls , Blutdruck und Temperatur gehören zur täglichen Routine von Pflegefachpersonal. Mindestens einmal pro Schicht werden die Vitalzeichen von Patientinnen und Patienten ermittelt und dokumentiert. Um die gemessenen Temperaturwerte richtig einzuschätzen, bedarf es grundlegender Kenntnisse: so etwa das Wissen um entspreche Normwerte und eventuelle Abweichungen . Dieser Themenkomplex stellt somit den Ausgangpunkt für die unterrichtsleitende PowerPoint-Präsentation dar, die als Grundlage der vorliegenden Unterrichtseinheit fungiert. Weiterhin werden die Themenkomplexe Hypothermie , Schüttelfrost und Fieber behandelt. Zur Vertiefung des Wissens dienen insgesamt sieben Arbeitsblätter . Unterstützend kommen zudem vier interaktive Übungen zum Einsatz. Die Ermittlung der Vitalzeichen gehört zu den ersten Aufgaben, mit welchen Auszubildende in den ambulanten und stationären Einrichtungen konfrontiert werden. Das sichere Einschätzen der Messwerte gehört dementsprechend zu den "Basics" des Pflegeberufs. Der Schwerpunkt dieser Unterrichtseinheit liegt auf entsprechende Pflegemaßnahmen bei Fieber, das heißt bei übermäßig erhöhter Körpertemperatur. Da diesbezüglich jede Altersgruppe eigene Besonderheiten aufweist, gilt es diese zu thematisieren und zu beachten. Auch im Hinblick möglicher Spezialisierungen im Rahmen der Ausbildung sollte der Wärmeregulation bei Frühgeborenen und Kindern besondere Beachtung geschenkt werden. Im Rahmen eines der vorliegenden Unterrichtseinheit zugehörigen Rechercheauftrags zum Thema "Fieberkrampf" bietet sich das Einüben eines professionellen Beratungsgespräches an, da an dieser Stelle zumeist ein besonderer Bedarf auf Seiten der Erziehungsberechtigten besteht. Die umfassende Unterrichtseinheit wird durch diverse Übungen auf den Arbeitsblättern, interaktive Übungen und wechselnde Sozialformen belebt. Der zeitliche Rahmen ist mit drei bis vier Doppelstunden angegeben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die gemessene Körpertemperatur richtig einordnen und bei Abweichungen der Normwerte entsprechende Pflegemaßnahmen treffen. kennen die unterschiedlichen Fiebertypen. wissen, welche Maßnahmen bei einem Fieberkrampf zu ergreifen sind. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Lerninhalte selbstständig mittels interaktiver Übungen. sind sicher in der Identifikation wissenschaftlicher Quellen im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler geben sich konstruktives Feedback. arbeiten in Partnerarbeit effektiv und konzentriert zusammen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Sekundarstufe II

Hautbeobachtung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Hautbeobachtung" werden mögliche Ursachen für etwaige Abweichungen des natürlichen, rosigen Teints der Haut thematisiert. Darüber hinaus werden Beobachtungsschwerpunkte wie Nävi (herdförmige Fehlbildungen der Haut beziehungsweise Schleimhaut) oder Wunden angesprochen.Die Beobachtung der Haut und Erkennung von Abweichungen gehört zu den Routinetätigkeiten des Pflegefachpersonals. Aufgrund dieser Abweichungen beziehungsweise Veränderungen können Rückschlüsse auf den Allgemeinzustand der betreffenden Person gezogen werden. Es handelt sich hierbei um eine kleine Unterrichtseinheit , die eine PowerPoint-Präsentation zur Grundlage hat. In dieser wird zunächst der physiologische Normalzustand der Haut expliziert. Es folgen sodann Abweichungen in Form von Hautverfärbung sowie Hautbeschaffenheit. Insgesamt bearbeiten die Lernenden im Rahmen der Unterrichtseinheit vier Lernaufgaben . In der ersten Aufgabe beschreiben die Auszubildenden, was sie an der Haut der auf dem Foto dargestellten Person beobachten können. Aufgabe zwei hat zum Ziel, dass sich die Schülerinnen und Schüler vertiefend mit weiteren Veränderungen der Haut auseinandersetzen. In Aufgabe drei werden physiologische und pathologische Ursachen für Veränderungen der Haut thematisiert. Weiterhin werden in Aufgabe vier entsprechende Pflegeschwerpunkte betrachtet, zu welchen die Lernenden die jeweils passenden Pflegemaßnahmen suchen. Am Ende der Arbeitsblätter erfüllen die Schülerinnen und Schüler einen Rechercheauftrag zum übergeordneten Thema " Hauttypen ".Ein wesentliches Ziel der Unterrichtseinheit ist es, dass die Auszubildenden Hautveränderungen sicher erkennen, sodass gegebenenfalls notwendige pflegerische Maßnahmen eingeleitet werden können. Zu den Veränderungen der Hautbeschaffenheit gehören ebenso Wunden, die jedoch in einer separaten Unterrichtseinheit vertieft dargestellt werden. Zu beachten ist außerdem, dass in der Unterrichtseinheit nicht jede einzelne Ursache für Veränderungen der Haut – wie beispielsweise einer Zyanose – dargestellt werden kann. Da die Schülerinnen und Schüler sich zum Zeitpunkt der Lerneinheit noch am Anfang ihrer Ausbildung befinden, würden einige Erkrankungsbilder an dieser Stelle zu weit führen: Die Unterrichtseinheit bedient sich daher der didaktischen Reduktion. Der zeitliche Umfang beträgt insgesamt circa zweimal 90 Minuten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Abweichung der rosigen Gesichtsfarbe sicher erkennen. kennen physiologische und pathologische Ursachen für eine Veränderung der Hautfarbe. erkennen Veränderungen der Hautbeschaffenheit. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, im Rahmen der Paararbeit wissenschaftliche Quellen im Internet ausfindig zu machen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Paararbeit effektiv und konzentriert zusammen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Fort- und Weiterbildung

AR in GeoGebra: Grundlagen und platonische Körper

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit werden mithilfe des Augmented Reality (AR) Modus der Software GeoGebra die platonischen Körper entdeckt. Mit AR wird die Realität um mathematische Elemente – wie fiktive Körper und Flächen – erweitert, die dann sehr anschaulich im Raum untersucht werden können. Geometrische Körper am Bildschirm darzustellen und zu erforschen, ist für Lernende sehr anschaulich. Eine spannende und gewinnbringende Forschungsumgebung ist der AR-Modus bei GeoGebra. Für die Verwendung des AR-Modus ist die Nutzung eines mobilen Endgerätes nötig. Hier steht den Lernenden ihre reale Umgebung – mithilfe der Kamera des mobilen Endgerätes um virtuelle Dinge erweitert – zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können so im Zusammenspiel von der digitalen und analogen Darstellung Flächen, Körper und die platonischen Körper detaillierter und verständlicher erfassen . Die vielfältigen Wege bei dem Einsatz und der Verwendung des AR-Modus ermöglichen es den Lernenden, schnell und individuell Erkenntnisse selbst zu erarbeiten und zu überprüfen. Der nötige Einsatz von mobilen Endgeräten stellt dabei für die Lernenden in der Regel keine Herausforderung dar. Darüber hinaus besteht ein Teil dieser Unterrichtseinheit auch aus Rechercheaufträgen zu Begriffsdefinitionen und ihrer Bedeutung. In der anbei zum Download bereitstehenden ZIP-Datei mit allen Materialien stehen für die Lehrkraft zusätzlich zwei kurze Demonstrationsvideos des GeoGebra AR-Modus bereit. Lehrpläne sehen in verschiedenen Bereichen den "Kontakt" zu platonischen Körpern vor. Über die besonderen Eigenschaften regelmäßiger Vielecke erfassen die Lernenden diese als Begrenzungsflächen für die platonischen Körper. Bei der Art der verwendeten dynamischen GeoGebra-Dateien mit dem AR-Modus können die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge und Besonderheiten der Flächen "mit der Hand erfassen" und umfangreiche Erfahrungen zu den platonischen Körpern sammeln. Platonische Körper sind wiederum ein Teil der konvexen Polyeder – auch bezüglich dieser Art Körper erfassen die Lernenden viel durch Experimentieren im AR-Modus von GeoGebra. Fachbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler lernen mathematische Darstellungen kennen und verwenden diese. lösen mathematisch Probleme und stellen diese am mobilen Endgerät und am PC dar. üben mathematisches Modellieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entdecken Augmented Reality. setzen mobile Endgeräte im Unterricht ein. präsentieren digital. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Team. steigern ihr Selbstwertgefühl und ihre Eigenverantwortung (Rückmeldungen zu Lösungsstrategien). zeigen durch offene Fragestellungen Engagement und Motivation und stoßen auf neue Ideen.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Generation Corona? – Mentale Gesundheit von Jugendlichen: Hilfe suchen und annehmen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Mentale Gesundheit" sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler dafür, Anzeichen von mentaler Belastung bei sich selbst oder bei anderen zu erkennen und zeigt auf, welche seriösen Hilfsangebote es gibt, wie sie zu finden sind und wie solche Angebote funktionieren können.Diese Unterrichtseinheit ist die vierte von fünf Unterrichtseinheiten zum Thema "Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen"; zuvor erschienen sind: "Generation Corona? – Wie hast du die Pandemiezeit erlebt?" , "Generation Corona? – Resilienz bei Jugendlichen stärken" und "Generation Corona? – Anzeichen von psychischen Belastungen bei sich und anderen erkennen" . Diese Einheit beschäftigt sich im Schwerpunkt exemplarisch mit dem Hilfsangebot "Krisenchat", das mit WhatsApp und SMS arbeitet und rund um die Uhr für die jungen Menschen erreichbar ist. Es werden aber auch zahlreiche andere Angebote vorgestellt, und es wird thematisiert, wie junge Menschen seriöse Angebote finden können. Außerdem wird aufgezeigt, aus welchen Gründen junge Menschen keine Hilfen suchen – damit sollen die Schülerinnen und Schüler für mögliche Stigmatisierungen sensibilisiert werden. Schließlich zeigt die Unterrichtseinheit auch, wie junge Menschen anderen helfen können, die möglicherweise Unterstützung benötigen. Wenn Kinder und Jugendliche Probleme haben, sich seelisch angespannt oder stark belastet fühlen, wissen sie oft nicht, woher oder durch wen sie Hilfe bekommen können. Oft ist es nicht immer einfach, sich in dem großen Angebot von Hilfsmöglichkeiten zurechtzufinden. Ein seriöses Angebot für Kinder und Jugendliche ist der "Krisenchat", eine Einrichtung, in der Jugendliche mit Expertinnen und Experten per WhatsApp oder SMS schreiben können. Darüber können sie ihre Probleme schildern und bekommen im gegenseitigen Dialog Hinweise, wie sie Probleme angehen können, Lösungen oder passende Hilfen finden. Die Unterrichtseinheit zeigt auf, welche seriösen Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Und es wird eingeordnet, nach welchen Begriffen gesucht werden kann, um erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten zu finden. Die Einheit sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler gegenüber Stigmatisierungen und gibt erste Anhaltspunkte, wie man selbst andere unterstützen kann. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler untersuchen anhand von Beispielen wie man seriöse psychologische Hilfsangebote erkennt. verstehen, welche negativen Konsequenzen die Stigmatisierung von psychischen Krisen für Betroffene hat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren die Recherche im Internet nach Hilfsangeboten. lernen ein mediengestütztes Hilfsangebot kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ. praktizieren das kreative Entwickeln und Ausformulieren eigener Ideen. lernen, einander zuzuhören und eigene Ergebnisse zu präsentieren.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Pädagogik / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Schwarzer Freitag und Weltwirtschaftskrise 1929/1930

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Schwarzer Freitag" recherchieren die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der Analyse des Dow-Jones-Charts die Gründe und den Verlauf des New Yorker Börsenkrachs vom Oktober 1929.Seit im Herbst 2008 die Weltwirtschaft durch eine neue Rezession erschüttert wurde, sahen viele Beobachter Parallelen zur großen Wirtschaftskrise von 1929, obwohl das weltwirtschaftliche Gefüge damals noch ganz anderes aussah. Die politischen Folgen des Börsencrashs in den USA und der sich daraus ergebende Einbruch der ohnehin auf wackeligen Beinen stehenden deutschen Wirtschaft waren schwerwiegend. Sie gehören mit zu den Gründen, welche die Radikalisierung weiter Teile des Bürgertums der Weimarer Republik verursachte und letztlich deren Ende einläuteten.Die Schülerinnen und Schüler recherchieren ausgehend von der Analyse des Dow-Jones-Charts die Gründe und den Verlauf des New Yorker Börsenkrachs vom Oktober 1929. Sie lernen dabei die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Deutschland kennen und sollen dabei unter anderem die Zusammenhänge visualisieren. Die politischen Folgen und insbesondere die Radikalisierung infolge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs werden anhand von Statistiken, Bild-, Text- und Audioquellen erarbeitet. Zur Abrundung und Vertiefung dient ein Vergleich der Situationen von 1929 und 2008. Zudem besteht die Möglichkeit, die Thematik anhand ausgewählter Internetseiten weitergehend zu behandeln (Oberstufe). Die Ergebnisse der Recherche können im Heft festgehalten oder als Kurzpräsentation umgesetzt werden. Hier bietet sich auch die Chance fächerübergreifenden Unterrichts mit dem Fach Wirtschaft. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Ursachen und Ablauf des Schwarzen Freitags kennen. erarbeiten die finanztechnischen Zusammenhänge, die die massiven Auswirkungen des Börsencrashs auf das Deutsche Reich bedingten. nehmen die Wirtschaftskrise als Ursache zunehmender politischer Radikalisierung wahr. lernen die historischen Geschehnisse anhand unterschiedlicher Quellen kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet nach Informationen. werten Statistiken und Grafiken aus. werten unterschiedliche Quellen aus. visualisieren Texte. erproben Textarbeit am Bildschirm zielgerichtet.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Diabetes – Grundlagen der Krankheit

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler sollen sich im Rahmen des Themas Diabetes mit der Wirkung von Hormonen, mit Peptidhormonen, Signalkaskaden und Immunreaktionen auseinandersetzen. Dabei helfen Recherchen im vorgegebenen Material und im Internet, entweder auf vorgegebenen Webseiten oder mithilfe von Suchmaschinen.Die Unterrichtseinheit soll den Lernenden die Ursachen für eine Diabetes-Erkrankung näher bringen und das Grundverständnis für den Umgang mit einer solchen Behinderung wecken. Diabetiker müssen ihren Blutzuckerspiegel ständig beobachten und einstellen. Das ist aufgrund der heutigen maßgeschneiderten Insuline mit langer oder kurzer Wirkzeit sehr viel leichter als früher. Die Vielfalt der möglichen Ursachen für Altersdiabetes wird deutlich, wenn man das Prinzip einer Signalkaskade verstanden hat und weiß, dass kein Bausteinchen der Signalkette fehlen darf. Die Schülerinnen und Schüler erlangen Kompetenzen im inhaltlichen, methodischen und sozialen Bereich.Voraussetzung für die Durchführung dieser Unterrichtseinheit ist die grundsätzliche Kenntnis der Hormonwirkung, der Wechselwirkung zwischen Enzym und Substrat (Spezifität der Bindungsstelle) sowie des Zuckerstoffwechsels. Unterrichtsverlauf und Materialien In arbeitsteiliger Partnerarbeit beschäftigen sich die Lernenden mit verschiedenen Diabetes-Themen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie den Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass Diabetes mellitus eine Stoffwechselerkrankung ist, die verschiedene Ursachen haben kann und können diese Ursachen benennen können die Regelung des Blutzuckerspiegels und das Zusammenwirken von Insulin und Glucagon durch einen einfachen Regelkreis darstellen können das Prinzip der Signalkaskade auf den Insulinrezeptor anwenden können den Zusammenhang zwischen Autoimmunreaktion und Diabetes Typ I mithilfe einer Immunantwort skizzieren. können die Fortschritte in der heutigen Diabetes-Forschung benennen und maßgeschneiderte Insuline und ihre Wirkungen beschreiben. können im Internet Kriterien geleitet recherchieren und die wesentlichen Punkte ihrer Recherche verschriftlichen. können recherchierte Materialien adressatenbezogen aufbereiten und anderen vortragen. Einstieg Als motivierender Einstieg in die Thematik eignet sich zum Beispiel ein Video aus der Mediathek des Deutschen Diabeteszentrums in Düsseldorf. Dort sind auch Fallbeispiele integriert. Die Videos stehen online zur Verfügung: Deutsches Diabeteszentrum (DDZ), Düsseldorf Auf der DDZ-Webseite finden Sie Videosequenzen (Presse und Öffentlichkeit / Mediathek / Videos) zu verschiedenen Diabetes-Themen. Partner- oder Gruppenarbeit Nach dem Einstieg empfehle ich Partnerarbeit zur inhaltlichen Recherche, wobei die Arbeitsblätter als Aufgabenstellungen für fünf Gruppen geeignet sind. In größeren Kursen können die Arbeitsblätter auch redundant bearbeitet werden. Alternativ ist auch Gruppenarbeit möglich, wobei sich außer der Beschäftigung mit den Faktoren, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen, eine Gruppe mit Autoimunreaktionen, eine mit der Hormonwirkung und eine mit dem Insulinrezeptor und der Signalkaskade beschäftigen kann. Auch weitere Einteilungen sind je nach Vorwissen und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler denkbar. Schülervorträge Die Ergebnisse werden didaktisch aufbereitet und zu Schülervorträgen verwendet. Ausführliche Hinweise zum Unterrichtsverlauf finden Sie in dem Verlaufsplan, Diabetes ? Grundlagen der Krankheit (Pop-up) der Unterrichtseinheit. Bickel, H. et al. Natura Oberstufe, Neurobiologie und Verhalten (1997), Ernst Klett Verlag Stuttgart; Seite 62 bis 69. Bickel, H. et al. Natura: Biologie f. Gymnasien Band 3b, 12. und 13. Schuljahr NRW (2001), Ernst Klett Verlag Stuttgart; Seite 284 bis 293. Bickel, S., Krull, H.-P., Wedershoven, B. Natura Schwerpunktvorhaben 3b NRW (2002) Ernst Klett Verlag Stuttgart; Seite 85 bis 96. Beyer, I. et al. Natura Biologie für Gymnasien, Oberstufe (2005) Ernst Klett Verlag Stuttgart; Seite 260 bis 265. Kattmann, U. Glucose im Fließgleichgewicht, Unterricht Biologie 158 (1990), Friedrich-Verlag Velber, Seite 32 ff. Ruppert, W. Insulin - vom Molekül zum Menschen, Unterricht Biologie 229 (1997), Friedrich-Verlag Velber, Seite 44 ff. Zürcher, S. Insulin und der Glucose-Stoffwechsel - Diabetes mellitus, Unterricht Biologie 331 (2008), Friedrich-Verlag Velber, Seite 22 ff. Conrad B, Weidmann E, Trucco G, Rudert WA, Behboo R, Ricordi C, Rodriquez-Rilo H, Finegold D, Trucco M. Evidence for superantigen involvement in insulin-dependent diabetes mellitus aetiology; Nature, 1994 Sep 22;371(6495):351-5. Über diesen Link gelangen Sie zurück zur Startseite der Unterrichtseinheit "Diabetes - Grundlagen der Krankheit".

  • Biologie
  • Sekundarstufe II

Gastarbeiter in Deutschland: "Arbeitet wie die Bienen!"

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Gastarbeiter in Deutschland" erfahren Schülerinnen und Schüler, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen türkische Gastarbeiter in den 60er-Jahren nach Deutschland kamen. Sie versuchen dabei, sich in die Situation der Betreffenden hineinzuversetzen.Das Anwerbe-Abkommen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik im Herbst 1961 bildete die Grundlage für eine organisierte "beschäftigungsgebundene" Auswanderungspolitik auf Zeit, für die der Auswanderungswillige gewissermaßen in die "nationale Pflicht" genommen wurde. Mit dem Abkommen sollte erreicht werden, dass die Arbeitsplätze in der expandierenden Wirtschaft besetzt würden und zwar durch Arbeiter, die möglichst wenig Ansprüche stellten. Längst nicht alle Bewerber litten in der Türkei unter Armut. Vielmehr wollten viele von ihnen sich finanziell verbessern; bei vielen Frauen spielte auch der Wunsch sich zu emanzipieren eine Rolle. Dass ihre Erwartungen oft enttäuscht wurden, ist darauf zurückzuführen, dass die offiziellen Informationen über die Arbeitssituation in Deutschland ungenügend waren. Aber auch die auf Besuch weilenden "Gastarbeiter" beschönigten die Arbeits- und Lebensbedingungen, um ihr Weggehen zu rechtfertigen. Dies weckte bei vielen in der Türkei Verbliebenen das Verlangen, ebenfalls zu emigrieren. Die Illusionen über berufliche und materielle Chancen in der Bundesrepublik erhöhten den Druck auf diejenigen, die bereits dort arbeiteten.Der inhaltliche Schwerpunkt der Unterrichtseinheit liegt zunächst auf dem Aspekt der türkischen Gastarbeiter in Deutschland. In einer weiterführenden Internet-Recherche sollten die Schülerinnen und Schüler jedoch auch Migrationen aus anderen Ländern in die Bundesrepublik untersuchen und sich somit ein ganzheitliches Bild über die Situation der Gastarbeiter und ihrer Familien im Deutschland der 1960er Jahre verschaffen. Zum Einstieg in die Unterrichtseinheit dient das Arbeitsblatt der Körber-Stiftung. Im weiteren Verlauf können die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv mit eigenem Schwerpunkt zum Thema "Gastarbeiter in Deutschland" recherchieren. Arbeitsaufträge für Einstieg und Erarbeitungsphasen Lest M 1 und unterstreicht im Text die Anweisungen an Leserinnen und Leser, die in Deutschland arbeiten wollten. Warum wurden diese Anweisungen gegeben? Lest M 2 genau durch und spielt die Situation nach. Überlegt, wer welche Rolle übernimmt, welche "Vorgaben" der Text macht. Ihr könnt eigene Ideen einbringen, aber sollt berücksichtigen, was ihr aus M 1 und M 2 wisst. Lest den Text M 4 und überlegt, warum sich die junge Türkin vor dem weihnachtlichen Schaufenster hat fotografieren lassen (siehe M 3). Welche Gründe, vermutet ihr, hat Birsen dafür, ihr Geld für die Familie in der Türkei auszugeben? Welche Geschenke würdet ihr an ihrer Stelle eurer Familie machen? Warum? Weiterführende Aufgaben und Projektideen Besprecht in der Klasse: Wer von euch hat Verwandte oder Freunde im Ausland? Was wünscht ihr euch von ihnen? Warum? Was haben sie euch geschenkt? Recherchiert im Internet nach allgemeinen Informationen zur Zuwanderung von Migrantinnen und Migranten nach Deutschland und wertet eure Ergebnisse aus. Erkundigt euch bei einheimischen Erwachsenen, wie sich die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen beispielsweise aus der Türkei am Anfang gestaltete und ob oder wie und warum sie sich im Laufe der Zeit verändert hat. Befragt Einwanderinnen und Einwanderer aus der Türkei, die seit zwei oder drei Generationen in Deutschland leben, nach ihren Erinnerungen an die Zeit, als sie in Deutschland und ihre Familie in der Heimat wohnten. Inwieweit hat sich ihr Leben geändert, als ihre Familie nach Deutschland kam? Dokumentiert eure Ergebnisse auf einer Webseite . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Erwartungen in den 60er-Jahren in der Türkei diejenigen hatten, die zum Arbeiten nach Deutschland gingen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen Zeitzeugenbefragungen durch und dokumentieren ihre Interviewergebnisse. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sammeln im Internet allgemeine Informationen zur Zuwanderung von Migranten nach Deutschland und werten diese aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler versuchen, sich in die Situation der Betreffenden hineinzuversetzen: in die der "Gastarbeiter" und in die der Familienangehörigen, die in der Türkei blieben. Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, welche Erwartungen in den 60er-Jahren in der Türkei diejenigen hatten, die zum Arbeiten nach Deutschland gingen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Zeitzeugenbefragungen durchführen und ihre Interviewergebnisse dokumentieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Internet allgemeine Informationen zur Zuwanderung von Migranten nach Deutschland sammeln und auswerten. Die Schülerinnen und Schüler sollen versuchen, sich in die Situation der Betreffenden hineinzuversetzen: in die der "Gastarbeiter" und in die der Familienangehörigen, die in der Türkei blieben. Lest M 1 und unterstreicht im Text die Anweisungen an Leser, die in Deutschland arbeiten wollten. Warum wurden diese Anweisungen gegeben? Lest M 2 genau durch und spielt die Situation nach. Überlegt, wer welche Rolle übernimmt, welche "Vorgaben" der Text macht. Ihr könnt eigene Ideen einbringen, aber sollt berücksichtigen, was ihr aus M 1 und M 2 wisst. Lest den Text M 4 und überlegt, warum sich die junge Türkin vor dem weihnachtlichen Schaufenster hat fotografieren lassen (siehe M 3). Welche Gründe, vermutet ihr, hat Birsen dafür, ihr Geld für die Familie in der Türkei auszugeben? Welche Geschenke würdet ihr an ihrer Stelle eurer Familie machen? Warum? Besprecht in der Klasse: Wer von euch hat Verwandte oder Freunde im Ausland? Was wünscht ihr euch von ihnen? Warum? Was haben sie euch geschenkt? Recherchiert im Internet nach allgemeinen Informationen zur Zuwanderung von Migranten nach Deutschland und wertet eure Ergebnisse aus. Erkundigt euch bei einheimischen Erwachsenen, wie sich die Zusammenarbeit mit Kollegen beispielsweise aus der Türkei am Anfang gestaltete und ob oder wie und warum sie sich im Laufe der Zeit verändert hat. Befragt Einwanderer aus der Türkei, die seit zwei oder drei Generationen in Deutschland leben, nach ihren Erinnerungen an die Zeit, als sie in Deutschland und ihre Familie in der Heimat wohnten. Inwieweit hat sich ihr Leben geändert, als ihre Familie nach Deutschland kam? Dokumentiert eure Ergebnisse auf einer Website.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Kalligrafie im Mittelalter

Unterrichtseinheit

In dieser fächerübergreifenden Unterrichtseinheit zum Thema "Kalligrafie im Mittelalter" lernen die Kinder die Illustrationskunst kennen. In einer Zeit, in der die Technik im Vordergrund steht und überwiegend mit dem Computer geschrieben wird, tritt die Handschrift des Menschen in den Hintergrund. Die Ergebnisse mittelalterlicher Schreibkunst bestechen aber durch ihre Schönheit, sodass sie nicht nur auf Erwachsene wirken, sondern auch von Kindern bewundert werden. Diese Lerneinheit beinhaltet eine Internetrecherche, bei der gezielt kindgemäße Webseiten zur Lösung der Arbeitsaufträge zum Thema Kalligrafie verhelfen. Verschiedene Übungen und Arbeitsblätter runden die Arbeit ab. Heute wird Kalligrafie nur noch zu bestimmten Gelegenheiten angewandt, zum Beispiel zur Gestaltung einer besonderen Einladung oder Anzeige. Bis vor wenigen Jahren gab es in der Schule noch das Fach "Schönschreiben", wo aber weniger kunstvolle Schriften gelehrt, sondern Wert auf eine gestochen schöne Handschrift der Kinder gelegt wurde - nach dem Muster der in der betreffenden Schule angewandten Ausgangsschrift. Kalligrafische Übungen erfordern Geduld, Konzentration und eine ruhige Hand, Eigenschaften also, die bei Kindern nicht immer selbstverständlich, für sie aber sehr wichtig sind. Um so effektiver ist es, sie an schönen Dingen zu trainieren. Zur theoretischen und virtuellen Aufarbeitung des Themas ist das Internet ein ideales Medium. Es bietet eine Reihe kindgemäßer Seiten, die den Kindern Gelegenheit zum selbstständigen Erforschen geben. Aufbau der Lerneinheit Gelenkte Internetrecherche Die Arbeitsanweisungen auf den meisten Arbeitsblättern beziehen sich auf direkt aufrufbare Internetseiten, was natürlich einen Internetzugang voraussetzt. So ist gewährleistet, dass sie nicht wahllos im Netz herumirren, sondern gezielt die erforderlichen Informationen aufrufen können. Gefahren bewusst machen Das Risiko, auf jugendgefährdende Seiten zu gelangen, verringert sich durch die Vorgabe der Links deutlich. Selbstverständlich sollte trotzdem noch einmal darauf hingewiesen werden, dass nur die angegebenen Internetseiten besucht werden dürfen. Die Arbeitsblätter, die sich auf Internetseiten beziehen, sind durch die Grafik in Form eines Computers besonders gekennzeichnet. Organisation und Ablauf Partner- oder Gruppenarbeit Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen von der Anzahl der vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Als sinnvoll hat sich auf jeden Fall Partnerarbeit erwiesen, da sich so zum einen die Zahl der eventuell auf einen Computer wartenden Kinder halbiert und zum anderen die Partner sich gegenseitig unterstützen können. Absprachen zur Computernutzung Wichtig ist außerdem die Organisation des Unterrichtsablaufs. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da nicht alle gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Außerdem ist festzulegen, ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll und eine entsprechende Einteilung vorzunehmen (freie Wahl, Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder von der Lehrkraft bestimmt). Es hat sich zudem bewährt, "Computer-Expertinnen und -Experten" zu wählen, die bei Schwierigkeiten mit dem Medium als erste Ansprechpartner fungieren sollen. So können die Kinder viele Fragen unter sich klären und selbstständig arbeiten. Im Vorfeld Voraussetzungen Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig. Einführung Als Einführung wird das gemeinsame Anschauen eines Youtube-Videos vorgeschlagen, in dem man die kunstvolle Gestaltung des Wortes "Calligraphy" sieht. Erfolgskontrolle Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft wird. Hintergrundinformationen Hier finden Sie eine kurze Erklärung des Begriffs Kalligrafie sowie einige Informationen zur Geschichte der Kalligrafie. Kalligrafie Unter Kalligrafie versteht man die Kunst des Schönschreibens von Hand mit Federkiel oder Pinsel und Tinte oder Tusche. Das Wort kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus "kállos", Schönheit, und "gráphein", schreiben. Blütezeit Die Kalligrafie erfuhr in Europa ihre Blütezeit im Mittelalter, als vor allem in Klöstern manchmal in lebenslanger Arbeit von Mönchen die Bibel und andere religiöse Texte kopiert wurden, um sie zu verbreiten. Kunstvoll verzierte Buchstaben Dabei verzierte man meist nur die Anfangsbuchstaben eines Kapitels (Initialen) und die Überschriften kunstvoll, um die Lesbarkeit des Textes zu gewährleisten. Der eigentliche Buchschmuck erstreckte sich dabei vor allem auf Bilder und Illustrationen. Kunst der Mönche Mönche gehörten damals zu den wenigen Menschen, die die Kunst des Schreibens beherrschten. Karolingische Minuskel Wurde anfangs nur in Großbuchstaben (Majuskel) geschrieben, entwickelten sich später die Minuskelformen mit Ober- und Unterlängen. Die Karolingische Minuskel wurde zur etablierten Schrift des gesamten Reiches Karls des Großen und überdauerte etwa drei Jahrhunderte. Pergament und Papier Geschrieben wurde auf Pergament und ab der Mitte des 12. Jahrhunderts auch auf Papier, das aber erst ab dem 14. Jahrhundert mehr und mehr das Pergament ablöste. Berufsstand der Schreiber Neben den Mönchen gab es den Berufsstand der Schreiber, die auftragsmäßig Gebrauchstexte wie Rechnungen, Urkunden, Wappen- und Geschlechterbücher schrieben. Im späten Mittelalter übernahmen auch Schreibmeister die Aufgabe, Schriften zu entwickeln und in Stadtschulen das Lesen und Schreiben zu unterrichten. Buchdruck Ab 1410 wurden in Europa Bücher mit im Holzschnitt hergestellten Drucktafeln gedruckt. Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern erleichterte den Druck und damit die Verbreitung von Schriftgut. Die kunstvoll gestalteten Schriften der Mönche wurden trotzdem in Ehren gehalten. Diktattext: Schreiben im Mittelalter Im Mittelalter konnten nur wenige Leute lesen und schreiben. Es waren vor allem die Mönche, die in den Klöstern die Bibel abschrieben. Damit waren sie manchmal ein ganzes Leben lang beschäftigt, weil sie langsam und sehr sorgfältig arbeiten mussten. Auch Burgherrinnen beherrschten die Kunst des Lesens und Schreibens, weil sie in Abwesenheit des Burgherrn alleine die Geschäfte führten. Außerdem mussten sie in der Lage sein, Kräuterrezepte zu lesen, nach denen Medizin hergestellt wurde. Später gab es Schreibmeister, die für Kaufleute und Juristen Rechnungen, Urkunden, Wappenbriefe oder Geschlechterbücher schrieben. In den Stadtschulen unterrichteten sie auch die Kinder. Aber nur die Reichen konnten sich eine solche Schule leisten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen das Mittelalter zeitlich richtig ein. erfahren, was das Wort Kalligrafie bedeutet und woher es stammt. setzen eine Beziehung zum ehemaligen Schulfach "Schönschreiben". erfahren, wer im Mittelalter lesen und schreiben konnte. erfahren, welche Schreibwerkzeuge damals benutzt wurden. lernen kalligrafisch gestaltete Buchstaben und Texte kennen und schreiben sie nach. lernen den Begriff "Initiale" kennen. verzieren Großbuchstaben selbst. lesen einen Text in mittelalterlicher Schrift und schreiben ihn ab. schreiben Zitate in alter Schrift mit Tusche nach und gestalten einen Spruch mit Tusche kreativ. üben Lernwörter für ein Diktat. üben Fremdwörter mit der Endung "-grafie". lernen Redensarten zu "schreiben" kennen und ordnen die Bedeutungen richtig zu. bearbeiten die Wortfamilie "schreiben". erkennen und berichtigen sachliche Fehler in einem Text. lernen englische Wörter zum Verständnis eines Videos über das Basteln eines Federhalters kennen. schauen mittelalterliche Schriften an. üben die Aussprache der englischer Wörter am Computer. lernen, wie man Papier schöpft. basteln einen Federhalter. ergänzen einen Lückentext, füllen eine Tabelle aus und entziffern Rätselschriften. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen gezielte Recherchen im Internet durch und nutzen das World Wide Web als Informationsquelle. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler treffen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze. einigen sich als Partnerinnen und Partner über die Reihenfolge der Aufgaben. helfen sich gegenseitig.

  • Technik / Sache & Technik / Geschichte / Früher & Heute
  • Berufliche Bildung

Jesus Christus: Andeutungen auf den Messias im Alten Testament

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Jesus Christus werden exemplarisch einige alttestamentliche Hinweise vorgestellt, die auf Geburt, Leben und Sterben des Messias vorausweisen. Dadurch soll die alttestamentliche Grundlage des neutestamentlichen Bildes von Jesus Christus beleuchtet werden. Die Unterrichtseinheit eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen spannenden Zugang zum Alten Testament und seinen Bezügen zum Neuen Testament. Im Mittelpunkt steht das 2. Buch Mose (Exodus), insbesondere Kapitel 12 mit der Einsetzung des Paschamahls. Dieses Mahl wird zum Symbol für den Bund Gottes mit seinem Volk und weist zugleich auf Jesus Christus voraus, der beim Letzten Abendmahl einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen begründet. Auch zahlreiche prophetische Texte deuten auf das Kommen des Messias hin. In der zweiten Stunde lernen die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Prophezeiungen kennen und deuten diese exemplarisch. Besonders eindrucksvoll sind schließlich die Gottesknecht-Lieder beim Propheten Jesaja, die in der dritten Stunde behandelt werden. Sie enthalten bereits klare Hinweise auf Leben, Leiden und Sterben Jesu Christi. Die drei Unterrichtsstunden der vorliegenden Einheit bauen nicht zwingend aufeinander auf, sondern können auch unabhängig voneinander eingesetzt werden. Sie sind thematisch verbunden, da sie jeweils auf eigene Weise verdeutlichen, wie alttestamentliche Aussagen das Erscheinen des Menschensohnes im Neuen Testament vorbereiten und deuten. 1. Unterrichtsstunde: Paschamahl In Exodus 12 wird die Einsetzung des Paschamahls geschildert, das als letzte Stärkung für das Volk Israel vor der Flucht aus Ägypten gedeutet werden kann. Zugleich begründet Gott mit diesem Mahl seinen Bund mit Israel, der später am Sinai mit den Zehn Geboten besiegelt wird. Damit weist das Paschamahl auf Jesus Christus voraus, der beim Letzten Abendmahl in ähnlicher Weise den Neuen Bund zwischen Gott und den Menschen stiftet. Der Einstieg in die Stunde erfolgt für die Sekundarstufe I über einen Bildimpuls, der mithilfe von Leitfragen zu einem Gespräch führt. Für die Sekundarstufe II eignet sich ein Zitat aus dem Exodus-Text, das nach Sprecher, Adressaten und Situation befragt wird. Anschließend wird mithilfe eines Arbeitsblattes die Gliederung des Buches Exodus erarbeitet und das Paschamahl als Kern des Bundes Gottes mit Israel herausgestellt. Weitere Arbeitsblätter ermöglichen eine differenzierte Erarbeitung der Merkmale des Paschamahls, entweder durch vorgegebene Strukturen für die Sekundarstufe I oder durch selbstständige Recherche in der Sekundarstufe II. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Gespräch, in dem die Schülerinnen und Schüler den Begriff "Lamm Gottes" im Hinblick auf Jesus Christus deuten. 2. Unterrichtsstunde: Messias-Prophezeiungen Im Judentum entwickelte sich die Hoffnung auf einen Messias, der die Königsherrschaft Davids erneuern sollte. Besonders im Buch Jesaja finden sich erstaunlich konkrete Voraussagen, die auf Jesus Christus hinweisen. Dass es sich dabei nicht um nachträgliche christliche Einfügungen handelt, belegt die berühmte Jesaja-Rolle aus Qumran, die aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. stammt. Eine Zeitleiste veranschaulicht den historischen Rahmen, in dem zentrale alttestamentliche Aussagen – von der Salbung Davids über Jesaja und Micha – mit der Geburt Jesu verbunden werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Gruppenarbeit ausgewählte Prophetentexte, die sich auf die Geburt Jesu beziehen, und deuten deren Bedeutung für die Messiaserwartung im Alten Testament und deren Erfüllung im Neuen Testament. 3. Unterrichtsstunde: Die Gottesknecht-Lieder bei Jesaja Die sogenannten Gottesknecht-Lieder im Deuterojesaja enthalten Prophezeiungen, die sich in besonderer Weise auf das Leben und Wirken Jesu Christi beziehen lassen. Hervorgehoben werden dabei die Gestalt des gehorsamen Dieners, seine Unschuld, durch die er stellvertretend Schuld auf sich nimmt, sowie das Bild des unschuldigen Opferlammes, das sowohl auf das Paschalamm zurück- als auch auf Jesus Christus als das "Lamm Gottes" vorausweist. Der Einstieg in die Stunde erfolgt über eine gemeinsame Erschließung des Begriffs "Knecht" mithilfe von Folien. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler erarbeiten mit einem Arbeitsblatt einen Überblick über die ersten drei Gottesknecht-Lieder, während andere Gruppen das vierte Lied in den Blick nehmen, das besonders deutliche Parallelen zu Jesu Leiden und Sterben enthält. Unterschiedlich gestaltete Arbeitsblätter ermöglichen eine differenzierte Bearbeitung und münden in Schülervorträgen, die im Plenum zusammengeführt werden. Dabei wird die Bedeutung der Gottesknecht-Lieder für das Verständnis des stellvertretenden Opfertodes Jesu herausgestellt. Zum Abschluss gestalten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ein Glasfenster mit dem Symbol des Gotteslamms, während die Sekundarstufe II in einem Arbeitsblatt die Deutung Jesu als Gottesknecht durch den Evangelisten Matthäus nachvollzieht und Gemeinsamkeiten zwischen Gottesknecht und Jesus Christus herausarbeitet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einsicht in grundsätzliche Zusammenhängen zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. erkennen die Bedeutung der Begriffe Pascha, Messias-Prophezeiung und Gottesknecht. üben den Umgang mit der Bibel: Bezeichnung einiger Bücher, Einteilung in Kapitel und Verse. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit Bibeltexten. setzen das Internet zur Recherche von Bibelstellen ein. verwenden Arbeitsblätter zur Sicherung ihrer Arbeitsergebnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zusammen. üben den Schülervortrag vor der Klasse. übernehmen Verantwortung für den Lernerfolg ihrer Arbeitsgruppe beziehungsweise der ganzen Klasse.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

WebQuest "Die Glimmspanprobe"

Unterrichtseinheit

Nach einer Internetrecherche zur Anwendung und Durchführung der Glimmspanprobe führen Schülerinnen und Schüler den Versuch selbst durch. Danach entwickeln sie selbstständig ein Experiment zum Nachweis der Freisetzung von Sauerstoff aus Oxi-Reinigern. Die Lernenden setzen sich in dem hier vorgestellten WebQuest zunächst theoretisch mit der Glimmspanprobe auseinander. Sie sollen sich über den Sinn und die Durchführung der Glimmspanprobe informieren und herausfinden, welche Bedeutung diese für Chemikerinnen und Chemiker hat. Danach erhalten sie einen kleinen Forschungsauftrag: Sie sollen überlegen, wie man die Freisetzung von Sauerstoff aus Oxi-Reinigern experimentell nachweisen kann. Die Lehrerin oder der Lehrer lässt die Durchführung der entwickelten Versuche unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften zu. Danach können die verschiedenen Ansätze mit der Klasse diskutiert werden. Technische und fachliche Voraussetzungen Die WebQuest-Materialien sind als Blog bei "WordPress" erstellt worden. Die HTML-Seiten können mit jedem gängigen Browser dargestellt werden. Der WebQuest zur Glimmspanprobe ist für den Einsatz in Klasse 8 konzipiert und soll insbesondere den Kompetenzbereich "Erkenntnisgewinnung" fördern. Zuvor sollte das Thema "Bestandteile der Luft" behandelt worden sein. Davon ausgehend kann man dann auf den Luftbestandteil Sauerstoff näher eingehen und die Nachweisreaktion einführen. Fortführung des Themas Im Anschluss an die Unterrichtseinheit bietet es sich an, die Verbrennung verschiedener Stoffe in reinem Sauerstoff oder an der Luft zu behandeln, um damit Oxidationsvorgänge zu thematisieren. Es ist auch möglich, vertiefend Reaktionsbedingen, Zerteilungsgrad, Durchmischung und Konzentration (hier die Sauerstoffkonzentration im Vergleich Luft/reiner Sauerstoff) zu behandeln. Dazu lassen sich auch viele einfache Schülerversuche mit den Oxi-Reinigern durchführen (DVD "Chemie fürs Leben"). Hinweise zum Unterrichtsverlauf Die Lernenden recherchieren im Netz, um die Glimmspanprobe zu erklären. Außerdem sollen sie die Behauptung, Oxi-Reiniger setzten Sauerstoff frei, experimentell prüfen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Glimmspanprobe als Nachweismethode für Sauerstoff kennen lernen und ihre Bedeutung für Chemikerinnen und Chemiker erkennen. die Glimmspanprobe nach den Sicherheitsvorschriften durchführen und protokollieren können. unter Anwendung der Fachsprache die Glimmspanprobe deuten. die erworbenen Kenntnisse zur Planung und Durchführung eines Überprüfungsexperiments zur Sauerstofffreisetzung aus Oxi-Reinigern anwenden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Computer gezielt zur Informationsbeschaffung verwenden, indem sie wichtige Inhalte aus Online-Texte erarbeiten und diese auf ihre Aufgabenstellung beziehen. eine Filmsequenz aus dem Internet zum Verständnis der experimentellen Durchführung einer Nachweisreaktion nutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen auf der Basis des angeeigneten Wissens ein Experiment gemeinsam planen und gegebenenfalls gemeinsam durchführen. sich gegenseitig bei der Diskussion verschiedener Versuchsvarianten zuhören und die Vorschläge vergleichend diskutieren. Prof. Dr. Julia Michaelis von der Didaktik der Chemie der Universität Oldenburg betreute Julia Elsen bei der Bachelorarbeit zur Glimmspanprobe.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I
ANZEIGE