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Johann Wolfgang von Goethe: Faust

Unterrichtseinheit

Ihre Schülerinnen und Schüler sollen den Klassiker einmal ganz anders als über die bloße Lektüre kennen lernen? Dieses Ziel ist bei der Besprechung des Faust im Unterricht leicht mithilfe des Computers zu erreichen. In der vorliegenden Sammlung von Stundenskizzen geht es nicht um eine umfassende oder gar erschöpfende Behandlung des Werkes, sondern um einzelne Unterrichtsvorschläge, die bei Bedarf verwendet, geändert oder ergänzt werden können. Dabei steht die Nutzung des Computers als Medium bei der inhaltlichen Arbeit im Vordergrund. Focus auf zentrale Faust-Themen Goethes Faust ist unbestritten eines der bedeutendsten Dramen der deutschen Literatur. Es gehört zum Lektürekanon jedes gebildeten Menschen und ist daher aus der Schule nicht wegzudenken. Die wissenschaftliche Literatur zu Faust ist unüberschaubar, ebenso die Zahl der Versuche, dieses Werk in der Schule zu vermitteln. Zu den einschlägigen Faust-Themen bietet dieser Beitrag Informationen und Arbeitsmaterialien. Gruppenarbeit am PC Bei der Erarbeitung des Dramas steht neben der Computer- und Internetnutzung die Gruppenarbeit im Vordergrund, da die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe auf die Zusammenarbeit im Team in Studium und Beruf vorbereitet werden müssen. Der sozial-integrative Aspekt dieser Arbeitsform spielt in dieser Altersstufe keine vordergründige Rolle mehr, darf jedoch auch nicht außer Acht gelassen werden. Außerdem kann so dem Vorwurf begegnet werden, die Arbeit am Computer vereinzele die Schülerinnen und Schüler und mache Kommunikation von Mensch zu Mensch unnötig. Ablauf der Unterrichtseinheit: Teil 1 Zueignung - Prolog im Himmel - Gelehrtentragödie Ablauf der Unterrichtseinheit: Teil 2 Straßenszene - Walpurgisnacht - Gretchentragödie Ablauf der Unterrichtseinheit: Teil 3 Epochen im Drama - Historischer Faust - Die Faust-Gestalt Goethes Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen literarische Motive in Goethes Faust erkennen, den argumentativen Fortschritt reflektieren und mögliche Kombinationen vergleichen. den Prolog im Himmel in Kontext zur Bibel setzen. sich dem Thema Gelehrsamkeit und seinen Gefahren von verschiedenen Seiten nähern. die Straßenszene als Spielszene umsetzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. das Internet zur Informations- und Quellenrecherche nutzen. im Textverarbeitungsprogramm Textbausteine ordnen und Passagen farblich markieren. eine Website konzipieren und erstellen. Der erste Teil dieser Unterrichtseinheit besteht aus: Zueignung (Computerarbeit, 45') Prolog im Himmel (Gruppenarbeit, 45') Gelehrtentragödie (Gruppenarbeit, 45'-90') Methodische Vorbemerkung Den Schülerinnen und Schüler muss bewusst gemacht werden, dass das Experimentieren mit den Textteilen ein wesentlicher Teil der Aufgabe ist. Wenn die Lösung im Originaltext nachgeschlagen wird, geht die intensive Auseinandersetzung mit dem Textinhalt verloren. Im dritten Prolog des Dramas greift Goethe auf ein Motiv des Alten Testaments zurück. Dadurch stellt er das folgende Drama in einen universalen Kontext. Das Leben und Streben der Menschen in der Welt wird durch die Mächte im Jenseits relativiert. Im ersten Teil des Faust lassen sich verschiedene Handlungsstränge unterscheiden. Einer davon ist die sogenannte Gelehrtentragödie. Die Situation des Wissenschaftlers und der Wissenschaften selbst ist auch heute nicht unproblematisch. Daher sollen sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema Gelehrsamkeit und seinen Gefahren von verschiedenen Seiten nähern. Die folgenden Aufgaben kommen unterschiedlichen Arbeitsweisen entgegen. Gruppe A arbeitet rezeptiv und bemüht sich um klares Textverständnis. Gruppe B sucht den Transfer des Goethe-Textes in die heutige Zeit. Gruppe C beschäftigt sich produktiv mit der Textvorlage. Der zweite Teil der Unterrichtseinheit thematisiert: Straßenszene (Szenisches Gestalten, 45'-90') Walpurgisnacht (Internetarbeit, 45') Gretchentragödie (Gruppenarbeit, 45'-90') Ein junger Mann (der jung gewordene Faust) trifft ein unschuldiges Mädchen, Margarethe, und entbrennt in Liebe und Leidenschaft. Diese alltägliche Situation kennen die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Privatleben. Nach einigen Verständnishilfen zu Goethes Text entwickeln sie moderne Varianten den Themas "Mann trifft Frau". In dieser Szene treiben die dämonischen Kräfte um Faust einem Höhepunkt zu. Getrieben von Mephistopheles' unheilvoller Anstiftung hat der Doktor große Schuld auf sich geladen. Das orgiastische Treiben in der Walpurgisnacht steht für den Aufruhr der leidenschaftlichen Gefühle Fausts. Das Drama nähert sich seinem tragischen (vorläufigen) Ende. Neben der Gelehrtentragödie ist die sogenannte Gretchentragödie ein zweiter bedeutender Handlungsstrang im Faustdrama. Auch diese Teilhandlung bedarf einer eingehenden Analyse, zu der die folgenden Gruppenarbeitsaufträge beitragen sollen. Im dritten Teil geht es um: Epochen im Faust-Drama (Gruppenarbeit, 45'-90') Der historische Faust (Websiterstellung, 45') Die Faust-Gestalt Goethes (Textarbeit, 45') Die Frage, ob Goethes Faust I ein klassisches Drama ist, kann mit Ja und Nein beantwortet werden. In dieser Lerneinheit sollen erarbeitet werden: eine stichwortartige Epochenübersicht, die Zuordnung einzelner Aspekte zu diesen Epochen, antik-klassische Merkmale der Tragödie allgemein und klassische Merkmale des Faust-Dramas Da die Gruppenarbeiten auf die Ergebnisse der jeweils vorhergehenden Gruppen aufsetzen, können diese Aufgaben auch als häusliche Vorarbeiten mit stundenweise nacheinander stattfindenden Kurzvorträgen im Plenum bearbeitet werden. Wenn die Erarbeitungsphase in der Hausaufgabe erfolgt, können die Kurzvorträge in den stundenplanmäßigen Unterricht problemlos eingeschoben werden. Alle Gruppen müssen ihre Ergebnisse im Plenum vortragen! Der Fauststoff wurde bereits vor Goethe vielfach literarisch bearbeitet und geht letztlich auf eine historisch verbürgte Gestalt des 15. Jahrhunderts zurück. Früh rankten sich um den Gelehrten schillernde Legenden. Es sei dahin gestellt, ob diese Mystifizierung dem historischen Faust nicht vielleicht sogar gelegen kam und ob er versuchte, daraus Kapital zu schlagen. Ein heutiger Gelehrter, zum Beispiel ein Universitätsprofessor, stellt seine Fähigkeiten mit anderen Mitteln dar, oft auf einer eigenen Seite im Internet. Interpretationen der Faust-Gestalt gibt es so viele wie es Literaturwissenschaftler gibt, die sich mit Faust beschäftigen. Letztlich muss sich jedoch jeder Rezipient selbst um das rechte Verständnis dieser Figur bemühen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

In America - der Film im Unterricht

Unterrichtseinheit

"In America" ist der wohl persönlichste Film des Drehbuchautors und Regisseurs Jim Sheridan. Er erzählt die Geschichte einer illegalen Immigration nach New York: Die junge irische Familie Sullivan – Vater Johnny, Mutter Sarah und die Töchter Ariel und Christy – will mit diesem Neuanfang über den Tod des Sohnes Frankie hinwegkommen.In der filmischen Erzählung sind etliche Motive wahrzunehmen, die sich häufig in der Form von Gegensätzen offenbaren. Diese Motivik, die reizvoll poetische Gestaltung des Films sowie die Verknüpfung mit für den Englischunterricht relevanten Themen (Immigration, American Dream) empfehlen den Film nachdrücklich für einen Einsatz im Englischunterricht der Oberstufe.Die irische Familie Sullivan will mit dem Neuanfang in New York über den Tod des Sohnes Frankie hinwegkommen. Frankies Tod bleibt jedoch bei allen Beteiligten präsent - keiner kann wirklich vergessen. In America - Der Inhalt des Films Lesen Sie mehr über den Inhalt des Films. Da "In America" ein in hohem Grade persönlicher, fast intimer autobiografischer Film mit intensiver emotionaler Wirkung ist, würde ich in jedem Falle dazu raten, ihn zunächst im Ganzen, am besten im Kino, zu sehen und wirken zu lassen. Eine wie auch immer geartete Behandlung des Films sollte dann nachgeordnet sein und vom Film ausgehen. Kontraproduktiv und dem Film nicht angemessen scheint ein Einsatz des Films als nachträgliche "Illustration" eines behandelten Sachthemas wie etwa Immigration. Denkbar ist aber sicher, nach einer Auseinandersetzung mit dem Film und seiner künstlerischen Dimension Sachthemen aufzugreifen. In America - Anregungen für den Einsatz im Unterricht Hier finden Sie Anregungen dazu, wie Sie den Film thematisch und methodisch in Ihren Unterricht einbinden können. Hinter der heiteren Familienatmosphäre werden versteckte Schuldzuweisungen sichtbar. Die Personen leiden unter Selbstvorwürfen, erleben Wut, Angst und Ohnmacht, und jeder von ihnen trägt schwer an der buchstäblichen Sprachlosigkeit, die dieses tragische Ereignis mit in die Familie brachte. Die Familie erlebt New York recht unterschiedlich: Johnny - von Beruf Schauspieler - jobbt als Taxifahrer und hangelt sich von einem Vorsprechen zum nächsten, um endlich eine Rolle zu bekommen, was ihm nicht gelingt. Sarah kann keine Arbeit als Lehrerin finden und hilft in einem kleinen Restaurant gegenüber aus. Die finanziellen Probleme der Familie sind nicht zu übersehen und wirken sich auch auf die Kinder aus. Für die beiden Töchter jedoch ist New York zunächst ein großes Abenteuer: Ihr ziemlich heruntergekommenes Mietshaus mit einer bunten Mischung seltsamer Charaktere, Junkies und Transvestiten ist ihr "haunted house", sie erleben den ersten feuchtheißen New Yorker Sommer, aber auch Ausgrenzung in der Schule. An Halloween gibt es den ersten Kontakt mit einem mysteriösen Hausbewohner, dem verschlossenen schwarzen Maler Mateo (Djimon Hounsou), der schwer krank ist. Es stellt sich eine sehr anrührende Beziehung zunächst zu Ariel, Christy und Sarah her, später auch zu Johnny. Sarah, die von Mateo schwanger ist und das Kind gegen den Rat ihres Arztes austragen will, muss in die Klinik. Es beginnt ein Kampf um das Leben des Kindes, die Klinikkosten drohen die Familie endgültig zu ruinieren, Mateos Krankheit erweist sich als tödlich. Das Ende des Films führt zu einer märchenhaften Auflösung dieser Situation - und zum ersehnten Neuanfang für die Familie. Der Film basiert auf Sheridans Lebensgeschichte: 1982 ging Sheridan mit seiner Familie von Dublin nach New York. Viele der Episoden des Films beruhen, wenn auch gelegentlich künstlerisch überhöht, auf Erlebnissen dieser Zeit. In der Filmerzählung wird Sheridans tiefe Verwurzelung in irischen Erzähltraditionen deutlich, auf die er selbst wiederholt verweist. Interessant ist die Entstehungsgeschichte des Films: Sheridan und seine zwei Töchter schrieben jeweils getrennte Drehbuchentwürfe. Die offensichtlich sehr unterschiedlichen Sichtweisen gingen dann in die Endfassung ein. Dieser Prozess erklärt auch die eigentümliche Erzählperspektive: Über weite Teile wird aus der Sicht der älteren Tochter Christy (teilweise mit deren Camcorder) erzählt. So vermischt sich Tragisches mit Komischem, Reales mit Phantastischem. Rezeption des Films Zur auf das Medium Spielfilm bezogenen Unterrichtsarbeit bieten sich unter anderem die folgenden Ansätze an: Erarbeiten einer Figurenkonstellation Untersuchung der märchenhaften Elemente Interpretatorische Auseinandersetzung mit Einsatz von Musik Untersuchung filmsprachlicher Mittel an ausgewählten Einzelszenen Analytische Auseinandersetzung mit der Erzählperspektive, Verbindung zum spezifischen Gebrauch der subjektiven Kamera Untersuchung der Entstehung des Films und seiner autobiografischen Elemente - Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Realität und künstlerischer Fiktion Vergleich unterschiedlicher Kritiken - Textart Review Elemente "irischen" Erzählens - mit Verweis auf Literatur Kreative Arbeit Eher kreativere Formen der Auseinandersetzung mit dem Film könnten beispielsweise sein: Schreiben einer Kritik (für eine Zeitung, für amazon.com) Analyse des offiziellen Trailers und Schreiben eines Drehbuchs für einen eigenen Trailer, der die Rezeption der Schülerinnen und Schüler widerspiegelt Entwurf eines eigenen DVD-Covers mit Begleitheft Veränderung der Erzählperspektive (beispielsweise nicht Christy und Camcorder, sondern Ariel und E.T.) Unterlegen einer selbstgewählten Szene mit "passendem" (symbolhaltigem) Song Anbindung an Sachthemen Für eine Anbindung an Sachthemen bieten sich zunächst die Motivpaare an: Leben - Tod Krankheit - Heilung Sehen - Nicht-Sehen Kindheit - Erwachsensein Spiel und Fiktion - Realität Sich-Öffnen - Sich-Verschließen Festhalten - Loslassen Mann - Frau Hier lassen sich leicht Querverbindungen zu gängigen Unterrichtsstoffen und gegebenenfalls literarischen Texten herstellen: American Dream Immigration Irish immigration into US Stereotypes on Irish Americans Assimilation vs cultural heritage Auch hier bieten sich Querverbindungen zu anderen literarischen Werken oder Filmen an: zum Beispiel "Angela's Ashes" oder "Land of Plenty".

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Wolfensteins "Städter" (1914/1920) genau lesen

Fachartikel

Dieser sich auf das literaturdidaktische Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder 2017) beziehende Fachartikel zu Wolfensteins Gedicht "Städter" (1914/1920) erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zu dem Gedicht zugrunde liegen. Eine ausführlichere Downloadversion des Fachartikels vertieft die hier skizzierten fachdidaktischen Darlegungen. Der Fachartikel vertieft die in der gleichnamigen Unterrichtseinheit formulierten fachdidaktischen Überlegungen und konkretisiert ein literaturdidaktisches Modell (Chirollo/Schröder 2017) , das darauf abzielt, literarische Texte zunächst genau auf die Reaktionen der Leserinnen und Leser hörend zu lesen. "Ausgangspunkt für die inhaltliche Erschließung" werden so, wie im Hessischen Referenzrahmen Schulqualität gefordert, die Fragen der Schülerinnen und Schüler . Von ihren Fragen ausgehend gilt es, literarische Texte textimmanent, kontext-und rezeptionsbezogen zu analysieren, um besser zu verstehen, was nicht spontan verstanden wird. Wolfensteins Gedicht, so die hier vertretene These, sollte als ein irritierendes Kunstwerk gelesen werden, das für unsere Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an Fragen aufwirft, weil es "Stutzpunkte" (Rosebrock 2019) enthält. Die Stutzpunkte gilt es in einem literarischen Gespräch als Ausgangspunkt von Lernprozessen wirksam werden zu lassen, um die vom Text für die Schülerinnen und Schülern aufgeworfenen Fragen dann textimmanent, kontext-und rezeptionsbezogen genau lesend zu klären. Auf diese Weise kann ein Literaturunterricht gestaltet werden, der seinen hermeneutischen Auftrag ernst nimmt. "Städter" – ein befremdlicher Text Im Zentrum des Unterrichtsmodells steht die thematische Fragestellung "Wieso eine so vehemente Ablehnung der Stadt?". Das Befremden beim Lesen dieses Textes zeigt sich an einer Reihe von Fragen, die bei einem involvierten Lesen zu der folgenden Sachanalyse führen: Wieso ist das alles so eng, dass sich die Städter wie gewürgt fühlen? Warum erzählt das lyrische Ich davon, dass es weint? Und warum weint es? Als Deutungshypothese wird die Annahme verfolgt, dass die Großstadt vom lyrischen Ich in paradoxer Weise als vereinsamend empfunden wird. Es gelingt ihm nicht, seine Bedürfnisse, das heißt seine innere Natur im Rahmen der äußeren (Stadt-)Natur-Umgebung in Einklang zu bringen. Inmitten der großen Zahl von Menschen, die in der Stadt leben, vermag es seine "Begierde", das heißt seinem Bedürfnis nach engem Kontakt mit anderen Menschen, nach der Überwindung seiner Einsamkeit nicht zu erfüllen, obwohl sich ja gerade hier die Möglichkeiten leicht ergeben würde, denn viele Menschen sind anwesend, es herrscht ja große Nähe. Unklar bleibt, der Text lässt offen, warum ihm dies nicht gelingt und wieso er die Stadt als seiner inneren Natur ganz und gar entgegengesetzt wahrnimmt. Im Gedicht drückt sich also eine harsche und in ihrer Radikalität befremdliche Ablehnung städtischen Lebens aus, die für uns sicher punktuell, aber nicht in ihrer Gesamtheit nachvollziehbar ist. Dies wirft die Frage nach dem Begründungszusammenhang auf: Wieso eine so vehemente Ablehnung der Stadt? Und wie sehen Schülerinnen, Schüler und Lernende, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen, die Stadt als Lebensraum? Der Text im Kontext Im Kontext erweist sich Städter als Ausdruck einer für die Epoche in Deutschland und Teilen Europas durchaus typische Zivilisationskritik in der Zeit einer spezifisch bürgerlichen Revolte gegen den technischen Fortschritt und die ihn begleitenden Rationalisierungstendenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Text als Gegenstand von schematischen Form-Inhalts-Analysen In der traditionellen schulischen Betrachtung des Gedichts überlagern Form-Inhalts-Analysen eine inhaltsbezogene hermeneutische Auseinandersetzung mit dem Text. Literatur/Internetadresse Chirollo, Natalie / Schröder, Achim (2017): Literarisches Verstehen durch "genaues Lesen": ein Drei-Phasen-Modell zur Planung von Literaturunterricht. Fachartikel. Wiesbaden: Lehrer-Online 2017, www.lehrer-online.de/artikel/fa/literarisches-verstehen-durch-genaues-lesen-ein-drei-phasen-modell-zur-planung-von-literaturunter (Abruf am 08.08.2022).

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Der Film "Metropolis" im Deutsch- und Religionsunterricht

Unterrichtseinheit

In diesem Unterrichtsprojekt für die Fächer Deutsch und Religion in der Sekundarstufe II interpretieren Schülerinnen und Schüler den Film "Metropolis" auf verschiedenen Ebenen. Wäre in der Weimarer Republik jemand auf die Idee gekommen, sich mit der Klasse den Film "Metropolis" anzuschauen, wäre es sicher zu Erklärungsproblemen gekommen, wenn diese Handlung gegenüber Vorgesetzten hätte begründet werden sollen. Schließlich galt der Film als künstlerischer Misserfolg, der auch in der zeitgenössischen Presse meist verrissen wurde. Heute, knapp 80 Jahre nach der Premiere, stellt sich die Situation anders dar: Metropolis wurde 2001 neben der Symphonie Nummer 9 von Beethoven und dem literarischen Nachlass Goethes ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Der Film feierte 1984 (neu vertont von Giorgio Moroder) in Cannes eine Wiedergeburt als Kultfilm der Popkultur und wurde zur Stil-Vorlage weiterer Filme, unter ihnen "Star Wars" von George Lukas und James Camerons "Titanic". Filmarbeit bereitet auf Literaturarbeit vor Die Arbeit mit Filmen gehört schon seit vielen Jahren zum Unterrichtsalltag. Meist wird die Filmschau jedoch nicht dazu genutzt, einzelne Filmszenen genauer zu analysieren oder Szenen zu vergleichen. Dabei stellt die Filmanalyse eine für die Schülerinnen und Schüler spannende Art und Weise dar, sie mit Interpretationsverfahren vertraut zu machen, die sich auch in der Literaturwissenschaft finden lassen. Filme und literarische Texte können - wie hier deutlich wird - unter verschiedenen Aspekten interpretiert werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Einstieg: Filmschau und Gruppenarbeit In dieser Unterrichtstunde schauen sich die Schülerinnen und Schüler den Film an und diskutieren in Gruppen. 1. Deutschstunde: Interpretationsverfahren Die Klasse setzt sich mit dem historisch-kritischen Interpretationsverfahren auseinander. 2. Deutschstunde: Die Epoche des Expressionismus Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine MindMap zum Thema "Expressionismus" und stellen die stilistischen Besonderheiten des Expresionismus vor. 3. Deutschstunde: Einführung in die Filminterpretation Die Schülerinnen und Schüler besprechen verschiedene Interpretationsverfahren und versuchen selbst die Filmsymbolik zu interpretieren. 1. Religionsstunde: Biblische Motive in Metropolis Die Lernenden suchen nach religiösen Symbolen im Film. Anhand eines Arbeitsblatts diskutieren sie Über deren Verwendung. 2. Religionsstunde: Zivilisationskritik In der letzten Stunde lernen die Jugendlichen die Geschichte vom Turmbau zu Babel kennen und vergleichen sie mit dem Film. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand des Films "Metropolis" einen Einblick in die Epoche des Expressionismus bekommen. anhand einer PowerPoint-Präsentation wichtige Stationen der Rezeptionsgeschichte des Films kennen lernen. erkennen, wie wichtig die Berücksichtigung des historischen Kontextes für die Interpretation eines Kunstwerkes ist. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen am Beispiel von "Metropolis" einen Einblick in die Methoden der Filmanalyse erhalten. erkennen, dass selbst scheinbar triviale Filme bei näherer Betrachtung eine "zweite Bedeutungsebene" offenbaren. grundlegende Interpretationsverfahren der Filmwissenschaft kennen lernen und erkennen, dass sie sich im Grunde kaum von denen der Literaturwissenschaft unterscheiden. Einführung in den Film Nach einer kurzen Einführung in den Film mithilfe des ersten Arbeitsblattes schauen sich die Schülerinnen und Schüler den Film "Metropolis" an. Am Ende des Auftakts kann eine fünfzehnminütige Pause eingelegt werden. Anhand einer PowerPoint-Präsentation erhält die Klasse anschließend einen Einblick in wichtige Stationen der Rezeptionsgeschichte des Films. Filmschau Die Filmschau sollte an einem Nachmittag stattfinden, um den Film in Ruhe und in seiner ganzen Länge sehen zu können und die anschließende Gruppenarbeit zu den Musikvideos von Queen und Madonna durchzuführen. Gruppenarbeit Die Schülerinnen und Schüler werden auf zwei Räume aufgeteilt, die jeweils mit einem Computer und Beamer sowie einer DVD mit dem jeweils zu bearbeitenden Musikvideo ausgestattet sind. Gruppe 1 bearbeitet das Video "Express yourself" von Madonna; Gruppe 2 befasst sich mit dem Musikvideo "Radio Ga Ga" von Queen. Die Schülerinnen und Schüler tragen der Klasse die Ergebnisse der Gruppenarbeit vor. Anschließend werden die Ergebnisse in einem Unterrichtsgespräch diskutiert. DVD "Metropolis" Musikvideo "Express Yourself" von Madonna (erhältlich auf der DVD "Madonna - The Immaculate Edition") Musikvideo "Radio Ga Ga" von Queen (erhältlich auf der DVD "Queen - Greatest Video Hits 2") Zeitgeschichtliche Bezüge Die Schülerinnen und Schüler sollen in einem einleitenden Unterrichtsgespräch überlegen, welchen zeitgeschichtlichen Bezug aktuelle Filme aufweisen. Als Beispiel kann "Krieg der Welten" von Steven Spielberg angeführt werden, der viele Anspielungen auf die Anschläge des 11. September 2001 enthält. Geschichtliche Hintergründe Anschließend liest ein Schüler oder eine Schülerin das ausgeteilte Arbeitsblatt "Metropolis - der geschichtliche Hintergrund" vor. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren daraufhin in Partnerarbeit über die Frage, wie der Film "Metropolis" den technischen Fortschritt der 1920er Jahre bewertet. Die Ergebnisse werden anschließend der Klasse vorgestellt und diskutiert. Gedichtinterpretation Ein Schüler oder eine Schülerin liest das Gedicht "Städter" von Alfred Wolfenstein vor. Anschließend wird besprochen, wie in diesem lyrischen Werk, das exemplarisch für viele andere expressionistische Werke steht, das Leben in der Großstadt geschildert wird. Alfred Wolfenstein: Städter Ein Sonett über das Leben in der Großstadt Basistext lesen Zwei Schülerinnen oder Schüler lesen jeweils eine Hälfte des Textes "Expressionismus" von Margarete Susman vor. MindMap erstellen Die Klasse setzt sich um ein in der Mitte der Klasse befindliches Plakat, in dessen Zentrum das Wort "Expressionismus" steht. Ausgehend von diesem Begriff sollen sie Stichworte, die diese Epoche charakterisieren, in Form einer MindMap auf dem Plakat notieren. Anschließend werden wesentliche Stilmerkmale des expressionistischen Films anhand einer ausgeteilten Übersicht vorgestellt. Filminterpretation Zu Beginn der Stunde wird den Schülerinnen und Schülern am Beispiel des Films "Alien" aufgezeigt, wie eine detaillierte Filminterpretation die Wahrnehmung eines Films grundlegend verändern kann. Die Lernenden sollen anschließend einzelne Elemente des Films "Metropolis" aus verschiedenen Blickwinkeln heraus interpretieren und dann ihre Ergebnisse vor der Klasse präsentieren. Trailer "Alien" Den Trailer des Films können sich die Lernenden online ansehen. Arbeitsblätter Dann wird ein Übersichtsblatt ausgeteilt, das verschiedene Interpretationen der Maria und der Maschine in Metropolis zeigt. Das Arbeitsblatt wird durch die Antworten der Lernenden ergänzt. Symbole und ihre Bedeutungen Im Anschluss an die Sammlung der sicherlich divergierenden Deutungen der Symbolik im Film werden unterschiedliche Interpretationsverfahren von Film und Literatur anhand eines Übersichtsblattes besprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass die genannten Interpretationsverfahren der Filmwissenschaft sich kaum von denen der Literaturwissenschaft unterscheiden und also auch auf epische Texte, Lyrik und Dramen angewendet werden können. "Matrix" und Bibel Die Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn der Stunde gefragt, ob sie den Film "Matrix" kennen und ob sie in dem Film religiöse Anspielungen entdeckt haben. Anschließend werden anhand eines Übersichtsblattes Parallelen zwischen "Matrix" und biblischen Geschichten präsentiert. Religiöse Zusammenhänge Die Schülerinnen und Schüler sollen anschließend in einer Gruppenarbeitsphase nach biblischen Anspielungen in "Metropolis" suchen und diese anschließend vorstellen. Danach werden drei der wichtigsten Parallelen auf einem Übersichtsblatt ausgeteilt und besprochen. Am Ende der Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler darüber diskutieren, warum Filme christliche Symbole einbinden. Einstieg über ein Bild Zu Beginn der Stunde kann mithilfe einer bildlichen Darstellung des Turmbaus zu Babel das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler abgefragt werden. wikipedia.org: Der Turmbau zu Babel Das Bild von Pieter Bruegel ist hier im Netz zu finden. Textarbeit Anschließend trägt ein Schüler oder eine Schülerin die Geschichte vom Turmbau zu Babel vor. Die Lernenden sollen dann in Stillarbeit diesen Text mit der Darstellung im Film "Metropolis" vergleichen und Unterschiede herausarbeiten. Deutsche Bibelgesellschaft Im ersten Buch Mose, Vers 11.6 ist die Geschichte des Turmbaus zu Babel zu finden. Tafelbild Die gefundenen Unterschiede zwischen biblischer Geschichte und filmischer Umsetzung werden anschließend an der Tafel festgehalten: In "Metropolis" In der Bibel Der Turm wird zerstört. Der Turm bleibt unvollendet. Die Arbeiter zerstören den Turm. Gott verwirrt die Sprache der Menschen. Der Plan zum Turmbau wird von den Herrschern erstellt. Der Turmbau war der Wunsch aller Menschen. Es gibt zwei Klassen von Menschen. Alle Menschen bauen gemeinsam. Im Anschluss an die Stillarbeit soll die Frage geklärt werden, was der Film "Metropolis", die Epoche des Expressionismus und die biblische Geschichte gemeinsam haben. Diese Gemeinsamkeit wird mit dem Schlagwort der "Zivilisationskritik" umschrieben. Ausgehend von zwei Bildern sollen die Schülerinnen und Schüler Gründe dafür nennen, warum man optimistisch beziehungsweise pessimistisch in die Zukunft blicken sollte.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Das Argumentieren üben – textartspezifisches Schreiben anhand der Lektüre "Vorstadtkrokodile"

Unterrichtseinheit
14,99 €

Inklusion, Migration, geschlechterspezifische Rollenbilder: Viele dieser kontroversen Themen werden im Buch Vorstadtkrokodile angesprochen. Anhand der vorliegenden Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man sich mit überzeugenden Argumenten selbst zu solchen Themen positionieren und so seine Meinung äußern kann. Schülerinnen und Schüler werden in der heutigen Zeit durch die hohe Dichte an Informationen, mit denen sie durch digitale Medien und soziale Netzwerke konfrontiert werden, überflutet. Es fällt ihnen dadurch schwer, diese Informationen zu selektieren beziehungsweise zu prüfen und sich so eine eigene Meinung zu bilden. Mit der vorliegenden Unterrichtseinheit soll das Argumentieren als Textform eingeführt und anhand der Inhalte im Buch "Die Vorstadtkrokodile" eingeübt werden. Weiteres Unterrichtsmaterial zur Schullektüre finden Sie in der Einheit Die Vorstadtkrokodile: Einstieg in eine zeitlose Lektüre . Das Argumentieren – textartspezifisches Schreiben anhand der Lektüre "Vorstadtkrokodile" In der vorliegenden Unterrichtseinheit wird die Lektüre nicht "allgemein" behandelt, sondern soll gezielt genutzt werden, um das Argumentieren einzuführen und zu üben. Natürlich können und sollten angesichts der Fülle der Möglichkeiten noch weitere literarische Lernangebote geschaffen werden. Anstoß dafür kann die Unterrichtseinheit Vorstadtkrokodile – Eine zeitlose Lektüre im Deutschunterricht sein. Damit die Schülerinnen und Schüler das Argumentieren am Ende der Unterrichtseinheit möglichst selbstständig in unterschiedlichen Kontexten durchführen können und ihre Fähigkeiten auch in das Mündliche überführen können, sollte die Einführung so klar und gründlich wie möglich erfolgen. Dafür bietet es sich an, die Beispielargumente von Arbeitsblatt 1 gemeinsam mündlich mithilfe der Satzanfänge zu verbalisieren, damit die Schülerinnen und Schüler ein Gefühl für den Aufbau einer Argumentation bekommen. Wichtig dabei ist außerdem, die Qualität der Argumente zu gewichten, also dass Argumente wie zum Beispiel "weil ich das blöd finde" nicht in eine überzeugende Argumentation gehören. Die Arbeitsblätter sind auf sich aufbauend konzipiert, können aber durchaus auch isoliert eingesetzt werden. Wichtig ist, dass immer wieder Zeiten der Rückmeldung und des gezielten Feedbacks gegeben werden, damit die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, einen eigenen Entwicklungsprozess zu reflektieren und die Kompetenzen in unterschiedlichen Kontexten anwenden und transferieren zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, wie eine Argumentation aufgebaut ist und dass sie genutzt wird, um die eigenen Meinung zu verschriftlichen. sammeln zu verschiedenen Themen und Fragestellungen Pro- und Contra-Argumente. entnehmen einem Text wichtige Informationen, um eigene zu produzieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet gezielt nach Informationen (zum Beispiel nach Themen wie Behinderung, Vorurteile). verarbeiten recherchierte Informationen und können diese für ihre Argumentation nutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen selbstständig und in Kooperation mit anderen neue Sachverhalte. setzen sich vertieft mit dem Themen Behinderung und Vorurteile auseinander und können so differenziert darüber sprechen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe

Liebeslyrik der Romantik - Brentano und Goethe im Vergleich

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Liebeslyrik der Romantik nähern sich die Lernenden dem Thema mithilfe von Musikstücken. Sie lernen Kernaussagen und Unterschiede zwischen Goethes "Gretchen am Spinnrade" und Brentanos "Der Spinnerin Nachtlied" kennen und verfassen anschließend einen synchronen oder diachronen Gedichtvergleich.Die Themen "Lyrik" und "Gedichtanalyse" stoßen bei Schülerinnen und Schülern oft auf Ablehnung. Erst wenn man sich auf Gedichte einlässt, sie analysiert und interpretiert, entfalten sie aber ihre wahre Pracht. Musikalische Unterstützung sowie der Themenbereich "Liebe", mit dem sich Schülerinnen und Schüler in diesem Alter intensiv auseinandersetzen, erleichtern in dieser Unterrichtsstunde den Zugang zur Lyrik. Vorkenntnisse in Epochengeschichte und Gedichtanalyse Diese Unterrichtsstunde ist für fortgeschrittene Lernende in der Oberstufe konzipiert. Die Stunde ist eingebettet in eine 13-stündige Reihe zur Erarbeitung von Liebeslyrik verschiedener Epochen (siehe Zusatzmaterial). Sie ist zudem die letzte Stunde vor einer eingeplanten Klausur zum Epochenvergleich von Lyrik. Daher werden Vorkenntnisse in Epochengeschichte und Gedichtanalyse vorausgesetzt. Didaktische und methodische Überlegungen Beim Unterrichtseinstieg kann es für schwächere Schülerinnen und Schüler hilfreich sein, den Gedichtvortrag mit Musik zu unterlegen (hier finden Sie Hinweise zur Verwendung lizenzfreier Musik und zur Verwendung von Youtube im Unterricht). Die affektive Wirkung der Musik erleichtert diesen Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Epochen-Einteilung. Die Vertonung von Schubert ist insofern hilfreich, als dass sie den Schülerinnen und Schülern den Zugang zum Rhythmus, der bei der Interpretation dieser Werke eine große Rolle spielt, vereinfacht. Dieser funktionale Aspekt - dass die Form als Hilfe gewählt wird, um einen Inhalt zu verdeutlichen - wird in dieser Unterrichtseinheit in den Fokus gerückt. So erkennen die Lernenden, dass Stilmittel, Metrik und Reimschema nicht losgelöst vom Inhalt analysiert werden sollten. Arbeitsblatt 2 ist fakultativ einsetzbar bei Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler zu Goethes Faust I. Hier kann auch ein Lehrervortrag zu Faust I erfolgen (siehe Zusatzmaterial). Da die Unterrichtsstunde als Vorbereitung auf eine Klausur konzipiert ist, steht die Einzelarbeit im Vordergrund. Alternativ und je nach Zeitbudget kann die Umsetzung aber auch in Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen. Die Lehrerzentrierung in dieser Unterrichtseinheit soll auch schwächeren Schülerinnen und Schülern die Chance geben, mithilfe der Notizen aus dem Unterricht eine gelungene Gedichtanalyse verfassen zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen die wesentlichen Motive der Romantik. geben die Kernthesen der beiden untersuchten Gedichte wieder. wenden ihr poetologisches Vokabular fachgemäß an. verfestigen ihr literaturgeschichtliches Basiswissen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre Kompetenzen im Bereich des Umgangs mit literarischen Texten. verfassen einen aspektorientierten Gedichtvergleich. erkennen Zusammenhänge zwischen Texten und vergleichen themenverwandte beziehungsweise motivähnliche Gedichte in einer umfassenden Analyse schriftlich (Hausaufgabe) sowie mündlich (Unterrichtsgespräch). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr Liebesverständnis innerhalb der Epochen, um es auch mit ihrer eigenen Liebesvorstellung zu vergleichen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

El panamá es un sombrero

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zur Erzählung "El panamá es un sombrero" zeigt, wie digitale Medien in die Behandlung literarischer Texte einbezogen werden können: Das Internet wird als Informationsquelle genutzt, um die Lernenden auf Autorin und Text einzustimmen. Zudem wird die Lektüre vorbereitet und abgerundet, indem die Lernenden eigene Texte am Computer erstellen. Oft stehen Spanischlehrkräfte vor dem Problem, geeignete literarische Texte für ihre Oberstufe zu finden. Gerade im Bereich der Jugendliteratur ist das Angebot authentischer, inhaltlich ansprechender und sprachlich nicht zu schwieriger Texte dünn. Care Santos ist eine junge katalanische Autorin, die in Spanien durch viel versprechende Jugendromane auf sich aufmerksam gemacht hat. In dieser 35-seitigen Erzählung geht es um die ersten und letztendlich enttäuschenden Erfahrungen, die die 17-jährige Aina mit der Liebe zu ihrem wesentlich älteren Cousin Ferran macht. In dieser Einheit zu einer spanischen Kurzgeschichte wurden PC und Internet in die traditionellen Phasen der Textarbeit eingebaut - und zwar nur an den Stellen, an denen ihr Mehrwert gegenüber anderen Vorgehensweisen offensichtlich ist. Ablauf der Unterrichtseinheit Die Unterrichtseinheit besteht aus drei Phasen, die denen der klassischen Lektürearbeit entsprechen. Die Erzählung "El panamá es un sombrero" Inhalt und Eignung der Erzählung für den Unterricht werden hier dargestellt. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen (in der Zielsprache) die verschiedenen Figuren der Geschichte charakterisieren. das Verhältnis der Figuren zueinander beschreiben und die jeweiligen zwischenmenschlichen Konflikte benennen und analysieren. an verschiedenen Stellen des Textes Hypothesen über offene/ungeklärte Inhalte und über den Fortgang der Geschichte aufstellen. sich in die Gedankenwelt der Protagonistin Aina hineinversetzen und dies in Texten umsetzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen über das Internet Informationen zur Autorin des Textes einholen. mit einem Präsentationsprogramm ein Kurzporträt der Autorin erstellen. mit einem Textverarbeitungsprogramm einen Leserbrief an die Redaktion einer Jugendzeitschrift schreiben. eine E-Mail an die Autorin schreiben und ihr von den eigenen Leseeindrücken und -erfahrungen berichten. Die Geschichte spielt in einem Dorf nahe Barcelona. Wie jedes Jahr verbringt die 17-jährige Aina ihre Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern in dem Landhaus der Familie. Es droht ein langweiliger Urlaub wie üblich zu werden, der zudem von Spannungen zwischen Aina und ihrem Vater begleitet wird. Als jedoch ihr seit langem im Ausland lebender Cousin Ferran seine Rückkehr nach Spanien ankündigt, verwandelt sich die familiäre Monotonie allenthalben in helle Aufregung. Die Eltern überschlagen sich in dem Ehrgeiz, ihrem Neffen, den sie für einen erfolgreichen Geschäftsmann halten, einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bereiten, und auch Aina befindet sich in einem Zustand freudiger Erwartung. Schon bald nach der Ankunft Ferrans verliebt sie sich Hals über Kopf in ihren immerhin doppelt so alten Cousin. Dieser überhäuft sie mit Geschenken, und sie hat zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, als Frau wahrgenommen zu werden. Gegen den Willen der Eltern verbringen die beiden sehr viel Zeit miteinander, und Aina wähnt sich im siebten Himmel. Nur eines bleibt bis kurz vor Schluss unklar: Warum ist Ferran nach all den Jahren zurückgekommen? Die Geschichte nimmt ein überraschendes Ende, das eine Protagonistin zurücklässt, die von ihrer ersten Liebe tief enttäuscht ist. Die Erzählung "El panamá es un sombrero" von Care Santos ist aus mehreren Gründen für den Einsatz im schulischen Spanischunterricht der Sekundarstufe II geeignet: Das Thema des Textes (die erste große Liebe) ist schülernah und bietet für die Jugendlichen einen hohen Identifikationswert. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler nachlässt, relativ gering. Vokabular und Inhalt sind zeitgemäß. Die Lernenden finden in diesem Text ihre alltäglichen Gewohnheiten (Computer, E-Mail, SMS) wieder. Der Text hält zwar auch für den fortgeschrittenen Lerner eine Vielzahl unbekannter Vokabeln bereit, liest sich dank des klaren und einfachen Schreibstils der Autorin jedoch relativ leicht. Der Text bietet eine Fülle von Schreib- und Sprechanlässen . Die Schülerinnen und Schüler können immer wieder Vergleiche zwischen den eigenen Erfahrungen und denen der Hauptfigur(en) ziehen. Die Textlänge von 35 Seiten ist überschaubar. Die Erzählung eignet sich daher als Vorbereitung auf die Lektüre längerer Ganzschriften (Romane). Die Arbeit mit den neuen Medien kann durch die Internet-Präsenz der Autorin optimal in die Lektüre des Textes eingebunden werden. Zunächst wird mit den Schülerinnen und Schülern das bereits vorhandene Vokabular zum Thema "El amor" gesammelt und in einer MindMap, die an die Wand projiziert wird oder an der Tafel entsteht, festgehalten. Im zweiten Schritt der Vorentlastungsphase sollen die Lernenden inhaltlich auf die Handlung des Textes vorbereitet werden. Zu diesem Zweck erhalten sie ein Arbeitsblatt mit Auszügen aus der spanischen Ausgabe der hinlänglich bekannten Jugendzeitschrift "Bravo". Dort werden in den Rubriken "El equipo Dr. Sommer te escucha - Desahógate" und "Tus preguntas de amor" Leserbriefe behandelt, bei denen es ebenso wie in der Erzählung um Liebesprobleme oder um Schwierigkeiten im Verhältnis mit den Eltern geht. Bereits hier gilt es, das erworbene Vokabular aufzugreifen und in selbst verfassten Kurztexten anzuwenden. Vorteile der Arbeit am PC Die Vorteile, die sich durch die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm ergeben, liegen auf der Hand: Die Lernenden können (am besten zu zweit oder zu dritt) über den Inhalt des Textes beraten, Ideen entwickeln, diese, wenn nötig, schnell wieder verwerfen und schließlich den entworfenen Text gemeinsam überarbeiten, ergänzen, korrigieren und nach eigenen Vorstellungen formatieren. Vor Beginn der eigentlichen Lektüre bietet es sich in einem dritten Vorbereitungsschritt an, die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Autorin des zu lesenden Textes einholen zu lassen. Hierfür wiederum ist das Internet das am besten geeignete Medium. Wie viele andere Autorinnen und Autoren hat auch Care Santos eine eigene Homepage: Care Santos Hier finden Ihre Lernenden allerlei Wissenswertes zur Schriftstellerin. Für die Recherchearbeit stehen zwei Arbeitsblätter zur Verfügung, die im Bedarfsfall auch zur Binnendifferenzierung genutzt werden können. Steckbrief von Care Santos Sofern es die technischen Voraussetzungen und der zeitliche Rahmen zulassen, können die Lernenden darüber hinaus den Auftrag erhalten, mit dem Präsentationsprogramm "Powerpoint" ein Kurzporträt von Care Santos zu erstellen. Dabei sollen sie zum einen den zu erstellenden Text in Sinnabschnitte gliedern und zum anderen zusätzliche Komponente wie Bilder, ClipArts oder Fotos verwenden, die den Text visuell unterstützen. Die erstellten Präsentationsfolien sollten allerdings in ihrer Zahl deutlich begrenzt sein, da sonst ein zielgerichtetes und ergebnisorientiertes Arbeiten mit dem Programm leicht aus dem Blick gerät und in eine wenig produktive Spielerei ausarten kann. Nach dem ersten Abschnitt bietet sich eine erste Reflexionsphase an, um die verschiedenen Hauptfiguren der Handlung zu charakterisieren. Diese Personencharakterisierung erfolgt im Unterrichtsgespräch und kann auf dem entsprechenden Arbeitsblatt festgehalten werden. Im Laufe der Geschichte werden einige Vermutungen zu den Gründen für die Rückkehr Ferrans angestellt. Da diese entscheidende Frage erst am Ende der Erzählung aufgelöst wird, liegt es nahe, eine entsprechende Liste mit Textstellenbelegen anzufertigen, diese mit dem Fortgang der Lektüre zu ergänzen und darüber hinaus die Schülerinnen und Schüler selbst Hypothesen aufstellen zu lassen. Hier macht es Sinn, die Lernenden zunächst individuell arbeiten zu lassen (etwa als Hausaufgabe) und dann die Ergebnisse zusammenzutragen. Als eine Form, während des Lesevorgangs das Detailverständnis abzusichern, hat sich die Entscheidungsfrage nach dem Muster "Richtig oder falsch?" bewährt. Die Schülerinnen und Schüler müssen verschiedene Aussagen zum Inhalt des Textes auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen und gegebenenfalls berichtigen. Dabei sind sie angehalten, die betreffenden Passagen nochmals gründlich nachzulesen und sich mit Einzelheiten des Textes genauer auseinander zu setzen. Entscheidung pro oder contra el amor Die jedem literarischen Text immanenten Leerstellen eignen sich besonders, um die Kreativität der Schülerinnen und Schüler herauszufordern. Dabei liegt es in der Hand des oder der Unterrichtenden, zusätzliche Leerstellen durch Kürzungen und Auslassungen zu schaffen. Eine solche Gelegenheit bietet sich beispielsweise auf Seite 31. Die Protagonistin Aina stellt hier eine Pro- und Contra-Liste über ihren Cousin auf, um ihre Gedanken zu ordnen. Diese Textstelle auszuschneiden und von den Schülerinnen und Schülern ausfüllen zu lassen, bringt zwei Vorteile mit sich: Erstens müssen die Lernenden auch hier zeigen, dass sie die wesentlichen Aspekte der Handlung erfasst haben, und zweitens müssen sie einen Perspektivwechsel vollziehen und sich in die Hauptfigur hineinversetzen. Außerdem erweist es sich als reizvoll, abschließend die Lösungen der Lernenden mit dem Originaltext zu vergleichen. Carta al equipo Dr. Sommer Im Sinne einer kreativen Ergebnissicherung sollen die Schülerinnen und Schüler zunächst aus der Sicht der Protagonistin einen Leserbrief an das Dr. Sommer-Team verfassen. Da sie mit dieser Art von Aufgabenstellung bereits vertraut sind, wird es ihnen nicht schwer fallen, einen emotionalen Zugang zu diesem Arbeitsauftrag zu finden. Die Schwierigkeit wird vor allem darin bestehen, die Geschehnisse aus der Geschichte in der gebotenen Kürze zusammenzufassen und einen authentisch wirkenden Hilferuf an die spanische Bravo-Redaktion zu schreiben. Kontakt zur Autorin Den Abschluss dieser Unterrichtseinheit zu "El panamá es un sombrero" bildet eine gemeinsame E-Mail an Care Santos. Auf ihrer Homepage weist die Autorin darauf hin, dass sie in regem E-Mail-Kontakt zu ihren Lesern steht und bemüht ist, jede einzelne Mail zu beantworten. In der Hoffnung, dass sich daran bis zur Durchführung der Unterrichtseinheit nicht geändert hat, sollen die Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit einen Kurzkommentar (bis zu fünf Zeilen) zur gelesenen Geschichte verfassen oder einige Fragen an die Autorin richten. Diese werden von der Lehrperson gesammelt, mit ein paar begleitenden Anmerkungen versehen und dann in einer Mail an die Autorin verschickt. Empfehlenswert wäre unter Umständen eine vorherige Kontaktaufnahme seitens des oder der Unterrichtenden. Sollte - aus welchen Gründen auch immer - eine Korrespondenz nicht zustanden kommen, muss es wohl oder übel bei einem imaginären E-Mail-Kontakt bleiben. Allgemeiner Mehrwert Der Mehrwert, den eine Internetrecherche zu Care Santos für die Unterrichtseinheit bringt, ist offenkundig: Die Schülerinnen und Schüler gelangen sehr schnell an die gewünschten Informationen und können ihren (hoffentlich vorhandenen) Wissensdurst unmittelbar stillen. Der virtuelle Kontakt mit der Autorin verstärkt bei ihnen das Gefühl, dass sie es nicht mit einer abstrakten Figur zu tun haben, sondern mit einer leibhaftigen Person, deren Lebenserfahrungen direkt in das literarische Schaffen einfließen. Die Informationsbeschaffung durch das Internet entspricht den Gewohnheiten der Jugendlichen und hat somit einen unmittelbaren Bezug zu ihrer außerschulischen Lebenswelt . Kommunikation schafft Motivation Die Möglichkeit, direkt mit dem Autor oder der Autorin eines in der Schule gelesenen Werkes "ins Gespräch zu kommen" - und dies zudem in der Fremdsprache -, bietet sich den Schülerinnen und Schülern sicherlich relativ selten. Insofern hat hier der Einsatz der neuen Medien ohne Frage seinen besonderen Reiz und eine besondere Legitimation. Die Lernenden haben (im günstigsten Fall) die Gelegenheit, ihre Leseeindrücke unmittelbar an die Autorin weiterzuleiten und eventuell einige Gedanken auszutauschen. Eine höhere Anforderung kann ein schülernaher und praxisorientierter Fremdsprachenunterricht wohl kaum erfüllen. Motivation Computergestützte Präsentationsformen haben im heutigen Fremdsprachenunterricht insofern ihre Berechtigung, als sie zunächst einmal ein hohes Motivationspotential freisetzen. Die eigenen Produkte in ansprechender Form zu präsentieren, kann auch bei weniger interessierten Schülerinnnen und Schülern einen ungeahnten Arbeitseifer auslösen. Attraktion Zum zweiten ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Präsentation der Arbeitsergebnisse ins Leere läuft, deutlich geringer. Eine hohe Aufmerksamkeit ist nahezu garantiert. Qualifikation Drittens stellt das Erstellen einer Multimedia-Präsentation eine Fertigkeit dar, die den Schülerinnen und Schülern später in zahlreichen Berufen abverlangt wird. Nicht zuletzt deswegen hat eine solche Arbeitsform auch in einer Unterrichtseinheit zu einem literarischen Text ihren Platz.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Native Americans and Aboriginal Australians: Leseverstehen und Wortschatzarbeit

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit trainieren die Lernenden das Leseverstehen und erweitern ihren Wortschatz zu den landeskundlichen Themen "Native Americans" und "Aboriginal Australians".Wohl jede Schülerin und jeder Schüler assoziiert mit dem Begriff "Native Americans" den heutzutage eher negativ belegten Ausdruck "Indianer" oder die Winnetou-Filme nach der literarischen Vorlage von Karl May. Anhand eines Textes über den bekannten Sioux-Häuptling Sitting Bull erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit sowohl allgemeine Fakten über die Ureinwohner Nordamerikas als auch über Sitting Bull selbst. Da der Text durchaus anspruchsvolles Vokabular verwendet, wird nicht nur der bereits vorhandene Wortschatz aktiviert, sondern auch das Themenvokabular zu Ureinwohnern der ehemaligen britischen Kolonien Nordamerikas und Australiens erweitert.In vielen Lehrwerken für den Englisch-Unterricht werden die USA und Australien sowie hierbei unter anderem der Aspekt der "Native Americans" und der "Aborigines" in der siebten oder achten Jahrgangsstufe behandelt. Aus diesem Grund und auch aus ihrem privaten Umfeld - sei es durch Geschichten, Bücher, oder Filme - sollten viele Schülerinnen und Schüler bereits über ein mehr oder weniger fundiertes Vorwissen zu diesem Thema verfügen. Anhand des vorliegenden Lese-Textes können die Schülerinnen und Schüler ihr bereits vorhandenes Wissen zum Thema reaktivieren und erweitern. Des Weiteren wird neuer Themen-Wortschatz erworben und aktiv angewendet. Durch lautes Vorlesen des zu behandelnden Textes wird die Aussprache der Schülerinnen und Schüler verbessert sowie ihr inhaltliches beziehungsweise landeskundliches Wissen zum Thema "Native Americans" erweitert. Ebenso wird die Kompetenz des Leseverstehens (text comprehension beziehungsweise reading comprehension) ausgebaut und anhand verschiedener Aufgabentypen trainiert. Methodische Schwierigkeiten könnten entstehen, wenn die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe nicht besonders diszipliniert sind. Dies betrifft besonders die Lese-Phase und die Bearbeitung der Aufgaben. Weniger leistungsstarke Schülerinnen und Schüler könnten ob des durchaus anspruchsvollen Vokabulars im Text bei den ersten Verständnisproblemen unruhig und demotiviert werden. Für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler könnte es hingegen ein willkommener Anreiz sein, die eigenen Kompetenzen auszutesten. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reaktivieren und erweitern ihren bereits vorhandenen und neu erworbenen Wortschatz zum Thema "Aboriginal Australians" und "Native Americans". reaktivieren, erweitern und vertiefen ihr bereits vorhandenes Wissen zum Thema "Native Americans". trainieren und verbessern durch lautes Vorlesen ihre Aussprache und bauen ihre Kompetenzen im Bereich des Leseverstehens aus. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hören unbekannte Klänge beim Einstieg in die Unterrichtsstunde unter Verwendung der im Klassenzimmer vorhandenen Möglichkeit zum Abspielen von Audio-Dateien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Anhören von unbekannten und ungewöhnlichen Klängen und beim Lesen eines Texts sowie beim Bearbeiten unterschiedlicher Aufgaben. arbeiten effektiv und respektvoll mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Max Frisch: Homo faber

Unterrichtseinheit
14,99 €

In diesem Arbeitsmaterial zu "Homo faber" setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Verfilmung des Romans sowie mediengestützt mit Fabers Reisestationen und Bezügen zur Mythologie auseinander. Max Frischs Romane und Stücke gehören zum Stoffkanon der Mittel- und Oberstufe. "Homo faber" eignet sich in besonderer Weise für den Unterricht, da er zahlreiche Fragestellungen anbietet, die direkten Bezug zur Lebenswelt der Lernenden herstellen lassen. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen in dieser Unterrichtssequenz die Verfilmung von Volker Schlöndorff mit der Romanvorlage und analysieren vor allem die Anfangssequenz des Films auf der Grundlage ihrer Kenntnisse zum filmischen Erzählen. Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler, mithilfe von Google Maps und/oder Padlet, die Reisestationen Fabers nachvollziehen, sich zur griechischen Mythologie informieren und Erklärvideos gestalten. Es handelt sich hierbei um Anregungen. Die Möglichkeiten der Umsetzung hängen von den technischen Voraussetzungen der Schule sowie den Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler ab. Buch-Film-Vergleich Die Literaturverfilmung kann im Unterricht auf verschiedene Arten und Weisen eingesetzt werden. So besteht die hergebrachte Möglichkeit, den Film als Abschluss einer Romananalyse anzusehen. Tiefergehend ist die in den Richtlinien verankerte Behandlung des Films als eigenständigen Text und hiermit verbunden die Einführung in Elemente der Filmanalyse. Das Genre "Literaturverfilmung" unterscheidet sich von anderen, die vorangegangene Besprechung des Textes hat die Schülerinnen und Schüler außerdem in einen gewissen Kenntnisstand versetzt. Sicher kann nur ein Ausschnitt des Films im Sinne der Filmanalyse, die ja inhaltliche, gestalterische und technische Elemente gleichermaßen berücksichtigt, untersucht werden. Arbeitsblatt 1 bietet mögliche Arbeitsaufträge zur Analyse. Stationen seiner Reise Südamerika ist für Faber nicht nur berufliches Ziel, sondern eine Station auf seiner "Erkenntnisreise". Genau genommen leistet Faber nicht nur Entwicklungshilfe, er erfährt sie auch. Seine Beobachtungen des einfachen Lebens, der Bedrohung durch die Allgegenwart "keimender" Natur, die Schwüle, all das festigt bei den Schülerinnen und Schülern bestimmte Vorstellungen, die in gewisser Weise objektivierbar sind. Aber es wird dennoch interessant sein, den Schülerinnen und Schülern ein paar Bilder an die Hand zu geben, etwa von den Maya-Tempeln in Palenque. Und zu fragen, warum dieser Ort als literarisches Motiv dient. Griechenland und die griechische Mythologie: Reise in die Vergangenheit Griechenland mag einigen der Jugendlichen eher bekannt sein als Kuba oder Mexiko, und mit der griechischen (Geistes-)geschichte und Mythologie sind sie schon im Geschichtsunterricht und vielleicht auch anderen Fächern (Philosophie, Pädagogik) bekannt gemacht worden. Nun sollen sie selbst einmal den im Unterricht angesprochenen Anspielungen und angebotenen Deutungsansätzen nachgehen. Arbeitsblatt 2 bietet Impulse, die Ausgangpunkt einer selbständigen Informationsrecherche zu einzelnen Aspekten sein können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vergleichen einen Film mit seiner Romanvorlage. stellen filmischen Mitteln ihre Wirkung gegenüber. vollziehen die Reisestationen Faber nach und erläutern deren Bedeutung. erschließen durch eigene Recherche Kenntnisse zur griechischen Mythologie und der Ödipus-Sage. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen eine Literaturverfilmung als Werk mit eigener Sprache und Wirkungsabsicht. setzen bekannte Tools als Hilfsmittel zur Interpretation eines Romans ein. recherchieren Informationen zu einzelnen Reise-Stationen Fabers im Roman im Internet und bekommen durch Bilder eine andere, neuere und realistische Vorstellung von den Orten, die Faber während seiner Reise aufsucht. gestalten eigene Videos auf der Grundlage ihrer Rechercheergebnisse. Sozial-und Selbstkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen in offeneren Aufgabenstellungen Verantwortung für ihren Lernprozess. bringen sich individuell, je nach Kenntnissen, in den Arbeitsprozess ein. können gegebenenfalls als Expertinnen und Experten andere, auch die Lehrkraft, begleiten.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Berufliche Bildung, Primarstufe, Spezieller Förderbedarf

Wer war Lessing?

Unterrichtseinheit

"Was studierte Lessing?" und "Ist Lessing heute noch modern?" Diese Fragen stellen hier nicht unbedingt die Lehrkräfte, sondern die Schülerinnen und Schüler selbst und fordern so ihre Klassenmitglieder heraus – mithilfe eigener Quiz zur Biografie Lessings. Bei der vertieften Auseinandersetzung mit einem literarischen Werk ist es üblich, auch über den Autor oder die Autorin zu informieren. Dies geschieht in dieser Einheit auf eher spielerische Art und Weise, indem die Schülerinnen und Schüler nämlich in Gruppen ein Quiz über Gotthold Ephraim Lessing erstellen und danach das Quiz der anderen zu lösen versuchen. Alternativ können die in dieser Einheit veröffentlichten Quiz, die von Schülerinnen und Schülern entwickelt wurden, als Grundlage genutzt werden, um die Lernenden mithilfe der ebenfalls angegebenen Internetadressen Wesentliches zu Lessing erarbeiten zu lassen. Zwei Wege zur Biografie Wird im Unterricht ein längeres Stück Literatur gelesen, so folgen an irgendeinem Punkt der Unterrichtsreihe meist die Informationen zum Autor oder zur Autorin. Oft wird dabei nach Möglichkeiten gesucht, diese Erarbeitung von Informationen mit möglichst viel Schüleraktivität zu verbinden. Zwei Wege dahin stellt diese Einheit vor: Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Quiz beziehungsweise lösen eines, das sich mit dem Leben des betreffenden Autors oder der Autorin beschäftigt. 1. Weg: Erstellung eines Quiz Die Schülerinnen und Schüler konzipieren ein Quiz mithilfe von Internetquellen. 2. Weg: Lösung eines vorgegebenen Quiz mithilfe einer Linkliste Alternativ können die Rollen auch getauscht sein: Die Schülerinnen und Schüler suchen Antworten auf Quizfragen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen selbstständig Kategorien entwickeln, anhand derer sie entscheiden, welches Wissen über Lessing relevant ist. verschiedene Webseiten kennen lernen, die über den Autor informieren. sich in der Gruppe mit den Meinungen anderer auseinandersetzen, um die einzelnen Arbeitsergebnisse in ein Gesamtprodukt zu integrieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm üben, um ihrem Ergebnis ein ansprechendes Layout zu geben. ihre Fähigkeit ausbauen, Informationen geordnet und adressatengerecht aufzubereiten und zu präsentieren. sich mit Qualität von Internetquellen auseinandersetzen, was deren Inhalt und Aufmachung angeht. Thema Wer war Lessing? - Erarbeitung biografischer Aspekte zu Gotthold Ephraim Lessing Autorin Sonja Hensel Fach Deutsch Zielgruppe Klassen 10- 13 Referenzniveau (DaF) ab Referenzniveau A - Elementare Sprachverwendung Zeitumfang ca. 2-3 Stunden Technische Voraussetzungen Internetzugang und Textverarbeitungsprogramm für die Kleingruppen oder für alle Lernenden (je nach Vorgehensweise) Planung Verlaufsplan "Wer war Lessing?" Arbeitsauftrag Die Schülerinnen und Schüler erhalten etwa folgenden Arbeitsauftrag: Erstellen Sie ein Quiz, durch dessen Lösung man über die wichtigsten Daten und Lebensumstände Lessings informiert ist. Fertigen Sie auch ein Lösungsblatt an, auf dem Sie außerdem vermerken, woher Ihre Informationen stammen. Wenn nötig: Einführung in die Internetrecherche Sind die Schülerinnen und Schüler bereits mit grundlegenden Werkzeugen für eine effektive Internetrecherche vertraut, so ist der Arbeitsauftrag ausreichend. Ansonsten müssen je nach Leistungsstand Hilfestellungen gegeben werden. So kann entweder eine Einführung in die Internetrecherche mit Suchmaschinen vorgeschaltet oder eine Linkliste ausgegeben werden. In diesem Beitrag finden Sie eine solche, die von Schülerinnen und Schülern erstellt wurde. Fragensammlung online oder offline Die Frage für das Quiz können entweder handschriftlich oder in einer Textverarbeitung notiert werden; auch hier muss je nach Lerngruppe unterschiedlich gearbeitet werden. Für die Erarbeitung sollten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit maximal fünf Mitgliedern eingeteilt werden. Linksammlung aufbereiten Als Moment der Differenzierung kann ein weiterführender Arbeitsauftrag gegeben werden, den die Gruppen bearbeiten sollen, die besonders schnell fertig sind: Stellen Sie die Internetseiten, die Sie benutzt haben, zusammen. Schreiben Sie dann zu jeder einen kurzen Kommentar, in dem Sie auf Nützlichkeit, Aufmachung, Umfang der Informationen, Verständlichkeit und so weiter eingehen. In der zweiten Phase versuchen dann die Gruppen, die Quiz der anderen Gruppen zu lösen - ohne Internetzugang, damit sichtbar werden kann, was an Informationen "hängen" geblieben ist. Diese spielerische Phase macht im Allgemeinen viel Spaß, und man kann überlegen, sie durch Preise noch spannender zu machen. Abschließend sollten die Arbeit in den Gruppen und die Methode reflektiert werden. Besonders sollte auf den Punkt eingegangen werden, ob denn das Ziel (aus der Aufgabenstellung), "über die wichtigsten Daten und Lebensumstände Lessings informiert" zu sein, erreicht wurde. Auch ein Austausch und eine Sammlung besonders ansprechender Internetquellen sind nützlich für die häusliche Nachbereitung. Vorhandene Fragensammlungen nutzen Natürlich kann man die Schülerinnen und Schüler auch den umgekehrten Weg gehen lassen. Dann erhalten sie Fragen zum Leben Lessings - Beispiele können die vom Deutsch-Leistungskurs des Berufskollegs Bonn-Duisdorf erstellten Quiz im Anhang sein - und beantworten diese mithilfe von Internetquellen. Linklisten nutzen oder erstellen Je nach Medienkompetenz der Lernenden kann dieser Suche eine Linkliste zugrunde liegen, oder sie geschieht völlig frei. Bei letzterer Variante ist als Differenzierung auch wieder die Erstellung einer Linkliste möglich. Einen besonderen Akzent setzt der Anreiz, dass die Gruppe gewinnt, die die Fragen als erste und fehlerfrei (!) beantwortet hat. Dabei wird sich zunehmend herausstellen, dass ein ganz besonders genaues Lesen der Quellen, die zum Teil durchaus anspruchsvoll sind, nötig ist. Auch hier ist eine Reflexion des Vorgehens und der eventuell aufgetretenen Fehler sehr sinnvoll.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Das Drama in der Epoche der Aufklärung

Unterrichtseinheit

Nicht zu Unrecht wird die Epoche der Aufklärung im Deutschunterricht ab der Klasse 10 eingehend behandelt. Die bis etwa 1785 entstandenen Werke namhafter deutscher Schriftsteller sind die Grundlagen für Autoren der folgenden Epochen des Sturm und Drang und der Klassik. Dabei war für die Geschichte der deutschen Literatur insbesondere die Entwicklung des Dramas von großer Bedeutung. So soll in dieser Unterrichtseinheit ein Blick auf drei Stücke der beiden wohl namhaftesten Dramatiker der Zeit geworfen werden: Johann Christoph Gottsched und Gotthold Ephraim Lessing. Zunächst ist die Umsetzung der normativen Regelpoetik in Gottscheds Tragödie ?Sterbender Cato? der Unterrichtsgegenstand. Im Anschluss daran wird eine Szene aus ?Minna von Barnhelm? betrachtet, bevor die berühmte Ringparabel aus ?Nathan der Weise? analysiert wird. Die Schülerinnen und Schüler näheren sich in dieser Unterrichtseinheit über Internetrecherchen und die weitere Arbeit am PC den Dramentexten an, bevor sie diese online rezipieren. Die dann zu bearbeitenden Materialien enthalten Linkverweise, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, Informationen aufzufinden und weiter zu verarbeiten. Stundenskizzen Die Stunden können sowohl als Sequenz als auch als einzelne Unterrichtsstunden gehalten werden. Johann Christoph Gottsched: Sterbender Cato In dieser Sequenz vergleichen die Schülerinnen und Schüler Literaturtheorie und -praxis Gottscheds. Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm Gesprächsführung und Intentionen der Bühnenfiguren werden betrachtet und am Computer gegenüber gestellt. Gotthold E. Lessing: Die Ringparabel aus ?Nathan der Weise? Die Arbeit mit der Ringparabel aus "Nathan der Weise" beleuchtet die Grundgedanken der Aufklärung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Einblick in drei namhafte Dramen der Aufklärung erhalten. sich kurz über den Inhalt eines Dramas informieren. die Handlungsabsicht und Argumentationsweise der handelnden Personen ergründen. die literarische Form der Parabel kennen lernen. verschiedene Sprachformen des Dramas erkennen. ein Literaturlexikon als Informationsquelle kennen lernen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Computer und Internet Rechercheaufgaben zu einzelnen Dramen bearbeiten. das Internet als Recherchemedium nutzen. (teilweise) Arbeitsblätter am Computer bearbeiten und dabei einfache Operationen der Textverarbeitung einüben. den "digitalen Kindler" als Informationsquelle benutzen. Thema Das Drama in der Epoche der Aufklärung Autor Ingo Langer, M.A. Fach Deutsch Zielgruppe Realschule Klasse 10, Gymnasium Jahrgang 10-13 Zeitbedarf 2 bis 3 Unterrichtsstunden Medien einige PCs mit Internetzugang (optimal: 1 Rechner für 2 Personen) Seine dem aristotelischen Vorbild folgende normative Regelpoetik muss als der Versuch verstanden werden, die Bühne von barockem Schwulst und marktschreierischen Hanswurstiaden zu befreien und ein anspruchsvolles Theater in Deutschland zu schaffen. Neben zahlreichen Übersetzungen vorbildhafter französischer Dramen hat der Leipziger Professor für Poetik und Philosophie auch einige (mehr oder weniger) eigene Stücke hinterlassen, von denen das namhafteste die Tragödie "Sterbender Cato" (Uraufführung 1731), ein Stück über den Selbstmord des jüngeren Cato zur Zeit Caesars, ist. Gottsched selbst bezeichnet sie als "erste regelmäßige deutsche Originaltragödie". Literaturtheorie und -praxis In der Stunde werden die Schülerinnen und Schüler anhand der CD-ROM-Version von Kindlers Neuem Literaturlexikon einen Überblick über das Drama erhalten und die Anwendung der Literaturtheorie im Drama erkennen. Gottscheds Regelpoetik Voraussetzung der Stunde ist weiterhin die Behandlung von Gottscheds Regelpoetik. Dazu eignet sich der entsprechende Stundenentwurf der Unterrichtseinheit Die literarische Epoche der Aufklärung in Deutschland von Günther Neumann sehr gut. Kindler-Artikel Auf der Grundlage des Kindler-Artikels zum "Sterbenden Cato" werden die Forderungen Gottscheds und deren Umsetzung im Drama verglichen. Zeitbedarf: etwa eine Unterrichtsstunde Webrecherche Der Einstieg erfolgt im Internet über die Titelseite sowie den Vorspann des Dramas. Projekt Gutenberg-DE: Sterbender Cato Neben der Klärung des historischen Hintergrundes können die Schülerinnen und Schüler schon hier die Einheit des Ortes (und der Zeit) erschließen. Arbeit mit dem "digitalen Kindler" Nun informieren sich die Lernenden mithilfe des entsprechenden Artikels aus dem "digitalen Kindler" über Gottscheds Drama und bearbeiten die zwei Aufgaben auf dem Arbeitsblatt. Dieses schließt an den zuvor erwähnten Unterrichtsentwurf an, kann aber auch unabhängig davon eingesetzt werden. Textrezeption online Abschließend soll die Problematik der Originalität des Stückes erörtert werden. Als Impuls dazu lesen die Schülerinnen und Schüler im Internet den Schlussabsatz von Gottscheds Vorrede zu seinem Drama und überlegen, in wieweit der rhetorische Gestus ernst zu nehmen ist. Projekt Gutenberg-DE: Sterbender Cato - Vorrede Teil 2 Nicht der soziale Status bestimmt den Handlungsausgang, sondern der Charakter der handelnden Personen, mithin ein rational bestimmtes Element. Die Personen sind keine festen Typen, sie sind komplexe Individuen und bieten dadurch größeres Identifikationspotential für das Publikum. Zu Beginn des 2. Aufzugs (II.1) treten das Fräulein (Minna von Barnhelm) und ihre Zofe Franziska im Zimmer es Wirtshauses auf. Die Szene ist ein schönes Beispiel für Lessings Argumentationstechnik und die große Lebendigkeit der Figuren. Zeitbedarf: etwa eine Unterrichtsstunde Webrecherche zum Theaterprogramm Zur Motivation und um die Schüler und Schülerinnen in die richtige Rezeptionshaltung zu versetzen, recherchieren sie im Internet, ob das Stück an einem Theater in der näheren (und/oder weiteren) Umgebung gerade auf dem Spielplan steht. Da Lessings Komödie auch nach fast 240 Jahren noch zum Repertoire vieler deutscher Bühnen gehört, wird die Suche mit großer Sicherheit zum Erfolg führen. Alternativ kann das Titelblatt der Erstausgabe gezeigt und über den Inhalt des Dramas spekuliert werden. Webrecherche zum Inhalt Anschließend Informieren sich die Lernenden kurz über den Inhalt des ganzen Dramas. xlibris.de: Minna von Barnhelm Für den schnellen Überblick lesen die Schülerinnen und Schüler diese kurze Inhaltsangabe. Textrezeption Der Textausschnitt wird sodann gelesen und der Inhalt eventuell kurz in eigenen Worten wiedergegeben. xlibris.de: Minna von Barnhelm - 2. Aufzug Der Beginn des 2. Aufzugs (II.1) als Online-Text Textarbeit Die Textarbeit erfolgt mithilfe des vorstrukturierten Arbeitsblattes: In Form einer Gegenüberstellung sollen die Schülerinnen und Schüler die Gesprächsführung sowie die Intentionen der beiden Bühnenfiguren gegeneinander stellen. Dazu müssen die relevanten Passagen aus dem Quelltext (im Internet) übernommen werden. Dies geschieht am PC am besten durch die Copy/Paste-Funktion (kopieren/einfügen). Abschließend könnte über die Frage diskutiert werden, wie modern das Frauenbild in der besprochenen Szene ist. Die Kernszene (3. Aufzug, 7. Auftritt) - sie bildet den tektonischen Mittelpunkt des Dramas - ist die pointierte Formulierung der Toleranzvorstellung des Aufklärers Lessing. Ihr zugrunde liegt die für die literarische Form der Parabel signifikante Analogie, wonach der Vater für Gott, die drei Söhne/Ringe für die drei großen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam, Judentum) und der Richter für Nathan selbst stehen. Die ausführliche Behandlung der Szene ist sowohl im Rahmen einer Lektüre des ganzen Dramas als auch ohne diese sinnvoll, lässt sich daran doch beispielhaft ein Grundgedanke der Aufklärung aufzeigen, der auch für die Welt von heute von großer Bedeutung ist. Zeitbedarf: etwa eine Unterrichtsstunde Motivation Als Hinführung und Motivation dient eine Collage. Im Unterrichtsgespräch werden der Bezug der Stadt Jerusalem zu den drei Religionen sowie die aktuelle politische Lage im Nahen Osten angesprochen. Über die Frage nach der Rolle Lessings in dieser Collage wird auf den Dramentext übergeleitet. Inhaltsüberblick Anschließend informieren sich die Schülerinnen und Schüler im Internet über den Inhalt des Dramas. xlibris.de: Nathan der Weise Diese Seite enthält eine ausführliche Inhaltsangabe des "Nathan". Textrezeption Die Schülerinnen und Schüler lesen nun die Szene online unter Verwendung des im Projekt Gutenberg zur Verfügung stehenden Textes. Projekt Gutenberg-DE: Ringparabel Hier liegt der Text von Lessings Ringparabel. Wird nicht das ganze Drama gelesen, so müssen die Lernenden zuvor noch kurz in die Situation eingeführt werden: Der Sultan hat den Juden Nathan aufgefordert, ihm zu sagen und zu begründen, welcher Glaube ihm am meisten einleuchtet. Um die Situation Nathans besser verständlich zu machen, kann zusätzlich der 6. Auftritt gelesen werden. Projekt Gutenberg-DE: Nathan der Weise, 6. Auftritt Analogie der Ringparabel Nach einer Sicherung des Textverständnisses durch eine kurze Rekapitulation des Inhalts der Ringparabel wird von den Schülerinnen und Schülern zunächst mithilfe eines Arbeitsblattes die Analogie der Ringparabel erschlossen. Textaussage Im Anschluss daran wird ein weiteres Arbeitsblatt bearbeitet. Dabei müssen ausgewählte Textzitate und Begriffe einem vorgegebenen Schema sinnvoll zugeordnet werden. Auf diese Weise wird die Textaussage diskutiert. Arbeit zum Begriff "Parabel" Nun lesen die Schülerinnen und Schüler noch eine Definition des Begriffes "Parabel" und ergänzen den entsprechenden Lückentext auf ihrem Arbeitsblatt. Uni Essen: Nathan der Weise Eine Definition des Begriffes „Parabel“ Bedeutung des Blankverses Eventuell könnte noch kurz auf die Verwendung des Blankverses (ein reimloser jambischer Fünfheber; der Begriff stammt aus dem Englischen: blank = ungereimt) eingegangen werden, der seit Lessings "Nathan" zum wichtigsten Vers des deutschen Dramas im 18. und 19. Jahrhundert wurde. Ein Vergleich mit der in "Minna von Barnhelm" verwendeten Sprachform erscheint hier sinnvoll. Zeitbezug: Religionskonflikte Außerdem bietet sich eine Diskussion zur Rolle der Religion bei kriegerischen Auseinandersetzungen an. Dafür gibt es leider nur allzu viele Beispiele: Naher Osten, Irland, Balkan, internationaler Terrorismus.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Gleichnisse vom Reich Gottes

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit nimmt die "Gleichnisse vom Reich Gottes" in den Fokus, indem an beispielhaften Gleichnissen verschiedene Auslegungsmöglichkeiten und Methoden für den katholischen Religionsunterricht vorgestellt werden. Ein wesentliches Element der Verkündigung Jesu in den Evangelien sind die bildhaften Erzählungen, die man landläufig Gleichnisse nennt. Viele Gleichnisse sind literarisch eigenständige Perikopen, die in der mündlichen Tradition weitergetragen wurden, bis sie ein biblischer Schriftsteller in den Zusammenhang der Reich-Gottes-Botschaft gestellt hat. Neben der literarischen Schönheit müssen der theologische Gehalt und die Wirkung auf die gläubigen Hörer betrachtet werden. In den Gleichnissen Jesu offenbaren sich wesentliche Inhalte seiner Botschaft. Diese bildhaften Erzählungen haben den Sinn, das Unanschauliche den einfachen Zuhörern seiner Zeit begreiflich zu machen. Daher sind die Bilder der Gleichnisse aus dem Alltagsleben des Publikums gewählt, man sagt, sie haben da ihren "Sitz im Leben". Für das heutige Verständnis ist es wichtig, diesen Zusammenhang zu berücksichtigen, um die eigentliche Bedeutung der Gleichnisse richtig erschließen zu können. Davon ausgehend, können weitere gleichnishafte Texte in produktionsorientierter Weise für den Unterricht aufbereitet werden. Am Schluss sollen wesentliche Aussagen über das Reich Gottes aus mehreren Gleichnissen zusammengefasst werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Grundidee dieser Einheit ist die Umsetzung von Gleichnissen in Präsentationen - dabei werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler lernen Gleichnisse kennen. abstrahieren die eigentlichen Bedeutungen der Gleichnisse. lernen Digitalfotografie und Bildbearbeitung als Interpretationsverfahren kennen. führen Internetrecherchen durch (Bibeltexte, Bilder). lernen Möglichkeiten der Textgestaltung mit Präsentationssoftware kennen. Gleichnisse-Günter Neumann-PP-Präsentation Habe die Einheit ausprobiert - Klasse 10 - Hauptschule: Gute Motivation bei den SuS - empfehlenswert Georg Höing Münster, 29.10.2006 Am beliebtesten unter allen Parabeln der Evangelien war im 13. Jahrhundert die Geschichte von den klugen und törichten Jungfrauen. Wir sehen sie am Westportal der Kathedralen von Amiens, Bourges, Notre-Dame in Paris, Reims, Sens, Auxerre, Laon; die einen rechts, die anderen links vom göttlichen Richter. Sie wohnen dem Jüngsten Gericht bei, in dem sie eine Rolle zu spielen scheinen. Nach den Theologen sind sie wirklich die symbolische Verkörperung der Auserwählten und der Verdammten. Ihre geheimnisvolle und furchtbare Geschichte ist zugleich die Geschichte des letzten Weltabends. Geplanter Zeitbedarf: 1 Unterrichtsstunde Methodische Vorbemerkung Die Lehrkraft bringt zehn Friedhofslichter ("Öllampen") mit ins Klassenzimmer und fragt zunächst, was man mit diesen Lampen machen kann. Neben vielen unbrauchbaren Vermutungen könnte man mit der These weiterarbeiten, dass die Lichter auf jeden Fall der Ehre Gottes dienen sollen. Motivation durch die "Öllampen" Betrachtung von Abbildungen der klugen und der törichten Jungfrauen im Magdeburger Dom Bearbeitung des vorbereiteten Arbeitsblattes Lesen des Bibeltextes im Internet: Matthäus 25, 1-14 Nachstellen des Gleichnisses durch die Lernenden und Aufnahme digitaler Bilder Eventuell muss die Aufnahme von Szenenfotos in einer weiteren Stunde erfolgen. Da das Überspielen der Fotos von der Digitalkamera auf den Computer eine gewisse Zeit erfordern kann, bietet es sich an, mit der weiteren Bearbeitung der "Bildgeschichte" erst in der darauffolgenden Stunde zu beginnen. Im schülerzentrierten Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man ein Präsentationsprogramm bedient (Folien erstellen). Bilder und Texte einfügt (Bibeltext, digitale Fotos). Bilder und Texte für die eigenen Bedürfnisse bearbeitet (formatieren, kürzen oder beschneiden). einfache Animationen festlegt (keine Überladung mit grafischem Schnickschnack, sondern den Inhalt unterstreichende, zurückhaltende Animation). und einen computerunterstützten Kurzvortrag hält. Dieser Teil nimmt je nach Vorwissen und Übung zwei bis drei Unterrichtsstunden ein, in denen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Gleichnisses gewährleistet ist. Zum Abschluss der Arbeit mit dem Präsentationsprogramm sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Produktion in der Klasse vorführen. Die gezeigten Werke können besprochen werden. Bewertungskriterien für den Vortrag könnten sein: freier, mündlicher Vortrag des Gleichnisses grafische Umsetzung (Zusammenhang Bild-Text, sinnvolle Animation) überzeugende Interpretation der Kernaussage Menschliche Vorstellungen von Gerechtigkeit und die Gerechtigkeit Gottes sind manchmal zweierlei. Das lehrt uns das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Dieser Text entlarvt die Unmenschlichkeit eines rein konsumorientierten und leistungsbezogenen Denkens, das dem Schwächeren keine Chancen lässt. Vor Gott jedoch sind alle Menschen gleich, auch der Schwache, Kranke, (reuige) Sündiger, auch der, der ohne eigenes Verschulden erst spät zu Gott findet. Der Lohn dafür ist immer der gleiche: das Reich Gottes, das unteilbar ist und immer nur ganz gewonnen oder aber ganz verloren werden kann. Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden, je nach Anzahl und Dauer der Präsentationsphase Hinführung Zunächst wird erklärt, wie man in der Antike den Tag in Stunden einteilte (Abbildung des folgenden Downloads als Tafelbild oder OHP-Folie). Kreation und Präsentation Dann wird die Aufgabe gestellt, in Kleingruppen den Text des Gleichnisses mit passenden Bildern zu illustrieren, um seine Aussage dem heutigen Publikum anschaulich vor Augen zu führen. Für diese Erarbeitungsphase sind eine bis zwei Unterrichtsstunden anzusetzen. Anschließend erhalten alle Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Präsentation der Klasse vorzuführen. Umsetzung des Gleichnisses als Präsentation Rufe den Text des Gleichnisses auf: Mt 20,1-16 . Suche passende Bilder dazu und gestalte damit eine Präsentation des Gleichnisses! Das Gleichnis vom verlorenen Sohn veranschaulicht in unübertroffener Weise die Liebe Gottes zu jedem reuigen Menschen. Es zeigt nicht nur, wohin die Selbstherrlichkeit, das Selbst-Herr-sein-wollen des Menschen führt, sondern auch, dass Gott alle seine Geschöpfe liebt und keinen verstößt, der voller Reue umkehrt, Buße tut und wieder an seine Tür klopft. Deshalb spendet dieses Gleichnis dem Verzweifelten Trost und dem Sünder Hoffnung. Es zeigt aber auch, dass Gottes Geduld und Freude um jeden, der zu ihm zurückfindet, nicht immer von den Menschen verstanden werden. Zeitbedarf: 2 Stunden (Einführung und Bilderrätsel, Herstellung der Präsentation) Methodische Vorbemerkung Das Gleichnis wird im Original gelesen. bibel-online.net: Lukas - Kapitel 15 Vom verlorenen Sohn Internetbasierte Bildersuche Da dieses Gleichnis immer wieder Künstler zu Darstellungen angeregt hat, sollen solche Bilder im Internet ausfindig gemacht werden. Dies geschieht durch eine Bildersuche: Auf dem Arbeitsblatt 3 sind die Namen von berühmten Malern enthalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Originalbilder finden, indem sie mithilfe von Suchmaschinen nach Abbildungen zum Gleichnis suchen. Als Suchbegriffe müssen auch die englischen Wörter "lost son" verwendet werden. Auf den gefundenen Webseiten ist jeweils der Name des Künstlers vermerkt, der auf dem Arbeitsblatt eingetragen wird. Präsentation erstellen Nach dieser Suche soll mithilfe eines Präsentationsprogramms eine bebilderte Darstellung des Gleichnistextes hergestellt werden. Auf den einzelnen Folien einer Präsentation soll der Text des Gleichnisses in Abschnitten mit den dazu passenden Gemälden unterlegt werden. Dazu werden die Bilder der Bildersuche verwendet. Bei der Verwendung der Bilder ist sowohl auf den Künstler als auch auf den Inhaber an den Bildrechten, meist ein Museum, hinzuweisen. Ohne schriftliches Einverständnis der jeweiligen Rechteinhaber ist von einer Veröffentlichung der Präsentation außerhalb des Klassenraums abzusehen. Aussagen über das Reich Gottes verstehen "Meine Königsherrschaft ist nicht von dieser Welt", sagt Jesus im Verhör vor Pilatus. Eigenartigerweise beschreibt Jesus sein Reich nie direkt, sondern immer nur in Bildern. So sind viele wichtige Aussagen über das Reich Gottes über mehrere Gleichnisse verstreut. Arbeit in Gruppen Zum Abschluss der Unterrichtsreihe über die Gleichnisse Jesu sollen wesentliche Aussagen aus diesen Texten zusammengestellt werden. Dabei hilft das Arbeitsblatt 4, auf dem Bildhälfte und Sachhälfte des Gleichnisses von den klugen und den törichten Jungfrauen gegenüber gestellt werden. Zeitbedarf: Ca. 1 Stunde

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I
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