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MELENCOLIA I - Dürers geometrische Offenbarung

Unterrichtseinheit

Diese fächerübergreifende Unterrichtseinheit zum Thema "Analytische Geometrie" nimmt Dürers Kupferstich MELENCOLIA I von 1514, das als "mathematischste" Arbeit des Renaissancekünstlers gilt, ins Visier. Vielfach wird in Besprechungen des Werks das darin enthaltene "Magische Quadrat" in den Vordergrund gestellt. Beeindruckender aber ist die bis ins Detail gehende geometrische Planung der Grafik im Dienst zunächst verborgener weltanschaulicher und autobiografischer Aussagen.Schon die Meraner Reformvorschläge (1905) nennen als anzustrebendes Ziel des Mathematikunterrichts "...endlich und vor allem die Einsicht in die Bedeutung der Mathematik für die moderne Kultur überhaupt." In den "Bildungsstandards im Fach Mathematik für den Mittleren Schulabschluss" ist zu lesen: "Mathematikunterricht ... ermöglicht ... folgende Grunderfahrungen: technische, natürliche, soziale und kulturelle Erscheinungen und Vorgänge mit Hilfe der Mathematik wahrnehmen, verstehen und unter Nutzung mathematischer Gesichtspunkte beurteilen". Die hier vorgeschlagene Unterrichtseinheit gibt Gelegenheit, eine solche Grunderfahrung am Beispiel eines Künstlers aufzunehmen, der sich selbst mindestens ebenso sehr als Mathematiker wie als Maler betrachtete. Von Dürer stammt übrigens auch das erste deutschsprachige Mathematikbuch. Voraussetzungen Eine erste Einführung in die Darstellungsmethode der Zentralperspektive sollte im Kunstunterricht vorausgegangen sein. Im Mathematikunterricht sollten im Rahmen der Themen "Zentrische Streckung" und "Ähnlichkeit" grundlegende Begriffe und Konstruktionsmethoden vermittelt sein. Vorgehen Die Unterrichtseinheit empfiehlt sich für eine fächerübergreifende Zusammenarbeit von Mathematik , Bildender Kunst und eventuell Religion mit projektorientierter Unterrichtsgestaltung. Schülerinnen und Schüler sollten angeleitet werden zu (beispielsweise) Recherchen zur Biografie Dürers, Grundeinstellungen des Humanismus, mathematischen Interessen und Aktivitäten Dürers, Ängsten und Konflikten im Zusammenhang mit historischen Ereignissen in Dürers Lebenszeit. Anschließend stellen sie die Ergebnisse ihrer Recherchen in Kurzreferaten oder in einer Wandzeitung vor. Ablauf Hinweise zum Unterrichtsverlauf "Dürers MELENCOLIA I" Hier sind unterrichtliche Voraussetzungen sowie Vorschläge zur Erarbeitung des Themas zusammengetragen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie Dürer mit geometrischen Methoden (Streckenhalbierung, Diagonalen, Goldenes Rechteck, Goldener Schnitt, Zentralperspektive) den Bildaufbau in MELENCOLIA I konzipiert hat. analysieren, wie er durch Anordnen bildwichtiger Elemente auf Geraden weltanschauliche und auf sich selbst bezogene Aussagen formuliert hat. ziehen geometrische Konstruktionsmethoden, die in MELENCOLIA I angewendet wurden, nach. Materialien und Werkzeuge Alle Schüler sollten eine einigermaßen deutliche Kopie des Kupferstichs MELENCOLIA I ausgehändigt bekommen, deren Ränder nicht beschnitten sind. Im Internet ist beispielsweise hier eine solche zu finden. Darüber hinaus sollte ein Kunstdruck in DIN-A2-Größe vorhanden sein. Der Kupferstich ist sehr detailreich, und die Einzelheiten erschließen sich erst bei einer sehr deutlichen Reproduktion. Zur Ausführung der geometrischen Konstruktionen empfiehlt sich eine dynamische Geometriesoftware, die es zulässt, eine Abbildung der MELENCOLIA I in den Hintergrund zu legen, so dass zum Beispiel der Goldene Schnitt darüber konstruiert werden kann. Fachliche Voraussetzungen Bei geometrischer Analyse entdeckt man in der Flächenaufteilung der MELENCOLIA I Beispiele für stetige Teilungen (Goldener Schnitt, Goldenes Rechteck). Diese sind der Ähnlichkeitslehre zuzuordnen, und diese steht in Klasse 9/10 der allgemeinbildenden Schulen auf dem Lehrplan. Der Bildaufbau von MELENCOLIA I ist nach den Grundsätzen der Zentralperspektive gestaltet - hier sollten die Schülerinnen und Schüler über Vorkenntnisse verfügen (Regeln der zentralperspektivischen Darstellung, aber auch: orthogonale Projektionen eines Körpers). Historische/Kunsthistorische Recherche als arbeitsteilige Gruppenarbeit Man kann zwar den Ansprüchen des wohl bekanntesten Dürer-Deuters, Erich Panofski, nicht genügen, und alle denkbaren Beziehungen zu nationalen, epochalen, philosophischen und religiösen Hintergründen herstellen, aber man kann näherungsweise versuchen, den Horizont von Dürers Lebenswelt abzustecken. Dazu sind beispielsweise folgende Rechercheaufträge in Gruppen-/Partnerarbeit zu erteilen/anzubieten: Dürers Biografie Die Lernenden tragen die Lebensdaten und Hauptereignisse in Dürers Werdegang als Renaissancekünstler zusammen. Dürers Religiosität Dürer war geprägt von tiefer Spiritualität. In seinem Werk hat er zahlreiche religiöse Darstellungen (beispielsweise 16 Holzschnitte nach der Geheimen Offenbarung des Johannes, Rosenkranzfest, Die vier Apostel) geschaffen. Der Arbeitsauftrag soll eine Verbindung zwischen in der MELENCOLIA I dargestellten Objekten und Bibelworten herstellen, zum Beispiel durch Stichwortsuche in der Internet-Ausgabe der Bibel zu: Maß, Zahl, Gewicht / Tag - Nacht / Bogen / Braut / Leiter / Kind / Mühlstein / Engel / Stein. Politische und religiöse Konflikte in Dürers Epoche Hier sollte vor allem herausgearbeitet werden, dass vielfach in Deutschland religiös motivierte Aufstände gegen kirchliche und weltliche Obrigkeit aufbrachen (Reformation, Wiedertäufer, Bauernkriege), in denen sich aber auch Weltuntergangsängste und Besorgnis um den "wahren" Glauben dokumentierten. Wandel des Weltbilds - Humanismus Der Humanismus ist verbunden mit der in der Renaissance stattfindenden Rückbesinnung auf die (wiederentdeckten) Werke der römisch-griechischen Antike. Die Humanisten sehen in der freien Entfaltung der Persönlichkeit des Menschen durch Bildung die vorrangige Aufgabe. Verbunden ist dies mit einer Zuwendung zur Welt und damit zu den Naturwissenschaften einerseits und einer Kritik an kirchlichen Praktiken andererseits. Gewissensfreiheit und Menschenwürde sind Werte, die ihre historischen Wurzeln im Humanismus haben. Dürer als Mathematiker Albrecht Dürer war mathematischer Autodidakt, vor allem durch Selbststudium einer der ersten gedruckten Ausgaben von Euklids "Elementen". Unter seinen nachgelassenen Werken finden sich drei mathematische: Unterweysung der Messung mit dem Zirkel und Richtscheyt in Linien, Ebenen und ganzen Körpern (1525), Unterricht zur Befestigung der Stett, Schloß und Flecken (1527), Vier Bücher von menschlicher Proportion (1528) Melancholie - Krankheit, Sünde oder Preis der Kreativität Die Symptome der Melancholie sind relativ klar zu beschreiben. In der Renaissance hat sich vor dem Hintergrund der Zuschreibung antiker Autoren der Melancholie als Eigenschaft kreativer Menschen ein Wandel in ihrer Bewertung vollzogen. Weitere Arbeitsaufträge Weitere Arbeitsaufträge sind möglich, beispielsweise Zahlensymbolik oder religiöse Symbolik überhaupt betreffend, die Rezeption von Dürers MELENCOLIA I bei anderen bildenden Künstlern oder in der Literatur zu untersuchen. Vortrag und Wandzeitung Auf der Grundlage der Recherchenresultate erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Kurzvorträge, die die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Recherchethemen enthalten. Die Resultate sollen als Thesenpapier zusammengefasst und in einer Wandzeitung - zusammen mit illustrierenden Abbildungen - der Klasse präsentiert werden. Geometrische Aktivitäten Mit dynamischer Geometriesoftware werden die Konstruktionen von Goldenem Schnitt und Goldenem Rechteck erarbeitet und nach diesen Proportionen vollzogene Objektanordnungen in MELENCOLIA I aufgesucht. Im Bild sind zu bestimmen: Fluchtlinien und Fluchtpunkt der zentralperspektivischen Darstellung, die Mittelpunkte von Regenbogen und Kugelumriss, der Schnittpunkt der Seitenhalbierenden des Bodendreiecks von Dürers geheimnisvollem Polyeder. Von diesem sollte auch eine Skizzierung des Grundrisses versucht werden. Die Schülerinnen und Schüler können anschließend ein Kartonmodell des Polyeders anfertigen. Deas zugehörige Polyedernetz finden Sie im Arbeitsblatt melencolia_polyeder_netz.pdf. Kunsthistorische Analyse von Bildaussagen Mit dem Hinweis darauf, dass Dürer bildwichtige Elemente dadurch in Relation zueinander gesetzt hat, dass er sie oder ihre Mittelpunkte auf Geraden angeordnet hat, suchen Schülerinnen und Schüler nach solchen Geraden und versuchen sie als Aussagen zu interpretieren (im Sinn der Lernziele: bewusstes Wahrnehmen und Verwenden von Gestaltungsmitteln der Bildorganisation und deren Ausdrucksqualitäten sowie die Fähigkeit, Fachbegriffe der Werkbetrachtung in Bezug auf Absicht und Wirkung einsetzen zu können).

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

Cartoon der Woche: Aliens versus Smartphones

Cartoon

Ob diese Aliens wohl wissen, dass die Fotos von Ihnen bald überall im Netz kursieren? Falls sie in geheimer Mission unterwegs sind, sollten sie vielleicht schnell ihren Anwalt kontaktieren. ;-)

  • Fächerübergreifend

Blutige Handys

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler an die Problematik der Handyherstellung herangeführt. Sie setzen sich kritisch mit ihrer Rolle als Verbraucherinnen und Verbrauchern auseinander und lernen, den negativen Folgen der Handyherstellung im Alltag entgegenzuwirken.Das Handy ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Insbesondere für Jugendliche ist das Leben ohne Smartphone nicht vorstellbar, doch als Verbraucherinnen und Verbraucher tragen sie auch Verantwortung. Immer wieder geraten Handyhersteller in die Schlagzeilen, weil die Rohstoffe, die in unseren Handys stecken, unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Der Abbau zerstört ganze Landstriche und finanziert Kriege. In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler der Handyherstellung mit all ihren Folgen auf den Grund und werden sich ihrer Verantwortung als Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst.Diese Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass sich die Schülerinnen und Schüler das Thema weitgehend selbstständig erarbeiten können. Bei den einzelnen Aufgaben wird darauf geachtet, dass sie einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen haben und sie die Lernenden als Verbraucherinnen und Verbraucher ansprechen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, sich über Folgen der Handyherstellung zu informieren, diese Informationen kritisch zu beleuchten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen ihr eigenes Verhalten in Bezug auf Handys. erwerben Kenntnisse über Produktion, Vertrieb und Konsum von Smartphones. setzen sich selbstständig mit einem komplexen Thema auseinander. entwickeln eine eigene Meinung zum Thema und können diese argumentativ vertreten. erkennen den Zusammenhang zwischen Handyindustrie und Ausbeutung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig im Internet. lernen, unterschiedliche Webseiten kritisch zu analysieren und deren Inhalte zu hinterfragen. entwerfen eine Wandzeitung und einen Flyer. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Standpunkte kennen und akzeptieren. arbeiten im Team. stellen gemeinsam ihre Arbeiten vor. lernen Kompromisse zu schließen und diese zu akzeptieren. erfahren ihre eigene Verantwortung bezüglich des Themas und hinterfragen ihr eigenes Verhalten. lernen, ihren Standpunkt argumentativ und vor Publikum zu vertreten. Die folgenden Links können von Ihren Schülerinnen und Schülern zur Recherche und Bearbeitung der Arbeitsaufträge genutzt werden. regenwald-schuetzen.org: Coltan - das begehrte Erz Auf dieser Seite erhalten die Jugendlichen fundierte Hintergrundinformationen über das begehrte Erz Coltan. kongo-kinshasa.de: Handy und Krieg "Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun?" - Die Antwort auf diese Frage beantwortet diese Internetseite. gesichter-afrikas.de: Coltan Diesen Link können Ihre Schülerinnen und Schüler ebenfalls nutzen, um sich über "Coltan" zu informieren. Ideen für die Präsentation Für die anschließende Präsentation vor dem Klassenplenum ist eine Doppelstunde ausreichend. Die SchülerInnen sollen die erarbeiteten Ergebnisse in einer HTML-Datei zusammenstellen und als klasseneigene 'EU-Website' präsentieren. Dabei werden die jeweiligen Arbeitsergebnisse mündlich im Klassenplenum besprochen und diskutiert. Andere mögliche Präsentationsformen können eine Wandzeitung oder die PowerPoint-Präsentationen sein.

  • Religion / Ethik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Smartphones im Unterricht

Unterrichtseinheit

Heutzutage besitzt fast jede Schülerin und jeder Schüler ein Mobiltelefon, in den meisten Fällen handelt es sich um ein Smartphone. Im Unterricht ist deren Nutzung oftmals verboten. Folgender Beitrag soll verdeutlichen, dass der Einsatz von Smartphones das unterrichtliche Geschehen aber durchaus auch positiv beeinflussen kann.Smartphones spielen im Leben der Lernenden eine wichtige Rolle. So nutzen sie die mobilen und internetfähigen Geräte unter anderem zur alltäglichen Kommunikation und Organisation. Dieser Unterrichtsvorschlag zeigt, dass ein Verbot nicht der einzige Weg ist, wie Lehrkräfte mit Smartphones im Unterricht umgehen können. Über Risiken und Chancen aufklären Smartphones gehören zur Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern und sind fest in deren Alltag integriert. Für Lehrkräfte stellt sich nicht nur die Aufgabe, Jugendliche über das Missbrauchs- und Gefahrenpotenzial von Smartphones aufzuklären und sie in ihrer Medienkompetenz zu schulen, es gilt auch, das Potenzial der Geräte für den Unterricht zu erkennen und zu nutzen. Wie dies gelingen kann, zeigt diese Unterrichtseinheit. Ablauf Einsatz von Smartphones im Unterricht Einige allgemeine Informationen zu Smartphones sowie konkrete Tipps für den Einsatz der Geräte im Unterricht stehen Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, was Applikationen sind und wissen, wie man sie nutzt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen mithilfe des Smartphones nach Informationen. notieren sich Termine im Kalender ihres Mobiltelefons. erlernen, wie sie verschiedene Apps sinnvoll im Schullalltag anwenden können (zum Beispiel Fremdsprachen-Lexika, das Periodensystem, Stundenpläne). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an die Regel, ihre Smartphones nur für schulische Zwecke zu nutzen und nicht für private Angelegenheiten. sind sich darüber bewusst, dass ein Schummeln in Prüfungen mithilfe eines Smartphones untersagt ist. schaden keinem anderen durch die Nutzung ihres Smartphones (zum Beispiel Unterlassen bloßstellender Aufnahmen von Mitschülerinnen und Mitschülern im Unterricht). Was ist ein Smartphone? Im Gegensatz zu älteren Modellen agieren Smartphones eher wie ein Computer. Über sie hat man die Möglichkeit, im Internet zu surfen und verschiedene Applikationen , Softwareprogramme und Anwendungen auf das Gerät herunterzuladen. Nutzungsgewohnheiten von Jugendlichen 96 Prozent aller 12- bis 19-jährigen besitzen nach der aktuellen JIM-Studie inzwischen ein eigenes Mobiltelefon (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest/JIM-Studie 2013). Auch der Zugang zu mobilem Internet hat sich weiter verbreitet - und damit die Nutzung von Apps. Vorteile, die sich aus der Nutzung für den Unterricht ergeben Gerade weil das Smartphone als fester Bestandteil der Lebenswelt der Lernenden gelten kann und sich viele Schülerinnen und Schüler sowieso über dessen Verbot an Schulen hinwegsetzen, sollte über einen produktiven Gebrauch der mobilen Geräte im Unterricht nachgedacht werden. Zum einen kommen Sie so den Lernenden entgegen, zum anderen können Sie die mobilen Endgeräte sehr vielfältig ins unterrichtliche Geschehen integrieren. Für kleinere Recherchen im Internet reichen Smartphones zum Beispiel vollkommen aus. Praktisch kann das vor allem dann sein, wenn nicht für jede Schülerin und jeden Schüler ein Laptop oder ein Computer zur Verfügung steht. Auch Termine und Hausaufgaben können einfach und übersichtlich im Smartphone abgespeichert werden, was den jugendlichen Nutzungsgewohnheiten oft stärker entspricht als das schriftliche Eintragen in einem Hausaufgabenheft. Nachteile, die sich aus der Nutzung für den Unterricht ergeben Natürlich hat die Nutzung von Smartphones im Unterricht nicht nur positive Seiten. Während Klassenarbeiten erleichtern sie das Spicken und auch die Aufnahme von Videos oder Fotos von Mitschülerinnen und Mitschülern, aber auch von Lehrkräften, kann zu erheblichen Problemen führen. Generell erfolgt die Arbeit mit dem Smartphone im Unterricht auf Vertrauensbasis, die Lehrkraft hat kaum eine Möglichkeit, wirklich zu kontrollieren, für welchen Zweck die Lernenden ihr Smartphone im Unterricht nutzen. Dennoch scheint es der bessere Weg zu sein, Smartphones zu akzeptieren und sie sinnvoll einzusetzen, anstatt sie gänzlich zu verbieten. Unterrichtsbeispiel 1: Nutzung eines Kalenders Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern das Angebot, dass sie ihr Smartphone im Unterricht einsetzen dürfen, solange sie damit zuverlässig arbeiten und es nicht als Ablenkung gebrauchen. So können sie beispielsweise ihre Termine in der Kalender-Anwendung ihres Smartphones notieren statt einen Papier-Kalender dafür zu benutzen. Vereinbaren sie gemeinsam einen Zeitraum, in dem die Lernenden unter Beweis stellen können, dass sie Ihr Vertrauen nicht missbrauchen und die mobilen Geräte nur zu schulischen Zwecken verwenden. Funktioniert der Einsatz von Smartphones im Unterricht, gibt es eigentlich keinen Grund, sie zu verbieten. Natürlich muss ein solches Vorhaben mit dem Kollegium und der Schulleitung abgesprochen werden. Unterrichtsbeispiel 2: Anwendung nützlicher Applikationen Sammeln Sie zusammen mit Ihrer Klasse Beispiele für nützliche Applikationen - kurz Apps - für den Schulalltag. Das können zum Beispiel Fremdsprachen-Lexika, das Periodensystem oder Stundenplan-Apps sein. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler wird sich besser auskennen als Sie selbst. Sie sollten demnach bereit sein, auch Hilfe von den Lernenden anzunehmen. Es gibt viele nützliche Programme, die sich gut im Unterricht einsetzen lassen. Die Liste lässt sich von Zeit zu Zeit ergänzen. Es bietet sich an, eine verbindliche Vereinbarung mit den Lernenden zu treffen. Sie können mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam festlegen, für welche Zwecke sie ihr Smartphone im Unterricht nutzen dürfen. Zum Beispiel kann die Nutzung bestimmter Apps im Unterricht erlaubt sein, das Schreiben von Nachrichten oder das Nutzen von sozialen Netzwerken jedoch nicht. Alle diese vorgestellten Argumente scheinen dafür zu sprechen, dass die Erlaubnis von Smartphones im Unterricht zumindest einen Versuch wert ist. Missbrauchen die Lernenden die Erlaubnis, ist ein Verbot schnell wieder eingeführt. Versuchen Sie also, Handys durch die Nutzung von sinnvollen Apps in den Unterricht einzubinden. Wenn Sie sich vorher selbst über geeignete Applikationen informieren wollen, können Sie im Internet eine ganze Menge Informationen finden. Wenn Sie ein eigenes Smartphone besitzen, bietet es sich an, die Apps vorher auszuprobieren, um aus eigener Erfahrung sprechen zu können.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Technik / Sache & Technik / Informationstechnik / Pädagogik / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

"David and Red": Hörverstehen für den Anfängerunterricht

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Hörverstehen ist insbesondere für den Englisch-Anfangsunterricht geeignet. Mithilfe der Videos von "David and Red" trainieren die Lernenden ihr Hörverstehen.Die Videos von "David and Red" ermöglichen es Anfängerinnen und Anfängern, gesprochenes Englisch zu verstehen. David spricht in seinen Videos in einfacher und deutlicher Sprache zu seinem Freund Red, einer Socke. Red kann nicht sprechen, macht sich aber durch Laute verständlich. Die visuellen Filmchen zu verschiedenen Themen helfen den Schülerinnen und Schülern, die Zusammenhänge und Inhalte der Dialoge besser zu verstehen. Die Aufgabe der Lernenden ist es, sich zunächst über das Duo zu informieren, anschließend verschiedene Videos von "David and Red" anzuschauen und das Verstandene mithilfe der bereitgestellten Arbeitsmaterialien schriftlich festzuhalten.Schülerinnen und Schülern fällt es besonders zu Beginn des Englischlernens schwer, gesprochenes Englisch zu verstehen. Die Videos von "David and Red" eigenen sich daher insbesondere für den Anfängerunterricht. Die Lernenden sollen sich die Inhalte der Videos mithilfe von Arbeitsblättern, Internetrecherche und Partnerarbeit selbstständig erarbeiten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen englische Videos kennen und verwenden diese zum Üben. recherchieren selbstständig nach Informationen. lernen, gesprochenes Englisch zu verstehen. tragen ihren Mitschülerinnen und Mitschüler die Ergebnisse auf Englisch vor. füllen einen englischsprachigen Lückentext aus. schreiben kurze Sätze in der Zielsprache. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sehen ein Internetvideo an und entnehmen daraus Informationen. recherchieren eigenständig im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Aufgaben gemeinsam. tragen sich gegenseitig ihre Ergebnisse vor und erweitern so ihre Vortragsfähigkeit. gewinnen Selbstvertrauen im Umgang mit der Internetnutzung und dem Verstehen von englischen Dialogen. helfen sich während der Partnerarbeit gegenseitig beim Verstehen englischsprachiger Videos.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Kreativer Rotstift: Lehrer vervollständigt Schülerzeichnungen

Tool-Tipp

Kritzeln Ihre Schülerinnen und Schüler auch hin und wieder ins Hausaufgabenheft oder gar auf Klausurbögen? Für einen Lehrer in Thailand war das Gekritzel seiner Schülerinnen ein Grund, den Rotstift zu zücken - allerdings auf recht entzückende Weise.John, oder auch Squeezymo, wie er sich in seinem Blog nennt, unterrichtet Naturwissenschaften an einer Mädchenschule in Thailand. Immer wieder sprangen ihm Zeichnungen beim Korrigieren der Klausuren ins Auge. Anstatt seine Schülerinnen zu maßregeln, entschloss er, die Kritzeleien weiterzuentwickeln. So ergänzt er mit seinem Rotstift fehlende Körperteile, stellt beispielsweise eine hübsche Figurenzeichnung auf ein Siegerpodest oder ins Eishockeytor und lässt einen Pinguin in den Pinguin-Schulbus einsteigen. Zum Nachahmen ist dies wohl nur bedingt geeignet, schließlich sollen sich die Schülerinnen und Schüler auf das Eigentliche konzentrieren. Aber juckt es Sie nicht auch manchmal in den Fingern, den Rotstift mal auf kreative Weise zu verwenden?

  • Kunst

Cartoon der Woche: Zweierlei Kreideumriss

Cartoon

Ein Mord im Klassenzimmer und auf einmal sind da zwei Leichenumrisse... Das kann einen Kriminalkommissar bei der Beweisaufnahme schon mal ganz schön verwirren! ;-)

  • Fächerübergreifend

#JeSuisCharlie: Une chanson de Grand Corps Malade

Unterrichtseinheit

In dieser Kurzeinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand eines Liedes des Rappers "Grand Corps Malade" mit den Terroranschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" auseinander.Unmittelbar nach den Anschlägen auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hat der französische Rapper und Liedschreiber "Grand Corps Malade" seine Gedanken niedergeschrieben und von seinem Kollegen John Mamann musikalisch untermalen lassen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mithilfe des Songs und der Arbeitsmaterialien mit den Terroranschlägen in Frankreich. Gleichzeitig ist das Lied des Rappers besonders geeignet, um das Hörverstehen der Lernenden zu trainieren, da es langsam und verständlich vorgetragen wird. Hörverstehen trainieren Das Lied #JeSuisCharlie ist besonders für Französischanfängerinnen und -anfänger geeignet, um das Hörverstehen zu trainieren. Zudem enthält es viele bekannte oder aus dem Englischen erschließbare Vokabeln. Die Vokabelangaben können individuell an die Leistungsstufe angepasst werden. Der Dreischritt aus activités avant, pendant und après l'écoute folgt gängigen Modellen zum Hörverstehen und soll die Schülerinnen und Schüler etappenweise an das Textverständnis heranführen. Inhalt Inhaltlich gedenkt der Rapper den Opfern der Anschläge und weist darauf hin, dass die Botschaften der Karikaturisten (Pressefreiheit) in die Welt weitergetragen und nicht vergessen werden sollen. Je nach Sprachniveau der Lernenden kann auf den Inhalt des Liedes eingegangen werden. Die Einstiegs- und Abschlußphase erfolgt idealerweise in einer stillen Arbeitsphase, damit die Schülerinnen und Schüler eine gewisse Nähe zu den Ereignisse aufbauen können (falls gewünscht). In der abschließenden Phase können die Lernenden eigene Ideen zum Hashtag #JeSuisCharlie entwickeln, und auf Facebook oder Twitter aktiv werden (fakultativ). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schulen ihr Hörverstehen. beschreiben ein Lied und ein Bild. erweitern ihren Wortschatz. setzen sich mit den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo auseinander (interkulturelles Lernen). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden schrittweise an die Interpretation eines Liedes herangeführt. setzen eigene Tweets auf Twitter (#jesuischarlie) oder Posts auf Facebook zum Thema und erkennen dabei die Reichweite ihrer Einträge (fakultativ). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine eigene Meinung zu den Terroranschlägen von Paris. bauen durch die Inhalte des Liedes eine Nähe zu den Ereignisse auf. kommentieren die Gedanken ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und haben so die Möglichkeit, die eigene Meinung zu überprüfen. Thema #JeSuisCharlie: Une chanson de Grand Corps Malade Autor Alexander Haack Fach Französisch Referenzniveau ab Referenzniveau A - Elementare Sprachverwendung Zeitraum eine Schulstunde (45 Minuten) Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang und Lautsprechern, eventuell Beamer; alternativ: CD, Smartphone oder Tablet Planung Verlaufsplan "Je suis Charlie"

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Unwort des Jahres 2014: "Lügenpresse"

Tool-Tipp

Manche Wörter verwirren, diffamieren und sind einfach unpassend gewählt. Manche Wörter braucht kein Mensch und dennoch finden sie Verwendung. Solche Ausdrücke stehen jedes Jahr zur Wahl als "Unwort des Jahres". Auf den ersten Platz des Jahres 2014 hat es das Wort "Lügenpresse" geschafft.Jedes Jahr wählt eine Jury aus Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern das "Unwort des Jahre". Das Ziel: ein sensiblerer Umgang mit Sprache in der öffentlichen Kommunikation. Viel zu häufig benutzen wir Wörter, ohne die Bedeutung zu hinterfragen. Das Wort "Lügenpresse" war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als "besorgte Bürger" skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen, so die Jury.

  • Deutsch

Cartoon der Woche: Schneemann-Babys

Cartoon

Haben Sie sich auch immer schon gefragt, wo die kleinen Schneemänner herkommen? Unser Cartoon der Woche klärt auf!

  • Fächerübergreifend

Hühnerfleisch für Afrika: Der globale Handel und die Folgen

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in dieser Unterrichtseinheit mit den negativen Auswirkungen des Hühnerfleischexports und suchen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten. Gleichzeitig setzen sich die Jugendlichen kritisch mit ihrer Rolle als Verbraucherinnen und Verbraucher auseinander und erarbeiten Ursachen und Folgen des globalen Geflügelhandels. Seit die Deutschen immer mehr auf ihre Ernährung und den Fettgehalt ihres Essens achten, werden nirgendwo so viele Hähnchenbrüste gegessen wie in der Bundesrepublik. Doch was geschieht eigentlich mit den Resten des Huhns? Dieser Frage gehen die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtsreihe nach. Jugendliche befassen sich zumeist eher wenig mit den Folgen ihres Essverhaltens, dennoch tragen auch sie als Verbraucherinnen und Verbraucher wesentlich zur Entstehung von Trends bei. Die Unterrichtseinheit führt die Schülerinnen und Schüler an die Problematik unserer Essgewohnheiten und dem damit verbundenen Export von Hühnerresten heran. Die Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler das Thema weitgehend selbstständig erarbeiten. Bei den einzelnen Aufgaben wird darauf geachtet, dass sie einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen haben und sie die Lernenden als Verbraucherinnen und Verbraucher ansprechen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, sich über die Ursachen und Folgen des Hühnerfleischexportes zu informieren, diese Informationen kritisch zu beleuchten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich kritisch mit unterschiedlichen Standpunkten auseinanderzusetzen. bilden sich eine eigene Meinung. setzen sich selbstständig mit einem komplexen Thema auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig im Internet. lernen, unterschiedliche Webseiten kritisch zu analysieren und deren Inhalte zu hinterfragen. drehen gemeinsam einen Film. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Standpunkte kennen und argumentativ zu vertreten. arbeiten im Team. erkennen ihre eigene Verantwortung bezüglich des Themas. hinterfragen ihr eigenes Verhalten. analysieren ihr Diskussionsverhalten.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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