MELENCOLIA I - Dürers geometrische Offenbarung

Dürers Kupferstich MELENCOLIA I von 1514 gilt als „mathematischste“ Arbeit des Renaissancekünstlers. Vielfach wird in Besprechungen des Werks das darin enthaltene Magische Quadrat in den Vordergrund gestellt. Beeindruckender aber ist die bis ins Detail gehende geometrische Planung der Graphik im Dienst zunächst verborgener weltanschaulicher und autobiografischer Aussagen.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I
  • 4-5 Unterrichtsstunden
  • Recherche-Auftrag, Video, Arbeitsblatt
  • 5 Arbeitsmaterialien

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Schon die Meraner Reformvorschläge (1905) nennen als anzustrebendes Ziel des Mathematikunterrichts "...endlich und vor allem die Einsicht in die Bedeutung der Mathematik für die moderne Kultur überhaupt." In den "Bildungsstandards im Fach Mathematik für den Mittleren Schulabschluss" (BLK-Beschluss vom 4.12.2003) ist zu lesen: "Mathematikunterricht ... ermöglicht ... folgende Grunderfahrungen: technische, natürliche, soziale und kulturelle Erscheinungen und Vorgänge mit Hilfe der Mathematik wahrnehmen, verstehen und unter Nutzung mathematischer Gesichtspunkte beurteilen". Die hier vorgeschlagene Unterrichtseinheit gibt Gelegenheit, eine solche Grunderfahrung am Beispiel eines Künstlers aufzunehmen, der sich selbst mindestens ebenso sehr als Mathematiker wie als Maler betrachtete. Von Dürer stammt übrigens auch das erste deutschsprachige Mathematikbuch.

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Vermittelte Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen, wie Dürer mit geometrischen Methoden (Streckenhalbierung, Diagonalen, Goldenes Rechteck, Goldener Schnitt, Zentralperspektive) den Bildaufbau in MELENCOLIA I konzipiert hat.
  • analysieren, wie er durch Anordnen bildwichtiger Elemente auf Geraden weltanschauliche und auf sich selbst bezogene Aussagen formuliert hat.
  • ziehen geometrische Konstruktionsmethoden, die in MELENCOLIA I angewendet wurden, nach.

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Autor

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Rolf Monnerjahn

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