Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Bild vom Eifelturm in Paris
Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Une carte postale de Paris: Diese Unterrichtseinheit reaktiviert und vertieft den Wortschatz zum Thema Urlaub und bereitet die Lernenden gezielt auf das Verfassen und Überarbeiten von Texten vor.

Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

Black lives matter Demonstration
Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

In dieser Oberstundeneinheit erkunden Lernende den strukturellen Rassismus in den USA durch eine Folge der Netflix-Serie "Explained". Ideal für verschiedene Lernniveaus!

Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Frau am Handy
Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Die Unterrichtseinheit fördert die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Social-Media-Verhalten und sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
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Modernes Fremdsprachenlernen mit Web 2.0-Anwendungen

Fachartikel

Englischunterricht und Fremdsprachenunterricht allgemein kann mit Werkzeugen des Online-Lernens so richtig interaktiv werden und Spaß machen: Blog und Wiki, Pod- und Videocast, game-based Vocabulary und Grammar Learning motivieren nicht nur Auszubildende der Glastechnik und Glasgestaltung. Weg von der passiven Medienrezeption, hin zu aktiver Mediengestaltung - das ist das Motto des Online-Lehr-Lernprogramms "English for Glass Professionals". Die Zielgruppe: Auszubildende, die eine Fachoberschulreife oder eine Fachhochschulreife anstreben in der Landesberufsschule (FOR) sowie der Berufsfachschule für Glastechnik und Glasgestaltung (FOR und FHR). Die Online-Werkzeuge sind aber flexibel und können vom beruflichen Kontext der Ausbildung problemlos auf andere inhaltliche Kontexte transferiert werden, ob allgemeinbildend oder berufsbildend.

  • Englisch / DaF / DaZ / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch

Potenziale von Audio-Podcasts

Fachartikel

Das Audio-Podcast gewinnt als eine von Sendezeiten unabhängige akustische Informationsquelle an Bedeutung und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung im Unterricht. Wurden bis vor zehn Jahren Informationen hauptsächlich aus Büchern, Radio, Zeitungen und dem Fernsehen gewonnen, so ergänzen und ersetzen die verschiedenen Varianten des sogenannten Web 2.0 die bisherigen Informationsquellen. Seit 2004 spielen bei der Informationsübermittlung auch Podcasts eine Rolle. Bis zum heutigen Tag haben sie sich rasant verbreitet und halten unlängst Einzug in Bildungseinrichtungen. So können beispielsweise Vorträge und Vorlesungen an einigen Universitäten als Audio-Podcasts auf den heimischen Computer heruntergeladen beziehungsweise online abgespielt werden. Bezogen auf die Unterrichtsgestaltung an Schulen scheint das Podcast immer noch weitgehend ein Fremdwort zu sein, dessen Potenziale bisher nicht ausgeschöpft werden. Podcasts im Unterricht Die einfache Handhabung und die vielfältigen Möglichkeiten des Audio-Podcasts machen es zu einem idealen Medium für den Unterricht und können für viele Fächer neue Perspektiven eröffnen: Zum einen durch die Nutzung des reichhaltigen Angebots vorhandener Audiodateien mit aktuellem Inhalt, zum anderen durch die eigenständige Erstellung von Podcasts, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, Unterrichtsthemen aktiv und kreativ zu erarbeiten und darzustellen. Die selbst produzierten Podcasts können auch an andere Klassen weitergegeben oder veröffentlicht werden. Nutzung bestehender Podcasts Förderung des verstehenden Hörens Audio-Podcasts können auf vielfältige Weise im Unterricht eingesetzt werden und bieten zudem eine willkommene Abwechslung. So können Podcasts beispielsweise in verschiedenen Unterrichtsphasen genutzt werden, wie etwa als Unterrichtseinstieg zu einem aktuellen Thema. Hierbei wird das Hörverständnis der Schülerinnen und Schüler geschult. Die Erfahrung zeigt, dass einige Lernende selbst nach dem wiederholten Hören eines auditiven Beitrags Schwierigkeiten haben, die wichtigsten Inhalte des Hörstücks wiederzugeben. Ein konkret formulierter Hörauftrag kann hier als Hilfestellung notwendig werden. Allein diese Tatsache unterstreicht die Notwendigkeit und Bedeutung einer verstärkten Einbindung von Audio-Podcasts in den Unterricht. Eine Vielzahl von aktuellen und kostenlosen Angeboten Darüber hinaus eignen sich Audio-Podcasts für das fächerübergreifende Lernen. Ein Beispiel für die Verzahnung mit anderen Fächern wäre der Einstieg in das Themengebiet "Beschaffung" mittels einer telefonischen Kundenanfrage in englischer Sprache. Im Internet findet sich eine Vielzahl an Podcasts, die für den Unterricht interessant sind. Sowohl Privatpersonen als auch Zeitungsverlage und Radiosender bieten unzählige kostenlose und aktuelle für den Unterricht verwertbare Podcasts an. Auch verschiedene Podcastportale helfen das unüberschaubare Angebot an Podcasts kategorisiert darzustellen. Die Erstellung von Podcasts Ein- und mehrdimensionale Podcasts Bei der Erstellung von Audio-Podcasts kann zwischen ein- und mehrdimensionalen (Audio-Blogging) Podcasts unterschieden werden. Eindimensionale Podcasts werden nur von einer Person erstellt und aktualisiert. Sie eignen sich zum Beispiel zur Präsentation von Arbeitsergebnissen. Mehrdimensionale Podcasts sind interakiv geführte Podcasts, bei denen mehrere Personen gemeinsam Inhalte online stellen wie bei einer Online-Diskussion. Die Erstellung von Audiodateien im Schulunterricht ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Weil diese sich von Schule zu Schule unterscheiden, sind einige Dinge im Vorfeld zu bedenken und abzuklären. Checkliste zur Podcasterstellung Die folgende Checkliste für Lehrerinnen und Lehrer spricht zentrale Punkte der Unterrichtsplanung an: Überlegungen im Vorfeld Gibt es Kolleginnen und Kollegen, die mich unterstützen könnten? Wie viel Zeit soll die Unterrichtseinheit beanspruchen? Ist die Zeitplanung realistisch? Sind die technischen Voraussetzungen vorhanden (Computer, Software, Mikrofon, Lautsprecher, Kopfhörer, eventuell Beamer)? Funktioniert die Aufnahme an allen Schülerrechnern? Kenne ich mich mit den Zugangsberechtigungen (Internet, Verzeichnis) am PC aus? Steht ein PC-Raum für die geplante Zeit zur Verfügung? Beherrsche ich die Aufnahme-Technik? Habe ich Literatur zu den Sendeformen im Radio/Podcast? Habe ich die folgenden Arbeitsschritte bei der Produktion von Podcasts mit Schülerinnen und Schülern berücksichtigt? Arbeitsschritte bei der Produktion von Podcasts mit Lerngruppen Themenfindung vertrautmachen mit der Aufnahmetechnik (Audioeditor) Probeaufnahme Recherche und Auswahl des Materials Texte schreiben falls Audiodateien veröffentlicht werden: Hinweis auf Urheber- und Nutzungsrechte Aufnahme und Bearbeitung Evaluation der Hörstücke Veröffentlichung im Intranet, Internet, Radio Bei der Erstellung von Podcasts werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt. So könnte etwa eine Betriebsbesichtigung (Podtour) vertont oder ein Hörspiel aufgenommen werden. Natürlich liegt es bei der "Verpackung von Wissensinhalten" immer nahe, sich an die üblichen Sendeformen des Radios anzulehnen. Ist das "Produkt" Podcast erst einmal erstellt, so kann es vielfältig verwendet werden. Beispielsweise könnten die Schülerpodcasts für den Unterricht in anderen Klassen verwendet oder im Internet veröffentlicht werden. Chancen und Risiken Ein Überblick über die neuen Möglichkeiten und die eventuellen Einschränkungen der Podcast-Nutzung: Die Frage des Mehrwerts in der Nutzung Neuer Medien Prinzipiell gelten viele der für die Neue Medien allgemein bekannten Chancen und Risiken auch für Podcasts. So haben Schülerinnen und Schüler unter anderem Spaß im Umgang mit Neuen Medien und arbeiten daher motivierter und engagierter im Unterricht mit. Andererseits gibt es beispielsweise kritisch anzumerken, dass durch den Einsatz von Neuen Medien die Gefahr besteht, dass die Unterrichtszeit nicht effektiv genutzt wird und kein Mehrwert im Vergleich zum konventionellen Unterricht geschaffen wird. Die besondere Qualität von Audio-Podcasts Das Besondere an Audio-Podcasts ist, dass sie das konzentrierte Zuhören fördern und zudem in einfacher Weise weitergegeben und verbreitet werden können. Dementsprechend können sie bei der Veröffentlichung im Internet, losgelöst von einem bestimmten Ort und einer bestimmten Zeit, abgerufen und verwendet werden. Gerade diese Flexibilität und Variabilität ist für den berufsbildenden Unterricht von besonderer Bedeutung, da die Lernenden mehrere Lernorte haben. Noch mehr Vorteile bietet der Einsatz von selbst erstellten Podcasts im Schulunterricht, denn sie erhöhen die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler, erweitern die Medienkompetenz, bieten Möglichkeiten Medien kritisch zu hinterfragen, fördern die Kooperationsfähigkeit der Lernenden untereinander, können selbstgesteuertes Lernen initiieren, bieten vielfältige Ansatzpunkte für fächerübergreifendes Lernen und öffnen die Schule nach außen, wenn die Ergebnisse beispielsweise im Internet veröffentlicht werden. Fazit Sicherlich wird für die Erstellung von Podcasts zunächst viel Zeit benötigt, vor allem weil die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem neuen Medium und der Aufnahmetechnik erst einüben müssen. Sind diese Schwierigkeiten aber erst überwunden, überwiegen die oben erwähnten Vorteile. Bei der Veröffentlichung selbst erstellter Podcasts muss beachtet werden, dass bei der Einbindung von fremdem Material in auditiver und schriftlicher Form in das selbst erstellte Podcast keine Urheber- und Eigentumsrechte verletzt werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Englisch / Mathematik / Rechnen & Logik / Pädagogik

eTwinning: The two wooden dolls' project

Unterrichtseinheit

Die "Storyline Methode" mit imaginären Schülerinnen und Schülern kommt in diesem Projekt zum Einsatz: Zwei hölzerne Puppen beginnen ein neues imaginäres Leben in Deutschland (Berlin) und Schweden (Stockholm). Dort beziehen sie mit ihrer Familie eine neue Wohnung, besuchen den jeweiligen Unterricht und berichten darüber.Schlüsselwörter für das Projekt und seine Zielsetzungen sind das aktive Lernen und die Reflexion: Aktiv lernen die Schülerinnen und Schüler, indem sie nützliche Informationen über ihr neues Heimatland erlernen (Was essen junge Leute zum Frühstück und Abendessen, was kaufen sie, welche Musik hören sie ...). Sie reflektieren, indem sie Erfahrungen und Gefühle bei unterschiedlichen Themen ausdrücken (Wie sich das Leben in ihrer Familie ändert, nachdem sie ihre Heimatländer verlassen haben, wie es in der Schule mit ihren neuen Klassenkameraden geht). Die beiden hölzernen Puppen werden als Kommunikationsmittel verwendet. Denn es ist anzunehmen, dass es den Projektteilnehmern durch die Puppen leichter fallen wird, über ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle bei unterschiedlichen Themen zu berichten und sich zu öffnen, ohne zu viel von ihrem Leben aufdecken zu müssen. Die Projektteilnehmer Am Projekt nehmen eine 4. Klasse (Alter der Lernenden: 10 Jahre) der Siegerland-Grundschule aus Berlin und Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 (Alter 12-16) der neunjährigen obligatorischen Schule Hässelbygårdsskolan in Hässelby, Stockholm, Schweden, teil. Alle schwedischen Projektteilnehmenden kommen aus vorbereitenden Klassen und sind nicht-schwedischer Herkunft. Sie sind erst seit kurzer Zeit im Land. Sie sprechen sehr wenig schwedisch, sollen aber in einem oder zwei Jahren - oder sobald es möglich für sie ist - auf schwedisch unterrichtet werden. Die teilnehmende Klasse aus Deutschland besteht zu 90 Prozent aus Kindern nichtdeutscher Herkunft (meist Migrantenfamilien). Unterrichtliche Anbindung des Projekts Das "Wooden Dolls Projekt" ist in der schwedischen Klasse in die Fächer Kunst und Englisch integriert, während es in der deutschen Klasse fächerübergreifend durchgeführt wird. Da Englisch die Projektsprache ist, wird es auch von der Englischkollegin unterstützt. Projektablauf und Anmerkungen Einzelheiten zum Projektablauf finden Sie hier. Übergeordnete Lernziele Die Schülerinnen und Schüler reflektieren eigene Erfahrungen in einem fremden Land. vergleich ihre Erfahrungen: Andere Wurzeln zu haben und anders zu sein, soll erlebbar werden. entdecken Werte und Normen, die sich bilden und festigen sollen. lernen, ihre Gefühle zu artikulieren. Fachbezogene Lernziele Die Schülerinnen und Schüler üben das sinnentnehmende Lesen englischer Texte. erweitern ihren englischen Wortschatz. verfassen Texte in Briefform. finden Themenschwerpunkte, mit denen sie sich in Gruppen auseinandersetzen wollen. schlagen ihren Partnerklassen diese Themenschwerpunkte vor. arbeiten Texte zielgruppengerecht auf. Ziele im Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen Internetrecherchen durch. pflegen E-Mail-Kontakte. nutzen einschlägige Software (PowerPoint, Paint, PaintShop Pro, Pinnacle). dokumentieren die eigene Arbeit mit Digitalkamera und Videokamera. gehen mit Bildbearbeitungsprogrammen um. erstellen Beiträge für die Projekthomepage. Handlungsorientiertes Lernen Die Schülerinnen und Schüler erwerben durch den projektorientierten, fächerübergreifenden thematischen Ansatz vielschichtige Handlungskompetenzen. Die Erweiterung der Handlungskompetenz ist Ziel jedes Rahmenlehrplans. Sie erweitern durch eine Wertediskussion und durch die Projektarbeit ihre Sozialkompetenz. Durch Internetrecherchen im sachkundlichen und muttersprachlichen Bereich erlangen sie Fachkompetenz und durch die fremdsprachliche Auseinandersetzung erweitern sie ihre Sprachkompetenz. Soziale Kompetenzen ausbauen Indem sie sehen, dass ähnliche Themen und Problemstellungen in ihrer Partnerklasse relevant sind, wird ein Bewusstsein von möglichen Gemeinsamkeiten und eine Akzeptanz von unterschiedlichen Sichtweisen geschaffen. Die gemeinsame Homepage, in der die Arbeitsergebnisse präsentiert werden und verglichen werden können, soll die Schülerinnen und Schüler herausfordern, sich langfristig mit der Thematik auseinander zu setzen. Arbeit mit digitalen Medien Durch die Einbindung und intensive Nutzung der IT-Medien kommunizieren die Lernenden und die Lehrenden untereinander. Die Puppen werden digital fotografiert und mithilfe von PaintShop Pro 8 und von Animation Shop bearbeitet. E-Mail und Arbeitsplattform Über E-Mail und den Twin Space werden Arbeitsergebnisse, Teil- und Zwischenergebnisse, Kommentare und Erklärungen versendet oder können downgeloadet werden. Zu den verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten des Projektes werden kleine PowerPoint-Präsentationen erstellt, die in den Partnerschulen gezeigt werden. Häufig ergeben sich daraus Fragen, die in einem Brief per E-Mail gestellt und beantwortet werden. Kommunikation und Kooperation Die Projektteilnehmenden arbeiten in Gruppen zusammen. Um eine gemeinsame Basis des Verstehens zu schaffen, wurde Englisch als Arbeitssprache innerhalb des Projektes gewählt. Zur Erweiterung des Wortschatzes werden englische Satzbausteine und Wörterlisten eingesetzt. Ergebnisse und Nutzen Während des gesamten Projektes besteht eine starke Motivation der Schülerinnen und Schüler, die sich auch in außerschulische Bereiche erstreckt. So erarbeiten die Kinder auch zu Hause Texte und besorgen sich über das Internet oder aus der Bücherei Informationen. Sie fotografieren und nutzen die Bildbearbeitungsprogramme. Die Gemeinschaft wird gestärkt, da sich alle Kinder auf ihre Weise einbringen können. Von ähnlichen Erfahrungen berichtet die Kollegin der Partnerklasse. Motivation und Nachhaltigkeit Diese Motivation ermöglicht die Umsetzung des gemeinsamen Projektziels. Die Schülerinnen und Schüler werden zur Reflexion angeregt, das Selbstwertgefühl wird gestärkt und Vorurteile werden abgebaut. Stimmung Das Projekt bietet den Lehrkräften eine Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler besser kennen zu lernen. Es ist spannend, die Kinder zu beobachten und ihre Reaktionen und Veränderungen wahrzunehmen. Durch die Veröffentlichung der Projektergebnisse wird ein breites Interesse der Lehrerschaft und der Eltern der Schule erreicht. Durch die verschiedenen Kommunikationsmittel wird der kulturelle Austausch lebendig. Ablauf des Projekts Das Unterrichtsprojekt ist recht flexibel umsetzbar. Es kommt halbjahresbegleitend zum Einsatz. Gemäß dem Unterrichtablauf kann man den Projektablauf in vier Phasen beschreiben: Hinführung Erstellung von Zeitplan und Steckbrief zur Puppe Erarbeitung Erstellung der themenspezifischen PowerPoint-Präsentationen Vertiefung Reflexion zu den Präsentationen in Briefform: E-Mail-Austausch Vertiefung Erstellung der Homepage Neben einer umfangreichen Wortschatzarbeit steht das Präsentieren eigener Ergebnisse im Zentrum des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen sollen sich zu folgenden Themenfeldern austauschen und eigene Präsentationen erstellen: Arriving in a new country School Friends and family Food Shopping Spare time Fortsetzung Das Projekt war im Ansatz erst für drei Monate einschließlich sechs Themen geplant. Aufgrund der starken Motivation der Schülerinnen und Schüler beider Schulen wird entschieden, das Projekt mit neuen Themen nach den Sommerferien fortzusetzen. Weitere Möglichkeiten In Zukunft sollen sich die Schülerinnen und Schüler von den Puppen lösen. Sie sollen zwar weiter Präsentationen erstellen, aber die Rückmeldungen unmittelbar in einem Blog austauschen. Dieser soll die bisherigen Briefe ersetzen. Möglich ist auch die Erarbeitung eines gemeinsamen Theaterstücks, in dem Migration und interkulturelles Lernen den Inhalt bestimmen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Virginia Tech Shootings

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Virginia Tech Shootings" fokussiert das Massaker an der Technischen Hochschule von Blacksburg/Virginia (Virginia Tech) am 16. April 2007. Ein koreanischer Student tötete dort 32 Menschen und beging anschließend Selbstmord.Durch die Zusammenfassung und Analyse von Artikeln, Audio- und Videodokumenten aus dem Internet informieren sich die Schülerinnen und Schüler über dieses Massaker. Die Lernenden führen im Anschluss daran eine Debatte über Gewalt, Gewaltbereitschaft und die amerikanischen Waffengesetze durch und sollen Lösungsvorschläge zur Gewaltprävention erstellen. Vorgehensweise In wechselnden Kleingruppen suchen die Schülerinnen und Schüler englischsprachige Websites auf und suchen nach Informationen zu den Virginia Tech Shootings. In der Datei "virginia-tech_arbeitsauftraege.rtf" finden sie Links zu englischsprachigen Internetressourcen und die dazugehörigen Arbeitsaufträge. Je nach Vorkenntnissen wird zur Ergebnissicherung entweder eine PowerPoint-Präsentation oder eine Word-Datei erstellt. Daran schließt sich eine Diskussion an, die als Ergebnis wiederum eine Liste von Präventionsmaßnahmen liefert. Arbeitsaufträge Eine Übersicht über alle Arbeitsaufträge begleitet die Lernenden durch diese Sequenz. Sie beinhaltet Aufgaben für die Arbeit mit Primärquellen wie Audios oder Videos sowie Links zu journalistischen Texten, deren zentrale Inhalte wiedergegeben werden sollen. Die Arbeitsaufträge können von Ihnen natürlich gekürzt oder erweitert werden. So lässt sich die Aufgabenseite leicht an Ihre Lerngruppe anpassen. Erstellen Sie dann aus diesen Texten eine Homepage oder geben Sie sie Arbeitsaufträge als Datei (in der Dateiablage des virtuellen Klassenraums) aus. Ergebnis Nach Erarbeitung und Präsentation sollen die Lernenden Ideen zur Gewaltprävention formulieren. Die Ideen werden gesammelt und in der Zielsprache ausformuliert. Ein Ranking wird erstellt und die am häufigsten genannten Punkte werden der Schulleitung als Anregung zum Schutz der eigenen Schule übermittelt.Die Schülerinnen und Schüler besuchen in arbeitsteiliger Gruppenarbeit englischsprachige Websites und navigieren in diesen autonom. generieren Informationen und erstellen eine Ergebnispräsentation etwa in Form einer PowerPoint-Folie oder einer Word-Datei und führen diese durch. führen eine Debatte über das Thema Gewalt und die amerikanischen Waffengesetze. formulieren auf Basis der selbst erarbeiteten Ergebnisse Präventionsvorschläge.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Schnupperkurs Katalanisch

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Spanischkenntnissen, am besten in der Oberstufe. Sie verschaffen sich über kleine Übungen einen ersten Eindruck von der katalanischen Sprache. Über die Arbeit mit kurzen und alltäglichen Dialogen erfahren die Jugendlichen schnell sprachliche Erfolgserlebnisse: Ziel der Doppelstunde ist es, sich im Forum eines Katalanenvereins vorzustellen. Auf dem Weg dorthin erkennen die Lernenden über ihre ersten Vorstellungsdialoge sowie durch Vokabelvergleiche die Nähe des Katalanischen zum Spanischen. Dabei arbeiten sie in verschiedenen Gruppenkonstellationen auch mit dem Internet. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einer Mischung aus Internetrecherche und "klassischem" Unterricht auf der Basis von Arbeitsblättern zu den ersten Dialogen in katalanischer Sprache begleitet. Die erste Aufgabe (Webrecherche zum Einstieg) und die abschließende Übung (Eintragen in einem Forum) können auch außerhalb des normalen Unterrichts stattfinden, etwa in Form von vor- und nachbereitenden Hausaufgaben. Ablauf der Doppelstunde Der Schnupperkurs Katalanisch wird durch Arbeitsmaterialien strukturiert. Sie können den Lernenden digital oder als Ausdrucke zur Verfügung gestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine erste übersichtliche Einführung in die katalanische Sprache bekommen. interlinguistische Kenntnisse durch eine weitere, zuvor nicht bekannte romanische Sprache vertiefen. mithilfe von Arbeitsblättern und in Partnerarbeit die wichtigsten Redemittel für eine kurze Vorstellung üben und lernen. die eigene Vorstellung schreiben und diese in ein Forum eintragen. Die Jugendlichen finden sich in Zweierteams zusammen und starten eine Web-Recherche. Die Ergebnisse werden dann im Plenum besprochen. Nun arbeiten die Lernenden allein an einem Arbeitsauftrag. Dann wird im Plenum ein Dialog gelesen. Die Lernenden stellen sich anschließend in Dreierteams einander vor. In dieser Phase begegnen die Schülerinnen und Schüler den katalanischen Zahlen. Sie stellen im Tandem einander vorformulierte Fragen und erkundigen sich gegenseitig nach ihrem Alter. Dabei lernen sie das Verb 'tenir' kennen. Nach einer Zuordnung von Prominentennamen zu ihrem Herkunftsland (eventuell mithilfe einer kleinen Webrecherche) formulieren die Lernenden in Tandems, woher sie selbst stammen. Über eine Visitenkarte nähern sich die Lernenden nun der Angabe der eigenen Adresse an. Dann erproben sie das Gelernte im Tandem. Nun haben die Lernenden Gelegenheit, sich in einem katalanischsprachigen Forum vorzustellen. Aus Datenschutzgründen sollten sie nicht die vollständigen Namen und die vollständigen Adressdaten preisgeben.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Ovids "Ars amatoria" – Hot Potatoes als Übersetzungshilfe

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird das Programm "Hot Potatoes" als Übersetzungshilfe für Ovids "Ars amatoria" genutzt. Vielen ist "Hot Potatoes" zur Erstellung von interaktiven Lernmaterialien bekannt, beispielsweise zur Überprüfung von Vokabeln und grammatischen Formen. Mit diesem Unterrichtsprojekt ist ein weiterer Schritt der Programmnutzung gemacht und eine neue Dimension für die Anwendung von Hot Potatoes ist eröffnet: Hot Potatoes als Hilfe im komplexen Übersetzungsprozess. Die fünf Module von Hot Potatoes (Kreuzworträtsel, Multiple Choice, "Wortsalat", Zuordnung, Lückentext) können als Vorbereitungsübungen für Klassenarbeiten und Vokabel- und Formentests eingesetzt werden. Die Übungen und Materialien dienen der Steigerung der elementaren Kompetenzen im Bereich "Abfragbares Grundwissen" und schaffen somit die Grundlagen für das erfolgreiche Erschließen und Übersetzen von Texten. Ovids "Ars amatoria" eignet sich sehr gut zur Nutzung des Programms, weshalb der Autor die Übersetzungsarbeit der Texteinheit "Anmache im Circus" (ars amatoria 1, 135-148) teilweise mit Hot Potatoes gestaltet hat: Dabei ist zweimal das Modul "Kurzantworten" eingesetzt worden, um Verb- und Adjektivformen zu bestimmen und von Letzteren die passenden Bezugswörter zu suchen. Mit dem Modul "Multiple Choice" wird das inhaltliche Textverständnis der Lerngruppe überprüft. Formen bestimmen, überprüfen, übersetzen Bei ihrer Übersetzungsarbeit werden die Schülerinnen und Schüler durch die beiden Übungen zur Verb- und Adjektivbestimmung unterstützt: Jede Verb- und jede Adjektivform des Textes muss bestimmt werden. Haben die Lernenden diese Annäherung an den Text abgeschlossen, können sie selbstständig mithilfe des Multiple Choice-Quiz ihr erstes Textverständnis überprüfen. Nach diesen Stationen des Übersetzungsprozesses wird im Unterrichtsgespräch gemeinsam eine Übersetzung erstellt. Anmerkungen zum Unterrichtsmaterial und zur Methodik Hier finden Sie Hinweise zum Einsatz der Hot Potatoes-Übungen und Erläuterungen zu ihrem methodisch-didaktischen Potenzial. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Elemente der transphrastischen Methode der Texterschließung kennen, vertiefen diese und üben sie ein. suchen und bestimmen alle Verbformen des Textes als wichtige Informationsträger. erkennen die für lateinisch-poetische Texte typische Wortsperrung (Hyperbaton) des Substantivs und des dazugehörigen Adjektivs. kommen zu einem ersten Textverständnis als Grundlage für eine formulierte Übersetzung. formulieren aufgrund dieses ersten Textverständnisses in einem weiteren Unterrichtsschritt leichter eine Übersetzung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler machen die Erfahrung, dass der Computer und das Internet auch als Hilfe zur Texterschließung effizient eingesetzt werden können. kommen durch das gezielte Anwenden der interaktiven Elemente des Programms möglichst selbstständig zu einem Vorverständnis des Textinhaltes. überprüfen gerade durch die Multiple Choice-Aufgabe ihr erstes Textverständnis. tauschen in Partnerarbeit die jeweiligen Kenntnisse und Fähigkeiten aus, ergänzen und erweitern sie. Textgrundlage Den Lernenden wird der Text mit sehr umfangreichen Hilfen (poetische Sprache!) als Dokument auf der Internetseite, aber auch in der ausgedruckten Version (für Notizen und für diejenigen Lernenden, die zu Hause keinen Zugriff auf das Internet haben) zur Verfügung gestellt. Um die häufigen Wechsel zwischen Textseite und Hot Potatoes-Seite zu reduzieren, steht der Text (allerdings ohne Hilfen) auch auf der Hot Potatoes-Materialienseite bereit. Vorstellung der Materialien Die Schülerinnen und Schüler besuchen in Zweierteams die Website, mit der sie arbeiten sollen. Zur Sequenz "Anmache im Circus Maximus" liegt auf der Website das folgende Material bereit: Text mit Hilfen Hier steht der Text mit Vokabel- und Übersetzungshilfen zur Verfügung. Verben bestimmen Bei der Hot Potatoes-Übung müssen alle Verben des Abschnitts bestimmt werden. Adjektive bestimmen Die Lernenden sollen in dieser Übung alle Adjektive mit den entsprechenden Bezugswörtern auflisten und bestimmen. Begriffe bestimmen Mit diesem Multiple Choice-Quiz werden der Inhalt des Textes abgefragt und das Textverständnis überprüft. Muster zur Formbestimmung beachten Es empfiehlt sich ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Formenbezeichnungen genau nach dem im Vorspann beschriebenen Muster eingegeben werden. Das Programm erkennt nämlich alle Lösungen als falsch, die nicht nach dem vorgegebenen Muster eingeben werden. Alle Ergebnisse sollen auch auf einem Arbeitsblatt notiert werden, damit sie den Lernenden unabhängig vom Computer zur Verfügung stehen. Online-Materialien mit Feedback-Funktion Das interaktive Element der Hot Potatoes-Materialien besteht darin, dass den Lernenden nach dem Klick auf den Button "Überprüfen" ein Feedback gegeben wird: Entweder ist die Antwort richtig oder der fehlerhafte Teil der Antwort wird markiert, so dass sofort zu erkennen ist, wo der Fehler steckt. Reicht auch dieser Hinweis nicht für die Korrektur aus, kann mit dem "Hilfe"-Button die richtige Lösung schrittweise angezeigt werden. Die in das Programm integrierte prozentuale Punktezählung für richtige und falsche Antworten sorgt dafür, dass nicht leichtfertig auf den "Hilfe"-Button geklickt wird, da dies mit Punktabzug bestraft wird. Übrigens drückt sich in diesem Punktesystem der Wettbewerbscharakter aus ("Möglichst viele Punkte erzielen"). Lernkontrolle auch zu Hause Die selbstständige Arbeit kann zu Hause am eigenen Computer als Hausaufgabe fortgesetzt werden, da die Materialien auf einer Webseite zur Verfügung stehen. Die Lernenden ohne Internetanschluss fertigen die Hausaufgabe auf dem Arbeitsblatt an und überprüfen in der nächsten Stunde ihre Ergebnisse im Internet. Aktive und individuelle Lernprozesse Der methodische Vorteil des Arbeitens am Computer im Vergleich zum Unterrichtsgespräch besteht darin, dass alle Lernenden in den Arbeits- und Lernprozess eingebunden sind und durch die Interaktivität zu einem positiven Ergebnis kommen können. Lehrerrolle: Helfer im Hintergrund und Moderator der gemeinsamen Übersetzung Die Lehrperson steht während der Phase der selbstständigen Arbeit für Fragen (vor allem der leistungsschwächeren Lernenden) zur Verfügung und agiert im Klassenplenum erst wieder bei der abschließend gemeinsam formulierten Übersetzung. Lehrkräfte, die sich im Umgang mit Hot Potatoes noch nicht sicher fühlen oder die Handhabung erst noch lernen müssen, finden in der Rubrik "Zusatzinformationen" Verweise auf Anleitungen zum Programm.

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der interaktive Fortsetzungsroman: "Die B@nde"

Unterrichtseinheit

Im Rahmen eines Leseprojektes mit digitalen Medien entwickeln Schülerinnen und Schüler einer Förderschule für Sprache einen interaktiven Fortsetzungsroman von Kindern für Kinder mit dem Titel: "Die B@nde und der geheimnisvolle Dieb". Erzählt wird die spannende Geschichte von "Kucku", einem gewitzten Papagei, der von einem ominösen Dieb entführt wird. Mit Geschick, Fantasie und guter Zusammenarbeit gelingt es der Schulklasse an der Erich Kästner-Schule in Paderborn, den Fall zu lösen (Emil und die Detektive lassen ein wenig grüßen). Leseförderung, insbesondere der Bereich des sinnentnehmenden Lesens, ist für sprachentwicklungsverzögerte Kinder, die nach Regelschul-Richtlinien lernen, von zentraler Bedeutung. Alle Kinder der Klasse lesen verhältnismäßig gerne, wenn auch zumeist wenig ausdauernd. Zur Steigerung der Lesemotivation wird das Interesse der Kinder an Abenteuergeschichten genutzt. Der Einsatz neuer Medien regt durch das große Potential an Interaktionsmöglichkeiten zum Mitmachen an. Unterrichtsverlauf Von der Planung zum fertigen Online-Roman: Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie sich das Projekt im Unterricht umsetzten lässt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einem Themenbereich / Wortfeld neue Begriffe kennen lernen beziehungsweise festigen. Grundzüge einer Geschichte unter Anleitung erarbeiten. Texte überarbeiten (Schreibkonferenzen). Dialoge formulieren und in Partner- beziehungsweise Gruppenarbeit aufnehmen. Texte mit Bildern und Grafiken ausgestalten. im Sinn erfassenden Lesen gefördert werden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Texte in einem HTML-Editor (zum Beispiel Frontpage) am Computer schreiben und überarbeiten. Grafiken in einen Text einfügen. Bilder einscannen und (unter Anleitung) bearbeiten. mit Tabellen Texte formatieren und gestalten. mit dem Windows-Audiorecorder gesprochene Texte aufnehmen und abspeichern. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in Partner- und Gruppenarbeit zusammen arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. gemeinsam planen und gestalten. ihr Expertenwissen an andere weitergeben. selbstständig Informationen einholen. in der Wochenplanarbeit eigenverantwortlich und kooperativ arbeiten. Thema Die B@nde - ein interaktiver Fortsetzungsroman Autor Bernd Beuerbach Fächer Deutsch, Sachunterricht, Kunst, Musik, Sprachförderunterricht Zielgruppe ab der dritten Klasse Zeitraum 11 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Multimedia-Computer (eventuell vernetzt) mit Soundkarte und Headsets; Digitalkamera, Scanner Software: Textverarbeitung; HTML-Editor; Windows-Audiorecorder und / oder Audacity (Freeware), Bildbearbeitungsprogramm, zum Beispiel Irfanview (Freeware) Planung Verlaufsplan "Die B@nde" Steigerung der Lesemotivation Die Kinder sind begeistert von der Idee, selber eine Rolle im Roman spielen zu können. Auch ihre Familienmitglieder oder ihre Haustiere sollen in der Geschichte vorkommen. Diese hohe Identifikationsmöglichkeit dient zur Förderung der Lesemotivation. Um zu klären, wer welche Rolle übernimmt, werden die von der Lehrkraft vorbereiteten Fragebögen ausgeteilt. Als Hausaufgabe beantworten die Mädchen und Jungen die dort formulierten Fragen. Die Wortkarten Im Stuhlkreis wird noch einmal gemeinsam überlegt, wie weiter vorgegangen werden soll (Abb. 1, bitte anklicken). Die ausgefüllten Fragebögen werden besprochen und eventuelle Probleme geklärt. Die Lehrkraft hat Wortkarten zum Themenbereich 'Computer und Internet' vorbereitet. Jedes Kind bekommt zwei Karten. Anschließend werden reihum alle Begriffe erläutert. Die Spielregeln Ein Mädchen oder ein Junge zieht drei Karten. Die Begriffe, die auf diesen Karten stehen, bilden die Grundlage für ein Kapitel, das heißt, diese Begriffe müssen , die restlichen Wörter dürfen , in diesem Teil der Geschichte vorkommen. Dasselbe Kind bestimmt daraufhin ein weiteres Kind, welches als Co-Autor mitarbeitet. Die beiden denken sich zusammen mit der Lehrkraft - unbeobachtet von den Klassenkameraden - die Grundzüge und auch einige Details des ersten Kapitels aus. Das 1. Kapitel wird vorgestellt Die gesammelten Stichpunkte werden ausformuliert und in einen HTML-Editor (zum Beispiel FrontPage) eingegeben (Abb. 2, bitte anklicken). Anschließend wird der zunächst unformatierte und noch nicht bebilderte Text ausgedruckt und auf Diskette gespeichert. Gleich zu Beginn des Vormittags wird das 1. Kapitel der ganzen Klasse vorgelesen. Korrektur durch die Lehrkraft Da der Fortsetzungsroman gut leserlich und verständlich präsentiert werden soll, sind alle damit einverstanden, dass der Text von der Lehrkraft auf Rechtschreibung sowie Syntax und Grammatik überarbeitet wird. Ein Schüler und eine Schülerin entwerfen das 2. Kapitel (Wortkarten zum Thema 'Stadt'). Die beiden Autoren des 1. Kapitels machen passende Fotos und nehmen eine kurze Audiosequenz auf ("Olé, Oléoléolé ..."). Dann erhalten sie eine erste Einweisung in den HTML-Editor. Die Lehrkraft stellt den Schülerinnen und Schülern auf CD gebrannte Fotos, Zeichnungen und Geräusche zur Verfügung. Das 2. Kapitel wird der Klasse vorgelesen. Die nächsten beiden Schulkinder werden die Autoren des 3. Kapitels (Wortkartenthema: 'Wohnung / Haus'). Das zweite Autorenteam macht Fotos. Einer der beiden Autoren übt und spricht einen Satz, der per Audiodatei gespeichert wird (Abb. 3, bitte anklicken). Das 3. Kapitel wird vorgelesen. Das erste Autorenteam gestaltet das 1. Kapitel mit dem HTML-Editor. Zwei Kinder scannen die mittlerweile von allen Schülerinnen und Schülern der Klasse gemalten Bilder vom Papagei Kucku (Abb. 4, bitte anklicken). Ein Bauernhof soll der Schauplatz des 4. Kapitels sein. Ein Schüler, der direkt neben einem Bauernhof lebt und dort viel Zeit verbringt, und sein Freund sind die Autoren. Zuerst sammelt aber die ganze Klasse Begriffe, die zu dem Themenbereich passen: Hühnerstall, Mähdrescher, Wachhund, Kartoffelsack und so weiter. Erneut werden drei Begriffe gezogen und die beiden Autoren ziehen sich zusammen mit der Lehrkraft zurück. Das zweite Autorenteam fügt Zeichnungen, Fotos und Audiodateien in seine Seite (2. Kapitel) ein. Das 4. Kapitel wird vorgelesen. Autorenteam drei gestaltet die Seiten seines Kapitels, die 'Bauernhofgruppe' die des 4. Kapitels mit Fotos und Originaltönen von Bauernhoftieren. Das erste Autorenteam beendet seine Arbeit mit dem HTML-Editor. Zunächst werden wieder Begriffe, dieses Mal zum Thema 'Schule und Pause', gesammelt und ausgelost. Anschließend schreiben zwei Schulkinder mit Unterstützung der Lehrkraft Kapitel 5. Die Autorenteams zwei bis vier arbeiten an ihren jeweiligen Kapiteln (Überarbeiten der Texte, Zuordnen von Bildern, Audioaufnahmen). Kapitel 5 wird vorgelesen. Die beiden Schulkinder des Teams fünf werden in den HTML-Editor eingewiesen. Sie schreiben noch einzelne Passagen um und fügen Bilder und Fotos ein. Währenddessen befassen sich die anderen Schülerinnen und Schüler wieder mit dem Scannen, Verkleinern und Abspeichern von Bildern (Abb. 5, bitte anklicken). Ein Schulkind und die Lehrkraft beginnen mit Überlegungen zum 6. und letzten Kapitel. Der erste Teil des 6. Kapitels wird vorgelesen. Alle Gruppen arbeiten unter Einbeziehung des Computers an der Gestaltung ihrer Seiten. Die Teams fünf und sechs machen Fotoaufnahmen. Alle Kinder imitieren den Papagei Kucku - für die Hörbeispiele auf Kuckus Homepage. Einzelne Schülerinnen und Schüler malen Szenen der Geschichte, die später gescannt und in die Internetseiten eingebaut werden. Am Ende der Doppelstunde führen die Schulkinder eine Internetrecherche zum Thema 'Papageien' durch, deren Ergebnisse sie für die Homepage verwenden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Berufliche Bildung

Soziale Marktwirtschaft im Wandel

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Soziale Marktwirtschaft" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler sich mit Bedingungen für neue Reformen.Die Stellungnahmen von Interessenverbänden und Gewerkschaften sollen in dieser Kurzreihe gegenübergestellt werden. Die Schülergruppe sollte über hinreichendes wirtschaftspolitisches Grundwissen verfügen und die Grundzüge der Sozialen Marktwirtschaft sowie staatliche Mittel der Konjunktursteuerung kennen.Konkret werden hier die Thesen der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", einer von Arbeitgeberverbänden finanzierten Initiative, den strategischen Vorschlägen des DGB zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur Senkung der Arbeitslosigkeit gegenübergestellt. Die Unterrichtseinheit hinterfragt Netzinhalte nach ihrer immanenten Werthaltigkeit, nach Richtigkeit sowie verborgenen Interessen. Die Jugendlichen müssen aus der Wertung der vorgefundenen Inhalte eigene Einschätzungen entwickeln. Durchführung der Unterrichtseinheit "Soziale Marktwirtschaft im Wandel" Die Schülerinnen und Schüler erschließen themenzentriert Positionen unterschiedlicher Interessengruppen aus deren Internetpublikationen. wenden wirtschaftspolitisches Grundwissen auf aktuelle konjunkturpolitische Problemstellungen an. definieren wirtschaftliche und soziale Problemstellungen aus unterschiedlichen Interessenslagen. entwickeln eigene Positionen. Einstieg Um an das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen, nennen diese Inhalte der "Agenda 2010" oder Elemente der Innovationspolitik der jetzigen Bundesregierung. Gleichzeitig entsteht ein Meinungsbild der Klasse zum Thema, das vermutlich noch sehr unpräzise ist. Die Schüler-Statements sollten fixiert werden, da sie am Ende der Reihe sehr gut den Lernfortschritt dokumentieren können. Erarbeitung der Thesen Die Schüler und Schülerinnen sollen einige "Leitartikel" der Website "Chancen für alle - Initiative Soziale Marktwirtschaft" zum Thema "Arbeitsmarkt" lesen und die Hauptthesen herauskristallisieren. Daraus sollen sie die Hypothesen der Autoren für notwendige Maßnahmen, die einen konjunkturellen Aufschwung nach sich ziehen sollen, zusammenstellen und die Argumentation multiperspektivisch betrachten: zunächst aus der Sicht eines Arbeitnehmers, dann aus der Sicht eines Arbeitgebers. Selbstverständlich muss geklärt werden, wer hinter dieser Initiative steht. Erarbeitung der Thesen II Im Anschluss werden die relevanten Texte der betreffenden Gewerkschaftsseite heruntergeladen und mithilfe der Leitfragen des Arbeitsblattes analysiert. Kapitel 2 betrifft die Konjunkturpolitik, Kapitel 3 betrifft die Einkommens- und Arbeitsmarktpolitik. Diese beiden Abschnitte sollten arbeitsteilig je von der Hälfte der Klasse erarbeitet und anschließend präsentiert werden. Vergleich Die Thesen der Initiative werden mit den Forderungen des DGB, "Offensive Strategien für mehr Wachstum und Beschäftigung" verglichen und im Anschluss diskutiert. Einordnung in Parteiprogramm Zur Vertiefung des Themas kann man versuchen, Reformvorschläge noch genauer einzelnen Parteien zuzuordnen. Hierbei stößt man natürlich auf das Phänomen, dass sich die Parteiprogramme der großen Volksparteien so ähnlich sind. Eine selbstständige Internetrecherche der Schüler und Schülerinnen bietet sich hier an. Formulieren einer eigenen Position Schließlich können einige Ihrer Schüler oder Schülerinnen einen Eintrag ins Diskussionsforum der Site vornehmen. UE "Soziale Marktwirtschaft im Wandel" Die Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Wirtschaft, Jahrgangsstufe 13, am Theodor-Heuss-Gymnasium haben die UE gerne durchgearbeitet. Bemängelt wurde, dass Aufgabe 1, Teil 4 ("Am liebsten würde ich bis 70 arbeiten") mit dem angegebenen Text nur schlecht bearbeitbar ist. Wir haben uns entschlossen, dafür einen aktuellen Text über Thumanns gleichlautende Forderung (ebenfalls bei www.chanchenfueralle.de) zu bearbeiten. UE "Soziale Marktwirtschaft im Wandel"

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Ein Kinderreiseführer für unsere Heimatregion

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Kinderreiseführer zu ihrer Heimatregion. Sie erwerben dabei grundlegende Kenntnisse in den Fachgebieten Deutsch, Sachunterricht und Medienkompetenz. "Mir ist langweilig!" lautet eine gängige Kinderklage. In unserer Event- und Mediengesellschaft, die für permanente Unterhaltung sorgt, können viele Kinder mit ihrer Freizeit nichts mehr anfangen. Nicht umsonst steht in etlichen Bundesländern das Thema Freizeitgestaltung im Lehrplan. In der vorliegenden Unterrichtseinheit erstellen Schülerinnen und Schüler einen lokalen Reiseführer. Die Kinder sammeln Ideen für Wochenendausflüge oder Nachmittagsunternehmungen, die sie alleine oder mit den Eltern realisieren können. Dabei bekommen sie nicht nur Zugang zu ihrer heimischen Umgebung und deren Angeboten, sondern erwerben auch wichtiges Basiswissen. Im Rahmen des Projekts wird der Umgang mit den modernen Kommunikationsmedien geschult, die Beschaffung und Auswertung von Informationen geübt sowie das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen gefördert. Für die Recherche nutzen die Kinder unterschiedliche Quellen: Sie befragen Oma und Opa, durchforsten das Internet, schreiben E-Mails und führen Telefongespräche. Anschließend werten sie die Informationen aus, sammeln Stichpunkte, formulieren formale Briefe, verfassen lebendige Erlebnisberichte und präsentieren ihre Ergebnisse. Um einen erfolgreichen Verlauf und Abschluss des Projektes zu gewährleisten, müssen die Kinder gezielt zu Informationen hingelenkt und mit konkreten Aufgabenstellungen von einem Arbeitsschritt zum nächsten geführt werden. Je nach Klassenstufe sind dafür umfassende Vorbereitungen und Vorarbeiten der Lehrkraft nötig. Entsprechend groß ist jedoch auch das Erfolgserlebnis. Die Texte und Bilder des Reiseführers stammen ausschließlich von den Kindern. Die Unterrichtsphasen Überblick und Einstieg Die Schülerinnen und Schüler werden in das Projektthema eingeführt und in gelenkten Einzelschritten bis zur Realisierung begleitet. Recherchen Anhand professioneller Werbeprospekte aus gängigen Urlaubsregionen machen sich die Kinder bewusst, wie touristisches Informationsmaterial gestaltet ist. Interviews, Befragungen (fakultativ) Mit mündlichen, schriftlichen und telefonischen Befragungen ergänzen die Schülerinnen und Schüler ihre Recherche und holen Rückmeldungen ein. Bilder und Texte Die Kinder erkennen und benennen unterschiedliche Möglichkeiten der Sprach- und Bildgestaltung und berücksichtigen dies bei der Erstellung ihres eigenen Materials. Umsetzung und Präsentation Die Kinder bewerten die entstandenen Texte und das Bildmaterial und treffen eine Auswahl. Mit diesen Materialien wird der Kinderreiseführer erstellt und online veröffentlicht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Textarten kennen (Sachtext, Brief, Erzähltext, Werbetext ...). formulieren Texte situations- und adressatengerecht. setzen unterschiedliche sprachliche und gestalterische Mittel ein. entwickeln ihr Ausdrucksvermögen und präzisieren ihre Sprache. lernen ihre Heimatregion besser kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verwenden moderne Kommunikationsmittel (Internet, E-Mail, Telefon) zur Informationsbeschaffung. gestalten Texte und Bilder am Computer. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden Gesprächsregeln an (aktiv zuhören, befragen, nachfragen). nutzen unterschiedliche Informationsquellen. gewichten Informationen, verarbeiten diese und werten sie aus. Die Lehrerin oder der Lehrer sollte Anschriften bekannter Ferienregionen im Netz suchen und per E-Mail Werbematerial anfordern (Richtwert: sechs bis zehn Adressen). Die meisten Touristeninfos reagieren positiv auf eine solche Anfrage und schicken teilweise sogar kleine Geschenke wie Luftballons oder Aufkleber für die Kinder mit. möglichst informative, übersichtliche und verständliche Webseiten zur Heimatregion herausfiltern und gezielte Fragestellungen beziehungsweise Aufgabenblätter dazu entwickeln. vorab selbst Kontakt mit möglichen Ansprechpartnern der Kinder (wie beispielsweise Touristeninfos) aufnehmen und das Anliegen erklären. Realisierung Damit die Schülerinnen und Schüler selbstständig und zielorientiert arbeiten können, werden sie mit konkreten Fragenstellungen und überschaubaren Arbeitsaufträgen von einem Arbeitsschritt zum nächsten geleitet. Präsentation Eine gute Alternative zum gedruckten Prospekt ist die Veröffentlichung im Internet. Mit einem Homepage-Generator können Schülerinnen und Schüler unkompliziert und ohne große Vorkenntnisse Internetseiten gestalten und publizieren. Vorschlag: Mehrere Schulen einer Region schließen sich in einem Gruppenraum zusammen und erstellen gemeinsam einen Kinderreiseführer für ein ganzes Gebiet. Erfahrungen Wir haben den Kinderreiseführer gemeinsam mit elf anderen Schulen aus unserer Heimatregion Auerbergland erstellt und einen etwa zwanzig Seiten umfassenden Flyer entwickelt. Möglich wurde dieses Vorgehen, da wir als Region Auerbergland zu einem Schulnetz zusammengeschlossen sind. Weil unser Projekt von den Gemeinden unterstützt wurde, gab es auch bei der grafischen Gestaltung des Flyers professionelle Hilfe. Ein großes Erfolgerlebnis für die Kinder war, dass ihr Kinderreiseführer in Form einer Hochglanzbroschüre "echt" zum Einsatz kommt und bei den Gästen des Auerberglandes (Kinder und Eltern) ein begeistertes Echo findet. Ziel Die Schülerinnen und Schüler sichten das offizielle Werbematerial verschiedener Feriengebiete und bewerten die Angebote. Dabei entwickeln sie inhaltliche Kriterien zum Erstellen eines Kinderreiseführers für die eigene Heimatregion. Vorgehensweise Die Schülerinnen und Schüler berichten vom Familienurlaub und schildern die Planungen und Vorbereitungen. Anschließend werden in Partner- oder Gruppenarbeit Prospekte aus verschiedenen Urlaubsgebieten (wie beispielsweise Grödnertal, Schwarzwald, Sylt) gesichtet, zu denen die Kinder sich spontan äußern. Die Gruppenmitglieder wählen ein Lieblings-Reiseziel aus und begründen ihre Entscheidung. Mit der provokanten Frage "Denkst du, dass auch bei uns jemand Urlaub machen möchte?" lenkt die Lehrkraft das Augenmerk der Kinder auf die eigene Region. Die Meinungen der Schülerinnen und Schüler werden festgehalten. Nach der Bekanntgabe der Projektziels ("Wir wollen einen Kinderreiseführer erstellen.") machen die Kinder Vorschläge zu möglichen Angeboten in ihrer Heimatregion, die sie zunächst aus ihren eigenen Freizeitaktivitäten ableiten. Erfahrungen Bei uns gestaltete sich die Motivation sehr einfach, da eine Klasse aus unserer Partnergemeinde Werdenberg (Schweiz/ Kanton St. Gallen) ihre Abschlussfahrt zu uns ins Auerbergland unternehmen wollte und die Schülerinnen und Schüler schon viel diskutiert hatten, was man den Schweizern bieten könne. Dennoch wunderten sich die Kinder sehr, dass jemand auf die Idee kommen könnte, hier Urlaub zu machen. Zitat: "Hier ist doch nichts los!" Doch schon bald wusste jede und jeder doch irgendeine tolle Sache, die man in Burggen oder Ingenried unternehmen konnte: Auf Bäume klettern, im Bach Dämme bauen, Baden im Ortsweiher waren die ersten Vorschläge. Ziel Die Schülerinnen und Schüler lernen mit der Suchmaschine Google zu arbeiten und sich auf Webseiten zurechtzufinden. Die Lehrkraft hat passende Seiten vorab bereits ausgewertet und kann die Kinder zu den relevanten Informationen lenken. "Was muss ein (Kinder-) Reiseführer enthalten?" Die Schülerinnen und Schüler äußern spontan ihre Vorschläge (wie etwa: Fotos, Texte, Informationen ...) und machen sich so die Bestandteile eines Werbeprospektes bewusst. "Stell dir vor, du bist Reiseleiterin oder Reiseleiter in deinem Dorf. Was würdest du mit deinen Gästen machen? Erstelle ein Programmangebot für einige Tage!" Die Kinder nennen Beispiele für konkrete Unternehmungen und Aktionen, die stichwortartig auf Wortkarten festgehalten werden. Anschließend ordnen sie die Vorschläge und versehen sie gemeinsam mit übergeordneten Begriffen, die ebenfalls auf Wortkarten notiert werden. Beispiele: Bademöglichkeit, Abenteuer, Sport, Feste/Kultur, Wandern, Museum, Rad fahren, Spielen ... (Arbeitsblatt "kinderreiseführer_ab01_sammelbegriffe") "Wie können wir uns über weitere Angebote informieren?" Die Schülerinnen und Schüler nennen verschiedene Recherchemöglichkeiten, mit denen die soeben entwickelten Kategorien inhaltlich gefüllt oder ergänzt werden können: Verwandte und Freunde fragen, Touristenbüro anschreiben, im Internet nachschauen. Die Lehrkraft greift den Vorschlag der Internetrecherche auf und weist die Kinder ein (Arbeitsblatt "kinderreiseführer_ab02_recherche"). Die Bearbeitungszeit beträgt zwischen 30 und 45 Minuten. Die Schülerinnen und Schüler können die gefundenen Angebote mit Smilies bewerten. Die Ergebnisse der Internetrecherchen werden auf Wortkarten notiert und zu den passenden Kategorien geheftet. Erfahrungen Wir mussten feststellen, dass sich in unserer Gemeinde niemand mit Tourismus beschäftigt hatte und somit auch keine Informationen auf der Webseite zu finden waren. Weitaus besser sah es aber in unseren Nachbargemeinden aus. Viele Gemeinden des Auerberglandes hatten ausgezeichnete Informationen zur Freizeitgestaltung. Mit Begeisterung und großem Erstaunen registrierten die Schülerinnen und Schüler die zahlreichen Angebote im Umkreis von weniger als 10 Kilometern und überlegten, welche sie selbst wahrnehmen wollten - wie etwa einen Besuch im hervorragenden Walderlebniszentrum, das bisher nur ein Schüler besucht hatte. Auch etliche der nahen Badeseen kannten die Kinder nicht. Gleich in der folgenden Stunde brachte eine Schülerin Fotos der Schleiherfälle mit, die sie mit ihren Eltern am Wochenende besucht hatte. Ziel Mit E-Mail-Anfragen versuchen die Schülerinnen und Schüler weitere Informationen über die Freizeitmöglichkeiten in der Region zu sammeln, auch über die Heimatgemeinde hinaus. Sie lernen mit einem Mailprogramm umzugehen, einen formalen Brief zu erstellen und ihre Recherchen sinnvoll zu ordnen. Vorgehensweise Die Kinder werden beauftragt eine E-Mail an das Informationszentrum der Heimatregion zu entwerfen. Meist gibt es eine zentrale Informationsstelle für mehrere Gemeinden oder eine Region. Der Schreibauftrag kann in Partner- oder Gruppenarbeit, aber auch in Einzelarbeit (als Hausaufgabe) ausgeführt werden. Bevor es ans Formulieren geht, müssen die Formvorschriften für einen Geschäftsbrief erarbeitet werden. Auf einem Arbeitsblatt erhalten die Kinder mehrere Formulierungsbeispiele (Arbeitsblatt "kinderreiseführer_ab03_brief1") und setzen daraus ein "formvollendetes" Schreiben zusammen. Die Abschnitte werden benannt und als Wortkarten in der richtigen Reihenfolge an die Tafel geheftet (Arbeitsblatt "kinderreiseführer_ab04_brief2"). Offizielles Schreiben per E-Mail verschicken Jedes Kind oder jede Gruppe formuliert nun einen passenden Brief für sein/ihr Anliegen. Der beste Brief wird ausgewählt und als Mail verschickt. Wenn die Briefe im Textverarbeitungsprogramm entworfen werden, lassen sie sich leicht korrigieren. Auch kann ein Musterbrief aus mehreren Briefen zusammengestellt werden. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler Texte oder Textblöcke mit copy und paste zu verschieben oder in das Mailprogramm zu übertragen. Erfahrungen Meine Schülerinnen und Schüler waren so motiviert, einen echten "Erwachsenenbrief" schreiben zu dürfen, dass ich zum Schluss 20 tolle Briefe hatte und uns nichts anderes übrig blieb als zu losen. Gespannt warteten die Kinder auf die Antwort. Sie konnten es gar nicht fassen, als eine Fülle von Prospektmaterial eintrudelte. Schon vor dem Unterricht wurden fleißig die Materialien durchforstet und bewertet. Ziel Mit Interviews und Befragungen versuchen die Kinder die Relevanz ihres Angebots zu überprüfen. Dabei lassen sich viele Lernziele aus dem Bereich Deutsch sinnvoll abdecken: Stichpunkte notieren, Fragen formulieren, Anliegen darlegen, Interviews durchführen. Die gesammelten Informationen werden in der Tabelle notiert. Vor der Befragung sollten folgende Punkte geklärt werden: Wer fragt? (Gruppensprecher oder -sprecherin bestimmen) Wie fragt man? (Formulierungen für höfliche Unterbrechungen suchen, zum Beispiel: "Entschuldigung, darf ich stören?") Warum fragt man? (Die Kinder erklären, warum sie diese Fragen stellen, und geben kurze Informationen zum Projekt.) Was fragt man? (Überlegen, welche Ergebnisse man sich erhofft. Dazu passend zielgerichtete Fragen formulieren.) Wie schreibt man die Ergebnisse auf? (Stichpunkte notieren.) Mündliche Befragung: Schülerteams (Zweiergruppen) führen in anderen Klassen der Schule Interviews durch. Nachmittags können die Kinder ihre Freunde und deren Eltern befragen. Schriftliche Befragung: Kinder aus Nachbarschulen werden per Mail schriftlich interviewt - entweder in Form eines gemeinsamen Klassenbriefs oder im individuellen Austausch mit einem festen Mailpartner oder einer Mailpartnerin. Telefonische Befragung: Der Bürgermeister kennt sich in der Gemeinde besonders gut aus. Bei ihm können die Schülerinnen und Schüler - nach entsprechender Terminvereinbarung - gezielt nachfragen, ob bestimmte Aktivitäten, die auf ihrer "Wunschliste" stehen, im Umkreis angeboten werden. Diese Aufgabe übernimmt eine ausgewählte Schülerin oder ein ausgewählter Schüler, beispielsweise der Klassensprecher. Vorher werden in der Klasse gemeinsam konkrete Fragen für das Interview gesammelt. Interview mit dem Bürgermeister Am aufregendsten war unser Telefonat mit dem Bürgermeister. Eifrig wurde diskutiert, wer geeignet wäre, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Natürlich habe ich den Bürgermeister vorgewarnt. Alle Schülerinnen und Schüler verfolgten atemlos das Gespräch mit. Obwohl wir schon viele Informationen gesammelt hatten, waren den Mädchen und Jungen noch mehr als 30 Fragen zum Thema Tourismus eingefallen. Unter anderem wollten sie wissen, ob die Eltern für die Dauer ihrer Aktivitäten ebenfalls beschäftigt werden könnten, zum Beispiel mit einem Tanzkurs. Öffnungszeiten wurden erfragt, und auch an Übernachtungs- und Essensmöglichkeiten hatten die Kinder gedacht. Interviews in der Schule und im sozialen Umfeld Die Interviews in den anderen Schulklassen förderten enorm die Selbstständigkeit meiner Schülerinnen und Schüler. In Zweiergrüppchen wanderten sie verantwortungsbewusst durchs Schulhaus, beeindruckten meine Kolleginnen und Kollegen durch ihre Höflichkeit, notierten mit bedeutungsvoller Miene die Ergebnisse und berichteten stolz über neue Erkenntnisse. Als besonders gute Quelle erwiesen sich Omas, Opas und Tanten. Hier erhielten wir echte Geheimtipps. Wie sind Werbeprospekte gestaltet? Im Rahmen eines Klassengesprächs oder einer Gruppenarbeit nehmen die Kinder Texte und Bilder aus Werbeprospekten unter die Lupe und entwickeln dabei ein Bewusstsein für verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten (Arbeitsblatt "kinderreiseführer_ab05_prospekte"). Die Kriterien werden gesammelt und auf einem Tafelbild festgehalten. Bilder: Größe, Art (Fotos, Zeichnungen, Comics), Anordnung Texte: Schriftgröße, Schriftart, Schriftfarbe, Anordnung, Stil (kurz und prägnant / ausschmückende Adjektive, beschreibende Verben ...) Ziel Die Kinder erstellen Fotos oder Zeichnungen zur Gestaltung ihres Kinderreiseführers. Dabei setzen sie sich auch mit den Themen Urheber- und Persönlichkeitsrechte auseinander. Fotos aus dem eigenen Ort können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Unterrichtsgangs (oder einer freiwilligen Hausaufgabe) mit der Digitalkamera selbst erstellen. Nach dem Wochenende bringen Kinder oft Fotos aus der näheren Umgebung mit, die sie bei Freizeitaktivitäten mit der Familie aufgenommen haben. Werden Zeichnungen als Gestaltungselemente gewählt, muss vorab die maximale Bildgröße festgelegt werden. Zur Veröffentlichung im Netz werden die Gemälde eingescannt und als digitale Bilder gespeichert. Bei der Verwendung von Bildmaterial aus fremden Quellen (Werbeprospekte, Internet) ist auf das Urheberrecht, das Recht am eigenen Bild und den Personenschutz zu achten (siehe Lehrer-Online/Recht). Gegebenenfalls müssen Genehmigungen eingeholt werden. Erfahrungen Wir versanken geradezu in Fotos, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit erstellt hatten, während sie mit ihren Eltern die "Attraktionen" unseres Reiseführers ausprobierten. Interessant waren die Perspektiven, welche die Kinder wählten. Ganz wichtig war, dass immer Kinder oder Tiere auf den Fotos waren. Auch auf romantische Naturstimmungen legten sie sehr viel Wert. Ziel Die Schülerinnen und Schüler gehen kreativ mit Sprache um und verfassen addressatengerechte Texte. Vorgehensweise Aus den gesammelten Freizeitaktivitäten stellen die Kinder in Gruppen-, Partner- oder Einzelarbeit eine persönliche Auswahl zusammen. Unter der Überschrift "Eine Urlaubswoche bei uns in ..." verfassen sie eigene Werbetexte, die als Briefe oder E-Mails an imaginäre oder reale Partner verschickt werden. Als Briefpartner könnten beispielsweise Schülerinnen und Schüler aus anderen Klassen gewonnen werden (siehe Etappe 4, Interviews), die dann zurück schreiben und die Vorschläge bewerten. Um die beliebtesten Freizeitaktivitäten herauszufiltern, werden die Briefe nach Vorschlägen sortiert. Anschließend werden die Texte vorgelesen und bewertet. Die besten Fassungen werden für den Reiseführer verwendet. Je nach Umfang des Folders können 10 bis 15 Texte Verwendung finden. Ansprechende Motive Erstaunt beobachtete ich, welche Angebote die Kinder aus den Prospekten auswählten: Viel mehr als die tolle Wasserrutsche oder der Funpark beeindruckten sie romantische Sonnenuntergänge am See oder Tieraufnahmen. Auch beim Sammeln ihres eigenen Materials bevorzugten die Kinder Aktivitäten und Motive der Natur. Alle waren sich einig, dass Erwachsenenprospekte zu lange Texte haben. Sie wählten eine kurze beschreibende Sprache mit vielen Adjektiven und Zahlwörtern: hunderttausend Klettersteine, 1000 bunte Fische ... Austausch mit der Schweizer Partnerklasse Wir hatten das Glück, dass wir die "Werbetexte" an unsere Partnerklasse in der Schweiz schicken konnten. Daraus entstand ein eifriger Mailaustausch. Die Schweizer Schülerinnen und Schüler erstellten aus den Zusendungen ein eigenes "Wunschprogramm", das wir koordinieren und organisieren mussten: Anzahl der Schülerinnen und Schüler erfragen, Übernachtungsmöglichkeiten organisieren, finanzielle Mittel klären und Vieles mehr. Meine Schülerinnen und Schüler schrieben in diesem Projektmonat mehr als im ganzen übrigen Jahr. Sehr wichtig war ihnen, dass die Briefe formal korrekt und frei von Rechtschreibfehlern waren. Natürlich betrachteten sie auch die Rückantworten sehr kritisch. Der Kinderreiseführer kann als Folder, als Prospekt oder (gehefteter) Bildband erstellt werden oder in Form einer Werbetafel oder einer Internetseite veröffentlicht werden. Hier ein Vorschlag zur Gestaltung einer Webseite. Einfach zur eigenen Homepage Es gibt verschiedene kostenfreie Homepage-Generatoren, die es sogar Grundschulkindern ermöglichen, auf einfache Weise eigene Webseiten zu erstellen und gemeinsam mit ihren Lehrkräften im Internet zu veröffentlichen. Für einen Reiseführer bietet sich auch das Erstellen eines digitalen Buches mit der App "Book Creator" an. Veröffentlichung der Werbematerialien Der Kinderreiseführer und seine Zwischenergebnisse, können medien- und altersgerecht "kinderleicht" ohne Programmierkenntnisse online präsentiert werden. Eigene Bilder und Zeichnungen werden eingescannt und die Texte aus den Gruppen-, Partner- oder Einzelarbeiten werden auf einer eigenen Seite online veröffentlicht. Um die Kinderreiseführer aus Schulen der umliegenden Regionen zu einem regionalen Kinderreiseführer zusammen zu fassen, kann unter Federführung einer Lehrkraft eine eigene Homepage angelegt werden, von der aus die einzelnen Projektseiten verlinkt sind. Die erstellten Werbematerialien In meiner Klasse erstellten je drei bis vier Kinder gemeinsam einen Folder. Die meisten Schülerinnen und Schüler nutzen die verschiedenen Schriftmöglichkeiten von Word, druckten diese dann aus und gestalteten den Folder mit der Hand. Einige erstellten Zeichnungen mit Paint. Die besonders Geschickten scannten Fotos ein und bearbeiteten sie mit der Software Photopublisher. Präsentation der Ergebnisse In unserem Fall wurden die Ergebnisse in einem Workshop mit Vertretern unterschiedlicher Gruppen (Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen aus dem Auerbergland, ein Grafiker, eine Tourismus-Fachfrau) begutachtet und bewertet. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe die besten Folder auszusuchen, einen Gesamtentwurf fürs Auerbergland zu erstellen, die Fotos und Bilder festzulegen, die Kategorien zu bestimmen und die Texte auszuwählen. Die Kinder waren sich der Bedeutung der Aufgabe sehr bewusst und entsprechend aufgeregt. Alle teilnehmenden Erwachsenen, unter anderem ein im Personalmanagement tätiger Schülervater, waren von ihrer Leistung beeindruckt. Zum Schluss hatte der Grafiker die schwere Aufgabe die Vorschläge der Kinder umzusetzen. Das Ergebnis kann man beim Tourismusbüro des Auerberglandes bestellen. Auerbergland e. V. Marktplatz 4 D-86975 Bernbeuren tel.: (+49) 08860 - 8121 fax: (+49 08860 910115

  • Geographie / Jahreszeiten / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Poetry for you – Parallelgedichte im Englischunterricht

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Poetry for you" arbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Partnerklassen: Sie sollen nach einem vorgegebenen Muster eigene Gedichte verfassen und sich über ihre Werke austauschen. Die grammatischen Schwerpunkte "if-clauses" und "main-clauses" (Bedingungssätze) sind zuvor anhand des Lehrwerks eingeführt worden. Das Muster der Bedingungssätze wird aus einem authentischen Kontext über eine lyrische Form eingeübt ohne die Regel "if-clause/main-clause" übermäßig zu strapazieren. Fast unbemerkt wenden die Lernenden die Bedingungssätze und das für sie erfahrungsgemäß schwierige "being" als gerund an zwei Gedichtstellen an. Die Individualisierung dieser lyrischen Form von conditional clauses und gerund ermöglichen einen kreativen Umgang mit Sprache und Strukturen. Durch den Vergleich mit den Gedichten anderer wird das Thema schülerrelevant, die Strukturen werden spielerisch erlernt. Grammatische Phänomene trainieren Die Lernenden arbeiten zunächst gezielt aufgabenorientiert, um die Regelhaftigkeit der bereits bekannten Bedingungssätze und gerund-Strukturen wiederzuerkennen. In den Lehrbüchern wird häufig die etwas elaboriertere Form "If I were ..." verwendet. "If I was ..." ist in der Alltagssprache die häufigere Version. Didaktisch-methodische Anmerkungen Der kreative Umgang mit Grammatik fordert und fördert die Bereitschaft zur Improvisation und zum offensiven Umgang mit eventuellen Fehlern. Das Gedicht "Being Around" Das Gedicht "Being Around", das von einer 15-jährigen Schülerin aus London verfasst wurde, dient als Grundlage für den weiteren Arbeitsverlauf. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen eine authentische lyrische Vorlage global. stellen Vermutungen über das lyrical I und die Intention des Textes an. stellen Vermutungen über den/die möglichen Adressaten an. erkennen das Schema "If I was ..." (if-clause) - "would you ..." (main clause) und markieren es in der 1. und 3. Strophe. erkennen die 2. und 4. Strophe als main-clause ohne direkte Bedingung und markieren diese. benennen den inhaltlichen Unterschied in den Strophen 3 und 4 (jeweils vorletzte und letzte Zeile). verfassen ein eigenes "Parallelgedicht" für Gleichaltrige und setzen dabei das vorgegebene Muster um. Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verändern eine elektronisch vorliegende Gedichtvorlage. versenden die Vorlage an Mitschülerinnen und Mitschüler der eigenen Klasse, Lerngruppe oder Schule beziehungsweise an Lernende der Partnerklasse per E-Mail. wählen gemeinsam gelungene "Produkte" aus und veröffentlichen diese im Poet-Tree Club, einem internationalen Web-Forum für junge Poeten. Grammatik und kreative Kommunikation Die Sequenz "Poetry for you" verbindet die Verinnerlichung grammatischer Strukturen mit kreativer Kommunikation über selbstgewählte Inhalte. Ob diese Kommunikation allein in der Klasse oder Lerngruppe geschieht oder im "virtuellen" Klassenraum an anderen Lernorten, bleibt der Entscheidung der Lehrenden und Lernenden überlassen. Die erstellten Gedichte können als Texte, als Audio- oder Video-Dateien übermittelt oder auf einer eigenen Poetry-Website zugänglich gemacht werden. Zudem werden ausgewählte Gedichte auf einer bekannten Gedichte-Website, im Poet-Tree Club, veröffentlicht. Zum Umgang mit Fehlern Fehlerfreiheit ist nicht das Primat dieser Unterrichtseinheit. Fehlerfreiheit existiert auch nicht im üblichen Unterrichtsprozess bei Erarbeitung > Schülereinzelarbeit > Lehrerkontrolle. Wie das Beispiel "Parallelgedicht" zeigt, können Fehler produktiv sein und als Gegenstand der Reflektion oder für die gegenseitige Korrektur zwischen den Lernenden (und mit Muttersprachlern) nutzbar gemacht werden: Im Kontakt mit den Partnerklassen erkennen die Lernenden, wann eventuelle Fehler das Verständnis behindern. Die Gedichtvorlage handelt von der vorsichtigen Annäherung der Autorin an eine fiktive Person "you". Die 15-jährige Autorin "Little C@t" reflektiert Bedingungen, unter denen eine solche vorsichtige Annäherung, nämlich "just being around" möglich wäre. Being Around by Little C@t If I was a teddy Would you cuddle me? If I was a best friend Would you trust me? If I was a doll Would you treat me with care? If I was a baby Would you kiss me? Would you send me to sleep? Would you teach me to speak? I'm just trying to find A reason for being around If I was a dandelion Would you blow me away? If I was a lamp Could I light up your life? If I was the sky Would you be my star? If I was a kitten Would you care for me? Would you feed me? Would you swap me? I'm just trying to get you to notice Me just being around Zunächst arbeiten die Lernenden am Ausgangstext. Sie fragen nach dem lyrischen Ich und dem Adressaten sowie der Intention des Textes, und sie erkennen, markieren und erproben die grammatische Konstruktion. Lyrische Kommunikation Die Lernenden werden aufgefordert, als Antwort auf "Being Around" Parallelgedichte zu verfassen. Teil der kreativen Aufgabe ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Gedichte gegenseitig kommentieren und korrigieren. Dies kann im Klassenverband, sollte aber lieber in Kooperation mit der Partnerklasse geschehen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Die Rechtschreibwerkstatt

Fachartikel

Die Rechtschreibwerkstatt ist ein vom Diplom-Psychologen Norbert Sommer-Stumpenhorst entwickeltes Rechtschreiblernkonzept, das auf einem regelbasierten Vorgehen beim Erwerb der Schriftsprache beruht. Wie lernen Kinder die Rechtschreibung? Über diese schon seit langer Zeit diskutierte Frage herrscht nach wie vor Uneinigkeit zwischen Wissenschaftlern, Lehrkräften und Eltern. Sicher ist aber, dass es den Weg zum richtigen Schreiben nicht gibt. Das Konzept nach Norbert Sommer-Stumpenhorst orientiert sich an bereits lange veröffentlichten Untersuchungen aus der Lernpsychologie, die aber von vielen Lehrkräften und Schulbuchverlagen immer noch ignoriert werden. Dieser Artikel stellt kurz das Konzept und die Theorie der Rechtschreibwerkstatt vor.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Quadratische Funktionen interaktiv erarbeiten

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Quadratische Funktionen" erarbeiten die Schülerinnen und Schüler diesen Funktionstyp über dynamische Arbeitsblätter, die mit der kostenlosen Mathematiksoftware GeoGebra erstellt wurden, und interaktiven Übungen, die mit der Software HotPotatoes angefertigt wurden.Quadratische Funktionen folgen im Lehrplan auf die linearen Funktionen. Während dort nur zwei Parameter Einfluss auf den Kurvenverlauf nehmen, spielen bei quadratischen Funktionen drei Parameter eine Rolle. Die folgende Unterrichtseinheit zeigt auf, wie der Einfluss der Parameter auf den Verlauf des Graphen von Schülerinnen und Schülern mithilfe interaktiver Arbeitsblätter weitgehend eigenständig und durch einen experimentellen Zugang erarbeitet werden kann. An die Erarbeitung schließen sich Lernkontrollen in Form von Lückentexten, Zuordnungsübungen, Kreuzworträtseln und eines Quiz an.Die Arbeit mit dynamischen und interaktiven Arbeitsblättern ermöglicht den Schülerinnen und Schülern im Sinne einer Handlungsorientierung ein experimentelles Herangehen an mathematische Fragestellungen und ein eigenständiges Entdecken von Gesetzmäßigkeiten. Die Lernenden können dabei in ihrem individuellen Lerntempo vorangehen und Übungsmöglichkeiten im Rahmen einer gesetzten Zeitspanne beliebig oft nutzen. Sie erhalten eine unmittelbare Rückmeldung über ihren persönlichen Lernerfolg und üben ihre Stärken und Schwächen selbst einzuschätzen, ohne unter ständiger Beobachtung durch die Lehrkraft zu stehen. Durch dynamische Geometriesoftware lässt sich die Bedeutung der einzelnen Parameter besser veranschaulichen als durch das Skizzieren einiger ausgewählter Funktionsgraphen im Heft. Die experimentelle Herangehensweise kann auch weniger abstrakt denkende Schülerinnen und Schüler motivieren, die sonst im Unterricht eher zurückhaltend sind. Außerdem trägt sie zu einem besseren Verständnis von Funktionen bei. Unterrichtsablauf Die Voraussetzungen für die Durchführung der skizzierten Unterrichtseinheit, der genaue Ablauf und die Einbeziehung der genannten Medien wird beschrieben. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten die Bedeutung der Parameter a, d und e in f(x) = a(x - d)² + e heraus. erkennen, dass der Parameter e eine Verschiebung der Normalparabel nach oben/unten bewirkt. erfassen, dass der Parameter d eine Verschiebung der Normalparabel nach rechts/links zur Folge hat. begreifen, dass der Vorfaktor a eine Streckung/Stauchung der Normalparabel impliziert. lernen ein Beispiel für eine quadratische Funktion aus der Umwelt kennen. können die gewonnen Erkenntnisse auf neue Situationen und Fragestellungen anwenden. Voraussetzung für die Durchführung der beschriebenen Unterrichtseinheit ist ein genügend großer Computerraum, sodass die Lernenden einzeln oder höchstens zu zweit die Aufgabenstellungen bearbeiten können. Nur so kann ein individueller Lernprozess ermöglicht werden. Auf den Rechnern sollte ein aktueller Internet-Browser und vor allem das kostenlose Plugin Java Runtime Environment installiert sein, damit die mit GeoGebra erstellten dynamischen Arbeitsblätter (Applets) genutzt werden können. Um den organisatorischen Aufwand zu minimieren, empfiehlt es sich, die selbst erstellten Arbeitsblätter auf einem Webserver abzulegen und diese dann von den Lernenden via Internetzugang herunterladen zu lassen. Ein entsprechendes Beispiel findet man auf der Kommunikationsplattform der ARS-Limburg. Die bereitgestellten Dateien können aber auch lokal mithilfe eines Datenträgers auf jeden Rechner geladen werden. Ferner ist für eine der fakultativen Übungen am Ende das Tabellenkalkulationsprogramm MS-Excel erforderlich. Vor der Durchführung der Lerneinheit sollte die quadratische Funktion zunächst definiert und die charakteristischen Eigenschaften der Funktionsgraphen (Parabeln) an einigen Beispielen herausgearbeitet werden. So könnte man den Schülerinnen und Schülern neben der einfachsten quadratischen Funktion f(x) = x² zwei bis drei weitere Funktionsgleichungen vorgeben und die zugehörigen Graphen zeichnen lassen. Die Lernenden erkennen bereits hier, dass das Markenzeichen einer quadratischen Funktion der Parabelbogen ist und dass dieser unterschiedliche Lagen im Koordinatensystem einnehmen kann. Zur besseren Verankerung und Steigerung der Motivation kann auch ein Bezug zu Parabeln in der Umwelt (Brücken, Wurfbahn, et cetera) hergestellt werden und einige Beispiele können gezeigt werden. Nun erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Partner- beziehungsweise Einzelarbeit etappenweise die Bedeutung der Parameter a, d und e in f(x) = a(x - d)² + e. Hierzu öffnen Sie jeweils ein mit GeoGebra erstelltes dynamisches Arbeitsblatt. Mithilfe eines Schiebereglers können sie die Größe der jeweiligen Parameter ändern und beobachten, wie sich der Verlauf des Funktionsgraphen und die Funktionsgleichung verändern. Der detaillierte Ablauf geht aus dem Quadratische Funktionen hervor. Am Ende jedes Arbeitsblattes befindet sich ein Lückentext, der vervollständigt und zur Ergebnissicherung ins Heft übertragen werden muss. Die Lernenden haben so die Gelegenheit, Zusammenhänge zwischen Funktionsterm und -graph experimentell und weitgehend eigenständig zu entdecken. Die gewonnenen Erkenntnisse müssen im Anschluss jeweils in einer interaktiven, mit Hot Potatoes erstellten Übungseinheit auf andere Situationen übertragen werden. Die Schülerinnen und Schüler können dabei individuell nach ihrem eigenen Lerntempo vorgehen. Durch die unmittelbare Rückmeldung erhalten sie Aufschluss über ihren Lernstand und können bei Bedarf eine Übung mehrfach durchlaufen. Nachdem die Bedeutung der Parameter erarbeitet wurde, können die Schülerinnen und Schüler in einer abschließenden Übungseinheit ihr Wissen über quadratische Funktionen in zwei Lückentexten, zwei Zuordnungsübungen, einem Kreuzworträtsel und einem Quiz noch einmal unter Beweis stellen. Außerdem sollen die Anpassung einer Funktion an einen vorgegeben Brückenbogen durchgeführt werden.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Fremdsprachen

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fremdsprachen-Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache (DaF/DaZ) oder Latein: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht. 

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