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Schule der Zukunft
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Fächerübergreifend

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Fischerboot wirft Netze aus
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In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
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  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
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Soziale Ungerechtigkeit überwinden: Kunstprojekte in Kolumbien

Unterrichtseinheit

Die interaktiven Bildungsmaterialien zum Thema Friedenserziehung und weltweiter Gerechtigkeit von Brot für die Welt zeigen am Beispiel von Kunstprojekten in Kolumbien, wie Kinder und Jugendliche mithilfe von Kunstworkshops eine eigene Vision für eine gewaltfreie Zukunft entwickeln können. Ein virtueller Projektbesuch in Kolumbien - aufbereitet als interaktives Lernspiel - macht das Kunstprojekt greifbar. Das ergänzende Arbeitsheft mit Landesinformationen und Erfahrungsberichten von Jugendlichen vertieft die Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Unterrichtsmaterial "Kunst gegen Gewalt" bietet den Schülerinnen und Schülern mit einem virtuellem Projektbesuch via "Actionbound" (kostenfreie App) die Möglichkeit, die Lebenswirklichkeit von Gleichaltrigen in Kolumbien kennenzulernen und sich persönlich und zugleich interaktiv mit dem Thema Gewalt auseinanderzusetzen. Die Einheit ist als Rallye angelegt: Die Lernenden begegnen der jungen Sandra, lesen deren Lebensgeschichte und entwickeln ein gutes Ende für ihre Zukunft. Dabei erfahren sie mehr über Kunstprojekte für perspektivlose Jugendliche in Kolumbien und gestalten anknüpfend daran selbst kleine Kunstobjekte. Sie nehmen Audio-Beiträge auf oder lösen Quizfragen über Kolumbien. Ziel ist eine umfassende sowie mediengeleitete Auseinandersetzung mit sozialer Ungerechtigkeit und die Entwicklung eigener Lösungsansätze. Soziale Gerechtigkeit und Friedensbildung als Unterrichtsthemen: Beispiel Kolumbien Nicht überall auf der Welt leben die Menschen so friedlich wie hier in Deutschland. Das Leben von Kindern und Jugendlichen in den Großstädten Kolumbiens ist oft geprägt von Gewalt, Bürgerkrieg und Drogenkriminalität. Viele von ihnen wachsen in dieser unsicheren Welt ohne Perspektive auf ein friedliches Leben auf. Brot für die Welt unterstützt als weltweit tätiges Entwicklungswerk in mehr als 90 Ländern lokale Partner, die sich mit verschiedenen Projekten für die Verbesserung der Situation von armen und ausgegrenzten Menschen einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland können anhand von Beispielprojekten lernen, wie – etwa durch Kunstprojekte – soziale Ungerechtigkeit überwunden werden kann. Sie sollen als Teil der politischen Bildung und der Friedensbildung darüber informiert werden, welche Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung es gibt, wie Menschenrechte gestärkt, Gerechtigkeit gefördert und wie ein konstruktiver Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten aussehen kann. Das vorliegende Bildungsmaterial erschafft für diese Lernprozesse digitale und handlungsoffene Lernräume und bietet darüber hinaus Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten. Interaktives Unterrichtsmaterial "Kunst gegen Gewalt" Den Startpunkt dieser Unterrichtseinheit bildet eine Weltkarte, die zum Perspektivwechsel einlädt (siehe Download oder hier ). Auf der Karte gibt es Material zu sieben verschiedenen Projekten, die von Brot für die Welt gefördert werden. Über den jeweiligen QR-Code kann man jedes der Projekte virtuell besuchen. Mit einem Tablet oder Smartphone wird der QR-Code zum Projekt gescannt. Dazu muss die kostenlose App zuvor auf den Geräten installiert werden. Die Spielinhalte selbst können im WLAN abgerufen oder auch zuvor heruntergeladen und anschließend offline gespielt werden. Alle Projektbesuche sind als Gruppenreisen für drei bis fünf Spielende konzipiert, die gemeinsam an einem Gerät kreativ Aufgaben lösen und Gewinnpunkte sammeln. Die Inhalte zum Thema Gewalt und soziale Gerechtigkeit werden in Form einer digitalen Schnitzeljagd spielerisch und durch Medieninhalte wie Videos, Bildergalerien oder Audio-Beiträgen vermittelt. Am Ende des Spiels werden die Lernenden aufgefordert, ihre Spielergebnisse an eine vorher vereinbarte gemeinsame E-Mail-Adresse (im Allgemeinen der Lehrkraft) zu schicken. Auf dem interaktiven Whiteboard können die Ergebnisse dann im Unterricht präsentiert, verglichen oder damit weitergearbeitet werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen landeskundliche Informationen über Kolumbien. vergleichen Eckdaten wie Einwohnerzahl, Einkommen etc. von Kolumbien mit Deutschland. beschreiben in eigenen Worten die schwierigen Lebensumstände von Kindern in Kolumbien. setzen sich mit dem Thema Gewalt auseinander und erkennen Zusammenhänge. lernen das Projekt "Proyectarte" als ein Kunstprojekt zur Friedenserziehung und zur Bildungsgerechtigkeit kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler begeben sich in Kleingruppen auf eine interaktive Rallye und lösen gemeinsam Bounds. nehmen im Rahmen der Rallye eigene Audio-Beiträge auf, lösen Quizfragen und stellen Fotos in die App. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler versetzen sich in die Situation von Kindern und Jugendlichen in Kolumbien und vollziehen einen Perspektivenwechsel. bearbeiten kooperativ die interaktiven Aufgaben und kommen zu gemeinsamen Ergebnissen.

  • Kunst / Politik / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

À la découverte de la France

Kopiervorlage

Mit dem Unterrichtsmaterial "À la découverte de la France" begeben sich die Lernenden zur Landeskunde nach Frankreich: Sie erarbeiten sich die Politik, die Geografie, die Wirtschaft sowie die Kultur des Landes, erschließen sich den Wortschatz und schulen zugleich ihre Lese-, Hör- und Sprechfertigkeiten. Der Text steht zusätzlich als Audio-Datei zur Verfügung. Im Französischunterricht der Sekundarstufe geht es neben dem Fremdspracherwerb auch darum, das Land beziehungsweise die Länder der Zielsprache näher kennenzulernen. Mit diesem Unterrichtsmaterial nähern sich deshalb der Politik (P), der Geografie (G), der Wirtschaft (économie) (E) und der Kultur (C) Frankreichs. Dazu erhalten alle Lernenden zunächst ein Arbeitsblatt mit Fragen sowie ein Kärtchen. Im Anschluss lesen oder hören die Schülerinnen und Schüler dann einen Informationstext und erschließen sich das entsprechende Vokabular. Die Schülerinnen und Schüler mit der gleichen Zahl auf dem Kärtchen finden sich dann zu einem Team zusammen. Jeweils ein Lernender übernimmt die Rolle des Spezialisten (!) und beantwortet vier Fragen zu einem Thema, die die Partnerin oder der Partner (?) ihm stellt. Bei verbleibender Zeit können die Schülerinnen und Schüler noch einmal ihre Karten tauschen. Abschließend werden alle Fragen im Plenum beantwortet und diskutiert. Je nach Lerngruppe, Lernstand und Lernziel entscheiden Sie als Lehrkraft, ob Sie den Quelltext zum Beispiel vorlesen, die Audio-Datei nutzen und/oder Sie den Text verteilen, sodass die Schülerinnen und Schüler den Text selbst leise lesen. Die Arbeit mit dem Hörtext, gelesen vom muttersprachlichen Autor dieses Materials, kann leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zusätzlich motivieren und den Grad der Authentizität erhöhen. Je nach Schwerpunktsetzung fördern Sie dann entsprechend die Lesekompetenz oder das Hörverstehen. Durch die Austauschphase in Partnerarbeit erhöhen Sie den Redeanteil der Schülerinnen und Schüler, dadurch, dass die Lernenden selbst in geschütztem Raum miteinander kommunizieren. Der Hinweis, die Gespräche in der Fremdsprache zu führen, dient dazu, die kommunikative Handlungskompetenz in Französisch zu schulen.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das Thema "Influencer" in Schule und Unterricht

Fachartikel
5,99 €

Dieses Experten-Interview beantwortet Fragen zum Megatrend "Influencer". Es erläutert Lehrkräften, wieso Influencerinnen und Influencer heutzutage einen so großen Einfluss auf Jugendliche haben und wie sie das Thema unterrichtlich behandeln können. Welche Influencerinnen und Influencer sind bei Jugendlichen besonders beliebt? Wieso lassen wir uns von Influencerinnen und Influencern beeinflussen? Und wie können Lehrkräfte das Thema "Influencer" in ihren Unterricht integrieren? Diese und weitere Fragen hat uns Dr. Maya Götz beantwortet. Frau Dr. Maya Götz ist Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und pädagogische Leiterin von "so geht MEDIEN", der Medienkompetenzplattform von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Influencerinnen und Influencer sind die neuen Stars der Jugend. Warum? Zunächst aus den Gründen, aus denen Menschen auch in anderen Medienbereichen zu Stars oder Sternchen werden: Sie werden bewundert, weil sie etwas besonders gut können, sich cool und witzig vor der Kamera inszenieren und den Idealen ihrer Zeit entsprechen. Kinder und Jugendliche gehen mit ihnen sogenannte parasoziale Beziehungen ein, denken oft an sie, orientieren sich an ihnen und stellen sie sich als ihre Freundinnen und Freunde oder große Geschwister vor. Genau hier haben Influencerinnen und Influencer noch einmal mehr zu bieten als zum Beispiel Serienstars. Sie erscheinen authentischer, selbstbestimmter und nehmen ihre Fans bis in die intimen Bereiche ihrer Privatsphäre mit. Die Ästhetik der Auftritte , meist über eine feststehende Kamera aufgenommen, ähnelt einem Gespräch unter Freundinnen und Freunden auf FaceTime oder Skype. Hinzu kommen die ständigen Bekundungen, sie würden sich so sehr über Rückmeldungen freuen und ihnen sei die Meinung jedes Einzelnen so wichtig. Welche Influencerinnen und Influencer sind aktuell besonders beliebt bei Jugendlichen? Seit mehreren Jahren stehen bei Mädchen Dagi Bee und Bibi mit ihrem BeautyPalace ganz oben auf der Hitliste, aber auch Shirin David, also alles junge Frauen, die ihren Lebensunterhalt vor allem mit Werbung für Mode und Beautyprodukte verdienen. Aber auch Sängerinnen wie Rihanna oder Showbusiness-Frauen wie Heidi Klum haben viele Followerinnen und Follower und prägen auf ihre Weise das Verständnis von dem, was es heißt, heute eine erfolgreiche Frau zu sein. Bei den Jungen ist die Bandbreite deutlich vielfältiger. Von Gamern wie Gronkh über Politik-Vlogger wie LeFloid bis hin zu Comedy- und Musik-Influencern wie Die Lochis. Wie verdienen diese Influencerinnen und Influencer genau ihr Geld? Influencerinnen und Influencer fangen selbstgetrieben an, regelmäßig Fotos und Videos auf Social Media zu posten, und erarbeiten sich so ihre Followerschaft. Ab einer gewissen Followerzahl (ca. 1.000) bekommen sie gelegentlich Produkte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Können sie noch mehr Followerinnen und Follower akquirieren (meist ca. 200.000), werden sie von YouTube beziehungsweise Google gezielt beraten und es wenden sich Agenturen an sie beziehungsweise sie suchen sich ein Management, welches dann Werbeverträge für sie aushandelt. Das kann von Product-Placement und Unpacking-Videos (in denen gemeinsam ein Produkt ausgepackt und getestet wird) über die eigene Produktlinie (zum Beispiel Bilou von Bibi) bis zum Sponsoring oder zu klassischen Werbeeinblendungen bei längeren Videos gehen. Hinzu kommen gebuchte Auftritte oder Teilnahmen an Feiern, Reisen zu bestimmten Orten oder in bestimmte Hotels. Ein ganz anderes Finanzierungsmodell wird mit den öffentlich-rechtlichen Anbietern ermöglicht. Hier darf keine Werbung geschaltet werden, sondern die Influencerinnen und Influencer bekommen die Chance, ihre Expertise herauszustellen und das kreativ umzusetzen, was ihnen wichtig ist – unter den entsprechenden redaktionellen Rahmenbedingungen. So haben dann auch Frauen wie die promovierte Chemikerin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (alias maiLab) die Chance, Chemie und Naturwissenschaften mit Witz zu präsentieren. Das klingt ja erstmal nach einem Traumjob. Ist das tatsächlich so? Besonders Schülerinnen und Schüler gehen davon aus, dass das Influencer-Dasein ein Traumberuf ist, mit viel Freiheit und Fame. Wie anstrengend der Lebensalltag der Influencerinnen und Influencer ist, dass sie beispielsweise nie frei haben, ständig überlegen müssen, wie sie sich auch unter den bescheidensten Lebensumständen als gut drauf und erfolgreich präsentieren, haben die Schülerinnen und Schüler in Konsequenz nicht im Blick. Es kursieren gelegentlich Zahlen, was einzelne Topverdienerinnen und -verdiener pro Post bekommen. Diese Zahlen, zum Beispiel dass Bibi 22.500 Euro pro Post verdient (Vertical Media GmbH, 2018), klingen für einen Laien nach einer hohen Summe. Was sie nicht wissen, ist, dass die Kosten für die Produktion eines über zehn Minuten langen Clips in Konsequenz hoch sind. Nach Abzug der Steuern bleibt ein Minutenpreis, der im Medienbereich eher an der unteren Grenze liegt. Hier fehlt das Wissen, wie viel solche Produktionen kosten, dass auch Kameramänner und -frauen ein Gehalt bekommen und Sozialversicherung zahlen, dass Schnittzeit und Postproduktion bezahlte Arbeitszeit sind und so weiter. Welche Gefahren und Probleme bringt das Konsumieren von Influencerinnen und Influencern mit sich? Influencerinnen und Influencer sind Vorbilder und zeigen, was zurzeit angesagt ist, von Kleidung über Produkte bis hin zu Reisezielen. Bei einer Überfülle an Produktangeboten hilft das bei der Kaufentscheidung, schafft Wünsche und gibt konkrete Hinweise, was gut und richtig ist. Ein Problembereich liegt dabei im Verwischen der Grenzen von Werbung und Ratgeber-Format . Gerade Jüngeren fehlt oftmals die Medienkompetenz, um sich gegen die zum Teil sehr offensiv eingebrachten Werbebotschaften zu wehren. Viele Bereiche dieser Geschäftsmodelle des E-Marketings sind noch so neu, dass sich die rechtlichen Grenzen erst noch ausloten müssen. Influencerinnen wie Pamela Reif oder Cathy Hummels wurden jüngst zum Beispiel wegen unerlaubter Schleichwerbung angeklagt, weil sie unter anderem die Marken ihrer Kleidung markiert hatten, ohne es als Werbefläche anzugeben. Auch bei den diversen Formen der Weiterverarbeitung oder Ironisierung von Medien-Material kommen sie schnell in rechtliche Grauzonen. Mit den aktuellen Datenschutzrichtlinien und Urheberrechtsbestimmungen kommen noch mal neue Herausforderungen auf die Influencerinnen und Influencer zu. Die Influencerinnen und Influencer stehen weiterhin für bestimmte Werte , zum Beispiel dafür, dass Mädchensein vor allem mit einem perfekt gestylten und geschminkten Aussehen einhergeht. Spätestens seit der viral gegangenen Abrechnung von Rezo mit der CDU und dem Aufruf diverser bekannter YouTuberinnen und YouTuber, nicht CDU/SPD/FDP/AfD bei der Europawahl 2019 anzukreuzen, wird auch die potenzielle politische Kraft von Influencerinnen und Influencern deutlich. Dies kann viele Chancen, aber auch potenzielle Gefahren mit sich bringen. Wie können Lehrkräfte das Thema "Influencer" in ihren Unterricht integrieren? Zunächst geht es darum, sich auf diese neuen Stars pädagogisch professionell einzulassen, das heißt, sie mit wohlwollendem Auge wahrzunehmen, und sich mit einzelnen Influencerinnen und Influencern ernsthaft auseinanderzusetzen. Einzelne Beiträge können sich dann sehr gut für eine Integration in den Unterricht eignen und zum Beispiel als Motivation oder Diskussionsgrundlage dienen. Medienkritische Fragen zu diskutieren, ist hier wichtig – ohne zu versuchen, den Schülerinnen und Schülern ihre Heldinnen und Helden auszureden. Mit ein bisschen (medien-)pädagogischem Fingerspitzengefühl kommen hier in der Klasse schnell spannende Diskussionen zustande. Sollte das Thema Ihrer Meinung nach auch in außerunterrichtlichen Kontexten eine Rolle an Schulen spielen? Die Medienwelten der Influencerinnen und Influencer spielen für viele Kinder und Jugendliche eine zentrale Rolle und entsprechend sollten sie auch Teil der außerunterrichtlichen Arbeit sein. Für Eltern wäre es sehr hilfreich, wenn sie sich mit dem Thema im Rahmen von Elternabenden auseinandersetzen würden. In Projektwochen könnten sich Jugendliche außerdem kritisch mit der Welt der Influencerinnen und Influencer auseinandersetzen. Wenn Jugendliche den Raum bekommen, nachzurecherchieren, die Problembereiche zu benennen und sich dann selbst als Expertinnen und Experten für diesen Bereich zu positionieren, werden sie erstaunlich medienkritisch. Welche Netzwerkpartner und Materialien rund um den Themenkomplex "Influencer" können Schulen zu Rate ziehen? Auf so geht MEDIEN , der Medienkompetenzplattform von ARD, ZDF und Deutschlandradio, finden sie einen humorvollen Erklärfilm zu dem Thema und eine Unterrichtseinheit für ein bis zwei Schulstunden. Insgesamt ist das Thema angesichts der hohen Bedeutung für Kinder und Jugendliche aber noch immer viel zu wenig pädagogisch thematisiert und aufbereitet.

  • Fächerübergreifend

Märchensammler und Märchenerzähler: Grimm, Andersen, Hauff und Bechstein

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Märchen lernen die Schülerinnen und Schüler die Textgattung Märchen und deren Merkmale sowie ihre sozio-kulturelle Bedeutung kennen. Bekannte Märchenerzähler wie die Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen, Ludwig Bechstein und Wilhelm Hauff sowie deren beliebteste Werke werden den Kindern als Volksliteratur vorgestellt. Sie lernen die übermittelten Botschaften zu interpretieren und ihre Bedeutung auf die heutige Zeit zu übertragen. Die Unterrichtseinheit bietet eine umfassende Erarbeitung der Textgattung Märchen, angefangen mit der Tradition des Märchenerzählens in früheren Zeiten, der Begegnung mit den Märchenerzählern Andersen, Hauff, Bechstein und den Gebrüdern Grimm sowie dem Lesen deren bekanntester Märchentitel. Die Einheit macht die Lernenden aber auch mit den spezifischen Merkmalen der Gattung Märchen bekannt, die an mehreren Beispiel erarbeitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Interpretation der märcheneigenen Botschaften und das Übertragen dieser Botschaften in die eigene Lebenswelt der Lernenden. Das Thema dieser Unterrichtseinheit "Erzähl mir viele Märchen!" bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit den Gefahren, den Konflikten und Problemen dieser Welt in "verschlüsselter" Weise auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die soziokulturelle Bedeutung der Märchen kennen. Sie lernen, Märchen als "Botschaften" zu interpretieren, die Auskunft geben über ethische Verhaltensgrundsätze damaliger als auch heutiger Zeit. Märchen geben vor, was "gut" und was "böse" ist und welches Verhalten innerhalb einer sozialen Gemeinschaft erwünscht und erwartet wird. Sie selbst sollen lernen zu bestimmen, was sie aus den Geschichten herauslesen und verstehen wollen, an welchen Verhaltensmustern sie sich orientieren wollen und welche Vorbilder für ihre Entwicklung nützlich sind. Textspezifische Merkmale der Gattung "Märchen" werden erarbeitet und kenntlich gemacht. Vorkenntnisse textspezifischer Merkmale und deren soziokulturelle Bedeutung sollten der Lehrkraft geläufig sein. Die Schülerinnen und Schüler verfügen in der Regel über ein ungeordnetes und unspezifisches Vorwissen. Kooperationsbereitschaft und Kommunikation untereinander fördert das Verstehen und die Auseinandersetzung mit geistigen Inhalten. Bildmaterial unterstützt die Textaussagen, die ohnedies auch durch die bildhafte und schnörkellose Sprache der Märchentexte leicht verständlich und zugänglich sind. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, wie Märchen historisch entstanden sind. kennen die Märchensammler und Märchenerzähler Grimm, Andersen, Hauff und Bechstein sowie deren berühmteste Werke. erkennen und benennen die Merkmale der Textgattung Märchen . interpretieren die übermittelten Botschaften und verstehen sie als soziokulturell gewünschtes Verhalten der damaligen wie der heutigen Zeit. tragen auch längere Texte sinnerfassend und gut betont einem Publikum vor. verfassen Texte strukturiert und bearbeiten sie themenzentriert. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren miteinander und profitieren von den Beiträgen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen. gehen würdigend mit den Beiträgen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler um.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

New York attractions

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Einheit nähert sich New York unter landeskundlichen Aspekten über die klassischen Sehenswürdigkeiten anhand von Bildern, Liedern, Videos und Texten. Sie gibt Sprachanlässe und soll Lust auf New York machen. "The city that doesn't sleep" und "The Big Apple" sind nur zwei von vielen Namen, die man New York gegeben hat. Kaum eine Stadt der Welt begeistert und fasziniert Menschen so sehr und keine Stadt verkörpert für die Europäer Amerika mehr als New York City. Eine Stadt voller Widersprüche und Rekorde. Eine Millionenmetropole, die Sehnsucht, den Amerikanischen Traum, Vielfalt der Kulturen aber auch Gewalt, Überfluss und Dekadenz vereint. Schülerinnen und Schüler bringen jede Menge Vorwissen mit, wenn es um das Thema New York geht. Gerade der Einstieg nützt dies, indem er gezielt erfragt, was Schüler und Schülerinnen bereits wissen. Nach dem Einstieg bieten sich drei unterschiedliche Möglichkeiten, mit dem Thema weiterzuarbeiten. Diese können beliebig kombiniert oder auch einzeln verwendet werden. (1) Frank Sinatras Song "New York, New York" bietet einen kurzweiligen Song, welcher durchaus als Klassiker bezeichnet werden kann. Ausgehend vom Song lernen die Schülerinnen und Schüler mehr über den Künstler und tauschen sich locker über New York aus. (2) Im Block "This is New York? - Is this New York?" werden die Schülerinnen und Schüler selbst zu Experten und erarbeiten gemeinsam wesentliche Sehenswürdigkeiten in New York City. (3) "10 Top Tourist Attractions in New York City" bietet ein 15-minütiges Video, zu dem die Schülerinnen und Schüler typische listening und viewing tasks bearbeiten. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten sprachlich in der Lage sein, authentisches Englisch zu verarbeiten. Hierbei geht es nicht darum, jedes Wort zu verstehen, sondern Zusammenhänge und Grundinformationen aus nicht-didaktisierten Materialien (Songs, Videos) entnehmen zu können. Daher bieten sich die einzelnen Blöcke je nach Leistungsniveau für die Jahrgangsstufen 8 bis 10(11) an. Didaktisch-methodische Hinweise Die Methode think-pair-share wird nicht extra eingeführt, dürfte aber den meisten Schülerinnen und Schülern bekannt sein. Ziel ist es, sich nach einer kurzen Phase des Sammelns und Denkens ( think ) mit dem Nachbarn auszutauschen ( pair ). Danach werden die Ergebnisse in Kleingruppen vertieft ( share ). Entscheidend für das Gelingen von Option 2 "Museumsgang" ist die intensive Vorbereitung der sieben Schülerinnen und Schüler, welche als Museumsführer eingesetzt werden. Dies geschieht am Besten, wenn die Schülerinnen und Schüler wissen, dass sie unter besonderer Beobachtung stehen und ihre Leistung als mündliche Leistung bewertet wird. Für die Lehrkraft ergibt sich der Vorteil, dass so relativ einfach sieben echte mündliche Noten gemacht werden können. Aber auch die Museumsbesucher müssen ihren Teil gut vorbereiten. So sollte wirklich Wert darauf gelegt werden, die Fragen schriftlich zu fixieren. Eine Variante wäre es auch, in einer Stunde Impuls, Einstieg und Option 1 (Song von Frank Sinatra) durchzuführen. In der Schlussphase der Stunde könnte man mit Option 2 beginnen (Task 1). Am Ende der Stunde werden die Schülerinnen und Schüler dann in Besucher und Führende aufgeteilt und erhalten somit als Hausaufgabe die Aufgabe, sich auf ihre Rollen gut vorzubereiten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen wichtige Sehenswürdigkeiten in New York kennen. begegnen dem Sänger Frank Sinatra und dessen Liebeslied an New York. üben ihre viewing und listening skills . Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit nicht-didaktisierten Materialien. werden im Rahmen eines simulierten Museumsbesuchs zu Besuchern und Experten. wenden bekannte Methoden wie think-pair-share , gallery walk an und üben diese. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam und tauschen sich zu einem Thema aus. präsentieren ihre Ergebnisse in und vor der Peergroup.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Erste Schritte mit Astro Pi: Programmiersprache mithilfe von Raspberry Pi kennenlernen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit führt in die Programmierung des Raspberry Pi mit Python ein. Anhand verschiedener Aufgaben werden die Schülerinnen und Schüler einen Raspberry-Pi-Computer einrichten und programmieren. Ziel ist es, erste Programmierkenntnisse zu erlangen. Ein AstroPi ist ein Mini-Computer, der mit der Unterstützung der UK Space Agency und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von der Raspberry Pi Foundation entwickelt wurde. Es gibt zwei ganz besondere AstroPi-Computer: Sie heißen Ed und Izzy und wurden extra für einen Flug ins Weltall gebaut. Beide befinden sich nun auf der Internationalen Raumstation ISS und stehen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Die vorliegende Unterrichtseinheit führt in die Programmierung des AstroPi ein: Unter Verwendung verschiedener Datenstrukturen in Python steuern die Schülerinnen und Schüler die Farben von LEDs an und erzeugen so unterschiedlich starke farbige und weiße Lichter. Im letzten Arbeitsblatt simulieren sie das System der Luftfeuchtigkeitsregulierung auf der ISS und sammeln Umgebungsdaten wie die Temperatur, die Beschleunigung der ISS und die Richtung der Schwerkraft. Die Unterrichtsmaterialien sind Teil der Astro Pi Challenge. Durch den Wettbewerb haben Schülerinnen und Schüler die einmalige Chance, wissenschaftliche Untersuchungen im All durchzuführen, indem ihre selbstgeschriebenen Computerprogramme auf Astro Pis speziellem Raspberry Pi Computer auf der Internationalen Raumstation (ISS) ausgeführt werden. Altersklasse: 10 bis 16 Jahre Fächer: Informatik, Technik, danach sind weitere Anwendungen in anderen MINT-Fächern möglich Schwierigkeitsgrad: leicht Ort: drinnen (Klassenraum) Erforderliche Materialien: AstroPi-Bausatz; Monitor, USB-Tastatur und USB-Maus Diese Unterrichtseinheit ist der erste Teil einer Reihe von drei Lernhilfe-Sets, die vom ESA Education Office, der Bildungsorganisation der ESA, und ihren Partnern für die erste "European Astro Pi Challenge" entwickelt wurden. Durch das Abarbeiten der Übungen dieser Lektion in der angegebenen Reihenfolge erlernen die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Programmierkenntnisse, die sie für die ersten Schritte mit Raspberry Pi benötigen. Weitere Materialien, die vom ESA Education Office für die "European Astro Pi Challenge" entwickelt wurden: Der Sense Hat: Einrichtung des Sense HAT und visuelle Ausgabe über die Sense HAT-LED-Matrix Datenerfassung mit dem Astro Pi: Erfassung von Daten aus der Umgebung mithilfe von Sense-HAT-Sensoren Die Schülerinnen und Schüler lernen, was ein Raspberry Pi ist, kennen seine Hauptfunktionen und wissen, wie man ihn einrichtet und benutzt. lernen den Unterschied zwischen Hardware und Software kennen. lernen, was eine Programmiersprache ist. lernen, wie sie mit Python programmieren können. lernen, wie sie mit Eingabe- und Ausgabemeldungen, Variablen, Datentypen, "if"-Anweisungen und Schleifen umgehen müssen. lernen, wie sie mit dem Turtle-Modul von Python geometrische Formen zeichnen können.

  • Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Videoproduktion "House of Smart Living"

Unterrichtseinheit

Ein Kühlschrank, der entsprechend des Essenvorrates Kochrezepte aufs eigene Smartphone schickt? Ein Spiegel, der aktuelle Nachrichten oder den Wetterbericht anzeigt? Mithilfe des Unterrichtsmaterials erstellen die Lernenden ein eigenes Video zum Thema "Smart Home und Smart Living". So setzen sie sich handlungsorientiert mit den Merkmalen eines Smart-Homes auseinander und eignen sich Kenntnisse in der Videoproduktion an. Damit erlangen sie Fachwissen und Medienkompetenz. Aufbauend auf den Ergebnissen aus dem 2018 gemeinsam mit der Wirtschaftsinitiative Smart Living durchgeführten Videowettbewerb "House of Smart Living" setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander, wie sie sich ihr eigenes Smart Home vorstellen, in dem sie leben und arbeiten wollen. Hierfür erstellen sie einen Videoclip. Als Einstieg erarbeiten sie zunächst die Funktionen und Merkmale eines Smart Homes. Als Anregung schauen sie sich die drei Sieger-Beiträge des Videowettbewerbs "House of Smart Living" unter inhaltlichen Gesichtspunkten an. Schließlich drehen sie ein eigenes Video von maximal drei Minuten. Dieses präsentieren sie in der Klasse beziehungsweise im Rahmen eines eigenen Filmfestivals in der Schule. Die Digitalisierung verändert, wie wir arbeiten, leben und wohnen: Private Haushalte und öffentliche Gebäude wie Büros, Fabriken oder Schulen werden immer "intelligenter". Smart Homes sollen dabei mehr Komfort, Sicherheit, Wohn- und Lebensqualität bieten. Damit Schülerinnen und Schüler die gegenwärtigen und künftigen Möglichkeiten des "Smart Living" kennen, sich aber auch der damit verbundenen Risiken bewusst sind, ist Wissen um deren Funktionsweise sowie Kenntnisse zu den Auswirkungen, die ein intelligentes und vernetztes Zuhause auf das Leben jedes Einzelnen hat, von Bedeutung. Umsetzung der Unterrichtseinheit Die Unterrichtseinheit ermöglicht Lernenden einen kreativen und medialen Zugang zum Thema "Smart Living". Hierzu erarbeiten sie zuerst mithilfe der Unterrichtseinheit " Smart Home: Smart leben, lernen und arbeiten in Gegenwart und Zukunft " die Funktionen und Merkmale eines Smart Homes. Danach schauen sie sich gemeinsam die drei bestplatzierten Videobeiträge aus dem Videowettbewerb "House of Smart Living" an und analysieren diese. Anschließend entwickeln sie Ideen für ein eigenes Video zum Thema "Smart Living". Hierfür erarbeiten sie zuerst ein Thema, entwickeln eine Story und erstellen ein Storyboard. Anschließend drehen sie ihren eigenen Kurzfilm und präsentieren diesen in der Klasse beziehungsweise im Rahmen eines Filmfestivals in der Schule. Einsatzmöglichkeiten Die Unterrichtseinheit eignet sich insbesondere für den Einsatz in den Klassenstufen 7 bis 10 in der Sekundarstufe I für den fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht. Dabei werden die theoretischen Grundlagen zum Thema Smart Living vor allem in den Fächern Technik und Soziales vermittelt. Die Erstellung des Videoclips kann in den Fächern Deutsch und Kunst erfolgen. Darüber hinaus kann die Unterrichtseinheit auch im Rahmen der Projektarbeit, zum Beispiel in einer Projektwoche realisiert werden, da der Videodreh eine gewisse Zeit beansprucht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Funktionen und Merkmale, die ein Smart Home besitzt. erkennen und reflektieren die Bedeutung von Smart Homes vor dem Hintergrund einer effektiven Energienutzung, zur Steigerung der Sicherheit, der Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität. beschreiben und beurteilen die Notwendigkeiten, Vorteile, Herausforderungen und Hemmnisse eines Smart Homes und die Vorbehalte gegenüber Smart Homes und Smart Living (Energiewende, altersgerechtes Wohnen, Sicherheit, Datensicherheit). lernen Fachbegriffe aus der Filmproduktion kennen. eignen sich praktisch Methoden zur Entwicklung von Thema, Story und Storyboard zur Realiserung eines Films an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren Videobeiträge unter inhaltlichen Gesichtspunkten. entwickeln Ideen und Konzept zu einem selbst produzierten Video – sowohl schriftlich als auch als Skizze. trainieren das selbstständige Erschließen von Themen und Inhalten. arbeiten handlungsorientiert mit audiovisuellen Medien. bereiten eigene Ideen und Visionen audiovisuell auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren im Rahmen von Partner- beziehungsweise Gruppenarbeit ihre Zusammenarbeit mit anderen Personen. lernen, Diskussionen argumentativ und rational zu führen. schulen im Rahmen von Diskussionen und Präsentationen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören. trainieren das kreative Entwickeln und Ausformulieren eigener Ideen.

  • Kunst / Kultur / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lesedefiziten

Fachartikel
5,99 €

Dieses Interview mit der Lehrerin und Autorin Heidemarie Brosche beantwortet Fragen rund um die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lesedefiziten und gibt Tipps, wie man leseschwache Schülerinnen und Schüler in Schule und Unterricht am besten erreicht. Was brauchen Lehrkräfte, um Kinder mit Lesedefiziten ausreichend unterstützen zu können? Wie sieht ein effektiver Leseunterricht aus? Und welche Methoden eignen sich vielleicht weniger gut zur Förderung von Kindern mit Lesedefiziten? Diese und weitere Fragen hat uns Heidemarie Brosche beantwortet. Frau Brosche ist Mittelschullehrerin in Augsburg und engagiert sich stark in der Leseförderung. Ihr aktuellster Jugendroman "Lucky Loser" ist sprachlich bewusst einfach gehalten, damit auch Jugendliche mit Leseschwierigkeiten Spaß an der Lektüre haben. Laut verschiedener Schulstudien lernen viele Grundschulkinder heute nicht gut genug zu lesen, um ihre Zukunft zu bewältigen. Was heißt das genau? Das heißt, dass sie die Texte, die sie lesen, nicht verstehen. Und dies wiederum wirkt sich nicht nur negativ auf ihre Schulleistungen in Deutsch aus, sondern macht sich in so ziemlich allen Fächern negativ bemerkbar. Nach der Schule geht es weiter: Wer nicht versteht, was er liest, hat Probleme in der Ausbildung, für den sind Weiterbildung und Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben kaum möglich. Und er ist viel leichter zu manipulieren. Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus! Was brauchen Lehrkräfte, um Kinder mit Lesedefiziten ausreichend unterstützen zu können? Sie müssen erst mal bereit sein, anzuerkennen, dass viele dieser Kinder und Jugendlichen aus einer Welt kommen, die ausgesprochen lesefern ist. Es gibt dort keine Lese-Vorbilder, es wird nicht vorgelesen, Lesen besitzt dort auch keinen hohen Stellenwert. Empörung und Lamento sind keine zielführenden Reaktionen. Vor allem muss den Lehrkräften bewusst sein, dass Leseverständnis ohne angemessene Leseflüssigkeit nicht möglich ist. Welche Methoden funktionieren Ihrer Erfahrung nach gut, um leseferne Schülerinnen und Schüler zu erreichen? Wie gesagt, muss erst mal an der Leseflüssigkeit gearbeitet werden, zum Beispiel mithilfe von Lautleseverfahren wie dem Tandem-Lesen. Übrigens sind mittels Tandem-Lesen nicht nur in der Grundschule, sondern durchaus auch noch in der Sekundarstufe messbare Fortschritte zu erzielen. Wenn Schülerinnen und Schüler dies am eigenen Leib erfahren, also wenn sie sehen und spüren, dass sie sich verbessert haben, verbessert sich auch ihr Lese-Selbstkonzept. Und das ist nicht zu unterschätzen. Übrigens hat sich auch hörbuchbegleitetes Lesen als erfolgreich erwiesen, was nichts anderes heißt, als dass die Schülerinnen und Schüler mit den Augen mitlesen, während das Buch via Hörbuch vorgelesen wird. Hat sich die Leseflüssigkeit verbessert, kann der sprachsensible (Fach-)Unterricht viel bewirken. Die gängigen Lesestrategien greifen bei diesen schwachen Leserinnen und Lesern in der Regel nicht, weil sie eine Überforderung darstellen. Mit den Mitteln des sprachsensiblen Unterrichts, zum Beispiel auch mittels Didaktisierung von Lesetexten, kann in allen Fächern geholfen werden. Ich muss aber zugeben, dass dies sehr arbeitsaufwendig ist, wenn jede Lehrkraft für sich alleine kämpft. Hier braucht es eine konstruktive Zusammenarbeit von Lehrkräften einer Schule oder auch schulübergreifende Lösungen, von der dann alle zehren können. Und es braucht dringend gute Lehrwerke. Welche Methoden der Leseförderung erachten Sie vielleicht als weniger sinnvoll? Lange Zeit hat man vielen lesemotivierenden Aktionen den Stempel der Leseförderung aufgedrückt. Dabei können gerade solche Maßnahmen kontraproduktiv wirken – nämlich dann, wenn sie den schwachen Leserinnen und Lesern nur wieder vor Augen führen, wie abgeschlagen sie sind, was bewirkt, dass sich ihr Lese-Selbstkonzept weiter verschlechtert. Das trifft zum Beispiel auf Vorlese-Wettbewerbe genauso zu wie auf Lesenächte . Wer also bei den Lesefernen wirklich etwas erreichen möchte, muss sich bei allem, was er tut, die Frage stellen, ob er nicht wieder nur die stärkeren Leserinnen und Leser fördert. Welche Unterrichtslektüre empfehlen Sie denn für "schwache" Leserinnen und Leser? Es gibt ja die Aussage, man könne entweder den Text an den Leser anpassen, also vereinfachen, kürzen, oder aber man könne den Leser an den Text anpassen, das heißt, ihn in die Lage versetzen, auch schwierigere Texte zu verstehen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass ein Mensch, der in der Schule immer nur einfache Texte gelesen und verstanden hat, mit bildungssprachlichen Texten auch im Erwachsenenalter Schwierigkeiten haben wird. Genau deshalb arbeitet der sprachsensible Unterricht ja darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler nach und nach in die Lage versetzt werden, mithilfe von geeigneten Strategien auch schwerere Texte zu verstehen. Geht es aber um eine Ganzschrift als Klassenlektüre, muss im Vordergrund die Freude am Lesen stehen. Wenn schwache Leserinnen und Leser sich ein ganzes Buch lang abquälen müssen, geht das Lese-Selbstkonzept ja wieder in den Keller: Von "Lesen ist blöd!" über "Ich mag einfach nicht lesen." bis zu "Ich lese NICHT!" ist es kein weiter Weg. Deshalb plädiere ich für eine angemessen "leichte" Lektüre. Sie haben selbst eine solch "leichte" Lektüre geschrieben. Was ist das Konzept von Ihrem Jugendroman "Lucky Loser"? Lucky Loser ist inhaltlich sehr nah dran an der Lebenswelt der Jugendlichen. Es geht um Sozialstunden, um Verliebtsein und um die belastenden Auswirkungen von Social Media. Die Kapitel sind kurz, der Lesbarkeitsindex gering – knapp unter 30. Ich habe mich bemüht, durch Cliffhanger am Ende der Kapitel für so viel Spannung zu sorgen, dass man wissen will, wie es weitergeht. Außerdem gibt es immer mal wieder etwas zum Lachen. Relativ viele farbige Illustrationen lockern auf, sodass kein Buchstabenwüsten-Eindruck entsteht. Außerdem konnte ich den Verlag davon überzeugen, kostenloses Download-Material anzubieten, mit dem man den schwachen Leserinnen und Lesern helfen kann. Es gibt auch konkretes Material zum Tandem-Lesen. Und weil ich selbst von der positiven Wirkung des hörbuchbegleiteten Lesens überzeugt bin, durfte ich zu meinem Buch auch ein textidentisches Hörbuch im Tonstudio einlesen, das ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden kann. Besonders habe ich mich über diesen Absatz in einer Rezension gefreut: "Wer übrigens glaubt, Literatur für leseferne Kinder und Jugendliche müsse zwangsläufig simpel sein, wird hier eines Besseren belehrt. Sorgfältig gezeichnete Charaktere sorgen für Authentizität und die vielen Wortspiele machen 'Lucky Loser' auch sprachlich zu einem Genuss." (starke eltern – starke kinder, 1/2019)

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Landung auf dem Mond: Planung und Design einer Mondlandefähre

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für den fächerverbindenden Unterricht in Physik, Mathematik und Wirtschaft entwerfen die Schülerinnen und Schüler eine Mondlandefähre, die eine sichere Landung auf dem Mond ermöglichen soll. In dieser Aufgaben-Reihe planen, gestalten und bauen die Schülerinnen und Schüler eine Mondlandefähre, die eine sichere Landung der Crew (in Form eines "Ei-stronauten") auf dem Mond garantieren soll. Sie erkunden, welche Faktoren bei einer Mondlandung im Gegensatz zu einer Landung auf der Erde berücksichtigt werden müssen. Bei der Gestaltung der Landefähre müssen die Schülerinnen und Schüler Risikofaktoren und das Budget beachten. Altersklasse : 14- bis 16-Jährige Material : Schüleraktivität Schwierigkeitsgrad : mittel benötigte Unterrichtszeit : 150 Minuten Durchführungsort : Klassenzimmer und im Freien Kosten pro Klasse : gering (0-10 Euro) Thematischer Hintergrund: Mondlandung 1969 wurde Apollo 11 zur ersten bemannten Landungsmission auf dem Mond. Nach einer viertägigen Reise von der Erde aus, löste sich die Landefähre, der Eagle (Adler), von der den Mond umkreisenden Kommandokapsel und landete im Mare Tranquilitas, einer relativ ebenen Fläche. Die Landefähre wurde manuell gesteuert, um Felsen und Kratern zu entgehen. "Houston, hier ist der Stützpunkt Tranquility Base. Der Adler ist gelandet!". Diese Worte markierten eine neue Ära menschlicher Exploration. Apollo 12, die zweite bemannte Mondlandung, war eine Präzisionsübung; ein Großteil des Landeanflugs war automatisch und die präzise Landung war von großer Bedeutung, da sie das Vertrauen stärken sollte, in bestimmten Regionen zu landen. Der Landeanflug ist eine der kritischsten und schwierigsten Phasen bei einer Mondlandung. Die Landekapsel muss ihre Geschwindigkeit von 6.000 km/h in der Mondumlaufbahn auf einige wenige Stundenkilometer reduzieren, um eine sanfte Landung zu garantieren. Landezonen in interessanten Gebieten sind oftmals gefährlich, voller Krater, Felsen und Abhänge, und demnach schwer zu erreichen. Insgesamt haben nur 12 Menschen jemals den Mond betreten, das letzte Mal im Jahre 1972. Die ESA (European Space Agency) plant, in Zusammenarbeit mit ihren Partnern den Mond in den nächsten Jahrzehnten mit Robotern und auch Menschen erneut zu besuchen. Methodische Hinweise In dieser Reihe von Aufgaben entwerfen die Schülerinnen und Schüler eine Mondlandefähre und lernen einige Schwierigkeiten der Weltraumforschung kennen. Vertiefende methodische Hinweise finden Sie im Dokument landung-auf-dem-mond-alle-materialien.pdf, das am Ende dieser Seite kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die involvierten Kräfte bei einer Landung auf dem Mond beziehungsweise auf der Erde. verstehen die Beziehung zwischen Masse und Gravitation. lösen mithilfe von Newtons zweitem Gesetz ein Problem. planen unter Berücksichtigung der Risiken und des Budgets ein Projekt. arbeiten unter Zeit- und Geldeinschränkungen im Team.

  • Physik / Astronomie / Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

El cortometraje "Hiyab" en la clase de español

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Kurzfilm "Hiyab" liefert Ideen für die unterrichtliche Beschäftigung mit Kurzfilmen als audiovisuelles Medium sowie mit den aktuellen, gesellschaftlichen Themen Immigration, Islam, Identität und (Schul-)Regeln. Der Kurzfilm "Hiyab" von Xavi Sala (2005) reflektiert Aspekte des kulturellen Lebens in Spanien vor dem Hintergrund unterschiedlicher Ethnien und Bräuche. Er kann dazu beitragen, Spanisch-Lernenden reale Einblicke in die Kultur und Geschichte des Zielsprachenlandes zu vermitteln, indem er sie mit soziokulturellen und historisch-politischen Themen konfrontiert, die sowohl für den Spanisch-Unterricht als auch für fächerübergreifendes Arbeiten von Bedeutung sind. Der Film eignet sich als authentische Materialgrundlage, um mit Schülerinnen und Schülern im Spanisch-Unterricht der Sekundarstufe II auf eine interessante, motivierende Art über Interkulturalität zu reflektieren und kritisches Denken zu fördern. Die starke visuelle Botschaft des Films regt dazu an, unterschiedliche individuelle Werte wahrzunehmen und den Respekt und die Toleranz für Andere in einem diskursiven Ansatz zu unterstützen. Das Unterrichtskonzept bietet sich insbesondere für die Förderung der mündlichen Kommunikation in der Zielsprache Spanisch an. Vorkenntnisse Die Lernenden müssen nicht im Vorfeld in das Thema eingewiesen werden. Vielmehr wird Wert darauf gelegt, dass sie sich kommunikativ einbringen und sich frei äußern können. Didaktische Analyse Kurzfilme sind ein sehr motivierendes Material für die Lernenden jeder Altersstufe. Durch ihre kurze Dauer gestatten sie den Lehrenden, flexibel und reaktiv auf Schüleräußerungen einzugehen, variationsreiche Aktivitäten anzubieten und Kompetenzen wie zum Beispiel die Kommunikationsfähigkeit zu fördern. Mit der Behandlung eines Kurzfilms legt die Lehrkraft den Fokus auf einen handlungsorientierten Ansatz, in dem die Zielsprache in einem breiteren sozialen Kontext erlernt und verwendet wird und Aufgaben ausgeführt werden, die nicht nur Sprachaktivitäten umfassen, sondern insbesondere allgemeine kreative und interaktive Fähigkeiten aktivieren und den Einsatz von Strategien erfordern. Methodische Analyse Der Kurzfilm "Hiyab" enthält nur einen recht kurzen Dialog-Teil. Je nach sprachlichem Niveau der Lerngruppe können hier Verständnisschwierigkeiten auftreten. Die Lehrkraft hat die Möglichkeit, den Lernenden die Transkription des Dialogs (siehe Lösungsvorschlag zu Arbeitsblatt 3) nach der Sichtung mit Ton als hilfreiche Unterstützung für das Verständnis auszuteilen (Binnendifferenzierung). Die Arbeit mit dem Kurzfilm kann aber auch ohne Transkription erfolgen, denn die Bilder bieten – über den dialogischen Teil hinaus – eine wertvolle Unterstützung für das Verständnis. Es ist nicht nötig, jedes einzelne Wort zu verstehen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in der Zielsprache Spanisch mit den Themen Immigration, Erziehung, Islam und Interkulturalität auseinander. trainieren und erweitern ihre Sprachkompetenz im Bereich des Hör(seh)verstehens sowie im Bereich der mündlichen Ausdrucksfähigkeit und Interaktion. Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben durch offene Arbeitsformen eine sinnvolle Einteilung der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit (für die Debatte). erleben mehrkanaliges Lernen durch interaktive Zugänge, handlungsorientierte Aufgaben und verschiedene Sozialformen. erkennen spezielle narrative Formen der Gattung "Kurzfilm". Interkulturelle Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und trainieren einen Perspektivenwechsel, indem sie über eigene und fremde Werte reflektieren und sich somit als Teil ihrer Erlebnis- und Erfahrungswelt wahrnehmen. erleben und nehmen die Zielsprache in ihrer sprachlichen und kulturellen Dimension (besser) wahr. erkennen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Gesellschaft, in der sie leben, und Spanien (beziehungsweise auch anderen EU-Ländern wie Frankreich) und betten diese in ihre bisher erworbenen Erkenntnisse und ihr Weltwissen über das Thema ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben entdeckendes, handlungsorientiertes, ko-konstruktives Lernen (explorativ-kommunikativer Ansatz, Erlebnisorientierung), indem sie sich in Kleingruppen beziehungsweise mit einer Partnerin / einem Partner über Werte (auch eigene Werte), authentische und konkrete Erfahrungen und Chancengleichheit beziehungsweise Chancengerechtigkeit austauschen. tragen ihre Überlegungen vor und diskutieren sie mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Empathie im Plenum.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II

Digitale Bildung im (Französisch-) Unterricht: Medien analysieren und reflektieren

Fachartikel

Der Fachartikel "Digitale Bildung im (Französisch-) Unterricht: Medien analysieren, bewerten, verstehen und reflektieren" beleuchtet mit dem Verstoß gegen journalistische Qualitätsstandards wie die objektive Berichterstattung im Internet ein Risiko der Digitalisierung und plädiert für eine kritische Medienerziehung in der Schule. Die im Medienbildungskonzept der Kultusministerkonferenz (KMK 2016) formulierten Kompetenzbereiche 6.1. und 6.2 "Medien analysieren und bewerten" sowie "Medien verstehen und reflektieren" (KMK 2016) sind mit gutem Grund gewählt: Zunehmend ist als Problem zu beobachten, dass in unserer Gesellschaft ein über lange Jahre sicher geglaubter Konsens verloren geht. Konsens bestand darüber, als Leserin und Leser von Nachrichten anzuerkennen, dass die traditionellen Medien journalistischen Qualitätsstandards folgend objektiv über die gesellschaftlichen Realitäten berichteten und dass sie dabei unterschiedliche Perspektiven angemessen berücksichtigen. Diese Anerkennung der Massenmedien als legitime 4. Gewalt, die in unserer Gesellschaft die Aufgabe demokratischer Machtkontrolle übernimmt, schwindet. Und inzwischen ist es mühelos möglich, durch das digitale Veröffentlichen von Nachrichten zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Facebook und X an den traditionellen Massenmedien vorbei öffentliche Debatten zu beeinflussen. Es haben sich Gegenöffentlichkeiten gebildet, die sich gezielt gegen den klassischen Journalismus der etablierten Tageszeitungen sowie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk positionieren. Einige Akteure auf diesem Feld der Öffentlichkeit leisten eine punktuell durchaus berechtigte Kritik an Blindstellen in der Berichterstattung des etablierten Journalismus und verweisen in ihrer Kritik darauf, wenn journalistische Qualitätskriterien verletzt werden. Sie erinnern daran, dass den Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dem sogenannten Qualitätsjournalismus der zumeist überregionalen Tageszeitungen und politischen Magazine die Rolle zukommt, die demokratische Meinungsbildung maßgeblich mitzugestalten, indem sie Indikatoren als Maßstäbe hinsichtlich journalistischen Umgangs mit Informationen festlegen und diese befolgen: den Kodex des deutschen Presserates , die Charte des journalistes en France aus dem Jahr 1938 oder die Münchner Déclaration des devoirs et des droits des journalistes aus dem Jahr 1971, die als verlässliche Qualitätsstandards dienen können und deren Einhaltung kritisch kontrolliert werden muss. "Informationsblasen" in Blogs und bei X durch "Digital-Journalisten" Eine solche Qualitätskontrolle betreibt der klassische Print- und Rundfunkjournalismus auch selbst von innen. So bemühen sich nicht nur in Frankreich Journalisten wie zum Beispiel Daniel Schneidermann seit Langem darum, durch kritische Selbstbeobachtung über die Einhaltung journalistischer Qualitätskriterien zu wachen, indem sie wie zuletzt 2018 im Fall des SPIEGEL-Journalisten Claas Relotius die Verletzung journalistischer Standards analysieren und wenn nötig skandalisieren. Und Kritiker wie Hans-Magnus Enzensberger (Baukasten zu einer Theorie der Medien, 1970), Baudrillard (Requiem für die Medien, 1972), Pierre Bourdieu (Sur la télévision, 1996), Noam Chomsky (Media control, 2003) oder Serge Halimi (Les nouveaux chiens de gardes, 1997/2005) haben den klassischen Journalismus von außen kritisiert und wiederholt auf die Verletzung journalistischer Qualitätsmaßstäbe hingewiesen. Die Hoffnung, dass es mit den Neuen digitalen Medien leichter sein könnte, journalistische Qualitätsstandards in der politischen Öffentlichkeit durchzusetzen, hat sich als nur wenig realistisch erwiesen. Beispielhaft für andere hatte Meyer-Lucht diese Hoffnung der Anfangszeit der Digitalisierung wie folgt formuliert: "Die demokratische Öffentlichkeit hängt nicht davon ab, dass ihr von ihren traditionellen Inhabern in den etablierten Medien mitgeteilt wird, was sie denken soll. … [Sie] emanzipiert sich erst im Internet" (Meyer-Lucht 2008). Meyer-Lucht positioniert sich hier gegen einen von Jürgen Habermals zur gleichen Zeit formulierten kritischen Einwand (Habermas, Jürgen, 2008, S. 161f.). Tatsächlich ist es zwar zu einer Aufhebung der von Baudrillard beklagten "Nicht-Kommunikation" zwischen Informationsempfängern und -sendern gekommen. Inzwischen weiß man jedoch aus empirischen Studien, dass eine zunehmend große und überaus einflussreiche Anzahl an "Digital-Journalisten" in Blogs und sozialen Netzwerken in der sogenannten digitalen Gegenöffentlichkeit Grundregeln missachten, die in der Nachrichtenöffentlichkeit beachtet werden müssen. Durch gezielt einseitige und auf häufig fremdenfeindliche Emotionen zielende Berichterstattung erzeugen sie digitale Informationsblasen. "Digitale Blasen" im Unterricht Im (Fremd)Sprachen-Unterricht kann und sollte das Thema "digitale Informationsblasen" in den Blick genommen werden, um entsprechend "Medien analysieren und bewerten" zu lernen (KMK 2016). Die Unterrichtseinheit " Digitale Bildung im Französischunterricht: die Proteste der "Gilets Jaunes" in den Medien " zeigt zur Förderung der Medienkompetenz exemplarisch einen Weg auf, digitale Informationsblasen im schulischen Unterricht zu untersuchen. Die Berichterstattung über die Protestbewegung der gilets jaunes in den unterschiedlichen Medien wird von den Schülerinnen und Schülern verglichen und mithilfe der journalistischen Qualitätsstandards, die in der Déclaration des devoirs et des droits des journalistes aufgestellt worden sind, bewertet. Literatur Habermas, Jürgen (2008): Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI, Frankfurt. KMK (2016): Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt". Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.12.2016, Online Meyer-Lucht, Robin (2008): Habermas, die Medien, das Internet, Online

  • Französisch

Feuer und Verbrennung: Voraussetzungen für ein Feuer

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtssequenz zum Themenbereich "Feuer und Verbrennung" lernen die Schülerinnen und Schüler die Voraussetzungen für eine Verbrennung kennen und trainieren das sichere Experimentieren im Chemie-Unterricht. Der Themenbereich "Feuer und Verbrennung" ist eines der ersten Themen im Chemie-Unterricht der Sekundarstufe I, in dem es tatsächlich um chemische Reaktionen mit ihren Stoff- und Energieumsätzen geht. In diesem Kontext werden Grundlagen für das Verständnis von Oxidation und Reduktion und Atombau geschaffen. Die Versuche, die im Unterricht gemacht werden, werden sowohl in der Durchführung als auch im "Gehalt" anspruchsvoller. Die Lernenden werden durch den vorliegenden Einstieg in das Unterrichtsthema "Feuer und Verbrennung" auf die Unterrichtsreihe eingestimmt. Beobachtungen aus dem Alltag werden in Versuchen im Chemie-Labor wiederholt und erklärt. Dabei kommt es vor allem auf das genaue Beobachten während des Versuchs an. Vorkenntnisse Die Lernenden kennen einfache Trennverfahren. Sie wissen, dass bei chemischen Reaktionen neue Stoffe entstehen, die nicht durch einfache Trennverfahren in die Ausgangsstoffe umgewandelt werden können. Sicherer Umgang mit dem Gasbrenner und Kenntnis der Sicherheitsregeln im Chemieraum werden vorausgesetzt. Didaktische Analyse Feuer ist allen Lernenden bekannt und für sie auch interessant, besonders wenn es um spektakuläre Explosionen oder bunte Flammenfärbung geht. Viele Kinder beziehungsweise Jugendliche haben im privaten Umfeld bereits Feuer gemacht (Grill, Lagerfeuer). In dieser Unterrichtseinheit werden ihre Kenntnisse und Erfahrungen aufgegriffen und alltägliche Beobachtungen erklärt. Methodische Analyse Der Einstieg in die Unterrichtseinheit "Feuer und Verbrennung" erfolgt über die Planung einer Grillparty. Dies motiviert die Lernenden dadurch, dass sie alle etwas dazu beitragen können und selbst schon Erfahrungen zu diesem Thema gemacht haben. Die Lehrperson kann währenddessen einschätzen, welche unterschiedlichen Vorstellungen und Vorkenntnisse zum Thema Verbrennung bei den Schülerinnen und Schülern bestehen. Zu jeder Voraussetzung der Verbrennung leitet ein unkomplizierter Versuch, in dem Beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen trainiert werden. Zudem wird ein routinierter, sicherer Versuchsablauf im Hinblick auf spätere Versuche mit dem Gasbrenner unterstützt. Umgang mit Fachwissen Die Schülerinnen und Schüler können die Bedingungen für einen Verbrennungsvorgang beschreiben. Erkenntnisgewinnung Die Schülerinnen und Schüler können Glut- oder Flammenerscheinungen nach vorgegebenen Kriterien beobachten und beschreiben. Bewertung Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Brennbarkeit von Stoffen. begründen Sicherheitsregeln im Umgang mit brennbaren Stoffen und offenem Feuer.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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