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Wer oder was waren eigentlich die 68er?

Unterrichtseinheit

Dieser Unterrichtseinheit liegt ein Basisartikel zugrunde, in dem die zunehmende Personalisierung, Medialisierung und Historisierung von Politik beleuchtet wird.Die gegenwärtige Mediendebatte über die politische Vergangenheit der "grünen" Minister Fischer und Trittin hat bisweilen den Charakter eines Prozesses angenommen, der der so genannten 68er Generation just in dem Moment gemacht wird, in dem sie den letzten Schritt auf dem Weg durch die gesellschaftlichen Institutionen – nämlich den zur politischen Macht auf Bundesebene – vollzogen hat. Der staatstragende Duktus der Debatte, der dabei von Seiten der Opposition geführt wird, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier nicht um eine moralische und politische Bewertung von "Jugendsünden" eines aus einer revoltierenden Jugendbewegung hervorgegangenen parlamentarischen Gegners geht.Die Unterrichtseinheit soll zunächst in die aktuelle Debatte zur angeblich gewaltbereiten Vergangenheit von Fischer und Trittin einführen und den Schülerinnen und Schülern veranschaulichen, wie "Vergangenes" instrumentalisiert wird, um von aktuellen Tatsachen abzulenken. Die Arbeit sollte mit dem Basistext beginnen, der sicher einige Fragen aufwirft. Wie immer haben wir für Sie zudem eine Reihe relevanter Links vorrecherchiert. Schwerpunktwahl Abhängig von Ihrer Zielrichtung (Tagespolitik, Medienkritik oder eher historisch) und der Versiertheit der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem Internet bietet sich auch eine freie Recherche an: Zu den "68ern" findet man im Internet zahlreiche private Homepages, die das Thema zum Teil sehr ausführlich, aber auch recht persönlich darstellen. Die freie Recherche sollte immer dokumentiert werden, damit die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Suchstrategien zu verbessern und zu reflektieren. Außerdem sollten die Homepage nach einem zunächst vorgegebenen Frageraster untersucht werden, damit die Schülerinnen und Schüler lernen, gefundene Quellen systematisch zu analysieren.Die Schülerinnen und Schüler sollen aus den Basistexten die wichtigsten Thesen des Autors herausarbeiten und in einem Word-Dokument zusammenstellen. Begrifflichkeiten, die sie nicht verstehen, in Online-Lexika nachschlagen. die gefundenen Lexika in ihrer Favoritenliste aufnehmen, sich einen geeigneten Ordnernamen überlegen. die gefundenen Online-Lexika in einem Word-Dokument zusammenstellen und diese kommentieren. auf der Grundlage des Basistextes Fragen formulieren und Schwerpunktthemen bilden, die sie interessieren. die gewählten Schwerpunktthemen in Gruppenarbeit bearbeiten. im Falle einer freien Recherche, diese dokumentieren und reflektieren. Die Debatte um die Vergangenheit von Außenminister Joschka Fischer wird sehr hitzig geführt. Sollte der Minister ob seiner wilden Vergangenheit zurücktreten, oder missbraucht die Opposition die "Jugendsünden" von Fischer und Trittin, um von ihren eigenen Problemen abzulenken? Während Parteimitglieder der CSU finden, über die Bekämpfung linker und rechtsextremistischer Gewalt könne "nicht mehr gesprochen werden, ohne die Namen Fischer und Trittin zu nennen" (Ramsauer), sehen es die Politiker aus den eigenen Reihen eher als den langweiligen "Versuch, auf Fischer irgendetwas zukommen zu lassen." (Vesper). Die zweite Phase der Unterrichtseinheit steht ganz im Zeichen der Frage, ob Joschka Fischer im Amt bleiben kann, oder ob die ganze Diskussion an den Haaren herbeigezogen ist. In diesem Zusammenhang sollte nach der politischen Couleur der Zeitungen gefragt werden. Sie kann aus Zeitgründen gegebenenfalls wegfallen, oder nur von einer der Gruppen bearbeitet werden. Falls Sie diese recht zeitaufwendige Auseinandersetzung mit der Presselandschaft weglassen möchten, sollten Sie Ihren SchülerInnen einen kurze Zusammenfassung der aktuellen Geschehnisse geben, bzw. diese auf die von uns vorbereiteten Links verweisen. Die Schülerinnen und Schüler sollten einige der vorgestellten Texte einander gegenüberstellen, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die wichtigsten Rechercheergebnisse mitteilen und sich überlegen, wie nachvollziehbar sie die Vorwürfe der Opposition finden. Die angegebenen Artikel "absurfen" und versuchen, die unterschiedlichen Quellen nach Intention und politischer Richtung zu hinterfragen. Den Mitschülerinnen und Mitschülern die wichtigsten Akteurinnen und Akteure, deren Biographie und die Vorwürfe, die ihnen gemacht werden, vorstellen. Die wichtigsten Ergebnisse in einem Worddokument zusammenfassen und sich überlegen, welche der Erkenntnisse auf einer die Unterrichtseinheit abschließenden Homepage zu finden sein sollten. Dieses Bild war manipuliert und mit den Schriftzügen (Bolzenschneider und Schlagstock) versehen, sodass es aussah, als befinde sich Trittin inmitten randalierender, gewaltbereiter Vermummter. Als der Betrug aufflog, bestritt die "BILD"-Zeitung, was nicht zu leugnen war. An der "BILD"-Affäre kann man wunderbar verdeutlichen, wie sehr Medien dazu bereit sind, die Wahrheit zu verdrehen, um ihre Auflagenzahlen zu erhöhen. Die SchülerInnen lernen, dass selbst Fotos nicht unbedingt seriöse Dokumente sind, sondern schon durch die Wahl des Bildausschnittes ein falscher Eindruck entstehen kann. Die Diskussion, die sich um die Affäre rankt, bietet einen weiteren Einblick in die Manipulierbarkeit von Medien. Auch dieses Thema bietet sich vor allem für die Arbeit einer einzelnen Schülergruppe an. Diese könnte sich mit der Rechtslage des "Lügens" von Medien befassen, sich an Forumsdiskussion beteiligen oder sich direkt an die "BILD"-Redaktion wenden und diese um Stellungnahme bitten. Die aktuelle Debatte rund um die "gefährliche Vergangenheit" der Regierungsmitglieder und ihre Aufbereitung in den Medien kann unter zwei Aspekten behandelt werden. Zum einen im Sinne einer Medienanalyse: Wie werden "Skandale" von den Medien und der Politik aufgegriffen, um von eigentlichen (Nicht-) Inhalten oder Defiziten abzulenken? Zum anderen kann sie aber auch als Aufhänger genutzt werden, um sich mit der Bedeutung der 68er für den Zustand der bundesrepublikanischen Gesellschaft (politisch und soziologisch) auseinander zu setzen. Weiß die gegenwärtige Schülergeneration, was die RAF oder wer Rudi Dutschke war? Auf welches historische Wissen können sich die Schülerinnen und Schüler bei der Beurteilung der aktuellen Debatten und Mediendiskurse stützen? Wichtiger als die Bewertung der aus ihrem historischen Kontext gerissenen Handlungen von Fischer bis Kohl ist demnach die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik selbst. Vorgehensweise der ersten Unterrichtsphase Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sollten Sie nach der Lektüre des Basistextes Verständnisfragen klären und Untersuchungsschwerpunkte bilden. Diese sollten zunächst in einem Word-Dokument festgehalten und dann in Gruppen erarbeitet werden.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

"Knallhart" - Buch und Film im Deutsch- und Politikunterricht

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Gregor Tessnows Jugendroman "Knallhart" erstellen die Lernenden eine themenbezogene Schülerzeitung, sehen sich den Film zum Buch an und führen eine Gerichtsverhandlung durch.Nicht erst seit die Zustände an einer Berliner Hauptschule durch den Hilfeschrei des Lehrerkollegiums öffentlich geworden sind, ist das Thema Gewalt unter Jugendlichen ein viel diskutiertes Thema. Einen eindringlichen Zugang zu diesem Thema bieten der Jugendroman "Knallhart" von Gregor Tessnow sowie der gleichnamige Film von Detlev Buck. Sie stellen ohne Schnörkel einen Abgrund der Gewalt dar, der Jugendliche unmittelbar berührt. Durch die eher schlichte Darstellung ist das Buch auch für Schülerinnen und Schüler geeignet, die sonst eher wenig oder selten lesen. An ihm können deshalb auch sehr gut Methoden der selbstständigen Texterschließung erprobt werden.Buch und Film bieten eine Fülle von Anknüpfungspunkten an die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen, sodass ein Anreiz für sie besteht, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Ein wesentliches Anliegen bei der Lektüre ist es, den Schülerinnen und insbesondere den Schülern ein positives Leseerlebnis zu vermitteln, damit sie die Erfahrung machen können, dass Literatur ganz unmittelbar etwas mit ihnen zu tun hat. Die im Folgenden näher ausgeführten Elemente der Unterrichtseinheit sind in ihrer Reihenfolge nicht unbedingt festgelegt. Die Schülerzeitung Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Sonderausgabe einer Schülerzeitung und sehen sich den Film zum Buch im Kino oder auf Video an. Die Gerichtsverhandlung Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildet eine fiktive Gerichtsverhandlung. Angeklagt ist der Protagonist Michael Polischka. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich selbstständig Inhalte und Themen einer literarischen Ganzschrift. setzen ihre Leseerfahrung kreativ in ein Produkt um. verbinden ihre eigene Realität mit der fiktiven des Buches und erarbeiten sich dabei Kenntnisse zu relevanten aktuellen Themen. nutzen ihre EDV-Kenntnisse zur Umsetzung gestalterischer Ideen. üben ihre Fähigkeit, in Gruppen zu arbeiten. Abgerundet wird das Unterrichtsprojekt durch eine Zusammenarbeit mit dem Politik-Unterricht. Hier können Kenntnisse über Jugendstrafverfahren und Jugendrecht erarbeitet werden, die dann genutzt werden, um in einem fiktiven Gerichtsverfahren über den Protagonisten von Film und Buch Recht zu sprechen. Die im Folgenden näher ausgeführten Elemente des Vorhabens sind in ihrer Reihenfolge nicht unbedingt festgelegt. Angeklagt: der Protagonist Bereits während der Arbeit an der Schülerzeitung haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den strafrechtlichen Folgen der Tat des Protagonisten Michael Polischka beschäftigt. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildet nun eine fiktive Gerichtsverhandlung. Recherche im Internet Im ersten Schritt informieren sich die Schülerinnen und Schüler in einer gelenkten Internetrecherche (Arbeitsblatt 04) über den Ablauf eines Strafverfahrens. Im Plenum werden anschließend die einzelnen Verfahrensabschnitte und die an einem Strafverfahren Beteiligten herausgearbeitet. Im zweiten Schritt werden die Rollen für die Hauptverhandlung an Kleingruppen verteilt: Jugendrichter(in) Jugendstaatsanwalt /-anwältin Verteidigung Angeklagter Jugendgerichtshilfe Nebenkläger(in) Protokollant(in) Diese - außer der Richtergruppe und der Protokollgruppe - erhalten nun die Aufgabe, für die Hauptverhandlung ein Statement von maximal fünf Minuten Länge vorzubereiten. Die Richtergruppe informiert sich in der Zeit ausführlicher über Möglichkeiten der Bestrafung, dabei ist auch die Hilfe der Lehrperson gefragt. Urteilsverkündung, Kommentar und Diskussion Die Statements werden im dritten Schritt vorgetragen, wobei die Richtergruppe das Recht hat, Nachfragen zu stellen. Anschließend verkündet diese nach kurzer Beratungszeit das Urteil. Zur Auflösung der Rollen sollten nun die einzelnen Gruppen aus ihrer Sicht das Urteil kommentieren. Schließlich sollte es in der ganzen Klasse diskutiert werden. Fiktion und Realität Bei der Gerichtsverhandlung besteht die Gefahr beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Schülerinnen und Schüler sehr an den aus dem Fernsehen bekannten Gerichtsshows orientieren. Um dieses Bild zu korrigieren, ist es hilfreich, eine reale Gerichtsverhandlung zu besuchen. Dies ist meist ohne größeren Aufwand in Absprache mit den örtlichen Gerichten möglich. Die Unterrichtseinheit verzichtet weitgehend auf eine "klassische" Texterarbeitung und versucht stattdessen, durch kreative Methoden und durch das Heranziehen von außerliterarischen Themen den Text zu erschließen. Dieser unkomplizierte Zugang wird durch die Einbeziehung der Romanverfilmung unterstützt, die das Geschehen in eindrucksvolle Bilder umsetzt. Hier steht vor allem die Reflexion über die Wirkung filmischer Mittel im Vordergrund. Vor Beginn der Unterrichtseinheit erhalten die Schülerinnen und Schüler die Hausaufgabe, den Roman innerhalb einer bestimmten Zeit zu lesen. Die erste Stunde wird darauf verwendet, in einer Blitzlichtrunde erste Eindrücke auszutauschen. Anschließen könnte sich eine schriftliche Überprüfung der Textkenntnisse (siehe Arbeitsblatt 01). Schließlich wird das weitere Vorgehen erläutert. Als Vorbereitung auf einen Kinobesuch sollten die Schülerinnen und Schüler einige grundlegende filmische Mittel kennenlernen. Solche finden sich zum Beispiel im Filmheft zu "Knallhart", herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und im Internet als PDF-Datei abrufbar unter www.bpb.de . Als Aufgabe während der Filmvorführung erhalten die Schülerinnen und Schülern einen Beobachtungsbogen (Arbeitsblatt 05) zum Ausfüllen. Da der Film die Schülerinnen und Schüler bewegt, sollte unbedingt gleich nach der Vorstellung die Möglichkeit zum Gespräch gegeben sein. Kreatives Arbeiten Die Schülerinnen und Schüler erstellen in Kleingruppen die Sonderausgabe einer Schülerzeitung, die sich ausschließlich mit Buch und Film auseinandersetzt. Sie erhalten dafür circa acht Stunden Zeit, in denen sie aufgrund der Arbeitsanweisungen (Arbeitsblatt 02) und mit viel Spielraum für eigene Ideen selbstständig arbeiten. Letzter Check Es hat sich als günstig erwiesen, den Schülergruppen circa zwei Stunden vor dem Abgabetermin noch einmal eine "Checkliste" (Arbeitsblatt 03) zu geben, anhand derer sie ihre Zeitungen überarbeiten können. Diese verhilft auch zu mehr Transparenz bei der Benotung der Arbeiten. Diskussion und Reflexion Daran anschließen sollte sich mindestens eine Stunde, in der die Produkte der anderen Gruppen gesichtet und gegebenenfalls auch bewertet werden. Diese eigene Reflexion über die Qualität der erstellten Arbeiten sollte dann auch in Beziehung zu der Bewertung gesetzt werden, die die Lehrkraft vorgenommen hat.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Einsatz des Computers bereits in der Grundschule?

Fachartikel

Oft heißt es: "Ohne Nutzung digitaler Medien ist man benachteiligt! Ohne Internetzugang ist man nur noch ein halber Mensch! Schülerinnen und Schüler lernen besser und leichter mit digitalen Medien!" Sind diese Aussagen zutreffend und vor allem, gelten sie auch für Grundschulkinder? Viele Autorinnen und Autoren beschäftigen sich damit, ihre Unterrichtsmaterialien "auf digitale Medien zu trimmen" und viele Verlage sind schon lange auf den Zug aufgesprungen und haben Unterrichtsmaterialien zur Einbindung von Computer und Internet in ihren Programmen. Aber ist das alles auch in der Grundschule wirklich so sinnvoll, wie man uns das täglich zu vermitteln versucht? Aus meiner Praxiserfahrung heraus sage ich entschieden: Nein. Vielleicht werden Sie denken, dass man das so undifferenziert nicht sagen kann. Im Folgenden möchte ich meine Aussage konkretisieren und hoffe damit Denkanstöße für eine rege Diskussion zum Thema zu geben.

  • Fächerübergreifend

Fritz Haber: Genie oder Völkermörder?

Unterrichtseinheit

Dieser WebQuest thematisiert die historische Persönlichkeit Fritz Haber (1868-1943) und bettet die Ammoniaksynthese sowie ihren Mitentwickler in einen historischen Kontext ein. Neben Habers Beteiligung an der Giftgasforschung werden auch dessen unbekannte und teils spektakuläre Forschungen sowie die Rolle seiner Frau Clara Immerwahr betrachtet. Der WebQuest ist als Teil einer Semesterarbeit Studierender des Lehramtes Chemie für Gymnasien im Rahmen eines Seminars an der Universität Frankfurt entstanden und wurde bisher aber noch nicht im Unterricht eingesetzt. Wenn Sie die Materialien im Unterricht einsetzen, wären die Autoren für Ihre Erfahrungen und Rückmeldungen dankbar (Informationen und Kontakt zu den Autoren). Damit erhalten die Studenten (David Fischer, Sándor Bekö) auch eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Studierenden (wahlweise aus einem Institut für Physikalische Chemie, Geschichte, Soziologie oder Chemie), die sich innerhalb von Arbeitsgruppen über Leben und Werk Fritz Habers aus verschiedenen Blickwinkeln informieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden durch Plakate gesichert, die den Mitschülerinnen und Mitschülern vorgestellt werden. Die vier Poster werden aufgehängt und im Rahmen einer "Poster-Session" gemeinsam betrachtet. Eine Podiumsdiskussion ("Kongress"), in der das Wirken von Fritz Haber kritisch reflektiert und auch der historische Versuch der Ammoniaksynthese demonstriert wird, schließt die Unterrichtseinheit ab. Zielgruppe, Themen, Anbindung an den Lehrplan Hier finden Sie Informationen zu den Voraussetzungen der Unterrichtseinheit, den Themen und ihrer Anbindung an den Lehrplan sowie einen Überblick zum Unterrichtsverlauf. Durchführung des WebQuest In arbeitsteiliger Gruppenarbeit recherchieren die Schülerinnen und Schüler eigenständig und selbst gesteuert Informationen zu Leben und Werk von Fritz Haber. Präsentation der Arbeitsergebnisse Nach einer Poster-Session werden in einem Rollenspiel die Person und die wissenschaftlichen Leistungen Fritz Habers aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Forschungsschwerpunkte Fritz Habers benennen können. die Reaktionsgleichung der Ammoniaksynthese nach Haber und Bosch formulieren können. unterschiedliche (historische) Methoden der Ammoniaksynthese benennen können. mindestens drei Giftgase nennen und die Beteiligung Fritz Habers am Gaskrieg beschreiben können. die Gründe für den Suizid von Clara Immerwahr (Fritz Habers Ehefrau) kennen lernen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen relevante Inhalte aus Online-Dokumenten exzerpieren, ordnen und aufarbeiten. den Rechner zur Informationssuche verwenden können. ein Plakat erstellen, das die Ergebnisse der Gruppenarbeit strukturiert zusammenfasst. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in der Gruppenarbeitsphase konstruktiv mit den Vorschlägen anderer Schülerinnen und Schüler umgehen. auf der Basis des angeeigneten Wissens einen Sachverhalt gemeinsam diskutieren, argumentieren und überprüfen. in der Gruppenarbeit eigenverantwortlich Inhalte erarbeiten, auswählen und gemeinsam präsentieren. sich bei der Podiumsdiskussion frei und selbstsicher äußern. Thema Fritz Haber: Genie oder Völkermörder? Autoren David Fischer, Silke Weiß Fach Chemie; fächerübergreifend Aspekte: Politikwissenschaft, Religion/Ethik, Geschichte (Krieg und Frieden, Verantwortung des Wissenschaftlers) Zielgruppe Jahrgangsstufe 13 (G9) beziehungsweise 12 (G8), bevorzugt Leistungskurs Zeitraum 5-6 Stunden Technische Voraussetzungen ein Computer pro Arbeitsgruppe Silke Weiß studierte an der Universität zu Heidelberg und Frankfurt die Fächer Biologie, Chemie, Spanisch und Deutsch auf Lehramt (Sek II) und arbeitet am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim (Hessen). Sie ist zur Zeit im Projekt "Lehr@mt: Medienkompetenz als Phasenübergreifender Qualitätsstandard" abgeordnet an das Institut für Didaktik der Chemie der Universität Frankfurt und betreut dort den Bereich "Kompetent Chemie unterrichten mit Neuen Medien". Vorwissen der Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler sollten das chemische Gleichgewicht und Massenwirkungsgesetz bereits kennen gelernt haben. Technische Voraussetzungen Die WebQuest-Materialien dieser Unterrichtseinheit sind HTML-Seiten, die mit jedem gängigen Browser betrachtet werden können. Die Schülerinnen und Schüler sollten Zugang zu einem Drucker haben, um zum Beispiel das Anmeldeformular für den Kongress ausdrucken zu können, aus dem sich dann die Gruppeneinteilung ergibt (siehe Aufgabenseite im WebQuest; "Internetadresse" oder "Download" auf der Startseite der Unterrichtseinheit). Chemie Der WebQuest soll von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe (vorzugsweise Leistungskurs) bearbeitet werden. Inhaltlich greift er das verbindliche Unterrichtsthema "Ammoniaksynthese" auf und leitet auch zu einem Demonstrationsversuch an. Die Thematisierung des Haber-Bosch-Verfahrens als Beispiel für das "Prinzip des kleinsten Zwangs" ist im G9-Lehrplan für die Jahrgangsstufe 13 vorgesehen. Zukünftige G8-Oberstufen behandeln dieses Prinzip entsprechend in Jahrgangsstufe 12. Politikwissenschaft, Religion/Ethik Das Haber-Bosch-Verfahren ist als technisches Verfahren über den Chemieunterricht hinaus als fakultativer Unterrichtsinhalt mit Querverweisen zu dem Themengebiet "Krieg und Frieden" (zum Beispiel Politikwissenschaft, Religion/Ethik) möglich. Die Unterrichtseinheit reiht diese Leistung Fritz Habers neben anderen Forschungen ein und erweitert das Wirken Habers um den Aspekt der Verantwortung eines Chemikers. Somit kann der im Lehrplan geforderten Entwicklung eines Wertebewusstseins und der Berücksichtigung der Würde des Menschen Rechnung getragen und die im Lehrplan vorgeschlagene Fächervernetzung hergestellt werden (Politikwissenschaft, Geschichte, Ethik oder der Religion). Einstieg Eine fiktive "Einladung" mit dem provozierenden Untertitel stellt den Einstieg in den WebQuest dar. Ein Professor lädt Studentinnen und Studenten verschiedener Universitäten - darunter auch solche der Universität zu Berlin, an der Fritz Haber selber lehrte - ein, die Fragestellung "Genie oder Völkermörder" kontrovers auf einem "Jungwissenschaftler-Kongress" zu diskutieren. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zunächst in Expertengruppen ("Arbeitsgruppen") individuelle Antworten auf die zentrale Fragestellung, ob Haber ein Genie oder "Völkermörder" sei. Dabei informieren sie sich anhand vorgegebener Links gemäß der Rollen, in die sie schlüpfen. Dies sind Studierende folgender Fächer oder Fachbereiche: Chemie Physikalische Chemie Geschichte Soziologie "Postersession" und "Kongress" Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse in Form von Plakaten - ähnlich, wie es auch auf echten wissenschaftlichen Versammlungen der Fall ist ("Poster-Session"). Daraus ergibt sich eine abschließende Podiumsdiskussion, die von den nicht direkt teilnehmenden Schülerinnen und Schülern schriftlich zusammengefasst wird. Demonstrationsexperiment Im Rahmen des WebQuest ist ein Versuch zur Darstellung von Ammoniak nach dem Haber-Bosch-Verfahren vorgesehen. (Nur die Gruppe der Chemikerinnen und Chemiker wird das Experiment vorführen.) Ausgehend von einem zentralen WebQuest-Dokument erarbeiten Schülerinnen und Schüler mithilfe des Internets ein Wissensgebiet und präsentieren anschließend ihre Ergebnisse. Die Arbeit mit dem WebQuest erfolgt in den Schülergruppen eigenständig und selbst gesteuert. Der Lehrkraft kommt die Rolle eines Lernbeobachters zu. Allgemeine Informationen zum Thema WebQuest im naturwissenschaftlichen Unterricht finden Sie hier: WebQuests in den Naturwissenschaften Informationen zu den internetbasierten "Lernabenteuern" Expertengruppen In der ersten Phase der Bearbeitung des WebQuest werden vier Arbeits- oder "Expertengruppen" gebildet, die sich mit den folgenden Schwerpunkten beschäftigen. Die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu den Arbeitsgruppen kann eigenständig erfolgen. Zu beachten ist hierbei, dass nur die Gruppe der Chemikerinnen und Chemiker den Versuch zur Darstellung von Ammoniak durchführt. Studierende der Physikalischen Chemie (Universität zu Berlin) Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, den anderen Gruppen die Leistungen und vielseitigen Forschungen Fritz Habers vorzustellen. (Haber studierte und lehrte unter anderem auch an der Universität zu Berlin.) So versuchte Haber zum Beispiel im Jahr 1921 aus Meerwasser Gold zu gewinnen, um so Deutschlands Reparationszahlungen an die Alliierten zu unterstützen. Die Forschungen zur Schädlingsbekämpfung und den Flammenreaktionen gehören ebenfalls zu den weniger bekannten Aktivitäten Habers, die in der Arbeitsgruppe "Physikalische Chemie" gelesen und den anderen Gruppen vorgestellt werden sollen. Studierende der Geschichte (Universität zu Tübingen) Diese Arbeitsgruppe untersucht die Verwicklungen Habers in den ersten Weltkrieg und deckt historische Zusammenhänge auf. Am 22. April 1915 in Belgien (Ypern) wurden zum Beispiel auf Anraten Habers erstmals 150 Tonnen Chlorgas als "moderne Massenvernichtungswaffe" eingesetzt. Studierende der Soziologie (Universität zu Darmstadt) Die Arbeitsgruppe der Soziologen untersucht die Rolle der Frau in der Wissenschaft zur damaligen Zeit und erweitert so das Hauptthema um einen wichtigen Aspekt. Im Mittelpunkt dieser Gruppenrecherche steht Habers Ehefrau Clara Immerwahr, ihr Standpunkt zu den umstrittenen Aktivitäten Habers und ihr tragisches Schicksal. Studierende der Chemie (Universität zu Frankfurt) Die Arbeitsgruppe der Chemikerinnen und Chemiker konzentriert sich auf die Forschungen Habers rund um die Ammoniak-Hochdrucksynthese. Zu den Aufgaben dieser Arbeitsgruppe gehört neben einer vergleichenden Literaturrecherche auch die Durchführung eines Modellversuches zur Haber-Bosch-Ammoniaksynthese im kleinen Maßstab. Zeitaufwand Für die Arbeitsphase mit dem WebQuest sind in dieser Unterrichtseinheit etwa zwei bis drei Stunden zu veranschlagen. Für ihre jeweiligen Forschungsgebiete steht den Schülerinnen und Schülern im Quellenbereich der WebQuest-Seite eine Liste mit mehr aus dreißig ausgewählten Links zur Verfügung. Ein Teil der Literatur liegt auch als PDF-Dokument vor, von dem bei Bedarf je ein Exemplar pro Gruppe ausgedruckt werden kann. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn sich die Lernenden selbstständig in der Schul- oder Stadtbibliothek weitere Materialien beschaffen. Poster-Session Mithilfe der verschiedenen Quellen wird von jeder der vier Arbeitsgruppen ein Plakat erstellt, das die wichtigsten Informationen und Erkenntnisse zu den jeweiligen Schwerpunktthemen der Gruppe enthält. Diese Plakate - die im Ansatz den Kriterien eines wissenschaftlichen Plakates genügen sollen - werden zum "Kongress" mitgebracht und dort im Rahmen einer "Poster-Session" ausgestellt. Auf diese Weise werden die sich gegenseitig ergänzenden Informationen und Facetten zu Fritz Habers Leben und Werk allen Schülerinnen und Schülern schon transparent, bevor die Diskussion beginnt. Es ist daher darauf zu achten, dass der Inhalt der Plakate von einem unwissenden Betrachter in fünf bis zehn Minuten erfasst werden kann! Fritz Habers Forschungen werden in der Diskussion nicht allein auf die Ammoniak-Hochdrucksynthese reduziert, sondern in den historischen Kontext eingebettet und kritisch beleuchtet. Zeitaufwand Für die Erstellung der Plakate wird eine Schulstunde benötigt. Die Ausstellung der Plakate dauert etwa eine halbe Stunde. Dies sollte optimalerweise zu Beginn einer Doppelstunde geschehen, da die restliche Zeit dann für den Kongress verwendet werden kann. Podiumsdiskussion Nach der Recherche und Sicherungsphase (Erstellung der Plakate) werden in einer Podiumsdiskussion ("Jungwissenschaftler-Kongress") Vertreterinnen und Vertreter jeder Arbeitsgruppe zu Wort kommen (insgesamt acht Personen) und Habers Aktivitäten kritisch kommentieren. Zentral ist hierbei die Ausgangsfrage, ob Haber ein Genie oder ein Völkermörder sei. Planung Für den Jungwissenschaftler-Kongress ist in dieser Unterrichtseinheit eine Unterrichtsstunde zu veranschlagen. Darin ist die Nachbesprechung nicht enthalten. Schülerinnen und Schüler, die nicht aktiv am Kongress beteiligt sind, erstellen eine stichpunktartige Zusammenfassung des Disputes, in der die unterschiedlichen Sichtweisen der Arbeitsgruppen und ihr Bezug zu der Ausgangsfrage dargestellt werden. Die Zusammenfassungen sollen mit einer persönlichen Stellungnahme enden. Silke Weiß studierte an der Universität zu Heidelberg und Frankfurt die Fächer Biologie, Chemie, Spanisch und Deutsch auf Lehramt (Sek II) und arbeitet am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim (Hessen). Sie ist zur Zeit abgeordnet im Projekt "Lehr@mt: Medienkompetenz als Phasenübergreifender Qualitätsstandard" an das Institut für Didaktik der Chemie der Universität Frankfurt und betreut dort den Bereich "Kompetent Chemie unterrichten mit Neuen Medien".

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe II
Titelbild "Die Welle"

"Die Welle" – Literatur, Macht und Manipulation im Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit für die Klassen 9 bis 10 untersucht Morton Rhues "Die Welle" als Schulversuch zum Thema Macht und Gruppendynamik. Mit interaktiven Arbeitsblättern, Gruppenpuzzle und digitalen Impulsen fördern die Lernenden kritisches Denken, Analyse von Manipulationsstrategien und Reflexion über Demokratieverständnis. Die Unterrichtseinheit "Die Welle – Literatur, Macht und Manipulation im Unterricht" umfasst mehr als 15 Seiten mit altersgerechten Kopiervorlagen. Beginnend mit einem fachdidaktischen Einleitungstext werden biografische Hintergründe von Morton Rhue und die historischen Bezüge zu Autoritarismus und Gruppenzwang thematisiert. Im Gruppenpuzzle erarbeiten Kleingruppen zentrale Aspekte wie Ideologieaufbau, Charismapolitik des Lehrers Ben Ross und Mechanismen kollektiver Verführung. Interaktive Aufgaben versetzen die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Mitschülern, Lehrpersonal und Beobachtern des Experiments: Sie analysieren Schlüsselszenen, untersuchen sprachliche Mittel der Manipulation und diskutieren moralische Dilemmata. Eine Zusammenfassung fasst wesentliche Begriffe wie Totalitarismus, Konformitätsdruck und Manipulationstechniken zusammen. Der Single-Choice-Test überprüft das Verständnis zu Handlungsstrang, Figurenmotiven und historischen Parallelen. Das Glossar erläutert Fachbegriffe wie Propaganda, Autoritarismus, Gruppendynamik und Zivilcourage. Die didaktische Handreichung bietet Lehrkräften methodische Hinweise zu Partner- und Gruppenarbeit, Rollenspielen (zum Beispiel Experimentleiterinnen und -leiter, Kritikerinnen und Kritikern, Teilnehmende), Reflexionsübungen und digitalen Impulsen (zum Beispiel Videosequenzen zur echten "Welle"-Anwendung, Online-Diskussionsforum). Durch kooperative Lernformen und entdeckendes Lernen entwickeln die Lernenden ein tieferes Verständnis für demokratische Werte, Manipulationsgefahren und die Bedeutung kritischer Urteilsbildung.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Anna Gavalda: 35 kilos d’espoir

Unterrichtseinheit

Um die Literaturarbeit in der Mittel- und Oberstufe im Fach Französisch lebendig zu gestalten, bieten sich besonders die aktuellen Jugendromane der Autorin Anna Gavalda an. Diese Unterrichtseinheit zu ihrem Roman "35 kilos d'espoir" kann sehr gut als Vorbereitung auf einen Schüleraustausch mit Frankreich verwendet werden.Der französische Roman "35 kilos d'espoir" von Anna Gavalda weckt besonders das Interesse jugendlicher Leserinnen und Leser, da er auf das schulische Leben in Frankreich aus der Sicht des Jungen Grégoire (13 Jahre) eingeht. Die Figur Grégoire birgt großes Identifikationspotential, sodass die beinahe gleichaltrigen Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, selbst den Wert von Schule für das eigene Leben zu hinterfragen. Daneben werden auf landeskundlicher Ebene Einblicke in das französische Schulsystem gewährt. Darüber hinaus sollen die Lernenden selbst den Wert eigener Interessen für das Bestehen in der Schule und im Leben am Beispiel der Schulgeschichte Grégoires erkennen und diese mit ihrer eigenen Lebensgeschichte vergleichen.In dieser Einheit werden die Schülerinnen und Schüler mit einer aktuellen französischen Ganzschrift konfrontiert, die sie zusätzlich mithilfe neuer Medien in der Internetrecherche, durch das Web 2.0 via des gemeinsam erstellten Blog und durch Filmanalyse erschließen sollen. Darüber hinaus werden individuelle Lernstrategien und Präsentationsstile erprobt und geübt. Dabei dienen verschiedene Sozialformen dazu, Diskussionen unter den Schülerinnen und Schüler anzuregen und auf einen möglichen bevorstehenden Schüleraustausch mit Frankreich vorzubereiten. Diese literarische Unterrichtseinheit ist frühestens für das 3. Lernjahr Französisch in der Mittelstufe oder auch als Brückenthema für die Oberstufe geeignet. Ablauf der Unterrichtseinheit "35 kilos d'espoir" Den Sinn von Schule für die eigene Entwicklung erarbeiten sich die Lernenden über Diskussionen und medialen Einsatz auf Basis der Rezeption des Romans. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Textarbeit mit einer literarischen Ganzschrift mittleren Schweregrades im Französischen schrittweise exemplarisch erlernen. in der Textarbeit lernen, sich mit Lernstrategien methodisch Texte zu erschließen. eigene Lernstrategien in der Textarbeit, insbesondere Lesestrategien, entwickeln, die das selbstständige Lernen und Arbeiten im Französischunterricht fördern. sich zum Thema Schule und schulisches Leben reflektiert auf ihre eigene Situation auf Französisch äußern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationsorientiertes Recherchieren mit französischsprachigen Internetseiten erlernen. Präsentationsverfahren mit medialer Unterstützung erlernen (Präsentationssoftware, Beamer, Overhead-Projektor). einen gemeinsamen Blog zum Thema ?Unsere Schule und ich? als Vorbereitung auf den Schüleraustausch erstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen während der Einzel- und Gruppenarbeit sinnstiftend und respektvoll zusammen arbeiten. lernen, sich andere Meinungen argumentativ zu erschließen und eine eigene Meinungsbildung aufbauen. auf interkultureller Ebene Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Schulsystem kennenlernen, um sich auf die interkulturelle Begegnung mit ihren künftigen französischen Austauschschülern vorzubereiten. L'analyse du titre du roman Assoziationen über den Inhalt des Romans anhand des Titels "35 kilos d'espoir" werden geäußert, indem die Vermutungen der Schülerinnen und Schüler kurz in maximal zwei Sätzen schriftlich auf Französisch fixiert werden (Arbeitsblatt 1, Aufgabe 1). Le sujet principal du roman Die Schülerinnen und Schüler lesen den ersten Absatz auf Seite 5 des Romans beginnend mit «Je hais l'école… » und vergleichen das Thema des Romans mit ihren Vermutungen (Arbeitsblatt 1, Aufgabe 2). Danach folgt ein Unterrichtsgespräch über die Erwartungen an den Roman. Das Buch wird noch nicht weiter gelesen. Une discussion sur la nécessité d'aller à l'école Zunächst in Partnerarbeit, später in einer Unterrichtsdiskussion, legen die Schülerinnen und Schüler dar, wie sie Schule empfinden. Pro- und Contra-Liste Die Ergebnisse werden tabellarisch in einer Pro- und Contra-Liste in Argumenten für und gegen Schule an der Tafel oder dem Whiteboard als Tafelbild gesammelt: Approche du roman "35 kilos d'espoir" Nun geht es in der Textarbeitsphase um eine schrittweise Erarbeitung der Inhalte des Romans. Dabei wird die Lerngruppe in zehn Kleingruppen aufgeteilt, je nach Gruppengröße à zwei Lernende bei 20 Schülerinnen und Schülern in Partnerarbeit oder à drei Lernende bei 30 Schülerinnen und Schülern in Kleingruppenarbeit. Das Aufteilen der Gruppen kann ebenfalls mithilfe von Kärtchen oder nach Sitzordnung oder dem Alphabet erfolgen. Partner- oder Kleingruppenarbeit Folgende Kapitel werden jeweils von einer Kleingruppe zunächst unter Zuhilfenahme von verschiedenen Lesestrategiekärtchen (siehe Arbeitsblatt 5) gelesen. Diese kurzen Überschriften dienen der Lehrperson als Orientierung und können auch von den Kleingruppen selbst erarbeitet werden: 1. Gruppe Seite 5 bis 12 (= Grégoires schulische Situation) 2. Gruppe Seite 12 bis 22 (= Grégoire wird "le clown" und fliegt von der Schule) 3. Gruppe Seite 22 bis 28 (= Grégoire und sein Großvater beim Basteln) 4. Gruppe Seite 28 bis 40 (= keine Schule möchte ihn, Grégoires Eltern streiten sich, schließlich Einschreibung an einer Nachbarschule mit schlechtem Ruf, und Grégoire verändert sich) 5. Gruppe Seite 40 bis 43 (= Sommerferien am Meer vor dem Eintritt in die neue Schule) 6. Gruppe Seite 43 bis 48 (= Unzufriedenheit über Grégoires Veränderung; Entscheidung seines Großvaters für ein Internat für Grégoire; der Gesundheitszustand seines Großvaters ist bedenklich) 7. Gruppe Seite 48 bis 57 (= Grégoire sucht sich selbst eine Technikerschule mit Internat aus und schreibt dem Direktor der Schule einen Brief auf Anraten seines Großvaters, dieser muss ins Krankenhaus) 8.Gruppe Seite 57 bis 66 (= Grégoire kann Großvater nicht besuchen, sondern muss zum Eignungstest ins Internat) 9. Gruppe Seite 66 bis 70 (= Grégoire ist zugelassen, sein Großvater liegt im Koma, Grégoires Schulzeit beginnt) 10. Gruppe Seite 70 bis 75 (= Grégoire arbeitet hart an der neuen Schule, sorgt sich um seinen Großvater, der eines Tages überraschend vor seinem Internat steht, um ihn zu besuchen, da es ihm besser geht) Arbeitsblatt 5 umfasst zehn exemplarische Strategien für den Umgang mit "35 kilos d'espoir": Das Markieren von Signalwörtern Die Analyse des passenden Filmauszugs zu dem jeweiligen Absatz und der Vergleich zwischen Passage aus dem Roman und der Verfilmung Die schrittweise Texterschließung durch Untergliedern und Zusammenfassen in Absätzen Das Nacherzählen der Geschichte für andere Kleingruppenmitglieder oder den Partner mit gegenseitiger Überprüfung Das Aufteilen bestimmter Absätze für das Nachspielen einer markanten Szene des Absatzes Das Umstellen/Erweitern eines Dialogs des Absatzes oder das Erfinden inhaltlicher Alternativen Das Nacherzählen des Absatzes nur durch das Herausschreiben von Verben Das Skizzieren/Malen des gelesenen Absatzes und anschließendes Verbalisieren vor der eigenen Kleingruppe Das "Rückwärtslesen" des jeweiligen Absatzes, indem vom letzten Satz des Absatzes begonnen wird bis zum ersten Satz, danach Verbalisieren des Inhalts Das Nacherzählen des Absatzes aus der Sicht einer anderen Person, zum Beispiel des Großvaters von Grégoire oder seiner Großmutter Texterschließung und Unterrichtsgespräch In einem zweiten Schritt zieht jede der Kleingruppen eines der zehn Kärtchen aus Arbeitsblatt 5 und beginnt mit der Texterschließung. Anschließend wird im Unterrichtsgespräch über die verschiedenen Herangehensweisen reflektiert. Comment faire pour réussir une présentation? Bevor die Kleingruppen zur inhaltlichen Präsentation gelangen, sollen noch einmal verschiedene Präsentationsstile gezeigt werden. Die Lehrperson stellt dabei mediale Techniken wie die Zuhilfenahme von Beamer und Präsentationssoftware oder das Präsentieren am Overhead-Projektor vor. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich einen Lieblingssatz in ihrem Absatz auszusuchen und diesen kurz vor der Lerngruppe in von der Lehrperson präsentierten Methoden darzustellen. Geachtet werden soll auch auf Körpersprache und die Artikulation während des Präsentierens unter Zuhilfenahme von Präsentationsmedien. Nach dieser kurzen Präsentationsübung geht es um das jeweilige Vorstellen des Lieblingssatzes aus dem eigenen Absatz. Präsentation und Diskussion der Gruppenergebnisse In dieser Phase tragen die Kleingruppen den Inhalt ihres jeweiligen Abschnitts vor. Die zuhörende Lerngruppe hat die Möglichkeit, der vortragenden Kleingruppe Fragen zu stellen, sodass ein Unterrichtsgespräch entsteht. Nachdem alle zehn Kleingruppen ihre Ergebnisse auf ihre Weise präsentiert haben, werden die inhaltlichen Ergebnisse an der Tafel festgehalten. Dieser Schritt kann wahlweise auch bereits während der Präsentationen der Kleingruppen erfolgen, indem die Lehrperson oder ein Mitglied der jeweiligen Gruppe die wesentlichen Punkte des jeweiligen Absatzes an der Tafel fixiert. Individuelle Interpretationen Nun geht es in einer Reflexionsphase während eines Unterrichtsgesprächs darum, die Botschaft des Buches zu abstrahieren und die Meinungen der Schülerinnen und Schüler zu diskutieren. Die Reflexionsphase dient einerseits der Diskussion als auch des Zulassens individueller Interpretationen zu dem bearbeiteten Roman. Um den Meinungsaustausch zu vertiefen, kann als Vorbereitung auf den bevorstehenden Schüleraustausch mit einer französischen Schule ein Blog (erstellt zum Beispiel mit www.myblog.de oder de.wordpress.com ) über den Roman oder wahlweise zum Thema "Unsere Schule und ich" entweder innerhalb der Lerngruppe oder zwischen den späteren französischen und deutschen Austauschpartnern geführt werden. Dabei sollte auch die Möglichkeit eines Forums im Blog zum Austausch über verschiedene Themen zum Schulleben bereitgestellt werden. Weitere Informationen zur Autorin und dem Werk können beispielsweise auf französischen Internetseiten recherchiert werden.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kinder und Jugendliche komponieren mit digitalen Medien

Unterrichtseinheit

Der Unterrichtsvorschlag verdeutlicht, wie man mit Schülerinnen und Schülern nach Klängen, Rhythmen und anderen kompositorischen Werkzeugen suchen kann, um mithilfe einer Notationssoftware nach wenigen Unterrichtsstunden gemeinsam eine Partitur zu erstellen. Kinder und Jugendliche werden in der heutigen Zeit von musikalischen Einflüssen geradezu überflutet. Früher oder später entwickeln sie ihren eigenen Musikgeschmack. Ihnen zu helfen, ihre eigene Musik zu schaffen, ganz egal, welcher Musikrichtung sie zuzuordnen ist, bringt viel Motivation und Abwechslung in den Alltag des Musikunterrichts. Je besser man technisch ausgestattet ist, desto leichter fällt es, die Ideenflut der Lerngruppe sofort zu ordnen, zu hinterfragen und zu notieren. Keine Angst vor Computern! Ein flexibles und schnelles Notationsprogramm wie zum Beispiel Sibelius bietet eine enorme Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer, sei es, weil sie oder er selbst damit arbeitet oder weil die Schülerinnen und Schüler damit meist schon umzugehen wissen. Der Vorteil: Die Flexibilität der Software ist so ausgeprägt, dass dabei für den kreativen Teil die meiste Zeit zur Verfügung steht. Kreativität ausleben Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Kreativität völlig frei wirken können. Dazu gehört, dass man ihre Ideen ernst nimmt und sie gemeinsam mit ihnen fortspinnt. Die Kinder verfassen in diesem Projekt daher in Gruppen gemeinsam eine Partitur. Dabei sollen sie gezielt daran arbeiten, wie sie sich schwarz auf weiß verständlich ausdrücken können, so dass Mitschüler das Notenbild ohne Probleme verstehen. In diesem Prozess wird improvisiert, mit Tonbändern und selbstgebauten Instrumenten gespielt. Raum für selbstständige Entscheidungen Die Technik der Komposition sollen die Schülerinnen und Schüler selbst wählen. Wichtig ist nur, dass man ein funktionierendes und schnelles System hat, um ihre Gedanken sofort festhalten und in geordneter, leserlicher Form zu Papier bringen zu können. Die Klasse soll erkennen, dass der moderne Komponist seine Arbeit durchaus (besser) mithilfe der heutigen, technischen Mittel durchführen kann. Ein Notationsprogramm ist dabei unverzichtbar. Zum Schluss des Projekts könnte ein Konzert stattfinden, sofern die Gruppe das will. Auch diese Entscheidung bleibt den Schülerinnen und Schülern selbst überlassen. Zum Projektverlauf Nähere Informationen zum Ablauf der Unterrichtseinheit Ergebnisse Die Kreativität der Kinder nimmt freien Lauf. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Wert eines musikalischen Gedankens und dessen Entwicklung erkennen. eigene Ideen diskutieren und gegenüber dem Rest der Gruppe verteidigen. Grundfragen der Notation klären (muss nicht in der Notensprache sein!). in die Arbeit mit einem Notationsprogramm eingeführt werden. mit dem Notationsprogramm arbeiten und Nutzen aus dessen Schnelligkeit sowie Flexibilität ziehen. Thema Kinder und Jugendliche komponieren mit neuen Medien Autor Wolfgang Zamastil Fach Musik, Kunst (Fotos, Anregungen aus der bildenden Kunst), instrumentale Fächer (an Musikschulen), Zielgruppe ab 7 Jahren aufwärts Vorkenntnisse Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wünschenswert. Zeitraum 3 bis 4 Doppelstunden (100 Minuten) Medien Notationssoftware Sibelius 3 Preis der Software 455 € Sibelius 3, Einzelplatzlizenz, Schulversion 899 € Sibelius 3, Lizenz für fünf Arbeitsplätze, Schulversion 1.545 € Sibelius 3, Lizenz für zehn Arbeitsplätze, Schulversion Technische Vorraussetzungen Ein oder mehrere Computer, Drucker, Klavier, wenn möglich auch ein Midi-Keyboard, Stereoanlage mit Mikrofon (ist aber nicht unbedingt nötig) Die folgende Verlaufsskizze bezieht sich auf den einwöchigen Unterricht einer Gruppe mit 8- bis 11-jährigen Schülerinnen und Schülern an einer spanischen Musikschule. Da die musikalische Ausbildung der Kinder in dieser Gruppe bis auf zwei Ausnahmen noch eher spärlich bis gar nicht ausgeprägt war, eignet sich dieses Beispiel gut, um die Anwendung des Notationsprogramms in einer Gruppe ohne Vorkenntnisse zu veranschaulichen. Ideensammlung fördert Motivation Grundsätzlich sollten die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden, zuhause Ideen für ein musikalisches Thema zu sammeln und - ganz gleich wie - festzuhalten, um sie in der nächsten Unterrichtsstunde vorzustellen. Den Kindern sollte vorher allerdings klar gemacht werden, was erreicht werden kann. Gemeinsam sollte die Lehrkraft mit ihnen besprechen, wie und mit welchen technischen Mitteln man vorgeht. Diese Dinge sind vom Alter der Kinder und Jugendlichen abhängig. So einigt man sich mit den jüngeren Gruppen meist darauf, eine Geschichte mit Geräuschen und Melodien zu erfinden, aber Vorsicht: Es droht eine Ideenflut! Je älter die Gruppe ist, umso abstrakter und konkreter wird das Stück und umso mehr Diskussionen finden statt. Zur Einstimmung dient das Motivations- und Arbeitsblatt mit Informationen zum Suchen und Festalten von musikalischen Ideen, Klängen oder Geräuschen und der Aufgabe für die erste Unterrichtsstunde (siehe Download). Ideen austauschen und diskutieren Wer ein Instrument spielt, der nimmt es in dieser Stunde mit in den Unterricht. Meist schreiben die Kinder für ihr Lieblingsinstrument, also für ihr eigenes, Ideen auf. Kleine Ideenfetzen werden dann gemeinsam zu einem Haufen zusammengetragen. Womöglich haben einige von ihnen gar nichts vorbereitet. Diese Kinder werden spätestens in der zweiten Unterrichtsstunde sehr neugierig, wenn sie entdecken, dass sie selbst auch etwas beitragen können. Die Gruppe diskutiert die verschiedenen Ideen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Frage wichtig, wie man ein homogenes Stück daraus basteln kann. Die Kinder, die ihre Instrumente dabei haben, beginnen, nach Klängen zu suchen. Das Klavier ist dabei eines der geheimnisvollsten Mittel, eigenartige Klänge zu produzieren. Technik entdecken Während der Diskussion der Ideen und des Ablaufs stellte sich bei dem beschriebenen Projekt die Frage der Notation. Diego, 11 Jahre alt, hatte zum Erstaunen der anderen seine Idee mit dem Notationsprogramm Sibelius komponiert. Mitten im Geschehen stand auch der Computer der Lehrkraft, die dasselbe Programm geöffnet hatte. Einfach und schnell lässt sich nämlich mit Sibelius 3 mit drei Mausklicks eine leere Partitur erstellen. Die Instrumente können darin ihrer Reihenfolge nach angeordnet werden, der Takt wird festgelegt. Viele Schülerinnen und Schüler standen um den Computer herum und stellten Fragen zum Umgang mit dem Programm, einige andere suchten gleichzeitig noch nach Klängen am Klavier. Aus Symbolen werden Geräusche Dann schrieben wir den Beginn des Stückes. In zwei Minuten wurden die ersten Melodien eingegeben. Nach dem ersten Anhören über den Computerlautsprecher wurden Tempo, Lautstärke und Spielanweisungen eingefügt. Wir versuchten, einfache Symbole für unsere Geräusche zu finden. Dafür gibt es eine große Symbolpalette in Sibelius. Man kann sie aber nicht hören, sondern muss sie sich vorstellen. Die Länge der Geräusche lassen sich entweder grafisch oder mit Notenwerten bestimmen (siehe Abbildung 1). Nachbereitung wird erleichtert Ideen oder ganze Stücke der Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht abgesprochen werden, kann die Lehrkraft nach dem Unterricht an die richtige Stelle der Partitur platzieren. Es würde zu lange dauern, sie während des Unterrichts abzuschreiben, dauert mithilfe der Software aber nicht halb so lange wie bei einer Abschrift per Hand. In der folgenden Stunde legt der Lehrer oder die Lehrerin dann die Neuversion des Stückes vor (siehe Abbildung 2), ändert etwas oder fügt die neu herangetragenen Dinge gemeinsam mit der Klasse hinzu. Ohne Radiergummi oder Zettelwerk, einfach im Programm. Feilen bis zum Schluss Wir konkretisierten die Komposition so von Stunde zu Stunde, und die Partitur wurde immer umfangreicher. Meist wollen die Kinder bald fertig werden. Deshalb kümmert man sich in der letzten Stunde um einen schönen Abschluss und den runden Ablauf des Stückes auf der Bühne. Wenn die Schülerinnen und Schüler ihr Stück aufführen wollen, stehen Proben an. Auch dann wird noch an der Partitur gefeilt, denn manche Details lassen sich doch nicht so leicht umsetzen wie gedacht. Die Kinder haben im Laufe des Projekts gelernt, wie sie ihre Ideen organisieren und den musikalischen Ablauf mithilfe des Computers auf Papier festhalten können. Das Ergebnis ist ein komplett zeitgemäßes Stück, total verrückt, amüsant, tonal, atonal, geräuschvoll, verträumt und selbst gespielt. Und das in drei Doppelstunden! Im Schlusskonzert spielten alle Kinder aus der Partitur. Die 8- bis 11-Jährigen haben sie aus einem von Carlota (11) komponierten Stück für Cello solo entwickelt, das den Namen "La voz de cuenta cuentas" (Die Stimme eines Geschichtenerzählers) trägt. Hier einige Ausgewählte Motive der Geschichte: Das alte Haus im Wald Carlota hat die Grundfunktionen der Notation mit dem Computer begriffen und ihr Stück auch mithilfe von Sibelius notiert. Ihre Geschichte handelt von einem alten Waldhaus, in dem ein Jäger wohnt, und selbstverständlich von der Tierwelt rundherum. Mond und Schlange Claudia (11) komponierte den Mond für Klavier und der gleichaltrige Diego eine Schlange, die in den Büschen verschwindet - für drei Flöten, ein von Selma (8) speziell gebasteltes Instrument und die beiden Pflanzen, die auf der Bühne stehen. Die Hasenjagd Dazu komponierte die Gruppe gemeinsam die Jagd auf einen kleinen Hasen, den der Jäger in einen großen Sack steckt. Am Computer war das schnell erledigt. Der Schwan auf dem See Gabriel (8) hat einen Schwan für Cello komponiert, der am stillen See seine Kreise zieht. Außerdem hat er das Ende der Geschichte für Flöte und Klavier geschrieben, wo der Jäger von den Tieren zur Strafe im See versenkt wird.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Post Pisa Diskussion

Unterrichtseinheit

Drei Monate sind vergangen, seit die OECD die PISA-Studie publik gemacht hat. Der erste Schock ist verflogen, die permanenten Expertenzirkel und Bildungskonferenzen haben getagt und dem lange vor PISA bekannten Befund, um das deutsche Bildungssystem sei es nicht mehr bestens bestellt ist, kräftig beigepflichtet.Politiker, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände hatten schnell Erklärungen parat, Ursachen ausgemacht und auch Schuldige benannt, und die Schulen konnten sich vor Empfehlungen und Vorschlägen kaum retten. Allein der Glaube an den Wandel fehlt, da angesichts der amtlich bestätigten Bildungskrise vor allem alte Konzepte inklusive ihrer ebenso alten Gegenargumente mit neuer Vehemenz vorgetragen werden. Vor diesem Hintergrund lohnt es, nochmals einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft zu werfen und zu fragen, welche kurz-, mittel- und längerfristigen Konzepte derzeit kursieren, ob der vielbeschworene Ruck - wieder einmal - nur durch die Feuilletons gegangen ist oder ob nach der öffentlichen Erregung Taten folgen. Fortsetzung Politiker, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände hatten schnell Erklärungen parat, Ursachen ausgemacht und auch Schuldige benannt, und die Schulen konnten sich vor Empfehlungen und Vorschlägen kaum retten. Allein der Glaube an den Wandel fehlt, da angesichts der amtlich bestätigten Bildungskrise vor allem alte Konzepte inklusive ihrer ebenso alten Gegenargumente mit neuer Vehemenz vorgetragen werden. Vor diesem Hintergrund lohnt es, nochmals einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft zu werfen und zu fragen, welche kurz-, mittel- und längerfristigen Konzepte derzeit kursieren, ob der vielbeschworene Ruck - wieder einmal - nur durch die Feuilletons gegangen ist oder ob nach der öffentlichen Erregung Taten folgen. Fortsetzung Katrin Schaumann ist Mitarbeiterin von politik-digital Die KMK-Präsidentin Dagmar Schipanski versucht daher, die schlechte Stimmung mit vorläufigen Ergebnissen abzufedern und vorsichtigen Optimismus zu verbreiten. Gleichzeitig warnt sie aber vor "Schnellschüssen". Ihre Reaktion zeigt recht deutlich, in welchem Dilemma die Kultusministerkonferenz steckt. Der Erwartungsdruck ist hoch, möglichst bald Reformen auf den Weg zu bringen, um in der Öffentlichkeit das verheerende Bild der Bildungspolitik in Deutschland zu revidieren und dessen Ruf zu rehabilitieren. Gleichzeitig aber sollen die Lösungskonzepte nachhaltig wirken und bedürfen einer sorgfältigen und bundesweit koordinierten Ausarbeitung. So versucht Schipanski, das PISA-Debakel als Chance für ein Umdenken und für eine flächendeckende "nachhaltige Erneuerung" des veralteten Schulwesens zu kommunizieren. Erste positive Ergebnisse will sie in dem Versuch sehen, den Deutschunterricht für Migrantenkinder sowie die Ganztagesbetreuung an Schulen auszubauen. Bildung bleibt Ländersache Gleichzeitig zeigt sich die Kultusministerkonferenz weitgehend resistent gegen Vorschläge "von außen" und verfällt postwendend in alte Verhaltensmuster. So stellt sie sich einhellig gegen die Forderungen von Verbänden und Gewerkschaften, einen regelmäßigen Leistungsvergleich der einzelnen Bundesländer im Bereich Bildung zu initiieren. Das Bildungswesen solle uneingeschränkt Ländersache bleiben. Die Bundesländer berufen sich weiterhin auf Autonomie und halten es nicht für sinnvoll, als Reaktion auf die PISA-Ergebnisse Kompetenzen im Bildungsbereich an den Bund abzugeben. Einen "Nationalen Bildungsbericht", wie ihn die Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände und auch die SPD-Bundestagsfraktion gefordert hatten, wird es demnach nicht geben. Regelmäßige Bilanz Gleichwohl möchte die Konferenz regelmäßig Bilanz ziehen und die Ergebnisse der durch PISA angestoßenen Neuerungen in den einzelnen Ländern veröffentlichen. Die Addition der einzelnen Ergebnisse, so die baden-württembergische Kultusministerin, Annette Schavan, ergebe ja so etwas wie einen Nationalen Bildungsbericht. Eine kontinuierliche Evaluation macht jedoch nur Sinn, wenn sie integraler Bestandteil eines wirklichen Erneuerungsprozesses und über die Ländergrenzen hinaus abgestimmt ist. Dabei müssen einerseits Änderungen erfolgen und andererseits muss die Wirkung überprüft und notfalls nachgesteuert werden. Folgenlose Ansätze sollten schnell revidiert werden können, um andere zu testen. Dies ist sogar im vielstimmigen Chor der Bildungspolitik denkbar, wenn koordiniert vorgegangen wird und positive Ergebnisse der anderen als handlungsweisend für das eigene Land anerkannt werden. Kein Ideenmangel Die Länder beharren jedoch auf der Bildungshoheit und setzen sich damit dem Vorwurf (etwa der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) aus, sich hinter dem föderalen System zu "verstecken" und kritische Bewertungen von außen zu scheuen. Denn die Länder lehnen auch einen permanenten Sachverständigenrat Bildung ab, wie ihn die fünf Wirtschaftsweisen empfehlen. Als Begründung muss das bereits bestehende "Forum Bildung" von Bund und Ländern herhalten, das kürzlich Reformvorschläge vorgelegt hat. Ebenso wurde die Forderung fast aller großen Lehrerverbände, des Bundeselternrates und aus der Wissenschaft nach der Abschaffung des Sitzenbleibens abgewiesen. Einen Mangel an Ideen gibt es demnach nicht und das Argument eines Überangebots an Expertise erscheint durchaus nachvollziehbar. Mehr Eigenständigkeit der Schulen Statt einer koordinierten und nach Prioritäten abgestimmten Umsetzung werden jedoch in den Bundesländern eigene "Bildungssüppchen" gekocht; alle Kultusminister haben so genannte Bildungs- oder Qualitätsoffensiven angekündigt. Ein durchgehender Gedanke ist hierbei, die Grundkompetenzen der Schüler in Mathematik und Lesen zu fördern und die Grundschule finanziell wie ideell aufzuwerten. Gesonderter Deutschunterricht für ausländische Kinder steht ebenso auf der Agenda der Länder, wie die gezielte Förderung leistungsschwacher sowie die angemessene Forderung hochbegabter Kinder. Es scheint, als herrsche Einigkeit bei den Kultusministern, den Schulen keine Konzepte "von oben" aufdrücken zu wollen und sie vor Patentrezepten und populistischen Forderungen aus Politik und Wirtschaft zu schützen. Vielmehr soll die Individualität und Eigenständigkeit der Schulen gefördert werden. Dies wird sicherlich weiterhin für Diskussionsstoff sorgen. Scharfe Worte für das Verhalten der Kultusminister findet vor allem Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Während die Länder ihre einzelnen Bildungsoffensiven anstoßen, wirft er den Kultusministern Reformunfähigkeit vor und verurteilt die ins Auge gefassten Konsequenzen als "eine Ansammlung von trivialen Allgemeinplätzen". In seinem 5-Punkte-Plan plädiert er für die Rehabilitierung des Leistungsgedankens und schlägt vor, sich in Deutschland wieder verstärkt zu einer Elitenbildung zu bekennen. Dies solle unter anderem durch bundesweite Programme zur Hochbegabtenförderung geschehen. Leistung soll sich lohnen Seine stark an ökonomischen Anforderungen orientierte Argumentation geht in Richtung eines einheitlich definierten Leistungsstandards für das gesamte Bundesgebiet auf hohem Niveau. Er tritt weiterhin für die Bezahlung der Lehrer nach Leistung ein sowie für eine radikale Entschlackung des Lehrplans auf 50 Prozent. Er schlägt außerdem die Einführung des Faches "Wirtschaft" vor, damit Schüler frühzeitig in wirtschaftliche Grundkenntnisse eingeführt werden. Alle Akteure sehen also angesichts der jetzigen Krisenstimmung vor allem die Chance, ihr Interessen in den Vordergrund zu rücken und als Allheilmittel anzupreisen. Die Medizin schlucken - falls sie denn verabreicht wird - müssen Lehrer und Schüler, es bleibt also zu hoffen, dass einige der Präparate anschlagen und nicht nur beruhigende Placebos im Angebot sind.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Flucht aus der DDR – Versuchter Grenzdurchbruch zweier Schüler

Kopiervorlage

Die Unterrichtsmaterialien thematisieren am Beispiel der beiden Schüler Tom und Olli das Thema Republikflucht. Im Dezember 1979 beschließen die beiden 15-jährigen Schüler Tom Meier und Olli Rüber, aus der Deutschen Demokratischen Republik in die Bundesrepublik zu fliehen. Der Fluchtversuch misslingt. Tom wird erschossen, sein Freund Olli verhaftet und zu einer mehrmonatigen Jugendstrafe verurteilt. Anhand von Originalakten thematisieren die Arbeitsmaterialien neben dem Fluchtversuch der beiden Schüler, wie das Ministerium für Staatssicherheit versuchte, den Vorfall, insbesondere die Tötung des 15-jährigen Tom Meier, zu verheimlichen. Die strafrechtlichen Konsequenzen des Fluchtversuchs von Olli Rüber sind ebenfalls Gegenstand. Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits über Grundwissen zu den Themen Grenzpolitik der Deutschen Demokratischen Republik sowie über das Ministerium für Staatssicherheit verfügen und mit Methoden zur Analyse von Textquellen vertraut sein. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Arbeitsweisen des Ministeriums für Staatssicherheit kennen. erörtern und reflektieren kritisch mit der Sicherung der Grenzen verbundenen Interessen des Staates. erkennen das Verhältnis zwischen dem Ministerium für Staatssicherheit und den Grenztruppen. vollziehen nach, welche möglichen Folgen die Republikflucht für die Flüchtenden haben konnte. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden die notwendigen Erschließungsmechanismen von Textquellen ergebnisorientiert an. organisieren Einzel- und Teamarbeit selbstständig. präsentieren ihre Arbeitsergebnisse vor der Klasse. lernen Diskussionen argumentativ und rational zu führen. schulen im Rahmen von Diskussionen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen anhand von Kriterien Argumente aus historischen Deutungen. analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit. deuten historische Sachverhalte kritisch. beziehen Quellen in angemessener Weise mit in die eigene Argumentation ein.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Bitcoin – Weltwährung der Zukunft?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit zur Kryptowährung "Bitcoin" erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler ein Grundwissen über den Bitcoin und bilden sich eine eigene Meinung zu den Möglichkeiten und zur Zukunft dieser digitalen Währung. Der Bitcoin und die dahinter stehende Blockchain-Technologie – vor einigen Jahren noch als " Spielweise von IT-Nerds " belächelt – mausert sich immer mehr zu einer ernst zu nehmenden Währung. Zwar steckt das digitale Geld als Zahlungsmittel noch in den Kinderschuhen, als Geldanlage wird diese Kryptowährung aber auch für Privatanleger immer interessanter. Selbst renommierte Fonds, Banken und Unternehmen legen Gelder in Bitcoin an. Eine neue Bitcoin-Börse wird bei ihrem Börsengang höher bewertet als anderen bekannten Börsen weltweit. Und selbst staatliche Notenbanken spielen mit dem Gedanken, den Bitcoin als Reservewährung zu verwenden oder eigenes digitales Geld herauszugeben. Die Lernenden erarbeiten sich in mehreren Lernrunden im Unterricht das Wesen und die Funktionsweise von Bitcoins, sie bilden sich aber auch eine persönliche Meinung zur Eignung und Zukunft der Krypotwährung und vertreten diese im Diskurs. Dies ist für die Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler von enormer Bedeutung, da insbesondere junge Menschen vergleichsweise " kryptoaffin " sind und Trading-Apps zum Handeln mit Kryptowährungen schnell auf dem Smartphone installiert werden können, ohne dass sich die Lernenden immer der Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen bewusst sind. Die Unterrichtseinheit lässt sich sowohl im Präsenz- als auch im Distanz-Unterricht einsetzen. Bitcoin sind nach ihrem rasanten Kursanstieg von 500 auf über 60.000 € anfang 2021 in aller Munde. Gerade Jugendliche finden diese digitale Form des Geldes attraktiv. Bargeldloses Zahlen ist bei jungen Menschen vergleichsweise beliebt und sie sparen zunehmend nicht mehr bei herkömmlichen Banken, sondern bei kostenlosen und servicefreundlichen Online-Finanzanbietern und Start-Ups. Sie orientieren sich bei ihren Anlageentscheidungen zunehmend im Netz und in den Sozialen Medien, wo immer wieder angeblich besonders vorteilhafte Geldanlagen empfohlen und gehypt werden. Dies betrifft zunehmend auch die vielen Kryptowährungen und ihren Marktführer Bitcoin. Daher muss das Phänomen Bitcoin im Unterricht versachlicht, kritisch hinterfragt und auf seine realen Vor- und Nachteile untersucht werden. Es geht um eine realitätsnahe Auseinandersetzung, die zu einer persönlichen Werthaltung führen muss. Die Unterrichtseinheit lässt hierzu die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Dozentinnen und Dozenten treten, die anderen das Wesen von Bitcoin, seine Vor- und Nachteile näher bringen. Zudem werden die Lernenden dazu aufgefordert, persönliche Entscheidungen zu treffen und zu artikulieren, wie sie die Zukunft des Bitcoins einschätzen und ob sie ihr Geld in dieser Form anlegen würden. Vorkenntnisse Vorkenntnisse über Kryptowährungen sind nicht erforderlich. Digitale Grundkenntnisse von Lernenden und Lehrkräften wären hilfreich, sind aber nicht unbedingt erforderlich, da Online-Präsentation und Recherche keine besonderen EDV-Kenntnisse erfordert. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüller sollen eine faktenbasierte persönliche Haltung zu Bitcoins entwickeln und praktische Verhaltensstrategien reflektieren und zur Diskussion stellen. Methodische Analyse Die Unterrichtseinheit kann auch vollständig online durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen nur über einen Internetanschluss und Endgeräte verfügen. Zentral ist ein gemeinsames Netzlaufwerk für kollaborative Produkterstellung. Dies kann im einfachsten Fall eine Online-Pinnwand sein, auf der die Arbeitsaufgaben und alle Arbeitsergebnisse gepostet werden. Natürlich kann auch jede andere verfügbare Vernetzung genutzt werden. Dazu braucht man eine Kommunikationsplattform für den Unterricht und die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern. Dies kann eine Videoplattform oder eine andere Kommunikationsplattform sein. Wesentlich ist, dass die Lernergebnisse von den Lernenden eigenständig und konstruktivistisch in einem digitalen Umfeld, mit digitalen Mitteln entwickelt und in digitaler Form präsentiert und kommentiert werden Dennoch ist auch eine Durchführung im Präsenz-Unterricht problemlos möglich. Alle Materialien und Arbeitsblätter sind so gestaltet, dass sie im Unterricht innerhalb der Schule durchgeführt und besprochen werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das Wesen von Bitcoin, seine Funktion als Zahlungsmittel und seinen Charakter als dezentrale, anonyme neue Währung. sammeln die Vor- und Nachteile von Kryptowährungen. beurteilen die Zukunft des Bitcoins und seine Eignung als Geldanlage. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und analysieren Informationen im Internet. kooperieren online auf digitalen Pinwänden, Abstimmungs- und Forenportalen. fertigen Videoclips an und führen Videokonferenzen durch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren, entscheiden und präsentieren im Team. verständigen sich auf eine gemeinsame Haltungen zu ökonomischen Fragestellungen. präsentieren und begründen ihre persönliche Meinung in der Gruppe.

  • Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung

Biologische Vielfalt

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Biologische Vielfalt" für die Primarstufe geht es um die Mannigfaltigkeit aller lebendigen Organismen wie Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, aber auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Und es geht um die Vielfalt der Lebensräume, der ökologischen Systeme. Das vorliegende Material versucht Brücken zu schlagen zwischen den klassischen Unterrichtsthemen der Primarstufe (Pflanzen und Tiere in verschiedenen Lebensräumen), der herkömmlichen Umweltbildung und einer zukunftsfähigen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung . Zur Aufgabe der Bildung für nachhaltige Entwicklung gehört es, den Schülerinnen und Schülern Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Gemeint ist damit das Vermögen, die Gemeinschaft, in der man lebt, in aktiver Teilhabe ökologisch verträglich, wirtschaftlich leistungsfähig und sozial gerecht zu verändern und zu gestalten. Wer über Gestaltungskompetenz verfügt, kann in vielen Lebenslagen die Zukunft vorausschauend modifizieren, reagiert mithin nicht nur auf bereits entstandene Probleme. Mit Grundschülerinnen und -schülern Biodiversität entdecken In diesem ersten Baustein der dreiteiligen Unterrichtsreihe wird zunächst mit dem Vorwissen der Lernenden gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler tragen zusammen, welche Tier- und Pflanzenarten sie kennen, sie sortieren die Tiere grob nach ihren Lebensräumen, markieren, welche Arten in ihrer Heimat leben. Mit den Pflanzen wird analog verfahren. Sie werden allerdings nicht nach ihren Lebensräumen sortiert, sondern nach ihrem äußeren Anschein beziehungsweise der Bedeutung für den Menschen (Nutzpflanzen). Jedes Kind malt oder zeichnet ein Bild von seinem Lieblingstier oder seiner Lieblingspflanze. Ziel ist es, von jeder genannten Tier- und Pflanzenarten ein Bild zur Verfügung haben. Diese Bilder werden dann an einer geeigneten Wand im Klassenzimmer aufgehängt – So entsteht Teil eins der "Wand der Vielfalt". Die Einheit schließt ab mit eher theoretischen Betrachtungen zum Thema Artenvielfalt. Unterstützt von der Lehrkraft tragen die Schülerinnen und Schüler zusammen, warum Artenvielfalt so wichtig ist – sie lernen sie als Schatztruhe für den Menschen kennen. Zum Begriff "Biodiversität" Der Begriff der Biologischen Vielfalt oder auch Biodiversität begann seine große Karriere auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Auf dieser Konferenz beschlossen die Teilnehmer das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt. Es ist ein völkerrechtlich verbindliches Vertragswerk der Vereinten Nationen mit drei Zielen: die Erhaltung der Biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der ökonomischen Vorteile, die sich aus der Nutzug der genetischen Ressourcen ergeben. Es regelt übergreifend Naturschutz und Naturnutzung zusammen mit wirtschaftspolitischen, handels- und agrarpolitischen Fragen. Zielgruppe Das vorliegende Material ist für die Primarstufe vorgesehen. Da die Arbeitsblätter der weiteren Unterrichtseinheiten überwiegend textorientiert sind, eignen sie sich für Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klassenstufe. Einzelne spielerische Elemente können aber auch schon gegen Ende der ersten Klasse eingebracht werden. Kernzielgruppe ist das 3. und 4. Schuljahr. Die Ansprüche höherer Klassenstufen sollten über die Angebote hinausgehen. Dennoch können Elemente auch hier zur Wiederholung und Zusammenfassung genutzt werden. Das Material ist für Projekte im regulären Unterricht, für Vertretungsstunden und für den Freizeitbereich der Ganztagsschule geeignet. Das Lernkonzept Methodisch folgt das Material zum Thema "Biologische Vielfalt" situierten, problem- und projektorientierten, auf Handeln basierenden Lernkonzepten. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht Vorträgen folgen oder vorgefertigte Texte auswerten, sondern selbstständig die auf den Arbeitsblättern gestellten Aufgaben bearbeiten. Dazu gehören Literatur- und Internetrecherche, Nachfragen bei Institutionen und Firmen der Region, Gespräche mit Eltern und natürlich Diskussionen in der Gruppe oder Klasse. Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend angelegt. Sie eignet sich für Projekttage , kann aber genauso gut an den laufenden Fachunterricht angebunden werden. Bausteine der Reihe Die Themen müssen nicht in der angegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden. Die Lehrkraft kann sie nach Bedarf und entsprechend dem Kenntnisstand in der Klasse/Gruppe einsetzen. Dabei sind auch Modifizierungen und Kombinationen mit anderen Materialien der Reihe möglich. Einzelne Elemente der Materialien für die Sekundarstufe eignen sich gewiss auch für die Grundschule. Das Material besteht aus drei Themenkomplexen oder Unterrichtseinheiten und einem Spiel: Was ist Biologische Vielfalt? (diese Einheit) Eine Art hat viele Gesichter Arten und ihre Lebensräume Das Spiel der Vielfalt Die Schülerinnen und Schüler lernen, verantwortungsbewusst mit Natur und Umwelt umzugehen. nehmen ihre Umgebung bewusster wahr. lernen die Schreibweise verschiedener Tier- und Pflanzennamen kennen. geben Inhalte aus einem Text wieder. treffen Absprachen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Primarstufe

Grundwissen Politik: Themen der Sekundarstufe II im Quiz

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Dieses Unterrichtsmaterial bietet quizartige Wissenstests zu fünf Themengebieten aus dem Fach Politik: Demokratie, Sozialstaat, Arbeit und Beruf, Europäische Union sowie Globalisierung. Die Tests eignen sich für die Sekundarstufe II und sind im Unterricht vielseitig zur Vor- und Nachbereitung einsetzbar. Diese Einheit besteht aus fünf quizartigen Wissenstests zu zentralen Themenfeldern des Faches Politik in der Sekundarstufe II: Demokratie, Sozialstaat, Arbeit und Beruf, Europäische Union sowie Globalisierung. Zu allen Materialien liegen Lösungen sowie alternativ auch interaktive Übungen zum Selbstlernen vor. Die Wissenstests können in verschiedenen Schulformen ab der Jahrgangsstufe 10 vielseitig eingesetzt werden – zur Abfrage des Vorwissens vor einer Unterrichtseinheit, als Anregung für kleine Lernzielkontrollen oder zur Wiederholung und Festigung des Gelernten nach einer Unterrichtsreihe. Möglich ist auch die Verwendung als lehrreiches Quiz in besonderen Unterrichtssituationen wie beispielsweise Vertretungsstunden, Homeschooling oder "Spielstunden" vor dem Beginn der Ferien. Die Aufgaben stehen den Lernenden sowohl auf Arbeitsblättern als auch als interaktives Angebot zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Test-Aufgaben mit verschiedenen Verfahren wie zum Beispiel Multiple Choice oder Lückentext. Durch Lösungen zur Selbstkontrolle wird eigenverantwortliches Lernen gefördert sowie eine fundierte Wiederholung der Lerninhalte gewährleistet. Die Themen der Einheit im Unterricht Demokratie, Sozialstaat, Arbeit und Beruf, Europäische Union sowie Globalisierung sind im Politik-Unterricht der Sekundarstufe II zentrale Themen. Je nach Schulform und Bundesland können die einzelnen Lerninhalte und deren Reihenfolge variieren. Vorkenntnisse Durch das Fach Politik beziehungsweise Sozialwissenschaften, Gemeinschaftskunde, Sozialkunde oder Gesellschaftslehre haben sich die Schülerinnen und Schüler bereits in der Sekundarstufe I mit Themen wie Demokratie, Partizipation, Arbeitswelt, Europa und internationale Beziehungen befasst. Der Umfang der Vorkenntnisse hängt nicht nur von der politischen Bildung in der zuvor besuchten Schulform ab, sondern auch vom individuellen Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Dies drückt sich beispielsweise in der außerschulischen Beschäftigung mit dem Zeitgeschehen durch Medieninformationen aus. Didaktische Hinweise Faktenwissen bildet im Unterricht im Fach Politik / SoWi die Voraussetzung für das Verstehen von Zusammenhängen bei der Auseinandersetzung mit Texten und anderen Materialien sowie darüber hinaus für die politische Meinungsbildung als Grundlage einer Diskussionskultur. Die Aneignung der "Basics" zu zentralen Themen dient demnach nicht nur einer erfolgreichen fachlichen Mitarbeit in der Schule, sondern vor allem der Reifung der Jugendlichen als politisch mündige Bürgerinnen und Bürger. Für Lehrkräfte in der Sekundarstufe II stellt sich zu Beginn einer Unterrichtsreihe die Frage, welches Vorwissen die Schülerinnen und Schüler mitbringen und wie homogen die jeweilige Lerngruppe im Hinblick auf den Kenntnisstand ist. Nur wenn darüber Klarheit besteht, kann eine angemessene didaktische Reduktion bei der Reihenplanung erfolgen. Diese Wissenstests stellen bei der Ermittlung der Vorkenntnisse eine wertvolle Hilfe dar. Ebenso praktisch sind sie bei der Nachbereitung eines Unterrichtsthemas, beispielsweise als Anregung für eine kleine Lernzielkontrolle oder zur Wiederholung und Festigung des Gelernten. Auch unabhängig von Unterrichtsreihen zu Lehrplanthemen bieten die Materialien sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in besonderen Unterrichtssituation wie Vertretungsstunden, Heim-Unterricht oder Stunden vor einem Ferienbeginn, die häufig für Quiz-Fragen in lockerer Atmosphäre genutzt werden. Methodische Hinweise Zur Bearbeitung eines Wissenstests sollten den Schülerinnen und Schülern maximal zehn Minuten zur Verfügung stehen. In eher leistungsschwachen Lerngruppen können Partner- und Kleingruppenarbeit sinnvolle Alternativen zur Einzelarbeit darstellen. Die Lehrkraft kann die Überprüfung und Korrektur der Ergebnisse selbst durchführen oder den Auftrag zur eigenständigen Kontrolle auf der Grundlage der Musterlösung erteilen. Eine weitere Variante ist die gegenseitige Korrektur in kleinen Teams. Für die Bewertung stehen unter jedem Wissenstest Feedbacks zu verschiedenen Leistungsstufen zur Verfügung, die sich einfach ankreuzen lassen. Von zentraler Bedeutung ist eine intensive Auswertung der Wissenstests – vor allem dann, wenn die Ergebnisse viele Kenntnislücken offenbaren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre (Vor-)Kenntnisse zu den Themen Demokratie, Sozialstaat, Arbeit und Beruf, Europäische Union sowie Globalisierung im Kontext der jeweiligen Test-Aufgaben an. überprüfen beziehungsweise optimieren ihre Ergebnisse eigenverantwortlich – einzeln oder in Teams. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Test-Aufgaben mit verschiedenen Verfahren wie zum Beispiel Multiple Choice oder Lückentext. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren bei der Bearbeitung gegebenenfalls mit anderen Lernenden.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung
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