• Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle3
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Ideen für die ersten Musikstunden in Klasse 5

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit lernen sich die Schülerinnen und Schüler, die neu an einer weiterführenden Schule sind, auf eine neue, musikalische Weise kennen. Besonders das kreative, spielerische und eher praktisch veranlagte Fach Musik kann für Schülerinnen und Schüler eine Stütze sein, um vorhandene Hemmungen und Berührungsängste abzubauen. Diese Unterrichtseinheit kann mithilfe von sechs verschiedenen Stationen, jede zu einem bestimmten Themenbereich aus dem Lehrplan der fünften Jahrgangsstufe, einen großen Beitrag dazu leisten. Schwerpunkt der Einheit Primäres Ziel dieser Unterrichtseinheit ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig besser kennenlernen (viele sind aus unterschiedlichen Grundschulen in diese Klasse gekommen), indem sie sich mit musikalischen Themen beschäftigen. Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit steht ein Stationenlernen. Die Gruppen werden bei jeder Station neu zusammengewürfelt, sodass man auch mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet, mit denen man bisher noch nicht viel Kontakt hatte. Alle Stationen sind ohne große Vorkenntnisse durchführbar, da die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Erfahrungen aus der Grundschule kommen. Zielsetzung Das Ziel dieser Unterrichtseinheit ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt des Musikunterrichts an einer weiterführenden Schule auf eine abwechslungsreiche, spielerische Art und Weise erfahren. Dabei lernen sie sich gegenseitig kennen. Um für möglichst viel Abwechslung innerhalb der Gruppen zu sorgen, wird ein Laufzettelsystem verwendet. Jede Station beschäftigt sich mit einem anderen Thema: Rhythmus, Klassik, Instrumente, Popmusik, Tempo, Singen und Tanzen. Die Stationen können sowohl theoretischer Natur sein, aber auch zahlreiche praktische und körperliche Aspekte als Schwerpunkt haben. Am Ende der Unterrichtseinheit haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur sich gegenseitig besser kennengelernt, sondern zudem Einblicke in das Fach Musik an der neuen Schule erhalten. Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren musikalischen Horizont und erhalten Einblicke in das Fach Musik an der weiterführenden Schule. Die Klasse singt und tanzt gemeinsam, wiederholt bereits bekanntes Vorwissen aus der Grundschule, probiert sich selbst an verschiedenen Instrumenten aus und lernt neue musikalische theoretische Begriffe aus dem Bereich der Tempobezeichnungen kennen. Der wichtigste Aspekt dieser Unterrichtseinheit ist jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler offen und angstfrei dem Fach Musik gegenüberstehen und sich gegenseitig auf eine neue Art und Weise kennenlernen. Durch die Auseinandersetzung mit musikalischen Inhalten kommen sie miteinander ins Gespräch, wodurch der Klassenzusammenhalt gestärkt wird. Relevanz des Themas Für jede Schülerin und jeden Schüler ist ein guter, reibungsloser Start an der weiterführenden Schule wichtig. Das Fach Musik bietet hier vielfältige Möglichkeiten, um den Neuankömmlingen das Ankommen zu erleichtern. Mit dieser Unterrichtseinheit, in deren Zentrum ein abwechslungsreiches Stationenlernen mit sechs unterschiedlichen Stationen steht, ist dies sehr gut möglich. In dieser Gruppenphase haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit allen Personen in der jeweiligen Gruppe zu sprechen und zu interagieren, um zu einem musikalischen Ergebnis zu kommen. Die Klasse lernt sich besser kennen und erfährt, wie vielfältig und abwechslungsreich das Fach Musik ist. Vorkenntnisse Es sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulen kommen, besitzen sie unterschiedliche Vorkenntnisse. Ebenso können sie durch ihr privates Umfeld mehr oder weniger mit musikalischen Inhalten in Berührung gekommen sein. Durch die verschiedenen Stationen können sich alle Lernenden auch ohne spezielle Vorkenntnisse auf ihre persönliche Art und Weise einbringen. Didaktisch-methodische Analyse Primäres Ziel dieser Unterrichtseinheit ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig besser kennenlernen, indem sie sich mit musikalischen Themen beschäftigen. In einer kurzen gemeinsamen Einstiegsphase erhalten alle ein eigenes Namensschild. Darauf sollen die Schülerinnen und Schüler neben ihrem Vornamen auch weitere interessante Informationen notieren. Dies soll für Gesprächsthemen innerhalb der Gruppe sorgen. Neben einem Laufzettel erhalten alle Lernenden einen eigenen Startzettel, auf dem die Reihenfolge der zu behandelnden Stationen farbig abgebildet ist. Dieser Streifen ist für jede Schülerin und für jeden Schüler individuell, sodass an jeder Station neue Gruppen entstehen. Nur so besteht die Möglichkeit, dass sich alle kennenlernen. Hier werden jegliche Vorbehalte gegenüber neuen, unbekannten Mitschülerinnen und Mitschülern abgebaut, da der spielerische Charakter der Stationen und das sich Auseinandersetzen mit musikalischen Inhalten im Vordergrund steht. Idealerweise findet diese Unterrichtseinheit in einer Doppelstunde statt. Die beiden Stunden sollten direkt aufeinander folgen, damit kein zeitlicher Druck entsteht. Die Kreativität, das Kennenlernen, der Spaß am Fach Musik und das Auseinandersetzen mit der musikalischen Materie soll nicht durch ein enges zeitliches Korsett eingeengt werden. Vorbereitung Während die Vorbereitung der Unterrichtseinheit eher zeitaufwendig ist, übernimmt die Lehrkraft in den Unterrichtsstunden eine moderierende, begleitende Rolle. Die Startzettel sollten farbig ausgedruckt bereit liegen. Nach der allgemeinen Einführung zur Organisation und zum Kennenlernen begeben sich die Schülerinnen und Schüler jeweils zu den verschiedenen Stationen. Diese sollten gleichmäßig im Musiksaal verteilt werden. Für die Lehrkraft gibt es ein separates Arbeitsblatt (6) mit der Beschreibung der einzelnen Stationen. Dieses sollte vorher durchgelesen werden. Es ist ratsam, die diversen Anweisungen an jeder Station farbig auszudrucken und zu laminieren. In der fünften Klasse wird die Klasse vermutlich nicht flächendeckend digitale Endgeräte zur Verfügung haben, dennoch ist ein iPad oder eine digitale Tafel mit einer guten Internetverbindung für Station 6 notwendig. Stationenlernen Es ist sinnvoll, wenn die Lehrkraft mit der Klasse vorher die einzelnen Stationen bespricht und aufkommende Fragen klärt. Je besser die Stationen vorab besprochen werden, umso reibungsloser und entspannter sollte das eigentliche Stationenlernen ablaufen. Aufgrund der technischen Komponente wird Station 6 vermutlich am meisten Betreuung durch die Lehrkraft benötigen. Der Aufbau der Unterrichtseinheit als Stationenlauf ist für die Klasse überaus motivierend, da dieser sowohl praktische als auch theoretische Elemente enthält, zum Teil Rätsel und ein hohes Maß an Kreativität beinhaltet. Zudem bewirkt der Gruppenwechsel eine hohe Dynamik. Am Ende der Unterrichtseinheit sollten die Lösungen der einzelnen Stationen besprochen und die verschiedenen Kompositionen und Tanz- und Gesangsdarbietungen vor der Klasse aufgeführt werden. Wichtig: Die Schülerinnen und Schüler gehen nicht selbstständig von einer Station zur nächsten, sondern orientieren sich an den Anweisungen der Lehrkraft. Nur so ist gewährleistet, dass alles in geordneten Bahnen abläuft und sich die Gruppen an jeder Station neu zusammensetzen. Pro Station sollen etwa 10 bis 15 Minuten einkalkuliert werden. Bei sechs Stationen bietet sich hierfür eine Doppelstunde Musik mit zwei direkt aufeinanderfolgenden Musikstunden an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reaktivieren und erweitern ihr bereits vorhandenes Vorwissen. verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Themenschwerpunkte des Stoffs im Fach Musik der fünften Jahrgangsstufe. erhalten spielerisch, praktisch und theoretisch Einblicke in bisher unbekannte Themen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem iPad und dem Betrachten von Videos auf YouTube. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Betrachten von Videos. arbeiten gut und respektvoll mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin in der Gruppe. sind offen und respektvoll und hören sich verschiedene Meinungen an.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Alphabetisierungsgrade und Bildungshintergründe in gemischten Klassen

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zu unterschiedlichen Alphabetisierungsgraden in Übergangs- oder gemischten Klassen im DaF-/DaZ-Unterricht vermittelt Hintergrundwissen zu verschiedenen Stufen der Lese- und Schreibfähigkeit und stellt Bezüge zu typischen Lernerbiografien her. Eine wesentliche Aufgabe des Lehrberufs besteht darin, Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Stärken und Schwächen individuell zu fördern. Insbesondere für den DaF-/DaZ-Unterricht ergibt sich jedoch durch zumeist stark heterogene Gruppen dabei eine Reihe von Schwierigkeiten. In Klassen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft steht die Lehrkraft schließlich zunächst einmal vor der Herausforderung, mit vielfältigen Alphabetisierungsgraden in lateinischer Schrift umgehen zu müssen. Unterschiedliche Niveaus und Umgang mit Vermeidungsstrategien Da viele Schülerinnen und Schüler mit geringem Alphabetisierungsgrad gelernt haben, ihre vermeintliche Schwäche zu verbergen, lohnt es sich deshalb, zu Beginn des Schuljahres oder bei neuen Lernenden vorab einen Alphabetisierungstest durchzuführen. Dabei ist es besonders wichtig, den betroffenen Schülerinnen und Schülern Angst und Scham zu nehmen sowie ihnen zu vermitteln, dass Vermeidungsstrategien nicht zielführend sind. Häufig spielt die Angst vor Strafen eine wichtige Rolle beim Vermeidungsverhalten. Die Lehrkraft kann daher Hilfe leisten, indem sie betont, dass "Nicht-Können" in der Klasse nicht bestraft wird und dass "Nicht-Lesen-Können" nur bedeutet, dass man noch nicht lesen kann. In harmonischen Klassen kann ein offenes Gespräch über die Lernerbiografien und Alphabetisierungsgrade der Schülerinnen und Schüler sehr wirksam sein, um Hänseleien in der Klasse zu unterbinden und fehlende Lese- und Schreibkenntnisse zu enttabuisieren. Dabei zeigt sich oft, dass Schülerinnen und Schüler mit hohem Alphabetisierungsgrad durchaus bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen, indem sie Helferrollen übernehmen und damit selbst durch diese Vermittlerrolle profitieren. Die angemessene Einschätzung des Lese- und Schreibniveaus der Lernenden in gemischten Klassen wie im DaF-/DaZ-Unterricht stellt eine Grundvoraussetzung für die individuelle Förderung im Anschluss dar. Aus diesem Grund geht es im Folgenden um unterschiedliche Stufen der Alphabetisierung und damit verbundenen Anforderungen an den Unterricht. Primärer Analphabetismus Primärer Analphabetismus liegt vor, wenn eine Person in keiner Sprache und keinem Schriftsystem bisher lesen und schreiben gelernt hat. Das betrifft häufiger Schülerinnen und Schüler aus Ländern, in denen das Schulsystem nicht allen Menschen zugänglich ist, aber es gibt immer auch individuelle Gründe, warum Kinder nicht zur Schule gegangen sind oder in der Schule nicht lernen konnten. Daher sollte der Alphabetisierungsgrad aller Jugendlichen kontrolliert werden, aus welchem Herkunftsland sie auch kommen mögen. Hinweise darauf, dass es sich bei Lernenden um primäre Analphabeten handelt, ergeben sich häufig schon bei Abschreibeübungen: Einzelne Buchstaben sind gespiegelt, Wortgrenzen auch von bekannten Wörtern werden nicht erkannt und die Buchstaben werden einzeln abgemalt. Freies Schreiben ist nicht möglich. Beim Lesen werden Buchstaben einzeln aufgezählt und nicht zum Wort kombiniert oder die Buchstaben sind noch gänzlich unbekannt. Diese Lernenden benötigen besondere Förderung beim Lernen von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache, die in einer gemischten Klasse ohne zusätzliche Betreuung sehr schwer zu leisten ist. In Klassen mit primären Analphabeten sollte ein bestimmter Teil der Unterrichtszeit der Alphabetisierung auf dem Niveau der Schülerinnen und Schüler gewidmet sein. Dafür ist eine zusätzliche Lehrkraft oder zusätzliche Zeit mit der Klassenlehrkraft unbedingt nötig. In diesem Teil des Unterrichts werden Laute und Buchstaben eingeführt, phonologische Bewusstheit gefördert und das verstehende Lesen und mitteilende Schreiben geübt. Die Lehrkraft sollte Fachwissen aus dem Bereich Alphabetisierung mitbringen. Funktioneller Analphabetismus Der Begriff "Funktioneller Analphabetismus" trifft auf die Lernenden zu, deren Lese- und Schreibkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterrichtsgeschehen in vergleichbarem Maß zu folgen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch im Alltag und vor allem später im Berufsalltag ergeben sich dann häufig Schwierigkeiten, denen durch gezielte Förderung im Unterricht vorgebeugt werden kann. Die größere Zahl der Schülerinnen und Schüler mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen hat im Heimatland bereits ein oder sogar zwei Schriftsysteme kennengelernt. Für den Lernerfolg in der deutschen Klasse ist dabei vor allem wichtig, wie hoch der Alphabetisierungsgrad in der Muttersprache oder in der Schulsprache ist und ob diese Sprache in lateinischer Schrift geschrieben wird. Eine relativ typische Lernerbiografie einer Schülerin oder eines Schülers mit hohem Förderbedarf umfasst häufig drei bis vier Jahre oft unregelmäßigen Schulbesuchs. Die Klassen sind meist sehr groß, sodass die Lernenden teilweise im Chor lesen, ohne dass das Textverständnis trainiert wird. Vermeidungsstrategien funktionieren an dieser Stelle relativ gut. Schreiben als Mittel der Kommunikation spielt häufig eine eher untergeordnete Rolle. Auch diese Lerner profitieren daher sehr von gezielter Lese- und Schreibförderung, die abseits des Regelunterrichts angeboten wird. Die Schülerinnen und Schüler lernen unter anderem verstehend zu lesen und das Schreiben als Mittel zum Ausdruck zu verwenden. Dabei sollte zunächst die Mitteilung im Fokus stehen. Erst im Laufe der Zeit nimmt die orthografische Korrektheit eine wichtigere Rolle ein. Auch auf höheren Niveaus ist häufig noch gesonderte Förderung nötig, diese kann aber unter Umständen durch eine zweite Lehrkraft in der Klasse geleistet werden. Hier wird das selbstständige Erfassen eines Arbeitsblattes mit seiner Strukturierung anhand des Layouts geübt, außerdem werden verschiedene Lesetechniken aus den vorangehenden Jahrgangsstufen gelernt. Beim Schreiben wird vermehrt auf eine korrekte Rechtschreibung geachtet. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler gern und möglichst viel schreiben. Zweitschriftlerner Zweitschriftlerner beherrschen ein anderes Schriftsystem als das lateinische souverän, die lateinische Schrift dagegen ist neu für sie. Diese Schülerinnen und Schüler machen häufig deutlich schnellere Fortschritte als funktionelle oder primäre Analphabeten. Sie sind mit Schriftlichkeit als Mittel der Kommunikation in verschiedenen Facetten vertraut. Je nach zuerst gelerntem Schriftsystem ergeben sich dennoch häufig typische Schwierigkeiten. Die arabische Schrift ist wie die lateinische eine Buchstabenschrift. Ein Unterschied besteht darin, dass Vokale häufig nicht mitgeschrieben werden, doch das bereitet eher weniger Probleme beim Zweitschrifterwerb. Die umgekehrte Schriftführung in der lateinischen Schrift dagegen, von links nach rechts, ist für viele Schülerinnen und Schüler ungewohnt und führt häufig dazu, dass die einzelnen Buchstaben in umgekehrter Richtung geschrieben werden, sodass der Schreibfluss sich nicht zügig entwickelt. Eine Methode, den Lernenden die Umständlichkeit dieser Schreibweise vor Augen zu führen, besteht darin, sich beispielsweise den eigenen Namen in arabischer Schrift zeigen zu lassen und dann jeden Buchstaben ebenfalls in umgekehrter Richtung zu schreiben. Die äthiopische Schrift wird vor allem in Äthiopien und Eritrea verwendet. Da es sich hierbei um eine Silbenschrift handelt, ist das Umdenken auf die lateinische Buchstabenschrift komplizierter. Umso wichtiger ist es, Buchstaben lautierend einzuführen ("p" statt "pe", "m" statt "em"). Die kyrillische und georgische Schrift sind wiederum Buchstabenschriften, die von links nach rechts geschrieben werden, sodass der Zweitschrifterwerb keine besondere Schwierigkeit darstellt. Fazit Den Lernstand Ihrer Schülerinnen und Schüler angemessen einschätzen zu können erfordert ein hohes Maß an diagnostischer Kompetenz. Die dargestellten Tipps und Handlungsempfehlungen ergeben sich aus Erfahrungen mit Lernern unterschiedlicher Herkunftsländer und dienen dazu, Lernschwierigkeiten besser verstehen und lösen zu können.

  • DaF / DaZ

Mit der Schulklasse die Welt des Wassers erkunden

Fachartikel / Video-Tutorial

Das Bildungsprogramm "Blaues Klassenzimmer" bietet Lehrenden der Primar- und Sekundarstufe I methodisch-didaktische Unterrichtsmaterialien für die Schule oder das schulisch angeleitete Lernen zu Hause (saLzH), um Kinder für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt

Das Rollenbild der Schöpfungsgeschichte

Unterrichtseinheit

Die Verse Gen 2,7.18-24 der zweiten Schöpfungserzählung thematisieren die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau. Viele Menschen kennen diese Geschichte – zumindest oberflächlich. Kaum einer ist sich jedoch über die theologischen Aussagen dieses christlichen Kulturgutes bewusst. Die durch den Text aufgeworfene Problematik der Geschlechterhierarchie ist bedeutend für die aktuelle Lebenssituation von Schülerinnen und Schülern. Die Probleme weiblicher und männlicher Rollentypisierungen und Geschlechterhierarchien sind unbestritten. Die Verse, die auch als "Perle der Genesis" bezeichnet werden, werfen eine Reihe von Fragen auf und sind im Laufe der Geschichte häufig fehlgedeutet worden. So wurde aus ihnen über Jahrhunderte eine biblisch legitimierte Inferiorität der Frau gegenüber dem Mann abgeleitet, was dem Text keinesfalls gerecht wird. Didaktisch-methodischer Kommentar Hinweise rund um den konkreten Einsatz der Unterrichtseinheit. Warum Exegese und neue Medien? Weitere Überlegungen zu Rezeption und Präsentation. Projektablauf Die detaillierte Darstellung des Projektablaufs. Gender-Blick Ressourcen Aufgaben und Übungen zu den Gender-Aspekten der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass sich aus Gen 2,7.18-24 keine Geschlechterhierarchie ableiten lässt. Dieses Ziel ist sowohl in kognitiver als auch in affektiver Dimension relevant. verschiedene Methoden der Schriftauslegungen kennen lernen und so in wissenschaftliches Arbeiten eingeführt werden. selbstständig mit Primär- und Sekundärtexten arbeiten und ihre Arbeitsergebnisse in verständlicher Form strukturieren und präsentieren. bei der selbstständigen Sichtung und Beschaffung entsprechender wissenschaftlicher Sekundärliteratur Erfahrungen sammeln. das Internet als Medium zur Recherche und zur Publikation einsetzen. durch längerfristiges selbstständiges Arbeiten in Kleingruppen Sozial- und Planungskompetenzen ausbauen. Geschlechterverhältnisse im Hinblick auf Gender-Aspekte quantifizieren und anhand der vorgegebenen Texte das Um- bzw. Gleichstellen der Geschlechterverhältnisseüben einüben. Methoden der Schriftauslegung Exemplarisch sollten anhand des Textes Aussagen zum christlichen Menschenbild, insbesondere zur Rolle der Frau, in ihrer theologischen Relevanz erarbeitet werden. Hierzu ist eine genaue Exegese notwendig, welche für die SchülerInnen greifbare und erhellende Erkenntnisse liefern kann. Anhand der eingehenden Exegese dieser Verse können dabei Methoden der Schriftauslegung erlernt oder vertieft werden. Analyse der Schöpfungsgeschichte Das Thema bietet sich im Rahmen einer Reihe zu Glauben und Wissen an. Innerhalb einer solchen setzen sich die SchülerInnen meist mit der biblischen Schöpfungsgeschichte auseinander. Gerade die zweite Schöpfungsgeschichte bedarf dabei einer sehr genauen Textanalyse. Das Internetprojekt Die Analyse soll im Rahmen eines Projektes geschehen, in welchem die neuen Medien eine zentrale Rolle spielen sollen. Daher sind diesbezügliche Vorkenntnisse sehr von Vorteil. Gleichzeitig soll die themenbezogenen Recherche via Internet als Möglichkeit selbstständiger Informationsbeschaffung seitens der SchülerInnen genutzt werden. Text-Rezeption Der Gedanke, einen etwa 3.000 Jahre alten Text mit einer modernen Technologie zu konfrontieren, fasziniert. Dabei sind die neuen Medien im Zusammenhang mit einer exegetischen Arbeit besonders geeignet. Es bietet sich das Anfügen eines Kommentars an, da das charakteristische Merkmal des Hypertextes die nichtlineare Textstruktur ist. Ergebnis-Präsentation Ein biblischer Text kann durch die Gestaltung mit html so präsentiert werden, dass durch Mausklick Worterklärungen, Verskommentare und weitergehende Informationen abrufbar sind. Daher liegt der methodische Schwerpunkt des Projekts auf den Möglichkeiten der Online-Präsentation von selbstständig erarbeiteten Ergebnissen seitens der SchülerInnen. Diese müssen die erarbeiteten Ergebnisse so aufbereiten, dass sie auf einer Webseite öffentlich präsentiert werden können. Ähnlich der Erstellung eines Referats oder einer Facharbeit wird von den SchülerInnen daher gefordert, komplexe fachliche Zusammenhänge einer nicht informierten Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Um diese Präsentation kompetent, aber auch verständlich durchzuführen, müssen die SchülerInnen ihre Arbeit besonders gründlich erledigen. Motivation und Sozialkompetenz Bei diesem Projekt ist bei den SchülerInnen eine große Motivation zu erwarten. Das Interesse an den neuen Medien scheint bei SchülerInnen der gymnasialen Oberstufe, für die diese Aufgabenstellung geeignet ist, durchweg vorhanden zu sein. Diese Motivation kann teilweise sogar als intrinsisch bezeichnet werden, weil die SchülerInnen ihre Erarbeitungen als sinnvoll und befriedigend empfinden. Die computertechnisch weniger versierten SchülerInnen haben zudem die Möglichkeit, von den erfahrenen zu lernen. Gemeinschaftsprodukt für die Online-Gemeinschaft Weiterhin wirkt sich der Gedanke, ein erarbeitetes Produkt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, ebenfalls motivationsfördernd auf die SchülerInnen aus. Dieses ist zwar ein Grundprinzip eines jeden Projektes, gewöhnlich findet die Präsentation allerdings auf Plakaten in der Klasse oder vielleicht in der Schulaula statt. Das wissenschaftliche Anliegen wird somit für die SchülerInnen sehr greifbar und trägt ebenfalls zur Motivation bei. Einstieg Aufgrund des Projektcharakters und der damit verbundenen Selbstständigkeit der SchülerInnen ist die Einführungsstunde als einzige detailliert planbar. Da sie eine zentrale Rolle bei der Weichenstellung des Projektes einnimmt, soll sie hier etwas detaillierter beschrieben werden. Für die Einführungsphase sollte eine Doppelstunde verwendet werden. Die SchülerInnen sollen durch die Lektüre von Primär- und Sekundärtext die traditionelle Deutung von Gen 2,7.18-24 kennen lernen. die theologische und gesellschaftliche Relevanz einer derartigen Auslegung erkennen. durch Provokation und Emotionalisierung motiviert werden, sich mit dieser Auslegung und dem Primärtext kritisch auseinander zu setzen. erkennen, dass eine solche Auseinandersetzung einer eingehenden Exegese bedarf. eigenständig ein exegetisches Projekt in Kleingruppen nebst Präsentation auf einer Website planen. Die Planungsgruppe für die Webseite hat die Aufgabe, sich vorab Gedanken zur technischen Umsetzung bei der Gestaltung der Webseite zu machen. Hierbei kommt ihr eine wesentliche Koordinierungsaufgabe zu, da sie die Vernetzung einzelner Aspekte zu berücksichtigen hat. Die Gruppe ist daher angehalten, sich stets bei den anderen Gruppen über deren Ergebnisse zu informieren. Gleichzeitig kann sie diesen fortlaufend erklären, wie die technische Seite des Projektes geplant ist. Optimal wäre es, wenn sich diese Gruppe aus SchülerInnen mit einem fundierten Vorwissen bei der Erstellung von Webseiten konstituieren würde. Beispiel-Website Diese Beispiel-Website zeigt ein eigenständig erarbeitetes Grundprinzip einer Webseite, die die Möglichkeiten von html voll ausnutzt. Zu erkennen ist ein Menü als obere Leiste. Der biblische Text ist mit den dazugehörigen Versnummer und diversen auswählbaren Schlüsselbegriffen versehen. Durch Mausklick erhält man im unteren Bildschirmbereich eine kurze Information zu den ausgewählten Begriffen. Durch Mausklick auf die Versnummer erhält man indessen die Kommentare. Keine Vorkenntnisse Die einfache - natürlich nicht so attraktive - Variante ist die Arbeit mit dem Website-Generator von lo-net . Hier kann man sogar ohne Vorkenntnisse publizieren. Im Folgenden finden Sie die detaillierte Beschreibung der Phasen dieser Unterrichtseinheit. Einstieg in die Gruppenarbeit Als Einstieg sollte das anstehende Projekt zunächst vorgestellt werden. Hierzu gehört neben der Nennung des Themas ebenso der Hinweis, dass sich die Arbeitsformen durch selbstständiges Arbeiten, Kennenlernen von Methoden der Exegese und dem Einsatz des Internet kennzeichnen sollen. Die Förderung des selbstständigen Arbeitens soll bereits in der Einführungsstunde des Projektes stark berücksichtigt werden. Die SchülerInnen sollen daher in die Planung der Gruppenaufgaben sowie in die Bildung der Gruppen involviert sein. Erarbeitungsphase Die folgende Erarbeitungsphase dient primär dem Zweck, die Problematik der Verse darzulegen und mit den SchülerInnen die zu bearbeitenden Aspekte zu fixieren. Ein problemorientierter Ansatz bietet sich an. Neben der Primärtextlektüre und der Erstellung eines Fragenkataloges soll das Problembewusstsein durch Provokation mittels eines Sekundärtextes von Uwe Gerber erfolgen, der die traditionelle Auslegung der Inferiorität der Frau darbietet. Problemstellung Die Planung der zu analysierenden Aspekte soll sich daher auch in dem Bestreben der SchülerInnen ergeben, dem Sekundärtext wissenschaftliche Argumente entgegensetzen zu können. Obschon den SchülerInnen die Freiheit gelassen werden soll, diese Bereiche selbst zu benennen, müssen fundamentale Exegesemethoden berücksichtigt werden, allen voran die historisch-kritische Schriftauslegung. Dabei sollen die geplanten Exegeseverfahren nicht explizit benannt werden. Dies kann am Ende des Projektes und somit induktiv geschehen. Die abschließende Ergebnissicherung besteht in der konkreten Zuweisung von Forschungsgaufträgen an die einzelnen Gruppen. Die SchülerInnen müssen daher ihre Fragestellungen kategorisieren und überlegen, wie viele Gruppen zur Bearbeitung nötig sind. Somit wird von ihnen ein Arbeitsplan erstellt. Zuletzt können sich die SchülerInnen einzelnen Gruppen zuordnen. Literaturrecherche In der ersten Phase des Projektes müssen die Schülerinnen und Schüler Material und Literatur zu ihren Themengebieten finden. Dies sollte fortlaufende Hausaufgabe außerhalb des Unterrichtes sein. Zudem muss aber auch Gelegenheit gegeben werden, im Internet nach relevanten Texten und Informationen zu suchen. Dies kann in einer Doppelstunde zu Beginn der Erarbeitungsphase stattfinden. Arbeitsorganisation Zunächst sollen die Schülerinnnen und Schüler eine Webpage besuchen, auf der der von ihnen erstellte Arbeitsplan der Gruppen einschließlich der Schülernamen zu betrachten ist. Sie haben nun die Möglichkeit, sich diesen Plan auszudrucken, und bekommen vor Augen geführt, dass an dieser Stelle demnächst ihre eigenen Arbeitsergebnisse stehen werden. Dies kann sehr motivierend sein. Medienkritik Die Informationen des WWW sind allerdings nicht mit denen eines Schulbuches oder Lexikons vergleichbar, da keinerlei Kontrollmechanismen existieren. Diese Tatsache muss den Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht werden. Dass die Klasse den Wert einer fachlichen Information nicht ausreichend beurteilen kann, ist dabei selbstverständlich. So muss der oder die Lehrende die Informationen, die die Schülerinnen und Schüler letztlich ausgedruckt haben, um sie in den Folgestunden zu verwenden, kritisch durchsehen und gegebenenfalls auf Gefahren hinweisen. Es ist möglich, dass einige Gruppen nicht viele brauchbare Texte finden werden, vor allem wenn ihre Arbeitsgebiete sehr speziell sind. Mit dieser Gefahr muss stets gerechnet werden, wenn das Internet als fachspezifische Informationsquelle genutzt wird. Erarbeitungsphase Die Erarbeitungsphase, die ausschließlich in Gruppenarbeit stattfindet, sollte mindestens drei Doppelstunden umfassen, daneben wird von den SchülerInnen auch außerschulische Bereitschaft zur Arbeit erwartet. Nachdem die SchülerInnen in Bibliotheken, dem Internet und anderen Quellen Literatur und Material zur Bearbeitung ihrer Aufgaben gesammelt haben, sollen sie ihre Analysen mit dem gefunden Material beginnen. Es darf angenommen werden, dass weitere Literatur und anderes Material zur Verfügung gestellt werden müssen. Ergebnissammlung Die Ergebnisse sollen verschriftlicht und mit der Website-Planungsgruppe abgesprochen werden. Diese sollte die Konzeption ihrer Webseite den anderen Gruppen frühzeitig erklären, damit diesen klar wird, mit welche strukturellen Rahmenbedingungen ihre Ergebnisse abgestimmt sein müssen. Dateiaustausch Wenn für das Projekt bei lo-net ein Klassenraum eingerichtet wurde, können die Rechercheergebnisse im Dateiaustausch dieses geschlossenen Bereichs gesammelt werden. Binnendifferenzierung Falls möglich, können die SchülerInnen ihre Ergebnisse bereits in html verfassen und der Planungsgruppe per Diskette oder E-Mail zukommen lassen. Diese optionale Erweiterung ist ein gutes Verfahren zur Binnendifferenzierung. Es ist zu erwarten, dass einige SchülerInnen oder Gruppen ihre Analysen deutlich früher beenden als andere. Um sie weiterhin sinnvoll zu beschäftigen, bietet sich die Transformation ihrer Ergebnisse in html an. Präsentation Die Präsentation soll zunächst durch Vorträge der einzelnen Gruppen erfolgen, in denen sie ihr Vorgehen und ihre Erträge beschreiben. Anschließend muss Gelegenheit zu einer weiterführenden Diskussion sein. Hier wird erneut auf den Text Gerbers Bezug genommen und geklärt, wie seine Thesen anhand der neu gewonnenen Gesichtspunkte zu beurteilen sind. Dies kann beispielsweise durch das Aufstellen von Antithesen geschehen, die sich aus den Ergebnissen der einzelnen Gruppen aufstellen lassen. Reflexion Abschließend muss eine Methodenreflexion stattfinden. Den SchülerInnen soll verdeutlicht werden, welcher Exegesemethoden sie sich bedient haben und was diese kennzeichnet. Nachbereitung Nach der Diskussion können die SchülerInnen die erstellte Webseite im Internet abrufen und sich die einzelnen Beiträge erneut ansehen. Auch an diese Phase muss sich eine Diskussionsmöglichkeit anschließen. Gemeint ist die quantitative Analyse der folgenden beiden Ressourcen: Wem gebührt der "erste Platz"? Wer wird an erster Stelle genannt? Welchen Raum, Platz, Umfang nimmt die Darstellung des einen oder anderen Geschlechts ein? Wir kennen eine Vielzahl an stereotypen Paarbegriffen wie "Hänsel und Gretel", "Romeo und Julia", "Tarzan und Jane" sowie aus der Bibel etwa "Adam und Eva" oder "Abraham und Sara". Der "erste Platz" gebührt nicht pro forma dem Manne, sondern streicht vielmehr die Hierarchie, Bedeutung und Macht der erstgenannten Person heraus. Dies wird schnell deutlich, wenn man sich die Ausnahmen wie "Maria und Josef" oder "Kain und Abel" vor Augen führt. Die Schülerinnen und Schüler quantifizieren Geschlechterverhältnisse im Hinblick auf die beiden, oben genannten Gender-Aspekte und üben sich anhand der vorgegebenen Texte im Um- bzw. Gleichstellen der Geschlechterverhältnisse. Kenntnis gechlechtsrelevanter Aspekte der Textanalyse Sensibilisierung für die Bedeutung von stereotypen Paarbegriffen und Textmengen Sensibilisierung für Gender-Aspekte im Bereich von Wort und Schrift

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Notfälle Teil 1: Herz, Lunge, Gehirn

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Die Unterrichtseinheit geht auf die Grundsätze Erster Hilfe bei häufig vorkommenden Notfällen von Herz, Lunge und Gehirn ein. Um effektiv handeln zu können, werden vorrangig die Beobachtungskriterien sowie die dazugehörigen (Pflege-)Maßnahmen erläutert. Die Lernenden erarbeiten im Rahmen einer Gruppenarbeit ein Rollenspiel sowie eine Präsentation zu den Themenschwerpunkten Herzinfarkt und Apoplex. Es gibt eine Reihe von Notfällen, die ein (sehr) schnelles Eingreifen erfordern. Dennoch bestehen oft Unsicherheiten auf Seiten der Pflegenden. Die Verunsicherung betrifft primär die korrekte Einschätzung des Notfalls . Daher ist es von besonderer Bedeutung, die Symptome sicher zu erkennen. Ein Austausch über die bisherigen Erfahrungen mit Notfällen leitet daher die Einheit ein. Auf den grundsätzlichen Erste Hilfe Maßnahmen bei Unfällen aufbauend, werden Notfälle von Todesfällen differenziert. Weiterhin werden Notfälle, die die Organe Herz, Lunge und Gehirn betreffen, behandelt. In einem Rechercheauftrag erarbeiten die Schülerinnen und Schüler wesentliche Inhalte zu den Notfällen "Herzinfarkt" und "Apoplex". Gleichzeitig zeigt die Unterrichtseinheit auf, was in akuten Notfällen zu unterlassen ist. Darüber hinaus setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Patientenverfügung auseinander. Den Grundstein für die Unterrichtseinheit bildet eine PowerPoint-Präsentation. Diese wird durch Arbeitsblätter und eine interaktive Übung sinnvoll ergänzt. Überblick Insgesamt bearbeiten die Lernenden vier zusammenhängende Arbeitsblätter. Zu Beginn der Unterrichtseinheit tauschen sich die Auszubildenden zu vorgegebenen Fragestellungen zum Thema Notfall aus. Im Anschluss definieren die Lernenden den Begriff "Notfall". Weiterhin ergänzen sie eine Grafik zu Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler differenzieren sichere und unsichere Todeszeichen. Im Anschluss werden die Notfallsituationen "Atemnot" und "Apoplex" thematisiert. Die Lerneinheit wird durch eine interaktive Übung unterstützt. Ein wesentliches Ziel der Unterrichtseinheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre Kenntnisse der Ersten Hilfe wiederholen. Die Lerneinheit ist in drei Teile aufgeteilt: Während sich der erste Teil mit Notfällen im Bereich von Herz, Lunge und Gehirn beschäftigt, geht es in Teil zwei um Unfälle und Notfälle im Kindesalter . Im dritten und letzten Teil werden weitere Notfälle wie Schock, Vergiftungen und Erfrierungen thematisiert. In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler die Inhalte zu einem Großteil selbstständig. Zu diesem Zweck werden sowohl Arbeitsblätter als auch eine interaktive Übung hinzugezogen. Sowohl in Paararbeit als auch in einer Gruppenarbeit haben die Lernenden die Möglichkeit sich auszutauschen. Der Zeitpunkt für den Rechercheauftrag zu den Themenbereichen "Herzinfarkt" und "Apoplex" ist variabel und kann von den Lehrkräften selbst bestimmt werden. Der zeitliche Rahmen für die Vermittlung der Theorie sollte bei mindestens drei Unterrichtsstunden liegen. Dies ist unter anderem abhängig von dem Zeitbedarf für eine ausführliche (Internet-)Recherche, Präsentation sowie das Rollenspiel. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen Notfälle, die das Herz, die Lunge oder das Gehirn betreffen sicher und können die Symptome entsprechend zuordnen. kennen entsprechende Erste Hilfe Maßnahmen. kennen die grundsätzlichen Inhalte einer Patientenverfügung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Wissen selbstständig anhand interaktiver Übungen. erarbeiten sich Lerninhalte mittels interaktiver Übungen. sind in der Lage, im Rahmen der Gruppenarbeit wissenschaftliche Quellen im Internet ausfindig zu machen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. geben sich im Anschluss an die Präsentationen der Gruppenarbeit konstruktives Feedback. arbeiten effektiv und kooperativ in Kleingruppen zusammen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Rente mit 67 – Können wir uns das "Altern" leisten?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Rente mit 67" werden die Schülerinnen und Schüler zur Meinungsbildung und zum Nachdenken über die eigene Altersvorsorge angeregt. Zu Beginn ihres Arbeitsverhältnisses lernen die Auszubildenden Hintergründe des sich im Wandel befindenen Sozialstaates unmittelbar kennen. Dabei entwickelt vor allem die Problematik der Alterssicherung eine große Dynamik, denn die öffentlichen Debatten schlagen oftmals sehr hohe Wellen. Es zeigt sich, dass bei Berufschülerinnen und -schülern eine hohe Sensibilität für das Problem der eigenen Alterssicherung anzutreffen und der Glaube an den Sozialstaat in seiner aktuellen Ausgestaltung ins Wanken geraten ist. Im Rahmen der Unterrichtseinheit werden die Lernenden mit verschiedenen Interessenslagen gesellschaftlicher Gruppen konfrontiert, die mit der Vorsorge für das Rentenalter einhergehen. Dabei sollen sie, die heutigen Jungen, die die aktuellen Rentenzahlungen finanzieren, auch für ihre eigene Altersvorsorge sensibilisiert werden. Nach einer thematischen Einführung können die Lernenden sich eigenständig informieren und Erkenntnisse für sich und die Gesellschaft daraus ableiten. Das primäre Ziel der Unterrichtseinheit besteht darin, wichtige Aspekte der Rentenproblematik herauszuarbeiten und die Schülerinnen und Schüler schon jetzt zur Übernahme von Eigenverantwortung für die Altersvorsorge zu sensibilisieren. Die Unterrichtsreihe ist dabei so angelegt, dass die Lernenden die Aufträge selbstständig lösen können. Eine wesentliche Rolle spielt die Nutzung einer Lernplattform, wo gezielt Lernangebote und Arbeitsaufträge zur Verfügung gestellt werden. Ferner ist sie Diskussionsforum für alle am Unterricht Beteiligten und ermöglicht ein orts- und zeitunabhängiges Lernen. Entfällt die Nutzung einer Lernplattform, können den Schülerinnen und Schülern die Unterrichtsmaterialien auch als Datei, Folie und Arbeitsblatt präsentiert werden. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Hier wird der Ablauf der Unterrichtsstunden inklusive des Einsatzes der Arbeitsmaterialien detailliert beschrieben. Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre politische Urteilsfähigkeit zu den Standpunkten der aktuellen Rentendiskussion und erarbeiten Pro- und Contraargumente zur "Rente mit 67". realisieren die Notwendigkeit der Übernahme von Verantwortung für die eigene Lebensplanung. werden in ihrer Selbstlernfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit durch die Bereitstellung von Online-Lehrangeboten unterstützt. nutzen das Internet zielgerichtet zur Informationsrecherche. Als Einstiegimpuls dient ein Zitat aus der jüngsten Vergangenheit, das für kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit sorgte und diese Funktion auch bei dieser Lerngruppe übernehmen soll. Anschließend steht die Textanalyse im Mittelpunkt. Anhand des Leitartikels "Die reformierte Rente" von Kerstin Schwenn aus der FAZ werden die Kernprobleme der aktuellen Alterssicherung herausgearbeitet und seitens der Lehrkraft visualisiert. Der Arbeitsauftrag lautet also: "Lesen Se den nachfolgenden Text und kennzeichnen Sie die Hautprobleme der Alterssicherung!" FAZ: "Die reformierte Rente" Den Leitartikel von Kerstin Schwenn aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. März 2006 finden Sie hier. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen themengleichen Arbeitsauftrag und recherchieren ihren Rentenanspruch am Ende des Arbeitslebens über verschiedene Rentenrechner im Internet. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse. Im Plenum werden dann in der Erarbeitungsphase II Pro- und Contra-Argumente zur geplanten Erhöhung des Rentenalters seitens der Koalition erarbeitet. In der anschließenden Reflektionsphase wird über das Eingangszitat abgestimmt. Über den auf der Lernplattform befindlichen Abstimmungsmodus kann direkt ein Meinungsbild innerhalb der Lerngruppe online ermittelt werden. Steht diese nicht zur Verfügung, kann die Abstimmung auch konventionell im Unterricht erfolgen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den abschließenden Lernauftrag, eine Karikatur zum Thema im Internet zu suchen, mittels der im Unterricht erarbeiteten Methode der Karikaturanalyse selbsttätig zu analysieren und auf die Lernplattform einzustellen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

DNA - Aufbau und Struktur

Unterrichtseinheit
14,99 €

DNA ist der Bauplan jedes Lebewesens – und damit der Schlüssel zum Verständnis von Vererbung, Proteinen und Zellfunktion. In dieser Einheit tauchen die Schülerinnen und Schüler tief in Aufbau und Struktur der DNA ein, entdecken die Bedeutung von Polarität, Antiparallelität und Basenpaarung und verfolgen den Weg vom Molekül zum Chromosom. Ein idealer Einstieg in die moderne Genetik. Das Thema DNA ist von höchster Bedeutung, da es die Grundlage aller Lebewesen darstellt. Als Träger der genetischen Information enthält die DNA die Baupläne zur Herstellung der Proteine. Diese sind für alle Funktionen innerhalb der Zelle nötig. Außerdem ist die DNA die Grundlage der Vererbungslehre. Beispielsweise bestimmen Gene wie ein Mensch später aussehen wird oder durch Kombination der Geschlechtschromosomen der Eltern wird das Geschlecht des Kindes definiert. In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema DNA auseinander. Dabei werden zunächst die verschiedenen Grundbausteine dieses Moleküls behandelt. Des Weiteren wird die dreidimensionale Molekülstruktur der DNA im Detail thematisiert. Dabei wird auf die Primär-, Sekundär- sowie Tertiärstruktur eingegangen, es werden aber auch die Unterschiede zur RNA herausgearbeitet. Während der Bearbeitung des Materials werden Fachbegriffe wie Polarität, Antiparallelität und komplementäre Basenpaarung eingeführt und definiert. Im Anschluss wird die Verpackung der DNA angesprochen, die als Arbeitsform lang gestreckt und entspiralisiert vorliegt, in ihrer Transportform aber stark komprimiert werden muss. Damit erlaubt das Material eine direkte Überleitung zum Thema Chromosomen und Genetik. Die Unterrichtseinheit eignet sich für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe im Fach Biologie. Sie kann problemlos bundesweit genutzt werden, orientiert sich aber hauptsächlich an den Rahmenlehrplänen der Bundesländer Hessen, Berlin und Brandenburg. Die Einheit kann für das Thema "Molekulargenetische Grundlagen des Lebens" angewandt werden. Sie liefert detaillierte Kenntnisse über die DNA-Doppelhelix, dessen Aufbau und Funktion sowie dessen bedeutende Rolle als Träger der genetischen Information. Dadurch ist ein deutlicher Bezug zur Lebenswelt gegeben. Die Einheit lässt sich insbesondere dafür nutzen, um grundlegende Kenntnisse zu vermitteln und so in das Themenfeld Genetik beziehungsweise das Thema der Proteinbiosynthese einzusteigen. Durch optionales Einbinden von Zusatzaufgaben eignet sich das Material auch für Leistungskurse oder heterogene Lerngruppen. Es werden verschiedene Lernmethoden und Sozialformen angeboten, sodass der Unterricht abwechslungsreich gestalten werden kann. Jedes Arbeitsblatt beinhaltet einen informativen Lesetext, der die Beantwortung der Fragen auf einfachem Lernniveau ermöglicht. Darüber hinaus stehen Aufgabenstellungen auf erweitertem Niveau zur Verfügung, sodass zum einen die Recherchefähigkeit in verschiedenen Medien geschult und zum anderen die Analyse und das kritische Auswählen von Quellen geübt wird. Vorkenntnisse bezüglich einiger biologischer Grundlagen, die in der Einführungsphase vermittelt werden, sollten bekannt sein. Hierzu gehört ein Basiswissen zur Struktur und Funktion von Zellen, Proteinen und Enzymen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Aufbau sowie die Funktion der DNA. verstehen den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion auf Molekülebene. stellen Unterschiede zwischen DNA und RNA gegenüber. lernen die Bedeutung der DNA im menschlichen Körper kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in verschiedenen Medien und Informationsquellen. analysieren digitale Inhalte und wählen diese bei ihrer Recherche kritisch aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in kleineren und größeren Gruppen miteinander und fördern dabei ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit. kommunizieren sachlich.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II

Proteinmodelle aus dem Internet – Beispiel Insulin

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden am Beispiel Insulin Proteindatenbanken und kostenlose Molekülbetrachter wie RasMol vorgestellt. Diese Datenbanken bieten die Möglichkeit, mithilfe des Computers Aspekte der Struktur-Funktionsbeziehung auf molekularer Ebene so anschaulich darzustellen, wie dies im Unterricht mit keinem anderen Hilfsmittel möglich ist.Möchte man die Raumstruktur eines Proteins in einem Molekülmodell darstellen, so benötigt man die Raumkoordinaten jedes einzelnen Atoms. Polypeptidsequenzen, für die diese Raumkoordinaten bereits bekannt sind, werden in der Regel in Datenbanken im Internet veröffentlicht. Von dort kann man sie auf den eigenen Rechner laden und als 3D-Molekülmodell visualisieren. Diese Unterrichtsheit zeigt am Beispiel des Insulins, wie am Rechner 3D-Molekülmodelle visualisiert werden können. In diesem Zusammenhang wird auch die Fragestellung nach dem Einsatz von Schweineinsulin und gentechnisch verändertem Insulin beim Menschen erörtert. Die Arbeit mit der Proteindatenbank schafft ein Bewusstsein dafür, wie wichtig das Internet als Drehscheibe für Biodaten und die freie Zugänglichkeit von Forschungsergebnissen für die tägliche Arbeit der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft ist. 3D-Computermodelle im Unterricht Der vollständige Weg von der Peptidsequenz zum dreidimensionalen Computermodell eines Proteins ist schwierig zu vermitteln, da sehr viele mathematische und physikalische Details in ihm stecken. Die räumliche Darstellung eines Proteins, zum Beispiel eines Stoffwechselenzyms oder eines Transportmoleküls wie des Sauerstoff bindenden Myoglobins, ist jedoch sehr wichtig für das Verständnis seiner Funktion. Dies soll auch der Lehrer-Online-Artikel Die dreidimensionale Hämoglobinstruktur verdeutlichen. Die räumliche Struktur von Substratbindungsstellen steht in direkter Beziehung zur Raumstruktur der Substrate (Schlüssel-Schloss-Prinzip) und damit zur Substratspezifität der Enzyme. Auch die Wirkung kompetitiver Hemmstoffe oder allosterischer Regulatoren können mithilfe einer interaktiven 3D-Struktur der Biomoleküle besser verdeutlicht werden, als dies durch andere Lehrmittel möglich ist. Arbeit mit Datenbanken im Biologie-Unterricht Die in den beiden Arbeitsblättern gestellten Aufgaben sollen zum einen dazu beitragen, die Wichtigkeit von Proteindatenbanken in der Hinsicht auf die Vergleichsmöglichkeiten (Zugehörigkeit eines Proteins zu einer "Proteinfamilie") von Sequenzen zu zeigen. Zum anderen soll die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler - der Zugang zu einer Datenbank und der Umgang mit einem Visualisierungsprogramm - geschult werden. Die Arbeit mit Originaldaten, die Forscherinnen und Forscher im Internet veröffentlicht haben und die täglich von der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft genutzt werden, wirkt auf die Lernenden motivierend. Außerdem entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, wie wichtig es für die modernen Biowissenschaften ist, dass Forschungsergebnisse frei zur Verfügung stehen und welche Rolle dabei das Internet spielt, das als Informationsquelle aus dem täglichen Forschungsbetrieb der Molekularbiologen nicht mehr wegzudenken ist. Unterrichtsverlauf "Proteinmodelle im Unterricht" Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits Kenntnisse über Aminosäuren, den Aufbau der Peptidbindung, Primär- und Sekundärstrukturen sowie Wechselwirkungen zwischen den Peptidketten haben und mit dem Computer sicher umgehen können. Gegebenenfalls muss eine Einführung in RasMol und die Nutzung einer Datenbank eingebaut werden. Je nach Schwierigkeitsgrad des Unterrichts und der Vorbildung der Lernenden können die Methodik der Röntgenstrukturanalyse und der Kernmagnetischen Resonanz (NMR) genauer analysiert werden. Fachlicher Hintergrund Informationen zum Weg von der DNA-Sequenz bis zur Tertiärstruktur eines Proteins und Infos zu dem für die Visualisierung im Unterricht benötigten Molekülbetrachter RasMol Die Schülerinnen und Schüler verstehen am Beispiel des Insulins den Zusammenhang zwischen der in einer Proteindatenbank gespeicherten Datei und der Umsetzung als Proteinmodell im Computer. können eine Sequenz aus einer Datenbank abrufen. können mit einem einfachen Visualisierungsprogramm wie RasMol umgehen. können die Vor- und Nachteile verschiedener Darstellungsarten (Kugelstabmodell, Proteinrückgrat und raumfüllendes Kalottenmodell) erkennen und diese mithilfe eines Programms umsetzen. erarbeiten grundlegendes Wissen über den 3D-Aufbau (die Tertiär- und Quartärstruktur) von Proteinen. können Struktur-Funktionsbeziehungen begreifen und erklären. können Methoden zur Strukturaufklärung von Proteinen verstehen und wiedergeben. Aus der durch die DNA-Sequenz definierten Primärstruktur des Proteins lassen sich Sekundärstrukturbereiche (Faltblätter, Helices, ungeordnete Schleifen) vorhersagen, die durch Wechselwirkungen zwischen den Peptidbindungen und den Seitenketten der Aminosäuren entstehen. Um aber eine Aussage über die - wie es im Fachjargon so schön heißt - Struktur-Funktionsbeziehungen machen zu können, zum Beispiel im Zusammenhang mit den Eigenschaften des katalytischen Zentrums eines Enzyms, benötigt man noch die 3D-Struktur des Proteins in Verbindung mit weiteren Daten, wie zum Beispiel der spezifischen Bindung von Substraten oder Hemmstoffen. Erst dann können Aussagen über die Proteinfunktion auf der molekularen Ebene gemacht werden. Zur Aufklärung der vollständigen räumlichen Anordnung einer nativen Polypeptidkette, seiner Tertiärstruktur, muss zunächst ein hochreiner Proteinkristall "gezüchtet" werden. Hat man ein geordnetes Proteinkristallgitter erreicht, kann dieses mithilfe der Röntgenstrukturanalyse untersucht werden. Die Röntgenstrahlen werden beim Durchtritt durch den Kristall (Wellenlänge im Ångström-Bereich, 1Å = 0,1 nm) gebeugt. Das entstehende Beugungsmuster wird entweder von einem elektronischen Detektor aufgefangen (Diffraktometer) oder mithilfe eines Films sichtbar gemacht. Durch ein mathematisches Verfahren (Fourier-Transformation) erhält man eine Elektronendichtekarte, aus der die Raumkoordinaten für jedes einzelne Atom im Kristall bestimmt werden können. Einfacher hat man es, wenn das Protein zu einer bereits bekannten Proteinfamilie gehört und eine starke Homologie zu einem Protein aufweist, dessen 3D-Struktur bereits aufgeklärt ist. Dann kann die Struktur des "neuen" Proteins durch eine Modellierung abgeleitet werden. Das Züchten von Proteinkristallen für die Röntgenstrukturanalyse ist keine triviale Angelegenheit. Um zum Erfolg zu kommen, wurden Proteinkristalle sogar schon im Weltraum gezüchtet, denn unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit sind die Voraussetzungen für die Herstellung fehlerfreier Kristalle besonders günstig. Insbesondere Membranproteine lassen sich nur schwer kristallisieren. In solchen Fällen kann die Struktur eines Proteins mittels NMR auch in Lösung ermittelt werden. Hierbei ergibt sich jedoch keine eindeutige Struktur, da sich die Atome des Proteins in diesem Zustand bewegen (siehe "Zusatzinformationen" auf der Startseite des Artikels). Die Raumkoordinaten von Proteinen werden in Form langer Listen in Online-Datenbanken gespeichert. Von dort kann man sie als Textdateien auf den eigenen Rechner laden und mit einem geeigneten Programm visualisieren. Ein solches Programm ist zum Beispiel das im Internet für schulische Zwecke frei erhältliche RasMol. Die Software bietet die Möglichkeit, aus den Koordinatenangaben der Datenbank dreidimensionale Proteinmodelle zu erstellen, die man um ihre Achsen rotieren lassen oder mit der Maus anfassen und beliebig drehen und wenden kann. Auch ein "Hineinzoomen" in die Moleküle ist möglich. Mit RasMol können Proteine in verschiedenen Darstellungsformen visualisiert werden (Kugelstabmodell, Proteinrückgrat und raumfüllendes Kalottenmodell). Heteroatome, Wasserstoffbrücken oder gebundene Wassermoleküle lassen sich oft anzeigen. Ein Nachteil des Programms ist, dass die Befehlssprache englisch ist und dass die Arbeit nur über die "Command line" läuft, die nicht sehr nutzerfreundlich ist. Empfehlenswert ist es, sich eine Liste der vom Programm erkannten Kommandos auszudrucken. Der vollständige Weg von der Peptidsequenz zum dreidimensionalen Computermodell eines Proteins ist schwierig zu vermitteln, da sehr viele mathematische und physikalische Details in ihm stecken. Die räumliche Darstellung eines Proteins, zum Beispiel eines Stoffwechselenzyms oder eines Transportmoleküls wie des Sauerstoff bindenden Myoglobins, ist jedoch sehr wichtig für das Verständnis seiner Funktion. Dies soll auch der Lehrer-Online-Artikel Die dreidimensionale Hämoglobinstruktur verdeutlichen. Die räumliche Struktur von Substratbindungsstellen steht in direkter Beziehung zur Raumstruktur der Substrate (Schlüssel-Schloss-Prinzip) und damit zur Substratspezifität der Enzyme. Auch die Wirkung kompetitiver Hemmstoffe oder allosterischer Regulatoren können mithilfe einer interaktiven 3D-Struktur der Biomoleküle besser verdeutlicht werden, als dies durch andere Lehrmittel möglich ist. Die in den beiden Arbeitsblättern gestellten Aufgaben sollen zum einen dazu beitragen, die Wichtigkeit von Proteindatenbanken in der Hinsicht auf die Vergleichsmöglichkeiten (Zugehörigkeit eines Proteins zu einer "Proteinfamilie") von Sequenzen zu zeigen. Zum anderen soll die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler - der Zugang zu einer Datenbank und der Umgang mit einem Visualisierungsprogramm - geschult werden. Die Arbeit mit Originaldaten, die Forscherinnen und Forscher im Internet veröffentlicht haben und die täglich von der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft genutzt werden, wirkt auf die Lernenden motivierend. Außerdem entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, wie wichtig es für die modernen Biowissenschaften ist, dass Forschungsergebnisse frei zur Verfügung stehen und welche Rolle dabei das Internet spielt, das als Informationsquelle aus dem täglichen Forschungsbetrieb der Molekularbiologen nicht mehr wegzudenken ist. Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits Kenntnisse über Aminosäuren, den Aufbau der Peptidbindung, Primär- und Sekundärstrukturen sowie Wechselwirkungen zwischen den Peptidketten haben und mit dem Computer sicher umgehen können. Gegebenenfalls muss eine Einführung in RasMol und die Nutzung einer Datenbank eingebaut werden. Je nach Schwierigkeitsgrad des Unterrichts und der Vorbildung der Lernenden können die Methodik der Röntgenstrukturanalyse und der Kernmagnetischen Resonanz (NMR) genauer analysiert werden.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II

Fridays for Future: Schule schwänzen und demonstrieren für das Klima

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Fridays for Future: Schule schwänzen und demonstrieren für das Klima" werden die aktuellen Freitagsdemonstrationen vieler Schülerinnen und Schüler thematisiert. Die Lernenden gehen der Frage nach, ob der Einsatz für den Klimaschutz während der Unterrichtszeit trotz Verstoß gegen die Schulpflicht moralisch zu rechtfertigen ist und definieren den Begriff "Gerechtigkeit". Ausgehend von Greta Thunbergs Aktivitäten zur Klimarettung, die im eigentlichen Sinn nicht legal sind, bietet diese Unterrichtseinheit solides Faktenmaterial zum Klimawandel , bei dem ein Geowissenschaftler hilfreich zur Seite stand, sowie Norbert Hoersters Gedanken zu einer gerechten Gesellschaft, die eine fundierte Diskussion über Legitimität und Legalität von Handlungen ermöglicht. Einen Ausblick auf den Zusammenhang von Eigentum und Hierarchie sowie einer steten Herausforderung für "Gerechtigkeit" und "Würde" bietet die Zusammenfassung einer DVD von Gerald Hüther. Das Material eignet sich für den Einsatz in den Sekundarstufen I und II in den Fächern Ethik, Deutsch und Politik/SoWi. Die Lernenden setzen sich im Rahmen der Diskussion mit authentischen Texten auseinander und üben sich in Argumentations- und Urteilsfähigkeit. Auszüge wie zum Beispiel das Interview mit dem Geowissenschaftlicher mit dem Schwerpunkt auf dem Klimawandel können auch für den Geographie-Unterricht interessant sein. Das Thema "Fridays for Future" im Unterricht Ein aktuelles Thema wie die Freitagsdemonstrationen vieler Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit als Zeichen für den Klimaschutz kann eingesetzt werden, um die Lerngruppe zu motivieren und die kritische Reflexion von Medien zu fördern. Aktuelles Material in Form von Zeitungsartikeln und/oder Videobeiträgen zu den Freitagsdemonstrationen bietet sich an und kann auch von den Lernenden selbst recherchiert werden. Konkret geht es in dieser Unterrichtseinheit um das Verhältnis von Moral und Recht. Für den Ethik-Unterrichts ist das Thema "Ziviler Ungehorsam" insofern interessant, als dass es immer gesellschaftliche Entwicklungen gab und gibt, die der Gesetzgeber noch nicht reguliert hat. In Deutsch und Politik/SoWi kann der Schwerpunkt eher auf der Förderung der Lesekompetenz sowie der Argumentations- und Diskussionsfähigkeit liegen. Anbieten würde sich hier ebenfalls die Durchführung der Einheit "Wie argumentieren Klimaleugnerinnen und -leugner?" mit einem Quiz zu guter Klima-Kommunikation . Im Rahmen von Geographie erarbeiten sich die Lernenden Hintergrundwissen zum Klimawandel und werden für den Klimaschutz sensibilisiert. Didaktisch-methodische Analyse Mit diesem Unterrichtsmaterial können die Lernenden erkennen, dass sich Interessen in einer Gesellschaft mit der Zeit und im Rahmen technischer und politischer Entwicklung auch verändern. Besonders dramatisch können diese Veränderungen insofern sein, als dass sie als bedrohlich erlebt werden, aber noch keine Umgangsregeln zur Verfügung stehen. Der Umgang mit einer derart unsicheren, aber zum Handeln auffordernden, fast zwingenden Situation erfordert ein hohes Maß an moralischer und kooperativer Kompetenz. Zu erkennen, dass diese erst einzuüben ist, ist primäres Leitziel dieser Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit aktuellen Fallbeispielen rund um den Schulstreik auseinander, diskutieren in der Gruppe und stimmen über Recht und Unrecht ab. Das Aktionsnetzwerk "Fridays for Future" dient dabei exemplarisch als Grundlage für einen Rechtsbruch, der in der Diskussion moralisch gerechtfertigt wird und kann selbstverständlich auch in einem anderen Zusammenhang genutzt werden, um sich mit authentischen Texten im Unterricht auseinanderzusetzen und Medienkompetenz zu fördern. Die Verunsicherung der oder des Einzelnen kann methodisch durch die Solidarität, die in der Arbeitsgruppe entsteht, aufgefangen werden. Konzepte, die in Handlungen überführt werden, sorgen für das Gefühl, die Kontrolle zu behalten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Legitimität und Legalität. erkennen Gesetze als gesellschaftliche Instrumente. informieren sich in Blick auf problematische Urteile mit weit reichenden Konsequenzen gründlich zu informieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihr Textverständnis und wenden Lesestrategien gezielt an. recherchieren im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Kleingruppen. bearbeiten ein emotionales Thema sachlich.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Die vorliegende Unterrichtseinheit zum Thema "Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden" führt an das Thema "Krieg: Motive, Interessen und Folgen" beziehungsweise "Friedensverträge" heran. Im Rahmen von multiperspektivischer Betrachtung werden die Lernenden für die kontemporären sozialen, konfessionellen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen und Interessen sowohl der Staatsführer als auch auch der betroffenen Bevölkerung sensibilisiert und zur individuellen Stellungnahme aufgefordert. In der Unterrichtseinheit "Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden" beurteilen die Lernenden den Dreißigjährigen Krieg und den Westfälischen Frieden anhand verschiedener Spielszenen. Eine fiktive Talkshow sensibilisiert die Lernenden für die differierenden Interessen der beteiligten Parteien und ermuntert sie, sich in die damalige Zeit hineinzuversetzen. Ergänzend zu den Arbeitsblättern können die Lernenden interaktive Übungen zum Thema Dreißigjähriger Krieg nutzen, um das Erlernte eigenständig zu wiederholen und ihr Wissen zu überprüfen. Die primäre Zielsetzung der vorliegenden Unterrichtseinheit besteht darin, den Schülerinnen und Schülern einen fundierten multiperspektivischen Einblick in die dem Dreißigjährigen Krieg sowie dem Westfälischen Friedensschluss zugrunde liegenden Motive und Interessen der beteiligtem historischen Akteurinnen und Akteure zu vermittelten. Dabei wird im Besonderen die kontemporäre politische, konfessionelle, soziale und wirtschaftliche Lebenswelt ebendieser thematisiert. Die Themenschwerpunkte lauten wie folgt: politisch : unverhülltes Streben nach (Vor-)Machtstellung in Europa, Ausnutzung der schwachen Position des deutschen Kaisers, die bleibenden Festlegungen für die europäische geopolitische Lage geopolitische Lage : Ausscheiden der Niederlande und der Schweiz, föderale Struktur des deutschen Reiches wirtschaftlich-sozial : der Krieg als Geschäft (Wallenstein) und Beruf (Söldnerheere) sozial : die Leiden der Bevölkerung in der Stadt und auf Land, hohe Bevölkerungsverluste konfessionell : Einbeziehung der Calvinisten Das Thema "Dreißigjähriger Krieg" im Geschichtsunterricht Der Dreißigjährige Krieg ist eine der Wendemarken hin zur Frühen Neuzeit in Deutschland, und zwar sowohl in den Interessen und Motiven der Kriegsbeteiligten als auch in der künftigen Gestaltung der Staatsstruktur durch den Westfälischen Frieden. Vorkenntnisse Notwendige Vorkenntnisse beziehen sich auf kontemporäre konfessionelle Verhältnisse ("Reformation") und die Verhältnisse zwischen den deutschen Fürsten und dem deutschen Kaiser seit dem Mittelalter. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass der Dreißigjährige Krieg in einem multikausalen Interessengeflecht gedeutet werden muss. Dabei spielen sowohl die kontemporären politischen und konfessionellen Ziele der Beteiligten als auch Wirtschaftsinteressen und soziale Folgen für die Bevölkerung eine Rolle. Die Lerngruppen erkennen bei der Erstellung eigener Friedenspläne die enorme Relevanz des Interessenausgleichs. Bei der Bewertung des Westfälischen Friedens kann die Berücksichtigung all dieser Aspekte ein Anhaltspunkt sein. Das (An-)Erkennen von Multikausalität und Multiperspektivität ist dabei ein wichtiger Schritt zu einem abgewogenen Urteil und steht monokausalen Ursachenzuweisungen entgegen. Dazu trägt das Hineinversetzen in die Akteure der Spielszenen maßgeblich bei. Auch angesichts aktueller Kriege gewinnen die Lernenden einen eigenen, begründeten Standpunkt. Methodische Analyse Im methodischen Wechsel von Textarbeit und problemorientierter Bearbeitung des Materials, kreativen Aufgaben, moderiertem Unterrichtsgespräch und freier Diskussion haben die vier Stunden eine abwechslungsreiche Struktur und ausreichend große Zeitblöcke für Erarbeitung und Sicherung. Die Sicherungsphasen ermöglichen sowohl die Präsentation der Gruppenarbeit als auch die anschließende Diskussion im Plenum. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten aus den Materialien die Motive und Interessen des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens. erkennen die Bedeutung des Interessensausgleichs als Voraussetzung für Frieden. erarbeiten aus den Materialien die politischen, konfessionellen, wirtschaftlichen und sozialen Motive und Interessen des Krieges sowie des Friedensschlusses. erkennen die Leiden der Bevölkerung in Stadt und Land durch die Kriegsverbrechen der Söldnerheere. erarbeiten multikausale und multiperspektivische Zusammenhänge. bewerten Ereignisse und Ergebnisse differenziert und vor dem Hintergrund der Gegenwart. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Inhalte von Sachtexten kriteriengeleitet. dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse. wählen verschiedene Formen der Präsentation. setzen dabei unter gegebenen Voraussetzungen digitale Medien ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Gruppen. diskutieren sachbezogen und argumentativ. bewerten die Ergebnisse anderer sachbezogen und begründet.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I

Analysing, writing and recording an inner monologue

Unterrichtseinheit
14,99 €

Anhand eines Interviews von Jimmy Fellon mit Schauspieler Ben Stiller erarbeiten sich die Lernenden Merkmale eines inneren Monologs. Anschließend schreiben die Schülerinnen und Schüler selbst einen inneren Monolog, nehmen diesen auf, präsentieren sich gegenseitig ihre Sprachaufnahmen und geben sich Feedback. Der Innere Monolog ist eine häufig geforderte Textform im Englischunterricht. Auf Basis von Vorlagen oder beim Freien Schreiben gestalten die Lernenden komplexere Texte, die vor allem von der Intensität des Perspektivwechsels und der Vewendung sprachlicher Mittel leben. Diese Unterrichtseinheit möchte primär die Schreibkompetenz der Lernenden fördern, schult durch die Analyse eines Interviews zudem auch die Hör- und Sehverstehenskompetenz und regt mit einer letzten Übung an, den eigens geschriebenen Text einzusprechen. Mithilfe eines Interviews zwischen Jimmy Fellon und Ben Stiller arbeiten die Lernenden zunächst "stylistic devices" sowie Besonderheiten eines inneren Monologs heraus. Diese Kenntnisse nutzen sie dann, um auf Grundlage des Bildes "Nighthawks" von Edward Hopper einen eigenen inneren Monolog zu verfassen. Das Bild bietet sich an, da es mehrere Personen zeigt und die Schülerinnen und Schüler eine Person, der sie sich verbunden fühlen, auswählen und aus dieser Perspektive den inneren Monolog schreiben. Anschließend hören die Mitschülerinnen und Mitschüler die Audios und überlegen, aus welcher Perspektive der gehörte innere Monolog geschrieben wurde. Anbindung des Themas an den Lehrplan Abschließend zum Thema "The Individual and Society" oder "Finding one's way" kann das Bild "Nighthawks" von Edwar Hopper als Grundlage für einen inner monologue genommen werden. Innere Monologe zeigen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen, einem Konflikt und/oder eine Reaktion auf äußere Umstände. Dies kann durch verschiedene sprachliche Stilmittel wie rhetorische Fragen, Wiederholungen, Anapher etc. erzeugt werden. Um diese Stilmittel zu erkennen, aber vielmehr auch wirksam selber verwenden zu können, ist es hilfreich, selbst zu erfahren, was Sprache bewirken kann. Dies kann gefördert werden, indem die Schülerinnen und Schüler ihre Texte laut vorlesen und so Sprache leben. Die Form eines Audios mit der Anwendung vocaroo.com bietet sich an, um der eigenen Sprache und Stimme bewusst zu werden. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten im Vorfeld mit textanalytischen Verfahren vertraut sein, das heißt sie kennen Stilmittel und ihre Wirksamkeit. Andernfalls können die Lernenden zur Wiederholung die interaktiven Übungen zu "stylistic devices and figurative language" auf Lehrer-Online bearbeiten. Im Rahmen der Einheit dient auch das Video der Vorentlastung, da Vorkenntnisse der Lernenden auf motivierende Art aktiviert werden, indem textanalytische Kenntnisse mit Humor vermittelt werden. Methodische Hinweise Der überwiegende Teil der Erarbeitungsphasen findet in Einzelarbeit statt. Die Wahl der Perspektive (einer der Personen aus dem Bild "Nighthawks") beim Schreiben des inneren Monologs berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Die anschließende Präsentation der Textbeispiele und Sprachaufnahmen sowie der abschließende Austausch mit den Mitschülerinnen und Mitschülern vermittelt Sicherheit. Achten Sie auf die Vergabe wertschätzenden und konstruktiven Feedbacks . Digitale Lernwerkzeuge Für diese Stunden wird eine Projektionsfläche benötigt, um das Video abzuspielen und/oder Arbeitsplätze, an denen einzeln gearbeitet werden kann. Für die zweite Phase benötigen die Schülerinnen und Schüler Aufnahmegeräte, entweder über die privaten Smartphones und/oder stationäre Rechner mit Mikrophonen. Die Lehrkraft muss sich mit der browserbasierten Anwendung vocaroo.com oder anderen Alternativen wie H5P oder TaskCards auskennen. Das beinhaltet die Fähigkeit, den generierten Link an einem digitalen Ort zu speichern, zum Beispiel auf der schuleigenen Lernplattform. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen Elemente eines Inneren Monologs. erkennen, mit welchen sprachlichen Mitteln diese Elemente umgesetzt werden können. benennen die Wirksamkeit von stilistischen Mitteln . Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen selektive Informationen aus einem Video. können die browserbasierte Anwendung vocaroo.com anwenden und eine Audioaufnahme aufzeichnen. können den generierten Link weiterleiten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler geben sich gegenseitig Feedback .

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Die Erarbeitung einer DSL-Installation

Unterrichtseinheit

Die Verknüpfung des Ausbildungsberufs "Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation" mit der Zusatzqualifikation für Telekommunikation vermittelt Schülerinnen und Schülern ein speziell auf die Telekommunikationsbranche zugeschnittenes Wissen. Diese Unterrichtseinheit bietet dafür ein Beispiel. Die Festlegung der relevanten Unterrichtsinhalte im Teilgebiet "Telekommunikationstechnik" erfolgte in gemeinsamer Absprache und Zusammenarbeit zwischen dem Max-Weber-Berufskolleg und ausbildenden Unternehmen. Die DSL-Technologie stellt in diesem Zusammenhang einen grundlegenden Inhalt des zu vermittelnden Stoffgebietes der Festnetztechnologie dar. In dieser Stunde soll es um das Thema DSL-Installation gehen. Das primäre Stundenziel besteht darin, wesentliche Aspekte eines DSL-Beratungsgesprächs gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten. Im Vordergrund der Betrachtung stehen die fachlichen Gesichtspunkte der DSL-Installation beim Kunden, die handlungsorientiert und fächerübergreifend in ein Verkaufsgespräch eingebunden werden. Das vorrangige Ziel dieser Stunde besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler wesentliche Aspekte einer DSL-Kundenberatung erarbeiten und diese in ein Verkaufsgespräch einbinden. Unterrichtsablauf Das vorrangige Ziel der heutigen Stunde besteht darin, dass die Schülerinnen wesentliche Aspekte einer DSL-Kundenberatung erarbeiten und diese in ein Verkaufsgespräch einbinden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Anforderungen und technischen Voraussetzungen eines Kunden und zeigen ihm die Vorteile und den Nutzen des neuen Produktes (im Vergleich zu einem ISDN-Anschluss) auf. erläutern dem Kunden wesentliche Unterschiede der Tarifierung und der anfallenden Kosten und sprechen eine entsprechende Empfehlung aus. erweitern einen bestehenden ISDN-Anschluss um die erforderlichen Installationskomponenten eines DSL-Anschlusses. stellen anhand einer einfachen Installationsanleitung die Funktionen und das Zusammenspiel der DSL-Installationskomponenten dar und erläutern dieses. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit Kundenanfragen und Beratungsempfehlungen zur DSL-Technologie. lernen die praxisnahe Umsetzung technischer Bedienungsanleitungen. Zur Sensibilisierung für die Thematik wird als anfänglicher Impuls ein Rollenspiel von drei Schülerinnen vorgeführt. Die Schülerinnen simulieren eine Verkaufssituation in einem Shop eines Providers: Ein Kunde wünscht ein neues Produkt und eine Verkaufsberatung für seine steigenden Kommunikationsanforderungen. Die Lerngruppe nennt das erforderliche Produkt und leitet darauf aufbauend wesentliche Inhalte des Beratungsgesprächs ab, die an der Tafel festgehalten werden. In einem themendifferenzierten Arbeitsauftrag erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen die möglichen Aspekte einer Verkaufsberatung zu einem DSL-Produkt: Gruppe 1 Gruppe 1 begründet, warum dem Kunden ein DSL-Anschluss zusätzlich zum bestehenden ISDN-Anschluss empfohlen wird, und erarbeitet die wesentlichen Unterschiede der beiden Technologien. Gruppe 2 Gruppe 2 berät den Kunden hinsichtlich der Kosten, indem sie einen optimalen Tarif für diesen Kunden anhand der gegebenen Anforderungen ermittelt. Gruppe 3 Gruppe 3 berät den Kunden bezüglich der erforderlichen Installation und Funktionen der einzelnen DSL-Komponenten. Praxisnähe Durch aktuelle Rückfragen in einigen Telekommunikationsshops und durch Auskunft der Unternehmen ist mir bekannt, dass zahlreiche An- und Rückfragen zu den DSL-Produkten gestellt werden. Die Kunden wenden sich telefonisch an das Call-Center beziehungsweise an die Hotline des betreffenden Providers oder suchen die nächste Verkaufsstätte auf, um Fragen zu klären. Insbesondere vor dem Hintergrund des "Berufsalltags" der Auszubildenden ist die zu bearbeitende Arbeitsaufgabe der heutigen Stunde sehr praxisnah. Exemplarische Bearbeitung Alle Arbeitsgruppen erhalten Arbeitsaufträge, die auf eine mögliche Variante der DSL-Installation (so genannte DSL-Einzelplatzinstallation) reduziert sind. Die Kombination des DSL-Anschlusses mit dem Anschluss eines ISDN-Telefons und einem PC wird exemplarisch für andere DSL-Installationsvarianten behandelt. Die ausschließliche Bearbeitung einer DSL-Einzelplatzinstallation verfälscht nicht den Grundgedanken der Arbeitsaufgabe und stellt einen grundlegenden Baustein für weitere DSL-Installationen dar. Die drei Arbeitsgruppen präsentieren ihre Arbeitsergebnisse am Overheadprojektor oder in einem Rollenspiel (didaktischer Zirkel). In der Sicherungsphase und in der Hausarbeit bestimmen die Schülerinnen und Schüler den optimalen Tarif für unterschiedliche Kundenanforderungen.

  • Orga / Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II
ANZEIGE