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Glaubenskriege: Flucht und Migration der Hugenotten

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Glaubenskriege: Flucht und Migration der Hugenotten" erarbeiten die Lernenden einen erweiterten Glaubensbegriff und untersuchen seine Funktion, um das Verständnis für die Entstehung von Kriegen aufgrund von Glaube und Religion zu erleichtern. Die Hugenottenkriege in Frankreich sowie die historisch-geistigen Zusammenhänge des 16. Jahrhunderts in Europa nach der Reformation durch Martin Luther dienen dabei als Beispiel für eine gewaltsame religiöse und politische Entwicklung.Was ist Glaube? Ausgehend von einer Definition des Glaubensbegriffes aus sprachlicher, neurobiologischer und systemischer Sicht, die den Schülerinnen und Schülern eine Lösung von Vorurteilen ermöglicht, weckt dieses Thema das Interesse für die Verflechtungen von Macht und Religion, was letztlich zu den so genannten Hugenottenkriegen als gewaltsam ausgetragene Konflikte führt. Die Lernenden erkennen in dieser Unterrichtseinheit, dass die europäischen Glaubenskriege in Frankreich mehr als Religionskriege erstmalig die geistige, politische und ökonomische Situation global verändert haben, mit Auswirkungen, die bis heute noch zu spüren sind. Mit diesem Unterrichtsmaterial erarbeiten die Lernenden zunächst die Grundlagen: Was ist ein Glaubenskrieg? Was sind Hugenotten und welche Rolle spielen sie in den europäischen Glaubenskriegen? Die Schülerinnen und Schüler lernen damit historisch-geistige Zusammenhänge des 16. Jahrhunderts in Europa als Grundlage der innerchristlichen Glaubenskriege kennen. In diesem Zusammenhang wird auch die Rolle von Martin Luther und die Reformation für diese umfassenden Änderungen erläutert. Das Thema "Glaubenskriege: Flucht und Migration der Hugenotten" im Unterricht Diese Unterrichtseinheit führt in die Anfänge der Neuzeit und erleichtert das Verständnis für historisch geistige Zusammenhänge sowie religiös konfessionell geprägte Konflikte. Damit kann das Unterrichtsmaterial rund um die Hugenottenkriege im Fachunterricht in Religion oder Ethik der Sekundarstufe II sowie auch interdisziplinär in Geschichte eingesetzt werden. Die Flucht der protestantischen Hugenotten aus Frankreich stellt in diesem Zusammenhang ein Beispiel für Migrationsgeschichte dar. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten bereits über ethische Reflexionsfähigkeit verfügen. Didaktisch-methodische Analyse Erkannt werden kann mit diesem Unterrichtsmaterial insbesondere die verhängnisvolle Verflechtung von Macht und Glauben, heute aktuell wie vor 300 Jahren. Darüber hinaus geht es in dieser Einheit wie bei Martin Luthers Werk um die Möglichkeit der Überwindung durch einen menschennahen Glauben. Schwierig kann die Erkenntnis sein, wie wenig der Einzelne angesichts großer Konflikte tun kann. Das Mittel der Gruppenarbeit stärkt das Vertrauen in die gemeinsame Arbeit, während die neurobiologische Analyse das Bewusstsein für individuelle Achtsamkeit schärfen kann. Methodisch wird durch Kooperatives Lernenden beim Gruppenpuzzle sowie Think-Pair-Share der Grad der Eigenverantwortlichkeit der Lernenden zusätzlich erhöht und Schüleraktivierung angestrebt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Fähigkeit zu interdisziplinärem Denken. nähern sich einem erweiterten Glaubensbegriff. erkennen die Tragweite von Toleranz Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zielgerichtet Informationen im Internet. erweitern ihre Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Textgattungen. erstellen eigene sprachliche Zeugnisse, die derart besser erinnert werden können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wechseln zwischen eigenständigem und partnerschaftlichem Arbeiten ab. ordnen den Wunsch nach sofortiger Bedürfnisbefriedigung höheren Zielen unter. Blume, Michael (2009): "Neurotheologie", Marburg. Dingel, Leppin (2016): "Das Reformatorenlexikon", Darmstadt. Durchhardt, Heinz (1985): "Der Exodus der Hugenotten", Köln. Hornung, Oskar (1974): "Friedrichstal", Friedrichstal. Luther, Martin (2004): "Von der Freiheit eines Christenmenschen", Gütersloh. Roth, Gerhard (2016): "Coaching, Beratung und Gehirn", Stuttgart.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Cartoon der Woche: Brandschutz

Cartoon

Lehrermangel, so weit das Auge reicht! Die zuständigen Behörden zeigen sich erfinderisch und stellen Quereinsteiger aus den verschiedensten Bereichen ein. Ob jedoch alle Branchen dafür in Frage kommen? Diese Akrobatik-Nummer aus dem Sportunterricht lässt doch Zweifel aufkommen. ;-)

  • Fächerübergreifend

Die Expansion des Weltalls

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Expansion des Weltalls erarbeiten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Ansätze zum Verständnis des Urknall-Modells. Dabei geht es in erster Linie um die physikalische Interpretation der Rotverschiebung in den Spektren weit entfernter Galaxien. Die Arbeitsblätter nehmen dabei Bezug auf ein Erklärvideo zum Thema Kosmologie. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Die Verschiebung von Spektrallinien in den Spektren von Galaxien wird zunächst als Folge des optischen Dopplereffekts gedeutet, was dem Vorgehen von Edwin Hubble bei seinen Auswertungen im Jahre 1929 entspricht. Die Lernenden stellen in diesem Zusammenhang mithilfe von 14 Galaxienspektren ein Entfernung-Geschwindigkeit-Diagramm für die Galaxien auf und bestimmen einen Wert der Hubble-Konstante. In einem weiteren Arbeitsblatt erfahren die Lernenden dann, dass der Astrophysiker George Lemaître die Rotverschiebung der Spektrallinien mit der Ausdehnung des Raumes erklärte und damit als einer der Ersten das Urknall-Modell postulierte. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier "Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht" . Das Thema "Expansion des Weltalls" im Unterricht Die Unterrichtseinheit verbindet Inhalte der Oberstufen-Physik (beispielsweise den Dopplereffekt, die Aufnahme und Interpretation von Spektren sowie die Darstellung und Auswertung von Daten) mit interessanten Fragen der modernen Kosmologie. Dadurch werden Inhalte des Physik-Unterrichts in einen stark motivierenden und anwendungsorientierten Kontext gestellt. Vorkenntnisse Im Unterricht sollte die Wellen-Eigenschaft des Lichts bereits behandelt worden sein. Speziell sollten Kenntnisse vorhanden sein, wie man Lichtspektren aufnimmt (Prisma oder optisches Gitter) und auswertet. Kenntnisse zum Dopplereffekt sind nützlich, können aber auch während der Unterrichtseinheit durch Recherche erarbeitet werden. Einige astronomische Grundkenntnisse sollten ebenfalls vorhanden sein. So ist es hilfreich, wenn die Lernenden wissen, was die Einheit "Lichtjahr" bedeutet, was eine Spiralgalaxie ist, und wie das Spektrum des Wasserstoff-Atoms aussieht. Didaktische und methodische Analyse Die Entdeckung von Edwin Hubble, dass die Rotverschiebung in den Spektren von Galaxien mit deren Entfernung von der Erde korreliert, war für die Entwicklung der modernen Kosmologie außerordentlich bedeutsam und befeuerte die Diskussion über die Beschaffenheit und Dynamik des Universums. Theoretische Folgerungen auf der Basis der Allgemeinen Relativitätstheorie konnten nun auf den experimentellen Prüfstand gestellt werden. Selbst Albert Einstein wurde veranlasst, seine Idee eines statischen Universums und die Einführung seiner kosmologischen Konstante zu überdenken. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Edwin Hubble keineswegs die Idee eines expandierenden Weltalls formulierte, sondern lediglich die Verknüpfung von Entfernung und Rotverschiebung feststellte, dies aber mit einer Relativgeschwindigkeit der Objekte zueinander zu erklären versuchte. Der eigentliche Vater des Urknall-Modells ist aber der belgische Priester und Astrophysiker Georges Lemaître, der die Ergebnisse von Hubble ganz anders interpretierte: Der Raum ist es, der sich kontinuierlich ausdehnt, die Galaxien dabei mitnimmt und so eine scheinbare Bewegung der Objekte bezüglich des Beobachters erzeugt. Die Rotverschiebung entsteht dann dadurch, dass die Lichtwellen praktisch auseinandergezogen werden, wenn der Raum sich auf ihrem Weg zu uns vergrößert hat. Dies nennt man kosmologische Rotverschiebung. Für ein eingängiges Beispiel, das man auch gut im Unterricht vorführen kann, eignet sich ein Luftballon. Dieser wird ein wenig mit Luft gefüllt, dann werden an verschieden Stellen Punkte (Galaxien) mit einem Filzstift aufgezeichnet. Auch eine "Lichtwelle" in Form einer aufgemalten engen Sinuskurve sollte nicht fehlen. Wenn man nun den Luftballon langsam aufbläst (der Raum vergrößert sich), erkennen die Lernenden gut, dass sich die Punkte voneinander wegbewegen, obwohl sie ihren Platz nicht verlassen. Außerdem wird die Lichtwelle auseinandergezogen, was besagter kosmologischer Rotverschiebung entspricht. Die Deutung der Rotverschiebung als Dopplereffekt ist dennoch akzeptabel für nicht zu weit entfernte Galaxien, da der Wert von H 0 dann noch als konstant angesehen werden kann. Allerdings muss man sich bei dieser Deutung darüber im Klaren sein, dass man dann der Galaxie eine Geschwindigkeit zu einem Zeitpunkt zuordnet, als das Licht von ihr ausging. Wird die Rotverschiebung der Galaxie hingegen kosmologisch gedeutet, können wir daran ablesen, in welchem Maße sich das Universum seither ausgedehnt hat. Die Unterrichtseinheit "Die Expansion des Weltalls" orientiert sich in ihrer Struktur an dem wissenschaftshistorischen Weg: So wird zunächst der Dopplereffekt als nützliches Hilfsmittel zur Messung von Geschwindigkeiten im Weltall behandelt. Die Auswertung von Galaxienspektren führt dann unter Verwendung der Dopplerformel zu einem Entfernung-Geschwindigkeit-Diagramm, so wie es Hubble seinerzeit erstellt hatte. Daraus lässt sich dann das Hubble-Gesetz herleiten und aus der Steigung der Regressionsgerade die Hubble-Konstante bestimmen. Dass die Geschwindigkeit, die aus der Rotverschiebung mithilfe der Dopplerformel gewonnen wurde, eher als scheinbare Bewegung verstanden werden sollte, wird schließlich im dritten Arbeitsblatt thematisiert, wenn die Idee des sich aufblähenden Raumes und das Urknall-Modell zur Sprache kommen. Für die Erstellung des Hubble-Diagramms stehen die Spektren von 14 Galaxien zur Verfügung. Diese befinden sich in unserer kosmischen Nachbarschaft, also in einem Raumbereich, in dem die Rotverschiebung deutlich unter 10 % (z=0,1) liegt. Dann nämlich darf man davon ausgehen, dass die Hubble-Konstante wirklich eine Konstante ist. Für weiter entfernte Objekte gilt das nicht mehr, da ihr Licht aus einer Zeit stammt, als die Ausdehnungsrate des Weltalls einen anderen Wert hatte als jetzt. Man weiß inzwischen, das die Expansionsgeschwindigkeit sich im Laufe der Jahrmilliarden verändert hat und die Hubble-Konstante daher zeitabhängig ist (also eher ein Hubble-Parameter ist). Es ist ratsam, dass die Lernenden die 14 Galaxienspektren arbeitsteilig auswerten und ihre Ergebnisse anschließend in einer Tabelle im Plenum eintragen. Die Auswertung erfolgt sinnvollerweise mithilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms. Achten Sie darauf, dass die Lernenden eine Gerade als Trendkurve wählen, die durch den Ursprung geht. Die Lernenden werden feststellen, dass die Streuung der Punkte um diese Gerade recht groß ist. Dies dient als willkommener Anlass, im Plenum die Gründe zu besprechen. Hier sollte vor allem kurz auf die Problematik der Entfernungsmessung von Galaxien eingegangen werden. Der Streit um den Wert der Hubble-Konstanten ist übrigens in der Wissenschaft zurzeit in vollem Gange. Erstaunlicherweise haben gänzlich verschiedene und voneinander unabhängige Methoden zu unterschiedlichen Werten für H 0 geführt, wobei sich die Fehlergrenzen der Ergebnisse kaum überlappen. Bisher konnte niemand schlüssig erklären, woher diese Unterschiede kommen. Das Thema dieser Unterrichtsreihe streift also ein brandaktuelles Thema der modernen Astrophysik. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den optischen Dopplereffekt kennen und wenden ihn an, um die Geschwindigkeit astronomischer Objekte zu bestimmen. werten Spektren von Galaxien aus und bestimmen aus einem Diagramm die Hubble-Konstante. lernen die grundlegenden Ideen des Urknall-Modells kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet und sammeln, sortieren und bewerten Informationen. verwenden ein Tabellenkalkulationsprogramm zur Darstellung und Auswertung von Daten. binden Informationen eines Erklärvideos in ihre Lösungen ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Aufgaben in Paar- und Gruppenarbeit. tauschen Informationen und Messergebnisse untereinander aus. diskutieren und hinterfragen Lösungen im Plenum .

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Freundschaft im geteilten Deutschland: Die Flaschenpost

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Freundschaft im geteilten Deutschland" zur Förderung der Lesekompetenz setzen sich die Lernenden anhand des Romans "Die Flaschenpost" mit den Lebensbedingungen in Ost- und West-Berlin vor dem Mauerfall und der Wiedervereinigung auseinander. Das Unterrichtsmaterial eignet sich auch für ein fächerübergreifendes Projekt zum Thema "Berlin vor und nach dem Fall der Mauer", in dem die Schülerinnen und Schüler die Schwierigkeiten zur Überwindung der Grenze erarbeiten.Wie haben die Menschen im einst geteilten Berlin gelebt? Warum war es für die Kinder und Jugendlichen damals nahezu unmöglich, aus der DDR in die BRD zu reisen? Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule sowie der Sekundarstufe I ist es heute unverständlich, warum die Berliner Mauer so eine große Rolle gespielt hat. Um ihnen zu vermitteln, warum die Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr am 3. Oktober die Wiedervereinigung feiert und das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls so eine große Bedeutung hat, ist die Erarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte im Unterricht notwendig. Die Lernenden sollen gemäß dem Lehrplan eine Vorstellung vom früheren Berlin entwickeln können. Dabei sollen sie die Teilung der Stadt durch den Mauerbau, Kenntnisse über Landschaften in der Umgebung sowie wichtige Sehenswürdigkeiten im Bezirk Mitte, Bestimmungen für Reisen von Berlin (West) nach Berlin (Ost), die Antragstellung sowie die Grenzübergänge vor dem Fall der Mauer erarbeiten. Um die Erlebnisse der Menschen in Ost- und West-Berlin vor 1989 für die Kinder erfahrbar zu machen, setzen sich die Lernenden in dieser Unterrichtseinheit auf der Grundlage einer Lektüre mit zwei Einzelschicksalen auseinander. Im Roman geht es um die Freundschaft zwischen zwei Kindern, die jeweils auf einer Seite der Grenze aufwachsen. Der Ostberliner Junge Matze wirft eine Flaschenpost in die Spree und hofft, ein Kind aus Afrika würde sie finden und ihm antworten. Stattdessen aber antwortet Lika aus Westberlin. Die beiden Kinder wollen trotz der Mauer sowie der Widerstände ihrer Eltern Freunde werden und "die andere Seite" kennenlernen. Das Thema "Freundschaft im geteilten Deutschland: Die Flaschenpost" im Unterricht Die Unterrichtseinheit ist gedacht für die Sekundarstufe I sowie die Grundschule ab der 4. Klasse mit einem zeitlichen Umfang von ungefähr 20 Stunden. Sie kann als fächerübergreifendes Projekt in Deutsch, Sachunterricht, Geschichte und und Erdkunde oder Geographie als verbundener Sprachunterricht durchgeführt werden. Vorkenntnisse Voraussetzung für die Durchführung und gleichzeitig Bestandteil der Unterichtseinheit ist die begleitende Lektüre des Buches "Die Flaschenpost" von Klaus Kordon. Die literarische sowie geschichtliche Erarbeitung der Story erfolgt dann in einem Stationenlernen im Unterricht, sodass die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich und problemlösend lernen können. Didaktische Analyse Im Rahmen dieser Einheit sind zur Leseförderung verschiedene Textsorten zu bewältigen: Personenbeschreibung, Inhaltsangabe, Interview, Erstellen von Sachtexten, Begründung einer eigenen Meinung. Vorgesehen ist ein Diktat zur Biographie Klaus Kordons sowie eine Niederschrift, in der die Schülerinnen und Schüler selbst erarbeiten, wie das Buch enden könnte. - In Bezug auf die Sprachbetrachtung könnte die Einheit noch um ein Training der Wortarten mit dem Schwerpunkt der Wortfelder Mauer und Grenze erweitert werden. In der literarischen Erziehung wäre eine Ausweitung möglich, zum Beispiel durch eine Einladung des Autoren Klaus Kordon in die Schule oder durch den Besuch einer Lesung. Auf der Grundlage des Romans können die Lernenden gerade aus Matzes und Likas Sicht heraus begreifen, dass Beziehungen zwischen Menschen durch die Geschichte und durch politische Systeme beeinflusst und beeinträchtigt werden und auch nur durch tätiges Handeln verändert werden können. Nicht zuletzt kann der aktuelle Bezug dieses Unterrichtsmaterials dabei helfen, Grenzen zu überwinden und Mauern in den Köpfen der Menschen heute zu beseitigen, damit es in Zukunft keine Unterscheidung von "Ossis und Wessis", Ausländern und Inländern, Armen und Reichen mehr gibt. Methodische Analyse Die Erarbeitung an Stationen als Form des offenen Unterrichts erhöht in dieser Einheit den Grad der Eigenverantwortlichkei t sowie der Schüleraktivierung . Die Sozialform (Einzelarbeit, Partner- oder Gruppenarbeit) ist an den einzelnen Stationen frei wählbar. Binnendifferenzierung ist insofern gegeben, als dass die Kinder selbstbestimmt gemäß ihrem eigenen Lerntempo und individueller Schwerpunktsetzung die Themen bearbeiten können. Die Rolle der Lehrkraft verändert sich bei einer solchen Unterrichtsgestaltung insofern, als dass sie sich auf der Ebene der Hilfestellung bei der Bewältigung der einzelnen Lernschritte durch die Lernenden bewegt und während der Erarbeitung beratend sowie unterstützend zur Seite steht. Die Einbindung von digitalen Medien und dem Internet zur Förderung von Medienkompetenz erfolgt in einer anregenden Lernumgebung als ein Mittel unter vielen anderen wie zum Beispiel Bildbände zur Berliner Geschichte, Texte, Fotos, Stadtpläne, Atlanten, Nachschlagewerke oder Ähnliches. Der Computer, das Tablet oder der Laptop sowie das Internet werden von den Schülerinnen und Schülern als Schreibwerkzeug und als Lernwerkzeug zum Einholen von Informationen eingesetzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler begreifen in Grundzügen die heutige Situation Berlins als das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung. entwickeln Lesebereitschaft und werden in ihrer Persönlichkeitsentfaltung gefördert und stabilisiert. verbessern ihre Lesekompetenz, indem sie entdeckendes, sinnerschließendes und sinngerechtes Lesen üben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren weitgehend selbstständig im Internet und nutzen den Computer als Schreibwerkzeug. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Stationen in unterschiedlichen Sozialformen mit Partnerinnen und Partnern konzentriert und zielführend zusammen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Wald-Projekt: eine Waldinventur mit Schülerinnen und Schülern durchführen

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Wald führen die Schülerinnen und Schüler eine Waldinventur zur Waldzustandserfassung durch. Die durch den Klimawandel bedingten trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre, die Stürme sowie die folgenden Käfer-Kalamitäten haben dem Wald in Deutschland schwer zugesetzt. In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler, den Zustand eines Waldstückes selbstständig zu beurteilen. Der erste Schulwald in Deutschland wurde 1949 in Schleswig-Holstein gepflanzt, nachdem die Reparationshiebe unseren heimischen Wäldern schwer zugesetzt hatten. Schulwälder riefen bald eine Begeisterung für schulische Waldprojekte in ganz Deutschland hervor, und das Thema Wald wurde fest in den Curricula und Lehrplänen verankert. Heute gilt der Wald hierzulande leider dennoch wieder als bedroht. In der Unterrichtseinheit "Pflanzenjagd im Wald: eine Waldinventur mit Schülerinnen und Schülern durchführen" sollen die Lernenden daher selbst aktiv werden, um eine Beurteilungskompetenz für den Gesundheitszustand unserer Wälder zu entwickeln. Die Methodik der Unterrichtseinheit ist problem- und handlungsorientiert. Sie wird im Fachartikel Der Wald als außerschulischer Lernort: Wald-Fallstudien näher beschrieben. Waldinventuren mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht durchführen Die Lehrperson benötigt für die Durchführung der Unterrichtseinheit selbst grundlegende Bestimmungskompetenzen und sollte mit den einzelnen Baumarten gut vertraut sein. Aufseiten der Lernenden sind grundlegende Artenkenntnisse vorteilhaft, jedoch nicht notwendig. Didaktische Analyse Mit dem Unterrichtsmaterial dieser Einheit können Lernende der verschiedenen Altersstufen Bestandeskenndaten eines Waldstückes erfassen und auswerten. Sie entwickeln dabei die Grundkompetenzen zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Bäumen sowie Wäldern in ihrer Gesamtheit. Problematisch sind hierbei oftmals die bestehenden Vorkonstruktionen zum Wald, welche die Dimensionen von "Wald als Wildnis" und "Wald darf nicht genutzt werden" einnehmen. Für manche gilt unser Wald, der in der Regel seit Generationen forstlich genutzt und bewirtschaftet wird, als Natur – im Gegensatz zur ebenso bewirtschafteten Agrarlandschaft. Ebenso findet sich vielfach das sogenannte "Schlachthausparadoxon": die hohe Wertschätzung für Holzprodukte bei gleichzeitiger Ablehnung des Fällens und Nutzens von Bäumen. In beiden Fällen gilt es, den Schülerinnen und Schülern eine differenzierte Sichtweise auf den Wald als Naturraum und als forstlicher Nutzfläche zu vermitteln. Methodische Analyse Die Unterrichtseinheit basiert auf der aus Schweden und Finnland stammenden Methode der Wald-Fallstudien (Forest Case Studies, FCS) . Das Konzept integriert Ansätze der Erlebnispädagogik sowie des problemorientierten Lernens. Grundlage der Methode ist die Arbeit in Kleingruppen von drei bis sechs Personen. Die Teams sollten so aufgestellt sein, dass jedes Mitglied der Gruppe über verschiedene Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt. Da sich Wald-Fallstudien an einem konkreten Problem orientieren sollen, bietet sich – wie in dieser Unterrichtseinheit – beispielsweise die aktuelle Waldsituation in Deutschland an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Oberhöhe von Bäumen. beurteilen den Gesundheitszustand von Bäumen anhand einfacher dendropathologischer Parameter. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verwenden das Smartphone zur naturräumlichen Orientierung. können sich unter veränderten Bedingungen im Naturraum mithilfe des Smartphones orientieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zusammen an einem gemeinsamen Projekt. erkennen die eigene Verantwortung für den Lebensraum Wald.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Der Wald als außerschulischer Lernort: Wald-Fallstudien

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel wird die Makromethode der Wald-Fallstudie (Forest Case Study, FCS) erläutert. Bei Wald-Fallstudien handelt es sich um eine handlungsorientierte Lehr- und Lernform aus Schweden und Finnland, die Elemente des problemorientierten Lernens, des selbstgesteuerten Lernens sowie der Lernortverlagerung verbindet.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten

Typischer Lehrerspruch: Nicht alle auf einmal.

Cartoon

Manchmal ist es als Lehrerin oder Lehrer enttäuschend, nach einer Frage oder auf der Suche nach Freiwilligen für eine Aufgabe keine aufzeigenden Hände zu sehen. Da rutscht manch einer Lehrkraft der sarkastische Spruch über die Lippen: "Nicht alle auf einmal."

  • Fächerübergreifend

Die Fledermaus

Kopiervorlage

Das Arbeitsmaterial über die Fledermaus ist für Grundschulkinder konzipiert. Es beschäftigt sich mit ihrem Tag-Nacht-Rhythmus, mit der Strategie des Überwinterns sowie mit der Nahrung und dem Aussehen dieser Säugetiere. Fledermäuse üben seit jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Das liegt sicherlich an ihrer gesamten Erscheinung und insbesondere den stark ausgeprägten Eckzähnen, an den nächtlichen Streifzügen, der Flugkunst sowie ihrem außerordentlich ausgebildeten Hörvermögen. Vorkommen von Fledermäusen Schon seit 50 Millionen Jahren leben Fledermäuse auf der Erde. Von den weltweit über 1.200 Fledermausarten sind in Deutschland etwa 25 Arten beheimatet. Dazu zählen beispielsweise die Alpenfledermaus, das Graue Langohr, die Kleine Bartfledermaus oder die Zwergfledermaus. Leider sind die meisten deutschen Exemplare vom Aussterben bedroht, was unter anderem auf den Einsatz von Insektiziden bei der Land- und Forstwirtschaft oder die andauernde Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume zurückzuführen ist. Merkmale von Fledermäusen: Echoortung, Flugfähigkeit, Nachtaktivität, (Winter-)Schlaf Fledermäuse senden zur räumlichen Orientierung und bei der Jagd Töne aus, die Menschen nicht wahrnehmen können. Die ausgesendeten Schallwellen brechen sich an Objekten oder Beutetieren und werfen ein Echo zurück. Dieses Echoortungssystem ermöglicht es Fledermäusen, sich in der Dunkelheit der Nacht zurechtzufinden oder den Standort und die Größe ihrer Beute zu ermitteln. Sie sehen bei Dunkelheit quasi mit den Ohren. Die heimischen Artgenossen werden bis zu 30 Jahre alt, wiegen zwischen 3 und 40 Gramm und werden meist nicht größer als etwa 5 Zentimeter. Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Mit mehr als 800 Herzschlägen pro Minute bewegen sie sich durch die Luft. Sie sind nachts aktiv und jagen in der Dunkelheit, während sie tagsüber schlafen. Ihre Krallen weisen im Gegensatz zu anderen Säugetieren nach hinten, sodass sie sich damit gut an Wänden anhängen können. Durch das Gewicht der Fledermaus werden die Krallen automatisch gekrümmt, was dazu führt, dass sie in dieser Position schlafen können. Das hat den Vorteil, dass sie bei Gefahr schnell starten und fliehen können, indem sie sich einfach fallen lassen. Selbst ihren langen Winterschlaf verbringen sie auf diese Weise. Feinde und Nahrung von Fledermäusen Zu den Feinden von Fledermäusen zählen Katzen, Marder, Greifvögel und Eulen. Sie selbst ernähren sich ausschließlich von Insekten und in einer Nacht nehmen sie mehrere tausend Insekten zu sich. Da es in der Winterzeit kaum Insekten gibt, also nicht genügend Nahrung für Fledermäuse, halten sie von Anfang November bis Ende März Winterschlaf. Arbeitsmaterial über die Fledermaus Das anschauliche Arbeitsblatt ermöglicht Schülerinnen und Schülern, das Wichtigste über Fledermäuse zu erfahren: Es zeigt, wie Fledermäuse aussehen und wie sie schlafen beziehungsweise überwintern. Weiter lernen die Kinder, wann Fledermäuse aktiv sind und was sie fressen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Primarstufe

Feedback-Methoden für den Unterricht

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel über Feedback-Methoden finden Sie Vorschläge, mit welchen methodischen Ansätzen Sie von den Lernenden Rückmeldungen zum Unterricht bekommen oder sich die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion gegenseitig konstruktiv Feedback geben können. Methoden zur Rückmeldung der Ergebnisse wie die Fünf-Finger-Methode, das Blitzlicht oder die Zielscheibe werden ebenso erläutert wie die Bedeutung von Regeln, Zielen und Konsequenzen der Rückkopplung zur Optimierung von Unterricht. Warum überhaupt Feedback? Im konventionellen Frontalunterricht hat das Schülerfeedback lange Zeit eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Lehrkraft definierte Inhalte und Methoden, die Schülerinnen und Schüler lernten den Stoff, um ihn anschließend zu reproduzieren. Doch der Bildungsbegriff wandelt sich: Offene Lernformen gewinnen an Popularität. Durch das selbstgesteuerte Lernen trainieren die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen wie die kreative Entwicklung von Lösungsstrategien , selbstbestimmtes Zeitmanagement , das Gewähren und Annehmen von Hilfestellungen und nicht zuletzt die kritische Wahrnehmung sowie die realistische Selbsteinschätzung . Gleichzeitig bieten diese Lernformen ganz neue Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung im Sinne der individuellen Förderung . Doch auch in offeneren Unterrichtssituationen sind wirksame Mechanismen der Qualitätssicherung wichtig. Dazu gehört, dass Schülerinnen und Schüler in der Evaluation ihren eigenen Lernprozess reflektieren . Die Einschätzung der eigenen Leistung können sie durch Feedback von Gleichaltrigen lernen. Darüber hinaus eröffnen Feedbackmethoden der Lehrkraft die Möglichkeit, zur Optimierung des Unterrichts bei der Planung auf individuelle Bedürfnisse der Lernenden einzugehen sowie Ansätze und Methoden kritisch zu beleuchten. Lernen wird durch gezielte Rückmeldung zum Prozess, zu dem alle Beteiligten einen Beitrag leisten können und müssen. Je nach Lerngruppe ist vorab die gemeinsame Erarbeitung von Regeln notwendig. Dabei legen die Lernenden selbst fest, was ihnen bei einem Feedback von Gleichaltrigen in der Klasse wichtig ist. So empfiehlt sich beispielsweise, mit einer positiven Bewertung zu beginnen und die Gedanken von anderen zu Ende führen zu lassen, bevor Rückfragen gestellt werden können. Welche Feedback-Methode passt? Die Frage, welche Methode zu einer gegebenen Unterrichtssituation passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich sind aber folgende Faktoren zu bedenken: Wie groß ist die Gruppe? In einer kleinen Gruppe kann Feedback gründlicher ausfallen. Doch gerade bei kleinen Gruppen sollten Sie sich als Lehrkraft nicht dazu hinreißen lassen, ungesteuertes mündliches Feedback als Standardlösung einzuführen. Zu leicht bestimmen dann diejenigen, die schnell antworten oder überzeugend argumentieren, den Diskurs, während leisere Stimmen oder vermeintlich leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler untergehen. Auch in kleinen Gruppen sollte jedes Mitglied die Möglichkeit bekommen, sich eine eigene Meinung unabhängig von den anderen zu bilden und diese zu formulieren. Wie alt sind die Schülerinnen und Schüler? Damit einher geht die Frage, wie differenziert die Lernenden die Unterrichtssituation wahrnehmen können und wie gut sie mit möglichen Visualisierungen umgehen können. Andererseits ist das Geben von Feedback auch ein Lernfeld, auf dem sich die Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit weiterentwickeln sollten. Es empfiehlt sich, möglichst früh zumindest den eigenen Beitrag zum Unterrichtsgeschehen aus der Gesamtsituation herauszulösen und getrennt zu beleuchten. Bei schriftlichen Evaluationen kann das beispielsweise durch die Frage geschehen: "Wie viel Mühe habe ich mir bei der Aufgabe gegeben?" Was ist das Ziel des Feedbacks und wie differenziert muss es sein? Das Ziel des Feedbacks sollte möglichst allen Beteiligten klar sein. Bei der Besprechung der Ergebnisse lassen sich daraus Handlungsempfehlungen für die zukünftige Unterrichtsgestaltung ableiten. Der Grad der Differenzierung hängt einerseits vom Alter der Schülerinnen und Schüler ab, andererseits aber auch davon, welcher Erkenntnisgewinn gerade wünschenswert ist. Grundsätzlich ist abzuwägen zwischen einer schnellen, unkomplizierten Durchführung des Feedbacks einerseits und umfassendem Erkenntnisgewinn andererseits. Nonverbale Feedback-Methoden Nonverbale Feedback-Methoden leben von präzisen Fragestellungen, deren Antworten sich auf einer (häufig dreischrittigen) Skala einordnen lassen. Sie können dazu die Farben einer Ampel rot, gelb und grün oder Smileys mit drei Gesichtsausdrücken (lächelnd, neutral, negativ) verteilen. Alternativ benutzen die Schülerinnen oder Schüler spontan und ohne Vorbereitung den Daumen (hoch, neutral, runter), um Rückmeldung zu geben. Mit dieser Methode können Sie auch in größeren Gruppen durch Anzeigen der Lernenden ein schnelles Stimmungsbild einfangen. Eine Differenzierung können Sie über Ihre Fragestellungen vornehmen. Dabei kann am Anfang eine globale Fragestellung stehen wie: "Wie hat dir die Stunde gefallen?" Anschließend äußern sich die Kinder und Jugendlichen zu Detailfragen: "Wie gut kannst du jetzt einer fremden Person einen Weg erklären?" oder "Wie viel Mühe hast du dir bei der Gruppenarbeit gegeben?" Eine weitere Methode zur nonverbalen Evaluation eines Arbeitsprozesses ist die Zielscheibe . Dafür stehen die Schülerinnen und Schüler auf und versammeln sich um eine Mitte. Rund um die Mitte wird ein großer Kreis gezogen, sodass ein Zentrum und ein Rand erkennbar sind. Auf die Fragen der Lehrkraft positionieren sich die Schülerinnen und Schüler nun innerhalb des Kreises, wobei die größte Zustimmung in der Mitte des Kreises liegt, Zweifel oder Ablehnungen dagegen im Randbereich. Eine mögliche Frage wäre zum Beispiel: "Wie hat euch das freie Arbeiten in der letzten Unterrichtseinheit gefallen?" Diese Methode lässt sich auch im kleineren Rahmen schriftlich realisieren: Auf einer Zielscheibe an der Tafel können die Schülerinnen und Schüler ihr Feedback auch in Form von Punkten oder Magneten geben. Zur Anonymisierung können Sie als Lehrkraft in dieser Phase bei Bedarf auch den Raum verlassen. Die körperliche Positionierung im Raum ist jedoch eine andere Form der Erfahrung, die häufig zu einer besonders gründlichen Reflexion einlädt. Mündliche Feedback-Methoden Wenn die Lernenden beispielsweise eine neue Unterrichtsmethode oder auch eine Präsentation von Gleichaltrigen mündlich einschätzen sollen, empfiehlt es sich, das Feedback zu strukturieren. Die Fünf-Finger-Methode kann eingeführt werden, um jederzeit spontan eine Rückmeldung der Lerngruppe zu erhalten. Die Lernenden nutzen dabei ihre Finger als Gedankenstütze für die folgenden Fragen: Daumen: Was hat mir gut gefallen? Zeigefinger: Worauf muss ich (noch) achten? Wobei muss man aufpassen? Mittelfinger: Was hat mir nicht gefallen? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Ringfinger: Was bleibt mir? Was habe ich gelernt? Kleiner Finger: Was ist zu kurz gekommen? Was würde ich mir noch wünschen? Die Flammende Rede eignet sich für kleinere Gruppen. Jede Person bekommt einen Streichholz und darf so lange sprechen, wie das Streichholz brennt. Dann ist die nächste Person an der Reihe. Es empfiehlt sich, den Schülerinnen und Schülern kurz Zeit zu geben, um den eigenen Redebeitrag vorzubereiten. Als Lehrkraft sollten Sie außerdem darauf achten, dass tonangebendere Schülerinnen und Schüler möglichst nicht zuerst sprechen. Sollten Streichhölzer im Raum schwierig zu realisieren sein, können sie natürlich auch durch andere Taktgeber ersetzt werden. Dann wird die Methode eher als Blitzlicht bezeichnet, funktioniert aber nach demselben Prinzip. Schriftliche Feedback-Methoden Durch einen Fragebogen für ein geleitetes Feedback geben Sie allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich noch einmal gründlich mit der entsprechenden Lernsituation auseinanderzusetzen, bevor die Ergebnisse besprochen werden. Ein anschließender Vergleich kann Diskussionen anstoßen und zur weiteren Reflexion beitragen. Ein Grundschema, mit dem Sie auch spontan das Stimmungsbild abfragen und die Selbstreflexion in Gang setzen können, bieten auch hier die Fragen der Fünf-Finger-Methode. Ein Vorteil schriftlicher Feedback-Methoden ist der dokumentarische Charakter. Gerade im Hinblick auf die Selbstreflexion kann es den Schülerinnen und Schülern helfen, wenn sie ihren Feedback-Bogen im Nachhinein mit denen aus der Vergangenheit vergleichen können. So sehen sie, welche Rückmeldungen sich gegebenenfalls wiederholen oder inwieweit Lernzuwachs und Leistungssteigerung bereits verzeichnet werden können. Eine spielerische, weniger komplexe Möglichkeit des schriftlichen Feedbacks ist die Methode Satz um Satz . Schreiben Sie dazu das Thema der Rückmeldung auf einen Zettel, zum Beispiel: "Notiere in einem Satz, wie dir die Partnerarbeit gefallen hat." Geben Sie den Zettel dann der ersten Person, die einen Satz schreibt. Die zweite Person kann den Satz lesen und einen eigenen Satz schreiben. Anschließend wird das Blatt immer so geknickt, dass nur der letzte Satz lesbar ist, und anschließend weitergereicht. Wenn die Sätze am Ende gesammelt vorgelesen werden, sind die Ergebnisse meist recht lustig. Gleichzeitig setzen sich die Beiträge häufig zu einem Mosaik zusammen, das auf ganz eigene Weise eine Rückmeldung zur erlebten Unterrichtseinheit ausdrückt. Fazit Diese Auswahl an Feedback-Methoden kann Ihren Unterricht sowie das Arbeiten der Lernenden in der Schule enorm bereichern und in besonderer Weise nachhaltig positiv beeinflussen. Einerseits haben sie die aktivierende Funktion , Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsprozess einzubinden. Andererseits schulen sie die Selbstwahrnehmung . Für verschiedene Fragestellungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Feedbacks, die außerdem je nach Gruppengröße und Altersgruppe ausgewählt werden sollten. Es lohnt sich für die Zusammenarbeit in neuen Lerngruppen, Zeit und Energie in das Erlernen verschiedener Feedback-Methoden sowie die Erarbeitung von Regeln zu stecken, um bei Bedarf zielgerichtet Rückmeldungen abfragen zu können. Die Ergebnisse der gemeinsamen Reflexion sollten im Anschluss im Plenum besprochen werden und Konsequenzen für die Weiterarbeit haben.

  • Fächerübergreifend
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