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Online-Unterricht: mit ClickMeeting ins virtuelle Klassenzimmer starten

Fachartikel / Video-Tutorial

Gekommen, um zu bleiben: Hybride Unterrichtsmodelle mit Fern- und Distanzunterricht werden im schulischen Alltag künftig eine stärkere Rolle spielen. Lesen Sie hier, welche Vorteile dabei die passende Technologie-Plattform bieten kann. Hybrider Unterricht rückt künftig in den Fokus Das Klassenzimmer ist aufgrund der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie ein Stück weit virtuell geworden. Während anfangs oft "Notlösungen" mit jeweils verfügbaren Videokonferenz-Systemen zum Einsatz kamen, geht es für Lehrkräfte und Schulen langfristig darum, die geeignete Grundlage für hybride Unterrichtsmodelle und einen ebenso effizienten wie sicheren Fernunterricht zu schaffen. Optimale Wissensvermittlung im Distanzunterricht Die europäische Webinar- und Videokonferenzlösung ClickMeeting ist darauf ausgerichtet, Wissen optimal zu teilen. Dabei liegt der Fokus nicht darauf, Präsenzunterricht 1:1 ins virtuelle Klassenzimmer zu übertragen. Ganz im Gegenteil: Eine moderne Webinar-Plattform bietet Möglichkeiten, die die Vermittlung von Wissen zusätzlich unterstützen, das Medium optimal ausnutzen und für Begeisterung auf Seiten der Lehrenden und Lernenden sorgen können. ClickMeeting stellt unter anderem folgende Funktionen und Werkzeuge für den Online-Unterricht zur Verfügung: Umfassende Möglichkeiten für die anschauliche Präsentation Bildschirmfreigabe (Screen Sharing), optional auch für Schülerinnen und Schüler, etwa zur Hausaufgabenkontrolle Whiteboard für jederzeitige Notizen und Zeichnungen Umfragen , beispielsweise zur Evaluation der Lehre Chatbox für Fragen der Schülerinnen und Schüler Direktes Einbinden von YouTube-Videos Breakout-Raum-Funktion für das Aufteilen einer Online-Sitzung in einzelne Unterräume (zum Beispiel bei Gruppenarbeit)

  • Fächerübergreifend

Mit "Schools for Earth" auf dem Weg zur klimaneutralen Schule

Unterrichtseinheit

Mit dem "Schools for Earth"-Materialpaket legt Ihre Schulgemeinschaft sofort mit dem Klimaschutz los! Vom CO 2 -Schulrechner bis zum Schulrundgang mit Checklisten unterstützen die Materialien bei den ersten Schritten ebenso wie bei der Weiterentwicklung bereits bestehender Klima-Schulprojekte. Werden auch Sie zu einer "School for Earth", die sich für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft einsetzt. Mit dem Aktionspaket möchte Greenpeace Lehrkräften, Lernenden, Klassen und Schulen Anregungen bieten, sich mit dem Klimawandel nicht nur inhaltlich zu beschäftigen, sondern im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung auch selbst für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aktiv zu werden. Die Handreichung in dieser Einheit (siehe Downloads) hilft Schülerinnen und Schüler dabei, die Klima-Baustellen ihrer Schule zu identifizieren, geeignete Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen und dabei die ganze Schulgemeinschaft mitzunehmen. Klimacheck: Wie klimafreundlich ist unsere Schule? In einem ersten Schritt nehmen die Schülerinnen und Schüler, unterstützt von der gesamten Schulgemeinschaft, ihre Schule in Klimacheck-Schulrundgängen unter die Lupe. Für die verschiedenen Stationen stehen Checklisten in der Handreichung zur Verfügung: Schulgebäude von außen : Gibt es eine gute Gebäudedämmung? Gibt es Sonnenkollektoren? Flure : Stimmen Temperatur und Beleuchtung? Räume : Wie ist es um Heizung, Fenster, Lüften, Leuchtmitteln und Mülltrennung bestellt? Schulkiosk und Mensa : Speiseplancheck! Abfalltonnen : Kann das Müllaufkommen vermindert werden? Können wir noch besser Müll trennen? Sekretariat : Ist der "Einkaufszettel" der Schule nachhaltig? Hier geht es um umweltfreundliches Papier, Reinigungsmittel, energieeffiziente technische Ausstattung Heizungskeller : Womit wird an unserer Schule eigentlich geheizt? Ist die Heizung optimal eingestellt? Eingangsbereich : Durch das ständige Türen öffnen und schließen kann Heizenergie verloren gehen. Gibt es hier clevere Lösungen? Toiletten : Auch auf dem "stillen Örtchen" kann für klimafreundliches Toilettenpapier, Papierhandtücher und Wasserverbrauch gesorgt werden. Vor der Schule : Von Autos, über Fahrräder bis hin zum Pausenhof: Wo gibt es nachhaltige Klimaschutz-Potentiale? Turnhalle : In Turnhallen heizen wir uns durch Bewegung selbst ein – dort darf es kühler sein! In den Umkleiden und Duschen kann Wasser und Energie gespart werden. Mithilfe der gesammelten und ausgewerteten Daten sowie den Ergebnissen des CO 2 -Schulrechners , mit dem jede Schule ihren CO 2 -Fußabdruck berechnen kann, ermitteln die Lernenden die Klima-Baustellen ihrer Schule. Die Anregungen aus der Handreichung helfen Schülerinnen und Schüler bei der Entscheidung, welche Maßnahmen zur Verringerung des Klimafußabdrucks ihrer Schule sie umsetzen möchten. Eigene Ideen sollten selbstverständlich ebenfalls ins Konzept mit einfließen! Klimaschutz und Jugendbeteiligung im Schulalltag Ein nachhaltiges und friedliches Miteinander ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen wird, wenn junge Menschen mitgestalten und mitbestimmen können. Hier nehmen Schulen eine ganz besondere Rolle ein. Einerseits weil sie die junge Generation durch die Vermittlung wichtiger Kernkompetenzen auf den Umgang mit und die gemeinschaftliche Lösung von komplexen, globalen Problemen vorbereiten müssen. Andererseits weil Schulen zu den größten Energieverbrauchern der öffentlichen Hand zählen und somit auch selbst ein großes Potential für mehr Klimaschutz im Schulbetrieb haben. In den Schulen existieren dieselben klimaschutzrelevanten Herausforderungen wie draußen vor dem Schultor: Strom- und Wärmeversorgung, Verpflegung und Mobilität, Abfall und Wasser. Gemeinsam auf dem Weg zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit Mit der Unterstützung von 18 Pilotschulen hat Greenpeace deshalb das Projekt "Schools for Earth" entwickelt, welches alle Schulen in Deutschland einlädt mitzumachen und sich gemeinsam mit einer engagierten und bundesweit vernetzten Community auf den Weg Richtung Klimaneutralität zu machen. Das Projekt bietet mit dem Whole School Approach einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung der eigenen Schule mit dem Ziel der Klimaneutralität und der festen Verankerung einer ambitionierten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) . Weitere Bildungsmaterialien zum Thema Klimaschutz finden Sie im Dossier "Aktuelle Umweltthemen im Unterricht: Greenpeace macht Schule" . Dort finden Sie auch das entsprechende "Schools for Earth"-Materialpaket für Grundschulen . Kontakt Für alle Fragen rund um das Projekt "Schools for Earth" sowie für die kostenlose Bestellung der Handreichungen als gedruckte Broschüren, erreichen Sie das Greenpeace Bildungsteam unter bildung@greenpeace.org. Die Schülerinnen und Schüler führen Klimacheck-Schulrundgänge durch und machen eine Bestandsaufnahme der bisherigen Ausstattung und bisheriger Klimaschutz-Maßnahmen. identifizieren anhand der Datensammlung Handlungsfelder für mehr Klimaschutz. treiben in Kleingruppen und projektbasiert ihre Ideen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit an ihrer Schule selbstständig voran.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Analyse einer Werbeanzeige: ein Leitfaden für Schülerinnen und Schüler

Kopiervorlage

Dieses Handout zum Thema "Analyse einer Werbeanzeige" informiert über wesentliche Gestaltungsmerkmale einer Werbeanzeige, über wichtige Fachbegriffe sowie über die methodischen Schritte bei der schriftlichen Analyse im Deutschunterricht. Die Gliederung des Handouts beinhaltet folgende Aspekte: Charakteristika und Arten von Werbeanzeigen Glossar mit Erläuterung wichtiger Einzelelemente von Werbeanzeigen Erläuterung der Arbeitsschritte bei der schriftlichen Analyse Im Rahmen einer einleitenden Darstellung grundsätzlicher Merkmale werden die drei Arten von Werbeanzeigen (Produktwerbung, Werbung für Dienstleistungen, Imagewerbung) voneinander unterschieden. Es folgt ein Glossar mit der Erläuterung von fünf wichtigen Fachbegriffen, die sich auf Einzelelemente einer Werbeanzeige beziehen (Eyecatcher, Headline, Werbetext, Logo, Slogan). Anschließend bietet eine chronologische Übersicht über die einzelnen Arbeitsschritte einen Leitfaden für die schriftliche Analyse einer Werbeanzeige: Einleitung, Beschreibung des Aufbaus, Bildanalyse, Textanalyse mit Berücksichtigung rhetorischer Mittel, Zielgruppenbestimmung und abschließende Beurteilung der Werbeanzeige. Weitere Unterrichtsideen zum Thema finden Sie in den Unterrichtseinheiten "Das Thema "Werbung" im Unterricht: Werbequiz und Plakatwettbewerb" oder "Musik in der Werbung" . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die wesentlichen Merkmale und Arten von Werbeanzeigen. erkennen wichtige Einzelelemente einer Werbeanzeige und können diese korrekt mit Fachvokabular benennen. analysieren strukturiert eine Werbeanzeige gemäß der aufgezeigten Arbeitsschritte.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Interaktive Übungen zum Grundwortschatz "comida y vajilla"

Interaktives

Anhand der interaktiven Übungen festigen die Lernenden ihren Grundwortschatz im Spanischen und es werden Vokabeln zum Tischgeschirr sowie zu Lebensmitteln (Obst und Gemüse) vertieft. Bei der ersten Übung handelt es sich um ein Memory-Spiel, in dem sie die spanischen Wörter für verschiedene Teile des Tischgeschirrs kennenlernen (neun Vokabeln). In der zweiten Übung ordnen Schülerinnen und Schüler in einer Drag-and-Drop-Übung die spanischen Bezeichnung ausgewählter Obst- und Gemüsesorten ihren jeweiligen Abbildungen zu (zehn Vokabeln). In der Unterrichtseinheit Wortschatzarbeit: Frutas wird das Wortfeld der Obstsorten im Spanischen spielerisch eingeführt und angewendet und kann diese Übungen ergänzen. Diese interaktiven Übungen eignen sich zur spielerischen Festigung des Vokabulars zu "frutas y verdura" sowie "vajilla". Diese Wortfelder gehören zum Grundwortschatz, denn sie werden oft im alltäglichen Leben benutzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler das Vokabular beherrschen. Um die Wortschatzarbeit innovativ zu gestalten, wurden diese interaktiven Übungen erstellt, welche selbstständig von den Lernenden bearbeitet werden können. Neben der Verbesserung des Wortschatzes wird auch die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vertiefen das Vokabular zu den Wortfeldern "Becksteck" "und Obst/Gemüse" Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Inhalte anhand interaktiven Übungen. finden sich selbstständig im digitalen Lernsetting zurecht. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Inhalte selbstständig.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

"DigCompEdu Check In": Nützliches Tool zur Selbsteinschätzung der digitalen Lehr-Kompetenz

Tool-Tipp

Dieses Fundstück präsentiert einen Online-Fragebogen zur Selbsteinschätzung der digitalen Lehr-Kompetenz in Anlehnung an den Europäischen Referenzrahmen für Lehrkräfte und gibt hilfreiche Tipps.

  • Fächerübergreifend

Grundwortschatz: Herbst und Halloween

Interaktives / Kopiervorlage
0,00 €

Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe des Arbeitsblatts, Vokabeln zum Thema Herbst zuzuordnen, Halloween-Aktivitäten zu benennen und einem Text gezielt Informationen zu entnehmen. In interaktiven Übungen kann das Gelernte eigenständig wiederholt werden. Das Arbeitsmaterial nutzt das Interesse der Kinder an Herbst und Halloween als Sprach- und Leseanlass im DaF- und DaZ-Bereich. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe der Arbeitsblätter, Vokabeln zum Thema Herbst zuzuordnen und Sätze zu einem themenbezogenen Text zu vervollständigen. Im ersten Schritt ordnen die Lernenden Wörter zum Thema Herbst zu. Im nächsten Schritt werden die Vokabeln des Textes vorentlastet, indem einige Halloween-Aktivitäten mithilfe von Bildern aufgelistet werden. Die Schülerinnen und Schüler lesen einen kurzen Text über Halloween in der Schule und vervollständigen Sätze. Darüber hinaus können sie das Gelernte mithilfe von interaktiven Übungen selbstständig wiederholen und festigen. Ein Memory hilft den Kindern, sich gedanktlich in das Thema einzufinden. Anschließend suchen sie in einem Wortgitter erste Herbst-Vokabeln. Ein buntes Halloween-Bild motiviert die Schülerinnen und Schüler, kurze Vokabel-Umschreibungen zu lesen. Anschließend werden die neuen Vokabeln mithilfe von Bildkarten abgefragt. Hier müssen die Lernenden die erlernten Wörter auch richtig schreiben können. Ein Quiz formt den motivierenden Abschluss. Wenn es im Herbst wieder kühler wird, benötigt man außerdem ganz andere Kleidung als im Sommer. Das Arbeitsmaterial "Grundwortschatz: Kleidung und Farben" bietet sich als optimale Ergänzung an, um im DaZ-Unterricht über die Jahreszeit zu sprechen. Das Thema "Herbst und Halloween" im Unterricht Die Tage werden kürzer, man muss sich wieder wärmer anziehen und die Blätter beginnen zu fallen. Der Herbstanfang bringt viele spürbare Veränderungen mit sich! Wenn die Kinder erleben, wie sich ihre Lebenswelt verändert, kann dies im DaF- und DaZ-Unterricht eingebunden werden. Auch das Halloween-Fest, das Gelegenheit bietet, sich zu verkleiden und viele Süßigkeiten zu erbeuten, begeistert die Schülerinnen und Schüler. Der Herbst bietet also viele Sprechanlässe, die in diesem Unterrichtsmaterial aufgegriffen werden. Didaktische Analyse Dieses bunte und lebensweltnahe Arbeitsmaterial motiviert die Schülerinnen und Schüler, neue Worte passend zur kühleren Jahreszeit zu lernen. Viele Bilder helfen den Lernenden nicht nur, die neuen Vokabeln mit ihrer Umwelt zu verknüpfen und diese so besser zu memorieren, sondern ermöglichen ihnen auch, die Übungsaufgaben eigenständig zu bearbeiten. So wird neben der Sprachkompetenz auch das Selbstbewusstsein der Lernenden gestärkt. Methodische Analyse Die Arbeitsblätter zum Thema "Herbst und Halloween" setzen viele unterschiedliche Übungsformate ein, die unterschiedliche Kompetenzen der Lernenden fördern. Einfache Zuordnungsaufgaben ermöglichen es den Lernenden sich spielerisch im neuen Thema einzufinden und die ersten neuen Worte zum Thema "Herbst" zu lernen. Kurze Lesetexte zu Halloween-Aktivitäten bereiten die Schülerinnen und Schüler darauf vor, im Anschluss einen längeren Text zu lesen und diesem Informationen zu entnehmen. Eine Progression des Schwierigkeitsgrades fordert die Lernenden immer weiter heraus. Ergänzend zu den Arbeitsblättern können die interaktiven Übungen eingesetzt werden, in denen die Lernenden das Thema "Herbst und Halloween" eigenständig wiederholen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich Herbst und Halloween. entnehmen einem Text gezielt Informationen, indem sie Sätze vervollständigen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen themenbezogene Vokabeln mithilfe von Bildern zu. bearbeiten interaktive Übungen und erlangen grundlegende Computer-Navigationskenntnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre Ausdrucksfähigkeit, indem sie Sätze vervollständigen. trainieren ihre Selbstkomptenz durch das eigenständige Bearbeiten der Arbeitsblätter und interaktiven Übungen.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Nachhaltigkeit lernen mit Planet-N

Tool-Tipp

Planet-N ist eine Bildungsplattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, fächerübergreifend Unterrichtsmaterialien zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zu veröffentlichen.

  • Fächerübergreifend

Deutsch-jüdische Frauen zwischen Tradition und Umbruch

Unterrichtseinheit / Interaktives

Das Unterrichtsmaterial skizziert am Beispiel von Henriette Goldschmidt (1825–1920) und Alice Salomon (1872–1948) Aufkommen, Ziele und Erfolge der bürgerlichen Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich und während der Weimarer Republik. Die Anfänge der modernen Frauenbewegung lassen sich bis zur Französischen Revolution und der Ausrufung der Menschen- und Bürgerrechte zurückverfolgen. So verfasste die Frauenrechtlerin und Revolutionärin Olympe de Gouges 1791 die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Allerdings folgte auf die Revolution keine Gleichheit von Männern und Frauen in Europa. Dennoch gründeten sich in den deutschen Staaten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erste regionale, religiös-geprägte Frauenvereine, die sich zunehmend gesellschaftskritisch und politisch ausrichteten. Einen ersten Höhepunkt fand die Frauenbewegung in der Revolution von 1848/49. Deren Scheitern konnte die Frauenbewegung aber nur kurzfristig bremsen. 1865 wurde in Leipzig der erste Frauenbildungsverein gegründet, der im gesamten Deutschen Bund wahrgenommen wurde. Wesentliche Ziele des Vereins bestanden darin, Frauen Erwerbsmöglichkeiten zu eröffnen, die sie finanziell unabhängig machen und vor Armut bewahren sollten. Ein weiteres Ziel war, die Bildungsmöglichkeiten der Frauen zu fördern. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Frauenbewegung stark an. Während des Ersten Weltkriegs übernahmen immer mehr Frauen die Arbeit der im Krieg kämpfenden Männer. Die Weimarer Republik brachte das Frauenwahlrecht. Ob als Aktivistinnen, Frauen- und Bürgerrechtlerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen oder Wissenschaftlerinnen – Frauen traten immer erfolgreicher und selbstbewusster in der Öffentlichkeit auf. Besonders deutsche Jüdinnen aus dem Bürgertum waren in der Frauenbewegung vertreten. An einer Persönlichkeit wie Henriette Goldschmidt, Mitbegründerin des "Allgemeinen Deutschen Frauenvereins", wird der Kampf der Frauenbewegung und das Spannungsfeld von Emanzipation und traditionellem Familienbild sichtbar. Die Biografie von Alice Salomon verdeutlicht durch ihre Mitgründung und Leitung der "Sozialen Frauenschule" sowie der "Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit" ihren Einsatz für die Bildung und damit auch die Emanzipation von Frauen. Salomon setzte sich auch international für die Frauenbewegung ein. Ihre Vertreibung aus Deutschland durch die Nationalsozialisten bekräftigt ein weiteres Mal die Notwendigkeit eines freiheitlichen, demokratischen und gleichberechtigten Zusammenlebens. Die hohe Bedeutung Salomons für die Frauenbewegung und die Bildung der Frauen wirkt bis heute unter anderem in den nach ihr benannten Alice-Salomon-Schulen nach. Die Unterrichtseinheit ist Bestandteil der virtuellen Ausstellung "Gemeinsame Geschichte(n) ­deutsch – jüdische Lebenswege" Das Thema "Frauen zwischen Tradition und Umbruch" im Unterricht Die didaktische Relevanz des Themas "Frauen zwischen Tradition und Umbruch" ergibt sich besonders aus seiner gegenwärtigen Bedeutung. Der gesellschaftliche Umbruch ist noch nicht abgeschlossen, die Gleichberechtigung nicht vollständig vollzogen. Die Probleme der ungleichen Entlohnung, von Salomon thematisiert, und der Altersarmut ungebildeter Frauen, von Goldschmidt angesprochen, sind weiter virulent. Der Blick zurück in die Geschichte der modernen Frauenbewegung zeigt den Schülerinnen und Schülern nicht nur, auf welche Bereiche die Frauenbewegung zunächst ausgerichtet war (Arbeit, Selbstständigkeit, Bildung), sie verdeutlicht ihnen auch, dass die oder der Einzelne mit entsprechender Haltung, hohem Einsatz und passendem Netzwerk viel leisten kann. Den Schülerinnen und Schülern wird die Bedeutung von Arbeit und Bildung für das Erreichen der eigenen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit vor Augen geführt. Vorkenntnisse Als Vorkenntnisse für die Bearbeitung der Materialien in diesem Raum sollten die Schülerinnen und Schüler über basale Kenntnisse zur politischen Geschichte der deutschen Reichsgründung 1871, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus bis 1939 verfügen. Kenntnisse zur Rolle jüdisch-bürgerlicher Frauen im 19. und 20. Jahrhundert sollten nicht vorausgesetzt werden. Didaktisch-methodische Hinweise Hinsichtlich der Methodik wird vorgeschlagen, dass die Schülerinnen und Schüler die "Historische Einführung" von Raum 4 selbstständig mithilfe der interaktiven Übungen erschließen. Diese Erarbeitung kann synchron im Präsenzunterricht oder asynchron im digitalen Lernen zu Hause erfolgen. Die Erarbeitung der Biografien von Goldschmidt und Salomon erfolgt durch produktive Aufgaben, die in Partnerarbeit gelöst werden und in einem Partnerpuzzle vorgestellt werden. Durch das Schreiben eines Interviews und die Gestaltung der Werbeanzeige geschieht nicht nur eine Umwälzung der Inhalte der Infotexte und Bildquellen aus der virtuellen Ausstellung; die produktiven Methoden sollen zugleich motivierend auf die Schülerinnen und Schüler wirken. Auf diese Weise erfährt jedes Schülerprodukt eine Würdigung und die Präsentation im Plenum kann auf ein Schülerprodukt fokussiert bleiben. Hier ist ein synchrones Lernen, möglichst in Präsenz, sinnvoll. Die Erkenntnis der gegenwärtigen Bedeutung des Themas wird durch die abschließenden Aufgaben auf den beiden Arbeitsblättern angebahnt, die dann in der Besprechung und Diskussion deutlich wird. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen und erläutern zum Thema "Frauen zwischen Tradition und Umbruch" Biografien, Interessen und Handlungsspielräume. beurteilen die Biografien und Handlungen von Henriette Goldschmidt und Alice Salomon im Hinblick auf Interessenbezogenheit und Möglichkeiten. bewerten unter Offenlegung gegenwärtiger Normen die Leistungen von Goldschmidt und Salomon. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in digitalen Medienangeboten zielgerichtet Informationen und Daten zu Henriette Goldschmidt und Alice Salomon. fassen Informationen und Daten zusammen. gestalten selbstständig Lernprodukte (Interview/Werbeanzeige) zu historischen Themen. Sozialkomeptenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen gemeinsam ein Lernprodukt und kritisieren sachgerecht Lernprodukte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. setzen sich mit der Bedeutung des Wandels der gesellschaftlichen Rolle der Frau für ihre Gegenwart auseinander.

  • Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die rechtliche Gleichstellung der deutschen Jüdinnen und Juden

Unterrichtseinheit / Interaktives

Das Unterrichtsmaterial beschreibt den unvollendeten Prozess der Emanzipation der Jüdinnen und Juden in den deutschen Staaten des 19. Jahrhunderts. Im Fokus stehen exemplarisch die Biografien des Dichters Heinrich Heine (1797–1856) und des Juristen und Politikers Gabriel Riesser (1806–1863). Der Prozess der Emanzipation der Jüdinnen und Juden in den deutschen Staaten des 19. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch diverse Rückschläge und eine Ambivalenz, die durch die rechtliche Gleichstellung der Religionsangehörigen auf der einen Seite und durch die nicht vollzogene Gleichbehandlung auf der anderen Seite deutlich wird. Der wechselvolle Prozess der jüdischen Emanzipation wird in Raum 1 der virtuellen Ausstellung "Gemeinsame Geschichte(n) – deutsch-jüdische Lebenswege" anhand zentraler Daten in den Materialien veranschaulicht und strukturiert. Ausgehend von der Französischen Revolution, der Ausrufung der allgemeinen Menschen- und Bürgerrechte und dem 1804 durch Napoleon erlassenen Code civil wird die rechtliche Emanzipation der Jüdinnen und Juden in die deutschen Lande gebracht. Nach dem Sturz Napoleons und mit der Gründung des Deutschen Bundes wird sie jedoch vielfach wieder zurückgenommen. Die Revolution von 1848/49 hatte einerseits die rechtliche Gleichstellung der Jüdinnen und Juden auf der Tagesordnung, andererseits wird eine judenfeindliche, durchaus schon als antisemitisch zu bezeichnende Einstellung im Parlament der Frankfurter Paulskirche offen ausgesprochen. Beispielhaft hierfür ist der parlamentarische Schlagabtausch zwischen Gabriel Riesser und Moritz Mohl, der in Auszügen in der Ausstellung präsentiert wird. Erst mit der Reichsgründung 1871 wird die Gleichstellung der Jüdinnen und Juden in der Verfassung festgeschrieben, ohne dass sie indes im Alltag vollständig umgesetzt wird. Heine und Riesser als Beispiele jüdischen Lebens in Deutschland Welchen Hindernissen Jüdinnen und Juden in Deutschland ausgesetzt waren, wird am Beispiel von Heinriche Heine und Gabriel Riesser exemplarisch dargestellt. So gelingt es Heine trotz Taufe nicht, als Jurist Fuß zu fassen. Als politisch liberaler und erfolgreicher Schriftsteller erfährt er sowohl Anerkennung als auch Hass. Seine Schriften werden zensiert. In der Konsequenz emigriert Heine nach Paris, wo er weiter als politischer Korrespondent arbeitet. Im Gegensatz zu Heine hält der Politiker und Jurist Gabriel Riesser an seinem jüdischen Glauben fest und weigert sich um der Karriere willen, sich taufen zu lassen. Seine Hartnäckigkeit wird belohnt: Nach jahrzehntelangem Kampf für die Emanzipation gelingt es ihm 1860, zum ersten Richter jüdischen Glaubens in einem deutschen Staat ernannt zu werden. Seine Ernennung stellt aber eine absolute Ausnahme dar. Die Unterrichtseinheit ist Bestandteil der virtuellen Ausstellung "Gemeinsame Geschichte(n) – deutsch-jüdische Lebenswege" . Das Thema "Gleichstellung von deutschen Jüdinnen und Juden" im Unterricht Die Relevanz des Themas "Die rechtliche Gleichstellung der deutschen Jüdinnen und Juden – ein langer und steiniger Weg" ergibt sich aus verschiedenen Bereichen. Die gegenwärtige politische Bedeutung ist hoch, da man am Umgang mit Minderheiten erkennen kann, wie es um die Umsetzung und Durchsetzung der Menschen- und Freiheitsrechte in einem Land bestellt ist. Da eine freiheitlich-rechtliche Gleichstellung von Minderheiten mit der politischen Emanzipation aller Bürgerinnen und Bürger korreliert, leistet das Thema auf diese Weise in der Urteilsbildung einen Beitrag zur Bildung und Förderung der Demokratie. Des Weiteren bedeutsam ist die Darstellung des wechselvollen Prozesses der rechtlichen Gleichstellung der Jüdinnen und Juden als gewichtiger Beitrag zum Verständnis der jüdischen Geschichte in Deutschland. Diese Ambivalenz kommt durch die Untersuchung von Positionen der Gegnerinnen und Gegner einer jüdischen Emanzipation einerseits und der Biografien von Heine und Riesser andererseits zum Tragen. Besonders Heine und Riesser repräsentieren mit ihren Lebensläufen, Haltungen und Aussagen exemplarisch die politische und gesellschaftlicher Stellung und auch das Selbstverständnis bürgerlicher Menschen jüdischer Herkunft in Deutschland im "langen" 19. Jahrhundert. Vorkenntnisse Als Vorkenntnisse für die Bearbeitung der Materialien in Raum 1 sollten die Schülerinnen und Schüler über wesentliche Kenntnisse zur politischen Geschichte der Französischen Revolution 1789, der Revolution von 1848/49 und der Reichsgründung 1871 verfügen. Methodische Hinweise Für die Durchführung des Unterrichts wird vorgeschlagen, dass die Schülerinnen und Schüler die Informationen in Raum 1 größtenteils selbstständig im "Flipped Classroom" erarbeiten. Bei dieser Unterrichtsmethode eignen sich die Lernenden die Inhalte zunächst in Einzelarbeit an und diskutieren anschließend ihre Ergebnisse im Plenum. Sowohl der geringe Schwierigkeitsgrad der Darstellungstexte als auch die Konzeption des Arbeitsblattes 1 und der beiden digitalen Lernbausteine ermöglichen dieses Verfahren, sodass ein digitaler Unterricht oder Distanzunterricht zu diesen Materialien durchgeführt werden kann. Die Komplexität der Sprache und der Inhalte der Reden von Mohl und Riesser erfordern allerdings, dass eine Unterstützung durch die Lehrkraft zur Klärung der Inhalte und bei Nachfragen gegeben ist. Daher bietet sich zur Bearbeitung der Quellen ein synchrones Unterrichtsverfahren an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erläutern zum Thema "rechtliche Gleichstellung der Jüdinnen und Juden im 19. Jahrhundert" Verläufe, Interessen und Handlungsspielräume. beurteilen das Handeln Heinrich Heines im Hinblick auf Interessenbezogenheit und Möglichkeiten. bewerten unter Offenlegung gegenwärtiger Normen die Reden Mohls und Riessers. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in digitalen Medienangeboten zielgerichtet Informationen und Daten zum Thema "rechtliche Gleichstellung der Jüdinnen und Juden im 19. Jahrhundert". fassen Informationen und Daten zusammen. analysieren, interpretieren und bewerten kritisch historische Quellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung der rechtlichen Gleichstellung von Minderheiten als wichtiges Fundament einer freiheitlichen Grundordnung. erkennen, dass ein Schutz der jüdischen Bevölkerung und eine politische Unterstützung des Zentralrates der Jüdinnen und Juden in Deutschland zugleich ein Schutz der Demokratie, Freiheit und Gleichheit aller Bürgerinnen und Bürger ist.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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