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Schule der Zukunft
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In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
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Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

  • Schulstufe2
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Ich und meine Umwelt

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 8–10 erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Konzepte für eine nachhaltige Energiegewinnung und für einen sparsamen Energieverbrauch. Sie befassen sich mit aktuellen Umwelt-Initiativen wie „Fridays for Future“, analysieren regionale Umweltschutzprojekte und entwickeln Strategien zur Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks. Zudem werden Möglichkeiten zur Energieeinsparung in der Schule erörtert. In dieser aktualisierten Unterrichtseinheit "Ich und meine Umwelt" starten die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der zunehmenden Bedeutung des Themas Umwelt- und Klimaschutz eine Umfrage, welche Umwelt- und Klimaschutzinitiativen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen und wofür sich diese einsetzen. Die Ziele und Forderungen der Fridays-for-Future- Bewegung recherchieren sie anschließend sowie Natur- und Umweltschutzinitiativen in ihrer Region. Danach überlegen die Lernenden, wie Energie nachhaltig produziert und konsumiert werden kann. Dafür tragen Sie Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energien zusammen und berechnen ihren eigenen CO2-Fußabdruck. In einer Mindmap sammeln sie konkrete Möglichkeiten, Energie zu sparen. Den überlegten Verbrauch als auch die eigene Energieproduktion haben sie dabei im Blick. Schließlich eruieren sie konkrete Möglichkeiten, wie man in der Schule Energie einsparen kann. Die aktualisierte Unterrichtseinheit "Ich und meine Umwelt" ist Teil des Dossiers "An den Schaltstellen der Zukunft". Sie bietet neben dem detaillierten Unterrichtsablauf und dem methodisch-didaktischen Kommentar auch die Unterrichtsmaterialien zum Download. Diese bestehen aus Informations- und Arbeitsblättern sowie Experimenten und Spielen. Zusätzlich geben Link- und Literaturempfehlungen Anregungen für eine weiterführende Beschäftigung. Sie können von Lehrerinnen und Lehrern auch als Recherche- und Vorbereitungsmaterial genutzt werden.

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Deutschland im Nationalsozialismus 1933–1934: interaktive Übungen mit Geschichtsereignissen

Interaktives

Mit diesen interaktiven Übungen können Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zum Ablauf des Weges Deutschlands in die nationalsozialistische Diktatur in den Jahren 1933 bis 1934 vertiefen. Dies geschieht anhand einiger ausgewählter Ereignisse – beginnend mit der von den Nationalsozialisten propagierten "Machtergreifung" bis hin zur vollständigen Etablierung des Führerprinzips. Die beiden interaktiven Übungen sollen den Schülerinnen und Schülern helfen, einen Überblick über diejenigen Geschehnisse zu gewinnen, die zur Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland führten. Sie zeigen auf, wie sukzessiv in rasch aufeinanderfolgen Schlägen Grundrechte und Demokratie außer Kraft gesetzt wurden und man stattdessen eine Diktatur errichtete. Bei der ersten Übung handelt es sich um Karteikarten . Auf der Vorderseite steht je ein Ereignis aus den Jahren 1933/34, auf der Rückseite befindet sich das dazugehörige Datum sowie eine Erläuterung zu benanntem Ereignis. Anhand dieser können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen vertiefen. Die zweite Übung ist eine Zuordnungsaufgabe (Drag and Drop). Hier ordnen die Lernenden den (in chronologischer Reihenfolge) vorgegebenen Daten die jeweils passenden Geschehnisse zu und überprüfen so ihr Wissen aus der ersten Übung. Zugleich präsentiert sich ihnen eine übersichtliche chronologische Abfolge der Geschehnisse. Der Nationalsozialismus ist essentieller Bestandteil des Lehrplans im Fach Geschichte. Bei einem solch großen Themenkomplex und vielen, in kurzen zeitlichen Abständen aufeinander folgenden Geschehnissen verliert man oftmals schnell den Überblick. Diese interaktiven Übungen sollen daher den Lernenden Abhilfe schaffen. Die Schülerinnen und Schüler lernen zunächst etwas zu den einzelnen Geschehnissen der Jahre 1933 und 1934. Im Anschluss daran überprüfen sie ihr Wissen mittels einer Zuordnungsaufgabe. Die Informationen aus den Karteikarten sowie das fertige Lösungsbild können ferner ins Heft übertragen und ergänzt werden – zum Beispiel in Form eines Zeitstrahls. Die interaktiven Übungen bieten sich als Ergänzung zum Unterricht an. Sie können ebenso zur Übung, als Hausaufgabe, Wiederholung oder Vorbereitung auf einen Test genutzt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Ereignisse, die zur Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft führten. kennen die chronologische Abfolge der Geschehnisse. sind in der Lage, den Daten die jeweiligen historischen Ereignisse zuzuordnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bedienen das interaktive Lernmaterial und erarbeiten beziehungsweise wiederholen die Lerninhalte selbstständig.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wer suchet, der findet: eine Schatzkarte erstellen

Kopiervorlage

Aufgepasst, das Abenteuer beginnt! Mit diesen Materialien schlüpfen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule und frühen Sekundarstufe I selbst in die Rolle von Piraten, Schatzsuchenden und Kompanie: Sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihre Kreativität entfalten, indem sie selbstständig eine eigene Schatzkarte anfertigen. Wo ist der Schatz versteckt, wer findet ihn? Rätsel , Knobeleien, Scherzfragen und Denkspiele verschiedenster Art können für Kinder sehr motivierend sein und damit unterstützend auf Lernprozesse wirken. Eine besondere Faszination im Grundschulalter oder der frühen Sekundarstufe üben häufig Schatzsuchen aus: Viele sind begeistert davon, versteckten Hinweisen zu folgen und verschlüsselte Informationen herauszufinden – oder in die Rolle eines Piraten zu schlüpfen, der verstecktes Gold sucht. Das beflügelt die Fantasie der Kinder, sie "tauchen" in eine andere Welt ein und setzen sich intensiv mit einem Thema auseinander, indem sie ihre Kreativität entfalten können. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf die Reise gehen und eine Schatzkarte anfertigen. Die vorliegenden Arbeitsblätter laden dazu ein, dass sie selbstständig eine Schatzkarte anfertigen : Anschauliche Bilder sowie kurze Erklärungen dienen als Anleitung, anhand derer die Kinder eigenständig arbeiten können. Der Einsatz dieses Materials bietet sich zum Beispiel an, wenn im Unterricht entsprechende Themen wie Piraten, Schatzsuche und so weiter (beispielweise im Rahmen von Lektürearbeit) behandelt werden sowie in den Fächern Kunst oder Geschichte . Auch Projektwochen oder die Zeit kurz vor den Ferien bilden einen geeigneten Rahmen. Die Arbeitsblätter können ebenso zwischendurch eingesetzt werden. Vorher sollte sichergestellt werden, dass alle Materialien, die zur Umsetzung benötigt werden, zur Verfügung stehen. Auch müssen gegebenenfalls Begriffe und einzelne Schritte besprochen und geklärt werden. Bei der Durchführung sind verschiedene Sozialformen denkbar: Eine Umsetzung bietet sich sowohl in Einzelarbeit, Paararbeit sowie Kleingruppen an. In diesem Zusammenhang wird nicht nur die Sozialkompetenz , sondern auch Fertigkeiten im Umgang mit Stiften und Materialien gefördert. Lassen Sie der Fantasie Ihrer Lernenden freien Lauf und tauchen auch Sie ein in fremde Welten voller Rätsel, Geheimnisse und Schätze!

  • Kunst / Kultur / Fächerübergreifend / Geschichte / Früher & Heute
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Workshop: Feedback geben und empfangen

Kopiervorlage

In diesem Workshop lernen Schülerinnen und Schüler, konstruktives Feedback zu geben und Feedback anderer anzunehmen. Im Zentrum stehen verschiedene Gruppen-Übungen und Rollenspiele, die den Lernenden helfen, mit positivem und negativem Feedback umzugehen. Der Workshop "Feedback geben und empfangen" vermittelt Lerngruppen, wie sie mit dem Thema "Feedback" im Schulalltag umgehen können. Verschiedene Übungen, die in der Handreichung für Lehrkräfte vorgestellt werden, zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie Feedback angemessen formuliert wird, wie sie Feedback annehmen können, aber auch, wie sie sich gegen ein unangemessenes, unfaires Feedback wehren können. In einer vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre öffnen sich die Lernenden einander. Ziel des Workshops ist es auch, gemeinsam herauszufinden, wie wertschätzendes und hilfreiches Feedback formuliert sein kann. So wird in der Lerngruppe ein wichtiger Grundstein für eine positive Feedback-Kultur gelegt. Eine Checkliste hält außerdem die zehn wichtigsten Regeln für gutes Feedback fest. Diese kann nach Durchführung des Workshops im Unterrichtsalltag eingesetzt werden. Feedback-Runden nach Präsentationen von Schülerinnen und Schülern können mithilfe der Liste noch einmal reflektiert werden. Auf diese Weise wird die Feedback-Kultur in der Lerngruppe stetig verbessert. Ergänzend zum Workshop "Feedback geben und empfangen" bietet es sich an, ein Methoden-Training zum Thema "Angstfrei vortragen" durchzuführen, das die Lernenden dabei unterstützt, entspannt in Vortragssituationen hineinzugehen. Weiterhin unterstützen die Materialien "Rituale im Schulalltag: Begrüßung und Unterrichtsstart" die Unterrichtstrukturierung und -gestaltung. Das Thema "Feedback" im Unterricht Feedback-Situationen sind im Alltag meist asymmetrisch. Insbesondere Schülerinnen und Schüler bekommen häufig Feedback von Erwachsenen, beispielsweise von ihren Eltern oder Lehrkräften. Das eigentliche Ziel jedes Feedbacks sollte ein Gespräch auf Augenhöhe sein. Aber auch im Erwachsenenalter fühlen sich die Personen, die Feedback empfangen, häufig in die Rolle des Kindes zurückversetzt, das sich der Kritik der Lehrkraft stellen muss. Damit Schülerinnen und Schüler zu mündigen Erwachsenen heranwachsen, die auch im späteren Berufsleben mit Kritik negativer aber auch positiver Art umgehen können, muss nicht nur das Geben von Feedback, sondern auch das Annehmen von berechtigter Kritik geübt werden. Darüber hinaus sollen die Lernenden üben, Gespräche auf Augenhöhe einzufordern und sich gegen unangemessene Rückmeldungen zu wehren. Als Jugendliche sind sie häufig mit "ranghöheren" Erwachsenen konfrontiert, die nicht gelernt haben, faires und konstruktives Feedback zu geben. Daher müssen sie üben, für eine faire Behandlung einzustehen. Didaktisch-methodische Analyse Abwechslungsreiche Übungen lehren die Schülerinnen und Schüler, in einer vertrauensvollen Atmosphäre Feedback zu geben und anzunehmen. Die Übungen werden in Paararbeit, Gruppenarbeit oder im Plenum durchgeführt, sodass alle Schülerinnen und Schüler sich einbringen und öffnen können. Das stärkt auch den Zusammenhalt in der Lerngruppe. Jede und jeder Einzelne darf im Rahmen des Workshops positives und negatives Feedback annehmen lernen. Rollenspiele trainieren die Lernenden mit unpassendem Feedback von höhergestellten Personen wie beispielsweise Lehrkräften umzugehen. Das Geben von Feedback wird im Klassenverband miteinander diskutiert. Am Ende des Workshops formuliert die Lerngruppe gemeinsam Regeln für respektvolles, hilfreiches Feedback. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben, konstruktives Feedback zu formulieren. kennen Grundregeln für Feedback-Gespräche. grenzen sich gegen unangemessenes Feedback ab. nehmen positives und negatives Feedback an. öffnen sich ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. gehen respektvoll und vertrauensvoll mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern um.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung

Leibhaftige Kommunikation III: die Bedeutung neurowissenschaftlicher Forschung für einen…

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel thematisiert leibhaftiges Kommunizieren als Ursprung und Voraussetzung unserer Kommunikation und damit auch des Unterrichtens. Der Beitrag enthält Hintergrundinformationen zum Thema, die im Schulalltag und im Unterricht eine Rolle spielen, und geht darauf ein, wie ein Vertrauensaufbau im Unterricht gelingen kann. Dabei geht es auch darum, welche Bedeutung die neurowissenschaftliche Forschung in diesem Zusammenhang spielt. In diesem Fachartikel geht es darum, wie Vertrauen im Unterricht zwischen Lehrkäften und Lernenden sowie den Schülerinnen und Schülern untereinander aufgebaut werden kann. Welche Bedeutung spielt die neurowissenschaftliche Forschung in diesem Zusammenhang, welche Aspekte spielen für den Vertrauensaufbau eine Rolle? Dieser Artikel enthält Hintergrundinformationen und eignet sich als Ergänzung zu den Arbeitsmaterialien "Feedback geben und empfangen" , "Rituale im Schulalltag: Begrüßung und Unterrichtsstart" sowie der Unterrichtseinheit " Methoden-Training "Angstfrei vortragen ". In diesen Materialien geht es um die Umsetzung im Schulalltag mit praktischen Tipps . In der Reihe außerdem erschienen ist "Leibhaftige Kommunikation I: Warum wir kooperieren" sowie "Leibhaftige Kommunikation II: spielerische Ahmung und die Folgen für den Unterricht" . Sowohl die Evolutionsbiologie ("geteilte Intentionalität") als auch die Phänomenologie ("Ahmung") hat gezeigt, dass unsere Kommunikation leibhaft situiert ist. Die neurowissenschaftliche Forschung hat bekannterweise mit dem Konzept der Spiegelneuronen ihrerseits aufgezeigt, wie Kommunikation hirnphysiologisch verankert ist und wie die Fragen zu beantworten sind: "Was löst mein Handeln im Gehirn und im Körper von anderen Menschen aus? Wie wirken wir auf andere?" (vgl. Hütter und Lang 2017: 108 ff.) Was sind Spiegelneuronen und was machen sie mit uns? Hier waren die Forschungen von Giacomo Rizzolati in den 1990er Jahren richtungsweisend. Sein Team machte die Feststellung, dass bei Affen das Gehirn dieselben Signale sendete, wenn sie selbst nach Futter griffen und wenn sie sahen, dass jemand anderes nach Futter griff. Folglich feuern unsere Nervenzellen nicht nur, wenn wir selbst eine bestimmte Handlung vollziehen, sondern auch wenn wir jemand anderen sehen, der diese Handlung vollzieht. Dies zeigt, dass "die Interaktionsmöglichkeiten mit bestimmten Objekten in prämotorischen Programmen gespeichert sind und dass schon die Beobachtung einer entsprechenden objektspezifischen Interaktion sozusagen zu einer Spiegelung der äußeren Handlung in die eigenen handlungsvorbereitenden Strukturen des Gehirns führt. Diesem Umstand verdanken die Neuronen, die diese Spiegelung ermöglichen, den Namen ' Spiegelneuronen '." (Hütter und Lang 2017: 109) Allerdings wurde diese neuronale Aktivität zunächst nur bei Affen nachgewiesen, bis dies 2010 auch bei Menschen gelang. Dennoch gibt es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die vom Mythos der Spiegelneuronen sprechen (Hütter und Lang 2017: 110). Jedoch geht es bei "der Aktivierung von Spiegelneuronen nicht primär um ein 'Verstehen' im kognitiven Sinne, sondern um eine intuitive Aktivierung von möglichen Handlungsprogrammen in Bezug auf ein Objekt oder Lebewesen. [...] Auf diese Weise wirkt auch die Beobachtung emotionaler Regungen und der entsprechenden Körperreaktionen anderer über die Spiegelneuronen auf unseren eigenen körperlichen und emotionalen Zustand zurück." (Hütter und Lang 2017: 110f.) Die Technik des Spiegelns Konkret gesagt, es macht etwas mit den Schülerinnen und Schülern , wenn wir uns ihnen zu- statt abwenden, wenn unsere Körperachse zu den Beobachtenden hingedreht ist oder weg von ihnen, wenn wir sie freundlich statt angewidert anblicken. Wenn wir das einfühlende Spiegeln trainieren, verbessern wir auch die Fähigkeit, uns anderen mitzuteilen, weil wir anders wahrgenommen werden. Das wusste auch schon der Psychotherapeut Carl Rogers, der die Technik des Spiegelns im Gespräch einsetzte und dies als aktives Zuhören bezeichnete. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler zum Beispiel von der kranken Mutter erzählt, fühlt sie/er sich vermutlich eher angenommen, wenn die Lehrperson (ihre/seine vermuteten Gefühle spiegelt und) daraufhin sagt: "Du machst dir sicher große Sorgen!", als wenn zuerst die (sachbezogene) Frage gestellt wird: "Was hat sie denn?" Das Spiegeln, sowohl sprachlich als auch nonverbal, schafft emotionale Resonanz und bereitet eine kooperative Stimmung vor. Diese Art von Resonanz nennt man auch Synchronisierungseffekt, da sie die soziale Interaktion verbessert. Wie auch die " geteilte Intentionalität " und die " Ahmung " rückt die Spiegelneuronenforschung ebenfalls das Imitationslernen von sozial nahestehenden Vorbildern in den Vordergrund – und solche sollten wir Lehrerinnen und Lehrer doch sein. Und zum Vorbild wird man vermutlich, wenn man vorlebt, was man sagt – kurz: wenn man ehrlich und authentisch ist. "Wir" und "die anderen" "Der Großteil des Verhaltens, das die sogenannte 'Gruppendynamik' ausmacht, hängt davon ab, ob wir die Menschen in unserer Umgebung als Freunde oder Feinde wahrnehmen. Belohnung und Bedrohung [...] bestimmen unser Verhalten in Gesellschaft anderer Menschen. Wir fällen augenblicklich ein Urteil über jede Person, der wir begegnen und mit der wir arbeiten. Alle Menschen werden im Grunde zwei Lagern zugeordnet: Sie gehören zu 'uns' oder zu 'den anderen'." (Fabritius und Hagemann 2021: 228) Wie schaffen wir es, Vertrauen zu schaffen, damit wir als Lehrerinnen und Lehrer zu "uns" gehören? Vertrauen aufbauen Im Folgenden werden einige Punkte auf den Unterricht angewendet, die Fabritius und Hagemann auflisten (vgl. Fabritius und Hagemann 2021: 231–239). Vertrauensbildende Maßnahmen : Man kann die Schülerinnen und Schüler so behandeln, dass sie das Gefühl haben, Wertschätzung zu genießen und wichtig für die Klasse zu sein. Oder man behandelt sie so, dass sie sich minderwertig und unbedeutend fühlen. Schlicht und einfach: Menschen wollen das Gefühl haben, wichtig zu sein. Ungewissheit erweckt unseren Selbsterhaltungstrieb und treibt einen Keil in die Klassengemeinschaft. Gewissheit dagegen schafft Vertrauen . Wenn sowohl unser Verhalten als auch das Unterrichtsgeschehen transparent sind, fühlen sich die Schülerinnen und Schüler sicher. Sie haben das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben und müssen dementsprechend nicht außer Kontrolle geraten. Autonomie ist der beste Schutz vor Stress. Das heißt, je mehr die Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben, "Herr ihres Schicksals" zu sein, desto eher übernehmen sie selbst Verantwortung (selbst Ziele, Mittel und Lösungen finden, einen eigenen Arbeitsstil wählen, selbst vereinbarte Ziele in einer vereinbarten Zeit erreichen). Zurückweisung einzelner Schülerinnen und Schüler aus der Klasse erzeugt Schmerz bei allen. Die Beobachtung einer Beschämung erzeugt Scham. Die Wahrnehmung von Leid verursacht Trauer. All das kann evolutionsbiologisch erklärt werden: Der Ausschluss aus der Gruppe war in prähistorischer Zeit ein Todesurteil. Um die Klasse zu festigen, braucht es stabile Bindungen und gute Beziehungen . Das heißt nicht, dass alle Freunde sein müssen – eine gute Arbeitsgemeinschaft ist eventuell sogar besser und leichter zu organisieren. Auch auf Unfairness reagiert unser Gehirn mit Kampf- und Fluchtreaktionen. Es geht beim Miteinander um mehr als nur gerechte Noten (darum geht es natürlich auch), aber ein fairer Umgang , der die Gemeinschaft zufriedenstellt, ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Fazit Die Mitteilung an die Lerngruppe soll lauten: Der Beitrag einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers wird geschätzt und ist wichtig für das Gelingen des Ganzen . Auf diese Weise wird das gegenseitige Vertrauen gefestigt, was für ein positives Klassenklima und einen reibungslosen Unterrichtsablauf beinahe unerlässlich ist. Literaturverzeichnis Hütter, Franz und Sandra Mareike Lang (2017). Neurodidaktik für Trainer. Bonn: managerseminare. Fabritius, Friederike und Hans Werner Hagemann (2021). Neurohacks. Gehirngerecht und glücklicher arbeiten. Frankfurt/New York: Campus. Weiterführende Literatur Kutting, Dirk (2021). Bühne frei. Ein Auftrittscoaching für Leib und Seele. Göttingen: V&R.

  • Fächerübergreifend / Pädagogik

Digitale Unterrichtsplanung mit TaskCards

Fachartikel
5,99 €

Digital, flexibel und überall zugänglich: Autorin Katharina Sambeth beschreibt in diesem Artikel, wie und warum sie ihren eigenen Unterricht mit dem Tool TaskCards plant. Als Lehrkraft habe ich lange nach der für mich perfekten Methode zur Vorbereitung meines Unterrichts gesucht. Hierbei hatte ich diverse Anforderungen an das Tool oder Programm zur Organisation meines Fachunterrichts: Es sollte möglichst flexibel und interaktiv , aber auch ein Zugriff über externe Endgeräte sollte möglich sein. Des Weiteren war es mir wichtig, dass ich dort auch Links und Materialien ablegen kann, welche ich aktiv im Unterricht benötige. Hierdurch wurden bereits viele Anwendungen im Voraus aussortiert. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen nutzen gerne PowerPoint oder Word , welche für mich nicht praktikabel sind, da ich hier keine Materialien interaktiv und sofort einsetzbar ablegen kann. OneNote , ein weiteres Produkt aus dem Hause Microsoft, ist mir persönlich zu unstrukturiert und unübersichtlich. Im Studium hatte ich die Anwendung für mich ausführlich getestet und den Versuch nach zwei Wochen beendet. Vorteile von TaskCards : digitale Pinnwände für alle Fälle Mit dem Einsatz von TaskCards in all meinen Klassen habe ich festgestellt, dass ich nicht nur Links und Materialien für meine Schülerinnen und Schüler dort organisiere und zur Verfügung stelle, sondern mir auch immer mehr private Pinnwände mit Material für den Unterricht und diverse Sammlungen anlege. So habe ich mir Pinnwände zu den verschiedenen Jahrgangsstufen und Sequenzen angelegt und dort mein Material sowie Links zu diversen Anwendungen und Materialien hinterlegt. Mit der Zeit habe ich zudem begonnen, die einzelnen Phasen des Unterrichts farblich hervorzuheben und die Bezüge zum Lehrplan von meinen analogen Plänen sowie unserem Curriculum mit in die Pinnwände aufzunehmen. Auf diese Weise entstand eine Struktur, welche für mich funktioniert und die ich nach wie vor noch modifiziere, sodass ich alle wichtigen Informationen und Materialien auf der jeweiligen Pinnwand für meinen Unterricht finde. Was ist TaskCards ? Bevor ich meine Methode zur Unterrichtsplanung mit TaskCards im Detail erläutere, möchte ich kurz die browserbasierte Anwendung selbst vorstellen. Vielleicht haben Sie schon einmal von Padlet oder Trello gehört? Auch bei TaskCards handelt es sich um eine digitale Pinnwand, welche kollaborativ bearbeitet wird und welche in Echtzeit synchronisiert . Im Vergleich zu den anderen beiden genannten Anwendungen ist TaskCards allerdings DSGVO-konform und das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland. Somit erfüllt dieses Tool alle schulischen Vorgaben des Datenschutzes. Für die Nutzung der Pinnwand ist eine Registrierung durch die Lehrkraft notwendig ; für die Nutzung dieser durch die Schülerinnen und Schüler dagegen nicht. Den Nutzenden stehen bei TaskCards verschiedene Preiskategorien zur Verfügung, welche von einer kostenlosen Nutzung bis zu einer Nutzung mit Schullizenz reichen. Auch diverse Medienzentren bieten ihren Lehrkräften mittlerweile einen kostenlosen Zugang an. Bei Bedarf fragen Sie einfach mal an entsprechender Stelle nach. Meine Unterrichtsplanung mit TaskCards An meiner Schule erfolgt die Planung von Unterrichtsstunden nach dem Einzelstundenmodell. Für mich persönlich hat es sich als sinnvoll erwiesen, meinen Unterricht entsprechend den einzelnen Einheiten einer jeden Sequenz zu planen. Diese können sich sowohl auf eine einzelne Schulstunde beschränken, aber auch über mehrere Stunden ziehen. Entsprechend dieser Grundlage gehe ich auch bei meiner Unterrichtsplanung mit TaskCards vor. Jede Sequenz besitzt hier eine eigene Pinnwand , welche in den entsprechenden Ordnern der jeweiligen Jahrgangsstufen abgelegt wird. Untergliedert sind die verschiedenen Pinnwände in Spalten, welche den jeweiligen Themenschwerpunkt der Einheit als Titel tragen und zur besseren Orientierung der Themengebiete in der jeweiligen Pinnwand dienen. Die einzelnen Einträge der jeweiligen Spalten erfolgen anschließend gemäß einem von mir entwickelten Farbschema: orange: Kompetenzschwerpunkt(e) der jeweiligen Einheit gelb: Verankerung im Lehrplan (hier: LehrplanPlus Bayern) weiß: Fragestellung der jeweiligen Einheit, welche gemeinsam im Unterricht erarbeitet wird grün: Einstieg rot: Erarbeitung pink: Vertiefung grau: Abschluss und Beantworten der eingangs erarbeiten Fragestellung Gemäß diesem Farbschema plane ich nun meinen Unterricht. Nach der Sichtung und Erstellung von Materialien füge ich alle in dieser Sequenz benötigten Materialien und Links den jeweiligen Pins hinzu. Auch Seiten aus dem Schulbuch und entsprechende Aufgabenstellungen werden hier vermerkt.

  • Fächerübergreifend

Cartoon der Woche: Geografieschwäche

Cartoon

Welches Bild von der Welt haben unsere Kinder nach Lockdown, Homeschooling und Reiseverbot?

  • Fächerübergreifend

Demokratie und politisches System der BRD: Klausur mit Lösungen und Bewertungsschema

Kopiervorlage

Dieses Klausurpaket zum Thema "Demokratie und politisches System in der BRD" enthält Aufgabenstellungen mit Bearbeitungshinweisen, eine Musterlösung sowie eine Punkteverteilung mit Benotungsvorgaben.Die Klausur bezieht sich auf folgende Fachinhalte: Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland Konzept der repräsentativen Demokratie am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland Konzept der direkten Demokratie mit sachlicher Beurteilung von Vor- und Nachteilen Prinzip des Föderalismus in der Bundesrepublik Deutschland und die daraus folgenden Konsequenzen für die Gesetzgebung Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten vier Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungsstufen: Sie nennen zentrale Begriffe und erklären diese, erläutern komplexe Zusammenhänge und formulieren ein begründetes Sachurteil. Die Bearbeitungszeit beträgt maximal 45 Minuten. Aus dem Schwierigkeitsgrad und dem Umfang der Antwort ergibt sich die Höhe der erreichbaren Punktzahl bei den einzelnen Aufgaben. Insgesamt können 100 Punkte vergeben werden. Die Benotung erfolgt auf der Grundlage gängiger Bewertungsvorgaben. Fachkompetenz Zur Bearbeitung der Aufgaben kennen die Schülerinnen und Schüler die Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland und ihre jeweilige Bedeutung: Demokratie, Rechtsstaat, Bundesstaat und Sozialstaat. das Konzept und die Funktionsweise einer repräsentativen Demokratie. das Konzept der direkten Demokratie und die damit verbundenen Vor- und Nachteile. das Prinzip des Föderalismus, die Umsetzung im Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Gesetzgebung: ausschließliche Gesetzgebung des Bundes, ausschließliche Gesetzgebung der Länder und konkurrierende Gesetzgebung.

  • Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Arbeitsblatt: New Work – Startklar für die Arbeitswelt der Zukunft?

Kopiervorlage

Auf dem Arbeitsblatt werden neue Arbeitsmodelle wie Home-Office und mobiles Arbeiten im Kontext von Schule und Berufswelt vorgestellt und diskutiert. Home-Office und mobiles Arbeiten ist in vielen Bereichen auch nach der Corona-Pandemie ein zentraler Bestandteil der Arbeitswelt. Welche Chancen und Risiken gibt es und welche Fähigkeiten und Kompetenzen brauchen junge Menschen für dieses neue Arbeiten – nicht nur im Berufsleben, sondern auch in der Schul- oder Studienzeit? Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen kurzen Überblick über die Entstehung des Begriffs New Work sowie der aktuellen Verbreitung neuer Arbeitsformen. Dazu müssen die Schülerinnen und Schüler wichtige Fachbegriffe ihren Definitionen zuordnen. Um New Work greifbar für die Schülerinnen und Schüler zu machen werden drei Beispiele aus der Steuerberatung vorgestellt, in denen jeweils eine moderne Arbeitsform thematisiert wird. Mit dem Rückgriff auf neue und aktuelle Unterrichtsformate wird gezeigt, inwiefern New Work auch in der Schule angewendet wird und welche Anforderungen damit an die Schülerinnen und Schüler gestellt werden. Durch die Corona-Pandemie haben sich neue Arbeitsformen in vielen Berufsfeldern durchgesetzt und werden auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Die Schülerinnen und Schüler erörtern die wichtigsten Fachbegriffe und verknüpfen diese mit ihrer Lebenswirklichkeit. Die Beispiele aus der Steuerberatung dienen zur Verbildlichung der Chancen von New Work. Die Aufgaben beinhalten vor allem gruppen- und plenumsorientierte Arbeitsphasen mit abschließender Diskussion. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, ihre eigenen Kompetenzen zu überprüfen und auch kritisch die Vor- und Nachteile von New Work zu hinterfragen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben relevante Fachbegriffe zum Thema New Work. vergleichen unterschiedliche Arbeitsmodelle in der Schule, der Berufswelt und in der Steuerberatung. analysieren ihre Fähigkeiten und Kompetenzen für das Lernen und Arbeiten in einem digitalen und mobilen Umfeld. setzen sich mit den Vor- und Nachteilen von New Work auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich darin, komplexe Sachverhalte wie die Auswirkungen der Digitalisierung, der Globalisierung, des demografischen Wandels und gesellschaftlicher und ökologischer Krisen wie des Klimawandels, Pandemien oder Kriegen auf die Arbeitswelt darzustellen. nutzen digitale Werkzeuge wie Boards für Mindmaps, um Zusammenhänge und Arbeitsergebnisse zu verdeutlichen und zu präsentieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich in Lerngruppen, um komplexe Sachverhalte zu bearbeiten. reflektieren gemeinsam mit einem Lernpartner oder einer Lernpartnerin, eigene Fähigkeiten und Kompetenzen und geben respektvoll Feedback. trainieren, eigene Standpunkte zu finden und zu begründen und kontroverse Diskussionen zu führen.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Zahlen-Suche

Rätsel & Knobeleien

Mathematisches Zahlenrätsel für Schülerinnen und Schüler, um das logische Denken zu trainieren.

  • Mathematik / Rechnen & Logik

Auf den Spuren der Verfolgten: Stolpersteine in Frankfurt

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit thematisiert die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen sowie der politisch Verfolgten während des Nationalsozialismus. Dies geschieht anhand einer Exkursion durch Frankfurt am Main und der Suche nach Stolpersteinen. Stolpersteine sind Teile unserer alltäglichen Welt, deren Präsenz wir in der Regel überhaupt nicht wahrnehmen. Zumindest so lange nicht, bis wir tatsächlich mal über einen von ihnen stolpern. Und selbst dann würdigen die wenigsten diese mit einem zweiten oder gar dritten Blick. Oder gehen so weit, sich über diesen merkwürdigen Stein und seinen Hintergrund zu informieren. Genau das soll diese Unterrichtseinheit ändern. Sie soll ihren Fokus auf eine Form der historischen Erinnerung richten, die wir oft übersehen, obwohl sie direkt zu unseren Füßen liegt. Mittels des Projekts der Stolpersteine sollen Einzelschicksale von Verfolgten aus der Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet werden, um somit einen möglichst differenzierten Überblick über die Hintergründe der Verfolgung zu gewinnen, das Gedenken an die Opfer zu wahren und Geschichte im Alltag zu entdecken und zu erfahren. Lernen am Erinnerungsort Der Nationalsozialismus und seine Opfer sind fester Bestandteil des Lehrplans beziehungsweise des Kerncurriculums für das Fach Geschichte. Die Einbindung des Projekts der Stolpersteine in den Geschichtsunterricht legt den Fokus auf die Vergegenwärtigung des nationalsozialistischen Terrors und dessen unmittelbare Folgen für die Einzelschicksale der erinnerten Personen. Was den Lernenden in abstrakter Form aus Texten und Beschreibungen aus dem Schulbuch bekannt ist, wird durch die Erfahrung von Erinnerungsorten in der direkten Umgebung nahbar. Aufgrund der lokalgeschichtlichen Ausrichtungen des Projekts der Stolpersteine wird die überaus komplexe Thematik der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von Minderheiten während der Zeit des Nationalsozialismus konkretisiert und ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen leichteren Zugang. Rücksicht auf Diversität der Opfergruppen Das Projekt der Stolpersteine ist darüber hinaus darum bemüht, der Diversität der Opfergruppen des nationalsozialistischen Terrors Rechnung zu tragen: Neben dem Einzelschicksal von Jüdinnen und Juden können auch die Einzelschicksale von Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen sowie politisch Verfolgten näher betrachtet werden. Geschichtsbewusstsein: Vergangenheits- und Erinnerungsbezug im Rahmen zeitgemäßer Erinnerungskultur Die Schülerinnen und Schüler bilden somit ein differenziertes Geschichtsbewusstsein aus, in welchem Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen Berücksichtigung finden. Hiervon ableitbar ist sodann die gesamtgesellschaftliche Verantwortung des Mahnens und Erinnerns im Sinne einer kollektiven Erinnerungskultur . Das Projekt der Stolpersteine leistet ergo einen elementaren Beitrag zur Demokratieerziehung , die nach wie vor das Fundament unserer Gesellschaft darstellt. Projektkonzeption und -durchführung Die Lehrkraft übernimmt in dieser Unterrichtseinheit nur eine anleitende und kontrollierende Funktion. Der Großteil der Umsetzung ist den Lernenden überlassen. Sie formen Teams und planen ihre eigene Route. An dieser Stelle ist eine Absprache mit der Lehrkraft sinnvoll, um sicherzugehen, dass eine Strecke gewählt wird, auf der auch Stolpersteine zu finden sind. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich vor, führen ihre Exkursion selbstständig durch und dokumentieren dabei ihre Funde, sodass sie diese später recherchieren können. Ihre Ergebnisse teilen sie anschließend auf TaskCards mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Ergebnisse, Erfahrungen und persönlichen Eindrücke werden in der darauffolgenden Unterrichtsstunde im Plenum mit der Lehrkraft besprochen und diskutiert. Da bei der Durchführung ein hohes Maß an Selbstständigkeit vorausgesetzt wird und die Lernenden die Stadt ohne Beaufsichtigung durch die Lehrkraft erkunden, ist diese Einheit für die Oberstufe geeignet. Das Fotografieren der gefundenen Stolpersteine dient der Kontrolle, um sicherzugehen, dass die Lernenden tatsächlich die Exkursion durchgeführt haben. Die Länge der Einheit kann variieren und ist davon abhängig, auf welche Weise das Sammeln und die Präsentation der Ergebnisse erfolgen. Es ist zu empfehlen, das Zusammentragen der Ergebnisse in dieser Einheit mithilfe von TaskCards durchzuführen. Dadurch ist ein einfaches, gebündeltes und übersichtliches Sammeln der Ergebnisse möglich. Die Teams können gemeinsam und parallel von zuhause aus ihre Recherche durchführen, hochladen und die Fortschritte der anderen Teams ansehen und kommentieren. Die Einheit kann somit sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht ohne größere Abänderungen durchgeführt werden. (Selbstverständlich sind jedoch auch andere Optionen der Ergebnissicherung wie Kurzpräsentationen mit PowerPoint als Alternative denkbar.) Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erleben Geschichte in ihrer näheren/unmittelbaren Umgebung. beschäftigen sich mit den Einzelschicksalen von Verfolgten während des Nationalsozialismus und setzen sich mit der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung dieser Minderheiten auseinander. lernen eine Form der Erinnerungskultur kennen, die in den Alltag integriert ist. informieren sich über das Projekt der Stolpersteine. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kreieren ihre Route mit Google Maps. recherchieren Informationen im Internet und nutzen Online-Quellen zielgerichtet. tragen ihre Rechercheergebnisse zusammen mit den Fotos der Exkursion bei TaskCards ein und teilen diese mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Zweierteams. bearbeiten den Arbeitsauftrag selbstständig und führen die Exkursion größtenteils in Eigenregie durch. präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. interagieren auf TaskCards mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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