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Aufbau und Funktionsweise des Elektromotors

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Physik der Klasse 10 thematisiert die Umwandlung elektrischer Energie in Bewegung. Schrittweise entdecken die Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen Magnetismus, Elektromagnetismus und Motorfunktion. Durch Experimente und anschauliche Aufgaben erforschen sie, wie elektrische Energie genutzt wird, um Bewegung zu erzeugen, und erkennen die Bedeutung des Elektromotors für technische Entwicklungen. Die Unterrichtseinheit "Ohne Motor läuft nichts: Motortyp Elektromotor" führt die Schülerinnen und Schüler mittels drei aufeinander aufbauender Arbeitsblätter in das Themenfeld Elektromotoren ein. Zum Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler in der ersten konzipierten Stunde mit dem Thema Magnetismus in ihrer Lebenswelt abgeholt. Dabei arbeiten sie sowohl einzeln als auch in Zweier-Konstellationen sowie in Kleingruppen. Es bleibt demnach viel Raum zum Durchführen eigener Versuche und zum Herleiten eigener Erkenntnisse. Das Thema Magnetismus wird anschließend vertieft und leitet in der zweiten Stunde zum Elektromagnetismus über. Hier findet unter anderem auch eine intensive Einbindung der Frage statt: Welche Bedeutung haben Elektromotoren in unserem und für unseren Alltag? Beide Stunden aktivieren die Schülerinnen und Schüler durch mehrere Versuche und nehmen so eventuelle Berührungsängste mit dem Thema Elektrik. Die dritte konzipierte Stunde schließlich eignet sich vor allem für Schülerinnen und Schüler, die bereits ein vertieftes Interesse an der Materie zeigen oder sich durch besondere Vorkenntnisse auszeichnen. Hier wird eine spezielle Art von Elektromotoren, nämlich der Drehfeld-Elektromotor, vertieft. Auch ist hier das verwendete Vokabular bereits deutlich spezialisierter. Um sich dem für Schülerinnen und Schüler doch recht komplexen Thema Elektromotor langsam anzunähern, beginnt die Unterrichtseinheit mit dem Thema Magnetismus. Dieses ist den Schülerinnen und Schülern aus der eigenen Lebenswelt bekannt und mit dem vorhandenen Wissenshorizont gut erfassbar. Weiterhin liefert es Möglichkeiten für anschauliche Experimente. So werden mittels eines Versuchs Magnetfeldlinien sichtbar gemacht – ein leicht durchzuführendes Experiment, das sehr gut visualisiert und an das sich weiterführende Versuche anschließen lassen. Es erfolgt im Anschluss der Transfer vom Permanent- zum Elektromagneten. Dies geschieht mit einem weiteren Experiment, das dazu geeignet ist, eventuelle Berührungsängste mit dem Thema Elektrizität abzubauen. Als Arbeitsformen schlägt die Unterrichtseinheit sowohl Paar- als auch Kleingruppenarbeit vor. Die Lehrkraft übernimmt Einleitung, Abschluss und eventuell eine Hinführung zur Thematik, nimmt sich dann aber weitestgehend zurück. In einem nächsten Schritt wird anschließend der Elektromotor – eine Kombination aus Permanent- und Elektromagneten – beschrieben. Für den Einstieg werden die Lernenden erneut in ihrer eigenen Lebenswelt abgeholt, indem sie benennen, an welchen Stellen sich in einem Kraftfahrzeug Elektromotoren befinden. Anschließend erfolgt die Einbindung eines Films. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dann die Aufgabe, wesentliche Informationen aus dem Film herauszuarbeiten. Hier wird von ihnen ein Transfer vom Magnetismus hin zum Elektromagnetismus verlangt. Arbeitsblatt 3 schlägt thematisch einen Bogen hin zu einem speziellen Typus von Elektromotoren, nämlich dem Drehfeld-Elektromotor. Es richtet sich damit gezielt an Schülerinnen und Schüler, die entweder bereits über Vorkenntnisse verfügen, oder die sich durch eine besonders hohe Auffassungsgabe hervortun. Es ist somit für eine mögliche Differenzierung bestens geeignet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler festigen die Kenntnisse der Grundgesetze des Magnetismus. lernen Aufbau und Funktionsweise eines Elektromotors kennen. vertiefen ihre Kenntnisse über Elektromotoren anhand der detaillierten Beschäftigung mit dem Drehfeld-Elektromotor. erleben die wichtige Rolle von Sorgfalt, Präzision und Beobachtungsgabe bei der Durchführung von Versuchen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren die Recherche in und mit Online-Medien. üben sich darin, relevante Informationen aus Medien herauszufiltern und zu verwerten. leiten aus Medienquellen Informationen ab und kombinieren sie mit bereits vorhandenem Wissen zu Wissenstransfers. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren das Arbeiten in Zweierteams beziehungsweise in Gruppenkonstellationen. erfahren, wie man sich im Team komplexen Aufgabenstellungen nähern kann.

  • Physik
  • Sekundarstufe I

Materialgestütztes Schreiben

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 11–12 führt die Schülerinnen und Schüler in die Aufsatzform des materialgestützten Schreibens ein. Zum Thema Energiewende und Klimawandel als Aufgabe und Herausforderung für das Handwerk üben sie wissenschaftliches Argumentieren und Schreiben. Dabei stehen den Lernenden eine Auswahl an Textgrundlagen, Formulierungshilfen sowie ein Erwartungshorizont und ein konkreter Situationsbezug als Aufgabenstellung zur Verfügung. Die Einheit kann auch zur Abiturvorbereitung eingesetzt werden. Als Vorbereitung auf Haus- oder Facharbeiten in Schule, Ausbildung oder Studium ist Lerngegenstand im Deutsch-Unterricht der Oberstufe das Erlernen materialgestützten Schreibens, oder anders ausgedrückt, des wissenschaftlichen Schreibens. Dieses Unterrichtsmaterial bietet Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 11 oder 12 eine Anwendungsmöglichkeit des Erlernten. Dabei steht den Lernenden eine interessante Ausgangssituation zur Verfügung, die es sich zum Ziel setzt, mithilfe ausgewählter Texte und Linkvorschläge eine Grundlage zum Verfassen eines Vortragstextes für eine Schulveranstaltung zu schaffen. Der Vortrag, der auch tatsächlich an einer Schulveranstaltung gehalten werden könnte, soll sich dabei an Mitschülerinnen und -schüler, Lehrkräfte, Eltern und regionale Politikerinnen und Politiker richten. Die Grundlage zeichnet sich durch verschiedene Texte und Textsorten sowie weiterführende Links aus. Des Weiteren werden Formulierungshilfen mit angegeben; ein Erwartungshorizont rundet das Material ab. Häufig werden im Rahmen dieses Lehrplanthemas höchst theoretische, weit von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler entfernte Themen zum Üben des materialgestützten Schreibens verwendet. Dieses Material soll daher ein Thema in den Mittelpunkt und in die Diskussion rücken, das aktuell in fast allen Gesellschaftsbereichen vorherrschend ist: der Klimawandel und die damit verbundene Notwendigkeit des klima- und umweltfreundlichen Handelns. Im Fokus steht dabei der Aspekt "Die Energiewende und der Klimawandel als Aufgabe und Herausforderung im Handwerk". Der Themenkreis "Energie- und Klimawende" wird in zahlreichen schulischen Kontexten berührt. Außen vor gelassen wird dabei allzu häufig, dass handwerkliche Leistungen für das Gelingen dieser Wende entscheidend sind. Insofern erlaubt und ermöglicht eine Betrachtung dieses Zusammenhangs im Kontext wissenschaftlichen Schreiben in der Oberstufe einen neuen und besonders relevanten Blick auf die Gesamtthematik. Aktualitätsbezug und Lehrpläne Die Energiewende, der Klima- und Umweltschutz, das Ressourcen sparende Leben und Wirtschaften – kein Gesellschaftsbereich kommt mehr an diesen Themen vorbei. Schülerinnen und Schüler begegnen dieser gesamtgesellschaftlichen und bedeutsamen Aufgabe zuhause, in der Schule, auf dem Weg zu und von der Schule oder in der Freizeit. Daher ist es sinnvoll, diese Thematik auch in der Schule zu behandeln. Die Lehrpläne haben in den meisten Fächern bereits seit Jahren Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit in irgendeiner Weise integriert, individuell können die Themen durch Aktualitäts- und Lerngruppenbezug in den Unterricht geholt werden. Das vorliegende Material integriert den Aspekt der nachhaltigen Gesellschaft in das Lehrplanthema des Faches Deutsch "materialgestütztes Schreiben", auch "wissenschaftliches Schreiben" genannt, das klassischerweise in der elften oder zwölften Klasse als Vorbereitung auf Fach- oder Hausarbeiten behandelt wird. In diesem Rahmen lernen Schülerinnen und Schüler, Texte und Textsorten (in allen Medienformaten) hinsichtlich ihres relevanten und verwertbaren Gehalts einzuschätzen, die für die eigene Aufgabenstellung oder These benötigten Materialien zu beschaffen und zu organisieren und diese strategisch sinnvoll und in eigenen Worten beziehungsweise mit korrekter Zitier- und Belegtechnik in einem Text zusammenzuführen. Dabei gilt es, den spezifischen Textaufbau sowie eine wissenschaftliche Sprache und die Schritte von der Idee bis zur Abgabe des Schülerprodukts zu kennen und zu beachten. Schülerinnen und Schülern fällt dies erfahrungsgemäß zunächst sehr schwer, wenn sie erstmals mit der Komplexität dieser Form des Schreibens konfrontiert sind. Viele Übungsanlässe können hier aber zielführend sein. Das bietet dieses Übungsmaterial Das Material bietet diesen Übungsanlass. Vorkenntnisse sind hierbei notwendig, denn den Schülerinnen und Schülern muss bekannt sein, wie ein Vortrag aufgebaut ist, wie man korrekt zitiert und wie man strategisch an die Bearbeitung des materialgestützten Schreibens geht. Die Materialien dieser Übung umfassen verschiedene Textsorten – sowohl in Print- als auch in Digitalversion – , eine Statistik, diverse Quellen und weiterführende Links. Im Sinne der Binnendifferenzierung bietet es sich an, die einzelnen Textmaterialien als Grundanforderung, zusätzliche ausgewiesene Links als Medium-Niveau und eine zuzügliche freie Eigenrecherche für Fortgeschrittene zu nutzen. Medienkompetenzbereiche der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" werden hier expliziert angesprochen. Thematisch untergliedern sich die Texte in: Was ist die Energiewende? Handwerkliche Berufe in der Energiewende Auszubildenden- und Fachkräftemangel – eine Gefahr / ein Problem für die Energiewende Wie lässt sich die Attraktivität von handwerklichen "Klimaberufen" steigern? Energiewende im Handwerk allgemein. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schreiben kriterienorientiert und materialgestützt einen Vortrag zum Thema "Energiewende und Klimaschutz als Aufgabe und Herausforderung für das Handwerk". wenden die Kriterien hinsichtlich Vorgehen/Management, Aufbau, Struktur, Inhalt, Belegtechnik und Sprache im Rahmen des wissenschaftlichen/materialgestützten Schreibens an. schreiben gänzlich (oder nahezu) fehlerfrei und der Textsorte sprachlich angemessen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren aufgabenspezifisch gelenkt und/oder frei im Internet. können Rechercheergebnisse hinsichtlich ihrer Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Brauchbarkeit in freien Internetrecherchen einschätzen. wahren das Urheberrecht von Internetquellen durch entsprechende Zitiertechniken. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten ergebnisorientiert in Einzel- oder Paararbeit. geben sich kriterienorientiert Rückmeldung zu Schülerprodukten.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Kolumbus' Westexpedition 1492 – ein Erfolg?

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Die Unterrichtseinheit zu Kolumbus' Westexpedition 1492 führt an das Thema "Entdeckung und Eroberung Amerikas durch die Europäerinnen und Europäer" heran. Die Lernenden werden für die Bedeutung des eurozentrischen Weltbildes sowie wirtschaftlicher und politischer Machtziele bereits bei der ersten Westexpedition sensibilisiert. In der Unterrichtseinheit "Kolumbus' Westexpedition 1492 – ein Erfolg?" gewinnen die Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die politische Situation im Jahr 1492, die Motive der Beteiligten und die technischen Voraussetzungen einer Westexpedition. Zunächst setzen sich die Lernenden in Gruppenarbeit mit den Ausgangsvoraussetzungen der Westexpedition auseinander. Sie analysieren die politische Situation in Spanien vor 1492. Dies umfasst die "Reconquista", also die Verdrängung der muslimischen Herrschaft aus Spanien durch Königin Isabella und König Ferdinand, und das Konglomerat politischer, wirtschaftlicher und religiöser Ziele des spanischen Königspaares. Sie zielten darauf ab, ihre Macht zu erweitern, den Handel mit Luxusgütern voranzutreiben und den Islam weiter zurückzudrängen. Anschließend lernen die Schülerinnen und Schüler technische Voraussetzungen der Hochsee-Schifffahrt kennen, die im 15. Jahrhundert entwickelt wurden. In einer weiteren Unterrichtsstunde werden die Motive und Absichten der an der Westexpedition beteiligten Personen thematisiert. Zum Tragen kommen nicht nur die Ziele der spanischen Krone sowie die persönlichen Ziele von Christoph Kolumbus, sondern auch die Perspektive der indigenen Bevölkerung Amerikas. Diskutiert werden soll in dieser Unterrichtseinheit für das Fach Geschichte vor allem, ob die Westexpedition 1492 als Erfolg gewertet werden kann. Hierzu müssen zwangsläufig unterschiedliche Blickwinkel herangezogen werden. Ergänzend zur Unterrichtseinheit können die interaktiven Übungen "Christoph Kolumbus' Westexpedition" genutzt werden. Sie schließen sich an die Aufgaben auf den Arbeitsblättern an und können ideal als Wiederholungsübungen genutzt werden, die die Schülerinnen und Schüler eigenständig bearbeiten können. Das Thema "Kolumbus' Westexpedition" im Unterricht Aus fachwissenschaftlicher Perspektive war die Entdeckung Amerikas durch die Menschen aus Europa Weichenstellung für die Geschichte Amerikas, aber auch für die Entwicklungen in Europa. Zugleich markiert sie zusammen mit anderen Zeichen eine Epochenwende. Aufgrund der unter anderem technischen Voraussetzungen in Europa waren Expeditionen nach Übersee wohl unvermeidlich. Die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler betrifft dieses bedeutsame Thema im Geschichtsunterricht insofern, dass das eurozentrische Weltbild nach wie vor eine Rolle spielt und der interkulturellen Verständigung im Weg stehen kann. In der Begegnung mit moderner Migration entwickeln die Schülerinnen und Schüler Verständnis für fremde Kulturen und lernen auch das kritische Hinterfragen des eigenen Standpunkts. Die "Entdeckungsfahrten" bieten hierzu geeignete Denkanstöße. Vorkenntnisse Die Lerngruppe sollte das Leben im Mittelalter und dessen Weltbild kennen gelernt haben. Gegebenenfalls wäre es auch hilfreich, wenn sie – zum Beispiel im Zusammenhang mit den Kreuzzügen – bereits Kenntnisse über die geografischen Kenntnisse dieser Zeit und eine zeitgenössische "Weltkarte" gewonnen hätte. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass historisch Handlungen, wie die Westexpedition des Kolumbus, in einem multikausalen Geflecht verankert sind. Dabei haben sowohl Interessen wie auch Technik, aber auch persönlichen Ziele der beteiligten Personen und Interessengruppen ihren Platz. Das (An-)Erkennen von Multikausalität ist ein wichtiger Schritt zu einem abgewogenen Urteil und steht monokausalen, dogmatischen Ursachenzuweisungen entgegen. Methodische Analyse Im Wechsel von Textarbeit und kreativen Elementen (Erstellung einer Spielszene), moderiertem Unterrichtsgespräch und freier Diskussion haben die beiden Stunden eine abwechslungsreiche Struktur und ausreichend große Zeitblöcke für Erarbeitung und Sicherung. Die Sicherungsphasen sind jeweils zweigeteilt, um sowohl die Präsentation als auch die Sicherung im Plenum zu ermöglichen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Voraussetzungen, Ziele und Ergebnisse von Kolumbus' Westexpedition aus den Materialien. weisen die Inhalte der Texte verschiedenen Aspekten zu. erarbeiten multikausale und multiperspektivische Zusammenhänge. bewerten Kolumbus' Westexpedition aus verschiedenen Perspektiven und multikausal. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Sachtexten und an Quellenmaterialien. dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse. wählen verschiedene Formen der Präsentation. setzen dabei unter gegebenen Voraussetzungen digitale Medien ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Gruppen. diskutieren sachbezogen und argumentativ.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Einführung in das Erörtern – Aufbau und Schreiben einer Erörterung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler, was eine Erörterung ist, wie sie aufgebaut wird und wie man überzeugend argumentiert. Ziel ist es, eigene Meinungen logisch, strukturiert und mit passenden Beispielen zu vertreten. Die Unterrichtseinheit "Einführung in das Erörtern – Aufbau und Schreiben einer Erörterung" vermittelt den Schülerinnen und Schülern wichtige Fähigkeiten des argumentativen Schreibens. Sie lernen, was eine Erörterung ist, wie sie aufgebaut wird und wie man durch logisch aufgebaute Argumente andere überzeugen kann. Schwerpunkte sind der Aufbau mit Einleitung, Hauptteil und Schluss, die Strukturierung von Gedanken sowie die sprachlich korrekte und sachliche Ausdrucksweise. Daneben wird das richtige Anordnen von Argumenten geübt ("These – Begründung – Beispiel"), um einen klaren roten Faden im Text zu gewährleisten. Durch praxisnahe Aufgaben, wie das Ordnen durcheinander gebrachter Textteile einer Erörterung oder das Schreiben einer eigenen Mini-Erörterung, wird das theoretische Wissen direkt angewendet. Zielsetzung der Einheit ist es, die Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, die Grundstruktur einer Erörterung zu erkennen und anzuwenden und ihre Meinung zu einem Thema begründet, logisch und überzeugend zu formulieren. Sie sollen ebenfalls lernen, Argumente kritisch zu hinterfragen, zu bewerten und zu einer eigenen, klaren Position zu gelangen. Die Lernenden entwickeln ihre Schreib-, Denk- und Urteilskompetenz weiter. Sie üben, Texte zu strukturieren, Argumente zu formulieren und diese sprachlich präzise auszudrücken. So lernen sie, eigene Standpunkte sicher zu vertreten, Argumente zu prüfen und Texte gezielt zu strukturieren. Dies sind wichtige Kompetenzen, die auch im Alltag und Berufsleben von Bedeutung sind, weil sie helfen, Meinungen klar und sachlich zu vertreten sowie Entscheidungen begründet zu treffen. Die Unterrichtseinheit ist für die Entwicklung grundlegender sprachlicher und argumentativer Kompetenzen im Deutschunterricht zentral. Das Thema "Sollte die Nutzung von Handys in der Schule erlaubt sein?" (alternativ: weitere schülernahe Themen) besitzt eine hohe Relevanz, da es direkt den (Schul-)Alltag der Lernenden betrifft und sie motiviert, sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dadurch werden sowohl Schreibkompetenz und kritisches Denken als auch die Fähigkeit gefördert, eigene Standpunkte strukturiert, logisch und überzeugend zu vertreten. Das Unterrichtsmaterial ist aufeinander aufbauend gestaltet: Die ersten Arbeitsblätter (1 und 2) führen in das Thema ein, erläutern den Aufbau und die einzelnen Bestandteile einer Erörterung und vermitteln zentrale Merkmale dieser Textform. Übungen wie "Richtig oder falsch?" oder das eigenständige Formulieren von Thesen und Argumenten ermöglichen eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und dienen der Selbstüberprüfung. Arbeitsblatt 3 vertieft das Argumentationsverständnis, unterstützt beim Erkennen, Strukturieren und Begründen von Argumenten und leitet Schritt für Schritt zum selbstständigen Schreiben (Arbeitsblatt 4) einer eigenen Erörterung über. Eine Checkliste dient als Strukturhilfe und zur Orientierung. Methodisch kombiniert die Einheit Plenumsdiskussionen, Paar- und Gruppenarbeit sowie angeleitete Einzelarbeit. Neben den fachlichen Kompetenzen werden auch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, kritisches Denken und Selbstreflexion gestärkt. Insgesamt fördert die Unterrichtseinheit die Fähigkeit, sich differenziert mit Themen auseinanderzusetzen und diese sprachlich präzise darzustellen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Merkmale und den Aufbau einer Erörterung (Einleitung, Hauptteil, Schluss) und können diese anwenden. formulieren überzeugende Argumente mit Behauptung, Begründung und Beispiel. verfassen eigenständig eine strukturierte Mini-Erörterung zu einem vorgegebenen Thema. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt Informationen im Internet, um Argumente zu belegen und kritisch zu reflektieren. beteiligen sich verantwortungsvoll an digitalen Diskussionen und üben, sachlich und respektvoll zu argumentieren. erkennen Risiken digitaler Kommunikation (zum Beispiel Fake News, Manipulation). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich in Paar- oder Gruppenarbeit über Argumente und Standpunkte aus und reflektieren unterschiedliche Perspektiven. respektieren andere Meinungen und üben sich in konstruktiver Kritik bei der gemeinsamen Textarbeit. präsentieren und diskutieren ihre Ergebnisse im Plenum und fördern so ihre Kommunikationsfähigkeit.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Mehrwegsysteme – Rettung vor dem Verpackungsmüll?

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Themenbereich "Umweltschutz und Nachhaltigkeit" setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Mehrwegsysteme als mögliche Lösung für die Müllproblematik. Der zunehmende Verpackungsmüll ruft nach Lösungen. Wie aber könnten diese aussehen? Neueste, höchst ökologisch erscheinende Verpackungsmaterialien stehen schon wieder in der Kritik. Selbst der ökologische Vorteil der Glasflasche gegenüber Plastikbehältern wird in neuesten Studien angezweifelt. In dieser Unterrichtseinheit suchen die Schülerinnen und Schüler nach Antworten und Lösungsansätzen.Insbesondere die Vermüllung der Weltmeere, Plastik im Bauch von Fischen und Meeressäugern sowie die Bilder von deutschen Müllexporten haben inzwischen auch die Öffentlichkeit und die Politik alarmiert. Der boomende Internethandel, die zunehmende Mehrfachverpackung von Waren und die abnehmende Mehrwegquote werden den Anfall von Plastik- und Verpackungsmüll weiter steigern. Und gerade Jugendliche genießen die Vorteile von Internetbestellungen und Frei-Haus-Lieferungen in besonderem Maße. Will man diese Werthaltung aufbrechen, muss man einerseits ein Bewusstsein für die Müllproblematik schaffen, gleichzeitig aber auch Lösungen aufzeigen, wie die Probleme lösbar wären. Reine Appelle und aktuelle Betroffenheit verpuffen in der Regel schnell. Die Unterrichtseinheit "Mehrwegsysteme - Rettung vor dem Verpackungsmüll?" möchte daher den Schülerinnen und Schülern die Probleme bei der Wiedereinführung von Mehr- und Pfandsystemen ganz realistisch aufzeigen und sie dazu auch in die Rolle der handelnden Akteure hineinstellen, um sie zu begründeten Meinungen aber auch praktischen Problemlösungskompetenzen hinzuführen. Dazu dienen mehrere methodisch variierende Lernrunden mit ausgeprägter Schülerselbsttätigkeit, die von Recherchen, der Erarbeitung von praktischen Lösungsvorschlägen und deren Präsentation über Mitschülerbefragungen bis hin zu Aktionen außerhalb des Lernorts Schule führen. Intention der Unterrichtseinheit "Mehrwegsysteme - Rettung vor dem Verpackungsmüll?" Die Menschheit ist gerade auf bestem Wege, ihren Heimatplaneten Erde schwerwiegend und nachhaltig zu schädigen. Dies geschieht auf vielfältige Weise - in nicht geringem Umfang auch durch Verpackungsabfälle, vor allem aus Plastik. Schon heute schwimmen in den Weltmeeren mehrere riesige Plastikstrudel. Nicht nur die Meere, sondern auch das Trinkwasser sind bereits durch Mikroplastik verunreinigt. Dies tötet nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern birgt auch enorme gesundheitliche Risiken für den Menschen. Da es nach Aussagen aller ernst zu nehmenden Wissenschaftler bei diesem Selbstzerstörungsprozess der Menschheit bereits "5 nach 12" ist, gilt es, die Menschen aufzurütteln, eine Trendwende einzuleiten. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Kinder und Jugendlichen, die später auf diesem Planeten leben müssen. Deren emotionale Betroffenheit, die sich aktuell am augenscheinlichsten in den weltweiten Freitagsdemonstrationen von Tausenden von Schülerinnen und Schülern zeigt, würde aber ergebnislos verpuffen, wenn man den Jugendlich nicht zugleich Denkmodelle für reale Problemlösungen an die Hand gibt und ihnen politische Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigt. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit stehen daher die selbstständige Erarbeitung der aktuellen Gesetzeslage und die eigenständige Entwicklung von Werthaltungen und Lösungsvorschlägen für Verpackungsmüllprobleme. Eine Befragung von Mitschülerinnen und Mitschülern soll die Lernenden mit der real vorfindlichen Bereitschaft der Menschen zu eigenen Verhaltensänderungen konfrontieren, was zugleich zur Reflexion eigener Einstellungen und Verhaltensmuster führt. Abschließend werden die Schülerinnen und Schüler zur Erprobung praktischer Umweltaktionen ermuntert, um ihnen beispielhaft die Möglichkeit politischer und gesellschaftlicher Artikulationsformen aufzuzeigen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die wichtigsten Einweg-, Mehrweg- und Pfandlabel unterschieden und erklären. können sich selbst und andere über die Neuerungen des deutschen Verpackungsgesetzes von 2019 und die aktuellen EU-Initiativen zur Verpackungsmüllreduktion informieren. können Problemstellungen bei der Einführung von Mehrwegsystemen benennen und Lösungsvorschläge hierzu vortragen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können zielgerichtet im Internet recherchieren sowie Videoclips im Netz aufrufen, analysieren und bewerten. können Online-Abstimmungen mit GoogleDocs erstellen, durchführen und deren Ergebnisse präsentieren. können eigene Vorträge und Präsentationen mit Medien visualisieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in einer Gruppe zielgerecht Informationen auswerten, aufbereiten und in eine Präsentation umsetzen. können im Team adressatenadäquat präsentieren. können sich in unterschiedlichen Kommunikationssituationen behaupten und konstruktiv in die Gruppenarbeit einbringen.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Allergien in der Pflege

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wenn das Immunsystem überreagiert und Abwehrstoffe gegen harmlose Stoffe aus der Umwelt bildet, entstehen allergische Reaktionen, die von mild bis lebensbedrohlich reichen können. Für Fachkräfte ist es essenziell, Allergien zu erkennen, richtig einzuordnen und angemessen zu reagieren. Diese Unterrichtseinheit vermittelt umfassendes Fachwissen über die fünf wichtigsten Allergie-Typen: Lebensmittelallergien (Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Soja, Weizen, Nüsse), Inhalationsallergien (Heuschnupfen, Asthma), Insektengiftallergien, Kontaktallergien (Nickel, Duft- und Konservierungsstoffe) und Medikamentenallergien. Die Lernenden verstehen die biologischen Hintergründe, wie die Sensibilisierungsphase und die Rolle von Mastzellen und Histamin und lernen, Symptome richtig zu deuten. Ein zentraler Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen echten Allergien und Pseudoallergien sowie auf der Erkennung von Notfallsituationen wie dem anaphylaktischen Schock. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Handreichung und Arbeitsblättern mit praxisnahen Aufgaben werden die Lernenden befähigt, Allergien in der Praxis zu managen. Sie lernen, Beobachtungsprotokolle zu führen, mit Angehörigen oder den Patientinnen und Patienten zu kommunizieren und präventive Maßnahmen umzusetzen – von der Meidung von Allergenen über Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zur Unterstützung bei Notfällen. Lernvoraussetzungen und Differenzierung Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich sind. Grundwissen über das Immunsystem kann förderlich sein, wird aber durch die Handreichung verständlich vermittelt. Die Variation zwischen Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit sowie die Kombination kognitiver Aufgaben (Wahr-Falsch-Aufgaben auf Arbeitsblatt 2) und aktiver Methoden (Rollenspiele mit realistischen Szenarien) ermöglicht Differenzierung. Die Aufgaben auf Arbeitsblatt 3 sprechen gezielt Reflexionsfähigkeit an und ermöglichen heterogenen Lerngruppen, auf unterschiedlichen Niveaus zu arbeiten. Methodische Gestaltung Der Unterricht folgt einem bewährten Aufbau: Nach einem ruhigen Einstieg in Einzelarbeit (Handreichung lesen) erfolgt die Erarbeitung in Einzel- oder Paararbeit mit Arbeitsblatt 2, das Fachwissen durch Wahr-Falsch-Aussagen überprüft und vertieft. Die Vertiefungsphase nutzt Rollenspiele mit der Kartenmethode, um realistische Szenarien durchzuspielen – etwa die Kommunikation mit Eltern, die noch Deutsch lernen, oder die Reaktion auf beratungsresistente Sorgeberechtigte. Dies fördert Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Handlungssicherheit. Die Sicherungsphase im Plenum ermöglicht Erfahrungsaustausch und Reflexion über eigene Praxisroutinen. Fachliche Tiefe und Praxistransfer Die Unterrichtseinheit bietet einen detaillierten Überblick über Allergie-Entstehung, Symptomatik und Managementstrategien. Besonders hervorzuheben ist die explizite Thematisierung von Notfallsituationen (anaphylaktischer Schock) mit konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Handreichung enthält praktische Tipps für alle Allergie-Typen – von Beobachtungsprotokollen über Lebensmittel-Symptom-Tagebücher bis zu konkreten Präventionstipps (Pollenflugkalender, Allergene meiden, Hygiene). Dies unterstützt die sichere Umsetzung in der Praxis und trägt zur Gesundheit und Sicherheit aller Betreuten bei. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen die biologischen Grundlagen von Allergien: Sensibilisierungsphase, Rolle von Mastzellen, Histamin und Antikörpern und können diese erklären. kennen die fünf wichtigsten Allergie-Typen (Lebensmittel-, Inhalations-, Insektengift-, Kontakt- und Medikamentenallergien) mit ihren typischen Auslösern, Symptomen und Unterschieden zu Pseudoallergien. erkennen Notfallsituationen wie den anaphylaktischen Schock und können Erste-Hilfe-Maßnahmen sicher durchführen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt zu Allergien und Allergenen und nutzen Informationsquellen wie Pollenflugkalender und medizinische Ratgeber kritisch. dokumentieren Beobachtungen systematisch, etwa in Lebensmittel-Symptom-Tagebüchern und können diese Daten zur Diagnose nutzen. nutzen digitale und analoge Materialien (Handreichung, Arbeitsblätter, externe Links) zur Vertiefung ihres Wissens. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre eigenen Erfahrungen mit Allergien und können diese mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Eltern offen und sachlich austauschen. kommunizieren professionell mit Eltern und Sorgeberechtigten, auch in herausfordernden Situationen und können komplexe medizinische Inhalte verständlich vermitteln. arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit und unterstützen sich gegenseitig durch Rollenspiele und Diskussionen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Haarwaschmittel chemisch erforschen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Chemie der Klasse 10 vermittelt zentrale Kenntnisse zu Lösungen, Löslichkeit und Struktur-Eigenschafts-Beziehungen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die chemische Struktur und Wirkung von Haarwaschmittel kennen, analysieren deren reinigungswirkung und stellen ein eigenes Haarshampoo her. Dabei wird das Konzept der Wasserstoffbrückenbindungen anschaulich vermittelt und handlungsorientiert erfahrbar. Diese Unterrichtseinheit kann in den Rahmenlehrplan der Sekundarstufe I eingeordnet werden. Thematisch orientiert sie sich dabei an einem sehr alltagsbezogenen Thema, das aus keinem Haushalt wegzudenken ist: den Tensiden. Besonderes Augenmerk wird auf die chemische Struktur und die damit verbundenen Eigenschaften gelegt, wodurch die Schülerinnen und Schüler die Anwendung des Struktur-Eigenschafts-Konzepts kennenlernen. Die Herabsetzung der Oberflächenspannung durch waschaktive Substanzen wird dabei ebenfalls im Detail untersucht. In Bezug auf die chemische Praxis wird ein Haarshampoo selbst hergestellt. Vor allem spielen hier die Zusammensetzung und die Haltbarkeit eines Shampoos eine wichtige Rolle. Bei Bedarf kann an dieser Stelle auch die Parallele zur Seifenlösung gezogen werden und ein Vergleich der Eigenschaften hinsichtlich der Vor- und Nachteile stattfinden. Zuletzt wird in einer weiterführenden, fächerübergreifenden Aufgabenstellung die Vermarktung eines solchen eigenen Shampoos bearbeitet und innerhalb der Klasse diskutiert. Dabei wird auf die Grundlagen des Marketings eingegangen und das Zusammenarbeiten in einer Gruppe sowie die Verteilung der Aufgaben geübt. In einigen Aufgabenstellungen wird die eigene Recherchefähigkeit entwickelt und verbessert, aber auch die Fähigkeit zur reflektierten Recherche im Internet geschult. Das Thema Tenside ist vor allem daher relevant, da sie neben der Nutzung in der Kosmetikindustrie ein breit gefächertes Anwendungsspektrum aufweisen und aus dem Alltag eines jeden Menschen nicht mehr wegzudenken sind. Diese Thematik sollte in den Schulunterricht eingebunden werden, um einen Alltagsbezug herzustellen und somit das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Die Unterrichtseinheit ist ideal für den Chemie-Unterricht der Sekundarstufe I geeignet. Sie kann im Anschluss an das Themengebiet "Ester – Vielfalt der Produkte aus Alkoholen und Säuren" behandelt werden und bezieht sich dabei vor allem auf die Rahmenlehrpläne der Länder Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die Einheit bietet ebenso fächerübergreifende Aspekte und könnte teilweise als Exkurs im Fach Wirtschaft eingesetzt werden. Das Themengebiet Säuren und Laugen sollten die Schülerinnen und Schüler zuvor bereits kennengelernt haben. Außerdem sollte für die Bearbeitung der Aufgaben ein gewisses chemisches Basiswissen vorhanden sein sowie die grundlegende Fähigkeit vorliegen, themenbezogen in verschiedenen Quellen zu recherchieren. Weiterhin sind keine Vorkenntnisse notwendig. In der ersten Doppelstunde wird zunächst über das Thema der Tenside gesprochen. Wahlweise kann hier mittels einer kleinen Experimentier-Einheit die Grenzflächenspannung im Detail besprochen und diese dabei veranschaulicht werden. Im weiteren Verlauf wird auf die Herstellung von Shampoos näher eingegangen und in Paararbeit ein eigenes Shampoo hergestellt. Im Anschluss kann dann – in einem fächerübergreifenden Exkurs – auf die Vermarktung eines eigenen Shampoos eingegangen und so die Grundlagen für das Marketing besprochen werden. Die Unterrichtseinheit besitzt ausreichend Möglichkeiten, zwischen darbietendem Unterricht und der aktiven Mitgestaltung durch Schülerinnen und Schüler zu variieren. Sie bietet grundlegendes chemisches Wissen in naher Anlehnung an den Alltag. Mögliche Differenzierung: Mit den Arbeitsaufträgen kann flexibel umgegangen werden. Der Exkurs bezüglich der Vermarktung eines eigenen Shampoos kann unterschiedlich intensiv behandelt werden. Eine schriftliche Ausarbeitung mit anschließendem Gruppenvortrag ist ebenso möglich wie eine Darstellung erster Ideen in einer Mindmap. Ergänzendes Arbeitsblatt Zur weiteren Vertiefung mit der Unterrichtseinheit steht das Arbeitsblatt " Unternehmerisches Handeln: Entwickeln eines Shampoo-Etiketts " zum Download bereit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich ein detailliertes Wissen über Tenside und ihre Waschwirkung. lernen die Herstellung eines Shampoos in der Praxis kennen. lernen das Struktur-Eigenschafts-Konzept kennen und schließen von der Struktur auf die Eigenschaften der Stoffe. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Informationen aus einem Text entnehmen und wiedergeben. können in verschiedenen Quellen zu einem naturwissenschaftlichen Sachverhalt recherchieren und verbessern dabei auch die Fähigkeit zur reflektierten Recherche im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können kritisch hinterfragen. können kooperativ wie autonom arbeiten.

  • Chemie
  • Sekundarstufe I

Digitales Lernen – Neue Kompetenzen und Perspektiven

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft der Klasse 11 setzt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Arbeitswelt auseinander und erörtert zentrale Merkmale der digitalen Transformation. Anhand konkreter Beispiele erkunden die Schülerinnen und Schüler die Herausforderungen digitaler Vernetzungsstrukturen und reflektieren, welche digitale Kompetenzen in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen benötigt werden. Die Anforderungen der Gegenwart haben den Blick auf die Bedeutung der Digitalisierung für das Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zu unserem individuellen Alltag geschärft. Die Auseinandersetzung mit der grundsätzlichen Bedeutung der Digitalisierung für die Gesellschaft wird in dieser Unterrichtseinheit am Beispiel des Handwerks erörtert: Was bedeutet Digitalisierung und Digitale Transformation allgemein und für einen selbst? Welche persönlichen wie unternehmerische Kompetenzerweiterungen sind dafür notwendig? Inwiefern lassen sich Digitalisierungsentwicklungen beispielhaft am Handwerk zeigen? Welche Tools existieren bereits und welche Trends gibt es für die Zukunft – auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen? In dieser Unterrichtseinheit gehen Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Sozialformen diesen Fragen nach. Gesellschaftliche Entwicklungen und Wandlungsprozesse und damit verbundene Herausforderungen für junge Erwachsene im Privat- sowie Arbeitsleben bedingen laut Bildungsplänen der Bundesländer den Erwerb fachlicher sowie überfachlicher Kompetenzen im Politik- und Wirtschaftsunterricht der Sekundarstufe II, welche auf ein selbstbestimmtes Leben in einer digitalisierten Welt abzielen. Zudem gibt auch die Kultusministerkonferenz (KMK) mit ihrer Strategie "Bildung in der digitalen Welt" (2016) und ihrer Erweiterung (2021) verbindliche Kompetenzbereiche vor, die Schülerinnen und Schüler zu einem Leben und Heranwachsen im Digitalzeitalter erwerben müssen. Diese Unterrichtseinheit greift diese Punkte auf und führt die Lernenden an die Begrifflichkeiten von Digitalisierung und Digitaler Transformation heran und verdeutlicht diese konkret am Beispiel von "Mein Bildungsraum." Als Einstieg in die erste Unterrichtsstunde dient ein Quiz zur Digitalisierung im Handwerk. Dieses kann auch in digitale Formate wie Kahoot, Wordwall oder H5P übertragen und somit digital und im Wettbewerb gelöst werden. Zudem bietet sich eine weiterführende Beschäftigung mit den Ergebnissen des Quiz durch Recherchearbeiten und Ergebnispräsentationen an. Dem Quiz folgt ein stummer Schreibimpuls zu den Begriffen "Digitalisierung: Gesellschaft – Herausforderungen – Wandel?", die zum Nachdenken und Assoziieren anregen und zugleich intrinsische Motivation durch Lebensweltbezug und Schüleraktivierung auslösen können. In die Assoziations-Mindmap wird im Anschluss durch Clustern Struktur hereingebracht. Im Informationstext auf Arbeitsblatt 1 informieren sich die Schülerinnen und Schüler dann darüber, was Digitalisierung und Digitale Transformation eigentlich sind und welche Auswirkungen sie auf unseren Kompetenzerwerb und auf die verschiedenen Gesellschaftsbereiche von Wirtschaft und Arbeitsleben, Politik und Gesellschaft sowie Individuum und Gruppe haben. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren anschließend nach Beispielen von Digitalisierung im Handwerk zum Gesellschaftsbereich "Wirtschaft/Arbeitsleben" und präsentieren diese. In der dritten Stunde befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Fragestellung, wie sie die Digitale Transformation aktiv mitgestalten können, und konkretisieren dies am Beispiel von "Mein Bildungsraum". Sie reflektieren darüber hinaus am Beispiel eines Handwerkbetriebs Fragestellungen, die zur Verwirklichung einer aktiven Mitgestaltung der Digitalen Transformation wichtig sind. Diese Unterrichtseinheit ist stark handlungs- und produktionsorientiert und bietet Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung durch verschiedene Sozialformen und Aufgabenstellungen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Merkmale von Digitalisierung und digitaler Transformation definieren und auf gesellschaftliche Bereiche und eigene Kompetenzerweiterungen übertragen. können erläutern, wie auch sie Digitale Transformation am Beispiel von "Mein Bildungsraum" aktiv mitgestalten könnten. kennen aktuelle Tools und Digitalisierungstrends im Handwerk. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet zu fragengeleiteten Recherche- und Informationsaufträgen. nutzen Präsentations-Softwares wie PowerPoint oder Miroboard zur Ergebnisdarstellung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fördern ihre Teamfähigkeit in Paar- und Gruppenarbeit. üben sich im sachlichen und konstruktiven Argumentieren. trainieren das Präsentieren von Arbeitsergebnissen vor der Gruppe.

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe II

Child labour - ein webbasiertes Unterrichtsprojekt

Unterrichtseinheit

In diesem webbasierten Unterrichtsprojekt zum Thema Kinderarbeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstgesteuert in Teams und lernen autonom mit Medienunterstützung. Dabei deckt sie zudem Kernkompetenzen für die Klasse 8 gemäß dem Kernlehrplan Englisch für NRW ab.Im Rahmen einer kleinen Projektarbeit nähern sich Zweierteams aus Schülerinnen und Schülern dem Thema "Child labour" handlungsorientiert an. Ergebnis der gemeinsamen Arbeit am Computer ist zum einen ein Dossier, das Informationen und Linkverweise in die Klassengemeinschaft bringt. Zum anderen erstellen die Lernenden gemeinsam eine Liste neuer Vokabeln, die später individuell geübt werden.Der Kernlehrplan Englisch beschreibt in NRW die Kompetenzen, über die Schülerinnen und Schüler am Ende einer Einheit in ihrer Schullaufbahn verfügen sollten. Bezug zum Kernlehrplan Englisch in NRW Diese Einheit bedient die Erwartungen am Ende der Klasse 8 gemäß dem Kernlehrplan für Nordrhein-Westfalen. Ablauf der Unterrichtssequenz und Materialien Die Unterrichtssequenz ist so konzipiert, dass Zweierteams selbstgesteuert am Computer arbeiten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben und vertiefen landeskundliche und historisch-politische Kenntnisse zum Thema "Child labour". erweitern ihren dafür notwendigen themenbezogenen Wortschatz. suchen themenbezogene Informationen, verarbeiten diese und präsentieren sie sprachlich angemessen. entwerfen mögliche Problemlösungen und versprachlichen sie in angemessener Weise. versprachlichen hypothetische Aussagen in der Zielsprache durch Benutzung von if-clauses type II. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen Techniken der zielgerichteten Internetrecherche in der Zielsprache. üben Techniken der themenbezogenen Textproduktion erlernen und vertiefend ein. organisieren ein gemeinsames Arbeitsvorhaben, führen es durch und reflektieren es kritisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben Grundkenntnisse im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen vertiefend ein. erkennen und nutzen das Internet als Medium der Informationsbeschaffung. lernen arbeitsökonomische Suchstrategien kennen und nutzen sie. setzen sich mit authentischen Texten auseinander. verarbeiten Informationen sachgerecht und arbeiten sie auf. nutzen das Online-Wörterbuch leo.org und die englische Version der Suchmachine Google zur Wortschatzerweiterung und Überprüfung der Idiomatik. präsentieren die verarbeiteten Informationen in Form eines Dossiers. Inhalt: Kompetenzerwartungen Der Kernlehrplan formuliert Kompetenzerwartungen, die am Ende der drei Einheiten des Kernlehrplans (Klasse 5 und 6; Klasse 7 und 8; Klasse 9 und 10) erreicht werden sollen. Einige dieser Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 8 sollen durch das vorliegende Unterrichtsprojekt erfüllt werden. Kompetenzerwartung Orientierungswissen Das Thema dieses Unterrichtsprojekts orientiert sich an der Kompetenzerwartung "Orientierungswissen", in der die Beschäftigung mit historischen Aspekten einer Region in Großbritannien und die Behandlung des Themas "Child labour" gefordert werden (KLP Englisch, S. 31). Kompetenzerwartung Methodische Kompetenzen Die Kompetenzerwartung "Methodische Kompetenzen" fordert im Bereich Umgang mit Texten und Medien, dass die Schülerinnen und Schüler im Anwendungsbereich media literacy/IT eine "einfache Internetrecherche zu einem Thema und ein kleines Dossier erstellen" können (KLP Englisch, S. 33f.). Die Vermittlung und Einübung der dazu notwendigen Techniken und Fertigkeiten sind zentraler Gegenstand dieses Unterrichtprojekts. Textform Dossier Die Textform des Dossiers, die vom Kernlehrplan Englisch eingefordert wird, bedarf einer genauen inhaltlichen Füllung, die für die vorliegende Unterrichtsreihe vorgenommen wurde. Kompetenzerwartung Wortschatz Die Kompetenzerwartung "Wortschatz" fordert von den Schülerinnen und Schülern, dass sie über einen "funktionalen und thematisch erweiterten Grundwortschatz" verfügen (KLP Englisch, S. 32), und dies gilt in Bezug auf "das fachmethodische Arbeiten mit Texten und Medien". Im vorliegenden Unterrichtsprojekt wird diese Kompetenzerwartung dadurch berücksichtigt, dass die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Online-Wörterbuch leo.org lernen, um ihren themenbezogenen Wortschatz zu erweitern und durch die Benutzung der englischen Version der Suchmaschine Google bei der Erstellung des Dossiers die idiomatische Korrektheit ihrer sprachlichen Äußerungen überprüfen lernen. Die Resultate dieser Arbeit sollen Eingang finden in Wortschatzlisten, die der gesamten Klasse zur Verfügung gestellt werden. Die Methode der Projektarbeit Das vorliegende Unterrichtsprojekt mit der in ihr praktizierten Methode der Projektarbeit orientiert sich schließlich auch an der Forderung des Kernlehrplans, dass die Schülerinnen und Schüler "Projekte durchführen und die Ergebnisse mit unterschiedlichen Hilfen (...) und in verschiedenen Präsentationsformen (...) vorstellen" können (KLP Englisch, S. 35). Grundlagen erarbeiten Die Lernenden erhalten den Link zu einem Grundlagentext zum Thema "Child labour". Diesen Text können sie online oder auf Papier lesen. Die Fragen auf dem Arbeitsblatt überprüfen das Textverständnis. Hausaufgabe Als Hausaufgabe bekommen die Schülerinnen und Schüler den folgenden Arbeitsauftrag: "List up at least 4 aspects of the text about child labour that you would like to learn more about". Auf der Basis der Ergebnisse aus den Hausaufgaben werden Themenvorschläge für die Internetrecherche generiert. Solche Themen können sein: Fields and kind of work Countries in which child labour can be found What products are produced by children? How do I know? Conditions of child labour Differences between boys and girls Institutions and organizations that offer help (e.g. UNICEF) Health risks Child labour in the First World Start der Partnerarbeit Die Schülerinnen und Schüler finden sich in Zweierteams zusammen und wählen aus den Themenvorschlägen einen aus, zu dem sie im Netz recherchieren möchten. Dann einigen Sie sich mit der Klasse auf einen Zeitrahmen. Zu klären ist beispielsweise, ob auch am Nachmittag online gearbeitet werden kann. Einführung in das Ablagesystem einer Internetrecherche Ein Arbeitsblatt mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema Ablagesystem begleitet die Teams bei der Organisation ihrer Arbeit. Einführung in Suchstrategien und Hilfsmittel für eine Internetrecherche Die folgenden Materialien können Ihren Schülerinnen und Schülern - je nach ihren Vorerfahrungen bei der Internetarbeit - die Arbeit erleichtern. Leitfragen Als nächster Schritt folgt nun die Entwicklung von Leitfragen zu verschiedenen Aspekten des Themas "Child labour". Dann kann die eigentliche Internetrecherche beginnen. Als Leitfragen sind möglich: How do children become involved in child labour? What are the working conditions, risks and consequences that these children have to face? How much money do these children earn a day/a month? Who are their employers? How do the state authorities react to child labour? What could be done if people wanted to change this problem? Informationssuche und Informationsverarbeitung Nun erhalten die Lernenden eine unkommentierte Liste erfolgversprechender URLs, die sie für die ersten Schritte der Recherche nutzen können, in Form eines RTF-Dokuments. Aus den Ergebnissen der Recherchen erstellen die Lernenden ein Dossier. Was das genau ist und welche Anforderungen an diese Ergebnispräsentation geknüpft sind, erläutert ihnen ein weiteres Dokument. Dieses kann wieder als Datei zur Verfügung gestellt werden. Fertigstellung und Präsentation der Dossiers Eine letzte Kontrolle der Dossiers führen die Lernteams selbst durch - mithilfe einer Google-Suche. Dann werden die Dossiers der Klasse vorgestellt. Dies kann mithilfe des Beamers erfolgen. Zusammenstellung der Wortschatzlisten Aus den Begriffen, die die Lernenden als neue Vokabeln erkannt haben, werden Wortschatzlisten zusammengestellt. Diese Wortschatzlisten bekommen alle Schülerinnen und Schüler. Um diese Lerninhalte nachhaltig zu sichern, können Vokabelprogramme oder Vokabaltrainer empfohlen werden, mit denen die Lernenden neue Begriffe sammeln und diese üben können. phase6 - Lernprogramm fürs Langzeitgedächtnis Dieses Lernprogramm für den Computer funktioniert nach der Karteikastenmethode. leo.org - Vokabeltrainer Für die Nutzung dieses Online-Vokabaltrainers müssen sich die Schülerinnen und Schüler anmelden.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Das Prinzip von Le Chatelier – einmal anders

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird die Löslichkeit von Gasen in Wasser mithilfe einfacher medizinischer Spritzentechnik untersucht und durch die kritische Hinterfragung von Werbeaussagen zu einem sauerstoffhaltigen "Powergetränk" kontextnah erarbeitet.Ausgehend von der Werbung für ein sauerstoffhaltiges Getränk wie ?Active O2? wird in der Sekundarstufe I untersucht, wie viel Sauerstoff sich in Wasser lösen kann. In der Oberstufe kann man anhand der Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in Wasser das Prinzip von Le Chatelier einführen und dieses dann auf das sauerstoffhaltige Getränk übertragen. Sämtliche Experimente lassen sich kostengünstig, sicher und unkompliziert mit medizintechnischen Geräten durchführen. Die Verknüpfung mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ermöglicht neben einer Einführung der Löslichkeit von Gasen auch Berechnungen zu den Gasgesetzen oder zum Massenwirkungsgesetz. Dabei liefert der motivierende Aufhänger des Modegetränks ?Active O2? die Gelegenheit zur kritischen Auseinandersetzung mit Werbeaussagen. Klasse 9 und 10: Was ist dran am "Powergetränk"? Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die in einem Getränk gelösten Gase, bestimmen die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser und hinterfragen die Werbeversprechen zum "Powergetränk". Jahrgangsstufe 11: Le Chatelier und die Kohlensäure Ausgehend vom Kontext "Kohlensäure in Getränkeflaschen" werden die Möglichkeiten zur Beeinflussung der chemischen Gleichgewichts untersucht, bevor das sauerstoffhaltige "Powergetränk" kritisch bewertet wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß der Bildungsstandards (PDF-Download) im Kompetenzbereich "Fachwissen" die Löslichkeit von Gasen in Abhängigkeit verschiedener Parameter kennen lernen und diese beeinflussen (F3). gemäß der Bildungsstandards im Kompetenzbereich "Erkenntnisgewinnung" Versuche eigenständig entwickeln, durchführen und gegebenenfalls optimieren (E1-E5 und E8). gemäß der Bildungsstandards im Kompetenzbereich "Kommunikation" im Team Versuche durchführen, dokumentieren und fachsprachlich korrekt präsentieren (K3, K5 und K6). gemäß der Bildungsstandards im Kompetenzbereich "Bewertung" erkennen, dass wissenschaftlich anmutende Behauptungen in der Werbung häufig suggestiv wirken und zu bewerten sind. gemäß der Bildungsstandards im Kompetenzbereich "Bewertung" in die Lage versetzt werden, ihr Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen (B3-6). Thema Das Prinzip von Le Chatielier - einmal anders Autor Gregor von Borstel Fach Chemie Zielgruppe Klasse 9 und 10, Jahrgangsstufe 11 Zeitraum Klasse 9 und 10 (Löslichkeit von Sauerstoff): 1 Stunde Jahrgangsstufe 11 (Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff): 2 Stunden Technische Voraussetzungen Computer mit Abspielmöglichkeit für Videoclips, Kunststoffspritzen und Zubehör Planung Tabellarischer Verlaufsplan für Das Prinzip von Le Chatelier - einmal anders (Klasse 9 und 10 ) sowie Das Prinzip von Le Chatelier - einmal anders (Jahrgangsstufe 11) Gregor von Borstel und Andreas Böhm Le Chatelier einmal anders, Gleichgewichtsverschiebungen am Kontext Sprudelwasser, Naturwissenschaft im Unterricht Chemie, Heft 96, Sicher Experimentieren, 6/2006, S. 34-37 Gregor von Borstel und Andreas Böhm "Active O2" - Powerstoff mit Sauerstoff, kontextorientierte Prüfung von Werbeaussagen, MnU 59/7 (15.10.2006), S. 413-415 Seit 2001 ist "Active O2" auf dem Markt. Es handelt sich um ein "Sauerstoffwassergetränk", das, verglichen mit einem konventionellen Mineralwasser, mit der 15-fachen Menge an Sauerstoff angereichert ist. Nach den Angaben des Herstellers wird der Sauerstoff unter Veränderung der physikalischen Parameter Druck und Temperatur und unter starker Verwirbelung in das Wasser eingebracht. Der Sauerstoff ist dann physikalisch im Wasser gelöst. Nach dem Öffnen der Flasche dauert es überraschend lange, bis er langsam entweicht und sich ein neuer Gleichgewichtszustand einstellt. "Active O2" ist gegenwärtig in der Sport- und Outdoor-Szene als "Powerstoff zum Auftanken" sehr gut positioniert und somit vielen Schülerinnen und Schülern bekannt. Ausgehend von der Werbung für das Getränk wird die Frage aufgeworfen, warum es so beliebt ist und was sich konkret hinter der Werbeaussage verbirgt, es enthalte 15-mal mehr Sauerstoff als herkömmliches Mineralwasser. Damit ist der Anreiz gegeben, das Getränk einmal genauer zu untersuchen. Active-O2-Homepage Auf der Webseite wirbt der Hersteller für die Vorzüge des Produktes. Partner- oder Gruppenarbeit Experimentell können die Schülerinnen und Schüler die Werbeaussage mit sehr einfachen medizintechnischen Plastikgeräten in Partner- oder Gruppenarbeit untersuchen: Welches Gas ist im Getränk gelöst? Alles Gas wird durch Auskochen aus dem Getränk ausgetrieben und aufgefangen. Das gewonnene Gas untersucht man durch einfache Nachweisreaktionen darauf, ob es sich im Wesentlichen um Sauerstoff handelt. Lösen von Sauerstoff in Wasser Einen etwas anderen Weg beschreitet man, wenn die Schülerinnen und Schüler untersuchen lässt, wie viel Sauerstoff sich tatsächlich bei Raumtemperatur und Normaldruck in Wasser löst. Austreibung und Nachweis gelöster Gase Das Gas kann direkt aus einer Getränkeflasche ausgetrieben werden. Will man die Flasche nicht öffnen, stülpt man über den Flaschenverschluss ein Stück eines abgequetschten, alten Fahrrad- oder Silikonschlauchs zur Abdichtung und durchbohrt Schlauch und Verschluss mit der Kanüle. Die Kanüle verbindet man gasdicht mit mehreren leicht laufenden Luer-Lock Spritzen zum Auffangen des Gases. Die Flasche wird dann im Wasserbad erwärmt. Um zu überprüfen, ob man neben Sauerstoff auch Kohlenstoffdioxid freisetzt, leitet man etwas Gas pneumatisch in ein Reagenzglas um und führt die Glimmspanprobe durch. Dann spritzt man den Rest des aufgefangenen Gases mithilfe einer flexiblen Kunststoffkanüle durch wenige Milliliter Kalkwasser. Prinzipiell kann man durch Überleiten über heißes Kupfer oder Eisen den freigesetzten Sauerstoff auch quantitativ erfassen. Wie viel Sauerstoff löst sich in Wasser? Sehr leicht kann man auch ohne Glasgeräte herausfinden, wie viel Sauerstoff sich bei Raumtemperatur und Normaldruck in einer vorgegebenen Menge Wasser löst. Dazu werden zwei Spritzen gasdicht miteinander verbunden. In die eine füllt man 40 Milliliter abgekochtes und auf Zimmertemperatur abgekühltes Wasser, in die andere im Überschuss Sauerstoff. Das Gas wird solange durch das Wasser gedrückt, bis sich kein weiteres löst. Verblüfft stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass dies in der Regel nur ein Milliliter ist. Damit wird die Aussage, dass in der Flasche 15-mal mehr Sauerstoff als in normalem Wasser enthalten sind, zugleich begreifbar und hinterfragt. Die Ergebnisse werden vorgestellt und festgehalten. Um wieder auf das Eingangsproblem zurückzukommen ("Wie ist die Werbeaussage zum ?Powergetränk' zu bewerten?"), kann man zum Vergleich ausrechnen, wie viel Sauerstoff man mit einem tiefen Atemzug aufnehmen kann. Vereinfachend geht man von einem maximalen Lungenvolumen von fünf Litern und einem Sauerstoffanteil in der Atemluft von 20 Prozent aus. Basierend darauf kann der mögliche Wirkungsgrad des Powergetränks bezüglich der Sauerstoffversorgung des Organismus über den Verdauungstrakt eingeschätzt, und auf die Frage hingelenkt werden, ob sich der Kauf des Getränkes aufgrund des versprochenen Sauerstoffgehaltes überhaupt "auszahlen" kann. Um den Slogan "Der Powerstoff mit Sauerstoff" weiter zu hinterfragen bietet es sich auch an, im Internet die Informationen des Getränkeanbieters mit seriösen Aussagen zu vergleichen (im Unterricht oder als Hausaufgabe). Zum Abschluss kann den Schülerinnen und Schülern die Frage gestellt werden, welche Auswirkungen die gefundenen Ergebnisse auf ihr Verbraucherverhaltens haben werden. Bei der Herleitung des für viele Sachverhalte grundlegenden Prinzips von Le Chatelier steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, welche Parameter die Lage eines dynamischen Gleichgewichts beeinflussen. Herkömmlicherweise greift man in der Schule auf Versuche mit Stickstoffdioxid oder Kobaltchlorid zurück, die aufgrund der toxischen beziehungsweise kanzerogenen Eigenschaften nicht von den Schülerinnen und Schülern durchzuführen sind. In dieser Unterrichtseinheit werden die Möglichkeiten zur Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts am Kontext Kohlensäure eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten dabei die meisten Versuche mit einfachen Plastikmaterialien aus der Medizintechnik völlig eigenständig (unter der Voraussetzung, dass sie mit dem Einsatz medizinischer Spritzentechnik im Chemieunterricht vertraut sind). Im Rahmen dieser als "Egg Race" bezeichneten Unterrichtsform können die Lernenden Experimente selbstständig entwickeln und so eigene Wege finden. Egg Races und Robinsonaden - kreatives Experimentieren Allgemeine Informationen und verschiedene Egg-Race-Ideen für den Chemieunterricht auf der Website des Autors. Spritzentechnik "ChemZ" Unterrichtsideen und Informationen zu der hier eingesetzten Spritzentechnik auf der Website des Autors. Filme zur Spritzentechnik und zum Kohlenstoffdioxid Videos zum Umgang mit medizinischer Spritzentechnik für Ungeübte (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler) auf der Website des Autors. 1. Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid unter Normalbedingungen Der Einfluss von Druck und Temperatur auf die Löslichkeit von Gasen ist den meisten Schülerinnen und Schülern prinzipiell vertraut - zum Beispiel über Sodastreamer oder aufgewärmte Sprudelflaschen im Sommer. Was noch fehlt, ist eine quantitative Erfassung dieser Faktoren. Ausgehend vom Sprudelwasser wird die Frage aufgeworfen, wie viel Kohlenstoffdioxid sich in Wasser lösen kann. Mithilfe eines einfachen Versuchs untersuchen die Schülerinnen und Schüler dies zunächst unter Standardbedingungen (CO2_le_chatelier.pdf, Versuch 1). Die in den Schülerversuchen ermittelten Ergebnisse liegen in der Regel bei 20 bis 22 Milliliter gelöstem Kohlenstoffdioxid pro 25 Milliliter Wasser und damit nahe am Literaturwert. Die Ergebnissicherung beinhaltet zugleich die Frage, was beim Lösen passiert. Wenn man dazu die entsprechenden Reaktionsgleichungen festhält, lässt sich im Anschluss diskutieren, welche Parameter das Gleichgewicht beeinflussen könnten. Aufbauend auf Alltagserfahrungen mündet die Hypothesenbildung (Temperatur, Druck, pH-Wert) in weitere Versuche, die mit medizinischer Spritzentechnik durchgeführt werden können (CO2_le_chatelier.pdf, Versuche 2 bis 5). 2. Einfluss der Temperatur Die Schülerinnen und Schüler erstellen mit dem aus dem ersten Experiment bekannten Versuchsaufbau eine Messreihe mit abgekochtem Wasser unterschiedlicher Temperatur. Heißes Wasser wird in einer Thermoskanne bereitgestellt und mit bereits erkaltetem gemischt, um die gewünschten Wassertemperaturen zu erhalten. Aus Sicherheitsgründen sollte das verwendete Wasser nicht heißer als 50 Grad Celsius sein! Heizungsrohrisolierungen aus dem Baumarkt, die über die Spritzen gezogen werden können, gewährleisten, dass die Wassertemperatur während des Versuchs nur um wenige Grad abnimmt. 3. Einfluss von Druck Zur Untersuchung des Einflusses von Druck gibt man etwas Sprudelwasser in eine Spritze, verschließt diese und erzeugt durch Ziehen des Stempels einen Unterdruck. Etwas weiter geht die Variante mit Indikator (Unisol 113 für pH 1 bis 13, steht in den meisten Schullaboren zur Verfügung). Dazu wird eine Spritze wie folgt präpariert: Man zieht den Stempel maximal heraus und durchbohrt ihn mit einem erhitzten Nagel. Später wird der Nagel dann als "Riegel" benutzt, um den Stempel bei Unterdruck zu fixieren (siehe Grafik im Arbeitsblatt CO2_le_chatelier.pdf). Danach zieht man in diese Spritze zehn Milliliter abgekochtes Wasser mit Indikator (wenig) und sprudelt Kohlenstoffdioxid durch das Wasser, bis die Farbe gerade nach gelb umschlägt (etwa fünf Milliliter). Überschüssiges Kohlenstoffdioxid wird verworfen, und die Flüssigkeit auf zwei Spritzen verteilt. Beide Spritzen werden verschlossen. Eine dient später dem Farbvergleich. Der Stempel der präparierten Spritze wird maximal herausgezogen (Erzeugung eines Unterdrucks) und fixiert. Die Lösung wird geschüttelt. Zu beobachten ist das Ausperlen von Gas sowie ein deutlicher Farbwechsel, der auf eine Erhöhung des pH-Wertes von etwa 3 auf 5 zurückgeführt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler schlagen bei der Untersuchung des Einflusses von Druck in der Regel zunächst vor, per Überdruck eine größere Löslichkeit des Gases zu erreichen. Die damit einhergehende pH-Wert Erniedrigung solle über einen Indikator sichtbar gemacht werden. Dies lässt sich in der Praxis jedoch nicht umsetzen, so dass man den hier beschriebenen, umgekehrten Weg der Druckerniedrigung und der Beobachtung von ausperlendem Gas wählen sollte. 4. Einfluss des pH-Wertes Auch in dieser Versuchsreihe wird mit abgekochtem Wasser gearbeitet, das durch Zugabe von Natronlauge/Salzsäure leicht sauer/alkalisch gemacht wurde. Man kann 0,1 bis 1-molare Lösungen verwenden. In 1-molarer Natronlauge löst sich mehr als zweieinhalb Mal soviel Kohlenstoffdioxid wie in abgekochtem Wasser. Auch wenn die Gefahr der Verätzung bei 0,1-molaren Lösungen auch sehr gering ist, müssen - wie bei allen Versuchen - die Sicherheitsvorschriften beachtet werden. Sollten Sie sich für den Einsatz höher konzentrierter Lösungen mit deutlicheren Ergebnissen entscheiden, müssen die Schülerinnen und Schüler insbesondere bei der Verwendung der Natronlauge auf die Verätzungsgefahr hingewiesen werden. 5. Gelöste Stoffe Wenn die Zeit reicht, können die Schülerinnen und Schüler auch noch den Einfluss gelöster Stoffe auf die Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in Wasser untersuchen. Dabei bietet es sich an, eine Messreihe mit verschieden konzentrierten Kochsalzlösungen durchzuführen. Wenn die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit medizinischer Spritzentechnik noch nicht geübt und der Egg-Race-Unterrichtsform noch nicht verraut sind, können sie "klassisch" mit Versuchsanleitungen versorgt oder unterstützt werden. Im Anschluss an die Sicherung der Ergebnisse erfolgt eine Verallgemeinerung. Anknüpfungspunkte bietet der Kalkkreislauf in Natur und Technik, der außerdem als Klausuraufgabe denkbar wäre. Zudem kann auch auf den Einfluss der Weltmeere auf den natürlichen Kohlenstoffdioxidkreislauf und den Treibhauseffekt eingegangen werden. Einen bewährten Schlusspunkt des Themas stellt die Untersuchung des vielen Schülerinnen und Schülern bekannten "Powergetränks Active O2" dar. Wie in den Ausführungen zur Bearbeitung des Themas in Klasse 9 und 10: Was ist dran am "Powergetränk"? beschrieben, können die Lernenden auch hier mithilfe medizinischer Spritzentechnik völlig eigenständig ermitteln, wie viel Gas in einer Getränkeflasche gelöst ist und wie viel Sauerstoff sich unter Normalbedingungen in Wasser löst. Die im Chemieunterricht sich selten bietende Gelegenheit des Transfers von Vorwissen zur kritischen Hinterfragung von Werbeaussagen sollte auf jeden Fall genutzt werden.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das Periodensystem der Elemente – selbst gepuzzelt!

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser handlungsorientierten Unterrichtseinheit zum Thema "Periodensystem der Elemente" ordnen die Schülerinnen und Schüler – basierend auf der Kenntnis erster Elementfamilien – weitere Elemente verschiedenen Familien zu und "puzzeln" so einen Teil des Periodensystems der Elemente (PSE) selbstständig zusammen.In dieser Unterrichtseinheit wird zur Vereinfachung bei dem selbst zu erstellenden Periodensystem der Elemente (PSE) die Zahl der Elemente reduziert. Die Vorenthaltung von mindestens einem Element erzeugt dabei eine Lücke. Diese fungiert als Pendant der Elemente, die zu Mendelejews Zeiten noch nicht bekannt waren. Der Effekt dient zum einen der Anknüpfung an die Wissenschaftsgeschichte, zum anderen demonstriert die Lücke durch die Vorhersagbarkeit eines unentdeckten Elementes (und seiner Eigenschaften) die Schlüssigkeit des Systems auf eindrucksvolle Weise! Schließlich ordnen die Schülerinnen und Schüler auch noch die Edelgase in den PSE-Entwurf ein. Darauf aufbauend ergibt sich zwangsläufig die Frage nach dem Atombau. Abschließend werden die Erkenntnisse mithilfe eines interaktiven Periodensystems gefestigt. Den Schülerinnen und Schülern wird in dieser Unterrichtseinheit klar, was hinter der PSE-Systematik steckt. Sie lernen, mit diesem elementaren Werkzeug der Chemie sicher umzugehen.Die Unterrichtseinheit zum Periodensystem zeigt, wie man historische Wege der Erkenntnis nutzen kann, um die Schülerinnen und Schüler Sachverhalte eigenständig entdecken zu lassen. Unterrichtsmethodisch wird der frontale Lehrgang mit stark offenen Unterrichtsformen verschränkt. Voraussetzungen und Einstieg in die Thematik Die Schülerinnen und Schüler werden mit der "historischen" Aufgabe konfrontiert, in ein Element-Sammelsurium Ordnung zu bringen. Per Elemente-Puzzle zum PSE In Paarabeit experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit einem Kartensatz ausgewählter Elemente und testen verschiedene Ordnungsstrategien. Präsentation und Ergebnissicherung Eine Gruppe ordnet das PSE-Puzzle an der Tafel. Die Edelgase werden ergänzt und die dem PSE zugrunde liegenden Ordnungskriterien gesichert. Übergang zum Atommodell Die Schülerinnen und Schüler lernen die historische Entwicklung des Atommodells kennen und festigen die Erkenntnisse mithilfe eines interaktiven Periodensystems. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen auf Basis ihres Vorwissens Elemente eigenständig Elementfamilien zu. beschreiten historische Wege der Erkenntnis selbst. erweitern und vernetzen vorhandenes Wissen zu den Elementen und ihren Eigenschaften vertikal und horizontal. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Ergebnisse auf geeignete Weise dar und teilen sie mit. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig. arbeiten kooperativ.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I

Das Dosenpfand – Was lange währt, ist noch nicht gut ...

Unterrichtseinheit

Zum 1. Januar 2003 wurde es eingeführt, und seit Oktober ist die Übergangsfrist vorbei: Bundesweit gilt nun das Dosenpfand. Während die Proteste von Handel und Industrie keinen Erfolg hatten, nimmt jetzt die EU-Kommission das Pfandsystem unter die Lupe. Dieser Artikel zieht eine vorläufige Bilanz.Die politische Diskussion um das Dosenpfand und seine Folgen betrifft Jugendliche ganz direkt: Sie sind es, die am Kiosk oder an der Tankstelle in der Nähe der Schule die meisten Getränkedosen kaufen. In einer Diskussion um das neue Pfandsystem können sie daher auch über ihr eigenes Kaufverhalten berichten.Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die das Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen. erkennen umweltpolitisches Pro und wirtschaftspolitisches Contra der Pfandproblematik. vergleichen und beurteilen die verschiedenen Argumentationen. erarbeiten Alternativen, die den verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden. recherchieren im Internet Fakten. lernen den kritischen Umgang mit Foren im Internet. Die Grundidee: Erziehung zum Umweltschutz Die Idee zum Dosenpfand kam schon Anfang der neunziger Jahre dem damaligen Umweltminister Klaus Töpfer (CDU). Sobald der Anteil von Einwegverpackungen zu stark anwüchse, sollte für diese ein Pfandsystem eingeführt werden, um die Umwelt zu entlasten - so seine Überlegungen. In den letzten zehn Jahren verdreifachte sich die Menge an Getränkedosen und Einwegflaschen. Ende der neunziger Jahre sank der Anteil der Mehrwegverpackungen bei Getränken dann unter 72 Prozent. Damit war die in der Verpackungsverordnung festgelegte Quote unterschritten, so dass dem neuen Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) nichts anderes übrig blieb, als das Pfand auf Dosen und Einwegverpackungen einzuführen. Chaos bei der Einführung des Dosenpfands Das Chaos bei der Einführung des Dosenpfands im Januar 2003 wurde von den großen Handelskonzernen verursacht. Bis zur letzten Minute versuchten sie damals, das ihnen unliebsame Dosenpfand per Gerichtsverfahren zu verhindern - und hofften vergeblich auf ein Urteil zu ihren Gunsten. Bis Ende Dezember 2002 klagten die Gegner gegen die Pläne des Umweltministers. Und während sie offiziell schon über die Umsetzung verhandelten, strengten sie hinter seinem Rücken noch ein weiteres Eilverfahren gegen das Pfand an. Dabei waren die Pfandgegner zu siegessicher: Als sie wider Erwarten auch den letzten Prozess verloren, war der Handel völlig unvorbereitet auf die neue Regelung. Er hatte nichts unternommen, um eine bundesweit einheitliche Regelung zu finden (wie im Falle der Mehrwegverpackungen). So mussten die verschiedenen Ketten des Einzelhandels selbst sehen, wie sie mit dem Pfand umgehen. Unterschiedliche Strategien Einige Discounter haben die letzten Dosen noch vor dem Jahreswechsel 2002/2003 zu Schleuderpreisen verkauft, um überhaupt keine pfandpflichtigen Produkte mehr im Laden zu haben. Andere Supermärkte führten spezielle Pfandmarken ein, die die Kundinnen und Kunden zur Rückgabe einer Dose oder Kunststoffflasche berechtigen. Wenn die Kunden ihre Dosen dagegen anderswo entsorgen, ist das dem Handel allerdings umso lieber. Denn er muss die gesammelten Dosen aufbewahren und abtransportieren lassen. Was für Supermärkte in der Regel kein Problem ist, bringt Kioskbesitzer schnell in Platznot, wenn sie auf engem Raum auch noch die zurückgegebenen Behälter sammeln müssen. Verwirrende Regelungen Leider verwirrt die Dosenpfand-Regelung die Konsumentinnen und Konsumenten: Während eine Coladose mit 25 Cent Pfand belegt ist, ist eine Dose mit Milchkaffeemix pfandfrei. Die Pfandregelung unterscheidet nämlich zwischen pfandpflichtigen Getränken mit Kohlensäure und bislang pfandfreien "stillen" Getränken. Rücknahme ist Pflicht Ab Oktober 2003 gilt ein bundesweit einheitliches Rücknahmesystem. Flaschen und Dosen werden jetzt mit fälschungssicheren Aufdrucken versehen, so dass die in Deutschland gekauften Dosen und Flaschen in Läden und an speziellen Sammelstellen zurückgegeben werden können. Seit Oktober 2003 muss jeder Laden jede Art von Getränkeverpackung zurücknehmen, die er im Sortiment hat. Dabei ist es egal, wo der Verbraucher das Getränk gekauft hat. Das klingt einfach, doch immer noch gibt es eine Vielzahl von Regelungen. Unterschiedliche Rücknahme-Modelle Zahlreiche Händler haben zunächst ihr Sortiment stark reduziert und führen nun hauptsächlich Getränke in Mehrwegverpackungen. So umgehen sie die lästige Rücknahmepflicht. Andere Händler - darunter auch kleinere Läden, die von der allgemeinen Rücknahmepflicht befreit sind - geben weiterhin Bons aus und nehmen nur gegen Vorlage solcher Bons leere Verpackungen zurück. Die großen Discount-Ketten haben so genannte Insellösungen gefunden: Sie verkaufen nur eigens produzierte Getränke in speziell geformten Flaschen. Deshalb müssen sie auch nur solche Flaschen zurücknehmen. Bedenken der EU-Kommission Ende Oktober 2003 ließ eine Meldung aus Brüssel die Beteiligten am Einwegpfand-Theater aufhorchen: Nun untersucht die Europäische Kommission die deutsche Regelung. Einige ausländische Hersteller hatten sich beschwert, weil sie sich benachteiligt fühlten: Da sie hauptsächlich Einwegverpackungen produzieren (etwa französisches Mineralwasser), würden die Händler ihre Produkte nun nicht mehr führen wollen. Nun ist abzuwarten, was die Europäische Kommission vom deutschen Einwegpfand hält und ob sie den Umweltminister möglicherweise zu Änderungen zwingen kann. Beispiele aus dem Ausland Dass Getränkedosen und andere Einwegverpackungen nicht einfach verboten werden können, zeigt das Beispiel aus Dänemark. Dort hatte die Regierung es völlig untersagt, Getränkedosen aus Aluminium zu verkaufen. Doch die Europäische Union stellte fest, dass ein solches Verbot nicht mit dem EU-Recht vereinbar war. Mit der Wiedereinführung der Dosen führte die Regierung ein Pflichtpfand von etwa 20 Cent ein - was Industrie und Handel ohne größere Probleme akzeptierten. Auch in Schweden gibt es keine Probleme mit dem Pfand: Seit knapp zwanzig Jahren bringen die Schweden Getränkedosen und Einwegflaschen zurück in den Supermarkt. Dort stehen spezielle Automaten, die alle Arten von Dosen annehmen. Das System wirkt: Fast 90 Prozent der schwedischen Getränkedosen finden ihren Weg zurück in den Laden. Mehr Umweltschutz Die Umweltverbände applaudierten bei der Einführung der Pfandregelung: Sie hoffen, dass durch diese Pfandeinführung die Mehrwegquote wieder steigt. Die ersten Statistiken scheinen den Verbänden Recht zu geben. Außerdem sollte die Natur vom Pfand profitieren. Die Hoffnung: Niemand wird eine Dose in die Landschaft werfen, wenn er dafür im nächsten Laden Pfand zurückerhält. Mehraufwand im Handel Der Handel sah vor allem steigende Kosten auf sich zukommen. Das neue System zwinge die Firmen, Automaten zur Rücknahme aufzustellen oder mehr Personal einzustellen. Manche Supermärkte boten bislang ausschließlich Einwegverpackungen an, weil Mehrwegflaschen einen höheren Personalaufwand und größeren Platzbedarf für sie bedeuteten. Diese Firmen fürchteten außerdem Verluste, weil ihre Kundinnen und Kunden das Pfand als Preiserhöhung ansehen könnten. Unterschiedliche Haltungen in der Wirtschaft Natürlich fürchteten die Dosenproduzenten um ihre Aufträge. Sie rechneten damit, dass die Menschen weniger Dosen kaufen würden, und drohten mit Massenentlassungen. Auch die großen Getränkehersteller protestierten gegen das Pfand, weil sie große Einbußen fürchteten. Die kleinen und mittleren Brauereien begrüßten das Pfand dagegen, weil sie schon lange auf Mehrwegsysteme setzen. Wende zu mehr Mehrweg Elf Monate nach Einführung des Pfands hat sich das Bild in Deutschlands Supermärkten grundlegend gewandelt. Der Anteil von Mehrwegverpackungen ist im ersten Halbjahr 2003 wieder auf 59 Prozent gestiegen, ein Plus von etwa neun Prozent. Der Grund: Viele Supermärkte nahmen Einwegverpackungen ganz aus dem Sortiment. Seit Ende der Übergangsfrist im Oktober können sich die Supermärkte nicht mehr auf die Regelung berufen, nur solche Produkte zurückzunehmen, die auch im eigenen Laden gekauft wurden. Getränkedosen sind daher fast völlig aus den Regalen verschwunden. Insbesondere Bierdosen sind kaum noch zu finden: Ihr Anteil fiel von knapp 25 Prozent auf nur noch sechs Prozent. Allerdings ist das keineswegs ein Sieg des Mehrweg-Systems. Von der Alu-Dose zur PET-Flasche? Nach einer Phase des Abwartens steigen die Brauereien in Absprache mit den Discount-Ketten nun auf Einweg-Plastikflaschen um. Die müssen die Märkte zwar auch zurücknehmen, doch ist die Entsorgung von Plastikflaschen offenbar einfacher als die von Dosen. Ein besonderer Vorteil: Jeder Supermarkt oder jeder Getränkehersteller kann die Flaschen nach seinen Vorstellungen formen. So können die Flaschen bei der Rückgabe klar einem Hersteller zugeordnet werden. Auch wenn die deutschen Biertrinker anfangs noch skeptisch auf den Gerstensaft aus Kunststoffflaschen reagieren, rechnen Verpackungshersteller und Brauer fest damit, dass die so genannte PET-Flasche den Platz der Blechdose einnimmt. Pfandpflicht ungewiss Das Schicksal der Pfandpflicht in Deutschland bleibt weiterhin ungewiss. Nachdem die große Mehrheit der Deutschen anfangs überzeugt war, dass ein Pfand auf Einwegverpackungen sinnvoll sei, ist die Akzeptanz nach dem Chaos in den letzten Monaten deutlich gesunken. Das ist sicherlich ein Sieg von Industrie und Handel, die mit einer groß angelegten Kampagne Stimmung gegen das Einwegpfand machen und immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben haben, die Pfandpflicht zu kippen. Einstieg über Bilder Eine kleine Rechercheübung zum Einstieg: Über die Bildersuche bei Google können Fotos und Werbegrafiken gesucht werden, die eine Getränkedose zeigen. Diese haben eine positive oder negative Aussage bezüglich der Existenz von Metalldosen und untermalen so die folgende Diskussion grafisch: Die Bilder werden mit dem Beamer an die Wand geworfen oder in die zu erstellenden Website eingebettet. Recherche der Hintergründe Die Problematik der Getränkedose als Umweltsünde beleuchtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland . Hier können Ihre SchülerInnen Argumente für die Einführung des Pflichtpfandes sammeln. Contra-Argumente liefert die Website verbaende.com . Diskussion im Klassen-Forum Auf der Basis der erstellten Argumente-Listen kann nun eine Diskussion durchgeführt werden - am liebsten natürlich über ein Forum. In einem speziell für diese Diskussion in der Klasse eingerichteten Forum bei lo-net können Pro und Contra diskutiert werden. Arbeit mit authentischen Online-Foren Ausgewählte Beiträge können in die einschlägigen Gesprächsforen im Internet (vgl. Linkliste Dosenpfand ) gepostet werden. Eine Gruppe von SchülerInnen bekommt die Aufgabe, eventuelle Antworten und weitere Postings zu verfolgen und darüber im Unterricht zu berichten. Ergebnissicherung Die Ergebnisse der Diskussion sollten festgehalten werden. Dafür eignet sich eine Website. Diese Ergebnisse können dann mit den Aussagen der TeilnehmerInnen an anderen Foren im Internet (etwa bei politik-digital.de ) verglichen werden.

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  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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