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Gewicht und Masse: Was wiegt ein Astronaut auf dem Mond?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Gewicht und Masse erhalten die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes Verständnis für das Zusammenspiel und die Wechselwirkungen zwischen Gewicht und Masse in Bezug auf die Gravitation. Die Arbeitsblätter behandeln mehrere Themengebiete der Physik: Darunter befinden sich die einzelnen Themen wie Kraft, Druck, mechanische und innere Energie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass das Gewicht eines Astronauten abhängig von dem Himmelskörper ist, auf dem dieser sich befindet. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck vom Astronautentraining, insbesondere wie man auf der Erde für einen Aufenthalt auf dem Mond trainieren kann. Des Weiteren beschäftigten sich die Lernenden mit einer Olympiade auf dem Mond und wie diese unter den dort herrschenden Bedingungen ablaufen würde. Dabei befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den üblichen Sportarten wie Gewichtheben, Laufen, Hochsprung und Weitwurf. Für jede einzelne Sportart werden die Ergebnisse unter der geringeren Anziehungskraft des Mondes berechnet und mit denen auf der Erde verglichen. Die Aufgabenblätter für die beiden Themen "Die erste Mondolympiade: Physik auf dem Mond" und "Gewicht und Masse: Was wiegt ein Astronaut auf dem Mond" gibt es jeweils für die Klassenstufen 7-9 sowie 9-10. Gewicht und Masse: Was wiegt ein Astronaut auf dem Mond? Mithilfe der Formel für die Gravitation lässt sich das Gewicht eines Menschen oder von Gegenständen auf der Erde und auf den Mond berechnen. Da die Gravitation auf dem Mond nur 1/6 so groß ist wie auf der Erde, wiegen dort alle Objekte weniger. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten über die Grundlagen der Mechanik verfügen. Sie sollten wissen, was ein Impuls ist und den grundlegenden Zusammenhang zwischen Masse und Gewicht kennen. Didaktische Analyse Für die Lernenden ist ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen nötig. Deshalb müssen Lehrkräfte sehr darauf achten, durch Abbildungen und Animationen den Sachverhalt anschaulich zu gestalten. Nach verständlicher Einführung durch die Lehrkraft oder durch eigenständiges Erarbeiten der beigefügten Grundlagen/Einführung kann das Arbeitsblatt als Hausaufgabe erarbeitet werden. Methodische Analyse Schritt für Schritt wird in der Einführung die Gleichung für die Gravitation beschrieben. Mit begleitenden Übungsaufgaben einschließlich sehr ausführlicher Lösungen werden die Lernenden mit den notwendigen Berechnungen für die verschiedenen Aufgaben vertraut gemacht. Die Schülerinnen und Schüler lernen den Zusammenhang zwischen Masse und Gewicht zu verstehen. können physikalische Gleichungen interpretieren und auswerten. erfahren die Anforderungen an Astronauten. verstehen Gravitation und ihre Eigenschaften. lernen die physikalischen Größen und Eigenschaften des Mondes kennen.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Bewegungsfördernder Einsatz von Tablets im Sport-Unterricht

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit produzieren die Schülerinnen und Schüler mithilfe der App iMovie einen "bewegten" Trailer, aufgenommen mit einem Tablet in einer Bewegungslandschaft. Die Einheit wurde im Kontext des von der Deutsche Telekom Stiftung geförderten Programms "Digitales Lernen Grundschule" entwickelt.In der vorgestellten Unterrichtseinheit werden bewegungsanregende Stationen mit der Nutzung digitaler Medien verbunden. Die Schülerinnen und Schüler können in der Bewegungslandschaft gemeinsam Bewegungsideen gestalten, erproben und präsentieren. Mithilfe der Tablets werden die Bewegungen zur Vor- und Aufführung miteinander verbunden. Durch den kreativen Umgang mit dem Tablet erhalten die Kinder einerseits einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt und werden gleichzeitig motiviert, im Sport-Unterricht verschiedene Bewegungsformen (Klettern, Rutschen, Springen, Schwingen, Kriechen und so weiter) auszuprobieren. Die Unterrichtseinheit umfasst insgesamt fünf Sportstunden und eine Stunde im Klassenraum, in welcher die entstandenen Filme gemeinsam angeschaut werden. Methodische Hinweise zur Phase der Trailer-Produktion Um zügig ins Arbeiten zu kommen, bewährt es sich, die vierköpfigen Teams in der Phase der Trailer-Produktion in Tandems aufzuteilen. Erst filmen zwei Kinder die anderen beiden, und nach einem Signal der Lehrkraft tauschen das Kamera-Team und die Darstellenden. Ein weiteres Signal markiert den Wechsel der Stationen. Insgesamt haben die Kinder circa acht Minuten Zeit pro Station, wobei nach vier Minuten ein Wechsel des Kamera-Teams stattfindet. Kritische Medienreflexion zum Abschluss Die Präsentation der Ergebnisse ist ein wichtiger Bestandteil der handlungsorientierten Medienarbeit, wofür ausreichend Zeit eingeplant werden sollte. Durch den kreativen Umgang mit dem Tablet erhalten die Kinder einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt: Sie erfahren spielerisch, wie Filme gemacht werden und lernen Elemente der Filmsprache und dessen Wirkung kennen. Wichtig ist, diese Erfahrungen aufzugreifen und gemeinsam zu besprechen, um eine kritische Auseinandersetzung und bewusstere Mediennutzung zu fördern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gestalten, erproben und präsentieren in einer Bewegungslandschaft gemeinsam Bewegungsideen. lernen, was ein Trailer ist und welche Funktionen dieser hat. beschäftigen sich mit Einstellungsgrößen und Perspektiven als Mittel der Filmsprache. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren spielerisch, wie Filme gemacht werden (siehe KMK-Kompetenzbereich 3 – Produzieren und Präsentieren). lernen Elemente der Filmsprache und dessen Wirkung kennen (siehe KMK-Kompetenzbereich 6 – Analysieren und Reflektieren). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben effektives Arbeiten im Team. trainieren durch kreatives Agieren in Teams auch ihr eigenverantwortliches Lernen.

  • Sport / Bewegung / Informationstechnik
  • Primarstufe

Fakultäten, Binomialkoeffizienten und ein Trikottausch

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Fakultäten und Binomialkoeffizienten schreiben die Lernenden ein Programm, das nach Möglichkeiten sucht, die Trikots beim Trikottausch zwischen zwei Mannschaften in einer bestimmten Art zu vergeben. Der Zusammenhang zwischen Wahrscheinlichkeit und relativer Häufigkeit wird an einem spannenden Beispiel spielerisch vorgestellt. Auch dazu soll eine zweite kleine Simulation erstellt werden.Die neuen G8-Lehrpläne sehen schon in Unter- und Mittelstufe Einblicke in die Kombinatorik und die Wahrscheinlichkeitsrechnung vor. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und 11 in G9 werden erst im Grund- oder Leistungskurs Einblicke in diese Thematik erfahren. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit soll eine erste Anwendung derartiger Elemente aufzeigen. Sie lässt sich in Arbeitsgruppen oder Arbeitskreisen außerhalb des Unterrichts realisieren. Die hier angebotenen Materialien bieten eine Möglichkeit, begabte Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten zu lassen und ihnen immer wieder Aufgaben und Lösungen auszuhändigen. Für Hilfeleistungen und Rückmeldungen sollte ihnen dabei die Lehrperson als Ansprechpartner zur Seite stehen. Lebensweltbezug Als Aufhänger für die Thematik der Aufgabenstellung, Fakultäten und Binomialkoeffizient, können Sport-Events wie Fußball- und Handball-Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften genutzt werden. Beim Trikottausch am Ende der Partien spielen sicher vorherige Absprachen eine Rolle und nicht jeder gibt sein Trikot am Ende eines Matches her. Dass der Trikottausch auch etwas mit Mathematik zu tun haben könnte, kann man schnell übersehen... Einstieg in die Thematik Fakultäten und Binomialkoeffizient Am Beispiel einer Mannschaftsstärke von fünf Spielern soll zuerst die Anzahl von Möglichkeiten erarbeitet werden, wie diese fünf Sportler die fünf Trikots der gegnerischen Mannschaft unter sich verteilen können. Das Prinzip ist schnell erkannt. Anschließend soll das Trikottauschen mit einer Bedingung erfolgen: Kein Spieler soll das Trikot mit seiner eigenen Nummer erhalten. Die Bestimmung dieser Anzahl scheint anfangs nur per Suche möglich zu sein. Fortsetzung und Vertiefung Nachdem mithilfe des Computers die Anzahl der Möglichkeiten, wie die Trikots mit der Zusatzbedingung verteilt werden können, bestimmt wurde, wird eine Berechnungsvorschrift vorgestellt. Mit dieser kann dann für beliebige Anzahlen von Spielern die Frage nach der Anzahl der Tauschmöglichkeiten berechnet werden. Da die Wahrscheinlichkeit einer solchen Trikotverteilung gegen 1/e strebt, kann mit einer weiteren Simulation die Zahl der Möglichkeiten für die Verteilung mit dem Computer bestimmt und mit dem exakten Wert verglichen werden.Die Schülerinnen und Schüler lernen die Kombinatorik kennen. lernen ein einfach klingendes und somit leicht verständliches mathematisches Problem kennen, dessen gesamte Lösung aber noch aussteht. lernen mathematische Syntax kennen. lernen Wahrscheinlichkeiten und relative Häufigkeiten kennen. setzen Algorithmen in einfache Programmroutinen um. arbeiten selbstorganisiert.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Steuern - nein danke?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Steuern machen sich die Schülerinnen und Schüler basierend auf einem Beispiel ihrer Lebenswelt Gedanken über Abgaben an das Finanzamt. Dabei wägen sie zwischen dem Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - und dem Verfolgen persönlicher Interessen ab. Sie betten ihre Argumente in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext ein und gelangen so zu einem moralisch gereifteren Urteil.Die Unterrichtseinheit zum Thema Steuern startet mit dieser Fragestellung, wie viele Spirituosen oder Zigaretten man aus dem Ausland mit nach Hause bringen darf und ob man diese versteuern muss. Die Schülerinnen und Schülern erhalten im Fishbowl die Gelegenheit, sich diesbezüglich moralisch zu erklären oder sich gegebenenfalls zu revidieren. Kaffee, Zigaretten, Alkohol und mittlerweile auch Benzin sind wahrscheinlich die liebsten "Mitbringsel" von Urlaubern. Und es ist üblich, dass Mitglieder einer Reisegruppe, die diese Waren nicht eingekauft haben, diese dann für diejenigen, die davon zu viel gekauft haben, mit über die Grenze nehmen. Dass auch dies verboten ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Darauf aufbauend erhalten sie dann die Gelegenheit, sich grundsätzliche Gedanken zur Notwendigkeit von Steuern zu machen und ihre diesbezügliche Perspektive zu erweitern.Die Unterrichtseinheit "Steuern - nein danke?" soll Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, moralische Überlegungen zur Notwendigkeit von Steuern anzustellen. Die Untersuchungen von Kohlberg und Turiel belegen, dass moralische Qualitäten nur unzureichend durch direkte Belehrung stimulierbar sind. Veränderungen im moralischen Denken und Handeln können in der Regel erst dadurch erreicht werden, dass Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aktiv reorganisieren. Dazu sollen sie durch einen echten Moralkonflikt stimuliert werden. Ablauf der Unterrichtseinheit "Steuern - nein danke?" Einstiegsfall Als Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler gefragt, ob sie bei einem bevorstehenden Urlaub - alternativ einer geplanten Klassenfahrt - als Nichtraucher für einen Raucher Zigaretten mit über die Grenze nehmen würden. Die Raucher werden gefragt, ob sie einen Nichtraucher um diese Gefälligkeit bitten würden. Das Ergebnis wird mittels einer Punktabfrage ermittelt. In der Regel entscheidet sich die überwiegende Mehrheit einer Klasse dafür, die Zigaretten mitzunehmen. Internetrecherche zu den rechtlichen Grundlagen Das Tabaksteuergesetz Im Anschluss an die Punktabfrage werden die Lernenden gebeten, im Internet zu recherchieren, wie dieses Thema juristisch geregelt ist. Der § 20 des Tabaksteuergesetzes hilft hier weiter. Die Schülerinnen und Schüler stellen bereits beim Studium des § 20 Abs. 1 TabStG fest, dass man für den Eigenbedarf erworbene Tabakwaren nur selbst in das Steuergebiet verbringen darf. Das Mitnehmen von Tabakwaren für Mitschüler ist somit nicht in Ordnung. Damit ist der Einstiegsfall rechtlich geklärt. Alltagsrelevanz Lesen die Lernenden allerdings im § 20 TabStG weiter, werden sie sich spätestens bei Absatz 4 fragen, wie viele Zigaretten sie denn heute aus der Tschechischen Republik mit nach Deutschland nehmen dürfen. Schließlich gilt die Regelung, dass man nur 200 Zigaretten pro Person einführen darf, seit dem 31. Dezember 2007 nicht mehr. Nun ist guter Rat teuer. Es stellt sich die Frage, wo der § 20 TabStG erläutert wird. Dazu kann man sich zum einen auf die Homepage des Zolls begeben. Hier wird auf die Mengenregelung zum privaten Verbringen erläutert. Alternativ kann man aber auch in der Tabaksteuerverordnung nachschauen. Der § 22 b TabStV (Tabaksteuerverordnung) hilft jetzt weiter. Recherche-Ergebnis Im Ergebnis stellt man fest, dass man seit dem 31.12.2007 bis zu 800 Zigaretten, 200 Zigarren, 400 Zigarillos oder ein Kilogramm Rauchtabak aus dem freien Verkehr eines anderen Mitgliedstaates für den Eigenbedarf selbst in das Steuergebiet, also nach Deutschland, mitbringen darf. Parallelfall: Alkohol-Transport Falls die Schülerinnen und Schüler ergänzend auch noch die Regelungen zu Alkoholika interessieren, kann auf das entsprechende Urteil des EuGH vom 23.11.2006 verwiesen werden. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass die für den eigenen Bedarf erworbenen Waren persönlich befördert werden müssen. Somit darf also auch der Transport von Alkoholika nicht an Mitschüler delegiert werden. Erarbeitung steuerethischer Grundlagen Moralischer Konflikt Beim Studium der gesetzlichen Regelungen stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass sie sich bei der Punktabfrage nicht gesetzeskonform entschieden haben. Damit entsteht ein moralischer Konflikt, der sie für den Inhalt sensibilisiert. Sie haben nun in der Regel das Bedürfnis, ihre Einstellung und ihr Wissen um die Gesetzeslage in Einklang zu bringen. Gefahren des Rauchens erwähnen An dieser Stelle bietet es sich zudem an, auch auf die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens hinzuweisen und diese Überlegungen als weiteren Aspekt einzubringen. Internetrecherche Da sie für diese Reorganisation weitere Information benötigen, kann man ihnen nun anbieten, sich in Gruppen mit verschiedenen Perspektiven zum Thema Steuern zu beschäftigen und entsprechendes Material im Internet zu recherchieren. Die Recherche bildet die Basis der späteren Diskussion im Fishbowl . Auswahl der Perspektiven in der Vorbereitung des Fishbowls Bevor man der Klasse die alternativen Perspektiven zur Auswahl stellt, sollte man sich überlegen, wie viele und welche Perspektiven man anbietet. Dabei sind die Anzahl der Lernenden und die Ausgewogenheit zu beachten. Weiterhin sollten die Gruppen "Schüler" und "Adam Smith" im Fishbowl nicht fehlen. Nachdem den Schülerinnen und Schülern einige oder alle der folgenden Perspektiven kurz vorgestellt worden sind, wählen diese eine aus, die sie erarbeiten wollen. Die Gruppengröße sollte auf maximal vier Schülerinnen und Schüler begrenzt sein. Fishbowl Methodische Hinweise Nach der Erarbeitungs- und Recherchephase werden die Perspektiven in einem Fishbowl ausgetauscht. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, diese Methode noch ein wenig zu ergänzen: Eine Moderatorin oder ein Moderator im inneren Kreis sollte darauf achten, dass die Diskussion nicht abschweift. Falls dies möglich ist, übernimmt eine Schülerin oder ein Schüler diese Rolle. Alternativ springt die Lehrerin oder der Lehrer ein. Weiterhin ist es günstig, eine Zeitwächterin oder einen Zeitwächter zu bestimmen. Eine Redezeitbegrenzung von einer Minute gibt jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die Gelegenheit, seine Kernargumente vorzutragen. Inhaltliche Hinweise Die Moderation sollte unter anderem dafür Sorge tragen, dass im Fishbowl auch das Free-Rider-Verhalten thematisiert wird. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich mit einem Dilemma konfrontiert, bei dem das Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - dem individuellen, rationalen Handeln gegenübersteht. Denken die Lernenden ihre in der Punktabfrage getroffene Entscheidung zu Ende, können sie merken, dass sie damit nur ein Suboptimum erreichen. Schlimmstenfalls wird eine dem market of lemons ähnliche Situation entstehen. Überträgt man diese Theorie auf die Steuerehrlichkeit, so wird am Ende jeder von jedem glauben, dass er bei der Steuer betrügt. In der Folge wird dann jeder die Steuer betrügen, um sich nicht schlechter zu stellen. Im Fishbowl haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich zu erschließen, dass ein geregeltes, gesellschaftliches Miteinander Vorteile für alle Mitglieder dieser Gemeinschaft bietet. Sicherung der Ergebnisse und erneute Punktabfrage Die Ergebnisse des Fishbowls werden abschließend durch die Lehrerin oder den Lehrer an der Tafel oder am Flipchart gesichert. Abschließend wird die Punktabfrage noch einmal wiederholt und mit dem Ergebnis der ersten Abfrage verglichen. Eine Wertung der Abweichungen wird nicht vorgenommen! Literatur Moralische Entwicklung und Moralerziehung von Lawrence Kohlberg und Elliot Turiel in Sozialisation und Moral - Neuere Ansätze zur moralischen Entwicklung und Erziehung von Gerhard Portele, Weinheim 1978 Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Vielschichtigkeit steuerrechtlicher Fragestellungen besser, indem sie sich aus verschiedenen Perspektiven darüber austauschen. lernen über die Kenntnis der verschiedenen Perspektiven ihren persönlichen Standpunkt in gesamtgesellschaftliche Interessenlagen zu integrieren. Aufgabenstellung Als Einstieg werden die Schülerinnen und Schüler gefragt, ob sie bei dem bevorstehenden Urlaub - alternativ einer geplanten Klassenfahrt - als Nichtraucher für einen Raucher Zigaretten mit über die Grenze nehmen würden. Die Raucher werden gefragt, ob sie einen Nichtraucher um diese Gefälligkeit bitten würden. Das Ergebnis wird mittels einer Punktabfrage ermittelt. In der Regel entscheidet sich die überwiegende Mehrheit einer Klasse dafür, die Zigaretten mitzunehmen. Das Tabaksteuergesetz Im Anschluss an die Punktabfrage werden die Lernenden gebeten, im Internet zu recherchieren, wie dieses Thema juristisch geregelt ist. Der § 20 des Tabaksteuergesetzes hilft hier weiter. Die Schülerinnen und Schüler stellen bereits beim Studium des § 20 Abs. 1 TabStG fest, dass man für den Eigenbedarf erworbene Tabakwaren nur selbst in das Steuergebiet verbringen darf. Das Mitnehmen von Tabakwaren für Mitschüler ist somit nicht in Ordnung. Damit ist der Einstiegsfall rechtlich geklärt. Alltagsrelevanz Lesen die Lernenden allerdings im § 20 TabStG weiter, werden sie sich spätestens bei Absatz 4 fragen, wie viele Zigaretten sie denn heute aus der Tschechischen Republik mit nach Deutschland nehmen dürfen. Schließlich gilt die Regelung, dass man nur 200 Zigaretten pro Person einführen darf, seit dem 31. Dezember 2007 nicht mehr. Nun ist guter Rat teuer. Es stellt sich die Frage, wo der § 20 TabStG erläutert wird. Dazu kann man sich zum einen auf die Homepage des Zolls begeben. Hier wird auf die Mengenregelung zum privaten Verbringen erläutert. Alternativ kann man aber auch in der Tabaksteuerverordnung nachschauen. Der § 22 b TabStV (Tabaksteuerverordnung) hilft jetzt weiter. Recherche-Ergebnis Im Ergebnis stellt man fest, dass man seit dem 31.12.2007 bis zu 800 Zigaretten, 200 Zigarren, 400 Zigarillos oder ein Kilogramm Rauchtabak aus dem freien Verkehr eines anderen Mitgliedstaates für den Eigenbedarf selbst in das Steuergebiet, also nach Deutschland, mitbringen darf. Parallelfall: Alkohol-Transport Falls die Schülerinnen und Schüler ergänzend auch noch die Regelungen zu Alkoholika interessieren, kann auf das entsprechende Urteil des EuGH vom 23.11.2006 verwiesen werden. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass die für den eigenen Bedarf erworbenen Waren persönlich befördert werden müssen. Somit darf also auch der Transport von Alkoholika nicht an Mitschüler delegiert werden. Moralischer Konflikt Beim Studium der gesetzlichen Regelungen stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass sie sich bei der Punktabfrage nicht gesetzeskonform entschieden haben. Damit entsteht ein moralischer Konflikt, der sie für den Inhalt sensibilisiert. Sie haben nun in der Regel das Bedürfnis, ihre Einstellung und ihr Wissen um die Gesetzeslage in Einklang zu bringen. Gefahren des Rauchens erwähnen An dieser Stelle bietet es sich zudem an, auch auf die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens hinzuweisen und diese Überlegungen als weiteren Aspekt einzubringen. Internetrecherche Da sie für diese Reorganisation weitere Information benötigen, kann man ihnen nun anbieten, sich in Gruppen mit verschiedenen Perspektiven zum Thema Steuern zu beschäftigen und entsprechendes Material im Internet zu recherchieren. Die Recherche bildet die Basis der späteren Diskussion im Fishbowl . Bevor man der Klasse die alternativen Perspektiven zur Auswahl stellt, sollte man sich überlegen, wie viele und welche Perspektiven man anbietet. Dabei sind die Anzahl der Lernenden und die Ausgewogenheit zu beachten. Weiterhin sollten die Gruppen "Schüler" und "Adam Smith" im Fishbowl nicht fehlen. Nachdem den Schülerinnen und Schülern einige oder alle der folgenden Perspektiven kurz vorgestellt worden sind, wählen diese eine aus, die sie erarbeiten wollen. Die Gruppengröße sollte auf maximal vier Schülerinnen und Schüler begrenzt sein. Methodische Hinweise Nach der Erarbeitungs- und Recherchephase werden die Perspektiven in einem Fishbowl ausgetauscht. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, diese Methode noch ein wenig zu ergänzen: Eine Moderatorin oder ein Moderator im inneren Kreis sollte darauf achten, dass die Diskussion nicht abschweift. Falls dies möglich ist, übernimmt eine Schülerin oder ein Schüler diese Rolle. Alternativ springt die Lehrerin oder der Lehrer ein. Weiterhin ist es günstig, einen Zeitwächter zu bestimmen. Eine Redezeitbegrenzung von einer Minute gibt jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer die Gelegenheit, seine Kernargumente vorzutragen. Inhaltliche Hinweise Die Moderation sollte unter anderem dafür Sorge tragen, dass im Fishbowl auch das Free-Rider-Verhalten thematisiert wird. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich mit einem Dilemma konfrontiert, bei dem das Engagement für gemeinschaftliche Güter - durch das Zahlen von Steuern - dem individuellen, rationalen Handeln gegenübersteht. Denken die Lernenden ihre in der Punktabfrage getroffene Entscheidung zu Ende, können sie merken, dass sie damit nur ein Suboptimum erreichen. Schlimmstenfalls wird eine dem market of lemons ähnliche Situation entstehen. Überträgt man diese Theorie auf die Steuerehrlichkeit, so wird am Ende jeder von jedem glauben, dass er bei der Steuer betrügt. In der Folge wird dann jeder die Steuer betrügen, um sich nicht schlechter zu stellen. Im Fishbowl haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich zu erschließen, dass ein geregeltes, gesellschaftliches Miteinander Vorteile für alle Mitglieder dieser Gemeinschaft bietet. Die Ergebnisse des Fishbowls werden abschließend durch die Lehrerin oder den Lehrer an der Tafel oder am Flipchart gesichert. Abschließend wird die Punktabfrage noch einmal wiederholt und mit dem Ergebnis der ersten Abfrage verglichen. Eine Wertung der Abweichungen wird nicht vorgenommen! Moralische Entwicklung und Moralerziehung von Lawrence Kohlberg und Elliot Turiel in Sozialisation und Moral - Neuere Ansätze zur moralischen Entwicklung und Erziehung von Gerhard Portele, Weinheim 1978

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Speaking Test: mock exams

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsstunde zur Sprechförderung erhalten die Schülerinnen und Schüler theoretisches und praktisches Übungsmaterial für die Vorbereitung auf einen Speaking Test in Anlehnung an den PET (Cambridge Institut) und die Sprechfertigkeitsprüfung an bayerischen Realschulen und Gymnasien.Sprechfertigkeitsprüfungen / Speaking Tests haben mittlerweile in allen Schularten und Bundesländern Einzug erhalten. Die meisten Sprechfertigkeitsprüfungen orientieren sich an international durchgeführten Zertifikatsprüfungen. Für den Englischunterricht in der Mittelstufe (Niveau B1) ist hier vor allem der Cambridge PET (Preliminary English Test) zu erwähnen. Sein Konzept wurde für viele Schularten und Jahrgangsstufen in meist nur leicht veränderter Form übernommen und besteht aus drei Teilen: einem allgemeinen Vorstellungsgespräch, einer Bildbeschreibung und einer intensiveren Auseinandersetzung mit einem Thema. Die vorliegende Unterrichtseinheit gibt den Schülerinnen und Schülern konkretes Übungsmaterial zu diesen drei Teilen an die Hand und bereitet sie somit konkret auf die mündliche Prüfung vor. Die Übungseinheit beinhaltet sechs komplette Speaking Tests zu den Themen "work", "family", "vacation", "kids", "transport" und "nature", die zur Vorbereitung auf die Sprechfertigkeitsprüfung im Unterricht als Mock Exams verwendet werden können. Zusätzlich bietet die Einheit einen Basiswortschatz zu den jeweiligen Themen und Bildern mit eigener Lernzielkontrolle. Vorkenntnisse Für die Durchführung der Unterrichtseinheit zur Vorbereitung auf einen Speaking Test sollten die Schülerinnen und Schüler mit der jeweiligen Form der angesetzten Prüfung vertraut sein oder vertraut gemacht werden. Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien dürften die gängigen Formen (small talk, Bildbeschreibung, Diskussion) abdecken, werden aber nicht speziell eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler sollten auch die für die Prüfung vorgesehen Bewertungsraster kennen, damit sie wissen, worauf jeweils Wert gelegt wird. Das vorliegende Material ist daher keine Einführung in das Prüfungsformat, sondern ein Übungsangebot für Schülerinnen und Schüler oder ein Prüfungsangebot für Lehrkräfte. Methodisch-Didaktische Analyse Um zu verhindern, dass die Schülerinnen und Schüler lediglich bekanntes Vokabular verwenden und sich daher sprachtechnisch wenig weiterentwickeln, kann es hilfreich sein, im Vorfeld einen Basiswortschatz zu den jeweiligen Themenfeldern aufzubauen. Hierzu dienen gängige Grundwortschatzbücher oder auch die beiliegenden Arbeitsblätter, welche sich speziell an den Themen und Fragestellungen dieser Einheit orientieren. Je nach Klasse bietet es sich an, einzelne Paare vor der Klasse vorspielen zu lassen, um ein direktes Feedback geben zu können. Erfahrungsgemäß benötigen die Schülerinnen und Schüler aber vor allem Übung und einen angstfreien Raum, in dem sie dies praktizieren dürfen. Die Schülerpaare sollten nach jeder Übung neu gemischt werden. Durch die neue Konstellation stört es auch nicht, gleiche Übungsbeispiele mehrmals zu verwenden, da neue Paarungen auch immer wieder neue Impulse geben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr englisches Vokabular zu den Themenbereichen "work", "family", "vacation", "kids", "transport" und "nature". trainieren ihre Sprechfertigkeit an unterschiedlichen Aufgaben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren auf Englisch mit unterschiedlichen Partnern, tauschen Ideen und Gedanken aus und lernen, Meinungsverschiedenheiten sprachlich adäquat zu bewältigen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Umfang und Flächeninhalt von einem Trapez

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wie viel Kreppband und wie viele Sprühdosen werden benötigt, um das Logo einer bekannten Sportfirma an die Wand zu sprühen? In dieser Unterrichtseinheit geht es darum, mithilfe der mathematischen Modellierung den Umfang und den Flächeninhalt von Trapezen in einem Anwendungszusammenhang zu bestimmen. Viele Logos von Marken und Firmen bestehen aus geometrischen Formen. Ebenso ein Logo, welches Inhalt dieser Unterrichtseinheit ist, denn es besteht aus drei Trapezen. Ziel der Stunde ist es, die Frage zu lösen, wie viel Kreppband und wie viele Sprühdosen benötigt werden, um das Logo an eine Wand sprühen zu können. Die Erarbeitung beziehungsweise die Herleitung der Formel für den Flächeninhalt orientiert sich nach dem EIS-Prinzip von Brunner, in der ein Lerninhalt auf enaktiver (handelnder), ikonischer (bildlicher) und symbolischer (formalisierter) Ebene behandelt wird. In der enaktiven Phase legen die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit das Trapez aus dem zusätzlichen Material so an das deckungsgleiche Trapez auf dem Arbeitsblatt an, dass ein bereits bekanntes Viereck (Parallelogramm) entsteht. Dies führt zur ikonischen Ebene, in der die Schülerinnen und Schüler in Paararbeit mithilfe des Bildes Erkenntnisse für den Flächeninhalt gewinnen. Auf der symbolischen Ebene werden dann schließlich die Flächeninhalte berechnet und die Erkenntnisse in eine verallgemeinernde Formel übersetzt. Nachdem die Formel für den Flächeninhalt gesichert ist, haben die Schülerinnen und Schüler das nötige Werkzeug, um die Modellierung " Wie viel Kreppband und wie viele Sprühdosen werden benötigt, um das Logo an eine Wand zu sprühen? " selbstständig zu bearbeiten. In Paararbeit werden alle relevanten Informationen in mathematische Terme und Gleichungen übersetzt und anschließend gelöst. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können sich darüber hinaus in einem zweiten Arbeitsblatt mit alternativen Flächeninhaltsberechnungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Umfang und Flächeninhalt von einem Trapez Hinter dem Logo einer Sportmarke verstecken sich Trapeze, deren Umfänge und Flächeninhalte berechnet werden sollen. Da die Formeln für die Schülerinnen und Schüler noch unbekannt sind, bildet die Herleitung dieser Formeln den inhaltsbezogenen mathematischen Kern der Stunde. Der Umfang ist im Vergleich zum Flächeninhalt einfach hergeleitet. Wie bei allen geometrischen Formen entspricht der Umfang einfach der Summe aller Seitenlängen. Das ist den Lernenden bereits von anderen geometrischen Formen bekannt, weshalb der Fokus auf der Herleitung des Flächeninhalts liegt. Diese Herleitung soll gelingen, indem die Fläche durch geschickte Ergänzung auf bereits bekannte Flächen zurückgeführt wird, wodurch die Formel für die relevante Fläche abgeleitet werden kann. Zwei deckungsgleiche Trapeze werden hier zu einem Parallelogramm geformt. Den Flächeninhalt eines Parallelogramms berechnet man, indem man die Länge einer Grundseite mit der dazugehörigen Höhe multipliziert. Der Flächeninhalt des entstandenen Parallelogramms wird halbiert und es ergibt sich die Formel für den Flächeninhalt eines Trapezes. Didaktisch-methodische Analyse Methodisch ist die Unterrichtsstunde nach dem EIS-Prinzip mit Think-Pair-Share aufgebaut. Diese Herangehensweise bedient alle Lerntypen, da neben dem haptischen Arbeiten auch bildlich gearbeitet wird. Die erste Phase findet in Einzelarbeit statt, damit alle Lernenden nach dem Stundeneinstieg aktiviert bleiben und in die anschließende Paararbeit eigene Gedanken mitnehmen können. Durch die Paararbeit findet eine lernförderliche Kommunikation statt, die zum Formalisieren führt. Durch den problemorientierten Stundeneinstieg und das Lösen des Kreppband- und Sprühdosenproblems im zweiten Teil der Stunde findet eine automatische Binnendifferenzierung durch die mathematische Modellierung statt. Vorkenntnisse und Vorbereitung Die Schülerinnen und Schüler sollten die Flächeninhaltsformel eines Parallelogramms kennen, um diese Unterrichtseinheit zielgerecht bearbeiten zu können. Für die Vorbereitung muss das Arbeitsmaterial von der Lehrkraft ausgedruckt und ausgeschnitten werden. Fachbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler leiten selbstständig die Flächeninhaltsformel des Trapezes her. wenden die Flächeninhaltsformel im Modellierungskreislauf ab. bestimmten selbständig aus ihren mathematischen Ergebnissen eine reale Lösung für den Sachzusammenhang. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Überlegungen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern nachvollziehbar vor. lernen durch Paar- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

"Das Wunder von Bern" - Film und Buch

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit stellt eine sprachlich niedrigschwellige Möglichkeit vor, "Das Wunder von Bern" im Unterricht zu behandeln. Zusätzlich werden Arbeitsmaterialien in leichter Sprache bereitgestellt. Teile der Unterrichtseinheit können auch als Einzelmodule in Vertretungsstunden verwendet werden. Fußball verändert die Welt. So geschehen am 4. Juli 1954 in Bern, als die bislang unbeachtete deutsche Nationalmannschaft nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs auf friedliche Weise zeigte: "Wir sind wieder wer!". Im Kinofilm und im Buch zum Film "Das Wunder von Bern" werden vielschichtige Motive verarbeitet. So werden die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit vor dem Einsetzen des Wirtschaftswunders dargestellt. Die Belastungen einer Familie, deren Ernährer erst spät aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wird, stehen dem Hoffnungsträger Sport und speziell dem Fußball gegenüber. Schließlich ist es der Sport, der die Familie wieder vereint und zugleich Deutschland ein Stück weit mit der Welt versöhnt. Die Unterrichtseinheit bringt diese Themen über den Film oder das Buch in den Unterricht. Differenzierung erfolgt sowohl mit sprachlich altersgemäßen Texten als auch mit Material in leichter Sprache. Die drei Module der Unterrichtseinheit Der Fußball bietet für die ausgewählten Einzelthemen Nachkriegszeit, Weltmeisterschaft und "Reisen" einen Einstieg in schülergerechte Unterrichtsstunden. Methodisch ansprechend werden die Medienformate Text und Video in drei Einzelstunden zum Einsatz gebracht. Arbeitsmaterialien, die als Ausdrucke oder digital zum Einsatz kommen können, begleiten die vorgeschlagenen drei Unterrichtsstunden, können aber auch jeweils einzeln verwendet werden. Ablauf 1. Stunde: Nachkriegszeit Durch die Betrachtung der WM-Trophäe wird in der ersten Stunde dieser Reihe das Interesse am Thema "Wunder von Bern" geweckt: Fußballweltmeisterschaften sind auch heute Medienereignisse von weltweiter Bedeutung, aber der Sieg von 1954 war eine der Grundlagen für den Wiederaufschwung in Deutschland. Dazu sind gewisse Einblicke in die wirtschaftlichen (Armut, Umweltverschmutzung im Ruhrgebiet) und sozialen (durch Krieg/Gefangenschaft zerrissene Familien, die Not Kriegsversehrter) Bedingungen der Zeit notwendig, um die Bedeutung einer gewonnenen Weltmeisterschaft einordnen zu können. Diese erfolgen über Arbeitsmaterial, das in leichter und lerneraltersgemäßer Sprache vorliegt. 2. Stunde: Fußball gestern und heute In der zweiten Stunde wird zunächst die Bedeutung des Fußballs in der heutigen Zeit im Gespräch erarbeitet. Eine Wortsammlung zum Thema Fußball kann unterstützen. Des Weiteren arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit einem informierenden Text über die entscheidenden letzten Minuten des Endspiels von 1954. Dabei geht es um richtiges Textverständnis (Lückentext) sowie um die Erarbeitung von Fachbegriffen durch Definitionen in Paararbeit. Die Datei liegt in zwei verschiedenen Sprachversionen vor, darunter einmal in leichter Sprache. Zum Abschluss wird die Darstellung des Endspiels im Film "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann gezeigt und kritisch besprochen. 3. Stunde: Reisen mit der Mannschaft In den 50er-Jahren war das Reisen noch nicht so komfortabel wie heute. Dies zeigt der Schluss des Films "Das Wunder von Bern". Davon ausgehend werden mit einem informierenden Text die Bedingungen der Unterbringung der Nationalmannschaft 1954 erarbeitet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg Vorbehalte gegen Deutschland und deren Vertretung gab, die zum Beispiel die Hotelunterbringung in der Schweiz problematisch erscheinen ließen. Durch den Blick auf eine Landkarte wird deutlich, dass die Nationalmannschaft zwischen Trainingslager und Austragungsort sowohl mit dem Zug als auch auf der Straße befördert werden konnte. Der Flughafen von Bern stand zwar zur Verfügung, aber die An- und Rückreise erfolgte mit der Bahn. Abschluss: Der "Geist von Spiez" Den Abschluss der Unterrichtseinheit können Filmausschnitte bilden, in denen die Vorbereitung der Mannschaft im schweizerischen Ort Spiez gezeigt wird. Hier wird noch einmal der "Geist von Spiez" deutlich. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblick in die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. erkennen die Bedeutung des Sports für die private und internationale Aussöhnung. üben das Lesen und Verstehen von Sachtexten. erproben die Formulierung griffiger Definitionen und Erklärungen. erkennen Informationen in einem Text und ziehen diese zur Bearbeitung von Aufgaben heran. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Bilder. entwickeln Assoziationen zu Bildern. betrachten Film und Video konzentriert und entnehmen daraus Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler helfen einander, um erkannte Lücken zu schließen oder Wissen durch Übung zu vertiefen. lernen, mit den verschiedenen Leistungsfähigkeiten ihrer Mitschülerinnen und -schüler umzugehen. WM-Trophäe von 1954 Durch die Betrachtung der WM-Trophäe von 1954 wird in der ersten Stunde dieser Reihe das Interesse am Thema "Wunder von Bern" geweckt: Fußballweltmeisterschaften sind auch heute Medienereignisse von weltweiter Bedeutung, aber der Sieg von 1954 war eine der Grundlagen für den Wiederaufschwung in Deutschland. Dazu sind gewisse Einblicke in die wirtschaftlichen (Armut, Umweltverschmutzung im Ruhrgebiet) und sozialen (durch Krieg/Gefangenschaft zerrissene Familien, die Not Kriegsversehrter) Bedingungen der Zeit notwendig, um die Bedeutung einer gewonnenen Weltmeisterschaft einordnen zu können. Diese erfolgen über Arbeitsmaterial, das in leichter und lerneraltersgemäßer Sprache vorliegt. In der zweiten Stunde wird zunächst die Bedeutung des Fußballs in der heutigen Zeit im Gespräch erarbeitet. Eine Wortsammlung zum Thema Fußball, wie Material 3 anregt, kann unterstützen. Sodann arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit einem informierenden Text über die entscheidenden letzten Minuten des Endspiels von 1954. Dabei geht es um richtiges Textverständnis (Lückentext) sowie um die Erarbeitung von Fachbegriffen durch Definitionen in Partnerarbeit. Die Datei liegt in zwei verschiedenen Sprachversionen vor, einmal in leichter Sprache. Das Endspiel Zum Abschluss wird die Darstellung des Endspiels im Film "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann gezeigt und kritisch besprochen. Unterbringung der Nationalmannschaft 1954 In den 50er-Jahren war das Reisen noch nicht so komfortabel wie heute. Dies zeigt der Schluss des Films "Das Wunder von Bern". Davon ausgehend werden mit einem informierenden Text die Bedingungen der Unterbringung der Nationalmannschaft 1954 erarbeitet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg Vorbehalte gegen Deutschland und deren Vertreter gab, die zum Beispiel die Hotelunterbringung in der Schweiz problematisch erscheinen ließen. Durch den Blick auf eine Landkarte wird deutlich, dass die Nationalmannschaft zwischen Trainingslager und Austragungsort sowohl mit dem Zug als auch auf der Straße befördert werden konnte. Der Flughafen von Bern stand zwar zur Verfügung, aber An- und Rückreise erfolgten mit der Bahn. Abschluss: Der "Geist von Spiez" Den Abschluss der Stunde können Filmausschnitte bilden, in denen die Vorbereitung der Mannschaft im schweizerischen Ort Spiez gezeigt wird. Hier wird noch einmal der "Geist von Spiez" deutlich.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Zirkeltraining

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit stellt ein Zirkeltraining zum Thema "Allgemeine Fitness" dar und stärkt besonders die konditionellen Fähigkeiten der Kraft, Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und wenn im Anschluss als Cool-Down auch ausgedehnt wird, die Flexibilität. Damit werden alle fünf motorischen Grundfähigkeiten angesprochen und ausgebaut.In der Unterrichtseinheit wird das Zirkeltraining zunächst vorgestellt. In der ersten Stunde bauen die Schülerinnen und Schüler in neun Gruppen die neun Stationen nach den gegebenen Materialien auf, erkunden diese und stellen ihre Bewegungsvorstellung und Tipps zu den Übungen dem Plenum vor. Die Mitschülerinnen und Mitschüler und die Lehrkraft können hier ergänzen. Im Folgenden wird das Zirkeltraining durchgeführt, in den Stunden darauf kann die Belastung sukzessive erhöht werden. Um die Lernenden auch über die Unterrichtszeit hinaus für das Zirkeltraining zu begeistern, kann eine Fitness Challenge, ein Zirkeltraining für zu Hause , getestet werden. Das Thema Zirkeltraining im Unterricht Die Relevanz des Themas angesichts der Entwicklung des Arbeitsmarktes zu mehrheitlich sitzenden Tätigkeiten im Berufsleben sowie dem auch daraus resultierenden Fitnessboom, was sich auch schon in den Lehrplänen in der Form niedergeschlagen hat, dass Fitnessthemen allgegenwärtig gefordert werden, ist offenbar. Ein Zirkeltraining ist ein strukturiertes und wohlgeordnetes Instrument, um das Grundwissen der Schüler zu fundamentalen Leibesübungen zu entwickeln, mit denen sie sich im weiteren Verlauf ihres Lebens Besuche bei Arzt, Krankengymnastik und Physiotherapeuten sparen können. Die Lehrkraft benötigt Kenntnisse über die genaue Ausführung der Übungen und für welche Muskelgruppen die Übungen gedacht sind. Die verschiedenen Aufgaben sind absichtsvoll so angeordnet, dass nicht zweimal dieselben Muskelgruppen hintereinander beansprucht werden und nach Übungen, die besonders für das Herz-Kreislauf-System gedacht sind, eine weniger ausdauerorientierte Übung folgt. Insgesamt muss die Lehrkraft auf die Koordination achten, besonders beim Banksteigen und den Skippings auf der Weichbodenmatte auf den Kniehub sowie das Mitnehmen der Arme gegengleich zu den Beinen. Die wichtigsten Punkte sind immer auf den Stationskarten vermerkt, zudem ist jede Übung mit eigenen Fotos bebildert. Hier steht der Lehrperson frei, ein selbst geknipstes Foto zur besonderen Motivation ihrer Schützlinge einzufügen. Insgesamt ist es immer wichtig, bei den Übungen für die Bauchmuskulatur den unteren Rücken auf der Matte aufliegen zu haben. Vorkenntnisse Vorkenntnisse der Lernenden sind bei diesen Übungen immer hilfreich und oft auch durch Schule und Verein bereits gegeben. Die Schülerinnen und Schüler mit Vorkenntnissen können sich bei der Vorstellung und Erkundung des Zirkeltrainings besonders hervortun und sich auch im Laufe der Unterrichtseinheit durch Unterstützung der weniger sporterfahrenen Mitschüler einbringen. Ein Korrigieren und gegenseitiges Helfen sollte unabhängig vom Thema explizit im Sportunterricht gefordert werden. Durch die Bebilderung und die Beschriftung der Stationskarten sowie das Zeigen und Erläutern vor den Klassenkameraden und -kameradinnen und nicht zuletzt die eigene Durchführung der Übungen unter Kontrolle der Mitlernenden und der Lehrkraft werden auch die motorisch unerfahrenen Schüler in die Lage versetzt, die Sinnhaftigkeit der Bewegungsabläufe und die Wirkungen auf den eigenen Körper nachzuvollziehen. Die Selbstkontrolle dient als wichtiges Element der Selbsteinschätzung und Körpererfahrung sowie der Heranführung an Eigenverantwortlichkeit und dem Aha-Effekt bei der Beobachtung von Trainingseffekten. Didaktische Analyse Didaktisch ist die Lehrperson in ihrer Schwerpunktsetzung relativ frei und sollte sich darüber klar werden, ob bei der jeweiligen Lerngruppe soziale Aspekte wie Auf- und Abbau sowie gegenseitiges Erklären und Helfen im Vordergrund stehen, das Dehnen am Ende jeweils zu einem Mehr an Übungszeit im Zirkel selbst reduziert oder gar weggelassen wird oder gerade auch das Dehnen selbst mit seiner Fokussierung auf einzelne Muskeln und Muskelgruppen zu einer Vertiefung genutzt wird. Diese genau zu benennen, alternative Dehnübungen aufzuzeigen, häufige Verletzungen und Methoden, diesen entgegenzuwirken zu thematisieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Verletzungsprävention und Regeneration zu leisten, sollte ebenso Aufgabe der Lehrkraft sein. Bei der Regelung von Belastungs- und Pausenzeit ist die Lehrkraft dazu aufgefordert, die Leistungsfähigkeit der Gruppe sinnvoll einzuschätzen. Das Zirkeltraining in dieser Konzeption ist logischerweise kein Inhalt für eine Vertretungsstunde, sondern sollte über mindestens drei, besser vier bis fünf Doppelstunden kontinuierlich und sinnhaft entwickelt werden. Dafür sind in der ersten Doppelstunde nur zwei Durchgänge zu wählen, bei der eine Belastungszeit von 30 Sekunden im schulischen Bereich nicht überschritten werden sollte, die Pause kann zwischen 30-90 Sekunden liegen, sollte aber nicht länger werden. In den folgenden Stunden sollten an jeder Station drei Durchgänge erfolgen und die Belastungszeit kann, muss aber nicht erhöht werden, eine Erholungspause von höchstens 60 Sekunden sollte angestrebt werden. Die Lehrperson muss sich entscheiden, ob der Fokus mehr auf einem Krafttraining liegen soll, dann wäre es nach trainingswissenschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoller, an jeder Station drei Serien der jeweiligen Übung mit einer Pause von bis zu 60 Sekunden zu absolvieren. Für ein allgemeines Fitness- und Ausdauertraining aber, bei dem der Fokus gleichermaßen auf Ausdauer, Kraft und Koordination liegt, sollte nach jeder Serie die Station gewechselt werden und nach je einem Durchgang eine kleine Pause erfolgen. Methodische Analyse Schwierigkeiten liegen oft in der Bewegungsausführung, welche durch das oben angegebene Vorgehen aufgefangen werden kann. Wichtig ist die Motivation der Schülerinnen und Schüler, welche durch schnelle, motivierende Musik unterstützt werden kann. Schülerinnen und Schüler, die aus irgendwelchen Gründen – Erkältungen, Verletzungen, vergessene Sportbekleidung – inaktiv wären, sollen unbedingt soweit körperlich möglich in die Stunde mit eingebunden werden, entweder als Wächter für die Musik, für den Auf- und Abbau sowieso als Zeitnehmer, um Übungen zu erklären und Mitschüler und Mitschülerinnen zu korrigieren. Der Selbsteinschätzungsbogen auf Arbeitsblatt 2, welcher Lernenden und der Lehrkraft zur Beurteilung der Leistung dient, sollte aus Zeit- und Intensitätsgründen erst in der zweiten Doppelstunde verteilt werden. Hierauf tragen die Schülerinnen und Schüler die Anzahl der Wiederholungen pro Durchgang je Station ein, wobei sie darauf achten müssen, dass sie die feste Nummer der Station und nicht die Zahl ihrer gerade in dieser Stunde durchgeführten Station eintragen. Um eine Kommensurabilität zu erhalten, sollten die Durchschnittswerte dieser Klasse pro Übung errechnet werden, sodass jeder Schüler und jede Schülerin für jede Übung eine Einschätzung erhält, welche dann über die neun Stationen zu einer Note gemittelt wird. Es ist darauf zu achten, dass Schülerinnen im Vergleich zu Schülern um circa 10 Prozent schwächere Leistungen erzielen, was in der Notengebung berücksichtigt werden muss. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bauen die auf den Stationskarten aufgeführten Übungen gemäß der Beschreibung auf und ab. erklären sich gegenseitig den Bewegungsablauf der Übungen und den Sinn, der dahinter steht und erkennen, dass regelmäßiges Üben zur Verbesserung ihrer Leistungen führt. führen die auf den Stationskarten aufgeführten Übungen gemäß der Beschreibung aus und dokumentieren ihre Ergebnisse. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die auf den Stationskarten abgebildeten Hinweise und wissen diese für sich zu nutzen, was sich aus ihren Bewegungsausführungen ergibt. organisieren sich in ihrer Gruppe und sparen dadurch Arbeit und Zeit. sind auf der Grundlage der gegebenen Informationen dazu befähigt eigene Zirkel zu erstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten bei Auf- und Abbau konstruktiv zusammen. helfen und korrigieren sich gegenseitig bei den Ausführungen und Dokumentationen ihrer Übungsergebnisse sowie dem chronologischen Ablauf im Zirkel. motivieren sich untereinander.

  • Sport / Bewegung
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II, Sekundarstufe I
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