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Grammatik und Sprachbetrachtung: Fremdsprachen

Dossier

Das Erlernen neuer Sprachen fördert nicht nur kommunikative und interkulturelle Kompetenzen – es trägt auch zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit bei und stärkt junge Menschen. Dieses Themendossier bündelt Unterrichtsmaterialien zum Fremdsprachenerwerb für Grundschule, Sekundarstufen I und II und die berufliche Bildung. Grammatik und Sprachbetrachtung spielen im Fremdsprachen-Unterricht eine zentrale Rolle – ob im Fach Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Französisch, Spanisch oder Latein. Die Vermittlung von fremdsprachlicher Handlungskompetenz im Bereich der Grammatik und des Wortschatzes nimmt vor allen in den ersten Lernjahren der Grundschule und der Sekundarstufe I viel Raum ein. Sie fließt aber auch immer wieder in den fortgeschrittenen Fremdsprachen-Unterricht in der Sekundarstufe II und der beruflichen Bildung ein. Auf dieser Seite haben wir für Sie Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter, (Erklär-)Videos, interaktive Übungen und Fachartikel zusammengestellt, die im Themenbereich Grammatik und Sprachbetrachtung im Fremdsprachen-Unterricht verortet sind: spannende, schülerorientierte Einführungsstunden in neue grammatikalische Phänomene und Wortfelder sowie hilfreiche Übungsmaterialien zur Wiederholung und Festigung bereits bekannter sprachlicher Mittel. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen bei der Unterrichtsvorbereitung und mit Ihren Schülerinnen und Schülern! :-) Ihre Redaktion von Lehrer-Online

  • Fächerübergreifend
  • Sprache und Literatur

Vive Noël! - Weihnachtlicher Französisch-Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Klassen 5–8 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Weihnachtsvokabular und französische Festtraditionen durch spielerische Spracharbeit. Mit interaktiven Spielen, authentischen Texten und kreativen Schreibaufgaben trainieren Lernende Hörverstehen, Sprechkompetenz und interkulturelle Kommunikation. Die modulare Unterrichtsreihe zum Thema Weihnachten in Frankreich und französischsprachigen Ländern kombiniert Spracherwerb mit hohem Unterhaltungswert . Die Schülerinnen und Schüler trainieren Hörverstehen, Sprechkompetenz und Schreibfähigkeit in einem authentischen kulturellen Kontext - ohne zusätzlichen Organisationsaufwand für Lehrkräfte. Die Unterrichtsreihe besteht aus unabhängig einsetzbaren Modulen mit gestaffeltem Schwierigkeitsgrad. Die Einstiegsmodule nutzen interaktive Spiele zur Wortschatzarbeit und einfachen Grammatikübungen (zum Beispiel Weihnachtsvokabeln, Adjektive, Verben). Die Mittelstufen-Module umfassen Textarbeit, Leseverstehen und Hörverstehen mit französischen Weihnachtstraditionen, während fortgeschrittene Module kreatives Schreiben, Diskussionen über Weihnachtsbräuche und interkulturelle Austauschprozesse ermöglichen. Ein kulinarisches Modul integriert authentische französische Rezepte für Kinder (zum Beispiel Bûche de Noël, Gingerbread), die sich ohne großen Organisations- oder Materialaufwand im Klassenraum realisieren lassen. Die Schülerinnen und Schüler trainieren durch diese Unterrichtseinheit gezielt Wortschatz (Weihnachtsvokabular, Familien- und Festterminologie), Grammatik (Adjektive, Verben, Imperativ, Präpositionen - spielerisch trainiert), Sprechkompetenz (Dialoge, Präsentationen, Diskussionen) sowie interkulturelle Kompetenz durch das Kennenlernen französischer und frankophoner Weihnachtstraditionen. Darüber hinaus wird Medienkompetenz durch interaktive digitale Übungen gefördert. Die Arbeitsformen variieren zwischen Einzelarbeit (interaktive Spiele, Arbeitsblätter), Partnerarbeit (Dialoge, Rezepte), Gruppenarbeit (Projekte, Präsentationen) und Plenum (Diskussionen, Austausch). Die Module sind für verschiedene Referenzniveaus konzipiert: Anfänger (A1-A2) finden Module 1-4 mit Fokus auf Wortschatz und einfache Strukturen, während fortgeschrittene Lerner (A2-B1) von Modulen 5-10 mit Textarbeit und kreativem Schreiben profitieren. Die Unterrichtsreihe "Vive Noël!" folgt einem progressiven Aufbau vom Einfachen zum Komplexen und verbindet dabei spielerisches Lernen mit systematischem Spracherwerb. Das didaktische Konzept basiert auf dem Edutainment-Ansatz und hält dabei Lehrplan-Konformität als oberste Priorität. Die Progression verläuft von sehr einfachen zu etwas schwierigeren Inhalten und von einfachen, gelenkten zu komplexen, kreativen Aufgabenformen. Von simplen interaktiven Spielen mit leichtem Grammatikübungsangebot gelangen die Lernenden im Laufe der Unterrichtsreihe zu Textarbeit und kreativem Schreiben. Die Einzelmodule präsentieren sich also mit unterschiedlichem Anspruchsniveau, außerdem variiert das Verhältnis zwischen Spaß- und Lernfaktor bewusst und zielgerichtet. Phase 1 - Spielerischer Einstieg (Module 1-3): Interaktive Spiele zur Wortschatzarbeit (Weihnachtsvokabeln, Farben, Zahlen) Einfache Grammatikübungen (Adjektive, Verben im Präsens) Hoher Spaßfaktor, niedriger kognitiver Anspruch Ziel : Motivation aufbauen, Grundvokabular festigen Phase 2 - Strukturiertes Lernen (Module 4-7): Textarbeit mit authentischen französischen Weihnachtstexten Hörverstehen (zum Beispiel Weihnachtslieder, Dialoge) Schreib- und Sprechübungen Interkulturelle Inhalte (Weihnachtsbräuche in Frankreich, Belgien, Schweiz) Ziel : Sprachkompetenzen gezielt trainieren, kulturelle Sensibilität entwickeln Phase 3 - Kreative Anwendung (Module 8-10): Kreatives Schreiben (Weihnachtskarten, Gedichte, Geschichten) Projektarbeit (zum Beispiel Weihnachtspräsentationen, Rezepte) Diskussionen über kulturelle Unterschiede Ziel : Sprachliche Kompetenzen anwenden, eigenständig kreativ werden Die methodische Vielfalt ist ein Kernprinzip dieser Unterrichtsreihe. Spielbasiertes Lernen motiviert Schüler und reduziert Lernstress, während authentische Materialien wie französische Texte, Lieder und Rezepte kulturelle Authentizität gewährleisten. Die Handlungsorientierung durch Kochen, Präsentieren und Diskutieren fördert tiefes Verständnis, und die Binnendifferenzierung ermöglicht Module für verschiedene Leistungsniveaus. Die Lehrplan-Konformität ist dabei jederzeit gegeben: Die Unterrichtsreihe deckt Wortschatzarbeit (aktiv und passiv), grammatische Strukturen (Adjektive, Verben, Präpositionen), sprachliche Handlungskompetenzen (Sprechen, Schreiben, Hörverstehen, Leseverstehen), interkulturelle Kompetenz (Kennenlernen frankophoner Kulturen) und Medienkompetenz (digitale Übungen) ab. Die Einsatzszenarien sind vielfältig: Die komplette Unterrichtsreihe kann vor Weihnachten über 4-6 Wochen durchgeführt werden, einzelne Module lassen sich in regulären Französischstunden einsetzen, die Materialien eignen sich für Projektwochen oder Freiarbeit, und das differenzierte Angebot unterstützt leistungsstarke wie förderbedürftige Schüler gleichermaßen. Fachkompetenz (Spracherwerb) Die Schülerinnen und Schüler machen sich einige grammatische Phänomene (wieder) bewusst. erarbeiten den Wortschatz zum Thema Noël. bauen Hemmschwellen vor freier Textproduktion in der Fremdsprache ab. versprachlichen ein kurzes dessin animé. verstehen einen einfachen fiktionalen Text und geben ihn wieder. lesen, verstehen, kommentieren und beantworten Brieftexte. verfassen einen eigenen Brief. Fachkompetenz (Landeskunde) Die Schülerinnen und Schüler lernen für Frankreich typische Weihnachtsbräuche kennen. lernen einfache kulinarische Weihnachtsspezialitäten aus Frankreich kennen. lernen französische Weihnachtsgeschichten für Kinder kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet zum spielerischen Lernen. finden Spaß am Lernen im und mit dem Internet. gewinnen bei interaktiven Spielen neue Motivation für das Erlernen der Fremdsprache. lernen, sich in einem Online-Angebot zu orientieren.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I

Die bunteste Klasse der Schule

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Diversity" beschäftigt sich mit der kulturellen und sprachlichen Vielfalt als Lebensrealität im Alltag. Am Beispiel der Vielfalt in der eigenen Schulklasse nähern sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema Multikulturalität und werden zu einem wertschätzenden Umgang miteinander angeregt.In so gut wie jeder Klasse an deutschen Schulen sind ausländische Mitschülerinnen und Mitschüler oder Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund vertreten. Dies kann zu Problemen, aber auch zur Bereicherung des gemeinsamen Lernens führen. Die Gymnasialklasse 8g der Wilhelm-Heinrich von-Riehl-Schule in Wiesbaden setzt sich aus Schülerinnen und Schülern zusammen, die neun verschiedene Nationalitäten repräsentieren und sowohl aus EU-Ländern als auch aus nicht EU-Ländern stammen. Sie steht exemplarisch für die Lebenswirklichkeit an vielen deutschen Schulen und bietet einen fokussierten Blick auf die Multikulturalität unserer Gesellschaft als Folge unterschiedlicher Wanderungsbewegungen. Ausgehend von dieser "bunten" Schulklasse, deren Schülerinnen und Schüler verschiedene Nationalitäten repräsentieren, steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit die Untersuchung der eigenen Lerngruppe: woher die einzelnen Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern stammen, wann und warum sie in den jeweiligen Ort gekommen sind. Die gemeinsame Thematisierung der Multikulturalität der Lerngruppe soll im besten Fall auch zu einer positiven, wertschätzenden Atmosphäre und Integration aller beitragen.Die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Multikulturalität in der Klasse erfolgt in mehreren Schritten: Arbeitsaufträge für Einstieg und Erarbeitungsphase Die Klasse 8g der Wilhelm-Heinrich-von Riehl-Schule behauptet, sie sei die bunteste Klasse der Schule. Was kann damit gemeint sein? Untersuche daraufhin das Klassenfoto (Arbeitsblatt 1). Schätze, aus wie viel verschiedenen Ländern die Jugendlichen stammen. Überprüfe deine Vermutung anhand von Arbeitsblatt 2. Überlege, welche Vorteile, aber auch Probleme eine solch "bunte" Klasse haben kann. Fertige eine Liste an. Untersucht eure eigene Lerngruppe. Schreibt dafür jeweils eure Namen, euren Geburtsort und den Namen und Geburtsort der Eltern auf Zettel und sammelt diese an der Tafel. Zu welchen Ergebnissen kommt ihr? Vielleicht mögen die "Zugezogenen" etwas über ihre "alte" Heimat berichten, über Gründe für den Umzug und welche Erfahrungen sie in der "neuen" Heimat gemacht haben. Weiterführende Aufgaben und Projektideen Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Untersuchung ihrer Klasse. Sie ziehen eine Weltkarte hinzu und informieren sich über die Herkunftsländer ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler (Internet-Recherche), laden Eltern oder Großeltern als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in die Klasse ein oder beauftragen einzelne Schülerinnen und Schüler, diese zu befragen. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse als Wandzeitung oder "Klassenbuch". Auch eine mediale Aufbereitung der Ergebnisse als PowerPoint-Präsentation oder Webseite ist möglich. Die Kinder und Jugendlichen erstellen eine Typisierung: Welche Migrantengruppen (also beispielsweise Flüchtlinge, Aussiedlerinnen und Aussiedler, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Wirtschaftsmigrantinnen und -migranten et cetera) gibt es in ihrer Klasse oder Schule? Die Schülerinnen und Schüler untersuchen, inwieweit sich die Nationalitäten auch insgesamt an ihrem Wohnort wiederfinden lassen, welche Migrantengruppen sich zu welcher Zeit verstärkt angesiedelt haben und welche Motive diese für ihre Zuwanderung hatten. Anmerkung Je nach Zusammensetzung der Lerngruppe wird das Ergebnis unterschiedlich ausfallen, wobei in fast jeder Lerngruppe "Zugezogene" im weitesten Sinne vertreten sein werden. Grundsätzlich scheint ein sensibles Herangehen geraten, gerade wenn einige Schülerinnen und Schüler nicht unbefangen über ihre Herkunft oder Migrationsgründe berichten können oder in der Klasse Probleme im Miteinander aufgetreten sind. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler untersuchen ihre eigene Klasse hinsichtlich der unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen. erforschen die jeweiligen individuellen Hintergründe für Einwanderung. informieren sich über die Herkunftsländer der verschiedenen Schülerinnen und Schüler. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Bewusstmachung der verschiedenen Nationalitäten für die multikulturelle Gesellschaft sensibilisiert.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Musik und Instrumente aus Afrika

Unterrichtseinheit
14,99 €

Musik ist eine universelle Sprache, die Grenzen überwindet und viel zum Kulturaustausch beiträgt. In dieser Einheit über Musik aus Afrika lernen die Schülerinnen und Schüler neue Instrumente und darüber auch unterschiedliche afrikanische Länder kennen. Im Internet können sie dazu interaktiv arbeiten. Musikalische Beiträge machen sie mit einigen afrikanischen Sprachen, angesagten Weltstars aus Nigeria und Südafrika sowie neuen Hörwelten bekannt. Diese Unterrichtseinheit zum Globalen Lernen vermittelt Einblicke in afrikanische Musikkulturen. Klassische und zeitgenössische Instrumente aus verschiedenen Regionen Afrikas werden vorgestellt und sinnlich erfahrbar gemacht – mit dem Ziel, den Reichtum und die Diversität afrikanischer Musik kennenzulernen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler einige Länder Afrikas kennen (Mali, Simbabwe und Nigeria). Globales Lernen im Musik-Unterricht anhand des Themas "Musik und Instrumenten aus Afrika" "Gerade im Musikunterricht in Deutschland ist eine lange Tradition eurozentrischer Sichtweisen auf Musiken festzustellen, die im 19. Jahrhunderts global verbreitet wurde und bis heute in weiten Teilen akzeptiert wird. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Musik erfordert in einem ersten Schritt, sich mit diesem Blickwinkel reflektierend auseinanderzusetzen und durch Perspektivenwechsel die eigenen musikbezogenen Praxen (das heißt den vielfältigen Umgang mit Musik) wahrzunehmen" (Clausen, Mascher, Vogels; in: Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung ; S. 192). Anhand der Beschäftigung mit Musik und Instrumenten aus Afrika wird insbesondere der Themenbereich 1 "Vielfalt der Werte, Kulturen und Lebensverhältnisse: Diversität und Inklusion" (vgl. KMK-Papier Seite 197) bedient und wichtige Kompetenzen wie der Perspektivenwechsel und Empathiefähigkeit sowie das Erkennen von Vielfalt geschult. Vorkenntnisse Interesse und Vorwissen zu afrikanischen Musikkulturen und aktueller Popmusik aus Afrika sind wünschenswert, aber nicht Bedingung. Grobe Unterschiede zwischen klassischer, moderner und Popmusik sollten bekannt sein. Didaktische Analyse Die Unterrichtseinheit trägt zu einer Erweiterung und Korrektur des Afrika-Bildes bei. Denn auch in Schulbüchern gibt es nur wenige positive Beispiele zum afrikanischen Kontinent. Die anschaulichen Beispiele über Musik und Instrumente aus Afrika sollen zur positiven Wahrnehmung Afrikas und seiner Menschen beitragen und den kulturellen Reichtum afrikanischer Länder verdeutlichen. Das bedeutet für die Lernenden, sich eine differenzierte Perspektive zu bilden und Vorurteile zu überdenken. Methodische Analyse Die Darstellung sinnlich erfahrbarer Beispiele, wie durch die Hörbeispiele afrikanischer Instrumente und das Kennenlernen weltweit gefeierter Popstars aus Nigeria, stellt Bezüge zum Alltagsleben der Kinder her und bietet die Möglichkeit zur positiven Identifikation. Die kulturelle Diversität unseres Nachbarkontinents wird sicht- und erfahrbar gemacht. Fachbezogene Teilkompetenzen bezogen auf die Kernkompetenzen des Lernbereichs Globale Entwicklung Die Schülerinnen und Schüler erfahren etwas über die afrikanische Musikgeschichte. entdecken afrikanische Instrumente, Musikerinnen und Musiker und damit neue Musikkulturen. nehmen verschiedene musikalische Stilistiken hörend wahr und belegen sie mit Beispielen. öffnen sich noch nicht vertrauter Musik einfühlend und gehen der Wertschätzung, die diese Musik durch andere erfährt, nach. verstehen Musik als transkulturelles Phänomen, das uns ermöglicht, die Vielfalt der Musikwelten über die Wahrnehmung des Fremden in uns zu erschließen. beziehen zur Kommerzialisierung von Musik im Zuge der Globalisierung Stellung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler rufen vorgegebene Webseiten auf, suchen dort passende Informationen und stellen diese zusammen. präsentieren ihre Ergebnisse vor der Klassengemeinschaft. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen. können rassistische und diskriminierende Vorurteile abbauen und lernen sie zu hinterfragen. üben sich im Perspektivwechsel und erkennen Diversität als Bereicherung menschlichen Lebens. lernen Diversität auch im eigenen Klassenzimmer zu schätzen. üben sich in interkultureller Kompetenz.

  • Musik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Ostern – Traditionen, Bräuche, Frühlingsfest und Daten

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit wird den Lernenden in DaF-/DaZ-Klassen Wissenswertes rund um das Thema "Ostern" vermittelt. Die Materialien greifen das Thema im Rahmen der Interkulturalität auf und die Lernenden setzen sich mit Traditionen, Bräuchen, Daten und Fakten sowie der Bedeutung von Frühlingsfesten auseinander.Anhand dieser Unterrichtseinheit kann das Thema Ostern, unabhängig der Spracherwerbssituation, in DaF- und DaZ-Klassen aufgegriffen und erarbeitet werden. Die Materialien eignen sich aufgrund ihrer Umsetzung für Lernende unterschiedlicher Sprachniveaus und religiöser Hintergründe. Fokus der Einheit stellen dabei nicht nur Spracherwerb und Spracherweiterung, sondern auch die Förderung der interkulturellen Kompetenz und der Austausch untereinander dar. Die Arbeitsblätter gehen jeweils auf einzelne Aspekte rund um Ostern ein und sind dabei so angelegt, dass sie sowohl im Präsenz- als auch Distanz-Unterricht eingesetzt werden können. Das Thema "Ostern" im Unterricht Mit dieser Unterrichtseinheit soll den Lernenden unterschiedlicher Herkunft und religiöser Zugehörigkeit das Thema Ostern nähergebracht werden. Die Lehrkraft sollte für diese Einheit über allgemeines Hintergrundwissen sowohl zu christlichen Traditionen, Symbolen und Bräuchen als auch Frühlingsfesten verfügen. Des Weiteren ist es von Vorteil, wichtige Tage und Daten des Kirchenjahres sowie gesetzliche Feiertage zu kennen. Das Arbeitsblatt zum Thema "Ostern – Christliche Tradition und Frühlingsfest" kann verwendet werden, um den Schülerinnen und Schülern den doppelten Charakter des Frühlingsfestes zu vermitteln. Gerade nicht-christlichen Lernenden wird die Perspektive eröffnet, Ostern als Frühlingsfest zu begreifen und daran teilzuhaben. Das Arbeitsblatt zum Thema "Ostern – Symbole und Bräuche" kann verwendet werden, um verschiedene Osterbräuche zu thematisieren. Die Lernenden nähern sich den Begriffen spielerisch und bringen eigenes Vorwissen ein. Das Arbeitsblatt zum Thema "Ostern – Tage und Daten" kann verwendet werden, um die Verortung des Osterfestes im Kirchenjahr zu erarbeiten. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler, mit dem Kalender umzugehen und gesetzliche Feiertage zu erkennen. Vorkenntnisse Die Lernenden benötigen keine thematischen Vorkenntnisse. Wenn Lernende bereits welche mitbringen, kann an diese angeknüpft werden. Die Arbeitsblätter greifen die verschiedenen Aspekte auf sprachlich einfachem Niveau auf, gegebenenfalls ist eine Einführung oder Wiederholung von themenspezifischem Wortschatz im Vorfeld von Vorteil. Didaktisch-methodische Analyse Die Unterrichtseinheit umfasst thematische Schwerpunkte, auf die auf den jeweiligen Arbeitsblättern eingegangen wird (siehe oben). Die Aspekte stellen in sich geschlossene Teilthemen dar. Dies ermöglicht zudem einen interessengeleiteten und zeitlich variablen Einsatz der Materialien. Die Materialien sind so konzipiert, dass sie sowohl im Präsenz- als auch Distanz-Unterricht eingesetzt werden können. Im Online-Unterricht kann die Kopiervorlage als Datei an die Schülerinnen und Schüler verschickt werden. Sie bearbeiten sie zum Beispiel in virtuellen Kleingruppen am PC. Um die Ergebnisse zu vergleichen, teilt die Lehrkraft anschließend ihren Bildschirm im Plenum. Alternativ kann die Kopiervorlage ausgedruckt werden, um sie analog zu bearbeiten. Diese Möglichkeit eignet sich vor allem für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen nicht am Online-Unterricht teilnehmen können. Das Thema bietet sich zur Förderung der interkulturellen Kompetenz an. Im Austausch lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur sich selbst, sondern auch andere besser kennen. Dabei ist es wichtig, auf einen sensiblen sowie wertschätzenden und respektvollen Umgang während der Gespräche zu achten, in denen gegebenfalls kulturelle und religiöse Unterschiede aufgegriffen und thematisiert werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit christlichen, vorchristlichen Traditionen und Symbolen sowie Frühlingsfesten auseinander. lernen den Umgang mit dem Kalender und gesetzliche Feiertage kennen. erweitern ihren Wortschatz rund um das Thema Ostern. lernen Bräuche und Traditionen aus den Herkunftsländern ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vertiefen das (kooperative) Arbeiten in virtuellen Lernumgebungen. lernen, im Internet gezielt Informationen zum Thema zu recherchieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren im Rahmen verschiedener Sozialformen (auch virtuell) die Zusammenarbeit mit anderen Personen. werden angeleitet, sachlich und gleichberechtigt über unterschiedliche, teils religiöse Themen zu sprechen. präsentieren einen Teil ihrer kulturellen Identität und integrieren ihn in das neue Umfeld.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Erwachsenenbildung

Märchenwelten im DaF/DaZ-Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit diesen Arbeitsblättern und interaktiven Aufgaben heißt es: Eintauchen in die zauberhafte Welt der Märchen! Diese Arbeitsblätter laden Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache dazu ein, magische Wesen zu entdecken, ihren Wortschatz zu erweitern und über ihr Lieblingsmärchen nachzudenken. Diese Unterrichtseinheit führt die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Märchen ein. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau und die Erweiterung des Wortschatzes zu magischen Figuren sowie das Erkennen typischer Merkmale von Märchentexten. Zu Beginn betrachten die Lernenden gemeinsam ein Wimmelbild mit zahlreichen magischen Wesen. Sie benennen die Figuren, nutzen bei Bedarf ein digitales Übersetzungstool und lernen, dass es sich bei Märchen um magische Geschichten handelt. Ein anschließendes interaktives Wortspiel vertieft den thematischen Wortschatz. Auf einem weiteren Arbeitsblatt ordnen die Schülerinnen und Schüler Begriffe passenden Bildern zu und lesen einen kurzen Einführungstext zu Märchen. Beim zweiten Lesen identifizieren sie typische Märchenwesen im Plural und übersetzen gegebenenfalls wieder unbekannte Begriffe. Durch ein gemeinsames Brainstorming erfassen sie wichtige Merkmale von Märchen aus einem Text, die sie in einer Wortwolke notieren. Ein Lückentext dient der Festigung des Gelernten, indem die zuvor erarbeiteten Merkmale in den Text eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Zweiergruppen und wählen ein Märchen aus der bereitgestellten Online-Sammlung in leichter Sprache aus. Sie lesen den Text gemeinsam und beantworten Fragen zu Aufbau, typischen Märchenmerkmalen, Handlungsort, Figuren und magischen Elementen. Zusätzlich bearbeiten sie eine Übung, in der Adjektive den passenden Gegensätzen zugeordnet werden, um ihr Verständnis zu festigen. Zum Abschluss recherchieren die Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Lieblingsmärchen und notieren den Titel. Zusätzlich schreiben die Schülerinnen und Schüler einen Satz zur Begründung ihrer Wahl. Als Hausaufgabe suchen sie ein passendes Bild dazu, das sie aufkleben. Zielsetzung und Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren thematischen Wortschatz, fördern ihr Leseverstehen und üben die Nutzung digitaler Hilfsmittel zur Sprachunterstützung. Sie erkennen sprachliche und inhaltliche Merkmale von Märchen und wenden diese in verschiedenen Aufgabenformaten an. Kreative und zur Reflexion anregende Elemente runden die Einheit ab. Das Thema "Magische Wesen/Geschichten und Märchen" ist für DaF-/DaZ-Lernende in der Sekundarstufe ab Sprachniveau A2 bis B1 besonders motivierend, da es emotionale Anknüpfungspunkte bietet und den kreativen Umgang mit Sprache fördert. Märchen sind kulturübergreifend bekannt und ermöglichen deshalb einen niederschwelligen Zugang zu Wortschatzarbeit, Textverständnis und freiem Erzählen. Für die Bearbeitung aller Übungen und Aufgaben sollten die Schülerinnen und Schüler über grundlegende Kenntnisse zu Märchenfiguren und einfachen Erzählmustern verfügen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kennen sie Märchen aus ihrer eigenen Kultur, was einen interkulturellen Austausch ermöglicht. Erste sprachliche Mittel zur Personenbeschreibung und zur einfachen Textarbeit sollten vorhanden sein. Die Unterrichtseinheit nutzt Methodenvielfalt (Bildbetrachtung, Leseverstehen, digitale Spiele, Brainstorming, kreative Aufgaben) und spricht damit verschiedene Lerntypen an. Durch die Mischung aus Einzel-, Paar- und Plenumsarbeit werden alle Schülerinnen und Schüler aktiviert. Über Binnendifferenzierung – etwa durch Zusatzaufgaben für schnellere Lernende (zum Beispiel das gemeinsame Lesen eines Märchens auf Arbeitsblatt 4) – kann der unterschiedliche Lernstand berücksichtigt werden. Bei langsameren Lernenden empfiehlt es sich hingegen, zum Beispiel nur den Anfangsteil eines Märchens lesen zu lassen. Vorbereitend müssen die Arbeitsblätter ausgedruckt werden. Es sollte sichergestellt sein, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ein Handy für die digitalen Übungen zu nutzen, und dass eine Internetverbindung vorhanden ist. Lehrkräfte sollten digitale Tools flexibel in den Unterricht integrieren und Schülerinnen und Schüler beim Umgang mit Online-Übersetzungshilfen und interaktiven Aufgaben anleiten können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz durch die Auseinandersetzung mit spezifischen Begriffen zu magischen Wesen und Märchen. entwickeln ihr Leseverständnis, indem sie einen Text zu Märchen lesen, unbekannte Wörter identifizieren und durch Recherche/Übersetzung verstehen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Tools wie Online-Wortspiele und Wörterbuch-Links zur Wortschatz- und Textarbeit. lernen, wie man im Internet nach Wortbedeutungen und weiterführenden Informationen sucht, zum Beispiel mithilfe von Online-Übersetzungshilfen. bearbeiten interaktive Lückentexte und Wortspiele, um ihre Fähigkeiten in digitalen Lernumgebungen zu stärken. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben Selbstständigkeit, indem sie ihr Lieblingsmärchen auswählen, recherchieren und ein passendes Bild finden. erarbeiten in Gruppenarbeiten oder Partnerübungen gemeinsam Lösungen und tauschen sich über die gelernten Märchenmerkmale aus.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

Frankophone Länder: le Sénégal

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese landeskundliche Unterrichtseinheit thematisiert den Senegal in seinem Facettenreichtum. Ein interaktiv gestaltetes Hörsehverstehen, begleitet durch unterstützende Aufgabenformate und mündend in eine Internet-Recherche zu weiteren frankophonen Ländern in Afrika, erweitert das interkulturelle Verständnis sowie den Wortschatz der Schülerinnen und Schüler. Die Unterrichtseinheit zum Thema "Frankophone Länder: le Sénégal" gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, neue Horizonte auf einem audiovisuellen Weg und mithilfe von digitalen Formaten aufzuzeigen, indem sie an erster Stelle ein afrikanisches frankophones Land entdecken, seine Leute kennenlernen und dann virtuelle Wege durch Afrika einschlagen. Senegal, die Senegalesinnen und Senegalesen bilden das Hauptthema. Zunächst findet eine Vorentlastung dank zweier Wortschatzaufgaben statt: Eine spielerische Zuordnungsübung mit Bildern und eine weitere Einsetzübung. Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit aktuellen kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten des Ziellandes. Es geht hierbei auch um seine Gastronomie und Mythen. Das Video wird mit interaktiven Aufgaben begleitet. Das Hören ist mit gutem Recht besonders präsent im Laufe dieser landeskundlichen Einheit, die anderen Sprachfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Sprechens sind dabei aber durchaus präsent. Nach der intensiven Auseinandersetzung mit dem Senegal erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Recherche-Auftrag, wobei es darum geht, per Gruppenarbeit über interessante Informationen von fünf weiteren frankophonen Ländern mithilfe vorgeschlagener Links im Internet zu recherchieren und ihre Ergebnisse per PowerPoint zu präsentieren. Mehr über andere Zielsprachenländer zu erfahren ist ein wichtiger Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts. In diesem Sinne fördert das Erlernen einer fremden Sprache interkulturelle Kompetenz und ermöglicht, Vorurteile gegenüber anderen Völkern und Kulturen abzubauen. Das im äußersten Westafrika direkt am atlantischen Ozean liegende Land Senegal gehört zu den frankophonen Ländern: Es hat eine Fläche von etwa 197.000 km2, die Bevölkerung beträgt circa 17 Millionen Menschen, mehr als 20 Volksgruppen – darunter 95 Prozent Muslime – leben friedlich zusammen. Senegal ist eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Die Diversität betrifft aber nicht nur die Demographie, sondern auch die Gastronomie, die Kulturen und Weiteres. Jede Volksgruppe hat ihre jeweilige Sprache. Französisch ist und bleibt aber doch die Amtssprache. Das Land ist zudem reich an Mythen. Unter anderem sind die Geschichten vom Tamarinier in Kaolack und die von Tabaa Konkoron erwähnt. Die senegalesische Gastronomie ist vielfältig. So ist die bekannteste Spezialität Thiéboudjeun – eine Speise aus Reis, Fisch, Öl, Gemüse und mehreren Gewürzen (darunter die Tamarin, die Früchte des Tamarinier Baumes) – , welche im Dezember 2021 sogar zum UNESCO-Welterbe anerkannt wurde. Die Zubereitung gelingt mit oder ohne Tomaten; daher unterscheidet man zwischen dem roten vom weißen Thiéboudjénne oder Cébu Jénn . Dass Reis das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung bildet, wird im Video noch von zwei weiteren Spezialitäten bestätigt: Yassa poulet und Thiou . Senegalesinnen und Senegalesen essen dabei scharf und sie trinken ihren Kaffee und Tee stark gesüßt. Eine Tee-Zeremonie nach dem Essen ist ein wichtiger Aspekt der senegalesischen Kultur und trägt dazu bei, soziale und familiäre Beziehungen zu festigen. Im Senegal sind die Menschen sehr gastfreundlich. Dabei haben Gäste Vorrang und werden stets zuerst bedient. Eine Tee-Zeremonie dauert lange und gibt Zeit und Anlass, über alles Mögliche zu diskutieren. Das Heißgetränk wird mindestens zweimal serviert – mit oder ohne Minze beziehungsweise Nelken. Die vorliegende Einheit hat fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler als Zielgruppe. Diese benötigen alltagssprachliche Grundkenntnisse und ein Minimalwissen über Geographie, Politik, Wirtschaft und so weiter. Der Einstieg und das Glossar können sich dann bei der Bearbeitung der interaktiven Übungen als hilfreich erweisen. Eine Recherche-Aufgabe im Internet zu fünf weiteren afrikanischen frankophonen Länder bildet den Schluss, erweckt nochmals Neugier und dient zur Anwendung und Festigung des Gelernten. Die Behandlung der Einheit erfolgt durch die Verwendung von Computer, Tablet oder Smartphone. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hören und analysieren Inhalte in der Zielsprache. schreiben und sprechen in der Zielsprache. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verwenden Computer, Tablet oder Smartphone. recherchieren zielorientiert Internet. arbeiten und präsentieren mit digitalen Formaten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten individuell. recherchieren in Gruppen. lernen andere Menschen und ihre Kulturen kennen.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Interkulturelle Handlungskompetenz als Schlüsselqualifikation im Berufsleben

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit möchte die Schülerinnen und Schüler zum Aufbau interkultureller Handlungskompetenz anleiten, um kultureller Vielfalt im Alltag und im späteren Berufsleben positiv zu begegnen. Sie lernen, welche sozialen, fachlichen, strategischen und persönlichen Schlüsselkompetenzen in kulturellen Überschneidungssituationen helfen und wie Missverständnisse vermieden werden können. Kulturelle Vielfalt prägt unseren Alltag – in Schule, Beruf und Gesellschaft. Sie bereichert das Zusammenleben, stellt aber auch Herausforderungen. Die Fähigkeit, sich in andere kulturelle Kontexte hineinzuversetzen und respektvoll zu handeln, ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts und eine zentrale Aufgabe von Schule dies zu vermitteln, besonders in der Berufsvorbereitung angesichts von Globalisierung und Internationalisierung. Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit anderen Ländern und Kulturkreisen definieren die Lernenden den Begriff 'Kultur' und berücksichtigen dabei sichtbare (z.B. Kleidung, Sprache, Essen) und verborgene Aspekte (z.B. Werte, Auffassungen). Über ein Erklärvideo nähern sie sich dem Begriff der interkulturellen (Handlungs-)Kompetenz und diskutieren, welche sozialen Kompetenzen in kulturellen Überschneidungssituationen hilfreich sind und Interaktionen positiv beeinflussen. Welche Bedeutung interkulturelle Kompetenzen im Berufsleben haben, erschließen die Schülerinnen und Schüler über Steckbriefe von Mitarbeitenden der Deutschen Flugsicherung. In Kleingruppen recherchieren sie weitere Berufe mit hoher interkultureller Anforderung und erstellen dazu eine digitale Präsentation. Ein Interview mit einem Business-Trainer verdeutlicht typische kulturelle Besonderheiten in Geschäftsbeziehungen und -verhandlungen und sensibilisiert für künftige interkulturelle Begegnungen. Abschließend reflektieren die Schülerinnen und Schüler schriftlich, ob sie sich ein berufliches Umfeld vorstellen können, in dem interkulturelle Kompetenz gefordert ist, und halten Reiz und Herausforderungen eines solchen Arbeitsfeldes fest. Das Thema "Interkulturelle Kompetenz" im Unterricht Durch die zunehmende Globalisierung entstehen immer mehr interkulturelle Überschneidungssituationen im beruflichen wie privaten Alltag. Wenn Eigen- und Fremdkultur aufeinandertreffen, entsteht ein Zwischenraum der Uneindeutigkeit. Häufig neigen wir dazu, fremdes Verhalten mit unseren eigenen Maßstäben zu bewerten. Aus kultureller Prägung oder Unwissenheit resultieren so Fehlinterpretationen und Missverständnisse. Deshalb müssen Perspektivwechsel und interkulturelle Handlungskompetenz mit Schülerinnen und Schülern gezielt eingeübt werden. Ziel ist der Transfer dieser Kompetenz auf unbekannte Situationen – etwa durch Aushandlungsprozesse zwischen Interaktionspartnern – sowie der Ausbau sozialer Kompetenzen wie Offenheit, Wertschätzung, Unvoreingenommenheit, Toleranz und Empathie. Die Unterrichtsbausteine sensibilisieren zudem für weitere Job-Kompetenzen in interkulturellen Kontexten: fachliche Kompetenz (z. B. Gestaltung von Arbeitsabläufen, Kenntnis der Infrastruktur), strategische Kompetenz (Organisationsfähigkeit, Problemlösestrategien) und individuelle Kompetenz (Arbeitsmotivation, Lernbereitschaft). Die Einheit eignet sich besonders für Berufsvorbereitungsklassen, da konkrete Berufsfelder vorgestellt werden, in denen internationale Einsätze und interkulturelle Handlungskompetenz zentral sind. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten geübt darin sein, Informationen aus Videos, (Schau-)Bildern, Modellen, Texten, schriftlichen Interviews sowie Steckbriefen zu entnehmen. Didaktisch-methodische Analyse Die Unterrichtseinheit umfasst vier aufeinander aufbauende Bausteine, die in der vorgesehenen Reihenfolge durchgeführt werden sollten. Ausgehend von eigenen interkulturellen Erfahrungen nähern sich die Lernenden den Begriffen kulturelle Diversität und interkulturelle Kompetenz, die immer wieder mit Beispielen aus ihrem Alltag und aus der Berufswelt mit internationaler Ausrichtung verknüpft werden. Wechselnde Sozialformen, vielfältige Medien (Video, Texte, Interviews) und kooperative Lernformen (Expertengruppen, Diskussionsrunden) sorgen für abwechslungsreichen Unterricht. Der Zeitumfang liegt bei mindestens 8 Unterrichtsstunden und kann je nach Diskussionsbedarf, Rechercheaufwand und Präsentationszeit erweitert werden. Optional kann eine Person aus einem internationalen Arbeitsumfeld, etwa ein Kommunikationstrainer oder eine Kommunikationstrainerin, in den Unterricht eingeladen werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entdecken und benennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen eigener und fremden Kulturen und können grundlegende Facetten des Kulturbegriffs sowie den Begriff der Interkulturalität beschreiben. benennen anhand eines Modells die Teilbereiche interkultureller Handlungskompetenz (Fach-, soziale, strategische und individuelle Kompetenz) und erläutern diese an konkreten Beispielen. wenden Problemlöse- und Entscheidungsstrategien in neuen, auch interkulturellen Situationen an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren gezielt Informationen in digitalen Medien und werten diese aus. erstellen adressatengerechte digitale Präsentationen (zum Beispiel PowerPoint). reflektieren Medieninhalte kritisch und ordnen Informationen ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren konstruktiv und arbeiten kooperativ in Klein- und Großgruppen zusammen. begegnen anderen Kulturen mit Offenheit, Toleranz und Unvoreingenommenheit. zeigen Empathie und Perspektivübernahme gegenüber Menschen aus anderen Kulturen.

  • Pädagogik / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Claude Chabrol: "Au cœur du mensonge"

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit für Französisch der Oberstufe vermittelt Filmanalyse und Medienkompetenz anhand von Claude Chabrols psychologischem Thriller "Au cœur du mensonge". Nach dem bewährten Drei-Phasen-Modell entwickeln die Lernenden Hörverstehen, mündliche Ausdrucksfähigkeit und Wortschatz in authentischen Sprechsituationen. Sie analysieren Filmtechniken, recherchieren zu Chabrol und französischer Filmkultur, schreiben Filmkritiken und führen Diskussionen. Die Unterrichtseinheit arbeitet mit Claude Chabrols Kinofilm „Au cœur du mensonge" (2004) und zeigt exemplarisch, wie man einen internetgestützten Unterricht zur Filmanalyse strukturiert. Der Film ermöglicht eine vielfältige, sprachproduktive und kreative Auseinandersetzung mit authentischen französischen Medien. Zentrale Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Sprachkompetenz (Hörverstehen, mündliche Ausdrucksfähigkeit in authentischen Sprechsituationen) und entwickeln Medienkompetenz durch systematische Filmanalyse. Gleichzeitig erhalten sie Einblick in die Mentalität und Lebenswirklichkeit der Franzosen - ein zentrales Ziel des Fremdsprachenunterrichts nach modernen Lehrplänen. Methodische Struktur: Die Unterrichtsreihe folgt dem bewährten Drei-Phasen-Modell: Activités avant le visionnement (Vorbereitung, Aktivierung von Vorwissen), Activités pendant le visionnement (Beobachtung und Analyse während des Films) und Activités après le visionnement (Vertiefung, kreative Weiterarbeit). Komplementär werden aktuelle Materialien aus dem Internet (Filmkritiken, Interviews, Hintergrundinformationen) eingebunden. Regisseur und Filmgeschichte: Claude Chabrol (1930-2010) war ein Pionier der französischen Nouvelle Vague und bekannt für psychologische Thriller mit subtiler Gesellschaftskritik. "Au cœur du mensonge" ist ein Kriminalfilm, der die Komplexität von Wahrheit, Lüge und menschlicher Motivation erforscht - ideal für Diskussionen über Filmästhetik und kulturelle Werte. Filmanalyse im modernen Fremdsprachenunterricht Filmanalyse hält verstärkt Einzug in den Fremdsprachenunterricht - gestützt durch neue Lehrpläne und Richtlinien, die authentische Medien und Medienkompetenz als zentrale Kompetenzen definieren. Im Gegensatz zu didaktisiertem Lehrbuchmaterial bietet ein Spielfilm wie „Au cœur du mensonge" authentische Sprachsituationen, realistische Dialoge und kulturelle Kontexte. Schüler erleben Französisch, wie es tatsächlich gesprochen wird - mit Tonalitäten, Pausen, Emotionen und regionalen Besonderheiten. Sprachkompetenz durch Filmanalyse Die Unterrichtseinheit adressiert mehrere Dimensionen der Sprachkompetenz. Hörverstehen wird systematisch trainiert - Schüler hören authentische Dialoge, identifizieren Schlüsselwörter, verstehen Handlungszusammenhänge. Gleichzeitig entwickeln sie mündliche Ausdrucksfähigkeit in authentischen Sprechsituationen: Sie diskutieren Filmszenen, präsentieren Interpretationen, führen Debatten über Charaktermotivationen. Wortschatzaufbau erfolgt kontextgebunden - Filmvokabular, Filmkritik-Begriffe, psychologische Termini entstehen organisch aus der Auseinandersetzung mit dem Material. Medienkompetenz und kulturelle Bildung Ein zweites zentrales Ziel liegt in der Vermittlung von Medienkompetenz . Schüler lernen, Filme nicht passiv zu konsumieren, sondern aktiv zu analysieren: Wie funktioniert Bildsprache? Welche Rolle spielen Musik und Schnitt? Wie erzählt der Film seine Geschichte? Sie verstehen Chabrol als Künstler mit einer eigenen Ästhetik und Gesellschaftskritik. Durch die Arbeit mit französischen Filmschauspielerinnen und Filmschauspielern sowie zeitgenössischen Filmkritiken aus dem Internet erhalten Schüler Zugang zur französischen Filmkultur und Mentalität - sie verstehen, was Franzosen bewegt, wie sie Gesellschaft reflektieren, welche Werte in ihren Filmen verhandelt werden. Drei-Phasen-Modell: Vor - Während - Nach dem Visionnement Phase 1: Activités avant le visionnement (Vorbereitung): Die Lernenden aktivieren ihr Vorwissen. Sie recherchieren Claude Chabrol, lesen Filmplakate und Filmsynopsen, diskutieren erste Vermutungen über die Handlung. Wortfeldarbeit zum Thema „Film et critique de film" bereitet Vokabular vor. Diese Phase schafft Neugier und Orientierung. Phase 2: Activités pendant le visionnement (Beobachtung): Die Lernenden sehen Filmsequenzen gezielt an und bearbeiten strukturierte Arbeitsaufträge: Sie beobachten Charaktere, notieren Dialogfetzen, identifizieren Schlüsselszenen. Mehrfaches Sehen ermöglicht tiefere Analyse - erste Sichtung für Globalverständnis, zweite Sichtung mit fokussierten Aufgaben. Phase 3: Activités après le visionnement (Vertiefung & Kreativität): Die Lernenden vertiefen ihre Analyse: Sie schreiben Filmkritiken, entwickeln Charakterstudien, führen Diskussionen über Filmästhetik und Inhalt. Kreative Aufträge (szenisches Spiel, dialogische Szenen, alternative Enden) ermöglichen produktive Spracharbeit. Internetrecherche zu Chabrol, Schauspielern und Filmkritiken erweitert den Kontext. Kulturelle Kontextualisierung Durch die Auseinandersetzung mit Claude Chabrol und französischen Filmschauspielern erhalten Schüler Zugang zur französischen Filmgeschichte und Ästhetik. Sie verstehen die Nouvelle Vague als künstlerische Bewegung, lernen psychologische Komplexität als französisches Filmgenre kennen und reflektieren, wie Filme gesellschaftliche Fragen verhandeln. Dies fördert interkulturelle Kompetenz und kulturelle Bildung . Die Schülerinnen und Schüler sollen: sich mit authentischen Medien in Form eines Films und komplementären aktuellen Materialien im Internet auseinandersetzen. Informationen und Videosequenzen aufnehmen, verarbeiten und bewerten. Claude Chabrol und französische Filmschauspielerinnen und Filmschauspieler kennenlernen. ein Wortfeld zum französischen Film und zur Filmkritik aufbauen. eine selektive Internetrecherche unter Anleitung durchführen, Ergebnisse im Plenum klassifizieren, präsentieren und evaluieren. Einzel-, Gruppen- und Tandemarbeit durchführen und die Resultate in ein Präsentationskonzept einbinden. schriftliche und mündliche Präsentationsformen erarbeiten (Filmkritik, Spezialistenfunktion für einzelne Rollen oder Detailbeobachtungen, Szenisches Spiel, dialogisches Sprechen).

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Frauenbilder der Antike: Plinius Briefe über die Tochter des Fundanus

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler Plinius und seine Darstellungsweise von Frauen in der römischen Gesellschaft in der Gattung "Brief" kennen. Wie hat man sich in der Antike mitgeteilt? Wie hat man seine Ansichten und Ideen "an den Mann bringen" können? Hier stand als das Medium der Stunde der Brief zur Verfügung. Sei es als Kunstbrief oder als echter Brief. In jedem Fall mit besonderen Stilfiguren und charakteristischen Merkmalen. In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler Plinius und seine Darstellungsweise von Frauen in der Gattung "Brief" kennen. Die Lektüre des Textes fordert so zum Nachdenken und zur Diskussion über antike, aber auch über aktuelle geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen heraus. Thematische Lektüre von Plinius: Epistulae V 16, 1–9 (Tochter des Fundanus) In seinem Brief 5,16 teilt Plinius der Jüngere seine Vorstellung der idealen Frau in der Kaiserzeit mit. Anhand der Schilderung des Charakters der Tochter des Fundanus zeigt er auf, welche virtutes an einer Frau schätzens- beziehungsweise bewundernswert waren. Dabei geht es Plinius primär nicht darum, uns Einblicke in seine Zeit zu geben, sondern er möchte uns ganz dezidiert seine Sichtweise der Dinge mitteilen. Somit sind seine Briefe Mittel zum Zweck. Natürlich kann sich hieraus die ein oder andere Diskussion über das Selbstverständnis der Frauen heutzutage ergeben, da uns Plinius ja durch seine Vorstellung der virtutes einen Blick in sein eigenes Idealdenken werfen lässt. Sicherlich ist er ein Beispiel für die damalige männliche Denkweise des römischen Patriarchats und die Schülerinnen und Schüler können durch diese Basis einen Vergleich über das genderspezifische Auftreten der Frauen damals und heute ableiten, zudem erwerben sie schrittweise weitere Übersetzungskompetenz und lernen die Grundzüge der Gattung des Briefs sowie Varianten davon kennen. Unterrichtsablauf Das Handout über Plinius und sein Werk soll die Schülerinnen und Schüler in die Thematik einführen. Sie lernen grundlegende Informationen zu dem Autor und seinem Schaffen kennen. Ebenso wird hier die für die Lernenden bis dato neue Gattung "Brief" erklärt und mit dem "Kunstbrief" und dem "echten" Brief verglichen. Die Erläuterungen sollen bei dem Verständnis des zu übersetzenden Textes beitragen und somit eine Erleichterung schaffen. Enthalten ist auch eine kleine Inhaltsangabe des Textes, die das globale Verständnis des Textes und des Autors erhöht. Die Interpretation bildet das Herzstück dieser Lektüreeinheit, da in ihr alle Erkenntnisse in Beziehung gesetzt und kombiniert werden. Daher steht sie am Ende der Unterrichtseinheit. Schwerpunktsetzung Dieses Modul kann beliebig in der Lektürephase eingesetzt werden. Es eignet sich sehr gut für den Einstieg in den Autor Plinius, kann jedoch ebenfalls sehr gut verwendet werden, um die Gattung des Briefs in seinen verschiedenen Funktionen aufzuzeigen. Unter entsprechender pädagogischer Begleitung eignet sich das Lernmodul gut zur Differenzierung und Vertiefung. Jederzeit besteht die Möglichkeit, die Inhalte als "Kickoff" für eine längere Lektürephase zu verwenden oder die Schülerinnen und Schüler mit einer Bearbeitung der Inhalte in Form von Gruppenarbeit zu beauftragen. Besonders die Darstellung des Frauenbilds eignet sich hervorragend, um einen Vergleich zur Jetztzeit ziehen zu lassen und die Schülerinnen und Schüler kritisch über die Entwicklung zum Reflektieren anzuregen beziehungsweise diese in das Bild der römisch-patriarchalen Gesellschaft zu setzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Wissen über den Autor und die Epoche an. verfügen über Kenntnisse aus mehreren Themenbereichen der römischen Kultur und Geschichte (Alltagsleben der römischen Frau, rechtliche Stellung der römischen Frau, Rolle der Frau in der römischen Gesellschaft), die sie erweitern, systematisieren und zu einem Grundwissen über römische Kultur und Geschichte verbinden. verstehen Zusammenhänge der kulturgeschichtlichen Epoche und der literarischen Gattung. lernen spezifischen Wortschatz und erweitern ihre Sprachkompetenz im Deutschen. vergleichen die Textaussagen bezüglich des Mythos Schönheit mit ihren eigenen Erfahrungen, beziehen begründet Stellung und nutzen diese Vergleiche zu ihrer persönlichen und sozialen Orientierung. sind in der Lage, sich mit der antiken Kultur einerseits wissenschaftlich-sachlich, andererseits wertend-vergleichend auseinanderzusetzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verbessern durch eigene Recherchen ihre Informationskompetenz durch das Suchen geeigneter Websites. optimieren ihren Umgang mit Online-Wörterbüchern und Suchmaschinen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre kommunikative Fähigkeit durch das Besprechen eventueller Übersetzungslösungen. erlangen durch die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich-relevanten Themen ein weltoffeneres und kritisches Denken. lernen, ihre individuelle Ansicht vor einer Gruppe zu vertreten und gleichzeitig auch kompromissfähig zu sein.

  • Latein
  • Sekundarstufe I

Crashtest à la française

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Sekundarstufe I und II analysieren die Lernenden einen preisgekrönten Renault-Werbespot, der nationale Stereotype humorvoll aufgreift, und setzen sich kritisch mit Vorurteilen auseinander. Diese Unterrichtseinheit nutzt einen ungewöhnlichen Werbespot des französischen Automobilherstellers Renault, um interkulturelles Lernen anzuregen. Das Besondere ist, dass in dieser Automobilwerbung kein einziges Auto zu sehen ist. Stattdessen zerschellen überdimensionierte Lebensmittel in einem Crashtest an einer Mauer – nur das Baguette bleibt unbeschädigt. Die Unterrichtseinheit verbindet Spracharbeit mit der kritischen Reflexion nationaler Stereotype. Im Zentrum steht die humorvolle Auseinandersetzung mit Klischees, die durch symbolische Lebensmittel dargestellt werden: Weißwurst für Deutschland, Sushi für Japan, Knäckebrot für Schweden und Baguette für Frankreich. Lernende erkennen, wie Werbung mit nationalen Zuschreibungen spielt, und hinterfragen diese kritisch. Die Einheit gliedert sich in vier Schritte. Zunächst erarbeiten die Schülerinnen und Schüler das Wortfeld „automobile" in einer Mindmap und diskutieren in Partnerarbeit mithilfe von Bedingungssätzen (si-Sätze mit imparfait und conditionnel), welches Auto sie sich wünschen würden. Im zweiten Schritt analysieren sie den Werbespot, erschließen den Wortschatz zu den Lebensmitteln und erkennen deren symbolische Bedeutung. Der dritte Schritt widmet sich der kreativen Verarbeitung: Lernende entwickeln humorvolle Rollenspiele zwischen einem französischen Autoverkäufer und Kundinnen und Kunden aus verschiedenen Ländern. Im vierten Schritt recherchieren sie in einer angeleiteten Internet-Rallye weitere französische Automobil-Werbespots. Der Umgang mit Stereotypen ist ein zentrales Thema des Fremdsprachenunterrichts: Wie sehen Menschen aus dem Land der Zielsprache uns, und wie sehen wir Menschen in anderen Ländern? Der Renault-Werbespot eignet sich hervorragend für diese Betrachtung, weil er selbst bewusst mit nationalen Klischees spielt und diese zugleich aufbricht. Der didaktische Mehrwert liegt darin, dass Lernende nicht nur Vokabular und Grammatik anwenden, sondern ihre eigenen Vorurteile kritisch reflektieren. Die Einheit folgt einem Aufbau vom Konkreten zum Reflexiven. Nach der Wortschatz- und Grammatikarbeit erschließen die Lernenden den Werbespot: Ein methodischer Kniff besteht darin, die Projektion nach der vierundvierzigsten Sekunde abzudecken, sodass die Markenbotschaft zunächst verborgen bleibt und die Lernenden eigene Hypothesen bilden. Unbekannte Vokabeln erschließen sie selbstständig durch die Verknüpfung von Welt- und Sprachwissen, was nachhaltiger wirkt als reines Auswendiglernen. Die zentrale und anspruchsvollste Phase ist die Sammlung und Reflexion von Stereotypen. Hier ist besondere Sensibilität der Lehrkraft gefragt, denn manche Äußerungen bewegen sich am Rande des guten Geschmacks. Entscheidend ist die anschließende Reflexion, die auch in der Muttersprache erfolgen darf: Ohne diese kritische Auseinandersetzung besteht die Gefahr, dass sich Vorurteile unkritisch verfestigen. In den kreativen Rollenspielen wenden die Lernenden das Erarbeitete an. Leistungsstärkere Gruppen können ein zweites Szenario entwerfen, das die Stereotypenbildung bewusst durchbricht – eine wertvolle Differenzierungsmöglichkeit. Für die Rollenspielphase empfiehlt sich eine Doppelstunde (Erstellen und Proben, anschließend Präsentation). Besonders reizvoll ist der Austausch der aufgenommenen Sketche mit einer französischen Partnerklasse, der die Sprachmittlungskompetenz fördert. Zur Leistungsbewertung eignen sich die Qualität der Rollenspiele, die Mitarbeit in der Reflexionsphase sowie die Rechercheergebnisse der Internet-Rallye. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten und erweitern ihren Wortschatz zum Themenfeld Automobil und wenden diesen in Gesprächen an. bilden und verwenden Bedingungssätze mit „si" (imparfait und conditionnel) sowie Komparativ- und Superlativformen von Adjektiven. erschließen unbekannte Vokabeln selbstständig durch die Verknüpfung von Welt- und Sprachwissen. verfassen kreative Dialoge in der Zielsprache und präsentieren diese in szenischen Rollenspielen. Interkulturelle Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler werden sich kulturell unterschiedlicher Bedeutungen von Konsumgütern bewusst und ordnen diese ein. setzen sich humorvoll und zugleich kritisch mit nationalen Stereotypen und Klischees auseinander. reflektieren die Wirkung von Vorurteilen und erkennen die Gefahr ihrer unkritischen Verfestigung. erproben Strategien im Umgang mit interkulturellen Kommunikationssituationen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Video-Portal YouTube gezielt als Lerngelegenheit und analysieren Werbespots strukturiert. erkennen Werbestrategien und die bewusste Nutzung von Symbolen und Stereotypen in der Werbung. führen eine angeleitete Internet-Recherche durch, finden und vergleichen Werbespots verschiedener Länder. halten szenische Spiele in eigenen Videofilmen fest und bereiten diese für einen Austausch auf. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Partner- und Gruppenarbeit zielorientiert zusammen und verteilen Rollen bei den Dialogen. geben einander konstruktives Feedback zu den präsentierten Rollenspielen. hören einander in Diskussionen aktiv zu und begründen eigene Positionen respektvoll. übernehmen Verantwortung für ihre Äußerungen, insbesondere im Austausch mit der französischen Partnerklasse. Die hier zusammengsetellten Verweise geben Ihnen einen Überblick über weiterführende Informationen und die in der Einheit genutzten Web-Ressourcen. Blume, Otto Michael (2006): "Der Kniff mit dem Knick. Präsentieren ohne Angst mit Stichwortzetteln". In: Der Fremdsprachliche Unterricht Französisch 84. Seelze-Velber: Friedrich Verlag. Seite 18-22. Europarat* (Hrsg.) (2001). Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen. Berlin, München: Langendscheidt. *Kraus*, Alexander (2006): "Ça se discute. Eine Talkshow simulieren". In: Der Fremdsprachliche Unterricht Französisch 84. Seelze-Velber: Friedrich Verlag. Seite 24-27. *Kraus, Alexander (2007): "eTwinning: Austausch und Projektarbeit in virtuellen Lernumgebungen". In: Der Fremdsprachliche Unterricht Französisch 87. Seelze-Velber: Friedrich Verlag. Seite 34-39. Leupold, Eynar (2007): Kompetenzentwicklung im Französischunterricht. Standards umsetzen - Persönlichkeit bilden. Seelze-Velber: Kallmeye

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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