Diese Unterrichtseinheit nutzt einen ungewöhnlichen Werbespot des französischen Automobilherstellers Renault, um interkulturelles Lernen anzuregen. Das Besondere ist, dass in dieser Automobilwerbung kein einziges Auto zu sehen ist. Stattdessen zerschellen überdimensionierte Lebensmittel in einem Crashtest an einer Mauer – nur das Baguette bleibt unbeschädigt.
Die Unterrichtseinheit verbindet Spracharbeit mit der kritischen Reflexion nationaler Stereotype. Im Zentrum steht die humorvolle Auseinandersetzung mit Klischees, die durch symbolische Lebensmittel dargestellt werden: Weißwurst für Deutschland, Sushi für Japan, Knäckebrot für Schweden und Baguette für Frankreich. Lernende erkennen, wie Werbung mit nationalen Zuschreibungen spielt, und hinterfragen diese kritisch.
Die Einheit gliedert sich in vier Schritte.
Zunächst erarbeiten die Schülerinnen und Schüler das Wortfeld „automobile" in einer Mindmap und diskutieren in Partnerarbeit mithilfe von Bedingungssätzen (si-Sätze mit imparfait und conditionnel), welches Auto sie sich wünschen würden.
Im zweiten Schritt analysieren sie den Werbespot, erschließen den Wortschatz zu den Lebensmitteln und erkennen deren symbolische Bedeutung.
Der dritte Schritt widmet sich der kreativen Verarbeitung: Lernende entwickeln humorvolle Rollenspiele zwischen einem französischen Autoverkäufer und Kundinnen und Kunden aus verschiedenen Ländern.
Im vierten Schritt recherchieren sie in einer angeleiteten Internet-Rallye weitere französische Automobil-Werbespots.
