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Zeitzeugeninterview - Kurt Winter: "Nachkriegsgeneration"

Video

In seinem Zeitzeugeninterview erzählt Kurt Winter von den Schwierigkeiten der NS-Aufarbeitung in der eigenen Familie. Kurt Winters Vater nahm als Fallschirmjägeroffizier am zweiten Weltkrieg teil. Nach dem Ende des Krieges stellt Kurt Winter seinem Vater kritische Fragen. Die Lernenden erfahren, dass eine Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in vielen Familien nicht stattfand und die Einschätzungen über die NS-Zeit stark voneinander abweichen konnten. Das Video-Interview eignet sich gut als Ausgangsmaterial für eigene Unterrichtsentwürfe und kann in verschiedenen methodisch-didaktischen Kontexten verwendet werden. Dabei sollte vorbereitend auf die Quellengattung "Zeitzeugen" eingegangen und geklärt werden welche Vor- und Nachteile mit dieser speziellen Quellenart verbunden sein können. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären den Begriff "Nachkriegsgeneration". nennen Ursachen für den unterschiedlichen familiären Umgang mit der NS-Vergangenheit. erlangen einen Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Lebensumstände kurz nach Kriegsende. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen aus einem Zeitzeugeninterview über den Umgang mit der NS-Vergangenheit in den Familien. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler vollziehen Motive, Bedürfnisse und Interessen von betroffenen Personen und Personengruppen nach (Fremdverstehen). setzen sich kritisch mit den Aussagen des Zeitzeugen auseinander und berücksichtigen die Subjektivität der Aussagen. Durch das Zeitzeugeninterview erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie Jugendliche die NS-Aufarbeitungskultur nach dem Krieg wahrnahmen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Opposition und Widerstand heute

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt lässt die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche Möglichkeiten Ihnen heutzutage offenstehen Protest und Kritik zu äußern. Widerstand und Opposition in der DDR waren für jeden involvierten ein großes persönliches Risiko. Wer Kritik an den Zuständen im Land äußerte konnte schnell ins Visier der Staatssicherheit geraten. Die Möglichkeiten freier Meinungsäußerung waren stark begrenzt. Das Arbeitsblatt lässt die Schülerinnen und Schüler überlegen, wofür oder wogegen sie heutzutage protestieren würden und welche Widerstandmöglichkeiten Ihnen dabei in einem liberalen demokratischen Staat zur Verfügung stehen. Den Hintergrund bilden ein Einführungstext und ein Onlinetext über das Schicksal der Geschwister Scholl in der NS-Zeit und Werner Bork in der DDR. Das Material kann im Zusammenhang mit dem Buch von Dr. Iris Bork-Goldfield "Wir wollten was tun. Werderaner Jugendliche leisten Widerstand 1949-1953 und was danach geschah" sowie mit dem Film oder separat verwendet werden. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler zeigen auf, welche Protestmöglichkeiten ihnen in der heutigen Bundesrepublik zur Verfügung stehen. nennen zeitgenössische Protestbewegungen und -anlässe. beschreiben aktuelle Aktionen der freien Meinungsäußerung aus ihrer Stadt, Dorf oder Schule. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich durch eine Internetrecherche Informationen zur Wanderausstellung "Gegen Diktatur". recherchieren eigenständig im Internet nach aktuellen Protestbewegungen und Widerstandformen. stellen erarbeitete Informationen in einer Tabelle dar. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren und vergleichen die Handlungsspielräume von Menschen in der DDR und heute. beurteilen gegenwärtige Widerstandsformen und -aktionen.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Musik und Politik: Rechtsrock

Unterrichtseinheit

"Musik von Rechts" gilt nach wie vor als Einstiegsdroge Nummer 1 in die rechte Gewaltszene. Rechtsrock ist Teil unserer Gesellschaft und sollte deshalb auch in der Schule Gegenstand einer kritischen Auseinandersetzung sein. Ende 2003 gab es in Deutschland nach Angaben des Verfassungsschutzes 169 rechtsextremistische Organisationen und Gruppen. Damit ging ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zurück. Dennoch sind rechtsextreme Bands und Organisationen auch im Internet weiter sehr aktiv. Diese Unterrichtseinheit regt Schülerinnen und Schüler dazu an, sich kritisch mit den Texten und Online-Angeboten der rechten Szene auseinander zu setzen. Eingehend sollen sie die Wirkung dieser Texte und der dazu gehörenden Musik untersuchen. Die folgende Teileinheit gehört zu einer größeren Unterrichtseinheit zum Thema "Musik und Politik". Historische politische Lieder werden darin genauso besprochen wie Folksongs der 60er Jahre, Lieder der Liedermacher aus der DDR oder die Rolle der Musik in der NS-Zeit (Bedeutung von Swing, Jazz und Schlager, atonale Musik, Musiker im Exil). Die Behandlung des Rechtsrock im Unterricht muss in einem übergeordneten Zusammenhang geschehen, etwa unter den Aspekten "Musik und Sprache", "Musik und Politik", "Beeinflussung durch Musik", "Wirkung von Musik", "Funktionalisierung von Musik" oder "Musik provoziert". Schülerinnen und Schüler sollen mit dem Thema Rechtsrock für die politische Wirkung von Musik sensibilisiert werden. Zum Unterrichtsverlauf allgemein Informationen zu den einzelnen Unterrichtsphasen im Überblick Textanalyse: Merkmale des Rechtsrock Überblick über den Erwartungshorizont für die Textarbeit im Unterricht Rechtsrock im Internet: Recherche Mögliche Ergebnisse der Internetrecherche Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen sich einen Überblick über die Szene des Rechtsrock verschaffen (Text, Outfit, Internet, Musikstile). erkennen, dass jede Art von Musik Träger einer Ideologie sein kann. sich kritisch mit den Inhalten der Texte auseinander setzen. Beeinflussung durch und Wirkung von Musik erkennen. einen eigenen Text gegen Rechtsrock verfassen. Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet kritisch für die Informationsrecherche nutzen. mit dem Programm PowerPoint eine Präsentation erstellen. Rechtsrock: Hören wie Musik wirkt Am Beginn der Unterrichtsreihe stehen verschiedene Songbeispiele politischer und nicht-politischer Couleur aus unterschiedlichsten Stilrichtungen der Pop- und Rockmusik. Textauszüge von den Ärzten, von Brothers Keepers, Pink Floyd und den Landsern sollen die Schülerinnen und Schüler für die (politische) Wirkung von Musik sensibilisieren. Verwendet wird in dieser Unterrichtsphase das Arbeitsblatt AB1-Liedtexte. Die Links zu den Songtexten finden Sie außerdem in der Rubrik "Zusatzinformationen" auf der Startseite der Unterrichtseinheit. Hörbeispiele zu allen Songs können, sofern sie nicht auf CD vorhanden sind, im Internet recherchiert werden. Detaillierte Informationen zur Textanalyse in dieser Erarbeitungsphase finden Sie im Unterkapitel Textanalyse: Merkmale des Rechtsrock , das auch am Ende dieser Seite verlinkt ist. Video-Mitschnitt von einem Konzert Nach den Musikbeispielen schließt sich ein Ausschnitt mit einem Skinhead-Konzert aus dem Film "Oi warning" an (Bezugsquelle siehe Kurzinformation auf der Startseite). In einem Brainstorming werden erste Merkmale in Abgrenzung zu einem "normalen" Pop- oder Rockkonzert besprochen (Arbeitsblatt AB2a-Film-Oi). Die Hintergrundinformationen zur Musik im Rechtsrock können alternativ auch über den Film "Zwischen Feeling und Führer" erworben werden (Matthias Film; Gänsheidenstr. 67, 70184 Stuttgart; Tel. 0711/243456; der Film ist über die Landesbildstellen ausleihbar). Als Basis dienen dann die Fragen zum Film vom AB2b-Film-Feeling. Arbeitsteilige Gruppenarbeit und Ergebnispräsentation Im Anschluss daran erarbeitet die Klasse in verschiedenen Gruppen Teilaspekte des Rechtsrocks (Textanalyse, Internetpräsenz, Musikstile). Ihre Ergebnisse stellen die Schülerinnen und Schüler in Form von Plakaten oder PowerPoint-Präsentationen vor. In dieser Phase haben die Jugendlichen auf verschiedenen Seiten Kontakt mit originären Ausprägungen der rechten Szene, also mit Internetauftritten oder Songtexten der Rechtsrock-Szene. Die Entscheidung, diese Inhalte zu nutzen, muss natürlich jede Lehrkraft selbst treffen und dabei das Für und Wider abwägen. Die Inhalte der Gruppenarbeit können alternativ in Form von Stationenlernen erarbeitet werden. Dann muss aber entsprechend mehr Zeit eingeplant werden. Detaillierte Informationen zur Internetrecherche in dieser Erarbeitungsphase finden Sie im Unterkapitel Rechtsrock im Internet: Recherche , das auch am Ende dieser Seite verlinkt sind. Eindrücke diskutieren und verarbeiten Besonders wichtig ist es, die Jugendlichen nicht mit ihren Eindrücken von der rechten Szene alleine zu lassen. Die Lerngruppe erörtert daher in einer Diskussion Fragen zur Musik als Träger von Ideologien, zur Beeinflussung und Wirkung durch Musik. Eine fächerübergreifende Behandlung des Themas in Geschichte, Deutsch oder Religion/Ethik kann sehr hilfreich sein. Transfer: Rap gegen Rechts Im Anschluss an die Erarbeitungsphase reflektieren die Schülerinnen und Schüler nochmals die Ergebnisse und erstellen auf der Basis der Karaoke-Version zu "Die da" von der Gruppe Die Fantastischen Vier einen Rap gegen Rechtsradikalismus (siehe Rechtsrock-Rap-Beispiel). Dieser Rap kann eventuell auf einer Schulveranstaltung der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Podiumsdiskussion oder Interview Zum Abschluss können die Thesen der rechten Szene auch in Form einer fiktiven Podiumsdiskussion oder eines Rollenspiels behandelt werden. Die abschließenden Arbeitsaufträge zur Skinhead-Szene (AB6-Skinheadszene) lassen sich auch in Form eines fingierten Interviews vortragen. Zum rechten Weltbild: Deutschtum und Gewalt Die Texte des Rechtsrock sind geprägt durch ein Weltbild, in dem die Gewalt als konstitutives Spaß- und Erlebnismoment beschrieben (zum Beispiel bei Volkszorn: Skinheads für Doitschland, 1994) und Deutschland als geradezu heiliges Weisen verherrlicht wird (zum Beispiel bei Sturmtrupp: Die Zeit wird kommen, 1998). Das Selbstbild ist unter anderem von "Treue" und "Ehre" als obersten Tugenden geprägt, wobei die Texte die deutsche Wehrmacht verherrlichen und deren Taten beschönigen (zum Beispiel in Oidoxie: Deutsche Soldaten, 1998). Frauen ("Renees" genannt) werden als schönes Beiwerk betrachtet, spielen ansonsten aber keine Rolle; Alkohol wird kultisch verehrt (zum Beispiel bei Kreuzzug: Deutsche Patrioten, 1996; Chaoskrieger: Schöner Abend, 1997). Klare Feindbilder Alle Rechtsrock-Gruppen haben klare Feindbilder, die regelmäßig entmenschlicht werden (zum Beispiel in White Aryan Rebels: Nigger, 2000). Als Feindbilder dienen Ausländer, Linke, der Staat und die Christen (zum Beispiel White Aryan Rebels: Sie leben, 2000; Stuka: Parasiten, 1992). Geprägt sind die Texte von Überfremdungsfantasien, Ängsten und Neidgefühlen: Ausländer seien kriminell und faul, lebten vom Staat auf Kosten anderer und nähmen Arbeitsplätze weg, sind gängige Behauptungen. Diffamiert werden ebenso Punks oder der Staat (zum Beispiel in Sturmgesang: Punks, 1993; Sturmwehr: Wir sind noch da, 1998). Antisemitismus und Germanenkult In der Darstellung von Christen schimmert Antisemitismus durch. Außerdem favorisieren die Gruppen den Kelten- und Germanenkult als eine Art Ersatzreligion (zum Beispiel Landser: Walvater Wotan, 1996). Textstellen, die diese Merkmale belegen, finden Sie in der Datei "Rechtsrock-Info-Merkmale". Analyse zum Aufbau rechter Musik-Portale Das Internet spielt bei der Vermarktung von Tonträgern, Fanzines, Kleidung und sonstigen Accessoires der rechten Szene eine enorme Rolle. Deshalb sollten im Unterricht gegebenenfalls auch Vertriebsseiten von Musikverlagen analysiert werden. Die Seiten von "rocknord", "aufruhr-versand", "die-kommenden" sowie der "wikingerversand" könnten untersucht werden hinsichtlich des Aufbaus, der Angebote, der Inhalte und der Kommunikationsstrategien. Erwartungshorizont Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler folgende Ergebnisse erarbeiten: Die Homepages sind meist wie ein "normales" Internetportal aufgebaut (Neuigkeiten, Nachrichten, Neu im Shop, Suchmaschine, Verweis auf Fanzines). Es gibt Links mit Szenebezügen, zum Beispiel zu Musik (beispielsweise wie Amazon aufgebaut, mit Hörproben) und Bands aus der rechten Szene oder Links zu Artikeln (Selbstdarstellung der Szene). Im Internetshop gibt es neben Musik Merchandising-Artikel wie Bekleidung, Fahnen, Bücher, Sticker und so weiter. Interaktive Elemente für die "Community" sind Diskussionsforen und Chatrooms. Außerdem gibt es Newsletter. Rechtsradikale Thesen thematisieren und problematisieren Die Schülerinnen und Schüler dürfen mit den rechtsradikalen Symbolen und Parolen nicht alleine gelassen werden. Deshalb müssen rechtsradikale Thesen identifiziert und in ihrer Problematik thematisiert werden. Im Unterricht sollte daher besprochen werden, wodurch sich die Portale als rechtsradikal ausweisen (zum Beispiel durch die Titel von CDs, Bands oder Büchern, durch NS-Symbole, durch die Gestaltung der Cover und so weiter). Weiterhin ist es möglich zu untersuchen, wie sich die Szene dort selbst darstellt. Gerade die vermeintliche Normalität der Seiten muss problematisiert werden (Frage: Wo gibt es eindeutige inhaltliche Unterschiede zu nicht rechtsradikalen Seiten?). Wer im Unterricht nicht direkt die Vertriebsportale des Rechtsrock nutzen will, muss auf andere, "indirekte" Informationen im World Wide Web zurückgreifen. Geeignet sind zum Beispiel die folgenden Internetadressen: Bundesamt für Verfassungsschutz: Rechtsextremismus Neben allgemeinen Informationen sind weitere Publikationen wie der "Bericht zu Rechtsextremistischen Skinhead-Musikvertrieben im Internet" und CD-ROMs zu Rechtsextremismus oder dem rechtsextremistischen "Projekt Schulhof" verlinkt. Mehr Informationen Weiterführende "Internetressourcen" zu rechtsextremistischen Online-Portalen und Rechtsrock allgemein finden Sie auf der Starseite zur Unterrichtseinheit in der Rubrik "Zusatzinformationen". Unter den angegebenen Internetadressen finden Sie die Texte der verschiedenen Titel, die im Zusammenhang mit dem Thema Rechtsrock analysiert werden können. Zusätzliche Hörbeispiele sind gegebenenfalls im Internet verfügbar und müssen recherchiert werden, sofern sie im Unterricht nicht auf CD vorliegen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Musik
  • Sekundarstufe I

Musik der rechten Szene: Thema im Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Rechtsextrem kontextualisierte Musik gilt nach wie vor als wichtiger Aspekt des Einstiegs in die rechte Gewaltszene. Sie ist Teil unserer Gesellschaft und sollte deshalb auch in der Schule Gegenstand einer kritischen Auseinandersetzung sein. Ende 2024 gab es in Deutschland nach Angaben des Verfassungsschutzes über 50.000 Personen mit rechtsextremistischem Potenzial (vgl. Bundesministerium des Innern, 2025, S. 67). Rechtsextreme Bands und Organisationen sind weiter sehr aktiv – insbesondere auch im Internet. Die in rechtsextremen Kreisen produzierte Musik – oft auch als "Rechtsrock" bezeichnet – ist mehrfach Gegenstand musikpädagogischer Beiträge und Diskussionen gewesen, eine ausführliche Übersicht findet sich in der Dissertation von Helen Hammerich (2026). Der Verfassungsschutzbericht 2024 konstatierte eine Steigerung des rechtsextremistischen Personenpotenzials um ca. 10.000 Personen (von 41.800 im Jahr 2023 auf 51.500 im Jahr 2024) (vgl. Bundesministerium des Innern, 2025, S. 67); dabei spielt Musik nach wie vor eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Festigung von Gruppen rechtsextremistischer gewaltbereiter Jugendlicher. Mit Hintergrundinformationen zur Szene, zur Bedeutung ihrer Musik und zu den Vertriebswegen sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten will diese Einheit einen Beitrag leisten. Die folgende Teileinheit gehört zu einer größeren Unterrichtseinheit zum Thema "Musik und Politik". Historische politische Lieder werden darin genauso besprochen wie Folksongs der 60er Jahre, Lieder der Liedermacher aus der DDR oder die Rolle der Musik in der NS-Zeit (Bedeutung von Swing, Jazz und Schlager, atonale Musik, Musiker im Exil). Die Behandlung der Musik der rechten Szene im Unterricht muss in einem übergeordneten Zusammenhang geschehen, etwa unter den Aspekten "Musik und Sprache", "Musik und Politik", "Beeinflussung durch Musik", "Wirkung von Musik", "Funktionalisierung von Musik" oder "Musik provoziert". Schülerinnen und Schüler sollen mit dem Thema rechtsextrem kontextualisierte Musik für die politische Wirkung von Musik sensibilisiert werden. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Arten aktiviert werden (z.B. Bewertung von Musik, Think-Pair-Share, Textarbeit, Analyse von Videos, Erarbeitung verschiedener Präsentationen). Die vorgeschlagenen Gruppenaufträge können auch reduziert oder aber auf mehrere Gruppen verteilt werden. Die Wahl der Präsentationsformen ist den Lehrkräften überlassen. Hierzu müssen gegebenenfalls entsprechende Vorkenntnisse (z.B. Power-Point, Podcast erstellen) vermittelt werden. Für den Rap kann auf kostenfrei Rap-Beats im Internet zugegriffen werden. Ebenso könnte man verschiedene Aufträge auch von KI bearbeiten lassen und dann mit den eigenen Recherchen vergleichen (arbeitsgleiche Gruppen mit unterschiedlichen Lösungsstrategien). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können sich einen Überblick über die Musik der rechten Szene verschaffen (Text, Outfit, Internet, Musikstile). erkennen, dass jede Art von Musik Träger einer Ideologie sein kann. können sich kritisch mit den Inhalten der Texte auseinandersetzen. können Beeinflussung durch und Wirkung von Musik erkennen. können einen eigenen Text gegen Rechtsrock verfassen . Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können das Internet kritisch für die Informationsrecherche nutzen. können mit dem Programm PowerPoint/Audioprogramm eine Präsentation/Podcast/Plakat/Zine erstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in Diskussionen ihre eigenen Standpunkte vertreten. können an Gruppenarbeiten konstruktiv mitwirken. können gemeinsam verschiedene Präsentationen erstellen. Hohe Fluktuation bei Anhängern Das rechte Milieu zeichnet sich durch eine gewisse Offenheit und Durchlässigkeit aus. Zum einen gelangen Jugendliche leicht in das rechte Milieu, verlassen es aber ebenso schnell wieder. Wer jedoch schon teilweise durch die rechte Gewalt-Szene sozialisiert wurde, kommt schwerer wieder heraus. Anhänger kommen aus der Action-Szene, aber auch von den Manieristen (Angestellten-Milieu, Erlebnisgesellschaft). Arbeitslosigkeit, Konflikte mit Institutionen, niedrige Bildung können eine rechtsradikale Orientierung verstärken, doch der Anschluss an Jugendgruppen erfolgt oft situativ, weil sich beispielsweise die Freunde angeschlossen haben. Teilweise besteht hinsichtlich der völkischen Orientierung auch eine Übereinstimmung zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern. (Baacke 2000, S. 84-105) Geringe Schulbildung, größere Anfälligkeit Eine neue Studie, bei der über 5.000 bayerische Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen befragt wurden, zeigt, dass mit der Schulbildung die Gewaltakzeptanz und die rechtsextremistische Orientierung abnehmen. Eine besonders starke Affinität zu rechtsextremen Positionen und zugleich zur Gewalt gibt es bei Haupt-, Berufs- und Realschülern, wobei es sich um ein dominant männliches Phänomen handelt. Eine besondere Rolle spielen die Cliquenzugehörigkeit und die Orientierung an bestimmten Jugendkulturen. Weitere Untersuchungen belegen, dass in diesen Gruppen Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Ethnozentrismus, eine positive Haltung zum Nationalsozialismus, Antisemitismus und eine Ideologie der Ungleichheit vorherrschen. Zwar sind die ermittelten Werte insgesamt relativ gering, doch durchaus signifikant und deshalb auch beachtenswert. (Fuchs u.a. 2002) Vielschichtige Motive Die Gründe für den Einstieg in die rechte Szene sind vielschichtig. Im Osten zählen dazu etwa die Schließung von Freizeittreffs. Die sozialen Lebensräume, die Arbeitslosigkeit oder der Alltag in der Schule werden als sinnlos empfunden. Bei Ungerechtigkeit (Ausländer und Fremde werden vermeintlich vom Staat bevorzugt), Ausgrenzung und Benachteiligung oder immer dann, wenn akzeptierte Werte wie Erfolg, Lebensfreude oder Selbstverwirklichung nicht erreichbar scheinen, wird der Rechtsextremismus als neuer Weg und neue Symbolwelt angesehen. (Baacke 2000, S. 97f) Musik als Mittel der Abgrenzung Begünstigt wird diese Entwicklung durch die veränderte Musikszene und die Einstellung zur Musik von Jugendlichen und Erwachsenen seit den 90er Jahren. Die Rock-/Popmusik in Deutschland ist in die gesellschaftliche Mitte gerückt. War diese Musik früher ein Mittel der Abgrenzung der Jugendlichen von den Erwachsenen, ist sie heute auch immer mehr die Musik der Erwachsenen und des etablierten Kulturbetriebes. Sogar Politiker nutzen Popmusik zum Aufpolieren ihres Images, wenn beispielsweise auf der Expo 2000 der deutsche Bundeskanzler zusammen mit den Scorpions auftritt. Extreme Pessimisten vertreten die Auffassung, dass ein Protest der Jugend gegen die Eltern über die "normale" Pop-/Rockmusik nicht mehr möglich sei, da die Eltern ja bereits mit dieser Musik - wenngleich auch mit anderen Gruppen - aufgewachsen sind. Als Ausweg bliebe nur noch der Rechtsrock, da dieser allgemein ein Negativimage hat. Motivation für die Musik Die Fans der Musik bilden sich nach Klaus Farin (Archiv der Jugendkulturen, S. 96f.) aus drei verschiedenen Motivationssträngen heraus: Ein Teil der Fans hört diese Musik aus ideologischer Übereinstimmung. Rechtsextreme und junge Rassisten lassen sich durch nazistische und rassistische Musik emotional wie ideologisch aufrüsten und in ihrer politischen Identität bestätigen. Für sie ist Rechtsrock der Sound zum Rassenkrieg. Ein kleiner Teil ist vorwiegend oder sogar ausschließlich an der Musik interessiert, nicht an den Inhalten. Ein weiterer Teil der Fans interessiert sich zwar für die Texte, ist aber selbst nicht unbedingt klar rechtsextrem orientiert. Wie stellt sich die Musik des Rechtsrocks heute dar? Über lange Zeit war Rechtsrock auf die Skinhead-Szene beschränkt - wenngleich nur ein Teil der Skinheads rechtsradikal ist - und Oi-Musik der Inbegriff der Szenemusik. Heute zeichnet sich ein wesentlich vielschichtigeres Bild ab. Die rechtsextremen Organisationen versuchen immer mehr, die musikalischen Abgrenzungen aufzuheben und infiltrieren möglichst viele Arten von Musik und Jugendkulturen. Das Spektrum reicht von Skinhead-Bands (Kraftschlag, Noie Werte), NS-Black-Metal (Burzum, Möbus von Absurd), Techno-Musik (etwa in Gabba), HipHop (MC Danana, Ronald Mac Donald), Hatecore als rechter Ableger von Hardcore (Wandteufel), volkstümlicher Musik (Zillertaler Türkenjäger), bis zu klassischer Bardenmusik (Annette, Rennicke), die gleichsam aus der Mitte der Gesellschaft kommt, oder der Gothic-Szene, die sich so sehr auf ihre Romantik in Schwarz beruft, und im Neofolk (Death in June) eine rechte Ausprägung erfahren hat. (Funk-Hennigs 1994; Baacke 2000; Archiv der Jugendkulturen 2001; Dornbusch 2002; im Internet: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW ) Eminem oder Rammstein: rechts ist schick Auch der Mainstream bleibt von rechten Einflüssen nicht verschont. Die Böhsen Onkelz haben sich offiziell von ihrer rechten Vergangenheit distanziert und konnten inzwischen im Mainstream Fuß fassen. Der amerikanische Rapper Eminem macht sich auf einer rein rhetorischen Ebene über Minderheiten wie Schwule lustig. Wo die Popmusik früher gerade die Rechte von Minderheiten eingeklagt hat, ist es heute eher schick geworden, den Erfolg auf Kosten von Minderheiten aufzubauen. Ein drittes Beispiel: Die Gruppe Rammstein, die zur "neuen deutschen Härte" zu rechnen ist, zitiert in ihrem Videoclip "Stripped" rechten Bildervorrat als bloße Ästhetik. Es handelt sich um eine Montage aus Aufnahmen von Leni Riefenstahls "Olympiade"-Film. (Büsser 2003, S. 41) Musik wird politisch instrumentalisiert Es wäre allerdings voreilig, jede der oben genannten Musikrichtungen als rechtsradikal einzustufen. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass Musik grundsätzlich unpolitisch ist. Dadurch wird sie aber anfällig für politische Vereinnahmungen. Erst der (Kon)Text macht die Musik politisch. Dadurch ist keine Musikrichtung vor dem Angriff der rechtsextremen Szene gefeit. Handel, Internet und Konzerte Der Vertrieb erfolgt über Läden (circa 30), Labels (circa 50), den Handverkauf bei Konzerten oder anderen Szeneveranstaltungen (besonders in Tschechien und Polen), den legalen Versandhandel (zum Beispiel Deutsche Stimme-Verlag, Schwarze Fahne, Neue Doitsche Welle, Signal-Verlag, Thule Multimedia-Verlag, Wikingerversand, Nordversand) über das Internet (Mp3, Shopping, Radiosendungen) und natürlich den illegalen Markt. Adressen finden sich in einschlägigen Fanzines (zum Beispiel Blood & Honour-Magazin, Landser, Foier Frei!, Hamburger Sturm, White Supremacy, Signal, RockNORD). Vertrieb über das Ausland Restriktive staatliche Maßnahmen haben dazu geführt, dass viele Bands den Weg in den Untergrund angetreten haben. Die Produktion von CDs und anderen Fanartikeln wurde ins Ausland verlagert, oftmals auf verschiedene Firmen verteilt, so dass sich diese im Einzelnen oft gar nicht bewusst sind, was sie vertreiben. Besonders die nordischen und östlichen Länder werden hierbei bevorzugt. (Baacke 2000, S. 160-172) Die Texte des Rechtsrock sind geprägt durch ein Weltbild, in dem die Gewalt als konstitutives Spaß- und Erlebnismoment beschrieben wird. Deutschland wird ebenso wie die weiße Rasse verherrlicht ("White-Power"-Ideologie) und soll gegen verschiedene Feindbilder verteidigt werden. Neben einem archaischen Germanenkult zeigen viele Texte einen deutlichen Antisemitismus. Bei einer eingehenden, vergleichenden Analyse lassen sich allgemeine Merkmale herausarbeiten (Textauszüge gibt es beispielsweise in den Publikationen des Verfassungsschutzes oder anderer offizieller Stellen). National(sozialistisch)e Sturmtruppen fungieren als eine Art SA der Neuzeit. "Treue" und "Ehre" gelten als oberste Tugenden. Die deutsche Wehrmacht wird verherrlicht und beschönigt. Zur Rechtfertigung der eigenen Gewalttaten werden die Opfer angeführt, Verursacher sind nicht etwa die Täter. Der Tod wird mit apodiktischen Wendungen und Zeitadverbien beschrieben ("bis zum Schluss", "niemals", "ewig" …). Wegen härterer Repressionen greifen die Texte auf ältere Helden aus dem Kelten- und Germanenkult zurück ("Odins Krieger"). Frauen gibt es nur als Beiwerk oder Objekt unter der Parole "Ausländer nehmen uns unsere deutschen Frauen weg". "Emanzen" sind Feindbilder. Weibliche Skinheads werden in der Szene "Renees" genannt. Bier und Alkohol werden in der Szene kultisch gefeiert. Gegenüber anderen Drogen nimmt die rechte Szene jedoch eine ablehnende, fundamentalistische Haltung ein. Oberstes Feindbild sind Ausländer. Neben Asylanten und Schwarzen werden auch Einwanderer oder Juden zu ihnen gezählt. Rassistische Überfremdungsfantasien, Ängste und Neidgefühle sind Ursprung dieser Haltung. Die Texte verbreiten Thesen wie "Ausländer sind kriminell, bedrohen unsere Frauen, leben vom Staat auf unsere Kosten, nehmen uns Arbeitsplätze weg." Linke werden mit negativen Naturmetaphern (Affe, Gorilla, "Kommischweine" und so weiter) beschrieben. Zum feindlichen linken Spektrum zählen Antifas, Autonome, Punks und Hippies. Rechtsextremisten sind zwar für einen starken Staat, aber gegen eine Zensur und die vermeintliche Ungleichbehandlung zwischen linker und rechter Szene. Auch engagierte Christen zählen zu den Feindbildern. (Vergleiche Archiv der Jugendkulturen 2001, S. 36ff.) Verbote werden geschickt umgangen Um den staatlichen Verboten zu entgehen, werden Juristen angeheuert, die die Texte überprüfen und an die Grenzen der Legitimität führen. Barden wie etwa Frank Rennicke müssen die politischen Botschaften oftmals gar nicht aussprechen, denn zum einen singt das Publikum die Texte - damit ist die Band für die Polizei nicht greifbar - zum anderen genügen Anspielungen wie etwa "Rasse ist klasse", wobei als Pointe am Schluss des Songs der deutsche Schäferhund genannt wird. Jedem ist aber die eindeutige rechtsextreme Aussage klar. Archiv der Jugendkulturen (Hg.): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland, Berlin 2001. Baacke, Dieter / Farin, Klaus / Lauffer, Jürgen (Hg.): Rock von Rechts II. Milieus, Hintergründe und Materialien, Berlin 2000. Büsser, Martin: Vom Protestsong zum Rechtsrock. Der politische Bedeutungswandel in der Popkultur; in: nmz 3/2003. Dornbusch, Christian/Raabe, Jan (Hg.): RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien, Münster 2002. Fuchs, Marek / Lamnek, Siegfried / Wiederer, Ralf: Querschläger. Jugendliche zwischen rechter Ideologie und Gewalt, Opladen 2003. (Bei dieser aktuellen Untersuchung wurden über 5.000 bayerische Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 befragt.) Funk-Hennigs, Erika: Über die Rolle der Musik in der Alltagskultur der Skinheads; in: Beiträge zur Popularmusikforschung 13 (Hg. Helmut Rösing), Karben 1994, S. 46-78. Terhag, Jürgen: Rechtsradikale Jugendkulturen - Ein heikles Thema für den Musikunterricht; in: Musik in der Schule 2/2001, S. 4-9.

  • Politik / WiSo / SoWi / Musik
  • Sekundarstufe I

Widerstand gegen den Nationalsozialismus neu gedacht – das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl…

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit "Widerstand gegen den Nationalsozialismus neu gedacht – das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl im Unterricht" klärt Schülerinnen und Schüler über die junge Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um die Geschwister Hans und Sophie Scholl auf und gibt ihnen einen reflektierten Einblick in das Multimedia-Projekt @ichbinsophiescholl. Im Jahr 2021 wäre die junge Widerstandskämpferin Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass riefen der Südwest-Rundfunk und der Bayerische Rundfunk ein Social-Media-Projekt ins Leben, das jungen Menschen Einblicke in das Leben von Sophie Scholl liefert. In dieser Unterrichtseinheit wird der Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Beispiel von Sophie Scholl und der Gruppe "Weiße Rose" thematisiert. Neben klassischen Unterrichtsmedien wird auch das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl in die Unterrichtseinheit einbezogen und kritisch beleuchtet. Das Projekt startete im Mai 2021 auf der Plattform Instagram, einem sozialen Netzwerk, das bei jungen Menschen beliebt ist. Tägliche Videos, die Ausschnitte aus dem Leben von Sophie Scholl zeigen sollen, richten sich an jüngere Internetnutzerinnen und -nutzer, denen das Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" näher gebracht werden soll. In den kurzen Clips werden nicht nur die für den Geschichtsunterricht wichtigen Fakten dargestellt. Vielmehr geht es auch darum, den Menschen Sophie Scholl kennenzulernen. Nachdem die Lernenden sich zunächst mithilfe von Arbeitsblättern und dem Geschichtsbuch näher mit den historischen Fakten zum Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Sophie Scholl auseinandergesetzt haben, bearbeiten sie dieses Thema auch kreativ, indem sie fiktive Instagram-Posts erstellen. Anschließend lernen sie das Multimedia-Projekt @ichbinsophiescholl kennen und beurteilen kritisch, inwiefern es sinnvoll ist, ein sensibles Thema wie den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mithilfe von neuen Medien aktuell und jugendnah aufzubereiten. Diese Unterrichtseinheit arbeitet mit vielen Videos und Zitaten, um das Unterrichtsthema "Sophie Scholl" aus einer schülernahen Perspektive mit digitalen Medien aufzugreifen. Eine PowerPoint-Präsentation, die auch im Unterricht genutzt werden kann, fasst alle Medien für Lehrerinnen und Lehrer zusammen. Auch die Schülerinnen und Schüler sollten für einige Aufgaben digitale Endgeräte zur Verfügung haben. Hier reicht auch ein Smartphone aus. Weiterführende Hintergrundinformationen finden Sie in dem ergänzenden Fachartikel . Das Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" im Unterricht Inzwischen liegt die Zeit des NS-Regimes und der Zweite Weltkrieg fast 100 Jahre zurück. Noch immer ist diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte nicht vollständig aufgearbeitet. Gleichzeitig wird die Zahl der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen immer kleiner und der Populismus in Europa sowie in Deutschland scheint in den vergangenen zehn Jahren wieder auf dem Vormarsch zu sein. Daher ist es wichtig, die Erinnerung an den Nationalsozialismus , seine Opfer und den Widerstand gegen das NS-Regime aufrecht zu erhalten. Im Geschichtsunterricht sollten Schülerinnen und Schüler daher faktenbasiert in das Thema eingeführt werden und für die Gefahren des Populismus sensibilisiert werden. Didaktische Analyse In dieser Unterrichtseinheit wird der Widerstand gegen den Nationalsozialismus anhand des Beispiels von Sophie Scholl und der "Weißen Rose" aufgearbeitet. Die junge Studentin war zum Zeitpunkt ihres Einsatzes gegen das NS-Regime mit 21 Jahren kaum älter als die Schülerinnen und Schüler. Die Lernenden können sich also gut in die Widerstandskämpferin hineinversetzen, wodurch ihnen das Thema besonders nahe ist. Darüber hinaus holt das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl die junge Frau in die Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts und mit Instagram auch in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Unter Einbezug des Projekts löst sich der Geschichtsunterricht von trockenen Fakten und macht Sophie Scholl auch als Menschen mit Sorgen, Ängsten, Wut und Hoffnungen greifbar und erfahrbar. Aufbau der Unterrichtseinheit In der ersten Unterrichtsstunde sollen die Lernenden direkt durch die Rede von Jana aus Kassel als Beispiel aus der Gegenwart mit dem Namen "Sophie Scholl" konfrontiert werden. So werden sie auf die zeitgenössische Bedeutsamkeit von Sophie Scholl aufmerksam gemacht. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler in der vorherigen Stunde mit Sophie Scholl als Person beschäftigt haben, folgt in der zweiten Stunde nun die Hinwendung zur "Weißen Rose" anhand eines Zitats von einem Flugblatt der Gruppe. In der dritten Unterrichtsstunde wird das zuvor eng gefasste Unterrichtsbeispiel auf andere Gruppen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus erweitert. Außerdem markiert diese Stunde einen Übergang vom faktenbasierten Arbeiten, gestützt durch klassische Unterrichtsmedien, hin zur kreativen Arbeit mit sozialen Medien. Indem sie selbst eine Widerstandsgruppe in einem Social-Media-Post darstellen, werden sie sich der Problematik bewusst, dass hier zwischen Darstellung und Wirkkraft des Posts und bedeutsamen historischen Fakten abgewogen werden muss. Dies bereitet sie auf die umfassende Analyse und Bewertung des Projektes @ichbinsophiescholl vor, die in den letzten beiden Unterrichtsstunden durchgeführt wird. Kritische Betrachtung des Social-Media-Projekts Das Social-Media-Projekt von SWR und BR zog bei seiner Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit auf sich. Dabei wurde die Geschichtsaufarbeitung in ihrem ungewöhnlichen Format nicht nur positiv bewertet. Kritische Stimmen gaben zu bedenken, dass es sich bei dem Projekt kaum um eine angemessene historische Würdigung handele. Außerdem wurde angemerkt, dass das Projekt in erster Linie darauf ausgelegt sei, Klicks zu generieren und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ohne dabei Grenzen einzuhalten. Im Sinne eines kritischen Geschichtsbewusstseins und der Förderung der Medienkompetenz bilden sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit eine eigene Meinung zu dem Projekt und diskutieren die Vor- und Nachteile der Aufbereitung von zeitgeschichtlichen Ereignissen und historischen Persönlichkeiten mit modernen Medien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Biographie und die Leistungen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. untersuchen die Arbeit der Widerstandsgruppe "Weiße Rose". erstellen Social-Media-Profile weiterer Gruppen, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben. bewerten ein Projekt, das die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus modern aufbereitet, kritisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich im Internet über Sophie Scholl und die "Weiße Rose". analysieren Instagram-Posts und beurteilen diese kritisch. stellen die Ansichten historischer Gruppierungen in Social-Media-Posts dar. untersuchen die Vor- und Nachteile des Social-Media-Projekts @ichbinsophiescholl und ziehen ein eigenes Fazit. entnehmen Texten fachbezogene Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein kreatives Arbeitsprodukt in Kleingruppen. verfassen einen Kommentar in Partnerarbeit. gehen mit den Beiträgen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler wertschätzend um.

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Verfolgung von NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR

Kopiervorlage

Mit diesem Arbeitsblatt erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Einzel- und Gruppenarbeit, wie NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der frühen DDR verfolgt wurden.Der Wunsch, die Verantwortlichen für die Verbrechen des Nationalsozialismus zur Verantwortung zu ziehen, bestand im Nachkriegsdeutschland in allen Besatzungszonen. Neben den Hauptverantwortlichen, die in den Nürnberger Prozessen angeklagt wurden, sollten auch die zahlreichen Deutschen verfolgt werden, die an den Verbrechen beteiligt waren. Das Vorgehen und das Engagement, dies zu erreichen, unterschied sich in der SBZ deutlich von den Zonen der Westmächte. Die Lernenden beschäftigen sich anhand eines Sachtextes mit der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ und lernen so auch die ideologische Dimension kennen, die beim Vorgehen der Sowjetunion und später der DDR eine wichtige Rolle spielte. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben das Vorgehen gegen vermeintliche NS-Verbrecher in der SBZ und der frühen DDR. nennen die ideologischen Hintergründe, die bei der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ und der DDR eine wichtige Rolle spielten. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen über die Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ aus einem Sachtext. recherchieren eigenständig, wie die Lager für NS-Verbrecher in den westlichen Besatzungszonen aussahen und vergleichen sie mit den Lagern in der SBZ. erstellen eine Zeitleiste mit den wichtigsten Daten der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ/DDR. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren, warum der Block der antifaschistischen Parteien die NS-Verbrecher von deutschen Gerichten verurteilen lassen wollten. erörtern, ob der Umgang mit Häftlingen, denen NS-Verstrickungen vorgeworfen wurden, den Menschenrechten entspricht.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Kunst unter Verdacht: Vom Expressionismus zur NS-Kunst

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Arno Breker oder Leni Riefenstahl sind nur einige der Kunstschaffenden, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit beschäftigen. "Kunst unter Verdacht" steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe. In jeder der sechs einzelnen Einheiten werden Künstler vorgestellt, die früher oder später unter Verdacht gerieten - die einen als "Entartete Künstler" wie Kandinsky oder Kirchner, die anderen als Propagandakünstler wie Leni Riefenstahl oder Arno Breker. Auch heute arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit diesen verdächtigen Bildern aus unserem Langzeitgedächtnis - und stehen dem ersten Augenschein nach ebenfalls unter Verdacht. Modularer Aufbau Die einzelnen Phasen der Unterrichtseinheit bauen aufeinander auf, lassen sich aber auch modular einsetzen. Die Phasen 1 und 2 behandeln vor allem Grundideen des Expressionismus, die Phasen 3 und 4 die Staatskunst während des NS-Regimes und die so genannte "Entartete Kunst". In der Phase 5 werden die gewonnenen Ergebnisse vertiefend betrachtet. Eine Exkursion ins Museum kann vor oder während der Unterrichtseinheit durchgeführt werden. Vorbereitung Bereitstellung eines Computers mit breitbandigem Internetzugang, Beamer, Scanner, Digitalkamera, Videorekorder, Drucker, Fotokopiergerät für die Lehrkraft. Zugang zu PowerPoint, Acrobat Reader, Word, Bildbearbeitungsprogramm für die Schülerinnen und Schüler. Es sollten Vorkenntnisse zu Basiswissen in der Internetrecherche, der digitalen Bildverarbeitung und der Erstellung von Präsentationen (zum Beispiel mit PowerPoint) vorliegen. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler lernen Werke des Expressionismus und der NS-Kunst kennen, analysieren und vergleichen und setzen sich mit dieser kritisch auseinander. lernen manipulative Prozesse zu erkennen und den kritischen Umgang mit Medienbildern. vergleichen Werke aus der zeitgenössischen Kunst mit Videostills (Standbildern) von Propagandafilmen. lernen den Lernort Museum kennen (fakultativ). Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sammeln Bilder und Textdokumente zu Künstlerinnen und Künstlern, archivieren und werten aus. lernen den künstlerisch-gestalterischen Umgang mit digitalen Medien. vervollständigen interaktive Arbeitsblätter mit Texten, Computergrafiken oder eigenen Werken. Weiterführende Medien Literatur Schuster, Peter-Klaus (1998). Nationalsozialismus und "Entartete Kunst" : die "Kunststadt" München 1937. München: Prestel. Film Chaplin, Charlie (1940): Der Große Diktator. Glozer, Laszlo (1987): Entartete Kunst? Bilanz eines Bildersturms. Murnau, Friedrich Wilhelm (1922): Nosferatu . Riefenstahl, Leni (1936): Olympia Teil II. Fest der Schönheit.

  • Geschichte / Früher & Heute / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe II

Albert Einstein: Facetten einer Persönlichkeit

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Person und Biographie des Ausnahmewissenschaftlers Albert Einstein auseinander, um wesentliche geschichtliche und politische Aspekte des 20. Jahrhunderts und zentrale Fragen zur ethisch-moralischen Verantwortung von von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu klären.Der Name Albert Einstein weckt sofort Assoziationen: Relativitätstheorie oder die Formel E = mc², ein die Zunge herausstreckender zottelhaariger älterer Mann, Einstein als Wegbereiter des Paradigmenwechsels in der Physik und als Vorzeige-Genie der modernen Naturwissenschaft. Vor allem die weniger bekannten Facetten von Einsteins Persönlichkeit - seine historische und politische Rolle - sollen in der hier vorliegenden Unterrichtseinheit erarbeitet werden. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig eine erste Orientierung sowie zahlreiche Anregungen für eine weitere Auseinandersetzung mit der Person Einsteins und der publizistischen Präsenz dieser Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts. Biografische Annäherung Zu Beginn der Unterrichtseinheit zu Albert Einstein bietet es sich an, die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler in einem Brainstorming zusammenzutragen. Durch die Strukturierung der Ergebnisse tauchen eventuell bereits erste Fragen und Spuren auf, die in der Folge durch die Internetrecherche verfolgt werden können. Vor der Erstellung der einzelnen "Bausteine" sollte die gesamte Lerngruppe sich einen ersten (chronologischen) Überblick über das Leben Einsteins verschaffen und vorher unbekannte Punkte ergänzen. Dazu bietet es sich an, vor der Suche nach genaueren Informationen auf eine Internetseite zu verweisen, die einen derartigen Überblick bietet. Entwickeln zentraler Fragestellungen für die Recherche Nach dem Feststellen der Vorkenntnisse und dem Sammeln grundlegender biografischer Informationen werden nun zentrale Fragen aufgestellt, die in der Folge durch die Recherche beantwortet werden sollen. Bei einer im Umgang mit dem Internet unerfahrenen Lerngruppe sollten zudem einige "Regeln" aufgestellt werden, etwa die Angabe des Fundortes oder auch die Vorgehensweise bei der Recherche. So wird bei den Schülerinnen und Schülern der notwendige kritische Umgang mit dem Medium nochmals betont. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Albert Einstein" Hinweise zur Erarbeitung der verschiedenen biografischen Aspekte: Einstein als Emigrant, politischer Stichwortgeber und Jude Albert Einstein im Unterricht Schwerpunkte der Unterrichtseinheit Die Schwerpunkte liegen dabei auf Einsteins Weg ins Exil als Verfolgter des Nazi-Regimes, auf seiner Beziehung zum Judentum und zur Gründung des israelischen Staats sowie seiner Stellungnahme zu politischen und ethischen Fragen der modernen Gesellschaft. Die genannten Punkte können anhand der angegebenen Linktipps von den Schülerinnen und Schülern im Internet recherchiert, aufgearbeitet und präsentiert werden. Fächerübergreifendes Arbeiten Auch wenn die hier angebotenen Vorschläge sich im Wesentlichen auf eine Auseinandersetzung im geisteswissenschaftlichen Bereich konzentrieren, ist an vielen Punkten der Bezug zu den naturwissenschaftlichen Leistungen Einsteins so eng, dass ein fächerübergreifendes Vorgehen im Unterricht nahe liegt und zu fruchtbaren Ergebnissen führen kann. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen zur Person Albert Einsteins im Internet und tragen sie zusammen. vollziehen Einsteins Weg ins Exil nach. werden sich des exemplarischen Charakters von Einsteins Biografie als intellektueller Gegner und Verfolgter des NS-Regimes bewusst. untersuchen Einsteins pazifistische Grundhaltung näher. werden sich der gesellschaftlichen Dimension und Verantwortung von (Natur-) Wissenschaften und Forschern bewusst. lernen seine enge Verbundenheit zum Judentum und seine Rolle bei der Staatsgründung Israels kennen. lernen Einsteins Haltung zur israelischen Staatsgründung kennen und vergleichen sie mit heutigen Konfliktpunkten. Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler vollziehen anhand der Transkription des Textes den Umgang mit einer Quelle vor deren Interpretation selbständig nach. setzen sich bei der "Edition" des Einstein-Manuskripts mit Vorgehensweise und Problemen der Geschichtswissenschaft auseinander. nutzen im Internet zugängliche Archive und suchen geeignete Quellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zur Person Albert Einsteins im Internet recherchieren und zusammentragen. Einsteins Weg ins Exil nachvollziehen. sich des exemplarischen Charakters von Einsteins Biografie als intellektueller Gegner und Verfolgter des NS-Regimes bewusst werden. Einsteins pazifistische Grundhaltung näher untersuchen. sich der gesellschaftlichen Dimension und Verantwortung von (Natur-) Wissenschaften und Forschern bewusst werden. seine enge Verbundenheit zum Judentum und seine Rolle bei der Staatsgründung Israels kennenlernen. Einsteins Haltung zur israelischen Staatsgründung kennenlernen und mit heutigen Konfliktpunkten vergleichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der Transkription des Textes den Umgang mit einer Quelle vor deren Interpretation selbständig nachvollziehen. sich bei der "Edition" des Einstein-Manuskripts mit Vorgehensweise und Problemen der Geschichtswissenschaft auseinandersetzen. im Internet zugängliche Archive nutzen und geeignete Quellen suchen. Aufbauend auf das erarbeitete biografische Fundament kann nun den einzelnen Aspekten von Einsteins Persönlichkeit nachgegangen werden. Die Arbeitsaufträge erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Orientierung und geben einen groben Rahmen für Rechercheaktivitäten vor. In welcher Form die drei Blöcke im Unterricht behandelt werden, kann je nach zeitlichen Voraussetzungen, Zielsetzung und Intensität variiert werden. Dementsprechend und je nach Voraussetzungen der Lerngruppe kann die Erarbeitung im Klassenverband, in Kleingruppen oder in Form eines Stationen-Lernens erfolgen. Block A: Albert Einstein und die Emigration Hier untersuchen die Schülerinnen und Schüler diesen spezifischen Bereich von Einsteins Biografie genauer und recherchieren entsprechende Hintergrund-Informationen im Internet. Insbesondere das Beispiel, das Einstein deutschen Zeitgenossen und Intellektuellen mit seiner Emigration in die USA unmittelbar nach der NS-Machtübernahme gab, sollte hier vertieft werden. Je nach Vorkenntnissen der Lerngruppe bietet es sich beispielsweise an, Einsteins Weg mit dem anderer deutscher Emigranten zu vergleichen. Herausgearbeitet werden könnte hier zusätzlich, in welchem Maße die Emigration aufgrund von politischen Einstellungen und Wertvorstellungen erfolgt oder inwieweit sie eine Reaktion auf Repressionen des NS-Regimes (Zensur, Berufsverbot, Ausgrenzung jüdischer Mitbürger) darstellt. Block B: Albert Einstein und die Politik Dieser Punkt bietet die Möglichkeit, über das rein historische Interesse hinaus Fragen zu stellen, inwiefern Einsteins Einstellungen und Erkenntnisse neben seinen naturwissenschaftlichen Leistungen wichtige gesellschaftliche, politische und ethische Probleme und Prozesse des 20. Jahrhunderts reflektieren oder gar vorwegnehmen. Insbesondere beim ersten Teil tritt die gründliche Analyse der Texte gegenüber der Suche nach Informationen in den Vordergrund. Am Ende können die Schülerinnen und Schüler nach Verbindungslinien suchen, die von Einsteins Aussagen und Einstellungen zu aktuellen Fragen und Entwicklungen führen. Dabei sollte darauf geachtet werden, das die Lerngruppe über das entsprechende Vorwissen verfügt und das die Beispiele danach ausgewählt werden. Block C: Albert Einstein und das Judentum Ein Brief Einsteins dient als Quellengrundlage und Ausgangsbasis für diesen Unterrichtsabschnitt. In den Arbeitsaufträgen wird auf einen Text Bezug genommen, in dem sich Einstein mit der Gründung Israels auseinandersetzt. Ebenso denkbar ist die Verwendung weiterer Manuskripte, die im Albert Einstein Archiv Online digitalisiert vorliegen. Vor der inhaltlichen Auseinandersetzung steht hier die Transkription des handschriftlichen Textes. Aufgrund der relativ guten Lesbarkeit von Einsteins Schrift sollten die Jugendlichen dazu größtenteils selbständig in der Lage sein. Nach der Umschrift erfolgt in einer zweiten Phase die Einordnung und Interpretation des Briefes. Die vorher erstellte Biografie dient nun zum einen als Hilfsmittel, zum anderen werden aber die dort bereits erarbeiteten Aspekte durch die intensive Auseinandersetzung nochmals vertieft. Ebenso können fehlende Informationen durch die Internetrecherche ergänzt werden. Auch hier kann durch die Passage zum Verhältnis Israels zu seinen arabischen Nachbarn ein Gegenwartsbezug hergestellt werden und Bestandteil einer Abschlussdiskussion werden.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Die Reichstagsbrandverordnung: Grundgesetz des NS-Terrors

Unterrichtseinheit

Dieser Unterrichtsvorschlag zum NS-Regime beleuchtet die Zusammenhänge zwischen dem Reichstagsbrand und der folgenden Ausschaltung der politischen und intellektuellen Opposition im Kontext der nationalsozialistischen Strategie scheinbar verfassungskonformer Machteroberung. Die Reichtagsbrandverordnung Die Verordnung "zum Schutz von Volk und Staat", die bis zum Ende der Nazi-Herrschaft im Jahr 1945 nicht aufgehoben wurde, stellte das gesetzlose Vorgehen und die Verfolgung der Nazi-Gegner und Andersdenkenden auf eine scheinbar legale Grundlage und ebnete den Nationalsozialisten den Weg zur Alleinherrschaft. Der Reichstagsbrand und die Verordnung waren für zahlreiche Nazi-Gegner Anlass zur Flucht vor Verfolgung ins Exil. Wer blieb, musste mit Verhaftung, Folter und Konzentrationslager rechnen. Die "Machtergreifung" nachvollziehen Die Auseinandersetzung mit der "Reichstagsbrandverordnung" soll die Tragweite der Aufhebung der in der Weimarer Verfassung festgelegten Menschenrechte beleuchten. Die Vorgänge der "Machtergreifung" im Frühjahr 1933 können die Schülerinnen und Schüler durch die Personalisierung am Beispiel einer - fiktiven - kritischen Journalistin und anhand der vielfältigen Quellenmaterialien im Internet sinnvoll nachvollziehen.Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die politische Situation der Jahre 1932/33 in Deutschland, um auf dieser Grundlage die Ereignisse und Folgen des Reichstagsbrands historisch einordnen zu können. Einstieg Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler mit der besonderen Situation der Nationalsozialisten Ende Februar 1933 bekannt gemacht haben (Wahlergebnisse des Vorjahres, bevorstehende Wahlen, politische und intellektuelle Gegner, Möglichkeit der gesetzlichen Grundlage für eine Notverordnung), erkennen sie, wie der Reichstagsbrand am 27. Februar für die Durchsetzung ihrer politischen Ziele genutzt wurde. So werden sie im Abschnitt "Der Plan" zu einer knappen Zusammenfassung des Geschehens im Februar 1933 angeregt. Die Formulierungsangebote der Aufgabe soll die Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihre eigene Theorie zu den Brandlegern im Reichstag darzustellen. Vertiefung Der Weg zu einem Überwachungsstaat wurde durch die sogenannte "Reichstagsbrandverordnung" frei gemacht. Die Pressefreiheit wurde stark eingeschränkt, die gesamte Bevölkerung musste mit einer persönlichen Überwachung rechnen. Um die massive Beschränkung der persönlichen Rechte zu dokumentieren, die zugleich für Tausende die Entscheidung zur Flucht und ein Leben im Exil bedeuteten, sollen sich die Jugendlichen diese einmal an Beispielen aus ihrem täglichen Leben vor Augen führen. Ausblick Für die "Schwarze Liste" recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet nach bekannten Personen, die gleich nach dem Reichstagsbrand in Schutzhaft genommen wurden oder aber ins Ausland fliehen mussten. Abschließend werden die Auswirkungen der Reichstagsbrandverordnung auf die Wahlen am 5. März dokumentiert. Zur Weiterarbeit wird die Auseinandersetzung mit dem "Ermächtigungsgesetz" angeregt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler bereiten die "Reichstagsbrandverordnung" (Gesetz "zum Schutz von Volk und Staat") inhaltlich auf. erkennen unabhängig vom Verlauf des Historikerstreits die geschickte Ausnutzung des Reichstagsbrands durch die Nationalsozialisten für ihre Zwecke. erkennen die Bedeutung der für die Reichstagsbrandverordnung verfassungsrechtlichen Grundlage aus der Weimarer Verfassung (Artikel 48). erkennen die Bedeutung der Wahlergebnisse vom 5. März 1933 für das weitere Vorgehen der NSDAP. nennen Beispiele für verfolgte oder verhaftete Personen des NS-Regimes. erfassen Auswirkungen der Einschränkungen der Menschenrechte auf das tägliche Leben in Deutschland. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler führen einfache Recherche-Aufgaben in einem Online Archiv (Dokumentarchiv, Lemo) durch. vollziehen die enge Zeitplanung sowie die brutale Vorgehensweise der Nationalsozialisten in den Tagen zwischen dem 27. Februar und 5. März anhand eines fiktiven "Terminkalenders" Aldolf Hitlers nach.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Entnazifiziert? Umgang mit der NS-Vergangenheit

Kopiervorlage

Mit Hilfe des Arbeitsmaterials setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem schwierigen Umgang bezüglich der NS-Aufarbeitung nach Kriegsende auseinander.Die 1945 auf der Potsdamer Konferenz beschlossene Entnazifizierung war ein wichtiges Anliegen aller Besatzungsmächte. Die Methoden und die Härte der Entnazifizierungsverfahren waren jedoch in den Westzonen anders als in der sowjetischen Besatzungszone. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit und der Ruf nach einem Schlussstrich sind ein wichtiger Aspekt deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte. Anhand der Analyse verschiedener Quellen erschließen sich die Lernenden das Themenfeld "Entnazifizierung" und setzen sich kritisch mit dem Verlauf der Durchführung und den Ergebnissen der Entnazifizierungsverfahren auseinander. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Begriffe "Denazifizierung", "Entnazifizierung" und "Schlussstrichdebatte" und können sie anwenden. nennen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Entnazifizierung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und den Westzonen. geben die zeitgenössische Kritik an der Durchführung der Entnazifizierungsverfahren wieder. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine vollständige Quellenanalyse zu einem Spott-Gedicht über die Entnazifizierung durch (beschreiben, ordnen ein und beurteilen die Quellen). interpretieren ein Wahlplakat der FDP aus dem Jahr 1949 unter dem Gesichtspunkt der "Schlussstrichdebatte". erschließen sich mittels Quellen- und Sachtexten den Begriff "Schlussstrichdebatte". Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Aussage eines "Spottgedichts" zur Entnazifizierung. beurteilen aus heutiger Perspektive die damalige Forderung nach einem Schlussstrich unter die NS-Vergangenheit.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Zeitzeugeninterview - Jo Leinen: "Jugend in den 50er und 60er Jahren in der Bundesrepublik"

Video

In diesem Zeitzeugeninterview erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie sich die Jugendkultur und das Verhältnis der Jugendlichen zu ihren Eltern in der Bundesrepublik in den 1950er und 1960er Jahren entwickelte. Statt Schlager bestimmte ab den 1950er Jahren mehr und mehr die Beat- und Rockmusik die Lebenswelt der Jugendlichen. Jo Leinen beschreibt, wie das veränderte Lebensgefühl zunehmend auch zu Konflikten mit der Elterngeneration führte. Dabei spielte auch der Umgang mit der NS-Vergangenheit, der in den 50er und 60er Jahren durch Schweigen geprägt war, eine Rolle. Das Video-Interview eignet sich gut als Ausgangsmaterial für eigene Unterrichtsentwürfe und kann in verschiedenen methodisch-didaktischen Kontexten verwendet werden. Dabei sollte vorbereitend auf die Quellengattung "Zeitzeugen" eingegangen und geklärt werden welche Vor- und Nachteile mit dieser speziellen Quellenart verbunden sein können. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Merkmale der Jugendkultur der 50er und 60er Jahre in der Bundesrepublik. erlangen einen Einblick in die NS-Aufarbeitung in der Bundesrepublik und den Umgang der Elterngeneration damit. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen aus einem Zeitzeugeninterview über Jugendkultur und Generationskonflikt in der Bundesrepublik. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler vollziehen Motive, Bedürfnisse und Interessen von betroffenen Personen und Personengruppen nach (Fremdverstehen). setzen sich kritisch mit den Aussagen des Zeitzeugen auseinander und berücksichtigen die Subjektivität der Aussagen. Jo Leinen berichtet in seinem Zeitzeugeninterview über die Auseinandersetzung mit der Elterngeneration in den 1950er und 1960er Jahren.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Kardinal von Galen - ein (fast) Heiliger?

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler gelangen zu einer kritischen Bewertung der Zuverlässigkeit von Internetinformationen anhand eines Vergleichs Kardinal von Galens mit ihren eigenen Vorstellungen von einem Heiligen.Als "Löwe von Münster" ging Clemens August von Galen in die Geschichte ein. Er stellte sich öffentlich gegen das Euthanasie-Programm der Nazis. Wegen des Widerstands gegen das NS-Regime wurde er nun selig gesprochen. Das Verhalten von Galens während der Nazizeit ist aber durchaus umstritten und soll von den Schülerinnen und Schülern kritisch beleuchtet werden. Zudem wird die Frage erörtert, was einen "Heiligen" charakterisiert und ob von Galen diesen Ansprüchen entspricht.Die Unterrichtseinheit wurde an einem Berufskolleg in der Praxis erprobt, wird hier aber auch für die Sekundarstufen angeboten. Der Lehrplan des Faches Evangelische Religionslehre für die Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung, beinhaltet eine nicht vollständige Liste mit Hinweisen zu Themen des Religionsunterrichtes. Das Thema der Unterrichtsreihe "Die Kirchen und der Nationalsozialismus" wird nicht explizit genannt. Es ist jedoch über das zur Dimension "Zeit" gehörende Thema "Religions- und Kirchengeschichte" und das unter der Dimension "Leben" genannte Thema "Zivilcourage" legitimiert. Unterrichtsablauf Der Ablauf der Unterrichtsstunde wird hier detailliert mit Einbindung der Arbeitsmaterialien erläutert. Didaktische Überlegungen Hier werden einige didaktische Überlegungen zu Themenauswahl und Einbindung in den Unterricht erläutert. Fachbezogene Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Ansprüche an einen Heiligen aus der Zeit des Nationalsozialismus beschreiben. prüfen, ob Kardinal von Galen diesen Vorstellungen entspricht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zu von Galen aus dem Internet auswerten. die Zuverlässigkeit von Informationen aus dem Internet kritisch bewerten. Soziales Lernen Die Schülerinnen und Schüler sollen sich an der Partner- und Gruppenarbeit zu von Galen aktiv beteiligen. Informationen zu Kardinal von Galen in der Gruppe austauschen. für ihre Einschätzung von Galens sachlich argumentieren. ein differenziertes Urteil zu von Galen bilden. Thema Kardinal von Galen - ein (fast) schon Heiliger? Autor Andreas Otte Fach Religion, Ethik Zielgruppe Sekundarstufe II, Berufsschule Zeitraum 1 Unterrichtsstunde Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss In der Motivationsphase wird eine PowerPoint-Folie mit der Schlagzeile einer Internetzeitung und zwei Fotos (von Galen, Seligsprechung von Galens) verwendet. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zu von Galen aktivieren. Anhand der Schlagzeilen können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase Vorwissen zu von Galen nennen. Es muss davon ausgegangen werden, dass von Galen nicht allen Lernenden bekannt ist. In einem zweiten Schritt wird den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit gegeben, ihre Anforderungen an einen Heiligen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu beschreiben. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung formulieren die Schülerinnen und Schüler konkrete Fragen, anhand derer sie von Galens Biografie auf ihre "Heiligkeit" untersuchen wollen. Zudem informiert die Lehrkraft kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der Informationsphase arbeiten die Schülerinnen und Schüler in selbst gebildeten Paaren an je einem Computer. Die Lernenden werden mittels farbiger Karteikarten in zwei Großgruppen eingeteilt. Eine Gruppe wertet ausschließlich kritische und die andere ausschließlich positive Internetquellen aus. Die Schülerinnen und Schüler beider Gruppen gelangen somit zu gegensätzlichen Bildern von Galens. Eine freie Internetrecherche zu von Galen würde einige Schüler inhaltlich noch überfordern. Daher erhalten sie ein Arbeitsblatt als Word-Dokument, auf welchem die benötigten Internet-Links vermerkt sind. Ihre Ergebnisse halten die Schüler in Stichworten auf Karteikarten fest. Abschließend signalisieren sie im Plenum ihre Einschätzung von Galens mittels farbiger Karten. In der Diskussionsphase finden sich die Schüler mittels der Karteikarten zu neuen Vierergruppen zusammen. Jede Gruppe besteht aus je zwei Mitgliedern verschiedener Paare der beiden Großgruppen aus der Informationsphase. So soll in der Kleingruppe eine höhere Aktivität aller Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Durch die kontroverse und damit intensivere Kommunikation wird die Integration der neuen Lernenden gefördert. In der Gruppe versuchen sie, zu einer gemeinsamen Einschätzung von Galens zu gelangen. In der Reflexionsphase signalisieren die Schülerinnen und Schüler ihr Gruppenergebnis und das vorausgehende Ergebnis der Partnerarbeit in einem Meinungsbild mittels farbiger Karten. Davon ausgehend bewerten sie die Arbeit mit Internetquellen kritisch. Zum Abschluß erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Aufgabenblatt als Hausaufgabe. Offene Fragen sollen beantwortet und Entscheidungen begründet werden. Das Medium Internet hat für die Schülerinnen und Schüler eine unmittelbare und starke Gegenwartsrelevanz. Es ist ihre bevorzugte Informationsquelle. Das Thema der Unterrichtsreihe hat als historisches Thema keinen unmittelbaren Gegenwartsbezug für die Lernenden. Allerdings ist die Seligsprechung von Galens in den Medien gewürdigt worden. Ein kritisches Bewusstsein für die im Internet dargebotenen Informationen ist für die berufliche und private Zukunft der Schülerinnen und Schüler unverzichtbar. Dem Thema der Unterrichtsstunde kommt zukünftige Relevanz zu, da sie in Beruf und Privatleben Situationen erleben werden, die Zivilcourage erfordern. Von Galen kann hier als ein Beispiel gelten. Anhand ausgewählter Internetquellen erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass auch die in diesem Medium gebotenen Informationen kritisch hinterfragt werden müssen. Die Auseinandersetzung mit von Galen steht stellvertretend für das Verhalten weniger katholischer Bischöfe, die sich dem NS-Regime gegenüber partiell widersetzlich verhielten. Zudem wird an von Galen exemplarisch das Schülerverständnis zu den "Heiligen" konkretisiert. Das Internet ist für die Schülerinnen und Schüler als Thema unmittelbar zugänglich. Die Themen der Unterrichtsreihe sind aufgrund ihrer politischen Komplexität und der historischen Distanz für die Schülerinnen und Schüler schwer zugänglich. Daher soll anhand konkreter Personen der Zugang erleichtert werden. Die Biografie von Galens wird ausschließlich mit Fokus auf seiner Haltung zum Nationalsozialismus betrachtet. Die Frage der "Heiligkeit" wird in der Stunde auf das Schülerverständnis reduziert. Zwischen "Seligen" und "Heiligen" wird nicht differenziert. Eine theologische Auseinandersetzung findet anhand der konfessionsspezifischen Hausaufgabe in der Folgestunde statt. Dann wird auch der Unterschied zwischen Seligkeit und Heiligkeit thematisiert werden. Das Interesse für das Medium Internet ist bei den Schülerinnen und Schülern so hoch, dass sie häufig nur mittels der Klassenraumsoftware von der Nutzung des Internets während anderer Arbeitsphasen abzuhalten sind. Da das Thema der Unterrichtsreihe aus einem Vorschlag der Lerngruppe resultiert, kann mit einem Grundinteresse der Schülermehrheit gerechnet werden. Einige Schülerinnen und Schüler zeigten ein weniger starkes Interesse an dem historischen Thema. Durch eine kommunikationsförderliche Methode soll die Motivation gefördert werden. Härle, Wilfried: Dogmatik, Berlin, New York, 2/2000. Lutherisches Kirchenamt (Hrsg.): Unser Glaube. Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, Gütersloh 4/2000. Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Lehrplan für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen. Evangelische Religionslehre. Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung, Frechen 2004.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II
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