Digitales Lehrwerk
Deutsch-deutsche Geschichte

Verfolgung von NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR

  • Geisteswissenschaften
  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Mit diesem Arbeitsblatt erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Einzel- und Gruppenarbeit, wie NS-Verbrechen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der frühen DDR verfolgt wurden.

Beschreibung

Der Wunsch, die Verantwortlichen für die Verbrechen des Nationalsozialismus zur Verantwortung zu ziehen, bestand im Nachkriegsdeutschland in allen Besatzungszonen. Neben den Hauptverantwortlichen, die in den Nürnberger Prozessen angeklagt wurden, sollten auch die zahlreichen Deutschen verfolgt werden, die an den Verbrechen beteiligt waren. Das Vorgehen und das Engagement, dies zu erreichen, unterschied sich in der SBZ deutlich von den Zonen der Westmächte. Die Lernenden beschäftigen sich anhand eines Sachtextes mit der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ und lernen so auch die ideologische Dimension kennen, die beim Vorgehen der Sowjetunion und später der DDR eine wichtige Rolle spielte.

Vermittelte Kompetenzen

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben das Vorgehen gegen vermeintliche NS-Verbrecher in der SBZ und der frühen DDR.
  • nennen die ideologischen Hintergründe, die bei der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ und der DDR eine wichtige Rolle spielten.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erschließen gezielt Informationen über die Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ aus einem Sachtext.
  • recherchieren eigenständig, wie die Lager für NS-Verbrecher in den westlichen Besatzungszonen aussahen und
  • vergleichen sie mit den Lagern in der SBZ.
  • erstellen eine Zeitleiste mit den wichtigsten Daten der Verfolgung von NS-Verbrechern in der SBZ/DDR.

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • diskutieren, warum der Block der antifaschistischen Parteien die NS-Verbrecher von deutschen Gerichten verurteilen lassen wollten.
  • erörtern, ob der Umgang mit Häftlingen, denen NS-Verstrickungen vorgeworfen wurden, den Menschenrechten entspricht.

Gefördert durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dieses Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de

Projektbüro und Herausgeber

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Bundesstiftung Aufarbeitung) koordinierte als Projektbüro das Projekt.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Die Stiftung Jugend und Bildung ist der Herausgeber des Projekts.

www.jugend-und-bildung.de

Eigene Mappen

Lernraum

Informationen zum Lernraum

In Kooperation mit

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation und widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Im Rahmen seiner friedenspädagogischen Bildungsarbeit stehen vor allem die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft im Mittelpunkt.