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Tour du Canada: découvrir le pays

Kopiervorlage

Das Thema "Tour du Canada: découvrir le pays" dient der ersten Annäherung an das frankophone Land Kanada. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich hier mit verschiedenen landeskundlichen Aspekten auseinander. Das Material besteht aus einem interaktiven Einführungsquiz zur Geographie und Politik des Landes, einer kleinen Internetrecherche (mission virtuelle) sowie einem Lückentext auf zwei Niveaustufen zur Binnendifferenzierung.Im Französisch-Unterricht der Sekundarstufen I und II erarbeiten sich die Lernenden im Bereich der Landeskunde Wissen darüber, in welchen Ländern der Welt die Zielsprache verwendet wird. Mit Kanada nähern sich die Schülerinnen und Schüler durch diese Arbeitsblätter für den Fremdsprachenunterricht weitgehend selbstständig einem Beispiel für ein frankophones Land an. Das Unterrichtsmaterial für Französisch-Lernende der Niveaustufe A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens besteht aus einem interaktiven Power-Point-Quiz zu Kanada, das einige überraschende Daten und Fakten bereithält. In einer Internetrecherche verschaffen sich die Schülerinnen und Schüler in französischer Sprache wesentliche Informationen aus authentischen Texten, in einem Lückentext können sie die gewonnenen Erkenntnisse anschließend anwenden und festigen. Das Thema "Tour du Canada: découvrir le pays" im Unterricht Die Förderung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz nimmt im Fremdsprachenunterricht ein großen Stellenwert ein. Diesem Anspruch wird unter anderem Rechnung getragen, indem sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben in anderen Ländern und Kulturen auseinandersetzen, in diesem Fall mit Kanada als Beispiel eines frankophonen Landes. Sie setzen sich nicht nur mit geographischen und geschichtlichen Aspekten auseinander, sondern auch mit sozialen und kulturellen. Sie ziehen Vergleiche zu ihrem Herkunftsland und erweitern und festigen grundlegendes soziokulturelles Orientierungswissen. Das Thema dieses Materials ist entsprechend lehrplanrelevant und eignet sich für den Einsatz in den Sekundarstufen . Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits über eine Grundwortschatz sowie grammatische Kenntnisse mindestens auf der Niveaustufe A2 verfügen, um sich im Rahmen der Internetrecherche und der Bearbeitung der Aufgaben eigenständig bewegen zu können. Gegebenenfalls bietet sich eine Wiederholung themenspezifischen Wortschatzes an, um die Schülerinnen und Schüler auf die Augaben vorzubereiten. Didaktisch-methodische Analyse Das interaktive Power-Point-Quiz zu Kanada soll auf unterhaltsame Weise die Lust wecken, mehr über das Land der Zielsprache zu erfahren. In einer Internetrecherche verschaffen sich die Schülerinnen und Schüler in französischer Sprache wesentliche Informationen aus authentischen Texten. In einem Lückentext in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur individuellen Förderung und Binnendifferenzierung können sie die gewonnenen Erkenntnisse anschließend anwenden und festigen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr landeskundliches Wissen über Kanada als frankophones Land, indem sie sich auf authentischen Webseiten Informationen beschaffen. verbessern ihren französischen Wortschatz. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler folgen einer geführten Internetrecherche und sammeln dort wesentliche Informationen in der Fremdsprache. erlangen einen sicheren Umgang mit dem Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Sozialkompetenz, indem sie die Mission virtuelle in Partnerarbeit durchführen und im Team effektiv zusammenarbeiten.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kooperative Spiele für die Grundschule: den Teamgeist stärken

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Die folgenden Spiele fördern die kooperativen Fähigkeiten und stellen die gesamte Klasse vor gemeinsame Aufgaben. Für manche Spiele braucht es Material, wie beispielsweise Bälle oder Papier. Die Spiele können am Stundenanfang, Stundenende oder zwischendurch eingesetzt werden und garantieren Abwechslung und Spaß. Bei kooperativen Spielen steht nicht der Erfolg eines einzigen Spielers / einer einzigen Spielerin im Vordergrund, sondern das gemeinsame Gewinnen beziehungsweise das Lösen einer Aufgabe. Das bedeutet, dass die Klasse zusammen und gemeinschaftlich ein Ziel verfolgen und erreichen soll. Hierbei ist ebenfalls wichtig, dass kein Konkurrenz- und Wettbewerbsdenken entsteht. Kooperationsspiele konzentrieren sich auf das Miteinander innerhalb der Gruppe, wobei das Vertrauen und der Zusammenhalt der Klasse gestärkt werden sollen. Sie verfolgen unterschiedliche pädagogische Ziele und fördern dabei verschiedene soziale Kompetenzen, wie zum Beispiel die Kooperationsbereitschaft und die Kommunikationsfähigkeit . Auch der Einsatz von persönlichen Stärken oder die Hilfsbereitschaft können hier gefordert sein. Somit wird ein Bewusstsein für das Miteinander geschaffen und das Selbstbewusstsein gestärkt. Zu jedem Spiel wurde eine Anleitung hinzugefügt. Darunter befinden sich didaktische beziehungsweise methodische Hinweise, die die Umsetzung erleichtern sollen. Die Spiele sind so gestaltet, dass es sich um spaßbringende Spiele mit viel Bewegung und einer kurzen Durchführungszeit von circa 10 bis 15 Minuten handelt. Das heißt, sie können als Einstieg einer Stunde verwendet oder gezielt hintereinander durchgeführt werden. Viele der Spiele finden im Kreis statt, weil es darum geht, dass die ganze Gruppe an dem Spiel beteiligt ist und zusammenkommt. Ab und an übernimmt ein Kind eine besondere Rolle und hat eine bestimme Aufgabe zu erfüllen. Dennoch ist die Freiwilligkeit natürlich Voraussetzung. Bei allen Spielen steht der Spaßfaktor an erster Stelle. Die vorgestellten Spiele sprechen verschiedene Fähigkeiten an und bieten den Kindern die Möglichkeit, auf spielerische Weise ihre sozialen, kognitiven und motorischen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Sie bieten zudem Anreize für Bewegung und Aktivierung im Unterricht. Bei dem Spiel "Schnapp ihn dir" geht es um Körpergefühl, Koordination und schnelle Reaktionen. Bei dem Spiel "Zwei Bälle" geht es um Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Außerdem werden die Konzentration und das Durchhaltevermögen der Kinder gefördert. Das Spiel "Verbrannt" sorgt für jede Menge Spannung und Spaß. Bei dem Spiel "Schritt in den Kreis" müssen die Kinder gemeinsam ein Ziel erreichen. Es fordert zudem die Frustrationstoleranz der Gruppe heraus. Bei dem Spiel "Fußarbeit" geht es um das gemeinsame Erfüllen einer Aufgabe. Außerdem ist es bei diesem Spiel wichtig, gut miteinander zu kommunizieren. Das Spiel "Hula-Hoop" erfordert die Kooperations- und Hilfsbereitschaft eines jeden Einzelnen. Bei dem Spiel "In einer Reihe" geht es um das gemeinsame Erfüllen von Aufgaben innerhalb einer festgelegten Zeit. Es führt außerdem zu großen Erfolgserlebnissen. Das Spiel "Bleistift balancieren" erfordert Koordination, Konzentration und Kommunikation. Beim "Kontaktmalen" geht es darum, gemeinsam eine Aufgabe zu erfüllen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Außerdem lernen die Kinder verschiedene Rollen zu übernehmen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen spielerisch, sich an Regeln zu halten. reflektieren gemeinsam in der Gruppe über Erfolge und Misserfolge. lernen Verantwortung gegenüber anderen zu übernehmen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erproben ihre kooperativen Fähigkeiten und bilden Vertrauen. werden in ihrer Kommunikationsfähigkeit gefordert. erproben Koordination und Konzentration.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe

Brücken: Interaktives Material zu Grundbegriffen der Statik

Interaktives / Kopiervorlage

Mit diesem interaktiven und fächerübergreifenden Arbeitsmaterial erwerben Schülerinnen und Schüler ein Grundwissen zum Thema Brücken. Dabei stehen ihnen viele spannende Videos, Aufgaben und ein Selbstversuch zur Verfügung sowie kreative Schreib- und Rechenaufgaben. Dieses Material eignet sich sowohl für den Präsenz- als auch für den Distanzunterricht. In diesem interaktiven und fächerübergreifenden Arbeitsmaterial geht es um Brücken, denn von ihnen geht eine besondere Faszination aus. Sie überqueren Hindernisse, verbinden Stadtteile oder gar ganze Kontinente. Viele dieser Wunderwerke der Ingenieurskunst beeindrucken auch durch ihre monumentale Größe. Manch einer fragt sich da, wie stabil so eine Brücke eigentlich ist. Wie sicher ein Bauwerk steht, hängt dabei von der Standfläche, dem Schwerpunkt und dem Gewicht ab. Die Schülerinnen und Schüler erwartet in diesem Material eine interaktive Abfolge verschiedenster Aufgabentypen, die durch Bebilderung und Videos begleitet und bearbeitet werden. Dabei lernen sie fünf verschiedene Brückentypen kennen, kreieren digital und physisch eigene Brücken und setzten sich literarisch, schriftsprachlich und rechnerisch mit dieser Thematik auseinander. Das Arbeitsmaterial eignet sich hervorragend für den Präsenz- und den Distanzunterricht und bietet viele Möglichkeiten der Binnendifferenzierung nach Sozialform, Bearbeitungszeit, Einsatzmöglichkeiten und mittels inhaltlicher Hilfsangebote. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen fünf Konstruktionstypen von Brücken kennen. können Brücken selbst konstruieren. setzen sich auch literarisch, schriftsprachlich und mathematisch mit Brücken auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten zielgerichtet die interaktiven Übungen. bauen Brücken mithilfe eines Online-Spiels. nutzen Links zur Umsetzung von Arbeitsanweisungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten eigenständig. arbeiten kooperativ.

  • Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe

Green IT – Unterrichtsmaterial zum virtuellen Lernraum

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Das digitale Lernangebot "Green IT – nachhaltig digital" taucht mit drei Themenmodulen in die Welt der nachhaltigen Digitalisierung ein. Die begleitenden digitalen Lehrerhandreichungen bieten didaktisch-methodische Hinweise zum Einsatz der multimedialen Webseite im schulischen Kontext. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Digitalisierung und IKT-Nutzung im privaten und schulischen Alltag auseinander. setzen sich kritisch mit Konsumverhalten auseinander und reflektieren mögliche umweltfreundliche Alternativen. benennen ökologische Auswirkungen von Gaming und Streaming (z. B. CO₂-Ausstoß, Energieverbrauch, Rohstoffbedarf). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen Mechanismen der Ablenkung, Sucht und algorithmischer Steuerung in Social-Media-Plattformen. nutzen digitale Tools und Übungen (z. B. CO₂-Rechner, interaktive Quizformate), um die Auswirkungen ihres eigenen Medienverhaltens sichtbar zu machen. lernen, Games und Streaming-Angebote nicht nur unterhaltungsorientiert, sondern auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Bildungsziele (z. B. Serious Games) zu betrachten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen ihr persönliches IKT-Konsumverhalten und damit implizit auch ihr Handeln auf ökologischer, sozialer und ethischer Ebene. entwickeln ein Bewusstsein für die Auswirkungen ihres eigenen digitalen Handelns auf andere und auf die Umwelt. arbeiten kooperativ in Kleingruppen (z. B. bei Recherchen zu Umweltversprechen von Herstellern, bei Datenspar-Tipps oder der Entwicklung eigener Game-Ideen) und übernehmen Verantwortung für gemeinsame Ergebnisse. Die multimediale Webseite " Green IT – nachhaltig digital " zeigt Jugendlichen auf, welche Folgen die Nutzung von digitalen Technologien für die Umwelt mit sich bringen. Differenziert in drei Lernmodulen werden Inhalte wie die Definition von Green IT, das Nutzungsverhalten von Social Media und die Lebensbereich Gaming und Streaming in den Vordergrund gerückt. Von der Startseite aus können die Jugendliche zu den drei Themenwelten gelangen. Jede Themenwelt wird durch eine Person repräsentiert, die durch eine kleine Story aus ihrem Alltag in das Thema einführt. In den Ausstellungsräumen selbst erwarten sie einzelne Hotspots, die angeklickt werden können, um sich mit einzelnen Aspekten der Themenwelt zu beschäftigen. Die Informationen sind neben Textelementen mit Videos, Audio-Dateien, Statistiken und Hintergrundbildern anschaulich aufbereitet und bieten so Abwechslung beim Lesefluss. Eine Infobox bietet eine Einführung bzw. aktiviert Vorwissen. In welcher Reihenfolge sich die Hotspots angeguckt werden ist den Jugendlichen hierbei frei überlassen. Das Angebot kann auf allen mobilen Endgeräten genutzt werden. Eine optimale Darstellung aller Inhalte ist vor allem über eine Desktopansicht oder – via Smartphone oder Tablet – im Querformat gegeben. Hier gelangen Sie zur multimedialen Webseite. Zu jeder der Themenwelten steht eine begleitende Unterrichtseinheit für 3-6 Unterrichtsstunden zur Verfügung. So bekommen Lehrkräfte die Möglichkeit, das innovative Medienformat lehrplanbezogen in den schulischen Unterricht einzubinden und die komplexen Themen auch mit heterogenen Lerngruppen zu erarbeiten. Lernende können so mit Unterstützung der Lehrkraft die Inhalte der multimedialen Webseite üben und vertiefen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Mathematik / Rechnen & Logik / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Uwe Timm: Rot

Unterrichtseinheit

Die gymnasialen Oberstufe und Abschlussklassen des Realschulbereichs sollten mit der Literatur der Gegenwart vertraut sein. Reizvoll sind moderne Werke, die von Jugendlichen akzeptiert werden, weil sie bereits zu ihren Lebzeiten erschienen sind und belegen, dass es eine aktuelle Literaturszene gibt. Mit Uwe Timms 2001 erschienenem Roman "Rot" wird nicht nur diese Anforderung an die Aktualität erfüllt. Etliche weitere Vorzüge sprechen für die Wahl dieses modernen Werkes. "Rot" transportiert beispielsweise einen großen Teil der politischen Diskussionen der 68er Jahre und gewährt einen unterhaltsamen Einblick in die Geschichte Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg. Die jungen Leserinnen und Leser bekommen zudem einen Eindruck von der Großstadt Berlin. In dieser Einheit arbeiten sie ganz selbstverständlich am Computer und beleuchten mithilfe des Internets die Romanhandlung aus verschiedenen Blickwinkeln. Diese Unterrichtseinheit setzt voraus, dass der Roman durch die häusliche Lektüre bereits bekannt ist. Fernen sollten einige Begleitende Referatsthemen bereits vor Beginn der Unterrichtssequenz verteilt werden, damit die Schülervorträge rechtzeitig zu bestimmten Stunden gehalten werden können. "Rot" im Unterricht Die Gründe für die Textwahl und ein möglicher Unterrichtsverlauf werden hier geschildert. Begleitende Referatsthemen Wenn Ihre Lernenden ein Referat halten oder einen Facharbeit schreiben möchten, können Sie diese Themenvorschläge nutzen. Fachlich inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen einen zeitgenössischen Roman kennen lernen und als Ganzschrift lesen. charakterliche und politische Motivationen für die Handlungen der Romanfiguren erkennen. Beweggründe und Engagement der 68er Bewegung kennen und nachvollziehen lernen (eventuell in Kooperation mit dem Geschichtsunterricht). die in "Rot" gestellte Frage nach dem Sinn des Lebens konstrastiv zum "Faust" diskutieren. die Farbsymbolik des Romans (eventuell zusammen mit dem Kunstunterricht) untersuchen. die Symbolwirkung des Engels beleuchten. den Roman in den Kontext anderer literarischer Werk einordnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Textverarbeitungsprogramm als Werkzeug für die unterrichtliche Arbeit nutzen. das Internet als Recherchequelle kritisch nutzen. mithilfe der Google-Bildersuche verschiedene Aspekte des Begriffs "Engel" erkennen. eventuell einen mündlichen Vortrag durch eine PowerPoint-Präsentation unterstützen. Mit Uwe Timms 2001 erschienenem Roman "Rot" wird nicht nur ein besondere Anforderung an Aktualität erfüllt, sondern es sprechen weitere Vorzüge für die Wahl dieses modernen Werkes: "Rot" spielt überwiegend in der Bundeshauptstadt Berlin und bringt daher Jugendlichen im ganzen Land das Flair der Großstadt und des Regierungssitzes nahe. "Rot" transportiert einen großen Teil der politischen Diskussionen der Jahre um 1968 und gewährt deshalb einen unterhaltsamen Einblick in ein einschneidendes Kapitel der Geschichte Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg. "Rot" thematisiert auf unspektakuläre Weise generationsbedingte Unterschiede in der Weltanschauung. Hier treffen jugendliche Unbedingtheit und abgeklärte Weltoffenheit, einfühlsame Gesellschaftskritik und das Anspruchsdenken der Fun-Generation aufeinander. "Rot" ist ein moderner Roman, an dem die Besonderheiten der Gegenwartssprache, aktueller Erzähltechnik und gattungstypischer Gestaltungsmittel am Werk eines erfolgreichen Autors der Gegenwart exemplarisch aufgezeigt werden können. "Rot" ist mit 394 Seiten Umfang in seiner Taschenbuchausgabe ein preiswertes Werk, dessen Anschaffung (literarisch interessierten) Schülerinnen und Schülern durchaus zugemutet werden kann. Stundenskizzen Die folgenden Stundenskizzen sind als Anregungen gedacht und können um weitere Aspekte ergänzt oder nach den jeweiligen Anforderungen der konkreten Unterrichtssituation angepasst werden. Nahtoderfahrungen - Berichte von vorübergehend scheinbar Toten Die APO (Außerparlamentarische Opposition) der 68er Jahre Der Einfluss ausgewählter Autoren auf die 68er-Bewegung (etwa Marx, Marcuse, Benjamin, Gramsci, Adorno, Althusser, Bourdieu, Dirk Baecker, Henri Levebvre, Kropotkin, Bakunin, Landauer, Mühsam, Che Guevara) - Beschränken Sie sich dabei auf Grundthesen, treffen Sie eine Auswahl. Die Siegessäule und Berlin (plus eventuell Bau eines Modells) Eros und Thanatos - menschliche Triebe nach Sigmund Freud und ihr Fortwirken in Timms Roman "Rot" Fachübergreifend mit Kunstunterricht: Goethes Farbenlehre Fachübergreifend mit Kunstunterricht: Gestaltung eines Bildes im Stil "Horchs" (vgl. in der angegebenen DTV-Ausgabe die Seiten 14, 220, 273) Da sich die Inhalte im Web rasch ändern können, kann keine Garantie dafür gegeben werden, dass sich die gewünschten Inhalte auch nach langer Zeit noch am angegebenen Ort befinden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Unterrichtseinheit jedoch wurden alle Links überprüft und aus pädagogischer Sicht für unbedenklich befunden. Aus juristischer Sicht distanziert sich der Autor von allen eventuell bedenklichen Inhalten, die auf den hier angegebenen, aber fremden Internetseiten enthalten sein könnten. Die im Roman genannten Musiker lassen sich im Internet mittels einer Suchmaschine finden. Die folgenden Adressen sind nur eine kleine Auswahl. Sie enthalten teilweise Hörbeispiele oder sind in englischer Sprache gehalten. Alle Ebenen überlagern sich und gehen ineinander über. Oft sind sie durch Stichwörter assoziativ miteinander verbunden. Die kleinen erzählerischen Einheiten sind durch größere Abstände zwischen den Absätzen voneinander getrennt. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Einstieg Als Motivation wird eine Darstellung des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (1450 bis 1516) mit dem Titel "Der Flug zum Himmel" (entstanden 1500-1504, Originalformat: 87 x 40 cm) gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler erkennen schnell den Zusammenhang der bildlichen Darstellung einer Seele, die von einem Engel geleitet nach oben, ins Licht, aufsteigt, und der Handlung des Romans in der Gegenwart des Erzählers. Hieronymus Bosch "Der Flug zum Himmel“ Das Bild im Netz Erarbeitung der Ebenen Davon ausgehend werden die folgenden vier Ebenen der Romanhandlung erarbeitet: A. Gegenwart Den Rahmen für den gesamten Roman bildet der Moment nach einem (tödlichen?) Verkehrsunfall. Der Erzähler, der zunächst keinen Namen trägt, liegt auf der Straße, eine Flüssigkeit (Blut) breitet sich langsam über den Asphalt aus. Sein Bewusstsein betrachtet den Körper von oben, von außen. Es schwebt am Ende des Romans langsam ins Licht (S. 7f., 49, 157, 324 und 388). B. Unmittelbare Vergangenheit Etwa ein halbes Jahr dauert die Liebesbeziehung mit Iris. Der Erzähler erinnert sich in nicht chronologischer Reihenfolge an die erste Begegnung während einer Begräbnisfeier (S. 17), an heimliche Treffen, an die Entfaltung der Liebe und an die Schwangerschaft Iris' (S. 348). Der Unfall des Erzählers trifft diese Beziehung im Roman unvermittelt. C. Biografie des Erzählers In einzelnen Episoden werden das Leben des Erzählers von seiner Kindheit in Hamburg (S. 120) bis zur Gegenwart in Berlin und, damit in Verbindung stehend, seine wechselnden Liebesbeziehungen ausschnitthaft geschildert. Diese Skizzen können als Inhalt langer Gespräche mit Iris verstanden werden (S. 122 und ex negativo S. 384). D. Kurze Lebensbeschreibungen Lebensbeschreibungen der Menschen, denen der Erzähler im Lauf seines Lebens begegnet, werden bei Gelegenheit eingefügt (S. 24ff.). Diese Menschen können eingeteilt werden in persönlich Bekannte, die eine bestimmte Rolle im Leben des Erzählers gespielt haben (beispielsweise Edmond, S. 225ff.), und in Verstorbene (beispielsweise der Gemüsehändler, S. 330ff.), deren Leben der Erzähler im Zuge der Vorbereitung auf eine Grabrede recherchiert. Die Schülerinnen und Schüler füllen das leere Aufbauschema mit eigenen Formulierungen aus. Als Kontrolle wird das gefüllte Aufbauschema (auf der zweiten Seite des Downloads) gezeigt. Schülerreferat In einem kurzen Schülerreferat werden Nahtoderfahrung beschrieben. Erwartungshorizont Unübersehbare Parallelen zu Timms Roman bestehen in folgenden Aspekten, die vielen solchen Erlebnissen gemeinsam sind: das Schweben über dem eigenen Körper ein gleißendes Licht am Ende eines dunklen Tunnels Stimmen und Musik der sogenannte "Lebensfilm", der in rasender Geschwindigkeit an dem Betroffenen vorbeizieht Der Roman baut ein weit verzweigtes Geflecht von Personen auf, zwischen denen immer wieder Querverbindungen gezogen werden können. In die schematische Personenkonstellation werden nur solche Figuren einbezogen, die in einer engeren Beziehung zum Protagonisten stehen. Weitere Individuen, wie etwa die Deutsch-Türkin Nilgün (S. 109, 138, 318), bleiben unberücksichtigt, könnten jedoch in einem Kurzvortrag charakterisiert werden. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Die Schülerinnen und Schüler legen mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms Dossiers über Lena, Thomas, Iris und Ben an, in denen sie Daten und Fakten über diese Romanfiguren sammeln. Erste eigene Wahrnehmungen werden mithilfe einer Grafik systematisch vervollständigt. Im Anschluss werden einige Aufgaben in Stillarbeit bearbeitet und schließlich im Plenum diskutiert. Im Anschluss werden einige Aufgaben in Stillarbeit bearbeitet und schließlich im Plenum diskutiert. Mögliche Aufgabenstellungen können sein: Stellen Sie die unterschiedlichen Einstellungen der Hauptpersonen zu ihrer persönlichen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar (Akzeptanz, Veränderung, Ziele, Beweggründe)! Stellen Sie den unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Hintergrund der beiden in den Hauptpersonen sich manifestierenden Generationen dar (politische Grundrichtung, Materialismus/Idealismus, Erfolg in der Durchsetzung der gesteckten Ziele)! Der Roman "Rot" beginnt mit dem Personalpronomen "Ich". Damit ist die Erzählperspektive festgelegt und diese wird auch während des ganzen Romans durchgehalten, wenngleich die Erzählung in viele kleinere Einheiten aufgesplittert ist. Der Leser erfährt viel über das Leben und die Anschauungen dieses Ichs, aber konkrete Angaben zur Person folgen erst spät und wenig systematisch. Es scheint, als spiegele sich darin die Suche des Erzählers nach seinem eigenen Standpunkt. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Als Motivation dient eine Abbildung des Philosophen Diogenes, der der Legende nach in einer Tonne gelebt hat. Diogenes in der Tonne - bei der Isabel Art Gallery Darin ähnelt er dem philosophisch gebildeten Erzähler, der zwar nicht in einer Tonne, aber mit einem Minimum an persönlichem Besitz lebt. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten (eventuell mit Hilfen) in vier Gruppen bestimmte Aspekte aus dem Leben des Erzählers und tragen ihre Ergebnisse in Form einer kurzen Präsentation vor. Die Hilfen können so aussehen, dass die Lehrkraft entsprechende Textstellen (siehe auch die Lösungsvorschläge) vorgibt, die die Schülerinnen und Schüler auswerten können. Gruppe A: Stammbaum der Familie des Erzählers Gruppe B: Lebenslauf des Erzählers (Ausbildung und beruflicher Werdegang) Gruppe C: Freundschaften und Liebesbeziehungen Gruppe D: Die politische Weltanschauung des Erzählers Zu B: Lebenslauf des Erzählers Kindheit in Hamburg, mit 8 Jahren am Elbufer Farbstöcke für den Vater sammeln (S. 120) Abitur, mit Astrid, Meike und Edmond gemeinsamer Urlaub in Schweden (S. 250) Studium der Germanistik (Gotisch-Klausur, S. 60), Theologie (S. 83), Philosophie (Promotion, S. 197) Ghost-Writer für einen Gewerkschaftsboss in Hamburg (S. 166-169) Ferienarbeit bei der Weinlese in Frankreich (S. 181ff.) Animateur in Spanien (S. 197) Marktforscher für eine Kosmetikfirma (S. 321ff.) Führungen über die Müllkippe Berlins (S. 382-384) Beerdigungsredner und Jazz-Kritiker Zu C: Freundschaften und Liebesbeziehungen Edmond, Schulfreund und Kommilitone Aschenbrenner, Kommilitone, aus den Augen verloren Astrid (Schülerin, Studentin, S. 248), diverse Mädchen bei der Weinlese in Frankreich (S. 181), namenloses Mädchen in Paris 1968 (S. 377), Lena, Kommilitonin und Ehefrau (S. 122), Alma, erster Seitensprung (S. 237), weitere "Begegnungen der dritten Art" (S. 237), Sylvilie, Vorgängerin von Iris (S. 256), Iris Zu D: Die Weltanschauung des Erzählers Ablehnung der Konsumgesellschaft (S. 140), auch zynisch in "Der Sinn des Seyns: Shoppen und ficken." (S. 138, der Begriff des "Seyns" geht auf den Philosophen Johann Gottlieb Fichte zurück.) Der Erzähler ist Philosoph und ähnelt in seiner Besitzlosigkeit dem Philosophen Diogenes, der angeblich in einer Tonne gelebt hat. Seine Besitzlosigkeit offenbart er ziemlich früh: "Ein Koffer und eine Tasche. Das ist mein Hausstand." (S. 11) Abkehr vom jugendlichen Radikalismus, aber ohne neue Überzeugung (S. 100) Materialismus (Beerdigungsreden ohne den Begriff Hoffnung), aber Begegnung mit Engeln was-sagt-man-dazu.de: Diogenes lebte in einer Tonne Warum man fälschlicherweise sagt, Diogenes lebte in einer Tonne, schildert Ammenmaerchen.de: Die Athener bezeichneten Diogenes' kleine Hütte als "Tonne". Die Situation der Schülerinnen und Schüler im Jahr 2005 ist in gewissem Sinne vergleichbar mit der der Iris im Roman: Für sie ist die Zeit der Studentenrevolte 1968 Geschichte. Mit Staunen hören sie, dass ihre Eltern oder gar Großeltern in jener Zeit auf die Straße gingen, um zu demonstrieren, zu protestieren und zu agitieren. Dieses Engagement ist den Gleichaltrigen in der Gegenwart größtenteils unverständlich. Umso wichtiger ist es, die Ziele der damaligen Jugend und die Gründe für ihr späteres Einlenken und ihre spätere Anpassung zu beleuchten. Auf Grund der Bedeutung dieser Thematik bietet sich eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit dem Geschichtsunterricht an. Dann können manche Fragen tiefergehend behandelt werden. Zeitbedarf: 45-90 Minuten Als Motivation dient eine Abbildung Che Guevaras, die zur Ikone geworden bis heute als modischer Aufdruck beispielsweise auf T-Shirts zu finden ist (Verbindung zur erotischen Ausstrahlung Ches vgl. S. 378). Bilder zu Illustrationszwecken finden Sie im Internet ganz einfach über die Google-Suche mit dem Stichwort "Che Guevara". Davon ausgehend werden einzelne Aspekte der Studentenbewegung der 68er Jahre und ihr Niederschlag im Text des Romans in Gruppen erarbeitet und anschließend im Plenum vorgestellt. Je nach Umfang der Präsentationen und weiterer Referate zum Thema ist eine weitere Unterrichtsstunde heranzuziehen. Abschließend wird ein schematischer Überblick der Unruhen erarbeitet. Diskussion als Mitglied im Sozialistischen Studentenbund: Worüber ereifert sich der Erzähler? (S. 139f.) Worum ging es in den Notstandsgesetzen (S. 140)? Sie auch: Das Geteilte Deutschland im LeMO (mit Link auf den Gesetzestext). Studentenunruhen in Paris: Was tat der Erzähler 1968 in Paris? (S. 376-380) Verhältnis zur Gewaltanwendung bei Krause (S. 289-293) und Aschenberger (S. 221f.) Die APO (Außerparlamentarische Opposition) der 68-er Jahre Der Einfluss ausgewählter Autoren (beispielsweise Marx, Marcuse, Benjamin, Gramsci, Adorno, Althusser, Bourdieu, Dirk Baecker, Henri Levebvre, Kropotkin, Bakunin, Landauer, Mühsam, Che Guevara) auf die 68er-Bewegung) - Achtung: Beschränken Sie sich auf Grundthesen und treffen Sie eine Auswahl. Als weiterführende Lektüre über die Zeit des Terrorismus könnte Heinrich Bölls Roman "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" empfohlen werden. In diesem Text steht zwar der Einfluss übermächtiger Medien im Vordergrund, aber die Angst und die Unsicherheit in der Gesellschaft durch den Terrorismus bildet den allgegenwärtigen Hintergrund. Einen weiteren Einblick in die Zeit linker Splittergruppen und deren Verbindung zu Gewalt und Terrorismus bietet der Kriminalroman "Der rote Wolf" (erschienen 2004) der schwedischen Erfolgsautorin Liza Marklund. In dem gut recherchierten Roman setzt sich eine engagierte Reporterin mit einer maoistischen revolutionären Zelle auseinander. Dieser schematische Überblick setzt weltpolitische Ereignisse mit dem Roman in Bezug. Gern können Sie diese Grafik zur Illustration einsetzen. Bitte klicken Sie das Bild an, um das Schaubild ganz zu sehen. Der vielschichtige Roman "Rot" ist auch eine Sammlung von Berichten über verschiedene Formen des Zusammenlebens. Zu allen Zeiten gab es unterschiedliche Arten von zwischenmenschlichen Beziehungen, aber im 20. Jahrhundert vollzog sich ein gravierender Umbruch durch die Öffnung der Gesellschaft. Nicht nur die Generationen der Nachkriegsjahre und deren Nachkommen, sondern auch innerhalb dieser Generationen gab und gibt es vielfältige Möglichkeiten, das Leben zu gestalten. So vielfältig die Schatterierungen der Farbe Rot, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten der Menschen, ihre Liebe zueinander zu gestalten. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Als Motivation dient eine grafische Darstellung der möglichen und in Deutschland heute verbreiteten Formen menschlichen Zusammenlebens (M5a). Die Schülerinnen und Schüler steuern eigene Erfahrungen dazu bei. Im Unterrichtsgespräch ist das Thema "Scheidung der Eltern" besonders vorsichtig und sensibel zu behandeln, da unter Umständen einzelne Betroffene sehr stark emotional involviert sein können. idw-online: Entfesselte Partnerschaften? Der Informationsdienst Wissenschaft veröffentlichte unter dem Titel "Entfesselte Partnerschaften? Die Pluralisierung partnerschaftlicher Lebensformen in Westdeutschland" auf dieser Webseite (Letzte Änderung: 07.08.2003, gesehen am 14.03.2005) die Forschungsergebnisse des Mannheimer Soziologieprofessors Dr. Josef Brüderl. Ein Arbeitsblatt (M5b) mit den Ergebnissen Brüderls, zu denen einige Aufgaben zu bearbeiten sind, wird besprochen. Im Anschluss daran werden zu der eingangs gezeigten Grafik Beispiele aus Timms Roman gesucht und die Grafik wird mit diesen Beispielen ergänzt. Verschiedene Modelle des Zusammenlebens, die im Roman angesprochen werden, werden im Laufe dieser Stunde zum Thema: Iris und Ben, die sich auseinanderleben Thomas und Lena, die sich haben scheiden lassen Sylvilie, deren Mann sich eine jüngere Frau genommen hat (Scheidung) Jahrzehnte langes Eheglück (bis die Ehefrau Elisabeth stirbt, S. 86) Edmond und Vera: Ehe als Inszenierung (S. 227) Singledasein (Aschenberger, Nilgün?) Satirisch: Hund als Partner-/Kindersatz (S. 355f.) - Singledasein als Folge der Konsumgesellschaft Das Kernthema des Romans "Rot" ist die Frage nach dem Sinn des Lebens. Darauf deutet die wiederholte auftretende drastische Formulierung "Dieses Scheißleben, das kann doch nicht alles sein" (beispielsweise auf den Seiten 193, 245, 376) hin. Diese grundsätzliche, existenzielle Frage erfährt im Roman verschiedene Deutungsversuche und bekommt, wie zu zeigen sein wird, auch eine Antwort. Die Komplexität des Themas macht eine erschöpfende Erschließung nahezu unmöglich, doch wird die Frage aus verschiedenen Richtungen angegangen, so dass eine Annäherung für die Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar wird. Zeitbedarf: 45-90 Minuten Mit der Projektion einer Abbildung aus Isolde Ohlbaums Bildband "Denn alle Lust will Ewigkeit" wird auf den Zusammenhang von Tod und Leben, Liebe und Sterblichkeit hingeführt. Das Buchcover finden Sie unter anderem im Netz bei amazon.de . Als Alternativen für den Einstieg sei auf Heinrich Heines "Nach dem Leben kommt der Tod" (M6b) und auf Jean Pauls "Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei" verwiesen. Auf dem Arbeitsblatt wird zudem Fausts Eingangsmonolog angeboten. Der lässt sich auf die Situation des Erzählers in "Rot" beziehen. Abbildung aus Isolde Ohlbaums Bildband Bildbeschreibung, feinfühliges Gespräch, ob Erotik am Grabstein angemessen sein kann Heinrich Heines "Nach dem Leben kommt der Tod" Gedichtvortrag, Erläuterungen zu Thomas Lindes, des Erzählers, "holder Liebesnot" Jean Pauls "Rede des toten Christus" Häusliche Vorbereitung des Textes, Antwort J. Pauls auf die Frage, ob das irdische Dasein alles sei Fausts Eingangsmonolog Aufzeigen der Parallelen zwischen dem Erzähler und Faust: ähnliche Studien, ähnliche Unzufriedenheit mit dem Dasein Diskussion Eine mögliche These zur Diskussion könnte die Frage sein, ob die Liebe (eros), zu der der Erzähler im Verlauf des Romans findet, den Tod (thanatos) überdauert und damit Sinn stiftet. Einzuordnen ist auch die skeptische Selbsteinschätzung des Erzählers gegen Ende des Romans (S. 390f.): "er war Sinnsucher. [...] Sinnsucher ohne Antwort". Schüleraktivierung Dann werden ausgehend von dem oben zitierten Satz Indizien sowohl für das "Scheißleben" als auch für das "Nicht alles sein" gesammelt und in einer Grafik (M6d) angeordnet. Am Schluss der Stunde kann das vorbereitete Kurzreferat "Eros und Thanatos - menschliche Triebe nach Sigmund Freud und ihr Fortwirken in Timms Roman" gehalten werden. Die besondere Rolle von Farben wird bereits im Titel des Romans "Rot" unmissverständlich deutlich. Auch im Text eingeschoben finden sich immer wieder philosophische Betrachtungen über einzelne Farben, meist natürlich bezüglich der Farbe Rot. Daher liegt es nahe, etwas weiter auszuholen und eventuell in fächerübergreifender Zusammenarbeit mit dem Kunstunterricht Farbenlehre und Farbsymbolik, bezogen auf Timms Roman, näher zu untersuchen. Zeitbedarf: 45-90 Minuten Einstieg Als visueller Einstieg in die Thematik bietet sich die Betrachtung eines Regenbogens, eines Farbspektrums oder verschiedenfarbiger Iriden (Regenbogenhaut des Auges, M7a) an. In einem kurzen Unterrichtsgespräch werden allgemein bekannte Symbolwerte einzelner Farben (wie "Rot ist die Liebe") gesammelt. Gruppenarbeit In kleinen Gruppen werten die Schülerinnen und Schüler die "Farbphilosophien" in Timms Roman aus und stellen anschließend ihre Ergebnisse im Plenum vor. Eine Gruppe widmet sich den Symbolwerten der Farben, wie sie beispielsweise in einigen der unten angeführten Internetseiten beschrieben werden. Auch ein eventuell vorbereitetes Referat zu Goethes Farbenlehre kann in dieser oder einer Folgestunde gehalten werden. Zusammenführung Den Abschluss bildet der Versuch einer gemeinsamen Interpretation der Farbsymbolik des Romans mithilfe einer vorbereiteten Grafik (M7b und M7c). Rot S. 50, 55, 79f., 207f., 224, 359 Grau S. 53, 90-92, 387, 394 Gelb S. 111 (Iris' Lachen) Schwarz S. 56, 109 (Nilgün), 386, Blau S. 196 (Fenster in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche) Regenbogen S. 360, andere Farben S. 359 Schon auf dem Titelbild der Taschenbuchausgabe des Romans ragt ein Engel über den roten Horizont hinaus in den lichtweißen Himmel. Engel begegnen uns auch im Text an sehr vielen Stellen, so dass es sich lohnt, den verschiedenen Spielarten dieser überirdischen Wesen und ihrer Bedeutung für den Roman nachzuspüren. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Einstieg Als Einstieg dient eine Betrachtung des Titelbildes der Taschenbuchausgabe. Es stellt den Engel auf der Siegessäule in Berlin dar. In einem kurzen Gespräch werden weitere Vorkommen von Engeln im Text des Romans genannt. Mithilfe der Bildersuche von Google lassen sich weitere Abbildung von Engeln und der Siegessäule in Berlin finden und betrachten. Buchcover Uwe Timm: Rot Die Abbildung des Titelcovers der DTV-Ausgabe bei amazon.de Informationsrcherche Eine erste, systematische Information über Engel findet sich zum Beispiel in der Wikipedia . Für weitere Informationen kann eventuell auf Wissen aus dem Religionsunterricht zurückgegriffen werden. Dort wird gelegentlich auf die Bedeutung der Engel im jüdisch-christlichen Kulturkreis, basierend auf Erzählungen der Bibel, eingegangen. Gruppenarbeit In Gruppen sammeln die Schülerinnen und Schüler Informationen über verschiedene Erscheinungsformen von Engeln und tragen ihre Beobachtungen in die Tabelle ein. Weitere allegorische Bedeutungen von Engeln sind: Racheengel, Schutzengel, Liebesengel, Todesengel. wikipedia.org: Iris - die Pflanze und der Name Hier finden Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler kurze, aber wesentliche Informationen zum Namen Iris und seiner Bedeutung. Diskussion Nach einem Vergleich der Schülerarbeiten wird darüber diskutiert, warum ein Materialist wie der Erzähler so intensiv Gebrauch vom Bild des Engels macht. Abschluss Gegen Ende der Stunde wird das vorbereitete Kurzreferat über die Siegessäule ("Goldelse", mit Siegesengel) in Berlin gehalten. Es gehört zu den Merkmalen der epischen Großform des Romans, dass in der Breite der Erzählung eine ganze Welt entfaltet wird. Auch wenn sich das Thema des Romans scheinbar in der Beschreibung einer einzelnen Person verliert, so ist doch jeder Mensch ein Universum für sich, mit einer Geschichte, mit bekannten und unentdeckten Erdteilen, mit einer Zukunft und einem unverwechselbaren Sinn. Formal entspricht dieser "Welthaltigkeit", dass der Roman Elemente der anderen Gattungen in sich aufnimmt: dramatische Handlung sowie lyrische Stimmungsbilder und Gefühle. Einige Aspekte der umfassenden Romanwelt "Rot" sollen in einer Stunde aufgezeigt werden. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Gruppen verschiedene Aspekte des Stundenthemas und tragen ihre Ergebnisse anschließend im Plenum vor. Dazu soll entweder ein Arbeitspapier oder eine Präsentation mit kommentierten Belegstellen aus dem Text angefertigt werden. Als Hilfen können Belegstellen aus dem Lösungsvorschlag unten angeben werden. a) Der Schauplatz des Romans (Ort und Zeit) b) Wahrzeichen Berlins und Kernsymbol des Romans c) Repräsentation geschichtlicher Epochen seit der Antike d) Repräsentation der Erdteile e) Verschiedene Sprachen in kleinen Einschüben f) Überblick über die angesprochenen Kunstgattungen. Interpretation der Einschätzung der Kunst durch Aschenberger S. 254 Ein Gesichtspunkt jeder Interpretation ist die Erzähltechnik im Prosatext. Jungen Leserinnen und Lesern, die sich durch die moderne Sprache Uwe Timms angesprochen fühlen, wird oft gar nicht bewusst, dass der Autor in seinem Roman eine bestimmte Technik einsetzt, um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Daher ist es eine wichtige Aufgabe des Deutschunterrichts, auf verschiedene Darstellungsarten hinzuweisen, deren jeweils typische Funktionsweise aufzuzeigen und mit der bewussten Wahrnehmung am gegebenen Text zu einem tieferen Verständnis zu führen. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Problemstellung Als Einstieg in die Problemstellung dienen zwei Beispiele (M10a) gegensätzlicher Erzähltechnik, deren kontrastierender Vergleich auf Timms typische Darstellungsweise aufmerksam macht. Im gemeinsamen Gespräch wird ein Befund zu erzählerischen Mitteln aufgenommen und in einer Tabelle (M10b) festgehalten. Diskussion Zu diskutieren ist der Umstand, dass der Erzähler offenbar Beerdigungsredner ist, da er sein Publikum wiederholt mit "sehr verehrte Trauergemeinde" (mit variierender Formulierung, etwa S. 54f., 70, 225, 388) anspricht. Aber die Situation des Erzählers zeichnet sich dadurch aus, dass er soeben einen tödlichen Unfall hatte. Wer spricht also, und zu wem spricht er? Ergänzende Aufgaben Wenn dann noch Zeit bleibt, bieten sich ergänzende Aufgaben an: Schülerinnen und Schüler, die gern kreativ schreiben, könnten versuchen, einen weiteren "Textsplitter" im Stil Timms in den Roman einzufügen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Motivzusammenhang gewahrt bleibt. Eine Recherche im Internet führt zu anderen "Berichten Verstorbener", so genannten Nahtoderlebnissen. Solche Texte sollen inhaltlich und stilistisch mit Uwe Timms Roman verglichen werden. Einige theoretische Merkmale des modernen Romans sollen mit Beispielen aus Uwe Timms Text belegt und erläutert werden. Solche Merkmale sind die Auflösung der chronologischen Struktur des Handlungsverlaufs zugunsten assoziativer Komposition, die polyperspektivische Erzähltechnik, Montagetechnik, wodurch unterschiedliche Erzählinhalte scheinbar unverbunden gegenüber gestellt werden, die Auflösung des "klassischen Helden" zum "Antihelden", der in seinem Scheitern mehr Identifikationsmöglichkeiten für den modernen Leser bietet. Zu vielen der im Roman angesprochenen Themen und Motive gibt es weitere literarische Texte, die zum Vergleichen einladen. Einige Themenschwerpunkte seien herausgegriffen und werden als Arbeitsmaterial angeboten. Die Symbolik der Farben Rot und Schwarz findet sich auch Johann Peter Hebels Kalendergeschichte "Unverhofftes Wiedersehen". (M11a im Download unten) Die Diskrepanz zwischen der Theorie des Kommunismus und der praktischen Gegenwart der real existierenden Konsumgesellschaft lässt sich auf einer anderen Ebene mit Sören Kierkegaards Parabel von den Gänsen vergleichen. (M11b) Die hilflosen Bemühungen des materialistischen Beerdigungsredners werden durch Jean Pauls allegorisch-erbauliche "Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei" relativiert. (M11c) Edgar Allan Poe spielt in seiner Short Story "Die Maske des roten Todes" ähnlich wie Timm mit Farbsymbolen. (M11d) Daneben lassen sich auch noch andere literarische Beziehungen im Text finden, die zu verfolgen eine lohnende Aufgabe ist und je nach Unterrichtssituation für die weitere Auseinandersetzung mit Literatur empfohlen werden kann. Konkrete Bezugsstellen sind etwa: Salomon Geßner: Idyllen (S. 38) Johann Wolfgang von Goethe: Faust ("und leider auch Theologie, durchaus studiert", S. 83) und Ein Gleiches ("warte nur, balde..."; S. 209) Uwe Timm: Johannisnacht (Erzählung von einem Mann, der über die Kartoffel schreiben wollte, S. 331) Zeitbedarf: 1 bis 2 Unterrichtsstunden Einstieg: Abbildung einer Nervenzelle Die Beziehungen zwischen Texten können zum Beispiel durch die Abbildung einer Nervenzelle mit ihren verzweigten Leiterbahnen veranschaulicht werden (Suchtipp: Bildersuche bei Google.de). Man kann die Schülerinnen und Schüler auch erst einmal raten lassen, was die gezeigte Abbildung eigentlich darstellt. Die Abbildung regt die Schülerinnen und Schüler an, spontan Texte zu nennen, die in Timms Roman einen Anknüpfungspunkt haben. Gruppenarbeit: Textinterpretation Drei Texte mit jeweils passenden Untersuchungsaufgaben (M11b, M11c, M11d und M11e) werden an drei Schülergruppen verteilt. Zu jedem Text enthalten die Materialien Erschließungsfragen und Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten jeweils eine kurze Interpretation dieser Texte und nutzen dabei in erkennbarer Weise Wissen und Techniken, die sie bei der Behandlung von Timms Roman gelernt haben. Auch direkte Vergleiche mit dem Roman sollen angestellt werden. Ergebnissicherung Am Schluss der Stunde oder in der Folgestunde stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor. In Goethes Faust symbolisiert Musik die Harmonie, das Zusammenspiel kontrastierender Kategorien. Auch in Timms Roman "Rot" spielt die Musik eine nicht zu übersehende Rolle, jedoch bleibt zu fragen, ob es hier ebenfalls um den Zusammenklang, das gemeinsame Spiel individueller Kräfte geht. Eventuell ist diese Unterrichtsstunde fächerübergreifend in Zusammenarbeit mit einer Lehrkraft für Musik zu gestalten. Zeitbedarf: Etwa 45 Minuten Je nachdem, ob dieses Thema schwerpunktmäßig vom Deutschunterricht oder vom Musikunterricht her gesehen wird, ergeben sich hier völlig verschiedene didaktische Möglichkeiten. Deshalb werden hier nur Ideen skizziert, die je nach der konkreten Unterrichtssituation modifiziert werden können. Sachanalyse Die Internationale ist das bekannteste Kampflied der Internationalen Arbeiterbewegung. Der Text stammt ursprünglich aus dem Französischen von Eugène Pottier, dem Dichter und Kämpfer der Pariser Kommune (Paris 1871), wurde aber schnell in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Übersetzung ins Deutsche kam 1910 von Emil Luckhardt (außer Strophen 4 und 5, die Erich Weinert 1959 übersetzte). Die Musik komponierte Pierre Degeyter (1888). Bis es 1944 durch die "Hymne der Sowjetunion" ersetzt wurde, diente das Lied der sowjetische Nationalhymne. Wikipedia: Die Internationale Quelle des Textes der Sachanalyse Deutsches Historisches Museum: Gemälde „Die Internationale“ Das Gemälde „Die Internationale“ von Otto Griebel. Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen die Bilder nicht mehr angezeigt werden. Stundenverlauf Der Text der Internationalen wird ohne Überschrift und Quellenangabe auf einem Arbeitsblatt (M12a) verteilt. Dabei sind Überschrift und Quellenangaben zunächst abzudecken oder beim Vervielfältigen wegzulassen. Sofern nicht eine Schülerin oder ein Schüler zufällig den Text kennt, was heute eher unwahrscheinlich sein dürfte, werden in einem kurzen (!) Gespräch Gattung (Hymne), Aussageabsicht (appellativer Charakter) und historische Einordnung (entstanden 1871, deutsche Übersetzung 1910, bis 1944 sowjetische Nationalhymne) vermittelt. Revolution und Jazz Die Verbindung vom Revolutionslied, das dem Erzähler immer wieder durch den Kopf geht, zum eher elitären Jazz, mit dem sich Thomas nicht nur als Kritiker, sondern auch aktiv auseinandersetzt, beleuchtet ein Blick in die Geschichte des Jazz, wie sie der Jazz Almanach darstellt (M12c). Textarbeit und Diskussion Nach der Lektüre dieses Textes sollen die Schülerinnen und Schüler eine Verbindung zwischen den Begriffen Freiheit, Unterdrückung und Revolution herstellen. Verschiedene spontane Darstellungen werden diskutiert. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob die befreiende Kraft des Jazz in der Darstellung des Erzählers auf Seite 286 spürbar wird.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Was ist Kooperatives Lernen?

Fachartikel
5,99 €

Dieser Artikel zum Thema Kooperatives Lernen führt in die Grundprinzipien kooperativer Lernformen ein und gibt einen Überblick über die zentralen fächer- und klassenübergreifenden Methoden zur Schüleraktivierung. Die Prinzipien Think Pair Share, Lernen durch Lehren und die damit verbundene positive wechselseitige Abhängigkeit sowie die Reflexion von Gruppenprozessen werden erläutert. Kooperatives Lernen: Ist das nicht einfach Gruppenarbeit? Kooperatives Lernen bezeichnet zunächst grundsätzlich eine Lernform, bei der die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Lernstoff erarbeiten. Allerdings berücksichtigt Kooperatives Lernen fachliches, soziales und methodisches Lernen zur Schüleraktivierung . Dementsprechend ist die traditionelle Gruppenarbeit dieser Lernform zuzurechnen, sofern die einzelnen Mitglieder Verantwortung übernehmen und einen individuellen Beitrag zur Erfüllung der Aufgabe leisten. Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche unterschiedliche Methoden, die in Partner- oder Gruppenarbeit oder auch im Lernen mit der ganzen Klassen kooperativ sind. Je nach Methode ist häufig eine mehr oder weniger intensive Vorbereitung und Vorarbeit zur Etablierung der Lernform in der Klasse notwendig. Besonders in Klassen, die Unterricht bisher häufig frontal oder individuell erlebt haben, ist es einerseits notwendig, eine positive Einstellung zum Kooperativen Lernen zu entwickeln und andererseits, soziale und kommunikative Kompetenzen gezielt zu schulen. Wenn Sie ein grundlegendes Umdenken vom Frontalunterricht zum Kooperativen Lernen als Unterrichtsnormalität anstreben, kann im Vorfeld eine Diskussion mit der Klasse hilfreich sein. Wichtig ist dabei, transparent zu machen, dass mit der neuen Sozialform auch neue Lernziele verbunden sind. Die Schülerinnen und Schüler sollten erkennen können, welche Kompetenzen sie mit dieser Unterrichtsform zusätzlich erlangen können. Andererseits sollte ihnen bewusst sein, dass sie ein höheres Maß an Eigenverantwortung übernehmen müssen. Bedenken und Einwände sollten offen diskutiert werden. Feedback anleiten Für die Entwicklung einer nachhaltigen Unterrichtspraxis ist Feedback sehr hilfreich. Nach der kooperativen Bearbeitung einer Aufgabe und gegebenenfalls der Präsentation in der Klasse kann beispielsweise ein Peer-Feedback stattfinden, dass jedoch gut angeleitet sein sollte. Inhaltlich kann dabei sowohl über den fachlichen Lernerfolg der Gruppe als auch über die Kommunikation untereinander gesprochen werden. Vorbereitend sollte die Klasse sich darauf einigen, dass Feedback grundsätzlich wertschätzend geschehen sollte. dass Rückmeldungen als Beobachtungen formuliert werden, nicht als Bewertung. dass Rückmeldungen konkret sein und mit Beispielen belegt werden sollten. Zu vermeiden sind pauschale Behauptungen. dass Feedback den Sinn hat, den anderen eine konkrete Handlungsmöglichkeit anzubieten. Es sollte also keine Kritik an etwas geäußert werden, was die andere Person nicht ändern kann. Zu jedem Punkt können gemeinsam Beispiele und Gegenbeispiele gesammelt werden. Auch die Annahme von möglicher Kritik sollte vorbereitet werden: Die Person, die die Rückmeldung bekommt, hört zunächst zu. Anschließend kann sie Fragen stellen, sollte sich aber nicht rechtfertigen oder in eine Abwehrhaltung gehen. Inwieweit sie die Kritik annimmt, bleibt dennoch der Person selbst überlassen. Methode I: Kooperatives Lernen in heterogenen Vierergruppen Eine kooperative Lernform, die sich für die allmähliche Etablierung einer grundsätzlich kooperativen Unterrichtsgestaltung gut eignet, ist das Lernen in heterogenen Vierergruppen. Dabei arbeiten für eine positive wechselseitige Abhängigkeit vier unterschiedlich lernstarke Schülerinnen und Schüler zusammen an der Lösung eines Problems, entweder alle gemeinsam, oder mit verteilten Aufgaben, die am Ende zusammengeführt werden. Welche Variante gewählt wird, kann die Lehrkraft vorgeben. Grundsätzlich wird das Prinzip Think-Pair-Share angewandt. Bei der gemeinsamen Bearbeitung lesen die Schülerinnen und Schüler zunächst den Arbeitsauftrag. Anschließend machen sie sich mit dem Material vertraut. Sind zum Beispiel in inklusiven oder integrativen Settings Lernende beteiligt, denen dies aufgrund fehlender Lesefähigkeit nicht möglich ist, können die übrigen Gruppenmitglieder Aufgaben und Texte vorlesen. Anschließend bearbeiten die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben zunächst individuell, indem sie Ideen entwickeln, Lösungswege ausprobieren und sich Notizen machen ( Think ). Die nächste Phase besteht darin, dass die Ergebnisse innerhalb der Gruppe präsentiert und besprochen werden ( Pair ). Dabei einigen sich die Mitglieder auf gemeinsame Lösungen. Zum Schluss werden die Gruppenlösungen in der Klasse besprochen ( Share ). Bei der arbeitsteiligen Variante dieser Methode lesen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls zuerst die Arbeitsaufträge und verteilen sie dann. Als Hilfestellung kann die Lehrkraft dazu den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe und das Lernziel beziehungsweise die jeweils geschulte Kompetenz zu jeder Teilaufgabe notieren. Nun arbeiten die Lernenden wiederum erst individuell ( Think ), tragen dann die Ergebnisse zu einem Gruppenergebnis zusammen ( Pair ) und stellen dieses Ergebnis abschließend in der Klasse vor ( Share ). In beiden Varianten kann die Lehrkraft Zeitfenster für die einzelnen Phasen vorgeben. Zudem können Rollenkarten dabei helfen, den Lernenden ihre individuelle Verantwortung bewusst zu machen. Folgende Aufgaben können beispielsweise verteilt werden: Schriftführer oder Schriftführerin, Zeitwächter oder Zeitwächterin, Lautstärkewächter oder Lautstärkewächterin, Teamsprecher oder Teamsprecherin, Materialverantwortlicher oder Materialverantwortliche. Methode II: Gruppenpuzzle Das Gruppenpuzzle eignet sich vor allem für die Erarbeitung längerer und schwierigerer Texte. Die Schülerinnen und Schüler finden sich in Fünfer- oder Sechsergruppen zusammen. Nach Möglichkeit sollten alle Gruppen gleich groß sein und der Anzahl der zu bearbeitenden Texte oder Textteile entsprechen. Jedes Gruppenmitglied bekommt einen Text(teil), liest ihn, macht sich Notizen zum Inhalt und markiert unverständliche Wörter oder Textstellen. In der zweiten Phase bilden die Lernenden neue Gruppen: Nun arbeiten alle Personen zusammen, die Text A bearbeiten, außerdem alle Personen, die Text B bearbeiten usw. Die Schüler geben den Inhalt wieder und lösen gemeinsam Verständnisfragen. In der dritten und letzten Phase finden sich die ursprünglichen Gruppen wieder zusammen. Nun stellt jedes Gruppenmitglied seinen Text vor und beantwortet die Rückfragen der anderen. Offene Fragen werden notiert und können ganz zum Schluss im Plenum gestellt werden. Auch für das Gruppenpuzzle sollte die Lehrkraft Zeitfenster für die jeweiligen Phasen vorgeben. Methode III und IV: Paarweises Lesen und Scripted Cooperation Bei beiden Methoden wird ein Lesetext von zwei Lernenden gemeinsam bearbeitet. Zur Vorbereitung unterteilt die Lehrkraft den Text in eine gerade Anzahl Abschnitte. Beim Paarweisen Lesen liest Partner A den ersten Abschnitt vor, während Partner B zuhört. Unbekannte Wörter klären beide gemeinsam. Anschließend gibt B den Abschnitt in eigenen Worten wieder. A überprüft die Zusammenfassung anhand des Textes. Anschließend wird der nächste Abschnitt gelesen, wobei die Partner die Rollen tauschen. Bei der Scripted Cooperation ist das Setting ähnlich: Zwei Lernende erhalten einen in Abschnitte unterteilten Text. Im Gegensatz zum Paarweisen Lesen lesen hier beide Partner den ersten Abschnitt und drehen dann das Blatt um, sodass sie nicht mehr im Text nachlesen können. Partner A fasst den Abschnitt in eigenen Worten zusammen, während Partner B zuhört und das Textverständnis mit dem eigenen abgleicht. Gemeinsam formulieren sie kurze inhaltliche Notizen. Anschließend tauschen sie die Rollen und bearbeiten den nächsten Abschnitt. Weiterführende Methoden und didaktische Konzepte Folgende Methoden und didaktische Konzepte können im Rahmen des Kooperativen Lernens außerdem interessant sein: Beim Lernen durch Lehren erarbeiten Schülerinnen und Schüler kooperativ Inhalte, die sie dann den anderen vermitteln. Eine Möglichkeit, dieses Prinzip auf eine relativ kleine Aufgabe anzuwenden, ist das oben vorgestellte Gruppenpuzzle. Doch auch Referate und schülergeleitete Projekte können mit dieser Methode vorbereitet werden. Das Prinzip des Problembasierten Lernens kann ebenfalls interessante Impulse für kooperative Projektarbeiten und die Erarbeitung von Lernstoff liefern. Grundsätzlich geht es darum, gemeinsam eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden. Die Methode der Konstruktiven Kontroverse eignet sich besonders für den Einstieg in neue Thematiken. Hier nehmen die Schülerinnen und Schüler in Diskussionen bestimmte Rollen ein und vertreten bestimmte Standpunkte. Die Vorbereitung in Gruppen- und Partnerarbeit folgt dabei einem festen Konzept. Weiterführende Informationen dazu finden Sie in den Literaturangaben und der Linkliste. Fazit Kooperative Lernformen können einen hohen Anteil echter Lernzeit im Unterricht gewährleisten und zu einem lernförderlichen Klima beitragen. Die direkte Interaktion durch den Austausch der Lernenden zunächst in geschütztem Raum erhöht den Redeanteil der Schülerinnen und Schüler und kann das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse verbessern. Dadurch, dass die einzelnen Gruppenmitglieder individuell Verantwortung für sich und andere übernehmen, werden soziale Kompetenzen gefördert. Die Lernenden üben aktives Zuhören und können ihre Leistung durch das Feedback von Gleichaltrigen langfristig steigern. Sinnvoll und zielführend eingesetzt können digitale Medien kooperative Lernarrangements strukturieren und die Lernenden zur direkten Interaktion motivieren. Ein Beispiel für modernes kooperatives Arbeiten ist das Lernen mit Padlet .

  • Fächerübergreifend

Gedichte schreiben: Kinder haben Rechte

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Ausgehend von einem Beispielgedicht entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Texte zum Thema Kinderrechte und entdecken Freude am kreativen Schreiben. Das Material ermöglicht einen motivierenden Einstieg in das kreative Schreiben von Gedichten und verbindet sprachliche Förderung mit dem inhaltlich bedeutsamen Thema Kinderrechte . Lernende setzen sich ausgehend von einem Beispieltext mit lyrischen Ausdrucksformen auseinander und entwickeln auf dieser Grundlage eigene Gedichte. Das Arbeitsblatt bietet eine niedrigschwellige Struktur, die besonders Schreibanfängerinnen und -anfängern hilft, erste Erfahrungen im Verfassen von Gedichten zu sammeln. Durch den Impuls „Kinder haben Rechte“ werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, eigene Gedanken, Wünsche und Vorstellungen sprachlich kreativ umzusetzen. Dabei fördern sie ihr Sprachgefühl , ihre Fantasie sowie ihre Fähigkeit, mit Reimen und sprachlichen Bildern zu experimentieren. Die entstandenen Texte können anschließend zu einem gemeinsamen Gedichtband der Klasse zusammengeführt werden, wodurch die Ergebnisse sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Gleichzeitig entsteht ein Anlass für Austausch und Reflexion über unterschiedliche Perspektiven auf Kinderrechte. Das Material eignet sich besonders als Einstieg in eine weiterführende Unterrichtseinheit, beispielsweise zur UN-Kinderrechtskonvention , und unterstützt fächerübergreifendes Lernen. Neben der Schreibkompetenz werden auch soziale und interkulturelle Kompetenzen gestärkt. So bietet die Einheit einen kreativen, sinnstiftenden Zugang zu Sprache und gesellschaftlich relevanten Themen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler verfassen eigene Gedichte zu einem vorgegebenen Thema. nutzen sprachliche Mittel wie Reime und einfache Stilmittel bewusst. beschreiben und reflektieren zentrale Aspekte von Kinderrechten. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Arbeitsblätter zur strukturierten Texterstellung. präsentieren eigene Texte im Klassenkontext (z. B. Gedichtband). reflektieren eigene und fremde Texte im Hinblick auf Inhalt und Gestaltung. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über eigene Gedanken und Perspektiven zu Kinderrechten aus. wertschätzen die Beiträge anderer Lernender. entwickeln Empathie für unterschiedliche Lebenssituationen von Kindern.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe

Lauf- und Bewegungsspiele mit Wäscheklammern

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In diesem Arbeitsmaterial erhalten Lehrkräfte eine Auswahl an Staffelläufen und Spielen, bei denen Wäscheklammern als motivierendes Material eingesetzt werden. Die vorgestellten Übungen können im Rahmen einer Einzel- oder Doppelstunde beliebig kombiniert werden. Die Aufgaben können in der Turnhalle oder auch auf einem Freigelände durchgeführt werden. Sie werden teilweise in Teamarbeit (drei bis vier Schülerinnen und Schüler) durchgeführt. Als Einstieg in die Stunde bietet sich die Übung "Wäscheklammer-Schnappen" an. Bei starker Lautstärke ist der Einsatz von "Fühl die Wäscheklammer!" sinnvoll. Zum Abschluss ist "Schlaf gut, Wäscheklammer" eine nette Idee. Für die Aufgaben sind folgende Materialien bereitzuhalten: Wäscheklammern in doppelter Anzahl der Lerngruppen-Größe, im Optimalfall sind sie verschiedenfarbig und von jeder Farbe dieselbe Anzahl vorhanden, Eimer, Kartons oder kleine Körbe, eventuell ein Stoffbeutel, Pylonen oder andere Markierungshilfen (zum Beispiel Holzklötze oder Fahnen), Bierdeckel, Pappteller oder dickeres Papier, kleine Kästen, Seile, Keile oder ähnliches für einen Parcours. Team-Einteilung: Halten Sie die Wäscheklammern in einem verschließbaren Behälter oder Beutel bereit. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler je eine Wäscheklammer ziehen. Dann ordnen sie sich entsprechend der Farbe in Teams zusammen. Durch den Einsatz von Wäscheklammern kann die Laufmotivation der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden, da sie den Übungen einen spielerischen Charakter verleihen. So rückt besonders bei ausdauerlastigen Übungen die eigentliche Belastung in den Hintergrund. Die motivierenden (Gruppen-)Spiele stärken neben der Laufbereitschaft auch die Geschicklichkeit und den Teamgeist. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Laufausdauer. machen sensomotorische Erfahrungen. lernen Varianten von Fangspielen kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich in ihren sozialen Fähigkeiten: Rücksichtnahme, warten, die Fähigkeiten anderer anerkennen. erfahren sich als Mitglieder eines Teams. aktivieren ihre Wettbewerbsfähigkeit, Frustrationstoleranz und Anstrengungsbereitschaft.

  • Sport / Bewegung
  • Primarstufe

Die "Magische Wand" - Wissensspiel zur Wiederholung von Lerninhalten

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt das Wissensspiel "Die Magische Wand" vor, das ein Wissensgebiet in verschiedene Teilbereiche aufteilt und hierzu auf Basis einer PowerPoint-Präsentation Fragen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden stellt. Das Erstellen und Spielen einer "Magischen Wand" eignet sich besonders zur Klausur- oder Prüfungsvorbereitung. Das Spiel fördert unterschiedliche Kompetenzen: Bezüglich der Fachkompetenzen verschafft es den Lernenden mithilfe der Fragen einen Überblick über ihren fachlichen Kenntnisstand. Sie werden in die Lage versetzt, Kenntnisse zu wiederholen und zu vertiefen, Wissensdefizite zu erkennen und diese durch wiederholtes Spielen zu beseitigen. Gestalten die Schülerinnen und Schüler die "Magische Wand" selber, formulieren sie also die Fragen und Antworten eigenständig, so wiederholen und vertiefen sie nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern fördern darüber hinaus ihre Sprachkompetenz. Spielvorbereitung Fragen und Antworten erstellen Die Vorbereitung des Spiels kann in arbeitsteiliger Gruppenarbeit durchgeführt werden, sodass beispielsweise jeweils zwei Gruppen ein Themengebiet bearbeiten. Nachdem die Gruppen die Fragen und Antworten erstellt haben, müssen sie die Fragen mit Punkten bewerten, also jeder Frage einen Schwierigkeitsgrad zuordnen. 100 Punkte zeichnen eine leichte Frage aus. In Abständen von 100 Punkten steigt der Schwierigkeitsgrad auf 500 Punkte. Die Lehrkraft kann die Fragen durch eigene Fragen, die sogenannten "Risikokarten", ergänzen. Die Schülerinnen und Schüler können hier selber Punkte setzen, maximal die bisher erreichte Punktzahl ihrer Gruppe. Bei richtiger Antwort erhält die Gruppe die Punktzahl, bei falscher Antwort wird sie abgezogen. Von Kärtchen zur Präsentation Die Fragen können auf Kärtchen geschrieben werden, wobei die Punktzahl auf der Rückseite steht. Die Kärtchen werden dann, sortiert nach Themen und Punktzahl, mit der Punktzahl nach oben an der Wandtafel befestigt. Die Gruppe, die eine Frage formuliert hat, entscheidet über die Richtigkeit der Antwort. Selbstverständlich dürfen die Gruppen ihre eigenen Fragen nicht wählen. Richtig beantwortete Karten werden dem Punktekonto der jeweiligen Gruppen gutgeschrieben. Bearbeiten zwei Gruppen das gleiche Thema, so sollten sich ihre Kärtchen durch die Farbe unterscheiden. Fächerübergreifend kann im Informatikunterricht aus den Kärtchen eine PowerPoint-Präsentation erstellt werden. Kompetenzerwerb und -förderung Selbsteinschätzung und Individualkompetenz Die Einteilung der "Magischen Wand" in Themengebiete, deren Schwierigkeitsgrade durch die Punktzahl angegeben werden, ermöglicht es den Spielenden, ihren Wissensstand selber zu bewerten. Durch die Wahl einer Frage über das Themengebiet und über die Punktehöhe werden sie gefordert, ihre individuelle Leistungsfähigkeit einzuschätzen, und damit in die Lage versetzt, ihre Individualkompetenz zu fördern. Da die Antworten im Spiel den Fragen folgen, erhalten die Spielerinnen und Spieler ein sofortiges Feedback und können somit ihre Kompetenz, die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen, weiter entwickeln. Sozial- und Sprachkompetenz Da die "Magische Wand" in Rateteams gespielt wird, werden soziale Kompetenzen durch gemeinsames Beraten und Entscheiden gefördert. Auch hier wird die Sprachkompetenz gefördert, da die Lernenden sich untereinander verständigen müssen und jeweils ein Gruppenmitglied die Antwort vorträgt. Um die Lernwirksamkeit zu erhöhen, sollte die Lehrkraft darauf achten, dass immer ein anderes Gruppenmitglied die gemeinsame Antwort mitteilt. Außerdem werden die Lernenden dazu motiviert, den konkurrierenden Rateteams aktiv zuzuhören, um die Richtigkeit von deren Antworten beurteilen zu können.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Pädagogik

Urlaubsplanung digital

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In dieser Unterrichtseinheit recherchieren Lernende Informationen zu Hotel, Ferienort und Reiseplanung im Internet. Sie bewerten Webseiten anhand von Benutzerfreundlichkeit und Informationsgehalt und erweitern so ihre Recherche- und Urteilskompetenz. Diese Unterrichtseinheit greift die Lebenswelt der Lernenden am Schuljahresende auf und verbindet das Thema Sommerferien mit einer alltagsnahen Lernaufgabe. Die Lernenden recherchieren im Internet gezielt Informationen zu einem Hotel und zu einem Ferienort . Dabei prüfen sie, welche Inhalte für die Planung eines Aufenthalts relevant sind, und setzen sich mit der Qualität digitaler Informationsangebote auseinander. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein Ferienaufenthalt mithilfe von Online-Informationen sinnvoll vorbereiten und bewerten lässt. Die Lernenden suchen passende Angaben zu Unterkunft, Lage, Angeboten und Umgebung und vergleichen unterschiedliche Webseiten miteinander. Anschließend beurteilen sie die Seiten nach den Kriterien Benutzerfreundlichkeit , Informationsgehalt und praktischer Nutzbarkeit für die eigene Planung. Die Unterrichtseinheit ermöglicht es, Recherchekompetenz , Urteilskompetenz und Medienkompetenz miteinander zu verknüpfen. Die Lernenden lernen, relevante Informationen aus digitalen Quellen herauszufiltern, sich auf Webseiten zielgerichtet zu orientieren und die Qualität von Internetangeboten kritisch einzuschätzen. Durch den starken Alltagsbezug wird deutlich, wie digitale Recherche bei konkreten Entscheidungssituationen unterstützen kann. Zugleich bietet das Material einen guten Anlass, über verlässliche Informationen, sinnvolle Auswahlkriterien und den bewussten Umgang mit Online-Angeboten zu sprechen. Die Unterrichtseinheit ist dadurch nicht nur für die persönliche Ferienplanung interessant, sondern lässt sich auch auf vergleichbare Kontexte wie die Vorbereitung einer Klassenfahrt übertragen. Die Unterrichtseinheit fördert eine gezielte Internetrecherche in einem für die Lernenden motivierenden und lebensnahen Kontext. Ausgehend von der Planung eines Ferienaufenthalts recherchieren die Lernenden auf ausgewählten Webseiten Informationen zu Unterkunft , Ferienort und weiteren für die Reise relevanten Aspekten. Dabei üben sie, digitale Informationen strukturiert zu erschließen, relevante Inhalte auszuwählen und Webseiten im Hinblick auf ihren Nutzen für eine konkrete Planung zu beurteilen. Didaktisch sinnvoll ist die enge Verbindung von Alltagsbezug , Medienbildung und Urteilskompetenz : Die Lernenden lernen nicht nur hilfreiche Internetangebote kennen, sondern reflektieren auch, woran sich die Qualität einer Webseite erkennen lässt. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Kriterien Benutzerfreundlichkeit und Informationsgehalt . So wird deutlich, dass digitale Recherche mehr ist als das bloße Finden von Informationen: Sie erfordert Auswahl, Bewertung und begründete Entscheidungen. Methodisch kann die Bearbeitung in Paararbeit erfolgen, um Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Reflexion zu fördern. Ergänzend bietet es sich an, weitere von den Lernenden gefundene Webseiten in den Vergleich einzubeziehen. Eine kurze Präsentation der Ergebnisse in der Lerngruppe kann den Bewertungsprozess sichtbar machen und unterschiedliche Maßstäbe für die Beurteilung digitaler Angebote diskutierbar machen. Die Unterrichtsstunde ist zudem flexibel einsetzbar und lässt sich ohne Weiteres auf ähnliche Kontexte übertragen, etwa auf die Vorbereitung einer Klassenfahrt . Damit eignet sich das Material besonders gut, um Recherchekompetenz , Medienkompetenz und selbstständiges Planen praxisnah zu fördern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können aus Hotelbewertungen für ihre eigenen Zwecke relevante Informationen filtern. sind in der Lage, Flug- und Hotelangebote gezielt zu suchen und diese miteinander vergleichen zu können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Prinzipien des selbstständigen Arbeitens an, indem sie wesentliche Informationen aus für sie relevanten Webseiten filtern. gewinnen bei der Organisation ihrer eigenen Vorhaben an Selbstständigkeit. kennen Webseiten und können auf ihnen navigieren, um sich nützliche Informationen beispielsweise über Veranstaltungen und Wetter am Urlaubsort zu beschaffen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch die Paararbeit, Aufgaben gemeinsam zu diskutieren und zu lösen und somit ihre Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft stärken. erweitern ihre Fähigkeiten im Bereich des sozialen Lernens, indem sie sich durch gegenseitiges Erklären und Helfen bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben unterstützen.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I
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