Die "Magische Wand" - Wissensspiel zur Wiederholung von Lerninhalten

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt das Wissensspiel "Die Magische Wand" vor, das ein Wissensgebiet in verschiedene Teilbereiche aufteilt und hierzu auf Basis einer PowerPoint-Präsentation Fragen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden stellt. Das Erstellen und Spielen einer "Magischen Wand" eignet sich besonders zur Klausur- oder Prüfungsvorbereitung.

 

Das Spiel fördert unterschiedliche Kompetenzen: Bezüglich der Fachkompetenzen verschafft es den Lernenden mithilfe der Fragen einen Überblick über ihren fachlichen Kenntnisstand. Sie werden in die Lage versetzt, Kenntnisse zu wiederholen und zu vertiefen, Wissensdefizite zu erkennen und diese durch wiederholtes Spielen zu beseitigen. Gestalten die Schülerinnen und Schüler die "Magische Wand" selber, formulieren sie also die Fragen und Antworten eigenständig, so wiederholen und vertiefen sie nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern fördern darüber hinaus ihre Sprachkompetenz.

Spielvorbereitung

Fragen und Antworten erstellen

Die Vorbereitung des Spiels kann in arbeitsteiliger Gruppenarbeit durchgeführt werden, sodass beispielsweise jeweils zwei Gruppen ein Themengebiet bearbeiten. Nachdem die Gruppen die Fragen und Antworten erstellt haben, müssen sie die Fragen mit Punkten bewerten, also jeder Frage einen Schwierigkeitsgrad zuordnen. 100 Punkte zeichnen eine leichte Frage aus. In Abständen von 100 Punkten steigt der Schwierigkeitsgrad auf 500 Punkte.

Die Lehrkraft kann die Fragen durch eigene Fragen, die sogenannten "Risikokarten", ergänzen. Die Schülerinnen und Schüler können hier selber Punkte setzen, maximal die bisher erreichte Punktzahl ihrer Gruppe. Bei richtiger Antwort erhält die Gruppe die Punktzahl, bei falscher Antwort wird sie abgezogen.

Von Kärtchen zur Präsentation

Die Fragen können auf Kärtchen geschrieben werden, wobei die Punktzahl auf der Rückseite steht. Die Kärtchen werden dann, sortiert nach Themen und Punktzahl, mit der Punktzahl nach oben an der Wandtafel befestigt. Die Gruppe, die eine Frage formuliert hat, entscheidet über die Richtigkeit der Antwort. Selbstverständlich dürfen die Gruppen ihre eigenen Fragen nicht wählen. Richtig beantwortete Karten werden dem Punktekonto der jeweiligen Gruppen gutgeschrieben. Bearbeiten zwei Gruppen das gleiche Thema, so sollten sich ihre Kärtchen durch die Farbe unterscheiden. Fächerübergreifend kann im Informatikunterricht aus den Kärtchen eine PowerPoint-Präsentation erstellt werden.

Kompetenzerwerb und -förderung

Selbsteinschätzung und Individualkompetenz

Die Einteilung der "Magischen Wand" in Themengebiete, deren Schwierigkeitsgrade durch die Punktzahl angegeben werden, ermöglicht es den Spielenden, ihren Wissensstand selber zu bewerten. Durch die Wahl einer Frage über das Themengebiet und über die Punktehöhe werden sie gefordert, ihre individuelle Leistungsfähigkeit einzuschätzen, und damit in die Lage versetzt, ihre Individualkompetenz zu fördern. Da die Antworten im Spiel den Fragen folgen, erhalten die Spielerinnen und Spieler ein sofortiges Feedback und können somit ihre Kompetenz, die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen, weiter entwickeln.

Sozial- und Sprachkompetenz

Da die "Magische Wand" in Rateteams gespielt wird, werden soziale Kompetenzen durch gemeinsames Beraten und Entscheiden gefördert. Auch hier wird die Sprachkompetenz gefördert, da die Lernenden sich...

 

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Gisela Speicher

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