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Orientierungstage gestalten: Was glaubst du eigentlich?

Unterrichtseinheit
14,99 €

Über den eigenen Glauben zu reden, die eigene Position zu finden und zu verbalisieren, sich intensiv mit der Frage "Was glaube ich eigentlich?" auseinanderzusetzen, darum geht es in dieser Einheit. Die Einheit ist in erster Linie an katholische und evangelische Schülerinnen und Schüler gerichtet und an jene, die Interesse daran haben, sich mit dem eigenen und dem christlichen Glauben intensiver zu beschäftigen. Der eigene Glaube gehört zu den Themen, die selten aufgegriffen und reflektiert werden. Mittlerweile hat sich in unserer Gesellschaft sogar eine gewisse Hemmschwelle aufgebaut, darüber zu reden. Auch im klassischen Religionsunterricht findet sich häufig wenig Raum für intensive und persönliche Gespräche. Man flüchtet in Sachthemen und nicht selten muss man feststellen, dass Gott, Jesus oder die Bibel immer weniger Raum finden und die sachliche Auseinandersetzung mit anderen Religionen und ethischen Themen einen weit größeren Raum einnehmen. Religion wird zur Privatsache, die hinter verschlossener Türe stattfindet. Erfahrungsgemäß gibt es aber in jeder Klasse auch Schüler und Schülerinnen, die hinter ihrem Glauben stehen, diesen erfahren und leben möchten. Diese Einheit will die Türe öffnen und Gelegenheiten schaffen, den eigenen Glauben zu erforschen, die Bibel persönlich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Vordergrund steht nicht die sachliche Analyse, sondern die persönliche Auseinandersetzung und der Austausch. So stehen am Ende der Einheit auch nicht prüfbare Inhalte, sondern eine neue und erweiterte Sicht der eigenen religiösen Wahrnehmung. Religiöse Orientierungstage Anhand der unterschiedlichen Impulse in diesem Projekt begegnen die Jugendlichen sich selbst und ihrem eigenen Glauben. Sie hinterfragen und erfragen. Sie hören einander zu und tauschen sich aus. Die verschiedenen Materialien tragen auf unterschiedliche Art und Weise dazu bei, den Einzelnen oder die Einzelne bei dieser Suche zu unterstützen. Sie wollen ermutigen über Glauben zu reden und gelegentlich auch ein wenig provozieren, den eigenen Glauben neu zu überdenken. Es werden keine konkreten Vorkenntnisse der Lernenden vorausgesetzt. Wichtiger ist die ehrliche Bereitschaft zur aktiven Teilnahme. Projektvorbereitung Im Vorfeld sollte die Lehrkraft genau abklären, in welchem Rahmen die Einheit genutzt werden soll, welche äußeren Gegebenheiten vorhanden sind und wie die personelle Besetzung aussieht. Im Idealfall wird es sich um eine mehrtägige Veranstaltung handeln. Im Unterricht lassen sich einzelne Aspekte problemlos nutzen, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass genügend Zeit vorhanden ist. Gerade wenn es um persönliche Angelegenheiten wie den eigenen Glauben geht, benötigen die Jugendlichen oft eine gewisse Anlaufzeit, um sich vor anderen zu öffnen. Besser geeignet als der gesamte Klassenverbund sind daher Projektgruppen oder Kleingruppen. Aufbau des Projekts "Orientierungstage" Die Einheit besteht aus unterschiedlichen Bausteinen, die im Idealfall in TdOs (Tage der Orientierung), religiösen Besinnungstagen oder Projekttagen / Projektwochen aufgegriffen werden. Der Ablauf kann variiert werden, allerdings sind einzelne Bausteine durchaus aufeinander abgestimmt. Die Herausnahme und Ergänzung einzelner Bausteine ist dennoch problemlos möglich. Ebenso ist es sinnvoll, die einzelnen Bausteine in Länge, Intention, Intensität und Gestaltung an die Bedürfnisse der eigenen Gruppe anzupassen. Manche der Bausteine erfordern allerdings das richtige Umfeld (zum Beispiel eine Kirche vor Ort oder kirchliches beziehungsweise geistliches Personal) oder müssen dementsprechend verändert werden. Meist werden Tage der Orientierung über die Diözesen finanziell unterstützt. Im Regelfall muss hierfür eine genaue Planung abgegeben werden. Hierfür wird meist eine Stundenzahl von 12 Stunden verlangt. Dies ist mit den vorliegenden Bausteinen problemlos möglich. Ein Beispiel für eine konkrete Planung für die übliche Dauer von 2 ½ Tage liegt bei. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ihren eigenen Glauben näher kennen. hinterfragen ihr bestehendes Gottesbild. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich intensiv mit Gleichaltrigen über ihren Glauben aus. hören einander zu und lernen, Widersprüchliches gleichwertig stehen zu lassen. fassen eigene Glaubensüberzeugungen in Worte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen Ideen und Gedanken über die eigene Person und ihren Glauben kreativ um. analysieren Kurzfilme und verbinden diese mit dem eigenen Leben.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Arbeit mit dem Atlas: Deutschland entdecken

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit zur Landeskunde "Arbeit mit dem Atlas: Deutschland entdecken" festigen die Schülerinnen und Schüler ihr geographisches Wissen über die deutschen Bundesländer sowie die Landeshauptstädte und üben die Atlasarbeit. Dabei lesen sie physische Karten mit dem Maßstab und erstellen gemeinsam einen Steckbrief von Deutschland.In dieser Unterrichtseinheit zur Länderkunde lernen die Schülerinnen und Schüler Deutschland geographisch besser kennen. Sie suchen ausgewählte Städte im Atlas, lesen eine Legende und beschreiben die Lage mithilfe von Planquadraten. Die Lernenden tragen die Bundesländer und die Landeshauptstädte in einer Karte ein und erarbeiten sich mithilfe der Himmelsrichtungen einen Überblick über die Nachbarländer. Im weiteren Verlauf fertigt die gesamte Klasse zusammen mit dem Atlas einen Steckbrief von Deutschland an. Dazu recherchieren sie unter anderem die Fläche und Einwohnerzahl. Um einzelne Bundesländer genauer zu betrachten, werden in Gruppenarbeit genaue Steckbriefe erarbeitet und diese dann der Klasse per PowerPoint oder mittels eines Plakates präsentiert. So benutzen die Schülerinnen und Schüler für ihre Informationssuche den Atlas und werden in die Arbeit mit Landkarten eingeführt. Sie müssen dabei der Klasse ihre Ergebnisse im Atlas aufzeigen. Darüber hinaus recherchieren die Lernenden selbstständig wesentliche geographische Fakten im Internet, sodass zusätzlich auch Medienkompetenz sowie selektive Lesestrategien geschult werden. Abschließend wird der Maßstab einer physischen Karte erläutert und passende Aufgaben müssen berechnet werden. So verstehen sie, dass Karten zwar gleichgroß sein können, aber völlig unterschiedliche Orte (Kontinent, Land, Stadt) zeigen können. Insgesamt schafft diese Unterrichtseinheit damit eine ideale Grundlage für die weitere Atlasarbeit im Geographie- oder Erdkundeunterricht. Das Thema "Arbeit mit dem Atlas: Deutschland entdecken" im Unterricht Sicher sind einzelne Schülerinnen und Schüler bereits im Urlaub in anderen Bundesländern gewesen oder haben Verwandte besucht. Um Deutschland als Ganzes zu verstehen, ist es wichtig, die einzelnen Bundesländer und ihre Hauptstädte zu kennen. In Gruppen recherchieren die Lernenden deshalb mit diesem Unterrichtsmaterial zur Landeskunde Fakten zu den 16 Bundesländern und informieren im Anschluss ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über das Gelernte. Dafür arbeiten sie mit dem Atlas und rechnen mit dem Maßstab, um Landkarten und die eigentliche Größe eines Ortes entsprechend einordnen zu können. Vorkenntnisse Die einzelnen Gruppen sollten mit dem Internet vertraut sein und Kindersuchmaschinen nutzen können. Da diese Arbeit in Gruppen stattfindet, können sich die Schülerinnen und Schüler bei der Recherche und dem Erstellen eines Vortrages gegenseitig helfen und ergänzen. Didaktisch-methodische Analyse Die Form der arbeitsteiligen Gruppenarbeit führt zu einem erhöhten Grad der Eigenverantwortlichkeit der Lernenden. Dadurch, dass jede Gruppe ein Bundesland als Expertengruppe bearbeitet und anschließend ihr Wissen an die anderen Gruppen weitergibt, wird die Eigenverantwortlichkeit der Lernenden erhöht. Der Schwerpunkt liegt hier neben der Atlasarbeit auf der Beschaffung von Informationen, die im Vortrag vermittelt werden. Die Schülerinnen und Schüler erfahren dabei, was sich hinter den Begriffen wie "Planquadrat", "Legende" und "Maßstab" verbirgt. Das anschließende aktive Zuhören der Vorträge der anderen Gruppen und das Entnehmen von Informationen verlangt besondere Konzentration der Lernenden. Ein Handout mit den wesentlichen Informationen der Gruppe kann an dieser Stelle helfen, um den Präsentationen besser folgen zu können. Um auch den leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, sollte ein anschließendes Unterrichtsgespräch das Gehörte wiederholen und klären. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Deutschland und die Nachbarländer geographisch besser kennen. arbeiten im Atlas. lernen den Maßstab kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler betrachten Atlaskarten im Internet. suchen nach passenden Informationen für einen Steckbrief einzelner Bundesländer. tragen ihre Gruppenarbeit per PowerPoint vor. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielorientiert in der Gruppe. tragen ihre Ergebnisse in Form von Referaten vor. erarbeiten gemeinsam einen Steckbrief.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

Typischer Lehrerflirt: Darf ich dir meine Rotstiftsammlung zeigen?

Cartoon

Wenn es im Lehrerzimmer knistert und der erste Flirtversuch gestartet wird, könnte es gut sein, dass dieser typische Spruch für einen Lehrerflirt fällt. Schließlich kann keine Lehrerin und kein Lehrer auf den Rotstift verzichten und die Farbe der Liebe ist es noch dazu!

  • Fächerübergreifend

Essen mit Liebe

Blog

Mittagessen in der Schule. Das Schulessen ist ein Kapitel für sich. Günstig sollte es sein, lecker und gesund sowieso. Das ist der Plan. Die Wirklichkeit sieht dann aber doch oft anders aus... Mir fiel in der letzten Zeit auf, dass Manni sein Mittagessen oft verweigert oder nur sehr spärlich isst. Auch heute wieder.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt

Datenschutz in Sozialen Netzwerken: Was Lehrkräfte beachten müssen

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel klärt Lehrkräfte darüber auf, welche datenschutzrechtlichen Einstellungen sie vornehmen sollten, wenn sie sich persönliche Profile in Sozialen Netzwerken anlegen. Lehrerinnen und Lehrer, die sich Profile in Sozialen Netzwerken anlegen, sollten bedenken: Alle Social Media-Plattformen, wie zum Beispiel Facebook, Instagram und Twitter, haben ein Haupt-Ziel: Viele Daten, Bilder und Erlebnisse möglichst vielen Nutzerinnen und Nutzern in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Umso wichtiger ist es, dass Lehrkräfte sich mit den Datenschutz-Regelungen in Sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Grundsätzlich sollten Lehrkräfte wissen: Die Privatsphäre-Einstellungen sind das entscheidende Kriterium, um den Datenschutz in Social Communities so gut wie möglich zu gewährleisten. Lehrkräfte sollten sich Zeit nehmen, diese für ihre persönlichen Accounts zu prüfen und sorgfältig einzustellen, denn es geht nicht nur um den eigenen Datenschutz. In sozialen Netzwerken müssen Nutzerinnen und Nutzer auch die Rechte anderer Mitglieder (zum Beispiel von Schülerinnen und Schülern) achten - etwa das Recht am eigenen Bild. Laut EU-DSGVO sollte beim Social-Media-Monitoring Folgendes unbedingt bedacht werden: Personenbezogene Daten dürfen nur dann erhoben, gespeichert und verwendet werden, wenn deren Besitzerinnen und Besitzer darin eingewilligt haben oder wenn sie öffentlich zugänglich sind. Im Zweifelsfall ist eine Anonymisierung vorzunehmen. Tipps für die datenschutzkonforme Nutzung von Sozialen Netzwerken Bevor sich Lehrkräfte in einem Sozialen Netzwerk anmelden, sollten sie festlegen, welche Erwartungen sie haben. Sollen ihre Freunde und Kollegen sie finden können? Möchten sie auch zu Schülerinnen und Schülern Kontakt? Gestattet das ihr Dienstherr überhaupt? Wenn sie diese Fragen für sich beantwortet haben, lassen sich durch einen sorgfältigen Anmelde-Prozess eventuelle Datenschutz-Probleme in der Regel ausschließen. Hieraus ergeben sich folgende Schritte: Lehrkräfte sollten in ihrer Dienststelle nachfragen, was sie dürfen und was nicht. Sie sollten sich für jedes Netzwerk eine separate E-Mail-Adresse zulegen. Sie sollten genau überlegen, ob sie mit ihrem Klar-Namen oder einem Pseudonym auftreten möchten. Sie sollten vorab festlegen, was sie mit dem Profil bewirken möchten: Soll es ein rein privates Profil sein oder ist auch eine dienstliche Nutzung vorgesehen? Auffindbarkeit von persönlichen Inhalten Auffindbarkeit in Suchmaschinen: Einige Social-Media-Plattformen bieten die Möglichkeit, dass das eigene Profil in Suchmaschinen nicht auftaucht. Allerdings sind diese Einstellungen mitunter versteckt. Zur Not können Lehrkräfte sich an das Hilfe-Center des Sozialen Netzwerkes wenden. Sichtbarkeit von Kontaktdaten: Sofern Lehrkräfte das Konto nicht dienstlich und in diesem Fall nur für den Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen nutzen, sollten sie ihre Kontaktdaten für niemanden sichtbar machen. Sichtbarkeit von Inhalten: Beiträge, Profilbilder, Fotoalben, Urlaubserinnerungen - in den meisten Netzwerken können User bestimmen, wer bestimmte Inhalte sehen darf. Hier gilt, wie überall im Netz, die Prämisse: Je weniger, desto besser. Privatsphäre-Einstellungen: Bei allen Social Media-Plattformen hat die Privatsphären-Einstellung die absolute Priorität. Auch wenn es oft schwerfällt, ist es absolut notwendig, alle Einstellungsoptionen zu prüfen und eventuell anzupassen. Lehrkräfte sollten den Daten-Kraken einen Riegel vorschieben! Diese setzen nämlich darauf, dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Daten aus Bequemlichkeit nicht schützen. Rechtslage nach der EU-DSGVO In Europa, und hierzulande, müssen sich die Netzbetreiberinnen und -betreiber an die EU-DSGVO sowie an die nachrangigen Gesetze, wie das nationale Recht, halten (in der BRD an das Bundesdatenschutzgesetz). Diese Gesetze besagen, dass eine Datenschutzerklärung vorhanden sein muss sowie dass Nutzerinnen und Nutzer der Erhebung ihrer Daten und den AGB widersprechen können müssen. Ein Widerspruch der Betroffen, die nicht möchten, dass bestimmte Inhalte geteilt oder gespeichert werden, führt in der Regel zu einer Löschung des betroffenen Kontos. Allerdings wird der Rechtsgrundsatz auf das Recht am eigenen Bild bei den Social Media-Plattformen häufig verletzt. Wurden Fotos von Lehrkräften ohne ihre Zustimmung veröffentlicht, haben sie einen Anspruch auf deren Löschung. Dasselbe gilt, wenn sie ungefragt Fotos von Schülerinnen und Schülern veröffentlichen. Dies geht aus § 22 des Kunsturheberrechtsgesetzes (KunstUrhG) hervor. Zunächst können Lehrkräfte oder ihre Schülerinnen und Schüler die hochladende Person mit einem Verweis auf die EU-DSGVO dazu anhalten, das Bild zu entfernen. Erfolgt keine Reaktion, können sie das Bild bei dem Betreiber der Plattform melden. Wurde auch jetzt nicht reagiert, sollten sie einen Anwalt einschalten. Zusammenfassung Lehrkräfte müssen nachfragen, inwieweit sie die Social Media-Plattformen dienstlich oder privat nutzen können. Falls Lehrkräfte Freundschaftsanfragen ihrer Schülerinnen und Schüler annehmen, müssen sie bei der Kommunikation über Social Media-Plattformen ihre professionelle Rolle als Lehrkraft wahren. Lehrkräfte sollten Schülerinnen und Schüler, deren Freundschaftsanfrage sie angenommen haben, einer Liste oder Gruppe zuordnen und die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook nutzen, um ihre schulischen und privaten Kontakte zu trennen! Soziale Netzwerke sollten im Unterricht thematisiert und Schülerinnen und Schüler für mögliche Risiken bei einer nicht datenschutzkonformen Nutzung sensibilisiert werden. Lehrkräfte sollten mit ihren Schülerinnen und Schüler über das Thema Cybermobbing sprechen. Sie sollten Hilfestellungen geben und notfalls die Polizei und vorgesetzte Dienststellen einschalten. Sollten Lehrkräfte selbst Opfer von Cybermobbing werden, sollten sie die Schulleitung informieren und Unterstützungsangebote wahrnehmen.

  • Fächerübergreifend

Mond-Unterschlupf: Schutzräume auf der Erde und im All

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für den fächerverbindenden Unterricht in den Naturwissenschaften und Kunst beziehungsweise Werken analysieren die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Schutzräumen auf der Erde und im Weltall. Sie vergleichen die Umweltbedingungen auf der Erde und auf dem Mond und entwerfen einen eigenen Schutzraum für den Mond. Die European Space Agency (ESA) arbeitet an neuen Missionen zum Mond, um die dortige Umwelt zu erforschen und neue Technologien zu entwickeln, die eines Tages bei der Etablierung einer Mondbasis helfen könnten. Vielleicht werden schon in den nächsten zwei Jahrzehnten Astronauten auf dem Mond leben. In der Projektreihe "Mond-Unterschlupf: Schutzräume auf der Erde und im All" analysieren die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig es ist, Schutzräume auf der Erde und im Weltraum zu haben. Sie vergleichen die Umweltbedingungen auf der Erde und auf dem Mond und entwerfen einen eigenen Schutzraum für den Mond. Diesen können sie dann aus Materialien, die mit dem Mondboden vergleichbar sind, nachbauen. Altersklasse : 8- bis 12-Jährige Material : Arbeitsblätter Schwierigkeitsgrad : mittel benötigte Unterrichtszeit : insgesamt 90 Minuten Durchführungsort : Klassenzimmer benötigte Materialien : Bastelmaterial (wie Sand, Lehm, Schaumstoff, Plastik, Ballons) Kosten pro Klasse : gering (0-10 Euro) Thematischer Hintergrund: Leben auf dem Mond Der Weltraum außerhalb unseres Heimatplaneten ist eine extrem feindselige Umgebung für den Menschen. Im Gegensatz zur Erde hat der Mond keine Atmosphäre (er befindet sich im Vakuum), das heißt, es gibt keine Luft zum Atmen. Darüber hinaus besteht wegen der mangelnden Atmosphäre nicht einmal Schutz vor der Kollision mit kleinsten Meteoroiden (wie Staub und Gestein, die im gesamten Sonnensystem vorhanden sind) oder vor der schädlichen Strahlung der Sonne. Ein Tag auf dem Mond dauert 27,3 Erdtage. Es gibt also immer 14 Tage Tageszeit, gefolgt von 14 Tagen Nachtzeit. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind extrem. Die Temperatur kann je nach Standort tagsüber bei +123 °C und bis zu -233 °C in der Nacht liegen. Der Bau einer Infrastruktur auf dem Mond würde bedeuten, dass viele Materialien von der Erde genommen werden müssten, was enorme Transportkosten bedeuten würde. Daher untersuchen Ingenieure neue Bautechniken, zum Beispiel den 3D-Druck mit lokalen Materialien wie Mondboden (Regolith). Methodische Hinweise In dieser Unterrichtseinheit untersuchen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Schutzräume auf der Erde und stellen sich vor, wie ein zukünftiger Schutz auf dem Mond aussehen könnte. Die Aufgaben und Übungen bieten eine Einführung in die Umweltbedingungen auf dem Mond und vergleichen sie mit den Bedingungen, die auf unserer Erde herrschen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Bedeutung der Erdatmosphäre und die Herausforderungen der Weltraumforschung. Vertiefende methodische Hinweise finden Sie im Dokument mondunterschlupf-schutzraeume-erde-all-alle-materialien.pdf, das am Ende dieser Seite kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung von Zufluchtsorten für den Schutz vor der Umwelt. stellen eine Beziehung zwischen Umweltbedingungen und bekannten Unterschlupfarten her. verstehen, dass die Atmosphäre für das Leben auf der Erde wichtig ist. erkennen, dass die Erde und der Mond sehr unterschiedliche Umweltbedingungen haben. führen die Identifikation einiger notwendiger Merkmale eines Schutzraums auf dem Mond durch. bauen die Fähigkeit aus, in einer Gruppe zu arbeiten und kreativ zu denken.

  • Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Upcycling im Sachunterricht: physikalische Grundlagen an Plastiktüten

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Upcycling im Sachunterricht: physikalische Grundlagen an Plastiktüten" basteln die Lernenden einen kleinen Heißluftballon aus einer Mülltüte, lernen physikalische Grundlagen kennen und verstehen die Umweltschädlichkeit von Plastikmüll. In Deutschland werden pro Jahr 2,4 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Das sind etwa 4500 Stück pro Minute. Dazu werden 47000 Tonnen Kunststoff benötigt, der aus Erdöl hergestellt wird. Legt man die Plastiktüten aneinander, könnte man damit 18 Mal den Äquator umrunden. Erschreckend ist dabei: Nur ein Bruchteil der Tüten werden recycelt . Der Rest wird weggeworfen, verschmutzt Straßen, Gewässer und Grünflächen. Werden die Tüten verbrannt, gelangt das klimaschädliche Kohlendioxid in die Luft. Einwegtüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen sind auch nicht unbedingt umweltfreundlicher. Die Umwelthilfe kritisierte, die überteuerten Tüten seien mit gängigen Verfahren nicht kompostierbar. Zudem wird vor neuen Mais-Einöden wegen des Stärkebedarfs gewarnt. Die bessere Alternative zur Plastiktüte ist eine selbst gefaltete Tüte aus Papier! Mit diesem Unterrichtsmaterial werden die Lernenden bereits in der Grundschule für das Thema "Umweltverschmutzung durch Plastikmüll" sensibilisiert. Sie werden damit zu Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Umgang mit der Natur angeregt, um zum Beispiel durch Upcycling ein Stück weit zur Klimarettung beizutragen. Die Lernenden stellen durch Videos angeleitet einen Heißluftballon aus einem Müllbeutel sowie eine Abfalltüte aus Papier her und erarbeiten sich ein erstes Verständnis von Physik. Die Kombination aus neuen Medien und handwerklichem Umgang, der in Gruppenarbeit erfolgt, bietet die Möglichkeit, sich der aufgezeigten Problematik zu nähern. Das Thema "Upcycling im Sachunterricht: physikalische Experimente an Plastiktüten" im Unterricht Ziel des Unterrichts soll es sein, Möglichkeiten des Upcyclings im Sachunterricht der Grundschule zu thematisieren. Es besteht auch die Möglichkeit diese Themen nachmittags in einem Förderbandbereich oder Projektunterricht zu bearbeiten. Didaktische Analyse Die Lernenden nähern sich mit diesem Unterrichtsmaterial durch Upcycling spielerisch ersten physikalischen Grundlagen: An einem selbst erstellen Heißluftballon setzen sie sich mit dem Auftrieb in Gasen auseinander. Sie erfahren, dass warme Luft leichter als kalte Luft ist, diese verdrängt und nach oben steigt. Auf der anderen Seite spielt in dieser Unterrichtseinheit der Umweltschutz eine Rolle: Haushaltsmüllbeutel sind oft nicht recyclebar und landen deshalb in der Deponie, wo sie verbrannt werden und das klimaschädliche CO2 freisetzen, oder schlimmstenfalls in der Umwelt. Haushaltsmüllbeutel aus Biokunststoff sind ebenfalls bedenklich. Sie zersetzen sich sehr langsam und nicht unbedingt vollständig. Sie verbrauchen unnötig Ressourcen, da ihr Grundstoff aus Mais besteht, der in Monokulturen angebaut wird. Darüber hinaus sind diese Müllbeutel unverhältnismäßig teuer. Die Lernenden diskutieren diese Problematik und lernen eine Alternative zur Plastiktüte kennen. Methodische Analyse Die Schülerinnen und Schüler basteln angeleitet durch Videos weitgehend selbstständig in der Gruppe einen Heißluftballon aus einer Plastiktüte und stellen einen Müllbeutel aus Papier her. Auf diese Weise werden die Lernenden selbst aktiv und entdecken induktiv erste Grundlagen der Physik spielerisch in einem Experiment. Die Form der arbeitsteiligen Gruppenarbeit erhöht den Grad der Eigenverantwortlichkeit und ermöglicht Binnendifferenzierung durch unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen der Lernenden. Ohne großen Aufwand lässt sich das Material in leistungsschwächeren oder mit der arbeitsteiligen Gruppenarbeit nicht vertrauten Klasse auch gemeinsam im Plenum erarbeiten. Die Unterrichtseinheit kann darüber hinaus Anlass sein, über unsere Konsumgewohnheiten und deren Folgen nachzudenken und zu Nachhaltigkeit anzuregen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen lernen das physikalische Prinzip des Heißluftballons kennen. erkennen die Umweltschädlichkeit von Plastiktüten. setzen sich mit einer ökologisch sinnvollen Alternative zur Vermeidung von Plastikmüll auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Videos, die online abrufbar sind, als Informationsquelle. setzen das erworbene Wissen im Alltag um. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielorientiert und konzentriert in der Gruppe zusammen. hören sich gegenseitig aktiv zu und nehmen Vorschläge der anderen auf.

  • Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

"Heute haben wir einen Gast da, der sich die Stunde anschaut."

Blog

Hallo ihr Lieben, wie versprochen, erzähle ich euch in diesem Beitrag von meinen letzten Unterrichtsbesuchen. Ich bin ja jetzt schon ein Weilchen im Ref und habe mittlerweile drei UB's hinter mich gebracht. Nun steht in einer Woche der nächste an…

  • Fächerübergreifend

Ängste und Stress bei Kindern: Was können Lehrkräfte und Eltern tun?

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel behandelt das Thema Ängste und Stress bei Kindern. Dabei geht es um Entstehung und Vorbeugung, den Ansatz des Kindermentaltrainings sowie Übungen für den Schulunterricht. Woher kommen Ängste und Stress bei Kindern? Wie können Eltern und Lehrkräfte vorbeugen oder intervenieren? Was versteht man unter Kindermentaltraining? Gibt es spezielle Übungen für den Schulunterricht? Der Kindermentaltrainer, Kinesiologe und memotional Coach Marcus Kerti steht im Interview Frage und Antwort. Wie entstehen Ängste und Stress bei Kindern? Stress kann durch Ängste und andere Emotionen ausgelöst werden. Somit ist Stress die zwangsläufige Folge von Angst. Bei jedem Kind äußert sich Angst unterschiedlich, und das kann sowohl körperlich als auch physisch sein. Bei Kindern entstehen die meisten Ängste in den ersten sieben Lebensjahren. In dieser Phase des Lebens werden alle Einflüsse aus unserer Umgebung ungefiltert aufgenommen und im Unterbewusstsein als Wahrheit abgespeichert. Daraus ergeben sich immer wiederkehrende Ängste und gleiche Verhaltensmuster. Diese bewirken, dass Neurotransmitter wie Adrenalin oder Kortisol ausgeschüttet werden, was wiederum den Stress im Körper begünstigt. Entscheidend ist es, dass nicht nur die tatsächlichen Erlebnisse Kinder ängstigen. Es sind oftmals "nur" ihre Gedanken an eine Situation oder ein Erlebnis, die den gleichen Effekt auslösen. Deshalb sollten Kinder früh lernen, sich zu entspannen. Dadurch kann zum Beispiel vermieden werden, dass ein "Gedankenkarussell" startet, das oftmals zu Ängsten führt. Wie können Eltern und Lehrkräfte Ängsten und Stress bei Kindern vorbeugen? Wenn sich Kinder wohl und geborgen fühlen, nehmen Ängste keinen so großen Raum ein. Dazu brauchen Kinder einen sicheren Ort, an den sie sich jederzeit zurückziehen können. Der erste Schritt zur Vorbeugung von Ängsten und Stress bei Kindern ist es also, eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich sicher und geborgen fühlen. Begegnet man zudem Kindern mit aufrichtiger Zuwendung, trägt das ebenfalls zu einer Wohlfühlatmosphäre bei, in der sich Kinder weitestgehend ohne Ängste und Stress entwickeln können. Eltern können in erster Linie mit bedingungsloser Liebe ihren Kindern, deren Verhalten und auch sich selbst gegenüber Ängsten und Stress vorbeugen. Schon in der Schwangerschaft werden Emotionen und somit auch Ängste auf Ungeborene übertragen, deshalb kann bereits in dieser Zeit mit der Vorbeugung von Ängsten und Stress begonnen werden. Lehrerinnen und Lehrer können vor allem durch individuelle Kommunikation mit Kindern und der Begegnung auf Augenhöhe präventiv handeln. Strahlen Lehrkräfte oder Eltern generell Ruhe aus, so macht sich das zusätzlich bei den Kindern bemerkbar. Sind Erwachsene ruhig und gelasssen, so hat das in der Regel einen postiven Einfluss auf Kinder, indem sich die Ruhe auf sie überträgt. Was sind Anzeichen dafür, dass ein Kind unter Ängsten und Stress leidet? Grundsätzlich sollte nicht jede kleinste Verhaltensänderung bei Kindern als Anzeichen von Ängsten und Stress gedeutet werden. Oftmals sind es die Eltern selbst, die Stress erzeugen. Deshalb ist es ratsam, bei ersten Anzeichen zunächst Ruhe zu bewahren und das Kind eine Zeit lang zu beobachten. Treten jedoch gravierende Veränderungen über einen längeren Zeitraum auf, sollten diese in jedem Falle hinterfragt werden. Ängste und Stress können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen: Es kann vorkommen, dass ein Kind auf einmal wiederholt über Bauchschmerzen klagt, wenn es in die Schule gehen soll. Hier zeigt sich der Stress in körperlichen Symptomen. Auch die Konzentration kann durch Stress beeinflusst werden. Ist ein Kind mit vielen Gedanken und Emotionen beschäftigt, kann es dadurch abgelenkt und in der Konzentration gebremst werden. Stress kann sich außerdem in Aggressionen niederschlagen, insbesondere auch anderen Kindern gegenüber. Ein weiterer Hinweis kann eine Verhaltensänderung sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn sich ein lebensfrohes, extrovertiertes Kind plötzlich zum Gegenteil entwickelt. Was sind sinnvolle Strategien für den Umgang mit Ängsten und Stress bei Kindern? Treten bei Kindern Ängste und Stress auf, ist es essentiell, sie ernst nehmen. Häufig verniedlichen Erwachsene das Ganze oder ziehen es ins Lächerliche mit Aussagen wie: "Komm, so schlimm ist das doch nicht!", "Gespenster gibt es doch nicht, du bist doch kein Baby mehr!" oder "Brauchst doch keine Angst haben!". Doch jede Angst hat ihre Berechtigung. Und die wichtigste aller Fragen – "Vor was hast du denn Angst?" – gibt dem Kind das Gefühl, dass es ernst genommen wird. Erwachsene sollten daher Verständnis zeigen, sich der Situation annehmen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Es ist es sinnvoll, dem Kind eine "Heldin" oder ein "Helden" für schwierige Situationen an die Seite zu stellen, um konkret gegen Ängste und Stress vorzugehen. Sie oder er sollte die Fähigkeiten besitzen, die für das Kind relevant sind, um seine Ängste zu bewältigen. Wie schon erwähnt, ist es zudem wichtig, für betroffene Kinder spielerische Lösungen zu finden. Gibt es Übungen und Techniken, die Lehrkräfte in den Unterricht integrieren können? Zur Vermeidung oder zum Abbau von Stress gibt es außerdem einfache Methoden, die im Schulunterricht eingesetzt werden können: Zunächst sollte in der Schule von Lehrkräften eine angenehme Umgebung geschaffen werden, in der sich Kinder wohlfühlen, die sie gerne besuchen und die sie mitgestalten können. Da viele Kinder und auch Lehrkräfte schon gestresst und voller Angst zur Schule kommen, sollte jeder Tag idealerweise mit Entspannungsübungen starten. Hier kann schon eine kurze Phantasiereise Wunder wirken. Durch Entspannungstechniken verlieren Stress und Ängste ihre Energie und Aufmerksamkeit. Am besten sind Übungseinheiten von fünf Minuten am Morgen. Dazu bieten sich beispielsweise Entspannungsmusik, Klangschalen, Geschichten oder das sogenannte "Palmieren" an. Hierbei werden die Handflächen aneinander gerieben und dann die warmen Handinnenseiten auf die geschlossenen Augen gelegt. Was zeichnet ein Kindermentaltraining aus? Vereinfacht gesagt, ist Mentaltraining die gedankliche Vorbereitung auf beziehungsweise das Hineinfühlen in eine bestimmte Situation oder Emotion. Das Besondere am Kindermentaltraining ist es, dass alles sehr spielerisch und erlebnisorientiert angelegt ist. Durch Entspannungs- und Besinnungsübungen, Phantasiereisen oder Vorstellungsübungen, bei denen die gesamte Vielfalt des Wahrnehmungs- und Erlebnisspektrums abgedeckt werden kann, geraten die Kinder und Jugendlichen in einen emotionalen und Emotionen stimulierenden Zustand mit entsprechenden Körperempfindungen. Anhand von Übungen, die gezielt an bestehende körperliche und emotionale Zustände anknüpfen, kann einzeln und in Gruppen gearbeitet werden. Spaß und spielerische Elemente sowie die Möglichkeit, vieles auszuprobieren und selbst zu erleben sollten dabei immer im Vordergrund stehen. Wie läuft ein Mentaltraining ab? Können Lehrkräfte mit der ganzen Klasse ein Mentaltraining starten? Beim Mentaltraining geht es um Üben und Trainieren von mentalen Techniken, die regelmäßig gezielt und nach einem bestimmten Muster erfolgen. Kinder werden dadurch für bestimmte Situationen im Leben gestärkt. Sie lassen sich leicht begeistern, sind wissbegierig, wollen Neues entdecken und sind offen. Eine ideale Mischung, um die schlummernden Fähigkeiten der Kinder zu stärken und an die Oberfläche zu bringen. Die Übungen fördern Konzentration, Achtsamkeit, Entspannung, inneres Gleichgewicht, Selbstbewusstsein und den Umgang mit Ängsten beziehungsweise Emotionen. Dadurch werden Verbindungen zwischen Kopf und Körper geschaffen. Das Mentaltraining führt also aus lernpsychologischer Sicht durch die Nutzung verschiedener Erlebnisebenen zur besseren Verankerung neuer Verhaltensweisen. Wie wird der Erfolg des Mentaltrainings gemessen? Erfolgreiches Mentaltraining zeichnet sich dadurch aus, dass sich Kinder nach dem Training besser fühlen und mit stressigen Situationen entspannter umgehen können. Aber auch am gesamten Verhalten ist ein Erfolg sehr schnell zu erkennen. Erwachse müssen sich eingestehen, dass ihnen Kinder in diesem Thema um Welten voraus sind. Sie zweifeln nicht an den Möglichkeiten, hinterfragen nicht alles, brauchen keine Beweise und wissenschaftlichen Studien. Sie probieren aus und hören auf ihr Gefühl, und es hilft ihnen. Kinder sind von dieser Art der Arbeit sehr begeistert und nehmen die Übungen gerne an, um sie in den passenden Situationen in ihrem Leben einzusetzen. Mentaltraining kann mit der Kinesiologie auch der erste Schritt bei der Behandlung von Lernblockaden sein, sogar noch vor der Nachhilfe. Wo finden Eltern und Lehrkräfte mehr Informationen zur Vorbeugung? Ich empfehle sowohl Lehrkräften als auch Eltern, sich einen Tag zum Thema "Kindermentaltraining" in Form eines Workshops zu gönnen und selbst am eigenen Körper zu erleben, welche großartigen Möglichkeiten diese Methode bietet und wie einfach sie anzuwenden ist. Der Mehrwert für Lehrkräfte ist insbesondere auf den Schulalltag ausgelegt. Bei Eltern geht es darum, wie das Mentaltraining im privaten Bereich unterstützend wirken kann. Das betrifft den Bereich der Ruhe und Entspannung der Eltern, aber auch die Stärkung der Kinder. Zu guter Letzt bedeutet es für jeden Teilnehmenden eine Weiterentwicklung seiner eigenen Persönlichkeit in Bezug darauf, mit bestimmten Situationen besser umgehen zu können. Sicherlich können wir zum Thema viel Literatur verschlingen, jedoch ist nichts so effektiv wie die eigene praktische Erfahrung mit Methoden zur Vorbeugung gegen Ängste und Stress.

  • Fächerübergreifend / Ich und meine Welt / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Sport / Bewegung / Religion / Ethik

Absorption radioaktiver Strahlung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Radioaktivität werden die Vorgänge beim Durchgang radioaktiver Strahlung durch Materie am Beispiel der Gamma-Strahlung exemplarisch dargestellt. Bei Gamma-Strahlung handelt es sich um hochenergetische elektromagnetische Strahlung, die sich im Gegensatz zu Alpha- und Beta-Strahlung nur schwer abschirmen lässt.Anhand eines Versuches mit einem radioaktiven Schulpräparat (Ra-226) wird die Veränderung der Absorption durch Zunahme von Bleiplatten gezeigt und ausgewertet. Dadurch entdecken die Lernenden die Unterschiede bei der Absorption von Gamma-Strahlung im Vergleich zu Alpha- und Beta-Strahlung. Anhand der Ergebnisse der Auswertung wird das Absorptionsgesetz mathematisch abgeleitet und anschließend in Form von Übungsaufgaben verständlich gemacht. Absorption radioaktiver Strahlung Radioaktive Strahlung kann unterschiedliche Materialien durchdringen und wird dabei teilweise oder vollständig absorbiert. Das Durchdringungsvermögen hängt ab von der Art der Strahlung, ihrer Energie sowie von Art und Dicke des durchstrahlten Materials. Das Absorptionsvermögen eines bestimmten Materials für radioaktive Strahlung hängt von den gleichen Faktoren wie das Durchdringungsvermögen ab. Das Durchdringungsvermögen von Alpha-Teilchen ist am kleinsten, das von Gamma-Strahlung am größten. Dabei haben Alpha- und Beta-Teilchen in Materie eine bestimmte Reichweite, während die Gamma-Strahlung in Abhängigkeit von ihrer Energie nur mit dicken Materialschichten (zum Beispiel Blei) abgeschwächt werden kann. Vorkenntnisse Physikalische Vorkenntnisse von Lernenden können bei der Absorption von radioaktiver Strahlung kaum vorausgesetzt werden; vielmehr müssen die Schülerinnen und Schüler für die Problematik und Gefährlichkeit der radioaktiven Strahlung durch den entsprechenden Schulversuch sensibilisiert werden. Didaktische Analyse Die wertfreie Behandlung des brisanten Themas Radioaktivität im Unterricht kann durchaus dazu führen, dass sich Schülerinnen und Schüler verstärkt dem Thema zuwenden und das Für und Wider der Radioaktivität im Positiven (zum Beispiel große Erfolge in der Tumorbehandlung) wie im Negativen (zum Beispiel Gefahr von Verstrahlung bei Unfällen in Kernkraftwerken) genau verstehen wollen. Methodische Analyse Das Thema Radioaktivität dürfte bei Lernenden auf hohes Interesse stoßen; durch ein großes Angebot an Medien mit entsprechendem Material sowie der einfache Zugang zu aktuellen und ausführlich beschriebenen Fakten über das Internet sollte es nicht schwierig sein, eine Methoden zu finden, um den Lernenden das Thema nahezubringen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und erläutern die Abläufe bei der Absorption von Gamma-Strahlung. kennen die Unterschiede bei der Absorption von Gamma-Strahlung im Vergleich zu Alpha- und Beta-Strahlung. wenden das radioaktive Absorptionsgesetz an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig Fakten und Hintergründe im Internet. überprüfen die Sachinhalte auf ihre Richtigkeit. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Partner- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team. setzen sich mit den Ergebnissen anderer Gruppen auseinander und vergleichen deren Ergebnisse mit den eigenen Ergebnissen konstruktiv. erwerben eine gewisse Fachkompetenz, um mit anderen Lernenden, Eltern und Freunden diskutieren zu können.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Online-Gaming als Thema in Schule und Unterricht

Fachartikel
5,99 €

Dieses Experten-Interview beantwortet Fragen rund um die Themen Online-Gaming und Online-Sucht. Es informiert über positive Lerneffekte und Risiken von Online-Games und gibt Tipps, wie das Thema in Schule und Unterricht behandelt werden kann. Welche Online-Games sind bei Jugendlichen aktuell am beliebtesten? Wie können Jugendliche für Risiken des Online-Gamings sensibilisiert werden? Und welchen Beitrag können Schule und Unterricht leisten? Diese und weitere Fragen hat uns Susanne Rödiger von JUUUPORT beantwortet. Susanne Rödiger ist medienpädagogische Projektmanagerin bei der Online-Beratungsplattform JUUUPORT und koordiniert dort die Abläufe in der JUUUPORT-Beratung, dem Team und der Vereinsarbeit. Welche Online-Games sind bei Jugendlichen aktuell am beliebtesten? Zu den bei Jugendlichen aktuell beliebtesten Spielen gehören neben den Online-Shootern wie Fortnite oder Call of Duty auch Open World-Spiele und Action-Spiele wie The Legend of Zelda, Assassin‘s Creed, Grand Theft Auto oder Read Dead Redemption 2. Ebenso beliebt sind sogenannte MMORPG's (Massively Multiplayer Online Role Playing-Games), bei denen sich mehrere tausend Spielerinnen und Spieler gemeinsam in einer digitalen Welt bewegen und miteinander über Chats interagieren können. Welche Risiken birgt das Spielen von Online-Games? Online-Games sind so angelegt, dass sie die Spielenden permanent im Spiel halten wollen. Es findet ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Belohnung statt. Level, die erreicht wurden, werden beispielsweise mit Upgrades für Ausrüstung oder besseren Fertigkeiten belohnt. Das spornt die Spielenden an, weiter voranzukommen. Das "Flow"-Erlebnis, das Mihály Csikszentmihalyi erstmalig beschrieben hat, wird im Zusammenhang mit dem Spielen dann zum Problem, wenn das Verlangen danach übermäßig wird und andere Freizeitaktivitäten keine oder nur noch eine stark untergeordnete Rolle spielen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2018 die daraus folgende Online-Spielsucht offiziell in ihren Katalog der Krankheiten aufgenommen. Ein weiteres Risiko stellen In-App-Käufe dar, insbesondere in Free-to-Play-Games. Zunächst kostenfrei angebotene Spiele laden über zusätzliche kostenpflichtige Spielinhalte (In-App-Käufe) dazu ein, beispielsweise im Spiel schneller voran zu kommen oder andere Vorteile gegenüber nicht zahlenden Spielerinnen und Spielern zu erhalten. Online zu spielen gehört für die meisten Jugendlichen heute zur Freizeitbeschäftigung einfach dazu. Hierbei mit den Freundinnen und Freunden mithalten zu wollen ist ähnlich wichtig wie beim Sportunterricht nicht als Letzer aufgerufen zu werden. Immer mithalten zu wollen, kann aber auch dazu verführen, übermäßig viel zu spielen oder im Spiel jeden Preis zahlen zu wollen. Zuletzt darf man auch die Gefahr, die von so genannten Cybergroomern ausgeht, nicht vergessen. Erwachsene legen sich im Spiel eine (oft falsche) Identität zu, mit der sie zunächst anonym mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten können. Mit der Zeit wird Vertrauen aufgebaut, oft nutzen die "Groomer" dabei fehlende freundschaftliche oder familiäre Bindungen aus. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem sexuellen Missbrauch der oder des Heranwachsenden. Wie können Jugendliche für diese Risiken sensibilisiert werden? Eine besonders wichtige Rolle spielen die Eltern . Der beste Schutz ist ein gutes Verhältnis und eine enge Bindung zu den eigenen Kindern. Besteht diese, ist es im besten Fall so, dass Kinder und Jugendliche vor ihren Eltern keine Geheimnisse darüber haben, was sie wie oft und lange spielen. Computerspiel-Zeiten zu vereinbaren, kann vor allem bei Kindern und jüngeren Jugendlichen sehr hilfreich sein. Eltern sollten ihren Kindern außerdem beibringen, welche Informationen sie im Netz auf keinen Fall von sich preisgeben sollten, wie den realen Namen, die Adresse oder die Telefonnummer. Vor allem jedoch sollte das Kind immer das Gefühl haben, dass es, egal was passiert ist, zu den Eltern gehen und sich Hilfe holen kann. Um Jugendliche zu sensibilisieren, sollten die Eltern ihnen - ähnlich wie im Straßenverkehr - alle wichtigen Regeln beibringen. Das bedeutet auch, dass Eltern sich in die (Online-Spiel)-Welt ihres Kindes einarbeiten müssen. Hilfsangebote wie der Spielerratgeber NRW können einen guten ersten Überblick geben, wie geeignet Spiele für welche Altersgruppe sind. Außerdem schafft der gesetzliche Jugendschutz eine wichtige Grundlage für die Medienerziehung. Dazu gehören die Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), die, wie die Kennzeichen der FSK bei Filmen, eine Auskunft über eine mögliche Entwicklungsbeeinträchtigung der Spiele geben. Die Kennzeichen gibt es nicht nur für Spiele im Handel, sondern mittlerweile auch für Apps und Online-Spiele. Eltern können technische Schutzsysteme nutzen, um den Zugang zu Spielen einzuschränken. Damit kann man zum Beispiel bestimmte Altersstufen sperren, aber auch Zeitbudgets festlegen, Chat-Funktionen ein- oder Ausgaben beschränken. Bei auffälligen Online-Inhalten können sich Jugendliche und ihre Eltern außerdem an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM), an die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia), an jugendschutz.net oder an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) wenden. Insbesondere die KJM verfolgt in Zusammenarbeit mit jugendschutz.net Verstöße konsequent. Hierfür sind sowohl im Jugendschutzgesetz als auch im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder Bußgelder festgelegt. Welchen Beitrag können Schulen leisten? Computerspiele oder Online-Games sind bislang in vielen Schulen kein Thema. Das liegt an der häufig fehlenden technischen Ausstattung in den Schulen und viele Lehrkräfte haben selbst auch keinen Bezug zu diesem Thema. Ich denke aber, Online-Games können ein guter Muntermacher innerhalb des Unterrichts sein. Beispielsweise die "Assassin's Creed"-Reihe kann Lust darauf machen, die im Spiel erlebten historischen Figuren besser kennenzulernen und tiefer in ihre Geschichte einzusteigen. Grundsätzlich gibt es eine große Bandbreite an Spielen zum Einsatz in Schulfächern und Experten raten nicht immer nur zu so genannten "Serious Games", die direkt für das Lernen konzipiert wurden. Indem Lehrkräfte zeigen, dass sie sich für die Lebenswelt ihrer Schülerinnen und Schüler interessieren, kann das Verhältnis enger und der Unterricht interessanter werden. Wer dabei als Lehrkraft nicht extra ins Computer-Kabinett umziehen und alle technischen Herausforderungen, die damit an vielen Schulen heute noch verbunden sind, bewältigen möchte, kann auch kurze Einblicke über "Let's Plays" nutzen, bei denen Gamerinnen und Gamer ihr eigenes Spiel als Video festgehalten haben. Zusätzlich können Lehrkräfte die Erziehungsaufgaben der Eltern unterstützen und über die Gefahren im Netz und in Online-Games aufklären. Dies kann im Fachunterricht, aber auch durch medienpädagogische Projekte an Schulen geschehen, bei denen auch Hilfsangebote wie unsere JUUUPORT-Beratung vorgestellt werden. Bei JUUUPORT können sich Jugendliche, die Fragen rund um das Thema Gaming haben, melden und erhalten Hilfe von Gleichaltrigen, die sich in Online-Games häufig viel besser auskennen als Erwachsene. Welche Netzwerkpartner und Materialien rund um den Themenkomplex Online-Gaming können Schulen zu Rate ziehen? Die USK bietet einen Leitfaden für Lehrkräfte zum Einsatz von Computerspielen im Unterricht an. Ebenfalls auf dieser Seite findet man auch den Elternratgeber, der praktische Tipps aus dem Erziehungsalltag gibt und bestimmt auch für Lehrkräfte interessant ist. Der bereits erwähnte Spieleratgeber NRW kann Anregungen vermitteln, welche Spiele für den Einsatz im Unterricht geeignet sind. Auch die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien informiert über aktuelle Trends im Bereich Online-Games. Sie haben ja schon das Thema Computerspiel-Sucht angesprochen. Wann ist ein Kind oder Jugendlicher gefährdet? Ein Kind oder Jugendlicher ist dann gefährdet, an Computerspiel-Sucht zu erkranken, wenn das eigene Leben fast ausschließlich aus Computerspielen besteht. Die Alarmglocken sollten läuten, wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum hinweg Termine vernachlässigen und das Spielen über alle anderen Aktivitäten stellen. Das kann bei Kindern und Jugendlichen beispielsweise auch bedeuten, der Schule fernzubleiben und nach der Schule ausschließlich Zeit mit Computerspielen zu verbringen, statt die Hausaufgaben zu erledigen oder anderen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Auch Übergewicht zu entwickeln und die eigenen körperlichen Bedürfnisse (schlafen, essen, Körperpflege) zu vernachlässigen, können in diesem Zusammenhang Anzeichen einer Sucht sein. Unter spielsucht-therapie.de findet man eine Beschreibung der Anzeichen, die auf eine Computerspiel-Sucht hindeuten und entsprechende Hilfsangebote. Was kann ich als Lehrkraft konkret tun, wenn ein Sucht-Fall in meiner Klasse bekannt wird? Wenn Lehrkräfte den Eindruck haben, dass jemand in der eigenen Klasse betroffen ist, ist ein wichtiger Schritt zunächst, die Eltern zu informieren und gemeinsam mit der oder dem Betroffenen und den Eltern Strategien aus der Abhängigkeit heraus zu entwickeln. Dazu gehört vor allem, die Ursachen der Sucht herauszufinden – ist die Computerspiel-Sucht eine Kompensation von anderen Dingen im Leben der oder des Betroffenen, die gerade schief laufen? Im zweiten Schritt ist es wichtig, das Leben umzustellen und neue Aktivitäten anstelle des Computer-Spielens zu setzen. Das kann beispielsweise ein neues Hobby sein, über welches der oder die Betroffene häufig dann auch den Kontakt zu anderen Jugendlichen wieder aufbaut. Wenn Betroffene, Lehrkräfte und Eltern an der Stelle überfordert sind, gibt es Anlaufstellen wie den Fachverband Medienabhängigkeit oder Erste Hilfe Internetsucht , die unterstützen können. Lehrkräfte können das Thema Computerspiel-Sucht auch im Unterricht oder in der Elternarbeit aufgreifen. Beispielsweise bietet die Initiative klicksafe.de eine Handreichung für einen Elternabend an, bei dem auf Internetangebote für pädagogische Fachkräfte eingegangen wird.

  • Fächerübergreifend

Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" informiert die Lernenden ausgehend von aktuellen terroristischen Anschlägen für eine sachliche Diskussion eines emotional hoch besetzten Themas. Die Einheit um Konflikte der Religionen ist durch Artikel und Fragen strukturiert, Antworten werden dabei im Sinne der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Lernenden aber nicht vorgegeben. Nachdem der Islamische Staat (IS) die Verantwortung für die Bombenanschlägen in Sri Lanka im April 2019 mit über 250 Toten für sich beansprucht hat, wird in den Medien wieder einmal verstärkt über einen Krieg der Religionen diskutiert. Nach den ersten Erkenntnissen haben islamistische Terroristen in Sri Lanka gezielt Christen ins Visier genommen, die gerade die Ostermesse feierten. Darüber hinaus tötete im März 2019 ein Rechtsterrorist bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch in Neuseeland mit Schusswaffen insgesamt 50 Menschen und verletzte weitere zum Teil schwer. Diese Unterrichtseinheit untersucht deshalb auf der Grundlage mit einer Diskussionsrunde im ZDF die Frage, inwieweit Religionen selbst den Kern von Gewalt in sich tragen oder für Gewaltzwecke instrumentalisiert werden. Die Grundlage dafür bilden Dokumentationen über die Entstehung und Radikalisierung des IS. Darüber hinaus werden an vielen Stellen Parallelen zu ähnlichen Anschlägen in der Vergangenheit hergestellt sowie zur Prävention Möglichkeiten für das friedliche Zusammenleben von Religionen aufgezeigt. Unterschiedliche Beispiele für Terrorismus dienen dazu, die Lernenden für ihre Mitmenschen zu sensibilisieren und im Sinne der Toleranz und Demokratieerziehung Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Integration zu verstehen. Unterschieden wird in diesem Unterrichtsmaterial die Rolle von Religion in den westlichen Industriestaaten und im Nahen und Mittleren Osten, aber auch der Wunsch nach Macht als anthropologischer Gegebenheit. Darüber hinaus wird auch die atheistische Position berücksichtigt. Auf der Grundlage der Diskussion entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Präventionsideen und setzen sich damit aktiv mit einem sehr brisanten aktuellen Thema auseinander. Das Thema "Terror: religiöse Gewalt, Ursachen und Prävention" im Unterricht In der vorliegenden Unterrichtseinheit können die Lernenden anhand der Terroranschläge in Sri Lanka exemplarisch über religiöse Gewalt diskutieren. Die durchführende Lehrkraft sollte dabei über die Besonderheiten der Weltreligionen Bescheid wissen sowie über die unterschiedlichen Vereinbarungen zwischen Staaten und Religion, Laizismus, Staatsreligionen und Staatsverträge. Die Beschäftigung mit dem Thema "Religiöser Terror" soll bei den Schülerinnen und Schülern die Sensibilität dafür schärfen, wie wichtig es für den Frieden in der Gesellschaft ist, Menschenrechte und deren Einhaltung den Vorrang vor religiösen Interessen einzuräumen. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten vorab grob über die Inhalte der Weltreligionen und Entwicklung der Menschenrechte Bescheid wissen. Didaktische Analyse Mit diesem Material kann die enge Verflechtung politischer und religiöser Interessen, die sich oft gegenseitig legitimieren, erkannt werden. Diese Erkenntnis kann Lösungen in Konflikten und zwar auf allen Ebenen, auf denen Religion beheimatet ist, erschweren, wenn sie Machtverhältnisse einseitig festigt. Methodische Analyse Weltpolitisch können die Schülerinnen und Schüler wenig ausrichten, aber diese Einheit will zu einer gewissen Wachheit auffordern. Die Lernenden werden dazu angeregt, ein emotionales Thema zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven in den Blick zu nehmen und Stellung zu beziehen. Dazu informieren sich die Lernenden weitgehend selbstständig im Internet sowie in Auszügen der Bibel und dem Koran. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die gefährliche Verflechtung von Politik und Religion, die aufgrund des urmenschlichen Bedürfnisses von Macht nur schwer zu entschärfen ist. erkennen, dass diese Verflechtung und ihre Folgen jeden betreffen. erkennen, dass sie als einzelne in ihrem direkten Lebensumfeld Chancen zu einem friedlichen Miteinander ergreifen und gestalten können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die wesentlichen Informationen aus Texten heraus. nutzen gemäß der Aufgabenstellung adäquate Mittel. leisten den Transfer von der Informationsebene zur Darstellungsebene. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zielführend in der Gruppe zusammen und teilen Aufgaben untereinander auf. hören sich gegenseitig aktiv zu.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung, Sekundarstufe I
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