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Genmodifizierte Moskitos: Ausrottung von Moskitos, die Krankheiten verbreiten?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Moskitos nutzen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über wechselseitige Abhängigkeit und wenden ihre wissenschaftlichen Kenntnisse an, um zu entscheiden, ob die Ausrottung krankheitsübertragender Moskitos zum Schutz vor Krankheiten eine gute Idee ist. Moskitos sind die gefährlichsten Killer der Welt – sie verursachen jährlich über eine Millionen Todesfälle durch die Krankheiten, die sie übertragen, z.B. Malaria, den Zika-Virus oder das Dengue-Fieber. Aber es gibt eine mögliche Lösung: Warum nicht alle Spezies ausrotten, die Krankheiten übertragen? Eine Methode könnte es sein, genmodifizierte (GM) männliche Moskitos in die Umwelt freizusetzen, damit sie ein tödliches Gen an ihre Nachkommen weitergeben. Diese Unterrichtseinheit ist ein Beispiel für ein Projekt, das mehrere Unterrichtsstunden füllt. Es beginnt mit einer Planungssitzung, in der den Schülerinnen und Schülern ein Dilemma präsentiert wird und in der sie dann Leitfragen für ihr Forschungsvorhaben erarbeiten. Anschließend arbeiten sie für sich und wenden ihre Fähigkeiten an, Quellen zu analysieren und das Dilemma zu lösen. In der letzten Sitzung stellen sie ihre Entscheidung vor, ihre Leistung wird dabei bewertet. Bezug zum Lernplan Die Unterrichtseinheit ist thematisch in den Curricula des Faches Biologie verankert; sie fokussiert dabei den Themenkomplex "Ökosysteme". Die Schülerinnen und Schüler sollen die Bedeutung von wechselseitiger Abhängigkeit und Wettbewerb in einer Population nachvollziehen und reflektieren. Die Unterrichtseinheit schult das wissenschaftliche Arbeiten und die Entwicklung von wissenschaftlichem Denken. Im Sinne dieses wissenschaftspropädeutischen Lernens sollen die Schülerinnen und Schüler die Potenziale und Grenzen von Wissenschaft anerkennen und über ethische Fragen reflektieren, die bezüglich des fokussierten Dilemmas aufkommen können. Die Lernenden werden dabei an alltägliche und technologische Anwendungen von Wissenschaft herangeführt und dazu angeleitet, persönliche, soziale, ökonomische und ökologische Implikationen zu bewerten. So sollen sie dazu befähigt werden, Entscheidungen zu treffen, die auf der reflektierten Bewertung von Beweisen und Argumenten basieren. Durch den Alltagsbezug der Thematik sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sowohl in der praktischen Wissenschaft als auch im weiteren gesellschaftlichen Kontext, Risiken und Chancen abzuschätzen und zu bewerten - einschließlich der Wahrnehmung von Risiken in Bezug auf Daten und Konsequenzen. Mit der Methode des Peer-Review-Gutachtens üben die Schülerinnen und Schüler, ihre Ergebnisse einem breiten Publikum mitzuteilen und die Bedeutung eines wissenschaftlichen Gedankenaustauschs anzuerkennen. Lehrmaterialien Die Materialien werden durch das von der Europäischen Kommission durchgeführte Projekt ENGAGE als Open Educational Resources herausgegeben; außerdem werden ihre Inhalte durch CC-Lizenzverträge geregelt. Sie stehen frei zur Verfügung und dürfen in geänderter Form weiterveröffentlicht werden. Auf der Website www.engagingscience.eu finden Sie weitere Materialien zu aktuellen Themen der Wissenschaft. Ablauf der Unterrichtseinheit Ablauf der Unterrichtseinheit "Genmodifizierte Moskitos" Der Ablauf der Unterrichtssequenz "Genmodifizierte Moskitos: Ausrottung von Moskitos, die Krankheiten verbreiten?" ist auf dieser Seite übersichtlich für Sie zusammengestellt. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben, wie sich die Population einer Spezies verändert, wenn sich die Population ihrer Jäger oder ihrer Beute verändert. befragen Quellen, schätzen Risiken und ethische Aspekte ab und präsentieren ihre Ergebnisse. Das Projekt planen Zeigen Sie die Präsentation und die Lernziele für dieses Projekt der Klasse (Folie 2). Führen Sie die Thematik über krankheitsverbreitende Moskitos ein (Folien 3-7) und zeigen Sie das Problem auf, das die Schülerinnen und Schüler untersuchen sollen (Folie 8). Führen Sie eine Umfrage durch: Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Hand heben, wenn sie glauben, dass Moskitos ausgerottet werden sollten. Diskutieren Sie darüber, dass sie mehr Informationen benötigen, wenn sie zu einem fundierten Ergebnis kommen möchten. Bitten Sie sie vorzuschlagen, welche Informationen sie noch brauchen könnten. Zeigen Sie Standpunkte von verschiedenen Personen (Folien 9-16). Diese Folien sollen die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anregen, welche Recherche-Fragen sinnvoll sein könnten. Zum Beispiel könnte auf Folie 9 eine Frage sein: Wird es funktionieren, genmodifizierte Moskitos einzusetzen, um gefährliche Moskitos auszurotten? Geben Sie den Schülerinnen und Schülern eine Kopie des WWWL-Schemas und sprechen Sie darüber, wie es genutzt wird (Folie 17). Die Schülerinnen und Schüler sollten den "Was ich weiß"-Bereich alleine ausfüllen. Dann diskutieren sie paarweise über potentielle Fragen, die helfen können, ihre Anfrage zu leiten. Fragen Sie nach den Ergebnissen und entscheiden Sie mit der Klasse, welche Fragen am hilfreichsten sind. Vorschläge für passende Fragen sind: Wie sind die Organismen in einem Ökosystem miteinander verbunden? Wie kann das Ausrotten einer Spezies andere Arten beeinflussen? Wie vernichten genmodifizierte Moskitos die gefährlichen? Ist die Technologie zu 100 Prozent effektiv? Was sind Risiken und Vorteile dieser Technologie? Was sind ethische Argumente dafür und dagegen? Die Schülerinnen und Schüler notieren die Fragen in die "Was ich wissen will"-Spalte ihres Rasters. Diskutieren Sie, wie die "Wie ich es herausfinden werde"- und "Was ich gelernt habe"-Spalten später ausgefüllt werden sollen (Folie 18). Klicken Sie auf das Bild der ENGAGE-Website (http://www.engagingscience.eu/de/2016/11/03/ausrottung/), damit die Schülerinnen und Schüler zu den Quellen gelangen. Zeigen Sie ihnen die verschiedenen Quellen: direkte Quellen, bearbeitete Quellen und die Leitfäden. Erkunden Sie einige der Quellen, damit die Schülerinnen und Schüler die breite Auswahl sehen. Erklären Sie, dass die meisten Schülerinnen und Schüler die bearbeiteten Quellen nutzen sollen, aber einige können sich auch die direkten Quellen ansehen. Die Leitfäden sollen helfen, die Quellen zu analysieren. Stellen Sie die erste Aufgabe der Spiel des Lebens-Präsentation vor (Folie 2). Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Hinweise, um Pfeile zu zeichnen, damit das Nahrungsnetz komplett wird, welches Moskitos enthält. Zeigen Sie die Beispiel-Antwort und erlauben Sie den Schülerinnen und Schülern, ihre Antwort selbst zu bewerten. Bereiten Sie die nächste Aufgabe vor: die Teilnahme am Spiel des Lebens (Folie 3). Nachdem das Spiel beendet ist, zeigen Sie einige Fragen, um eine Diskussion zu fördern, was das Spiel ihnen darüber gezeigt hat, wie die Veränderung der Moskito-Population andere Organismen im Nahrungsnetz beeinflusst (Folie 5). Analysieren und Lösen Dieser Abschnitt wird von den Schülerinnen und Schülern geleitet. Sie benötigen Zugang zur ENGAGE-Webseite, wo sie die Quellen herunterladen und nutzen können. Drucken Sie alternativ Kopien der Quellen aus. Die Schülerinnen und Schüler können recherchieren, wie die Genmodifizierungs-Technologie funktioniert, indem sie sich Videos des Unternehmens ansehen, das für diese Technologie verantwortlich ist, Oxitec. Wenn sie möchten, können sie sich auch andere Informationen auf der Webseite ansehen. Wenn die Schülerinnen und Schüler keinen eigenen Zugriff zum Internet haben, zeigen Sie der Klasse das erste Video. Sie lesen sich die Zeitungsartikel und Pressemitteilungen durch (oder die bearbeiteten Versionen, die sprachlich leichter sind). Der dazugehörige Leitfaden wird ihnen helfen zu entscheiden, ob die Technologie bei der Vernichtung der gefährlichen Moskitos erfolgreich sein wird und wie verlässlich die Information ist. Sie sollten beachten, dass die Pressemitteilung von Oxitec geschrieben wurde und daher tendenziös sein könnte. Der Zeitungsartikel wurde in einer begutachteten Zeitung veröffentlicht, aber einige der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für die Recherche verantwortlich waren, wurden von Oxitec bezahlt. Sie sollten verstehen, dass Versuche gezeigt haben, dass die Technologie die Anzahl der gefährlichen Moskitos reduzieren kann. Jedoch muss eine große Anzahl von Moskitos über einen längeren Zeitraum hinweg freigelassen werden, was unpraktisch sein könnte. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Risiken und Vorteile von genmodifizierten Moskitos. Die Lernenden nutzen die Links, um sich Meinungen von verschiedenen Leuten durchzulesen. Sie wählen zwei Risiken und zwei Vorteile aus, von denen sie glauben, dass sie besonders wichtig sind und nutzen den Leitfaden, um zu beurteilen, wie wichtig die Risiken und Vorteile sind. Sie können dann entscheiden, ob die Vorteile von genmodifizierten Moskitos gegenüber den Risiken überwiegen. Schülerinnen und Schüler, die mehr Unterstützung benötigen, sollten die Quelle über Risiken und Vorteile von genmodifizierten Moskitos nutzen. Das beinhaltet die Beurteilung von passenden Risiken und Vorteilen durch einen besser unterstützenden Leitfaden. Fähigere Schülerinnen und Schüler können den "Risiken einschätzen"-Leitfaden benutzen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren auch über die ethischen Grundsätze. Das sollte in kleinen Gruppen geschehen. Sie sollten den dazugehörigen Leitfaden benutzen, welcher den ethischen Rahmen "Rechte und Pflichten" erklärt. Dann nutzen sie den "Rechte und Pflichten"-Rahmen, um zu überlegen, ob das Ausrotten von Moskitos ethisch vertretbar ist. Kommunizieren Dieser Abschnitt wird von den Schülerinnen und Schülern geleitet, mit einer Einführung durch die Lehrkraft. Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre Kenntnisse über das Kommunizieren von gesammelten Informationen an. Dies wird ihnen dabei helfen, das Problem gemeinsam zu lösen. Teilen Sie die Klasse in zwei Hälften auf und bitten Sie eine Hälfte, über in der Diskussion die Haltung "Wir sollten Moskitos vernichten" zu vertreten, während die die Haltung "Wir sollten Moskitos nicht vernichten" einnimmt. Die Lehrkraft kann während der Diskussion das wissenschaftliche Verständnis der Schülerinnen und Schüler und die Anwendung der Fähigkeiten beurteilen. Die Präsentation "Genmodifizierte Moskitos_Kommunikation" leitet die Schülerinnen und Schüler an, wie sie ihr Publikum ansprechen und welche Kommunikationsformen sie benutzen sollen (Folie 2). Dies geschieht am besten in kleinen Gruppendiskussionen, um die Klassendiskussion anzuregen. Mehr Informationen über jede Kommunikationsform findet man im "Kommunikation"-Denkführer in der Präsentation. Beispiele zu jeder Form sind auch auf der ENGAGE-Webseite (http://www.engagingscience.eu/de/2016/11/03/ausrottung/) zu finden. Die Schülerinnen und Schüler sollten Zugriff auf die Präsentation haben, um den "Ideen kommunizieren"-Leitfaden für die Kommunikationsform herunterzuladen, die sie verwenden möchten. Um ihre Kommunikation zu planen, können die Schülerinnen und Schüler die Informationen nutzen, die sie auf dem WWWL-Schema gesammelt haben, um Ideen auf Post-Its zu notieren. Jede Idee sollte ihre Meinung unterstützen und durch Beweise gestützt werden. Die Schülerinnen und Schüler können das Schüler-Informationsblatt 1 nutzen, um ihre Ideen zu organisieren. Sie notieren all ihre Ideen außen und verschieben dann diejenigen, die am besten durch Beweise gestützt werden und die sie daher in ihrer Kommunikation nutzen sollten, in die Mitte. Die Schülerinnen und Schüler können beim Organisieren zudem durch den "Meinungen rechtfertigen"-Leitfaden unterstützt werden. Die Kommunikation sollte eine Info-Grafik enthalten, um mehr über die genmodifizierten Moskitos zu erklären. Die Lehrkraft kann hierfür Beispiele anderer Info-Grafiken zeigen, um den Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, ihre eigenen zu entwerfen. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler schließlich, ihre Kommunikation dem Rest der Klasse vorzustellen. Jetzt, da die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gesichtspunkte und Meinungen kennengelernt haben, bitten Sie sie darum, eine Entscheidung zur Leitfrage der Unterrichtseinheit zu treffen und abzustimmen: Sollten krankheitsübertragende Moskitos mithilfe von Gentechnologie ausgerottet werden?. Hier finden Sie detaillierte Informationen über das "Spiel des Lebens", das Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern zur Veranschaulichung der Wechselbeziehungen zwischen den Organismen eines Ökosystems im Rahmen der Unterrichtseinheit "Genmodifizierte Moskitos - Ausrottung von Moskitos, die Krankheiten verbeiten?". Je größer die Klasse ist, desto besser funktioniert das Spiel. Wenn Sie eine Klasse mit weniger als 20 Schülerinnen und Schülern haben, könnten Sie die Überlegung anstellen, sich mit einer anderen Klasse für diese Aktivität zusammenzutun. Die Organismen sind in verschiedene Ebenen aufgeteilt, je nachdem, wo sie im Nahrungsnetz stehen: Level 1 (Produzenten): Alge, Baum, Orchidee Level 2: Moskito-Larve, Faultier, männliches Moskito Level 3: Fledermaus, Frosch, Wels Level 4: Adler, Mensch, Krokodil Der weibliche Moskito ist keiner bestimmten Ebene zugewiesen. Weisen Sie jedem Lernenden einen Organismus in den vier Ebenen zu, zwei in der Rolle des Organismus auf Ebene 3, zwei weibliche Moskitos und den Rest als Organismen der Ebene 2. Geben Sie den Schülerinnen und Schülern die entsprechenden Karten, welche sie auf ihren Tisch legen. Für eine Klasse mit 26 Schülerinnen und Schülern hätten Sie also: einen Adler, einen Menschen, ein Krokodil, zwei Fledermäuse, zwei Frösche, zwei Welse, zwei weibliche Moskitos, fünf Moskito-Larven, fünf Faultiere und fünf männliche Moskitos. Für jeden Produzenten gibt es fünf Karten. Platzieren Sie diese im Klassenzimmer und legen Sie eine Murmel auf jede Karte. Die Schülerinnen und Schüler werden auf ihr vollständiges Nahrungsnetz zurückgreifen müssen, um herauszufinden, welche Organismen sie essen und welche versuchen werden, sie zu essen. Erinnern Sie sie daran, dass das kein Wettstreit ist, weshalb sie nicht versuchen sollten, nicht gegessen zu werden. Um darzustellen, was tatsächlich passiert, müssen Sie die Regeln genau befolgen. Sagen Sie den Organismen von Ebene 2, sie sollen den Produzenten finden, der sie ernährt. Sie können eine Murmel nehmen und zu ihrem Platz zurückkehren, bevor sie sie auf ihrer Karte platzieren. Sie müssen insgesamt zwei Murmeln sammeln, bevor sie sich wieder setzen. Wenn sich die Mehrheit der Organismen der Ebene 2 wieder hingesetzt hat, sind die Organismen der Ebene 3 und die weiblichen Moskitos dran. Sie müssen vier Murmeln finden und können Murmeln der anderen Schüler stehlen, um zu zeigen, dass sie sie essen. Sie müssen dafür zu einer Schülerin oder einem Schüler gehen, der oder die an ihrem Tisch steht, und sagen: "Ich habe Hunger". Sie können so viele Murmeln von jedem Organismus nehmen, wie sie wollen, aber sie müssen zu ihrem Tisch zurückkehren, um ihre Karte auszufüllen, bevor sie die Murmeln von einem anderen Organismus nehmen. Die weiblichen Moskitos dürfen nur eine Murmel auf einmal von den Tieren nehmen, von denen sie sich ernähren. Wenn die Organismen der Ebene 2 keine Murmeln mehr haben, können sie zu einem Produzenten gehen, um ihren Vorrat aufzufüllen. Wenn die Karte ausgefüllt ist, setzt sich der Organismus auf seinen Platz. Wenn ein Organismus der Ebene 3 oder ein weiblicher Moskito keine Murmeln mehr hat, sind sie aus dem Spiel ausgeschieden. Sie drehen ihre Karten mit dem Bild nach unten um und setzen sich an ihren Tisch. Wenn sich einige der Organismen der Ebene 3 hinsetzen, sind die Organismen der Ebene 4 dran. Sie müssen acht Murmeln finden. Es werden die gleichen Spielregeln angewendet. Beenden Sie das Spiel, wenn sich mindestens ein Organismus der Ebene 4 hingesetzt hat. Schreiben Sie in der ersten leeren Spalte auf Folie 5 der Präsentation auf, welche Organismen zum Ende des Spiels eine vollständig ausgefüllte Karte hatten. Um die Auswirkung der Veränderung einer Population eines Organismus auf die Nahrungskette zu sehen, wiederholen Sie das Spiel mit einem anderen Szenario. Wählen Sie eins der folgenden aus: Abholzung des Waldes – entfernen Sie zwei Murmeln von jeder Baum-Karte. Insektizid gelangt in den Fluss. Entfernen Sie alle Moskito-Larven aus dem Spiel. Die Faultiere wandern aus dem Wald aus. Entfernen Sie alle Faultiere bis auf eines aus dem Spiel. Ein außergewöhnlich heißer Sommer hat die Anzahl der Algen im Fluss erhöht. Fügen Sie zu jeder Algen-Karte zwei Murmeln hinzu. Eine Krankheit tötet die Fledermäuse. Entfernen Sie alle Fledermäuse aus dem Spiel. Wenn der Organismus einer Schülerin oder eines Schülers aus dem Spiel entfernt wird, erlauben Sie diesem, sich mit einem anderen Lernenden zusammenzutun, damit sie weiterhin am Spiel beteiligt sind. Bevor das Spiel beginnt, bitten Sie die Schülerinnen und Schüler vorherzusagen, was es für mögliche Auswirkungen geben könnte. Schreiben Sie die Anzahl der lebenden Organismen auf Folie 5 auf. Wiederholen Sie das Spiel mit demselben Szenario und beobachten Sie, ob das gleiche Ergebnis herauskommt. Dies ist ein wichtiger Teil des Spiels, weil es die Diskussion darüber fördert, dass wir die Auswirkungen auf die Nahrungskette nicht exakt voraussagen können, da dieses Spiel nur ein Modell ist. Diskussionsfragen: Was repräsentieren die Murmeln? Warum erlaubt das Spiel den Ebene 2-Organismen, ihre Murmeln aufzufüllen anstatt zu sterben und aus dem Spiel auszuscheiden? (Weil es im echten Leben wesentlich mehr Organismen in einem Lebensraum gäbe, doch es gibt nicht genug Schülerinnen und Schüler, um dies nachzustellen). Wie akkurat ist dieses Spiel als Nachstellung des echten Lebens und warum? Warum müssen die Organismen in den verschiedenen Ebenen eine unterschiedliche Anzahl an Murmeln sammeln? Wie beeinflusst die Veränderung einer Population die anderen Organismen im Nahrungsnetz? Warum? Welche Veränderung hatte den größten Effekt? Werden die Ergebnisse jedes Mal die gleichen sein? Warum?

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II

Orientierung am Sternenhimmel als Unterrichtserlebnis

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Orientierung am Sternenhimmel" lernen die Schülerinnen und Schüler mithilfe einer didaktischen App fünf Sternbilder kennen und wie die alten Seefahrer zu navigieren. Sternbilder sieht man je nach Jahres- und Uhrzeit in unterschiedlichen Richtungen und Positionen. Um dieses Verwirrspiel zu durchschauen, widmen sich die Lernenden zunächst der Nordrichtung, wo sich der Drehpunkt des Himmels befindet. Das Kernstück dieses Projektes ist die kostenlose App "AudioHimmelsführungen Folge 1" für Android und iOS. Nach einer einleitenden ganzen oder halben Unterrichtsstunde lassen sich die Lernenden an einem der folgenden Abende von dieser App live am gestirnten Himmel und/oder anhand des Displays führen. Gern auch mit Angehörigen, Freunden oder Mitlernenden. Für die nächste Unterrichtsstunde sind ein Schülervortrag und eine schriftliche Leistungskontrolle oder Übung angekündigt. Sowohl der Anblick des Sternenhimmels als auch kulturgeschichtliche Fragestellungen haben sich als attraktive Zugänge zur Astronomie bewährt. Die Folge 1 der App "AudioHimmelsführungen" verknüpft beides miteinander und stellt eine fundierte Einführung in die Astronomie dar. Das notwendige Vorwissen beschränkt sich auf einfache geometrische Grundkenntnisse sowie die geographische Länge und Breite. Die gut 20-minütige Audiotour ist eingängig und unterhaltsam gestaltet. Trotzdem führt das Hören allein noch nicht zu gefestigtem Wissen. Die Lernenden sollten die Führung zuerst als Trockenübung auf dem Display verfolgen, sie gelegentlich unterbrechen und Wichtiges notieren. Hören sie sie zum zweiten Mal am gestirnten Himmel, finden sie die Sternbilder leichter und verstehen die Zusammenhänge besser. Dann werden auch die Ausarbeitung des Schülervortrages und die Vorbereitung auf die angekündigte Leistungskontrolle oder Übung gelingen. Die Schülerinnen und Schüler können die App "AudioHimmelsführungen Folge 1" installieren, als Audioguide für den gestirnten Himmel nutzen und sich im selbstständigen Kenntnis- und Kompetenzerwerb üben. gewinnen Einblicke in die kulturhistorischen Anfänge der Astronomie. erlangen die Fähigkeit, am Himmel einige zirkumpolare Sternbilder zu finden und ihre Bewegung zu beschreiben. können mithilfe des Polarsterns die Himmelsrichtungen und die geografische Breite ihres Beobachtungsplatzes bestimmen.

  • Mathematik / Rechnen & Logik / Physik / Astronomie / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Vitamin D

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtslektion zum Thema "Vitamin D" sollen die Schülerinnen und Schüler eine persönliche Entscheidung treffen, ob sie, gemessen an ihrer Ernährung und wie oft sie sich Sonnenlicht aussetzen, ein Vitamin-D-Ergänzungspräparat einnehmen müssen. Sie wenden dabei ihr Wissen über Ernährung an, um mehr über die Konsequenzen von Vitamin-D-Mangel zu erfahren, und lernen, wie man Muster in Daten analysiert. Kürzlich erschienene schockierende Schlagzeilen weisen auf einen 400% Anstieg von Rachitis und anderen Knochenkrankheiten hin, da Jugendliche immer mehr Zeit im Innern verbringen. Aktuelle britische Gesundheitsrichtlinien empfehlen die tägliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten, besonders im Herbst und Winter. Bezug zum Lehrplan Wissenschaftliches Arbeiten: Analyse und Evaluation: Interpretation von Beobachtungen und Daten, einschließlich Identifizierung von Mustern und Anwendung von Beobachtungen, Messungen und Daten, um Rückschlüsse zu ziehen. Verdauung: Konsequenzen einer unausgewogenen Ernährung und Krankheiten, die durch Mangel bedingt sind. Biologie: Gesundheit, Krankheit und Entwicklung von Arzneimitteln: Erläuterung der Auswirkungen von Lebensstilfaktoren einschließlich Ernährung, Alkohol und Rauchen bezogen auf die Häufigkeit nicht übertragbarer Krankheiten auf lokaler, nationaler und globaler Ebene. Lehrmaterialien Die PowerPoint-Präsentation enthält sowohl die Präsentation für Lehrer als auch die Informationsblätter für Schülerinnen und Schüler. Die Materialien werden durch das von der Europäischen Kommission durchgeführte Projekt ENGAGE als Open Educational Resources herausgegeben; außerdem werden ihre Inhalte durch CC-Lizenzverträge geregelt. Sie stehen frei zur Verfügung und dürfen in geänderter Form weiterveröffentlicht werden. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit "Vitamin D" Der Ablauf der Unterrichtssequenz "Vitamin D" ist auf dieser Seite übersichtlich für Sie zusammengestellt. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Muster, indem sie Linien-Diagramme interpretieren, um Zusammenhänge zwischen Variablen darzulegen und Werte aus einem Diagramm abzulesen. stellen gesundheitliche Auswirkungen bedingt durch Vitamin-D-Mangel dar. Engagieren Zur Einführung ins Thema zeigen Sie die Powerpoint-Folien 2 und 3. Die Schülerinnen und Schüler sollen paarweise kurz darüber diskutieren, ob bei ihnen die Gefahr von Rachitis besteht. Zeigen Sie anschließend Folie 4 und – nach einer kurzen Diskussion zu zweit – bitten Sie um eine Handabstimmung. Wie viele Schülerinnen und Schüler nehmen Vitaminpräparate? Wie viele sind der Meinung, sie würden eine Vitamin-D-Tablette benötigen? Nun können Sie einen Nachrichtenbeitrag oder ein kurzes Video zur gesundheitlichen Aufklärung über Vitamin-D-Mangel zeigen (siehe Weblinks). Auf Folie 5 sind die Unterrichtsziele aufgezeigt. Spielen Zeigen Sie Folie 6 und erklären Sie den Schülerinnen und Schülern, dass sie nun mit Hilfe eines Computerspiels ihre Kenntnisse bei der Analyse von Mustern anwenden und weiterentwickeln werden. Diese Kenntnisse werden ihnen später bei der Analyse der Vitamin-D-Daten behilflich sein. Händigen Sie jeder Schülerin und jedem Schüler ein Exemplar des "Daten-Doktor Wissenscheck" aus und beginnen Sie das Spiel: Auf Folie 7 verlassen Sie die Slideshow und machen einen Doppelklick in der Tabelle. In der oberen Symbolleiste wählen Sie "Daten ändern", um die Lieblings-Eissorten der Schülerinnen und Schüler aus den drei vorgegebenen Optionen einzutragen. Auf Folie 8 wählen die Schülerinnen und Schüler die Antworten der Multiple-Choice-Frage aus und schreiben diese auf ein Schmierpapier. Gehen Sie die Folien 9 bis 18 schnell durch, damit das Spiel Spaß macht. Gegebenenfalls können Sie es auch wettbewerbsartig gestalten. Am Ende des Spiels gehen Sie noch einmal zügig jede Folie mit Fragen durch (8-18). Klicken Sie auf die Frage-Schaltfläche in der rechten oberen Ecke, und Sie erhalten die Antwort. Währenddessen schließen die Schülerinnen und Schüler den Kenntnis-Check auf dem Informationsblatt 1 ab. Überprüfen Zeigen Sie Folie 19, in der den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt wird, wie sie das Informationsblatt 2 nutzen können, um Daten zu analysieren und zu erörtern, ob sie genug Vitamin D durch Sonnenlicht bilden. Diese Aktivität erfordert von den Schülerinnen und Schülern eine Recherche im Internet zur tagesaktuellen Vitamin-D-Index-Prognose. Alternativ können Sie ihnen diese Information auch geben. Ihre Antworten notieren die Schülerinnen und Schüler auf dem Informationsblatt 3. Anschließend zeigen Sie Folie 20, wodurch den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt wird, wie sie mit Hilfe des Informationsblatts 2 ihre Vitamin-D-Zufuhr durch Ernährung einschätzen können. Anhand von Informationsblatt 3 entscheiden sie, ob sie bereits ausreichend Vitamin D zu sich nehmen. Entscheiden Stellen Sie die letzten Aufgaben auf Folie 21 vor. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler paarweise arbeitend Fakten aus dem Spiel Sätze sortieren (Informationsblatt 4) und verwenden, um weitere Details bezüglich Vitamin-D-Mangel und den Konsequenzen von Vitamin-D-Präparaten herauszufinden. Antworten: Erkläre, warum du Vitamin-D brauchst: 1:8; 3:5; 4:11; 7:10. Schildere Probleme, die sich durch Vitamin-D-Mangel ergeben: 2:6; 9:12. Anschließend verwenden die Schülerinnen und Schüler das Informationsblatt 5, mit dessen Hilfe sie ihre individuelle abschließende Entscheidung treffen. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, ihre Antworten in kleinen Gruppen zu diskutieren und heben Sie hervor, dass es in diesem Fall keine eindeutige Antwort gibt – das muss jeder für sich selbst entscheiden.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II

Cartoon der Woche: Karamellisierter Mann

Cartoon

Rauchen und viel Zucker schaden dem Körper. Die Auswirkungen äußern sich jedoch bei diesem Patienten auf recht ungewöhnliche Weise..;-)

  • Fächerübergreifend

Erstellen Sie online Ihre eigenen Pixelgrafiken

Tool-Tipp

Wir schwelgen in Erinnerungen an "alte" Zeiten, in denen Super Mario und Co. noch Ecken und Kanten hatten und stellen Ihnen ein Onlinetool vor, mit dem Sie ganz einfach und kostenlos Pixelgrafiken zeichnen.

  • Fächerübergreifend

Die Geschichte des Kakaos

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit dreht sich alles um das Getränk der Götter - den Kakao. Von der Herkunft der Kakaobohne, dem Regenwald, über seine Kulturgeschichte bis hin zur Verarbeitung zu Schokolade. Aber auch die komplexen Themen Fairer Handel und Kinderarbeit im Kakaoanbau werden behandelt und können mit den Schülern kontrovers aufgearbeitet werden.Die Materialien sind ein Auszug aus dem Unterrichtsmaterial "Mit Schokolade den Regenwald retten?!" für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7. Zu dem Themenheft gehören insgesamt über 50 Arbeitsblätter, Schaubilder und Hintergrund-Informationen zum Download.Der Kakao hat eine lange Geschichte hinter sich. Vermutlich wurde die Pflanze schon seit 1.100 vor Christus genutzt. Zu jeder Station der bewegten Geschichte des Kakaos könnten mehrere eigene Unterrichtseinheit gestaltet werden - von den mesoamerikanischen Völkern über die Kolonialzeit in Mesoamerika und Europa, die Verbreitung der Anbaugebiete und die Gründung der ersten Schokoladenunternehmen bis hin zum heutigen Welthandelsgut Kakao. Das würde die Möglichkeiten in der Schule natürlich sprengen, weswegen sich diese Einheit nur auf die wichtigsten Rahmendaten bezieht und Ihnen als Lehrkraft genügend Hintergrund-Informationen gibt, um tiefer in die Thematik einzusteigen. Sie können im passenden Unterricht auf die einzelnen Etappen und Kulturen näher eingehen und die Projekte dadurch verbinden.Die Schülerinnen und Schüler lernen, geschichtliche Geschehnisse zu erfassen und zeitlich einzuordnen. schulen ihr Textverständnis.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Gesundheitssystem der Zukunft: eine internationale Perspektive

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit zum Gesundheitssystem der Zukunft konfrontiert die Lernenden mit den zentralen Fragen dazu, wie die soziale Absicherung der Menschen in einem Staat grundsätzlich organisiert sein sollte. Dies geschieht mithilfe von mehreren methodisch abwechslungsreichen Lern-Szenarien.Die aktuellen Diskussionen in den USA über die über die Wiederabschaffung der gerade erst eingeführten gesetzlichen Krankenversicherung ("Obamacare") oder die Demonstrationen in Großbritannien gegen die Abschaffung des National Health Systems nach erfolgtem Brexit eröffnen eine höchst aktuelle, unverbrauchte und interessante Perspektive, um die grundsätzlichen Ordnungsprinzipien von Sozialversicherungssystemen völlig neu, ohne ideologischen Ballast und ohne Überfrachtung mit den überaus detaillierten und komplizierten Einzelheiten des deutschen Gesundheitssystems zu thematisieren. Es geht bei dieser Unterrichtseinheit nicht um Einzelheiten der Krankenversicherung, sondern um die großen ordnungspolitischen Weichenstellungen unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Lernenden sollen nicht nur die möglichen Ordnungsprinzipien eines Gesundheitssystems herausarbeiten, sie sollen auch ihre interessenspolitischen Implikationen erkennen und für sich selbst bewerten. Diese Fragen sollen sie im Verlauf mehrerer Lernrunden ausloten und dabei ein fundiertes Werturteil entwickeln. Intention Das deutsche Sozialversicherungssystem ist nach vielen Reformschritten nicht nur für Jugendliche kaum noch durchschaubar. Insbesondere die Finanzierungsströme in der gesetzlichen Krankenversicherung über den Gesundheitsfonds erscheinen als Blackbox. Gleichzeitig können Jugendliche von heute mit dem genossenschaftlichen und gemeinwirtschaftlichen Solidargedanken kaum noch etwas anfangen. Demgegenüber steht der Gedanke, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist - bei gleichzeitig selbstverständlicher Einforderung einer staatlichen Sorge für den eigenen individuellen gesellschaftlichen Aufstieg. Die Unterrichtseinheit will die Schülerinnen und Schüler daher mit den Grundkonzeptionen eines staatlichen Gesundheitssystems konfrontieren, um sie im Verlauf mehrerer Lernrunden zu einem fundierten persönlichen Werturteil zu führen. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Die fünf Lernrunden reichen von Textinterpretationen und Präsentationen über Pro- und Contra-Diskussionen, Argumentationsfindungen und -bewertungen, Abstimmungen, Podiumsdiskussionen bis hin zu individuellen Online-Kommentaren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die drei grundlegenden wirtschaftspolitischen Ordnungsprinzipien von Gesundheitssystemen kennenlernen, unterschieden können und reflektierten. setzen sich mit den gängigen politischen Argumenten von Gesundheitsreformen auseinander und befürworten oder kritisieren diese. bilden sich ein Werturteil über eine wünschenswerte Organisationsform des deutschen Gesundheitswesens vertreten dieses. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesundheitspolitische Darstellungen und Argumente im Internet kritisch zu analysieren, zu hinterfragen und zu beurteilen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, sich in der Gruppe Informationen zu erarbeiten und diese gemeinschaftlich zu bewerten. können fremde und eigene Positionen zur Gesundheitspolitik in Talkshows und freien Diskussionen gegenüber anderen Menschen vertreten und kritisieren.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Max und Moritz

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu "Max und Moritz" werden die Lernenden dazu angeregt, Wilhelm Buschs scheinbar lustige Geschichte aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler begegnen dem Klassiker "Max und Moritz" zunächst über das Konterfei Wilhelm Buschs in Form eines Puzzles, gefolgt von ersten Informationen über den Autor und sein Werk. Durch die Arbeitsblätter zum Vorwissensstand informiert sich die Lehrkraft über die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler und bereitet sie auf die folgende Arbeit mit dem Text vor. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem Hinterfragen des Verhaltens der Protagonisten und der Suche nach möglichen Gründen dafür. Die Schülerinnen und Schüler lernen dadurch, auch ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und über mögliche Ursachen und Begründungen nachzudenken. Anmerkungen zur Didaktik Max und Moritz ist eine scheinbar lustige "Lausbubengeschichte", die Generationen von Leserinnen und Lesern zum Schmunzeln brachte und die in aller Welt bekannt wurde. Aber wollte Wilhelm Busch uns mit seiner Geschichte wirklich nur gut unterhalten? Das sieht ihm gar nicht ähnlich, wenn man sich seine weiteren Geschichten anguckt, in denen auch gemordet, gequält, geärgert und gemobbt wird. Hinter der spaßigen und unterhaltsamen Fassade verbirgt sich gallige satirische Gesellschaftskritik an der damaligen Zeit. Durch seine Protagonisten wie Max und Moritz, die fromme Helene oder auch Hans Huckebein hält er dem autoritätshörigen, verlogenen und spießigen Bürgertum den Spiegel vor. Wir aber sehen uns nicht in dem Spiegel - oder wie sonst lässt sich erklären, dass es zu Max und Moritz bisher kaum kritische Aufarbeitungen gibt? In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, sich nicht nur an der Lektüre zu erheitern, sondern auch und gerade über die Motive nachzudenken, aus denen heraus Max und Moritz ihre Mitmenschen ärgern und sogar ihren Tod dabei in Kauf nehmen. Die beiden Protagonisten, einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet, werden so auf einmal von Tätern zu Opfern, und ihre "Streiche" haben möglicherweise andere und ernstzunehmende Hintergründe. Darüber nachzudenken erschließt eine veränderte Sichtweise und Bewertung. Dies eröffnet den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit der selbstkritischen Reflexion: Sie lernen, die Motive eigenen Handelns zu hinterfragen und über verborgene Beweggründe nachzudenken. Anmerkungen zu den ausgewählten Arbeitsmethoden Zu Recht nehmen Arbeitsmethoden in den neuen Curricula einen besonderen Stellenwert ein. Sie müssen jedoch in einen sinnvollen Anwendungsbereich eingebettet und inhaltlich darauf abgestimmt sein. Außerdem müssen sie sich in angemessener Weise wiederholen, damit sie verinnerlicht werden und weitgehend automatisiert angewendet werden können. Die für diese Unterrichtseinheit ausgewählten Arbeitsmethoden sind auch fächerübergreifend anzuwenden. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern an, sich in unterschiedlichen Ausdrucksformen zu üben und durch Kreativität in Sprache und bildlicher Darstellung eigene Gedanken zu generieren und bewusst zu machen. Dies gilt als Voraussetzung zur selbstkritischen Auseinandersetzung auch mit sich selbst. Die Aufgabenstellungen sind oftmals "rätselhaft" verpackt und motivieren nicht nur zu aktiver Mitarbeit, sondern fordern auch zu mehr Konzentration auf das Thema heraus, als es ein oberflächliches Lesen von Informationen mit anschließender linearer Abfragerei tun würde. Das Angebot gut überlegter Arbeitsmethoden und Aufgabenstellungen muss Denkprozesse initiieren und über die bloße Fokussierung auf richtige oder falsche Ergebnisse hinausgehen. Der Prozess der Lösungsfindung, die Reflexion derselben und die Ausbildung individueller Lernstrategien samt den dazu erforderlichen Kompetenzen stehen im Vordergrund der Methodenwahl. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsmethoden orientiert sich an der Initiierung von Kommunikations- und Denkprozessen. Die Schülerinnen und Schülern sollen unter anderem über den Austausch miteinander zu ihren Ergebnissen kommen, denn Unterricht ist immer auf Sprache und deren differenzierter und fachspezifischer Anwendung aufgebaut. Eigenständiges und selbstständiges Lernen ist mit allen Implikationen unerlässlich für die erfolgreiche Weiterentwicklung individuellen Lernens und ein erwünschtes und zentrales Anliegen für den Unterricht in jeder Klassen- und Altersstufe. Durch den Austausch finden Identitätsbildung und die Ausbildung eines kritisch-reflektierten Bewusstseins statt. Diesem Prozess muss Raum und Möglichkeit zur Entäußerung gegeben werden durch gemeinsame Gespräche im Plenum, im Stuhlkreis, durch Aufgabenstellung und Methodenwahl. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben und festigen ihre Lesefähigkeiten und -fertigkeiten im Umgang mit der Geschichte "Max und Moritz". erschließen sich Textinhalte und stellen sie in nachvollziehbare Begründungszusammenhänge. üben den Perspektivwechsel und kommen so zu differenzierten Bewertungen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten selbstständig ein Themenheft zur ausgewählten Lektüre. üben sich in kommunikativen Arbeitsformen in der Partner- und Gruppenarbeit sowie im Plenum. recherchieren im Internet weitere Werke von Wilhelm Busch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich im Zuhören und Argumentieren. nehmen die Argumente ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler auf und beziehen sie in die eigenen Gedanken mit ein. reflektieren ihr eigenes Verhalten und ihre eigenen Vorlieben und formulieren Begründungen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe

Cartoon der Woche: Robinson Crusoe trifft Casual Friday

Cartoon

Die Abenteuergeschichte von Robinson Crusoe ist weltbekannt: Der auf einer Insel gestrandete Robinson begegnet einem Mann, den er Freitag nennt. Unser Cartoon der Woche greift diese Begegnung auf und zeigt sie in einem neuen Licht. ;-)

  • Fächerübergreifend
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