Unterrichtsmaterialien zum Thema "Lyrik"

  • Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle 4
    zurücksetzen
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Klassik: Vordenker, Theorie und Werke

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Klassik motivieren originelle Aufgabenstellungen am Computer die Schülerinnen und Schüler zur Behandlung dieser Epoche.In drei Ebenen (philosophische Vordenker - theoretische Texte zur Klassik - Werke der Klassik) gibt diese Unterrichtseinheit Einblick in die Gedankenwelt der Weimarer Klassik. Die Bearbeitung eines jeden Textes nimmt etwa eine bis zwei Unterrichtsstunden in Anspruch. Die Reihenfolge der Bearbeitung innerhalb einer Ebene ist beliebig.Die Epoche der Klassik kann in drei Stufen gegliedert werden. Daher ist diese Unterrichtseinheit in drei Ebenen aufgebaut. Sie können je nach Zielsetzung auch voneinander unabhängig modular in den Fachunterricht integriert werden. Ebene 1: Kant - Humboldt - Winckelmann - Herder Die vier Persönlichkeiten dieser Ebene werden jeweils mit einem zentralen Text vorgestellt. Ebene 2: Schillers Mensch und Goethes Natur Schiller und Goethe haben sich in verschiedenen programmatischen Schriften mit den Idealen ihrer Kunst auseinander gesetzt. Zwei dieser Texte werden hier mit einzelnen, aber grundlegenden Thesen besprochen. Ebene 3: Iphigenie, Das Göttliche, Maria Stuart, Die Bürgschaft Aus der großen Anzahl klassischer Texte können hier nur wenige beispielhaft bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler erschließen die Weimarer Klassik von ihren philosophischen Grundlagen und in ihrem gedanklichen Umfeld. erkennen das Profil des klassischen Gedankenguts und beschreiben es kontrastiv. lesen einen klassischen Text, interpretieren und abstrahieren ihn. Methodische Vorbemerkung Die SchülerInnen bearbeiten zunächst einen gezielt vorgegebenen Text. Die Lesestücke auf de Arbeitsblatt L1 und L2 sind Auszüge aus dem Originaltext und sollen nicht vorgegeben werden, sondern dienen der Lehrkraft als Kontrolle, ob die SchülerInnen die Kernstellen gefunden haben. L3 ist als Beispiel für eine mögliche Lösung der letzten Aufgabe gedacht. Aufgabe 4 ist fakultativ. Methodische Vorbemerkung Die Aufgaben in dieser Einheit nehmen Bezug auf einen fragmentarisch gebliebenen Text. Diese Tatsache wird zum Anlass genommen, einen noch bruchstückhafteren (Lücken-)Text durch Vergleich mit dem Original zu ergänzen. Dadurch werden die SchülerInnen gezwungen, den Text genau zu lesen und sich sinntragende Formulierungen durch eigene Schreibtätigkeit anzueignen. Das hierfür erforderliche Arbeitsblatt ist auszudrucken und für alle SchülerInnen zu vervielfältigen. Einführung Mitte des 18. Jahrhunderts tauchte das Wort "Bildung" im deutschen Sprachraum auf. Gemeint war die Entfaltung der Individualität durch eine besondere Art der Geistesbildung, die abseits der alltäglichen Dinge geschehen sollte. Der Mensch sollte mehr sein als das, was seine täglichen sozialen und beruflichen Pflichten von ihm verlangen. Die Neuhumanisten, besonders Wilhelm von Humboldt, hatten ein Persönlichkeitsideal, welches den Ultilitarismus der Erziehung dieser Zeit überwinden sollte. Sie wollten, dass der Mensch vor jedem beruflichen Nutzen, den er bringen kann, eine allgemeine Bildung erhält. Eine generelle Humanität sei dem Staat nützlicher als eine auf Lebenszwecke reduzierte Erziehung. Vorbemerkung Goethe wurde stark von Johann Joachim Winckelmann beeinflusst. An dessen "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" (1755) kann exemplarisch die Rezeption der Antike im 18. Jahrhundert studiert werden. Vorbemerkung Der Theologe, Schriftsteller und Literaturkritiker Johann Gottfried Herder stellte den Menschen in den Mittelpunkt der Philosophie. Er rückt ihn ins Zentrum der Schöpfungsordnung und erklärt die menschliche Vernunft als Ergebnis eines gattungsgeschichtlichen und individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozesses. In seinem unvollendet gebliebenen Werk "Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit" (1784) beschreibt Herder die Natur des Menschen. Sein Humanitätsideal bestimmt das Menschenbild der Klassik entscheidend. Eine Leitidee der Renaissance war, dass der Mensch sich aus Liebe für den Fortschritt und das Gemeinwohl der Menschheit einsetze. Wie diese Leidenschaft zum schöpferischen Denken zu entwickeln sei, legte Friedrich Schiller in seinen grundlegenden Briefen Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) dar. Unter dem Eindruck der Französischen Revolution und ihrer Ausartung in den jakobinischen Terror stellte Schiller die Frage, was die Menschen subjektiv daran hindere, eine einmalige historische Chance zu nutzen und dem Gesetz zu seinem Recht zu verhelfen. Das antike Verfahren, individuelle Gegenstände der Natur darzustellen, ohne das Verfahren der Darstellung eigens zu thematisieren (einfache Nachahmung der Natur), wird vorgestellt. Das neuzeitliche Verfahren, die Gegenstände der Natur bloß als Zeichensprache zum Ausdruck des jeweiligen Subjekts zu benutzen (Manier), steht dem gegenüber. Goethe kommt durch die Verbindung dieser Arbeitsweisen zum höchsten Prinzip der Darstellung, dem Stil. In der Darstellung konkreter Gegenstände lässt sich ein ausgedehntes naturwissenschaftliches Studium der Objekte und ihres Zusammenhanges ausmachen. Methodische Vorbemerkung Die SchülerInnen sollen einen zentralen Text Goethes zu seinem klassischen Kunstverständnis im Original kennen lernen. Sie sollen die Technik des Zitierens üben. Dabei sind sowohl die sprachlich richtige und sachlich korrekte Übernahme fremder Textteile zu üben als auch die Technik der Textübernahme zwischen Internet-Browser und Textverarbeitungsprogramm. Vorbemerkung Durch die Begegnung Schillers und Goethes wurde die Weimarer Zeit der beiden Dichter zu dem, was wir heute die Epoche der Klassik nennen. Dabei brachten die beiden Männer durchaus unterschiedliche persönliche Lebenserfahrungen und künstlerische Interessen mit, wodurch sie sich gegenseitig fördern und ergänzen konnten. Da die Unterschiede im Kunstverständnis Goethes und Schillers auch biographisch bedingt sind, sollen hier die wesentlichen Lebensdaten verglichen werden. Exposition des inneren Monologs Iphigenie auf Tauris ist in vielfacher Hinsicht ein vollkommenes Drama. Neben Sprache und Form liegt vor allem das klassische Menschenbild in unüberbietbarer Perfektion vor. Von den vielfältigen Untersuchungsaspekten, die nur im Rahmen einer umfangreicheren Lektürebehandlung Raum erhalten können, sei hier die Analyse der Exposition des inneren Monologs Iphigeniens im 1. Akt, 1. Szene herausgegriffen. Methodische Vorbemerkungen Alle SchülerInnen müssen den Text genau gelesen haben. Dazu dienen die Aufgaben 1 und 2 des Aufgabenblattes 10, wobei die zweite Aufgabe sicher stellt, dass grundsätzliche Informationen über die Szene bekannt sind. Aufgaben Die Aufgaben werden arbeitsteilig in Kleingruppen bearbeitet. Hier sollten zwei SchülerInnen an einem Computer sitzen und sich die Recherche zu ihrem Thema und die Notizen dazu teilen. So wie Iphigenie auf wunderbare Weise von der Hinrichtungsstätte entführt und nach Tauris gebracht wurde, so könnte sie auch in unsere Gegenwart gelangen. Als prominente Königstochter wird sie von den Medien herumgereicht und stellt sich in einer Talkshow den Fragen des Moderators. Wenn die technische Möglichkeit besteht, können zwei SchülerInnen in die Rollen Iphigeniens und des Moderators schlüpfen und das Interview wird mit einer Webcam aufgezeichnet. Alternativ könnte der Text mit Fotos aus einer Digitalkamera bebildert werden. Präsentation Nach einer angemessenen (Frei-)Arbeitszeit tragen die SchülerInnen ihre jeweiligen Ergebnisse im Plenum vor. Wenn die technische Möglichkeit besteht, werden die in einem Textverarbeitungsprogramm erstellten Notizen als Thesen dieser Kurzvorträge via Beamer projiziert, so dass die anderen SchülerInnen ihre persönlichen Aufzeichnungen ergänzen können. Methodische Vorbemerkung Die SchülerInnen sollen durch einen Textvergleich die Entwicklung Goethes vom Stürmer und Dränger zum Klassiker nachvollziehen können. Der inhaltliche Vergleich mit Goethes Prometheus ist hierzu geeignet. Schwerpunkt bleibt jedoch die Analyse des klassischen Gedichts. Eine Aktualisierung erfährt die Behandlung des klassischen Textes durch die kontrastierende Collage mit Abbildungen einerseits "edler, hilfreicher und guter" Menschen, andererseits mit Fotos gegenteilig handelnder Personen. Methodische Vorbemerkung Nachdem in Goethes "Iphigenie auf Tauris" die Exposition bearbeitet wurde, soll in Schillers "Maria Stuart" die Kernszene behandelt werden. Sie liegt exakt in der Mitte des Dramas und bildet den Höhepunkt und das Zentrum der dramatischen Auseinandersetzung. Nach einem handlungsbasierten Einblick in die Kernproblematik soll versucht werden, den Streit der Königinnen auf eine moderne Gesprächsstruktur via Handy abzubilden. Ein Ergebnis dieses Versuchs könnte sein, dass die Tiefe der klassischen Problematik mit oberflächlichen Kommunikationsstrukturen nicht adäquat wiedergegeben werden kann. Die wohl bekannteste Ballade Schillers ist "Die Bürgschaft". Generationen von SchülerInnen haben sie auswendig gelernt. In diesem Gedicht kommt der kategorische Imperativ Immanuel Kants zum Ausdruck, nach dem die Maxime des menschlichen Handelns zugleich zum allgemeinen Gesetz werden könnte. Ausgehend vom Titel des Gedichts soll die verpflichtende Ethik Schillers mit dem heutigen Rechtsinstitut der Bürgschaft in Beziehung gesetzt werden. Klassik Ich habe Teile der Unterrichtseinheit Klassik mit meinen Deutschstudenten an der Universidad de los Andes, Kolumbien, gemacht und sehr gute Erfahrungen gemacht. Die gruendliche Aufbereitung der Inhalte hat es meinen Studenten erleichtert, Zugang zu der fuer Deutschlernende schwierigen Sprache Schillers und Goethes zu finden und es ihnen so ermoeglicht, ueber die blosse Rezeption des Inhalts konstruktiv mit den Texten zu arbeiten. Tatjana Louis

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gedichtanalyse mit PowerPoint

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit analysieren und interpretieren die Lernenden das klassische Gedicht "Mächtiges Überraschen" (1827) von Johann Wolfgang von Goethe hinsichtlich seines Symbolgehalts. PowerPoint und die Methode des verzögerten Lesens helfen, das Thema des literarischen Textes durch Vorgabe von Reizwörtern zu antizipieren."Mächtiges Überraschen" (1827) von Johann Wolfgang von Goethe gilt als typisches Beispiel für das Kunstprogramm der ästhetischen Erziehung und der Vorstellung von einem harmonischen Menschenbild in der deutschen "Klassik". Es besitzt aber auch "bewegte" Elemente der vorausgegangenen Epoche des "Sturm und Drang". Im Anschluss an diese Unterrichtsstunde könnten die Schülerinnen und Schüler über die Methode des Gedichtvergleichs vertiefend Goethes Symbolbegriff erarbeiten (beispielsweise mit Goethes Sonett "Dauer im Wechsel").Goethes Gedicht "Mächtiges Überraschen" kann als Einstieg in die Thematik des Symbolbegriffes in der deutschen Klassik genutzt werden. Um den Schülerinnen und Schülern eine Annäherung an die Bilderwelt des Gedichtes zu ermöglichen, wird ein rein induktives Verfahren gewählt, das die Lerngruppe zunächst davon abhalten soll, bereits mit möglichen Vorkenntnissen über die Epochen des "Sturm und Drang" und der "Klassik", über Stilmittel oder gar biografische Informationen an die Thematik heranzugehen. Den Schülerinnen und Schülern kann allerdings bekannt gemacht werden, dass sie im Folgenden ein Gedicht interpretieren sollen, welches ihnen anfangs noch nicht "als Ganzes" vorgelegt wird. Umsetzung der Unterrichtseinheit Mithilfe der Methode des verzögerten Lesens sollen die Lernenden das Thema des literarischen Textes durch Vorgabe von Reizwörtern antizipieren. Die Schülerinnen und Schüler interpretieren "Mächtiges Überraschen" als ein Gedicht, das die individuelle Entwicklung weg vom "Sturm und Drang" zum harmonischen Menschenbild der "Klassik" widerspiegelt. Dazu analysieren sie den Symbolgehalt des Sonetts detailliert. äußern sich assoziativ zu einzeln eingeblendeten Begriffen (Nomen, Verben, Adjektiven) im Gedicht, die sie schrittweise in einer PowerPoint-Präsentation an den passenden "Stellen" des später im Ganzen eingeblendeten Gedichtes wahrnehmen. nutzen ihre subjektiven Vorstellungen zu diesen Schlagworten als Interpretationsansätze zu der Bildlichkeit in Goethes Gedicht. Dazu bringen sie ihre Assoziationen als Vorverständnis mit in die immanente Textanalyse des Gedichtes ein. sehen die Interpretation des Gedichts als eine Versinnbildlichung menschlicher Entwicklung von der Epoche des "Sturm und Drang" zur "Klassik". Sie erraten das letzte Wort des Werkes und setzen ihre Interpretationsansätze zum biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergrund des Autors in Beziehung. Einstieg Die Schülerinnen und Schüler erhalten zunächst nur einen Blick auf wenige Nomen des Gedichtes, die dem Thema Wasser angehören. Danach folgen die Nomen der weiteren Natur, anschließend erscheinen die Verben der Bewegung und am Ende die Adjektive. Die Präsentation erfolgt mittels einer PowerPoint-Präsentation, wobei jedes Wort durch Mausklick von der Lehrkraft einzeln aufgerufen werden kann. So ist, je nach Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Lerngruppe, ein individuelles Lerntempo steuerbar. Die entstehenden Bilder sollen von der Lerngruppe assoziativ näher beschrieben werden: Welche Merkmale verbinden sie mit den Worten, was haben die Begriffe gemeinsam, was trennt sie? Zielsetzung Ziel dieser Methode der Textpräsentation in Etappen ist nicht, die Lernenden nach der richtigen Formulierung oder dem richtigen Zusammenhang der Wörter suchen zu lassen, sondern allen Zeit zu geben, aus einem Anstoß heraus mögliche Vorstellungen mit Überlegung und Begründung auszuwählen, die ihm oder ihr plausibel sind. Ziel ist der Aufbau eines Sinnhorizonts. Die verschiedenen, eventuell miteinander in Konflikt geratenden Sinnhorizonte können im weiteren Unterrichtsgespräch thematisiert werden. Vortrag und Begriffsklärung In der nun folgenden zweiten Unterrichtsphase präsentiert die Lehrkraft durch einen weiteren Mausklick in die PowerPoint-Präsentation das vollständige Gedicht bis auf das letzte Wort (die Präsentation läuft nach diesem Klick selbst ab). Während die Lehrperson jeweils die einzelnen Verse und Strophen des Gedichtes selbst betont vorträgt, gibt sie einige Worterklärungen vor (Oreas - Bergnymphe; dämonisch - hier: im Sinne von "Urkraft") und fragt nach weiteren möglichen Verständnisschwierigkeiten. Assoziation und Interpretation Die Schülerinnen und Schüler sollten Gelegenheit bekommen, ihre Assoziationen mit den nun nachzulesenden Gedichtstrophen zu vergleichen, die sie paraphrasieren können sollten. Die Lehrkraft fordert dann den Kurs auf, über das letzte, fehlende Nomen des Gedichts zu spekulieren, und präsentiert es nach einer angemessenen Zeit der Diskussion durch einen abschließenden Mausklick ("Leben"). Das Thema des Gedichtes, das das Symbol des Wassers als Metapher für das menschliche Leben nutzt, müsste nun herausgestellt werden. Textarbeit mit dem PC Idealerweise sollte die weitere Arbeit am Rechner erfolgen, denn der Arbeitsauftrag an die Lerngruppe lautet, in Gruppen-, besser noch in Partnerarbeit, die zuvor erarbeiteten Ergebnisse am originalen Text zu belegen. Dies soll durch Kopieren der Folie und ihr Einfügen an zweiter, dritter oder vierter Stelle der PowerPoint-Datei geschehen, so dass auf den neu entstandenen Folien Anmerkungen zu den Begriffen oder Strophen eingefügt werden können (durch Ergänzungen, Einfärbungen und so weiter). Kenntnisse erweitern Die Lernenden trainieren so ihre Kenntnisse in PowerPoint, sichern die Ergebnisse und können sie sogar erweitern, indem man sie beispielsweise auffordert, noch weitere Nomen, Verben oder Adjektive oder etwa die Neologismen ergänzend "aufzurufen" und zu kommentieren (mögliche Ergebnisse: Merkmale zu Größe, Dynamik, Gewalt, Macht, Gefühle der Bedrohung, Vernichtung. Wasser folgt Gesetzen der Natur - plötzliche Änderung - Wasser reagiert, Weg hin zur See - Neuordnung der Elemente, Beruhigung nach der Gegenbewegung, Stille). Hintergründe recherchieren Je nach Leistungsstärke des Kurses könnte die Lehrkraft zusätzliche Dokumente (beispielsweise in Word als Kopiervorlage für PowerPoint) mit einer Definition zur Sonett-Form, aber auch - wenn mehr Zeit zur Verfügung steht - mit Hinweisen zur Biografie Goethes, Zitaten Goethes und der Entstehungszeit des Gedichtes zur Verfügung stellen, die die Interpretation des Werkes noch erweitern könnten. Zusammenhänge erkennen Die Interpretation verbleibt am Ende nicht mehr auf der Ebene des Naturgedichtes, wenn herausgestellt wird, dass das zentrale Bild der ruhigen Wasserfläche mit den sich in ihr spiegelnden Gestirnen für das Menschenbild der Klassik steht (mögliche Ergebnisse: Menschbild symbolisch dargestellt - beruhigte Wasseroberfläche - Vollendung, neuer Sinn). Abraham, Ulf u. a.: Praxis des Deutschunterrichts. Donauwörth: Auer 1998

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Loreley-Gedichte

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Loreley" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler längsschnittartig mit verschiedenen Loreley-Gedichten.Eine Reise auf dem Rhein inspirierte Clemens Brentano zu seinem Roman "Godwi oder das steinerne Bild der Mutter" (1801), in ihm erschuf er die Phantasiegestalt Loreley. Es gibt eine Vielzahl von Loreley-Gedichten, fünf davon stehen im Mittelpunkt der Unterrichtseinheit: Clemens Brentano - "Lore Lay" (1801), Joseph von Eichendorff - "Waldgespräch" (1812), Heinrich Heine - "Lorelei" (1823), Erich Kästner - "Der Handstand auf der Loreley" (1932) und Rose Ausländer - "Lorelei" (1982).Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die längsschnittartige Beschäftigung mit dem Sujet erkennen, dass diese Gedichte durch ein gemeinsames Thema/Motiv - Loreley - intertextuell miteinander verbunden sind. Es soll erarbeitet werden, dass die unterschiedlichen Gedichtsemantiken im engen Zusammenhang mit den jeweils zeitgeschichtlichen/ historischen Umständen und deren mentalitätsgeschichtlichen Unterschieden stehen - und dass sie mit anderen motivgleichen Gedichten korrelieren. Ablauf der Unterrichtseinheit Erkenntnisse der Intertextualität und Computereinsatz tragen zum Gesamtverständnis bei. Arbeitsaufträge Eine Übersicht über die Arbeitsaufträge für die Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass Gedichte intertextuell miteinander kommunizieren können. erkennen, dass überlieferte Motive, die seit Jahrhunderten immer wieder auftauchen, auf andere Weise jeweils gegenwartsbezogen umgeschrieben werden können. erarbeiten die verschiedenen Analogien zwischen den fünf Gedichten. erweitern bei der Erstellung ihrer Arbeitsergebnisse ihre Medienkompetenz. Im Folgenden finden bekommen Sie eine Übersicht über die Arbeitsaufträge für die Schülerinnen und Schüler (siehe auch Download): Aufgabe 1 Unter dem Link 1 findest du einen Beitrag zur Namendeutung "Loreley". Lies ihn durch und fasse seine zentralen Aussagen schriftlich zusammen. (1 Stunde) Aufgabe 2 Reise per Internet zum Loreley-Felsen und verschaffe dir einen Eindruck über die landschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten (s. Link 2). Fasse deine Eindrücke in einem Aufsatz zusammen. (2 Stunden) Aufgabe 3 1801 erschien das erste Gedicht zu Loreley von Clemens Brentano. Recherchiere im Internet zu der Biografie des Autors und suche sein Gedicht "Lore Lay". Interpretiere es in Gruppenarbeit. (1 Stunde) Aufgabe 4 Heinrich Heines Gedicht "Lorelei" wurde 1837 von Friedrich Silcher vertont. Informiere dich über das Loreley-Lied (s. Link 2) und beschaffe dir eine Vertonung des Gedichtes und bespreche sie mit deinen MitschülerInnen. (2 Stunden) Aufgabe 5 Erich Kästner parodiert Heinrich Heines Loreley-Gedicht. Arbeite die Bedeutungsverschiebungen innerhalb der beiden Gedichte heraus, auch unter dem Stichwort Parodie (s. Link 4). Diskutiere in diesem Zusammenhang auch die Gedichte von Joseph von Eichendorff und Rose Ausländer. (2 Stunden) Begriff der Intertextualität Zu Beginn der Unterrichtseinheit "Loreley-Gedichte" wird der Begriff Intertextualität eingeführt. Dabei dürfen die Schülerinnen und Schüler und ihre Lebenswelt nicht aus dem Blickwinkel verschwinden, da sie und ihre literarischen Bedürfnisse im Zentrum des Unterrichtsvorhabens stehen sollten. Die grundlegenden Arbeiten zur Intertextualität können nicht besprochen werden, das Komplexitätsniveau dieser Schriften wäre nur ein Stolperstein für die angestrebte didaktische Reduktion. Ein knapper Hinweis zur Herkunft des Begriffs ist jedoch notwendig. In den späten sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts prägte die französisch Literaturwissenschaftlerin Julia Kristeva den Terminus Intertextualität, mit dem sie von einem breit gefächerten Textverständnis ausgeht. Intertextualität bezieht sich nicht nur auf literarische Werke, sondern auch auf orale Zeugnisse und soziale und symbolische Systeme. Entscheidend ist aber der Bezug von Texten auf andere Texte. Ein literarisches Werk kann demzufolge nur dann angemessen verstanden werden, wenn die Leserin oder der Leser über ein entsprechendes Vorwissen verfügt. Dieses besitzt sicherlich die Fachlehrerin oder der Fachlehrer, aber von den Lernenden kann man diese Vorkenntnisse nicht erwarten. Um dieses Defizit auszugleichen, muss den Schülerinnen und Schülern methodische (s. Arbeitsaufträge) und fachwissenschaftliche Hilfestellung angeboten werden. Textauswahl: Loreley-Gedichte Die Textauswahl ist wie folgt zu begründen: In den fünf Gedichten steht Loreley über einen Zeitraum von über 180 Jahren im Mittelpunkt, schon durch diese zeitliche Verteilung gibt es Bedeutungsverschiebungen zwischen den Gedichten. Die poetologischen Konzepte und die gesellschaftlichen Mentalitäten verändern sich sukzessiv, diese Verschiebungen schreiben sich auch in die Form und den Inhalt der Gedichte ein. Das lässt sich beispielhaft an Kästners Text ablesen. Er parodiert Heines Text 109 Jahre nach dessen Erscheinen: "Er dachte an die Loreley von Heine/und stürzte ab." Der Computereinsatz vor allem wegen der unterschiedlichen Recherche- und Visualisierungsmöglichkeiten sinnvoll. Aufbereitung Unterrichtseinheiten Ich bin durch die Loreley-Einheit mit Ihnen in Kontakt gekommen und finde Hinweise und Links sehr hilfreich und für den Unterricht praktikabel. Ich werde Ihre Seite jetzt häufiger kontaktieren. Danke Heike Seiler, 27.02.2006

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Weihnachtsgedichte

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Weihnachtsgedichte" stellt zwei vorweihnachtliche Unterrichtsvorhaben für die Klassen 5 und 6 vor. Bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte wurde besonderer Wert auf die Handlungs- und Produktorientierung gelegt.In diesen Klassenstufen beschränkt sich der Umgang mit fiktionalen Texten auf grundlegende Elemente. Ein Gefühl für Klang und Rhythmus und die Wahrnehmung bildhafter Gestaltung soll geschaffen werden. Außerdem wird Wert auf die Anknüpfung an die Methoden der Grundschule gelegt, kreativer Umgang mit Sprache soll gefördert, Präsentationstechniken eingeübt und die Erfahrung vermittelt werden, dass die Arbeit mit Textverarbeitung und Internet diesen Lernprozess unterstützt und Spaß macht. Klasse 5 - Weihnachtsgedichte mit dem Reimlexikon In der fünften Klasse können Schülerinnen und Schüler Weihnachtsgedichte mit dem Reimlexikon erstellen. Klasse 6 - Analyse und Gestaltung von Weihnachtsgedichten Im Internet recherchierte Weihnachtsgedichte werden in der Klasse 6 interpretiert und abschließend kreativ bearbeitet. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Merkmale der Textsorte "Gedicht" am thematischen Beispiel Weihnachten. lernen Weihnachtsgedichte und deren spezifischen Merkmale kennen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Recherchemedium. üben Präsentationsformen ein, indem sie mit Textverarbeitungsprogrammen Texte und Folien gestalten. lernen ein virtuelles Reimlexikon als besonderen Service des Internet kennen. In das Deutsche Reimlexikon gibt man Wortendungen ein. Das Lexikon spuckt dann die Reimwörter aus. Nimmt man die letzten Buchstaben von Begriffen, die man sich für ein Weihnachtsgedicht vorstellen kann wie Weihnachten, Schnee, Krippe, Geschenke, Tannenbaum, erhält man jeweils passende Reimworte, aus denen man für ein Gedicht auswählen kann. Zusätzlich ließen sich dem Curriculum der Klassenstufe 5 gemäß die Worte nach Wortarten ordnen. Ziele dieser Unterrichtssequenz Die Schülerinnen und Schüler werden in die Reimformen eingeführt. beschäftigen sich mit einem Motiv. produzieren einen Text. wenden Wortarten an. machen sich Textgestaltung bewusst. üben Präsentationsformen ein. Sozialform Für den Computerarbeitsplatz eignet sich besonders die Partnerarbeit, weil auftretende Probleme so leichter gelöst werden können und vorhandene Kompetenzen sich ergänzen. Es wäre auch sinnvoll, ein Expertenteam aus Schülerinnen und Schülern zusammenzustellen, das anderen helfen kann. Präsentationsform Besprechen Sie zu Beginn die Präsentationsform, damit die Lernendene ziel- und adressatenorientiert arbeiten können. Technische Anmerkungen Viele Schulen haben Probleme mit ihren Netzwerken und der Absicherung von Schülerdateien. Deshalb sollten die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsergebnisse am besten auf Disketten speichern. Da ein Beamer mit entsprechenden Räumlichkeiten und Möglichkeiten wohl ein Wunschtraum ist, wird für die Präsentation der Overhead-Projektor eingeplant. Eingabe der Endungen von Wörtern zum Thema Weihnachten Sammeln der gewählten Begriffe in Word nach Wortarten Schreiben des Gedichtes Gestalten des Gedichtes Ausdruck auf Folie und Papier Präsentation Das erarbeitete Produkt kann gemäß Situation in der Klasse, Ihren zeitlichen und organisatorischen Möglichkeiten und in Absprache mit der Klasse vorweihnachtlich genutzt werden. Denkbar wäre eine Adventsfeier im Deutschunterricht, eine Präsentation auf einer Weihnachtsfeier für die Verwandten oder eine Lyrikanthologie der Klasse, die als Weihnachtsgeschenk aufgelegt wird. Die Reimmaschine findet ihr im Internet unter der Internetadresse http://www.2rhyme.ch/ Gebt die letzten Buchstaben von Begriffen, die mit Weihnachten zu tun haben, in die Reimmaschine ein. Wählt Worte aus, die ihr für ein Weihnachtsgedicht gebrauchen könnt. Legt ein Dokument in Word an und sammelt die Begriffe, aus denen ihr ein Gedicht, das sich reimt, gestalten möchtet. Verfasst das Gedicht. Gestaltet das Gedicht und verändert dazu Schriftgröße und Schriftart. Speichert das Produkt auf eurer Diskette. Druckt auf Folie und Papier aus. Reise durch das Internet und seine Möglichkeiten Die zu bewältigenden Aufgaben führen die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe in überschaubarer Weise zu typischen Stationen des Internet. Sie machen die Erfahrung, wozu das Medium von Nutzen sein kann. Für die Recherche werden verschiedene Websites genutzt; zur Gestaltung werden GIFs aus dem Internet kopiert, und ein virtuelles Gedichtlexikon zeigt, wie das Internet bei der Informationsbeschaffung behilflich ist. Zur Vorbereitung des Kurzvortrags werden methodische Hilfen als Ressource zur Verfügung gestellt. Ästhetische Aspekte Es fällt im Unterricht häufig schwer, die Schülerinnen und Schüler dafür zu gewinnen, etwas ansprechend zu gestalten. Oft fehlen ihnen auch die klaren Kriterien, es mangelt an Geduld und Zeit, die ästhetische Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Schönschrift ist auch nicht mehr so gefragt und wird zuweilen als Ausdruck von Quälerei betrachtet. Das Suchen und Gestalten eines Weihnachtsgedichtes als Geschenk mithilfe des Computers hilft den Schülerinnen und Schülern, ihren Blick für ansprechende Darstellung zu schulen und sie mehr für die Wirkung des Ästhetischen zu sensibilisieren und zu motivieren. Zielsetzungen dieser Sequenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren ein Weihnachtsgedicht in vorgegebenen Gedichtssammlungen im Internet. setzen sich mit dem gewählten Text inhaltlich und formal auseinander und machen sich die lyrische Gestaltung bewusst. bereiten einen Kurzvortag zu dem Gedicht vor. gestalten eine Folie und üben so die Möglichkeiten der Textverarbeitung und Präsentationstechniken ein oder vertiefen sie. erstellen ein Produkt als Weihnachtsgeschenk. Zehn häufige Schlüsselwörter aus Weihnachtsgedichten notieren Reduktion auf fünf Wörter (Partnerarbeit) Suche eines favorisierten Gedichts Recherche weiterer Weihnachtsgedichte Gedichtauswahl, kopieren in Word Gedicht durch Schriftart, -größe und Einfügen von Weihnachts-GIFs gestalten Text auf marmoriertem oder buntem Papier und einer Folie ausdrucken Erarbeiten, was an dem Text gedichtspezifisch ist, Begründung der Auswahl Kurzvortrag erarbeiten, Produkt präsentieren Zeitrahmen Der Unterricht ist so konzipiert, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben in etwa drei bis vier Doppelstunden selbständig bearbeiten können (ohne Präsentation). Sozialform Für den Computerarbeitsplatz eignet sich besonders die Partnerarbeit, weil auftretende Probleme so leichter gelöst werden können und vorhandene Kompetenzen sich ergänzen. Es wäre auch sinnvoll, ein Expertenteam aus Schülerinnen und Schülern zusammenzustellen, das anderen helfen kann. Technische Anmerkungen Viele Schulen haben Probleme mit ihren Netzwerken und der Absicherung von Schülerdateien. Deshalb sollten die Viele Schulen haben Probleme mit ihren Netzwerken und der Absicherung von Schülerdateien. Deshalb sollten die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsergebnisse am besten auf Disketten speichern. Da häufig kein Farbdrucker vorhanden sein wird, lässt sich mit Disketten auch dieses Problem besser lösen. Je nachdem, was Sie sich im Umgang mit dem neuen Medium zutrauen oder wie viel Zeit Sie investieren wollen, gibt es die Möglichkeit den Unterricht zu variieren. Vielleicht bekommen Sie den Computerraum nicht so lange oder die Klasse ist zum selbständigen Arbeiten über längere Zeit nicht in der Lage. Viele von Ihnen haben bestimmt schon eine Sammlung von Weihnachtsgedichten. Sie können auch diese den Schülerinnen und Schülern zur Auswahl vorlegen und in Word abschreiben. Wenn Sie sich mit dem Einfügen der Bilder überfordert fühlen, lassen Sie nur die Schrift gestalten. Wenn der Einsatz eines Farbdruckers zu viel Aufwand ist, drucken sie das Gedicht schwarzweiß mit dem schuleigenen Drucker in schön gestalteter Schrift und lassen dazu malen. Oder Sie hängen die Produkte zur Freude Ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Klasse auf. Wenn Sie die Gedichtanalyse in den Vordergrund rücken wollen, lassen Sie nur die Arbeitsschritte zum Kurzvortrag auf das von Ihnen ausgewählte Gedicht anwenden. Überlege, welche Begriffe besonders in Weihnachtsgedichten vorkommen. Notiere fünf. Entscheide mit deinem Partner, welche eurer zehn Begriffe die fünf wesentlichsten sind. Sucht ein Weihnachtsgedicht, das euch gut gefällt, indem ihr eure Begriffe in die Suchmaschine der Gedichtseite eingebt: Kopiert das ausgewählte Gedicht mit dem Namen des Autors nach Word und speichert es auf eurer Diskette. Wählt eine passende Schrift und die Größe aus. Fügt passende Weihnachtsgifs ein. Druckt euer Produkt auf einer für den Drucker geeigneten Folie aus. Erarbeitet einen kurzen Vortrag darüber, warum ihr dieses Gedicht ausgewählt habt und was an diesem Text typisch für ein Gedicht ist. Überlegt, wie sich die Sprache des Gedichts von der Alltagssprache unterscheidet. Ihr könnt zum Beispiel untersuchen, ob das Gedicht sich reimt, ob es Metaphern, Vergleiche oder Personifikationen enthält. Bereitet einen Kurzvortrag vor. Zur Bearbeitung der Aufgaben suchen die SchülerInnen folgende Internetadressen auf:

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I