Unterrichtsmaterialien zum Thema "Gruppenarbeit"

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Deutsche Dialekte

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erfahren die Schüler und Schülerinnen die Geschichte und Geschichten der Dialekte. Sie trainieren hierbei außerdem ihr Hörverständnis.Die Internetrecherche, verschriftlichte Definition und der Beleg von Hörbeispielen zum Thema "Deutsche Dialekte" erfordert ein multimediales Arbeiten von und mit Lernenden der Unter- und Mittelstufe. lo-net² bietet sich nicht nur als "virtuelles Klassenzimmer" an, um Dokumente zu diesem Thema zu hinterlegen, sondern kann auch für die kreative Arbeit mit Audio-Dateien genutzt werden. Dies soll im Folgenden anhand einer etwa achtstündigen Unterrichtsreihe im Deutschunterricht gezeigt werden.Die Unterrichtsreihe lebt von der Leistungsbereitschaft der Lerngruppe. Daher sollte am Anfang der Besprechung ein offenes Brainstorming stehen, in dem die Lernenden ihre Vorkenntnisse und vor allem "Fähigkeiten" im Hinblick auf Dialekte äußern können. Es gibt verschiedene Methoden, das Brainstorming durchzuführen. Entweder wird es im Plenum als MindMap an der Tafel durchgeführt oder die Lernenden diskutieren im Forum von lo-net². Die Lehrkraft verschafft sich zugleich einen Überblick darüber, welches "Potenzial" die Jugendlichen mitbringen. Hiernach kann der Lehrer oder die Lehrerin dann die Unterrichtsreihe als Sprechende und Schreibende im Dialekt gestalten. Ablauf des Unterrichts In dieser Unterichtseinheit lernen die Schüler und Schülerinnen verschiedene deutsche Dialekte kennen. Unter anderem interviewen sie auch Dialektsprechende. Methodenreflexion und Erfahrungen Lesen Sie die Erfahrungen aus der Erprobung dieser Unterrichtseinheit. Diskutieren Sie mit Ihren Schülern und Schülerinnen über die Methode dieser Einheit. Die Schülerinnen und Schüler können Kurzdefinitionen zu der regionalen Verteilung und den sprachlichen Besonderheiten verschiedener deutscher Dialekte formulieren. erstellen eine Umfrage zur Kenntnis von und zur Meinung über Dialekte in ihrem schulischen und privaten Umfeld und wertendiese aus und diskutieren sie. nehmen Hörbeispiele zu verschiedenen Dialekten auf, präsentieren sie und lernen sie zu verstehen, indem sie entweder selbst Texte erstellen und Dialekte "imitieren" oder originale Dialekte erfragen und dokumentieren. Der Unterschied von Dialekt und Mundart "Dialekt" wird im Folgenden als Sammelbegriff für die regional weiter zu fassenden mundartlichen Sprechweisen verstanden. "Mundart" definieren wir dagegen als regional eingeschränkte, individuell stärker gefärbte Sprechweise in Abgrenzung zum Hochdeutschen. Der "Dialektatlas" Auf der Internetseite "Dialektatlas" des Radiosenders "Deutsche Welle" finden Sie Definitionen und Hörbeispiele zu bekannten deutschen Dialekten. Je nach Region der Schule sollte nun die Einführung in den Dialekt, die man als Hörgeschichte herunterladen kann, den Schülern und Schülerinnen als rein auditives Erlebnis präsentiert werden. So wird gleichzeitig das Hörverstehen geschult, welches eine wichtige Kompetenz für die Lernstandserhebung ist. Dialekte der Region erkennen Bis zum Ende der ersten Unterrichtsstunde sollen die Lernenden wichtige Informationen und Vorurteile über den Dialekt ihrer Region, stichpunktartig mitschreiben und diskutieren. Dadurch schulen sie ihre Hörkompetenz. So wird eine erste informative, gemeinsame Wissensgrundlage geschaffen. Anschließend folgt die Präsentation einzelner gesprochener Worte im gleichen Dialekt. Hierzu stellt die Lehrkraft ein Glossar der gesprochenen Begriffe zusammen, das in passender Transkription ebenfalls auf der Internet-Seite der "Deutschen Welle" verfügbar ist. Die Schüler und Schülerinnen nehmen eine individuelle Ergänzung mit der Lautschrift vor, um hieraus als Hausaufgabe kurze Dialoge oder andere Texte zusammenzustellen. Anschließend tragen sie diese vor der Klasse in Einzel- oder Partnerarbeit vor. Regionenfremde Dialekte kennenlernen Im weiteren Verlauf der nun zweiten Unterrichtsstunde sollen die Schüler und Schülerinnen weitere Dialekte kennen lernen. Hierzu spezialisieren sie sich auf einen bestimmten "fremden" Dialekt und recherchieren Informationen sowie Textbeispiele. Für einen weniger leistungsstarken Kurs bietet es sich an, zunächst nur von der Radio-Sender-Seite auszugehen. Leistungsfähigere Schüler und Schülerinnen sollten eine eigenständige Internetrecherche durchführen. Vorläufige Ergebnisse Als vorläufiges Ergebnis sollten am Ende jeder Unterrichtsstunde eine Kurzdefinition und Textbeispieldateien in die Dateiablage von lo-net² hochgeladen werden. Damit die Lehrkraft eine Kontrolle über die Arbeit der Gruppen hat, sollen weiterführende Links als Lesezeichen in der Forumsübersicht oder in hochgeladenen Word-Dateien in lo-net² stehen. Außerdem können die Schüler und Schülerinnen so auf die Zwischenergebnisse von zu Hause aus zugreifen. Die Tonaufnahmen Am einfachsten geschieht die Aufnahme mithilfe der bei fast jedem Schüler oder Schülerin vorhandenen Aufnahmefunktion des Handys. Sie überspielen die Datei per Bluetooth auf den Computer. Gegebenenfalls formatieren sie die Datei in eine MP3-Datei um. Im Netz finden Sie einige kostenlose Umformatierungsprogramme. Es sind auch andere Formen durch Abspielen und Aufnahme durch Audacity denkbar, die auch mit lo-net² präsentiert werden können. Vor allem ältere Schüler und Schülerinnen greifen für die Aufnahmen erfahrungsgemäß auch gerne auf ihr eigenes Laptop und das Mikrofon zurück. Die Überarbeitung in Audacity kann dann in deren Hände gelegt werden. Dateiverwaltung in lo-net² Es bietet sich an, einige medial besonders begabte Schüler und Schülerinnen mit der Aufgabe zu betreuen, die Dateien in lo-net² zu verwalten. Dazu gehört es, die Audio-Dateien mithilfe von Audacity zu schneiden oder zu bearbeiten und alle fertigen Dateien geordnet in lo-net² hochzuladen, um sie allen Schülern und Schülerinnen sowie der Lehrkraft hier zentral zur Verfügung zu stellen. Transkription und Übersetzung Die Schüler und Schülerinnen sollen darauf achten, dass es zu jeder Aufnahme einen passenden Text gibt, der, so gut es geht, im Dialekt transkribiert und zusätzlich in Hochdeutsch "übersetzt" ist. Das macht die Hörbeispiele für alle Nutzer "verständlicher". Mögliche Fragen bei der Übersetzung oder Transkription einzelner Begriffe können die Schüler und Schülerinnen in den Gruppenarbeitsphasen in lo-net² über Quickmessage oder das Forum untereinander klären. Wiki und Reader als Dokumentation Durch die schrittweise Arbeit können die Texte am Ende jeder Stunde immer in lo-net² hochgeladen werden. Anschließend werden diese dann durch die administrierenden Schüler und Schülerinnen als Redakteure zu einem kleinen Wiki oder Reader zusammengestellt. Die Hörbeispiele könnten zudem mit passender Nummerierung und Beschriftung als CD zusammengestellt und dem Reader beigelegt werden. Die Klassen 7b, 10b und 10c des Städtischen Gymnasium Delbrück haben einen Reader "Dialekte in Deutschland" angelegt, den Frau Schäfers Ihnen auf Nachfrage gerne zukommen lässt. Dialekte im direkten Umfeld der Schüler und Schülerinnen Schließlich können die Schüler und Schülerinnen zu einem festen Termin Interviews mit Dialekt sprechenden Personen durchführen. Falls sie dies schon unterrichtsbegleitend in den letzten Stunden getan haben, können sie die Audio-Aufnahmen mitbringen und gegebenenfalls umformatieren. Dann laden sie die Dateien in lo-net² für alle greifbar hoch und erläutern die Dateien mit entsprechenden Texten. Die Lernenden suchen als Hausaufgabe in ihrem Umfeld nach Dialekt sprechenden Personen (Tipp: Fragebogen erstellen lassen). Ihre Erkenntnisse können die Jugendlichen in den nachfolgenden Unterrichtsstunden in lo-net² austauschen. Hierzu treffen sie sich im Forum. Gegebenenfalls sprechen sie sich auch im Forum ab, ob sie allein oder mit mehr Personen pro Gruppe Aufnahmen dieser Dialekte vornehmen können. Hören und transkribieren Bei der Durchführung dieser Unterrichtssequenz mit einer siebten und zwei zehnten Klassen hat es sich als besonders praktikabel erwiesen, die einzeln gesprochenen Begriffe jeweils drei Mal hintereinander vorspielen zu lassen. Die Schüler und Schülerinnen können jeden Begriff zunächst einzeln hören und dann zweimal mitzusprechen versuchen, während sie ihn parallel in Lautschrift notieren. Vorführen der Textbeispiele Bei der Vorführung der eigenen Textbeispiele melden sich in der Regel viele, vor allem jüngere Schüler und Schülerinnen. Sie wollen jedoch auch einen "monologischen" Text häufig lieber zu zweit vortragen. Man sollte diesem Wunsch Rechnung tragen, da die Angst, sich vor der Klasse zu blamieren, so für die Schüler und Schülerinnen verringert wird. Wenn die Lautstärke bei der Aufnahme größer ist, fassen die Schüler und Schülerinnen so nach und nach immer mehr Mut, auch ihre Versionen dem Kurs zu präsentieren. Zudem sind kurze Dialoge möglich, die insgesamt "lockerer" und unterhaltsamer wirken. Das Interesse an der Arbeit mit Dialekten Die praktische Erfahrung hat gezeigt, dass nach dem Hochladen der Dateien in lo-net² die Ergebnisse von allen Schülern und Schülerinnen mit großem Interesse wahrgenommen wurden. So ließ sich beobachten, dass die Schüler und Schülerinnen sogar die MP3-Dateien "wieder zurück" auf ihre Handys und auf ihren privaten Computer luden, um sie immer wieder anhören zu können und über Audacity mit ihren durch diverse Effekte (Schall, rückwärts abspielen, Stimmlage verändern und anderes) zu spielen. Befragungen im Altersheim in Delbrück Eine erfolgreiche Befragung konnte bei der tatsächlichen Durchführung dieser Unterrichtssequenz in einem nahe gelegenen Altersheim in Delbrück durchgeführt werden. Die Bewohner freuten sich sehr über den Besuch der Jugendlichen, die in einer "kleineren" Gruppe, ausgerüstet mit den entsprechenden technischen Hilfsmitteln, an einem Nachmittag Aufnahmen verschiedener Dialekte vornehmen konnten. Die älteren Leute hatten zum Teil alte Bilder und Texte zur Verfügung gestellt, die man für die spätere Verarbeitung im Reader am besten direkt vor Ort einscannt. Es wurden Fotos gemacht, und die Schüler und Schülerinnen haben die Angaben zu Person, Dialekt und Texten anschließend verschriftlicht und der ganzen Lerngruppe präsentiert. Länge der Unterrichtseinheit Je nach Leistungsfähigkeit, aber vor allem -bereitschaft der Schüler und Schülerinnen kann diese Unterrichtssequenz auf vier Stunden gekürzt oder beliebig lang ausgeweitet werden. Die Länge der Unterrichtseinheit hängt von dem Umfang der Definitionen, der selbst gesprochenen Texte oder fremden Aufnahmen ab. Methodendiskussion mit den Schülern und Schülerinnen Am Ende sollen die Schüler und Schülerinnen einen Chat in lo-net² als Methodenreflexion über diese Unterrichtsreihe durchführen. Sie diskutieren, inwieweit die Thematik "Mundart/Dialekt" sich als Gegenstand des Deutschunterrichts überhaupt anbietet. Es soll weiter thematisiert werden, welche Erfahrungen sie aus der Durchführung der Unterrichtssequenz mitnehmen und wie sie die gesellschaftliche Bedeutung von Mundarten/Dialekten in ihrer persönlichen Umgebung ansehen. Alternativ oder ergänzend kann die Lehrkraft eine Umfrage in lo-net² erstellen, um solche Eindrücke und möglicherweise auch gezielte Lernfortschritte bei den Schülern und Schülerinnen zu erfragen.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gedichtarbeit: Fremde deutsche Wörter

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für den Lyrik-Unterricht erarbeiten die Schülerinnen und Schüler deutsche Wörter in Gedichten, die fremd erscheinen können. Hierdurch wird das Textverständnis gefördert.Gedichte können Schülerinnen und Schülern auch abseits der lyrischen Form fremd erscheinen. Dabei ist nicht gemeint, dass ein Gedicht als ganzer Text und in seinem Aufbau schwer zu verstehen ist. Vielmehr können schon die verwendeten Wörter und die im Gedicht formulierten Sätze die Lernenden verwirren. Um Lernenden mögliche Quellen von Unverständnis oder Missverständnissen bei der Gedicht-Arbeit aufzuzeigen, bietet sich diese kleine Internet-Recherche an. Ausgehend von drei Gedichten verschiedener Epochen sollen Wörter, Formulierungen und deren semantische oder bildliche Entsprechungen im Internet gesucht werden. So können die Bedeutungen erschlossen und ein Bedeutungswandel oder das Verschwinden eines Begriffs aus dem Sprachgebrauch nachvollzogen werden. Arbeit in Kleingruppen Die drei Beispiele werden arbeitsteilig bearbeitet (in einer Doppelstunde), dazu erhalten die Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen die entsprechenden Teile der Arbeitsdatei. Jede Person oder jede Gruppe kann die eigenen Ergebnisse in dieser Datei festhalten und soll diese dann den anderen vorstellen. Dies kann in neu zusammengesetzten Kleingruppen geschehen. Abschluss im Plenum Abschließend wird gemeinsam das Gesamtergebnis formuliert und festgehalten (zusammen noch einmal zwei Stunden). Ein Gespräch über Sprach- und Bedeutungswandel sowie über das Phänomen der Lehnwörter (französischer, englischer oder auch türkischer) kann sich anschließen.Die Schülerinnen und Schüler stellen sich lexikalischen Schwierigkeiten beim Gedichtverständnis. kennen die gängigen Hilfsmittel zur Bearbeitung solcher Schwierigkeiten. überprüfen diese Hilfsmittel darauf, welches wann weiterhilft. können die Gründe der sprachlichen Schwierigkeiten benennen.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Unterrichtsprojekt: Spiele erfinden zur "Insel der blauen Delphine"

Unterrichtseinheit

In diesem Unterrichtsprojekt zur beliebten Schullektüre "Insel der blauen Delphine" entwickeln die Lernenden eigenständig Spiele zum Buch.Dieses Unterrichtsprojekt versteht sich als Anregung für einen selbstverantwortlichen und konsequent schülerorientierten Literaturunterricht. Dabei werden didaktische Ansätze so verknüpft, dass sie sich ergänzen und zu Synergieeffekten führen. Auch die fächerverbindende Arbeit mit Biologie, Erdkunde und Kunst bietet sich an.Die Arbeit am PC hat eine ergänzende Funktion. Wichtiger als ein perfektes PC-Layout ist es, dass die Kinder Freiraum für ihre eigenen Ideen bekommen und ihre noch kindliche Kreativität entwickeln können. Die Unterrichtseinheit zum Buch besteht aus zwei Teilen: Teil 1 - Einstieg in die Lektüre Im ersten Teil nähern sich die Lernenden dem Buch an, lernen es kennen und lesen es. Sie recherchieren Hintergrundinformationen und werden "Teilaspekt-Experten". Teil 2 - Das Spiel zum Buch Der zweite Teil gehört der aktiven Arbeit mit dem Inhalt des Buches: Die Lernenden erfinden Spiele und stellen sie sich und anderen vor. Abschluss der Unterrichtseinheit Ausprobieren und Reflektieren schließen die Einheit ab. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler finden einen eigenen Zugang zum Lesen. verstehen die Inhalte des Buches durch die Umsetzung in Spiele. erkennen, dass es spannend ist, zu einem Thema selbstständig weiter zu forschen und kreativ zu werden. entwickeln im Team Ideen und setzen diese um. erfinden Kapitelüberschriften und erkennen so essenzielle Informationen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler das Internet zur weitergehenden Recherche nutzen und sich so Expertenkenntnisse für einen bestimmten Bereich aneignen. den Computer als Medium zur Umsetzung kreativer Ideen nutzen. Textverarbeitungsprogramme als Produktionsmedium duplizierbarer Ergebnisse erkennen. Gleich nach dem Austeilen des Jugendbuchs, das die Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit selbst erwerben sollten, um wichtige Textstellen markieren und kommentieren zu können, wird mit dem Lesen begonnen. Die natürliche Neugier auf das "neue Buch", die aller Erfahrung nach sogar die Lesemuffel erfasst, sollte unbedingt dazu genutzt werden, eine den ganzen Lektüreprozess über andauernde Lesemotivation und eine dem Text angemessene Rezeptionshaltung aufzubauen. Methodisch sind für den ersten Kontakt zwei Varianten vorstellbar. Leseecke Die Lernenden suchen sich irgendwo im Schulhaus ein gemütliches Eck zum Lesen, in das sie sich für 15 oder 20 Minuten zurückziehen. Damit wird ihnen Gelegenheit gegeben, in die Welt des Romans einzutauchen, einen individuellen Dialog mit dem Text zu beginnen, der weder von den Fragen der Lehrkraft noch von den Kommentaren der Mitschülerinnen und Mitschüler beeinflusst wird. Diese Erfahrung, die viele Kinder im Elternhaus nicht mehr ohne weiteres machen können, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung von Lesekompetenz, auch im Sinne des Lesens als kultureller Praxis. Arbeitsauftrag Nehmt euer Buch, sucht euch einen Platz, an dem ihr ungestört seid, und lest eine Viertelstunde. Ihr müsst um X Uhr (unbedingt genaue Uhrzeit angeben) wieder im Klassenraum sein. Nach der Lesephase werden im Unterrichtsgespräch die ersten Eindrücke zum Roman gesammelt und auf einem großen Plakat in Form eines Clusters festgehalten. Alle lesen zusammen Die Lektüre des Romans wird gemeinsam im Stuhlkreis begonnen. Reihum lesen alle Lernenden einen Abschnitt vor. Nach der Lektüre des ersten Kapitels werden im Unterrichtsgespräch die Leseeindrücke der Kinder gesammelt, Fragen an den Text gestellt, Vermutungen über den Fortlauf der Handlung geäußert. Alle sprechen miteinander Die Struktur des Kreises mit ihren symmetrischen Kommunikationsbedingungen erleichtert das spontane Sprechen über den Text. Hier sollte sich die Lehrkraft unbedingt zurückhalten und auf keinen Fall irgendwelche "Ergebnisse" in fragend-entwickelnder Gesprächsführung anstreben. Bei beiden Varianten wird der Roman als Lesehausaufgabe für die nächsten 10 bis maximal 14 Tage aufgegeben. Für diese Zeit gibt es zwei Aufgabenstellungen. Arbeitsauftrag 1 Schreibt zu jedem Kapitel eine Überschrift. Beispiel: Kapitel 1, in dem Won-a-pa-lei von der Ankunft der Aleuter erzählt. Arbeitsauftrag 2 Übernehmt die Rolle eines Experten oder einer Expertin für die verschiedenen Themen des Romans wie Lebensbedingungen auf der Insel, die Aleuter, die Lebensweise der Eingeborenen, die wilden Hunde, Frauen und Männer auf der Insel. Streicht dazu alle Stellen an, an denen ihr etwas über euer Thema erfahrt, und notiert die entsprechende Seitenzahl und Stichpunkte. Themenauswahl Die meisten Experten-Themen ergeben sich bereits aus dem ersten Gespräch über den Text, kommen also von den Lernenden selbst und müssen nicht von der Lehrkraft vorgegeben werden. Beide Aufträge üben wichtige Arbeits- und Lesetechniken bei der Lektüre einer Ganzschrift ein. Besprechung des Textes und der Ergebnisse Nach Abschluss der Lektüre wird im Unterricht eine Inhaltsübersicht über die Kapitel des Romans erstellt und auf einem Plakat visualisiert. Dabei wird auch die Frage nach der Spannung der inneren und äußeren Handlung besprochen. Die Vorschläge für die Kapitelüberschriften sind erfahrungsgemäß recht unterschiedlich: auf der einen Seite knappe, informierende Überschriften, in denen eine Vorschau auf den Kapitelinhalt gegeben wird, auf der anderen Seite schlagwortartige, oft sogar verrätselte Titel, die Neugier wecken sollen. Kommentar Das Gespräch darüber ermöglicht wichtige Einsichten in die Funktion von Überschriften und Titeln und über unterschiedliche Formen des Schreibens zu Texten, nämlich ein eher sachorientiertes, das bereits die Inhaltsangabe vorbereitet, und ein eher leserorientiertes, das zur Interpretation hinführt. Auch die Experten bringen ihr Wissen in den Unterricht ein. In Expertengruppen tauschen sie ihre Ergebnisse untereinander aus und erstellen ein Plakat dazu, das der Klasse präsentiert wird. Ideen kommen aus dem Klassenverband Nachdem das Geschehen und die Themen des Romans auf diese Weise synoptisch erfasst wurden, kann die eigentliche Arbeit am Projekt beginnen. Die Kinder sollen ein Spiel zum Buch entwerfen und herstellen. Hier kann sich die Lehrkraft voll und ganz auf die Ideen der Kinder verlassen: Quiz, Kreuzworträtsel, Kartenspiele, Strategiespiele, Brettspiele jeder Art werden vorgeschlagen. Wichtig ist, dass eine gewisse Vielfalt von Spielen entsteht und dass die Größe der Gruppen auf maximal fünf Personen begrenzt wird. Vorbereitungen Einige Vorbereitungen müssen getroffen werden: Für alle Spiele muss Material besorgt werden: Karton für das Spielfeld und für Karten, Stifte, Farben, Spielsteine (etwa in Form von Muscheln), außerdem Farbe, Kleber und ähnliches. Als Spielfeld bietet sich eine Karte der Insel an, die ausgehend von Informationen aus dem Text, insbesondere Kapitel 3, gestaltet wird. Hier ist die Zusammenarbeit mit den Fächern Kunst und Erdkunde möglich. Die Lehrkraft hält sich im Unterricht zurück In den nächsten drei Unterrichtsstunden hat die Lehrkraft nicht mehr viel zu tun. Sie oder er hält nicht mehr Unterricht, sondern unterstützt und beobachtet die Kinder bei ihrer Arbeit. Dabei ist es wichtig, dass der Zugang zu mindestens einem PC mit Internetanschluss gewährleistet ist, günstiger ist der Zugang zum PC-Raum. Anregungen für die Arbeit der Lernenden: Im Internet und in Büchern und Atlanten werden weitere Informationen über die Insel San Nicolas (Geografie, Tier- und Pflanzenwelt, Geschichte) eingeholt. Bildmaterial für die Spiele kann im Internet und in Clipartsammlungen gesucht, heruntergeladen und bei Bedarf ausgedruckt werden. Spielkarten (Ereigniskarten, Fragekarten, Aufgabenkarten) werden am PC gestaltet (dabei helfen die Funktionen "Tabellen und Rahmen", Grafiken einbinden). Kreuzworträtsel werden mithilfe der Tabellenfunktion geschrieben. Quizkarten nach dem Muster des Spiels "Wer wird Millionär" werden am PC geschrieben (Texte formatieren, Rahmen und Tabellen erstellen). Sprachspiele nach dem Muster von "Tabu" werden entworfen und am PC geschrieben (Texte formatieren, Rahmen und Tabellen erstellen). Fortgeschrittene PC-User, die womöglich schon eine eigenen Homepage gebastelt haben, können sich an einem digitalen Quiz versuchen (Fragen mit Antwortvarianten, Hyperlinks setzen) Spielanleitungen werden am PC geschrieben (Schreibprogramm, Formatieren, Grafik einfügen). Aktives Ausprobieren Das Projekt wird mit einer intensiven Testphase für die selbst entworfenen Spiele abgeschlossen. Dazu muss zunächst jede Gruppe ihr Spiel vorstellen. Dann darf ganz offiziell im Deutschunterricht gespielt werden. Bei den Brettspielen dürfen die Erfinder selbst den ersten Testdurchgang machen, für alle anderen Spiele (Quiz, Kartenspiel, Rätsel) wird eine größere Gruppe gebildet, die die verschiedenen Spiele nacheinander ausprobiert. Wer fertig ist, sucht sich ein neues Spiel und unter Umständen neue Spielpartner. Differenziertes Rezensieren Die Spielrunden werden abgeschlossen mit einem von den Lernenden erstellten Testbericht und mit einer Prämierung der besten Spiele. Auch hier kann die Klasse selbst aktiv werden und Vorschläge für passende Preise machen und diese auch besorgen oder herstellen. Auch nach der Spielstunde sollten die Spiele nicht im Schrank verschwinden. Folgende Möglichkeiten, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen und den Lernenden damit die Bedeutung ihrer Werke zu vermitteln, bieten sich an: Ausstellung im Schulhaus oder in der Schulbibliothek Schaufenstergestaltung einer örtlichen Buchhandlung Veranstaltung eines Spielenachmittags für die Klassenstufe 5 Präsentation der Spiele mit Fotos von den Spielen und Schnappschüssen aus der Spielstunde (Digitalkamera) auf der Schul-Homepage Einsendung der Spiele an einen Spieleverlag Bericht über das Projekt in der Schülerzeitung und/oder der Lokalpresse

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

A Christmas Story

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Weihnachten erhalten die Lernenden Einblicke in die Weihnachtsbräuche Großbritanniens durch eine einfache Geschichte, die in wenigen Sätzen erzählt und mithilfe von flashcards und storycards erarbeitet wird.Im dritten Schuljahr haben die Kinder erst wenige Wochen Englischunterricht. Doch auch mit den wenigen Kenntnissen, die sie in der englischen Sprache zu diesem Zeitpunkt erworben haben, können sie bereits eine kleine Weihnachtsgeschichte zu dem Thema "Christmas in Great Britain" erstellen.Anhand einer einfachen Geschichte, die in wenigen Sätzen erzählt und mithilfe von flashcards und storycards erarbeitet wird, erhalten die Kinder einen ersten Einblick in die Weihnachtsbräuche Großbritanniens. Sie lernen Begriffe aus dem Wortfeld "Christmas" und die englischen Bezeichnungen der Farben kennen. Bei der Präsentation der story in Form eines Wandplakats kommt der Computer zum Einsatz. Our little Christmas Story Nach einer Einführung im Plenum erarbeiten die Kinder in Kleingruppen selbstständig ein Wandplakat zur Christmas Story. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen einige englische Weihnachtswörter kennen (Father Christmas, Rudolph, reindeer, sleigh, presents). verstehen eine kurze Weihnachtsgeschichte. bringen die Sätze der story in die richtige Reihenfolge. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fügen eine neue Schriftart in die Systemsteuerung ein. schreiben mit einem Textverarbeitungsprogramm einen englischen Text. formatieren den Text nach Farbe und Größe. speichern die Seite ab beziehungsweise drucken sie aus. Animiert durch mehrere flashcards, die an der Tafel zu sehen sind (Father Christmas, sleigh, presents, Rudolph the reindeer), erzählen die Kinder in deutscher Sprache, was sie über das Weihnachtsfest in Großbritannien wissen. Die Lehrkraft fasst die Informationen in englischer Sprache zusammen und zeigt dabei auf die flashcards. Yes, you are right. This is Father Christmas. Father Christmas brings the presents to the children in England. Look, here is Rudolph. Rudolph is a reindeer. What colour is Rudolph? What's so special about him (auf die rote Nase zeigen)? Rudolph helps Father Christmas pull the sleigh. This is the sleigh. There are lots of presents on the sleigh. What colour are the presents? Malvorlagen zu den flashcards gibt es, wenn man sie nicht selber zeichnen möchte, zum Beispiel unter folgenden Adressen im Internet: afunk - Christmas Coloring Books Weihnachtscartoons Was ist ein Popup? Der kostenlose Download von Grafiken hat seinen Preis! Auf vielen Seiten öffnen sich Popups mit Werbungen aller Art. Erklären Sie den Kindern, dass ein Popup ein Fenster ist, das kurzfristig über dem geöffneten Internetfenster erscheint. In einem Popup werden oft Informationen wie Worterklärungen oder Bilder angezeigt, aber wie auf diesen Seiten zu sehen, häufig auch lästige Werbungen. Sicherheitsrisiko Popup Popups können ein Sicherheitsrisiko darstellen: sie sind in der Lage, Viren in den eigenen Computer einzuschleusen. Aus Sicherheitsgründen kann man Popups durch entsprechende Browsereinstellungen blockieren. Dies schränkt allerdings dann auch den Zugang zu gewünschten Inhalten ein. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Bilder vorab selbst aus dem Netz zu holen und sie den Kindern in einem Ordner auf dem Schulrechner zur Verfügung zu stellen. Die Kinder laden sie von dort in ihre Textverarbeitungsdateien. Einstieg ins Thema Mit folgender Aufforderung leitet die Lehrkraft die Erarbeitungsphase ein: " And now it's storytime. Let's make a little story with Father Christmas, Rudolph the reindeer, the sleigh and the presents. " Die Texte werden erstellt Nach und nach heftet die Lehrkraft die storycards an die Tafel und liest sie vor. Die Kinder sprechen den Text im Chor nach und zeigen dabei auf die passenden flashcards. In unserem Fall lauteten die Texte: This is Father Christmas. This is Rudolph. Rudolph is a reindeer. "Good morning, Father Christmas!" "Good morning, Rudolph." Here is the sleigh, and here are the presents. The presents are green, yellow, silver, golden, red, blue and purple. The presents are for the boys and girls. Merry Christmas! Vorlesen und nachlesen Zur Festigung und zur Verständniskontrolle werden die storycards an verschiedene Kinder verteilt, die sie nun in der richtigen Reihenfolge wieder an der Tafel befestigen. Die story wird noch mehrmals vor- und nachgelesen. Sortieren Anschließend bearbeiten die Kinder in Kleingruppen das erste Arbeitsblatt, auf dem die Sätze in vertauschter Reihenfolge abgedruckt sind. Die Schülerinnen und Schüler sortieren die Sätze, indem sie sie mit passenden Ziffern versehen. Die Kontrolle erfolgt an der Tafel. Aufschreiben Jede Kindergruppe gibt anschließend die Sätze mit einem Textverarbeitungsprogramm in den Computer ein. Gestalten mit Fonts Die Lehrkraft regt an den Text mit speziellen Weihnachtsfonts zu formatieren, die man sich aus dem Internet auf den eigenen Computer laden kann. Die Gruppen erhalten eine Internetadresse und wählen dort ihre Lieblingsschriftart aus. The Holiday Spot Internetseite mit Weihnachtsfonts zum freien Download. Eine Schriftart downloaden Die Kinder lernen nun, wie man die Schrift auf den Computer bringt und in die Systemsteuerung kopiert. Sie folgen dabei den Anweisungen auf dem Arbeitsblatt 2. Formatieren der Christmas story Viele Kinder kennen bereits den Vorgang des Formatierens. Besitzt in jeder Gruppe mindestens ein Kind diese Kenntnisse , gibt es sie gruppenintern weiter. Zur Unterstützung und vor allem für Kinder, die diesen Kenntnisstand noch nicht haben, gibt es das Arbeitsblatt 3 zur Hilfestellung. Präsentation Die zur story passenden Bilder werden von den Kindern gemalt oder ausgemalt und auf einen großen Plakatkarton geklebt. Die getippte story wird ausgedruckt, zurechtgeschnitten und zu den Bildern geklebt. Jede Gruppe stellt ihre Arbeit vor. Hallo, ich habe die Website erst kürzlich entdeckt und bin sehr angetan davon. Da ich mit geistig und körperlich behinderten Schülern arbeite, kann ich nichts "einfach so" umsetzen, habe aber schon viele Ideen und Anregungen gefunden. Danke! G. Oess-Langford

  • Englisch
  • Primarstufe