Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Bild vom Eifelturm in Paris
Tipp der Redaktion

Une carte postale de Paris – Postkarten auf Französisch schreiben

Une carte postale de Paris: Diese Unterrichtseinheit reaktiviert und vertieft den Wortschatz zum Thema Urlaub und bereitet die Lernenden gezielt auf das Verfassen und Überarbeiten von Texten vor.

Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

Black lives matter Demonstration
Tipp der Redaktion

Racial Wealth Gap

In dieser Oberstundeneinheit erkunden Lernende den strukturellen Rassismus in den USA durch eine Folge der Netflix-Serie "Explained". Ideal für verschiedene Lernniveaus!

Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Frau am Handy
Unterrichtseinheit zum Social-Media-Verhalten

Pensamiento crítico en acción

Die Unterrichtseinheit fördert die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Social-Media-Verhalten und sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler.

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
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Transportation Order: Erstellung eines Speditionsauftrags

Unterrichtseinheit

Ein professionelles Online-Formular zur Erstellung eines Speditionsauftrags bildet den Kern der hier vorgestellten Englischstunde. (Keine Sorge - um den Spediteur nicht mit unzähligen fiktiven Aufträgen zu verwirren, wurde im Auftragsformular der "Send"-Button getilgt.)Die hier vorgestellte Stunde ist ursprünglich eine Verknüpfungsstunde zweier Themenbereiche. Zeitlich schließt sie sich an die Kurzreihe "Using the Internet - at home and at work" an. Sie nimmt aber auch Rückgriff auf den Bereich "Delivery", der im Schwerpunkt Lieferbedingungen - Incoterms - behandelte. Als methodische Schnittstelle verbindet sie beide Themen in Form der vorliegenden Übungen zum Erstellen eines Speditionsauftrages.In der Vorstunde wurden berufliche Erfahrungen der Schüler mit der Einfuhr von Gütern diskutiert und das Vokabular zum Themenbereich "Packaging and Transportation" vorentlastet. Unterrichtsablauf Die Schülerinnen und Schüler wiederholen das Basisvokabular rund um das Thema "Transportation Order" erschließen sich unbekanntes Vokabular mithilfe eines Online-Nachschlagewerks erstellen einen Speditionsauftrag mithilfe eines Online-Tools In dieser Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler zunächst das in der Vorstunde eingeführte Vokabular im Rahmen eines "Vokabel-Qualifying" (HTML-Test) umwälzen und spielerisch ihr Wissen überprüfen. Durch das Quiz "qualifizieren" sich die Schülerinnen und Schüler für die folgende Aufgabe, die Erstellung eines Speditionsauftrags, die im Zentrum der Stunde steht. Hierbei wird der situative Kontext in Form einer fiktiven Arbeitsanweisung vom Abteilungsleiter Einkauf an den Auszubildenden vorgegeben. Schließlich drucken die Schülerinnen und Schüler ihre ausgefüllten Formulare am PC aus und besprechen die Ergebnisse. Das im "Vokabel-Qualifying" abgefragte Vokabular ist auf die folgende Erarbeitung der "Transportation Order" zugeschnitten. Die Auslegung als scheinbarer Wettbewerb (bei dem Ausscheiden natürlich ausgeschlossen ist) soll die Motivationshürde des Vokabeltrainings überwinden helfen. Die Situation ist bewusst einfach angelegt (Einfuhr von Gütern aus einem EU-Land, zwei Häfen), um den Problemschwerpunkt bei der Vokabelrecherche zu belassen. Mit den gewählten Waren aus dem Textilbereich dürfte für den Großteil der Lerngruppe das Recherchieren im Internet notwendig sein. Das Formular "Forwarder IO2BS" basiert auf einem authentischen Text, einem in der Speditions-Branche verwendeten Online-Tool. Ich habe das Tool auf die Anforderungen der vorliegenden Stunde adaptiert und um den Komplex der Fracht- und Zolldokumente reduziert - dieser erfordert eine eigene Problematisierung, die im Rahmen dieser Methoden- und Vokabelstunde nicht geleistet werden kann. Als weitere Reduktionen wurden die Eingabefelder für Abmessungen der Waren (meas.) zur Vereinfachung durch Volumen ersetzt und die Button zum online Versenden des Formulars an den Spediteur entfernt. Die Übung wird offline durchgeführt - ein Versenden eines "Scheinauftrags" an den Ursprungsspediteur ist somit ausgeschlossen. Das Formular "Forwarder IO2BS" basiert auf einem authentischen Text, einem in der Speditions-Branche verwendeten Online-Tool. Ich habe das Tool auf die Anforderungen der vorliegenden Stunde adaptiert und um den Komplex der Fracht- und Zolldokumente reduziert - dieser erfordert eine eigene Problematisierung, die im Rahmen dieser Methoden- und Vokabelstunde nicht geleistet werden kann. Als weitere Reduktionen wurden die Eingabefelder für Abmessungen der Waren (meas.) zur Vereinfachung durch Volumen ersetzt und die Button zum online Versenden des Formulars an den Spediteur entfernt. Die Übung wird offline durchgeführt - ein Versenden eines "Scheinauftrags" an den Ursprungsspediteur ist somit ausgeschlossen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Interkulturelle Kompetenz im Französischunterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel definiert interkulturelle Kompetenz und stellt ein methodisches Konzept vor, mit dem interkulturelle Lernprozesse systematisch in den Französischunterricht integriert werden können. Interkulturelle Kompetenz ist nach den aktuellen Bildungsstandards ein wichtiges Aufgabenfeld des modernen Fremdsprachenunterrichts. Bisher hat die schulpädagogische Forschung jedoch weder eine entsprechende Unterrichtsmethodik noch eine empirische Wirksamkeitsanalyse zur Förderung dieser Kompetenz entwickelt. Dieser Fachartikel listet verschiedene Definitionen von interkultureller Kompetenz auf und wertet sie aus. Darauf basierend wird ein methodisches Konzept vorgestellt, mit dem interkulturelle Lernprozesse systematisch in den Französischunterricht integriert werden könnten. Des Weiteren werden Forschungsstand und Perspektiven zum Thema vorgestellt und Hinweise zur Initiierung interkultureller Lernprozesse im Französischunterricht gegeben.

  • Pädagogik / Kunst / Kultur

Unterrichtsmaterial zur Lektüre "El poder de una decisión"

Unterrichtseinheit

“El poder de una decisión” ist ein realistischer und fesselnder Jugendroman, der unter anderem über Freundschaft, Mobbing und Rassismus spricht. Diese Unterrichtseinheit liefert Ideen zur unterrichtlichen Arbeit mit dem Roman im schriftlichen und mündlich-argumentativen Bereich.Der spanische Roman "El poder de una decisión" von Arturo Padilla de Juan behandelt Themen wie Mobbing, Gewalt und Freundschaft, die auf die Erfahrungswelt von Jugendlichen verweisen und bietet deshalb - neben der Lektüre und dem Leseverstehen - vielfältige Möglichkeiten über Schreib- und Sprechanlässe sowie Interpretationsgespräche den Roman zu diskutieren, zu analysieren und kreativ weiterzuentwickeln.Die vorliegenden Unterrichtsvorschläge zum Jugendroman "El poder de una decisión" von Arturo Padilla de Juan sind für den Schwerpunkt "Förderung der Schriftlichkeit und der mündlichen Argumentationsfähigkeit" konzipiert. Sie eignen sich zum Einsatz in Plateauphasen für etwa zehn bis zwölf Stunden und können ab dem 4. Lernjahr beziehungsweise bei der 3. Fremdsprache ab Mitte des 3. Lernjahrs eingesetzt werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Hier finden Sie den Ablauf der Unterrichtseinheit "El poder de una decisión" mit den dazugehörigen Arbeitsblättern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig mit literarischen Texten umgehen. produktiv-kreative Sprachkompetenzen entwickeln. wichtige Grundlagen für die Lektürearbeit in der Oberstufe schaffen. sich mit den Themen Mobbing, Rechtsradikalismus, Gewalt, Rassismus, Immigration und Freundschaft auseinandersetzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können mit spanischsprachigen Internetseiten arbeiten. soziokulturelle Informationen im Internet einholen. mehrkanaliges Lernen durch interaktive Zugänge, handlungsorientierte und kreative Aufgaben sowie vielfältige Sozialformen erleben und dessen Wert erkennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können andere Lebenswirklichkeiten und Standards wahrnehmen. interkulturelles Verstehen und Einfühlen entwickeln und trainieren, indem sie den Alltag der Emigranten in Spanien mit dem Schicksal Jugendlicher mit Migrationshintergrund in Deutschland vergleichen. kooperatives Lernen üben, indem sie die Möglichkeiten des Austausches mit einer Partnerin oder einem Partner austesten, bevor sie die Ergebnisse im Plenum vortragen und diskutieren. Padilla de Juan, A. (2006) El poder de una decisión. Ernst Klett Sprachen: Stuttgart. Wlasak-Feik, C. (2008) El poder de una decisión - Förderung der Mündlichkeit mit einem Roman. In: Der fremdsprachliche Unterricht Spanisch, Heft 23. Friedrich Verlag: Seelze. Impulsfrage zum Einstieg Zu Beginn der Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, spontan ihre Gedanken zu äußern, die ihnen beim Lesen des Titels "El poder de una decisión" kommen. Auf diese Weise sollen bei den Lernenden Leseerwartungen, Motivation und Spannung aufgebaut werden. Hypothesenbildung über den Inhalt Anschließend betrachten die Schülerinnen und Schüler das Bild auf dem Buch-Cover und äußern sich frei zu ihren Vorstellungen über das Buch. Ideen über mögliche Themen und den Ablauf der Handlung können gesammelt und an der Tafel stichpunktartig festgehalten werden. Diskussion im Plenum Im nächsten Schritt leitet die Lehrerin beziehungsweise der Lehrer eine Diskussion zu drei ausgewählten Textpassagen ein, die die zentralen Themen des Buches Mobbing, Rechtsradikalismus und Gewalt in die Diskussion einführen. In der Gruppe können die Lernenden ihre Reaktionen, Erfahrungen und ihr Wissen zu den verschiedenen Aspekten austauschen. Schreiben einer Zusammenfassung Die Schülerinnen und Schüler fassen in Einzelarbeit die wesentlichen Inhalte jedes der sieben Kapitel zusammen. Die Lernenden erhalten anschließend die Möglichkeit, Satzanfänge selbst fortzuführen und können Inhalte auf diese Weise aus ihrer eigenen Perspektive heraus kommentieren. Textarbeit : La personalidad de Sebastian, El Gato y Ahmed Die Jugendlichen kreuzen im Verlauf der Lektüre die Charaktereigenschaften an, die ihnen für die drei Protagonisten Sebastian, El Gato und Ahmed zutreffend erscheinen. Anschließend finden sich die Lernenden zur Partnerarbeit zusammen und vergleichen ihre Liste mit der ihrer Mitschülerin beziehungsweise ihres Mitschülers. Gemeinsam erstellen sie ein Portrait der drei Hauptcharaktere. In dieser Phase sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit Personeneigenschaften auseinadersetzen und das Schreiben von Charakterisierungen üben. Kreatives Schreiben: Otro final de la novela Um eine kreative Auseinandersetzung mit dem Roman und seinen zentralen Themen anzustoßen, verfassen die Lernenden in Partnerarbeit einen eigenen fiktionalen Text, der einen möglichen Fortgang der Geschichte oder ein alternatives Ende zum Inhalt hat. Persönliche Interpretation des Romans und Debatte Zunächst evaluieren die Schülerinnen und Schüler das Buch in Einzelarbeit. Dabei hinterfragen sie, warum sich der Autor für ein solches Thema entschieden hat. Die Lernenden reflektieren die Inhalte "Acoso, violencia, racismo, inmigración, amistad" und beschäftigen sich mit der Relevanz der Themen für ihr persönliches Leben. Im nächsten Schritt werden die verschiedenen Sichtweisen im Plenum diskutiert und begründet. Recherche im Internet Die Jugendlichen recherchieren im Internet Informationen über die Entwicklung, die Verteilung, die Ursachen und die Konsequenzen der Zuwanderung nach Spanien im Allgemeinen sowie über die Lebensumstände marokkanischer Migrantinnen und Migranten im Speziellen. Im nächsten Schritt präsentieren die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Recherchen im Plenum. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit wird schließlich der Bezug zur Situation in Deutschland hergestellt. Im Plenum vergleichen die Lernenden die Situation von Migranten in Spanien und der EU mit der Situation von Einwanderern in Deutschland.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Rosetta Stone: Immersion und selbstgesteuertes Lernen

Fachartikel

Die Rosetta Stone Methode, auch Dynamic Immersion Methode, hilft dabei, eine Sprache ohne direkte Übersetzungen in die eigene Muttersprache und somit ganz intuitiv zu erlernen. Rosetta Stone ist ein Sprachlernprogramm für über 20 verschiedene Sprachen, das auf der Immersionsmethode basiert und darauf abzielt, den Sprachlernprozess für die Nutzerinnen und Nutzer so natürlich wie möglich zu gestalten. Die Vermittlung sprachlicher Strukturen wie Phonetik, Lexik und Syntax orientiert sich stark an den Prozessen des natürlichen Spracherwerbs. Dieses spiegelt sich sowohl im Aufbau des Programms als auch in der Auswahl der thematischen Felder wider.

  • Pädagogik / Englisch / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch / Fächerübergreifend

How to make them talk: Sprechen erfolgreich anbahnen

Unterrichtseinheit

Wie kann man Kinder im Englischunterricht zum Sprechen bringen? Wichtig ist hierbei vor allem, bei den Kindern ein gewisses Mitteilungsbedürfnis entstehen zu lassen. In dieser Unterrichtsanregung stellt Inge Kronisch eine Auswahl von Situationen vor, in denen das Sprechen erfolgreich angebahnt wurde.Je flexibler die Lehrkraft ihre sprachlichen Kompetenzen einbringt und an das Niveau der Kinder anpasst, desto flexibler entwickeln diese ihr sprachliches Können. Sie trauen sich langsam, auf Englisch zu sprechen und ihre Meinung zu äußern. Dieser ungesteuerte, natürliche Unterricht sollte neben dem intentionalen Lehrangebot einen breiten Raum einnehmen. Wenn die Klasse Besuch von einem englischsprachigen Gast hat, reproduzieren die Kinder nicht nur auswendig gelernte Strukturen, sondern aktivieren den Situationen angeeignete Redemittel, um sich verständlich zu machen.Damit Interaktion in englischer Sprache unter den Kindern oder zwischen Lerngruppe und Lehrkraft überhaupt angebahnt werden kann, sind zunächst vorkommunikative Mittel notwendig. Wortschatz und Strukturen werden in geeigneten Situationen im Anfangsunterricht eingeführt. Ungesteuerter Englisch-Unterricht in der Praxis Mit Rollenspielen, Interviews und Rätselaktionen werden die Kinder auf natürliche, ungesteuerte Art und Weise an die englische Sprache herangeführt. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Bedürfnis entwickeln, sich auf Englisch zu verständigen. sich dem englischen Wortschatz spielerisch nähern. englische Sprachstrukturen kennenlernen und rekonstruieren können. situativ angeeignete Redemittel aktivieren können. Thema Sprechen im Unterricht erfolgreich anbahnen: How to make them talk Autorin Inge Kronisch Anbieter Oldenbourg Schulbuchverlag Fach Englisch (Grundschule) Zielgruppe ab Klasse 1 Referenzniveau ab Referenzniveau A - Elementare Sprachverwendung Zeitraum ab 1 Unterrichtsstunde Die Lehrkraft bedient sich zunächst jener Frage- und Antwortstrukturen, die geeignet sind, etwas über einander herauszufinden. Mehrere Stunden werden eingeplant, um sprachliche Mittel (age - numbers/colours - favourite colour/ family - brothers and sisters/pets, stars, months - birthday) einzubetten und schließlich in Form von Interviews einzuüben. Ein Interview als Fernseh-Show Um Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, findet das Interview während der einzelnen Unterrichtsstunden als TV-Show statt. Ein Fernseher wird an die Tafel gezeichnet. Ein Kind drückt auf den Knopf des Fernsehers und ruft "Plop" und die Show beginnt. Alle Schülerinnen und Schüler unterstützen den Beginn der Show mit einem begeisterten Anfeuern, indem sie ihre Arme heben und einen Laut ("Uuuh") von sich geben. Zusätzlich kann ein Lied den Auftakt zur Show geben. Sprachliche Strukturen rekonstruieren Die Lehrkraft spielt den Moderator, der ein Mikrofon in der Hand hält und zwei Kinder ankündigt, die ein Interview durchführen. In diesem Interview rekonstruieren sie sprachliche Strukturen, die die Lehrkraft mit einer Handpuppe in früheren Stunden demonstriert und mit den Kindern geübt hat. Die Show als Rollenspielmagnet Das einzuübende Gespräch gewinnt einen anderen Stellenwert, wenn eine TV-Show jedes Mal aufs Neue die Information transportiert. Die Show gerät zum Rollenspielmagneten und beiläufig wird die Anwendung der sprachlichen Strukturen zur Routine. Selbst zurückhaltende Kinder melden sich zunehmend zu Wort, weil die Strukturen schrittweise gefestigt werden und auch sie ihre Scheu verlieren, in der Show aufzutreten. Zwei Kinder können jeweils als Souffleure fungieren, indem sie bei Gedächtnislücken den jeweiligen Gesprächspartner sprachlich unterstützen. Step 1: Gesprächspartner suchen und befragen Alle Schülerinnen und Schüler stehen auf, gehen ohne Manuskript bei Musik im Klassenraum umher, bis ein Signal erklingt. Sie suchen sich einen Gesprächspartner, befragen ihn mit einer bekannten Dialogstruktur, auf die sie eine Antwort erwarten. Diese Sozialform erfordert einen geordneten Ablauf und eine hohe Sozialkompetenz. Step 2: Information-Gap-Bogen ausfüllen In Partnerarbeit wird ein Information-Gap-Bogen (M 2) ausgefüllt. Die Gesprächspartnerinnen und -partner erfragen jeweils die Information in den fehlenden Lücken und tragen die Antworten ein. Hoch motiviert führen die Kinder diese Übung aus, die mit zahlreichen sprachlichen Mitteln denkbar ist. Handlungen mit Sprache begleiten Immer wieder entstehen während des Unterrichts reale, sehr elementare Situationen, in denen die Lehrkraft ihre Handlungen mit Sprache begleiten kann: "I'm going to clean the board now. I'm afraid it's very dirty. Oh, where's the sponge?" Aus der Handlung - die Tafel ist vollgeschrieben, die Lehrkraft sucht nach dem Schwamm und wischt sie schließlich ab - ist zu folgern, was gemeint ist, das heißt die Hypothesenbildung der Lerngruppe über die Bedeutung des Gesagten ist einfach. Interaktive Aktivitäten zwischen den Kommunikationspartnern Allerdings findet dies nicht bis ins Detail statt, worauf es bei dieser Handlung auch nicht ankommt. So ist es mir passiert, dass ein Schüler fragte: "Du sagst immer 'I'm afraid' - was meinst du damit"? Ich lasse einen Sprachmittler Vermutungen über die Bedeutung anstellen, und die Situation wird geklärt. Der Erwerb ist umso erfolgreicher, je umfassender die interaktiven Aktivitäten zwischen den Kommunikationspartnern sind. Es ist sehr hilfreich, wenn die Lehrkraft ein Bewusstsein für permanentes, situationsbegleitendes Sprechen entwickelt. Find out, please Ratespiele eignen sich besonders, um das Interesse der Lerngruppe zu gewinnen und sprachliche Interaktion anzubahnen. Beispiel 1: Was ist in der Box? "I've got a box. What do you think is in my box?" Ich merke, dass alleine die geheimnisvolle Box die Aufmerksamkeit aller auf sich lenkt. Die Kinder versuchen, dem Rätsel auf die Spur zu kommen, doch erst als ich einen Teil zeige, erkennen sie den kleinen Doubledecker-Bus, der gleichzeitig den Einstieg für meine Unterrichtseinheit über London darstellt: "Do you want to come with me? We are going to visit London by bus. What will we see in London?" Flashcards mit sights of London rufen bei der Lerngruppe Reaktionen hervor: "That's Big Ben ..." Beispiel 2: Was könnte das sein? Ich zeige zu Stundenbeginn einen der Form nach ungewöhnlichen Gegenstand und erzähle: L: "Look, I bought this yesterday." Die Kinder rufen: "Oh, ein Handy" oder "Eine Kamera." L: "No, it's not a mobile phone and it isn't a camera, either." Ich erzeuge noch mehr Spannung, also spitzen die Kinder ihre Ohren. L: "What is it? I can use it in the evening. I can use it in bed." "In bed?", fragen die Kinder. L: "Yes, I can use it in bed. Look, now I press this button and out comes a little lamp. Do you have any idea what it is?" Wieder raten die Schülerinnen und Schüler. Eine Taschenlampe? L: "Yes, it is a lamp, but I can put it on a book - and then I can read in bed. It' s a book lamp. Isn't that a good idea?" Ein relativ langes, aber spannendes Gespräch mit natürlichen Redemitteln, vielen Vokabeln, die jedoch aus der Situation heraus verständlich werden. Die Kinder zeigen ein wahres Interesse an dem Gegenstand und sind hoch motiviert, den Nutzen des Gerätes gemeinsam zu klären. Beispiel 3: Fehler im Bild erkennen Witzige Zeichnungen (M 3), die absichtlich Fehler enthalten, sind äußerst beliebt. "Spot the mistake" heißt es nun. Schnell korrigieren die Kinder: "A cow lives on a farm." Die Lehrkraft bestätigt: "Yes, you are right. Splendid." Die übrigen Tiere werden den Bereichen house, farm, zoo zugeordnet. Vom Wochenende erzählen Nach dem Wochenende erzähle auch ich häufig von meinen Erlebnissen: "I went to see my daughter at the weekend." Auf natürliche Weise entsteht eine kleine Interaktion, denn meine Kinder möchten gerne wissen: "Where is your daughter? How old is she? What's her name?" Schon sind wir mitten im Gespräch, und ich akzeptiere die Schülerfragen, auch wenn sie manchmal fehlerhaft sind. Ich fahre fort: "She's going to have a baby." Gespräche werden zum Selbstläufer Als Lehrkraft kann man sicher sein, dass die Gespräche in weiteren Stunden ein Selbstläufer sind. Auch die Kinder wollen gerne vom Wochenende erzählen, zum Beispiel vom Jahrmarktsbesuch, worauf ich sage: "Oh, I see, you were at the fair." Haben die Kinder gemeinsam einen Film gesehen, frage ich: "Did you like the film?" Mit einem wordweb (Abb. 2), das wir gemeinsam erstellen, bereite ich den Weg zu möglichen Antworten, wie "I think it was ...". Gleiches gilt für Geschichten und Bücher, die gelesen werden.

  • Englisch
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

L'Etranger: Est-ce que Meursault aurait pu se sauver?

Unterrichtseinheit

Diese handlungsorientierte und literatursoziologische Unterrichtsreihe hat die koloniale Gewalt in Albert Camus' Roman "L'Etranger" (1942) zum Thema. Camus' Roman gilt üblicherweise als Ausdruck der Revolte gegen die Absurdität eines Lebens, das von gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist. Es kann jedoch auch gefragt werden, welche Konsequenzen sich aus der Blindheit des Protagonisten Meursault gegenüber der kolonialen Gewalt ergeben. Sie wird im Roman von Meursaults ?Freund? Raymond Sintès ausgeübt, der die Algerier skrupellos ausbeutet und unterdrückt. Die Leitidee der vorliegenden Unterrichtseinheit zeigt, dass es für Meursault zum Verhängnis wird, sich nicht von der kolonialen Gewalt zu distanzieren. Dies gelingt ihm nicht, weil er als Mitglied der Schicht der Kolonialherren selbst Teil dieses Gewaltverhältnisses ist und seine einseitig koloniale Sichtweise nicht erkennen kann. Unterrichtsthema Fremdenfeindlichkeit «L'Etranger» gilt als einer der meistgelesenen französischen Romane. Betrachtet man die Rezeption des Werkes in Algerien, so ist festzustellen, dass Camus' Darstellung der algerischen Bevölkerung dort noch heute mit Misstrauen begegnet wird. So beispielsweise in dem folgenden Ausschnitt aus einem Artikel der algerischen Tageszeitung Et Watan: «Il est temps de le souligner, l'œuvre de Camus est trempée dans le déni et le mépris colonial envers les indigènes. Ainsi, dans La peste, « les Arabes » ne sont jamais nommés. Dans L'Etranger, ils apparaissent sous la caricature de « l'Arabe fourbe », « sans densité et sans famille », une lame effilée à la main." (El Watan, 5 février 2010) Methoden selbstständige Lesephasen Rollenspiel Bearbeitung eines WebQuests literaturanalytische Unterrichtsgespräche lernwegbegleitende diagnostische Tests zur Vorbereitung auf die Lernkontrolle Anmerkungen und Ablauf Fachwissenschatliche Vorbemerkungen Die Unterrichtseinheit befasst sich mit den Gewaltverhältnissen in Kolonialsituationen und versucht, die Situation von Meursault auf die Gegenwart zu übertragen. Ablauf und Arbeitsmaterialien - Teil 1 Im ersten Teil der Sequenz bereiten die Lernenden ein Rollenspiel vor, führen es auf und werten es anschließend aus. Ablauf und Arbeitsmaterialien - Teil 2 In Teil 2 erfahren die Lernenden Näheres zum historischen Kontext der Geschichte und überprüfen ihr angewandtes Wissen. Die Schülerinnen und Schüler simulieren in einem Rollenspiel einen Revisionsprozess und einigen sich auf ein neues Urteil. erweitern ihre Kompetenz im Leseverstehen und im Sprechen auf der Kompetenzstufe B2, da sie die Hauptinhalte eines komplexen literarischen Textes sowie mehrerer Online-Sachtexte über die koloniale Gewalt verstehen und diskutieren. äußern sich in einem Rollenspiel spontan und fließend über den Inhalt des Textes und über die Frage der Schuld von Meursault. entnehmen aus dem Romantext die notwendigen Informationen, um die Simulation einer Gerichtsverhandlung vorzubereiten, die dem Handlungsverlauf des Romans nicht widerspricht, sondern Leerstellen ergänzt. äußern und begründen ihren eigenen Standpunkt zu der Schwere der Schuld, die Meursault auf sich geladen hat, und leiten aus ihrer Stellungnahme ein für sie angemessenes Gerichtsurteil ab. erfassen durch den zweiten Teil des Romans die in erster Linie durch einen autoritär-konservativen Moralbegriff begründete Entscheidung für eine Verurteilung zum Tode und vergleichen diese Begründung mit dem von ihnen selbstständig erarbeiteten Gerichtsurteil. bearbeiten einen WebQuest und entnehmen aus Online-Sachtexten Informationen, die es ihnen erlauben, Meursaults Mord als Teil eines kolonialen Gewaltverhältnisses zu entschlüsseln. nennen als einen der Gründe für das tragische Ende Meursaults die Tatsache, dass dieser es versäumt, dieses koloniale Gewaltverhältnis zu erkennen und sich von ihm zu distanzieren. Gewaltverhältnisse in Kolonialsituationen Bei Camus erscheinen dem Protagonisten Meursault die Algerierinnen und Algerier nicht als gleichwertige Subjekte, sondern als namenlose Objekte eines scheinbar naturwüchsigen Gewaltverhältnisses - und dies obwohl ihm die Kolonialsituation und ihre Probleme bewusst waren (Material 16). Verzerrte Sicht auf die Kolonialsituation Meursault, so die im Roman angelegte Begründung, tötet den Araber am Strand zufällig und ohne Grund - unter dem Einfluss der großen Hitze und der sengenden Sonne. Dass eine solche Begründung ein gesellschaftlich produziertes Gewaltverhältnis, nämlich das zwischen Kolonisatoren und Kolonisierten, ausblendet, ist von der Literaturwissenschaft eingehend untersucht worden (siehe Links zum Thema und Literatur ). Die in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Camus' verzerrter Sichtweise auf die Kolonialsituation gewonnenen Erkenntnisse zu "L'Etranger" scheinen in der fachdidaktischen Arbeit noch nicht verwertet worden zu sein. Im Folgenden soll exemplarisch gezeigt werden, wie eine solchermaßen literatursoziologische Herangehensweise für eine Auseinandersetzung mit dem Roman fruchtbar gemacht werden kann. Gesellschaftliche Erwartungen Camus' Roman gilt üblicherweise als Ausdruck der Revolte eines Individuums gegen die Absurdität eines Lebens, das von gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist, die keiner rationalen Überprüfung standhalten. "Der Mensch ist einer nicht durchschaubaren Welt ausgeliefert; keine Hoffnung auf Transzendenz, keine Hoffnung auf Erkenntnis einer ewig gültigen Wahrheit", so eine gängige Deutung der zentralen Romanaussage. Diejenigen, die sich im Besitz solcher ewig gültigen Wahrheiten glauben, bestrafen mitleidlos jene, die sie in Frage stellen. So wird Meursault Opfer seiner konsequenten, nahezu anarchistischen Haltung ( Camus Yoyeu ), keine der gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen, die an ihn gerichtet werden. Leicht hätte er sein Leben retten können, wenn er im Gerichtsprozess Mitleid mit dem Opfer und Reue für sein Verhalten zumindest vorgespielt hätte. Verhaltensweisen in der heutigen Gesellschaft Eine solche durchaus relevante Deutung des Romans ist im Sinne einer motivierenden Problem- und Schülerorientierung des Literaturunterrichts für die Lerngruppe zu aktualisieren. Ausgehend von der Frage, wie Meursault hätte gerettet werden können, soll erstens gefragt werden, welche Verhaltensweisen von ihm abverlangt wurden und welches Verhalten heute noch immer von uns unter Androhung von Strafe gefordert wird. Zweitens muss gefragt werden, welche Konsequenzen sich aus Meursault Blindheit gegenüber der kolonialen Gewalt ergeben, die im Roman von Raymond Sintès ausgeübt und symbolisiert wird. Feedback-Kultur Die methodische Strukturierung der Unterrichtseinheit versucht, zwei Überlegungen zur Konkretisierung der Kompetenzorientierung im Französischunterricht umzusetzen. Erstens folgt sie einer der Leitideen der Kompetenzorientierung, nach der es gilt, in der Schule eine Feedback-Kultur einzuüben: "Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Lernprozesse zu beobachten und zu kommentieren" (Kessler/ Ziener 2004, Seite 21). Evaluation Am Ende der Unterrichtseinheit kann dies ein Evaluationsbogen leisten. Zudem hat es sich bewährt, am Ende einer jeden Stunde der Unterrichtseinheit durch eine fünfminütige Blitzlichtabfrage zu besprechen, welche neuen Erkenntnisse und Fähigkeiten die Schülerinnen und Schüler glauben erworben zu haben (Aujourd'hui, j'ai appris ...). Diese ritualisierte Reflexion des Lernprozesses, die sowohl die Selbst- als auch die Methodenkompetenz der Lernenden fördert, kann auch in die Hausaufgabe verlagert werden und so den Einstieg in die nächste Unterrichtsstunde vorbereiten. Diagnostische Test- und Fördermaßnahmen Zweitens soll versucht werden, durch diagnostische Test- und Fördermaßnahmen den Lernprozess im Sinne einer stärkeren Output-Orientierung zu optimieren. Damit übernimmt die Lehrkraft eine größere Verantwortung für das Gelingen des Lernprozesses als in einem traditionellen, am Input orientierten Unterricht. Die Materialien 13 bis 15 dienen in diesem Sinne zur sorgfältigen, "kompetenzorientierten" Vorbereitung auf die Lernkontrolle (Material 17). Kompetenzorientierung wird hier so verstanden, dass die Lehrkraft nicht nur Impulse (Tafelbild 1 bis 6) gibt, die zu einer Interpretation des Romans anleiten, sondern dass eine besondere Sorgfalt bei der Festigung des Wissens angewendet wird. Fachgespräch führen Die Lernenden erproben ihren Kompetenzstand und diagnostizieren gemeinsam mit der Lehrkraft den Lernfortschritt. In Material 14 führen die Lernenden ein Fachgespräch über zentrale interpretatorische Fragen und erhalten hierfür einen Tandembogen. Die Lehrkraft kann die Tandemgespräche aufmerksam beobachten oder selbst eines führen, um den erreichten Kompetenzstand zu bestimmen. Analyse des WebQuests In Material 14 wird die Form der Lernkontrolle transparent gemacht und ein zentraler Text eines WebQuests vertiefend analysiert. Aus der Diagnose werden Fördermaßnahmen abgeleitet, um den Lernprozess zu intensivieren. Die Fördermaßnahmen sind in Material 13 bereits durch die Musterlösungen angeleitet und können bei Bedarf durch ein Plenumsgespräch und die Erstellung eines Tafelbildes ergänzt werden. Hilfestellung M 16 beinhaltet eine Musterlösung, mit deren Hilfe die Lernenden ihre Texte gegenlesen und ergänzen können. Lesephase Der erste Teil des Romans wird von den Schülerinnen und Schülern in häuslicher Lektüre selbstständig gelesen. Bei Bedarf kann die Lehrkraft diesen Leseprozess durch Leitfragen strukturieren. Einstieg Die Lehrkraft erläutert, dass Meursault im zweiten Teil des Romans angeklagt und zum Tode verurteilt wird. In der Einstiegsphase macht die Lehrkraft das Ziel der Unterrichtseinheit transparent: Der Gerichtsprozess wird wiederholt und Meursaults Fall neu verhandelt (Tafelbild 1). Wortfeldarbeit Die Lernenden erweitern mithilfe von Übungen ihr Wortfeldwissen zum Themenbereich Polizei und Justiz, das sie im Rollenspiel verwenden müssen. Vorbereitung 1 In arbeitsteiliger Gruppenarbeit werden die Rollenkarten für die Anwältinnen und Anwälte erarbeitet. Die wichtigsten Argumente der beiden Seiten werden an der Tafel gesammelt, damit die Anwälte sich gut auf die Strategie der jeweiligen Gegenseite einstellen können. Vorbereitung 2 Die Schülerinnen und Schüler wechseln nun gemeinsam in die Rolle von Gerichtspsychologen und erstellen ein gerichtspsychiatrisches Gutachten über die Schuldfähigkeit von Meursault. Hierzu erhalten Sie Formulierungshilfen. Dies ist eine handlungsorientierte und kreative Form der Personencharakterisierung, in der auch Übertreibungen und Zuspitzungen erwünscht sind. Die Gutachten werden vorgestellt, um den "Anwältinnen und Anwälten" der Gegenseite eine gute Vorbereitung auf den Prozess zu ermöglichen. Vorbereitung 3 In der abschließenden Vorbereitungsphase wählen die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Rollen und erarbeiten ihre Zeugenaussagen, die nicht an der Tafel gesammelt werden. Die Zeugenaussagen werden nicht vorher veröffentlicht, um einen spontanen, improvisierenden Verlauf des Rollenspiels anzuregen. Durchführung des Rollenspiels Der Ablauf des Rollenspiels wird von der Gruppe geleitet, die die Rolle der Richterin oder des Richters übernommen hat. Die Rollenkarte enthält die wesentlichen Hinweise auf den Ablauf der Gerichtsverhandlung. Auswertung 1: Zeitungsbericht Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, den Verlauf der Gerichtsverhandlung zu protokollieren und einen Zeitungsbericht anzufertigen. Da das Rollenspiel zwei bis drei Unterrichtsstunden dauern kann, wird diese Auswertung mehrmals durchgeführt. Auswertung 2: Entscheidung der Jury Am Ende des Rollenspiels, nach den Abschlussplädoyers der Anwälte, wechseln die Schülerinnen und Schüler die Rolle und sollen nun als Jury ein Urteil sprechen. Um den Rollenwechsel zu erleichtern, erfolgt zunächst eine Rollendistanzierung, indem sich die Lerngruppe über den Ablauf unterhält und beschreibt, was gut und was schlecht gelaufen ist und was die Lernenden jeweils sprachlich und inhaltlich Neues erfahren haben. Gerade die Frage danach, was Neues gelernt wurde, ist zentral für die Stärkung der Selbstkompetenz, verstanden als das Vermögen, den eigenen Lernprozess zu reflektieren und zu steuern. Am Ende dieser Phase verkündet der Richter oder die Richterin das "Urteil". Auswertung 3 Die Schülerinnen und Schüler lesen den zweiten Teil des Romans und erarbeiten als Grund für Meursaults Verurteilung seine kompromisslose Haltung, sich nicht so zu verhalten, wie dies von ihm erwartet wird. Einige kürzere ausgewählte Textstellen können hierzu gelesen werden, die diesen Aspekt beleuchten. Hypothesen bilden Ausgehend von der Frage, "Qu'est-ce que Meursault aurait dû faire pour se sauver ?» formulieren die Schülerinnen und Schüler zunächst Hypothesen zu möglichen Alternativen, die Meursault hätte ergreifen können, um sich zu retten ("ne pas devenir l'ami de Raymond, regretter son acte, pleurer à l'enterrement de sa mère ...") (Tafelbild 2). Historischen Kontext recherchieren Um eine literatursoziologische Interpretation zu ermöglichen, erarbeitet die Lerngruppe in einem zweiten Schritt den politischen und sozialen Kontext, in dem die Romanhandlung spielt: das koloniale Algerien der vierziger Jahre. Informationen erhalten die Schülerinnen und Schüler durch einen WebQuest, den die Lehrkraft selbstständig erstellen kann, um die Lernenden bei der Suche nach Quellentexten zu lenken (Tafelbild 3). meursaultetsavictime.wordpress.com Hier finden Sie eine exemplarische Ausführung eines solchen WebQuests. Schaubild des gesellschaftlichen Gewaltverhältnisses Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mithilfe von historischen Informationen, die sie auf unterschiedlichen Internetseiten finden, ein Schaubild des gesellschaftlichen Gewaltverhältnisses zwischen Kolonisierten und Kolonisatoren und die verschiedenen Etappen, in denen sich die koloniale Gewalt der französischen Kolonialherren realisierte. Mithilfe der historischen Informationen wird deutlich, dass Meursault teilnahmslos dabei zuschaut, wie Raymond Sintès lustvoll seine Macht als "Kolonialherr" ausübt, sich nicht von der kolonialen Gewalt distanziert, sondern an ihr beteiligt ist, indem er Raymonds Geliebte in einen Hinterhalt lockt und schließlich einen rassistischen Mord begeht, indem er den Bruder von Raymonds Geliebter umbringt (Tafelbilder 4 bis 6). Diagnostischer Test In einem Gespräch in Partnerarbeit oder mit der Lehrkraft prüfen die Lernenden mithilfe eines lernwegbegleitenden mündlichen Test- und Selbstdiagnosebogens (Material 13) ihren Kompetenzstand, indem sie die zentralen Ergebnisse der Unterrichtseinheit wiederholen und vertiefen. Im Plenum werden die Ergebnisse nochmals gesichert und verglichen, und Nachfragen können zur Vertiefung und zur Klärung offener Fragen gestellt werden. Eine kurze Selbstreflexionsabfrage schließt den diagnostischen Test ab. Probeklausur und Klausur Mit einer Probeklausur (Material 14) testen die Lernenden ihre Kompetenz, die Erkenntnisse zu verschriftlichen, und vergleichen ihre Ergebnisse untereinander und mithilfe einer Musterlösung (Material 15). Die Probeklausur kann zu Hause oder während einer Unterrichtsstunde angefertigt werden und fördert die Selbstkompetenz, indem die Lernenden einzuschätzen lernen, welche Lerninhalte sie bereits beherrschen und welche sie wiederholen und vertiefen müssen. Bezüge zur heutigen Gesellschaft herstellen In dieser Phase kann versucht werden herauszufinden, welche gesellschaftlichen Zwänge die Schülerinnen und Schüler heute noch empfinden, die sie wie im Roman Meursault zu einem bestimmten Verhalten zwingen. Das Gelingen dieser Phase hängt davon ab, wie bewusst sich die Lernenden dieser Zwänge sind und wie sehr sie sich ihnen ausgesetzt fühlen. Schülerinnen und Schüler aus wohlhabenden oder liberalen Milieus werden erfahrungsgemäß weniger solche Zwänge spüren als solche aus sozial schwächeren oder autoritären Milieus (Tafelbild 7). La lassitude chez Camus Um der Lerngruppe einen weiteren vertiefenden Blick in die Denkweise von Camus zu eröffnen, wird die Bedeutung des Begriffs "lassitude" erarbeitet und für eine mögliche Deutung des Romans nutzbar gemacht. Evaluation Abschließend evaluieren die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtseinheit. Damit vertiefen Sie ihre Selbstkompetenz und geben zugleich der Lehrkraft eine Rückmeldung darüber, welche Lernarrangements der Unterrichtseinheit wiederholenswert und welche zu überarbeiten sind. Anderson, C. "Camus and the Colonial Tradition: Revisiting 'L'Hôte'." Dalhousie French Studies 67 (Summer 2004): 89 - 100. (StuB=Zs 18646). Bartfeld, F., "La réalité politique et sociale dans "L'Hôte". éds. M. Gosselin-Noat et A.-S. Dufief, La représentation du réel dans le roman. Mélanges offerts à Colette Becker (Paris: Oséa, 2002): 321-31. Brée, G. "Meursault's passivity leads to his death." Ed. D.C. Maus, Readings on "The Stranger", San Diego: Greenhaven, 2001. Chetouani, L. "Une lecture algérienne de L'Étranger." Le Français Aujourd'hui 119 (septembre 1997): 76-8. Cloonan, W. "The Workings of Power: Foucault and L'Étranger." Il senso del nonsenso. Scritti in memoria di Lynn Salkin Sbiroli, eds. M. -Moretti-Monique, M. Revol- Cappelletti, O. Martinez (Naples: Edizioni Scientifiche Italiane, 1994): 457-67. Ders., "Meursault "est condamné parce qu'il ne joue pas le jeu": réflexions sur la pertinence d'un propos de Camus." Lettres Romanes 52.3-4 (août-novembre 1998): 299-305. Ders., "Les femmes et Meursault dans L'Étranger." Romanic Review 90.1 (Jan. 2000): 45-71. Ders., "Lacune et omissions dans le récit de L'Étranger: Pour une stratégie de la manipulation par Camus." Dalhousie French Studies 51 (Summer 2000): 97-108. Ders., "Meursault ou 'le mythe de la victime' démystifié par l'Histoire." N. Buford [éd.] Victims and Victimization in French and Francophone Literature (Amsterdam, Rodopi, 2005, French Literature Series no. 32): 137-146. Grégoire, V. "Pour une explication du passage sur l'amabilité des Arabes en prison dans L'Étranger." Romance Notes 34.3 (Spring 1994): 223-31. Haas, E. Th. "Armierte Trauer. Camus' Der Fremde. Fremdenhass." Zeitschrift für PsychoanalytischeTheorie und Praxis11.1 (1996): 66-80. Haddour, A., Colonial Myths: History and Narrative, Manchester: Manchester University Press, 2000. Hafez-Ergaut, A. "L'absurde, la nature et les Arabes dans L'Étranger." AUMLA: Journal of the Australasian Universities Language and Literature Association, 101 (May 2004): 99-108. Hargreaves, A.G. "History and Ethnicity in the Reception of L'Étranger." Camus's "L'Étranger": Fifty Years on, transl. & ed. A. King (New York, St. Martin's Press, 1992): 101-12. Hurley, D. F. 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  • Französisch
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Spielerisch lernen: Vorschläge für den Sprachunterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel bietet Vorschläge für das spielerische Lernen im Sprachunterricht. Sprache ist die Basis der Kommunikation. Durch sie können wir miteinander in Kontakt treten, Meinungen und Ideen austauschen, Kulturen kennenlernen und unsere Überzeugungen kundtun. Moderne Medien erleichtern das Lernen und den Umgang mit Sprache. Sei es die eigene Muttersprache oder eine neu zu erlernende Fremdsprache - die Art und Weise, wie man sich mit einer Sprache auseinandersetzt und wie man sie lernt, hat einen wesentlichen Einfluss auf die spätere Sprachkompetenz. Zunächst müssen die Bausteine der Sprache erfasst werden: die Wörter. Die nächste Ebene bezieht sich auf den Satzbau und die grammatikalischen Herausforderungen. Zu guter Letzt gilt es, das Haus der Sprache fertig zu stellen und zu "designen": Der richtige Begriff am richtigen Ort, stilistisch korrekte Formulierungen und eine zielgruppengerechte Ansprache - so wird Sprache zum Tor zur Kreativität.

  • DaF / DaZ / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Englisch / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch

Vokabelsuche im Netz: Digitale Suchgeschichten

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Digitale Suchgeschichten" erstellen die Schülerinnen und Schüler mit dem kostenlosen Web-Dienst Search Story eigene Geschichten. Anhand von Suchanfragen lassen sich digitale Geschichten basteln, die im Fremdsprachenunterricht zur kreativen und produktiven Wortschatzarbeit genutzt werden können.Die Schülerinnen und Schüler begeben sich mit der Suchmaschine Google auf einsprachige Vokabelsuche im Netz, und zwar ganz ohne Wörterbuch. Zu einem thematischen Wortfeld wie beispielsweise "medios de transporte" führen sie Suchanfragen nach "tren", "avión" und "bici" durch und erstellen aus dem Suchvorgang einen Clip, der auf der einen Seite die Suche als Vorgang dokumentiert und auf der anderen Seite die Suchergebnisse in Form von Bildern, Schlagzeilen oder Produkten darstellt. Bis zu sieben Suchanfragen können in einem 35-sekündigen Clip verarbeitet werden, und für jeden Begriff kann festgelegt werden, ob die Web-, Bilder-, Blog-, Bücher- oder die Produktsuche sowie Schlagzeilen oder Karten (Google Maps) genutzt werden sollen. Durch die Methode der "digitalen Suchgeschichte" lassen sich thematische Wortfelder beleben und für die Lernenden authentisch und in verschiedenen Kontexten erfahrbar machen. Vokabeln werden nicht mehr als trockene deutsch-spanische Wortgleichungen gelernt, sondern einsprachig und im Kontext.Wortschatzarbeit ist die Grundvoraussetzung für einen kommunikativen Fremdsprachenunterricht. Die Lehrwerke schenken der Einführung neuer Vokabeln und dem Üben und Festigen des Wortschatzes große Aufmerksamkeit und richten sich mit vielfältigen Übungsformen und Lerntipps an die Schülerinnen und Schüler. Der Einsatz digitaler Medien beim Lernen und Umwälzen neuer Vokabeln erweitert das traditionelle Methodenrepertoire. Im Mittelpunkt stehen die Lernenden, die den Wortschatz aktiv und eigenverantwortlich online erarbeiten, umwälzen und wiederholen. Diese Selbsttätigkeit trägt dazu bei, dass sie Freude bei der Vokabelarbeit empfinden und die Wörter leichter im mentalen Lexikon abspeichern, da ein direkter Bezug zu denjenigen Begriffen hergestellt wird, die für die persönliche Suchgeschichte ausgewählt wurden. Hinweise und Ablauf der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler erstellen mithilfe themenbezogener Vokabeln eine digitale Suchgeschichte und lernen dadurch, die Begrifflichkeiten im Kontext zu erfassen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vokabeln zu einem thematischen Wortfeld zusammenstellen. thematisches Vokabular vertiefen und festigen. einfache und komplexe Suchanfragen an eine Suchmaschine stellen. digitale Suchgeschichten weitererzählen. Vokabeln im Kontext sehen Lernende merken sich Vokabeln besser, wenn sie diese in unterschiedlichen Kontexten vorfinden. Die Trefferliste einer durchgeführten Google-Recherche stellt die Wörter in den vielfältigsten Zusammenhängen dar. Zudem werden mit verschiedenen Suchoptionen wie der Bildersuche oder der Suche nach Schlagzeilen gängige Kategorien vorgeschlagen. Eine Suchanfrage nach "tren" liefert als Ergebnis das breite Spektrum, das diese Wortbedeutung beinhaltet. Es erscheinen Bilder moderner Hochgeschwindigkeitszüge und Dampfloks, ein Link zu Zugfahrplänen der RENFE und Schlagzeilen über Zugunglücke in aller Welt. Die Notwendigkeit, nach Begriffen zu suchen und sich schließlich für eine passende Darstellungsform entscheiden zu müssen, fördert das entdeckende Lernen. Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf Vokabelsuche im Netz und werden mit der Zeit einen Spürsinn dafür entwickeln, mit welcher Suchstrategie sie die besten Treffer erzielen können. Technische Vorbereitung Eine entscheidende Voraussetzung zur Durchführung der Unterrichtseinheit ist der uneingeschränkte schulische Zugriff auf das Videoportal YouTube. Die Nutzung des Web-Dienstes SearchStory setzt zudem eine Registrierung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer bei YouTube voraus. Hierfür ist eine gültige E-Mail Adresse notwendig. Zum Schutz der Privatsphäre empfiehlt sich allerdings die Verwendung eines Alias-Benutzernamens bei YouTube. Einführung in die Methode Zu Beginn der Unterrichtseinheit präsentiert die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern den Beispielclip "Medios de transporte", um sie in die neue Methode "digitale Suchgeschichten erzählen" einzuführen und sie für diese kreative und produktive Wortschatzarbeit zu motivieren. Aktuelles Unterrichtsthema Ausgehend vom aktuellen Unterrichtsthema, beispielsweise einer Lehrbuchlektion, erstellt die Lehrperson an der Tafel gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ein thematisches Wortfeld in Form einer MindMap mit Verben, Nomen und Adjektiven. Es ist auch denkbar, ganze Sätze oder Ausdrücke zu verwenden. Anschließend werden sieben Suchbegriffe ausgewählt, die in der digitalen Geschichte vorkommen sollen. Eingabe der Suchbegriffe in Search Story Im nächsten Schritt werden die Wörter nacheinander in die Eingabemaske des Web-Dienstes SearchStory gefüllt, und für jedes Wort wird die passende Darstellungsform der Suche (Bild, Karte, Produkt, News oder ähnliches) ausgewählt. Als musikalische Untermalung können die User zwischen 24 verschiedenen Melodien wählen, mit denen der Clip unterlegt wird. Bei der Erstellung der SearchStory ist es empfehlenswert, dass die Eingabe der Suchbegriffe durch einzelne Schülerinnen und Schüler für alle sichtbar am Projektionsrechner erfolgt, um die Lernenden so früh wie möglich mit dem Umgang mit einem solchen Web-Dienst vertraut zu machen. youtube.com: Webdienst SearchStory Mit dem Webdienst SearchStory von YouTube und Google können die Schülerinnen und Schüler automatisch ihre digitale Suchgeschichte erstellen. Geeignete Suchbegriffe finden Die Lerngruppe wird in Dreier- bis Vierergruppen eingeteilt. Jede Gruppe sammelt zunächst Wörter und Begriffe zu einem vorgegebenen Wortfeld und einigt sich schließlich auf sieben Begriffe, mit denen die Suchgeschichte erzählt werden soll. Anschließend erstellen die Lernenden den Clip gemeinsam. In dieser Arbeitsphase diskutieren die Schülerinnen und Schüler die Bedeutungen und deren Nuancen und entscheiden gemeinsam, welche Suchergebnisse im Clip verwendet werden sollen. Präsentation der Gruppenarbeit Die einzelnen Gruppen präsentieren ihre Suchgeschichten allen Lernenden über die Beamerprojektion. Am Ende jeder Geschichte erscheint automatisch die Aufforderung "Search on". Die Schülerinnen und Schüler erzählen anschließend die Geschichte weiter, indem sie Vermutungen darüber äußern, mit welchen Begriffen die Suchanfragen weiter ausgeführt werden könnte. Auf diese Weise wird der thematische Wortschatz umgewälzt, und neues und altes Vokabular findet in einem authentischen Kontext Verwendung.

  • Englisch / Französisch / Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Le sexisme dans la langue française

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler für Genderaspekte sensibilisiert, indem sie sexistische Elemente und Strukturen in der französischen Sprache entdecken und Strategien kennen lernen, wie diese überwunden werden können. Die Gleichstellung der Frau ist eine der zentralen Forderungen der europäischen Demokratiebewegung. Seit Beginn der französischen Revolution kämpft diese um die Durchsetzung einer ?égalité?, die Männer und Frauen gleich stellen würde. Zeitgleich mit der Französischen Revolution und der Durchsetzung der bürgerlichen Gesellschaft entfaltet sich eine gesellschaftliche Gegenbewegung, die eine Ausgrenzung und Abwertung der Frau betreibt. Betrachtet man die französische Sprache vor dem Hintergrund dieses Kampfes, so findet man in ihr eine Vielzahl von Spuren festgeschrieben. Zu finden sind Elemente, die in sexisischer Weise Frauen ausgrenzen und abwerten, andere Elemente wiederum, die den Gleichstellungskampf widerspiegeln. In der Unterrichtseinheit finden die folgenden Methoden Anwendung: Textanalyse, Interview und Internetrecherche. Notwendig sind bei den Schülerinnen und Schülern Vorkenntnisse im Umgang mit dem Computer und der Web-Recherche mit Suchmaschinen. Die Unterrichtseinheit richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe ab dem vierten Lernjahr, also in der Regel ab der Klasse 10. Ablauf der Unterrichtseinheit Wie die Sequenz, die linguistische und gesellschaftliche Phänomene aufgreift, ablaufen kann, schildert und reflektiert dieser Erfahrungsbericht. Beleuchtung des sprachlichen Phänomens Im ersten Teil der inhaltlich selbstständigen Arbeit nähern sich die Lernenden linguistischen Gesetzmäßigkeiten, hier als "magische Aspekte" bezeichnet, an. Erarbeitung der Hintergründe Zum Ende der Einheit steigen die Lernenden in eine vertiefende Diskussion zu den sprachlichen Phänomenen ein. Sprachlich-inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler können sexistische Strukturen der französischen Sprache finden und beschreiben, indem sie durch die Nutzung von Online-Wörterbüchern und anderen Wörterbüchern recherchieren. erkennen, dass es viele nur in männlicher Form etablierte Bezeichnungen von gesellschaftlich hoch angesehenen Berufen gibt, beispielsweise "le peintre" (Aufgabe 5). herausfinden, dass weibliche Formen von bestimmten Wörtern, die in der männlichen Form neutral oder positiv besetzt sind, eine abwertende sexualisierte Bedeutung enthalten, etwa un courtisan - une courtisane (Aufgabe 3). die Wirkung dieses sprachlichen Phänomens auf sie selbst erfahren und beschreiben (Aufgabe 1). mögliche Ursachen benennen, die diese sexistisch-abwertenden Strukturen erzeugen (Aufgaben 6 und 10). sprachliche Strategien anwenden, um diese Strukturen zu überwinden (Aufgabe 9). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Online-Wörterbücher und gedruckte Wörterbücher benutzen. Thema Faut-il lutter contre le sexisme dans la langue française ? Autor Dr. Achim Schröder Fach Französisch Zielgruppe Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe ab dem 4. Lernjahr, also in der Regel ab der Klasse 10 Referenzniveau ab Referenzniveau B - Selbstständige Sprachverwendung Zeitraum 4 Stunden Medien Internetzugang Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang (am besten für je 2 Personen), Beamer Planung Verlaufsplan "Le sexisme dans la langue française" Avant de commencer Von besonderer Bedeutung ist, die zu erarbeitenden Phänomene auf die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu beziehen und deren unbewusste Denkweisen über das Thema bewusst zu machen. Hierzu eignet sich die Übung "Avant de commencer", in der zunächst (möglichst in Still-, Partner- oder Gruppenarbeit) die persönlichen Voreinstellungen zu der Frage nach der Gleichheit der Geschlechter erarbeitet werden. Geschlechterhomogene Gruppen gestalten Plakate Die Frage "Est-ce que les hommes et les femmes sont égaux ?" wird an die Tafel geschrieben und in einer Schreibkonferenz kommentiert. Als zielführend hat sich erwiesen, eine Schreibkonferenz zu organisieren, in der geschlechterhomogene Gruppen Plakate zu der Frage gestalten. Die Plakate können im Anschluss an den Schreibprozess verglichen werden. Oder aber die Gruppen wechseln die Arbeitsplätze und kommentieren schriftlich die Plakate der anderen Gruppen so lange, bis jede Gruppe jedes Plakat gelesen und kommentiert hat. In einem Auswertungsblitzlicht können die Ergebnisse abgefragt und an der Tafel gesichert werden. Stereotype Denkweisen aufdecken Deutlich wird hier in der Regel werden, welche stereotype Denkweisen Schülerinnen über Schüler und Schüler über Schülerinnen haben. In der Lerngruppe, in der diese Einheit umgesetzt wurde, wurde übrigens in eindeutiger Weise deutlich, dass die Jungengruppen in einer überraschend offenen Art und Weise nahezu einhellig abwertende Äußerungen über die Mädchen notierten, während die Mädchen weniger Abwertendes über Jungen schrieben und stattdessen sehr intensiv ihre Schwierigkeiten reflektierten, Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen. Sprachliche Phänomene aufdecken Im Anschluss an die Schreibkonferenz und an die Auswertung der Plakate kann die Analyse des Satzes "Les hommes et les femmes sont égaux" verdeutlichen, dass die französische Grammatik die Frauen verschwinden lässt, dass das Männliche dem Weiblichen in der Grammatik übergeordnet ist. In gleicher Weise logisch wären ja die Schreibweisen: "Les hommes et les femmes sont égales" und "Les hommes et les femmes sont égaux et égales". Überleitend zu den nächsten Arbeitsschritten kann die Lerngruppe darauf hingewiesen werden, dass sie nun eine Reihe "magischer" sprachlicher Phänomene kennen lernen wird. Est-ce que vous vous sentez concerné(e)s ? Das Thema wird nun auf die Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler bezogen, indem grammatikalische Strukturen erlebbar gemacht werden. Den Schülerinnen und Schülern werden die Sätze der Übung 1 des Materials 1 vorgelesen. Sie sollen durch Ankreuzen entscheiden, ob sie sich angesprochen fühlen oder nicht. Das sprachliche Phänomen Deutlich wird in dieser Phase, dass sich die Schüler wie selbstverständlich nicht angesprochen fühlen, wenn sie mit weiblichen Pronomen angesprochen werden, die Schülerinnen jedoch sehr wohl, wenn sie mit männlichen Formen konfrontiert sind. Wenn die Lerngruppe dies erkennt, erhält sie Einblick in einen "magischen Aspekt" des Französischen: Le français ne traite pas les hommes et les femmes de la même manière. Dans la grammaire française, les hommes sont les plus forts. Le féminin disparaît dès qu'il se trouve mélangé avec le masculin. La forme féminine de quelques mots change leur signification Durch die Arbeit mit Online- und / oder traditionellen Wörterbüchern wird in der nächsten Übung erarbeitet, dass mit der weiblichen Form einige Wörter, die in der männlichen Form eine Wertschätzung ausdrücken, eine sexualisierte Abwertung erfahren, sobald sie in der weiblichen Form gebildet werden. So wird aus einem «courtisan» (celui qui fréquente la cour d'un prince) eine «courtisane» (une femme de mauvaise vie). Die Beispiele sind vielfältig und enthüllen einen zweiten "magischen Aspekt" der französischen Sprache: In Übung 3 wird deutlich, dass weibliche Formen vieler männlicher Substantive eine abwertend-sexualisierte Bedeutung erhalten: Dans la langue française, certains mots valorisent les hommes et dévalorisent les femmes dès que le mot change de genre. Les professions sans nom (féminin) In einer weiteren Wörterbuchrecherche erarbeiten die Schülerinnen und Schüler, dass eine Reihe von gesellschaftlich wertgeschätzten Berufen nicht in der weiblichen Form aufgeführt sind. In Übung 5 des Arbeitsmaterials wird deutlich, dass für höherwertige Berufe in der Regel (noch) keine etablierten weiblichen Formen zur Verfügung stehen. Anmerkungen zur Wörterbucharbeit Bei der Durchführung dieser Übung ist darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht mit aktuellen Wörterbüchern arbeiten. In einigen der aktuellen Ausgaben sind viele Berufsbezeichnungen inzwischen feminisiert. Es bietet sich an, ältere Wörterbücher aus der Lehrbuchsammlung der Schule zu benutzen und die Bearbeitung besser nicht als Hausaufgabe durchführen zu lassen. Aber auch Online-Wörterbücher haben häufig die weiblichen Berufsbezeichnungen noch nicht aufgenommen. Bei der Arbeit mit den Wörterbüchern wird deutlich: La langue française exclu les femmes des métiers de valeur. L'origine de la grammaire sexiste Durch die Erarbeitung eines fachwissenschaftlichen Textes wird eine Ursache für die Etablierung der sexistischen Strukturen im Französischen aufgedeckt. Hier wird zunächst deutlich, dass die sexistisch-abwertenden Strukturen des Französischen der Sprache nicht naturwüchsig innewohnen, sondern dass sie mit dem Beginn der Neuzeit als Norm festgelegt worden sind. Rekonstruktion von Berufsbezeichnungen Diese Erkenntnis wird in der Übung 6.2 des Materials 1 vertieft, indem einige verlorengegangene, vor der Normierung der Grammatik jedoch noch üblichen Berufsbezeichnungen in weiblicher Form rekonstruiert und schriftlich gesichert werden. Est-ce qu'il faut changer la langue française ? Die Frage, die sich angesichts dieser sprachlichen Strukturen - nicht nur in der französischensprachigen Welt - stellt, ist die nach einer Korrektur und Überwindung sexistischer Elemente. Disput zwischen Modernisierern und Traditionalisten Zwei gegensätzliche Positionen werden in der Übung 7 erarbeitet: ein Plädoyer für eine Modernisierung der französischen Sprache sowie eines gegen die Reformbemühungen. Zu erwarten ist - und die Unterrichtserfahrung untermauert diese Annahme -, dass in einer Lerngruppe keinesfalls eine Mehrheit begeistert für eine radikale Erneuerung der Sprache eintreten wird. Der in den Texten angelegte Disput zwischen Modernisierern und Traditionalisten verhilft so, die in einer Lerngruppe vorhandene Spaltung in Reformer und Konservative zu verdeutlichen und sprachlich zu artikulieren. Methodische Anmerkung Methodisch bietet sich an, die Texte zunächst in Still- oder Partnerarbeit erschließen zu lassen, indem entweder Fragen an die Verfassenden oder die Antworten auf mögliche Fragen erarbeitet werden. Da die Texte einen hohen Schwierigkeitsgrad haben, ist hier eine Hilfestellung durch die Lehrkraft notwendig. Die erarbeiteten Fragen und Antworten können in Form von Interviews, die im Plenum durchgeführt werden, angewendet werden. Die sich in den Interviews ergebenden Einsichten sollten dann in Form eines Tafelbildes gesichert werden. Streitgespräch Möglich ist es, im Anschluss an diese Sicherungsphase ein Streitgespräch spielen zu lassen, entweder im Plenum oder in Kleingruppen zu vier bis sechs Schülerinnen und Schülern. Wichtig wäre hier, eine konkrete Zielvorgabe zu benennen. Als hilfreich hat sich erwiesen, die Lerngruppe dazu zu verpflichten, eine Einigung darüber zu erzielen, ob eine neue (Schul)Grammatik des Französischen zu schreiben sei. In einem vorgegebenen Zeitrahmen sollen die Schülerinnen und Schüler über dieses Problem diskutieren und eine Entscheidung treffen und begründen. Die Entscheidungen und Begründungen werden dann im Plenum vorgetragen und miteinander verglichen. Wandzeitung: Comment féminiser la langue française ? In der Übung 8 lernen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Möglichkeiten einer Sprachreform kennen und sollen entscheiden, welche Formen sie bevorzugen würden, wenn eine Reform der französischen Sprache die Gleichbehandlung von Frauen und Männern durchsetzen sollte. Reizvoll wäre es, mit einem interessierten Kurs, eine Reformgrammatik zu verfassen und diese im Rahmen einer Ausstellung als Wandzeitung der Schulöffentlichkeit zu präsentieren. Wortbildung: La féminisation des métiers Mithilfe von modernen Wörterbüchern, Online-Lexika und Fachartikeln werden die Lösungen recherchiert, die vor allem in Belgien und im Quebec gefunden worden sind, um Berufsbezeichnungen zu modernisieren und mit weiblichen Formen zu versehen. Vorbereitung und Durchführung des Abschlussplenums In einer abschließenden Arbeitsphase werden mögliche Ursachen für die diskriminierenden sprachlichen Strukturen erörtert und Handlungsfelder eröffnet, um diesen entgegenzuwirken. Ein abschließendes Plenumsgespräch wird mithilfe des Arbeitsblattes (Aufgabe 10) in Stillarbeit vorbereitet. Klausur Die Materialien 2 und 3 bieten Textgrundlagen, die zur Gestaltung einer längeren abschließenden Hausarbeit oder einer Klausur genutzt werden können.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

SMART Trick: Kreative Kurzfilme erstellen

Unterrichtseinheit

Daumenkino ade? Nicht ganz! Stop-Motion-Filme nutzen das Prinzip: Schülerinnen und Schüler werden zu Regisseurinnen und Regisseuren eines Films, mit dem sie sich kreativ Lernenden ihrer spanischen Partnerklasse vorstellen können. Film ab! In dieser Unterrichtseinheit erstellen Schülerinnen und Schüler mithilfe eines SMART Boards einen kleinen Trickfilm, um sich ihren (eTwinning-)Partnerschülerinnen und Partnerschülern in Spanien vorzustellen. Die Lernenden erstellen vorab einen Dialog und ein Szenario, das sie anschließend kreativ an einem SMART Board umsetzen. Mithilfe der Stop-Motion-Technik werden einzelne Bilder fotografiert und mit einem Videoschnitt-Programm zum Leben erweckt. Anschließend werden die Figuren synchronisiert und erhalten so neben der Bewegung die passenden Stimmen. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich in dem Projekt "SMART Trick" mit der Verfilmung und Vertonung eines eigenen Stop-Motion-Films. Durch die gewählte Präsentationsform erzielt die Unterrichtseinheit bei Schülerinnen und Schülern eine große Motivation, sich der eTwinning-Partnerklasse vorzustellen. Durchführung der Unterrichtseinheit Drehbuch schreiben, editieren, synchronisieren: Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Bilder in Ihrem Unterricht laufen lernen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Sprachkompetenzen in den Bereichen Alltagsleben (Hobby, Sport, Alltag) und soziales Umfeld (Freunde, Freundschaft) erweitern, um diese während eines Austausches aktiv anwenden zu können. in der Fremdsprache kreativ mit Medien umgehen. ihre Arbeitsergebnisse ansprechend präsentieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das SMART Board aktiv nutzen. Standardprogramme einsetzen. Inhalte mit Medien gestalten, diese visualisieren und präsentieren. die eigene Medienkompetenz ausbauen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen sich über die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen austauschen und dabei kommunikative Kompetenzen ausbauen. Teamkompetenzen und Teamentwicklungskompetenzen ausbauen, indem sie den Austausch von Ideen innerhalb der Gruppe erproben. Problemlösungskompetenzen aufbauen: Was passiert, wenn Inhalte sich nicht verwirklichen lassen wie gedacht? Den Schülerinnen und Schülern werden Inhalte und Phasen der Unterrichtseinheit vorgestellt und erklärt. Sie erfahren, was das Stop-Motion-Prinzip ist und wie es funktioniert. Außerdem werden sie in die Funktionsweise und Bedienung einer Digitalkamera eingewiesen. Die Schülerinnen und Schüler sollen mithilfe eines Arbeitsleitfadens in Kleingruppen kreativ mit ihrem Projekt umgehen und sich dabei an die Vorgaben halten (Arbeitsblatt 1). Dazu erstellen sie zunächst einen Ablaufplan und einen kleinen Dialog. In der Notebook-Bibliothek des SMART Boards suchen sie geeignete Grafiken. Schritt 1: Grafiken fotografieren Wenn die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal einen Stop-Motion-Film erstellen, sollte der "Film" maximal 20 Sekunden, also 20 Bilder, lang sein. Sie ziehen die Grafiken auf das SMART Board und fotografieren mit einer Digitalkamera das erste Bild. Schritt 2: Fotoserie erstellen Im weiteren Verlauf bewegen die Schülerinnen und Schüler ihre Figur immer etwas weiter auf dem SMART Board, fotografieren sie und erstellen auf diese Weise insgesamt 20 Fotos. Schritt 3: Importieren in Software Nachdem alle gewünschten Fotos aufgenommen worden sind, werden diese auf den Desktop des Boards und dann per Drag and Drop in das Programm iStop Motion gezogen. Dort werden sie der Reihenfolge nach sortiert und können dann (zunächst noch) ohne Ton als Bildfolge abgespielt werden. In diesem Schritt stellen die Schülerinnen und Schüler die erarbeiteten Texte über ihre Person vor. Als Aufzeichnungsmöglichkeiten kommen in Betracht: Mobiltelefon MP3-Player (beispielsweise der iPod nano mit Tonaufnahmefunktion) integriertes Mikrofon des Laptops oder Computers externes Mikrofon. Schritt 5: Abgleich von Audio- und Bildspur Die Audioaufnahmen werden auf ihre Richtigkeit überprüft und anschließend in das iStop-Motion-Projekt eingefügt. Abschließend müssen die Schülerinnen und Schüler noch überprüfen, ob die Audiospur und die Bildspur gleich lang sind. Dann kann das Projekt exportiert werden, und es gilt: Film ab! Wie das fertige Ergebnis aussehen könnte, zeigt ein kleiner Beispiel-Film.

  • Spanisch / Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Composez la meilleure équipe de France

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für den Französisch-Unterricht dürfen die Schülerinnen und Schüler über die Aufstellung einer Fußball-Nationalmannschaft entscheiden: Durch Internet-Recherche und Gruppenpuzzle-Arbeit werden sie zu Expertinnen und Experten des französischen Fußballs.Ziel des Unterrichtsprojekts ist es, in einer Simulation dem französischen Nationaltrainer Raymond Domenech dabei zu helfen, die besten elf Spieler für die Fußball-Weltmeisterschaft zu finden und ihnen die optimale Position auf dem Spielfeld zuzuteilen. Die Lernenden erweitern dabei ihre sprachlich-kommunikativen Kompetenzen und ihre Medienkompetenz, indem sie im Internet Informationen über französische Fußballer sammeln und in Kleingruppen darüber diskutieren, welche Spieler der Nationaltrainer im ersten Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft auf welcher Position aufstellen sollte. Öffentliche Diskussion in Frankreich um die Aufstellung der Nationalmannschaft Die "équipe tricolore" schaffte in den vergangenen Jahren nur mit Mühe die Qualifikation zu den großen internationalen Turnieren. Den französischen Nationaltrainer Raymond Domenech zu kritisieren und alternative Entscheidungen über die Zusammenstellung der französischen Nationalelf vorzuschlagen, ist in Frankreich zu einem Volkssport geworden. Dies belegt ein Blick in Kommentare des Internetsportportals www.eurosport.fr . Das Thema "équipe tricolore" im Französischunterricht zu behandeln, ist deshalb ein landeskundlich überaus interessantes Vorgehen. Gendergerechter Unterricht Die Unterrichtseinheit berücksichtigt in besonderer Weise Überlegungen zum gendergerechten Unterricht. Durch eine Orientierung an den Themen Sport und Landeskunde bietet sie eine Vorgehensweise an, die den thematischen Vorlieben vieler fußballinteressierter Jungen entgegenkommt. Aber auch mehr und mehr Mädchen interessieren sich in Zeiten des florierenden Mädchenfußballs und wenige Wochen vor der Fußball-WM für diesen Themenbereich. Die vorliegende Einheit sieht vor, methodisch einem genderstereotypen Rollenverhalten entgegenzuwirken. Dadurch, dass das Thema in geschlechterhomogenen Arbeitsgruppen bearbeitet wird, soll eine "Entdramatisierung" der Geschlechterdifferenz bewirkt werden. Durchführung der Unterrichtseinheit Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung der Durchführung in neun Arbeitsschritten. Auf die benötigten Arbeitsblätter wird an den entsprechenden Stellen verlinkt. Alternative Aufgabenstellung: Individuelle Lernwege Um den Lernenden einen weiteren individuellen Lernweg zu eröffnen, ist ein binnendifferenzierendes Vorgehen bei der Vorbereitung einer simulierten Pressekonferenz denkbar. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen die Rolle einer Beraterin oder eines Beraters des Nationaltrainers und bestimmen die Besetzung der Positionen einer bestimmten Spielergruppe (Torwart, Abwehrspieler, Mittelfeldspieler oder Angreifer). recherchieren in Einzel- oder Partnerarbeit Informationen über einzelne Spieler (Mindeststandard ein Spieler, Regelstandard zwei Spieler, Expertenstandard drei oder mehr Spieler) und notieren diese sorgfältig. diskutieren in arbeitsteiliger Gruppenarbeit, die Teil einer Gruppenpuzzle-Arbeit ist, in den arbeitsauftragshomogenen Expertengruppen, welche die besten Spieler sind und auf welchen Positionen die Spieler genau spielen sollen (zum Beispiel links oder rechts). diagnostizieren in einem lernwegbegleitenden Test selbstständig, ob sie die inhaltlichen Lernziele erreicht und die sprachlich-kommunikativen Kompetenzen erworben haben, die sie benötigen, um ihre Entscheidung auf einer Pressekonferenz zu begründen. stellen die ausgewählten Spieler in neu zusammengesetzten Trainerteamgruppen vor. legen in den Trainerteamgruppen eine Aufstellung fest. stellen das Ergebnis in einer simulierten Pressekonferenz vor und begründen ihre Entscheidung. übernehmen die Rolle von Sportjournalistinnen und -journalisten und kritisieren die Entscheidungen begründet. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren die Namen der wahrscheinlichen Kandidaten im Internet. steigern ihre Medienkompetenz durch die Verknüpfung und Beurteilung unterschiedlicher Informationen. Die Lernenden erhalten Arbeitsblatt 1, auf dem der Arbeitsauftrag als "Lernaufgabe" formuliert ist. Die Aufgabenstellung wird besprochen, und ein Selbstreflexionsbogen wird ausgefüllt, der den Lernenden hilft, zu erkennen, was von ihnen erwartet wird, was sie bereits können und was sie noch lernen werden. Das Arbeitsblatt dient auch zur späteren Evaluation der Unterrichtseinheit. Vokalbelliste rund um das Thema "Fußball" Die Vokabelliste auf Arbeitsblatt 2 und dem Lösungsblatt zu Arbeitsblatt 2 dient als Grundlage für die Erarbeitung des Wortfeldes. Zunächst gilt es, die Wortliste durch eine Übersetzung zu erschließen. Die gefundenen Lösungen können durch das Lösungsblatt korrigiert werden. Strukturierung des Wortschatzes und Selbstreflexion Die Übung auf Arbeitsblatt 3 dient dazu, die Wörter zu einem Wortfeld zu strukturieren. Nach der Bearbeitung von Arbeitsblatt 3 müssen die Schülerinnen und Schüler in Selbstreflexion klären, wie gut sie die Wörter schon kennen und wie sie sie lernen werden. Die Ergebnisse dieser Selbstreflexion werden im Plenum in einer Blitzlichtrunde besprochen. Im nächsten Schritt werden die Faktoren einer erfolgreichen Fußballmannschaft durch die Auswahlübung auf Arbeitsblatt 4 erarbeitet. Die Kenntnis dieser Faktoren ist für die weitere Arbeit wichtig, denn unter anderem auf der Grundlage dieser Faktoren muss später unter den möglichen Fußballspielern eine Auswahl getroffen werden. Die möglichen Kandidaten für die Nationalmannschaft werden im Internet recherchiert. Die Namen der gefundenen Kandidaten werden auf einem Plakat gesammelt und auf Arbeitsblatt 5 notiert. Ob die gefundene Lösung wahrscheinlich ist, können die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Musterlösung zu Arbeitsblatt 5 überprüfen. Auf eine freie Internetrecherche kann verzichtet und alternativ auf den Text auf Arbeitsblatt 14 zurückgegriffen werden. Bilden geschlechterhomogener Gruppen In einem weiteren Schritt werden Expertengruppen gebildet. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass hier geschlechterhomogene Gruppen gebildet werden, um den beiden Geschlechtern möglichst viel Freiraum für ein selbstbestimmtes, von geschlechterstereotypen Reaktionsformen unabhängiges Arbeiten zu geben. Erste Gruppenpuzzle-Phase In einer ersten Gruppenpuzzle-Arbeitsphase recherchieren die Lernenden getrennt nach den Positionen gardien, défenseur, milieu de terrain und attaquant in den Expertengruppen Informationen über die einzelnen Kandidaten. Das Ergebnis der Recherchen wird auf Arbeitsblatt 6 notiert. Um die Arbeit mit dem Arbeitsblatt zu erleichtern, recherchiert die Lerngruppe zunächst gemeinsam Informationen zu Franck Ribéry. Die gefundenen Informationen können mit dem Lösungsblatt zu Arbeitsblatt 6 verglichen werden. Wichtig ist, dass die von den Mitschülerinnen und Mitschülern recherchierten Informationen für alle anderen in der Gruppe fotokopiert und damit zur Verfügung gestellt werden. Diese Blätter werden in der späteren Gruppenpuzzle-Phase benötigt. Am Ende dieser Arbeitsphase stellen die Schülerinnen und Schüler die Spieler vor, deren Porträts sie bearbeitet haben, und entscheiden, welche ihrer Meinung nach die besten sind (Arbeitsblatt 7). Bevor die Gruppen gewechselt werden, evaluieren die Lernenden ihren Lernstand, damit sie so gut wie möglich vorbereitet in die nächste Gruppenarbeitsphase gehen. Die Lernenden verfassen in einer Schreibphase einen exemplarischen Kurzvortrag über Franck Ribéry, wie sie ihn auch auf der später zu simulierenden Pressekonferenz halten werden. Sie tauschen ihre Texte mit ihren Sitznachbarn, erhalten von diesen eine Rückmeldung und reflektieren in einem Selbstdiagnosebogen ihre Kompetenzstärken und -schwächen. Hierzu erhalten sie eine Musterlösung zur Selbstkorrektur (Arbeitsblatt 8 und Lösung zu Arbeitsblatt 8). Mit Arbeitsblatt 9 können die Lernenden ihre Kompetenz, einen Spieler zu präsentieren, weiter vertiefen, indem sie ihren Vortrag nun mit ergänzenden sprachlichen Hilfen weiter ausformulieren. Auflösung der Expertengruppen Die Expertengruppen werden aufgelöst und zu gemischten Gruppen neu zusammengesetzt. Die Gruppen sollten, wenn möglich, ebenfalls geschlecherhomogen sein, um zu verhindern, dass sich die Mädchen möglicherweise als nicht zuständig empfinden. In diesen Gruppen stellen die Lernenden als Experten und Expertinnen ihre Lieblingsspieler vor und begründen ihre Auswahl. Die Gruppe einigt sich auf eine Mannschaftsaufstellung, die eine Schülerin oder ein Schüler zur Ergebnissicherung (Arbeitsblatt 10) notiert und die von anderen auf einem Plakat oder mit PowerPoint zur Präsentation ausgearbeitet wird. Verstärkung der Problemorientierung Die Problemorientierung kann in dieser Phase verstärkt werden, wenn die Gruppengröße verdoppelt wird, also nicht jeweils ein Experte, sondern zwei Expertinnen oder Experten pro Position teilnehmen. So entstünden Gruppen mit acht Schülerinnen oder Schülern. Da in den Expertengruppen unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden dürfen, muss die Gruppe gemeinsam eine Diskussion über die richtige Besetzung der Positionen führen. Wer die Rolle von Raymond Domenech übernehmen möchte, erhält das Arbeitsblatt 11 und leitet die Gruppenarbeit. Sie oder er achtet durch Leitfragen gesteuert darauf, dass die ausgewählten Spieler möglichst gut miteinander harmonieren und der Arbeitsprozess zu Ende geführt wird. Vor Beginn der Simulation muss die Gruppe bestimmt werden, die die Rolle des Trainerteams übernimmt. Die Mitglieder der anderen Gruppen übernehmen die Rollen der Journalistinnen und Journalisten. Eine Schülerin oder ein Schüler der gemischten Gruppen übernimmt die Rolle von Raymond Domenech, die anderen die Rolle seiner Assistenten und präsentieren ihre Entscheidung. Als Hilfe und zur Strukturierung erhalten die Lernenden Arbeitsblätter mit sprachlichen Hilfestellungen und einem Ablaufplan (Arbeitsblätter 12 und 13). Die anderen Lernenden übernehmen die Rolle von anwesenden Journalistinnen und Journalisten und stellen kritische Fragen. Am Ende der Einheit werden das Ergebnis und der Ablauf der Unterrichtseinheit evaluiert, indem die Lernenden auf die Fragen von Arbeitsblatt 1 erneut antworten. Binnendifferenzierendes Vorgehen Um Schülerinnen und Schülern, die sich nur schwer für eine Beschäftigung mit den sportlichen Aspekten des Themas "Fußball" motivieren lassen, einen zweiten individuellen Lernweg zu eröffnen, ist ein binnendifferenzierendes Vorgehen denkbar. Erweiterung des Fragenkatalogs In Schritt 7 der Unterrichtseinheit können einige Schülerinnen und Schüler alternativ einen zusätzlichen Aspekt für die Pressekonferenz vorbereiten: Mithilfe des Internets sollen sie Gründe für die schlechten Popularitätswerte des französischen Fußball-Nationaltrainers Raymond Domenech und der französischen Nationalmannschaft recherchieren und aus den Rechercheergebnissen zusätzliche Fragen für die simulierte Pressekonferenz ableiten. Zum folgenden Arbeitsauftrag sollen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen arbeiten: Pourquoi est-ce que Raymond Domenech et l'équipe de France sont devenus si peu populaire en France? Faites une recherche sur Internet et préparez des questions pour la conférence de presse sur les sujets suivants: La demande en mariage de Raymond Domenech Les fautes de communication de Raymond Domenech La lettre de Zahia à Raymond Domenech La main de Thierry Henry

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Fußballclips untertiteln

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für einen produktionsorientierten Spanisch-Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler durch das populäre Videoportal YouTube zur produktiven und kreativen Spracharbeit angeregt.Neben Spanien nehmen die Nationalmannschaften spanischsprachiger südamerikanischer Länder an der Fußball-Weltmeisterschaft regelmäßig teil: Chile, Mexiko, Argentinien, Honduras, Paraguay und Uruguay. Die Werbeindustrie feiert die Teams mit stimmungsvollen Fußballclips, die die Zuschauer bunt, kämpferisch und emotional auf das Fußball-Großereignis einstimmen und die Spieler als Helden glorifizieren. Mithilfe des kostenlosen Web 2.0-Dienstes dotSUB können die Schülerinnen und Schüler diese Filme mit eigenen Untertiteln versehen, um das Hör-Seh-Verstehen mit Vokabelerklärungen und Sachinformationen zu erleichtern und gleichzeitig die besondere Atmosphäre und Stimmung der Spots zu versprachlichen.Im Unterricht erfolgt das Hör-Seh-Verstehen häufig über das reine Rezipieren des präsentierten Films und wird durch geschlossene, offene oder halboffene Aufgabenformate wie Lückentext, Multiple Choice oder Note Taking überprüft. Die Methode der Erstellung von Untertiteln zielt in der vorliegenden Unterrichtseinheit weniger darauf ab, gesprochene Sprache textgetreu zu transkribieren, als vielmehr Sprach- und Bildimpulse kreativ und produktorientiert umzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Wirkung, die von den lustigen, temperamentvollen und emotionsgeladenen Videoclips auf die Zuschauerinnen und Zuschauer ausgeht. Diese Eindrücke sollen in kurzen und prägnanten Untertiteln versprachlicht werden. Ablauf der Unterrichtseinheit Hier wird der Ablauf der Unterrichtsreihe "Fußballclips untertiteln" detailliert dargestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen Videoclips inhaltlich, indem sie die zentralen Aussagen von Texten und Bildern zusammenfassen, interpretieren und versprachlichen. erhalten aus der Rezeption der Videoclips Anregungen für kreative Spracharbeit. notieren sprachliche Besonderheiten (Grammatik, Lexik, Register). sammeln landeskundliche Informationen. vertiefen, erweitern und festigen ihren Wortschatz zu den lexikalischen Themenfeldern "fútbol" und "emociones". Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler registrieren sich beim Web 2.0-Dienst dotSUB. untertiteln Videoclips und stellen sie einem geschlossenen Nutzerkreis zur Verfügung. In Untertiteln muss man sich kurz fassen: Die Notwendigkeit, sich auf wenige Textzeichen zu reduzieren, ist schon durch die überwiegend rasante Bildfolge der Clips vorgegeben. Die Schülerinnen und Schüler müssen auf engem Raum so viele Eindrücke und Informationen wie möglich unterbringen. Eine vergleichbare Ausgangslage birgt die Textproduktion mit Kommunikationswerkzeugen wie Twitter und SMS im Sprachunterricht, da auch hier der Zeichenumfang beschränkt ist. Die Lernenden untertiteln die Fußballclips mit kurzen Einblendungen in Form von knappen und prägnanten Vokabel-Erläuterungen, Sachinformationen und Bildbeschreibungen. Direkte Untertitel-Methode Die rein rezeptive Methode legt den Fokus auf den Informationsgehalt direkter Bild- und Textinformationen. Die Schülerinnen und Schüler übersetzen oder umschreiben Vokabeln und Wendungen ins Deutsche und erläutern diese auf Spanisch. transkribieren zentrale Textaussagen. beschreiben Handlungen, Personen und Gegenstände. geben Sachinformationen zu Fußball, Land und Leuten. Indirekte Untertitel-Methode Bei dieser Methode lenken die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Aufmerksamkeit auf die nonverbalen Bildimpulse und die indirekten Textinformationen. Die Schülerinnen und Schüler fangen Stimmungen und Gefühle auf. entschlüsseln Botschaften. erkennen kulturspezifische Anspielungen. Motivationssteigerung durch Videoclips Die Textgattung Videoclip eignet sich besonders für eine kreative und outputorientierte Spracharbeit, da Clips kurz, kompakt und eindringlich sind. Die Bilder sprechen für sich und kommen häufig ohne Worte aus. Die kurzen Filme enthalten überraschende und witzige Elemente, die die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler erregen und Neugier wecken. Das authentische Textmaterial ist nicht didaktisiert und spielt auf unterhaltsame Weise auf kulturspezifisches Wissen an. Dies erleichtert den Lernenden den Zugang zu interkulturellen und landeskundlichen Themen. Zudem entsprechen die Spots den Sehgewohnheiten der jungen Menschen und erzeugen einen Motivationsschub im Unterricht. Technische Vorbereitung Eine entscheidende Voraussetzung zur Durchführung der Unterrichtseinheit ist der uneingeschränkte schulische Zugriff auf das Videoportal YouTube sowie auf den Web 2.0-Dienst dotSUB. Die Nutzung von dotSUB setzt voraus, dass sich Lernende und Lehrende dort registrieren lassen. Hierfür ist eine gültige E-Mail-Adresse notwendig. Zum Schutz der Privatsphäre empfiehlt sich die Verwendung eines Alias-Benutzernamens. Ablaufplanung Der Einstieg in die Unterrichtsreihe dient dazu, den thematischen Wortschatz zu den Themen "fútbol" und "emociones" zu aktivieren und zu erweitern. Anschließend untertiteln die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Lehrperson gemeinsam einen Fußballclip. Hierbei lernen sie die direkte und indirekte Untertitel-Methode kennen und anzuwenden und machen sich technisch mit dotSUB vertraut. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit präsentiert und diskutiert. Einstieg: Thematische Wortfeldarbeit Die Schülerinnen und Schüler erstellen in Gruppenarbeit mithilfe eines MindMapping-Programms (oder notfalls auf Papier) Wortnetze zum Thema "fútbol" und "emociones". Hierzu aktivieren sie ihr Vorwissen und verwenden Online-Ressourcen. Die einzelnen Gruppen stellen im Plenum ihre Ergebnisse vor und ergänzen fehlende Wörter. Den ersten Fußballclip gemeinsam untertiteln Der kolumbianische TV-Sender Caracol TV stimmt mit der Kampagne "Gol Caracol" auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ein. Zwar hat sich Kolumbien nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert, doch der TV-Sender ist an hohen Einschaltquoten interessiert und wirbt für sein Sportprogramm. Zunächst wird dieser Beispiel-Clip einmalig präsentiert, und die Schülerinnen und Schüler fassen den Inhalt mündlich zusammen. Anschließend bearbeiten sie im Unterrichtsgespräch mit der Lehrperson den Clip auf inhaltlicher und analytischer Ebene; hierzu erhalten die Lernenden ein Arbeitsblatt mit einem Leitfaden. Die Untertitel werden von den Schülerinnen und Schülern abwechselnd und für alle sichtbar am Lehrerrechner eingegeben. Auf diese Weise können sich die Lernenden so früh wie möglich mit der Bedienung von dotSUB und der Untertitel-Erstellung vertraut machen. Fußballclips in Gruppenarbeit untertiteln Die Lerngruppe wird in Dreier- oder Vierer-Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe wählt einen Clip aus, um diesen gemeinsam nach der direkten und indirekten Untertitel-Methode zu bearbeiten. In der Linkliste finden Sie eine eine Auswahl von Video-Clips, die zum Untertiteln geeignet sind. Untertitel speichern und überarbeiten Nachdem der fertige Clip gespeichert wurde, können die Untertitel jederzeit überarbeitet werden. Diese Möglichkeit haben die Lernenden, indem sie unter der Registerkarte "Video Properties" zunächst die Option "Mark transcript not complete" aktivieren. Es können allerdings nur Videos überarbeitet werden, die zuvor als "nicht fertig untertitelt" markiert wurden. Achtung: Privatsphäre schützen Die Videos können entweder der gesamten Welt oder nur ausgewählten Mitgliedern der dotSUB-Community gezeigt werden. Die Auswahl treffen die Schülerinnen und Schüler unter der Option "Video Properties: Change permissions". "General Permissions: Everyone can view this video: click here to make it private": Mit dieser Option kann das Video nur von Personen gesehen werden, die die Schülerinnen und Schüler bestimmen. "Advanced Permissions: This video is not displayed on public listing pages; Add User OR Add Group": Da sich alle Schülerinnen und Schüler bei dotSUB angemeldet haben, können sie als User hinzugefügt werden und erhalten somit das Recht, das Video anzuschauen. Zunächst wird der Originalclip ohne Untertitel allen Lernenden mittels Beamerprojektion gezeigt. Anschließend wird der untertitelte Fußballclip präsentiert und kommentiert. Schließlich wird der untertitelte Clip mit den Ergebnissen, die sich aus der Diskussion mit dem Originalfilm ergeben haben, verglichen.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Fremdsprachen

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fremdsprachen-Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache (DaF/DaZ) oder Latein: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht. 

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