Le sexisme dans la langue française

Unterrichtseinheit
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Veröffentlicht am 29.06.2026

In dieser Unterrichtseinheit für Französisch in der Sekundarstufe II analysieren Lernende sexistische Strukturen, entdecken historische Ursachen und erproben Strategien der Sprachreform – vom generischen Maskulinum bis zur Feminisierung von Berufsbezeichnungen. Mit klaren Phasen, Wörterbucharbeit, Debatte und Materialien für etwa vier Unterrichtsstunden.

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Beschreibung der Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit beleuchtet, wie sich Sexismus in der französischen Sprache zeigt, welche historischen Entwicklungen ihn verfestigt haben und wie zeitgemäße Reformansätze aussehen können. Lernende der Sekundarstufe II untersuchen reale Phänomene – vom generischen Maskulinum bis zu Bedeutungsverschiebungen in femininen Wortformen – und entwickeln darauf aufbauend eigene, begründete Sichtweisen. 

Was erhalten Sie konkret?

  • Ein klar strukturiertes Vorgehen für etwa vier Unterrichtsstunden, das Analyse, Recherche, Diskussion und Ergebnissicherung verzahnt.
  • Arbeitsblätter zu Einstiegsfragen, Wörterbucharbeit, historischen Hintergründen, Pro- und Contra-Argumenten für Sprachreformen sowie zur Feminisierung von Berufsbezeichnungen.
  • Anleitungen für geschlechterhomogene Schreibkonferenzen, Plakatarbeit, Interviews, Streitgespräche und eine abschließende Positionierung der Lerngruppe.
  • Aufgaben, die Online-Wörterbücher und Fachartikel einbinden und die Medienkompetenz fördern. 

Die Einheit beginnt mit einer Schreibkonferenz zur Leitfrage "Sind Frauen und Männer gleich?". Anschließend analysieren Lernende grammatische Strukturen ("Les hommes et les femmes…") und erleben deren Wirkung an sich selbst. Sie recherchieren Bedeutungsverschiebungen (zum Beispiel courtisan/courtisane) und prüfen, inwieweit Berufsbezeichnungen feminisiert sind. Historische Texte eröffnen Ursachen und Kontinuitäten. Abschließend setzen sich die Lernenden argumentativ mit Reformoptionen auseinander (Feminisierung, alternative Formulierungen) und entscheiden begründet, welche Maßnahmen Gleichbehandlung in der Sprache fördern. Durch die Kombination aus sprachsystematischer Analyse, Quellenstudium und Debatte ist die Einheit bundesweit anschlussfähig und unterstützt eine sachlich fundierte Urteilsbildung.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozialform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Zielsetzung und Vorkenntnisse 

Die Lernenden erkennen sprachliche Mechanismen, durch die Frauen unsichtbar gemacht oder abgewertet werden, und reflektieren deren Wirkung auf das eigene Verständnis. Vorausgesetzt werden solide Sprachkompetenzen im vierten Lernjahr (typisch ab Klasse zehn) sowie Erfahrungen mit Wörterbucharbeit und Recherche. 

Methodik und Phasen

  • Aktivierender Einstieg: Schreibkonferenz und Plakatarbeit machen Vorannahmen sichtbar und schaffen Betroffenheit, ohne zu moralisieren.
  • Systematische Analyse: Anhand ausgewählter Beispielsätze und Lexikoneinträge identifizieren die Lernenden das generische Maskulinum, semantische Verschiebungen bei femininen Formen sowie Lücken bei Berufsbezeichnungen.
  • Historischer Kontext: Fachtexte verdeutlichen, dass Normierungen sexistische Muster nicht zufällig, sondern bewusst etabliert haben.
  • Argumentative Auseinandersetzung: Pro- und Contra-Positionen zu Sprachreformen werden rekonstruiert, verglichen und in Streitgesprächen erprobt; die Lerngruppe entwickelt eine begründete Entscheidung.
  • Transfer/Produkt: Je nach Verlauf erstellen die Lernenden eine kleine „Reformgrammatik“ oder eine Wandzeitung mit Leitlinien für inklusive Formulierungen. 

Differenzierung, Diagnose und Bewertung

Leistungsheterogenität wird durch Sozialformen (Still-, Paar-, Gruppenarbeit; Plenum), sprachliche Gerüste (Satzstarter, Frageleitfäden) und Wahlaufgaben adressiert. Formative Diagnose erfolgt über Plakate, Interviewfragen, Argumentationsraster und kurze schriftliche Reflexionen; eine summative Überprüfung ist mit dem bereitgestellten Test möglich. Mögliche Kriterien: sprachsystematische Korrektheit, Quellenbezug, argumentative Stringenz, adressatengerechte Darstellung. 

Inklusion, Sprachbildung, Medienbildung Die Einheit fördert Sprachbewusstheit, Perspektivübernahme und respektvolle Diskurskultur. Technisch versierte Lernende können Online-Ressourcen tiefergehend nutzen; Wörterbucharbeit ermöglicht zugleich einen niederschwelligen Zugang. Medienkompetenz wird durch die gezielte Recherche in Online- und Print-Wörterbüchern sowie durch die Bewertung von Fachartikeln gestärkt.

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Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz 

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren sexistische Strukturen in der französischen Sprache. 
  • analysieren das generische Maskulinum und seine Wirkungen auf Bedeutungszuweisungen. 
  • beschreiben Bedeutungsverschiebungen zwischen männlichen und weiblichen Wortformen (zum Beispiel courtisan/courtisane). 
  • recherchieren und vergleichen feminisierte und nicht feminisierte Berufsbezeichnungen. 
  • erklären historische Ursachen für die Etablierung sexistischer Sprachnormen. 
  • entwickeln und begründen Positionen zu Reformoptionen der Sprachverwendung.

Medienkompetenz 

Die Schülerinnen und Schüler

  • nutzen Online-Wörterbücher und gedruckte Wörterbücher zielgerichtet zur Belegrecherche. 
  • prüfen Quellen auf Nachvollziehbarkeit und bewerten deren Aussagekraft. 
  • dokumentieren Rechercheergebnisse nachvollziehbar und zitieren korrekt. 
  • bereiten Informationen strukturiert auf und visualisieren Ergebnisse (zum Beispiel Plakat oder Wandzeitung). 
  • setzen digitale Werkzeuge zur Recherche, Textaufbereitung und Präsentation sachgerecht ein.

Sozialkompetenz 

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten in geschlechterhomogenen und gemischten Gruppen kooperativ zusammen. 
  • führen respektvolle Diskussionen und vertreten Positionen adressatengerecht. 
  • geben konstruktives, kriteriengeleitetes Feedback. 
  • moderieren Streitgespräche und treffen begründete Gruppenentscheidungen. 
  • präsentieren Arbeitsergebnisse verständlich und zielgruppenorientiert.
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Autor

Portrait von Dr. Achim Schröder
Dr. Achim Schröder

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