Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Schülerinnen und Schüler diskutieren in einer Gruppe
Tipp der Redaktion

Dilemma-Diskussion: Demokratieerziehung im Unterricht

Hier entdecken Schülerinnen und Schüler, wie Moral und Demokratie zusammenhängen. Sie stärken ihre Argumentationsfähigkeit und erarbeiten wichtige Kompetenzen für eine demokratische Gesellschaft.

Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Sophie Scholl
Tipp der Redaktion

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

In dieser Einheit wird das Thema "Sophie Scholl und die Weiße Rose" anhand des Social-Media-Projektes @ichbinsophiescholl neu aufbereitet.

Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

Schülerin liest Zeitung
Tipp der Redaktion

Lernende zum Lesen motivieren

In diesem Fachartikel zum Thema Leseförderung geht es darum, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler unterstützen können, die wenig oder ungern lesen.

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Instrumente im Zusammenspiel

Bild von Instrumenten
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Instrumente im Zusammenspiel

In diesem Material wird mithilfe eines Überblickvideos und eines interaktiven Arbeitsblatts das Thema "Instrumente im Zusammenspiel" bearbeitet.

  • Schulstufe2
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  • Quelle8
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Die Personifikation als Stilmittel

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Personifikation" lernen bereits Grundschülerinnen und Grundschüler (schrift)sprachliche Ausdrucksformen kennen, die Texte lebendiger und fantasievoller gestalten. Ein beliebtes Stilmittel in Texten ist die Personifikation, bei der Gegenständen, Tieren oder abstrakten Begriffen menschliche Eigenschaften oder Verhaltensweisen zugeschrieben werden. Aufgrund der bildhaften, lebendigen Sprache der rhetorischen Figuren eigenen sie sich bestens zur Thematisierung im Sprachunterricht der Grundschule oder frühen Sekundarstufe I. Auf dem ersten Arbeitsblatt dieser Sequenz wird der Begriff "Personifikation" vorgestellt, auch mithilfe anschaulicher Beispiele. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Stilmittel als qualitative Verbesserung schriftsprachlicher Texte kennen und anzuwenden. Ein weiteres Arbeitsblatt stellt ein Gedicht vor, in dem die eingesetzten Personifikationen im Text aufzufinden sind. Das Gedicht wird mit einem Sachtext verglichen, um die Qualitätsunterschiede schriftsprachlicher Ausdrucksformen deutlich zu erarbeiten, miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Im Weiteren werden Personifikationen vorgegeben, die in einen zu verfassenden Text sinnerfassend integriert werden müssen. Weitere kreative Übungsaufgaben oder die Weiterarbeit mit anderen Stilmitteln, etwa dem Vergleich , können die Sequenz "Sprachliche und gestalterische Mittel bewusst gebrauchen" abschließen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Begriff "Personifikation" kennen und beschreiben das sprachliche Mittel in seiner Wirkung. erkennen Personifikationen in Texten. wenden Personifikationen als gestalterische Mittel in selbst verfassten Texten bewusst an.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Klausurpaket "Kalter Krieg"

Kopiervorlage

Dieses Klausurpaket zum Thema "Kalter Krieg" enthält Aufgabenstellungen mit Bearbeitungshinweisen, eine Musterlösung sowie eine Punkteverteilung mit Benotungsvorgaben.Die Klausur bezieht sich auf folgende Fachinhalte: Ideologische Differenzen als Hauptursache der Konfrontation zwischen Ost und West nach dem Zweiten Weltkrieg Wesensmerkmale des Kalten Krieges – unter anderem: Rüstungsspirale, "Gleichgewicht des Schreckens", Stellvertreterkriege, Krisen und Entspannungsphasen Rolle der neuen politischen Ausrichtung der UdSSR unter Michail Gorbatschow im Kontext der Beendigung des Kalten Krieges Bedeutung der atomaren Patt-Situation zwischen den Supermächten Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten vier Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungsstufen: Sie stellen historische Ereignisse dar, erläutern komplexe geschichtliche Zusammenhänge und formulieren kritische Stellungnahmen mit fundierten Begründungen. Die Bearbeitungszeit beträgt maximal 90 Minuten. Aus dem Schwierigkeitsgrad und dem Umfang der Antwort ergibt sich die Höhe der erreichbaren Punktzahl bei den einzelnen Aufgaben. Insgesamt können 100 Punkte vergeben werden. Die Benotung erfolgt auf der Grundlage gängiger Bewertungsvorgaben.Zur Bearbeitung der Aufgaben kennen die Schülerinnen und Schüler die ideologischen Differenzen zwischen Ost (kommunistische Diktatur, Planwirtschaft) und West (Demokratie, Marktwirtschaft) als zentrale Ursachen des Kalten Krieges. wesentliche Merkmale des Kalten Krieges – unter anderem: Wettrüsten mit einem "Gleichgewicht des Schreckens", Stellvertreterkriege (Korea, Vietnam, Afghanistan), Kräftemessen auf verschiedenen Ebenen (von der Raumfahrt bis hin zum Sport) sowie Krisen (Berliner Blockade, Mauerbau, Kuba-Krise, Mittelstreckenraketen) und Entspannungsphasen (Brandts Ostpolitik, Verträge zur Rüstungskontrolle, Gorbatschows Deeskalationspolitik). die zentralen Ursachen für die Beendigung des Kalten Krieges (zunehmende wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen im Ostblock) und die wichtige Rolle Michail Gorbatschows bei der friedlichen Beilegung des Konflikts (weitgehender Verzicht auf Gewaltanwendung angesichts der Auflösungstendenzen im Sowjet-Imperium, Dialogbereitschaft gegenüber dem Westen, konkrete Deeskalationsbemühungen). die Bedeutung des "Gleichgewichts des (atomaren) Schreckens" für die Verhinderung einer Eskalation des Kalten Krieges (einerseits: Verzicht der Supermächte auf Atomschläge angesichts der zerstörerischen Konsequenzen, andererseits: Verhinderung eines nachhaltigen Friedens durch verfestigte Feindbilder, Rüstungsspiralen und eine permanente Bedrohungslage).

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Jonglieren lernen mit drei Bällen

Video

Im Video "Jonglieren mit drei Bällen lernen" werden verschiedene Jonglage-Übungen von ein bis drei Bällen gezeigt. Wozu überhaupt das Jonglieren erlernen? Drei Bälle – fünf Argumente Durch das Jonglieren mit beiden Händen werden beide motorischen Zentren im Gehirn aktiviert und besser miteinander vernetzt. Das bewirkt ein ganzheitlicheres Nutzen der Potentiale des Gehirns und somit eine Steigerung der Koordination . Jonglieren sorgt für gute Stimmung und macht müde Menschen munter. Jonglieren erhöht die Lernmotivation , führt schnell zu Erfolgserlebnissen und stärkt das Selbstvertrauen. Jonglieren lehrt, mit Rückschlägen positiv umzugehen . Beim Jonglieren-Lernen lernt man, gewohnte Denkmuster zu verlassen . Zum Erlernen der 3-Ball-Jonglage zeigt der Autor die einfachste Methode, die sogenannte "Kaskade" , wobei die Bälle abwechselnd mit der rechten und linken Hand in die jeweils andere Hand überkreuz geworfen werden. Es ist sehr hilfreich, zunächst das Video einmal ganz anzusehen und anschließend die einzelnen Übungen zu trainieren. Dann wird es spielerisch leicht gelingen, auch die 3-Ball-Kaskade auszuführen. Der Erfahrung nach erlernen etwa 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Technik im Rahmen von einer Schulstunde . Die anderen benötigen ein wenig mehr Zeit, ihr Gehirn auf dieses komplexe Zusammenspiel beider Hände einzustellen. Wichtig ist es, dass der Wurf des Balles aus dem Unterarm kommt, somit möglichst nur das Ellenbogengelenk, nicht aber das Schultergelenk bewegt wird. Als technisch hilfreich hat es sich erwiesen, gerade am Anfang, wenn die Bälle noch häufiger auf den Boden fallen, an einem Tisch oder einer anderen höheren Unterlage zu stehen, um ständiges Bücken zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, zerbrechliche Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Auch Lampen oder Beamer sollten nicht direkt über den Lernenden positioniert sein. Nun viel Spaß – Let's juggle! :-) Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler aktivieren ihre motorischen Zentren im Gehirn. stärken ihre Hand-Augen-Koordination. jonglieren mit drei Bällen nach der Kaskaden-Methode. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verinnerlichen Bewerbungsmuster mithilfe eines Videos. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gehen wertschätzend miteinander um und integrieren andere. unterstützen sich gegenseitig.

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Der Vergleich als Stilmittel

Kopiervorlage

Mithilfe dieses Arbeitsmaterials lernen die Schülerinnen und Schüler den Vergleich als Stilmittel kennen. Sie wenden das rhetorische Mittel in selbst verfassten Texten sinngestaltend an und lernen im diesbezüglichen Kontext den richtigen Gebrauch der Wörter "als" und "wie". Bereits in der Grundschule können Schülerinnen und Schüler lernen, sprachliche und gestalterische Mittel wie Personifikationen , Metaphern und Vergleiche bewusst einzusetzen. Damit lassen sich eigene Texte anschaulich gestalten. Der Vergleich als Stilmittel betont durch die Gegenüberstellung von meist zwei Dingen oder Personen ihre Unterschiede oder Ähnlichkeiten . So kann detaillierter beschrieben oder lebendiger veranschaulicht werden. Die Wirkung von Vergleichen kann anhand einfacher Beispiele kindgerecht nachvollzogen werden, insbesondere bei Vergleichen zwischen Mensch und Tier oder Mensch und Natur ( "Stark wie ein Bär" ). Durch den Vergleich unterschiedlicher Texte in diesem Arbeitsmaterial erkennen die Schülerinnen und Schüler die präzise Funktion des im Text angewendeten Vergleichs. Nach Vorgaben verfassen die Schülerinnen und Schüler letztlich eigene Texte und wenden das Stilmittel "Vergleich" sinnerfassend an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Stilmittel zur Gestaltung schriftsprachlicher Texte kennen und anzuwenden. wenden die Vergleichspartikel "wie" und "als" im Kontext richtig an. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ miteinander und profitieren von gegenseitigen Ideen und Vorschlägen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Instrumentenkunde III: Instrumente im Genre Pop-Musik

Interaktives / Video

"We are the world" oder "Despacito" – diese Songs sind weltbekannt, so auch bei vielen Schülerinnen und Schüler. Das Lernmaterial thematisiert Instrumente dieses Musik-Genres: Pop-Musik. Dazu stehen ein Video mit Klang- und Musikbeispielen sowie verschiedene interaktive Inhalte zur Verfügung. Das Unterrichtsmaterial richtet sich an die Klassenstufen 5 und 6 und stellt den dritten Teil zum Thema Instrumentenkunde dar. In diesem Teil werden Instrumente abseits des klassischen Einsatzes im Orchester oder der reinen Instrumentalmusik vorgestellt. Dabei werden jene zunächst mit einer Relevanz für die Lebenswelt Jugendlicher verknüpft, indem Musikbeispiele aus der Pop-Musik eingebunden werden. Anhand dieser wird der Bogen zu den dort eingesetzten Instrumenten geschlagen. Die gängigen Instrumente einer Pop-Band werden anschließend in Aussehen und Klang sowie im Zusammenwirken präsentiert. Mit dem angeschlossenen interaktiven Lernmaterial können die rezipierten Inhalte direkt in Anwendung getestet werden. Dabei wird spielerisch mit Instrumenten aus dem Pop-Bereich gearbeitet. Ein interaktiver Inhalt bezieht sich auf bekannte (Pop-)Musikerinnen und Musiker, insbesondere aus dem 20. Jahrhundert. Hier kann anhand eines Zeitstrahls mit Verlinkungen auf die Reise gegangen werden: Wer waren die Beatles? Was hat Tina Turner eigentlich für Musik gemacht? So kann auch angeknüpft und auf aktuelle Lieblingskünstlerinnen und -künstler der Lernenden eingegangen werden. Der letzte Kurz-Videobeitrag bietet sich als Mediationsaufgabe (auch im differenzierenden Sinne) an, da er auf Englisch gehalten ist. Zudem steht ein interaktiver Inhalt zum Thema Filmmusik zur Verfügung. Hier können sich Lernende auf eine Klangreise beliebter Filmmusiken begeben. Schließlich können mittels Flashcards die Instrumente aus dem Bereich Pop-Musik gefestigt werden. Die übergeordneten Lernziele sind: Instrumente im Bereich Pop-Musik kennen zu lernen und zu festigen, eine Differenzierung gegenüber klassischen Instrumenten-Ensembles durchführen zu können, Lerninhalte mit der eigenen Lebenswelt zu verknüpfen und zu reflektieren, ob oder wo Parallelen zu Lieblingskünstlerinnen und -künstlern erkennbar sind. Ein Video gibt darüber hinaus einen Überblick über die Thematik. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können musikalisches Theorie- und Praxiswissen anwenden. sind in der Lage, Instrumente in einer Band sowie Musikstile zu differenzieren. überprüfen ihr musikalisches Wissen selbstständig durch interaktive Lerninhalte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen zu hören, wie Instrumente solo und in der Gruppe klingen. trainieren digitale Fertigkeiten durch interaktive Lerninhalte. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen theoretisches Wissen mit praktischem zu verknüpfen. sind in der Lage, Prallelen zwischen Lerninhalten und ihrer Alltagswelt zu ziehen und so die Relevanz von Lerninhalten wahrzunehmen. bringen sich aktiv allein oder in Gruppen bei den Aufgaben der interaktiven Lerninhalte ein und gehen wertschätzend in der Ausführung und Auswertung miteinander um.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Mit der Schulklasse die Welt des Wassers erkunden

Fachartikel / Video-Tutorial

Das Bildungsprogramm "Blaues Klassenzimmer" bietet Lehrenden der Primar- und Sekundarstufe I methodisch-didaktische Unterrichtsmaterialien für die Schule oder das schulisch angeleitete Lernen zu Hause (saLzH), um Kinder für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt

Moderne Arbeitswelt

Interaktives

Diese interaktiven H5P-Übungen können per Computer, Tablet oder Smartphone bearbeitet werden und behandeln das Thema "Moderne Arbeitswelt". Die Schülerinnen und Schüler lesen Texte zu den neuesten Trends am Arbeitsplatz und gehen dabei auf relevante themenbezogene Vokabeln ein. Ein interaktives Übungspaket, bestehend aus drei interaktiven Übungen, steht ergänzend bereit. Unsere heutige Arbeitswelt ist einem rasanten Wandel unterlegen. Globalisierung, digitale Revolution und Flexibilität sind dabei die zentralen Schlagwörter. Die Corona-Pandemie hat in großem Maße zur Digitalisierung beigetragen und es wird deutlich, dass die Entstehung neuer Arbeitsformen unausweichlich ist. Die nachstehenden Übungen setzen sich zum Ziel, die aktuellen Trends zu erläutern, die die heutige sowie die zukünftige Arbeitswelt prägen. Ohne diese neuen Arbeitsmodelle zu erkennen und die dahintersteckenden Gründe zu verstehen, wäre es unmöglich, die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern. Zum Stichwort "Trend" bietet Duden-Online die folgende Bedeutungserläuterung an: über einen gewissen Zeitraum bereits zu beobachtende, statistisch erfassbare Entwicklung(-stendenz). Dies macht begreiflich, warum es nötig ist, Trends zu identifizieren und zu analysieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit spezifischem Vokabular zum Thema "Arbeit". können die neue gelernten Vokabeln im Alltag verwenden. können wichtige Auskünfte über neueste Trends in der heutigen Arbeitswelt verstehen und weiterleiten sowie dazu ihre eigene Meinung äußern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die interaktiven Übungen und erlangen Sicherheit bei dem Umgang mit dem Computer/Tablet/Smartphone. korrigieren ihre Antworten sofort und lesen die Bewertung ihrer Leistung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig. tauschen Ideen, Wissen und Meinungen zur modernen Arbeitswelt aus. besprechen die wichtigsten Inhalte der Texte miteinander und helfen sich gegenseitig beim Textverständnis, wenn nötig.

  • Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Deutsche Einheit inklusiv

Fachartikel

Das Bildungsangebot "Deutsche Einheit inklusiv" in Einfacher Sprache und die begleitenden Unterrichtseinheiten beleuchten die Sichtweisen von Menschen mit nichtdeutscher Herkunft auf die Umbrüche der 1980er-Jahre, den Mauerfall und die ersten Jahre der deutschen Einheit. Wie gestaltete und veränderte sich ihr Leben im geteilten und wiedervereinten Deutschland? Die Jahre 1989/1990 gelten als zentrale Wendepunkte der deutschen Geschichte. Auch für Eingewanderte und deren Nachkommen änderte sich mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung vieles. Sie waren als Arbeitskräfte, Studierende oder Schutzsuchende in die Bundesrepublik und die DDR gekommen und berichten bis heute von der Freude über Mauerfall und deutsche Einheit – aber auch von Ausgrenzung, Rassismus und Arbeitslosigkeit. Wenn im Geschichtsunterricht von der Friedlichen Revolution die Rede ist, werden die Sichtweisen von Eingewanderten und ihren Nachkommen nur selten beachtet, obwohl sich mit dem Fall der Mauer auch ihre Lebensbedingungen stark veränderten. Gerade die Geschichte der deutschen Teilung, Vereinigung und Transformation wird bisher nahezu ausschließlich aus der nationalen Perspektive – als Geschichte der Ostdeutschen und Westdeutschen – unterrichtet, in der die Erfahrungen und Erzählungen von Eingewanderten und ihren Nachkommen kaum eine Rolle spielen. Das Bildungsangebot Deutsche Einheit Inklusiv für Jugendliche und Lehrkräfte nimmt die deutsche Einheit aus der Perspektive von Eingewanderten und deren Nachkommen in den Blick. Die Website www.einheit-interkulturell.de/einheit-inklusiv bietet zahlreiche Materialien und Inhalte, die über die Geschichte der zwei Staaten informieren und dabei die vielfältigen Sichtweisen der Menschen mit einbeziehen. Inhalte Das bestehende Angebot "Deutsche Einheit Interkulturell" wurde um drei Module in Einfacher Sprache erweitert. Diese thematisieren die Geschichte vor und nach 1990 mit Fokus auf der Migrations- und Integrationsgeschichte der beiden deutschen Staaten. Wie erlebten Eingewanderte und deren Nachkommen den Mauerfall und welchen Einfluss hatten die ersten Jahre der deutschen Einheit auf ihr Leben? Die Module beinhalten: Lesetexte und Arbeitsmaterialien über die deutsch-deutsche Geschichte in Einfacher Sprache (auch als PDF) Broschüre "Friedliche Revolution 1989/1990 in Einfacher Sprache" interaktive Statistiken und Lernbausteine Videointerviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Bild- und Textquellen Jedes Modul wird durch eine Unterrichtseinheit begleitet, in denen die Lesetexte und Arbeitsmaterialien des Moduls erarbeitet werden. Jede Unterrichtseinheit beinhaltet: Didaktisch-methodischer Kommentar Unterrichtsablauf (2 Doppelstunden) Arbeitsblätter Zielgruppe Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 mit Sprach- und Lernschwierigkeiten in heterogenen Lerngruppen an mittleren Schulen; Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, die an mittleren Schulen inklusiv oder in Förderschulen beschult werden; Lehrerinnen und Lehrer an mittleren Schulen, insbesondere der Fächer Geschichte, Politik / Sozialkunde / Gemeinschaftskunde, Gesellschaftslehre

  • Geschichte / Früher & Heute

Gendersensible Sprache: Anregungen für den Unterricht

Kopiervorlage / Interaktives

Dieses Arbeitsmaterial beschäftigt sich mit Formen gendersensibler Sprache als einem relevanten Thema in der Schule. Wissen über gendersensible Sprache kann bei der eigenen Umsetzung einer respektvollen und wertschätzenden Sprache hilfreich sein. Hier finden Sie Anregungen dazu für Ihren Unterricht. Anregungen für den Unterricht Haben Sie schon einmal überlegt, das Thema "Formen gendersensibler Sprache" in Ihren Unterricht zu integrieren? Dann finden Sie im Folgenden einige (interaktive) Anregungen für den Unterricht sowie weitere Informationen im dazugehörigen Fachartikel . Übung 1: Sensibilisierung für gendergerechte Sprache Ziel der ersten Übung, die Sie auch als interaktive Übung hier finden, ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit dem generischen Maskulinum auseinanderzusetzen und für gendersensible Sprache sensibilisiert werden. Die Lernenden sollen dafür möglichst schnell ein Rätsel lösen. Die Übung ist besonders effektiv, wenn das Thema der Unterrichtseinheit noch nicht bekannt ist (zum Beispiel als Überleitung oder als Teaser). "Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Sohn wird mit schweren Kopfverletzungen in eine Spezialklinik eingeflogen. Die Operation wird vorbereitet, alles ist fertig. Der Chef-Chirurg erscheint, wird plötzlich blass und sagt: "Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!" In der Praxis zeigt sich, dass das Rätsel von vielen Personen nicht sofort gelöst werden kann. Es kann darüber diskutiert werden, ob das generische Maskulinum eher Bilder von Männern im Kopf erzeugt. Vermutlich haben einige Schülerinnen und Schüler bei der Frage nach dem Arzt zuerst das Bild von einem Mann vor Augen. An diesem Beispiel lässt sich dann gemeinsam im Unterricht diskutieren, ob das generische Maskulinum wirklich alle Geschlechter sichtbar macht. Es kann zudem diskutiert werden, wie Sprache Bilder in den Köpfen erzeugt und damit die Wirklichkeit formt. In einem weiteren Schritt kann gegebenenfalls thematisiert werden, dass das generische Maskulinum mitunter ungenau ist. Es kann geschlechtsindifferent (für alle Geschlechter) als auch geschlechterspezifisch (also nur für Männer) genutzt werden. In dem Rätsel könnte es sich bei dem Chef-Chirurgen auch tatsächlich um einen Mann handeln. Dann wäre die Lösung, dass es sich um den Sohn eines schwulen Paares dreht. Mehr zur Übung und den sprachlichen Hintergründen finden sich in der Toolbox "Re:framing Gender" (Maier 2021: 32-46; FES 2021). Übung 2: Sensibilisierung für sprachliche Geschlechterstereotype Die Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, die folgenden Fragen spontan zu beantworten (schriftlich): "Stell Dir einmal das Mädchen Sophie vor. Sie ist 10 Jahre alt. Was kommt Dir zuerst in den Kopf, wenn Du an Sophie denkst? Wie sieht sie aus? Wo wohnt sie? Was sind ihre Hobbys? Und was ist ihr Berufswunsch?". In diesem Zusammenhang kann thematisiert werden, wie Sprache (Name, Pronomen, Personenbezeichnung Mädchen) ganz bestimmte Geschlechterbilder in den Köpfen hervorruft. Es kann zudem für Geschlechterstereotype sensibilisiert werden, die durch Sprache erzeugt werden. Die Übung findet sich in ähnlicher Form in der Broschüre "Mein Name, mein Pronomen" (AK ProNa 2020). Übung 3: Text analysieren und umschreiben Die Schülerinnen und Schüler sollen einen im generischen Maskulinum verfassten Text aus ihrem Alltag analysieren und danach umschreiben. Sie sollen dafür in einem ersten Schritt: alle Substantive markieren, die Personen (zum Beispiel Schüler ) oder Berufe (zum Beispiel Lehrer ) bezeichnen, alle Pronomen markieren, die in einer männlichen Sprachform gehalten sind (zum Beispiel jeder, ein ) sowie alle zusammengesetzten Wörter mit Personenbezeichnungen im generischen Maskulinum markieren (zum Beispiel benutzerfreundlich , Anfängerkurs ). Unverändert bleiben allerdings Begriffe aus der Amtssprache (zum Beispiel Kanzleramt , Kultusministerkonferenz ). In einem zweiten Schritt wird der Text umgeschrieben. Dafür sollen die Schülerinnen und Schüler drei neuere Formen gendersensibler Sprache kreativ miteinander kombinieren: ein ausgewähltes Genderzeichen (zum Beispiel den Genderstern), geschlechtsneutrale Formulierungen sowie Umformulierungen. Die Schülerinnen und Schülersollen am Ende der Übung die unterschiedlichen Möglichkeiten geschlechtersensibler Sprache diskutieren und bewerten. Der erste Teil der Übung ist angelehnt an die Tipps und Tools auf der Homepage "genderleicht.de". Viele Beispiele und Musterlösungen für "Texte umschreiben" finden sich in Hornscheidt und Sammla (2021). Literaturverzeichnis AK ProNa (2020). Mein Name, mein Pronomen. Unter: meinnamemeinpronomen.files.wordpress.com/2021/01/mnmp_zweiteauflage2020.pdf . FES (2021). Toolbox Re:framing Gender. Geschlechtergerechte Kommunikation spielend erlernen. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung. Günthner, Susanne (2019). Sprachwissenschaft und Geschlechterforschung: Übermittelt unsere Sprache ein androzentrisches Weltbild? In: Kortendiek, Beate, Birgit Riegrag und Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Band 1. Wiesbaden: Springerr VS, S. 571 - 579. Hornscheidt, Lann und Ja'n Sammla (2021). Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht? Ein Praxis-Handbuch zu Gender und Sprache. Berlin: W_orten & meer. Kotthoff, Helga und Damaris Nübling (2018). Genderlinguistik: Eine Einführung in Sprache, Gespräche und Geschlecht. Tübingen: Narr Fancke Attempo Verlag. Maier, Tanja (2021). Re:framing Gender. Geschlechtergerechte politische Kommunikation verstehen und umsetzen. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

König Drosselbart: Textverstehen und Medienkompetenz kreativ üben

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "König Drosselbart" lernen die Schülerinnen und Schüler der dritten oder vierten Klasse das Märchen der Gebrüder Grimm lesend, hörend oder audiovisuell kennen, überprüfen ihr Textverstehen interaktiv und sichern es mithilfe eines eigenen Story-Books und einer selbst erstellten multimedialen PowerPoint-Präsentation. Das Märchen König Drosselbart der Brüder Grimm stellt den Ausgangstext für die PowerPoint-Präsentation der Grundschulklasse. Der Märchentext ist sehr umfangreich und inhaltlich komplex und wurde bewusst gewählt, um allen Schülerinnen und Schülern der Grundschulklasse die Möglichkeit zu geben, sich mit mindestens einer Textsequenz intensiv auseinander zu setzen. Er kann klassisch (vor-)gelesen werden oder aber auf Youtube gehört und/oder gesehen werden. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Textverständnis mithilfe der interaktiven Übung "König Drosselbart: interaktive Begleitübung". Im Anschluss arbeiten sie eine Szene genauer heraus, indem sie diese kreativ mithilfe des Story-Books nachgestalten und diese Nachgestaltung in einer PowerPoint-Präsentation festhalten. Dadurch werden die literarische wie auch die Medienkompetenz kreativ gefördert. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Märchen König Drosselbart auseinander und üben fächerübergreifend kreative Schreibprozesse, sinnbetontes Sprechen und bildnerisches Gestalten. Sie werden dafür sensibilisiert, wie die emotionalen Aussagen des Märchens über die oben genannten Komponenten visuell und akustisch transportiert und verdeutlicht werden können. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Märchen lesend, hörend oder hörsehend kennen und überprüfen im Anschluss ihr Textverstehen per interaktiver Übung. Danach erstellen sie ein Story-Book, welches eine Szene aus dem Märchen fokussiert und als Grundlage für die PowerPoint-Präsentation dienen soll. Ziel ist es, eine Szene genauer zu lesen sowie zu verstehen und diese in eigenen Worten, Bildern, Audiountermalungen und/oder theatralischer Umsetzung auf Video darzustellen. Die Darstellung erfolgt im Rahmen einer PowerPoint-Präsentation, um literarisches Verstehen mit Medienkompetenz zu verbinden. Sie lernen dadurch das Märchen im Detail und zugleich die grundlegenden Funktionen PowerPoints bei der Erstellung der einzelnen Folien kennen. Die Lehrkraft bietet während des Erstellprozess Anleitung und Unterstützung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lesen vor und erzählen nach. schreiben in einem kreativen Schreibprozess in verkürzter Form nach und illustrieren. stellen Szenen des Märchens König Drosselbart als Theaterstück (Stabpuppenspiel) dar. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre Kenntnisse von PowerPoint und wenden sie an. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig. arbeiten kooperativ.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Instagram-Projekt: Deutsche Einheit erlebbar machen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit bearbeitet die deutsche Einheit aus interkultureller Perspektive und setzt sich mit Geschichtsvermittlung in den Sozialen Medien auseinander. Schülerinnen und Schüler entwickeln eigenständig Social Media Content zum Thema deutsche Einheit mithilfe des Angebots "Deutsche Einheit interkulturell". Die Umbrüche 1989/90 veränderten nicht nur das Leben von Ost- und Westdeutschen, sondern auch das von Eingewanderte und deren Nachkommen. Die Website www.einheit-interkulturell.de bietet Videos und interaktive Materialien zur Geschichte der beiden deutschen Staaten und berücksichtigt dabei die vielfältigen, interkulturellen Sichtweisen der Menschen. In insgesamt elf Modulen und drei Modulen in Einfacher Sprache wird die Geschichte vor und nach 1990 mit Fokus auf der Migrations- und Integrationsgeschichte der beiden deutschen Staaten thematisiert. Aufbauend auf den Inhalten des Angebots "Deutsche Einheit interkulturell" setzten Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit ein eigenes Projekt um, in dem sie sich unter anderem mit der deutschen Einheit auseinandersetzen und eigene Instagram-Postings entwickeln. Inhalt Im Rahmen einer Unterrichtseinheit (zwei Doppelstunden) setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst aktiv mit Instagram als Instrument der Vermittlung historischer Themen auseinander und werden in ihrer Mediennutzung und -kompetenz gestärkt. Sie sollen zur Auseinandersetzung mit Informationen, Fragen und Meinungen/Perspektiven befähigt werden. Um die Schülerinnen und Schüler dahingehend zu aktivieren, beinhaltet die Unterrichtseinheit eine umfassende eigenständige Erarbeitungsphase, in der sie eigene Inhalte in Form von Postings entwerfen und umsetzten, die auch auf dem eigenen Schulauftritt veröffentlicht werden können. Vorkenntnisse Das Angebot "Deutsche Einheit interkulturell" vertieft die politischen, historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den 1980er- und 1990er-Jahren und legt hier einen Schwerpunkt auf einen interkulturellen Zugang. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich bereits im Geschichtsunterricht mit dem Thema der deutsch-deutschen Teilung und der Ereignisgeschichte des Mauerfalls und den Entwicklungen der deutschen Einheit auseinandergesetzt haben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit den historischen und politischen Entwicklungen zum Mauerfall und der deutschen Einheit auseinander. sind in der Lage, Vorgeschichte und historische Entwicklungen zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung beider deutschen Staaten nachzuvollziehen. erkennen die historische Bedeutung der Epochenwende von 1989/1990 und verstehen, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen hierzu gibt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Chancen und Herausforderungen der Sozialen Medien in Bezug auf Informationen und Desinformationen. identifizieren Merkmale von Fake News und erarbeiten Regeln zu deren Enttarnung. nehmen wahr, wie historische Narration in persönlichen Geschichten und mediales Storytelling konstruiert werden kann und üben sich darin, Geschichtserzählungen zu dekonstruieren (historische Methodenkompetenz). recherchieren eigenständig auf einer Website zum Thema und nutzen schriftliche, bildhafte und audiovisuelle Quellen zum Zeitgeschehen. üben ein, umfassende Informationen in wenigen Worten zusammenzufassen und wesentliche Inhalte zum Verständnis festzuhalten und interpretieren schriftliche, bildhafte und audiovisuelle Quellen zum Zeitgeschehen. erstellen eigene Postings in verschiedenen Formaten aus verschiedenen Perspektiven, bei dem sie Zeitzeugenaussagen und ihr eigenes Fachwissen verwerten. üben ein, umfassende Informationen in wenigen Worten zusammenzufassen und die wesentlichen Inhalte zum Verständnis zu erfassen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihr Empathievermögen durch die Übernahme anderer Perspektiven. arbeiten kooperativ in einer Gruppe, um eigene Postings zu erstellen. stärken in der gemeinsamen Erarbeitung ihre Teamfähigkeit und üben sich im sachlichen und konstruktiven Diskutieren in einer Gruppe. reflektieren, dass historische Ereignisse von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund unterschiedlich rezipiert werden.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Den Krieg denken – strategisches Handeln im Licht der wissenschaftlichen Spieltheorie

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit setzt die Analyse kriegerischer Handlungen in Bezug zur wissenschaftlichen Spieltheorie, deren Vertreter in den letzten Jahren mehrere Nobelpreise erhalten haben. Kriege mit ihrem unendlichen Leid in einen gedanklichen Bezug zu Spielen zu setzen, erscheint auf den ersten Blick frivol und unangemessen. Bei genauerem Hinsehen ermöglicht aber gerade die Spieltheorie eine strukturelle Entschlüsselung von Konflikten , geht es doch um das Abwägen, Optimieren und Treffen menschlicher Entscheidungen unter höchster Unsicherheit und mit immensen, vermutlich schrecklichen Folgen. Die Spieltheorie reflektiert menschliche Entscheidungen in komplexen Problemsituationen zwischen Menschen, Unternehmen oder Regierungen und sie wägt dabei die Vor- und Nachteile dieser Entscheidungen unter Einbeziehung aller verfügbaren Informationen hinsichtlich Rahmenbedingungen und wahrscheinlicher Reaktionen der beteiligten Menschen oder Institutionen ab. Sie bietet damit ein Verfahren, um Entscheidungen in komplexen Systemen unter Zugrundelegung menschlichen Rationalverhaltens transparent zu machen und zu optimieren. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich ein Grundverständnis der wissenschaftlichen Spieltheorie und wenden dieses dann sowohl auf theoretische wie auch auf reale politische Konfliktsituationen an. Das Lernkonzept ist hybrid angelegt, kann also wahlweise im Präsenz- oder Fernunterricht verwendet werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten eigenverantwortlich, kollaborativ und digital, sei es auf digitalen Pinnwänden, in gemeinsamen Netz-Verzeichnissen oder in Videokonferenzen. Das Thema "Spieltheorie" im Unterricht Für spieltheoretische Arbeiten wurde bisher acht Mal der Wirtschaftsnobelpreis vergeben. Das wesentliche Ziel der mathematischen beziehungsweise wissenschaftlichen Spieltheorie ist es, für Konflikt-, aber auch für Kooperationssituationen rationale Entscheidungen zu bestimmen und zu optimieren. Die Schwierigkeit dabei ist, dass keiner der Handelnden weiß, welche Pläne die anderen 'Spieler' verfolgen und wie sie sich dementsprechend entscheiden werden. Dadurch ist es für einen einzelnen Spieler ungewiss, wie sich seine konkrete Entscheidung für einen bestimmten Handlungsplan ('Strategie') auswirken wird. Er kann aber die Situation aus der Sicht der anderen Spieler durchdenken, um eine Erwartung zu bilden, was diese tun werden. Die Spieltheorie erlaubt es somit, soziale Konfliktsituationen abzubilden und unter der Annahme von Wahrscheinlichkeiten mathematisch zu lösen . Die Spieltheorie wird damit zu einer universellen menschlichen Entscheidungstheorie, die aus der Welt der Wirtschaft und Politik nicht mehr wegzudenken ist und natürlich auch auf militärische Konflikte übertragbar ist. Die Spieltheorie ist kein Allheilmittel. Ihre Entscheidungen und Prognosen können logischerweise nur so gut sein wie die zugrundeliegenden Informationen. Aber sie kann den Schülerinnen und Schülern in allen möglichen Lebenslagen als Analyse- und Strukturierungshilfe für komplexe menschliche Entscheidungssituationen dienen. Zielsetzung der Unterrichtseinheit ist damit, die Lernenden zu solchen spieltheoretischen Analysen und Schlussfolgerungen zu befähigen. Nebeneffekt kann eine Meinungsbildung der Schülerinnen und Schüler zu aktuellen militärischen Konflikten sein. Vorkenntnisse Digitale Grundkenntnisse von Lernenden und Lehrkräften sind hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich, da das Posten auf einem Padlet oder die Teilnahme an einer Videokonferenz keine besonderen EDV-Kenntnisse erfordern. Didaktische Analyse Der russische Angriff auf die Ukraine hat uns Ängste und Überlegungen zurückgebracht, die wir in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gekannt haben. Unser Glaube an die 'Friedensinsel Europa' und die rationale Beilegung aller Konflikte durch Verhandlungen zerschellte an der Realität. Gleichzeitig werden wir mit einer Unmenge widersprüchlicher Nachrichten vom Kriegsgeschehen überflutet. Informationen aus Kriegsgebieten sind zwangsläufig lückenhaft und auf die Schnelle nicht überprüfbar. Zudem ringen alle Kriegsparteien stets um die Deutungshoheit über die Geschehnisse. Informationen sind vielfach bewusst propagandistisch verzerrt oder verfälscht. In solchen Situationen ist es immer hilfreich, sich auf die Grundstrukturen der Auseinandersetzung, auf die Interessenslagen der Beteiligten und deren Rahmenbedingungen zu besinnen. Die wissenschaftliche Spieltheorie hilft dabei, diese Basics und Strukturen sowie die Motive und Ziele der Beteiligten herauszuarbeiten. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern einen Leitfaden, um komplexe menschliche Entscheidungssituationen zu entschlüsseln und zu entscheiden. Erst durch die Entschlüsselung von Wirkungszusammenhängen und Interessenslagen kann man dann auch zu begründeten Werthaltungen und Meinungen kommen. Sinnvollerweise sollte die spieltheoretische Konfliktanalyse noch durch die Glaubwürdigkeitsanalyse der vorfindbaren Informationen und Netzinhalte ergänzt werden. Methodische Analyse Schwer überschaubare und höchst komplexe Konfliktsituationen wie kriegerische Auseinandersetzungen können nur rational bewertet werden, wenn sie auf ihre Grundstrukturen und Interessenslagen komprimiert werden. Die wissenschaftliche Spieltheorie gibt den Schülerinnen und Schülern hierzu eine bewährte und praktikable Handreichung, die bei Kriegen, im Wirtschaftsleben, in der Tagespolitik, aber auch bei normalen zwischenmenschlichen Konflikten verwendet werden kann. Spieltheoretisches strategisches Denken kann sich zwar an Merksätzen und historischen Lehren ausrichten, aber nur im realen Handeln, in spielerischen Simulationen oder Fallstudien erlernt werden. Deswegen beinhalten die meisten Lernsequenzen dieser Unterrichtseinheit auch das eigenverantwortliche Analysieren und Beurteilen von wirtschaftlichen oder militärischen Konfliktsituationen in Paar- oder Teamarbeit. In allen Lernrunden müssen die Schülerinnen und Schüler die Lösungen selbst erarbeiten, um sie dann der Klassengemeinschaft zu präsentieren und im Plenum zur Diskussion zu stellen. Die Unterrichtseinheit kombiniert bereits Online- und Präsenzelemente , bietet aber durch das hybride Lernarrangement jederzeit die Möglichkeit, von Offline- zu Online-Unterricht zu wechseln. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen das Konzept der wissenschaftlichen Spieltheorie als universelle und rationale Entscheidungshilfe. analysieren komplexe Konflikte spieltheoretisch. können spieltheoretische Argumentationen verstehen und Dritten erklären. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren online auf digitalen Pinnwänden oder in der Erstellung gemeinsamer Dokumente in der Schulcloud. präsentieren ihre Lösungen in digitaler Form. nehmen an Videokonferenzen teil und bringen sich dort aktiv ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Meinungen und vertreten sie im Team. entwickeln gemeinsame Präsentationen. vertreten ihre eigene Meinung und die des Teams im Plenum.

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  • Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial und News für den Fachbereich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

In diesem Fachbereich finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im geistes- und sozialwissenschaftlichen Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Geschichte, Kunst, Musik, Politik, Sozialwissenschaften (SoWi), Religion, Ethik oder Sport: Dieser Fachbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Fach-Unterricht.  

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