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Fächerübergreifend

Schule der Zukunft
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Fächerübergreifend

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
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Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
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  • Materialtyp11
  • Quelle8
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Augmented Reality-Ausstellung zum Thema Bakterien

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Mikro-Organismen lernen die Schülerinnen und Schüler die positiven und negativen Aspekte von Bakterien kennen und erfahren gleichzeitig, was Augmented Reality bedeutet und wie man diese selbst erstellen kann. Im Rahmen einer interaktiven Augmented Reality-Ausstellung präsentieren die Schülergruppen ihre Ergebnisse einem größeren Publikum. Diese Unterrichtseinheit kann in alle Fächer / auf alle anderen Themen übertragen werden, welche sich auf Plakaten darstellen lassen. Am Thema Bakterien wird exemplarisch der Verlauf einer Einheit im Fach Biologie gezeigt. Grundsätzlich müssen die Schülerinnen und Schüler eigene Lernvideos und je Gruppe ein Plakat erstellen, die mit Hilfe einer Augmented Reality-App verknüpft werden. Auf dem Plakat können Begriffe, zum Beispiel "Vermehrung von Bakterien", gescannt werden und dann erscheint dazu das selbst erstellte passende Lernvideo (siehe Videotrailer). Der Inhalt, welcher normalerweise bei der Präsentation eines Plakates erklärt wird oder in einem Fließtext auf dem Plakat steht, soll nun in dem Lernvideo verdeutlicht werden. Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung und gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. In ihren Handlungsbereichen Pädagogische Architektur, Bildung x.0 und Inklusion engagiert sie sich für eine chancengerechte Alltagswelt, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können und die Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnet. Augmented Reality im Unterricht Diese Unterrichtseinheit zur Augmented Reality wird exemplarisch im Fach Biologie durchgeführt und kann auf andere Fächer übertragen werden. Sie führt an eine moderne Erweiterung der Realitätswahrnehmung in Form eines computergestützten Verfahrens heran. Vorkenntnisse Die Art der Erarbeitung ist stark von der Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler abhängig. Des Weiteren wäre es von Vorteil, wenn die Schülerinnen und Schüler bereits Erfahrung in der Erstellung von Plakaten und Lernvideos hätten sowie über Medien verfügen, mit denen die Produkte erstellt werden können, zum Beispiel Tablet oder Smartphone. Didaktische Analyse Die Erarbeitung des Themas lässt ein Höchstmaß an Differenzierung zu. Je nach Lerngruppe können die Schülerinnen und Schüler sehr frei oder auch gelenkt arbeiten. Hier kann die Lehrkraft individuell mit vorbereitetem Material, zum Beispiel Informationstexten, Büchern oder einer Linkliste, unterstützen; die Schülerinnen und Schüler können aber auch frei recherchieren. Methodische Analyse Die gesamte Unterrichtseinheit läuft in Gruppenarbeit mit drei bis fünf Personen pro Gruppe ab. Dies ist von Vorteil, da die Arbeit in der Gruppe gut aufgeteilt werden kann. Entweder man gibt unterschiedliche Bakterienarten vor und lässt die Gruppen themendifferenziert arbeiten oder man hält die Aufgabenstellung allgemeiner und lässt die Gruppen themengleich über das Thema Bakterien arbeiten. In diesem Beispiel arbeiten die Schülerinnen und Schüler am Thema Bakterien. Durch die abschließende Ausstellung wird die Schülermotivation und auch die Ernsthaftigkeit bei der Arbeit stark erhöht, da das erstellte Produkt bei Bedarf einem breiteren Publikum präsentiert wird, zum Beispiel in der Schule als Ausstellung oder im Rahmen einer Schulveranstaltung. Weitere Beispiele für Augmented Reality im Unterricht Interaktive Zeitungen im Fach Deutsch (vergleiche Harry Potter): Die Texte in den Zeitungen können beliebig angereichert werden. Ausstellungen im Fach Kunst: Nach Scannen des Kunstwerkes erklärt der Künstler oder die Künstlerin seine beziehungsweise ihre Gedanken oder die Blickführung auf dem Bild. Buchpräsentationen: Kinotrailer zu Büchern, wenn diese gescannt werden Arbeitsblätter mit Lösungen als Overlay Zusätzliche Hilfestellung zu Aufgaben als Overlay: zum Beispiel Visualisierung von Vokabeln Spiele mit Augmented Reality Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nennen unterschiedliche Bakterienarten. beschreiben den allgemeinen Aufbau einer Bakterienzelle. zählen Krankheiten auf, die durch Bakterien verursacht werden. erklären den Nutzen von bestimmten Bakterien. stellen Nachteile für den Menschen dar, die durch Bakterien ausgelöst werden, zum Beispiel Krankheiten und deren Symptome. Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren frei zu einem Thema in verschiedenen Medien. strukturieren eine Stoffsammlung. erstellen ein Plakat mit relevanten Inhalten. stellen ein Lernvideo her. wissen, was Augmented Reality ist, und produzieren eine Augmented Reality-Umgebung. bereiten eine interaktive Ausstellung zu einem bestimmten Thema vor und führen sie durch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zusammen. setzen sich mit den anderen Gruppenergebnissen auseinander. planen gemeinsam eine Ausstellung.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Genau lesen im Französisch-Unterricht: Albert Camus' "L'hôte"

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Albert Camus' Novelle L'hôte (1952-1957) zur Förderung der Lesekompetenz gehen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, warum der Protagonist Daru seinen Gefangenen nicht sofort frei lässt. Diese Unterrichtseinheit zu Albert Camus' L'hôte (1952-1957) konkretisiert ein literaturdidaktisches Modell (Chirollo/Schröder 2017), das darauf abzielt, literarische Texte zunächst "genau" und auf die Reaktionen der Leserinnen und Leser hörend zu lesen. Die Materialien zeigen neben dem Fachartikel zu Albert Camus' L'hôte exemplarisch, wie im Unterricht von den Irritationen, Fragen und Hypothesen der Schülerinnen und Schüler ausgegangen werden kann. Im Zentrum der Behandlung des Textes steht eine Frage, die von Lesenden so oder ähnlich in einem literarischen Gespräch gestellt und kontrovers diskutiert wird: "Pourquoi est-ce que Daru ne libère pas son prisonnier tout de suite?" Um diese zentrale Frage (Daru hätte sich in der Tat durch die sofortige Freilassung seines Gefangenen noch in der Schule retten können) zu klären, soll der Text zunächst textimmanent analysiert, dann im sozial-historischen Kontext und abschließend bezogen auf andere Interpretationen gelesen werden, um die in einer textimmanenten "genau lesenden" Analyse erarbeiteten Deutungsergebnisse zu kontrastieren und gegebenenfalls zu erweitern. Eine Frage der Lernenden zum Ausgangspunkt der Interpretationsarbeit zu machen, bedeutet auch, literarische Texte als Kunstwerke ernst zu nehmen, die immer etwas Irritierendes und Rätselhaftes haben (Lösener 2006, 191, 196; Adorno 1998). Exemplarisches Arbeiten an einer Kernfrage, über die Uneinigkeit herrscht: "Pourquoi est-ce que Daru ne libère pas son prisonnier tout de suite déjà à l’école près de son village?" 1. Schritt: Literarisches Gespräch und textimmanente Analyse So lautet die auf eine befremdliche Leseerfahrung bezogene zentrale Fragestellung, die von Lesenden häufig so oder ähnlich in einem literarischen Gespräch zum Text gestellt wird und über die wohl auch in der fachwissenschaftlichen Rezeption des Gedichts Uneinigkeit herrscht. Bei einer auf diese Frage bezogenen textimmanenten Analyse durch genaues Lesen werden die folgenden Erkenntnisse erarbeitet, die über die Antwort, dass Daru Ärger mit Balducci vermeiden will, hinausgehen: 1. Die Diskussion darüber, warum Daru seinen Gefangenen nicht sofort freilässt, führt zu der Erkenntnis, dass eine sofortige Freilassung des Gefangenen schon in der Schule von dessen Freunden beobachtet worden wäre. Darus Revolte gegen Balduccis Befehl hätte dann nicht zur Todesdrohung geführt. 2. Darus Beziehung zum Gefangenen ist von einer ethnozentrischen Wahrnehmung geprägt. Daru sieht im Araber ein unbeherrschtes, naturhaftes Wesen. Er behandelt ihn nicht wie einen ihm gleichgestellten Menschen, sondern gibt ihm Befehle und dominiert alle Gespräche mit ihm. 3. Aus dieser Haltung heraus konfrontiert Daru den Gefangenen in der Schlüsselszene mit zwei scheinbar gleichwertigen Alternativen: der Weg in die Freiheit im Exil bei den Nomaden und der Weg ins Gefängnis. Der Grund dafür, warum der Gefangene sich für den Weg in die Gefangenschaft entscheidet, bleibt bei textimmamenter Lektüre unklar. Mehrere Hypothesen sind bei einer textimmanenten Textlektüre denkbar, einige sind auszuschließen. 2. Schritt: Kontextbezogene Analyse Liest man L’hôte im sozial-historischen Kontext, können die folgenden Erkenntnisse erarbeitet werden: 4. Daru erkennt anders als einige seiner Zeitgenossen nicht, dass der Diebstahl eines Sacks Korn in Zeiten des Hungers den Tod der Familie des Arabers bedeuten kann und dass das Kolonialsystem, für das Daru arbeitet, für den Hunger verantwortlich ist. Daru hat eine interessengeleitete, ideologische Weltsicht. Die Figur Daru kann deshalb als Sozialcharakter mit Charakterzügen gelesen werden, die für die Gruppe der liberalen Kolonialisten Algeriens typisch sind. 5. Camus Intention beim Verfassen von L’hôte könnte als Appell für eine maßvolle Revolte gelesen werden. Wie in Camus Streitschrift L’homme révolté zeigt sich auch in L’hôte, dass eine Revolte ohne Maß, die nämlich des gefangenen Arabers gegen den "Raub" eines Sacks Korn und die Revolte derer, die sich mit ihm solidarisieren, das Unrecht nur vergrößert. 6. Ein Vergleich zwischen Camus‘ persönlicher Erfahrung und der Lage von Daru in L’hôte zeigt erstaunliche Parallelen. Wie Daru befindet sich auch Camus zwischen den Stühlen, weder bei den Kolonialfranzosen noch bei der arabischen Bevölkerung kann er sich als Schriftsteller noch Gehör verschaffen. Er sitzt wie Daru zwischen den Stühlen. 3. Schritt: Rezeptionsbezogene Analyse 7. Eine Rezeptionsanalyse zeigt, dass alle Versuche, den Text ohne eine präzise Situierung des Textes in den sozial-historischen Kontext seiner Entstehung zu interpretieren, mehr von den persönlichen Vorstellungen der Rezipienten als vom Wortlaut des literarischen Textes selbst geprägt sind (Arbeitsblatt 4). 8. Eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und bestimmten Traditionen im Literaturunterricht ermöglicht es den Lernenden, erste Vorstellungen eines guten Unterrichts mit literarischen Texten zu formulieren. Sie können der Lehrkraft auf diese Weise ein Feedback zu ihrem Unterricht geben. Literatur Adorno, Theodor W. (1998): Ästhetische Theorie, 14. Auflage, Frankfurt: Suhrkamp. Chirollo, Natalie / Schröder, Achim (2017): Literarisches Verstehen durch "genaues Lesen": ein Drei-Phasen-Modell zur Planung von Literaturunterricht. Online Hessisches Kultusministerium (2016): Kerncurriculum Gymnasiale Oberstufe. Deutsch. Wiesbaden. Lösener, Hans (2006): Zwischen Wort und Wort. Interpretation und Textanalyse. München: Fink. Tepe, Peter/ Rauter, Jürgen/ Semlow, Tanja (2017): Regeln und Empfehlungen für die kognitive Textarbeit. Online Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Einsicht in die Vorläufigkeit ihrer Verstehensentwürfe zur kontinuierlichen Überarbeitung ihrer Hypothesen, indem sie im Einstieg die Uneindeutigkeit oder Fragwürdigkeit ihrer Hypothesen erkennen und dabei Verstehensbarrieren identifizieren und sie zum Anlass eines textnahen Lesens nehmen. formulieren eigenständig ein Textverständnis, in das sie persönliche Leseerfahrungen und alternative Lesarten des Textes einbeziehen, und auf der Basis eigener Analyseergebnisse begründen, indem sie Schlussfolgerungen aus der Analyse herleiten, darstellen und begründen beziehen in ihre Erörterung der in literarischen Werken enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen geistes-, kultur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen ein. ermitteln Zusammenhänge zwischen literarischen Texten stellen und Bezüge zu weiteren Kontexten her. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beziehen Kenntnisse wissenschaftlicher Sekundärtexte, philosophischer Schriften und historischer Abhandlungen in die Kontextualisierung literarischer Werke ein und nutzen Dokumentarfilme, um den historischen Kontext eines literarischen Textes zu rekonstruieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen die in literarischen Werken enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen kritisch zu eigenen Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepten in Beziehung setzen, indem sie in der Auseinandersetzung mit den Ergebnissen die Diskrepanz zwischen fiktionaler Realität und eigener Erwartung und eigenem moralischen Maßstab als Kluft erkennen, die Aufschluss sowohl über eine fremde als auch die eigene Welt gibt.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

MINT-Berufe im Fokus: Technik und Ingenieurwesen

Fachartikel

Berufsorientierung für junge Frauen: Die Technik-Broschüre von "Komm, mach MINT" gibt spannende Einblicke in den Berufsalltag von Ingenieurinnen und liefert Informationen zu Fachgebieten sowie Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

  • Mathematik / Rechnen & Logik / Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik

Speaking Test: mock exams

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsstunde zur Sprechförderung erhalten die Schülerinnen und Schüler theoretisches und praktisches Übungsmaterial für die Vorbereitung auf einen Speaking Test in Anlehnung an den PET (Cambridge Institut) und die Sprechfertigkeitsprüfung an bayerischen Realschulen und Gymnasien.Sprechfertigkeitsprüfungen / Speaking Tests haben mittlerweile in allen Schularten und Bundesländern Einzug erhalten. Die meisten Sprechfertigkeitsprüfungen orientieren sich an international durchgeführten Zertifikatsprüfungen. Für den Englischunterricht in der Mittelstufe (Niveau B1) ist hier vor allem der Cambridge PET (Preliminary English Test) zu erwähnen. Sein Konzept wurde für viele Schularten und Jahrgangsstufen in meist nur leicht veränderter Form übernommen und besteht aus drei Teilen: einem allgemeinen Vorstellungsgespräch, einer Bildbeschreibung und einer intensiveren Auseinandersetzung mit einem Thema. Die vorliegende Unterrichtseinheit gibt den Schülerinnen und Schülern konkretes Übungsmaterial zu diesen drei Teilen an die Hand und bereitet sie somit konkret auf die mündliche Prüfung vor. Die Übungseinheit beinhaltet sechs komplette Speaking Tests zu den Themen "work", "family", "vacation", "kids", "transport" und "nature", die zur Vorbereitung auf die Sprechfertigkeitsprüfung im Unterricht als Mock Exams verwendet werden können. Zusätzlich bietet die Einheit einen Basiswortschatz zu den jeweiligen Themen und Bildern mit eigener Lernzielkontrolle. Vorkenntnisse Für die Durchführung der Unterrichtseinheit zur Vorbereitung auf einen Speaking Test sollten die Schülerinnen und Schüler mit der jeweiligen Form der angesetzten Prüfung vertraut sein oder vertraut gemacht werden. Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien dürften die gängigen Formen (small talk, Bildbeschreibung, Diskussion) abdecken, werden aber nicht speziell eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler sollten auch die für die Prüfung vorgesehen Bewertungsraster kennen, damit sie wissen, worauf jeweils Wert gelegt wird. Das vorliegende Material ist daher keine Einführung in das Prüfungsformat, sondern ein Übungsangebot für Schülerinnen und Schüler oder ein Prüfungsangebot für Lehrkräfte. Methodisch-Didaktische Analyse Um zu verhindern, dass die Schülerinnen und Schüler lediglich bekanntes Vokabular verwenden und sich daher sprachtechnisch wenig weiterentwickeln, kann es hilfreich sein, im Vorfeld einen Basiswortschatz zu den jeweiligen Themenfeldern aufzubauen. Hierzu dienen gängige Grundwortschatzbücher oder auch die beiliegenden Arbeitsblätter, welche sich speziell an den Themen und Fragestellungen dieser Einheit orientieren. Je nach Klasse bietet es sich an, einzelne Paare vor der Klasse vorspielen zu lassen, um ein direktes Feedback geben zu können. Erfahrungsgemäß benötigen die Schülerinnen und Schüler aber vor allem Übung und einen angstfreien Raum, in dem sie dies praktizieren dürfen. Die Schülerpaare sollten nach jeder Übung neu gemischt werden. Durch die neue Konstellation stört es auch nicht, gleiche Übungsbeispiele mehrmals zu verwenden, da neue Paarungen auch immer wieder neue Impulse geben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr englisches Vokabular zu den Themenbereichen "work", "family", "vacation", "kids", "transport" und "nature". trainieren ihre Sprechfertigkeit an unterschiedlichen Aufgaben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren auf Englisch mit unterschiedlichen Partnern, tauschen Ideen und Gedanken aus und lernen, Meinungsverschiedenheiten sprachlich adäquat zu bewältigen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Fußball-WM: Starten Sie jetzt ein Tippspiel mit Ihre Kolleginnen und Kollegen

Tool-Tipp

Liefern Sie sich einen heißen Kampf um die Tippkrone der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 mit Ihren Kolleginnen und Kollegen. Tippen Sie die Spielausgänge für 32 Länder und 64 Spiele.

  • Fächerübergreifend

Zigaretten-Abhängigkeitstest: Wie stark beeinflussen Zigaretten Ihren Alltag?

Tool-Tipp

Morgens aufwachen und schon vor dem Frühstück zur ersten Zigarette greifen - für viele Raucherinnen und Raucher gehört das zum Alltag. Wie sieht das bei Ihnen aus? Testen Sie Ihre Zigaretten-Abhängigkeit!

  • Fächerübergreifend

Wirbelsäule: Wirkungsweise und Funktion von Bandscheiben

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zur Wirbelsäule und den Bandscheiben erproben sich die Lernenden im Erstellen von Forschungsfragen und Hypothesen und erkennen, weshalb man morgens größer als abends ist. Außerdem erarbeiten sie sich mithilfe von Wirbelsäulenmodellen die Funktion und Wirkungsweise von Bandscheiben, um das Phänomen des Größenunterschieds noch genauer erklären zu können.Die Schülerinnen und Schüler erhalten zunächst einen Impuls über unterschiedliche Körpergrößen am Morgen und am Abend und stellen Forschungsfragen dazu auf. Im Anschluss daran erproben sie sich im Bilden von Hypothesen zu einer ausgewählten Forschungsfrage. Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler Wirbelsäulenmodelle, welche sie zuerst auf Analogien zur echten Wirbelsäule untersuchen. Mithilfe eines Informationstextes können sie ihre Forschungsfrage im Weiteren genauer beantworten. Eine Differenzierung findet über Tippkarten sowie weiterführende Aufgaben statt. Das Thema Wirbelsäule und Bandscheiben im Unterricht Die Wirbelsäule ist die bewegliche Stütze und somit ein zentrales Element des menschlichen Körpers, welches zugleich das Gewicht trägt – daher ist die unterrichtliche Behandlung der Wirbelsäule und insbesondere der Wirkungsweise und Funktion der Bandscheiben von großer Bedeutung, um diese bis ins hohe Alter möglichst gut zu schützen. Didaktische Analyse Durch die Bearbeitung und Auseinandersetzung mit der Wirbelsäule, im Besonderen mit der Wirkungsweise und Funktion von Bandscheiben, wird den Schülerinnen und Schülern bewusst, warum sie selbst und ihre Mitmenschen überhaupt dazu in der Lage sind, sich in vielfältiger Weise zu bewegen. Für die Bearbeitung der Unterrichtseinheit wird kein spezielles Fachwissen vorausgesetzt. Da sich gerade jüngere Schülerinnen und Schüler noch häufig messen oder beim Arzt gemessen werden, ist es interessant zu erkennen, warum sich die Körpergröße morgens von der abends unterscheidet. Diese Frage dient daher als Einstieg und Rahmen der Unterrichtsstunde. Die Wirkungsweise von Bandscheiben ist insofern auch gesellschaftlich und alltäglich relevant, da viele Menschen Haltungsschäden aufweisen. Daher ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über die Wirkungsweise von Bandscheiben Bescheid wissen und dieses Wissen auf ihren Alltag übertragen – zum Beispiel auf das richtige Tragen von Schultaschen. Diese Thematik hat auch eine hohe Zukunftsrelevanz, da Wirbelsäule und Bandscheiben dauerhaft vor Schädigungen geschützt werden müssen, um im Alter keine Haltungsschäden oder Bandscheibenvorfälle zu erleiden. Methodische Analyse Durch die methodische Aufbereitung der Unterrichtssequenz zur Wirbelsäule und den Bandscheiben wird eine hohe Schüleraktivität erreicht. Der Impuls zum Größenunterschied sowie die Wirbelsäulenmodelle erhalten das durch den Einstieg geweckte Interesse am Thema Bandscheiben aufrecht. Schwierige Arbeitsaufträge werden durch Partnerarbeiten aufgefangen; Gesprächsrunden zum Wissensaustausch beziehungsweise zur Wissenserweiterung sowie die Sicherungsphasen finden im Plenum statt. Durch Vertiefungsaufgaben erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen anzuwenden und zu überprüfen. Bei allen Aufgaben kann bei Bedarf eine Binnendifferenzierung beziehungsweise eine Weiterarbeit erfolgen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Bandscheiben für die Beweglichkeit der Wirbelsäule und die Stoßdämpferwirkung verantwortlich sind. erkennen, dass die Bandscheiben beweglich sind, tagsüber durch Belastung Flüssigkeit verlieren und diese nachts bei Entlastung wieder aufnehmen. erkennen, dass man abends kleiner als morgens ist, können dazu Forschungsfragen und Hypothesen aufstellen, ihre Hypothesen überprüfen und die Forschungsfrage basierend auf dem erlernten Wissen beantworten. können Fachbegriffe korrekt verwenden und mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern fachlich angemessen kommunizieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in Partnerarbeit konstruktiv und ergebnisorientiert zusammenarbeiten. stärken durch die geschützte Atmosphäre in Partnerarbeitsphasen ihr Selbstkonzept. diskutieren in Partnerarbeiten oder im Plenum und sind dabei in der Lage, ihre Meinung unter Nutzung von Fachwissen und Fachbegriffen begründet zu äußern.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Ramadan-Spezial: Fragen und Antworten rund um die Fastenzeit im Islam

Tool-Tipp

Worum geht es im Fastenmonat Ramadan? Was ist ein Tarawih-Gebet? Und wann essen Muslime und Muslimas in Ländern, in denen die Sonne im Ramadan nicht untergeht? Antworten auf diese und weitere Fragen Ihrer Schülerinnen und Schüler liefert das interreligiöse Projekt "religionen-entdecken.de".

  • Religion / Ethik

Auswirkungen unseres Fleischkonsums

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zu den Themen Fleisch, Soja und Regenwald veranschaulicht anhand eins Comics, wie unser Fleischkonsum mit der Abholzung des Regenwalds zusammenhängt. Dabei werden den Lernenden die Auswirkungen von übermäßigem Fleischkonsum bewusst gemacht und Handlungsspielräume aufgezeigt. Diese Unterrichtseinheit zum Thema Fleischkonsum ist ein Auszug aus dem neuen Unterrichtsmaterial "Huhn frisst Jaguar?!" von OroVerde, für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7. Es befasst sich mit unserem Fleischkonsum, sowie Monokulturen, Massentierhaltung und der Auswirkung, die diese Faktoren auf Umwelt und Klima haben. Dabei wirft es Fragen auf und regt die Schülerinnen und Schüler an, sich eine eigene Meinung zu bilden. Der jährliche Fleischkonsum eines Deutschen liegt bei circa 60 kg. Der Fleischhunger gefährdet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch ganze Ökosysteme. So werden für Futtermittel riesige Flächen mit Soja bepflanzt, was weitreichende Folgen für die Umwelt hat. Zur Veranschaulichung dieser komplexen Sachzusammenhänge und Wirkungsketten bietet diese Einheit einen Comic an, der die Lernenden an die Themen Fleisch, Soja und Regenwald heranführt. Eine bildliche Darstellung bietet sich bei diesem Thema besonders an, da so die globalen Sachzusammenhänge auf ihren Kern reduziert dargestellt werden können. Da sich die Unterrichtseinheit auch zentral um unser eigenes Konsumverhalten und seine Auswirkungen dreht, ist ein direkter Realitätsbezug für die Schülerinnen und Schüler gegeben. Die Schülerinnen und Schüler kennen die globalen Lieferketten der Fleischproduktion und des Sojaanbaus. erstellen eine Wirkungskette und bauen diese selbstständig aus. erarbeiten mit einem Comic ein neues Thema. setzten sich kritisch mit ihrem eigenen Fleischkonsum auseinander. reflektieren über mögliche Lösungen und Handlungsoptionen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Katholische Sexualmoral

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit setzt sich mit den Grundzügen der katholischen Sexualmoral auseinander und versucht über Stellungnahmen von Jugendlichen, offizielle Positionen der katholischen Kirche im YOUCAT und den in der Bibel zu findenden Grundlagen ein differenziertes Bild zu präsentieren.Selbst als überzeugter Katholik fällt es heute nicht leicht die katholische Sexualmoral zu verstehen und zu verteidigen. Immer weiter scheinen sich gesellschaftliche Vorstellungen bezüglich Homosexualität, Empfängnisverhütung und der Einstellung zur Ehe von den kirchlichen Vorstellungen zu entfernen. Gerade Jugendliche können meist sehr wenig mit den scheinbar verstaubten Verboten und Vorstellungen anfangen, erfahren sie doch in ihrer eigenen Lebenswirklichkeit ein völlig anderes Wertesystem. So ist es nicht einfach Verständnis für die kirchliche Lehrmeinung zu erreichen. Gleichzeitig wissen die Schülerinnen und Schüler meist sehr wenig über die eigentlichen Positionen der Kirche und deren Begründungen. In dieser Einheit wird versucht, Verständnis für die Position der Kirche zu erzeugen. Die Jugendlichen erkennen, dass hinter Ge- und Verboten legitime und nachvollziehbare Gründe stecken. Diese neuen Erkenntnisse werden dem eigenen Wertesystem gegenübergestellt. Vorkenntnisse Die Schülerinnen und Schüler sollten mit der Arbeit in der Bibel vertraut sein und selbständig Stellen aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament erarbeiten können. Didaktische Analyse Die Lernenden erhalten anhand des Materials einen Einblick in grundsätzliche Positionen der katholischen Kirchen zu Themen der Sexualmoral. Ziel ist es nicht, diese Positionen als Dogmen zu präsentieren, sondern Verständnis für die zum Teil gegen den gesellschaftlichen Konsens stehenden Positionen zu erzeugen. Dies erfordert eine Grundoffenheit für religiöse Themen und die Bereitschaft, sich vorurteilsfrei mit der Thematik auseinanderzusetzen. Die Schwierigkeit der Einheit liegt in der Balance zwischen persönlichen Meinungsäußerungen und einer schnellen Meinungsbildung ("Wie kann die Kirche nur solch einen Unsinn behaupten?") seitens der Schülerschaft und der Bereitschaft, sich ehrlich mit den kirchlichen Positionen auseinander zu setzen. Methodische Analyse Die Positionen aus dem YOUCAT sollten im Vorfeld aus dem YOUCAT entnommen werden und groß an verschiedenen Stellen im Klassenzimmer aufgehängt werden. Dies führt dazu, dass die Schülerinnen und Schüler sich aus der Komfortzone ihres Sitzplatzes erheben müssen und neue Impulse von eventuell andersdenkenden Mitschülerinnen und Mitschülern erhalten. Die Lehrkraft wird bei der Durchführung auf ein gutes Zeitmanagement achten müssen, damit man sich nicht in Diskussionen zu Einzelthemen (Homosexualität, Empfängnisverhütung...) verliert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Grundzüge und Argumentationen der kirchlichen Sexualmoral kennen. lernen selbständig Informationen aus Texten zu entnehmen und diese zu strukturieren. hinterfragen eigene Positionen und lernen diese argumentativ zu belegen. arbeiten selbständig mit der Bibel und lernen diese als Argumentationsgrundlage kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler äußern sich zu sensiblen Themen altersentsprechend und lernen, andere Meinungen aufzugreifen und eigene Positionen zu überdenken. präsentieren in Gruppen gewonnene Ergebnisse vor der Klasse.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Migrationshintergrund: Lernbiografien mit Fluchterfahrungen

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Thema Flucht und Lernbiografien werden einige wichtige Faktoren vorgestellt, die in den Lernbiografien von geflüchteten Jugendlichen für den weiteren Schulbesuch unter anderem im DaF-/DaZ-Unterricht eine Rolle spielen können. Betrachtet man Lernbiografien von geflüchteten Jugendlichen in Deutschland, ist zunächst zu beachten, dass jede Lernbiografie individuell ist. Dieser Artikel soll daher keineswegs dazu einladen, pauschalisierende Vorannahmen über Geflüchtete unterschiedlichster geografischer und sozialer Herkunft zu fördern. Ziel ist es vielmehr, die Lehrkraft im Vorfeld für die Möglichkeiten zu sensibilisieren und Problemlösungsstrategien zu erörtern, um ihr beispielsweise im Unterricht von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache zu helfen. Schulunterricht im Herkunftsland Viele Jugendliche mit Fluchthintergrund kennen aus ihrem Herkunftsland frontalen Schulunterricht, in dem vor allem reproduktive Fertigkeiten geschult werden. Das Mitlesen im Chor, die Alphabetisierung über das Auswendiglernen des Alphabets und das Fehlen von Partner- und Gruppenarbeit charakterisieren die Unterrichtserfahrung vieler Schülerinnen und Schüler. Mit kooperativen und eigenverantwortlichen Lernformen umzugehen, muss daher teilweise erst geübt werden. Erfahrungen mit neuen Lernformen Die Praxis zeigt jedoch, dass sich Jugendliche schnell auf neue Unterrichtsformen einlassen können, wenn sie den Lernerfolg erkennen. Zu Anfang eines Schuljahres bieten sich daher spielerische, stark aktivierende Unterrichtseinheiten an, bei denen die Schülerinnen und Schüler den effektiven Lerngewinn nach jeder Einheit klar vor Augen haben. Auch offene Diskussionen in der Klasse, bei denen Schülerinnen und Schüler von ihren Lernerfahrungen erzählen, regen zur Reflexion an. Die Lehrkraft kann in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich lernen. Sie werden nicht von der Lehrkraft mit Wissen gefüllt, sondern eignen sich Fertigkeiten und Kenntnisse selbst an. Dabei hilft es, aktiv zu sein, was allerdings für viele Flüchtlingskinder neu ist und erst geübt werden muss. Erfahrungen mit körperlichen Strafen in der Schule Im Zusammenhang mit den bisher erlebten Unterrichtsmethoden steht auch die Anwendung von Gewalt durch die Lehrkraft. Je nach Herkunftsland und besuchtem Schultyp, teilweise auch abhängig von einzelnen Lehrkräften, bringen viele Schülerinnen und Schüler Erfahrungen von körperlicher Gewalt und Demütigungen vor der Klasse mit. Klassische Bestrafungsmethoden bestehen neben Schlägen auch darin, dass Schülerinnen und Schüler in anstrengenden und demütigenden Positionen verharren müssen. Wenn sie sich bewegen, weil sie sich abstützen oder anders entlastende Positionen einnehmen wollen, werden sie noch zusätzlich bestraft. Das passiert normalerweise vor den Augen der Klasse. Gründe für Bestrafungen können mangelnde Konzentration, eine falsche Antwort oder auch nur ein unangespitzter Bleistift sein. Vermittlung von Sicherheit vor körperlichen Strafen im Unterricht Eine zielführende Methode, um die Angst vor Strafen im Unterricht abzubauen, ist ein Klassengespräch über die Rechtslage in Deutschland. Es sollte nicht in den allerersten Stunden eines neuen Schuljahrs stattfinden, sondern erst, wenn sich eine gewisse Vertrauensbasis in der Klasse herausbilden konnte. Viele Jugendliche beeindruckt es sehr, wenn sie erfahren, dass eine prügelnde Lehrkraft in Deutschland von der Polizei abgeholt werden würde. Inwieweit in diesem Gespräch auf die Erfahrungen der Jugendlichen eingegangen wird, sollte ihnen selbst überlassen bleiben. Die Rolle der Lehrkraft besteht vor allem darin, die Situation in Deutschland darzustellen. Falls Jugendliche von Strafen berichten und dabei lachen, was nicht ungewöhnlich ist, sollte dieser Schutzmechanismus nicht durchbrochen werden. Er ist ein wichtiges Werkzeug dafür, sich vor der Klasse mitteilen zu können, ohne das Gesicht zu verlieren. Wenn der Verdacht besteht, dass schwere Traumatisierungen in diesem Zusammenhang vorliegen, sollte das Gespräch kurz und auf die deutschen Verhältnisse bezogen bleiben. Dem oder den betreffenden Schülern sollte unter vier Augen die Betreuung durch eine pschologische oder pädagogische Fachkraft angeboten werden. Diskontinuität als erlebte Normalität Viele internationale Jugendliche müssen sich erst daran gewöhnen, dass die Schulpflicht in Deutschland konsequent durchgesetzt wird. Viele Lernbiografien sind von Diskontinuität gekennzeichnet. Faktoren wie weite Schulwege ohne Verkehrsanbindung, die Verpflichtung zur Lohnarbeit oder mangelnde Aufsicht und Kontrolle des Schulbesuchs auch bei kleinen Kindern führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht an Kontinuität gewöhnt sind. Der immer gleiche Tagesablauf, den Kinder und Jugendliche in Deutschland spätestens mit der Einschulung kennenlernen, stellt unter Umständen eine ermüdende, zermürbende Erfahrung dar. Ihr eigener Gestaltungsspielraum in Bezug auf ihren Tagesrhythmus ist für den größten Teil des Tages minimiert. Gewöhnung an den täglichen Schulbesuch Um die Kontinuität des Schulbesuchs zu fördern, ist eine gute Betreuung außerhalb der Schule wichtig. Daher sollte bei häufigen Fehlzeiten die Wohngruppe, die zuständigen Sozialarbeiterin oder den Sozialarbeiter, die Familie oder die Pflegefamilie kontaktiert werden. Teilweise ist zudem in den Familien Aufklärungsarbeit nötig. Auch der Umgang mit Krankheiten ist in verschiedenen Kulturen unterschiedlich. Während für einige Jugendliche Kopfschmerzen oder eine leichte Erkältung ein Grund sind, sich einen Tag zu erholen, sind deutsche Jugendliche daran gewöhnt, trotz kleiner Beschwerden, möglicherweise mithilfe von Medikamenten, zum Unterricht zu erscheinen. Hier muss jede Lehrkraft für sich abwägen, zu welchem Verhalten sie in diesem Fall rät. Einerseits ist Überbeanspruchung ungesund, vor allem, wenn dafür schon bei Kindern und Jugendlichen Medikamente verwendet werden, andererseits sollte die spätere Wirklichkeit im Arbeitsleben nicht außer Acht gelassen werden. Besondere Herausforderungen und die eigene Abgrenzung Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung bringen möglicherweise traumatische Belastungen mit, die von der Lehrkraft nicht aufgefangen werden können. Wenn Jugendliche in der Klasse depressive Symptomatiken zeigen, auffällig oft über Gewalt oder Tod sprechen, zeitweise nicht "ganz da" oder "sie selbst" zu sein scheinen oder andere Auffälligkeiten zeigen, sollte die Lehrkraft nicht versuchen, mit der Situation allein zurechtzukommen. Hier ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und sich früh Unterstützung durch psychologische oder pädagogische Fachkräfte zu holen. Die Überleitung an die Fachkraft Die Lehrkraft kann die Schülerin oder den Schüler in solchen Fällen unter vier Augen ansprechen und sagen, dass sie wahrgenommen hat, dass es dem oder der Jugendlichen nicht gut geht. Wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkraft und Schülern stabil ist, möchten diese dann häufig die Lehrkraft ins Vertrauen ziehen, die auch möglichst nichts weitersagen soll. Hier muss die Lehrkraft klar sagen, dass sie selbst keine psychologische Hilfe geben kann. Sie verweist an die entsprechende Fachkraft und vermittelt im Idealfall persönlich an diese, indem beispielsweise der erste Termin gemeinsam vereinbart wird. Viele Schülerinnen und Schüler finden es anfangs schwer, einer fremden Person persönliche Dinge anzuvertrauen. Die Lehrkraft kann an dieser Stelle unterstützend tätig sein, indem sie einerseits ihr eigenes Vertrauen gegenüber der Fachkraft zum Ausdruck bringt und sich andererseits inhaltlich aus der psychologischen Arbeit heraushält, sodass der oder die Jugendliche eine Bindung zur Fachkraft aufbaut.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

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