Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

Schule der Zukunft
Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

Tipp der Redaktion

Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
Tipp der Redaktion

Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

Tipp der Redaktion

Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
Tipp der Redaktion

Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

  • Schulstufe2
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp11
  • Quelle8
Sortierung nach Datum
Kacheln     Liste

Modelle der Verteilungsgerechtigkeit und individuelle Bewertungsmaßstäbe

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Verteilungsgerechtigkeit hat das Ziel, ein äußerst komplexes und fächerübergreifendes Thema so zu vereinfachen, dass der Fokus auf ethische Beurteilungsmaßstäbe gelenkt wird. Wenige Stichworte sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, Fragen der Verteilungsgerechtigkeit sicher und logisch nachvollziehbar darzustellen.Die Unterrichtseinheit schlägt einen Bogen von aktuellen gesellschaftlichen Gerechtigkeitsfragen, wie Sie auch vor der Bundestagswahl diskutiert wurden, zur Differenzierung des Themas in Marktgesetze und moralische Gesetze. Kristallisationspunkte sind dabei der aristotelische Gerechtigkeitsbegriff, Egalitarismus und Harry Frankfurts Gleichheitskritik. Der methodische Einsatz einer Blogform ermöglicht Information, Diskussion und Dokumentation in einem. Jeder der fünf Schwerpunkte kann auch nach der Einleitung einzeln unterrichtet und entsprechend ausführlicher gestaltet werden. Das Thema "Verteilungsgerechtigkeit" im Unterricht Das Thema ist - neben seiner Relevanz fürs Abitur - wichtig, um den Unterschied zwischen den Extremen (liberaler) Markt und Menschenwürde als Grundlagen der Verteilung von Ressourcen zu differenzieren. Vorkenntnisse Die durchführende Lehrkraft sollte Aristoteles (Nikomachische Ethik, V. Buch), den Egalitarismus-Begriff und die neuere Diskussion, angeführt von Angelika Krebs und Harry Frankfurt, im "Hinterkopf" haben. Die Schülerinnen und Schüler sollten die Begriffe "Bedürfnissysteme", entweder von Maslow oder besser Martha Nussbaums Fähigkeitenansatz, kennen. Didaktisch-methodische Analyse Die Einheit startet mit dem individuellen Erwartungshorizont (Frage nach Verdienst und Wert in der Berufswelt) und geht dann schrittweise zu Fragen der Gerechtigkeit im gesamtgesellschaftlichen Rahmen über. Es werden verschiedene Modelle der Verteilungsgerechtigkeit erörtert sowie Aspekte der Sozial- und Wirtschaftsethik aufgegriffen. Erkannt werden kann der Kantsche Topos: "Alles hat einen Preis oder eine Würde!" In einer Arbeits- und Konsumgesellschaft ist dieser nicht hoch genug anzusetzen. Schmerzlich kann die Erkenntnis des Auseinanderdriftens wirtschaftlicher Fakten und ethischer Ansprüche sein. Das Rollenspiel ist ein Ansatz, um (wenigstens im Unterricht) neue Wege zu generieren. Die Möglichkeit gerechter "Konzepte" macht wach gegenüber Fatalismus. Die Lehrkraft kann auch auf Fortschritte hinweisen, die noch vor 50 Jahren undenkbar schienen, wie die gleichgeschlechtliche Ehe. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler transferieren Vorkenntnisse aus früheren Unterrichtseinheiten auf das aktuelle Thema. wenden ethische Fachbegriffe korrekt an. unterscheiden bei interdisziplinären Themen die Beiträge der Einzeldisziplinen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bedienen das Medium "Blogkommentar" selbstständig. drehen mit Handy, Tablet oder Digitalkamera kurze Sequenzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verfassen gemeinsam Texte. teilen sich selbstständig Rollen innerhalb der Kleingruppen zu und behalten diese im Rollenspiel bei. üben sich in Ausdauer bei der Bewältigung nicht ganz so einfacher Aufgaben.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Deutsch-französische PrimarWebQuests im bilingualen Mathematik-Unterricht der Primarstufe

Fachartikel
5,99 €

Dieser Artikel beschreibt den Einsatz deutsch-französischsprachiger PrimarWebQuests im bilingualen Mathematik-Unterricht der Primarstufe. Eine projektorientierte Unterrichtseinheit zur Symmetrie für eine vierte Klasse wird beispielhaft beschrieben. Bilingualer Mathematik-Unterricht wird selten angeboten, noch seltener mit der Zielsprache 'Französisch' (vgl. Hessischer Landtag 2014, Anlage: 1). Da das Internet einen flexiblen Zugang zu Informationen über und aus einem anderen Land bietet, eignet es sich besonders gut zur Erfahrung des Fremden. Hieraus ergibt sich die Frage, inwiefern das Internet das sprachliche und sachfachliche Lernen im bilingualen Mathematik-Unterricht der Primarstufe unterstützen kann. Diese Untersuchung findet anhand von deutsch-französischen PrimarWebQuests statt, welche Möglichkeiten zum selbstständigen Lernen und zur Interaktion bieten. Zudem beinhaltet die Methode die Verwendung des Internets in einem geschützten und von der Lehrkraft vorgegebenen Rahmen. Die Lernenden können durch die Anleitung des PrimarWebQuests, Symmetrie in ihrer Umgebung entdecken und sich gleichzeitig mit der Zielsprache Französisch auseinandersetzen. PrimarWebQuests im (bilingualen) Mathematik-Unterricht Ein PrimarWebQuest ist ein vielfältiges Lernarrangement, in welchem Informationen aus dem Internet genutzt beziehungsweise weiterverwendet werden müssen (vgl. Trepkau 2016: 93). PrimarWebQuests bieten den Lernenden sowohl eine klare Struktur als auch ein eindeutiges Ziel und grenzen die Fülle der Informationen durch zuvor ausgewählte Internetseiten ein, wodurch eine gewinnbringende Internetrecherche erwartet werden kann (vgl. Schreiber 2007 ). Es besteht aus mehreren Teilen und folgt einem bestimmten Ablauf. Hierzu ist eine ausführliche Beschreibung im Fachartikel WebQuests für die Grundschule: Prima(r)WebQuest zu finden. Neben der Medienkompetenz trägt ein PrimarWebQuest zur Förderung allgemeiner mathematischer Kompetenzen bei. PrimarWebQuests eröffnen neue Möglichkeiten, da diese durch die authentische Fragestellung zur kommunikativen Auseinandersetzung anregen. Die offene Gestaltung ermöglicht eine motivierende individuelle Schwerpunktsetzung, die mehrere Kompetenzen anspricht und das Lernen von Mathematik als konstruktivistischen Prozess begreift. Bezüglich des spezifischen Einsatzes bilingualer PrimarWebQuests zeigt sich die Chance, durch partner- und gruppenbezogene Arbeitsformen das kooperierende Verhalten zu stärken und den Schülerinnen und Schülern die Arbeit mit Kindern anderer Herkunft zu eröffnen sowie anderen Kulturen offen zu begegnen (vgl. HKM 2011: 10). Hat eine Lerngruppe noch keine oder wenig Erfahrungen mit bilingualem Mathematik-Unterricht, unterstützt ein bilinguales PrimarWebQuest das Arbeiten mit beiden Sprachen. Den Lernenden muss es erlaubt sein, beide Sprachen zu verwenden. Dies kann durch den Aufbau des PrimarWebQuests unterstützt werden. So kann das gesamte PrimarWebQuest bilingual gestaltet werden, indem jegliche Informationen und Arbeitsanweisungen sowohl in der Schulsprache als auch in der Zielsprache nebeneinander gezeigt werden. Dieser Aufbau regt zu einem Code-Switching an, das die Arbeit mit dem PrimarWebQuest erleichtern und zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit beiden Sprachen führen kann. Außerdem stehen deutsch- und französischsprachige Quellen zur Verfügung, deren Anordnung zur ausgewogenen Verwendung anregt. Erprobung einer Einheit mit PrimarWebQuests Die vorgestellte Unterrichtseinheit wurde mit einer Lerngruppe des vierten Schuljahrs durchgeführt. Sie fokussiert den bilingualen Mathematik-Unterricht mit der Zielsprache Französisch in der Primarstufe. Schülerinnen und Schüler eines bilingualen Zweigs, die ansonsten monolingualen deutschen Mathematik-Unterricht erteilt bekommen, sollen in eine neue Situation mit neuen Anforderungen versetzt werden. In elf Unterrichtsstunden erarbeiten die Lernenden projektorientiert in Kleingruppen die Achsen-, Dreh- und Punktsymmetrie. Für jede Symmetrie gab es jeweils eine Kleingruppe, die die Thematik hinterher mithilfe von Plakaten auf Französisch ("Gruppe F") und eine, die auf Deutsch ("Gruppe D") präsentieren sollte. Nach einer kurzen Einführung in die Methode arbeitete die Lerngruppe weitestgehend eigenständig.

  • Französisch / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Klassenraumgestaltung: Ideen, Impulse und Hintergrundwissen

Fachartikel
5,99 €

In diesem Artikel zum Thema Klassenraumgestaltung finden Sie vielfältige Anregungen dazu, wie Sie Unterrichtsräume lernfördernd einrichten können. Dabei stehen die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden im Vordergrund. "Auch Räume sind Wesen, können heilen, erheben, befrieden, stimulieren – oder krank machen und verderben." (Mahlke 1998: 13) Vielen Klassen- und Unterrichtsräumen mangelt es an pädagogisch sinnvollen Konzepten zur Gestaltung. Dabei trägt die Konstellation des Raumes maßgeblich dazu bei, ob sich Menschen in ihrer Umgebung wohlfühlen und konzentrieren können, ob sie sich sicher fühlen, ob sie ruhig oder unruhig sind und ob sie angeregt oder gelangweilt werden. Dieser Einfluss kann vom architektonischen Entwurf bis zur Auswahl der Möbel reichen. Nicht auf alles hat die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer Einfluss. In diesem Artikel sollen Ideen berücksichtigt werden, die in einem gegebenen Gebäude oder Raum auf Ebene der Klasse, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Fachlehrkräften und Eltern, realisiert werden können. Gemeinsam gestalten Die gemeinsame Gestaltung des Raumes mit den Schülerinnen und Schülern zusammen hat positive Aspekte auf das soziale Miteinander und auf Raumaneignungsprozesse, die für das persönliche Wohlfühlen von zentraler Bedeutung sind. Eine Variable ist dabei das aktive Steuerungsverhalten der Lehrkraft. Je zuverlässiger die Klasse zusammenarbeitet, je demokratischer ihre Entscheidungsprozesse sind und je eigenverantwortlicher sich alle einbringen, desto mehr kann sich die Lehrkraft im Hintergrund halten. Aber auch in Klassen, in denen es Schwierigkeiten gibt, kann die gemeinsame Gestaltung des Klassenraumes genutzt werden, um an eben diesen Problemen zu arbeiten. In jedem Fall sollten sowohl die beteiligten Lehrkräfte als auch die Lernenden bereit sein, Zeit und Energie in das Projekt zu stecken. Es sollte als Teil des Unterrichts fest eingeplant werden und nicht nebenbei geschehen. Nutzbare Unterrichtsstunden sind beispielsweise Klassenlehrer-, Projekt- oder Werkunterricht. Wünsche erarbeiten In einem ersten Schritt erhebt die Klasse gemeinsam die Mängel, die sie an dem Klassenraum in seinem aktuellen Zustand wahrnimmt. Dazu können Arbeitsblätter verwendet werden, in die die Schülerinnen und Schüler entweder in Einzel- oder in Gruppenarbeit Wünsche schreiben. Die Wünsche werden in der Klasse ausgewertet und demokratisch zur Abstimmung gestellt. Dabei macht die Lehrkraft transparent, dass sie bei bestimmten Vorschlägen ein Vetorecht hat. Das betrifft vor allem finanzielle Fragen, Fragen der Sicherheit im Klassenraum und Fragen zum pädagogischen Wert des Klassenraums (Menikheim 2000: 93). Es besteht allerdings durchaus auch die Möglichkeit, die Lernenden Entscheidungen gegen den Rat der Lehrkraft treffen zu lassen. Wenn sich die Klasse beispielsweise mehrheitlich für eine Gestaltung in zahlreichen intensiven Farben, in sehr dunklen Farben oder ähnlichem entscheidet, kann dem nachgegeben werden, sofern die Möglichkeit besteht, es im Nachhinein zu korrigieren. Es sollte in diesem Fall das Budget für einen zweiten Anstrich zur Verfügung stehen. Der pädagogische Wert in Bezug auf Erfahrung, Problemlösungsstrategien, Kritikfähigkeit und eine erneute Entscheidungsfindung ist in diesem Fall sehr hoch. Raumaufteilung Grundsätzlich sollte die Raumaufteilung zu den im Unterricht verwendeten Methoden passen. Denkbar sind Zonen für Frontalunterricht, für Bewegung, für Gruppenarbeit, zum Stehen und als Ruhe-, Einzelarbeits- oder Rückzugsbereich. Denkbar ist auch die Einteilung in einen Instruktions-, einen Interaktions- und einen Elektronikbereich (Leitner 2014). Durch eine Sitzordnung im Halbkreis oder U kann sowohl lehrkraftorientiert als auch kommunikativ gearbeitet werden. Der Raum innerhalb des Halbkreises kann für Arbeitsphasen mit Bewegung genutzt werden. Aus heilpädagogisch inspirierten Richtungen, wie beispielsweise im Würzburger Modell, wird die Bedeutung von Rückzugsräumen betont, die den Lernenden ermöglicht, freiwillig zwischen Gemeinschaft und Individualität zu wählen (Menikheim 2000: 9). Aus der Praxis sind außerdem Leseecken oder Arbeitsecken bekannt, die für den binnendifferenzierten Unterricht genutzt werden können. Zur Abgrenzung können Raumteiler verwendet werden, die sich je nach Methode oder Unterrichtssituation verändern lassen. Viele Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler empfinden Raumteiler jedoch als unpraktisch, unästhetisch und die Raumwirkung störend. Alternativ bietet sich eine Raumaufteilung über Farbgestaltung an, über die Beleuchtungsgestaltung (Menikheim 2000: 78) oder über kleinere Elemente wie Säulen, Pfosten (Menikheim 2000: 80) oder auch Pflanzen. Sie sind nicht ganz so flexibel, bedingt aber auch veränderbar. Außerdem sind sie von der Klasse gestaltbar, sodass sie in den Raumaneignungsprozess einbezogen werden können. Farben Raumfarben spielen bei der Gestaltung einer Klasse eine wichtige Rolle. Daher sollte die Auswahl einer neuen Wandfarbe und das gemeinsame Streichen der Klasse in Erwägung gezogen werden. Grundsätzlich sollten die Farben nicht zu dunkel und zu gesättigt sein. Nach Menikheim sollten nicht zu viele unterschiedliche Farben verwendet werden. Je höher die Anzahl der Farben, desto wichtiger ist es, diese geschickt aufeinander abzustimmen (Menikheim 2000: 60). Mahlke rät zu einer Gestaltung vorwiegend in zwei Komplementärfarben, wobei er Grün-Rot oder Ocker-Blau empfiehlt (Mahlke und Schwarte 1991: 91f.). Materialien Die Frage nach Materialien stellt sich vor allem bei der Gestaltung von Einrichtungsgegenständen wie Pinnwänden, raumstrukturierenden Elementen, Vorhängen (Vor allem bei textilen Wandbehängen und Vorhängen sind dabei die Brandschutzverordnungen zu berücksichtigen.), Fußbodenbelägen, Aufbewahrungsmöbeln, Tischen und Stühlen. Natürlichen, die Sinne ansprechenden Materialien sollte dabei der Vorzug gegeben werden. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl ist die selbstständige Reparierbarkeit. Während die meisten Plastik- oder Spanplatte-Plastik-Produkte die Sinne wenig ansprechen und schon bei leichten Beschädigungen abgenutzt und schäbig aussehen, können natürliche Materialien mehr Kratzer und Dellen vertragen, ohne ihre Ästhetik zu verlieren. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler sie mit etwas Know-How selbstständig pflegen. Im Würzburger Modell wird in diesem Zusammenhang mit Öl oder Wachs behandeltes Massivholz als Material für Möbel empfohlen (Menikheim 2000: 64). Wird die Klassenraumstaltung mit dem Werkunterricht kombiniert, können die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel auch Regale, Borde und Tischplatten selbst anfertigen. Das so erworbene Fachwissen stellt ebenso wie die Erfahrung der konkreten Nutzbarkeit im Schulalltag einen wichtigen Beitrag zu Selbstermächtigung und Raumaneignung dar. Außerdem schützt das selbstständige Anfertigen von Einrichtungsgegenständen nachhaltig gegen Vandalismus. Schalldämmung In vielen Schulgebäuden ist bei der Planung und Erbauung viel zu wenig an die Schalldämmung gedacht worden. Als Folge davon ist Schulunterricht häufig mit einer erheblichen Lärmbelastung für Lernende und Lehrende verbunden. Jugendliche vergessen diesen Aspekt häufig beim Sammeln der gestalterischen Ideen, sind dann aber unter Umständen auch sehr froh, wenn der Raum leiser wird. Eine professionelle Schalldämmung ist sehr wünschenswert. Wo dies nicht möglich ist, kann möglicherweise mit einer Schaumstoffdämmung an der Decke, mit Pflanzen und textilen Wandbehängen gearbeitet werden. Falls möglich, können auch Teppiche beim Dämmen helfen. Dabei sind bewegliche Einzelteppiche in jedem Fall fest verlegter Meterware vorzuziehen. Sie können wesentlich leichter gereinigt werden und lassen sich außerdem zur Raumstrukturierung einsetzen. Einzelplätze Neben der Wandfarbe ist die Gestaltung der Tische ein sehr bestimmendes ästhetisches Element im Raum. Einerseits bieten kleine, bewegliche Tische, die sich für die Gruppenarbeit zu Polygonen zusammenstellen lassen, viele praktische Vorteile. Sie haben aber häufig den Nachteil, dass das Material nicht sehr ansprechend ist. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler sie nicht selbst gestalten. Aus einer ganzheitlichen, heilpädagogisch inspirierten Sicht kann das Bauen eines eigenen Arbeitstisches oder zumindest einer Tischplatte (Menikheim 2000: 99) eine sehr positive Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler haben. Menikheim schlägt vor, den Werkunterricht der siebten Klasse dafür zu nutzen, die Tische zum Beispiel aus Dachlatten zu bauen. Jede Schülerin und jeder Schüler verwendet diesen Tisch dann die gesamte Schullaufbahn hindurch und nimmt ihn in jede folgende Klasse mit. Fazit Die Gestaltung eines Klassenraumes nimmt mitunter viel Zeit in Anspruch. Entscheiden Sie ganz individuell in Abstimmung mit den zeitlichen und finanziellen Mitteln, in welcher Form Sie den Raum mit Ihrer Lerngruppe gestalten wollen. Nutzen Sie dabei diese unterstützenden Anregungen und passen Sie sie an Ihre Bedürfnisse an. Selbstverständlich ergeben sich im Verlauf eines Schuljahres neben einem derart umfangreichen Projekt auch immer wieder einmal Phasen, in denen Ihre Schülerinnen und Schüler ihren täglichen Lernraum ein Stück weit verändern können. Weniger aufwändig ist beispielsweise das Ausstellen von gemalten Bildern, ein Geburtstagskalender mit Fotos der Lernenden oder die Erarbeitung von Klassenregeln , die schließlich auf einem großen Poster für alle sichtbar präsentiert werden. Auf diese Weise können Sie das Lernklima verbessern, und der Klassenraum wirkt gleich viel persönlicher. Viel Freude beim Gestalten, Lehren und Lernen in Ihrem Klassenraum!

  • Fächerübergreifend

Gravitation im Erde-Mond-System: von der Erde zum Mond und zurück

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieser Unterrichtseinheit zur Erde-Mond-Gravitation erkennen die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen differentieller Gravitation und die Wechselwirkungen im Kräftesystem Erde-Mond. In dieser Unterrichtseinheit befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den folgenden Fragen: Wie beeinflusst der Mond die Erde – und wie die Erde den Mond? Was wäre, wenn sich der Mond viel näher um die Erde drehen würde – oder viel weiter weg? Und wieso trifft der Mondschatten die Erde so selten? Die Unterrichtsmaterialien sind im Rahmen des Projektes "Columbus Eye – Live-Bilder von der ISS im Schulunterricht" entstanden. Das übergeordnete Projektziel besteht in der Erarbeitung eines umfassenden Angebots an digitalen Lernmaterialien für den Einsatz im Schulunterricht. Dieses Angebot umfasst interaktive Lerntools und Arbeitsblätter, die über ein Lernportal zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt Columbus Eye wird von der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 50 JR 1703 gefördert. Anhand der Unterrichtsmaterialien "Gravitation im Erde-Mond-System" mit dazugehöriger App beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler experimentell mit der Veränderung des Erde-Mond-Abstandes. Mit dem Smartphone nehmen sie die Position des Mondes ein und können aus dem Weltraum heraus experimentieren. So finden sie heraus, was passiert, wenn sie der Erde immer näher kommen – sowohl auf der Erde, als auch auf dem Mond. Mit der Mondschatten-Simulation und dem Video einer Mondfinsternis aus dem All ermitteln sie nicht nur, warum Mond- und Sonnenfinsternisse so selten sind, sondern erhalten auch ein Verständnis für die Größenverhältnisse im Weltraum. Die Unterrichtsmaterialien eigenen sich für den Einsatz im Physik- und Astronomie-Unterricht der Sekundarstufe II. Ausführliche Informationen für Lehrkräfte, inklusive thematischer Hintergrund-Informationen, eines Stundenverlaufsplans und Musterlösungen zu den Arbeitsblättern finden sich bei den Downloads. Die Schüler und Schülerinnen erkennen die Auswirkungen differentieller Gravitation erkennen. erkennen Wechselwirkungen im Kräftesystem Erde-Mond. wählen physikalische Größen begründet aus und verarbeiten sie deduktiv in einer Hypothese führen ein Gedankenexperiment durch.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Kennenlernspiel: Gegensatzpaare

Kopiervorlage

Bei diesem Kennenlernspiel zu Gegensatzpaaren begründen die Lernenden die assoziative Auswahl eines Begriffs aus zwei Wörtern mit gegensätzlicher Bedeutung. Dabei bauen sie eine harmonische, kommunikative Atmosphäre in der Klasse auf und verbessern ihre Argumentationsfähigkeit.Dieses Kennenlernspiel bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit. Sie fragen sich gegenseitig, welchen Begriff sie aus einem gegensätzlichen Paar wählen und kreisen jeweils die Antwort der oder des anderen ein. Dabei entstehen häufig kurze Gespräche, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Wahl begründen oder einander nach Assoziationen zur Auswahl fragen. Am Ende legen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsblätter zusammen und zählen die Fragen, bei denen sie die gleiche Wahl getroffen haben. Dann fragt die Lehrkraft, welches Paar die meisten Gemeinsamkeiten hat. Im Plenum kann abschließend im Rahmen einer Auswertung festgehalten werden, welche Übereinstimmungen es insgesamt in der Klasse gibt. Dieses Spiel eignet sich zu Beginn des Schuljahres ebenso wie zur Auflockerung zwischendurch und zur Verbesserung der Argumentationsfähigkeit. Auf diese Weise können Sie das Lernklima in der Klasse verbessern und das Wir-Gefühl in der Gruppe stärken. Auch in Lerngruppen, die sich bereits kennen, können so ganz neue Freundschaften durch ähnliche Interessen entstehen.

  • Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Spezieller Förderbedarf

Erste Hilfe: das Helfen lernen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtsmaterialien zum Thema Erste Hilfe unterstützen die Vorbereitung und Durchführung einer Unterrichtssequenz zur Ersten Hilfe in der Sekundarstufe I.Ein Schwächeanfall in der Pause, ein Wespenstich ins Ohr, ein Fußball voll gegen den Kopf, Nasenbluten ohne Ende – all das kann jederzeit passieren. Schlimm, wenn man der oder die Betroffene ist. Schlimm aber auch, wenn man helfen will, aber nicht weiß wie. Was ist zu tun? Beispielhaft werden in den hier angebotenen Materialien Situationen betrachtet, die die Lernenden aus ihrem (Schul-)Alltag nachvollziehen können. Eine konkrete Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Ersthelfern oder Schulsanitätern darf nicht in Vertretungsstunden erfolgen, sondern – unterstützt durch die Schulleitung – in Lehrgängen. Vielleicht kann die Unterrichtseinheit einzelne Schülerinnen und Schüler dazu ermuntern, sich selbst im Schulsanitätsdienst zu engagieren.Die meisten Schülerinnen und Schüler setzen sich erstmals im Zusammenhang mit der Führerscheinprüfung bewusst mit dem Thema Erste Hilfe auseinander. Schließlich gehört die Teilnahmebescheinigung an einem Kurs "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" zur Prüfungsvoraussetzung. Aber auch jüngere Schülerinnen und Schüler können in eine Situation geraten, in der Erste Hilfe Grundkenntnisse hilfreich sind. Bereits in der Sekundarstufe I – zum Beispiel im Rahmen von Vertretungsstunden oder Klassenlehrerstunden – sollten sie für dieses Thema sensibilisiert werden. Die Unterrichtseinheit ist für zwei bis drei Unterrichtsstunden konzipiert und erarbeitet schwerpunktmäßig: Ängste und Befürchtungen vs. Verpflichtung zur Ersten Hilfe Erste Hilfe in konkreten Situationen Rettungskette und Notrufschema Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, was Erste Hilfe bedeutet. wissen um die rechtliche Verpflichtung, Erste Hilfe zu leisten. kennen die Glieder der Rettungskettekennen das Notfallschema und können es anwenden. erproben Erste Hilfe Maßnahmen und können diese situationsbedingt auswählen Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihr Selbstbewusstsein, um in Notfallsituationen selbstsicher Erste Hilfe zu leisten. lernen, Verantwortung zu übernehmen. stärken ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich anhand eines Rollenspiels Inhalte und reflektieren ihr Handeln.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Rituale im Unterricht: feste Strukturen für die Sekundarstufe

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel stellt Rituale für den Unterricht vor, die je nach Bedürfnis der Klasse oder der Lehrkraft zur Begrüßung, als Auszeit zwischendurch oder auch zum Abschied eingeführt werden können, um den Lernenden der Sekundarstufen Sicherheit zu vermitteln und Stress zu vermeiden. Rituale werden häufig als typisches Merkmal der Elementarstufenpädagogik wahrgenommen. Mit ihnen kann die Lehrkraft bestimmte soziale Verhaltensweisen fördern, das Miteinander stärken und den Schülerinnen und Schülern im Alltag durch Routine Sicherheit vermitteln. In der Sekundarstufe können Rituale aber ebenso erfolgreich eingesetzt werden - sofern sie zur Altersgruppe passen. Wozu Rituale? Verschiedene Situationen oder Schwierigkeiten legen das Einüben eines entsprechenden Rituals nahe, zum Beispiel: zähe Reaktionen der Schülerinnen und Schüler, mangelnde Motivation und verzögerte Arbeitsabläufe fremdelndes Verhalten der Schülerinnen und Schüler untereinander, mangelndes Vertrauen Unruhe, Lärm und Ablenkungen emotionale Schwierigkeiten einzelner Schülerinnen oder Schüler, zum Beispiel Wutausbrüche oder Ängste heterogene Gruppen, beispielsweise in Integrationsklassen Diese Grundkonstellationen lassen sich in verschiedenen der hier vorgestellten Rituale bearbeiten. So kann eine anonyme Klassenatmosphäre sowohl durch Begrüßungsrituale als auch durch Spiele zwischendurch oder gemeinsames Aufräumen aufgelöst werden. Einige Beispiele dafür werden nun im Folgenden vorgestellt und erläutert: Hemmungen abbauen: begrüßen und verabschieden In einer Klasse mit Konflikten oder mangelndem Miteinander kann das Ritual zum Stundenbeginn oder zum Ende darin bestehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler die Hand geben und mit einer bestimmten Formel begrüßen oder verabschieden. Das kann ein schlichtes "Guten Morgen!" sein oder eine Bekräftigung wie "Auf gute Zusammenarbeit!". Zum Abschied kann die Lehrkraft den Tag des nächsten Fachunterrichts ansagen, zum Beispiel "Dann sehen wir uns am Montag wieder!" und die Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit "Bis Montag!". Die Formel kann in der Klasse ausgehandelt werden, sollte dann aber beibehalten werden. In kleineren Klassen können sich alle Jugendlichen die Hand geben, in größeren Klassen die Sitznachbarinnen und -nachbarn vor, hinter und neben den Lernenden. Struktur geben: einsteigen und aufräumen In einer fahrigen, zu mangelnden Strukturen neigenden Gruppe, vor allem mit jüngeren Schülerinnen und Schülern und auch in Integrationsklassen, kann es eine fokussierende Wirkung haben, wenn nach der Begrüßung eine Schülerin oder ein Schüler an die Tafel geht, um Tag, Datum und Schulfach anzuschreiben. Dazu sagt sie oder er zum Beispiel: "Heute ist Dienstag, der dritte Mai, und wir haben jetzt Biologie". Wer an die Tafel kommt, entscheidet entweder die Lehrkraft spontan oder die Klasse folgt einem vorher vereinbarten Ablauf, wie zum Beispiel der Sitzreihenfolge. Zwischendurch können kleine Aufräumsequenzen die Stunde strukturieren und gleichzeitig eine kurze geistige Auszeit ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler heften ihre Arbeitsblätter weg, packen ihre Stifte ins Mäppchen und schauen, ob an ihrem Platz Müll liegt. Konzentration fördern: spielen, singen und lesen Spiele können zu Stundenbeginn oder zwischendurch als Pausenritual die Konzentration fördern und die Stimmung verbessern. "Galgenraten" oder eine kurze Runde "Stadt-Land-Fluss" lenken die Aufmerksamkeit nach vorn an die Tafel. "Schnick-Schnack-Schnuck/Schere-Stein-Papier" lenkt die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler aufeinander, und die Lehrkraft kann später wieder darauf Bezug nehmen. So können die Lernenden zum Beispiel in Gruppen eingeteilt werden: Die, die das Spiel gewonnen haben, und die, die verloren haben, arbeiten dann im weiteren Verlauf zusammen. Eine ähnliche Funktion wie ein kurzes Spiel als Auszeit zwischendurch kann auch ein Lied haben. Diese Option sollte allerdings nur gewählt werden, wenn alle Schülerinnen und Schüler mitsingen, beziehungsweise wenn die Lehrkraft sie dazu motivieren kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Stunde mit einem Auszug aus einem Jugendbuch zu beginnen (siehe Kaufhold und Kerkhoff 2012: 12) oder abzuschließen. Die Lehrkraft oder ein Lernender liest zum Beispiel die erste Seite eines Jugendromans aus der Schulbibliothek vor. Der Abschluss eines Leserituals sollte nach einer Regel immer gleich verlaufen, um einen fließenden Übergang gestalten zu können. So kann zum Beispiel eine halbe Minute Stille angeschlossen werden, bevor der eigentliche Fachunterricht beginnt oder die Klasse in die Pause geht. Aufmerksam werden: still sein Stille Auszeiten geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Gedanken kurz zu sammeln und bei sich zu sein. Je nach Klassenkonstellation können sie stärker reglementiert oder freier gestaltet werden. In einer unruhigen Klasse kann eine Schweigeminute eingeführt werden. Die Lehrkraft oder ein nach einem bestimmten Turnus ausgewählter Lernender stoppt die Zeit von einer Minute. Währenddessen wird nicht gesprochen (in disziplinierteren Klassen bewegen sich die Jugendlichen auch nicht). Wenn jemand dagegen verstößt, wird die Minute neu gestartet. In Klassen, in denen die stille Minute leichter durchzuführen ist, kann daraus eine Lausch-Minute werden (siehe Inklusion Schule Bayern: 3): Die Jugendlichen sprechen nicht und nehmen eine Minute lang alle Geräusche bewusst wahr, die sie um sich hören. Nach der Minute erzählen zwei oder drei Personen, was sie gehört haben. Die Wirkung dieses Rituals ist meditativer als die durch Disziplin gesteuerte Schweigeminute. Stress abbauen: bewegen Bewegung kann besonders nach konzentrierten Arbeitsphasen, in zappeligen Klassen und in Inklusionsklassen sehr hilfreich sein. Eine Möglichkeit, die ganz non-verbal funktioniert, ist eine Art Kofferpacken mit Bewegungen (siehe Inklusion Schule Bayern: 3): Alle sitzen im Kreis. Die erste Person macht eine Bewegung. Die zweite Person wiederholt sie und ergänzt eine weitere Bewegung. Die dritte Person wiederholt die beiden vorherigen und ergänzt wieder eine Bewegung und so weiter. Eine andere Möglichkeit ist ein verbales Spiel mit einem Ball. Wer den Ball hat, gibt einen Impuls. Dann wirft er oder sie den Ball. Die Person, die fängt, reagiert auf den Impuls, gibt dann einen neuen und wirft den Ball einer dritten Person zu. Dabei kann die Aufgabenstellung variieren, zum Beispiel: Gegensätze finden (groß-klein), ein Wort mit dem Endbuchstaben des letzten Wortes nennen (Blume-Elefant-Tag-Gras), Frage-Antwort-Spiele (Was hast du heute gegessen? - Frühstück.) oder Sätze ergänzen (Heute - habe ich - meinen besten Freund - im Fahrstuhl - getroffen.) Ruhe einkehren lassen Ruhe und Konzentration lassen sich mit ganz kurzen Ritualen fördern, die keinen zusätzlichen Einschnitt im Unterrichtsgeschehen mit sich bringen. Eine Lautstärke- oder Lärm-Ampel misst die Lautstärke im Raum und zeigt dementsprechend grünes, gelbes oder rotes Licht. Bei zu großer Unruhe deutet die Lehrkraft schweigend auf die Ampel. Die Schülerinnen und Schüler schauen nach und nach auf die Ampel, werden ruhiger und sehen, wie sich die Lautstärke nach unten korrigiert. Das schult die Selbstwahrnehmung und damit die Eigenverantwortung. Eine Möglichkeit ohne Hilfsmittel besteht darin, dass die Lehrkraft eine fest definierte Geste vorgibt, beispielsweise eine erhobene Hand oder einen Zeigefinger vor dem Mund. Die Schülerinnen und Schüler, die das mitbekommen, imitieren die Geste und sprechen dabei nicht mehr. So kehrt langsam Ruhe ein. Individuelle Rituale vereinbaren Wenn es in einer Klasse Schülerinnen oder Schüler mit besonderen Schwierigkeiten gibt, kann die Lehrkraft individuelle Rituale mit ihnen vereinbaren. Je nach Klassenkonstellation und Art der Problematik kann das vor der Klasse transparent gemacht werden oder unter vier Augen bleiben. Bei Ängsten, Wutausbrüchen oder nicht kontrollierbarem Bewegungsdrang wie Hyperaktivität kann beispielsweise vereinbart werden, dass die oder der Jugendliche die Klasse verlässt, eine Runde durch das Gebäude geht, vor der Tür zehnmal durchatmet oder etwas anderes tut, was ihr oder ihm in der Situation hilft. Wenn sich die Person besser fühlt, geht sie selbstständig zurück in die Klasse. Oft ist es eine gute Idee, auch die Rückkehr zu ritualisieren, wenn der Lernende sich nicht explizit dagegen ausspricht. So kann die Lehrkraft zum Beispiel fragen: "Geht es dir besser?" und die oder der Jugendliche antwortet kurz. So wird vermieden, dass die Rückkehr zu einem "Zurückschleichen" wird und möglicherweise angstbesetzt ist. Vor der Klasse kann so ein Ritual als selbstverständliche Problemlösungsstrategie dargestellt werden, die Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, die Schwierigkeiten haben. So werden Schwierigkeiten enttabuisiert und die Extrarolle als vernünftige Maßnahme für ein funktionierendes Miteinander vermittelt. Fazit Ebenso wie alle Methoden und Lerninhalte müssen selbstverständlich auch die Rituale zur Lerngruppe passen. Sie als Lehrkraft entscheiden, welche dieser Ideen zielführend sind zur Verbesserung des Lernklimas beitragen können. Schöpfen Sie aus diesem Pool an Möglichkeiten zur Strukturierung Ihres Unterricht und ändern Sie gegebenenfalls diese Vorschläge nach Bedarf Ihrer Lerngruppe ab. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  • Pädagogik

Biomembranes: structure and composition

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Zellen: Struktur und Aufbau der Biomembran" für den bilingualen Unterricht erkennen die Lernenden durch die Anwendung von Moosgummi-Modellen und unter Nutzung des Vorwissens über Phospholipide die Anordnung von Phospholipiden im wässrigen Medium und können dies auf die Biomembran übertragen.Die Lernenden aktivieren zunächst ihr Wissen über den Aufbau von Phospholipiden. Im Anschluss daran beobachten sie, wie sich Öl in Wasser verhält und stellen dies dann mithilfe der Phospholipidmodelle nach. Außerdem ordnen die Lernenden die Phospholipide in Form einer Mizelle und eines Vesikels an. Sie übertragen das erlangte Wissen auf die Biomembran und erkennen, dass diese aus einer Lipiddoppelschicht besteht. Das Thema "Biomembranes: structure and composition" im Unterricht Diese Unterrichtseinheit zu Biomembranen auf Englisch eignet sich für den bilingualen Unterricht in der Sekundarstufe. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten über den Aufbau von Phospholipiden Bescheid wissen und die Begriffe "hydrophil" und "lipophil" zuordnen können. Didaktische Analyse Jedes Lebewesen besteht aus Zellen, die von einer Membran umgeben sind. Die Membran besteht aus einer Lipiddoppelschicht, in welcher die Phospholipide mit ihrem hydrophilen Kopf nach außen hin und mit ihrem lipophilen Schwanz nach innen hin angeordnet sind. Durch die progressiven Versuche in der Gruppenarbeit erkennen die Lernenden das Verhalten von Öl in Wasser und sind so in der Lage, die Anordnung der Phospholipide basierend auf dem Außenmedium und dem Aufbau der Phospholipide besser zu verstehen. Die Lernenden erkennen so, dass der hydrophile Kopf der Phospholipide dem wässrigen Medium zugeneigt ist und können anhand dieser Erkenntnis darauf schließen, dass die Membran aller Zellen, welche auf beiden Seiten von einem wässrigen Medium umgeben ist, folglich aus einer Lipiddoppelschicht bestehen muss. Methodische Analyse Durch die methodische Aufbereitung der Unterrichtssequenz wird eine hohe Schüleraktivität erreicht. Die Lernenden sind durch kleine Versuche dazu angehalten, Beobachtungen durchzuführen und mithilfe von Modellen darzustellen, um diese Kenntnisse anschließend auf die Biomembranen zu übertragen. Die Arbeitsaufträge finden in Gruppenarbeit statt und Gesprächsrunden zum Wissensaustausch/zur Wissenserweiterung sowie die Sicherungen finden im Plenum statt. Extraaufgaben sowie Hilfskarten stehen zur Binnendifferenzierung bereit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beobachten und beschreiben das Phänomen Öl (stellvertretend für Phospholipid) in wässrigem Milieu und stellen auf Basis des Versuchs mit Hilfe der bereitgestellten Moosgummi-Modelle die Anordnung der Phospholipide modellhaft dar. nutzen den erlangten Wissenstand zur Anordnung der Phospholipide, um die Anordnung von Phospholipiden in wässriger Lösung in Form einer Mizelle (und Vesikel) darstellen zu können. übertragen ihr Wissen auf die Biomembran und erkennen, dass diese aus einer Lipiddoppelschicht besteht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten ihre Beobachtungen mit Modell bildlich fest und präsentieren diese mithilfe von Moosgummi-Modellen oder des Smartboards. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren und argumentieren innerhalb der Gruppe. arbeiten mit ihren Gruppenmitgliedern konstruktiv und ergebnisorientiert zusammen. stärken durch die geschützte Atmosphäre in der Gruppenarbeit ihr Selbstkonzept. diskutieren in Partner-/ und Gruppenarbeiten oder im Plenum und äußern ihre Meinung unter Nutzung von Fachwissen und Fachbegriffen begründet.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Englisch
  • Sekundarstufe II

TypeRacer: Durch schnelles Tippen zum Sieg

Tool-Tipp

Wenn Sie einen Text am Computer tippen, fliegen Ihre Finger nur so über die Tastatur und Sie sind blitzschnell fertig damit? Dann starten Sie doch mal einen Schnellschreibwettbewerb gegen Ihre Kolleginnen und Kollegen an und finden Sie heraus, wer am rasantesten tippen kann. Aber aufgepasst: Dieses Wettrennen kann süchtig machen ;-)

  • Informatik

Berufseinstieg: für die Zukunft ist es nie zu früh

Fachartikel / Video-Tutorial

REWE bietet mit vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten echte Perspektiven für Schülerinnen und Schüler. Mit einer frühen Bewerbung steigen die Chancen für den Wunsch-Ausbildungsplatz. REWE zeigt, wie der Einstieg ins Berufsleben gelingt.

  • Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht

Konflikte im Alltag: Ursachen und Bewältigung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Konflikte im Alltag" geht es darum, mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 bis 8 gemeinsam Konflikte näher zu beschreiben, Ursachen herauszufinden und im Rollenspiel Möglichkeiten der Konfliktbewältigung zu erarbeiten.Täglich erleben Schülerinnen und Schüler Konflikte in ihrem Alltag. Häufig handelt es sich um unvermeidbare Alltagskonflikte mit Eltern, Klassenkameraden und auch Lehrkräften. Diese werden oft schneller vergessen, als sie entstanden sind. Aber die Gratwanderung zwischen Ärgern und Mobbing, zwischen Spaß und latenter Gewalt, zwischen einem kurzfristigen Streit und einem ernsthaften Konflikt ist fließend. Gelegentlich eskalieren Konflikte und bei genauerem Nachfragen weiß keiner so genau, warum dies geschehen ist. In dieser Unterrichtseinheit begegnen die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Arten von Konflikten. Sie erfahren, dass Konflikte zum Alltag unseres Lebens gehören. Anhand des Eisbergmodells werden unterschiedlichste Konfliktursachen erläutert und analysiert. Gemeinsam wird erforscht, warum ein Konflikt eskalieren kann und welche Möglichkeiten es gibt, dies zu verhindern. Die Arbeit mit Dialogen und Rollenspielen macht diese Thematik greifbar und anschaulich. Die Einheit dient als Überblick über das Thema "Konflikte" im Rahmen des Ethik- oder Religionsunterrichts und ist nicht als vollständiges Präventionsprogramm gedacht. Vorkenntnisse Es werden keine konkreten Vorkenntnisse der Lernenden zum Thema "Konflikt" vorausgesetzt. Sollten vereinzelt Schülerinnen und Schüler aus "Nein-Danke-Teams" oder anderen schulinternen Anti-Mobbing-Teams in den Klassen sein, so ist dies für den Verlauf und die Gespräche sicherlich förderlich, da sie ihr Wissen hier bestens einbringen können. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erhalten anhand des Materials einen Einblick in die Thematik "Konflikte" (Definition, Ursache, Bewältigung). Da jede Schülerin und jeder Schüler bereits eigene Erfahrungen mit diesem Thema gemacht hat, ist die Beteiligung erfahrungsgemäß sehr groß. Dies ist sehr erfreulich, birgt allerdings auch die Gefahr, dass man im Schildern von Einzelerlebnissen hängen bleibt und es verpasst, Einzelschicksale auf eine allgemeine Bewältigungsebene zu heben. Kritisch wird es, wenn es in der Klasse akutes Konfliktpotential gibt. Die Unterrichtseinheit kann dazu beitragen, Konflikte besser zu verstehen, ist aber nicht dazu gedacht, Einzelkonflikte aufzuarbeiten. Methodische Analyse Die Unterrichtseinheit kombiniert aktive Elemente (Rollenspiele, Diskussionen) mit eher passiven Elementen (Erklärungen, Hinterfragen, Ursachenforschung). Je nach Klassenstruktur kann die Lehrkraft hier selber entscheiden, inwieweit aus einem einfachem Dialog ein Rollenspiel wird und ob es sinnvoller ist, einzelne Phasen in der Gesamtgruppe oder in Kleingruppen zu lassen. Problemlos lassen sich einzelne Aspekte auch ausbauen. So kann aus einem Dialog ein Rollenspiel, und aus einem Rollenspiel ein Kurzfilm werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass es unterschiedliche Art von Konflikten gibt und dass Konflikte zum Alltag gehören. begreifen anhand des Eisberg-Modells die Komplexität der Ursachenforschung von Konflikten. erleben mithilfe von Rollenspielen wie Konflikte auf unterschiedliche Art und Weise ausgetragen werden können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen persönliche Erlebnisse sachlich im Klassenverbund zu äußern. arbeiten in der Gruppe und präsentieren Ergebnisse vor der Klasse. nehmen in Form von Rollenspielen unterschiedliche Positionen ein.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

ANZEIGE

Aktuelle News für die Sekundarstufen