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Weltraum und Sonnensystem: Paxis Abenteuer im All

Video

Paxi ist das Maskottchen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und fleißig im Weltall unterwegs: Er besucht verschiedene Planeten und untersucht unsere Erde. Paxi nimmt Kinder mit bei seinen Abenteuern und man lernt dabei Spannendes über den Weltraum und unser Sonnensystem. Die ESA hat eine Reihe von Videos erstellt, in denen Paxi unterschiedliche Themen in verständlicher Weise und anschaulich erklärt. Diese Videos sind für Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 6 und 12 Jahren konzipiert und können auf unterschiedliche Weise im Unterricht ergänzend eingesetzt werden. In diesem ersten Video stellt sich Paxi, das ESA-Maskottchen, vor und erzählt von seinem Heimatplaneten. Mit seinem Raumschiff reist er durch unsere Galaxie, die Milchstraße, und erläutert Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen seinem Heimatplaneten und der Erde. In dieser Episode erzählt Paxi von der Entstehung des Mondes, von erfolgreichen bemannten und unbemannten Mondmissionen und macht sich dann auf den Weg um den Mond selbst zu erkunden! Er überlegt, was er bräuchte, um für längere Zeit auf dem Mond leben zu können und berichtet von den Plänen bald noch einmal Astronauten auf den Mond zu schicken. In dieser Folge erklärt Paxi uns, dass der Mond ein natürlicher Satellit der Erde ist, welche verschiedenen Mondphasen es gibt, wie sich der Mond um die Erde dreht und wie Erde und Mond gemeinsam um die Sonne kreisen. Außerdem erklärt er uns, was bei einer Sonnenfinsternis und bei einer Mondfinsternis passiert. In dieser Episode erforscht Paxi den Treibhauseffekt auf der Erde. Dazu untersucht er die Atmosphäre der Erde und den Einfluss der Sonne auf unseren Planeten. Außerdem geht er der Frage nach, warum Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler glauben, dass wir Menschen den Treibhauseffekt verstärken. In dieser Folge bereisen wir mit Paxi den Planeten Erde und lernen den Wasserkreislauf kennen. Paxi erklärt die wichtigsten Stationen des Wassers: die Verdunstung, die Kondensation, den Niederschlag und die Wassersammlung auf der Erde und wie dieser Kreislauf des Wassers funktioniert. In dieser Folge erkundet Paxi den Tag, die Nacht und die Jahreszeiten. Er erklärt uns während seines Urlaubs, dass die Sonne ein Stern ist und uns Licht und Wärme spendet. Er untersucht die Neigung der Erdachse und die Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Außerdem erklärt Paxi wie diese beiden Dinge Tag, Nacht, Jahre und Jahreszeiten schaffen. In diesem Video überlegt Paxi, ob es Leben auf dem Mars geben kann. Deshalb betrachtet er zuerst Eigenschaften von lebenden Organismen und vergleicht diese dann mit nicht lebenden Gegenständen. Außerdem erforscht er verschiedene Organismen und denkt darüber nach, ob diese auf dem Mars leben könnten. Paxi erklärt auch, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die ExoMars-Mission der ESA Belege für Leben auf dem Roten Planeten finden und untersuchen können. In dieser Episode erkundet Paxi den Planeten Mars, deckt einige seiner Geheimnisse auf und erläutert Forschungsergebnisse vorheriger Missionen. Zudem benennt er Merkmale des Planeten und erzählt, dass zukünftige Reisen zum Mars nach Anzeichen von Leben suchen werden. Durch Informationen über Kometen ist es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglich, mehr über die Anfänge des Lebens und unseres Sonnensystems zu erfahren. Deshalb fliegt Paxi in dieser Folge zu dem Kometen 67P Churyumov-Gerasimenko, der 2014 und 2015 mit der Raumsonde Rosetta erforscht wurde. Dabei erklärt er, wie Kometen um die Sonne kreisen und was passiert, sobald sie sich der Sonne nähern, wie Rosetta Daten über den Kometen sammeln konnte und wie ein Landemodul wie Philae auf einem Kometen landen kann. In diesem Animationsfilm fliegt Paxi durch unser Sonnensystem und betrachtet Tag und Nacht, die Umlaufbahn des Mondes um die Erde und die der Erde um die Sonne. Auf seinem Weg sieht er die acht Planeten unseres Sonnensystems und trifft an dessen Rand sogar auf Kometen. In diesem Animationsfilm nimmt uns Paxi, Bewohner eines Exoplaneten, mit auf eine spannende Reise durchs Universum. Er erklärt, was Exoplaneten sind, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie entdecken und erforschen und welche vielfältigen Arten von Exoplaneten es gibt. Die Erdumlaufbahn ist voller alter Satelliten und Trümmerteile, die als Weltraumschrott bezeichnet werden. Da der Weltraumschrott aktive Raumfahrzeuge gefährden kann, klärt Paxi in seinem neuesten Abenteuer auf, wie der Weltraum sauberer gehalten werden kann.

  • Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Rallye zur Einschulung: neue Personen und Orte kennenlernen

Kopiervorlage

Den Kindern sollte früh in der Einschulungsphase die Gelegenheit gegeben werden, sich in ihrer Schule zurechtzufinden, um Unsicherheit zu vermeiden. Gefühle von Vertrautheit und Identifikation entstehen dann, wenn sie die Orte und Personen kennen, die sie nun jeden Tag sehen werden. Diesem Ziel ist die Schulrallye gewidmet. Mit der Schulrallye erhalten die Kinder Gelegenheit, sich in ihrer neuen Schule zurechtzufinden und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennenzulernen. Das trägt schon früh zur Vertrautheit und Identifikation mit der neuen Schule bei. Vorbereitung Da die Schülerinnen und Schüler während der Rallye verschiedene Orte ersuchen, müssen entsprechend die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingewiesen werden. Sie sollten zum vereinbarten Zeitraum in ihren Räumen anwesend und auf den Besuch vorbereitet sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule sollten bereit sein, die Fragen der Kinder zu beantworten, sich mit ihrem Namen vorzustellen und ihre Funktion in der Schule bekannt zu geben und zu erklären. Schülerinnen und Schüler einer höheren Klassenstufe sollten als "Paten" zur Verfügung stehen (Absprache mit der entsprechenden Lehrperson). Durchführung der Rallye Jedes Kind erhält einen "Rallyepass" (Deckblatt und Arbeitsblatt 01). In diesem Pass sind die Stationen aufgeführt, die von den Kindern aufgesucht werden müssen. Haben sie eine Station erfolgreich gefunden, wird im "Rallyepass" der entsprechende Smiley von den Kolleginnen und Kollegen oder den älteren Schülerinnen und Schülern, die diese Station betreuen, (die Paten) gelb ausgemalt. An den Stationen sollen die Namen erfragt werden sowie die Funktion, die diese Person im Schulbetrieb ausführt (Rektor oder Rektorin, Konrektor und Konrektorin - falls vorhanden, Sekretärin, Hausmeister, ...). Da die Kinder der 1. Klasse noch nicht lesen können, können die Zielorte als Foto oder als Piktogramm dargestellt werden oder zur jeweils nächsten Station von den Paten geschickt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass sich nicht alle Kinder zur gleichen Zeit an einer Station versammeln. Um einen Andrang an den Stationen zu vermeiden, sollte die Lehrperson zu Beginn der Rallye die Klasse in Gruppen einteilen und zu unterschiedlichen Zielorten schicken. Die Stationen müssen nicht in der Reihenfolge aufgesucht werden, in der sie im Rallyepass aufgeführt sind. Da jede Schule andere Räumlichkeiten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, muss der "Rallyepass" den gegebenen Bedingungen vor Ort angepasst werden. Der "Rallyepass" kann somit nur als Anregung dienen.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe

Erklärvideos im Sachunterricht: Versuche durchführen und protokollieren

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsmaterial führt Schülerinnen und Schüler schrittweise an die Durchführung und Protokollierung von Experimenten sowie darauf basierend Erstellung eines eigenen Erklärvideos heran. Es wurde im Kontext des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Programms "Digitales Lernen Grundschule" entwickelt.Das Arbeitsblatt entstand gemeinsam in einem Projekt mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dabei wurden Erklärvideos von Studierenden mit Kindern entwickelt. Hier stand die naturbezogene Perspektive häufig im Mittelpunkt. Durch das eigene Erstellen von Videos zu verschiedenen Versuchen erlebten und deuteten die Kinder beispielsweise Naturphänomene. Diese inhaltliche Auseinandersetzung mit eigenen Worten wiederzugeben, motivierte bereits junge Grundschulkinder sehr und bot so Verzahnungen mit ihrem eigenen Alltagserleben. Die Videos zu vielen Experimenten sind auf der Seite eis-videos.de veröffentlicht. EIS steht dabei für Experimentieren im Sachunterricht. Die Grundschulkinder experimentieren wie Forscher. Die Versuche sind niedrigschwellig angelegt und verwenden hauptsächlich Gegenstände, die in fast jedem Haushalt zu finden sind. Im Unterricht der Grundschule lernen die Kinder schrittweise, wie Experimente durchgeführt und protokolliert werden. Ein selbst durchgeführtes Experiment kann direkt in der Protokollvorlage festgehalten werden. Das Versuchprotokoll ist die Basis für ein eigenes EIS-Video.Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Sachverhalte angemessen. versprachlichen Beobachtungen, Vermutungen, Erkenntnisse und Empfindungen. halten Ergebnisse in geeigneter Form fest.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Technik / Sache & Technik / Informationstechnik
  • Primarstufe

Die Fluchtgeschichte von Marienetta, Falko und Peter

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsblatt beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Schicksal von Marienetta Jirkowsky und ihrem gescheiterten Fluchtversuch. Der Tod von Marienetta Jirkowsky bewegte wochenlang die Menschen in der DDR und im Westen. Gemeinsam mit ihren zwei Freunden hatte sie in einer Novembernacht versucht, die Grenzanlagen zu überwinden. Während Falko und Peter die Flucht in den Westen gelang, wurde Marienetta von Grenzsoldaten erschossen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Beweggründen der Flüchtenden auseinander, analysieren die Reaktion des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und die Einflussnahme auf Falko und Peter im Westen. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Aufbau der Grenzanlagen und die Aufgabe der Grenzsoldaten. nennen Motive und Konsequenzen für die Flüchtenden Marienetta, Falko und Peter. erhalten einen Einblick in die unterschiedliche Medienberichterstattung in der DDR und der Bundesrepublik über die Flucht. zeigen den Einfluss des MfS auf die Angehörigen von Marienetta und die Berichterstattung auf. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in verschiedenen Medien nach weiterführenden Informationen zu den verschiedenen Inhalten der Arbeitsblätter. fassen Ergebnisse ihrer Recherche in Form von Präsentationen zusammen. interpretieren Zeitungsartikel, Bildquellen und Berichte von inoffiziellen Mitarbeitern. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Rolle des MfS in der DDR und analysieren, wie die Aufarbeitung nach dem Mauerfall erfolgte. analysieren die Lebensumstände der DDR-Bürger und überlegen, ob sie selbst bereit gewesen wären die Risiken einer Flucht auf sich zu nehmen. beurteilen den Umgang mit und die Aufarbeitung der Geschehnisse rund um den tödlichen Fluchtversuch von Marienetta.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Doppellaut "ei" in Tiernamen erkennen

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für die Grundschule unterstützt Lernende beim Erkennen von Lautfolgen und Wortstrukturen. Anhand von Tiernamen mit "ei" üben sie genaues Lesen, Markieren und das Sammeln weiterer passender Wörter. Die Kopiervorlage ermöglicht eine gezielte Übung zur Rechtschreibung und Lesegenauigkeit in der Primarstufe. Im Mittelpunkt steht der Doppellaut beziehungsweise Diphthong " ei" , den die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Tiernamen identifizieren und markieren. Damit unterstützt das Arbeitsblatt eine grundlegende Kompetenz des Schriftspracherwerbs: Laute und Lautfolgen bewusst wahrzunehmen und mit der korrekten Schreibweise zu verbinden. Das Material ist dem Bereich Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ zugeordnet und eignet sich besonders für Lernphasen, in denen Wortstrukturen, Laut-Buchstaben-Zuordnungen und Rechtschreibmuster gesichert werden sollen. Die Lernenden betrachten unterschiedliche Tiernamen, prüfen, ob der Diphthong "ei" enthalten ist, und kreisen die entsprechende Lautfolge ein. Durch diese klare Aufgabenstellung wird genaues Lesen gefördert: Die Kinder müssen Wörter aufmerksam untersuchen, Buchstabenfolgen vergleichen und den gesuchten Doppellaut sicher erkennen. Die angegebenen Lösungen ermöglichen eine Selbstkontrolle und unterstützen eigenständiges Arbeiten. Anschließend erweitern die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, indem sie weitere Tiernamen mit "ei" sammeln. Dadurch wird das erkannte Rechtschreibmuster aktiv angewendet und der Wortschatz im Themenfeld Tiere erweitert. Lehrkräfte können das Arbeitsblatt flexibel einsetzen: als kurze Übung im Anfangsunterricht, zur Wiederholung des Diphthongs "ei" , in Förderphasen, in der Freiarbeit oder im DaF-/DaZ-Kontext. Die Verbindung aus Wortschatzarbeit, phonologischer Bewusstheit und Rechtschreibung macht das Material niedrigschwellig und zugleich fachlich fokussiert nutzbar. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Doppellaut "ei" in verschiedenen Tiernamen. markieren den Diphthong "ei" als wiederkehrendes Rechtschreibmuster. sammeln weitere Tiernamen mit "ei" und erweitern dadurch ihren Wortschatz. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler entnehmen einem Arbeitsblatt gezielt schriftliche Informationen zur Bearbeitung der Aufgabe. wenden Markierungsstrategien an, um gesuchte Lautfolgen sichtbar zu machen. überprüfen ihre Ergebnisse mithilfe bereitgestellter Lösungen selbstständig. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert und sorgfältig an einer rechtschreibbezogenen Suchaufgabe. tauschen sich bei Bedarf über gefundene Tiernamen und Schreibweisen aus. unterstützen sich gegenseitig beim Sammeln weiterer Wörter mit dem Doppellaut "ei".

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ
  • Primarstufe

Rockmusik in der DDR

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsblatt erarbeiten die Schülerinnen und Schüler, wie Rockmusik in der DDR versuchte, Systemkritik in ihren Texten zu transportieren.Kunst und Kultur war in der DDR eine Staatsangelegenheit. Auch Musik wurde kontrolliert und zensiert und sollte allein der Unterhaltung und der Stabilisierung des politischen Systems dienen. Die Künstler in der DDR gingen unterschiedlich mit diesen Voraussetzungen um. Einige machten rein unpolitische Musik, andere versuchten, ihre Kritik am System geschickt in ihren Texten zu verstecken. Anhand zweier Songtexte von den Puhdys und Klaus Renft Combo analysieren die Schülerinnen und Schüler, wie Künstler über die Musik versuchten, ihre Haltung gegenüber dem politischen System auszudrücken. Durch weitere Rechercheaufgaben werden die Lernenden dazu angehalten, sich mit der Situation damaliger Musiker sowie mit den Erfahrungen auseinander zu setzen, die Jugendliche aufgrund ihres Musikgeschmackes mit dem Staat gemacht haben. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nennen wichtige Stationen der Entwicklung der Rockmusik in der DDR. beschreiben die staatlichen Bedenken gegen Rockmusik und ihren Einfluss auf die Jugendlichen. zeigen auf, wie sich Musiker unter der staatlichen Kontrolle verhielten und beschreiben die ideologischen Grenzen, die ihnen auferlegt waren. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen gezielt Informationen über Rockmusik in der DDR aus einem Sachtext. analysieren Liedtexte auf verstecke Kritik am DDR-Staat. vergleichen Liedtexte miteinander. recherchieren selbstständig im Internet nach Informationen zu Rockmusik und Jugendkultur in der DDR. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Liedtexte in ihrer damaligen Wirkung und bewerten, welche Texte auch heute noch aktuell sind.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I

Luft oder Wasser: Was ist stärker?

Kopiervorlage

In diesem Experiment erforschen die Lernenden im Unterricht, ob Luft oder Wasser stärker ist. Die Kinder lesen zunächst eine Anleitung mit Bildern, bevor sie den Versuch selbstständig durchführen können. Was ist stärker: Luft oder Wasser? Dieses Experiment zum Thema "Vier-Elemente-Lehre" zeigt den Schülerinnen und Schülern der Grundschule anschaulich auf, welcher Druck von der Luft ausgeht. Das Arbeitsblatt für den Sachunterricht fordert die Kinder zunächst dazu auf, ein Glas, festes Papier wie zum Beispiel eine Postkarte und Wasser bereitzustellen. Dann wird mithilfe von einfachen Abbildungen gezeigt, wie die Lernenden Wasser in ein Glas füllen und das Papier festdrücken sollen. Dann legen sie ihre Hand auf das Papier, drehen das Glas um und ziehen ihre Hand weg. Ihre Beobachtung, ob das Wasser aus dem Glas läuft oder nicht, sollen sie mithilfe eines Kreuzes notieren. Die authentischen Fotos in Kombination mit kurzen einfachen Sätzen ermöglichen eine selbstständige Durchführung des Versuchs. Die Schülerinnen und Schüler lernen dadurch in einem ersten Schritt einfaches Experimentieren und Beobachten . Ganz nebenbei verbessern sie darüber hinaus ihre Lesekompetenz : Dadurch, dass die Lernenden die Anleitung lesen und die Anweisungen direkt umsetzen, wird das Leseverstehen in besonderer Weise bedeutsam. Das Experiment kann im Unterricht zwischendurch ohne große Vorbereitung, am Nachmittag zu Hause, aber beispielsweise auch in einer Projektwoche zum Thema Forschen und Experimentieren durchgeführt werden. Ein weiterführender Auftrag kann darin bestehen, dass die Lernenden den Versuch filmen und dokumentieren , um das Ergebnis anschließend in der Klasse zu präsentieren .

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Primarstufe
Titelbild "Die Welle"

"Die Welle" – Literatur, Macht und Manipulation im Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit für die Klassen 9 bis 10 untersucht Morton Rhues "Die Welle" als Schulversuch zum Thema Macht und Gruppendynamik. Mit interaktiven Arbeitsblättern, Gruppenpuzzle und digitalen Impulsen fördern die Lernenden kritisches Denken, Analyse von Manipulationsstrategien und Reflexion über Demokratieverständnis. Die Unterrichtseinheit "Die Welle – Literatur, Macht und Manipulation im Unterricht" umfasst mehr als 15 Seiten mit altersgerechten Kopiervorlagen. Beginnend mit einem fachdidaktischen Einleitungstext werden biografische Hintergründe von Morton Rhue und die historischen Bezüge zu Autoritarismus und Gruppenzwang thematisiert. Im Gruppenpuzzle erarbeiten Kleingruppen zentrale Aspekte wie Ideologieaufbau, Charismapolitik des Lehrers Ben Ross und Mechanismen kollektiver Verführung. Interaktive Aufgaben versetzen die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Mitschülern, Lehrpersonal und Beobachtern des Experiments: Sie analysieren Schlüsselszenen, untersuchen sprachliche Mittel der Manipulation und diskutieren moralische Dilemmata. Eine Zusammenfassung fasst wesentliche Begriffe wie Totalitarismus, Konformitätsdruck und Manipulationstechniken zusammen. Der Single-Choice-Test überprüft das Verständnis zu Handlungsstrang, Figurenmotiven und historischen Parallelen. Das Glossar erläutert Fachbegriffe wie Propaganda, Autoritarismus, Gruppendynamik und Zivilcourage. Die didaktische Handreichung bietet Lehrkräften methodische Hinweise zu Partner- und Gruppenarbeit, Rollenspielen (zum Beispiel Experimentleiterinnen und -leiter, Kritikerinnen und Kritikern, Teilnehmende), Reflexionsübungen und digitalen Impulsen (zum Beispiel Videosequenzen zur echten "Welle"-Anwendung, Online-Diskussionsforum). Durch kooperative Lernformen und entdeckendes Lernen entwickeln die Lernenden ein tieferes Verständnis für demokratische Werte, Manipulationsgefahren und die Bedeutung kritischer Urteilsbildung.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Literarische Spurensuche: Gedichte entdecken mit Geocaching im Park

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel stellt einen ungewöhnlichen Zugang zu Gedichten vor: Bei einem literarischen Spaziergang durch einen Park nutzen die Schülerinnen und Schüler ihr Smartphone, um thematisch passende Gedichte zu typischen Elementen des Parks zu finden. Bei einem literarischen Spaziergang wird die Begegnung mit der realen Welt der Parklandschaft mit Bäumen, Blumen, Tieren und Gewässern mithilfe des Internets erweitert, vertieft sowie mit literarischen Texten von echten sinnlichen Erlebnissen begleitet. Die Lernumgebung Park ist dabei exemplarisch zu verstehen. Ähnliche literarische Spaziergänge lassen sich ohne großen Vorbereitungsaufwand auch durch die Stadt, das Dorf, den Wald, vielleicht sogar über das Schulgelände durchführen. Ein literarischer Spaziergang durch den Park Die Idee zu diesem kleinen Projekt entstand bei einem Sonntagsspaziergang durch den Überlinger Stadtgarten. Beim Anblick des schönen Brunnens mit den drei Wasserschalen fällt mir spontan ein Vers aus einem Gedicht ein: "und jede nimmt und gibt zugleich". Wie heißt noch mal der Titel des Gedichts? Römischer Brunnen oder Römische Fontäne? Und wie lautet der erste Vers? Wer ist der Dichter, der das geschrieben hat? – Über all diese Fragen muss man heute nicht mehr lange nachdenken oder die Gedichtanthologien im Bücherregal durchforsten, denn mit dem Smartphone lassen sie sich in Sekundenschnelle beantworten: Vers oder Titel eintippen oder sprechen, und schon ist das ganze Gedicht da – gut vorgetragen und als Text. Wie schön! Ich betrachte den realen Überlinger Brunnen vor mir, spüre die Feuchtigkeit seiner Wasserfontänen und höre das Gedicht über den römischen Brunnen von C. F. Meyer, das mir über die virtuelle Welt des Internets zeitgleich zugänglich ist. Könnte das Gedicht auch den Überlinger Brunnen meinen? Welche Verse passen, welche eher nicht? Was heißt das eigentlich: "und jede gibt und nimmt zugleich?" Neugierig geworden suche ich im Internet auch noch Bilder des Originalbrunnens in Rom, den der Dichter C. F. Meyer in verschiedenen Fassungen besungen hat. Im Rhythmus der Verse gehe ich weiter und spreche die zwei Strophen des Gedichts immer wieder vor mich hin, bis ich sie auswendig kann. Warum sollten die Schülerinnen und Schüler nicht auch eine solche Erfahrung machen und in der gleichzeitigen Begegnung mit Natur und Literatur berühmte Gedichte kennen und vielleicht sogar lieben lernen? Stadtparks oder -gärten gibt es überall, eine Exkursion dorthin ist mit wenig Aufwand verbunden und mit Smartphones sind die Lernenden sowieso ausgestattet. Dass Lyrik im Deutschunterricht aller Stufen eine wichtige Rolle spielt (aufgrund der Bildungspläne, Lehrbücher, Pflichtthemen des Abiturs) und Leseerfahrungen eine wichtige Grundlage für Interpretationskompetenz sind, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden. Gedichte in der Schule Gedichte in der Schule – das heißt meist analysieren und interpretieren mit allem, was so dazugehört: Reimschema und Metrum bestimmen, Stilmittel suchen und benennen, Metaphern und Symbole entschlüsseln, den Titel erläutern, den Text in eine literarische Epoche einordnen und so weiter. Die Freude an der Poesie droht dabei auf der Strecke zu bleiben. Auch die Methoden des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts sind überwiegend kognitiv ausgerichtet. Den Titel weglassen, um den Inhalt zu antizipieren, Strophen und Verse rekonstruieren, um den Aufbau zu begreifen, kreatives Schreiben nach Impulsen, zum Beispiel als Parallelgedicht und so weiter – all dies bereichert den Deutschunterricht, spricht aber vor allem die linke Gehirnhälfte und damit das logische Denken, das Sprachvermögen an. Reicht das aus, um nachhaltiges Lernen zu erreichen? Gedichte im Park Nicht nur über den Kopf, sondern über Hand und Herz, Auge und Ohr, Geruchs- und Tastsinn soll das Ziel einer ästhetischen Bildung in der Unterrichtseinheit von Geocaching im Park: ein literarischer Spaziergang durch den Park verfolgt werden. Wie bei einer Rallye oder Schnitzeljagd gehen die Schülerinnen und Schüler beim "Geocaching" zu verschiedenen Stationen im Park, suchen anhand vorgegebener Links Gedichte im Internet, stellen thematisch passende Zeichnungen oder Fotografien her und lösen vielfältige Aufgaben. Dabei arbeiten sie allein, zu zweit oder in Kleingruppen. Der Park bietet nicht nur eine vielgestaltigere und lebendigere Lernumgebung als das Klassenzimmer und die Schule, er ermöglicht den Lernenden auch andere Haltungen, die ein nachhaltiges Lernen fördern. Im Wechsel von Bewegung (Gehen und Stehenbleiben), Blickrichtung (nach oben zu den Baumwipfeln und zum Himmel, nach unten zum Rasen, zu Blumenrabatten, heruntergefallenem Laub und Baumfrüchten, nach vorne, um dem Weg zu folgen und so weiter) sowie Kommunikationspartnern und -formen (verschiedene Mitschülerinnen und Mitschüler, Parkbesucherinnen und Parkbesucher, analoge und digitale Kommunikation) ergeben sich neue Perspektiven auf den "Unterrichtsgegenstand" Lyrik. Die Gedichte werden sozusagen lebendig! Die methodische Umsetzung der Unterrichtseinheit ist denkbar einfach: Die Lehrkraft gibt den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsblätter an die Hand, beziehungsweise stellt ihnen diese digital zur Verfügung. Allein, zu zweit oder in Kleingruppen machen sich die Lernenden dann auf den Weg, um die Stationen der Park-Rallye aufzusuchen. Dabei können alle gemäß der Individualisierung und Differenzierung nach eigenem Tempo und individuellen Interessen lernen. Das Smartphone als Lernhelfer Smartphones in der Schule – ein leidiges Thema, das immer wieder für Verunsicherung sorgt. Zwischen Verteufelung (zum Beispiel durch Manfred Spitzer in seinem Buch "Digitale Demenz" von 2003), generellem Verbot (zum Beispiel in Frankreich seit dem Schuljahr 2018/19) und unkritischer Begeisterung verläuft jedoch ein gar nicht so schmaler Grad, auf dem Konzepte des vernünftigen schulischen Umgangs mit diesem Lifestyle-Gadget entwickelt werden können. Da heutige Jugendliche (und, ganz ehrlich: auch die meisten Erwachsenen) auf das Smartphone nicht mehr verzichten wollen und können, gilt es Brücken zu dieser Lebenswelt zu bauen und die mobilen Endgeräte so einzusetzen, dass die Jugendlichen aktiv gefordert werden. Vorschläge für Regeln und eine Nutzungsordnung für mobile Endgeräte in der Schule werden bei Lehrer-online gemacht. Lyrik live – das Smartphone macht es möglich Das Internet öffnet viele Türen zum Wissen der Welt. Auch die Welt der Literatur ist heute nicht nur (fast) jedem, sondern dank mobiler Endgeräte auch überall zugänglich. Mittels Smartphone können die Schülerinnen und Schüler berühmten Naturgedichten sozusagen vor Ort begegnen, und das auf vielen Kanälen: nicht nur lesend und hörend (Rezitationen, oft von professionellen Sprechern), sondern auch sprechend, singend (zum Beispiel Karaoke) und durch Videoclips, Bilder und Fotografien. Bei diesen Begegnungen werden Klang, Rhythmus und Bildlichkeit der Sprache als wesentliche Merkmale von Lyrik sinnlich erfahrbar. Die Lernenden sollen nicht Vokale suchen, zählen und mit Fachbegriffen benennen, sondern Laute und Klänge hören, sprechen und singen; Metaphern und sprachliche Bilder sollen sie nicht markieren und erklären, sondern nach deren Ursprüngen in der Natur suchen und sich – im wörtlichen Sinne – ein Bild dazu machen oder die Bilder anderer betrachten und bewerten. Solche "echten" Erfahrungen mit Natur und Literatur sind nicht nur eine motivierende Erweiterung des Deutschunterrichts. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind sie unerlässlich, um die Gefahren wachsender Umweltzerstörung in einer zunehmend digitalisierten und virtualisierten Welt zu erkennen, einzuschätzen und abzuwenden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Informationstechnik

Modellversuch zur nachhaltigen Förderung von rechenschwachen Schülerinnen und Schülern in der…

Fachartikel
5,99 €

Etwa Prozent der Schülerinnen und Schüler haben besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen, die als Rechenschwäche (Dyskalkulie) bezeichnet werden. In Bayern wurde zum Schuljahr 2021/2022 ein Modellversuch gestartet, der betroffenen Kindern und Jugendlichen in der Sekundarstufe gezielte Unterstützung bietet. Rechenschwäche – Was ist das? Die Bildungsstandards und Lehrpläne unseres Schulsystems sehen vor, dass die Schülerinnen und Schüler in der Grundschule tragfähige Vorstellungen zu den natürlichen Zahlen und den vier Grundrechenarten entwickeln. Dies gelingt jedoch nicht immer in hinreichendem Maße. Ein nennenswerter Anteil an Schülerinnen und Schülern verlässt die Grundschule, ohne ein tragfähiges Verständnis für natürliche Zahlen, für das dezimale Stellenwertsystem, für Rechenoperationen und Rechenstrategien aufgebaut zu haben. Derartige Verständnisdefizite werden unter dem Begriff Rechenschwäche zusammengefasst (siehe Gaidoschick et al. 2021: 5; Ulm 2020: 11). Nach dem Übertritt in die weiterführende Schule sind rechenschwache Schülerinnen und Schüler erheblich daran gehindert, die vielfältigen Lernziele des Mathematikunterrichts zu erreichen – denn wie sollen sie beispielsweise mit Brüchen, Variablen oder Termen rechnen, wenn ihnen bereits die dafür notwendigen Grundlagen im Bereich der natürlichen Zahlen fehlen? Durch bloßes Üben des aktuellen Lernstoffs können die Defizite nicht ausgeglichen werden. Die gute Nachricht lautet: Rechenschwäche ist keine unheilbare Krankheit. Durch eine spezifische Förderung zum Umgang mit natürlichen Zahlen kann betroffenen Schülerinnen und Schülern substanziell geholfen werden, die Rechenschwäche zu überwinden. In Bayern wurde dafür ein Modellversuch gestartet, der sich erstmals an die Sekundarstufe wendet. Bayerischer Modellversuch in der Sekundarstufe Im Bereich der Grundschulen wurden durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus seit 2017 bereits rund 100 sogenannte "Förder- und Beratungsstellen für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Lernen von Mathematik" eingerichtet. Im Schuljahr 2021/2022 wurden die spezifischen Fördermaßnahmen erstmalig auf weiterführende Schulen ausgeweitet. Im Zuge eines Modellprojekts wurden dazu an 20 Bayerischen Schulen Förderangebote zur Überwindung der Rechenschwäche etabliert. Das Schulnetzwerk des Modellversuchs umfasst zehn Mittelschulen sowie jeweils fünf Realschulen und Gymnasien in Franken. Aus jeder Schule nehmen mindestens zwei Lehrkräfte des Faches Mathematik teil; auf diese Weise wird die kollegiale Zusammenarbeit an der jeweiligen Schule intensiviert und die aufgebaute Expertise nachhaltig gesichert. Der Modellversuch ist auf vorerst drei Jahre angelegt. Für den Förderunterricht wurde jeder Schule vom Staatsministerium ein Budgetzuschlag in Höhe von zwei Wochenstunden zur Verfügung gestellt. Für die schulübergreifende Leitung und Koordination des Projekts ist die Autorin des vorliegenden Artikels verantwortlich. Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte Zur Überwindung von Rechenschwäche muss mit den Schülerinnen und Schülern auch in der Sekundarstufe an den grundlegenden Inhalten der Arithmetik – also an Inhalten der Grundschul-Mathematik – gearbeitet werden. Die hierfür notwendige Expertise im Bereich der Diagnostik und Förderung bei Rechenschwäche haben die teilnehmenden Lehrkräfte anhand von Fortbildungsveranstaltungen erworben, die von der Universität Bayreuth angeboten wurden. Darüber hinaus entwickeln die Lehrkräfte durch die Lektüre von Fachliteratur und den kontinuierlichen gemeinsamen Austausch Kompetenz im Umgang mit Rechenschwäche. Diagnostik von Rechenschwäche Um rechenschwache Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht identifizieren zu können, sind diagnostische Verfahren notwendig, die von Lehrkräften im regulären Unterrichtsalltag durchgeführt werden können. Zu diesem Zweck wurde an der Universität Bayreuth das sogenannte "Bayreuther Testpaket zur Erfassung von Rechenschwäche im Mathematikunterricht" (Steinecke & Martin 2022) entwickelt. Es umfasst zwei diagnostische Verfahren, die in aufeinander folgenden Schritten durchgeführt werden: 1. Schritt: Bayreuther Rechentest (BRT) Mithilfe des Bayreuther Rechentests, der im Rahmen einer Unterrichtsstunde mit der ganzen Klasse geschrieben wird, werden diejenigen Schülerinnen und Schüler identifiziert, die Lernrückstände im Bereich des arithmetischen Basisstoffs aufweisen und für die Fördermaßnahme somit grundsätzlich infrage kommen. 2. Schritt: Bayreuther Förderdiagnostik (BFD) Um darüber hinaus den individuellen Förderbedarf der potenziell rechenschwachen Kinder zu ermitteln, wird in einem zweiten Schritt die Bayreuther Förderdiagnostik durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein informelles Leitfaden-Interview, das mit den ausgewählten Kindern in Form eines materialgestützten Einzelgesprächs durchgeführt und qualitativ ausgewertet wird. Die beiden diagnostischen Verfahren des Bayreuther Testpakets wurden im Rahmen des Modellversuchs empirisch erprobt und werden auch künftig an den teilnehmenden Schulen eingesetzt. Förderangebote an den Modellversuchsschulen Auf der Grundlage der durchgeführten Diagnostik wird an den beteiligten Schulen Förderunterricht für rechenschwache Schülerinnen und Schüler in Jahrgangsstufe 5 sowie anschließend im ersten Halbjahr von Jahrgangsstufe 6 angeboten. An jeder am Modellversuch teilnehmenden Schule ist somit durchgängig eine Fördergruppe eingerichtet. Um einerseits möglichst viele rechenschwache Kinder unterstützen und andererseits individualisierte Fördereinheiten realisieren zu können, erfolgt die Förderung in der Regel in Kleingruppen zu je drei Kindern. Pro Schule werden also mindestens sechs Kinder gefördert. Die Organisation des Förderunterrichts obliegt dabei den beteiligten Schulen: Während einige Schulen zusätzliche Unterrichtseinheiten am Nachmittag anbieten ("Rechen-AG"), realisieren andere Schulen Förderstunden am Vormittag, für die die Kinder den regulären Unterricht in anderen Fächern verlassen dürfen. Den Schulen wurde des Weiteren empfohlen, die Förderstunden der beiden Lehrkräfte zeitgleich durchzuführen. Auf diese Weise können die Lehrkräfte je nach Bedarf beispielsweise zwischen den folgenden Phasen wechseln: Beide Lehrkräfte unterrichten alle sechs Kinder im Team-Teaching. Jede Lehrkraft unterrichtet jeweils drei Kinder. Eine Lehrkraft unterrichtet vier Kinder, die andere Lehrkraft arbeitet mit zweien. Eine Lehrkraft unterrichtet fünf Kinder, die andere Lehrkraft arbeitet nur mit einem. Die Fördergruppen können auf diese Weise von Termin zu Termin unterschiedlich zusammengestellt werden. Insbesondere intensiviert das vorgeschlagene Modell die Zusammenarbeit der beiden Lehrkräfte und schafft Flexibilität beim Fördern. Zusammenfassung und Ausblick Im Rahmen eines bayerischen Modellprojekts werden seit dem Schuljahr 2021/2022 Förderangebote zur Überwindung von Rechenschwäche in der Sekundarstufe etabliert. Das Projekt könnte anschließend auf weitere Schulen und Regionen beziehungsweise Länder ausgeweitet werden. Literaturverzeichnis Gaidoschick, Michael, Moser Opitz, Elisabeth, Nührenbörger, Marcus und Rathgeb-Schnierer, Elisabeth (2021). Besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen. Special Issue der Mitteilungen der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik, 47. Steinecke, Annalisa & Martin, Maximilian (2022). Bayreuther Testpaket zur Erfassung von Rechenschwäche im Mathematikunterricht. Mathematikdidaktik im Kontext, Heft 8. Online: https://epub.uni-bayreuth.de/view/series/Mathematikdidaktik_im_Kontext.html . Ulm, Volker (2020). Rechenschwäche in der Sekundarstufe. Diagnostik und Förderung von Schülerinnen und Schülern. Mathematikdidaktik im Kontext, Heft 5. Bayreuth. Online: https://epub.uni-bayreuth.de/view/series/Mathematikdidaktik_im_Kontext.html . Weiterführende Literatur Ulm, Volker (2018). 20 Fragen und Antworten bei Rechenschwäche. Mathematikdidaktik im Kontext, Heft 1. Online: https://epub.uni-bayreuth.de/view/series/Mathematikdidaktik_im_Kontext.html .

  • Mathematik / Rechnen & Logik
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