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Erdwärme - geothermische Energie zum Heizen

Unterrichtseinheit

Die Erde ist ein "heißes Ding", unter der Erdkruste herrschen sehr hohe Temperaturen. Diese geothermische Energie lässt sich auch zu Heizungszwecken nutzen. Wie das funktioniert und was es kostet, lernen Grundschulkinder in dieser fächerübergreifenden Projektarbeit. Für viele Kinder sind spektakuläre Vulkanausbrüche und ihre Ursache kein Geheimnis mehr. Sie wissen, dass der Erdkern aus glühendem, flüssigem Gestein besteht, das sich an manchen Stellen seinen Weg durch die Erdkruste bricht. Dass aber die Erde ganz unspektakulär auch zur Beheizung von Häusern genutzt werden kann, ist weniger bekannt. Ausgehend von der ZDF-Sendung "Erdwärme? Heißes Pflaster in Bärstadt" aus der Reihe Löwenzahn erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie eine solche Erdwärmeheizung funktioniert und warum sie trotz höherer Anschaffungskosten sinnvoll ist. Die Kinder arbeiten mit einer Internetplattform, die sie durch die Recherche auf kindgemäßen Webseiten und zur Lösung der Arbeitsaufträge führt. Verschiedene interaktive Übungen und herkömmliche Arbeitsblätter runden die interaktive Lerneinheit ab. In Zeiten des Klimawandels und immer weiter schwindender Ressourcen fossiler Energie ist es dringend nötig, unseren Kindern Alternativen aufzuzeigen und mit ihnen deren Vor- und Nachteile zu besprechen. Eine der Alternativen ist die Erdwärme. Die vorliegende Unterrichtseinheit will in einem multimedialen Ansatz den Blick auf diese alternative Energie richten, auf die wir über kurz oder lang sehr dankbar zurückgreifen werden. Neben der Recherche im Internet, herkömmlichen Medien wie Arbeitsblättern, Wörterbuch und Lexikon, bietet die professionelle und kindgemäße Bearbeitung des Themas in der "Löwenzahn"-Sendung "Erdwärme - Heißes Pflaster in Bärstadt" bei ZDF tivi einen idealen Einstieg. Hintergrund Erdwärme Hier finden Sie eine kurze Einführung in die Funktionsweise von Erdwärme-Heizungen und die Kosten-Nutzen-Rechnung. Die Lernumgebung und der Ablauf des Projekts Hier erfahren Sie mehr über den Aufbau der interaktiven Lernumgebung und erhalten Hinweise zur Planung der Projektarbeit. Arbeitsmaterial zur interaktiven Lernumgebung Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den einzelnen Arbeitsblättern und Hinweise, wie Sie mit der interaktiven Lernumgebung verzahnt sind. Fachkompetenz die Schülerinnen und Schüler sollen in den Fächern Sachkunde, Deutsch, Mathematik und Kunst Differenzierte Lernziele erreichen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Video im Internet anschauen und Informationen daraus entnehmen. gezielte Recherchen im Internet durchführen und das World Wide Web als Informationsquelle nutzen. eine interaktive Lerneinheit am Computer bearbeiten und dabei Erfahrungen mit dem Prinzip der Verlinkung machen. interaktive Übungen durchführen (HotPotatoes: Kreuzworträtsel, Lückentext). ein interaktives Memo-Spiel durchführen. ein interaktives Quiz durchführen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen. sich als Partnerinnen und Partner über die Reihenfolge der Aufgaben einigen. sich gegenseitig helfen. Nie wieder Kohle! "Ich heize meinen Bauwagen jetzt mit dem glühenden Inneren der Erde!", begeistert sich Fritz und gibt dem Kohlenhändler eine Abfuhr. Dann macht er sich an die Bohrarbeiten. Heiße Quellen in Bärstadt? Er hofft auf eine heiße Quelle zu stoßen, schließlich nutzt man auch in anderen Ländern brodelnde Geysire und dampfende Quellen zum Heizen. Und tatsächlich, schon nach wenigen Minuten sprudelt Fritz warmes Wasser entgegen. Doch die Quelle ist eine angebohrte Wasserleitung. Fritz ist also noch lange nicht am Ziel! Sendung online Die Sendung kann jederzeit auch als Video auf der Internetseite von ZDF tivi abgerufen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Innere der Erde und die Entstehung von Vulkanen kennen lernen oder Kenntnisse darüber wiederholen. ein Experiment zum Vulkan durchführen. Thermalquellen und ihre Nutzung kennen lernen. erfahren, dass Wärme aus der Erde zum Heizen genutzt werden kann. erfahren, welche Teile zu einer Erdwärmeheizung gehören und wie eine Wärmepumpe funktioniert. ein Beispiel für die Verwendung von Erdwärme kennen lernen. Vor- und Nachteile der Erdwärmeheizung benennen. Abbildungen den richtigen Texten zuordnen und beschriften. mit dem Multiple-Choice-Verfahren arbeiten (richtige und falsche Aussagen unterscheiden). Die Schülerinnen und Schüler sollen Anschaffungskosten für Erdwärmeheizungen berechnen und laufende Kosten verschiedener Heizarten vergleichen. die nötigen Angaben dazu einer Internetseite entnehmen. erfahren, dass die höheren Anschaffungskosten der Erdwärmeheizung sich im Laufe der Jahre rentieren. Zahlen im Tausender- und Zehntausenderraum ergänzen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Rätselschriften entziffern. Lernwörter für ein Diktat üben. Wörter mit z oder tz üben. zusammengesetzte Nomen bilden. Lückentexte ergänzen. einen Buchtipp zum Thema aufschreiben und ein passendes Coverbild zum Buch malen. Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Vulkan darstellen (Collage aus gerissenem und teilweise selbst gefärbten Papier). 1000 Grad im Erdmantel Der Energievorrat der Erdwärme lagert in heißem Wasser oder Gestein und ist nahezu unerschöpflich, so dass es eigentlich keine Energieprobleme geben dürfte, wenn sie richtig genutzt würde. Im Erdinneren herrschen vermutlich Temperaturen von über 5000 Grad und im oberen Erdmantel sind immerhin noch über 1000 Grad vorhanden. Nur 0,1 Prozent der Erde sind kühler als 100 Grad. Diese umweltfreundlichen Energiequellen können praktisch überall genutzt werden. Island regt zur Nachahmung an Am deutlichsten zeigen sich diese "Segnungen" der Erde in Island, wo es viele aktive Vulkane und zahlreiche schon von weitem sichtbare Geysiren gibt, aus denen heißes Wasser in die Luft schießt. Schon seit Jahrzehnten werden diese heißen Quellen angezapft und liefern fast vollständig den Energiebedarf des Landes. Aber auch an weniger gesegneten Stellen der Erde ist durch den heutigen Stand der Technik der Einsatz der Geothermie möglich. Denn schon in 40 bis 60 Metern Tiefe können die Temperaturen unabhängig von der Jahreszeit zehn bis 15 Grad Celsius erreichen. Hohe Investition zahlt sich aus Obwohl die Anschaffungskosten beim Einsatz der Geothermie höher liegen als bei herkömmlichen Heizarten, hat sie entscheidende Vorteile: Sie steht zu jeder Tages- und Nachtzeit und unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung. Sie ist umweltschonend, da keine Verbrennung erfolgt und muss nicht transportiert werden, da der Anschluss an Ort und Stelle erfolgt. Der Betrieb der Anlage verursacht nur geringe Kosten, so dass sich die Anschaffung im Laufe der Jahre amortisiert. Die Heizkosten bei einer Erdwärmeheizung liegen 50 bis 70 Prozent niedriger als im Vergleich mit einer herkömmlichen Heizung. Salzwasser bringt die Energie an die Oberfläche Beim Hausbau werden bis zu 100 Meter tiefe Löcher in die Erde gebohrt und darin Erdwärmesonden versenkt. Diese unten geschlossene Sonde besteht aus zwei Schläuchen. In einem dieser Schläuche wird kaltes Salzwasser ins Erdreich gepumpt und erwärmt sich dort. Das erwärmte Wasser kommt über den zweiten Schlauch zurück an einen Wärmetauscher und heizt darin ein Kühlmittel auf. Erdwärme deckt Großteil der Heizkosten ab Durch Kompression des Kühlmittels kann die Temperatur auf 55 bis 80 Grad Celsius steigen. Diese Wärme wird über einen zweiten Wärmetauscher an die Heizanlage und das Brauchwassersystem abgegeben. Das abgekühlte Salzwasser fließt zurück in die Erdsonde und wird dort erneut erwärmt So es entsteht ein komplett geschlossener Kreislauf. Das Erdwärmesonden-System kann für 75 bis 80 Prozent der notwendigen Heizenergie sorgen, die restlichen 20 Prozent kommen über das Stromnetz. Zur theoretischen Aufarbeitung des Themas Erdwärme ist das Internet ein ideales Medium. Es gibt eine Reihe kindgemäßer Seiten, die den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zum selbstständigen Erforschen geben. Hier wird aber insbesondere auf die ZDF-Sendung "Erdwärme - Heißes Pflaster in Bärstadt" aus der Reihe "Löwenzahn" zurückgegriffen, die als idealer Einstieg in das Thema dient. Für Kinder verständlich vermittelt sie wissenschaftliche und technische Fakten und hat außerdem hohen Unterhaltungswert, so dass mit Spaß gelernt werden kann. Aufbau der Lernumgebung Das Material zur Sendung und weitere Informationen erarbeiten sich die Kinder mithilfe einer interaktiven Lernumgebung . Sie leitet die Schülerinnen und Schüler von einer Aufgabe zur nächsten und verweist dabei auf die zugehörigen Arbeitsmaterial . Neben der Eingangsseite besteht die Lerneinheit aus drei weiteren Hauptseiten (Ein heißes Ding/ Sprache/ Dies und das), fünf intern verlinkten interaktiven Übungen (Hot Potatoes-Übungen/Memo-Spiel) und 14 externen Links. Die internen Links können offline bearbeitet werden. Ein heißes Ding Diese Rubrik mit ihren Unterseiten behandelt die sachkundlichen Aspekte. Die Kinder lernen durch Kurzvideos und Internet-Recherche Funktionsweise, Vor- und Nachteile der Erdwärmeheizung kennen und berechnen das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Sprache Aufgehängt am Thema Erdwärme trainieren die Kinder Lernwörter mit verschiedenen Methoden (zum Beispiel Lückentext, Diktat oder Kreuzworträtsel) und verfassen eine Buchvorstellung. Dies und das Diese Rubrik leitet die Kinder dazu an, einen Vulkanausbruch zu simulieren. Es ist ratsam, dieses Experiment gemeinsam durchzuführen, da eine ganze Reihe von Utensilien gebraucht werden. Eine Alternative wäre, diese Aufgabe als Hausaufgabe aufzugeben und anschließend in der Klasse darüber berichten zu lassen. Die Quizfragen beziehen sich auf die Sendung "Erdwärme - Heißes Pflaster in Bärstadt" und dienen der Ergebnissicherung, das Memo-Spiel der Entspannung. Zeitlicher Ablauf Partnerarbeit halbiert die Wartezeit Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen von der Anzahl der jeweils vorhandenen Computerarbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Als sinnvoll hat sich auf jeden Fall Partnerarbeit erwiesen. Auf diesem Weg lässt sich die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbieren und die Paare können sich untereinander unterstützen. Weitere Arbeitsblätter als Ergänzung Als zusätzliches Angebot kann die Lehrkraft weitere Arbeitsblätter zur Verfügung stellen, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen. Die Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel Sachbücher zum Thema anschauen, weitere Aufgaben zu den Lernwörtern lösen, weitere Wörter mit z oder tz und zusammengesetzte Nomen suchen. Fachunterricht oder übergreifender Ansatz Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend angelegt. Als Fachlehrerin oder Fachlehrer haben Sie aber auch die Möglichkeit, nur die Sachthemen zu behandeln und das Fach Deutsch auszuklammern, wenn der fächerübergreifende Ansatz aus stundenplantechnischen Gründen nicht oder nur sehr schwer durchführbar ist. Organisation des Ablaufs Vorschläge der Kinder aufgreifen Wichtig ist außerdem die Organisation des Unterrichtsablaufs. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Außerdem ist festzulegen, ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll und eine entsprechende Einteilung vorzunehmen (freie Wahl, Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder von der Lehrkraft bestimmt). Computer-Experten lösen Probleme Es hat sich zudem bewährt, "Computer-Experten" zu wählen, die bei Schwierigkeiten mit dem Medium als erste Ansprechpartner fungieren sollen. So können die Kinder viele Fragen unter sich klären und selbstständig arbeiten. Voraussetzungen Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Erfolgskontrolle Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft werden kann. Die Projektarbeit umfasst insgesamt 14 Arbeitsblätter. Sie sind den Rubriken der interaktiven Lernumgebung "Ein heißes Ding", "Sprache" und "Dies und das" zugeordnet. ZDF tivi - Löwenzahn Zu viel Kohle für die Kohle! Jahr für Jahr schießt der Preis für die Heizkohle aufs Neue in die Höhe. Wen das nicht zum "Kochen" bringt...? Schluss damit. Fritz hat eine Idee: die Warmwasser-Speicher der Erde anzapfen. Im Innern unseres Planeten ist es schließlich glühend heiß. Die Hitze bringt teilweise auch das Grundwasser zum Kochen. Dampfende Quellen und aufbrodelnde Geysire sind eindrucksvolle Beispiele dafür. Erdwärme müsste man doch auch in Bärstadt zum Heizen nutzen können. Der erste Bohrversuch holt Fritz allerdings schnell auf den harten Boden der Tatsachen zurück: Ein Flop! Irgendwie muss man doch rankommen an die Wärme tief unter uns. Fritz sprudelt schon wieder vor Ideen...

  • Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Motivieren statt sanktionieren: Müllvermeidung durch Nudging?

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit befasst sich mit der Methode des Nudgings, mit der das Verhalten von Menschen durch "anstupsen" (anstelle von Verboten, Geboten oder ökonomischen Anreizen) beeinflusst werden soll. Die Einheit präsentiert und hinterfragt diesen Ansatz der Verhaltensökonomie in mehreren Lernrunden für den Bereich der Umweltpolitik mit Schwerpunkt Verpackungsmüll. Wie kann man Menschen dazu bewegen, etwas Gutes zu tun? Trotz zahlreichen Aufklärungen und Mahnungen kaufen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nach wie vor Billigfleisch im Supermarkt und eben nicht Bio-Fleisch beim "Metzger ihres Vertrauens". Trotz zahlreicher Aufklärungskampagnen bringen die meisten Konsumentinnen und Konsumenten noch immer keine Tasche mit, sondern lassen sich an der Supermarkt-Kasse eine Plastiktüte aushändigen. Wer verwendet schon Mehrwegbecher für Kaffee oder achtet beim Shoppen darauf, ob ein Kleidungsstück nachhaltig produziert wurde? Die meisten Menschen sind für den Umweltschutz, die wenigsten handeln aber danach. Wie bringt man also Menschen dazu, sich umweltverträglich zu verhalten? Durch Gebote und Verbote, durch höhere Strafen, durch Subventionen von Bio-Produkten? Eine verhaltensökonomische Methode namens "Nudging" (englisch für "Stups" oder "Schubs") will die Menschen durch kleine Impulse dazu bringen, sich an ihre eigenen Aussagen zu erinnern, sie vor Fehlverhalten warnen, ihnen positive Verhaltensweisen zu erleichtern und sie auf negative Folgen ihrer Handlungen oder Entscheidungen hinweisen. Die Impulse können im einfachsten Fall ein farbiger Strich auf dem Boden, eine andere Farbgebung für bestimmte Parkplätze, ein greller Ton, ein Warnhinweis oder eine gezielte Information sein. Die Unterrichtseinheit "Motivieren statt sanktionieren: Müllvermeidung durch Nudging?" thematisiert und hinterfragt diesen Ansatz der Verhaltensökonomie in mehreren Lernrunden für den Bereich der Umweltpolitik mit Schwerpunkt Verpackungsmüll. Thematischer Hintergrund: Verhaltensökonomie und Nudging "Nudging", das sanfte Anstupsen von Menschen, erschien in den letzten Jahren vielen Regierungen, Politikerinnen und Politikern als neue Wunderwaffe gegen Politik- und Demokratieverdrossenheit: keine Zwangsmaßnahmen mehr, kein Unmut der Bürgerinnen und Bürger über forderndes Regierungshandeln, statt dessen zarte Impulse, die die Menschen zu Verhaltensänderungen bewegen, die sie selbst möchten. Der "böse Staat" wird zum fürsorglichen Partner, der seine Bürgerinnen und Bürger im Daseinskampf begleitet… Der Wirtschaftswissenschaftler Richard Thaler und der Rechtswissenschaftler Cass Sunstein haben hierfür den Begriff "libertärer Paternalismus" geprägt. Er will zwei Prinzipien vereinen: Die Bürgerinnen und Bürger sollen nach wie vor frei in ihrem Handeln sein, allerdings unter der schützenden Hand eines staatlichen Vormunds. Aus Sicht der Regierenden ist dieser Ansatz, zudem noch wissenschaftlich begründet, äußerst reizvoll. Die alte staatliche Bevormundung kommt im neuen Gewand der Freiwilligkeit daher. Der Staat gibt bei seinem Versuch, das menschliche Verhalten lenken zu wollen, das Versprechen ab, dieses Mal viel "humaner" vorzugehen. Der Öffentlichkeit wird damit suggeriert, staatliches Handeln sei mit libertären Ideen vereinbar. Gleichzeitig wird den staatlichen Regelungen ein positives Image verliehen. Für Cass Sunstein handelt es sich bei Nudging daher um einen völlig neuen politischen Ansatz, bei dem der Staat in letzter Konsequenz seine Ziele auch ohne Gesetze und Verordnungen erreichen kann. Kritiker wenden demgegenüber ein, dass Nudging letztlich nichts anderes als den Versuch einer Manipulation beinhalten würde. Die Bürgerinnen und Bürger sollen veranlasst werden, genau so zu handeln, wie der Staat dies möchte. Dass es sich in vielen Fällen dabei um positive, wünschenswerte und sinnvolle Zielsetzungen (zum Beispiel mehr Umweltschutz) handelt, sei dabei zweitrangig. Die Unterrichtseinheit "Motivieren statt sanktionieren: Müllvermeidung durch Nudging?" möchte den Schülerinnen und Schülern die Idee des Nudging näher bringen. Hierzu erarbeiten sie konkrete und praktische Lösungsansätze zur Vermeidung von Plastikverpackungen und Plastikbeuteln und stellen diese zur Diskussion. Gleichzeitig können sie dabei deutlich machen, wo die Grenzen und Risiken von Nudging liegen. Intention der Unterrichtseinheit Die Menschheit ist gerade dabei, ihren Heimatplaneten Erde schwerwiegend zu schädigen. Dies geschieht auf vielfältige Weise, in nicht geringem Umfang auch durch Verpackungsabfälle, vor allem aus Plastik. Schon heute schwimmen in den Weltmeeren mehrere riesige Plastikstrudel. Nicht nur die Meere, sondern auch das Trinkwasser sind bereits durch Mikroplastik verunreinigt. Dies tötet nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern birgt auch enorme gesundheitliche Risiken für den Menschen selbst. Da es nach Aussagen aller ernstzunehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei diesem Selbstzerstörungsprozess der Menschheit bereits "5 nach 12" ist, gilt es die Menschen nicht nur aufzurütteln, sondern endlich zu praktischem Handeln anzuleiten. Dazu aber sind konkrete Vorstellungen und Konzepte und notwendig. Soll man Mitmenschen, die einen Plastikbecher auf die Straße werfen, bestrafen? Wenn ja, wie? Soll man die Plastikbecher so verteuern, dass sie am Ende gar unerschwinglich werden? Oder soll der Staat andere Methoden versuchen, um die Bürgerinnen und Bürger zu umweltverträglichem Verhalten zu zwingen. Nudging könnten einen sozialverträglichen Beitrag dazu leisten. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, die Verwendungsmöglichkeit von Nudging-Methoden für die Bereiche Umweltschutz im weiteren und Verpackungsvermeidung im engeren Sinne zu durchdenken und Vorschläge für den Alltag zu entwickeln. Die fünf Lernrunden reichen von Bildinterpretationen über Internet-Recherchen, Tabellen- und Textinterpretationen bis hin zu Präsentationen, Abstimmungen und einer Meinungsbildung mittels der Dissonanzmethode. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erklären Richard Thalers Nudging-Theorie. entwickeln Nudging-Konzepte für Müllprobleme. bilden sich eine Meinung zu Nudging als politischer Steuerungsmethode und können diese im öffentlichen Raum vertreten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zielgerichtet im Netz. rufen Videoclips im Netz auf, analysieren und bewerten sie. visualisieren eigene Präsentationen und bereiten Abstimmungsergebnisse grafisch auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten in einer Gruppe zielgerichtet Informationen aus, bereiten diese auf und entwickeln daraus eigene Konzepte für Praxis-Probleme. bereiten diese Praxis-Probleme für eine Präsentation auf und visualisieren sie. präsentieren adressatenadäquat im Team adressatenadäquat. behaupten sich in unterschiedlichen Kommunikationssituationen und bringen sich konstruktiv in die Gruppenarbeit ein.

  • Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Vier Lieder - ein Thema: Straßenkinder in Lateinamerika

Unterrichtseinheit

Warum sich Lieder - gerade im Fremdsprachenunterricht - besonders dazu eignen, den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu einem bestimmten Thema zu erleichtern oder schmackhaft zu machen, liegt auf der Hand: Musik überschreitet als völkerverbindende Kraft sprachliche und kulturelle Grenzen.Spanischlehrende auf der Suche nach geeigneten Materialien für eine Unterrichtseinheit zum Thema "Straßenkinder in Lateinamerika" stoßen früher oder später auch auf einige bemerkenswerte Beiträge aus der spanischsprachigen Musikszene. Gerade Länder, in denen bettelnde, herumstreunende und obdachlose Kinder zum alltäglichen Straßenbild gehören, haben Künstler hervorgebracht, die sich dieses Themas in besonders eindringlicher Manier angenommen haben - nicht zuletzt aufgrund ganz persönlicher Lebenserfahrungen.Ein guter Musiktext transportiert Inhalte in pointierter und prägnanter Weise, die lyrische Form und die musikalische Umsetzung eines Liedes emotionalisieren die Hörerschaft. Dort, wo ein trockener Sachtext unter Umständen eher langweilt, kann ein eingängiger und bewegender Song eine erstaunliche motivatorische Wirkung entfalten. Somit wird der didaktisch-pädagogische Wert von Liedern im Spanischunterricht heute nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Möglicher Ablauf der Unterrichtseinheit Anhand von vier (musikalisch recht unterschiedlichen, thematisch aber sehr ähnlichen) Liedern soll der Umgang mit der Textsorte "Canción" im Spanischunterricht exemplarisch dargestellt werden. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dem Thema "Gamines" über musikalische Werke annähern und den thematischen Wortschatz erweitern und festigen. fremdsprachige Texte hören und verstehen. Lieder als Ausdruck gesellschaftlicher und persönlicher Emotionen erleben. Liedtexte als Basis für eigene Textproduktionen in der Fremdsprache nutzen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den PC als Medium zur Arbeit mit Audio-Quellen nutzen lernen. das Internet als Recherchemedium nutzen und selbstständig Informationen im fremdsprachigen Netz finden. Titel der CD Juanes - Un Dia Normal Label Universal (Universal) ASIN B000066EZY Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Preis 14,99 € Text Der Juanes ? La historia de Juan erscheint auf einen Klick. Das Lied Dieses sprachlich recht einfache Lied des kolumbianischen Sängers Juanes eignet sich besonders für leistungsschwächere Lerngruppen oder für einen ersten Zugang zu dem Thema "Straßenkinder in Lateinamerika". Arbeitsaufträge Die Schülerinnen und Schüler sollen nach dem Vorbild des von Juanes ausgefüllten Steckbriefs ein entsprechendes Profil für das Straßenkind Juan erstellen, von dem in dem Lied die Rede ist. Der Liedtext dient somit als Grundlage für eine konkrete Auseinandersetzung mit den Lebensverhältnissen eines Straßenkindes und soll die Lernenden vor allem dafür sensibilisieren, mit welchen Ängsten und in welcher Anonymität und Perspektivlosigkeit diese Kinder leben. Titel der CD Mana - Falta Amor Label Wea Int. (Warner Music) ASIN B000005TP3 Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Preis 17,99 € Text Der Maná - Falta amor erscheint auf einen Klick. Die Band Die auch hierzulande immer bekannter und populärer werdende Band Maná kommt aus Mexiko und engagiert sich in besonderer Weise für soziale und ökologische Projekte. Das Lied "Falta amor" zielt in seinem Refrain auf die Verantwortung all derjenigen ab, die etwas für die seelische Verwahrlosung der Straßenkinder tun könnten, stattdessen jedoch den Blick von ihnen abwenden. Arbeitsaufträge Hier sollen sich die Lernenden zunächst dem Aussagegehalt des Textes nähern, indem sie die 14 Lücken mit den angegebenen Schlüsselwörtern vervollständigen. In einem zweiten Schritt sollen sie ihre Lösungen beim Vorspielen des Liedes überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Der Song kann hervorragend für die Erarbeitung oder Festigung des thematischen Vokabulars genutzt werden. Titel der CD Walter Olmos - A pura sangre Label Leader music Format Audio CD (CD-Anzahl: 1) Text Der Walter Olmos - Chico de la calle erscheint auf einen Klick. Der Sänger und das Lied Walter Olmos, ein junger Sänger aus Argentinien, war selbst ein Straßenkind und hat in diesem Lied seine eigene Biografie verarbeitet. Dieser Umstand birgt in Bezug auf die Analyse des Textes seinen besonderen Reiz. Arbeitsaufträge "Chico de la calle" eignet sich insofern für eine schriftliche Klausur in der Oberstufe, als die drei Anforderungsbereiche "Comprensión", "Análisis" und "Comentario/creatividad" sehr gut miteinander verknüpft werden können. Als Zusatzaufgabe bietet sich eine Internetrecherche zum tragischen Tod dieses Sängers an, bei der es vor allem darum geht, dass die Schülerinnen und Schüler in wenigen Sätzen zusammenfassen, was sie in einem umfangreichen Text zu diesem Thema erfahren. Titel der CD Victor Jara - Complete Label Pläne Pop (BMG) ASIN B000024CDH Format Audio CD (CD-Anzahl: 4) Preis 21,99 € Text Der Víctor Jara - Luchín erscheint auf einen Klick. Der Inhalt des Liedes Dass das Thema "Straßenkinder" zeitlos ist und schon immer im Fokus engagierter Künstler stand, zeigt die Tatsache, dass der berühmte chilenische Sänger Víctor Jara bereits vor über 30 Jahren ein Lied mit dem Titel "Luchín" geschrieben hat. Dieser Song ist in seiner Grundaussage zwar eindeutig, fordert den Schülerinnen und Schülern allerdings ein etwas höheres Maß an interpretatorischen Fähigkeiten ab als die anderen drei. Arbeitsaufträge Die Bilder, die Jara in diesem Lied verwendet, bedürfen eventuell einer genaueren Betrachtung und werden unter Umständen nur von leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern entschlüsselt. Die Bearbeitungsvorschläge sind zum Teil an die Aufgaben von Doris Lessig [siehe Internetressourcen und Literaturhinweise ] angelehnt und um Arbeitsaufträge aus dem kreativen Bereich ergänzt. Ziel: Inhaltlicher Vergleich Sollte es Ihnen nicht möglich sein, die vorgestellten Lieder als Hörtexte zu behandeln, bietet sich eine Variante an, bei der es darum geht, die Songtexte (in Ergänzung oder als Alternative zu anderen Texten) für eine "Vergleichsstudie" zu nutzen, durch die die wesentlichen Informationen und Aspekte zu diesem Thema tabellarisch zusammengetragen werden können. Ziel ist es, aus den Texten so viele Informationen wie möglich zur familiären Situation, zum Alltags- und zum Arbeitsleben, zu Versorgungslage und Ernährung und zu den Perspektiven der Straßenkinder herauszuziehen und in übersichtlicher Form nebeneinander zu stellen. Gruppenarbeit Die Lerngruppe wird in vier Gruppen eingeteilt, die sich (quasi als Experten) jeweils intensiv mit einem der Lieder auseinandersetzen. Aufgrund des unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades der Texte empfiehlt es sich, die Gruppeneinteilung im Sinne einer Binnendifferenzierung vorzunehmen. Es bleibt dem oder der Lehrenden überlassen, ob dem Arbeitsblatt Vokabelerklärungen hinzugefügt werden, ob die Lernenden mit dem Wörterbuch arbeiten oder ob sie explizit auffordert werden, über etwaige Verständnislücken hinwegzulesen und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die sie verstehen. Ergebnisraster als Arbeitsgrundlage Nachdem jede Gruppe ihre Spalte ausgefüllt hat, werden die Ergebnisse zusammengetragen und (nach einer gemeinsamen Lektüre) durch andere Kursteilnehmer ergänzt. Das auf diese Weise entstandene Raster sollte einen inhaltlich wie sprachlich sehr differenzierten und umfassenden Blick auf die Lebenslage der Straßenkinder in Lateinamerika ermöglichen und eine gute Grundlage für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit diesem Thema bilden. Internetrecherche zu den Künstlern Dieses Arbeitsblatt kann als Zusatzaufgabe zum Vergleich der Lieder eingesetzt werden, wenn in der Lerngruppe das Interesse besteht, mehr über das Leben der verschiedenen Künstler zu erfahren. Die Aufgabenstellung birgt insofern einen recht hohen Anspruch an die Schülerinnen und Schüler, als sie die Internetrecherche ohne Angabe geeigneter Homepages durchführen sollen und somit oftmals nicht auf Anhieb auf die gewünschte Information stoßen werden. Da diese freie Form der Internetrecherche jedoch der authentischen Alltagssituation bei der Suche im Netz am nächsten kommt, sollten alle Beteiligten den Mut aufbringen, sich dieser (fremdsprachlichen) Herausforderung zu stellen. Diese Internetadressen sollen Ihre Lernenden zu einigen einschlägigen Websites rund um die Sänger und ihre Lieder führen, Ihnen aber auch Anlass zu weitergehenden eigenen Recherchen geben. Juanes Die offizielle Website des Künstlers informiert über Biografie, Lieder und vieles mehr und liefert Videos zum Download (aktuell: Video "A Dios Le Pido"). El álbum de Maná: Revolución de amor Alles über das aktuelle Album (inklusive der Texte) und die Band liefert diese Website. Walter Olmos Die Website stellt den 18-jährig verstorbenen Künstler und sein Werk vor. amerika21.de: Mutmaßliche Mörder von Victor Jara in Haft Ein Artikel mit Informationen zu Leben und Tod des Liedermachers Víctor Jara. Dass die Idee, im Rahmen des Themas "Straßenkinder in Lateinamerika" auch Lieder einzusetzen, keineswegs neu ist, zeigt die Tatsache, dass bereits auf (mindestens) zwei Publikationen hingewiesen werden kann, die für den Spanischlehrenden geeignetes Material bereithalten: Doris Lessig : Algunos aspectos de la realidad hispanoamericana, (Reihe "Panoramas del Mundo Hispánico"), Cornelsen 1995. S. 132 ff. Raquel Otal Vizcarra : Mejor con música. Lieder aus Spanien und Lateinamerika für Spanischlernende, Hueber 2000, S. 7-10.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Weihnachten interkulturell: Traditionen, Bräuche und Symbole

Unterrichtseinheit / Interaktives

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Weihnachten interkulturell" tauschen sich die Lernenden in DaF-/DaZ-Klassen oder auch anderen Lerngruppen mit unterschiedlichen Sprachniveaus und religiösen Hintergründen über Bräuche, Traditionen und Symbole zur (Vor-)Weihnachtszeit in den Herkunftsländern aus und organisieren praktisch, spielerisch und eigenverantwortlich eine interkulturelle Weihnachtsfeier. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zunächst spielerisch soziokulturelle Hintergründe zum Weihnachtsfest. Sie beschäftigen sich mit christlichen und vorchristlichen Bräuchen und erzählen von Traditionen in den Herkunftsländern. Anschließend planen sie in Kleingruppen verschiedene Aspekte der Vorweihnachtszeit und des Weihnachtsfestes, die sie dann mit der ganzen Klasse gemeinsam umsetzen. Am Ende der Vorbereitungen steht eine Weihnachtsfeier. Interaktive Übungen zur Überprüfung stehen als Ergänzung im Unterricht oder zum Selbstlernen für Zuhause bereit. Das Thema "Weihnachten interkulturell" im Unterricht Mit dieser praxisorientierten Einheit soll Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Zugehörigkeit das Weihnachtsfest in seinem Volksfestcharakter nahe gebracht werden. Christliche Inhalte werden vorgestellt, es stehen aber vor allem Traditionen im Vordergrund, die nicht-christlichen Ursprungs sind. Die Lehrkraft benötigt grundlegendes Hintergrundwissen zu Weihnachtsbräuchen in Deutschland. Außerdem sollte sie die Lernenden ermutigen, eigene Ideen sowie Traditionen aus dem Herkunftsland in den Unterricht einzubringen. Auf Nachfrage der Jugendlichen kann es hilfreich sein, wenn die Lehrkraft Hintergrundwissen zu der biblischen Geschichte der Geburt Jesu hat. Vorkenntnisse Die Lernenden benötigen keine Vorkenntnisse zum Thema. Souverän alphabetisierte Schülerinnen und Schüler mit dem Sprachniveau A2 werden mit dem Material keine Schwierigkeiten haben. Aber auch Lernende aus dem Alphabetisierungsbereich und mit geringeren Deutschkenntnissen können dieses Projekt durch die Arbeit in Gruppen im Sinne des kooperativen Lernens durchführen. Didaktische Analyse Das Material dient dazu, Traditionen und Bräuche rund um Weihnachten kennenzulernen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Mitgestaltbarkeit von Traditionen. Methodische Analyse Durch den niedrigschwelligen Zugang über Bilder und kurze Texte wird zunächst Hintergrundwissen vermittelt. In der praktischen Gruppenarbeit gestalten die Lernenden selbst einen bestimmten traditionellen Aspekt. Sie sind eingeladen, Traditionen zu erweitern oder zu verändern. So könnten sie zum Beispiel Objekte aus Herkunftsländern als Baumschmuck verwenden, oder Lieder in den Muttersprachen einzelner Schülerinnen und Schüler singen. Durch die Gruppeneinteilung nach dem Zufallsprinzip arbeiten auch Lernende zusammen, die sich bisher noch nicht so gut kennen, was sich positiv auf das Lernklima auswirken kann. Das Prinzip der arbeitsteiligen Gruppenarbeit stärkt darüber hinaus das Verantwortungsgefühl aller Schülerinnen und Schüler. Die Weihnachtsfeier am Ende führt die unterschiedlichen Aspekte der Gruppenarbeit zu einem interkulturellen Ganzen zusammen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die internationale Weihnachtsbräuche kennen. setzten sich mit vorchristlichen Traditionen auseinander. setzen in der Gruppenarbeit einen organisatorischen Arbeitauftrag um. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet Dokumente und Videos zu interkulturellen Bräuchen und Traditionen in der Weihnachtszeit. lernen, Recherche in aktives Handeln zu übersetzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler planen ein gemeinsames Projekt. lernen von den Alltagserfahrungen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. sprechen Aspekte ihres Projekts mit der ganzen Klasse ab.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial Steuerpolitik

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsmaterial ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine kontroverse Auseinandersetzung mit der Frage, ob Steuersenkungen eine positive Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung haben können. Zugleich eröffnet sie einen Blick auf die Funktion von steuerpolitischen Forderungen für das politische System. Steuerpolitik steht stetig wiederkehrend im Fokus der politischen Debatten um die richtige Wirtschaftspolitik. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Regierungen der letzten Jahrzehnte versucht, durch Steuersenkungen auf Löhne, Einkommen und Vermögen Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen. Im Gegenzug dazu wurden die indirekten Steuern auf den Konsum erhöht. Auf der Ebene der politischen Auseinandersetzung scheint es zu Steuersenkungen keine Alternative zu geben. Strittig ist höchstens der Zeitpunkt für Steuersenkungen. Ihre positiven Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft scheinen a priori festzustehen. Es wird unhinterfragt davon ausgegangen, dass die private Wirtschaft besser mit Geld umgehen könne als der Statt, dass der Verzicht auf Steuereinnahmen aus Arbeits- und Kapiteleinkommen Investitionen ankurbeln und das Angebot an Arbeit und Arbeitsplätzen zum Wohle aller vergrößern würde. Erstaunlicherweise zeigt ein Blick auf die wirtschaftswissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Steuerpolitik und wirtschaftlicher Entwicklung, dass die Behauptung einer positiven Wirkung von Steuersenkungen auf das Wachstum und auf den Arbeitsmarkt wissenschaftlich keineswegs unumstritten ist. Vielmehr gibt es eine der angebotstheoretischen Perspektive entgegengesetzte Sichtweise, die die Sinnhaftigkeit der oben beschriebene Steuersenkungspolitik in Frage stellt. Damit stellt sich die Frage, wieso trotz des ungelösten wissenschaftlichen Streits im Diskurs der großen politischen Parteien der Steuerpolitik eine solch große Bedeutung zugemessen wird. Durchführung der Unterrichtseinheit zum Thema Steuerpolitik Die Lernenden erarbeiten die unterschiedlichen Sichtweisen auf das Thema "Steuern senken: ja oder nein" und beziehen begründet Stellung für oder gegen Steuersenkungen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen aus Fachtexten Argumente für und gegen eine Politik der Steuersenkungen auf Einkommen und Löhne herausarbeiten und in Kleingruppen präsentieren. unterschiedliche Beurteilungen von Argumenten, die zur Legitimation von Steuersenkungen verwendet werden (Laffer-Kurve, Trickle-Down-Effekt), kennenlernen. kontroverse wirtschaftswissenschaftliche Bewertungen der Effekte von Steuersenkungen kennenlernen. in einer Podiumsdiskussion die Argumente im Rahmen eines Streitgespräches anwenden und auf ihre Überzeugungskraft prüfen. in einem Auswertungsgespräch die Stichhaltigkeit der Forderung nach Steuersenkungen kritisch reflektieren und durch Leitfragen strukturiert analysieren. beurteilen, welche der Argumente sie aus welchen Gründen stichhaltig finden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zur Thematik aus einem Text entnehmen, wesentliche Aussagen verstehen und in eigenen Texten wiedergeben können. das Internet als Informations- und Recherchemedium nutzen, indem sie zu selbstständig ausgewählten Schwerpunkten Informationen recherchieren. ihren eigenen Lernfortschritt reflektieren, diagnostizieren und bewusst steuern. Thema Steuern erhöhen oder Steuern senken: Was kann die Steuerpolitik wirklich leisten? Autor Dr. Achim Schröder Fächer Politik und Wirtschaft Zielgruppe Sekundarstufe II Zeitrahmen 5-7 Stunden Technische Voraussetzungen je ein Computer mit Internetzugang für ein Lernteam von zwei bis drei Personen Technische Vorkenntnisse Vorkenntnisse im Umgang mit dem Computer und der Recherche mit Suchmaschinen Thematik und Ziel Arbeitsblatt M1 macht die Thematik und das Ziel der Unterrichtseinheit transparent. Im Rahmen der Bearbeitung von Aufgabe 1 diskutieren die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit ihre spontane Meinung zu der Fragestellung und werden sich ihrer (vorläufigen) Einstellungen zum Thema bewusst. Einstiegsevaluation Nach dieser ersten schülerorientierten Einstiegsphase bearbeiten die Lernenden Aufgabe 2 (M1) und bewerten in Einzelarbeit ihre Sachkenntnis vor der Bearbeitung der inhaltlichen Aufgaben. Am Ende der Einheit wird die erste Einschätzung der Sachkenntnis mit einer zweiten abschließenden verglichen und die Reflexion über den eigenen Lernprozess angeregt. Problematisierung Die Schülerinnen und Schüler lesen die Lernaufgabe und lernen so die einzelnen Arbeitsschritte und den Arbeitsplan (M1 - 2) kennen. Offene Fragen können noch geklärt werden. In der darauf folgenden Arbeitsphase werden die Lernenden so befähigt, sich die Sachinformationen selbstständig und zielgerichtet zu erarbeiten. Die Lehrkraft kann den Lernprozess beobachten, diagnostizieren und fördernd eingreifen, weil sie den Arbeitsablauf nicht mehr steuern muss. Die Lernenden erarbeiten die ihnen zugeteilte oder von ihnen gewählt Position zum Themenkomplex "Steuern senken: ja oder nein" (siehe M2 bis M4), die sie dann in einem weiteren Schritt ihren Mitschülerinnen und -schülern vermitteln sollen. Phase1 Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich in Expertengruppen über ihre Positionen aus und erstellen ein Lernplakat, das in Phase 2 benutzt werden wird. Phase 2 Die Lernenden wechseln von einer Expertengruppe in eine andere. In dieser Gruppe präsentieren sie sich gegenseitig die Positionen. Sie lesen die Positionspapiere der anderen Schülerinnen und Schüler und notieren Fragen, die sie während der Podiumsdiskussion stellen wollen. Um gut auf die folgende Podiumsdiskussion vorbereitet zu sein, lesen die Schülerinnen und Schüler auch die anderen Texte (M2 bis M4) und festigen damit ihre Fachkompetenz. Dabei verwenden sie die Übersichtsdarstellung des Arbeitsplans. Tafelbilder An der Tafel werden die Positionen der Wissenschaftler noch einmal in Stichworten gesichert (siehe TB 1 bis 3). So wird sichergestellt, dass die Positionen auch richtig verstanden worden sind. Podiumsdiskussion Die Diskussion wird durchgeführt, und aus dem Publikum werden die vorbereiteten Fragen an das Podium gestellt. Rollendistanzierung und Metareflexion Mithilfe von Leitfragen wird das Podiumsgespräch ausgewertet. Zunächst erfolgt eine Rollendistanzierung (Wie haben Sie sich bei der Argumentation in ihrer Rolle gefühlt? Was ist ihnen leicht, was schwer gefallen?) und eine Metareflexion über den Arbeitsprozess (Was ist gut gelungen? Was sollte das nächste Mal verbessert oder verändert werden?). Inhaltliche Auswertung Anschließend erst erfolgt die inhaltliche Auswertung mithilfe von Leitfragen (siehe TB4). Die Rollendistanzierung ist notwendig, damit die Schülerinnen und Schüler aus ihren Rollen treten können und alle Positionen wieder distanziert kritisch diskutieren können. Am Ende der Auswertungsphase beziehen alle Lernenden begründet Stellung zu der Ausgangsfrage. Die Lernenden erarbeiten die Thesen eines Textes und beziehen begründet Position zu den Thesen.

  • Wirtschaft / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Spanische Feste und Traditionen im agilen Anfängerunterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Festen und Traditionen in Spanien. Auch im Anfängerunterricht ist es möglich, Inhalte zu präsentieren. Dies geschieht in erzählerischer Form mit theaterpädagogischen Elementen. Unterstützt wird die Herangehensweise durch agile Methoden. Die Schülerinnen und Schüler wählen in Gruppen einen besonderen Feiertag aus einer Region in Spanien aus und erarbeiten mithilfe agiler Methoden – wie Kanban und Scrum – eine Präsentation darüber. Sie stellen den Ablauf des Feiertages aus der Perspektive eines Erzählers aus dem Off dar, während die anderen Gruppenmitglieder die Inhalte szenisch darstellen. Dabei können sie dies zum Beispiel mit Handpuppen und mit Gegenständen darstellen. Die besondere Form der Präsentation motiviert die Zuhörenden, aktiv der Präsentation zu folgen. Die Visualisierungen vereinfachen dabei das Verständnis. Relevanz Das Thema "Feste und Traditionen in Spanien" wird in allen Lehrwerken besprochen und fördert die Interkulturelle Kompetenz . Es ist darüber hinaus motivierend, da die Lernenden dies auf ihre eigene Lebenswelt beziehen können. Als Materialgrundlage können Texte aus dem jeweiligen Lehrwerk sowie die weiterführende Recherche im Internet verwendet werden. Voraussetzungen Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, vollständige Sätze unter Verwendung des Präsens zu bilden. Darüber hinaus können sie Sätze mit Konjunktionen verbinden, um diese zu strukturieren. Der thematische Wortschatz "Feiertage" sollte im Vorfeld eingeführt sein, kann aber begleitend mithilfe des Wortnetzes erweitert werden. Dies kann digital allen zur Verfügung gestellt werden oder über ein Flipchart im Klassenraum. Methodik Die Gruppenarbeit basiert auf dem Gedanken des agilen Projektmanagements und muss bewusst eingeführt werden. Es sollte daher eine Unterrichtsstunde genutzt werden, um die Gruppen mit dem Einsatz eines Kanban vertraut zu machen sowie dem anfänglichen Gruppenmeeting "Was machen wir heute" und dem abschließenden "Was haben wir heute geschafft". Diese Phasen werden im Anfängerunterricht kaum in der Zielsprache stattfinden können, die Impulse jedoch schon (siehe Material). Für die Texte, die die Erzählerin oder der Erzähler aus dem Off wiedergibt, sollte es die Möglichkeit geben, diese zu überarbeiten. Abschließend werden die Präsentationen mithilfe einer Evaluationszielscheibe bewertet. Die Kriterien sollten im Vorfeld besprochen werden. Die Zielscheibe kann entweder digital erzeugt werden oder auf ein Flipchart zur Verfügung gestellt werden. Materialien Jede Gruppe benötigt für die Gruppenorganisation ein Flipchart sowie Notizzettel. Darüber hinaus sollte den Gruppen Material zur Präsentation zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel Bastelutensilien (Pappe, Holzstäbe für Handpuppen, Stifte, Kleber, Farbstifte). Für die Zielscheibe in analoger Form werden ein Flipchart sowie farbige Klebepunkte benötigt. In digitaler Form wird für jede Gruppe eine Zielschiebe erstellt und der Link zur Verfügung gestellt. Der Lehrer oder die Lehrerin sollte sich im Vorfeld mit den Methoden Kanban und Scrum auseinandergesetzt haben. Das Kanban kann auch digital geführt werden, zum Beispiel mit den Programmen TaskCards oder Miro . Zur Verfügbarmachung der digitalen Zielscheibe für jede Gruppe muss sich die Lehrkraft im Vorfeld mit der browserbasierten Anwendung auseinandersetzen sowie die Möglichkeit haben, den Gruppen den Link zur Verfügung zu stellen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Texten Informationen und fügen diese zu einem eigenen Text zusammen. bereiten die Informationen in anderer Form mit Hilfe von anderen Materialien für eine Präsentation auf. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kollaborieren in ihrer Gruppe im Rahmen der Kanban-Methode: sie verteilen Arbeitsaufträge und bearbeiten diese selbstständig und fokussiert. reflektieren ihren Arbeitsprozess innerhalb der Gruppe. geben Feedback zu den Produkten der Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Klosterleben einst und heute

Unterrichtseinheit

Den meisten Schülerinnen und Schülern sind das Kloster und die in ihm lebenden Nonnen und Mönche nahezu völlig fremd. Das liegt sowohl an dem oft abgeschiedenen Leben der Ordensmitglieder als auch an deren schrumpfender Anzahl, die dazu führt, dass sie kaum mehr im öffentlichen Leben wahrgenommen werden.Ein historischer Blick auf das klösterliche Leben im Mittelalter bietet den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich auch mit der Gegenwart klösterlichen Lebens auseinanderzusetzen. Diese Unterrichtseinheit ist konzipiert als Erweiterung der bei Lehrer-Online verfügbaren Sequenz Blicke hinter Klostermauern , kann aber auch eigenständig im Geschichts-, Religions- oder Ethikunterricht eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen in entdeckender Weise das Kloster als Ort des Glaubens und der Arbeit kennen. Sie setzen sich mit den einstigen und heutigen Lebensbedingungen in Klöstern auseinander und erfahren Wissenswertes über die Biografie Benedikts von Nursia. Erarbeitung historischer Fakten Die Schülerinnen und Schüler erkunden zunächst anhand einer Rekonstruktionszeichnung das Kloster St. Gallen. Sie erfahren dabei, dass das klösterliche Leben nicht nur der inneren Einkehr und dem Gebet gewidmet, sondern, dass ein Kloster ein gut funktionieren Wirtschaftsbetrieb war, der meist auch als Schule oder Internat fungierte. Der diachrone Blick Zudem vergleichen die Lernenden das Leben im Kloster einst mit dem heutigen Klosterbetrieb und lernen dabei eine Reihe von Parallelen und auch einige zeitbedingte Unterschiede kennen. In einem weiteren historischen Exkurs beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem "Vater" klösterlichen Lebens und erfahren Wichtiges über dessen Leben. Ein Blick in die Benediktinerregeln verdeutlicht die strenge Reglementierung des klösterlichen Lebens und soll den Schülerinnen und Schülern bewusst machen, wie asketisch Mönche und Nonnen leben und lebten. Aktualitätsbezug und Ergebnissicherung Abschließend erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie man heute in ein Kloster eintreten kann und welche "Ausbildung" man dort durchläuft. Die Erweiterungsaufgabe eröffnet die Möglichkeit, das Thema durch eine jugendgerechte Erzählung zu vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherchen können die Lernenden im Heft festhalten oder mithilfe einer MindMap sichern (auch unter Nutzung einer MindMapping-Software wie etwa Freemind). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Grundbegriffe des Klosterlebens kennen lernen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des früheren und heutigen Klosterlebens erkennen und diskutieren. exemplarisch den Grundriss eines Klosters kennen lernen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen im Internet nach Informationen recherchieren. Textarbeit am Bildschirm zielgerichtet erproben.

  • Geschichte / Früher & Heute / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Tomi Ungerer - nomade entre les langues et cultures

Unterrichtseinheit

Tomi Ungerer, der Wanderer zwischen den Kulturen, dem das Multikulturelle bereits in die Wiege gelegt wurde (deutsch-französische Kindheit im Elsass, USA, Neu-Schottland, Irland, Frankreich), ist Protagonist und Thema dieser Unterrichtseinheit. Seine umstrittenen Karikaturen bieten Redeanlässe. Ungerer ist ein Wanderer zwischen den Genres (Autor, Zeichner, Kritiker) und eine widersprüchliche Persönlichkeit: Skandale begleiten sein berufliches Leben ebenso wie Ehrungen. Wie die Faszination durch das so gar nicht geradlinige Leben und vielseitige Werk Tomi Ungerers unterrichtlich genutzt und mit kreativer (Text)produktion und diversen Formen der Präsentation bearbeitet werden kann - dazu gibt der Beitrag Anregungen. Das Internet bietet dabei durch die Möglichkeiten der Visualisierung große Vorteile. Ein ergänzender Aspekt zeigt, wie die Unterrichtseinheit in einer werbewirksamen Aktion für das Fach Französisch münden kann. Die hier in großer Menge zu findenden Grafiken können genutzt werden, um Sprech- und Schreibanlässe zu schaffen, oder als Grundlage für kreative Textproduktion dienen. Didaktisch-methodische Anmerkungen Hinweise zum unterrichtlichen Einsatz sowie die Sachanalyse und eine Linkliste finden Sie hier. Ablauf der Unterrichtsreihe Der geplante Verlauf und und die zu den Unterichtsphasen gehörenden Arbeitsaufträge reichen von der Online-Recherche bis zur Ausstellungsplanung. Inhaltliche Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen Biografie und Werk Tomi Ungerers kennen lernen und sich kritisch damit auseinander setzen. Tomi Ungerer mit dem Ziel des interkulturellen Lernens als einen "promeneur entre les cultures" verstehen. den Wert und die Rolle einer solchen kosmopolitischen Künstlerfigur in einer globalisierten Welt einschätzen und diskutieren. einige grafische Werke und Texte interpretieren. (wie immer im Französischunterricht) neues sprachliches Material aufnehmen und zur eigenen Textproduktion verwenden. kreativ (mündlich und schriftlich) mit den Grafiken und Texten umgehen. Ergebnisse der Recherchen in der Zielsprache präsentieren. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Recherchemedium nutzen. in der Zielsprache an einem Forum teilnehmen und E-Mails in der Zielsprache schreiben. Ungerer ist ein Wanderer zwischen den Genres (Autor, Zeichner, Kritiker) und eine widersprüchliche Persönlichkeit: Skandale begleiten sein berufliches Leben ebenso wie Ehrungen. Wie die Faszination durch das so gar nicht geradlinige Leben und vielseitige Werk Tomi Ungerers unterrichtlich genutzt und mit kreativer (Text)produktion und diversen Formen der Präsentation bearbeitet werden kann - dazu gibt der Beitrag Anregungen. Das Internet bietet dabei durch die Möglichkeiten der Visualisierung große Vorteile. Ein ergänzender Aspekt zeigt, wie die Unterrichtseinheit in einer werbewirksamen Aktion für das Fach Französisch münden kann. Tomi Ungerer im Unterricht Der Französischunterricht soll helfen, so fordern die Curricula, Brücken zwischen den Kulturen, besonders der französischen und deutschen, zu bauen. Er soll Grundsteine für ein weiteres, lebenslanges interkulturelles Lernen legen. Daher leuchtet es ein, dass die Beschäftigung mit der schillernden Persönlichkeit und dem vielseitigen Werk Tomi Ungerers, der sich als "réconciliateur des peuples" versteht, in dieser Hinsicht Gewinn für die SchülerInnen bringen kann. Zudem legt die Vielseitigkeit der Aspekte arbeitsteilige Verfahren nahe. Auch interdisziplinäre Arbeit wird gefördert, die SchülerInnen können je nach Neigung oder Wissen und Kenntnissen aus anderen Fächern mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten. Gerade in Hinblick auf die grafische Seite des Werkes bieten die neuen Medien, besonders das Internet, einen methodisch-didaktischen Vorteil: Die hier in großer Menge zu findenden Grafiken können genutzt werden, um Sprech- und Schreibanlässe zu schaffen, oder als Grundlage für kreative Textproduktion dienen. Ergebnispräsentation: Expo Dieses Unterrichtsmodul eignet sich besonders gut für ein kleines Expo-Projekt, weil sowohl der inhaltliche Aspekt (multikultureller Nomade) als auch die visuellen Elemente ein schulinternes oder sogar externes Publikum interessieren könnten. Da das Fach Französisch schon wegen der Sprachbarriere nur selten solche Möglichkeiten der Präsentation bietet, könnte diese Gelegenheit nicht zuletzt auch für das Fach werbewirksam genutzt werden. Zwischen zwei Sprachen Tomi Ungerer hat seine Wurzeln im Elsass. In Straßburg geboren, ist schon seine Kindheit von dem täglichen Hin und Her zwischen den Kulturen und Sprachen geprägt. Auch die in dieser Situation typischen Schwierigkeiten im Schicksal eines Elsässers lernt er früh kennen. In der Kriegs- und Besatzungszeit ist die französische Sprache verboten, nach dem Krieg werden die Elsässer als "sales boches" von den Franzosen diskriminiert. Ihm dient der Zeichenstift als bevorzugtes Ausdrucksmittel seiner Unzufriedenheit. Gelobt und kritisiert Tomi Ungerer fällt durchs Abitur, zieht durch Europa, beginnt eine Ausbildung an der Ecole des Arts décoratifs, bricht diese ab und macht sich schließlich 1956 nach New York auf, wo er schnell zum erfolgreichen und beliebten Zeichner renommierter Magazine avanciert. Besonders der Erfolg seines ersten Kinderbuches öffnet ihm alle wichtigen Türen. Bald jedoch setzt das puritanische Amerika seinen beliebten Künstler-Promi, der mit Anti-Vietnam-Plakaten und anderen "Schamlosigkeiten" provoziert, auf die schwarze Liste. Bis in die 90er Jahre sind seine Kinderbücher aus amerikanischen Bibliotheken verbannt. Dennoch erhielt Tomi Ungerer zahlreiche internationale Preise und Ehrungen für sein Werk: 1998 etwa den Hans Christian Andersen Preis, eine Art Nobelpreis der Kinderliteratur. Inhalte und Aussagen Seine Arbeiten (Bilderbücher für Kinder und Erwachsene, Satiren und Karikaturen, erotische Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Plakate, Werbung) sind geprägt von Humor, der oft sehr schwarz sein kann. Seine überbordende Fantasie oszilliert zwischen der kleinen ländlichen elsässischen Fachwerkidylle und den schrecklich monströsen Bildern eines Albtraums. Sein Schaffen und oft politisch unkorrektes öffentliches Verhalten sind von Skandalen begleitet. Andererseits nutz Tomi Ungerer seine Popularität für soziale Zwecke, den Kampf gegen Aids, AI-Forschung (Artificial Intelligence) und vor allem für Bildung und Ausbildung in Europa, und das mit ganz konkreten Zielen, etwa die Zweisprachigkeit in elsässischen Schulen und Kindergärten. Textproduktion In der Phase zur Analyse (Sek II) und kreativen Textproduktion können die SchülerInnen spielerisch mit dem Text- und Bildmaterial umgehen. An dieser Stelle wäre auch interdisziplinäres Arbeiten mit dem Fach Kunst möglich. Präsentation Bei einer Präsentation im Plenum sollten die SchülerInnen mündliche Darstellungsformen einüben, gegebenenfalls gestützt durch schriftliche Unterlagen (oder auch in fortgeschrittenen Kursen durch eine PowerPoint-Präsentation). Evaluation Eine Evaluation in Form einer Plenumsdiskussion kann hilfreich für ein Feedback sein oder weiterführende Fragen aufbringen. Anschlussdiskussion Eine Möglichkeit der Ausweitung könnte die Diskussion über die Rolle der Regionalsprachen (hier Elsässisch) sein, die sich gut in andere Themen des Französischunterrichts einpassen ließe.Eine andere Variante für einen gewinnbringenden Ausklang der Unterrichtseinheit kann eine französischsprachige Diskussion in einem Forum zu verschiedenen Fragestellungen sein. Ebenso könnten die SchülerInnen E-Mails zu verschiedenen Argumentationssträngen verfassen und sich gegenseitig in Gruppen schicken. Eine solche Aktion kann die Motivation erhöhen, wenn die Arbeit auf ein solches Vorhaben mit Außenwirkung abzielt. Zudem werden dabei wichtige andere, organisatorisch-logistische Fähigkeiten eingeübt.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Urlaubsplanung digital

Kopiervorlage

In dieser Unterrichtseinheit recherchieren Lernende Informationen zu Hotel, Ferienort und Reiseplanung im Internet. Sie bewerten Webseiten anhand von Benutzerfreundlichkeit und Informationsgehalt und erweitern so ihre Recherche- und Urteilskompetenz. Diese Unterrichtseinheit greift die Lebenswelt der Lernenden am Schuljahresende auf und verbindet das Thema Sommerferien mit einer alltagsnahen Lernaufgabe. Die Lernenden recherchieren im Internet gezielt Informationen zu einem Hotel und zu einem Ferienort . Dabei prüfen sie, welche Inhalte für die Planung eines Aufenthalts relevant sind, und setzen sich mit der Qualität digitaler Informationsangebote auseinander. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein Ferienaufenthalt mithilfe von Online-Informationen sinnvoll vorbereiten und bewerten lässt. Die Lernenden suchen passende Angaben zu Unterkunft, Lage, Angeboten und Umgebung und vergleichen unterschiedliche Webseiten miteinander. Anschließend beurteilen sie die Seiten nach den Kriterien Benutzerfreundlichkeit , Informationsgehalt und praktischer Nutzbarkeit für die eigene Planung. Die Unterrichtseinheit ermöglicht es, Recherchekompetenz , Urteilskompetenz und Medienkompetenz miteinander zu verknüpfen. Die Lernenden lernen, relevante Informationen aus digitalen Quellen herauszufiltern, sich auf Webseiten zielgerichtet zu orientieren und die Qualität von Internetangeboten kritisch einzuschätzen. Durch den starken Alltagsbezug wird deutlich, wie digitale Recherche bei konkreten Entscheidungssituationen unterstützen kann. Zugleich bietet das Material einen guten Anlass, über verlässliche Informationen, sinnvolle Auswahlkriterien und den bewussten Umgang mit Online-Angeboten zu sprechen. Die Unterrichtseinheit ist dadurch nicht nur für die persönliche Ferienplanung interessant, sondern lässt sich auch auf vergleichbare Kontexte wie die Vorbereitung einer Klassenfahrt übertragen. Die Unterrichtseinheit fördert eine gezielte Internetrecherche in einem für die Lernenden motivierenden und lebensnahen Kontext. Ausgehend von der Planung eines Ferienaufenthalts recherchieren die Lernenden auf ausgewählten Webseiten Informationen zu Unterkunft , Ferienort und weiteren für die Reise relevanten Aspekten. Dabei üben sie, digitale Informationen strukturiert zu erschließen, relevante Inhalte auszuwählen und Webseiten im Hinblick auf ihren Nutzen für eine konkrete Planung zu beurteilen. Didaktisch sinnvoll ist die enge Verbindung von Alltagsbezug , Medienbildung und Urteilskompetenz : Die Lernenden lernen nicht nur hilfreiche Internetangebote kennen, sondern reflektieren auch, woran sich die Qualität einer Webseite erkennen lässt. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Kriterien Benutzerfreundlichkeit und Informationsgehalt . So wird deutlich, dass digitale Recherche mehr ist als das bloße Finden von Informationen: Sie erfordert Auswahl, Bewertung und begründete Entscheidungen. Methodisch kann die Bearbeitung in Paararbeit erfolgen, um Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Reflexion zu fördern. Ergänzend bietet es sich an, weitere von den Lernenden gefundene Webseiten in den Vergleich einzubeziehen. Eine kurze Präsentation der Ergebnisse in der Lerngruppe kann den Bewertungsprozess sichtbar machen und unterschiedliche Maßstäbe für die Beurteilung digitaler Angebote diskutierbar machen. Die Unterrichtsstunde ist zudem flexibel einsetzbar und lässt sich ohne Weiteres auf ähnliche Kontexte übertragen, etwa auf die Vorbereitung einer Klassenfahrt . Damit eignet sich das Material besonders gut, um Recherchekompetenz , Medienkompetenz und selbstständiges Planen praxisnah zu fördern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können aus Hotelbewertungen für ihre eigenen Zwecke relevante Informationen filtern. sind in der Lage, Flug- und Hotelangebote gezielt zu suchen und diese miteinander vergleichen zu können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Prinzipien des selbstständigen Arbeitens an, indem sie wesentliche Informationen aus für sie relevanten Webseiten filtern. gewinnen bei der Organisation ihrer eigenen Vorhaben an Selbstständigkeit. kennen Webseiten und können auf ihnen navigieren, um sich nützliche Informationen beispielsweise über Veranstaltungen und Wetter am Urlaubsort zu beschaffen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch die Paararbeit, Aufgaben gemeinsam zu diskutieren und zu lösen und somit ihre Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft stärken. erweitern ihre Fähigkeiten im Bereich des sozialen Lernens, indem sie sich durch gegenseitiges Erklären und Helfen bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben unterstützen.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Mikroplastik in der Antarktis – Handlungsmöglichkeiten und Upcycling

Unterrichtseinheit

Ausgehend von der Frage nach der Entstehung von Mikroplastik und seinen Gefahren in aquatischen Ökosystemen entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Mikroplastik im Alltag und führen verschiedene Upcycling-Projekte durch. Die vorgestellte Unterrichtseinheit ist konzipiert nach dem Unterrichtskonzept des Deeper Learnings nach Anne Sliwka und Britta Klopsch. Daher ist die Unterrichtseinheit auch nach den drei Phasen des Deeper Learningmodells aufgebaut. Weitere Informationen bietet das Workbook für Lehrkräfte: Deeper Learning gestalten (Beigel, Klopsch & Slwika, 2023) der Deutschen Telekom Stiftung, das am Ende der Einheit verlinkt ist und kostenlos zur Verfügung steht. Die Schülerinnen und Schüler sollen fachliches Wissen aufbauen und Handlungsmöglichkeiten ko-kreativ und ko-konstruktiv entwickeln, wobei explizit die Aneignung und Vertiefung von fachlichen Inhalten als zentrales Ziel der Unterrichtseinheit definiert wird. Übergeordnetes Ziel ist das Erlernen der 4Ks und der 21st Century Skills sowie die Entwicklung in Co-Agency von Mastery, Kreativität und Identität. Wie gelangt Mikroplastik in das Meer der Antarktis? Mit Hilfe unterschiedlicher Nachrichtenmeldungen wird diese Frage bei den Schülerinnen und Schülern aufgeworfen. Dies löst wiederum die Frage aus, was Mikroplastik überhaupt ist, wie es entsteht und welche Gefahren von ihm ausgehen. Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Phase I (Instruktions- und Aneignungsphase) . Dazu erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Lernmaterialien in einer vorbereiteten Lernumgebung, die auch digital zur Verfügung stehen. Es geht darum die Problematik von Mikroplastik zu verstehen und fachwissenschaftlich korrekt wiedergeben zu können. In der Phase II (Ko-Konstruktion und Ko-Kreation) erarbeiten die Schülerinnen und Schüler authentische Lernprodukte wie Lernplakate, Sketchnotes oder Gedichte für einen Poetry Slam, in denen sie ihr neuerworbenes Wissen zu Mikroplastik darstellen und Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Mikroplastik aufzeigen. Die Lernprodukte sollen andere für die Problemlage sensibilisieren und Mitmachangebote zum Upcycling gestalten. Der Höhepunkt ist die Präsentation in der Phase III (Authentische Leistung) . Die Schülerinnen und Schüler teilen ihr Wissen mit der Schulgemeinschaft und werden aktiv, indem sie einen Ausstellungsraum gestalten und die Mitmachangebote mit anderen durchführen. In dem Materialpaket sind folgende Materialien enthalten: Material I: Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Materialien die Problematik von Mikroplastik verstehen Material II: Anregungen, Hilfestellungen und Checklisten für die Erstellung eines authentischen Lernproduktes Material III: Anregungen, Hilfestellungen und Checklisten für die Gestaltung eines Mitmachangebotes zum Upcycling Material IV: Checkliste zur Präsentation der authentischen Lernleistung Material V: Zusatzmaterial zu den in der Lerneinheit behandelten SDGs, Bildung für nachhaltige Entwicklung und außerschulischen Lernorten Je nachdem, wie die Schwerpunkte gesetzt werden, kann die Unterrichtseinheit mit Modifikationen und einer Anpassung des Schwierigkeitsgrades auch in der Sekundarstufe II eingesetzt werden. Relevanz des Themas Die Verschmutzung der Meere mit Plastik und der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt ist ein aktuelles Thema, das den Schülerinnen und Schülern bereits aus ihrem Alltag bekannt ist. Es betrifft sie und ihre Familien, da wir alle zum Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt beitragen. Schülerinnen und Schülern ist dies häufig bewusst und sie setzen sich aktiv für Klima- und Umweltschutz ein. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit ist so konzipiert, dass den Schülerinnen und Schülern die notwendigen fachlichen Kenntnisse in der Aneignungs- und Instruktionsphase vermittelt werden. Schülerinnen und Schüler, die bereits Vorwissen im Bereich der Problematik von Mikroplastik haben, können diese Phase schneller abschließen beziehungsweise sich intensiver mit weiteren Informationen auseinandersetzen, die über die Basisinformationen hinausgehen. Didaktisch-methodische Analyse Die Lerneinheit hat ihre Verankerung im Fach Biologie als Leitfach, mit den Themengebieten Ökologie und Angepasstheit von Lebewesen. Allerdings ist sie in ihrer Konzeption darauf angelegt, dass sie ein fächerverbindendes Projekt ist. Das Fach Deutsch trägt Lesestrategien für Sachtexte und Textproduktionsmethoden bei. Aus dem Blickwinkel des Fächerverbundes Wirtschaft/Politik geht es um die Frage nach der wirtschaftlichen Nutzung der Meere (Fischerei, Rohstoffabbau, Tourismus, et cetera) und den politischen Maßnahmen zum Schutz der Meere (Einrichtung von Meeresschutzgebieten, Verbot von Plastikprodukten, Mikroplastik in Kosmetika et cetera). In Phase I sammeln die Schülerinnen und Schüler bedeutungsvolle Erfahrungen und bauen ein solides Wissensfundament auf, das sie in Phase II weiterentwickeln. Dabei gibt es sowohl Lehrkraftvorträge als auch die Diskussion im Plenum. In Einzel- und Gruppenarbeit werden altersgemäße Bildungsmedien ausgewertet und angeleitete Internetrecherchen mit speziellen Suchmaschinen für Kinder durchgeführt. Differenzierungsmöglichkeiten sind insofern gegeben, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Recherche selbst das Niveau ihrer Informationsquellen wählen können. Zum Beispiel neben den Nachrichtenmeldungen für Erwachsene auch die Logo-Kindernachrichten. In Phase II trägt das Fach Kunst dazu bei kreativ an der Umsetzung der Lernprodukte zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kollaborativ und kreativ, kommunizieren ihre Arbeitsergebnisse und hinterfragen die gesammelten Informationen nach der Analyse kritisch. Die selbstgewählten Teams sind verantwortlich für ihren Lernweg nach dem Prinzip des "Voice & Choice". Sie wählen das Lernprodukt aus, das sie erstellen möchten. Auf ihrem Lernweg üben sie das Recherchieren und erweitern ihr methodisches Know-how. Die Phase II wird durch ein formatives Feedback der Lehrkraft zu ihrem Lernweg und den entstehenden Produkten begleitet. Die Präsentation der authentischen Lernprodukte und die Moderation der Mitmachangebote vor der Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften und Eltern – fördert zum einen die Kommunikationskompetenz und zum anderen das Selbstbewusstsein, ihr Können zu präsentieren und Handlungsoptionen an andere weiterzugeben. Bei der Bewertung der authentischen Leistungen werden mehrere Komponenten miteinbezogen. Die Lehrkräfte berücksichtigen die individuellen Lernprozesse, die Lernprodukte wie auch die Präsentation vor der Schulgemeinschaft und die Arbeit in den Teams bei der Bewertung. Außerschulischer Lernort Bei einer Unterrichtseinheit mit Deeper Learning bietet sich auch die Nutzung außerschulischer Lernorte an. Bei der Durchführung mit unseren Schülerinnen und Schülern haben wir beispielsweise den Aquazoo in Düsseldorf besucht. Bei dem Besuch wurde in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Museumspädagogik das biologische Fachkonzept der Anpassung von Lebewesen an das Leben in der Antarktis bearbeitet und an vielen Exponaten durch Primärerfahrungen erarbeitet. Zudem wurden mit den Schülerinnen und Schülern die Gefahren durch Plastikverschmutzungen im Meer erarbeitet. Einige Exponate im Aquazoo machen auf die Gefährdung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam. Die Einheit kann aber selbstverständlich auch ohne einen außerschulischen Lernort durchgeführt werden. Potentiale von außerschulischen Lernorten aus fachdidaktischer Sicht Der Besuch des Aquazoos geht über die Möglichkeiten des Unterrichtes hinaus, sowohl aus räumlicher als auch zeitlicher Perspektive. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit der Begegnung mit Lebewesen und biologischen Phänomenen (bedeutungsvolle Erfahrungen). Diese gewonnenen Eindrücke sind sinnlich, kognitiv und handlungsorientiert. Studien zeigen positive Effekte auf die Wissensvermittlung und auf affektive Dimensionen (Interesse am Unterricht, soziales Gruppenverhalten, Einstellungen zum Naturschutz) durch den Besuch eines außerschulischen Lernortes. Es werden Möglichkeiten der Förderung von Schülerinnen und Schülern geschaffen, die weniger leistungsfähig im Biologieunterricht sind. Vgl. Mayer, J. (2008). Außerschulischer Unterricht. in: Gropengießer, H. & Kattmann, U. (2008). Fachdidaktik Biologie, Köln: Aulis (8. Aufl.). Fachbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gliedern neu erworbene biologische Konzepte in vorhandenes Wissen ein und hinterfragen Alltagsvorstellungen. entnehmen nach Anleitung biologische Informationen und Daten aus analogen und digitalen Medienangeboten (Fachtexte, Filme, Tabellen, Diagramme, Abbildungen, Schemata), geben deren Kernaussagen wieder und notieren die Quelle. stellen Präsentationen zu eingegrenzten biologischen Sachverhalten, Überlegungen und Arbeitsergebnisse – auch mithilfe digitaler Medien – bildungssprachlich angemessen und unter Verwendung einfacher Elemente der Fachsprache in geeigneten Darstellungsformen (Redebeitrag, kurze kontinuierliche und diskontinuierliche Texte) sachgerecht vor. benennen Bewertungskriterien und Handlungsoptionen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen Informationsrecherchen zielgerichtet durch und wenden dabei Suchstrategien an. filtern und strukturieren themenrelevante Informationen und Daten aus Medienangeboten, wandeln diese um und arbeiten sie auf. 21st Century Skills Die Schülerinnen und Schüler arbeiten ko-konstruktiv und ko-kreativ bei der Erstellung ihrer Lernprodukte. hinterfragen die von ihnen bearbeiteten Materialien kritisch und bewerten die Qualität der Informationen. kommunizieren ihre Arbeitsergebnisse sach- und adressatengerecht in ihren Gruppen und vor der Schulgemeinschaft.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Kunst / Kultur / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Voltaire: Un philosophe engagé qui s'est trompé?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit für den Französisch-Unterricht erarbeiten die Lernenden Voltaires "Traité sur la tolérance" (1763) durch intensive Textlektüre. Der Einsatz digitaler Medien unterstützt die Textarbeit und fördert die Motivation. Voltaire hat sich mit diesem Text große Verdienste im Kampf um Toleranz und die Durchsetzung von Vernunft im gesellschaftlichen Leben erworben. Es ist jedoch interessant zu beobachten, dass Voltaire in seinem Traité die Geschehnisse anders darstellt, als sie sich in Wirklichkeit wahrscheinlich zugetragen haben. Dies zu verstehen, erfordert eine intensive, sehr genaue Textarbeit, die für Schülerinnen und Schüler dann zu leisten ist, wenn sie durch den Einsatz der digitalen Medien unterstützt wird. Für den Lernprozess hilfreich sind hier die Gestaltung eines "Fotoromans", der das Auffinden der Leiche rekonstruiert. Die Darstellung der "wahrscheinlichen Faktenlage" folgt der Textzausgabe: Voltaire, L'affaire Calas, Paris: Gallimard, 1975, in der der Herausgeber feststellt, Voltaire habe sich "quelques libertés avec les faits"(14) erlaubt. Neben einer kurzen fachwissenschaftlichen Darstellung des Themas der Unterrichtseinheit wird hier beschrieben, in welche Schritte die Unterrichtseinheit gegliedert ist, welche möglichen Probleme auftreten können und welche Erfahrungen der Autor bei der Lösung dieser Probleme gemacht hat. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei dem Einsatz der digitalen Fotografie sowie der Internetrecherche zu. Fachwissenschaftliche und didaktische Vorbemerkungen Welche Bedeutung kommt dem Thema zu (hessischer Lehrplan, gesellschaftliche Relevanz)? Neben den Antworten finden Sie hier eine einführende Kurzdarstellung zur Affaire Calas und zu den inhaltlichen Unterrichtszielen. Lehrplananbindung und -diskussion Einordnung der "Affaire Calas" in den hessischen Lehrplan Die Epoche der Aufklärung nimmt noch immer eine zentrale Stellung in den Lehrplänen ein. Im Lehrplan des Landes Hessen beispielsweise ist sie vor allem Bestandteil im Profil Littérature/Civilisation (Gk: 12.2 les sciences - hier et aujourd'hui: le siècle des lumières; Gk 13.1. l'individu devant son existence: le siècle des lumières). Lektürevorschläge zur Epoche werden nicht gemacht, eine Auswahl muss die Lehrkraft somit selbst treffen. Erfahrungen mit Ganzschriften Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Lektüre von Ganzschriften der Aufklärung in Grundkursen der Oberstufe nur schwer zu leisten ist. Gerade einmal drei Wochenstunden und ein hoher Grad an ironischen Verschlüsselungen, die das Ergebnis der zeitgenössischen Zensur sind, sorgen dafür, dass eine Lektüre etwa von Voltaires "Candide" oder Montesquieus "Lettres persanes" zu einem äußerst mühsamen Unterfangen geraten kann. Übergeordnete Lernziele dank Voltaire Dennoch lohnt es, an Voltaire als Bestandteil des Lehrplans festzuhalten, leben wir doch in einer Epoche, in der religiöse wie politische Ideologien zunehmend den Charakter von Dogmen annehmen. Von Voltaire lernen heißt auch zu lernen, sich gegen deren Vereinnahmungstendenzen zur Wehr zu setzen. Ein solcher Ansatz eröffnet eine Perspektive auf die Geschichtlichkeit religiöser Intoleranz. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, in welcher Weise das europäische Christentum intolerant war und fanatische Ausgrenzung betrieben hat und wie es der europäischen Aufklärung gelang, dies zu überwinden. Lehrpläne der Bundesländer: Übersicht Lehrpläne - Kultusministerkonferenz Über diese Liste bei Lehrer-Online finden Sie Ihren Lehrplan online und können "schnell mal reinschauen". Voltaires "Traité de la Tolérance"(1763) Hintergründe zu "Traité de la Tolérance" Die Unterrichtseinheit rekonstruiert die "Affaire Calas" und Voltaires Interventionsschrift "Traité de la Tolérance" aus dem Jahr 1763. Voltaire hat in einer überaus sonderbaren Weise die wirklichen Geschehnisse in Toulouse in seiner Streitschrift verarbeitet. Voltaire hatte verfolgt, dass der Vater einer protestantischen Familie zum Tode verurteilt worden war und in grausamer Weise hingerichtet wurde. Seine Familienmitglieder mussten fliehen und fanden in der protestantischen Schweiz Asyl. Wie konnte es dazu kommen? Lernende als Textdetektive In der Einheit geht es nicht darum, zu beweisen, dass Voltaire die Faktenlage falsch dargestellt hat, sondern die Schülerinnen und Schüler in der Rolle von Textdetektiven dazu zu bringen, Voltaire als jemanden zu verstehen, der seine Texte durch Reduzierungen und Vereinfachungen rhetorisch zu schlagkräftigen Pamphleten "aufrüstet". Analyse von Van den Heuvel Die Darstellung der "wahrscheinlichen Faktenlage" in den von den Schülerinnen und Schülern zu bearbeitenden Texten folgt der von Jacques Van den Heuvel herausgegebenen Ausgabe, in der er als Herausgeber feststellt, Voltaire habe sich "quelques libertes avec les faits" (Voltaire, L'affaire Calas, Paris: Gallimard, 1975, S.14) erlaubt, "selon la methode qu'il se plaisait parfois a appliquer" (ebd.). Van den Heuvel legt auf den Seiten 35ff. die "pièces originales, écrites et rassemblées par Voltaire" vor. Damit liegen für ihn in der Textausgabe die Voltaire bekannten wesentlichen Texte vor, "l'essentiel des textes, qu'a inspirés à Voltaire l'affaire Calas". Aus Gründen der didaktischen Reduktion sollen die von Van den Heuvel gesammelten Texte als wahrscheinlich wahrheitsgetreues Abbild der Faktenlage angenommen werden. Van den Heuvel vertraut der Objektivität des Ermittlers David de Beaudrigue, "[qui] n'avait pas de parti pris à l'origine" (32), der zu Beginn der Ermittlung unvoreingenommen gewesen sei. Die Hypothese über den Ablauf der der Ereignisse, die als Arbeitsgrundlage der Unterrichtseinheit dient, ist die "aujourd'hui considérée comme la plus vraisemblable" (ebd., 33). Lesen und Verstehen von Texten fördern Eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit die den Schülerinnen und Schülern vorgelegten Texte selbst auf ihren Wahrheitsgehalt kritisch reflektiert werden müssten, (Van den Heuvel bezeichnet spricht an anderer Stelle eine seiner Schlussfolgerung vorsichtig als "vraisemblablement", ebd. 32) wäre sicher wünschenswert, ist aber im Rahmen des schulischen Französischunterrichts nicht zu leisten. Im schulischen Unterricht ist bereits viel erreicht, wenn das motivierte und genaue Lesen und Verstehen von Texten gefördert werden kann. Religiöse Hintergründe Jean Calas war Protestant und damit Angehöriger einer religiösen Minderheit in Toulouse, die von der katholischen Mehrheit der Stadt misstrauisch überwacht wurde. So wurden alle Protestanten gezwungen, katholische Haushaltshilfen zu beschäftigen. Calas hatte drei Söhne: Louis, Pierre und Marc-Antoine. Im katholischen Toulouse konnten Protestanten nur dann beruflich erfolgreich sein, wenn sie zum Katholizismus konvertierten. Louis Calas hatte dies getan. Sein Verhältnis zu seinem Vater war von da an sehr belastet. Marc-Antoine hingegen hatte einen solchen Schritt nie gewagt und führte statt dessen ein unstetes Leben, machte Spielschulden und lebte auf ausschweifende Art und Weise. Marc-Antoine wurde das Opfer eines raffiniert inszenierten Mordes, den wohl einer seiner wütenden Gläubiger oder ein betrogener Ehemann begangen hat. Dieser erwürgt Marc-Antoine Calas und versucht sein Verbrechen zu vertuschen, indem er vortäuscht, Marc-Antoine habe sich erhängt. Inszenierung der Lüge Marc-Antoine Calas wurde höchstwahrscheinlich in der Straße vor seinem Elternhaus ermordet und dann von seinem Mörder in den Hof gelegt. Dieser versuchte das Verbrechen zu kaschieren, indem er einen Strick neben die Leiche legte, die einen Selbstmord vortäuschen sollte. Nachdem die Familienmitglieder die Leiche von Marc-Antoine Calas im Hof des Hauses gefunden haben , begehen sie eine Reihe fataler Fehler (vgl. Van den Heuvel 1975, 32): Zunächst sagt der zweite Sohn von Jean Calas, Pierre, aus, er habe seinen Bruder Marc-Antoine erdrosselt auf dem Boden liegend gefunden. Um zu verhindern, des Mordes an ihrem Sohn beziehungsweise Bruders angeklagt zu werden, verändern sie ihre Aussage dann und behaupten, der Vater Jean Calas hätte Marc-Antoine erhängt aufgefunden. Sie hätten ihn dann abgenommen, um zu verhindern, dass sein Körper wie der eines jeden Selbstmörders in entwürdigender Art und Weise durch die Straßen von Toulouse gezogen wird. Der Gerichtsmediziner stellt jedoch fest, dass das Opfer nicht mit einer Schnur erdrosselt, sondern mit bloßen Händen erwürgt wurde. Es können Würgemahle festgestellt werden. Eine Rekonstruktion der Geschehnisse ergibt, dass die Schnur im Hof nicht so befestigt werden kann, um sich zu erhängen (ebd. 33). Die Aussagen von Jean Calas und seiner Familie sind nun unglaubwürdig geworden. Die Strategie des Täters hatte Erfolg. Jean Calas wird Opfer von bösen Gerüchten, des Mordes angeklagt, zum Tode verurteilt, gefoltert und auf dem Rad zu Tode geprügelt. Voltaires Umsetzung der Unwahrheiten Die Konfrontation von historischen Fakten und der Darstellungsweise von Voltaire gleicht einem Detektivspiel und ist damit eine motivierende intellektuelle Herausforderung. Sie legt Voltaires Arbeitsmethode offen. Didaktisch-methodische Vorbemerkungen Rollenspiel und Internetrecherche ergänzen sich in dieser Unterrichtseinheit und verfolgen mithilfe des Medieneinsatzes einen ergebnisorientierten Unterricht. Anmerkungen zur Methode Rollenspiel Nur wenn die Geschehnisse in einem Rollenspiel erfahrbar werden und die Erfahrung nochmals ausgewertet wird, können die Schülerinnen und Schüler Voltaires Verfälschungen der Wahrheit mit aufklärerischer Wirkung erkennen. Hier bietet es sich an, dass Rollenspiel digital zu fotografieren und mit PowerPoint zu einem Fotoroman zu formen. Internetrecherche Abschließend stellt sich die Frage nach der Bewertung von Voltaires Vorgehen. Die Frage, die sich stellt, lautet: Ist es legitim zu lügen, wenn man ein gutes Ziel verfolgt? Eine Antwort, die Voltaire gerecht wird, kann man nur dann geben, wenn Voltaires Wirken und die Macht vorurteilsbehafteten religiösen Denkens im 18. Jahrhundert von den Schülerinnen und Schülern rekonstruiert und bewertet wird. Hier hat es sich als hilfreich erwiesen, in einer Internetrecherche Voltaires Spuren nachzugehen und ihn in Form von Artikeln in einer zeitgenössischen Tageszeitung vor Angriffen zu verteidigen. Vorkenntnisse Technische Vorkenntnisse Notwendig sind Vorkenntnisse im Umgang mit einer digitalen Kamera (fotografieren und speichern), im Einsatz des Programms PowerPoint (einfügen von Fotos, erstellen von Sprechblasen und Textfeldern) sowie des Textverarbeitungsprogramms Word (Spalten, Textfluss). Lexikalische Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler Die Unterrichtseinheit richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ab der Klasse 12. Die Redemittel, die notwendig sind, um Voltaires Deformation der Wahrheit zu beschreiben, sind in einem Dokument zusammengestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen die historisch überlieferten Geschehnisse, die der Affaire Calas zugrunde liegen, verstehen und in einem Rollenspiel dar. erkennen und beschreiben die Abweichungen von der Realität in Voltaires Traité. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen oder festigen den Umgang mit einer Digitalkamera. lernen, wie digitale Fotos mit der Software PowerPoint zu einem Fotoroman weiterverarbeitet werden können. präsentieren mit dem PC . sammeln durch gezielte Internetrecherchen Informationen zu Voltaires Werk und zu dem zeitgeschichtlichen Hintergrund.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Generation Corona? – Resilienz bei Jugendlichen stärken

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit ist die zweite von fünf Unterrichtseinheiten zum Thema "Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen". Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie sie sich für und in Krisen stärken können. Im Fokus steht der Begriff "Resilienz" – so sollen verschiedene Ansätze thematisiert werden, um die eigene Resilienz zu stärken. Vor allem geht es dabei um soziale Kontakte, Freizeit und Hobbys sowie um kreative Strategien während der Pandemie.Die Unterrichtseinheit setzt die Reihe zum Thema "Mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen" fort, zu der bereits die erste Einheit " Generation Corona? – Wie hast du die Pandemiezeit erlebt? " erschienen ist. Fehlende soziale Kontakte, wegbrechende Hobbys, Sorgen und Ängste, Zusammenleben mit der Familie auf engem Raum: Während der Pandemie-bedingten Lockdowns gab es viele Herausforderungen für junge Menschen Die vorliegende Unterrichtseinheit soll Jugendlichen das Thema "Resilienz" näherbringen. Wie kann man die eigene mentale Widerstandskraft stärken? Was kann man tun, um Krisen besser zu überstehen ? In der Unterrichtseinheit geht es einerseits um den Begriff der Resilienz , andererseits um konkrete Ausprägungen, Inhalte und Maßnahmen. Dabei wird nicht nur thematisiert, wie die eigene Resilienz gestärkt werden kann, sondern auch die Möglichkeit, andere Menschen zu unterstützen, ihnen Mut zu machen und positive Gedanken zu fördern. Ein wichtiger Faktor dabei sind die sozialen Kontakte, die viele junge Menschen während der Coronazeit möglicherweise nicht in dem Maße pflegen konnten, wie sie es gerne gehabt hätten. Die Unterrichtseinheit zeigt in Audio-Einspielungen auf, welche Strategien junge Menschen entwickelt haben, Kontakte trotz der Lockdowns zu halten. In weiteren Audio-Einspielungen geht es um Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen sowie um die Wichtigkeit von Freundschaften gerade in Krisenzeiten. Die Unterrichtseinheit will die Schülerinnen und Schüler für die Wichtigkeit von Resilienz sensibilisieren – und Wege aufzeigen, die eigene Resilienz zu stärken. Ziel ist es zudem auch, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, wie sie anderen Menschen helfen können, besser durch (künftige) Krisen zu kommen. Wichtig sind dabei ganz konkrete Ansätze und Beispiele, wie Schülerinnen und Schüler selbst mit der Pandemie umgegangen sind und wie sie durch konkrete Änderungen des eigenen Verhaltens die eigene Krisenfestigkeit und Widerstandsfähigkeit stärken können. Drei Arbeitsblätter begleiten die Unterrichtseinheit. Auf dem ersten Blatt notieren die Schülerinnen und Schüler, welche Strategien sie selbst entwickelt und kennengelernt haben, um Kontakte trotz Lockdown zu halten. Auf dem zweiten Arbeitsblatt zum Thema "Resilienz" füllen sie den theoretischen Begriff mit konkreten Inhalten. Auf dem dritten Arbeitsblatt findet sich die Anleitung für das Rollenspiel zu den Themen soziale Kontakte, Mut und positive Gedanken. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, was sich hinter dem Begriff "Resilienz" verbirgt. kennen unterschiedliche Definitionen für den Begriff "Resilienz". Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Medien (Text, Audio, Bild) zum Wissenserwerb einzusetzen. trainieren die Recherche im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ. entwickeln ein Rollenspiel. lernen, einander zuzuhören und präsentieren eigene Ergebnisse.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Pädagogik / Fächerübergreifend / Religion / Ethik / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung
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