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Deutsch-deutsche Geschichte

Dossier

Mehr als 30 Jahre sind mittlerweile seit der deutschen Wiedervereinigung vergangen. Vier Jahrzehnte existierten zwei deutsche Staaten. Die Bundesrepublik und die DDR trennten nicht nur eine fast unüberwindliche Grenze, sondern auch entgegengesetzte politische und wirtschaftliche Systeme sowie die Einbindung in sich feindlich gegenüberstehende Machtblöcke. Dennoch ist die Geschichte der deutschen Teilung nicht nur eine Geschichte von Gegensätzen und Kontrasten, sondern auch von Verbindungen, Parallelen und Verflechtungen. Schülerinnen und Schüler können die deutsche Nachkriegsgeschichte nur angemessen erarbeiten, wenn sie integriert und aufeinander bezogen vermittelt wird, mit einem Blick, der die Verflechtungen sichtbar macht ohne dabei die Gegensätze aus den Augen zu verlieren. Diesem Ziel sieht sich das Digitale Lehrwerk verpflichtet. Die sechs Themenmodule greifen jeweils einen thematischen Aspekt der deutsch-deutschen Geschichte auf, führen mit einem Modultext in das Thema ein und bieten vielfältige Materialien, mit denen die deutsch-deutsche Geschichte zeitgemäß im Unterricht erarbeitet werden kann. Das Digitale Lehrwerk richtet sich an Lehrkräfte des Fachs Geschichte in den Sekundarstufen I und II aller Schulformen und außerschulische Pädagogen. Alle Materialien im Dossier stehen als freie Bildungsinhalte zur Verfügung. Sie können somit rechtssicher genutzt und angepasst werden. Mehr zum Digitalen Lehrwerk, den Projektpartnern und dem Fachbeirat erfahren Sie hier . Jugendwettbewerb "Umbruchzeiten" Rund drei Jahrzehnte Friedliche Revolution und deutsche Einheit sind Anlass für den Jugendwettbewerb "Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit". Mehr Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier .

  • Fächerübergreifend

Deutsche Teilung und Einheit

Dossier

Wissen vermitteln 1989 führten revolutionäre Ereignisse zur Ablösung der kommunistischen Diktaturen in der DDR und Ostmitteleuropa: Die vierzigjährige Teilung Deutschlands und Europas fand ihr Ende. Die mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellten Materialien bringen Kindern und Jugendlichen diese zeitgeschichtlichen Themen nahe, regen Besuche an Lernorten zu deutscher Teilung und Einheit an und unterstützen Lehrkräfte beim "Lernen vor Ort" mit ihrer Klasse. So wird der Lernerfolg der Besuche erhöht und das Wissen der Jugendlichen über die jüngere deutsche Geschichte verbessert. Lernen am historischen Ort und im Museum Rund 600 Gedenkstätten und Erinnerungsorte bundesweit befassen sich mit SED-Staat, deutscher Teilung und Einheit. Je ein Lernort in jedem ostdeutschen Bundesland sowie in Berlin ist ausgewählt und dokumentiert. Weitere ausgewählte Lernorte stellt die Linkliste vor. Die Materialien eignen sich zum Einsatz in den Fächern Geschichte, Politik/SoWi, Sachkunde, Religion/Ethik und Deutsch sowie in fächerübergreifenden Projekten. Nutzung auch ohne Besuch vor Ort möglich Alle Unterrichtseinheiten sind so konzipiert, dass sie auch unabhängig vom Besuch des beschriebenen Lernorts genutzt werden können. Alle Unterrichtsvorschläge beziehen digitale Medien ein. So wird immer auch die Medienkompetenz geschult, wenn zum Beispiel Zeitzeugnisse im Web kritisch analysiert werden. Als besonderer Service stehen individuell anpassbare Materialien wie Lesezeichen, Lernpläne und Courselets für die Nutzung auf WebWeaver®-Lernplattformen wie eduneo zur Verfügung.

  • Fächerübergreifend
  • Geschichte, Politik und Gesellschaftswissenschaften

Die Welt des Fliegens im Unterricht

Dossier

Fliegen und Sicherheit über den Wolken beruhen auf vielschichtigem Wissen – davon können auch Schülerinnen und Schüler mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) profitieren. Die Karriereseite der DFS Deutschen Flugsicherung bietet spannende, lehrplankonforme Unterrichtsmaterialien rund um das Fliegen für die Klassen 9 bis 13 – mit vielen Anknüpfungspunkten an die MINT-Fächer, etwa zu Navigation, Drohnen und Bionik. Auch Geistes- und Gesellschaftswissenschaften werden einbezogen, etwa bei Themen der interkulturellen Handlungskompetenz. So macht die Deutsche Flugsicherung aktuelles Wissen aus der Flugsicherung im Unterricht erlebbar und eröffnet Jugendlichen Einblicke in die Zukunft des Fliegens. Thematische Vielfalt Die Themensammlung wächst stetig. Jedes Material bietet eine kurze Einführung, dazu Arbeitsblätter und Aufgabenvorschläge sowie ein Glossar mit den wichtigsten Fachbegriffen. Die Nutzung der DFS Deutsche Flugsicherung Unterrichtsmaterialien ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Fragen und Antworten Die Themen sind im Fach- wie im fächerübergreifenden Unterricht einsetz- und adaptierbar. Einzelne Arbeitsblätter und Kapitel können unabhängig von der gesamten Einheit genutzt werden. Zudem bietet die Deutsche Flugsicherung Schulungsmaterial an, das sich ideal für den bilingualen Unterricht eignet.

  • Fächerübergreifend
  • MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
  • Gesellschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften und Fremdsprachen

Unternehmerisches Denken und Handeln fördern: Entrepreneurship Education

Dossier

Angesichts sich stetig wandelnder Märkte und globaler Herausforderungen wird die Innovationskraft von Unternehmen als zentrale wirtschaftliche Stärke angesehen. Die Innovationskraft von Unternehmen hängt wiederum maßgeblich von der Kreativität und dem Engagement ihrer Mitarbeitenden ab. Durch Entrepreneurship Education können Schulen dazu beitragen, eine Generation von kreativen und verantwortungsbewussten Unternehmerinnen und Unternehmern hervorzubringen, die innovative Geschäftsmodelle entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Letztlich stärkt die Vermittlung dieser Fähigkeiten nicht nur die Karrierechancen der Einzelnen, sondern auch die deutsche Wirtschaft insgesamt, indem sie auf ein breites Fundament innovativer, unternehmerisch denkender Fachkräfte bauen kann. Mit unternehmerischer Bildung Querschnittskompetenzen fördern Die Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns bei jungen Menschen ist ein entscheidender Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu sichern. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern hinkt Deutschland in der Entrepreneurship Education an Schulen weit zurück. Es gibt keine einheitlichen nationalen oder auch länderspezifischen Definitionen und die strategische Verankerung im bildungspolitischen Kontext ist unzureichend. Eine Vielzahl an Initiativen, Wirtschaftswettbewerben, Planspielen und Schülerfirmenprojekten existieren, werden aber zumeist nur von Gymnasien angenommen. Dabei profitieren Lernende in zahlreicher Hinsicht von unternehmerischer Bildung und einer Gründungsausbildung: So entwickeln sie ein grundlegendes Verständnis ökonomischer Zusammenhänge , Kreativität bei der Entwicklung neuer Ideen und Konzepte sowie Eigeninitiative , um diese Ideen auch aktiv voranzutreiben. Teamfähigkeit spielt eine entscheidende Rolle, denn in der modernen Arbeitswelt sind kollaborative Fähigkeiten unerlässlich. Mut und Durchhaltevermögen sind gefragt, um auch angesichts von Unsicherheiten und Herausforderungen nicht aufzugeben. Selbstständigkeit und die Fähigkeit, mit Unsicherheiten umzugehen , runden das Profil der zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer ab. Diese Kompetenzen sind nicht nur für eine Karriere als Unternehmerin oder Unternehmer von Vorteil, sondern auch in anderen Berufsfeldern wertvoll.

  • Fächerübergreifend
  • Wirtschaft und Finanzen

Unterrichten mit Whiteboards

Dossier

Einführung Das Thema interaktive Whiteboards wird immer wichtiger in Deutschland. Die Ausstattung deutscher Klassenzimmer mit digitalen Tafeln wird durch den DigitalPakt Schule erheblich voran getrieben. Das ist für die einen ein Segen, für die anderen vielleicht ein Fluch – oder zumindest ist es verbunden mit einem Kraftakt, sich mit den digitalen Medien auch in diesem Format anfreunden zu müssen. Dabei bietet der Einsatz interaktiver Tafeln etliche Vorteile wie die zeitsparende Vorbereitung, eine sinnvolle Dokumentation von Inhalten, unterrichtliche Transparenz und nicht zuletzt zahlreiche interaktive Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Andere Länder sind Vorreiter Andere Länder machen es uns vor und haben bereits positive Erfahrungen mit dem Einsatz von interaktiven Tafeln im Unterricht gemacht. Schülerinnen und Schüler zeigen sich motivierter und beteiligen sich plötzlich aktiver am Unterricht. Das Schreiben oder Verschieben bestimmter Text- und Bildelemente an der Tafel macht auf einmal Spaß, und alle wollen gerne mal an das Whiteboard und darauf arbeiten. Auch das Abschreiben von der Tafel fällt plötzlich leichter im Vergleich zu den vergilbten und unleserlichen Projektor-Folien, und sogar die Anzahl der Abschreibfehler geht zurück. Unterrichtsinhalte können auf einmal viel besser mit aktuellen Bildern und Karten veranschaulicht werden, und auch die bereits erstellten Arbeitsblätter und Folien lassen sich nach dem Scannen an der digitalen Tafel weiter verwenden. Hierzulande fehlen Konzepte Viel zu offen, als dass man sie ignorieren könnte, liegen die Vorteile dieses Mediums auf der Hand: Sie bieten Arbeitserleichterung für Lehrerinnen und Lehrer und einen gewaltigen Motivationsschub für die Schülerinnen und Schüler. Die Integration aller bisher separat genutzten Medien und die Speicherung von Lerninhalten sind möglich. Was uns hierzulande noch fehlt, sind einheitliche Konzepte, wie dieses multimediale Medium – und das ist es letztendlich – den Lehrerinnen und Lehrern methodisch und didaktisch sinnvoll näher gebracht werden kann. Solche Hilfen möchten wir sammeln und hier anbieten. Das Themendossier bündelt Fachartikel zum Einsatz von Whiteboards in Unterricht und Lehrerbildung sowie konkrete Unterrichtsvorschläge mit entsprechenden Unterrichtsmaterialien für Whiteboards.

  • Fächerübergreifend
  • Mediennutzung und Medienkompetenz: Produzieren und Präsentieren

Deutschland - einig Vaterland?

Unterrichtseinheit

Als "blühende Landschaften" würden sich die ostdeutschen Bundesländer auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht bezeichnen. Die Euphorie der Wendezeit hat der Ernüchterung Platz gemacht. Diese Unterrichtseinheit vermittelt Jugendlichen die Geschichte des Mauerfalls und beleuchtet den Stand der deutschen Einheit.Den Fall der Mauer 1989 haben heutige Schülergenerationen nicht bewusst erlebt. Die deutsche Einheit ist für sie Realität, der Weg dorthin Geschichte. Mithilfe des Internets recherchieren sie, wie es zur Wiedervereinigung kam und wie es um die innere Einheit bestellt ist. Zum Abschluss können Sie das Phänomen "Ostalgie", den Stand der Einheit oder die Bedeutung des nationalen Feiertags am 3. Oktober diskutieren. Wie gut sie über die DDR informiert sind, können sie spielerisch im Online-Quiz testen.Die Unterrichtseinheit bietet genügend Spielraum, die Arbeitsformen und -aufträge individuell an Ihre Klasse anzupassen. Ob Internetadressen direkt vorgegeben oder frei recherchiert werden, hängt von der zur Verfügung stehenden Zeit und der Internetkompetenz der Klasse ab. Gegebenenfalls können Sie noch Internetadressen zur tagesaktuellen politischen Diskussion am Tag der deutschen Einheit oder zur Ostalgie-Diskussion ergänzen oder austauschen. Wenn Sie kleinschrittiger vorgehen möchten, als es die vorgeschlagenen Arbeitsaufträge tun, können Sie die Arbeitsblätter jederzeit modifizieren. Der Abschluss mit dem Thema Ostalgie verdeutlicht, wie Erinnerungen Geschichtsbilder beeinflussen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass sich Probleme oder Phänomene der Gegenwart mit historischem Wissen erklären lassen. Die Mauer in den Köpfen Einstieg in die Unterrichtseinheit: Interpretation von Karikaturen. Vom Fall der Mauer zur Wiedervereinigung Erarbeitung: Analyse der Ereignisse von 1989 bis 1990. Diskussion: Deutschland - einig Vaterland? Abschlussdiskussion: Was sagt die Ostalgie über die innerdeutsche Einheit? Inhaltliche Lernziele Die Schülerinnen und Schüler sollen die Ursachen und den Verlauf des Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung erarbeiten. innen- und außenpolitische Faktoren der deutschen Einheit erkennen. den Stand der innerdeutschen Einigung reflektieren. Karikaturen als historische Quellengattung beschreiben und interpretieren. Vertragstexte als historische Quellengattung kennen lernen und inhaltlich erschließen. Ziele aus dem Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Recherchemedium nutzen. die Qualität von Internetquellen beurteilen (fakultativ). Arbeitsergebnisse in einer Textdatei festhalten und mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern austauschen. Wissenstests im Internet kennen lernen. Ihre Meinung interessiert uns! Gefallen Ihnen Unterrichtsidee und Art der Aufbereitung? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Einheit im Unterricht gesammelt? Als Einstieg in die Einheit bietet sich die Arbeit mit Karikaturen an. Sie dienen einerseits als Problemaufriss, andererseits als Mittel, die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zum Thema zu klären. Gegebenenfalls können ergänzend aktuelle Umfragen oder Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt werden. Erfahrungsgemäß ist die Berichterstattung zu "einfachen" Jahrestagen allerdings weniger ausgeprägt, als sie es beispielsweise im Jahr 2000 zum 10. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung war. Problemaufriss Zwei ausgewählte Karikaturen aus dem Jahr 1995 bilden den Problemaufriss. Sie thematisieren die Frage, inwieweit sich Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung die ost- und westdeutsche Bevölkerung einander angenähert haben. Um den Schülerinnen und Schülern nicht von vornherein das Entstehungsdatum und die Interpretation vorzugeben, sollten die Karikaturen der Klasse statt per Internet besser auf Folien präsentiert werden. Haus der Geschichte: Geteilt - Vereint. 50 Jahre deutsche Frage in Karikaturen. Die Karikaturen aus dem Jahr 1995 finden Sie oben rechts in der Rubrik 1989-98. Mögliche Leitfragen Die Schülerinnen und Schüler sollen die Karikatur beschreiben, interpretieren und ihr Vorwissen zur dargestellten Problematik einbringen. Folgende Fragen eignen sich zur Analyse der Karikaturen (das Arbeitsblatt finden Sie am Ende dieser Seite): Was stellen die Karikaturen dar? Worauf beziehen sie sich? Wie ist der Titel zu erklären? Aus welchem Jahr könnten die Karikaturen stammen? Welche Karikatur ist in Ost- und welche in Westdeutschland entstanden? Welche Funktion haben Karikaturen allgemein? Hinweise zur Interpretation Die Frage, welche Karikatur aus einer west- und einer ostdeutschen Feder stammt, lässt sich bei der Zeichnung von Horst Haitzinger einfacher beantworten als bei der von Harald Kretzschmar. Haitzinger spielt eindeutig aus westdeutscher Perspektive auf die Finanzspritze für den Aufbau Ost (Stichwort Solidaritätszuschlag) an. Die Schülerinnen und Schüler sollten außerdem den Zeitpunkt der Veröffentlichung einschätzen. Sie werden feststellen, dass die Probleme des deutschen Einigungsprozesses auch sieben Jahre nach Veröffentlichung der Karikaturen (1995) noch aktuell sind. Problemanalyse Anschließend bietet sich ein Brainstorming an, in dem das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler geklärt wird und die Jugendlichen Hypothesen zu möglichen Ursachen für den Stand der innerdeutschen Einigung bilden oder aktuelle Probleme anhand von Zeitungstexten erarbeiten. Über den aktuellen Stand der Entwicklung können Sie sich anhand des "Jahresberichts zum Stand der Deutschen Einheit" informieren, der jährlich von der Bundesregierung herausgegeben wird. Regelmäßig erscheinen zum Jahrestag Artikel und Kommentare in den Medien, die verschiedene Sichtweisen spiegeln (bei den Internetressourcen finden Sie eine Auswahl von Beiträgen, die auch online zur Verfügung stehen, siehe Zusatzinformationen auf der Startseite der Unterrichtseinheit). Hier ist eine individuelle Auswahl durch die Lehrkraft möglich. Die Erarbeitung des Jahresberichts muss in jedem Fall arbeitsteilig erfolgen, auch die Gegenüberstellung von Artikeln und Kommentaren kann in Gruppenarbeit erfolgen. Wie ist der Stand der deutschen Einheit heute? Was sind die Ursachen für diese Situation? Hat sich die Sichtweise zum Stand der deutschen Einheit in den vergangenen Jahren verändert? Wie gut kennt ihr die neuen beziehungsweise die alten Bundesländer? Habt ihr persönlich eine "Mauer in den Köpfen"? Internetquellen Abgesehen von der Arbeit mit den unten angegebenen Internetartikeln ist es möglich, die Schülerinnen und Schüler in den Onlineportalen von Zeitungen ihrer Wahl suchen zu lassen. Viele Verlage sind jedoch dazu übergegangen, ältere Artikel aus dem Archiv nur gegen eine Gebühr zur Verfügung zu stellen. Bundespraesident.de: Köhler würdigt Tag der Deutschen Einheit Zum 15. Jahrestag der Deutschen Einheit erschien in der Schweriner Volkszeitung ein Beitrag des Bundespräsidenten, der die Errungenschaften und Probleme der Einheit beleuchtet. Jahresbericht 2005 zum Stand der Deutschen Einheit Seit 1999 erscheint jährlich ein Bericht zum Stand der deutschen Einheit, der auch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Zum historischen Hintergrund Unter Michail Gorbatschow kam es zu umfassenden Reformen in der UdSSR. Ungarn nutzte als erstes Land die neue Freiheit und öffnete im Mai 1989 seine Grenze nach Westen. Das Land wurde in kürzester Zeit zur Durchgangsstation für DDR-Bürger, die in die BRD ausreisen wollten. Gleichzeitig wuchs in der DDR der Protest der Zurückgebliebenen gegen das SED-Regime. Unter dem wachsenden Druck sah sich das Politbüro zu Reaktionen genötigt. Die Ereignisse überschlugen sich und am 9. November 1989 fiel die Mauer in Berlin. Die Volkskammerwahl im März 1990 zeigte den deutlichen Wunsch der DDR-Bevölkerung nach Wiedervereinigung. Der Zwei-Plus-Vier-Vertrag und der Einigungsvertrag besiegelten schließlich den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes am 3. Oktober 1990. Zur Auswahl der Internetangebote Bei der Eingabe der Suchworte "9. November 1989" oder "Deutsche Einheit" verweisen die Fundstellen auf viele private Homepages, deren Inhalte sehr unterschiedlich sind. Um auf die Angebote von Museen oder Medien zu stoßen, bedarf es einer längeren Suche. Um Zeit zu sparen, werden in dieser Unterrichtseinheit daher einige zentrale Websites vorgegeben. Je nach Zeitumfang können Sie Ihre Schülerinnen und Schüler aber auch frei im Internet recherchieren lassen. Es empfiehlt sich dann, in einem Zwischenschritt die Internetadressen zusammenzutragen, die sich für die Recherche zu dem vorgegebenen Thema besonders eignen. Anhand zuvor gesammelter Kriterien für die Qualität und Glaubwürdigkeit von Internetquellen sollte die Klasse ihre Internetfunde bewerten. Mit der Liste ihrer Ergebnisse können die Schülerinnen und Schüler dann an die Recherche zur Bearbeitung ihrer Aufgaben gehen. Internetquellen bewerten lernen Mehr zur kritischen Beurteilung von Internetquellen erfahren Sie in der Unterrichtseinheit "Kritischer Umgang mit dem Internet" im Unterkapitel "Honecker im Internet" und auf dem dazugehörigen Arbeitsblatt. Wechsel zwischen Einzel- und Gruppenarbeit Die Grundlagen, das heißt die Chronologie der wichtigsten Ereignisse, sollten die Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Partnerarbeit erarbeiten. Anschließend bietet es sich an, Kleingruppen zu bilden, die arbeitsteilig recherchieren und ihre Ergebnisse abschließend zusammentragen. Der Rückblick auf den Bau der Mauer im August 1961 ist fakultativ und hängt vom Vorwissen der Schülerinnen und Schüler ab. Mögliche Fragen für die Kleingruppen sind: Welche innenpolitischen Faktoren trugen zum Fall der Mauer bei? Welche außenpolitischen Faktoren trugen zum Fall der Mauer bei? Wie reagierte das Ausland auf den Fall der Mauer? Warum war keine rein innerdeutsche Regelung möglich? Was waren die Ursachen und Ziele des Mauerbaus 1961? Wie verlief der Mauerbau? (fakultativ) Bei der anschließenden Erarbeitung der Verträge zur Wiedervereinigung ist es möglich, arbeitsteilig von einer Hälfte der Klasse das Zehn-Punkte-Programm und von der anderen Hälfte den Zwei-Plus-Vier-Vertrag erarbeiten zu lassen. Anschließend untersuchen die Schülerinnen und Schüler, inwieweit Übereinstimmungen zwischen den zwei Dokumenten bestehen. Ergebnisse als Word Dokument Jede Gruppe fasst ihre Ergebnisse mit einem Textverarbeitungsprogramm wie Word zusammen. Sie trägt ihre Ergebnisse anschließend vor der Klasse vor und stellt den Mitschülerinnen und Mitschülern das erarbeitete Thesenpapier mit den wichtigsten Fakten zur Verfügung. Für die Internetrecherche Hier eine Auswahl empfehlenswerter Internetadressen. Ausführliche Informationen erhalten Sie dazu in der Rubrik "Zusatzinformationen" auf der Startseite der Unterrichtseinheit. Die Ostalgie-Shows verschiedener Fernsehsender haben 2003 eine Debatte über die Darstellung der DDR in den Medien und über die ostdeutsche Erinnerungskultur ausgelöst. Wenn die Klasse im Unterrichtsgespräch die Rolle des Volkes bei den Umwälzungen in der DDR und die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Wiedervereinigung diskutiert, könnte auch das Schlagwort "Ostalgie" fallen. Womöglich haben einige Schülerinnen und Schüler einige DDR-Shows im Fernsehen gesehen. Im Unterrichtsgespräch lassen sich allgemeine Fragestellungen zur Ostalgie aufgreifen und die Inhalte dieser Sendungen skizzieren. Was versteht man unter "Ostalgie"? Wie ist dieses Wort entstanden? Wie erklärt ihr euch das Phänomen Ostalgie? Ist Ostalgie auch heute noch zu beobachten? Gibt es auch eine "Westalgie"? Wie lässt sich das erklären? Was vermittelten DDR-Shows über die DDR und was nicht? Was fällt bei den Darstellungsweisen der Shows auf? Wie beurteilt ihr diese Shows? Wie erklärt ihr euch die vermeintliche Ostalgie in den neuen Bundesländern? Sollten die Schülerinnen und Schüler zu wenig über die Sendeformate und das Thema Ostalgie wissen, können sie sich anhand der folgenden Internetquellen informieren: Ende 2004 überlegte die Bundesregierung kurzfristig, den Nationalfeiertag auf einen Sonntag zu verschieben, um die Konjunktur durch das Streichen eines arbeitsfreien Tag anzukurbeln. Der Aufschrei war groß. Die Deutschen in Ost und West waren sich einig, dass der Nationalfeiertag nicht zu einer wirtschaftspolitischen Verschiebemasse degradiert werden dürfe. Die Bedeutung des 3. Oktober, seine Gestaltung, aber auch die Bedeutung von Nationalfeiertagen für die Erinnerungskultur, bieten Diskussionsstoff für den Unterricht. Mögliche Fragen: Warum wird der "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober gefeiert? Warum wurde nicht der 9. November, der Tag des Mauerfalls, als Datum für den Nationalfeiertag festgesetzt? Wie wird der 3. Oktober in Deutschland gefeiert? Wie ist die Regelung zu erklären, dass die offiziellen Feiern zum Jahrestag nicht jedes Jahr in Berlin stattfinden? Ist es wichtig, den Tag der Deutschen Einheit an einem feststehenden Datum (dem 3. Oktober) zu feiern? Welche Bedeutung haben Nationalfeiertage für eine Nation? Wird ihre Wirkung überschätzt? Umfragen und Meinungsbilder im Vergleich Anhand verschiedener Umfrageergebnisse oder Meinungsbilder in den Medien lässt sich einschätzen, wie es um den Stand der innerdeutschen Einheit bestellt ist. Umfangreiche Umfragen wurden im Jahr 2000 zum 10. Jahrestag der deutschen Einheit veröffentlicht. Wenn Sie nach dem aktuellen Jahrestag im Internet recherchieren, finden Sie abgesehen von den unten angegebenen Linktipps wahrscheinlich noch weitere Artikel im Netz. Die Schülerinnen und Schüler können die Umfragen, Stellungsnahmen und Kommentare analysieren, indem sie die Hauptaussagen zusammenfassen, in Bezug zur allgemeinen politischen Entwicklung setzen und die Positionen diskutieren. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings immer die jeweilige Fragestellung einer Umfrage, die unterschiedliche Aspekte der Einheit in den Vordergrund stellen kann. Um die diachrone Perspektive zu berücksichtigen, lassen sich die Umfrageergebnisse oder Stellungnahmen aus verschiedenen Jahren vergleichen. Entwicklungen, Probleme und Positionen Bei der arbeitsteiligen Analyse der verschiedenen Standpunkte ergibt sich ein Mosaik der Positionen, aber auch der positiven Entwicklungen und der Probleme der deutschen Einheit. Tragen die einzelnen Kleingruppen ihre Ergebnisse zusammen, bietet sich der Rückbezug auf den offiziellen Bericht zum Stand der Deutschen Einheit oder auf den Beitrag des Bundespräsidenten zum Jahrestag 2005 an (siehe Einstieg). Denn vor der Hintergrund der erarbeiteten Fakten und Argumente fällt es den Schülerinnen und Schülern womöglich leichter, zu den offiziellen Stellungnahmen Position zu beziehen. Die Geschichte der DDR wird nach neuesten Untersuchungen in der Schule eher vernachlässigt. Besonders aufschlussreich dürfte es daher für Schülerinnen und Schüler in den alten Bundesländern sein, ihr Allgemeinwissen über die DDR zu testen. Was wissen sie selbst über den Staat, die Geschichte und den Alltag im sozialistischen Deutschland? Haben sie sich mit dem, was für viele Ostdeutsche nur noch Erinnerung ist, einmal selbst auseinandergesetzt? Stern: Kennen Sie noch das rote Deutschland? Zwölf Fragen zu Politik und Alltag in der DDR.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Instagram-Projekt: Deutsche Einheit erlebbar machen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit bearbeitet die deutsche Einheit aus interkultureller Perspektive und setzt sich mit Geschichtsvermittlung in den Sozialen Medien auseinander. Schülerinnen und Schüler entwickeln eigenständig Social Media Content zum Thema deutsche Einheit mithilfe des Angebots "Deutsche Einheit interkulturell". Die Umbrüche 1989/90 veränderten nicht nur das Leben von Ost- und Westdeutschen, sondern auch das von Eingewanderte und deren Nachkommen. Die Website www.einheit-interkulturell.de bietet Videos und interaktive Materialien zur Geschichte der beiden deutschen Staaten und berücksichtigt dabei die vielfältigen, interkulturellen Sichtweisen der Menschen. In insgesamt elf Modulen und drei Modulen in Einfacher Sprache wird die Geschichte vor und nach 1990 mit Fokus auf der Migrations- und Integrationsgeschichte der beiden deutschen Staaten thematisiert. Aufbauend auf den Inhalten des Angebots "Deutsche Einheit interkulturell" setzten Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit ein eigenes Projekt um, in dem sie sich unter anderem mit der deutschen Einheit auseinandersetzen und eigene Instagram-Postings entwickeln. Inhalt Im Rahmen einer Unterrichtseinheit (zwei Doppelstunden) setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst aktiv mit Instagram als Instrument der Vermittlung historischer Themen auseinander und werden in ihrer Mediennutzung und -kompetenz gestärkt. Sie sollen zur Auseinandersetzung mit Informationen, Fragen und Meinungen/Perspektiven befähigt werden. Um die Schülerinnen und Schüler dahingehend zu aktivieren, beinhaltet die Unterrichtseinheit eine umfassende eigenständige Erarbeitungsphase, in der sie eigene Inhalte in Form von Postings entwerfen und umsetzten, die auch auf dem eigenen Schulauftritt veröffentlicht werden können. Vorkenntnisse Das Angebot "Deutsche Einheit interkulturell" vertieft die politischen, historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den 1980er- und 1990er-Jahren und legt hier einen Schwerpunkt auf einen interkulturellen Zugang. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich bereits im Geschichtsunterricht mit dem Thema der deutsch-deutschen Teilung und der Ereignisgeschichte des Mauerfalls und den Entwicklungen der deutschen Einheit auseinandergesetzt haben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit den historischen und politischen Entwicklungen zum Mauerfall und der deutschen Einheit auseinander. sind in der Lage, Vorgeschichte und historische Entwicklungen zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung beider deutschen Staaten nachzuvollziehen. erkennen die historische Bedeutung der Epochenwende von 1989/1990 und verstehen, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen hierzu gibt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Chancen und Herausforderungen der Sozialen Medien in Bezug auf Informationen und Desinformationen. identifizieren Merkmale von Fake News und erarbeiten Regeln zu deren Enttarnung. nehmen wahr, wie historische Narration in persönlichen Geschichten und mediales Storytelling konstruiert werden kann und üben sich darin, Geschichtserzählungen zu dekonstruieren (historische Methodenkompetenz). recherchieren eigenständig auf einer Website zum Thema und nutzen schriftliche, bildhafte und audiovisuelle Quellen zum Zeitgeschehen. üben ein, umfassende Informationen in wenigen Worten zusammenzufassen und wesentliche Inhalte zum Verständnis festzuhalten und interpretieren schriftliche, bildhafte und audiovisuelle Quellen zum Zeitgeschehen. erstellen eigene Postings in verschiedenen Formaten aus verschiedenen Perspektiven, bei dem sie Zeitzeugenaussagen und ihr eigenes Fachwissen verwerten. üben ein, umfassende Informationen in wenigen Worten zusammenzufassen und die wesentlichen Inhalte zum Verständnis zu erfassen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihr Empathievermögen durch die Übernahme anderer Perspektiven. arbeiten kooperativ in einer Gruppe, um eigene Postings zu erstellen. stärken in der gemeinsamen Erarbeitung ihre Teamfähigkeit und üben sich im sachlichen und konstruktiven Diskutieren in einer Gruppe. reflektieren, dass historische Ereignisse von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund unterschiedlich rezipiert werden.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Deutsche Einheit 1989/1990

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Die deutsche Einheit" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Prozess der Wiedervereinigung. Alljährlich am 3. Oktober wird die Deutsche Einheit gefeiert. Dabei werden die Ereignisse, die zur Grenzöffnung führten, ebenso kontrovers diskutiert wie die Entwicklung von der Öffnung der Grenze bis hin zur Wiedervereinigung. War der Mauerfall die Folge eines Versprechers? War mit ihm der Weg zur Einheit des zweigeteilten Deutschlands vorgezeichnet?Auf einer Pressekonferenz, die direkt vom Fernsehen übertragen wurde, verlas SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski als Antwort auf eine Frage zur neuen Ausreiseregelung einen Beschluss des Ministerrates: "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt." Auf die Nachfrage eines Journalisten, ab wann dies in Kraft trete, antwortete Schabowski etwas verwirrt "sofort, unverzüglich". Diese Meldung löste eine Kettenreaktion aus, in kürzester Zeit verbreiteten sich Gerüchte, die Grenzübergänge zwischen DDR und BRD seien nicht mehr geschlossen. Auch westliche Medien berichteten, die DDR habe die Grenze geöffnet. Tausende Ost-Berliner machten sich auf den Weg zu Grenzübergängen, wo die Grenzwachen überrascht und ratlos waren. Der Ansturm der Menschen wurde schnell so groß, dass die Grenzsoldaten schließlich auf jegliche Kontrolle verzichteten und die Kontrollpunkte öffneten. Damit war die Mauer faktisch gefallen. Schritte zur Wiedervereinigung Mit der Wiedervereinigung Deutschlands werden heutzutage hauptsächlich zwei Daten in Verbindung gebracht: Der 9. November 1989 und der 3. Oktober 1990. Dass aber die Öffnung der Grenzen im Herbst 1989 nicht zwangsläufig zur deutschen Wiedervereinigung geführt hat und welche einzelnen Schritte hierzu erst beitrugen, ist vielen Schülerinnen und Schülern gar nicht bewusst. Didaktisch-methodische Hinweise zur Unterrichtseinheit "Deutsche Einheit" In der Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass es im Wiedervereinigungs-Prozess auch Alternativen zum 3. Oktober 1990 gab. Inhaltliche Aspekte Die Wiedervereinigung wird zur ernsthaften Option Nach der Grenzöffnung verließen tausende Menschen die DDR, die wirtschaftlich vor dem Kollaps stand. Zudem forderten immer mehr Menschen auf den Montagsdemonstrationen neben Demokratisierung und Reformen auch die deutsche Wiedervereinigung. Die Lösung der deutschen Frage lag jedoch nicht nur in deutscher Hand, sondern war wesentlich an die internationalen Bedingungen gebunden. Für den weiteren Verlauf waren insbesondere die Reaktionen der USA und der Sowjetunion (SU) entscheidend. Inhaltliche Aspekte zur Unterrichtseinheit "Deutsche Einheit" Neben den deutschen Verhandlungspartnern waren die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs maßgeblich an der Ausgestaltung der Einheit beteiligt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren die Darstellung eines historischen Ereignisses in einem populären Magazin und nehmen dazu begründet Stellung. erarbeiten die Ursachen der Öffnung der Grenzen am 9. November 1989. diskutieren die Realisierungsmöglichkeiten verschiedener Zukunftsvorschläge für die DDR. reflektieren, warum sich Hans Modrows Idee einer Vertragsgemeinschaft nicht umsetzen ließ. erarbeiten die Vorstellungen Helmut Kohls zur Überwindung der deutschen Teilung. erarbeiten die Zielsetzungen der Parteien für die DDR-Volkskammerwahlen 1990 und erklären das Wahlergebnis sowie dessen Bedeutung für die Gestaltung der Deutschen Einheit. erkennen innen- und außenpolitische Faktoren der Deutschen Einheit. führen ein fiktives Rollenspiel durch, indem sie die Positionen Frankreichs, Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion (SU) zur deutschen Wiedervereinigung erarbeiten, die jeweiligen Argumente anführen und auf die Argumente der übrigen Beteiligten eingehen. erläutern, welche alliierten Positionen sich bezüglich der Wiedervereinigung durchsetzen konnten. erörtern die Bedeutung des sogenannten "Zwei-plus-Vier-Vertrages" für die Wiedervereinigung. beurteilen die Wirtschafts- und Währungsunion unter der Fragestellung, ob es sich hierbei um die vorgezogene Einheit handelte. erörtern unterschiedliche verfassungsrechtliche Möglichkeiten der Wiedervereinigung. bewerten verschiedene Begriffsbezeichnungen bezüglich der historischen Ereignisse von 1989/1990. analysieren, welches Bild der historischen Ereignisse in einer Ausstellung vermittelt wird. entwickeln ein eigenes Ausstellungskonzept für die historischen Ereignisse von 1989/1990. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler führen eine Internetrecherche durch, beurteilen die Qualität von Websites und wählen geeignete Websites zur Informationsentnahme aus. gestalten eine eigene Website informativ und übersichtlich. stellen Informationen mit Hilfe eines Zeitstrahls übersichtlich und sachlich richtig dar. legen ein Wiki an, indem sie eigene Texte schreiben sowie Verbesserungen für fremde Textpassagen entwickeln, fehlerhafte Informationen verbessern und fehlende Informationen ergänzen. analysieren Karikaturen und interpretieren diese kontextgebunden. nutzen die Chatfunktion als Diskussionsmöglichkeit. formulieren alliierte Positionen zur Wiedervereinigung Deutschlands als Blogeintrag. Lindner, Bernd Die Demokratische Revolution in der DDR 1989/1990, Bonn 2010. Rödder, Andreas Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, Bonn 2009. Kowalczuk, Ilko-Sascha Endspiel. Die Revolution 1989 in der DDR, Bonn 2009. Die Wiedervereinigung wird zur ernsthaften Option Nach der Grenzöffnung verließen tausende Menschen die DDR, die wirtschaftlich vor dem Kollaps stand. Zudem forderten immer mehr Menschen auf den Montagsdemonstrationen neben Demokratisierung und Reformen auch die deutsche Wiedervereinigung. Die Lösung der deutsch-deutschen Frage lag jedoch nicht nur in deutscher Hand, sondern war wesentlich an die internationalen Bedingungen gebunden. Für den weiteren Verlauf waren insbesondere die Reaktionen der USA und der Sowjetunion (SU) entscheidend. Das Zehn-Punkte-Programm Die USA befürworteten von Beginn an eine deutsche Einheit auf Grundlage der westlichen Werte. Die Bundesrepublik forderte daraufhin einen Systemwechsel aus einer Position der Stärke heraus. Helmut Kohl formulierte in einem 10-Punkte-Programm das Ziel, die Teilung Deutschlands und Europas zu überwinden. Während seine Initiative vielen europäischen Kollegen und zunächst auch Michail Gorbatschow zu schnell ging, beschleunigte sich der Prozess der Auflösung der DDR noch weiter. Entscheidende Impulse gab es dann im Februar 1990: Kohl schlug dem DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow die Schaffung einer Währungs- und Wirtschaftsunion vor, und Gorbatschow gab sein grundsätzliches Einverständnis zur Schaffung einer deutschen Einheit. Die Positionen Großbritanniens und Frankreichs In Großbritannien und Frankreich gab es hingegen Vorbehalte gegenüber einer deutschen Einheit: Vielfach wurde das Schreckgespenst eines "Vierten Reiches", eines zu mächtigen wiedervereinten Deutschlands, beschworen. Besonders die britische Premierministerin Margaret Thatcher lehnte eine geballte deutsche Macht in der Mitte Europas ab. Amerikanisch-sowjetische Gipfeltreffen Am 5. Mai 1990 fand das erste Treffen der Außenminister im Rahmen der "Zwei-plus-Vier"-Verhandlungen statt. Es folgten Gipfeltreffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten George Bush senior und Gorbatschow. Am 7. Juni 1990 erklärten die Warschauer-Pakt-Staaten das Ende der ideologischen Konfrontation zwischen Ost und West. Seit dem 1. Juli 1990 war die Deutsche Mark allein gültige Währung in der DDR. Die Volkskammer beschloss am 23. Juli den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland zum 3. Oktober 1990. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag Fünf Wochen später kam es zur Unterzeichnung des zweiten innerdeutschen Staatsvertrages, des "Einigungsvertrages". Die parallel laufenden "Zwei-plus-Vier"-Verhandlungen konnten am 12. September 1990 beendet werden. In Moskau wurde der "Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland" unterzeichnet. Er beendete die Rechte und Verantwortlichkeiten der alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkriegs gegenüber der Bundesrepublik Deutschland. Die Unterzeichnung des Vertragswerkes markierte das Ende der Nachkriegszeit. Innere Reformen statt Wiedervereinigung? Doch so zwangsläufig wie diese Entwicklung im Rückblick zunächst erscheint, war sie nicht. Vor allem seitens der DDR wurden Überlegungen zu Reformen angestellt, um eine demokratische Variante der DDR zu schaffen und als gleichberechtigter Partner neben der BRD zu existieren. Auch als sich der Wiedervereinigungsgedanke allmählich durchsetzte, war es noch lange nicht klar, dass die Wiedervereinigung durch Artikel 23 des Grundgesetzes ("Beitrittsartikel") vollzogen werden würde. Eine Wiedervereinigung durch Schaffung einer neuen Verfassung wurde ebenfalls diskutiert. Schritte zur Wiedervereinigung im Fokus des Unterrichts Welche Schritte auf dem Weg zur Wiedervereinigung schließlich vollzogen wurden, welche Relevanz sie jeweils für die Wiedervereinigung hatten und welche Alternativen es gegeben hätte, wird in dieser Unterrichtseinheit erarbeitet. Der 9. November 1989 führte nicht zwangsläufig zum 3. Oktober 1990 Mit der Wiedervereinigung Deutschlands werden heutzutage hauptsächlich zwei Daten in Verbindung gebracht: Der 9. November 1989 und der 3. Oktober 1990. Dass aber die Öffnung der Grenzen im Herbst 1989 nicht zwangsläufig zur deutschen Wiedervereinigung geführt hat und welche einzelnen Schritte hierzu erst beitrugen, ist vielen Schülerinnen und Schülern gar nicht bewusst. Dabei können sie durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen von 1989/1990 erkennen, dass es durchaus Bemühungen gab, die DDR zu reformieren, aber als Staat beizubehalten. Vor allem die wirtschaftliche Talfahrt der DDR und die hohe Attraktivität der Bundesrepublik führten dann zu einer Massenflucht aus der DDR und zu einem Erstarken des Wiedervereinigungsgedankens. Der internationale Kontext der Deutschen Einheit Dabei muss jedoch bedacht werden, welche Bedeutung die alliierten Positionen zu einem vereinten Deutschland für den Wiedervereinigungsprozess hatten. Die Schülerinnen und Schüler können durch die Erarbeitung dieser Positionen erkennen, dass mit dem "Zwei-plus-Vier-Vertrag" erst 1990 eine abschließende Friedensregelung zwischen Deutschland, den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs sowie dritten Staaten (Polen) gefunden wurde. Die Nachkriegszeit wurde durch den Vertrag somit zwar beendet, zu diesem Zeitpunkt aber noch keineswegs überwunden, da ein mächtiges Deutschland nach wie vor Ängste hervorrief. Didaktische Vorüberlegungen Relevanz für heutige Schülergenerationen Hierdurch können die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass historische Bewertungen auch für aktuelle Entscheidungen relevant sind und lange Zeiträume einerseits überdauern (Großbritannien, Frankreich), sich andererseits aber auch weiterentwickeln können (SU). Zudem wird durch eine Behandlung der Ereignisse von 1989/1990 deutlich, dass es sich bei Geschichte keineswegs um "zwangsläufige" Entwicklungen oder Kausalketten handelt, sondern immer auch mehrere Handlungsoptionen bestehen. Aus der Geschichte lernen Die Revolutionen in den afrikanischen und arabischen Ländern 2011 wurden vielfach mit den Vorgängen 1989 in der DDR verglichen. Die Entwicklungen in Ländern wie Tunesien oder Libyen zeigen allerdings, dass der Sturz einer Diktatur nicht zwangsläufig zu Reformen und Demokratie führen muss. Aus diesem Grund ist ein Blick in die eigene Geschichte äußerst lohnenswert, um zu erörtern, welche Schritte zu einem Gelingen dieser Prozesse beitragen. Dabei müssen nicht nur die tatsächlich umgesetzten Ideen in den Blick genommen, auch aus verworfenen Vorschlägen können wichtige Erkenntnisse gezogen werden. Die Deutsche Einheit als Teil der deutschen Identität Zudem prägte der Gedanke der Wiedervereinigung die deutsche Bevölkerung in Ost und West auch durch die Teilung hindurch und zählt zum deutschen Selbstverständnis sowie der deutschen Identität. Der Tag der Wiedervereinigung wurde 1990 zum Nationalfeiertag erklärt und verdeutlicht die herausragende Stellung dieses Ereignisses. Heutige Schülerinnen und Schüler sollten sich daher mit den Ereignissen auseinandersetzen, die zur Erreichung dieses Ziels führten. Einführung: Ein Versprecher, der zur Einheit führte? "Der Irrtum, der zur Einheit führte - Wie es zum Fall der Berliner Mauer kam": Ausgehend vom "Spiegel"-Titelthema (2. November 2009) sollen die Schülerinnen und Schüler wiederholen, was sich am 9. November 1989 ereignete und sich anschließend zur "Spiegel"-Berichterstattung positionieren. Erweitert und vertieft werden kann diese Thematik, indem die Schülerinnen und Schüler auch Positionen von Politikern und Historikern miteinbeziehen. Erarbeitung 1: Entwicklungsperspektiven In einem weiteren Modul sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Umbruchprozessen in der DDR nach dem "Fall der Mauer" beschäftigen. Zum einen stellen sie die Aufrufe "Für unser Land" (Künstler & Intellektuelle, 26.11.1989) und "Für die Menschen in unserem Land" (Plauener "Initiative zur demokratischen Umgestaltung", 28.11.1989) gegenüber, zum anderen Modrows Idee einer Vertragsgemeinschaft und Kohls 10-Punkte-Progamm. Hieran soll erarbeitet werden, wie die Idee der Wiedervereinigung immer mehr Anhänger fand. In diesem Sinne werden auch die Ergebnisse der Volkskammerwahlen in der DDR (18.3.1990) untersucht: Wie sahen die Programme der Parteien aus, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es und wie ist vor diesem Hintergrund das Wahlergebnis zu erklären? Vertiefung: Ansichten zur deutschen Wiedervereinigung im Ausland Die deutsche Wiedervereinigung wäre ohne die Zustimmung im Ausland, allen voran der Alliierten, nicht möglich gewesen. Von zentraler Bedeutung sind daher die Verhandlungen im Rahmen des sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrages. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Positionen Frankreichs, Großbritanniens, der Sowjetunion und der USA zu einer möglichen Wiedervereinigung und führen sie in einem fiktiven Rollenspiel zusammen. Anschließend werden die Positionen der beteiligten Länder sowie die Bedeutung des Vertrages reflektiert. Erarbeitung 2: Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiedervereinigung war die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, die am 1. Juli 1990 in Kraft trat. Neben den Bestimmungen beleuchten die Schülerinnen und Schüler auch die Bedeutung dieses Vertrages für den Wiedervereinigungsprozess. Abschließend betrachten sie den Einigungsvertrag vom 31. August 1990. Die Vereinigung war wirtschaftlich, sozial und verfassungsrechtlich ein Beitritt und Ostdeutschland das "Beitrittsgebiet". Die Schülerinnen und Schüler diskutieren, ob und warum die Wiedervereinigung durch einen Beitritt vollzogen und beispielsweise keine neue Verfassung geschaffen wurde, was ebenfalls als Möglichkeit in Betracht gezogen worden war. Ausgehend von der Wiedervereinigung durch Beitritt thematisieren die Schülerinnen und Schüler zudem mögliche Schwierigkeiten für die innere Einheit "in den Köpfen". Vertiefung: Bewertung der Ereignisse Das letzte Modul sieht eine abschließende Diskussion der historischen Ereignisse vor: Welcher der Begriffe "Zusammenbruch", "Implosion", "Umbruch", "Putsch", "Revolution", "Konterrevolution" und "Wende" trifft die historischen Ereignisse in der DDR 1989/1990 eigentlich am besten? Welche Bedeutung haben die Begriffe und welche Deutungen der Prozesse in der DDR stecken jeweils dahinter? Je nach Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler kann an dieser Stelle ein Rückgriff auf die Ereignisse des Herbstes 1989 bis zum 9. November 1989 erfolgen. Konzeption der Gedenkstätte hinterfragen Als Abschluss und Höhepunkt der Unterrichtseinheit bietet sich eine Exkursion zur Gedenkstätte "Deutsche Teilung" in Marienborn an. In diesem Rahmen besuchen die Schülerinnen und Schüler die Dauerausstellung zu den Ereignissen 1989/1990. Sie erörtern abschließend, welches Bild der historischen Ereignisse in der Dauerausstellung vermittelt wird und welcher der zuvor analysierten Begriffe hierfür am ehesten zutrifft. Weiterführend kann dann eine kurze Konzeption für eine eigene Ausstellung zu den historischen Ereignissen 1989/1990 entwickelt werden. Variable Einsatzmöglichkeiten Generell gilt: Nicht alle Arbeitsblätter müssen behandelt werden und auch nicht zwingend in der angegebenen Reihenfolge. Ebenso müssen nicht alle Arbeitsanregungen aufgegriffen werden, es können auch einzelne Aufgaben herausgegriffen werden. Die meisten Arbeitsaufträge können sowohl in Einzel- als auch Partnerarbeit erarbeitet werden, wobei eine Diskussion von mindestens zwei Schülern in der Regel sinnvoller ist, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Curriculare Bezüge Grundkenntnisse sind wichtig Die Unterrichtseinheit ist für eine Erarbeitung in der Sekundarstufe 2 konzipiert. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse zur Geschichte nach 1945, die in einem chronologischen Durchgang in der Sekundarstufe 1 erworben wurden. Lindner, Bernd Die Demokratische Revolution in der DDR 1989/1990, Bonn 2010. Rödder, Andreas Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, Bonn 2009. Kowalczuk, Ilko-Sascha Endspiel. Die Revolution 1989 in der DDR, Bonn 2009.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe II

Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert

Unterrichtseinheit

In dieser Einheit lernen die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Aufgabenstellungen Aspekte der Lyrik, wie beispielsweise Reimschemata einmal anders kennen. Sie vergleichen verschiedene Formen der Lyrik miteinander, suchen und finden Lyrik im Alltag und dichten schließlich selber: Mit eigenen Gedichten, Raps, Slam-Poetry-Texten oder Werbeslogans verleihen sie ihrer Meinung zu aktuellen Umweltthemen Ausdruck. Jugendliche und Kinder demonstrieren bei Fridays for Future für eine bessere Zukunft und mehr Nachhaltigkeit. Umweltthemen sind allgegenwärtig. Hier setzt die Unterrichtseinheit "Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert" für den Deutschunterricht von OroVerde an. Die Thematik " Regenwald-Lyrik " ist in insgesamt vier Einheiten eingeteilt. Beispielhaft wird die erste Einheit " Lyrik zum Anfassen " als Einstieg präsentiert. Ziel dieser Einheit ist es, dass Schülerinnen und Schüler die Lyrik als Stilrichtung kennenlernen und zudem erfahren, wer Zielgruppe der Lyrik ist. Dabei wird auch auf den geschichtlichen Hintergrund eingegangen. Verschiedene bekannte Vertreterinnen und Vertreter werden dabei vorgestellt. Durch das Erstellen japanischer Haikus haben die Lernenden zudem die Möglichkeit, selbst ein kurzes lyrisches Werk zu erstellen. Bei der Umsetzung helfen die Arbeitsblätter (siehe Downloads). Ergänzend dazu bietet der Auszug aus dem Lehrer-Heft weitere Anregungen für die Durchführung der Einheit. Die Unterrichtseinheit "Regenwald-Lyrik – wie Sprache die Welt verändert" holt Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in den Deutschunterricht und ermöglicht damit einen aktuellen und alltagsnahen Sprachunterricht. Das Materialpaket bietet Schülerinnen und Schüler neben dem Einstieg "Lyrik zum Anfassen" noch drei weitere Einheiten, die zum Dichten anregen und mündet in einem Lyrik Wettbewerb , bei dem die selbstgedichtete Lyrik kreativ aufbereitet und präsentiert werden kann. Zudem werden die Fragen behandelt, wie wir Lyrik eigentlich wahrnehmen und wie sie heute gestaltet sein muss, damit wir sie besser wahrnehmen können. Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit können mit aktuellen Ereignissen verknüpft in den Deutschunterricht einfließen. Sie dienen als Fundament, um auf kreative Weise selbst zu dichten. Zudem wird die Möglichkeit geboten, moderne Ausdrucksformen der Dichtung kennenzulernen. Mit der Einheit wird eine kreative Bearbeitung von Gedichten ermöglicht und ein Grundstein zur eigenständigen Erstellung von "Regenwald-Lyrik" in all ihren Formen gelegt. Spezielle Vorkenntnisse bei den Schülerinnen und Schülern sind für diese Unterrichtseinheit nicht erforderlich. Zur Bearbeitung der Einheit empfiehlt es sich jedoch vorab Gedichte mit Umweltbezug zu recherchieren, die die Schülerinnen und Schüler anschließend zur Gestaltung nutzen können. Über die japanischen Haikus haben die Lernenden zudem die Möglichkeit, eigenständig ein erstes lyrisches Werk zu erstellen. Dabei erkennen sie, dass es viele verschiedene Formen der Lyrik gibt. Durch die Methode der Interlinearkommentare werden die Schülerinnen und Schüler außerdem zur Auseinandersetzung mit dem Inhalt und der äußeren Form eines Gedichts angeregt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verknüpfen Lyrik mit Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit. lernen moderne und auf den Regenwald bezogene Ausdrucksformen der Lyrik kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten anhand von Gruppenarbeiten komplexe Themenbereiche. lernen ihre Meinungen und Standpunkte mit Sprache zum Ausdruck zu bringen. erarbeiten kooperativ lyrische Texte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse zielgruppengerecht mit geeigneten Medien und Darstellungsformen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Orientierung in der Stadt

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit für das Fach "Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache" zum Thema "Orientierung in der Stadt" soll Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln selbstständig in einer Stadt bewegen zu können. Die Einheit findet im Klassenraum statt.Jugendliche, die noch nicht lange in Deutschland leben, lernen mit dieser Einheit Verkehrsmittel kennen. Sie lernen, Stadtpläne und Liniennetze zu lesen und sich anhand von schriftlichem Material zu orientieren. Außerdem üben sie, nach dem Weg zu fragen und anderen Wege zu erklären. Ziel der Einheit ist es, die Schülerinnen und Schüler zu ermächtigen, selbstständig Wege zu finden und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Das Thema "Orientierung in der Stadt" im Unterricht Das Thema "Orientierung in der Stadt" spielt für das Allgemeinwissen und die Handlungsfähigkeit von Jugendlichen in Übergangsklassen eine große Rolle. Die Erkenntnis, dass Informationen zur Orientierung schriftlich für alle verfügbar ist, die die entsprechenden Pläne lesen können, trägt zum "Empowerment" bei und fördert die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler. Die Lehrkraft sollte dazu den Wohn- oder Schulort der Jugendlichen relativ gut kennen und das entsprechende Material zu öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung stellen. Vorkenntnisse Das Thema ist leichter zu bearbeiten, wenn die Lernenden alphabetisiert sind. Dennoch kann das Lesen von Stadtplänen eine neue Erfahrung für sie sein. Mit nicht oder wenig alphabetisierten Lernern kann die Einheit ebenfalls bearbeitet werden. Der Anspruch an die direkte Anwendbarkeit muss in diesem Fall jedoch zurückgeschraubt werden. Eine oder mehrere gemeinsame Anwendungen in der Praxis außerhalb des Klassenraums sind dazu sehr hilfreich. Didaktische Analyse Das Material dient dem Einstieg in das Thema "Orientierung". Nur Schülerinnen und Schüler mit umfangreicher schulischer Vorbildung werden in der Lage sein, das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen. Für die übrigen Lernenden bietet es eher eine Grundlage, auf der gemeinsam aufgebaut werden kann. Methodische Analyse Damit die Schülerinnen und Schüler konkret auf die Orientierung in ihrer Stadt vorbereitet werden können, ist die Anpassung der Arbeitsblätter erforderlich. Darüber hinaus sollte die Lehrkraft Stadtpläne sowie einen Plan des Liniennetzes für öffentliche Verkehrsmittel der entsprechenden Heimat- oder nächst größeren Stadt im nahen Umfeld bereit halten. Die vorliegende Einheit kann durch gemeinsame Stadtspaziergänge, gemeinsame Nutzung verschiedener Verkehrsmittel und spielerische Elemente wie einer Rallye an einem Verkehrsknotenpunkt ergänzt werden. Dabei ist der Rückbezug auf die eingeführten Materialien wichtig, damit diese in die Anwendung überführt werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Verkehrsmittel kennen. üben, nach dem Weg zu fragen und Wege zu beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, Stadtpläne und Liniennetze zu lesen und zu verstehen. erkennen, dass es möglich ist, sich selbstständig in der Stadt zu orientieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterstützen sich gegenseitig beim Lesen der Pläne. werden darauf vorbereitet, auch unbekannte Personen nach dem Weg zu fragen. lernen ein gewisses Maß an Selbstständigkeit.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Spezieller Förderbedarf, Primarstufe

Was geschah am 17. Juni 1953?

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler sollen den "Ruf nach Freiheit und Demokratie" sowie den Mut und die Zivilcourage unzähliger Menschen, die im Juni 1953 in der DDR für ihre sozialen und politischen Forderungen auf die Straßen gingen, erforschen und präsentieren. Der Volksaufstand im Juni 1953 ist eine der herausragenden demokratischen Massenbewegungen der deutschen Geschichte. Diese Unterrichtseinheit nutzt Websites zum Gedenken an den Juniaufstand als Basis für Schülerarbeiten. In diesem Zusammenhang wird ein Bezug zwischen der Flucht aus der DDR und den Protesten des Jahres 1989 als Auslöser der Wiedervereinigung hergestellt. Die SchülerInnen informieren sich im Internet über die Ereignisse im Jahr 1953 und deren die Auswirkungen auf das Jahr 1989. Sie sollen sich über die Bedeutung des Gedenkens und Erinnerns an diesen herausragenden Tag der deutschen Geschichte bewusst werden und schließlich eigene Beiträge für ein Internetarchiv zum Thema recherchieren und präsentieren. Ablauf der Unterrichtseinheit "17. Juni 1953" Die modular aufgebaute Einheit lässt sich als Ganzes oder aber in Teilsequenzen in den Unterricht integrieren. Inhaltliche Ziele Die SchülerInnen sollen sich anhand der vielfältigen Informationen aus dem Internet mit Ursachen, Verlauf und Folgen des 17. Juni 1953 vertraut machen. Quellenmaterialien aus dem Internet auswählen und analysieren. Augenzeugenberichte und persönliche Quellenmaterialien recherchieren und selbst dokumentieren. die Deutung des Aufstandes aus west- und ostdeutscher historischer Sicht kennen lernen. über eine mögliche Form der öffentlichen Erinnerung und des Nicht-Vergessens vor Ort diskutieren und Vorschläge machen. Ziele aus dem Bereich Medienkompetenz Die SchülerInnen sollen das Internet als Archiv für die Auseinandersetzung mit einem historischen Thema nutzen. Informationen aus dem Internet eigenständig verarbeiten. einen Beitrag für ein Internetarchiv erstellen. Thema Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 Autorin Uta Hartwig Fach Geschichte, fächerübergreifend mit Deutsch Zielgruppe alle Schulformen der Sekundarstufe I, ab Klasse 8 Verlaufsplan Verlaufsplan 17. Juni 1953 Literaturarbeit Beispiele aus der Literatur zum Thema, wie "Fünf Tage im Juni" von Stefan Heym, bieten sich zur parallelen Lektüre im Deutschunterricht an. Dieser Roman durfte in der DDR nicht publiziert werden. Heym , Stefan, Fünf Tage im Juni, Frankfurt (Fischer) 1999. ISBN 3596218136 "Die Plebejer proben den Aufstand" von Günter Grass könnte ergänzend gelesen und besprochen werden. Grass , Günter, Die Plebejer proben den Aufstand, München (Luchterhand) 1988. ISBN 3630612504 Zur vertiefende Auseinandersetzung mit den historischen Hintergründen nutzen die SchülerInnen die Anregungen dieser Unterrichtseinheit sowie die in den Lektüren genannte Fakten. Wie stellt der Autor die politischen Ereignisse dar? Wie wird die persönliche Sicht transportiert? Zu welcher Einschätzung kommt der Autor? Der 17. Juni 1953 ist eines der wichtigsten Daten der deutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. An diesem Tag demonstrierten Hunderttausende Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden der DDR für demokratische Rechte und Freiheiten und für die Wiedervereinigung Deutschlands. Das SED-Regime stand schon fast vor dem Aus. Doch die erste Massenerhebung im kommunistischen Machtbereich nach 1945 konnte durch den Einsatz von sowjetischen Panzern niedergeschlagen werden. Das SED-Regime nannte das Aufbegehren des Volkes offiziell einen "faschistischen Putsch" aus dem Westen. Mit einem riesigen Überwachungs- und Unterdrückungsapparat wollte man einen nochmaligen Aufstand gegen die Machthaber verhindern. Als die Sowjetunion der SED nicht mehr beistand, verlor sie in der friedlichen Revolution des Jahres 1989 die Macht, und die Forderungen der Aufständischen vom 17. Juni 1953 wurden schließlich eingelöst. Die SchülerInnen nutzen in erster Linie die "Projektsite 17. Juni 1953" für ihre Informationsrecherche zu Ursachen, Verlauf und Folgen der Ereignisse. Dabei sollen sie mithilfe der vorliegenden Kopiervorlagen eigenständig Leitfragen zum Thema beantworten. Projektsite 17. Juni 1953 Die Website ist umfangreich und enthält Quellen und Materialien (Ton, Bild, Film, Nachrichten). Die Bundeszentrale für politische Bildung, das DeutschlandRadio und das Zentrum für Zeithistorische Forschung stellen zum Teil bisher nicht veröffentlichte Dokumente zur Verfügung. Vertiefende Informationen sollen folgen. In einem weiteren Schritt sollen sich die SchülerInnen mit der kontroversen Darstellung der Ereignisse im Jahr 1953 in Ost- und Westdeutschland beschäftigen. Zuletzt darf in diesem Rahmen auch der Bezug zu den Ereignissen im Jahr 1989 nicht fehlen, der abschließend auch mithilfe einer gut aufbereiteten Internetseite zum Thema aufgearbeitet werden kann. Da SchülerInnen und KollegInnen immer wieder Probleme mit der Informationsverarbeitung aus dem Internet haben, werden exemplarisch Möglichkeiten zur selbstständigen Schülerarbeit vorgestellt. Dabei werden folgende Vorschläge berücksichtigt: Die SchülerInnen kopieren relevante Textstellen aus dem Internet (oftmals üblich) und bearbeiten diese in einer Textverarbeitung weiter, so dass ein eigenständiges Produkt entsteht. Die SchülerInnen kopieren wichtige Begriffe aus dem Text und formulieren daraus eigene zusammenfassende Informationstexte. Die SchülerInnen erstellen und gestalten mithilfe von Stichwortlisten eine PowerPoint-Präsentation, die sie mit eigenen Worten erläutern. Die SchülerInnen sollen Quellen angeben, die sie im Internet gefunden und genutzt haben: Angabe der URL - auch bei Bildern, Presseartikel, Reden. Sucherergebnisse werden kritisch hinterfragt, die Betreiber der Seiten und Intention des Anbieters werden reflektiert. Von der DDR als »konterrevolutionärer Putschversuch von außen« verdammt, wurde der Tag in der Bundesrepublik noch im selben Jahr als »Tag der deutschen Einheit« zum nationalen Gedenktag erhoben. Was heute der 3. Oktober ist, war früher, in der "alten" Bundesrepublik, der 17. Juni, nämlich der "Tag der deutschen Einheit", der nationale Feiertag, an dem des Arbeiteraufstandes von 1953 gedacht wurde. Nachdem sich die SchülerInnen in einer Fülle von Informationen zum Volksaufstand über die Hintergründe, den Verlauf und die Folgen informiert haben, sollen sie sich nun mit der Bedeutung der Erinnerung an die Vorgänge vom 17. Juni 1953 näher auseinandersetzen. Sie sollen sich über die Bedeutung des Jahrestages in Online-Zeitungen informieren und Vorschläge machen, wie eine aktive Erinnerung an die Vorgänge im Juni 1953 möglich gemacht werden kann. Die SchülerInnen können sich zunächst im Bekanntenkreis über die Bedeutung und den Kenntnisstand zum 17. Juni 1953 erkundigen. In diesem Zusammenhang lassen sich interessierte Personen aus Ost- und Westdeutschland zur Bedeutung dieses geschichtsträchtigen Datums befragen. Erinnern Sie Ihre SchülerInnen daran, dass sie von den Zeitzeugen eine Genehmigung einholen sollten, die die Veröffentlichung ihrer Aussagen im Internet erlaubt. In aktuellen Zeitungsartikeln, die vor allem im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag veröffentlicht werden/wurden, recherchieren SchülerInnen die nachhaltige Bedeutung der Erinnerung an den Volksaufstand. Zudem wird die Umdatierung des "Tages der deutschen Einheit" thematisiert. Auch über die Möglichkeiten des Gedenkens an ein solches geschichtsträchtiges Ereignis wird nachgedacht. Über das FORUM der "Projektsite 17. Juni 1953" der Bundeszentrale für politische Bildung und des DeutschlandRadios will man dazu anregen, vor Ort zu forschen, zu fragen oder selbst zu erzählen. Dabei setzen die verantwortlichen Redakteure auch ausdrücklich auf die Mithilfe von SchülerInnen, die dazu aufgefordert werden, bei Bekannten und Verwandten nachzufragen und eigene Forschungsprojekte zu erstellen. Dabei können sie Kontakt mit ZeitzeugInnen aufnehmen und Interviews durchführen. Ferner könnten sie Erinnerungsstücke (Fotos, Flugblätter, Handzettel) finden und auswerten, die über die "Projektsite 17. Juni 1953" veröffentlicht werden. Die Redaktion der Website kann per E-Mail über die geplanten Schülerforschungsarbeiten informiert werden und setzt sich mit den historisch interessierten SchülerInnen in Verbindung, um eine Veröffentlichung zu realisieren.

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Marine Ökosysteme im Wandel

Unterrichtseinheit

Am Beispiel von Seegraswiesen in Kambodscha untersuchen Schülerinnen und Schüler Wechselwirkungen in Lebensgemeinschaften sowie Stoff- und Energieflüsse in Ökosystemen. Authentische Einblicke in ein Meeresschutzprojekt der Organisation Marine Conservation Cambodia (MCC) und den Einsatz einer deutschen Freiwilligen vor Ort im Rahmen ihres weltwärts-Freiwilligendienstes verbinden biologische Fachinhalte mit Globalem Lernen. Mithilfe kooperativer Methoden analysieren die Lernenden Umweltprobleme und entwickeln eigene Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Nachhaltigkeitsziels SDG 14 "Leben unter Wasser". Die Einheit verknüpft die Lehrplanthemen "Wechselwirkungen und Dynamik in Lebensgemeinschaften" sowie "Stoff- und Energiefluss durch Ökosysteme und menschliche Einflüsse". Sie macht ökologische Prozesse ganzheitlich sichtbar – von der inneren Dynamik biologischer Systeme bis zu realen Eingriffen und beispielhaften Lösungsansätzen der Organisation Marine Conservation Cambodia (MCC) auf der Insel Koh Ach Seh in Kambodscha. Herausgeberin dieser Lehreinheit ist Engagement Global mit ihrer Koordinierungsstelle weltwärts. weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Einheit basiert auf authentischem Material aus lokalen Projekten von MCC sowie der deutschen Freiwilligen-Entsendeorganisation VIA e.V.. Am Beispiel von Seegraswiesen und deren Gefährdung durch anthropogene Einflüsse führt die vorliegende Unterrichtseinheit die Lernenden über authentische Impulse in die ökologische Bedeutung von Ökosystemen ein. Berichterstattungen über die deutsche Freiwillige Nora, Teilnehmerin des weltwärts-Freiwilligendienstes, und ihr Engagement bei MCC auf Koh Ach Seh Island bilden zusammen mit einem authentischen Video einen motivierenden Einstieg und eröffnen die Leitfrage, warum Meeresverschmutzung für jede und jeden relevant ist. Die Lernenden erwerben mithilfe von Arbeitsblatt 1 die Grundlagen des Ökosystems Seegraswiese. Sie betrachten Seegras als Primärproduzent sowie dessen Bedeutung für Biodiversität, Küsten- und Bodenschutz. Auf Arbeitsblatt 2 analysieren sie anhand der Think-Pair-Share-Methode zentrale anthropogene Belastungsfaktoren, Versauerung und Fischerei und reflektieren anschließend lokale Lösungsansätze. Arbeitsblatt 3 ist optional einsetzbar und erweitert die Perspektive auf Handlungsmöglichkeiten im Kontext der Agenda 2030. Die Lernenden erschließen Grundzüge des Nachhaltigkeitsziels 14 (Sustainable Development Goal SDG 14), entwickeln eine Maßnahmen-Checkliste und formulieren ein gemeinsames Klassenziel. Die Einheit verbindet ökologische Fachinhalte mit globalen Bezügen und handlungsorientierten Elementen. Nora als Freiwillige vor Ort in Kambodscha schafft dabei einen lebensnahen Zugang zu den Themen Meeresschutz und globales Engagement. Ergänzend unterstützt das Material Lehrkräfte, die Agenda 2030 sowie globales Lernen zu integrieren. Die Einheit erleichtert den Zugang zur Thematik, führt die Lernenden fachlich wie emotional an globale Fragen heran und kann ihr Interesse an eigenem Engagement wecken. Die didaktischen Prinzipien der Einheit fördern ein aktives, eigenständiges und reflexives Lernen. So regt das Prinzip der Problemorientierung die Lernenden dazu an, sich mit realen ökologischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und ihre eigene Verantwortung im Kontext globaler Herausforderungen zu erkennen. Die wiederholte Anwendung der Think-Pair-Share-Methode fördert die kooperative Reflexion und Diskussion der Lerninhalte, was zu einem besseren Verständnis und einer stärkeren Verankerung des Gelernten führt. Durch die Verbindung von Fachinhalten mit realen, lokalen Beispielen werden die theoretischen Konzepte der Einheit unmittelbar greifbar gemacht, was zur Förderung des Interesses und der Motivation der Lernenden beiträgt. Diese Praxisorientierung hilft, den Lernenden die Alltagsrelevanz der Thematik zu vermitteln und ihr Umweltbewusstsein zu steigern. Zudem zeigt die Auseinandersetzung mit lokalen Renaturierungsprojekten konkrete Handlungsmöglichkeiten auf und fördert das Verständnis für praktische Lösungsansätze. Das Prinzip des Globalen Lernens wird durch die Auseinandersetzung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (am Beispiel des SDG 14) verstärkt, wodurch die Lernenden ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge entwickeln. Die Reflexion individueller Handlungsoptionen stärkt ihre Selbstwirksamkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf den Meeresschutz. Die wiederkehrende Figur Nora dient als verbindendes Element der Einheit und schafft Kohärenz. Zudem bietet sie den Lernenden einen realen Bezugspunkt, ohne dabei die fachlichen Inhalte zu überlagern. Dies trägt dazu bei, dass die Lernenden die komplexen ökologischen Zusammenhänge besser begreifen und ihre eigenen Handlungsoptionen in diesem Kontext erkennen. Durch diese didaktischen Prinzipien erlangen sie ein vertieftes Verständnis für ökologische Zusammenhänge und werden für globale Herausforderungen sensibilisiert. Gleichzeitig werden sie motiviert, ihr eigenes Handeln im Sinne des Meeresschutzes nachhaltiger zu gestalten. Für die Vorbereitung der Einheit und zur Unterstützung können Informationen herangezogen werden, welche bei den externen Links weiter unten zu finden sind. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können Aufbau, Funktion und ökologische Bedeutung von Seegraswiesen erklären. können zentrale anthropogene Belastungsfaktoren und deren Auswirkungen erläutern. können Maßnahmen zum Meeresschutz im Kontext der Agenda 2030 (SDG 14) beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können digitale Informationen (zum Beispiel aus einem Video) gezielt erschließen. können fachliche Inhalte adressatengerecht schriftlich darstellen. können Online-Informationen kritisch bewerten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können in kooperativen Lernformen konstruktiv zusammenarbeiten. können unterschiedliche Standpunkte respektieren und begründet einordnen. können eigene Handlungsmöglichkeiten zum Meeresschutz reflektieren und begründen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II
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