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Religionen der Welt

Unterrichtseinheit

Welche Bedeutung die Religionen aktuell in der Welt haben, was sie trennt und verbindet, erfahren Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit. Ihre Ergebnisse arbeiten die einzelnen Gruppen anschließend zu einer PowerPoint-Präsentation aus. Seit dem 11. September 2001 ist das Interesse am Islam sprungartig gestiegen. Wer aktuelle Konflikte in der Welt verstehen will, muss neben den politischen und sozialen Ursachen auch ihre religiösen Hintergründe kennen. Ob es um den Kampf der al-Qaeda gegen die USA geht oder um den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern - immer stehen die Gegensätze der Religionen im Mittelpunkt. Dabei gibt es durchaus viele Gemeinsamkeiten. Was die Religionen trennt und was sie verbindet, recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieser Unterrichtseinheit. Gleichzeitig erfahren sie mehr über die Religion ihrer Mitlernenden, denn in den meisten deutschen Schulklassen sind heute ganz unterschiedliche Glaubensrichtungen vertreten. Selbstständig informieren sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit über Religionen der Welt: über Islam und Judentum, Buddhismus und Hinduismus sowie über Religionen in China und die Naturreligion der Aborigines. Dabei wählen die Lernenden thematische Schwerpunkte aus. Anschließend schlüpfen sie in die Rolle derjenigen, die Inhalte vermitteln. Mit einer medialen Präsentation informieren sie ihre Mitlernenden, Eltern und Lehrkräfte über ihre Recherche-Ergebnisse. Die gewonnenen Kenntnisse sollen helfen, Vorurteile gegenüber anderen Religionen abzubauen und die Grundlagen für eine weitergehende Diskussion im Fach Ethik legen. Unterrichtsziele Selbstgesteuertes Lernen mit einer Vielfalt neuer Medien zu fördern, das ist das zentrale Ziel der Reihe. Technik und Methodik Welche technischen Kenntnisse werden bei den Schülerinnen und Schülern vorausgesetzt? Und welche methodischen Grundsätze stehen im Mittelpunkt dieser Reihe? Die Unterrichtsreihe in der Praxis Rosi Hoppe und Joachim Gravert schildern hier ihre Projekt-Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen über die Religionen der Welt sammeln. die Gemeinsamkeiten aller Religionen erkennen. bei der Informationssuche verschiedene Medien nutzen (Bücher, CDs, Internet) und Personen befragen. Vorurteile abbauen und Verständnis entwickeln. ihre Arbeitsergebnisse mit PowerPoint präsentieren. Gute Ausstattung wichtig Voraussetzung für die Durchführung der Unterrichtsreihe ist eine ausreichende Anzahl von Notebooks oder Computern. Für zwei Schülerinnen und Schüler sollte möglichst ein Rechner zur Verfügung stehen. Der Umgang mit dem Computer sollte bekannt sein, damit technische Schwierigkeiten nicht zu viel Raum einnehmen. Vorkenntnisse vorhanden Die Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule Hegholt, einer integrierten Haupt- und Realschule, arbeiten seit dem 7. Schuljahr mit Notebooks. Sie können PowerPoint zur Erstellung von Präsentationen anwenden. Außerdem beherrschen sie die Text-, Bild- und Tonbearbeitung mit PowerPoint grundlegend. Im Zeitrahmen für die Unterrichtsreihe "Die Religionen der Welt" wurde daher keine technische Einführung in die Arbeit mit Notebooks beziehungsweise mit PowerPoint und Excel eingeplant. Um die Arbeit stärker auf die Inhalte und weniger auf die Technik auszurichten, wurde die Präsentation nicht mit dem Programm Mediator erstellt. Problemorientierung Die Unterrichtsreihe knüpft an die Geschehnisse des 11. Septembers 2001 an. Sie beleuchtet die politischen, sozialen und religiösen Hintergründe für die Konflikte zwischen der islamischen und der christlichen westlichen Welt. Darüber hinaus werden sich die Schülerinnen und Schüler der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen weiteren Religionen bewusst. Gruppenarbeit Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in sechs Gruppen mit je vier bis fünf Personen zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Die Gruppen sollten sich nach Absprache so zusammensetzen, dass in jeder Gruppe Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Leistungsbandbreiten und Spezialkenntnissen vertreten sind. In jeder Gruppe ist eine Person GruppensprecherIn. Sie teilt die Arbeit nach Absprache mit den Gruppenmitgliedern ein, protokolliert die Arbeitsergebnisse und ist Ansprechperson für die Lehrkraft. Sie organisiert die Zusammenfassung der Einzelergebnisse. Außerdem entwickeln sich in jeder Gruppe Expertinnen und Experten. Die einen sind vorrangig für die inhaltliche Erarbeitung, die anderen für die mediale Umsetzung zuständig. Die Lehrkraft berät alle Gruppen während der einzelnen Arbeitsphasen. Interesse Aufgrund der Aktualität des Themas war das Anfangsinteresse der Schülerinnen und Schüler an fremden Religionen sehr groß. Außerdem gab es in der Klasse Schülerinnen und Schüler verschiedener Glaubensrichtungen. Sie konnten sich als Expertinnen und Experten einer Religion in den Unterricht einbringen. Dieses Wissen stieß bei den Mitschülerinnen und Mitschülern auf breite Akzeptanz und kann sicher auch in anderen Lerngruppen zur Motivation beitragen. Beratungsbedarf bei der Gruppenarbeit In den meisten Gruppen verlief die Arbeit außerordentlich eigenständig. Vereinzelt gab es Warteschlangen am Scanner oder Engpässe bei den Software-Einzellizenzen und Büchern. Auch Beratungsengpässe ließen sich wegen des großen Bedarfs trotz der Anwesenheit von zwei Lehrkräften nicht immer vermeiden. Bei sehr großen und heterogenen Lerngruppen ist eine Doppelbesetzung also unbedingt sinnvoll. Integration schwächerer Schülerinnen und Schüler Es war schwierig, leistungsschwache Schülerinnen und Schüler so in die Gruppenarbeit einzubinden, dass beide Seiten davon profitieren konnten. Die Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit dem Projektverlauf hing davon ab, wie gut die Zusammenarbeit in der Gruppe geklappt hatte. Einige Gruppen zeigten soziale Reife: Sie waren hoch zufrieden darüber, dass sie es geschafft hatten, alle Gruppenmitglieder gemäß ihren Möglichkeiten in die Arbeit einzubinden. Kritischer Umgang mit Internet-Quellen Die kritische Auseinandersetzung mit Quellen im Internet ist ein langwieriger Lernprozess. Diese Kompetenz entwickelt sich nicht durch eine einzige Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler lassen sich erfahrungsgemäß immer wieder verführen, ihre kritische Haltung aufzugeben. Sie haben Schwierigkeiten, die Qualität einer Quelle einzuschätzen. Der Bedarf an Beratung durch die Lehrkräfte ist in diesem Punkt groß. Technische Tüftelei Bei der Ausarbeitung der PowerPoint-Präsentation waren in den Gruppen nicht nur Know-how, gute Ideen, Erfahrung und Geschick erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler mussten auch viel Geduld aufbringen, bis sie ihre Ideen optimal umgesetzt hatten. Ergebnissicherung als realitätsnahe Aufgabe Arbeitsergebnisse werden an der Offenen Ganztagsschule Hegholt so oft es geht einer weiteren Öffentlichkeit (Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräften) vorgestellt. Das geschah zum Beispiel am Tag der offenen Tür. Die Schülerinnen und Schüler sehen diese Präsentationsmöglichkeit als Wertschätzung ihrer Arbeit und als "echte", da realitätsnahe Aufgabe. Wissen selbstsicher vermitteln Das Projekt ist für eine 9. Klasse gut geeignet. Die Schülerinnen und Schüler haben ihr Wissen ausgebaut und so eine Basis erhalten, sich künftig in Gesprächen sachlich zu beteiligen und Vorurteilen entgegenzutreten. Ein Highlight der Reihe war die Podiumsdiskussion, in der die Gruppensprecher ihren Informationsstand einbringen mussten und sich teilweise engagiert beteiligten. Viele SchülerInnen registrierten bei sich selbst selbst einen erheblichen Fortschritt bei der Anwendung von Präsentationstechniken, aber auch in punkto Auftreten und Selbstsicherheit. Projektdauer kürzen Für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler war es schwierig, Motivation und Arbeitswillen über einen Zeitraum von zwölf Wochen zu erhalten. Bei einem erneuten Durchgang würde die Projektdauer daher gekürzt. Selbstgesteuertes Lernen Die Schülerinnen und Schüler suchen selbstständig Informationsmaterial, das sie für ihre Aufgaben verwenden können. Die Auswertung und Zusammenstellung der Informationen wird innerhalb der Arbeitsgruppen abgesprochen. Durch die eigenständige Verteilung von Aufgaben in der Gruppe lernen sie, selbstbestimmt Schwerpunkte zu setzen. Bezüglich des Layouts der Präsentation, der Abfolge und der einzelnen Aufgaben bei der medialen Präsentation der Arbeitsergebnisse werden ebenfalls gruppeninterne Absprachen getroffen. Medienkompetenz Bei der Recherche nach Informationen müssen die Schülerinnen und Schüler die Seriosität einzelner Quellen kritisch bewerten. Ihre Kompetenz bei der Beurteilung von Internet-Quellen wird durch die Unterrichtsreihe so weiter ausgebaut. Bei der Erarbeitung der PowerPoint-Präsentation müssen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Softwareprodukte, unterschiedliche Dateien und inhaltlich abgestimmte Verlinkungen so einsetzen, dass eine problemlose Navigation möglich ist. Abgesehen von der technischen Umsetzung kommt es bei der Präsentation wesentlich darauf an, die Aufmerksamkeit der Mitschülerinnen und Mitschüler zu wecken und ihnen die Gruppenergebnisse verständlich zu vermitteln. Andere Gruppen sollen sich schließlich mit den ihnen unbekannten Inhalten auseinandersetzen. Lernzielsicherung Als Lernzielkontrolle ist im Fach Ethik ein Test mit Fragen zu den Religionen der Welt möglich. Im Fach Deutsch können die Schülerinnen und Schüler einen Aufsatz zum Thema "Unsere Gruppenarbeit" schreiben, in dem sie die eigene Arbeit kritisch reflektierten. Im Projektunterricht ist ein Fragebogen zum Inhalt, zur Organisation des Projekts, zum Lernzuwachs und zur Arbeit mit dem Notebook möglich. Darüber hinaus ist auch die Präsentation der Arbeitsergebnisse Teil der Lernzielsicherung. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Ergebnisse nicht nur vor der eigenen Klasse, sondern auch vor Parallelklassen, Klassen eines anderen Jahrgangs, am Elternabend oder am Tag der Offenen Tür präsentieren.

  • Religion / Ethik / Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Bewerbungs-Flyer

Unterrichtseinheit

Sich mit einem Flyer initiativ für Jobs und Stellen zu bewerben, ist absolut üblich geworden, nicht nur im Kreativbereich. Ein Flyer ist als Erstkontakt persönlicher, individueller und aussagekräftiger als eine Bewerbungsmappe. Flyer sind auf jeden Fall in kreativen Branchen als Initiativbewerbung bei den Firmen gerne gesehen. Dort weiß man oft nicht, wohin mit den dicken und aufwändigen Bewerbungsmappen mit Zeugniskopien, Lebensläufen und so weiter und stellt sie ins Regal - wenn sie nicht direkt weggeworfen werden. Ein Flyer bleibt eher auf dem Schreibtisch liegen - und fällt ins Auge, wenn gerade eine Arbeitskraft gesucht wird. Es ist eine anspruchsvolle Arbeit, einen gut gemachten Flyer herzustellen. Eine moderne Firma wird diesen Aufwand zu schätzen wissen. Außerdem: Wenn man ihn einmal fertiggestellt und im Computer gespeichert hat, kann man ihn immer wieder aktualisieren und neu ausdrucken. Er ist, abgesehen vom Druck, eine einmalige Investition. Zur Bewerbung gehört natürlich ein persönliches Anschreiben mit der Bewerbung und dem Hinweis, dass man auf Wunsch gerne weitere Informationen, Zeugnisse, Arbeitsnachweise und den Lebenslauf zusendet. Die Unterrichtseinheit steht und fällt mit der geeigneten Rechnerausrüstung sowie den erforderlichen Arbeitsplätzen. Der Einstieg, die Planung und die ersten Schritte am Rechner verliefen hochmotiviert. Ein Unterricht, aus dem die Schülerinnen und Schüler direkten praktischen Nutzen ziehen können, kommt ihnen gerade im 10. Schuljahr, in dem Abschlüsse bevorstehen, sehr entgegen. Unterrichtsverlauf "Bewerbungs-Flyer" Die Entstehung des Bewerbungs-Flyers vom ersten Layout-Entwurf bis hin zum fertigen Produkt wird hier beschrieben. Regelmäßige "Redaktionssitzungen" begleiten den Prozess. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen einen aussagekräftigen Bewerbungsflyer planen, der zu ihnen passt (Bilder und Text). Regeln für gutes Layout kennen lernen und anwenden. Layout analysieren und bewerten können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen mit dem Bildbearbeitungsprogramm GIMP ihren Flyer druckfertig realisieren. Möglichkeiten der Bild-Manipulation kennenlernen und durchschauen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen differenzierte und sachliche Kritik üben und annehmen (gegenseitiges Lektorieren). Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung abwägen. Thema Bewerbungs-Flyer - Digitale Bildbearbeitung im Kunstunterricht Autorin Astrid Raimann Fächer Kunst, Deutsch, Arbeitslehre, Informatik Zielgruppe Klasse 9 und 10 Zeitraum circa 6 bis 8 Doppelstunden Technische Voraussetzungen Rechner mit installierter Bildbearbeitungssoftware GIMP (Freeware) für die Einzel-, und Partnerarbeit Was macht gutes Layout aus? Einen ersten Eindruck davon, wie unterschiedlich gestaltetes Layout Unterschiede in Aussage, Wirkung und Akzeptanz bewirken kann, bekommen die Schülerinnen und Schüler anhand von guten wie schlechten Beispielen (Reklamezettel, Werbung aus Zeitschriften, Flyer). Die Beispiele sollen in Bezug auf Farbgestaltung, Text, Schrift, Wirkung und Athmosphäre möglichst unterschiedlich sein. Layoutregeln erarbeiten Gemeinsam erarbeiten die Lernenden, dass es mehr oder weniger allgemeingültige Urteile und Wertungen gibt, aus denen Layoutregeln abgeleitet werden können, dass aber auch persönliche Vorlieben und Geschmäcker eine Rolle spielen. Ein wichtiger Schritt zur Erarbeitung der Layoutregeln ist die Analyse. Wie wirkt eine bestimmte Annonce, und warum wirkt sie unübersichtlich, chaotisch, langweilig, sympatisch, billig oder unangenehm? Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden schriftlich festgehalten. Einen ersten Entwurf erstellen Die Schülerinnen und Schüler kreuzen auf Arbeitsblatt 1 an, wie sie sich die Wirkung ihres eigenen Bewerbungs-Flyers vorstellen, und beraten sich in Kleingruppen, ob ihre Wahl passend ist. Mithilfe von Arbeitsblatt 2 gestalten die Lernenden dann einen Entwurf für ihren Flyer. Dazu gehören Texte, erste Ideen für Bilder, Farbgestaltung, Größe und Art der Schrift. Gegenseitige Beurteilung der Flyer In der zweiten Doppelstunde werden zunächst die Ergebnisse der ersten Doppelstunde in Erinnerung gerufen. Anschließend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Regeln für ein gutes Layout (Arbeitsblatt 3). In einer ausführlichen "Redaktionssitzung" überprüfen die Lernenden gegenseitigen ihre Flyer-Entwürfe, Änderungsvorschläge werden festgehalten. Bei der gegenseitigen Beurteilung der Flyer sind soziale Kompetenzen gefragt: Sachliche Kritik anbringen Kritik aushalten und annehmen Persönlichen Geschmack von sachlicher Kritik unterscheiden können Persönliche Einschätzung und Vorlieben aber auch verteidigen können Einschätzungen wie "Das passt / passt nicht zu dir" freundlich formulieren und begründen können Vorgehensweise in der Reihenfolge von Arbeitsblatt 4 (Bildbearbeitung mit GIMP): Arbeitsfläche einrichten Erste Seite anlegen mit Hilfslinien für Satzspiegel Texte einfügen Bilder einfügen Probeausdruck In den folgenden Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler ihre Flyer aus und stellen sie fertig: Sie formulieren Texte, bewerten Bilder und überprüfen das Layout hinsichtlich seiner Wirkung. Die Lernenden kritisieren sich gegenseitig konstruktiv in regelmäßigen "Redaktionssitzungen". Zwischen den Stunden korrigiert und überprüft zusätzlich die Lehrkraft. Sobald den Schülerinnen und Schülern klar ist, dass sie ihren Flyer im realen Leben gebrauchen können, sind sie sehr an Feedback interessiert. Alle Lernenden sollten am Ende der Unterrichtssequenz ihre ausgedruckten Flyer sowie einen Datenträger mit der digitalen Datei mit nach Hause nehmen.

  • Kunst / Kultur / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Albert Camus' "L’Étranger" in sieben Schritten genau lesen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zu "L'Étranger" zeigt, wie mit der Methode des Genauen Lesens" ein Mindestverständnis von Albert Camus' Roman sichergestellt werden kann, das der neueren fachwissenschaftlichen und -didaktischen Forschung Rechnung trägt. Die hier formulierten Aufgaben skizzieren ein methodisches Vorgehen, das die in den Fachartikeln des Autors zu L'Étranger ausgeführten fachwissenschaftlichen und didaktischen Überlegungen zu diesem Schulklassiker ergänzt. Mit ihrer Hilfe kann bei einer Analyse des Romans ein notwendiges Mindestniveau an Textverständnis erreicht werden. Das Vorgehen folgt dem literaturdidaktischen Modell des "genauen Lesens" . Hinweise zum Aufbau der Unterrichtsreihe Die Reihe beginnt mit einem literarischen Gespräch, in dem die Lernenden ihre Fragen an den Text richten dürfen. In der Regel wird eine der zentralen Fragen der Schülerinnen und Schüler sich auf das auffällige Verhalten des Protagonisten und auf die Gründe für seinen Mord beziehen. Bei der Klärung ihrer Fragen wird in zwei Schritten vorgegangen: Meursault wird textimmanent charakterisiert, um dann herauszuarbeiten, was an ihm provoziert und dass er nicht als einsames einzigartiges Individuum verstanden werden kann, sondern als Verkörperung der "pieds-noirs", denen Camus überaus positive Eigenschaften zuschreibt. Camus unterstellt ihnen, frei und ohne Ideologien zu leben. Der Mord am Araber erweist sich dann nicht als absurder Mord unter dem Einfluss der Sonne, sondern als angekündigter Mord eines "pied-noir" an einem Araber, der die kolonialen Gewaltverhältnisse seiner Zeit reproduziert. In einem zweiten Schritt wird am zweiten Teil des Romans erarbeitet, dass die Erzählung unglaubwürdig ist, weil der Erzähler seinen Bericht mit einem bestimmten Ziel verfasst hat: Er will sich und die Leserinnen und Leser davon überzeugen, dass sein Leben vom Zufall bestimmt worden ist. Diesen Entschluss fasst er, als die Erzählung in der Gegenwart ankommt. Nun beschließt der Erzähler, sein Leben zu erzählen. Er erzählt seinen Prozess satirisch verzerrt, um von seiner Schuld am Tod des Arabers abzulenken. In einem dritten Schritt kann die im Unterricht verfasste Interpretation mit drei anderen Interpretationen verglichen werden. Dabei erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie sehr Text-Deutungen von der sozialen Position und dem Interesse der Lesenden abhängen. Hinweise zu den Unterrichtsmaterialien Die Unterrichtsmaterialien zu dieser Reihe umfassen: Arbeitsaufträge zu sieben thematischen Schwerpunkten (AB 06 bis AB 07). Sie folgen dem Prinzip, den Text zunächst schülerorientiert in einem literarischen Gespräch zu besprechen, um ihn dann textimmanent, kontextbezogen und abschließend rezeptionsbezogen zu analysieren. Hilfsfragen für die Binnendifferenzierung und zur Selbstkontrolle. Die Lernenden können entscheiden, wann sie die Hilfsfragen einsehen. Je textsicherer die Lernenden sind, desto später sollten sie die Hilfen nutzen. Zur Selbstkontrolle sollten die Hilfsfragen jedoch von allen genutzt werden. Sie enthalten Thesen zu den Arbeitsaufträgen, die sich bei einer genauen Lektüre des Romantextes als falsch erweisen, und auch Hinweise für richtige Lösungen. Sie sind von den Lernenden am Text mit Hilfe von zu suchenden Passagen zu überprüfen. Vorschläge für die Ergebnissicherung in Form von Tafelbildern mit Erwartungshorizont (nur für Premium-Mitglieder). Das Vorgehen kann bei Bedarf durch weitere Arbeitsschritte ergänzt werden, die sich aus den ausführlichen Überlegungen in den Fachartikeln des Autors zu L'Étranger ergeben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Albert Camus mit Meursault bewusst eine literarische Figur gestaltet hat, die die Züge der von ihm positiv betrachteten "pieds-noirs" trägt, die ohne Ideologien leben. erkennen, dass Meursault in Einklang mit den kolonialen Gewaltverhältnissen handelt und an der Ausbeutung und Unterdrückung der Araber im Roman partizipiert. erkennen, dass Meursaults Erzählung unglaubwürdig ist und einer genauen Lektüre unterzogen werden muss, um die Absicht seiner Erzählung zu erkennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren befremdliche Eindrücke, Hypothesen und Fragen zu einem literarischen Text. überprüfen ihre Hypothesen und beantworten ihre Fragen durch das genaue Lesen eines Textes. vergleichen ihre Deutungen mit den Interpretationen anderer Leserinnen und Leser. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten Interpretationskonflikte aus. versuchen, diese durch ein genaues Lesen des Textes argumentativ zu überwinden.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Lehren und Lernen für die Zukunft

Fachartikel

Mit der Orientierung der Bildung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung werden neue Wege begangen, um die Lernenden auf das Leben und Wirtschaften im 21. Jahrhundert vorzubereiten. Die Anforderungen an die Schule von heute sind hoch. Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie PISA/TIMSS und IGLU hat sich die Kritik am deutschen Bildungssystem verstärkt. Die unterschiedlichsten Interessen- und Gesellschaftsgruppen tragen ihre Ansprüche an Schulen heran und fordern neue Wege und Inhalte des Lehrens und Lernens. Zudem sind die Schülerinnen und Schüler, die zukünftig Wirtschaft, Politik und Kultur mitbestimmen, vor schwierige Aufgaben gestellt. Wie werden sie umgehen mit den Herausforderungen der Globalisierung, der Klimaveränderung, den sozialen Spannungen vor der eigenen Haustür, aber auch mit der Armut in vielen Ländern der Erde? Eine Antwort bietet die Bildung für nachhaltige Entwicklung.

  • Pädagogik / Fächerübergreifend

Pas seulement à Pâques - le jeu des œufs

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Klassen 5–13 vermittelt Schülerinnen und Schülern die Mechanismen der französischen Orthografie und Feminin-Bildung anhand des humorvollen Kinderbuches "L'ivre de français" von PEF. Durch Wortspiele und Visualisierungen analysieren und reflektieren Schüler das stumme "e", den Accord Feminin und unterschiedliche Lautschreibungen – spielerisch, motivierend und mit echtem Sprachbewusstsein. Geeignet für Anfangsunterricht bis Oberstufe mit Differenzierungsmöglichkeiten. Diese Unterrichtseinheit für den Französischunterricht der Sekundarstufe I und II behandelt zentrale Phänomene der französischen Orthografie und Grammatik anhand des humorvollen Kinderbuches "L'ivre de français" von PEF, insbesondere das Kapitel über les "e" (les œufs) . Zentrale Inhalte: Das stumme "e" und seine Funktionen im Französischen Feminin-Bildung im Singular und Plural (Accord Feminin) Unterschiedliche Orthografie gleicher Laute im Französischen Wortspiele und linguistische Spielereien als Reflexionsinstrument Kompetenzen Schülerinnen und Schüler analysieren die Mechanismen der französischen Sprache, reflektieren über Orthografie-Regeln und begründen Feminin-Bildungen anhand authentischer, humorvoller Textbeispiele. Sie trainieren Sprachbewusstsein und Regelableitungskompetenz durch spielerische, motivierende Materialien. Methoden & Sozialformen Visualisierungen und Wortspiele fördern motivierendes Lernen. Die Unterrichtseinheit kombiniert Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit mit Sprachreflexion und Diskussion über Sprach-Phänomene. Besonders geeignet für spielerisches, entdeckendes Lernen und als Differenzierungsmaterial für verschiedene Leistungsniveaus. Das Kinderbuch "L'ivre de français" von PEF bietet eine Fülle von Wortspielmaterial und linguistischen Spielereien , die deutsche Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung typischer Orthografie-Schwierigkeiten unterstützen. Warum dieses Material? Motivierend & humorvoll : Der Prince de Motordu und die Princesse Dézécolle vermitteln Grammatik-Inhalte spielerisch und unterhaltsam Authentische Sprachreflexion : Wortspiele bieten einen Anlass für tiefer gehende Reflexion über Sprach-Mechanismen Praktischer Mehrwert : Schüler verstehen, warum es im Französischen stumme "e"s gibt und wie Feminin-Bildung funktioniert Differenzierbar : Visualisierungen ermöglichen Einsatz bereits im Anfangsunterricht; subtiler Humor spricht auch Oberstufenlernende an Einsatzszenario Anfangsunterricht (Klasse 5-6, Französisch als erste Fremdsprache) Wegen der visuellen und spielerischen Elemente sowie der relativ einfachen grammatischen Phänomene (Feminin-Bildung) sind die Materialien bereits für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet. Lehrkräfte können das genaue Verständnis jedes einzelnen Wortspiels reduzieren und sich auf die Kerngrammatik konzentrieren . Einsatzszenario Oberstufe (Klasse 10-13, Vertiefung & Sprachreflexion) Oberstufenlernende entwickeln Freude an den kindlichen Elementen, verstehen den subtilen Humor des Prince de Motordu und nutzen die Materialien als Anlass für tiefer gehende linguistische Reflexion über die Mechanismen von Sprache. Besonders wertvoll für Sprachbewusstsein und Regelkompetenz . Material-Anforderungen: Kopien des Kapitels "les œufs" aus "L'ivre de français" oder digitale Zugriffe Optional: Beamer/Smartboard für Visualisierungen Arbeitsblätter für Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit Vorkenntnisse: Grundlegende Kenntnisse der Feminin-Bildung im Französischen (oder parallel Einführung) Vertrautheit mit Grundbegriffen der Grammatik (Genus, Numerus) Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Funktionen des stummen "e" im Französischen und erklären deren Rolle bei der Feminin-Bildung im Singular und Plural. begründen Orthografie-Regeln der französischen Sprache anhand von Wortbeispielen und unterscheiden zwischen verschiedenen Lautschreibungen gleicher Laute. reflektieren über die Mechanismen der französischen Grammatik und transferieren ihre Erkenntnisse auf neue Wortspiele und Sprachbeispiele. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren systematisch nach Wortspiel-Mustern und dokumentieren ihre Erkenntnisse in strukturierten Arbeitsblättern. präsentieren ihre Regelableitungen und Wortspiel-Analysen vor der Klasse und begründen ihre Ergebnisse mit Textbelegen. erstellen eigenständig neue Wortspiele nach dem Muster des Prince de Motordu und evaluieren ihre Kreationen nach linguistischen Kriterien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Gruppen über unterschiedliche Interpretationen von Wortbeispielen und respektieren alternative Lösungsansätze ihrer Mitschüler. kooperieren in Partnerarbeit, unterstützen sich gegenseitig bei der Regelableitung und geben konstruktives Feedback zu eigenen Wortspiel-Kreationen. kommunizieren ihre Erkenntnisse verständlich in der Gruppe, hören aktiv ihren Mitschülern zu und bauen auf deren Beiträgen auf.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Die Macht der Masse – Positive Rückkopplungen nutzen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten die Schülerinnen und Schülern das Prinzip der Rückkopplungsschleife zur Verbreitung von Ideen.In dieser Auskopplung des Unterrichtsmaterials "Systeme verstehen" lernen die Schülerinnen und Schüler, welche Auswirkungen eine einzige Systemänderung auf die Klimakrise haben kann. Viele Jugendlichen sind einem Ohnmachtsgefühl ausgeliefert, wenn sie mit großen Problemen oder Aufgaben konfrontiert werden. Jedoch kann man sich die Macht der Masse auch zunutze machen und als Systemveränderer eine Kettenreaktion auslösen. In der Unterrichtseinheit "Systeme beeinflussen" entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine eigene Rückkopplungsschleife: Welche Systemänderungen kann von einer Gruppe ausgelöst werden, die immer mit dem Fahrrad zur Schule oder zur Arbeit fährt? Durch eine spielerische Herangehensweise wird den Schülerinnen und Schülern das Systemdenken alltagsnah vermittelt. Das Konsumverhalten der Jugendlichen sowie dessen Zusammenhang mit der Regenwaldzerstörung dienen als Beispiel, an dem die Schülerinnen und Schüler lernen können Informationen aus Systemmodellen zu entnehmen und neue Informationen zu integrieren. Sie sollen befähigt werden Prognosen zu erstellen, wie sie in ein System eingreifen können, um letztendlich die Möglichkeit zu haben, solche Eingriffe zu planen und zu bewerten.Sich über seine Handlungen als Systemveränderer klar zu werden und sich bewusst zu machen, wie man selber als Auslöser eine Veränderung bewirkt, hilft, zukünftig entspannter und emotional gefestigt mit neuen Herausforderungen und Zielkonflikten umzugehen und auf deren Bewältigung hinzuarbeiten. Die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler benötigen zur Durchführung der Einheit keine Vorkenntnisse. Zur Bearbeitung der Einheit empfiehlt es sich vorab über das Thema Rückkopplungsschleifen und ihre Wirkung zu sprechen, damit die Schülerinnen und Schüler die Thematik einordnen können. Mit der Einheit wird eine kreative Bearbeitung von einem Thema angeregt, welches den Lernenden in allen Lebensbereichen begegnet und übertragen werden kann. Die Einheit liefert die Möglichkeit, auf kreative Weise ein manchmal ernstes und hemmendes Thema mit aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu verknüpfen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler begreifen Systeme, Subsysteme und Überlappungen von Systemen. nutzen Modelle und Systeme als Wirklichkeitsschablonen. erkennen Veränderbarkeit von Systemgrößen (Rückkopplungen). lernen das Planen und die Bewertung von Eingriffen in Systemen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen Werte und Normen. verorten sich selbst im System und stellen fest, dass sie Teil des Ganzen sind. lernen die Natur als Systemkünstler kennen.

  • Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe I

Infektionsschutz: Gesundheit am Arbeitsplatz

Unterrichtseinheit

Ziel der Unterrichtmaterialien ist es, jungen Leuten die Bedeutung selbstverantwortlichen Handelns im Umgang mit Infektionsrisiken bewusstzumachen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Infektionsrisiken einzuschätzen, und wissen, wie sie sich selbst und andere vor Ansteckung schützen können. Die Materialien vermitteln Basiswissen und sind für alle Berufsbranchen geeignet. Egal ob im Büro die nächste Grippewelle droht oder der Beruf an sich ein stark erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringt wie beispielsweise in allen Gesundheitsberufen oder in der Abfallwirtschaft: Für alle Beschäftigten ist es hilfreich zu wissen, wie sie einer Ansteckung vorbeugen und ihre Gesundheit am Arbeitsplatz schützen können. Im Rahmen der Unterrichtseinheit werden folgende Inhalte vermittelt: Gefährliche Winzlinge: Bakterien und Viren Von der Hand in den Mund: Übertragungswege Stark gegen Keime: Alltägliche Hygienemaßnahmen Hier reicht Händewaschen alleine nicht aus: Berufe mit deutlich erhöhten Infektionsrisiken Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den Unterschied zwischen Viren und Bakterien. kennen Übertragungswege von Krankheitserregern. begreifen die Relevanz alltäglicher Hygienemaßnahmen für den Infektionsschutz. erarbeiten Schutzmaßnahmen für Berufe, die ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren die Kernbotschaften eines Films zur Übertragung von Krankheitserregern. recherchieren und erarbeiten selbstständig Informationen anhand der Unterrichtsmethode "Stationenlernen". präsentieren und diskutieren ihre Arbeitsergebnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken durch Gruppenarbeit ihre Teamfähigkeit und üben wertschätzendes Verhalten ein. begreifen, wie wichtig es ist, im Umgang mit Infektionsrisiken Verantwortung zu übernehmen.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Lokale Agenda 2030: Wassermangel in Deutschland?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit zum Thema "Lokale Agenda 2030: Wassermangel in Deutschland" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit der Agenda 2030 und den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, sondern setzen sie im Rahmen eines Mini-Projektes auch in konkrete Handlungsempfehlungen zu einem Ziel um.Diese Unterrichtseinheit will den Lernenden nicht nur die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vermitteln, sondern sie auch dazu anleiten, diese praxisnah zu reflektieren und in ihrer konkreten Lebenswirklichkeit anzuwenden. Wissen wird damit zum Verstehen und Handeln. Genau dies ist die Intention der Agenda 2030 . Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ihre Vorschläge und Ideen selbstständig und arbeitsteilig. Die Unterrichtseinheit könnte komplett im Fernunterricht durchgeführt werden, ist aber im Präsenzunterricht sicherlich eindrücklicher und wirkungsvoller. Das Thema "Agenda 2030" im Unterricht Nachhaltigkeit wird das gesellschaftliche und politische Leitthema der nächsten Jahrzehnte sein. Nur, wenn es gelingt, den fortschreitenden Klimawandel durch eine Verringerung der Eingriffe in die Umwelt noch abzumildern, wird die Menschheit ihre existenzielle Bedrohung noch abwenden können. Nicht nur Jugendliche fordern deshalb weltweit eine Veränderung von Produktion und Konsum, selbst große Unternehmen und internationale Investierende haben diese Notwendigkeit inzwischen erkannt. Die Vereinten Nationen haben in ihrer Agenda 2030 nun 17 Ziele formuliert, auf die alle Staaten, alle Unternehmen und alle Menschen auf dieser Erde hinarbeiten sollten, um das Überleben der Menschheit und gesellschaftlichen Fortschritt sicherzustellen. Die vorliegende Unterrichtseinheit lässt die Schülerinnen und Schüler Teil dieser weltweiten Bewegung werden und fordert von ihnen, für ihre Region und ihr Land ganz konkrete Vorschläge zu machen, wie eines der UN-Nachhaltigkeitsziele, die Versorgung mit sauberem und bezahlbarem Trinkwasser, sichergestellt werden kann. Didaktische Analyse Die Unterrichtseinheit ist als Mini-Projekt gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich selbstständig und eigenverantwortlich mit den Problemen Klimawandel und mögliche Wasserknappheit auseinander und kommen gemeinsam zu Lösungsvorschlägen, die dann öffentlich präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Da der zeitliche Aufwand nicht zu groß werden soll, sind Projektziel, Arbeitsgruppen und Projektablauf bereits vorgegeben. Auch auf die klassische Projektstruktur mit einer Leitungs- beziehungsweise Steuergruppe sollte verzichtet werden. Diese kann problemlos durch tägliche Meilensteinsitzungen ersetzt werden, auf denen die Gesamtgruppe alle relevanten Entscheidungen gemeinsam trifft. Das fördert zudem die Identifikation mit dem Projekt. Die Unterrichtseinheit erfüllt damit aktuelle didaktische und methodische Wunschvorstellungen beziehungsweise Ansprüche: Eigenständigkeit, Handlungsorientierung, Meinungsbildung, sinnvoller Medieneinsatz und gesellschaftliche Relevanz. Methodische Analyse Die Unterrichtseinheit kann zu 100 Prozent online stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler müssen nur über Internetanschluss und Endgeräte verfügen. Zentral ist wie bei jedem Fernunterricht ein gemeinsames Netzlaufwerk für kollaborative Produkterstellung (Teams, Lernplattformen, Intranet, notfalls auch Padlet oder Miro). Außerdem braucht man eine Kommunikationsplattform für den Unterricht und die Zusammenarbeit zwischen den Lernenden. Dies kann eine Videoplattform (zum Beispiel Zoom) oder eine andere Kommunikationsplattform (zum Beispiel Slack) sein. Wesentlich ist, dass die Lernergebnisse von den Schülerinnen und Schülern eigenständig und konstruktivistisch in einem digitalen Umfeld, mit digitalen Mitteln entwickelt und in digitaler Form präsentiert und kommentiert werden. Selbst, wenn die Unterrichtseinheit ausschließlich im Präsenzunterricht stattfinden soll, kann sie nur effektiv und zeitnah durchgeführt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler durchgängig digital arbeiten. Alle Arbeitsergebnisse (Lösungsvorschläge der Arbeitsgruppen, Dokumentation der Meilensteinbeschlüsse, Grafiken, Fotos, Texte und Links für die Abschlusspräsentation, Endfassung der Präsentation, Passwörter für die Social Media-Kanäle) müssen allen Projektteilnehmenden in Dateiform in einem gemeinsamen Netzlaufwerk zur Verfügung stehen und von allen verwendet und bearbeitet werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen und erläutern die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Agenda 2030. wissen um den Zusammenhang von Klimaveränderung und Trinkwasservorkommen. stellen konkrete, praktisch umsetzbare Nachhaltigkeitsschritte zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Deutschland vor und begründen diese. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und analysieren Informationen im Internet. werten Diagramme aus. entnehmen Texten Informationen. kooperieren online in Videokonferenzen und gemeinsamen Netzlaufwerken und posten ihre Projektergebnisse in sozialen Netzwerken. führen eine Online-Präsentation ihrer Vorschläge mittels Videokonferenz durch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren, entscheiden und präsentieren im Team. präsentieren und begründen ihre persönliche Meinung in der Gruppe und tragen Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe aus. arbeiten kollaborativ und zielführend an einem gemeinsamen medialen Endprodukt.

  • Wirtschaft / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe II

NPD-Verbotsverfahren

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schülerinnen und Schüler kritisch mit der Frage auseinander, ob ein Verbot der NPD sinnvoll ist. Außerdem erarbeiten sie sich einen Überblick über das bisherige Geschehen.Die Entscheidung im NPD-Verbotsverfahren scheint kurz vor der Tür zu stehen, doch welche Folgen könnte ein solches Verbot haben und wie ist das Verfahren eigentlich verlaufen? Wie reagiert die NPD selbst auf ein drohendes Verbot und welche Gefahren gehen davon aus? Diesen und ähnlichen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler in der vorliegenden Unterrichtseinheit nach. In Einzel- und Gruppenarbeit sowie im Rahmen eines Rollenspiels in Form einer Talkrunde erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Argumente und bilden sich eine eigene Meinung, die sie fundiert vertreten können. Hintergrund Seit den ausländerfeindlichen Übergriffen Ende der 90er Jahre und dem aggressiven Auftreten der NPD wird immer wieder über ein Verbot der Partei diskutiert. 2003 scheiterte ein erstes Verbotsverfahren an den Mitarbeitern des Verfassungsschutzes, die in führenden Positionen der Partei agierten. Seit dem Skandal um die V-Leute und dem Aufdecken des rechtsextremistischen Terrornetzwerkes NSU ist der Ruf nach einem Verbot erneut lauter geworden und mündete 2015 in einem konkreten Verbotsverfahren, welches von der Bundesregierung jedoch nicht unterstützt wird. Selbstständige Erarbeitung Die Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass sich die Schülerinnen und Schüler das Thema weitgehend selbstständig erarbeiten. Bei den einzelnen Aufgaben wird darauf geachtet, dass die Lernenden auf ihr bereits vorhandenes Wissen zurückgreifen können und immer wieder ein Bezug zum aktuellen Stand des Verfahrens hergestellt werden kann. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die NPD und die möglichen Folgen eines Verbots näher kennen. setzen sich selbstständig mit einem komplexen Thema auseinander. entwickeln eine eigene Meinung zum Thema und können diese argumentativ vertreten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig im Internet. lernen unterschiedliche Informationsquellen kennen und bewerten diese kritisch. lernen, wie man Umfragen durchführt und diese auswertet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Standpunkte kennen und bewerten diese. lernen Standpunkte zu vertreten, die nicht ihrer Überzeugung entsprechen. arbeiten im Team. stellen gemeinsam ihre Arbeiten vor. bilden sich eine eigene Meinung über das Verbotsverfahren und lernen gängige Argumente zu hinterfragen.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

QR Advent Calendar

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit begleitet Lernende anhand von Bildausschnitten bekannter Sehenswürdigkeiten im englischsprachigen Raum durch die Adventszeit. Jeden Tag erhalten sie einen neuen QR-Code, mit dessen Hilfe sie Bilder aus englischsprachigen Ländern freischalten, welche sie erkennen und erraten sollen. Adventskalender sind eine sehr beliebte Möglichkeit die Weihnachtszeit zu gestalten. Lösbare Rätsel begeistern jüngere Schülerinnen und Schüler ebenso wie ältere. Diese Einheit verbindet beide Elemente miteinander. Mithilfe von QR-Codes erhalten die Lernenden jeden Tag aufs Neue einen Ausschnitt aus einem Bild, welches eine Sehenswürdigkeit (landmark) in einem englischsprachigem Land darstellt. Die Lernenden sind nun aufgefordert, herauszufinden, um welche Sehenswürdigkeit es sich handelt. Hierzu erhalten sie einen Laufzettel, der am Ende der Weihnachtszeit abgegeben werden kann. Besonders motivierend ist es natürlich, wenn die Lehrkraft Preise für die besten Teilnehmenden vergibt. Landeskundliche Grundkenntnisse und Allgemeinwissen erleichtern das Erkennen und Auffinden der jeweiligen Sehenswürdigkeiten. Der Umgang mit QR-Codes und die gezielte Bildersuche im Internet sind Voraussetzung, dass die Bilder gefunden werden. Die Bilder sind aber so deutlich gehalten, dass sie auch mithilfe von Freunden und Eltern zu lösen sind. Die Schülerinnen und Schüler begegnen auf ihrer Reise durch die Adventszeit mehr oder weniger bekannten Sehenswürdigkeiten. Durch eigenes Recherchieren entsteht Neugierde und Interesse, dies lädt zum Weitersuchen ein. In erster Linie soll die Einheit aber einfach die Adventszeit begleiten und Spaß machen. Gerade in unteren Jahrgangsstufen werden einzelne Schülerinnen und Schüler die Hilfe von Eltern und größeren Geschwistern benötigen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler begegnen bekannten Landmarks und lernen neue Landmarks kennen. lernen neue Wörter zum Wortfeld "Weihnachten" kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit QR-Codes und QR-Readern. lernen selbständiges Recherchieren und das gezielte Suchen und Auffinden von Bildern im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam, tauschen sich aus und ergänzen sich im Verlauf dieser Einheit. nützen gezielt Ressourcen wie ältere Geschwister, Freunde und Eltern.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

WebQuest "Fünf Weltreligionen"

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit den fünf Weltreligionen, die sie anhand authentischer Informationsquellen in Teamarbeit kennen lernen und ihrer Lerngruppe mithilfe von modernen Präsentationsformen vorstellen.Im Rahmen dieses WebQuests untersuchen Schülerinnen und Schüler die fünf Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus. Dabei spezialisieren sich die Schülerteams auf jeweils eine Glaubensrichtung, deren Hauptmerkmale sie im ersten Schritt tabellarisch zusammentragen. Im zweiten Schritt erstellen die Lernenden in kreativer Weise eine Präsentation (zum Beispiel mit PowerPoint oder HotPotatoes) und stellen diese zum Abschluss im Plenum vor. Konzeption Für die Entwicklung dieses WebQuests gab es zwei Hauptmotive: Zum einen ging es mir darum, durch ein bei Jugendlichen positiv besetztes Medium (= Internet) ein motivierendes Lehr-Lernarrangement zu schaffen, das sie auf den Weg zum selbstorganisierten Lernen bringt. Zum anderen wurde nach einer E-Learning-Variante gesucht, die interreligiöses Lernen ermöglicht und gleichzeitig die zahlreichen Chancen digitaler Medien nutzt. Die Evaluation der bisher durchgeführten WebQuests zeigt, dass Schülerinnen und Schüler diese Lernform annehmen. Insbesondere haben die Lernenden im Fach Religion den Methodenwechsel begrüßt. Durchführung Das WebQuest sollte sowohl an die persönlichen Bedürfnisse der Lehrperson als auch an die Lerngruppe angepasst werden. Dazu können die unter "Download" beiliegenden HTML-Dateien beliebig abgeändert werden. Der Ablauf der Lernsituation ergibt sich aus der Bearbeitung der WebQuest-Struktur, beginnend bei der Vorstellung des Themas bis zur Präsentation. Insgesamt umfasst die Lernsituation etwa 14 bis 18 Unterrichtsstunden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Recherche und Auswahl von Informationen andere Glaubensrichtungen exemplarisch kennen lernen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ziel- und ergebnisorientiert arbeiten, indem sie relevante Informationen aus dem Internet oder andere Quellen zur Bearbeitung der WebQuest-Aufgabe heranziehen. moderne Präsentationsformen zur Vorstellung der Weltreligionen nutzen. Sozial- und Individualkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Zusammenarbeit in ihrem Team organisieren und sich dabei rational und verantwortungsbewusst mit anderen Menschen auseinander setzen. den Arbeitsbeitrag und die eigene Rolle in der Gruppe beurteilen, indem sie die WebQuest-Arbeit evaluieren. sich mit anderen Glaubensvorstellungen befassen und dadurch Empathie, Toleranz und Respekt entwickeln.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Insekten: Was sticht mich da und juckt so doll?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Insekten erwerben die Schülerinnen und Schüler Wissen über unterschiedliche stechende Insekten. Sie erfahren, wie man sich vor Insektenstichen schützen kann und welche Erste Hilfe Maßnahmen sie ergreifen sollten.Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser Einheit zunächst die spezifischen Körpermerkmale von Insekten kennen und können so aus einer Anzahl von Abbildungen verschiedener Tiere nur die Insekten isolieren. Insekten sind nicht nur gelegentlich Plagegeister für den Menschen, sondern sie erfüllen auch vielfältige notwendige Aufgaben in der Natur. Die Klasse sammelt Beispiele, die die Nützlichkeit der Insekten für die Natur abbilden. Im zweiten Teil der Einheit werden verschiedene stechende Insekten vorgestellt und in einem Schaubild deren Stechwirkung veranschaulicht: Juckreiz, Schwellung, Rötung und Schmerz. Die Lernenden setzen sich mit Insektenstichen und deren Auswirkungen auseinander und lernen erste Hilfsmaßnahmen kennen. In einem Rätsel überprüfen sie ihr erworbenes Wissen.Das Thema Insekten ist für Grundschülerinnen und Grundschüler sehr bedeutsam und Teil ihrer Lebenswelt. Es kann vorausgesetzt werden, dass jedes Kind verschiedene Insektenarten kennt und/oder Erfahrungen mit stechenden Insekten gemacht hat. Über diese Erfahrungen und Beobachtungen soll gerade zu Beginn der Einheit gesprochen werden. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund können von Insekten ihrer Heimat berichten, die bei uns unbekannt sind. Die jahreszeitlichen Themen Insekten und Insektenstiche werden in anschaulicher Weise durch authentisches Bildmaterial aufbereitet. Naturgetreue Abbildungen von Insekten geben zu vielen Unterrichtsgesprächen Anlass. "Verwirrte" Namen und Bezeichnungen in den Infotexten sollen die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anregen und oberflächlichem "Darüberhinweglesen" vorbeugen. Den Lernenden sollte während dieser Einheit ausreichend Raum und Zeit für Kreativität und Denken auf Umwegen gegeben werden. So können Kompetenzen zum entdeckenden und erforschenden Lernen angebahnt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Insektenarten kennen und entwickeln eine Vorstellung von der Artenvielfalt. lernen die Wirkung von Insektenstichen kennen und wie man sich vor ihnen schützen kann. lernen, Hausmittel zur Linderung und Heilung von Insektenstichen anzuwenden. bauen Vorurteile gegen stechende Insekten ab, indem sie deren Nützlichkeit entdecken. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen themenzentriert Rechercheaufträge im Internet durch. teilen die Ergebnisse ihrer Recherche dem Plenum mit. können eine Grafik lesen und interpretieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ und lernen von den Beiträgen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Primarstufe
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