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Antikapitalismus und Linksextremismus

Kopiervorlage

Mithilfe dieses Arbeitsmaterials erarbeiten die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen Kapitalismuskritik im demokratischen Sinne und der Bedeutung des Antikapitalismus im Linksextremismus.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Antikapitalismus – Du willst doch auch Gerechtigkeit?" im Unterricht. Nach einer ersten Begriffsdefinition entdecken die Schülerinnen und Schüler die Unabhängigkeit von Kapitalismus und Verfassung, indem sie erarbeiten, dass eine kritische oder auch positive Haltung zum Kapitalismus legitim ist und nicht im Zusammenhang mit der Abschaffung der demokratischen Gesellschaft steht. Daran schließt sich die Thematisierung des linksextremistischen Antikapitalismus an. Die Schülerinnen und Schüler erklären seine Forderungen und vergleichen sie mit dem real praktizierten Kommunismus. Abschließend lernen die Schülerinnen und Schüler Steuerelemente und Partizipationsmöglichkeiten kennen, um den Kapitalismus demokratisch zu verändern, indem sie über Mitsprachemöglichkeiten im Kommunismus und in einer Demokratie diskutieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen linksextremistischem und demokratischem Antikapitalismus, indem sie die Merkmale der Begriffsentfremdung erläutern und die Möglichkeit der Kapitalismuskritik im Einklang mit der Verfassung kennen. erkennen den Widerspruch zwischen der linksextremistischen Kapitalismuskritik und den Missständen in kommunistischen Staaten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre Kooperationsfähigkeit in der Pair-und-Share Phase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht. unterstützen sich gegenseitig bei Problemen (Kooperations- und Teamfähigkeit). lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Nachrichtensendungen verstehen und selbst erstellen

Kopiervorlage

In diesem Unterrichtsvorschlag gestalten die Schülerinnen und Schüler eigenständig ein Nachrichtenformat, wodurch die Funktions- und Arbeitsweise einer Nachrichtenproduktion praktisch erfahrbar und nachvollziehbar wird.Nachrichtensendungen sind ein - auch bei Jugendlichen - akzeptierter Informationsvermittler. Sie geben meist in nüchterner Form einen Überblick über das, was wir als Zuschauer wissen sollten, jedenfalls nach der Auffassung der Redaktion, die die Nachrichten zusammengestellt hat. Gerade weil Nachrichten in einer objektiven Weise daherkommen, ist es zu ihrem Verständnis und ihrer Einordnung für Kinder und Jugendliche wichtig, einen Einblick in die Produktionsbedingungen zu erhalten. Die Unterrichtseinheit, in der sich die Schülerinnen und Schüler mit Nachrichtensendungen auseinandersetzen, umfasst die drei Module "Verstehen und Analysieren von Nachrichtensendungen", "Entstehung von Nachrichtensendungen" und "Produktion einer Nachrichtensendung". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Unterschiede zwischen Unterhaltungs- und Informationsformaten. arbeiten allgemeine Merkmale von Nachrichtensendungen und deren Funktion heraus und vergleichen diese mit den Funktionen von anderen Formaten. lernen die Arbeitsbereiche und Produktionsabläufe einer Nachrichtensendung kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren verschiedene Nachrichtenformate, um so gemeinsame Qualitätsmerkmale und Beeinflussungsmöglichkeiten durch unseriöse Berichterstattung zu erkennen. lernen, die Nachrichtenqualität kritisch zu bewerten. vergleichen mehrere Nachrichtensendungen in Bezug auf deren Funktions- und Qualitätsmerkmale. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gestalten in Teamarbeit eine Nachrichtensendung. führen eine Redaktionskonferenz durch.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kärtchenspiel "Bruchteile benennen" mit Lösungen

Kopiervorlage

Bei diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Bruchteile benennen" handelt es sich um eine Kopiervorlage für 36 Aufgabenkärtchen mit rückseitiger Lösung, die auf unterschiedliche Weise zum spielerischen Üben der Bruchrechnung im Bereich der Algebra eingesetzt werden können. Die Kopiervorlage für die Aufgaben-Kärtchen wird doppelseitig auf Papier gedruckt, gegebenenfalls laminiert und an den schwarzen Linien ausgeschnitten. Es gilt den jeweils farbig markierten Bruchteil zu benennen. Verschiedene Spielmöglichkeiten sind denkbar, zum Beispiel: Jedes Schülerpaar beziehungsweise jede Schülergruppe erhält ein Kartenset; die Aufgaben werden entweder gemeinsam oder abwechselnd gelöst und mithilfe der Kartenrückseite kontrolliert. Für jede richtige Antwort wird ein Punkt vergeben. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält ein Kärtchen; die Lernenden bewegen sich im Klassenraum, zeigen vorbeikommenden Mitschülerinnen und Mitschülern ihr Kärtchen und kontrollieren die genannte Lösung mithilfe der Kartenrückseite. Für jede richtige Antwort wird ein Punkt vergeben. Es können auch zwei Teams gebildet werden, die gegeneinander antreten. Hinweis: Die Kopiervorlage ist so formatiert, dass die Lösung der Aufgabe bei doppelseitigem Druck jeweils auf der Rückseite des Aufgabenkärtchens steht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen ikonisch dargestellte Bruchteile. entwickeln Grundvorstellungen von Bruchzahlen. erkennen, wie sie Brüche darstellen können. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben selbständig und spielerisch. kontrollieren ihre Ergebnisse eigenständig.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Primarstufe

Wortschatz "Länder, Nationalitäten, Sprachen"

Kopiervorlage / Interaktives

Mithilfe dieses Arbeitsmaterial üben Grundschülerinnen und -schüler systematisch neuen Wortschatz zum Thema "Länder, Nationalitäten und Sprachen". Dies geschieht mithilfe eines Arbeitsblattes sowie vier interaktiven, digitalen Übungen. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe des Arbeitsblattes Wortschatz zum Thema "Länder, Nationalitäten und Sprachen". Zunächst erhalten sie dazu eine Tabelle mit einigen Ländern, Sprachen und Nationalitäten. Anschließend ordnen sie Chaoswörter und ergänzen Buchstaben. Zum Schluss beantworten sie Fragen zu ihrem Wohnort, ihrem Herkunftsland sowie ihrer Sprache und Nationalität. Darüber hinaus vertiefen sie den Wortschatz mithilfe von vier interaktiven H5P-Anwendungen. Die vier ergänzenden interaktiven Übungen können vor oder nach der Bearbeitung des Arbeitsblatts eingesetzt werden und dienen der Vorbereitung beziehungsweise dem Vertiefen des Inhalts. Die interaktiven Übungen basieren auf verschiedenen Formaten, sodass hier für jede Lernerin und jeden Lerner ein ansprechendes Äquivalent zu finden ist. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich Länder, Nationalitäten und Sprachen. ergänzen und ordnen themenbezogene Vokabeln. beantworten Fragen in ganzen Sätzen. trainieren die Groß-und Kleinschreibung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkompetenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Wortschatz "Klassenfahrt"

Kopiervorlage / Interaktives

Die Schülerinnen und Schüler vertiefen mithilfe des Arbeitsblattes einschlägige Vokabeln zum Thema "Klassenfahrt". In diesem Arbeitsmaterial lernen die Schülerinnen und Schüler einschlägige Vokabeln zum Thema "Klassenfahrt" kennen und erhalten so Gelegenheit, ihren Wortschatz zu festigen. Des Weiteren enthalten die Arbeitsblätter Übungen zur Förderung der Lesekompetenz ; die Lernenden ordnen Sätze der korrekten Reihenfolge zu und fördern so ihr Sprachverständnis. Im ersten Schritt werden die Vokabeln des Textes vorentlastet, indem die Schülerinnen und Schüler die passenden Vokabeln unter die jeweiligen Bilder schreiben. Im nächsten Schritt lesen sie einen kurzen, zerschnipselten Text zum Thema "Klassenfahrt", dessen Sätze sie in die korrekte Reihenfolge bringen sollen. Die drei ergänzenden interaktiven Übungen können vor oder nach der Bearbeitung der Arbeitsblätter eingesetzt werden und dienen der Vorbereitung beziehungsweise dem Vertiefen des Inhalts. Bei den interaktiven Übungen handelt es sich um einen Buchstabensalat, um eine Zuordnungsaufgabe und um ein Quiz. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich "Klassenfahrt". bilden Wörter zum Thema "Klassenfahrt" anhand von Chaoswörtern. trainieren den Aufbau einer E-Mail. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lösen Chaoswörter anhand von Bildern. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkompetenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Wortschatz "Schule" – mit Chatbot-Differenzierungsansatz

Kopiervorlage / Interaktives
0,00 €

Mithilfe dieses Arbeitsmaterials lernen die Schülerinnen und Schüler spezifisches Vokabular zum Thema "Schule" kennen und üben es systematisch ein. Begleitet werden die Arbeitsblätter mit spannenden interaktiven Übungen. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe der Arbeitsblätter spezifische Vokabeln zum Thema "Schule". Zunächst schreiben die Lernenden die passenden Substantive/Nomen mit dem jeweiligen Begleiter unter themenbezogene Bilder. Anschließend markieren sie Wörter, die zum entsprechenden Wortfeld passen, und schreiben sie mit Begleitern in ihr Aufgabenheft. Abschließend füllen sie einen Lückentext aus. In der Zusatzaufgabe bringen die Schülerinnen und Schüler Buchstaben in die richtige Reihenfolge und erhalten die Lösung durch ChatGPT. Das Arbeitmaterial wird durch vier themenbezogene interaktive Übungen ergänzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich "Schule". schreiben Vokabeln zum Thema "Schule" mit Begleitern auf. ergänzen einen Lückentext zum Thema "Schule". erkennen und notieren Wörter anhand von falsch angeordneten Buchstaben (Zusatzaufgabe). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schreiben themenbezogene Vokabeln unter Bilder. korrigieren ihre Lösung mithilfe eines Chatbots (Zusatzaufgabe). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkompetenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Wortschatz "Fahrzeuge" – mit Chatbot-Differenzierungsansatz

Kopiervorlage / Interaktives

Mithilfe dieser Arbeitsblätter trainieren und vertiefen die Schülerinnen und Schüler den Wortschatz zum Thema "Fahrzeuge". In einer Zusatzaufgabe wende Lernende den Wortschatz in einem Chatbot wie ChatGPT an. Zusätzlich stehen vertiefende interaktive Übungen zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe des Arbeitsmaterials das Vokabular zum Thema "Fahrzeuge". Zunächst verbinden die Schülerinnen und Schüler Vokabeln zum Wortschatz "Fahrzeuge" mit den richtigen Bildern. Anschließend ergänzen sie fehlende Buchstaben und lösen Wortschlangen. In der Zusatzaufgabe geben die Schülerinnen und Schüler Vokabeln mit Begleitern zum Themenwortschatz "Fahrzeuge" in ChatGPT ein und schreiben die korrigierte Liste in ihr Heft. Zusätzlich stehen interaktive Übungen zur Vertiefung bereit, mit denen die Schülerinnen und Schüler das Gelernte spielerisch festigen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich "Fahrzeuge". bilden Wörter zum Thema "Fahrzeuge", indem sie Buchstaben ergänzen. trainieren die Groß-und Kleinschreibung, indem sie Wortschlangen lösen. erstellen eine thematische Wortliste (Zusatzaufgabe). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen themenbezogene Vokabeln den passenden Bildern zu. korrigieren ihre Lösung mithilfe eines Chatbots (Zusatzaufgabe). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkompetenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Leibhaftige Kommunikation I: warum wir kooperieren

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel geht es um leibhaftiges Kommunizieren als Ursprung und Voraussetzung unserer Kommunikation und damit auch des Unterrichtens. Es werden der evolutionsbiologische Ursprung leibhafter Kommunikation erläutert sowie praktische Konsequenzen und Möglichkeiten für die Arbeit in der Schule zusammengefasst. In diesem Beitrag geht es nicht um den Unterrichtsinhalt "leibhaftig kommunizieren", sondern um leibhaftiges Kommunizieren als Ursprung und Voraussetzung unserer Kommunikation und damit auch des Unterrichtens. Ergänzend zu diesen Hintergrundinformationen können Lehrkräfte auf praktische Konsequenzen und Möglichkeiten für die Arbeit in der Schule zurückgreifen, welche in dem Arbeitsmaterial "Rituale im Schulalltag: Begrüßung und Unterrichtsstart" Berücksichtigung finden. Grundlegende Motive menschlicher Kooperation Kinder sind von Geburt an hilfsbereit und kooperativ , lernen aber im Laufe ihres Heranwachsens, eher selektiv zu kooperieren, und beginnen, den sozialen Normen ihrer Gruppe zu folgen. Dies hat Michael Tomasello in Studien mit Kindern und Schimpansen herausgefunden. Schon einjährige Kinder unterbrechen ihr Spiel, wenn zum Beispiel eine Person mit einem Tablett in beiden Händen den Raum verlassen will und öffnen dieser die Tür. Diese Vorgänge sind keine Folge der Sozialisation, sondern natürlich und sie beruhen nicht auf sprachlicher Mitteilung ("Bitte öffne die Tür!"), sondern werden vom Kind non-verbal, nämlich gestisch, gelesen. Das nennt Tomasello "geteilte Intentionalität". Dazu gehört ein rekursives Erkennen geistiger Zustände ("Was geschieht mit dir, was hat das mit mir zu tun?"). Daraus folgert Tomasello, dass die grundlegenden Motive geteilter Intentionalität Helfen und Teilen sind: "Wenn sie bei kommunikativen Interaktionen zum Tragen kommen, erzeugen sie die drei grundlegenden Motive menschlicher kooperativer Kommunikation: das Auffordern (Hilfe verlangen), das Informieren (Hilfe in Form nützlicher Information anbieten) und das Teilen von Gefühlen und Einstellungen (soziale Bindungen durch die Erweiterung des gemeinsamen Hintergrunds herstellen)." (Tomasello 2011: 341) Mimik und Gestik als Voraussetzung für den Spracherwerb Eltern, denen Szenen am Sandkasten vor Augen stehen, in denen sich um Eimer und Schippe gezankt wird, oder wenn das eine Eis nicht ausreicht oder partout nicht ins Bett gegangen werden will, werden vom natürlichen Altruismus und der Kooperationsbereitschaft ihres Nachwuchses kaum überzeugt sein. Doch genau das hat Tomasello in seinen Untersuchungen herausgefunden – und mehr noch: Tomasello behauptet, dass es ohne mimische und gestische Wahrnehmung und Kooperation, ohne geteilte Intentionalität also, überhaupt keine verbale Sprachentwicklung gibt. Überspitzt formuliert ist das Lesen von Mimik und Gestik sowohl Voraussetzung von Spracherwerb als auch der Entwicklung eines "Wir-Gefühls" . Wir können über das Hören eines fremdsprachigen Radiosenders (ohne Vorkenntnisse) nicht die Fremdsprache lernen, wir können aber wohl im Urlaub im Ausland mit Händen und Füßen reden und uns mit der Zeit besser und besser verständigen. Zeigegesten und Richtungen Grundlegend sind Zeigegesten , um die visuelle Aufmerksamkeit anderer zu lenken. Eine im Unterricht häufig gebrauchte Geste ist sicher der erhobene Zeigefinger. Phänomenologisch betrachtet ist der Verweisungscharakter des Zeigefingers von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern sehr unterschiedlich. Das Fingerheben des oder der Lernenden sagt: "Ich weiß etwas!" Es verweist auf sich selbst. Der Zeigefinger der Lehrperson zeigt auf jemanden oder auf etwas. Er weist auf etwas (oder jemanden) hin. Er hat einen Richtungssinn. Diese menschliche Fähigkeit unterscheidet uns vom Tier. Hund und Katze können der Richtung des Fingers nicht folgen; bestenfalls folgen sie dem Finger. Sie werden aber nie dem Vogel folgen, auf den wir am Himmel deuten. Sie können kein Ding in der Verlängerungslinie des Fingers erfassen. Die Zeigegeste schafft einen gemeinsamen Raum der Wahrnehmung gemeinsamer Gegenstände und eröffnet Kommunikation. Evolutionsbiologisch dient anscheinend auch die Verkleinerung unserer Pupillen demselben Zweck: Nur weil es das Weiß der Augen gibt, können allein mit den Augen anderen Menschen Richtungen gezeigt werden. Die Pupillen der Tiere können wohl in Richtungen schauen, aber mit den Pupillen anderen keine Richtung zeigen, wie Menschen das tun. Tomasello entwickelt das Gedankenexperiment, dass nicht-sprachliche Kinder auf einer einsamen Insel entweder nicht vokalisieren oder nicht gestikulieren können, und kommt zu dem Schluss, dass nur die gestikulierenden Kinder einander vor einem heraufziehenden Sturm warnen könnten. Er folgert, "dass stimmliche Konventionen kommunikative Bedeutung ursprünglich nur annahmen, weil sie auf dem Rücken von natürlich sinnvollen Gesten transportiert bzw. mit diesen zusammen redundant verwendet wurden." (Tomasello 2011: 350) Perspektiven im Pluralismus der Wahrnehmungen Sprache ist leibhaftig situiert. Das "Wir-Gefühl" schafft gegenseitige Abhängigkeit. Man kann nur gemeinsam einen Tisch aus dem Wohnzimmer tragen. Kinder lernen, andere wie sich selbst zu betrachten, und sehen sich als einer unter vielen (Tomasello 2010: 44). Dieses Lernen beruht in erster Linie auf Beobachtung und dem Lesen des Verhaltens der anderen. "Obwohl Kognitionswissenschaftler diese Tatsache als völlig selbstverständlich voraussetzen, sind Menschen die einzigen Wesen auf diesem Planeten, die die Welt anhand verschiedener potentieller Perspektiven auf ein und den selben Gegenstand konzeptualisieren, wodurch die sogenannten perspektivischen kognitiven Repräsentationen geschaffen werden. Der springende Punkt ist hier, daß diese einzigartigen Formen menschlicher Begriffsbildung entscheidend von geteilter Intentionalität abhängen, und zwar insofern, als der ganze Begriff der Perspektive einen Gegenstand voraussetzt, auf den wir uns gemeinsam konzentrieren und von dem wir wissen, daß wir ihn teilen, ihn aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Perspektivische kognitive Repräsentationen, das ist von größter Wichtigkeit, sind keine Formen menschlicher Begriffsbildung, das mit der Geburt gegeben ist, sondern werden vielmehr von den Kindern konstruiert, wenn sie sich am Prozeß der kooperativen Kommunikation beteiligen – im Hin und Her verschiedener Arten von Diskursen, in denen verschiedene Perspektiven bezogen auf gemeinsame Themen ausgedrückt werden, die Teil des gemeinsamen begrifflichen Hintergrunds sind." (Tomasello 2011: 364). Hier ist mit Händen zu greifen, was Unterricht sein kann : eine Versammlung von Menschen, deren Mittelpunkt der jeweilige Gegenstand des Interesses ist. Alle Aufmerksamkeit ist auf die Sache des Unterrichts gerichtet . Es geht darum, die verschiedenen Perspektiven zu teilen. Ein Pluralismus der Wahrnehmung , der gerade nicht dabei stehen bleibt, zu sagen, das könne jede und jeder sehen, wie sie oder er will, sondern der fragt: "Was siehst du?" Ein Pluralismus der Wahrnehmungen, der nach dem Ursprung der je eigenen Perspektive fragt: "Von woher schaust du so auf den Gegenstand?" Ein Pluralismus, der darum auch weiß, dass alle Wahrnehmung perspektivisch ist und daher alle Perspektiven an einem Tisch sitzen und keine als schiedsrichtende Instanz über dem Tisch. Und schließlich ein Pluralismus der Wahrnehmungen des je einzelnen Gegenstandes, der er selbst ist und bleibt, egal, wie nah wir ihm gemeinsam im Unterricht kommen. Nur weil die Gegenstände des Unterrichts nicht auf den Begriff zu bringen sind, bleiben sie von dauerndem Interesse unserer Anschauung. Das Gemeinsame pluraler Perspektiven ist, dass jede von ihnen offen für andere ist und die eigene schlechthin unverfügbar sich einem selbst erschlossen hat. Literaturverzeichnis Tomasello, Michael (2010). Warum wir kooperieren. Berlin: Suhrkamp. Tomasello, Michael (2011). Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation. Frankfurt/M.: Suhrkamp. Weiterführende Literatur Kutting, Dirk (2021). Bühne frei. Ein Auftrittscoaching für Leib und Seele. Göttingen: V&R.

  • Fächerübergreifend / Pädagogik

Karriere als Elektroniker/-in: Was wünschen sich Azubis für die Zukunft?

Video

Die Lernenden erfahren, was sich Auszubildende im Elektrohandwerk für ihre berufliche Zukunft wünschen. Wohnungen werden "smarter". Ganze Häuser werden verkabelt und vernetzt und immer mehr Autos werden elektrisch angetrieben. Die Zukunft für Auszubildende im Elektrohandwerk scheint gesichert. Doch was wünschen sich Auszubildende ganz persönlich für ihre Zukunft? Diese Frage beantworten echte E-Zubis in einem Blitzinterview auf der Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik "Light + Building". Der Clip ist Teil der Unterrichtseinheit "Meine Zukunft im E-Handwerk" . Dort kann er vor allem als Einstieg und Inspiration um sich mit den Plänen der Schülerinnen und Schüler für ihr eigenes Leben auseinanderzusetzen. Dabei geht es auch umn die Frage, inwieweit eine Ausbildung, speziell eine Ausbildung im E-Handwerk, für die Schülerinnen und Schüler denkbar ist, was sie sich für ihre Zukunft sowohl beruflich als auch privat wünschen. Die Unterrichtseinheit stellt in Arbeitsblättern und Bilderstrecken zum Download sowie in Videoclips die Ausbildungsberufe im E-Handwerk vor, die seit dem Ausbildungsjahr 2021/2022 gelten und ermöglicht den Jugendlichen eine Überprüfung ihrer Selbst- und Fremdeinschätzung anhand der Anforderungen der präsentierten Berufsbilder sowie der gemeinschaftlichen Erarbeitung und Präsentation verschiedener Ausbildungsberufe. Hierdurch erhalten sie neue Anregungen für die Berufswahl. Dabei sollen verstärkt auch Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien für eine Ausbildung in einem elektrohandwerklichen Beruf sensibilisiert werden. Ziel ist es dafür zu sensibilisieren, dass auch eine Ausbildung wichtige und zukunftsträchtige Themen sowie Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Karriere bietet. Der Clip als Teil der Unterrichtseinheit „Meine Zukunft im E-Handwerk“ kann im schulischen Kontext vor allem im Rahmen der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Arbeitslehre, Wirtschaft, Sozialkunde, Technik und Soziales in den Klassenstufen 8 und 9 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie in der Klassenstufe 10 an Gymnasien. Darüber hinaus bietet er Einsatzmöglichkeiten in Projektwochen sowie im fachübergreifenden und fächerverbindenen Unterricht, in dem Themen wie Berufswahl und Berufsorientierung oder Zukunft der Arbeitswelt im Mittelpunkt stehen.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Berufliche Bildung

Lage von Geraden im IR³

Kopiervorlage / Video

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich selbstständig mithilfe eines YouTube-Videos die Lagebeziehungen von Geraden im Raum. Im Anschluss vertiefen sie ihr Wissen anhand von Lasern in einer anwendungsorientierten Aufgabe sowie durch einen abschließenden KI-Check. Im YouTube-Video "15 Lage zweier Geraden im Raum berechnen" lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man die Lagebeziehungen zweier Geraden im Raum bestimmt. In Aufgabe 1 wenden die Schülerinnen und Schüler dieses Wissen in einer anwendungsnahen Situation an. Ein Clubbesitzer plant eine Lasershow. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Lagebeziehungen der Laserstrahlen, zeigen Parallelität bzw. Schnittpunkte und verändern die Geraden so, dass sie windschief sind. In Aufgabe 2 überprüfen die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Künstlicher Intelligenz, wie gut die Lösungen von digitalen Systemen nachvollzogen werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Lagebeziehungen von Geraden im Raum mithilfe von Richtungsvektoren und Punktproben. berechnen Schnittpunkte und erstellen geometrische Argumentationen im Kontext. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein Lernvideo zur eigenständigen Wissensaneignung. überprüfen ihre Ergebnisse mit digitalen KI-Systemen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ an mathematischen Problemstellungen. vergleichen und reflektieren ihre Ergebnisse im Austausch mit anderen oder mithilfe von KI-Systemen.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe II

Politische Partizipation

Kopiervorlage

Diese Unterrichtsmaterialien gehen der konkreten Fragestellung nach, wie sich Bürgerinnen und Bürger politisch beteiligen können. Neben analogem Arbeitsmaterial zum Einsatz im Klassenzimmer, sind digitale Lernangebote enthalten, die sowohl im digitalen Unterricht als auch beim Lernen daheim Verwendung finden können. Der Informationstext "Wie kann man sich politisch beteiligen?" benennt und beschreibt ausgewählte Formen politischer Partizipation . Dabei wird auf eine in der Fachwissenschaft gängigen Unterteilung zwischen verfassten und nicht-verfassten Formen politischer Beteiligung eingegangen, ohne dabei Aspekte der Kontroversität außer Acht zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler notieren in der Erarbeitungsphase in Einzelarbeit Stichpunkte zu den jeweiligen Formen und vergleichen diese anschließend mit ihrem Partner beziehungsweise mit ihrer Partnerin. Gemeinsam fertigen sie kooperativ und kollaborativ in Partnerarbeit ein übersichtliches und strukturiertes Lernplakat an (analog oder digital), das die im Text genannten Möglichkeiten politischer Partizipation aufgreifen soll. Zur Differenzierung steht ein Arbeitsauftrag für Schnelle bereit, der in der Anwendungsphase aufgegriffen werden kann und eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Thematik zu begünstigen vermag. Die in der Erarbeitung erstellten Lernprodukte werden abschließend im Plenum oder virtuell präsentiert und diskutiert. Dabei gehen die Lernenden sowohl auf äußere Merkmale wie Sauberkeit, Ordentlichkeit, Übersichtlichkeit, Strukturiertheit als auch auf inhaltliche und fachliche Kriterien ein. Zur Sicherung können die interaktiven Übungen herangezogen werden, und zwar sowohl im Präsenzunterricht als auch zur Wiederholung und Festigung daheim. Eine weitere Sicherung im Klassenzimmer kann mittels der Methode Meldekette stattfinden. So können alle Lernenden ihren Lernzuwachs verbalisieren und werden aktiv in das Unterrichtsgeschehen integriert. In der Vertiefungsphase/Anwendungsphase diskutieren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Fragestellungen. Diese zielen darauf ab, die persönliche Ebene in den Fokus zu rücken und Erfahrungen, Meinungen und Standpunkte aufzugreifen. Auch ist es an diesem didaktischen Ort möglich neben der Besprechung der Differenzierungsaufgabe auch die Stunde als Gesamtes zu reflektieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen Formen politischer Partizipation. beschreiben und bewerten ausgewählte Partizipationsformen. unterscheiden Beteiligungsmöglichkeiten anhand geeigneter Kriterien. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Sachinformationen aus Texten. erstellen ein strukturiertes Lernplakat zum Thema. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Partnerarbeit, um gemeinsam ein Lernprodukt zu erstellen. diskutieren verschiedene Fragestellungen im Klassenverband und hören dabei aktiv zu, äußern ihre begründeten Meinungen und respektieren die Ansichten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Gruselige Adjektive finden

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsblatt zur Wortschatzarbeit motiviert die Lernenden, passende Adjektive zu gruseligen Nomen mit gleichem Anfangsbuchstaben zu finden. Das Material fördert gezielt die Wortschatzentwicklung und die Rechtschreibkompetenz im Deutschunterricht der Grundschule. Im Mittelpunkt steht ein motivierendes Arbeitsblatt, das die Lernenden dazu anregt, passende Adjektive zu vorgegebenen Nomen mit demselben Anfangsbuchstaben zu finden. Ausgehend von Begriffen wie Monster, Blutsauger oder Werwolf sammeln die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit treffende Eigenschaftswörter. Anschließend tauschen sie ihre Ergebnisse im Plenum aus und vergleichen unterschiedliche Lösungen. Dadurch erweitern sie ihren aktiven Wortschatz und lernen neue sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten kennen. Je nach Lerngruppe kann die Aufgabe vertieft werden, indem gemeinsam passende Adjektive diskutiert und begründet ausgewählt werden. So werden neben sprachlichen Kompetenzen auch die Argumentationsfähigkeit und die Fähigkeit zur gemeinsamen Entscheidungsfindung gestärkt. Eine kreative Weiterführung besteht darin, die gesammelten Begriffe in Partnerarbeit zu einer eigenen Gruselgeschichte zu verarbeiten. Auf diese Weise wird der Wortschatz aktiv angewendet und gefestigt. Das Material eignet sich besonders für thematische Anlässe wie Halloween , kann aber auch flexibel im regulären Unterricht oder im projektorientierten Lernen eingesetzt werden. Illustrationen unterstützen die Motivation und erleichtern den Zugang zur Aufgabe. Die Unterrichtseinheit ermöglicht es Lehrkräften, zentrale Kompetenzen im Bereich Sprache, Schreiben und Wortarten spielerisch und nachhaltig zu fördern. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler bilden passende Adjektive zu vorgegebenen Nomen mit gleichem Anfangsbuchstaben. erweitern ihren aktiven Wortschatz gezielt. wenden Regeln der Groß- und Kleinschreibung korrekt an. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Arbeitsblätter strukturiert zur Wortschatzarbeit. dokumentieren und überarbeiten eigene Ergebnisse. entwickeln kreative Texte auf Basis vorgegebener Begriffe. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über unterschiedliche Lösungsansätze aus. begründen Wortauswahl und treffen gemeinsame Entscheidungen. arbeiten kooperativ an kreativen Schreibaufgaben.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe
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