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HanisauLand Comic-Reihe: spielerisch Politik verstehen

Tool-Tipp

HanisauLand, das Kinderportal der Bundeszentrale für politische Bildung, bietet eine Comic-Reihe an, die Ihren Schülerinnen und Schülern Politik spielerisch näherbringt. Über 300 Folgen zeigen die Versuche der Bewohnerinnen und Bewohner von HanisauLand eine demokratische Gesellschaft aufzubauen.

  • Politik / WiSo / SoWi

Corona-Krise: Die erste Woche ist gemeistert!

Blog

Hallo ihr Lieben, wisst ihr noch, wie oft ich mich bei euch über die fehlende Zeit im Ref beklagt habe? – Gefühlt in jedem Beitrag. :D Jedes Wochenende habe ich mich nach Zeiten gesehnt, wo ich einfach mal den ganzen Tag mit Zopf und Schlabberpulli auf der Couch oder auf unserer kleinen Terrasse verbringen kann. So wie es aussieht, habe ich in den nächsten Wochen tatsächlich dafür ganz viel Zeit. Die Freude darüber hält sich jedoch aufgrund der schwierigen Situation im Moment aber deutlich in Grenzen.

  • Fächerübergreifend

Tanzend die Uhr lernen: Choreografie der Zeitmessung

Unterrichtseinheit

In dieser Doppelstunde zum Thema "Uhrzeit" und "Zeitmessung" steht ein körperbetonter und spielerisch-kreativer Umgang innerhalb des Mathematik- und Sachunterrichts im Mittelpunkt. Ansätze aus dem Tanz ermöglichen es den Lernenden, das Unterrichtsthema durch einen körperlichen Zugang zu erfahren. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Logik und Funktionsweise der Uhr durch einfache Bewegungsspiele, um so "tanzend die Uhr zu lernen". "Flitzer-Spiel": tanzend die Uhr lernen Die Funktionsweise der Uhrzeit wird in einem "Flitzer-Spiel" durch die Schülerinnen und Schüler nachgestellt. Es gibt feste Spielregeln, die alle Kinder verstehen und anwenden können. Jede Schülerin und jeder Schüler hat eine bestimmte Rolle (Zeiger, Zahl, Gong) und entwickelt dazu eine tänzerische Bewegung, die die Charakterisierung der Uhrzeit unterstützt. Die Rollen werden so verteilt, dass alle Kinder mit eingebunden werden können – teilweise auch entsprechend ihrer Neigungen und Talente (sportlich / musikalisch / kognitiv / kreativ). Dieses Spiel wird zunächst als "Basisversion" erlernt und in der folgenden Unterrichtsstunde durch komplexere Regeln entsprechend der Funktionsweise der Uhr ergänzt. Vorbereitung Die Unterrichtsreihe kann von einer Lehrkraft mit Spaß an Bewegung sowie Lust am freien Tanzen allein durchgeführt werden. Erfahrung im kreativen Umgang mit Bewegung und Musik sind von Vorteil. Es empfiehlt sich, einen Tänzer beziehungsweise eine Tänzerin oder einen Tanzpädagogen beziehungsweise eine Tanzpädagogin unterstützend hinzuzuziehen. Die Unterrichtseinheit findet in einem Bewegungsraum statt. Am besten eignet sich eine Turnhalle (Feldlinien können gut als Uhr-Umrandung genutzt werden). Benötigtes Material Schwungtuch laminierte Zahlen 1 bis 12 auf der Vorderseite, 13 bis 24 auf der Rückseite. Alle Zahlen sind mit einer Schnur versehen, deren beide Enden an der Oberkante befestigt sind, sodass man sich die Nummer umhängen kann. Markierungen auf dem Boden für die Zahlen (Reifen, Punkte, Seile) Gong kurzes und langes Schwert (beispielsweise eine Holzlatte oder ein Besenstiel) Trommel und Schlägel für die zweite Unterrichtsstunde Musikanlage für die zweite Unterrichtsstunde Uhrzeiten und Zeiträume durch körperliche Bewegung und Spiel erfahren Die Uhrzeiten zu lesen wird in der Grundschule gelernt. Das Thema ist für die Kinder von großer praktischer Bedeutung und im Alltag eines jeden Kindes relevant. Für die Durchführung dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Uhrzeit und Zeitmessung" brauchen die Kinder keine besonderen Vorkenntnisse oder Fähigkeiten, abgesehen von einem normalen sozialen Spielverhalten. Didaktisch-methodische Analyse Durch die systematische Abfolge des Uhrzeit-Spiels und wiederkehrende choreografische Elemente werden die Struktur eines Ziffernblattes der Uhr und der Lauf der Zeiger deutlich gemacht. Die Kinder lernen kognitiv komplexe Inhalte durch körperliche Erfahrung und emotionsbasierende Spiele. Abfolgen werden durch Erfolgserlebnisse und die damit verbundene Freude gefestigt. Die Praxis zeigt, dass das Erlernen der Uhrzeit auf rein kognitiver Ebene anhand eines Arbeitsmaterials in zweidimensionaler Struktur bei Kindern keinen Erfolg bringen muss. Richtungsunsicherheiten und strukturelle Unsicherheiten können bei Kindern zum fehlerhaften Erlesen der Uhrzeit führen. Deswegen sind die tänzerische Bewegung und das Laufen von Zeiträumen in dieser Unterrichtseinheit tragend. Der Körper lernt und führt durch, sodass die Kinder kognitiv davon profitieren können. Strukturelle Verständnisschwierigkeiten beim Ablesen der Uhr können durch ein sinngebendes Spiel mit Wiederholungen, Spaß und Rhythmus auf ästhetischer Ebene gefestigt werden. Das Spielen in der Klassengemeinschaft, im Gruppenensemble, macht sehr schnell deutlich, ob die Abläufe funktionieren und somit verstanden werden. Das Üben über den Körper ist kindgerecht und spielerisch. Trotzdem werden die Inhalte durch die Spielstruktur angewandt, geübt und somit verstanden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand eines Bewegungsspiels die Uhr zu lesen. erkennen die strukturellen Spielaspekte und übertragen diese auf den Gegenstand der Zeitmessung. bilden körperlich die rhythmischen Wiederholungen ab und werden anhand dieser tänzerischen Elemente in ihrem Ausdrucksvermögen sowie in ihrem Körperbewusstsein gestärkt. entwickeln eine eigene Bewegungsabfolge und werden dadurch zum kreativen Schaffen angeregt. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung ihrer Einzelaufgabe im Ablauf des Spiels in Bezug auf vor- und nachfolgende Kinder. fügen sich rhythmisch in das Gruppengeschehen ein. erkennen die Gesamtheit der Abfolgen im Uhrzeit-Spiel und unterstützen dieses mit Engagement.

  • Ich und meine Welt
  • Primarstufe

Wochenplan-Arbeit: Vorbereitung und Durchführung der Methode im Unterricht

Fachartikel
5,99 €

In diesem Artikel zum Wochenplan in der Grundschule sowie den Sekundarstufen wird erläutert, wie Sie die Klasse mit der Wochenplan-Arbeit vertraut machen und das Material für Wochenpläne so vorbereiten können, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten können. Dieser Artikel baut auf den Grundlagen der Wochenplanarbeit auf und führt die Ideen mit konkreten Tipps für den Schulalltag fort. Wochenpläne in der Klasse einführen Eine unzureichende Vorbereitung der Wochenplanarbeit kann dazu führen, dass die Schülerinnen und Schüler organisatorisch über- und fachlich unterfordert sind, weil sie sich die Inhalte nicht in dem Maße erschließen, wie es im Idealfall möglich wäre. Trödeln, Ablenkungen und Nebenbeschäftigungen sind die Folge, außerdem sinkendes Interesse an den Inhalten. Eine planvolle Vorbereitung der Klasse sollte nach Möglichkeit kleinschrittig erfolgen. Dazu empfiehlt es sich, zunächst Lerninhalte zu wählen, für die in der jeweiligen Altersgruppe ein hohes Grundinteresse anzunehmen ist. Die Lehrkraft kann den Schülerinnen und Schülern außerdem altersgerecht erklären, welche Vorteile das selbstbestimmte Lernen für sie haben kann. Als Vorübung kann die Lehrkraft den geschlossenen Tagesplan einführen: Zu Beginn des Schultages erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Tagesplan mit Aufgaben. In jeder für diese Lernform vorgesehenen Unterrichtsstunde erhalten sie Zeit, an ihren Tagesplänen zu arbeiten. Reihenfolge und Tempo bestimmen sie dabei selbst. Am Ende des Tages werden Inhalte verglichen und Lernerfahrungen ausgetauscht. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in einem Stuhlkreis die Möglichkeit, zu erzählen, was ihnen gefallen hat und was nicht, und die Tagesplanarbeit mit dem konventionellen Unterricht zu vergleichen. Als nächster Schritt kann ein geschlossener, fachinterner Wochenplan in Angriff genommen werden. Darauf aufbauend kann ein geschlossener, fachübergreifender Wochenplan stehen. So erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Vorbereitung des Lernstoffs und der Materialien Zur inhaltlichen Vorbereitung eines geschlossenen Wochenplans stimmt die Lehrkraft zunächst die individuellen Lernziele der Schülerinnen und Schüler mit dem Lehrplan ab. Anschließend sammelt oder entwirft sie entsprechende Lehrmaterialien, wobei visuelle, auditive und haptische Materialien berücksichtigt werden sollten. Folgende Materialien können beispielsweise genutzt werden: Lernvideos : Öffentlich zugängliche oder selbstproduzierte Lernvideos ersetzen den Frontalunterricht insofern, als sie Input geben. Die Schülerinnen und Schüler können Erklärvideos oder Teile davon beispielsweise aus der Sammlung zum Thema E-Learning zu Hause zum so oft sehen, wie sie möchten. Bei selbstproduzierten Videos kann die Lehrkraft interaktive Elemente einbauen und die Schülerinnen und Schüler auffordern, bestimmte Aufgaben zu lösen oder kleine Experimente zu machen. Präsentationen (zum Beispiel PowerPoint) können ähnlich eingesetzt werden wie Lernvideos. Audios : Wie bei Videos kann die Lehrkraft auch bei Audios auf existierendes Material zurückgreifen oder eigenes Material einsprechen. Lesetexte : Abhängig vom jeweiligen Fach können sowohl literarische Texte als auch Sachtexte eingesetzt werden. Arbeitsblätter und Lösungen : Sie stellen häufig das Herzstück der Erarbeitung dar. Die Lehrkraft achtet darauf, dass Lösungsbögen zur Selbstkontrolle nicht zu leicht zugänglich sind. Sie kann sie zum Beispiel am Ende der Woche ausgeben, damit die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse kontrollieren können. Protokolle für Experimente : Sollen die Schülerinnen und Schüler Experimente machen, können sie diese mithilfe von Protokollen dokumentieren. Interaktive Übungen : Gerade Jugendliche sind häufig für digitale Lernformen zu begeistern. Auf https://h5p.org/ können Lehrkräfte kostenlos interaktive digitale Formate wie "Drag the words", Tests oder Quiz oder Vokabelkarten erstellen. Hilfsmittel : Wörterbücher, Taschenrechner, Formelsammlungen, Grammatiken, Bücher aus der Schulbibliothek, das Lehrbuch des betreffenden Faches, Material für Experimente oder Ähnliches sollten in die Wochenpläne aufgenommen werden. Besonders in der Anfangszeit benötigen die Schülerinnen und Schüler möglicherweise noch Unterstützung in diesem Bereich. Der Wochenplan selbst ist eine Art Aufgabensammlung mit Anleitungen. Dabei muss für die Schülerinnen und Schüler klar ersichtlich sein, welche Aufgaben zum Pflichtbereich gehören und welche zum Wahlbereich . Auch der ungefähre zeitliche Rahmen, der für eine Aufgabe angenommen wird, kann vermerkt werden. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren, wie lange sie selbst gebraucht haben. So können sie einschätzen, ob sie eher schnell oder langsam arbeiten. Unterrichtsablauf Zu Beginn der Wochenplanarbeit ist es wichtig, dass die Lehrkraft den Ablauf für alle Schülerinnen und Schüler transparent macht: Wie läuft der Unterricht ab? Wann ist welche Arbeitsform erlaubt? Welche Hilfsmittel können genutzt werden? In welchen Situationen kann die Lehrkraft um Hilfe gebeten werden? Sind die Inhalte prüfungsrelevant? Die Schülerinnen und Schüler sollten Zeit haben, alle wichtigen Fragen zu klären. Anschließend wird der zeitliche Rahmen vereinbart, den die Schülerinnen und Schüler für die Bearbeitung des Stoffes haben, ebenso die Organisationsform als Hausaufgabe oder Präsenzunterricht . Videos, Audios und Präsentationen können beispielsweise als Hausaufgabe aufgegeben werden. Im Unterricht machen die Schülerinnen und Schüler dazu in Partner- oder Gruppenarbeit Aufgaben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Materialien im Unterricht zu bearbeiten. Die Voraussetzung dafür sind allerdings ausreichende Computerarbeitsplätze. Der Raum kann während des Wochenplanunterrichts den Bedürfnissen entsprechend umgestaltet werden. Schülerinnen und Schüler höherer Klassenstufen können sich –natürlich unter Berücksichtigung der Aufsichtspflicht – auf verschiedene Räume verteilen. Häufig werden Wochenpläne pro Tag eine Stunde lang bearbeitet. Bei weniger erfahrenen Schülerinnen und Schülern kann dies schon recht lang sein. Hier ist für den Anfang auch eine kürzere Zeit denkbar. Erfahrenere Schülerinnen und Schüler können durchaus mehr Zeit am Tag mit dem Wochenplan verbringen. Zum Ende der Woche schließt die Klasse die Arbeit an den Wochenplänen gemeinsam ab. Hier kann die Lehrkraft beispielsweise die Lösungen verteilen, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsblätter kontrollieren. Und die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse aus Wahlaufgaben vor der Klasse. Ganz am Schluss steht das Feedback als wichtige Möglichkeit, sich über das Lernen mit dem Wochenplan auszutauschen. Das kann entweder mündlich (vor allem mit kleineren Kindern) oder schriftlich mithilfe von Feedbackbögen geschehen.

  • Fächerübergreifend

Papierloses Klassenzimmer

Fachartikel

Dieser Fachartikel zur Organisationsentwicklung zeigt auf, wie bisher papiergebundene Prozesse des Unterrichtsalltags durch digitale Abläufe ersetzt werden können. Beispielhaft dargestellt wird dies am Projekt "Papierloses Klassenzimmer" der Bremer Europaschule SZ SII Utbremen (SZUT). Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital". Hintergründe zum Projekt "Papierloses Klassenzimmer" Gegenstand des Projektes "Papierloses Klassenzimmer" war die Ausstattung einer Pilotklasse aus dem Bildungsgang "Doppelqualifikation Informationstechnischer Assistent/in" der Europaschule SZ SII Utbremen mit Tabletcomputern und damit einhergehend die Ablösung papiergebundener Prozesse durch digitale. Die Schülerinnen und Schüler sollten als zukünftige IT-Fachkräfte professionelle Werkzeuge kennenlernen, welche es ihnen ermöglichen, kooperativ in beruflichen Handlungssituationen zu arbeiten, Inhalte zusammenzuführen sowie Daten und Ressourcen zu verwalten (zum Beispiel GIT, Scrum). Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Endgeräte beispielsweise, um Algorithmen nachzuvollziehen, eigene Algorithmen zu entwerfen (Entwicklungsumgebungen, Testverfahren etc.) und diese professionell darzustellen (UML-Diagramme, PAP, Struktogramme etc.). Sowohl die Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler arbeiteten in dieser Zeit ausschließlich mit digitalen Tools zur Kommunikation, Kollaboration und Organisation ihrer Unterrichtsprozesse. Den ausführlichen Erfahrungsbericht finden Sie im Download-Bereich. Grundlegende Erkenntnisse aus dem Projekt sowie konkrete Vorschläge für den Fachunterricht werden im Folgenden dargestellt. Der pädagogische Mehrwert papierloser Klassenzimmer Papierlose Klassenzimmer bieten einige Vorteile im Hinblick auf die Erleichterung von Unterrichtsprozessen. Nicht nur haben die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsmaterialien in Form ihrer persönlichen Endgeräte immer dabei, die digitale Unterrichtsgestaltung ist auch unabhängig von schulischen Rechner-Räumen möglich. Kollaboratives Arbeiten kann mithilfe digitaler Tools wesentlich einfacher und motivierender gestaltet werden und wichtige Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden gefördert. Im Rahmen des Unterrichts lernen sie verschiedene digitale Werkzeuge kennen und nutzen diese auch, um eigene Produkte wie zum Beispiel Erklärvideos oder digitale Flyer herzustellen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 3). Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, Bedarfe zu formulieren und geeignete Lösungen zu identifizieren beziehungsweise diese an ihre Bedürfnisse anzupassen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 5). Zudem lernen sie Gestaltungsmittel kennen und analysieren vorhandene Medien bezüglich dieser. Den Schülerinnen und Schülern wird ein kritischer Umgang mit Medien sowie Wissen hinsichtlich der rechtlichen Vorgaben bei der Erstellung und Nutzung von digitalen Medien vermittelt (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 6). Die beleuchteten Chancen und Risiken fließen wiederum in die eigene Produktion von Medien ein. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler Tools im Sinne des Datenschutzes und der Datensicherheit bezüglich ihrer Eignung zu hinterfragen. Der Speicherort der Daten und die Bewertung der Sicherheit werden besonders beleuchtet. In Bezug auf personenbezogene Daten soll hier eine Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler erfolgen (siehe KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt , Kompetenzbereich 4). Konkrete Beispiele für papierlosen Fachunterricht in der Berufsschule Mathematik-Unterricht Verfügt die Klasse zum Beispiel über entsprechende Notebooks können Programmiertechniken erlernt werden. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Programme, mit denen Polynome abgeleitet, Werte mithilfe des Newton-Verfahrens angenähert und lineare Gleichungssysteme mithilfe des Gauß-Verfahrens gelöst werden können. Eine besonders enge Vermaschung von Unterrichtsinhalten kann erzielt werden, wenn beispielsweise Inhalte des Physik-Unterrichts einbezogen werden: Die Lernenden entwickeln ein Programm, bei dem Vektoren zur Steuerung eines simulierten Raumschiffs genutzt werden. Informatik-Unterricht Im Informatik-Unterricht erweisen sich schülereigene Notebooks insofern als besonders nützlich, als dass die Schülerinnen und Schüler ihre gesamten Arbeitsmaterialien immer zur Verfügung haben. Werden Projekte in einem Framework wie zum Beispiel "Eclipse" angelegt, so werden auf dem lokalen PC Projektordner erstellt, welche die bearbeiteten Dateien enthalten. Schülerinnen und Schüler versäumen so nicht mehr, ihre Projekte auf die persönlichen Laufwerke zu speichern. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit am eigenen Gerät die Möglichkeit, ihre Arbeitsumgebung nach ihren persönlichen Wünschen einzurichten. Besonders in Bezug auf die Arbeit mit Quellcode sind hier die Verwendung von Farben zum Hervorheben von Code-Elementen oder bestimmte Erweiterungen der Software (sogenannte Extensions) zu nennen, mit welchen die Schülerinnen und Schüler ihren Code zum Beispiel auf Qualität hin überprüfen lassen können. Weiterhin ist ein "nahtloseres" Arbeiten an Aufgaben möglich. Viele Praxis-Projekte erfordern auch eine Weiterarbeit nach Unterrichtsschluss . Hier gibt es im schulischen Alltag bisher oft Probleme, da die Schulrechner anders konfiguriert sind als die Heimrechner (zum Beispiel Verwendung unterschiedlicher Softwareversionen), was zu Problemen bei der Ausführung einzelner Programme und demnach zu Demotivation seitens der Schülerinnen und Schüler führen kann. Die Arbeit mit schülereigenen Geräten kann hier Abhilfe schaffen und zum Beispiel auch bei Unterrichtsausfall genutzt werden. Englisch-Unterricht Im Rahmen des Englisch-Unterrichts eignen sich digitale Geräte und Tools besonders für den kreativen Bereich . Hier einige Beispiele: Radioshow: Die Schülerinnen und Schüler stellen im Rahmen des Abiturthemas "Canada” als gemeinsames Produkt eine Radio-Show her, welche sich unterschiedlichen berühmten Persönlichkeiten aus Kanada widmet. In diesem Zusammenhang werden Kleingruppen gebildet, die verschiedene Inhalte produzieren sowie eine Moderationsgruppe gegründet, die für die Zusammenführung der Inhalte verantwortlich ist. Die Lernenden setzen in dem Kontext Audioaufnahme- und Bearbeitungsprogramme ein und informieren sich über die Verwendung von lizenzfreien Jingles und Musikstücken. Kommunikation mit Partnerklassen: Über Plattformen wie Skype können Klassen mit anderen Schülerinnen und Schülern aus Europa digital kommunizieren. So verabreden sie sich zum Beispiel zu einem Call mit einer Klasse aus Athen und tauschen sich über die unterschiedlichen Lebensweisen und Kulturen aus. Grammatik-Prüfung mithilfe digitaler Tools: Mit Plattformen wie "Grammarly" können die Lernenden ihre Texte auf grammatikalische Richtigkeit überprüfen lassen. Fehler werden nicht nur angezeigt, sondern auch die jeweiligen Grammatikregeln werden aufgezeigt. Zudem bietet sich die Peer-Review Funktion von Plattformen wie "itslearning" an. Die Schülerinnen und Schüler laden ein Dokument mit einem Fließtext hoch und nach Ablauf der Einreichungsfrist weist das System automatisch jedem eine festgelegte Anzahl von Dokumenten zu, welche direkt im Browser bearbeitet werden können. So können die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig Feedback geben und durch die Textkorrektur anderer lernen, sich ihrer eigenen Fehler bewusst zu werden.

  • Fächerübergreifend

Das Einmaleins – Wir erkunden Tauschaufgaben

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsmaterial fokussiert die Bedeutung und den Nutzen der Tauschaufgaben innerhalb des Einmaleins. Die Kinder erforschen aktiv die Ergebnisse von Tauschaufgaben und stellen die Identität dieser fest.Das vorliegende Material ermöglicht die aktive Auseinandersetzung mit der Kommutativität der Multiplikation. Dadurch erkennen die Kinder, dass die Tauschaufgaben ihnen helfen können Aufgaben schneller zu lösen. Außerdem erfahren sie Zahlbeziehungen innerhalb des kleinen Einmaleins und stellen Bezüge zwischen den oftmals getrennt einstudierten Einmaleinsreihen her, sodass sie ein umfassenderes Zahlbeziehungsverständnis erlangen. Während die Schülerinnen und Schüler zunächst vorgegebene Tauschaufgaben einander zuordnen, vergleichen sie in einem zweiten Schritt die beiden Produkte zweier Tauschaufgaben, um die Beziehung zwischen den Aufgaben herzustellen. Anschließend wenden die Lernenden dieses Wissen an, um Tauschaufgaben zu berechnen und reflektieren ihre eigenen Stärken, indem sie die für sie einsichtigere Tauschaufgabe erkenntlich machen. Zuletzt fügen die Schülerinnen und Schüler eigens die passenden Tauschaufgaben zu vorgegeben Aufgaben des 1x1 hinzu. Kleine Einmaleins-Forscher sind innerhalb dieses Arbeitsmaterials gefragt! Weitere Übungsmöglichkeiten zur Festigung der Kernaufgaben und Vertiefung für Rechenprofis bietet das Arbeitsmaterial Einmaleins-Rätselspaß . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Kommutativität innerhalb der Multiplikation. wenden ihre Erkenntnisse in der Berechnung von Tauschaufgaben an. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über ihre Erkenntnisse hinsichtlich der Produkte aus.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Primarstufe

Remixing Kafkas "Die Verwandlung": Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" setzen sich die Schülerinnen und Schüler performativ mit der Verwandlung als einem Motiv der Kulturgeschichte auseinander. Sie gehen mehreren Fragen nach: Wer verwandelt wen zu was aus welchen Motiven? Mit welchen Mitteln wird verwandelt? Welche Wirkungen ergeben sich für die Verwandelten, die Umwelt oder die Gesellschaft? Anhand von ihnen bekannten Beispielen aus Literatur, Film und Fernsehen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler das Thema Verwandlung kreativ und setzen es mit Mitteln der Foto- und Videobearbeitung um. In dieser Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass sich in Verwandlungsmotiven Ängste und Wünsche von Gesellschaften spiegeln. Nach einem kurzen motivgeschichtlichen Rückgriff in Form eines performativen Vortrags sollen die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Verwandlungsmotiv gestalten und darin ihre Zukunftswünsche oder -ängste kreativ mithilfe von Video- und Fotobearbeitung zum Ausdruck bringen. Voraussetzungen Die Unterrichtseinheit "Remixing Kafkas 'Die Verwandlung': Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte" ist im Rahmen des Programms Generation K entstanden und wurde mit der Methode Learning Through The Arts (LTTA) in Kooperation der Künstlerin Sabine Felker und des Künstlers Jürgen Waldmann mit dem Gymnasiallehrer Gerd Kremer gestaltet. Die Unterrichtseinheit ist dementsprechend als Tandem-Unterricht zwischen einer Lehrkraft und mit der Schule kooperierenden Künstlerinnen und Künstlern konzipiert. Falls an Ihrer Schule keine Kooperationen mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern bestehen, kann die Unterrichtseinheit auch von mehreren Lehrkräften im Team durchgeführt werden (idealerweise sollte eine der Lehrkräfte eine Affinität zu der hier angewendeten Kunstform Performance aufweisen). Es ist auch denkbar, ein oder zwei Schülerinnen und Schüler für die Performance einzubinden. Benötigtes Material Videoprojektor Laptop (für die Zuspielung der Fotos in den Videomischer) Videokamera und Stativ Videomischer mit Chroma-Key-Funktion oder vorinstallierte Software für Chroma-Key-Effekte Greenscreen-Hintergrund (Stoff oder Pappe), wenn eine Bildfreistellung mittels Live-Greensreen umgesetzt wird einführender Text zum Thema Verwandlung ein Aufgabenblatt pro Gruppentisch Bildmaterial zum Thema Verwandlung (beispielsweise Wolverine, Gollum, Vampir, Arachne, Käfer aus "Die Verwandlung", Werwolf, Spiderman, Die Schöne und das Biest et cetera) Die Kostüme für die Performerinnen beziehungsweise Performer sind frei wählbar. Es bietet sich an, eins der im einführenden Text genannten Wesen darzustellen. Hier: zwei Personen in weißen (Arzt-)Kitteln, eine trägt nach der Verwandlung zusätzlich eine Eselsmaske. Raumvorbereitung Vor der Tafel wird ein "Rednerpult" inszeniert. Die Tische sind zu Vierer-Gruppentischen zusammengestellt. Didaktisch-methodische Überlegungen Mithilfe der Unterrichtseinheit "Remixing Kafkas 'Die Verwandlung': Verwandlung als Motiv der Kulturgeschichte" werden die kontextuelle Abhängigkeit und die kulturgeschichtliche Bedeutung des Verwandlungmotivs erkennbar. Durch die künstlerische Auseinandersetzung in Gruppenarbeiten wird die eigene Haltung zur Disposition gestellt und geschärft. Das kreative Spiel mit der Verwandlung und Veränderung auf der visuellen Ebene sind wesentliche Aspekte von Videobearbeitung im Medienkunstkontext. Video- und Fotobearbeitung sind zudem Bestandteil der alltäglichen Kulturpraxis von Kindern und Jugendlichen. Diese Form eignet sich daher besonders, das Thema "Verwandlung" ästhetisch aufzugreifen. Die zusätzliche Integration von Performance in die Bearbeitung des Themas ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, sich mittels darstellender Kunst zum Inhalt in Beziehung zu setzen. Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit ist eingebettet in eine Unterrichtsreihe zu Franz Kafka. Dabei ist es von Vorteil, wenn Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" den Schülerinnen und Schülern vor der Durchführung dieser Doppelstunde bereits bekannt ist. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden einen kreativ-künstlerischen Umgang mit Themen der Lektüre beziehungsweise Gesellschaftsthemen an. erkennen, welche kulturgeschichtliche Bedeutung das Motiv der Verwandlung hat. lernen künstlerische Formen und Präsentationsmöglichkeiten kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Inszenierungskonzept / einen performativen Vortrag unter Einbeziehung von Medien. erarbeiten sich die Möglichkeiten, Funktionsweise und Anwendung digitaler Foto- und Videosoftware. lernen den künstlerischen Prozess des "Remixes" kennen: Vorhandenes künstlerisches Material (wie hier bekannte verwandelte Figuren aus Film, Fernsehen und Literatur) wird neu angeordnet und kontextualisiert. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, kreative Prozesse mit anderen abzustimmen und zu gestalten. entwickeln eigene Ideen, formulieren und präsentieren diese. entwickeln eigene Haltungen zu Themen und stellen diese zur Diskussion.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II

Lernen mit dem Wochenplan: Grundlagen und Vorteile des Offenen Unterrichts

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zum Thema Wochenplan-Arbeit gibt einen Überblick über Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten der Methode im fachbezogenen oder fächerübergreifenden Unterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufen. Vorteile der Wochenpläne wie eigenverantwortliches Lernen und Zeitmanagement werden dabei ebenso diskutiert wie nötige Voraussetzungen und mögliche Schwierigkeiten. Grundlagen der Arbeit mit dem Wochenplan Die Wochenplanarbeit ist ein Unterrichtsmodell, bei dem Schülerinnen und Schüler innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens – meistens einer Woche – selbstständig und selbstgesteuert Inhalte erarbeiten. Als Grundlage dient der Wochenplan, in dem Lernziele und Arbeitsschritte konzipiert sind. Hier ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig: Das Lernziel muss formuliert und in Teilschritte heruntergebrochen werden. Die Arbeitsmaterialien müssen zielgruppengerecht ausgewählt, beschafft und bereitgestellt werden. Und schließlich muss auch die Klasse die Arbeitsweise mit Wochenplänen erst lernen. Bevor aber die Vorbereitung und Einführung des Wochenplans erfolgen kann, geht es wie hier um eine Annäherung an die Methode. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptprinzipien, nach denen Wochenplanarbeit organisiert werden kann: Bei offenen Wochenplänen definieren die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Lernziele, Lerninhalte und Arbeitsformen selbst. Diese Organisationsform setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenmotivation voraus, sodass sie sich vor allem für Schülerinnen und Schüler eignet, die bereits Erfahrungen mit geschlossenen oder halboffenen Wochenplänen haben. Daher sollen sie in diesem Artikel nicht im Mittelpunkt stehen. Geschlossene Wochenpläne werden von der Lehrkraft vorgegeben. Die Lehrkraft definiert dabei Lernziele und -inhalte, konzipiert entsprechende Aufgaben und stellt die benötigten Materialien und Hilfsmittel zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können auf Grundlage dieser Vorbereitung im eigenen Rhythmus arbeiten. Durch die Gliederung in Pflicht- und Wahlbereiche kann die Lehrkraft den Lernenden außerdem die Möglichkeit eröffnen, inhaltlich eigene Schwerpunkte zu setzen. Zusätzlich können später ganz freie Zusatzaufgaben hinzukommen, die die Schülerinnen und Schüler noch einen Schritt weiter in Richtung selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen anleiten. Wochenpläne können entweder an ein Fach gebunden sein, das mehrfach in der Woche auf dem Stundenplan steht, oder an eine Lehrkraft, die in der Klasse mehrere Fächer unterrichtet. Auch in Zusammenarbeit mit einer oder mehreren anderen Lehrkräften lassen sich fächerübergreifende Wochenpläne organisieren. Wichtig ist dabei die Sicherung der Ergebnisse und der gemeinsame Abschluss der Arbeit am Ende der Woche. Vorteile der Wochenplanarbeit Wochenpläne arbeiten stärker als konventioneller Frontalunterricht mit der intrinsischen Motivation der Schülerinnen und Schüler. Als reformpädagogisches Konzept setzen sie darauf, dass sich Kinder und Jugendliche aus eigenem Interesse mit der Welt auseinandersetzen, sich Wissen erarbeiten und lernen möchten. Diese natürliche Neugier kommt im Frontalunterricht nur selten zum Tragen: Durch die passive Haltung, die Schülerinnen und Schüler hier einnehmen, verlernen sie, das eigene Interesse und die eigene Neugier als Antrieb zum Lernen zu nutzen. Mithilfe der Wochenplanarbeit lernen Schülerinnen und Schüler, ihren Wunsch nach Verständnis in aktive Lernprozesse umzusetzen. Dabei verändert sich das Rollenverhältnis zwischen ihnen und der Lehrkraft: Die Lernenden sind aktiv , die Lehrkraft spielt eine unterstützende Rolle . Ein weiterer Vorteil der Wochenplanarbeit liegt in ihrem Potenzial zur Binnendifferenzierung im Sinne einer individuellen Förderung : Nicht nur Arbeitstempo, Reihenfolge und Lernmethoden können individuell bestimmt werden. Auch die Lernziele und -inhalte können variieren. In der geschlossenen Wochenplanarbeit kann die Lehrkraft auch individuelle Pläne erstellen, die auch Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, geringen Deutsch-Kenntnissen oder überdurchschnittlicher Begabung berücksichtigen. Nicht zuletzt fördert die Wochenplanarbeit die methodischen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler: Sie lernen ihren persönlichen Lerntyp , ihr Lernverhalten sowie ihre Vorlieben besser kennen und können bezogen auf ihr Zeitmanagement die Dauer ihres Lernprozesses besser einschätzen. Außerdem können sie bei entsprechender Aufgabenstellung Inhalte gemeinsam mit anderen erarbeiten, anstatt sie von der Lehrkraft zu übernehmen. Die erfolgreiche Arbeit mit diesem Konzept setzt allerdings wie eingangs erwähnt eine gute Vorbereitung voraus. Einerseits sollte die Lehrkraft vorhandene Lernstände und Lernfähigkeiten in der Klasse kennen. Andererseits benötigt sie einen relativ großen, gut organisierten Materialpool, aus dem sich die Schülerinnen und Schüler bedienen können. Dabei sollten visuelle, auditive und haptische Materialien so gemischt sein, dass verschiedene Lerntypen berücksichtigt werden. Eine weitere Herausforderung besteht in der Motivation der Schülerinnen und Schüler, sofern sie in der geschlossenen Wochenplanarbeit Inhalte lernen sollen, die nicht ihrem intrinsischen Interesse entsprechen. Grundsätzlich kann es einfacher sein, kleinere Kinder an die Wochenplanarbeit heranzuführen, und später auf diesen Grundlagen aufzubauen. Auch eine bewusste Entscheidung, welche Themen sich in einer bestimmten Klasse für diese Arbeitsform eignen, kann helfen. Nicht jeder Inhalt, der auf dem Lehrplan steht, eignet sich in demselben Maße für den Einsatz in der Wochenplanarbeit mit einer möglicherweise ungeübten Klasse. Des Weiteren bieten Materialien und Hilfsmittel die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren. Bei kleineren Kindern können das spielerische Elemente sein, bei Jugendlichen möglicherweise digitale interaktive Formate . Fazit Wochenpläne sind eine wertvolle, reformpädagogisch orientierte Ressource für den Schulalltag . Sie schulen Kompetenzen und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler und ermöglichen der Lehrkraft, auch in heterogenen Klassen mit unterschiedlichem Lernstand erfolgreiche Binnendifferenzierung. Den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sie, ihren eigenen Bedürfnissen und Neigungen entsprechend zu lernen. Wichtig sind eine gute Vorbereitung des Wochenplans und eine schrittweise Heranführung der Klasse an diese Arbeitsweise. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in dem Artikel

  • Fächerübergreifend

Ausbreitung von Infektionskrankheiten

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit diesem Arbeitsmaterial werden die Grundlagen zur exponentiellen Ausbreitung von Krankheiten erarbeitet. Basis dafür ist die Durchführung eines Modellversuchs.In dieser Unterrichtsstunde geht es darum, wie schnell sich Infektionskrankheiten verbreiten können. Die Grundlage für diese Stunde ist das Wissen über die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten und wie sich eine Infektion vermeiden lässt. Ausgehend von diesem Wissen wird ein Experiment durchgeführt, das den Lernenden modellhaft die exponentielle Ausbreitung von Krankheiten verdeutlicht. Dabei besitzen die Lernenden jeweils einen Becher mit destilliertem Wasser, wobei sich bei zwei Personen eine zehnprozentige Natriumcarbonat-Lösung im Becher befindet. Gegenseitig pipettieren sich die Lernenden Flüssigkeit in die Becher. Abschließend wird ein Indikator in alle Becher gegeben. Schon bei einer geringen Menge an Natriumcarbonat verfärbt sich die Flüssigkeit. Dieses Experiment wird im Anschluss auf seine Aussagekraft hin untersucht und beurteilt. Das Thema Ausbreitung von Krankheiten im Unterricht In jedem Jahr gibt es eine Grippe-Welle. Das Thema Infektionskrankheiten bietet also einen hohen Lebensweltbezug der Lernenden. Ausgehend vom Wissen über die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten kann mit einem Modellversuch beispielhaft die Geschwindigkeit der Ausbreitung von Krankheiten und Infektionen verdeutlicht werden. Vorkenntnisse Die Lernenden kennen bereits die Verbreitungswege von Infektionskrankheiten und wie sie sich davor schützen können (zum Beispiel durch Impfung). Didaktische Analyse Das Thema Gesundheit und damit verbunden auch die Immunbiologie ist nicht zuletzt durch die Jakarta Erklärung zur Gesundheitsförderung für das 21. Jahrhundert ein wesentlicher Bestandteil des Biologieunterrichts. Ein Verständnis für und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen sollen gestärkt werden. Das schließt das Wissen über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sowie vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung mit ein. Methodische Analyse Durch einen stillen Bildimpuls werden die Lernenden angeregt, sich mit dem Schutz vor und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten auseinanderzusetzen. Anhand des Simulationsexperiments erkennen die Lernenden, wie schnell sich Infektionskrankheiten ausbreiten können. Zusätzlich verstehen die Lernenden das Experiment als Modell und begreifen Modelle als Abbild der Realität. Dabei ist stets auf die Modellkritik zu achten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fördern durch das Arbeiten mit Modellen die fachliche Kompetenz Erkenntnisgewinnung . erkennen anhand des Simulationsexperiments, wie schnell sich Krankheiten verbreiten können. erkennen Modelle als Abbild der Realität. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind sich ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bei der Ausbreitung von Krankheiten bewusst. fördern durch die Auseinandersetzung mit dem Modell ihre Selbstwahrnehmung und soziale Wahrnehmungsfähigkeit als Teilkompetenzen der Personalen Kompetenz .

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Eine quantenmechanische Beschreibung des Wasserstoffatoms

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit der Unterrichtseinheit zur quantenmechanischen Beschreibung des Wasserstoffatoms findet der Zyklus zur modellhaften Erklärung der Vorgänge in einem Atom seinen Abschluss. Ausgehend vom Bohrschen Atommodell mit den ersten quantenmechanischen Ansätzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Potentialtopfmodell zum Wegbereiter für ein Wellenmodell mit stationären stehenden Wahrscheinlichkeitswellen, mit dem die Abläufe im einfachsten Atom – dem Wasserstoffatom – näherungsweise und halbwegs anschaulich beschrieben und berechnet werden können. Es wird benötigt für Schülerinnen und Schüler, die Physik als Leistungsfach und gegebenenfalls als Abiturfach gewählt haben. Alle weiteren Atome mit mehr als einem Elektron sind mit den Mitteln der Schulphysik nicht zu beschreiben. Anhand der beim Potentialtopfmodell gewonnenen Erkenntnisse wird den Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass man das in einem Potentialtopf eingesperrte Elektron gut auf die Gegebenheiten im Wasserstoffatom übertragen kann. Hinzu kommen jetzt aber die Einflüsse des positiv geladenen Protons, das sich im Kern befindet und auf das Elektron eine anziehende Kraft (Coulombkraft) ausübt. Die nun folgende Herleitung zur Bestimmung der Größe des Kernradius für das Wasserstoffatom im Grundzustand setzt gute mathematische Kenntnisse voraus und kann somit nur im Rahmen eines Leistungskurses oder dergleichen angeboten werden. Erläuternde Übungsaufgaben mit ausführlichen Lösungen ergänzen diese Unterrichtseinheit. Eine quantenmechanische Beschreibung des Wasserstoffatoms Mithilfe von Wahrscheinlichkeitsberechnungen sowie unter Einbeziehung des Coulombpotentials des im Kern befindlichen Protons können die möglichen Aufenthaltsorte von Elektronen für das einfachste Atom – das Wasserstoffatom – ebenso ermittelt werden wie die zugehörigen Energien. Vorkenntnisse Die aus der Erarbeitung von Potentialtopf und Wahrscheinlichkeit erworbenen Erkenntnisse finden nun ihre spezifische Anwendung für die Beschreibung des Wasserstoffatoms. Didaktische Analyse Für die Lernenden ist erneut ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen nötig. Deshalb müssen Lehrkräfte sehr darauf achten, durch Abbildungen und Animationen den Sachverhalt anschaulich zu gestalten. Zudem muss der anspruchsvolle Stoff den Schülerinnen und Schüler vorbehalten bleiben, die Physik als Leistungsfach beziehungsweise Abiturfach gewählt haben. Methodische Analyse Schritt für Schritt werden die Gleichungen zur quantenmechanischen Beschreibung des Wasserstoffatoms hergeleitet. Mit begleitenden Übungsaufgaben einschließlich sehr ausführlicher Lösungen werden die Lernenden mit den notwendigen Berechnungen vertraut gemacht. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen um die komplexen Vorgänge in einem realen H-Atom. können Begriffe wie Wahrscheinlichkeitsdichte und Wellenfunktion beschreiben. lernen die auf das Elektron wirkende Gesamtenergie herzuleiten und daraus die Energieniveaus des H-Atoms zu berechnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbständig Fakten, Hintergründe und Kommentare im Internet. können die Inhalte von Videos, Clips und Animationen auf ihre sachliche Richtigkeit hin überprüfen und einordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Partner- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team. setzen sich mit den Ergebnissen der Mitschülerinnen und Mitschüler auseinander und lernen so, deren Ergebnisse mit den eigenen Ergebnissen konstruktiv zu vergleichen. erwerben genügend fachliches Wissen, um mit anderen Lernenden, Eltern und Freunden wertfrei diskutieren zu können.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II
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